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Full text: Wirtschaftsbericht ... Issue 2014 Sommer

Wirtschaftsbericht Sommer 2014
Zur wirtschaftlichen Situation des Berliner Handwerks – Konjunkturumfrage Juni 2014

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

I.

Zur wirtschaftlichen Situation des Berliner Handwerks zur Jahresmitte 20141

Das Berliner Handwerk erfreut sich weiter an einem Konjunkturhoch. Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sich der Geschäftsklimaindex zur Jahresmitte 2014 um acht Zähler und steht nun bei 109 Punkten. Zu diesem Anstieg tragen sowohl die aktuellen Bewertungen als auch die Erwartungshaltungen bei, da sich beide Teilindikatoren gegenüber dem Vorjahr stark verbessert haben. Für die aktuellen Geschäftsergebnisse steht ein Positivsaldo aus guten und schlechten Bewertungen von 12 Punkten zu Buche. Er gewinnt damit im Vergleich zum Vorjahresstand fünf Zähler. Für den Saldo der Erwartungshaltungen ist der Zuwachs mit 12 Zählern sogar noch stärker ausgefallen. Er ist nun mit sieben Punkten im Plus; vor einem Jahr war er noch mit fünf im Minus. Mit sehr viel Zuversicht blicken die Berliner Handwerksbetriebe auf die zweite Jahreshälfte.

Geschäftsklimaindex des Berliner Handwerks
115 110 105 100 95 90

106

107 101

109

gut

zufriedenstellend

schlecht
85

JM 2011

JM 2012

JM 2013

JM 2014

geometrisches Mittel der Salden aus positiven und negativen Einschätzungen der aktuellen Geschäftsergebnisse und den Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate

Die aktuellen Geschäftsergebnisse sind insgesamt von 31 Prozent der Betriebe als gut eingeschätzt worden; 19 Prozent bezeichneten sie als schlecht. Demzufolge wurden sie von jedem zweiten Handwerksbetrieb als befriedigend bewertet. Gemessen am Saldo der Urteile (Differenz zwischen guten und schlechten Geschäftsergebnissen), ist die aktuelle wirtschaftliche Situation von den Betrieben aus dem Handwerk für gewerblichen Bedarf am besten beurteilt worden – wie auch schon im Frühjahr 2014. Die Umfrage ergab einen Positivsaldo von 27 Punkten. Gegenüber dem Vorjahresergebnis ist dies eine Verbesserung um 10 Zähler. Im Ranking folgen das Ausbau- und das Nahrungsmittelgewerbe. Für beide Gewerbe ergab die Umfrage einen Positivsaldo von 18 Zählern. Gemessen am Stand von vor einem Jahr bedeutet dies jeweils ein Zugewinn von 11 Zählern. Am schlechtesten beurteilt wurden die aktuellen Geschäfte von den Betrieben, die zur Gruppe der persönlichen Dienstleistungen gehören und zum Kraftfahrzeuggewerbe. Hier stehen Minussalden von neun bzw. drei Punkten zu Buche. Der Vergleich mit dem Umfrageergebnis ein Jahr zuvor zeigt jedoch, dass sich der Saldo zumindest für das Kraftfahrzeuggewerbe um 10 Zähler verbessert hat, hingegen der für die Gruppe der persönlichen Dienstleistungen um 11 Zähler verschlechtert. Bereits die Frühjahrsumfrage kündete vom Ende einer langen Durststrecke für die Kraftfahrzeugwerkstätten. Die aktuelle Umfrage bestätigt nun den erhofften Aufwärtstrend.

1

Im Juni 2014 sind im Rahmen der Konjunkturberichterstattung von der Handwerkskammer Berlin 4.013 Betriebe angeschrieben worden, von denen sich 870 aktiv an der Umfrage beteiligt haben (Rücklaufquote: 21,7 Prozent)

1

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

Bewertung der aktuellen Geschäftsergebnisse im Vergleich zum Vorjahr
27 18 32 27 20 31 gestiegen 19 19 gesunken Saldo
JM 2011 JM 2012 JM 2013 JM 2014
Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = befriedigend

Grundlage für die guten Geschäftsergebnisse ist die gute Auftragslage. So hatten zum Zeitpunkt der Befragung die Betriebe aus dem produzierenden Bereich Aufträge mit einer durchschnittlichen Reichweite von 7,6 W ochen. Infolge gewinnt der Saldo aus den Meldungen zu den gestiegenen und den gesunkenen Auftragseingängen im Vergleich zum Stand Jahresmitte 2013 sieben Zähler und ist nun wieder mit fünf Punkten im Plus. Im Frühjahr 2014 war er ebenfalls noch im Minus und zwar mit einem Punkt. Bei der Betrachtung der Gruppenergebnisse fällt jedoch auf, dass die Entwicklung sehr viel differenzierter geworden ist. In Bezug auf die aktuelle Auftragslage ist der niedrigste Grad der Zufriedenheit im Bauhauptgewerbe zu finden. Er liegt nur noch bei 69 Prozent, vor einem Jahr wurden noch 80 Prozent gemessen. Die Betriebe aus dem Bauhauptgewerbe spüren zunehmend die Auswirkungen eines abnehmenden Auftragsvolumens. Die durchschnittliche Orderreichweite liegt mit 8,6 Wochen zwar immer noch auf dem Niveau des Vorjahres, aber mehr Betriebe berichteten von sinkenden Auftragseingängen als von steigenden. Demzufolge verliert der Saldo gegenüber dem Vorjahr 19 Zähler und ist nun mit neun Punkten im Minus. Ein negatives Saldovorzeichen ist ebenfalls im Kraftfahrzeuggewerbe vorhanden. Aktuell ist der Auftragssaldo immer noch mit vier Punkten im Minus, aber die Situation ist besser als vor einem Jahr. Zu diesem Zeitpunkt stand der Saldo noch mit neun Punkten im Minus und vor zwei Jahren sogar mit 13 Punkten. Endlich findet der beginnende Aufwärtstrend auch sein Fundament und beruht damit nicht mehr nur auf den Hoffnungen der Betriebe auf ein Ende der mageren Auftragszeiten - wie in den letzten drei Jahren. Robust ist die Lage im Ausbaugewerbe und im Handwerk für den gewerblichen Bedarf. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Die durchschnittliche Reichweite nimmt im Ausbaugewerbe sogar noch einmal um eine halbe W oche im Vergleich zum Stand von vor einem Jahr zu. Von zumindest zufriedenstellenden Auftragseingängen berichten 81 Prozent der Ausbauhandwerker und 78 Prozent der Handwerker für den gewerblichen Bedarf. Der Zufriedenheitsgrad hinsichtlich der Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen liegt bei den Berliner Bäckern, Fleischern, und Konditoren bei 91Prozent, bei den Gesundheitshandwerkern sind es 76 Prozent und bei den Handwerkern aus der Gruppe der persönlichen Dienstleistungen sind es 71 Prozent.

Aktuelle Bewertung: Auftragseingang / Nachfrage 30 18
JM 2011

28 22
JM 2012

23 25
JM 2013

28
gestiegen

23
JM 2014

gesunken Saldo

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung 2

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

Im Berichtszeitraum war - mit Ausnahme der Gruppe der persönlichen Dienstleistungen - in allen Handwerksbranchen die Zahl der Betriebe mit Personaleinstellungen größer als die Zahl derer mit Personalentlassungen. Der Gesamtsaldo ist mit zwei Punkten im Plus. Er verbessert sich damit um vier Zähler im Vergleich zum Vorjahr und um drei gegenüber dem Ergebnis aus der Frühjahrsumfrage. Mit Ausnahme des Kraftfahrzeuggewerbes und der Gruppe der persönlichen Dienstleistungen sind die Beschäftigungspläne der Berliner Handwerksbetriebe auch weiterhin expansiv ausgerichtet. Insgesamt beabsichtigen 18 Prozent in den kommenden Monaten ihre Belegschaft zu vergrößern. Lediglich jeder Zehnte ging in seinen Prognosen davon aus, dass der Personalbestand nicht zu halten sein wird. 72 Prozent der Betriebe wollen dagegen ihren Belegschaftsstamm nicht verändern.

Aktuelle Bewertung: Beschäftigung
14 13 13 14
JM 2012

14

17 gestiegen gesunken 15
JM 2014

16
JM 2013

Saldo

JM 2011

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Das Berliner Handwerk blickt insgesamt gesehen sehr zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte. Der Saldo aus optimistischen und pessimistischen Erwartungshaltungen ist mit sieben Punkten im Plus. Vor einem Jahr musste noch von einem Minussaldo von fünf Punkten berichtet werden. Alle wirtschaftlichen Indikatoren liegen im Plus und zeigen sich verbessert gegenüber dem Vorjahr. Wirtschaftlich gesehen wird das Jahr 2014 für das Berliner Handwerk insgesamt ein besseres als das Jahr 2013. ̀ Insgesamt ist die wirtschaftliche Situation sehr viel differenzierter geworden, dadurch werden die Geschäftsaussichten für die zweite Jahreshälfte von den einzelnen Handwerksgruppen ebenfalls sehr unterschiedlich beurteilt. Ausbau und Handwerk für den gewerblichen Bedarf sind immer noch im Konjunkturhoch, das Bauhauptgewerbe spürt langsam die Auswirkungen eines abnehmenden Auftragsvolumens. Bäcker, Fleischer und Konditoren hatten einen schlechten Start ins Jahr. Aktuell sind sie sehr viel zufriedener mit ihren Geschäften und sehr zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte. Der Konjunkturmotor des Kraftfahrzeuggewerbes stottert immer noch ein wenig, aber die wirtschaftliche Situation wird allmählich besser.

Geschäftsaussichten
22 19 22 21 24 17

19 24
JM 2013

besser schlechter Saldo

JM 2011

JM 2012

JM 2014

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

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Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

II.
1.

Gruppenergebnisse
Bauhauptgewerbe

Am 30. Juni 2014 gab es 4.979 Betriebe im handwerklichen Bauhauptgewerbe, dies sind 148 weniger als zu Beginn des Jahres. Der branchenspezifische Geschäftsklimaindex klettert im Vergleich zum Vorjahr um zwei Zähler nach oben und steht aktuell bei 101 Punkten. Es sind wiederum die Erwartungshaltungen, die den Anstieg bewirkt haben. Der Saldo aus den optimistischen und den pessimistischen Erwartungen der Betriebe ist mit drei Punkten im Plus und übertrifft somit den Stand des Vorjahres um 12 Zähler. Dagegen verliert der Saldo aus den guten und schlechten Urteilen zu den aktuell erreichten Geschäftsergebnissen sieben Zähler. Insgesamt sind gute und schlechte Bewertungen im Gleichgewicht. Das durchschnittliche Auftragspolster ist mit 8,6 Wochen immer noch auf dem Niveau des Vorjahres, aber nach vier Jahren stetiger Zuwächse schrumpft nun das Auftragsvolumen für die Berliner Bauhauptbetriebe seit Beginn des Jahres. Infolge mussten mehr Betriebe als erwartet von sinkenden Auftragseingängen berichten, so dass der Zufriedenheitsgrad mit der Auftragslage nur noch bei 69 Prozent liegt. Aktuell liegt der Saldo aus gestiegenen und gesunkenen Meldungen mit neun Punkten im Minus. Er verschlechtert sich damit um 19 Zähler gegenüber dem Vorjahr. Auch die Umsätze waren weniger zufriedenstellend als vor einem Jahr. Der Saldo ist mit 19 Punkten im Minus. Er hat damit im Vergleich zum Stand von vor einem Jahr 13 Zähler verloren. Lediglich 60 Prozent der Betriebe waren mit ihren Umsätzen zumindest zufrieden. Positiv ist dagegen die Beschäftigtenbilanz. Der Saldo ist mit vier Punkten im Plus. Es muss jedoch auch festgestellt werden, dass weniger Betriebe - als aus der Sicht des Frühjahrs zu erwarten war - Personal eingestellt haben. Insgesamt waren es 16 Prozent, 26 Prozent hatten dies jedoch prognostiziert. Immerhin 72 Prozent der Betriebe konnten ihre Belegschaft halten und nur 12 Prozent haben Personal abgebaut.

Auftragseingänge 30
20 31
S 2013 S 2014
Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Beschäftigung gesunken gestiegen Saldo
13
S 2013

22

22 16
12

gesunken gestiegen Saldo

S 2014 Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Umsätze 26
32 40
S 2013

Auftragsreichweite in Wochen gesunken gestiegen Saldo 8,5 8,6
Auftragsreichweite

21

S 2014 Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

S 2013

S 2014

Betriebsbestand
Bestand am 31.12.2013 Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe zusammen 4 2 200 48 2 879 5 127 Bestand am 30.06.2014 2 173 51 2 755 4 979 Veränderung um … Prozent absolut -1,2 6,3 -4,3 -2,9 -27 +3 -124 -148

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

2.

Ausbaugewerbe

Mit einem Anteil von 40,6 Prozent ist das handwerkliche Ausbaugewerbe die größte Handwerksgruppe innerhalb des Berliner Handwerks. Zum Stichtag 30. Juni 2014 zählte es 12 424 Betriebe, dies sind 194 weniger als zu Beginn des Jahres. Hochkonjunktur im Berliner Ausbauhandwerk: Das durchschnittliche Auftragspolster liegt bei 8,1 W ochen und damit um eine Woche über dem Stand vom Frühjahr und um eine halbe Woche über dem Stand von vor einem Jahr. 81 Prozent der Betriebe sind mit der Auftragslage zumindest zufrieden. Der Saldo aus den gestiegenen und den gesunkenen Meldungen zu der Entwicklung der Auftragseingänge ist mit 11 Punkten im Plus. Er verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um neun Zähler. Drei Viertel der Betriebe sind ebenfalls zufrieden mit den erzielten Umsätzen. Der Saldo bleibt zwar im Minusbereich mit vier Punkten, verbessert sich aber um sieben Zähler. Positiv ist auch die Entwicklung der Beschäftigung. Der Saldo ist mit drei Punkten im Plus, vor einem Jahr war er noch mit einem Zähler im Minus. Viel Zuversicht steckt in den Erwartungshaltungen der Betriebe für die zweite Jahreshälfte. 89 Prozent der Betriebe gehen von zumindest zufriedenstellenden Geschäften aus. Der Saldo aus optimistischen pessimistischen Erwartungen liegt mit 13 Punkten im Plus. Alle wirtschaftlichen Indikatoren zeigen sich deutlich im positiven Bereich und verbessert gegenüber dem Stand von vor einem Jahr.

Auftragseingänge 26
24
S 2013

Beschäftigung gesunken gestiegen 14
15
S 2013

30
19
S 2014

19
16

Saldo

gesunken gestiegen Saldo

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

S 2014 Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Umsätze 21 21
25 32
S 2013 S 2014 Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Auftragsreichweite in Wochen gesunken gestiegen Saldo 8,1 7,5
S 2013 S 2014

Auftragsreichweite

Betriebsbestand
Bestand am 31.12.2013 Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Kleinunternehmer Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe zusammen 6 186 68 4 041 2 323 12 618 Bestand am 30.06.2014 6 102 62 3 997 2 263 12 424 Veränderung um … Prozent absolut -1,4 -8,8 -1,1 -2,6 -1,5 -84 -6 -44 -60 -194

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Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

3.

Handwerk für den gewerblichen Bedarf

Zum Stichtag 30. Juni 2014 waren insgesamt 4 075 Betriebe für das Handwerk für den gewerblichen Bedarf bei der Handwerkskammer Berlin registriert, einer weniger als zu Beginn des Jahres. Dies sind 13,3 Prozent aller Berliner Handwerksbetriebe. 2013 war ein im Vergleich zu den drei Jahren zuvor schwächeres Jahr für diese Handwerksgruppe. Nun hat sie den Spitzenplatz innerhalb des Berliner Handwerks wieder zurück. Der Geschäftsklimaindex gewinnt 13 Zähler und steht aktuell bei 120 Punkten. Sowohl die aktuellen Bewertungen der Betriebe zu ihren Geschäftsergebnissen als auch ihre Erwartungshaltungen tragen zu diesem sehr guten Stimmungsbild bei. Beide liegen im Plus - mit 27 bzw. 13 Punkten. Alle wirtschaftlichen Indikatoren sind ebenfalls im Plus. 78 Prozent der Betriebe sind mit ihrer Auftragslage zumindest zufrieden. Der Saldo aus gestiegen und gesunkenen Meldungen zu den Auftragseingängen ist mit 16 Punkten im positiven Bereich. Damit verbessert er sich um 24 Zähler im Vergleich zum Vorjahr. Gleiches gilt für die Einschätzungen der Betriebe zu der Entwicklung der Umsätze und der Beschäftigung. Der Umsatzsaldo gewinnt 19 Zähler und ist mit 10 Punkten im Plus wie auch der Beschäftigungssaldo, der 17 Zähler zulegt. Die Erwartungshaltungen der Betriebe für die zweite Jahreshälfte sind so optimistisch, dass man davon ausgehen kann, dass das Jahr 2014 ein sehr erfolgreiches für das Handwerk für den gewerblichen Bedarf sein wird. Auftragseingänge 38 21
29
S 2013

Beschäftigung gesunken gestiegen 15
22
S 2013 S 2014
Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

20
10

22
S 2014

Saldo

gesunken gestiegen Saldo

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Umsätze 21
30
S 2013

Auftragsreichweite in Wochen gesunken gestiegen 8,4 8,1 Saldo
S 2013 S 2014

33
23
S 2014

Auftragsreichweite

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Betriebsbestand
Bestand am 31.12.2013 Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe zusammen 1 278 2 609 189 4 076 Bestand am 30.06.2014 1 246 2 655 174 4 075 Veränderung um … Prozent absolut -2,5 1,8 -7,9 0,0 -32 +46 -15 -1

6

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

4.

Kraftfahrzeuggewerbe

Zum 30. Juni 2014 gehörten 5,1 Prozent der Berliner Handwerksbetriebe zum Kraftfahrzeuggewerbe. Insgesamt wurden 1 567 Betriebe gezählt und damit 25 weniger als zu Beginn des Jahres. In den ersten drei Monaten des Jahres hatten sich die Hoffnungen der Werkstätten auf ein Ende der mageren Auftragszeiten endlich einmal erfüllt. Ihre Kapazitäten konnten zu 73 Prozent im Durchschnitt ausgelastet werden, da sich die durchschnittliche Reichweite der Aufträge verdoppelt hatte. Sie erreicht damit wieder fast das Vorkrisenniveau. Der positive Trend setzte sich teilweise auch bis zur Jahresmitte weiter fort. 71 Prozent der Betriebe waren mit ihren Auftragseingängen zumindest zufrieden. Der Saldo bleibt zwar mit vier Punkten im Minus, aber er verbessert sich um fünf Zähler. Weniger zufrieden sind dagegen die Betriebe mit ihren Umsätzen. Der Saldo aus gestiegenen und gesunkenen Meldungen verliert vier Zähler und ist nun wieder zweistellig im Minusbereich - mit 13 Punkten. Positiv ist die Entwicklung der Beschäftigung. Der Saldo ist mit sechs Punkten im Plus. 22 Prozent der Betriebe haben ihr Personal aufgestockt, 16 Prozent verkleinert. Konstant geblieben ist die Zahl der Beschäftigten in 62 Prozent der Betriebe. Es ist immer noch ein wenig Sand im Getriebe, insofern bleiben die Salden bei den Erwartungshaltungen alle im negativen Bereich. Der Vorjahresvergleich bestätigt jedoch den positiven Entwicklungstrend im Kraftfahrzeuggewerbe. Um die Nachfrage weiter anzukurbeln, arbeiten die Betriebe insbesondere mit Preiszugeständnissen. Auftragseingänge 22 25 gesunken gestiegen
29
S 2014

Beschäftigung 22
16
S 2014
Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

12
14
S 2013

gesunken gestiegen Saldo

Saldo

31
S 2013

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Umsätze 23
32
S 2013

Auftragsreichweite in Wochen gesunken gestiegen

22 2,0 1,8
Auftragsreichweite

35
S 2014

Saldo
S 2013 S 2014

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Betriebsbestand
Bestand am 31.12.2013 Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Kleinunternehmer zusammen 1 470 122 1 592 Bestand am 30.06.2014 1 450 117 1 567 Veränderung um … Prozent absolut -1,4 -4,1 -1,6 -20 -5 -25

7

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

5.

Nahrungsmittelgewerbe

Ende Juni 2014 sind von den 30 607 Berliner Handwerksbetrieben 437 dem Nahrungsmittelgewerbe zuzuordnen. Zu Beginn des Jahres waren es 435 Betriebe. Die Berliner Bäcker, Fleischer und Konditoren waren sehr unzufrieden mit den Geschäften zu Beginn des Jahres. Der Geschäftsklimaindex stürzte regelrecht ab. Er verlor 25 Punkte und fiel auf den Stand von 89 Punkten – dem schlechtesten Wert seit dem Frühjahr 2010. Aber die Nachfrage entwickelte sich danach viel besser als erwartet, so dass sich zur Jahresmitte der Konjunkturhimmel deutlich aufgehellt hat. Der Index steht aktuell bei 109 Punkten. 86 Prozent der Betriebe waren mit ihren Geschäftsergebnissen zumindest zufrieden. Der Saldo ist mit 18 Punkten im Plus. Er gewinnt 11 Zähler im Vergleich zum Vorjahr und gegenüber dem Frühjahr sogar 23 Zähler. Ebenfalls mit 18 Punkten im Plus ist der Umsatzsaldo. Vor einem Jahr und im Frühjahr war er noch im Minus mit 17 bzw. acht Punkten. Insofern haben sich die schlechten Prognosen der Betriebe zur Entwicklung der Beschäftigung aus dem Frühjahr nicht bewahrheitet. Im Frühjahr war der Erwartungssaldo noch mit 18 Punkten im Minus. Nun ergab die Umfrage ein Plus von neun Punkten. Die Berliner Nahrungsmittelhandwerker sind optimistisch. In den kommenden Monaten rechnen sie mehrheitlich mit zufriedenstellenden Geschäften, zumal ihr saisonal stärkster Geschäftsabschnitt noch bevorsteht. Auftragseingänge 18 10
27
S 2013

Beschäftigung gesunken gestiegen Saldo 14
10
S 2013

18
9
S 2014

gesunken gestiegen Saldo

9

S 2014
Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Umsätze 10
27
S 2013

27
9
S 2014

gesunken gestiegen Saldo

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Betriebsbestand
Bestand am 31.12.2013 Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Kleinunternehmer Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe zusammen 346 15 16 58 435 Bestand am 30.06.2014 344 15 18 60 437 Veränderung um … Prozent absolut -0,6 0,0 12,5 3,4 0,5 -2 +0 +2 +2 +2

8

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

6.

Gesundheitsgewerbe

Ende Juni 2014 gab es 828 Betriebe im handwerklichen Gesundheitsgewerbe, 13 weniger als zu Beginn des Jahres. Dies sind insgesamt 2,7 Prozent aller zum Stichtag bei der Handwerkskammer eingetragenen Mitglieder. Aufatmen unter den Gesundheitshandwerkern: Die Hoffnungen auf Verbesserungen der Geschäftsergebnisse haben sich zum Teil erfüllt. 76 Prozent der Betriebe waren mit der Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen zumindest zufrieden. Der Saldo liegt aktuell mit 10 Punkten im Plus, Die diesjährige Frühjahrsumfrage ergab noch einen Minussaldo von 19 Punkten. Die Belebung der Nachfrage machte sich natürlich auch in den Umsatzzahlen bemerkbar. Aktuell liegt der Saldo mit 14 Punkten im Plus, er gewinnt damit 24 Zähler gegenüber dem Frühjahr und 11 gegenüber dem Vorjahr. Die Beschäftigtenbilanz ist ebenfalls wieder positiv, wenngleich der Abbau aus den ersten Monaten des Jahres noch nicht voll kompensiert werden konnte. Die Frühjahrsumfrage ergab noch einen Minussaldo von 10 Punkten; nun ist es ein Positivsaldo von fünf Punkten. Mehrheitlich gehen die Betriebe davon aus, dass es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Verstetigung der momentanen wirtschaftlichen Situation kommen wird. Die Erwartungshaltungen zur Entwicklung von Nachfrage, Umsatz und Beschäftigung sind jedenfalls optimistischer als die allgemeinen Geschäftserwartungen. Auftragseingänge gesunken 21
21
S 2013

Beschäftigung 12 gestiegen Saldo
15
S 2013

34
24

17
12
S 2014

gesunken gestiegen Saldo

S 2014 Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Umsätze 28
25
S 2013

33
19
S 2014

gesunken gestiegen Saldo

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Betriebsbestand
Bestand am 31.12.2013 Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke zusammen 841 841 Bestand am 30.06.2014 828 828 Veränderung um … Prozent absolut -1,5 -1,5 -13 -13

9

Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

7.

Persönliche Dienstleistungen

Zum Stichtag 30. Juni 2014 gehörten 20,6 Prozent der bei der Handwerkskammer Berlin eingetragenen Mitglieder zur Gruppe der Handwerke für persönliche Dienstleistungen. Es sind insgesamt 6 297 Betriebe und damit 61 weniger als zu Beginn des Jahres. Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Betriebe aus dieser Handwerksbranche verharrt auf dem Niveau des Vorjahres. Alle Indikatoren sind zweistellig im Minusbereich - tendenziell aber leicht verbessert. Die Erwartungshaltungen der Betriebe geben auch keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich die Situation im zweiten Halbjahr grundsätzlich ändern wird. Die allgemeinen Geschäftserwartungen sind jedoch schlechter als die Prognosen der Betriebe zu den einzelnen Wirtschaftsindikatoren Nachfrage, Umsatz und Beschäftigung. Drei Viertel rechnen in der zweiten Jahreshälfte mit befriedigenden bis guten Geschäften. Auftragseingänge 13
26
S 2013

Beschäftigung gesunken gestiegen 7
20

17

6
17

gesunken gestiegen Saldo

29
S 2014

Saldo

S 2013

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

S 2014

Umsätze 13
30
S 2013

21

gesunken gestiegen Saldo

31
S 2014

Antwortverteilung in Prozent Differenz zu 100 in der Antwortverteilung = keine Veränderung

Betriebsbestand
Bestand am 31.12.2013 Anlage A - zulassungspflichtige Handwerke Anlage AeT - Kleinunternehmer Anlage B1 - zulassungsfreie Handwerke Anlage B2 - handwerksähnliche Gewerbe zusammen 2 821 1 1 488 2 048 6 358 Bestand am 30.06.2014 2 808 1 1 485 2 003 6 297 Veränderung um … Prozent absolut -0,5 0,0 -0,2 -2,2 -1,0 -13 +0 -3 -45 -61

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Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

III. Anlage: Handwerksgruppenzuordnung der Gewerbe
Gruppe 1: Bauhauptgewerbe • Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Brunnenbauer, Dachdecker * Gerüstbauer * Maurer und Betonbauer * Straßenbauer * Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, Zimmerer • Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Betonstein- und Terrazzohersteller • Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Asphaltierer (ohne Straßenbau) * Bautentrocknungsgewerbe * Betonbohrer und -schneider * Eisenflechter * Fuger (im Hochbau) * Holz- und Bautenschutzgewerbe * Rammgewerbe (Einrammen von Pfählen im Wasserbau) Gruppe 2: Ausbaugewerbe • Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Elektrotechniker * Glaser * Installateur und Heizungsbauer * Klempner * Maler und Lackierer * Ofen- und Luftheizungsbauer * Stuckateure * Tischler • Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Estrichleger * Fliesen-, Platten- und Mosaikleger * Parkettleger * Raumausstatter * Rollladen- und Jalousiebauer • Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Bodenleger * Einbau von genormten Baufertigteilen * Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten) Gruppe 3: Handwerke für den gewerblichen Bedarf • Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Büchsenmacher * Chirurgiemechaniker * Elektromaschinenbauer * Feinwerkmechaniker * Glasbläser und Glasapparatebauer * Informationstechniker * Kälteanlagenbauer * Landmaschinenmechaniker * Metallbauer * Seiler • Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Behälter- und Apparatebauer * Buchbinder * Buchdrucker: Schriftsetzer; Drucker * Edelsteinschleifer und -graveure * Feinoptiker * Flexografen * Galvaniseure * Gebäudereiniger * Glas- und Porzellanmaler * Glasveredler * Metall- und Glockengießer * Metallbildner * Modellbauer * Schilder- und Lichtreklamehersteller * Schneidwerkzeugmechaniker * Siebdrucker • Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Getränkeleitungsreiniger * Herstellung von Drahtgestellen für Dekorationszwecke * HolzLeitermacher (Sonderanfertigung) * Holzschindelmacher * Maskenbildner * MetallsägenSchärfer * Metallschleifer und Metallpolierer * Plisseebrenner * Requisiteure * Rohr- und Kanalreiniger * Tankschutzbetriebe * Theater- und Ausstattungsmaler * Theaterkostümnäher * Theaterplastiker Gruppe 4: Kraftfahrzeuggewerbe • Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Karosserie- und Fahrzeugbauer * Kraftfahrzeugtechniker * Vulkaniseure und Reifenmechaniker * Zweiradmechaniker

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Wirtschaftsbericht Jahresmitte 2014

Gruppe 5: Nahrungsmittelgewerbe • Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Bäcker * Fleischer * Konditoren • Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Brauer und Mälzer * Weinküfer • Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Fleischzerleger, Ausbeiner * Innerei-Fleischer * Speiseeishersteller Gruppe 6: Gesundheitsgewerbe • Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Augenoptiker * Hörgeräteakustiker * Orthopädieschuhmacher * Orthopädietechniker * Zahntechniker * Gruppe 7: Persönliche Dienstleistungen • Anlage A – zulassungspflichtige Handwerke Boots- und Schiffbauer * Friseure * Schornsteinfeger * Steinmetzen und Steinbildhauer • Anlage B1 – zulassungsfreie Handwerke Bogenmacher * Damen- und Herrenschneider * Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher * Fotografen * Geigenbauer * Gold- und Silberschmiede * Graveure * Handzuginstrumentenmacher * Holzbildhauer * Holzblasinstrumentenmacher * Keramiker * Klavier- und Cembalobauer * Korbmacher * Kürschner * Metallblasinstrumentenmacher * Modisten * Orgel- und Harmoniumbauer * Sattler- und Feintäschner * Schuhmacher * Segelmacher * Textilgestalter * Textilreiniger * Uhrmacher * Vergolder * Wachszieher * Zupfinstrumentenmacher • Anlage B2 – handwerksähnliche Gewerbe Änderungsschneider * Ausführung einfacher Schuhreparatur * Bestattungsgewerbe * Bügelanstalten für Herrenoberbekleidung * Bürsten- und Pinselmacher * Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration) * Fahrzeugverwerter * Fleckteppichhersteller * Klavierstimmer * Kosmetiker * Kunststopfer * Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung) * Schirmmacher * Schlagzeugmacher * Schnellreiniger * Teppichreiniger * Textil-Handdrucker

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