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Full text: Berlyñ international Issue 164.2019

05/19 international Nummer 164 DER NEWSLETTER DER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN Liebe Leserinnen, liebe Leser, am 26. Mai 2019 finden in Deutschland die Wahlen zum Europäischen Parlament für den Zeitraum 2019 bis 2024 statt. Neu gewählt werden 705 Abgeordnete aus den Ländern der EU, davon 96 Abgeordnete aus Deutschland. Damit entscheiden am 26.05.2019 auch die Berlinerinnen und Berliner, und mit ihnen die rund 242.000 in Berlin lebenden wahlberechtigten ausländischen Staatsangehörigen der Europäischen Union, welche Abgeordneten zukünftig ihr Land im EU-Parlament vertreten werden. Voraussetzung zur Stimmabgabe ist die Eintragung in das Wählerverzeichnis. Sollte dies nicht geschehen sein, so kann die Aufnahme und Eintragung noch beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis spätestens bis zum 05. Mai 2019 (Sonntag) unterschrieben im Original im Wahlamt vorliegt. Wie wahlberechtigte EU-Bürgerinnen und EU-Bürger aus anderen EUMitgliedsstaaten in Berlin wählen können und was zu beachten ist, darüber informieren die Internetseiten der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zur Europawahl (Seite 8). Auch das Europe direct Informationszentrum (EDIC) Berlin informiert zur Europawahl. Es hat eine kurze und knappe Übersicht zur Europawahl gestaltet, die in 10 europäischen Sprachen auch online zum Herunterladen vorliegt (Seite 8/9). Der Blick in das Inhaltsverzeichnis auf den Seiten 2 und 3 gibt Auskunft über die weiteren Themen dieser Ausgabe. Vielleicht finden Sie dort ja die eine oder andere Meldung von Interesse. Ihre Redaktion BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 29.05.2019. Redaktionsschluss für die Juni-Ausgabe 2019 (Nr. 165) ist der 22.05.2019. IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum der Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen 1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung mit Quellenangabe erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, I AbtL 22; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320. Diese und weitere Ausgaben im Internet unter http://www.berlin.de/lb/intmig/service/newsletter/ 30.04.2019 [2.050 | Jahrgang 36] Der interkulturelle Kalender für den Monat Mai 2019: Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 2 __________________________________________________________________________ Nachrichten aus dem Haus, Berlin und den Bezirken Katarina Niewiedzial ist Berliner Integrationsbeauftragte Schulungen und Workshops für Beratende zum Migrationsrecht Medienschau Neue Veröffentlichung: Alle mit dabei? Potenziale der Berufsausbildung für Jugendliche aus Familien mit Einwanderungsgeschichte Die Integrationslotsinnen und Integrationslotsen des Albatros e.V. in Reinickendorf Preisverleihung: „Vielfalt unternimmt“ – Land Berlin würdigt migrantische Unternehmen Online: Berliner Portal zur Europawahl 2019 Europa – Sie haben die Wahl! Informationen zur Europawahl in zehn Sprachen! Europawahl 2019: Weitere Infos für EU-Bürgerinnen und Bürger Aus dem Landespressedienst Senatorin Breitenbach: Jugendberufsagentur als Tor zum Arbeitsmarkt weit offen Innensenator richtet „Gemeinsames Informations- und Bewertungszentrum Rechtsextremismus“ ein Türkisch stärken! Dritter Vorlesewettbewerb in Türkisch 14. Integrationsministerkonferenz in Berlin: Länder fordern die Beibehaltung der Flüchtlingsfinanzierung durch den Bund, eine Reform der Sprachförderung und eine bessere Arbeitsmarktintegration für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte 2020 ausgeschrieben. Infoveranstaltung am 28. Mai 2019. Frist: 15. August 2019 Zivilgesellschaftliche Erfassung Antisemitischer Vorfälle 2018 Senatorin Elke Breitenbach zum 1. Mai: „Wir wollen ein Berlin als Stadt der Guten Arbeit“ Anfragen an den Senat „Abschiebehaftanstalt – wozu, wenn sie nicht genutzt wird?“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite Aus Europa, Bund und Ländern Berliner Europaportal – Für ein soziales und demokratisches Europa Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer BMI: 10.965 Asylerstanträge und 1.797 Folgeanträge im März 2019. Hauptstaatsangehörigkeiten waren Syrien, Nigeria und Irak. Asylgeschäftsstatistik März 2019 Bericht 2019: Integrationsmonitoring der Länder Berichtsjahre 2015–2017 Policy Brief des SVR-Forschungsbereichs: Mit der Politik auf Du und Du? Wie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ihr Verständnis von und ihre Einflussmöglichkeiten auf Politik wahrnehmen Qualifizierungen/ Stellenausschreibungen Ab 03.05., MiMi-Berlin: Migrant/innen gesucht! Schulung zum/zur interkulturellen Gesundheitsmediator/in 13.05., neue Veranstaltungsreihe: „JobKontakt“ Ausbildungs-, Praktikums- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflüchtete Start: 20.05., Neustart in Pflege und Betreuung: Kostenloser Kurs zur Berufsorientierung für Geflüchtete FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB): Aktuelle Weiterbildungen im FCZB Mai/Juni 2019 27.05., Fortbildung: Mein Arbeitsalltag und FGM_C: Weibliche Genitalbeschneidung bzw. –verstümmelung. Anmeldung bis: 16.05.2019 Network Event Berlin: 9 Wochen Praktikum in BELFAST. Ein Angebot für arbeitslose junge Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahren. Vorbereitungsphase: ab 14.Mai 2019 .......................4 .......................4 .......................5 .......................5 .......................6 .......................8 .......................8 .......................8 .......................9 .......................9 .......................9 .....................10 .....................10 .....................11 .....................12 .....................12 .....................13 .....................14 .....................14 .....................15 .....................15 .....................15 .....................15 .....................16 .....................17 .....................17 .....................18 .....................19 .....................19 ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 3 __________________________________________________________________________ Workshops/ Tagungen 15.05., Seminar: „Bist du arm, oder was?“ Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft 17.05., Start der Seminarreihe: „Stärkung durch Teilhabe“ 18.05., Tagung, bpb-METRO Spezial: Dare to Dream of Europe. Der Eurovision Song Contest als kulturpolitischer Laufsteg Europas. Tagung und "Public Viewing" des ESC in Berlin. Anmeldung bis: 16.05.2019 20. bis 21.05., Berlin: 24. Deutscher Präventionstag. 20.-24.05., Bündnis für Demokratie und Toleranz: Jugendkongress Berlin 21.05., Anne Frank Zentrum: »Alles über Anne« Führungen für Lehrkräfte in der neuen Berliner Ausstellung 25.05./ 05.06., Anne Frank Zentrum, Fachgespräch: Historisches Lernen an Gedenkstätten Anmeldefrist: 12.05.2019 Mai 2019, Doku-Filmworkshop: Zeige Deine Welt Initiativen Ausschreibung: Ich kann was!-Initiative. „Kompetenzen für die digitale Welt". Frist: 06.05.2019 Stiftung EVZ, Ausschreibung: Projektideen gegen Diskriminierung und Hass – für eine solidarische Gesellschaft gesucht. Frist: 13.05.2019 Werner-Coenen-Stiftung: Erste Förderrunde 2019. Einsendeschluss verlängert bis zum 06.05.2019 Interessierte gesucht: „Create Integration – intelligent, fair and global“. Bürger Europas e.V. führt deutsch-jordanische Jugendbegegnung für junge Leute im Alter von 18 bis 27 Jahren durch Stiftung Respekt: European Youth Culture Award 2019. Frist: 31.05.2019 Aus Projekten und Vereinen ufuq.de, Fortbildung: Islamistische Ansprachen in den Sozialen Medien. Kostenlose Workshopangebote für Jugendliche 10.05.: „BeVisible“-Zertifikatsübergabe. trixiewiz e.V. und der Bezirksbürgermeister Sören Benn zeichnen Absolvent*innen des Empowerment-Projektes „BeVisible“ für Geflüchtete im Rathaus aus Projekt mund:ART® Berlin, defakto GmbH, Theaterpremiere: Jenseits Zugehörigkeit 09.05., FIP: Tag der offenen Tür. Frühinterventionsprojekt für Glücksspieler_innen mit Migrationshintergrund lädt in neues Büro ein Inssan e.V.: Veranstaltungen im Mai 2019 AfroPolitan Berlin: Programmauswahl Mai 2019 AWO-Begegnungszentrum: Angebote im Mai 2019 Veranstaltungen 04.05., öffentliches Fest: Ankommen.Bleiben.Teilhaben. Willkommensbündnis für Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf feiert sein 5jähriges Bestehen 06.05., Forum: Endspiel um die Macht. Die Krise in Venezuela und ihre Folgen 09.05., Diskussion: Museen und Religion. Im Spannungsfeld von Erinnerung und Wiedergutmachung 09. bis 12.05: Black International Cinema Berlin 2019 12.05., 70 Jahre Luftbrücke: Fest der Luftbrücke auf dem Flughafen Tempelhof 20.05., Buchvorstellung und Diskussion: Antimuslimischer Populismus Rechter Rassismus in neuem Gewand 20.05., Bühnenstück und Podiumsdiskussion: Die "NSU-Monologe" Veröffentlichungen/ Internet-Tipps Neue Veröffentlichung: Prekär in Berlin. Zusammenhänge zwischen Arbeitsmarktintegration und Wohnungsnotfällen bei EU-Zugewanderten Neuerscheinung: Antimuslimischer Populismus .....................20 .....................20 .....................21 .....................21 .....................22 .....................22 .....................23 .....................23 .....................24 .....................24 .....................25 .....................25 .....................26 .....................26 .....................27 .....................27 .....................28 .....................28 .....................29 .....................29 .....................30 .....................30 .....................31 .....................31 .....................32 .....................32 .....................33 .....................34 .....................34 ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 4 __________________________________________________________________________ Nachrichten aus dem Haus, Berlin und den Bezirken KATARINA NIEWIEDZIAL IST BERLINER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE Am Donnerstag, 2. Mai 2019, tritt Katarina Niewiedzial ihr Amt als neue Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration an. Nachdem sie bereits am Vormittag an der Sitzung des Fachausschusses des Abgeordnetenhauses teilgenommen hat, wird Katarina Niewiedzial am Nachmittag in ihrer neuen Dienststelle in der Potsdamer Straße 65 ihre künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen. beauftragten Günter Piening. Während dieser Zeit beschäftigte sie sich vorrangig mit der Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt. [RED|PM] SCHULUNGEN UND WORKSHOPS FÜR BERATENDE ZUM MIGRATIONSRECHT Anknüpfend an die erfolgreichen Schulungsreihen der vergangenen Jahre organisiert die Dienststelle der Integrationsbeauftragten auch 2019 Fortbildungen im Bereich des Migrationsrechts und der Migrationsberatung. Zielgruppe der Schulungen sind Mitarbeitende von nicht staatlichen Beratungsstellen. Da sich das Migrationsrecht gerade in diesen Zeiten permanent verändert, ist eine fachkundige Beratung der Zugewanderten umso wichtiger, um ihre Rechte zu sichern. Um der erheblichen Nachfrage gerecht zu werden, umfasst die diesjährige Schulungsreihe insgesamt elf Fortbildungen, wobei zunächst Anmeldungen für den ersten Block möglich sind. Die Freischaltung der Anmeldung für den zweiten Block erfolgt Mitte Juni. Wir konnten Dozentinnen und Dozenten für die Schulungen gewinnen, die Expertinnen und Experten auf ihrem Gebiet sind. Die Schulungen sind so konzipiert, dass sie die Lerninhalte nah an der Beratungspraxis mit anwendungsbezogenen Beispielen verständlich vermitteln. Amtsübergabe: Die neue Berliner Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial (Mitte) mit ihrem Amtsvorgänger Andreas Germershausen sowie Berlins Integrationssenatorin Elke Breitenbach. Foto: SenIAS (Silke Adamczyk). Daher hat Integrationssenatorin Elke Breitenbach aus Anlass der Staffelübergabe an diesem Tag zu einem Empfang geladen. Sie wird Katarina Niewiedzial offiziell als neue Integrationsbeauftragte begrüßen und den bisherigen langjährigen Amtsinhaber Andreas Germershausen verabschieden. Bereits am 26.März 2019 hatte der Senat Katarina Niewiedzial ernannt. Seit 2014 arbeitete sie als Integrationsbeauftragte des Bezirksamtes Pankow. In dieser Funktion hat Katarina Niewiedzial Strategien zur besseren Integration von zugewanderten Menschen entwickelt und viel Verwaltungserfahrung gesammelt. Sie hat das Welcome Center Pankow initiiert und mit diversen Dialog- und Fachveranstaltungen dem Thema Integration zu einer breiten Aufmerksamkeit und stärkeren Beteiligung der Menschen im Bezirk verholfen. Zuvor war Frau Niewiedzial Geschäftsführerin und Projektleiterin des Think Tanks „Das Progressive Zentrum“. Die Teilnahme an den Schulungen ist für Sie kostenfrei. Umso wichtiger sind verbindliche Anmeldungen für uns. Pro Beratungsstelle können maximal zwei Personen an einer Fortbildung teilnehmen, damit viele Einrichtungen profitieren können. Die Schulungen finden in der Dienststelle der Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration Potsdamer Straße 65 10785 Berlin im großen Konferenzraum statt (barrierefreier Zugang zu Räumlichkeiten ist gegeben). Die Zeiten der Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Programmübersicht (Download weiter unten). Anmeldungen können an folgende E-Mail-Adresse gerichtet werden: migrationsrecht-intmig@ariadne-an-der-spree.de Weitere Informationen, das Programmheft als Download sowie ein Anmeldeformular im Internet unter: http://www.berlin.de/lb/intmig/service/beratung/#worksh ops (Fortsetzung nächste Seite) Von 2003 – 2007 war die Politikwissenschaftlerin als Projektkoordinatorin schon einmal in der Potsdamer Straße 65 tätig – beim damaligen Berliner Integrations______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 5 __________________________________________________________________________ Die nächsten Termine: Montag, 6. Mai 2019 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr Aufenthaltsrecht: Einführung und Übersicht Imeke de Weldige, Rechtsanwältin Die Schulung gewährt Einblick in die Grundlagen sowie einige besonders praxisrele-vante Fragen des Aufenthaltsrechts für Drittstaatsangehörige und soll das Bewusst-sein für Handlungs- und Beratungsmöglichkeiten wecken bzw. schärfen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Montag, 27. Mai 2019 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr Abgelehntes Asylverfahren: Was dann? Inken Stern, Rechtsanwältin Die Schulung behandelt die praktischen und theoretischen Probleme, die sich nach der Ablehnung eines Asylverfahrens anschließen und befasst sich mit den Bleibemöglichkeiten wie z.B. einer Ausbildungsduldung, Aufenthaltstiteln nach §§ 18a, 25a, 25b, 25 Abs. 5 AufenthG und dem Härtefallkommissionsverfahren sowie weiteren Gründen für die Erteilung einer Duldung, ggf. unter Einbeziehung von aktuellen Gesetzesänderungen. Vorkenntnisse im Aufenthalts- und Asylrecht sind erforderlich. Dienstag, 04. Juni 2019 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr Familiennachzug Imeke de Weldige, Rechtsanwältin Die Schulung behandelt Fragen des Aufenthaltsrechts für Drittstaatsangehörige im Kontext der Familie. Es wird ein systematischer Überblick über das Gebiet des Familiennachzugs, auch unter Berücksichtigung des Personenstandsrechts, vermittelt sowie auf aktuelle Rechtsprechung Bezug genommen. Grundkenntnisse im Aufenthalts- und Asylrecht sind erforderlich. MEDIENSCHAU rbb inforadio, 26.04.2019 Katarina Niewiedzial: "Ich spiele gerne mit Identität" Bisher hat sie sich um Migranten und Zuwanderer in Pankow gekümmert, ab Mai hat Katarina Niewiedzial die ganze Stadt im Blick. Die 41-Jährige ist Berlins neue Integrationsbeauftragte - dabei kann die gebürtige Polin auf ihren eigenen Erfahrungen beim Ankommen in Deutschland zurückgreifen. Wie sie die für ihr Amt nutzen will, darüber hat Nina Amin aus der Berliner landespolitischen Redaktion mit ihr gesprochen: https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen /vis_a_vis/201904/26/324475.html Neue Veröffentlichung: ALLE MIT DABEI? Potenziale der Berufsausbildung für Jugendliche aus Familien mit Einwanderungsgeschichte Hochaktuell sind die Botschaften und Ergebnisse des JahresforumsExtra „Vielfalt in der Ausbildung“, die nun zusammengefasst in einer Broschüre vor allem an die fachlichpolitische Öffentlichkeit adressiert ist. Für die Berliner Integrationspolitik ist und bleibt die Verbesserung von Optionen für Bildung und Beruf für Jugendliche aus Familien mit Einwanderungsgeschichte ein wichtiges Ziel. Auch wenn sich ihr Anteil bei der Berufsausbildung stetig und erheblich erhöht hat, bleibt dieser immer noch weit hinter ihrem Gewicht in den entsprechenden Altersgruppen der Berliner Bevölkerung zurück. Stärkere Öffnung – Vielfalt in der Ausbildung Um den Anteil zu erhöhen, müssen sich aber auch die ausbildenden Betriebe öffnen – das heißt, diese Vielfalt muss betrieblich gewollt sein. Immer noch scheitern bei Auswahlverfahren der Betriebe regelmäßig junge Leute, die für eine Ausbildung motiviert sind, aber dem überkommenen Bild, was sie an Kenntnissen und Verhaltensweisen schon mitbringen müssten, nicht entsprechen. Unter anderem um diese Problematik ging es in einer Forumsveranstaltung unter dem Titel „Vielfalt in der Ausbildung”, die der ehemalige Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative am 14. und 15.12.2016 in der Werkstatt der Kulturen in Berlin durchgeführt hat. Unter den fast 100 Teilnehmenden waren viele Berliner Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Betrieben, Verbänden und Wissenschaft. Die zahlreichen fachlichen Beiträge stellen heraus, dass das berufliche und gesellschaftliche Teilhabe-Potenzial, das die Berufsausbildung vom Grundsatz her bereithält, ausgebaut und stärker genutzt werden muss. Drei vorrangige Handlungsfelder Die aus der Tagung resultierenden drei vorrangigen Handlungsfelder bleiben bis heute aktuell. Diese Felder müssen prioritär gestaltet werden, um positiv im Sinne einer Öffnung von Ausbildung für jene zu wirken, die bislang abseits gestanden haben: ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 6 __________________________________________________________________________ - Werbung, Ansprache und eine systematische Abfolge von Betriebspraktika müssen sich an der tatsächlichen Vielfalt orientieren, - Auswahlverfahren und Einstellungsentscheidungen müssen unter dem Gesichtspunkt der Öffnung von Zugangschancen überprüft und verändert werden, - das Lernen in der Berufsausbildung muss pädagogisch auf Vielfalt ausgerichtet werden; insbesondere auch im Sinne einer Neujustierung der pädagogischen Kooperation zwischen den Lernorten Betrieb und Berufsschule. Der Autor der 28-seitigen Broschüre ist Dr. Wilfried Kruse, Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative. Erschienen ist die Dokumentation „Alle mit dabei? Potenziale der Berufsausbildung für Jugendliche aus Einwandererfamilien“ sowie die Dokumentation der Facharbeitsgruppen auf der Kommunalen Koordinierungsseite der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative und ist dort auch als PDF verfügbar: http://www.kommunalekoordinierung.de/aktivitaeten/jahresforen/jahresforumextra-2016-berlin/ Die gedruckte Broschüre kann gegen Versandkosten bestellt werden bei der Beauftragten des Senats für Integration und Migration Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin Tel.: (030) 9017 2351, Fax: (030) 9017 2320 E-Mail: Integrationsbeauftragter@intmig.berlin.de Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen / Stadtteilmütter Die bezirklichen Partner stellen sich vor: DIE INTEGRATIONSLOTSINNEN UND INTEGRATIONSLOTSEN DES ALBATROS E.V. IN REINICKENDORF Von Theresa Uhlig, Teamleitung – Albatros e.V. In Reinickendorf sind aktuell 14 Lotsinnen und Lotsen bei Albatros e.V. über das Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen in Berlin beschäftigt. Viele von ihnen sind schon seit vielen Jahren aktiv dabei. bezirkliche Koordinatorin von großer Bedeutung. Durch ihre Arbeit lernen die Lotsinnen und Lotsen die verschiedenen Ämter mit ihren Aufgaben besser kennen. Gemeinsam werden Bedarfe an Unterstützung durch die Lotsinnen und Lotsen erhoben und die Zusammenarbeit organisiert. Aktuell unterstützen unsere Lotsinnen und Lotsen die mobile Sprechstunde des KJGD im Mehrgenerationenhaus AVA-Kiez, ein arabischsprachiger Lotse unterstützt einmal pro Woche die Sprechstunde des Sozialamts, ab April werden drei der Lotsinnen und Lotsen an zwei Vormittagen pro Woche im Eingangsbereich des Jobcenters tätig. In den bezirklichen Kiezrunden, bei Festen und Informationsveranstaltungen im Bezirk machen sie immer wieder auf ihre Arbeit aufmerksam, damit sowohl Ratsuchende als auch Fachpersonal sozialer Einrichtungen wissen, wo sie Unterstützung in den Bereichen Sprach- und Kulturmittlung bekommen können. Mütter für Toleranz In der Zeit ihrer Tätigkeit haben die Lotsinnen und Lotsen viele Erfahrungen gesammelt, die sie nun mitunter bei speziellen Aufgaben einbringen können. So gibt es seit einigen Jahren die von einer arabisch- und einer türkischsprachigen Lotsin betreute Gruppe „Mütter für Toleranz“. Jede Woche treffen sich dort Frauen, um über alltägliche Anliegen, insbesondere jedoch über aktuelle Auswirkungen religiös motivierter Gewalt auf die Familien im Kiez zu sprechen. Die ersten Kontakte wurden auf dem Bolzplatz im AVA-Kiez geschlossen. Die Lotsinnen sprachen die Frauen vor Ort an und boten ihnen einen Raum des Austauschs. „Sie müssen sich erst einmal trauen, sich zu öffnen“, sagt Frau Parlatan, eine der beiden Lotsinnen. „Am Anfang kamen die Frauen dann mit ihren Papieren, die sie mit unserer Hilfe bearbeiten wollten. Wir haben ihnen dann erklärt, dass wir das gerne zu anderen Zeiten machen können, in der Gruppe aber in den gemeinsamen Austausch über alle für sie wichtigen Themen kommen wollen“, so Frau Parlatan. Dies funktioniert nun seit mehreren Jahren und die Frauen beteiligen sich aktiv an der Ausgestaltung der Treffen. Manchmal werden Ausflüge unternommen und einige Male im Jahr große Grillfeste organisiert. Besonders freuen sich die Lotsinnen über die Vorbildfunktion, die sie für viele der Frauen haben, sowie die Motivation, die sie ihnen mitgeben können. „Sie sehen in uns Frauen, die etwas erreicht haben. Wir sind für sie starke Frauen“, schließt Frau Parlatan mit einem Lächeln. Jesidische Frauengruppe Jesidinnen und Jesiden erleiden weltweit starke Diskriminierung und Verfolgung. Aus diesem Grund leben auch in Deutschland viele von ihnen besonders isoliert. Die kurdischsprachigen Lotsinnen erzählten immer wieder von den teilweise besonderen Problemlagen jesidischer ratsuchender Personen, so dass allmählich die Idee zu einer jesidischen Frauengruppe entstand. Zwei kurdischsprachige Lotsinnen erhielten koordinie- Inzwischen sind sie im Bezirk fest verankert und werden von zahlreichen Ämtern und Einrichtungen angefragt. Diesbezüglich ist auch die Vernetzung durch die ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 7 __________________________________________________________________________ rende Unterstützung, um in der GESOBAUNachbarschaftsetage eine Frauengruppe aufzubauen. Die Teilnehmerinnen kamen allesamt aus dem Kreis der Ratsuchenden der Lotsinnen. Die Gruppe trifft sich wöchentlich, um gemeinsam über für sie relevante Themen zu sprechen. Albatros gemeinnützige Gesellschaft für soziale und gesundheitliche Dienstleistungen mbH Beratungssprachen: Arabisch, Farsi, Französisch, Kurmanji, Polnisch, Russisch, Türkisch, Wolof und andere Kontaktdaten: Mehrgenerationenhaus Auguste-Viktoria-Allee 17 13403 Berlin Tel.:(030) 322 922 180, Fax:(030) 322 922 189 Mo - Fr 9:30-16:30 Uhr Web: https://www.albatrosggmbh.de/stadtteilarbeitund-nachbarschaft/stadtteilzentren/reinickendorfava/beschreibung.html Teilnehmerinnen der jesidischen Frauengruppe. Foto: Albatros e.V. Für manche Themen werden Referentinnen und Referenten eingeladen, so dass die Frauen mithilfe der Sprachmittlung durch die Lotsinnen Informationen von fachkundigem Personal erhalten und zudem über diesen Weg weiter im Bezirk vernetzt werden. Die Themen reichen von Spracherwerb, Bildung/Ausbildung, Fragen der Erziehung u.v.. bis hin zu Fragen jesidischer Identität. Mit der Zeit wurde aus den sich zuvor fremden Frauen ein Kreis von Bekannten und Freundinnen, die sich gegenseitig unterstützen und ermutigen, Herausforderungen anzunehmen. Die Lotsinnen erfüllt es mit großem Stolz, den Frauen einen derartigen Anlaufpunkt bieten zu können. Aktuell übernimmt die Lotsin Frau Turan Anleitung und Organisation. Für sie ist es das Highlight der Woche, mit den Frauen zusammen zu sitzen und sich über deren Erfolge bei der Ausbildungssuche, dem Besuch eines Deutschkurses, der Integration der Kleinkinder in die Kita u.a. auszutauschen und ihnen stets Mut zu machen, sich für ihre Ziele einzusetzen. Immer wieder stoßen neue Teilnehmerinnen aus ganz Berlin dazu, die von der Gruppe hörten und sich freuen, einen Anlaufpunkt gefunden zu haben. Frau Turan merkt dazu an: „Wenn man sich geborgen fühlt, dann kann man auch leichter etwas zurückgeben.“ Für Albatros e.V. als Träger und den Bezirk Reinickendorf haben die Integrationslotsinnen und Integrationslotsen einen hohen Stellenwert. Seit Beginn des Landesrahmenprogramms hat sich der Träger für die Fortführung und Weiterentwicklung des Programms eingesetzt. Für die nächsten Jahre werden wir uns insbesondere für die Schaffung von nachhaltigen Finanzierungsperspektiven für die Lotsinnen und Lotsen einsetzen. GESOBAU-Nachbarschaftsetage Wilhelmsruher Damm 124 13439 Berlin Tel.: (030) 4150 84 15/19, Fax: ( 030) 4150 84 59 Mo - Do 9:30-16:30 Uhr Fr 9:30 -14 Uhr Web: https://www.albatrosggmbh.de/stadtteilarbeitund-nachbarschaft/stadtteilzentren/maerkischesviertel/beschreibung.html Stadtteilladen Tegel-Süd Bernauer Str. 130a 13507 Berlin Tel.:(030) 9395 2444, Fax: (030) 9395 2440 Mo - Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhr Web: https://www.albatrosggmbh.de/stadtteilarbeitund-nachbarschaft/stadtteilzentren/reinickendorfbernauer-str/beschreibung.html Kontakt zum Landesrahmenprogramm Katharina Thanner, Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin Telefon: (030) 9017 2354 Fax: (030) 9017 2320 E-Mail: Katharina.Thanner@intmig.berlin.de Internet: http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/integrationslotsinnen/ ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 8 __________________________________________________________________________ Wirtschaftssenatorin Ramona Pop verleiht Preis „Vielfalt unternimmt“: LAND BERLIN WÜRDIGT MIGRANTISCHE UNTERNEHMEN Jeweils 10.000 € gehen an die Gewinner*innen Seit heute Abend (05.04.2019) stehen die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs „Vielfalt unternimmt – Berlin würdigt migrantische Unternehmen“ fest: In der Kategorie A „Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten“ gewinnt Nare Yesilyurt mit ihrem Unternehmen Deta-Med kulturspezifische Hauskrankenpflege. In der Kategorie B „Unternehmen mit 0 bis 50 Beschäftigten“ ging der Preis an Kaya Tiglioglu für seinen Erfolg mit der ISOGON Fenstersysteme GmbH. Als beste Gründer wurden Jacques Colman und Michael Gilli mit ihrer Lilienthal Lifestyle GmbH in der Kategorie C ausgezeichnet. Ausgelobt wurde der Preis von Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Ramona Pop. Im Rahmen der Preisverleihung im Roten Rathaus sagt sie: „Wir freuen uns sehr über die zahlreich eingegangenen Bewerbungen. Sie alle verdeutlichen, wie engagiert Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund zum Erfolg unserer Wirtschaft beitragen. Unsere Gewinnerinnen und Gewinner zeigen zugleich, wie vielfältig die Branchen sind, in denen sie aktiv sind.“ Kategorie A | Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten Nare Yesilyurt, Gewinnerin der Kategorie A, hat 1999 den ambulanten Pflegedienst Deta Med gegründet, der kulturspezifische Aspekte in seine Pflege und Betreuung integriert und dadurch die pflegerische Versorgungslücke für Migrantinnen und Migranten in Berlin schließen möchte. Kategorie B | Unternehmen mit 0 bis 50 Beschäftigten Kaya Tiglioglu, Gewinner der Kategorie B, hat sich mit seinem Unternehmen ISOGON Fenstersysteme GmbH dem Fensterbau verschrieben. Durch seinen Qualitätsanspruch verzeichnet er jährlich weiteres Wachstum. Kategorie C | Gründer(innen)preis Die Gründer Jacques Colman und Michael Gilli, Gewinner der Kategorie C, produzieren in ihrem international agierendem Unternehmen Lilienthal Lifestyle GmbH Uhren, die ein ansprechendes, modernes Design haben, qualitativ überzeugen, nachhaltig produziert werden und gleichzeitig noch bezahlbar sind. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wurden sie für ihre wirtschaftlichen Leistungen im Land Berlin vor dem Hintergrund ihres Migrationsbezugs ausgezeichnet. Die Gewinnerinnen und Gewinner sowie die die zahlreichen anderen Unternehmen, die sich für den Preis beworben haben, stehen stellvertretend für die zigtausenden Menschen mit Migrationsbezug, die durch ihre Gründungen und ihr jahreslanges Bestehen am Markt zum Wohlstand des Landes beitragen und als gute Beispiele für die migrantische Wirtschaft stehen. Der Preis wurde erstmals verliehen. Weitere Informationen und Bild-/ Filmmaterial unter: http://www.berlin.de/vielfalt-unternimmt Online: BERLINER PORTAL ZUR EUROPAWAHL 2019 Wählen gehen und die Zukunft gestalten! Am 26. Mai 2019 entscheiden auch die Berlinerinnen und Berliner, welche Abgeordneten Deutschland zukünftig im Europäischen Parlament vertreten. Das neue Europäische Parlament wird für den Zeitraum 2019 – 2024 gewählt. Was Sie wissen müssen, wo interessante Veranstaltungen stattfinden, welche Aktionen laufen und wo Sie sich europäisch engagieren können, erfahren Sie auf dem Berliner Portal zur Europawahl 2019 unter: https://www.berlin.de/europawahl/. Das Portal wird fortlaufend aktualisiert. EUROPA - SIE HABEN DIE WAHL! Informationen zur Europawahl in zehn Sprachen! Das Europe direct Informationszentrum (EDIC) Berlin hat einen Informationsflyer in 10 Sprachen entwickelt, der Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Staaten, die in Berlin leben, über die Möglichkeit informiert, sich zur Wahl des Europäischen Parlaments in das Berliner Wählerverzeichnis eintragen zu lassen. Die Flyer in Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch und Spanisch sind online auf http://www.edic.berlin abrufbar (direkter Link: https://www.edic-berlin.info/singlepost/2019/03/05/EUROPAWAHL-ERKL%C3%84RT-in10-Europ%C3%A4ischen-Sprachen) oder in gedruckter Form im EDIC Berlin in der ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 9 __________________________________________________________________________ Berliner Landeszentrale für politische Bildung Hardenbergstraße 22-24 10623 Berlin erhältlich. EUROPAWAHL 2019 Weitere Infos für EU-Bürgerinnen und Bürger Berliner Landeszentrale für politische Bildung: https://www.berlin.de/politische-bildung/europawahl2019/ Landeswahlleiterin Berlin: https://www.berlin.de/wahlen/wahlen/europawahl2019/unionsbuerger/artikel.778276.php Aus dem Landespressedienst 29.03.2019, 10:06 Uhr Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Senatorin Breitenbach: JUGENDBERUFSAGENTUR ALS TOR ZUM ARBEITSMARKT WEIT OFFEN Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen für den Monat März 2019 erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach: „In Berlin ist die Arbeitslosenquote weiter gesunken. Das ist erfreulich und auch die Tatsache, dass es weniger arbeitslose Jugendliche gibt als im Vormonat. Allerdings ist das noch lange kein Grund, sich zufrieden zu geben. Es sind immer noch zu viele junge Menschen, denen der Übergang von der Schule in den Beruf nicht gelingt und die beispielsweise keine Ausbildung beginnen können. Ein großer Teil von ihnen bleibt zunächst im „Übergangssystem“ und macht sich dort mit Förderung - für eine duale Berufsausbildung fit. Ich freue mich, dass es seit einigen Jahren auch Unterstützung durch die Jugendberufsagentur (JBA) Berlin mit ihren regionalen Standorten in den 12 Bezirken unserer Stadt gibt. Sie wird inzwischen immer besser von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Ort für Beratung und Unterstützung rund um den Übergang in das Berufsleben angenommen. Die Beratungszahlen haben sich in den Jahren 2017 und 2018 sehr positiv enzwickelt. In allen ihren Bereichen, das heißt durch die Jobcenter, die Jugendberufshilfe, die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit und die Beruflichen Schulen, werden immer mehr junge Menschen durch die Jugendberufsagentur erreicht und auf dem Weg zum Berufsabschluss begleitet. Zudem wurden im Jahr 2018 mehr als 7.000 junge Menschen durch regionale Projekte aufgesucht und beraten. Bei rund einem Drittel von ihnen konnte die Betreuung im weiteren Verlauf an einem der Standorte der JBA Berlin bedarfsgerecht fortgesetzt werden. Besonders am Herzen liegt mir die inklusive Jugendberufsagentur, denn Menschen mit Behinderung müssen auch am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt konsequent gestärkt werden. Für den besonderen Förderbedarf dieser Jugendlichen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schrittweise geschult. Ich danke allen, die sich bei der Qualifikation, Beratung und manches Mal auch Motivation der jungen Berlinerinnen und Berliner hauptberuflich oder ehrenamtlich engagieren. Ihre Arbeit ist eine sehr gute Investition in die berufliche Entwicklung der dringend benötigten Fachkräfte von morgen.“ Im März 2019 waren in Berlin insgesamt 150.700 Arbeitslose gemeldet. Das waren 2.353 weniger als im Vormonat und 11.072 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,8 Prozent. Sie lag damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert und um 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Hinzu kommen noch all diejenigen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Rückfragen: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Telefon: (030) 9028 1135 29.03.2019, 10:15 Uhr Senatsverwaltung für Inneres und Sport INNENSENATOR GEISEL RICHTET „GEMEINSAMES INFORMATIONSUND BEWERTUNGSZENTRUM RECHTSEXTREMISMUS“ EIN Innerhalb des gesellschaftlichen Diskurses in Deutschland verbreitet sich zunehmend rechtsextremistisches Gedankengut. Hieraus erwächst die Gefahr entsprechender Subkulturen, in denen sich Gruppen und Einzelne radikalisieren und auch vor Anwendung von Gewalt nicht zurückschrecken. Die jüngsten Ereignisse in Christchurch, aber auch rechtsextremistische Übergriffe in Berlin, insbesondere in Neukölln, sind traurige Beispiele für diese Entwicklung und unterstreichen die Notwendigkeit einer noch konsequenteren und engeren Kooperation der Berliner Sicherheitsbehörden. ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 10 __________________________________________________________________________ Aus diesem Grund hat Berlins Innensenator Andreas Geisel ein „Gemeinsames Informations- und Bewertungszentrum Rechtsextremismus“ (GIBZ) ins Leben gerufen. eine bessere Grundlage für das Lernen der deutschen Sprache zu erlangen. Die anderssprachigen Kinder erhalten auf Wunsch Türkischunterricht in Arbeitsgemeinschaften. Dazu sagte Innensenator Geisel: „Wir brauchen ein konsequentes und koordiniertes Vorgehen gegen rechtsextremistische Straftäter. Die Serie von Brandanschlägen in Neukölln zeigt ganz deutlich, dass unsere Polizei und unser Verfassungsschutz noch enger zusammenarbeiten müssen, als sie es bisher schon tun. Wir werden gegen alle vorgehen, die das weltoffene und tolerante Klima in unserer Stadt durch rechte Hetze und gezielte Gewalt gegen Andersdenkende vergiften wollen.“ Am 03.04. fand in der Leo-Lionni-Grundschule in Berlin-Mitte der 3. Vorlesewettbewerb Türkisch für Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Jahrgangsstufe der ZwErz-Schulen statt. Innerhalb des GIBZ sollen sich der Berliner Verfassungsschutz und die Polizei Berlin regelmäßig und schnell über relevante Sachverhalte austauschen. Beide Sicherheitsbehörden stellen im GIBZ alle erforderlichen staatsschutzrelevanten Informationen zur Aufgabenbewältigung zur Verfügung. Das Trennungsgebot von Verfassungsschutz und Polizei wird dabei selbstverständlich beachtet. Das GIBZ dient der Analyse und Abwehr von Gefahren, die von Rechtsextremisten und deren Strukturen ausgehen. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Identifizierung von gewaltorientierten Rechtsextremisten, die Koordinierung von operativen Maßnahmen, eine gemeinsame Lagebewertung inklusive regelmäßiger Lagebilder. Um das GIBZ bestmöglich über die Landesgrenzen hinaus zu vernetzen wird ein Informationsaustausch mit dem Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrums (GETZ) sichergestellt. Das GETZ ist die Kommunikationsplattform für Polizei und Nachrichtendienste auf Bundes- und Länderebene, u.a. zur Bekämpfung des Rechtsextremismus sowie -terrorismus. Rückfragen: Senatsverwaltung für Inneres und Sport Pressestelle 02.04.2019, 12:54 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie TÜRKISCH STÄRKEN! Dritter Vorlesewettbewerb in Türkisch Es gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Schule, Kinder zum Lesen zu motivieren und über das Vorlesen die Freude am Lesen anzuregen. Was für die deutsche Sprache gilt, gilt selbstverständlich auch für andere Sprachen. Auf Initiative der Grundschulen mit zweisprachiger Erziehung Deutsch - Türkisch (ZwErz) wird zum dritten Mal in Folge ein Vorlesewettbewerb in Türkisch ausgerichtet. In den vier Berliner ZwErz-Schulen werden Kinder mit deutscher und türkischer Muttersprache gebildet. Schülerinnen und Schüler türkischer Herkunft erhalten zusätzlich Unterricht in türkischer Sprache. Ziel ist, ihre Muttersprache zu verbessern und Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Lesen beflügelt die Phantasie und ist nichts Geringeres als der Schlüssel zur Welt. Lesen fördert die individuelle sprachliche Entwicklung, Lesen ist Voraussetzung für Lernen und Verstehen und eine Grundlage für die menschliche Fähigkeit zur Kommunikation. Vorlesen bedeutet zudem Begegnung. Daher ist jede Teilnahme am Vorlesewettbewerb in Türkisch bereits ein Gewinn.“ Eingeladen zur Teilnahme waren die Rixdorfer Grundschule, die* Wedding-Grundschule*, die Jens-NydahlGrundschule und die Leo-Lionni-Grundschule. Für die Gewinner gab es wieder Buchpreise. Im Mittelpunkt stand jedoch das Mitmachen unter dem Motto „Türkisch stärken“! Rückfragen: Pressesprecherin für Bildung, Beate Stoffers, Tel.: (030) 90227 – 5843. [PM|RED] 12.04.2019, 14:59 Uhr Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales 14. INTEGRATIONSMINISTERKONFERENZ IN BERLIN Die Länder fordern die Beibehaltung der Flüchtlingsfinanzierung durch den Bund, eine Reform der Sprachförderung und eine bessere Arbeitsmarktintegration für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit: Am 11. und 12. April 2019 kamen die Ministerinnen und Minister sowie die Senatorinnen und Senatoren der Länder auf der 14. Integrationsministerkonferenz in Berlin zusammen. Für zwei Tage diskutierten sie die Zukunftsfragen der Integration unter dem diesjährigen Motto „Ankommen.Teilhaben.Bleiben.“. Die Länder bekennen sich dazu, dass Menschen mit Migrationshintergrund Teil der deutschen Gesellschaft sind und stellen sich gegen Positionen, die zwischen „Wir“ und „Ihr“ unterscheiden. Auf der Konferenz wurde auch die Flüchtlingsfinanzierung des Bundes diskutiert. Alle Länder fordern, dass sich der Bund auch nach 2019 an der Finanzierung von Unterbringung, Betreuung und Integration von Geflüchteten ohne Absenkungen beteiligt. Die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz und Berliner Integrationssenatorin Elke Breitenbach begründet, der Bund dürfe sich hier nicht aus seiner Verantwortung stehlen. ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 11 __________________________________________________________________________ Unter allen Ländern besteht Einigkeit darin, dass die Integrationsarbeit der Länder und Kommunen auch weiterhin die Unterstützung des Bundes braucht. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland muss die Integration bundesweit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gelingen. Die Integrationsministerkonferenz drängt des Weiteren auf eine Neustrukturierung der Sprachförderung für Eingewanderte. Die Kurse sollen besser aufeinander abgestimmt sowie in Modulen aufgebaut sein und es sollen mehr Lernstunden für bildungsfernere Migrantinnen und Migranten angeboten werden. Die Neustrukturierung ist notwendig, um die Qualität der Kurse anzuheben. Aktuell bestehen nur circa 50 % der Prüfungsteilnehmenden ihre B1 Kurse. Bei A2 sind es sogar nur 40 %. Während man mit einem Sprachniveau A2 grundlegende Aufgaben im Alltag wahrnehmen kann, wird B1 oftmals als Voraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der Arbeit gesehen. Die Länder wollen auch die berufsbezogenen Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten öffnen, die arbeiten und ihre Kurse selbst bezahlen können. Unionsbürgerinnen und Unionsbürger als größte Einwanderungsgruppe sollen einen problemlosen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten und vor Diskriminierung und Arbeitsausbeutung geschützt werden. Hierfür sollte die Bundesagentur für Arbeit mehrsprachig arbeiten und ihre Fördermaßnahmen zielgruppengerecht ausrichten. Die Integrationskonferenz will die interkulturelle Öffnung weiter voranbringen und sich für gleichberechtigte Entwicklungs- und Aufstiegschancen für Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen. Ein Foto der Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer kann in der Pressestelle per E-Mail angefordert sowie heruntergeladen werden unter http://www.berlin.de/intmk2019/ergebnisse/artikel.8024 68.php. Der Bericht zum Integrationsmonitoring der Länder steht unter: www.integrationsmonitoringlaender.de/sites/default/files/integrationsbericht_2019_n2.p df Rückfragen: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Telefon: (030) 9028 1135 15.04.2019, 11:30 Uhr Senatsverwaltung für Kultur und Europa FÖRDERUNG ZEITGESCHICHTLICHER UND ERINNERUNGSKULTURELLER PROJEKTE 2020 AUSGESCHRIEBEN Infoveranstaltung am 28. Mai 2019 Frist: 15. August 2019 Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt – vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel – Mittel zur Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte, die in Berlin realisiert werden. Insbesondere Projekte zu den Themen Nationalsozialismus, SEDDiktatur, Kolonialismus, Migrations- und Demokratiegeschichte sind förderfähig. Ziel des Förderprogramms ist es, vor dem Hintergrund der historischen Verantwortung Berlins zeitgeschichtliche und erinnerungskulturelle Projekte zu fördern. Im Jahr 2020 sollen außerdem – vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel – einmalig zusätzliche Projekte mit dem Themenschwerpunkt Zwangsarbeit im Nationalsozialismus gefördert werden; hierfür steht ein zusätzliches Budget von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Antragsberechtigt sind öffentliche und private Institutionen, Vereine, fachspezifische Interessengemeinschaften sowie Einzelpersonen. Gefördert werden Projekte, die im sonstigen Fördertableau des Landes Berlin nicht oder nur ungenügend berücksichtigt werden können. Es können nur Projekte gefördert werden, die noch nicht begonnen haben. Frühester Projektbeginn ist der 1. Januar 2020. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Die genauen Ausschreibungsbedingungen und Bewerbungsvoraussetzungen können dem Informationsblatt entnommen werden: http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/foerderprogr amme/projektfonds-zeitgeschichte-underinnerungskultur/ Über die Auswahl der zu fördernden Projekte sowie über die Bemessung der Förderungsmittel berät der Historische Beirat beim Senator für Kultur und Europa. Anträge sowie alle Anlagen sind elektronisch einzureichen. Eine postalische Zusendung von Bewerbungsunterlagen ist nicht möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 15. August 2019! Im Rahmen einer Infoveranstaltung des Kulturförderpunkts Berlin am 28. Mai 2019 von 17:00 bis 19:00 Uhr informieren Mitarbeiterinnen der Kulturverwaltung über die Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte. Nähere Informationen über die Veranstaltung finden Sie auf dieser Website: ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 12 __________________________________________________________________________ (Die https://www.kulturfoerderpunkt-berlin.de/home/ Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige verbindliche Anmeldung ist nötig) Link zum elektronischen Antragsformular: https://fms.verwaltberlin.de/egokuef/egokuefservice/main Rückfragen: Daniel Bartsch, Telefon: (030) 90 228 203 17.04.2019, 10:33 Uhr Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung ZIVILGESELLSCHAFTLICHE ERFASSUNG ANTISEMITISCHER VORFÄLLE 2018 Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) hat heute den Bericht antisemitischer Vorfälle des Jahres 2018 vorgestellt. Dazu erklärt Senator Dr. Dirk Behrendt: „RIAS erhellt das Dunkelfeld antisemitischer Realität in unserer Stadt. Dafür danke ich dem ganzen RIASTeam. Die Zahlen zeigen: Wir haben ein Antisemitismusproblem. Es ist gewachsen und in unserer Gesellschaft verfestigt. Deshalb haben wir uns als Senat auf ein Landeskonzept zur Weiterentwicklung der Antisemitismus-Prävention verständigt, da der Kampf gegen Antisemitismus eine Querschnittsaufgabe sein muss.“ Hintergrund: Das Projekt Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) wird von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung jährlich mit 80.000 € gefördert. Der vollständige Bericht 2018 findet sich unter https://report-antisemitism.de/#/public. Der Senat von Berlin hat im März als erstes Bundesland ein Landeskonzept zur Weiterentwicklung der Antisemitismus-Prävention beschlossen. Das Konzept benennt Ziele und Maßnahmen zur Prävention von Antisemitismus in den Bereichen „Bildung und Jugend“, „Justiz und Innere Sicherheit“, „Jüdisches Leben in der Berliner Stadtkultur“, „Wissenschaft und Forschung“ und „Antidiskriminierung, Opferschutz und Prävention“. Dieses finden Sie hier: https://www.berlin.de/sen/justva/presse/pressemitteilunge n/2019/pressemitteilung.791667.php Rückfragen: Pressesprecher Sebastian Brux, Telefon: (030) 9013 3633 26.04.2019, 10:57 Uhr Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Senatorin Elke Breitenbach zum 1. Mai: „WIR WOLLEN EIN BERLIN ALS STADT DER GUTEN ARBEIT“ Der Tag der Arbeit wird in diesem Jahr zum Tag der europäischen Solidarität. Das Motto lautet: Europa. Jetzt aber richtig! Auf die Straße für ein solidarisches & gerechtes Europa! Die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach erklärt: „Ein solidarisches Europa gibt es nicht ohne gerechte Bedingungen und Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt für alle. Dazu gehört, dass Unionsbürgerinnen und Unionsbürger als größte Gruppe von Einwandern auch bei uns einen problemlosen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten und hier vor Diskriminierung und Arbeitsausbeutung geschützt werden. Dafür haben wir uns gerade auf der 14. Integrationsministerkonferenz in Berlin stark gemacht. Die Integrationskonferenz hat erklärt, die interkulturelle Öffnung weiter voranzubringen und sich für gleichberechtigte Entwicklungs- und Aufstiegschancen für Menschen mit Migrationshintergrund einzusetzen. Bei uns wachsen Wirtschaft und Beschäftigung, die Arbeitslosigkeit sinkt entsprechend. Das ist gut, aber nur ein Teil der Wahrheit. Der andere zeigt eine ganze Reihe von Herausforderungen, vor denen wir hier stehen. Das große Problem ist die Erwerbsarmut. Viele erwerbstätige Berlinerinnen und Berliner haben kein Auskommen mit ihrem Einkommen, weil es zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht ausreicht. Sie sind daher auf ergänzende Leistungen der Jobcenter angewiesen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Menschen arbeiten gehen, aber von ihrer Arbeit nicht leben können. Das hat viel mit falschen bundespolitischen Weichenstellungen zu tun, die den Niedriglohnsektor ausgeweitet und prekäre Beschäftigungsformen begünstigt haben. Hier brauchen wir eine radikale Umkehr. Das sozialversicherungspflichtige Normalarbeitsverhältnis muss nachhaltig gestärkt und der Niedriglohnsektor massiv eingedämmt werden. Auch die neuste Studie des Wirtschaft- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) belegt, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung bei vielen Berlinerinnen und Berliner kaum ankommt. Und viele, die arbeiten, leiden unter starken Belastungen. Mehr als die Hälfte der Berliner Beschäftigten gibt an, unter Zeitdruck, arbeiten zu müssen, häufig gehetzt zu sein und eine zunehmende Arbeitsverdichtung zu verspüren. Das ist besorgniserregend. Hier sind die Betriebe selbst gefordert, aber auch die Tarifpartner und die Politik, wenn es z. B. um Regelungen des Arbeitsschutzes geht. Worum es bei alldem ganz grundsätzlich geht, ist die Stärkung von Guter Arbeit: Faire Bezahlung, soziale ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 13 __________________________________________________________________________ Absicherung, gesunde Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung der Beschäftigten. Unser Ziel bleibt Berlin als Stadt der Guten Arbeit. Für alle.“ Rückfragen: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Telefon: (030) 9028 1135 Anfragen an den Senat Kleine Anfragen: Titel: Beiräte im Land Berlin – Ausstattung und Einbindung Abgeordnete: Jarasch, Bettina (GRÜNE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818143.pdf Titel: Lehrkräftewanderung in Berlin – Längerfristige Tendenzen Abgeordnete: Remlinger , Stefanie (GRÜNE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818108.pdf Titel: Mehrsprachigkeit in Berliner Kitas Abgeordneter: Czaja, Mario (CDU) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818118.pdf Titel: Wo alle fremd sind, ist es keiner mehr? Abgeordneter: Weiß, Thorsten (AfD) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818213.pdf Titel: Von der Gesundheitskarte für "Flüchtlinge" zum "Recht auf Stadt"? Abgeordneter: Kerker, Stefan Franz (AfD) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818155.pdf Titel: Abschiebehaftanstalt – wozu, wenn sie nicht genutzt wird? Abgeordneter: Dregger, Burkard (CDU) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818204.pdf Titel: Ermittlungen gegen Angehörige des Diplomatischen Dienstes in Berlin (Statistik 2018) Abgeordneter: Trapp, Peter (CDU) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818209.pdf Titel: Die Ansprechpersonen für Diversity und sexuelle Vielfalt an den Berliner Schulen Abgeordneter: Walter, Sebastian (GRÜNE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818220.pdf Titel: Bundesratsinitiative und Maßnahmen zu „Racial Profiling“ Abgeordneter: Schrader, Niklas (LINKE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818225.pdf Titel: Auflagen des Innensenators zur Aufnahme von Arbeit - Härtefallkommission Abgeordneter: Luthe, Marcel (FDP) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818253.pdf Titel: Wofür steht das "House of One"? Abgeordneter: Kerker, Stefan Franz (AfD) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818255.pdf Titel: „Heidensteuer“ / Besonderes Kirchgeld in Berlin Abgeordnete: Brinker, Dr. Kristin (AfD) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818301.pdf Titel: Geduldete und ausreisepflichtige Geflüchtete in Berlin Abgeordnete: Schubert, Katina (LINKE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818262.pdf Titel: Durchführung und Umstände von Abschiebungen Abgeordnete: Schubert, Katina (LINKE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818264.pdf Titel: Abschiebungen und freiwillige Ausreisen im Jahre 2018 Abgeordnete: Schubert, Katina (LINKE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818263.pdf Titel: Durchsetzung von Abschiebemaßnahmen ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 14 __________________________________________________________________________ in Berlin Abgeordnete: Schubert, Katina (LINKE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818265.pdf Titel: Duldungen in Berlin II Abgeordneter: Luthe, Marcel (FDP) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818254.pdf Titel: Islamismus in Berlin – Vernetzung mit der Organisierten Kriminalität? Abgeordneter: Schreiber, Tom (SPD) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818287.pdf Titel: Fragebogen des Sozialamts Pankow Abgeordnete: Schubert, Katina (LINKE) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818373.pdf Titel: Rückkehrberatung- und förderung für Ausländer in Berlin Abgeordneter: Bachmann, Hanno (AfD) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818343.pdf Titel: Städteagenda für die Europäische Union (XV) – Integration von Migranten und Flüchtlingen (II) Abgeordneter: Evers, Stefan (CDU) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818357.pdf Titel: Was ist daraus geworden? – Ankündigungen der für das Ehrenamt zuständigen Staatssekretärin aus den Ausschusssitzungen für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation Teil I Abgeordnete: Demirbüken-Wegner, Emine (CDU) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818129.pdf Titel: Was ist daraus geworden? – Ankündigungen der für das Ehrenamt zuständigen Staatssekretärin aus den Ausschusssitzungen für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation Teil II Abgeordnete: Demirbüken-Wegner, Emine (CDU) Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S1818175.pdf Aus Europa, Bund und Ländern Hinweis: BERLINER EUROPAPORTAL Für ein soziales und demokratisches Europa In Berlin als europäischer Metropole ist Europa ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Lebens. Welche Themen aktuell im politischen Fokus stehen, wer Berlin auf EU-, Bundes- und Landesebene vertritt, wie man sich engagieren kann und welche Veranstaltungen und Aktionen in der Nähe stattfinden, können Sie im Berliner Europaportal unter http://www.berlin.de/EU herausfinden. GLEICHBEHANDLUNGSSTELLE EU-ARBEITNEHMER Die Gleichbehandlungsstelle für EU-Arbeitnehmer unterstützt Unionsbürgerinnen und Unionsbürger dabei, ihre Rechte, die ihnen im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland zustehen, wahrzunehmen. Sie ist angesiedelt beim Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Die Website der Gleichbehandlungsstelle bietet Informationen, einen Behördenwegweiser sowie weiteres Informationsmaterial für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger. Des Weiteren werden für Beratungsstellen Materialien und Kontakte zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen unter: https://www.eu-gleichbehandlungsstelle.de/eugs-de Kontakt Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Bundeskanzleramt 11012 Berlin E-Mail: info@eu-gleichbehandlungsstelle.de Internet: http://www.eu-gleichbehandlungsstelle.de ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 15 __________________________________________________________________________ BMI: 10.965 ASYLERSTANTRÄGE UND 1.797 FOLGEANTRÄGE IM MÄRZ 2019 Hauptstaatsangehörigkeiten waren Syrien, Nigeria und Irak. Im Monat März 2019 lag die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellten förmlichen Asylanträge bei 10.965 Asylerstanträgen und 1.797 Folgeanträgen. Insgesamt wurden 12.762 Asylanträge gestellt, -10,9 Prozent weniger als im Vormonat und 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat März 2018. Haupt-Staatsangehörigkeiten waren Syrien, Nigeria und Irak. Im bisherigen Jahr (Januar-März) wurden 46.477 förmliche Asylanträge gestellt (davon 39.948 Asylerstanträge1 und 6.529 Folgeanträge), 349 weniger (-0,7 Prozent) als im Vorjahreszeitraum. 1 7.865 der Asylerstantragsteller (19,7 Prozent) im Zeitraum Januar-März 2019 waren in Deutschland Geborene im Alter von unter einem Jahr. Bericht 2019: INTEGRATIONSMONITORING DER LÄNDER Berichtsjahre 2015–2017 Auf der 14. Integrationsministerkonferenz in Berlin am 11. und 12. April 2019 wurde der 5. Bericht des Integrationsmonitorings der Länder vorgestellt. Das Integrationsmonitoring der Länder ist ein gemeinsames Produkt aller Bundesländer und erscheint im Jahr 2019 bereits zum fünften Mal. Der aktuelle Bericht ist um neun Indikatoren erweitert worden und umfasst nunmehr insgesamt 51 Indikatoren. Das Integrationsmonitoring der Länder ist die umfassendste Auswertung zum Stand der Integration in den deutschen Bundesländern. Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass die Integration der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund in vielen Bereichen weiter voranschreitet, dass aber auch negative Trends zu beobachten sind. Einige zentrale Ergebnisse sollen hier vorgestellt werden. Internet: http://www.integrationsmonitoring-laender.de/ Weiter in der Mitteilung mit den Zahlen im Einzelnen unter: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilung en/DE/2019/04/asylzahlen-maerz-2019.html Download: http://www.integrationsmonitoringlaender.de/sites/default/files/integrationsbericht_2019_ n2.pdf BAMF: MIT DER POLITIK AUF DU UND DU? [PM BMI v. 15.04.2019; RED] Policy Brief des SVR-Forschungsbereichs: ASYLGESCHÄFTSSTATISTIK MÄRZ 2019 Im März 2019 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 12.762 Asylanträge gestellt. Damit ist die Zahl der Asylanträge gegenüber dem Vorjahresmonat um 140 (1,1 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sank die Anzahl an Asylanträgen um 1.559 (-10,9 Prozent). 5.371 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (27,4 Prozent aller Asylentscheidungen), 1.730 Personen (8,8 Prozent) subsidiären Schutz und 802 Personen (4,1 Prozent) Abschiebungsschutz. Abgelehnt wurden die Anträge von 5.701 Personen (29,1 Prozent). Abschließend bearbeitet (z. B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.983 Personen (30,6 Prozent). Ausführliche Aufstellung unter: http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2019/2 0190410-asylgeschaeftsstatistik-maerz.html [PM BAMF v. 15.04.2019; RED] Wie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ihr Verständnis von und ihre Einflussmöglichkeiten auf Politik wahrnehmen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund denken mehrheitlich, dass sie die politischen Themen hierzulande verstehen. Ihre Einflussmöglichkeiten auf Politik schätzt die Mehrheit allerdings als eher gering ein, dieser Eindruck ist bei Menschen ohne Migrationshintergrund stärker als bei Personen mit Zuwanderungsgeschichte. Das ist ein Ergebnis einer deutschlandweit repräsentativen Befragung, die der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM-Institut) ausgewertet hat. Je nach Bildungsgrad und Geschlechtszugehörigkeit fallen die Antworten unterschiedlich aus. Die Politik hat sich von Teilen der Bevölkerung entfremdet – dieser Vorwurf ist so alt wie die Demokratie selbst. Einen wichtigen Anhaltspunkt dafür, ob Menschen sich in ihrem politischen System wohl, verstanden und repräsentiert fühlen, liefert das Konzept der politischen Selbstwirksamkeit (political efficacy). Es erfasst, inwieweit Menschen einerseits denken, dass sie ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 16 __________________________________________________________________________ selbst Politik verstehen, und andererseits meinen, dass die Politik auf die Interessen der Bevölkerung eingeht. Fragen nach der Einschätzung ihrer politischen Selbstwirksamkeit wurden über 9.000 Befragten mit und ohne Migrationshintergrund im Integrationsbarometer 2018 des SVR gestellt. Der SVR-Forschungsbereich hat diese Daten in Kooperation mit dem DeZIM-Institut analysiert. Die zentralen Ergebnisse des Policy Brief „Mit der Politik auf Du und Du? Wie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ihre politische Selbstwirksamkeit wahrnehmen“: Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund attestiert sich ein hinreichendes politisches Verständnis. Menschen aus Einwandererfamilien glauben etwas seltener, dass sie politische Inhalte verstehen. Sie trauen sich auch weniger zu, darüber zu diskutieren. Je nach Herkunftsland bewerten Menschen mit Migrationshintergrund diese Fähigkeiten zum Teil unterschiedlich. Die Einschätzung der eigenen politischen Kompetenzen hängt in allen Gruppen in erster Linie mit der Bildung zusammen. Frauen bewerten ihre politischen Kompetenzen insgesamt verhaltener als Männer. Bei den Menschen mit Migrationshintergrund ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern noch etwas größer. Während die Mehrheit der Bevölkerung denkt, dass sie politische Themen versteht, fällt die Einschätzung der eigenen Einflussmöglichkeiten auf oder Responsivität der Politik deutlich schlechter aus: Nur etwa ein Viertel der Menschen ohne Migrationshintergrund stimmt der Aussage zu, dass die Gewählten „sich darum kümmern, was einfache Leute denken“. Von den Befragten mit Migrationshintergrund liegt der Anteil immerhin bei über einem Drittel. Allerdings beurteilen Menschen mit Migrationshintergrund ihr Verhältnis zu deutschen Volksvertreterinnen und -vertretern schlechter, wenn sie länger in Deutschland leben. Menschen, die noch keine zehn Jahre in Deutschland leben, meinen dagegen mehrheitlich, dass die Regierenden sich darum kümmern, was einfache Leute denken. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. https://www.svr-migration.de/presse/presseInternet: forschung/politische_selbstwirksamkeit/ Download der Studie: https://www.svr-migration.de/wpcontent/uploads/2019/04/SVRFB_Politische_Selbstwirksamkeit.pdf [PM SVR v. 10.04.2019; RED] Qualifizierungen/ Stellenausschreibungen Ab 03.05., MiMi-Berlin: MIGRANT/INNEN GESUCHT! Schulung zum/zur interkulturellen Gesundheitsmediator/in Dauer: 50 Stunden Ort: Ethno- Medizinisches Zentrum e.V. (MiMi Lab), Großbeerenstrasse 88, 10963 Berlin Nahe UBahn U1 / U7 Möckernbrücke Schulungstermine 2019: 3./4. Mai, 10./11. Mai, 15. Mai, 18. Mai, 21. Mai, 25. Mai, 1. Juni 2019 Das deutsche Gesundheitssystem stellt für viele (neu-) zugewanderte Menschen noch ein Hindernis auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Teilhabe in der Gesellschaft dar. Viele Leistungen werden aufgrund von sprachlichen Hürden und der Komplexität des Gesundheitssystems in Deutschland nicht in Anspruch genommen. Das Projekt „MiMi- Gesundheitsinitiative mit Migranten für Migranten“ setzt sich zum Ziel, diese Barrieren abzubauen und (neu-)zugewanderten Menschen und Migrant*innen den Zugang zum deutschen Gesundheitssystem zu erleichtern. Dazu braucht es migrationserfahrene Mediator*innen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, indem sie ihren Landsleuten in Informationsveranstaltungen kulturund sprachsensibel das dafür nötige Wissen vermitteln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und vom Ethno- Medizinischen Zentrum e.V. umgesetzt. Die angehenden Gesundheitsmediator*innen sollten neben guten Deutschkenntnissen eine der folgenden Sprachen beherrschen: Arabisch, Farsi/Dari, Englisch, Französisch, Kurdisch, Paschto, Russisch, Albanisch, Serbisch/ Bosnisch/ Kroatisch, Polnisch und Türkisch. Darüber hinaus gehören ein guter Zugang zu migrantischen communities und die Bereitschaft, selbständig Informationsveranstaltungen durchzuführen, zu den Teilnahmevoraussetzungen für die Schulung. Für diese Tätigkeit erhalten die Mediator*innen ein Honorar. Medizinische Vorkenntnisse sind nicht für die Teilnahme nicht notwendig. Nach der ersten durchgeführten Infoveranstaltung erhalten die Mediator*innen ein Zerti- ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 17 __________________________________________________________________________ fikat. Wir begleiten und unterstützen die Mediator*innen und stellen mehrsprachige Materialen (Präsentationen, Ratgeber, etc.) zur Verfügung. stieg“. Die Teilnehmer/-innen können sich direkt bewerben und im persönlichen Gespräch mit den Personalverantwortlichen auch individuelle Fragen klären. Die Anmeldung erfolgt schriftlich (E-Mail, postalisch). Danach erfolgt entweder ein persönliches Gespräch zur Klärung der Eignungsvoraussetzungen. Gerne stehen wir auch für weitere Fragen und Informationen zur Verfügung! Ziel ist, dass aus Initiativen wie dieser Vermittlungen in den Berliner Arbeitsmarkt entstehen sowie zahlreiche neue Begegnungen zwischen Wirtschaft und Geflüchteten. Beim zweiten Treffen dieser Art im Estrel Hotel und Convention Center am 13. April war das Interesse besonders groß. 17 Interessierte informierten sich aus erster Hand über die Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten dieses Großunternehmens. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. Kontakt/Anmeldung Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. Projektzentrale Berlin Großbeerenstraße 88 10963 Berlin Cathérine Fritz Projektkoordination MiMi-Gesundheitsinitiative Deutschland Tel.: (030) 92289104 E-Mail: CFritz@ethnomed.com Internet: http://www.mimi-gegen-gewalt.de http://www.ethnomed.com 13.05., neue Veranstaltungsreihe: „JOBKONTAKT“ Ausbildungs-, Praktikums- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflüchtete Als gemeinsame Initiative von „Work for Refugees“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes LV Berlin e. V. und der Stiftung Zukunft Berlin (https://work-forrefugees.de/), MobiJob – Mobile Jobberatung für geflüchtete Menschen Berlin (https://jobpointberlin.de/mobile-beratung-gefluechtete.html) und dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) startete am 14. März die neue Veranstaltungsreihe „JobKontakt“. Dieser Auftakt war dem Bereich des Gartenund Landschaftsbaus gewidmet. Der BerlinBrandenburgische Fachverband Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau stellte im Rahmen einer Jobbörse von „Work for Refugees“ Einstiegsmöglichkeiten für Geflüchtete vor. Der nächste „JobKontakt“ wird am 13. Mai mit dem mittelständischen Unternehmen „Frisch & Faust Tiefbau GmbH“ stattfinden. Weitere Infos zum „JobKontakt“ finden Sie hier: https://jobpoint-berlin.de/newsreader/im-m%C3%A4rz2019-startete-die-neue-veranstaltungsreihe-vonmobijob-vbki-und-work-for-refugees.html Start: 20.05., Neustart in Pflege und Betreuung: KOSTENLOSER KURS ZUR BERUFSORIENTIERUNG FÜR GEFLÜCHTETE Start: 20. Mai, Ende: 31. Oktober Ort: Steglitz-Zehlendorf Über einen Zeitraum von fünf Monaten erhalten die Teilnehmenden in mehreren Workshops Fachkenntnisse über die Berufsbilder Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft und lernen anhand praktischer Übungen, was bei der Unterstützung von Pflegebedürftigen zu beachten ist. Die erworbenen Kenntnisse können in einem 12-wöchigen Praktikum in einer Pflegeeinrichtung erstmals angewandt werden. Die Besonderheit: Die Teilnehmenden werden während des Praktikums von einem geschulten Paten begleitet. Ein Bewerbungstraining rundet das Angebot ab. Der Kurs richtet sich insbesondere an arbeitslose Migrant*innen und Geflüchtete in Berlin. TeilnahmeVoraussetzungen: Adresse in Berlin, ab 25 Jahre, arbeitslos, Deutsch Niveau ab B1 Der Kurs ist kostenlos. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Interessierte können sich bei Anne Woltmann ab sofort anmelden per E-Mail unter neustart-pflege@veedu.de oder telefonisch unter (030) 634 99 87-13. Mehr Informationen auf http://www.neustart-pflege.de. Der „JobKontakt“ bietet Geflüchteten die Möglichkeit, unmittelbar und direkt mit Betrieben der Berliner WirtDas Projekt wird durchgeführt von veedu – ein Angebot schaft zu offenen Ausbildungsplätzen, Arbeitsstellen der Studio2B GmbH – in Kooperation mit dem Bezirkund anderen Einstiegsmöglichkeiten in Kontakt zu tresamt Steglitz-Zehlendorf, dem Jobcenter Steglitzten. Ausgewählte Betriebe stellen sich vor, erläutern Zehlendorf und dem Verbund für Altenhilfe und GeronArbeits- und Bezahlungsmodalitäten und beantworten topsychiatrie Steglitz-Zehlendorf. Es wird gefördert aus im kleinen Rahmen von rund 10 Teilnehmer/-innen verMitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsschiedene Fragen rund um den „Einstieg zum Auf______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 18 __________________________________________________________________________ verwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit. FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB): AKTUELLE WEITERBILDUNGEN IM FCZB Mai/Juni 2019 Infotermine: 08. Mai, 14.00 Uhr und 29. Mai, 14.00 Uhr (bitte anmelden), Start: 05. Juni 2019 Porta-Medienkompetenzen: Social Media und Online-Reputation Für Frauen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung oder Behinderung Das kostenfreie Angebot richtet sich an Frauen, die nach einer gesundheitlich bedingten längeren Auszeit wieder in den Beruf einsteigen möchten. Dafür können sie sich hier die notwendigen Online- und Social-MediaKenntnisse erarbeiten. In der praxisorientierten Teilzeit-Fortbildung erkunden Teilnehmerinnen verschiedene soziale Netzwerke, erfahren, wie sie diese selbstbestimmt für ihre Interessen nutzen können, wie sie sich souverän in sozialen Netzwerken bewegen und Bilder bearbeiten können und was es mit Urheberrecht und Datenschutz auf sich hat. Das Projekt zeichnet sich durch ein inhaltlich modulares und zeitlich flexibles Lernarrangement aus – online und im FCZB. Die Teilnehmerinnen bauen sich, individuell begleitet, die Grundlagen für eine überzeugende Online-Reputation auf, um beruflich wieder Fuß zu fassen. Am Ende der Fortbildung haben sie ihre Medienkompetenzen erweitert und begonnen, ihr berufliches Profil in den sozialen Netzen abzubilden. Inhalte: Nutzung von Facebook, Twitter, Instagram, Xing und LinkedIn, Aufbau eines Blogs, rechtliche Aspekte, Aufbau einer Online-Reputation Zielgruppe: Frauen mit nachgewiesener gesundheitlicher Beeinträchtigung oder Behinderung, die beruflich wieder einsteigen wollen (ärztliches Attest/Schwerbehindertenausweis) Voraussetzungen: Kenntnisse in Dateiverwaltung, Textverarbeitung, E-Mail und grundlegender Internetrecherche Dauer: Individuell, maximal 16 Wochen (bis 18.09.2019) Lernform: Präsenz und begleitetes Online-Lernen Lern-/Trainingszeiten: individuell, 5 bis 20 Stunden pro Woche Kosten: keine Förderung durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung aus Mitteln des Landes Berlin Mehr zur Fortbildung: https://www.fczb.de/angebot/portamedienkompetenzen-social-media-online-reputation/ ------Start: 17. Mai 2019 Fit für den Job: MS Office vertiefen, mit ECDL erfolgreich bewerben International anerkanntes Zertifikat Die Weiterbildung richtet sich an Frauen, die sich auf Stellen bewerben möchten, für die weitergehende PCund Office-Kenntnisse gefragt sind. Mit dem Europäischen Computerführerschein (ECDL) können sie ihre Kompetenzen mit einem Zeugnis belegen, dass international bei Arbeitgeber*innen anerkannt ist. Die Teilnehmerinnen aktualisieren und erweitern ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit dem Internet und den MS-Office-Programmen, sodass sie bei ihrer Bewerbung aktuelle und formal abgesicherte ITKompetenzen nachweisen können. Die ECDL-Prüfung können sie im FCZB ablegen, denn das FCZB ist ein autorisiertes ECDL-Prüfungszentrum. Inhalte: MS Word 2013, MS Excel 2013, MS PowerPoint 2013, Online-Grundlagen Zielgruppe: Erwerbslose oder geringfügig beschäftigte Frauen Voraussetzungen: Grundlagenwissen Internet und MS-Office-Programme Begleitende Maßnahmen: Eingangsberatung, fachliche Lern- und Lernprozessbegleitung, bei Bedarf beraten wir Sie zu Profilentwicklung, Jobrecherche und (Online-)Bewerbung Dauer: 8 Wochen (bis 15. Juli 2019) Lernform: Präsenz Lern-/Trainingszeiten: Mo, Mi, Do 9.00 bis 16.30 Uhr, Di und Fr 9.00 bis 13.00 Uhr. Teilzeit nach Absprache möglich Kosten: Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit/Jobcenter (Maßnahmenummer: 962/77/2017), Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungsträger, Selbstzahlerin (Preis auf Anfrage). Bildungsprämie kann beantragt werden. Förderung: Die Weiterbildung gehört zu dem Projekt IT und Medienkompetenzzentrum (IMZ) und wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung. Mehr zur Fortbildung: https://www.fczb.de/angebot/ffdj_ecdl/ Bild: FCZB Kontakt/ Beratung/ Anmeldung Veranstaltungsort: FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) Cuvrystraße 1 10997 Berlin Persönliche Beratung: Tel. (030) 61 79 70 -16 E-Mail: info@fczb.de, Internet: http://www.fczb.de ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 19 __________________________________________________________________________ 27.05., Fortbildung: Mein Arbeitsalltag und FGM_C: WEIBLICHE GENITALBESCHNEIDUNG BZW. -VERSTÜMMELUNG Anmeldung bis: 16.05.2019 27.5.2019, 10:00–17:00 Uhr Familienplanungszentrum BALANCE Mauritius-Kirch-Straße 3 10365 Berlin Das Berliner Familienplanungszentrum BALANCE koordiniert seit 2009 den Runden Tisch „Stopp FGM/C in Berlin-Brandenburg“. Die eintägige Fortbildung „Mein Arbeitsalltag und FGM_C: Weibliche Genitalbeschneidung bzw. -verstümmelung“ richtet sich an interessierte Einsteiger_innen zu diesem Thema, die im beraterischen oder medizinischen Kontext tätig sind. Die Fortbildung soll Grundlagen zu FGM_C vermitteln sowie die Komplexität des Themas veranschaulichen. Anhand der Arbeit zur Prävention von FGM_C von Fatou Mandiang Diatta wird der Zugang zu Betroffenen sowie Gefährdeten methodisch verdeutlicht. Diana Crăciun legt den Fokus auf Empowerment und kritische Auseinandersetzung mit den bestehenden (Macht)Strukturen in der sozialen und Gesundheitsversorgung. Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt. Thematische Schwerpunkte: Grundlagen und Informationen zu FGM_C (Kinder, Frauen, Schwangere) Relevanz als Querschnittsthema (z.B. rechtlich als Asylgrund, etc.) Umgang mit FGM_C, eigene Haltung in dem Arbeitsalltag Fallarbeit vs. Chancen und Grenzen Kommunikations-Methoden in der Interaktion zum FGM_C-Thema sowie Reflexion Sprache und Rassismus meldebestätigung mit Details zur Überweisung der Teilnahmegebühr. Veranstaltungsort: Familienplanungszentrum BALANCE, Mauritius-Kirch-Str. 3, 10365 Berlin Network Event Berlin: 9 WOCHEN PRAKTIKUM IN BELFAST Ein Angebot für arbeitslose junge Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahre Vorbereitungsphase: ab 14.Mai 2019 Ein Angebot für arbeitslose junge Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahre: • die noch nicht wissen, wo sie eine Ausbildung beginnen sollen und sich deshalb erst einmal • beruflich ausprobieren • die eine Ausbildung ist in Sicht haben, jedoch die Zeit bis dahin überbrückt müssen • die sich nach einer Ausbildung neu orientieren oder ausprobieren möchten Vielleicht passt unser Angebot: 9 Wochen Praktikum in BELFAST: Berufsfelder: Handwerk, IT-und Office, Gastronomie, Sozialbereiche, Kreativbranche… und mehr. Die Teilnahme erfolgt in einem drei Stufenprogramm in Berlin. Vorbereitungsphase: ab 14.Mai 2019 • Sprachunterricht • Länderkunde • Interkulturelles Training • Berufsvorbereitung Hauptphase des Auslandsaufenthaltens: 09.Juni bis 11.August 2019 • An-und Abreise • Unterbringung • Betreuung vor Ort • Tagegeld • Sprachunterricht Referentinnen Fatou Mandiang Diatta (Sister Fa), Aktivistin zu Nachbereitungsphase: ab 13.August 2019 FGM_C und Rapperin ist weltweit bekannt für ihr Engagement, arbeitet aktuell mit Community-sensiblen • Bewerbungstraining und Empowerment-Ansätzen in unterschiedlichen Pro• Rückschau, was habe ich gelernt jekte weltweit sowie in unterschiedlichen Ländern Afri• IT-Training kas (Senegal, Guinea und Gambia). • Einzelgespräche/Coaching Diana Crăciun (M.A. Gender- und Diversity) bringt ebenfalls langjährige Erfahrung im Kontext der politiNoch gibt es einige freie Plätze! schen Bildungsarbeit gegen FGM_C mit, indem sie u.a. Mehr Infos: https://network-eventberlin.de/ die Arbeit vom Runden Tisch gegen FGM_C im Rahmen ihrer ehemaligen Tätigkeit im FPZ BALANCE koordinierte. Kosten: 120 EUR bzw. 84 EUR ermäßigt Anmeldung: Da die Teilnehmer_innenzahl begrenzt ist, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 16.05.2019 per E-Mail an veranstaltungen@fpzberlin.de. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine An______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 20 __________________________________________________________________________ 17.05., Start der Seminarreihe: Workshops/ Tagungen 15.05., Seminar: „BIST DU ARM, ODER WAS?“ Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft Mittwoch, 15. Mai 2019 von 10.00 bis 16.30 Uhr Ort: Ahornstraße 5, 10787 Berlin-Schöneberg Referentin: Sanem Kleff, Direktorin Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Anmeldung: https://www.gewberlin.de/539_22077.php Teilnahmegebühr: 50 €, für GEW-Mitglieder kostenlos. Zielgruppe: pädagogisch Tätige an Schulen Das Seminar wird als Bildungsurlaub anerkannt. Klassismus würdigt Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft herab, enthält ihnen Ressourcen vor und behindert die Partizipation von armen und einkommensschwachen Gruppen. Klassismus ist die am weitesten verbreitete Form der Diskriminierung: Es gibt keinen gesellschaftlichen Bereich und keine Institution, die nicht von Klassismus geprägt ist. Armut spielt dabei oft eine Rolle, sie ist aber nicht der einzige und entscheidende Faktor. Dennoch spielt die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft bisher kaum eine Rolle in gesellschaftlichen und politischen Debatten oder in der Antidiskriminierungsarbeit. Das Seminar füllt diese Lücke und zeigt, was Klassismus ist und wie diese Diskriminierung eine gerechtere Gesellschaft verhindert; aber auch, was sich gegen Klassismus tun lässt. Das Seminar wird von der Landeskoordination Berlin von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Kooperation mit der Gewerkschaftlichen Bildung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Berlin durchgeführt. „STÄRKUNG DURCH TEILHABE“ Am 17.05 und 18.05.2019 (10 bis 16:00 Uhr) im Haus der Demokratie und Menschenrechte Greifswalder Straße 4 10405 Berlin Liebe Frauen*, Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen, wir freuen uns auf den ersten Termin unserer Seminarreihe „Stärkung durch Teilhabe“ im Jahr 2019. In diesem Jahr beschäftigen wir uns mit den Themen aktive politische Partizipation, Selbst-Empowerment und Vernetzung von und zusammen mit migrierten geflüchteten Frauen. Schon immer gestalten Migrantinnen und geflüchtete Frauen* aktiv diese Gesellschaft, und dies trotz erschwerten Zugang und Nachteilen bei der politischen Teilhabe. In der vielseitigen Seminarreihe werden die verschiedenen politischen Partizipationsmöglichkeiten sowie der Umgang mit Hürden, wie Diskriminierung thematisiert und noch weniger bekannte politische Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigt. Sprachmittlerinnen auf Tigrinja, Kurdisch, Arabisch, Französisch, Russisch und Farsi werden den Workshop begleiten und eine Kinderbetreuung ist vorhanden. Wir bitten daher um eine Anmeldung (mit Sprache und Wunsch auf Kinderbetreuung) unter: trixiewiz@gmail.com. Hier der Link zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/280538982894962/ Dieses Projekt findet statt in Kooperation mit I.S.I e. V Initiative Selbständiger Immigrantinnen und KuB e.V. Kontakt und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen und dem VIA Projekt Willkommen in Berlin im IQ-Netzwerk Berlin und wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. Internet: http://www.trixiewiz.de Kontakt Kontakt: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage Landeskoordination Berlin Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 11 10787 Berlin Tel.: (030) 21 45 86 - 15 /- 17 Fax: (030) 21 45 86 – 20 E-Mail: berlin@aktioncourage.org Internet: https://www.schule-ohne-rassismus.org/werwir-sind/landeskoordinationen/berlin/ ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 21 __________________________________________________________________________ 18.05., Tagung, bpb-METRO Spezial: DARE TO DREAM OF EUROPE Der Eurovision Song Contest als kulturpolitischer Laufsteg Europas. Tagung und "Public Viewing" des ESC in Berlin Anmeldung bis: 16.05.2019 Samstag, 18. Mai 2019, 14:00 bis 00:00 Uhr Tagung Dare to Dream of Europe. Der Eurovision Song Contest als kulturpolitischer Laufsteg Europas Ort: Kalkscheune Johannisstraße 2 10117 Berlin Anmeldung: http://www.bpb.de/289412 Die Teilnahme ist kostenlos Am Tag des großen Finales des Eurovison Song Contests (ESC) in Tel Aviv, dem 18. Mai 2019, ab 14:00 Uhr lädt die Bundeszentrale für politische Bildung zu einer ganztätigen Veranstaltung in der Kalkscheune Berlin ein! Wir diskutieren ob Europa mehr als nur die Summe seiner Nationalstaaten ist, es eine "(trans-) europäische Identität" gibt, die sich in Form der präsentierten Popmusik identifizieren lässt und wie sich der ESC in einen bedeutungsvollen „Laufsteg“ für europäische Kulturdiplomatie entwickelt hat. Eine weitere große Frage: Inwiefern spiegelt die gefeierte kulturelle Vielfalt und Inklusion auf der Bühne die tatsächliche Realität wieder? Wir sprechen darüber mit internationalen Gästen aus Politik, Musik und Wissenschaft, mit ESC-Fans und der Umweltaktivistin und ESC-Siegerin des Jahres 2004, Ruslana Lyschytschko. In der Woche vor Wahl zum Europäischen Parlament vom 23. bis 26. Mai 2019 möchten wir in zwei Podiumsdiskussionen, einer Keynote, drei Gesprächsrunden (Sit&Talk) und einer Filmvorführung Europa von einer anderen Seite begegnen. de Spezialausgabe unter dem Titel „Dare to Dream of Europe“ widmet sich dem ESC als Europas bekanntestem Musikwettbewerb. Denn seit 63 Jahren singt, tanzt, aber auch reflektiert und beeinflusst der ESC den kulturellen, politischen und sozialen Wandel Europas. Kontakt Kontakt für inhaltliche Rückfragen: Bundeszentrale für politische Bildung Katarina Berg Tel.:(030) 254 504 458 E-Mail: katarina.berg@bpb.de 20. bis 21.05., Berlin: 24. DEUTSCHER PRÄVENTIONSTAG Diesjähriges Schwerpunkthema: Prävention & Demokratieförderung Am 20. und 21. Mai 2019 lädt der Deutsche Präventionstag ins Estrel Hotel Berlin ein. Der Deutsche Präventionstag ist der weltweit größte Jahreskongress zur Kriminalprävention und angrenzender Bereiche. Die Teilnehmenden können 120 Fachvorträge und 44 praxisorientierte Projektspots besuchen und sich zu Präventions-Themen austauschen. Die Ausstellung informiert mit rund 180 vertretenen Institutionen über Präventions-Projekte und aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa. Eröffnet wird die Veranstaltung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. Ab 21 Uhr gibt es die Möglichkeit, den Livestream des ESC-Finales zu verfolgen und an einer Simulation des LIVE Votings teilzunehmen. Hier können Sie mit anderen Fans das ESC-Finale verfolgen, über die Ländergrenzen hinweg Gespräche führen, die Auftritte genießen und Ihre Favoritinnen oder Favoriten mit "douze points" unterstützen. Am Ende des Abends wird es also auch einen bpb:Metro-ESC Gewinner oder -Gewinnerin geben! Das Schwerpunktthema 2019 lautet „Prävention & Demokratieförderung“. Neben Vorträgen rund um das Schwerpunkthema gibt es Inputs zu Extremismus, Sexueller Gewalt, Zivilcourage, Gesundheit, Flucht und Asyl, Opferschutz, Gewaltprävention in der stationären Altenhilfe, Häusliche Gewalt und vielem mehr. Die Veranstalter rechnen mit über 3000 Teilnehmenden aus Praxis, Wissenschaft und Politik. Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter: http://www.bpb.de/289412. Beim 24. Deutschen Präventionstag 2019 gibt es erstmalig drei Foren, die sich durch beide Kongresstage durchziehen: das Forum „Demokratie leben“, das Forum „Politische Bildung“ und das internationale Forum. Aufgrund begrenzter Teilnehmerkapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 16. Mai 2019. Die Tagungsreihe "bpb: Metro" widmet sich seit 2013 einer Metropole, einem Land oder einer bestimmten urbanen Community und setzt diese in Bezug zu Berlin. Die kommen- Das inhaltlich vom Bundesfamilienministerium betreute Forum „Demokratie leben!“ bietet in einer zusammenhängenden Vortragsreihe gebündelte Infos zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ an. Den Auftaktvor- ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 22 __________________________________________________________________________ trag hält Dr. Heiko Geue, der seit Februar dieses Jahres die von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey neu gegründete Abteilung „Engagement und Demokratie“ leitet. Das Forum „Politische Bildung“ bietet Vorträge sowie Projektvorstellungen und Bühnenstücke an. Abdelkarim eröffnet das Forum der Bundeszentrale für Politische Bildung mit Auszügen aus seinem Kabarettprogramm „Staatsfreund Nr. 1“ und „Abdelkratie“. Das internationale Forum findet 2019 zum 13. Mal statt. Im letzten Jahr reisten 170 Teilnehmende aus 56 unterschiedlichen Staaten zum Deutschen Präventionstag an. Damit war die internationale Beteiligung so hoch wie bei keinem Kongress zuvor. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter ähnliche Teilnahme-Zahlen. Anmeldung: http://www.praeventionstag.de/go/anmeldung Kongressprogramm: http://www.praeventionstag.de/go/programm Die Jugendlichen können in Gruppen teilnehmen, die der Verein, die Schule, die Initiative u.w. zuvor angemeldet hat. Anmeldung unter: https://www.buendnistoleranz.de/arbeitsfelder/wuerdigung/173851/jugendkongre ss-2019-anmeldung Kontakt Bundeszentrale für politische Bildung Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Friedrichstraße 50 10117 Berlin Tel. (030) 254504 - 466 Fax (030) 254504 – 478 E-Mail: buendnis@bpb.bund.de Internet: http://www.jugendkongress-berlin.de 21.05., Anne Frank Zentrum: »ALLES ÜBER ANNE« Interessierte können die Ausstellung inkl. PreventionSlam am 21.05.2019 von 10:00 bis 16:00 Uhr kostenlos besichtigen. 20.-24.05., Bündnis für Demokratie und Toleranz: JUGENDKONGRESS BERLIN Jedes Jahr veranstaltet das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) vom 20. – 24. Mai den Jugendkongress mit bis zu 450 Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren aus ganz Deutschland. Die Jugendlichen verbringen vier Tage gemeinsam in Berlin, besuchen Workshops und Außenforen, lernen verschiedene Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements kennen und können sich mit anderen Ehrenamtlichen vernetzen. Zudem bietet der Kongress die Gelegenheit zur weiteren Qualifizierung sowie neue Anregungen, um Zivilgesellschaft im Alltag mitzugestalten. Auch Jugendliche, die noch nicht ehrenamtlich aktiv sind, sind herzlich eingeladen am Kongress teilzunehmen. Über 40 Workshops plus Außenforen bieten viel Input, um sich über die verschiedensten Themen von Demokratie- und Toleranzförderung bis hin zum Umgang mit antidemokratischen Tendenzen auseinanderzusetzen oder sich zum Beispiel in Sachen Öffentlichkeitsarbeit oder Fundraising fit zu machen. Führungen für Lehrkräfte in der neuen Berliner Ausstellung Dienstag 21.5.2019, 15:30-17:30 Uhr Donnerstag 15.8.2019, 15:30h bis 17:30 Uhr Anmeldung bitte per E-Mail an ausstellung@annefrank.de Die o.a. Führung und der Ausstellungsbesuch ist kostenlos. Die neue Ausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin ist ein Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus. Sie erinnert an Anne Frank. Die Ausstellung ist biografisch: Besucher*innen lernen Annes Lebensgeschichte kennen. Und sie untersuchen, was diese mit ihrer eigenen Gegenwart verbindet. Sie ist interaktiv: Es gibt viele Möglichkeiten die Ausstellung zu verändern und sie mit eigenen Beiträgen zu erweitern. Und sie ist inklusiv: Alle Menschen sollen diese Ausstellung besuchen und verstehen können. Die Texte sind in Klarer Sprache formuliert, wesentliche Inhalte sind in Gebärdensprache und in Tastobjekte übersetzt. Ein Aufzug ist vorhanden. Lehrkräfte sind herzlich zu einer Führung durch die neue Ausstellung eingeladen. In der Führung werden die didaktischen Zugänge erläutert und die verschiedenen pädagogischen Programme erklärt, die für Klassen gebucht werden können. Ausstellung und Programme eignen sich für Grundschüler*innen ab Klasse 5 ebenso wie für Mittel- und Oberstufe. Das Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Mit ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 23 __________________________________________________________________________ Ausstellungen und Bildungsangeboten erinnert das Zentrum an Anne Frank und ihr Tagebuch. Es schafft Lernorte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte auseinandersetzen und mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden. Sie lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie zu engagieren. 25.05./ 05.06., Anne Frank Zentrum, Fachgespräch: HISTORISCHES LERNEN AN GEDENKSTÄTTEN Anmeldefrist: 12.05.2019 Liebe Kolleginnen und Kollegen, hiermit laden wir Sie und Euch herzlich zum Fachgespräch Historisches Lernen an Gedenkstätten ein: Historisch-politische Bildung an Erinnerungsorten – Prävention von Antisemitismus und anderen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit – wie geht das zusammen? Termine: 25. Mai, 15.00 - 18.00 Uhr oder 05. Juni 15.00 - 18.00 Uhr Ort: Anne Frank Zentrum - Ausstellung im Hinterhaus Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin. Der Zugang zum Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Anschließend an den Fachtag »›In zweieinhalb Stunden gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und…‹ Die Bearbeitung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit an Gedenkstätten für NS-Opfer«, der in Kooperation mit der Gedenkstätte Haus der WannseeKonferenz und der Stiftung Topographie des Terrors am 11.04.2018 in Berlin stattgefunden hat, möchten wir die fachliche Diskussion und Vernetzung im Feld der historisch-politischen Bildung an Gedenkstätten und Erinnerungsorten wie auch der antisemitismus- und rassismuskritischen Bildungsarbeit weiterführen. schenverachtender Einstellungen? Wie werden heterogene Perspektiven der Zielgruppen, u. a. auch die von Betroffenen von Antisemitismus und Rassismus, in die Konzeption und Umsetzung von Bildungsangeboten mit einbezogen? Wir wollen Mitarbeiter*innen an Gedenkstätten für NSOpfer und anderen Erinnerungsorten wie auch Mitarbeiter*innen von Institutionen der historisch-politischen Bildungsarbeit einladen, die neue Ausstellung »Alles über Anne« des Anne Frank Zentrums kennenzulernen und im Anschluss im Rahmen eines Fachgesprächs zu den oben genannten Themen miteinander in den Austausch zu kommen. Anmeldung: Die genannten Termine sind zwei inhaltlich gleiche Veranstaltungen und bauen nicht aufeinander auf. Bitte melden Sie sich nur für einen der genannten Termine an. Die Zahl der Teilnehmenden ist jeweils begrenzt auf 20 Personen. Bitte mit Angabe des Namens und der Institution sowie des Termins (25. Mai oder 05. Juni) bis zum 12.05.2019 an veranstaltung@annefrank.de. Kontakt Anne Frank Zentrum Rosenthaler Straße 39 10178 Berlin Tel.: (030) 2888656-00 Fax: (030) 2888656-01 E-Mail: veranstaltung@annefrank.de Internet: http://www.annefrank.de http://www.facebook.com/annefrankzentrum https://www.instagram.com/annefrankzentrum/ Mai 2019, Doku-Filmworkshop: ZEIGE DEINE WELT Möchtest Du erfahren, wie ein professionelles FilmTeam arbeitet? Wie führt man ein Interview? Was genau machen Kameraleute, Journalist*innen, Tonmeister*innen und Cutter*innen bei einem Doku-Film? Ausgangspunkt hierfür ist die Frage, welche Schnittstellen es geben kann zwischen dem historischen Lernen Unser thematischer Schwerpunkt wird sein: zur Geschichte des Nationalsozialismus und der ErinKunst für mich? Kunst für die anderen? Wir beschäftinerung an deren Opfer und einer Auseinandersetzung gen uns mit Islamischer Kunst in Berlin und interviewen mit aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus, muslimische Künstler*innen, die uns einen Einblick in Rassismus und anderen Formen der gruppenbezogeihre Arbeit geben. nen Menschenfeindlichkeit. Wie können diese Arbeitsfelder des historischen und politischen Lernens mit eiTermine: nander verknüpft werden? Wie politisch ist das historische Lernen zur Geschichte des Nationalsozialismus 04.05., 11-17 Uhr mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderuni,Slam, Badstraße 35-36 gen (oder wie politisch muss es sein)? Welche Rolle 12.05., 10-16 Uhr spielen Gedenkstätten und Erinnerungsorte mit Blick Gärten der Welt, Eisenacher Str. 99 auf eine Bearbeitung antisemitischer und anderer men______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 24 __________________________________________________________________________ 18.05.-19.05., 11-17 Uhr Polnischer Sozialrat, Oranienstraße 34 Hast du Lust auf unseren kostenfreien Workshop? Melde dich an! Anmeldung: wirhier.workshop@gmail.com Dori (0157) 5660 3519 (SMS/Whatsapp) Die Workshopreihe „Zeige Deine Welt“ findet im Rahmen des Modellprojektes „WIR HIER! Kein Platz für Muslimfeindlichkeit in Europa – Migrantenorganisationen im Dialog“ statt. Gefördert wird „WIR HIER!“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Bundeszentrale für politische Bildung. Kontakt Esther Dolas Projektleiterin Für alle inhaltlichen Fragen rund um die Bewerbung können Sie sich gerne an mich wenden, bevorzugt unter der Mailadresse ich-kann-was@telekom-stiftung.de. Deutsche Telekom Stiftung Graurheindorfer Straße 153 53117 Bonn Telefon: (0228) 181 74332 Telefon: (0170) 912 3598 E-Mail: esther.dolas@telekom-stiftung.de Internet: http://www.telekom-stiftung.de Initiativen Stiftung EVZ, Ausschreibung: ICH KANN WAS!-INITIATIVE „Kompetenzen für die digitale Welt" PROJEKTIDEEN GEGEN DISKRIMINIERUNG UND HASS – FÜR EINE SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT GESUCHT Frist: 06.05.2019 Frist: 13.05.2019 Bis zum 6. Mai können sich Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit über das Online-Portal https://antragsportal.telekom-stiftung.de für eine Förderung durch die Ich kann was!-Initiative bewerben. Die liberale Demokratie und der gesellschaftliche Zusammenhalt sind in vielen europäischen Ländern zunehmend gefährdet. Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus sind deutlich sichtbar. Die Stiftung EVZ unterstützt mit dieser Ausschreibung Dialoge und den Aufbau von Bündnissen für eine solidarische Gesellschaft. Ausschreibung: Mit einer Förderhöhe von bis zu 10.000 Euro pro Vorhaben möchten wir Projekte im Bereich medialer und digitaler Kompetenzförderung unterstützen. Das Alter der Kinder und Jugendlichen in den geförderten Projekten liegt zwischen 9 und 16 Jahren Mit der bundesweiten Initiative Ich kann was! unterstützt die Deutsche Telekom Stiftung Projekte und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ziel ist es, insbesondere jungen Menschen aus benachteiligtem Umfeld Kompetenzen zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, selbstbestimmt und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und die eigene Zukunft gut und erfolgreich zu gestalten. Unter dem Motto „Kompetenzen für die digitale Welt" werden verstärkt Projekte unterstützt, die einen kreativen und zugleich kritischen Umgang mit Medien und der digitalen Welt fördern sowie die souveräne Nutzung digitaler Werkzeuge handlungsorientiert und spielerisch vermitteln. Ausführlichere inhaltliche Informationen auf der Internetseite http://www.telekom-stiftung.de/ikw. Antragsportal: https://antragsportal.telekom-stiftung.de/. Wir fördern Organisationen, die nicht wegsehen und sich mit anderen zusammenschließen, wenn Hass gegen Jüdinnen und Juden, Romnija, Roma, Sintize und Sinti oder andere Gruppen auftritt. Mit ihren Projekten setzen sich diese Organisationen für eine vielfältige Gesellschaft ein und tragen zu einem respektvollen und sicheren Zusammenleben aller Menschen vor Ort bei. Es werden Dialoge und Bündnisse in Litauen, Polen, der Tschechischen Republik und in Deutschland gefördert. Nähere Informationen zur Ausschreibung: https://www.stiftung-evz.de/handlungsfelder/handelnfuer-menschenrechte/coalition-building.html Kontakt/ Info Stiftung EVZ Friedrichstraße 200 10117 Berlin Christa Meyer Projektkoordination ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 25 __________________________________________________________________________ Tel.: (030) 25 92 97-73 Fax: (030) 25 92 97-11 Interessierte gesucht: „CREATE INTEGRATION – INTELLIGENT, FAIR AND GLOBAL“ E-Mail: coalition@stiftung-evz.de Bürger Europas e.V. führt deutsch-jordanische Jugendbegegnung für junge Leute im Alter von 18 bis 27 Jahren durch Werner-Coenen-Stiftung: Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes wird Bürger Europas e.V. 2019 zum dritten Mal eine deutschjordanische Jugendbegegnung durchführen. ERSTE FÖRDERRUNDE 2019 Einsendeschluss verlängert bis zum 06.05.2019 Für diejenigen, die über Ostern auch gute Ideen gesammelt haben, wird der Einsendeschluss verlängert – und für alle anderen auch. Noch bis zum 06. Mai 2019 können Förderanträge eingereicht werden! Das Kuratorium der Werner-Coenen-Stiftung entscheidet am 13. Juni 2019 über neue Projekte. Folgende Arbeitsschwerpunkte gehören ins Förderprofil der Stiftung: 1. Kinderschutz und Auflösung des Tabus zu Missbrauch und Misshandlung 2. Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die in der Jugendhilfe betreut werden, wenn möglich mit Einbindung von deren Bezugspersonen, insbes. im Sinne von Vermeidung und Verkürzung von erzieherischen Hilfen 3. Rechte und Pflichten für Eltern und junge Menschen in der Jugendhilfe – Einmischen, Aufklären, Beteiligen Die Werner-Coenen-Stiftung fördert zeitlich befristete Projekte mit einer Laufzeit von 12 Monaten (ungeachtet des Jahreswechsels) und einer max. Fördersumme von 10.000,- € Alle weiteren Infos und auch das Antragsformular finden Sie unter http://www.werner-coenen-stiftung.de. Kontakt/Auskunft Sabine Budde Projektmanagerin Werner-Coenen-Stiftung c/o Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin Obentrautstraße 55 10963 Berlin Tel. (030) 2847 019 -12 E-Mail: budde@jfsb.de Internet: http://www.werner-coenen-stiftung.de Innerhalb dieses Programms finden zwei Begegnungen zwischen jungen Leuten aus Jordanien und Deutschland statt. Die erste Begegnung führt 15 Jugendliche aus Deutschland im Herbst 2019 für eine Woche nach Amman, in die Hauptstadt Jordaniens. Eine Rückbegegnung ist für den Herbst 2020 vorgesehen. Mit über einer Millionen Flüchtlingen allein aus Syrien sowie über zwei Millionen registrierten palästinensischen Flüchtlingen trägt Jordanien eine weltweit wohl einmalige Belastung, welche die Gesellschaft mit großem Engagement und Einsatz zu bewältigen versucht. Der Fokus unserer Begegnung liegt vorrangig auf dem Erfahrungsaustausch junger Leute aus Deutschland und Jordanien, die mit persönlichem Engagement einen Beitrag zur besseren Integration von Geflüchteten leisten. In einem abwechslungsreichen und interessanten Programm werden unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen Erfahrungen und Praktiken der Integrationsarbeit sowie engagierte Organisationen, Institutionen und Einzelpersönlichkeiten kennenlernen. Natürlich bietet unsere Jugendbegegnung auch viel Platz, um Jordanien mit seiner interessanten Geschichte und Kultur näher zu erkunden. Für unseren ersten Austausch in Jordanien aber auch schon mit Blick auf die Rückbegegnung 2020 in Berlin wenden wir uns momentan an interessierte junge Leute im Alter von 18 bis 27 Jahren, an unserem Projekt aktiv teilzunehmen. Unsere jungen Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollten politisch interessiert und gegenüber anderen Kulturen aufgeschlossen sein. Wichtig ist uns vor allem ihr persönliches Engagement bei Aufgaben zur Integration von Geflüchteten in unsere Gesellschaft. Weiterhin sollten sie sehr kommunikativ sein und die englische Sprache, als unsere Programmsprache, gut beherrschen. Interessierte junge Leute sollten sich mit einem kurzen Motivationsschreiben und einem aktuellen Lebenslauf unter info@buerger-europas.de für diesen Jugendaustausch bewerben. Kontakt Bürger Europas e.V. Rumoldstraße 30 10365 Berlin Tel.: (030) 2472 49 -04 /-03 ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 26 __________________________________________________________________________ Fax: (030) 247 812 48 E-Mail: info@buerger-europas.de Internet: https://www.buerger-europas.de/index.html Stiftung Respekt: EUROPEAN YOUTH CULTURE AWARD 2019 Frist: 31.05.2019 Am 6. September 2019 wird zum dritten Mal in Berlin der European Youth Culture Award der Stiftung Respekt! vergeben. Gewinnen können ihn besonders innovative und partizipative Projekte, Initiativen und Einzelpersonen, die zum Thema Jugendkulturen & mit Jugendlichen gearbeitet oder geforscht haben. Die Einsendefrist für Nominierungen ist der 31. Mai 2019! Alle weiteren Infos finden sich im Blog der Stiftung: https://eycablog.respekt-stiftung.de/. Kontakt Respekt! Die Stiftung zur Förderung von jugendkultureller Vielfalt und Toleranz, Forschung und Bildung Lahnstraße 25 12055 Berlin Tel.: (030) 56822049 E-Mail: stiftung@jugendkulturen.de Internet: https://respekt-stiftung.de schaften wird in der Regel nicht zu Gewalt aufgerufen oder diese verherrlicht, vielmehr handelt es sich um abwertende, demokratiefeindliche oder antipluralistische Positionen. Die eigentlichen Themen reichen dabei von religiösen Fragen über Geschlechterrollen, internationale Konflikte, soziale Ungerechtigkeiten bis hin zu Erfahrungen mit Rassismus. Problematisch an diesen Beiträgen sind dabei selten die Themen selbst, sondern die einfachen Antworten, mit denen Feindbilder und Opfernarrative verstärkt werden. Die Online-Ansprachen salafistischer Aktivist_innen wie Pierre Vogel oder Ahmad Abul Baraa und die Angebote islamistischer Initiativen wie die der „Generation Islam“ erreichen ein Publikum, das weit über den eigentlichen Kreis der Anhänger_innen hinaus geht. Unsere kostenlosen Fortbildungen informieren darüber, wie Jugendliche mit islamistischen Inhalten in Kontakt kommen, und vermitteln den Teilnehmer_innen medienpädagogische Anregungen, um Jugendliche in der eigenen Arbeit für islamistische Ansprachen zu sensibilisieren und sie gegen diese Angebote zu stärken. Im Mittelpunkt steht das Ziel, auch schwierigen Themen im Unterricht und in der offenen Jugendarbeit einen Raum zu geben – statt diese Themen islamistischen Akteur_innen zu überlassen. Über die bildmachen-Workshops für Jugendliche können Sie sich hier https://www.bildmachen.net/workshop/was-habenhasskommentare-mit-extremistischen-positionen-zutun-und-wie-laesst-sich-dagegen-argumentieren/ informieren. Kontakt/Anfragen Arian Bracher Projektleiter bildmachen-Berlin Aus Projekten und Vereinen ufuq.de, Fortbildung: ISLAMISTISCHE ANSPRACHEN IN DEN SOZIALEN MEDIEN Kostenlose Workshopangebote für Jugendliche Jugendliche begegnen im Netz immer wieder extremistischen Inhalten. Nur selten handelt es sich dabei um Propaganda, die von terroristischen Organisationen verbreitet wird. Viel häufiger sind es Botschaften, in denen islamistische Narrative aufgegriffen und – bewusst oder unbewusst – von Nutzer_innen verbreitet werden. In diesen Bot- Tel.: (030) 98 34 10 51 E-Mail: arian.bracher@ufuq.de Weiter Informationen zum Projekt unter http://www.bildmachen.net bildmachen.net Medienpädagogik und Prävention in Sozialen Medien ein Projekt von ufuq.de Hermannstraße 229 12049 Berlin“ ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 27 __________________________________________________________________________ 10.05., trixiewiz e.V.: „BEVISIBLE“-ZERTIFIKATSÜBERGABE trixiewiz e.V. und der Bezirksbürgermeister Sören Benn zeichnen Absolvent*innen des Empowerment-Projektes „BeVisible“ für Geflüchtete im Rathaus aus Freitag, 10. Mai um 17:00Uhr GroßerSaal im Rathaus Pankow Breite Straße 24A-26, 13187 Berlin Insgesamt siebzehn Geflüchtete und Menschen mit Fluchterfahrungen aus Syrien, Iran, Afghanistan, Ägypten, Palästina, Kurdistan, Mongolei, Kolumbien, Jordanien und Libanon haben das Schulungsprogramm „BeVisible“ der migrantischen Selbstorganisation trixiewiz e.V. erfolgreich abgeschlossen. Am Freitag, den 10. Mai um 17 Uhr, erhalten sie im großen Saal im Rathaus Pankow, Breite Str. 24A-26, 13187 Berlin, in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Sören Benn und dem Vertreter der Rosa Luxemburg Stiftung Massimo Perinelli ihre Teilnahmezertifikate. Angefragt ist auch die neue Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration Katarina Niewiedzial. „Wir setzen auf Empowerment, Qualifizierung und Partizipation der Teilnehmer*innen, die durch ihre persönlichen Erfahrungen, sprachlichen Kompetenzen und Emphathiefähigkeiten besonders dafür qualifiziert sind, wertvolle Beiträge in unsere transkulturelle und postmigrantische Gesellschaft einzubringen“, so die Organisatorinnen von trixiewiz e. V. Die Schulungsreihe BeVisible bildet Geflüchtete und Menschen mit Fluchterfahrungen zu Trainer*innen, Mediator*innen und Berater*innen in zivilgesellschaftlichen Initiativen aus. Dass die Schulung ein Erfolg ist, zeigt sich bereits daran, dass einige Teilnehmer*innen von Organisationen und Projekte u. a. wie KommMit e.V./BBZ, The Global Experience e.V. , Life back home, LSVD e.V., together e.V., Initiative der politischen Bildung oder für Projekte der Senatsverwaltung als Akteur*innen in der Geflüchtetenberatung und Betreuung übernommen wurden. Das Projekt wurde durch das Bezirksamts Pankow, die Rosa Luxemburg Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert. Der vierte Durchgang des Schulungsprogramms 2019-2020 startet im Sommer 2019. Projekt mund:ART® Berlin, defakto GmbH, Theaterpremiere: JENSEITS ZUGEHÖRIGKEIT Theaterpremiere: Jenseits Zugehörigkeit am 3.5.2019 um 20:00 Uhr (Einlass 19:30 Uhr) in der Jugendtheaterwerkstatt Spandau Gelsenkircher Straße 20 13589 Berlin Eintritt frei Mehr Information und Karten http://www.defakto.org. Im Projekt mund:ART® gehen die Spielerinnen und Spieler aus Afghanistan, Bulgarien, Ghana, Irak, Kolumbien, Kosovo, Lettland, Litauen, Nigeria, Polen und der Türkei ungewöhnliche Wege und suchen mittels Theater eine berufliche Perspektive in Deutschland. Derzeit probt das Ensemble unter Anleitung der Theaterpädagogin Kirsten Burger rund um das Thema Zugehörigkeit. Den eigenen Wurzeln, den Ahnen und manchmal auch den Toten, die nicht zur Ruhe kommen, wird dabei nachgespürt. Mit ihrem Engagement verfolgen die Teilnehmenden des interkulturellen Integrationsprojekts mund:ART® ein Ziel: Der erfolgreiche und ihren vielfältigen Qualifikationen angemessene Eintritt in den Arbeitsmarkt. Unterstützt werden sie dabei über neun Monate Projektlaufzeit mit individualisiertem Sprachtraining, Job- und Integrationscoaching sowie theaterpädagogischer Arbeit. Dass diese unkonventionelle Art der Jobsuche funktioniert, zeigen die vier bereits abgeschlossenen Berliner mund:ART®-Projekte. mund:ART® Berlin wird vom Jobcenter Spandau finanziert. Das Projekt startete im November 2018 und findet bis August 2019 statt. Ab sofort können sich Interessierte im ALGII-Bezug, die ihre deutschen Sprachkenntnisse noch verbessern möchten, Unterstützung beim beruflichen Einstieg suchen und Spaß am Theaterspielen haben, für das Folgeprojekt anmelden, welches im September 2019 beginnt. Kontakt Kontakt Carolin Mkama Projektleitung Berlin Weitere Informationen bei Teresita Cannella (teresita.cannella@trixiewiz.de) Tel.: (0173) 20 75 503 E-Mail: info@trixiewiz.de Internet: http://www.trixiewitz.de E-Mail: mkama@defakto.org Internet: http://www.defakto.org ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 28 __________________________________________________________________________ Inssan e.V.: VERANSTALTUNGEN IM MAI 2019 09.05., FIP: TAG DER OFFENEN TÜR Frühinterventionsprojekt für Glücksspieler_innen mit Migrationshintergrund lädt in neues Büro ein Wir, dass „Frühinterventionsprojekt für Glücksspieler_innen mit Migrationshintergrund“ freuen uns sehr, Sie in unser neues Büro in der Urbanstraße 70 zum „Tag der offenen Tür“ am 09. Mai 2019 von 13 – 18:00 Uhr einladen zu dürfen. Wir möchten an diesem Tag gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen, Ihnen unser Projekt vorstellen und Ihre Fragen beantworten. Für Snacks und Getränke ist gesorgt! Also kommen Sie vorbei, trinken Sie einen Kaffee und tauschen Sie sich mit uns aus. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Das Frühinterventionsprojekt ist ein berlinweites Angebot, dass sich an Menschen mit Migrationshintergrund, deren Angehörige und Bezugspersonen sowie Multiplikator_innen richtet. Wir unterstützen Sie als Angehörige oder Betroffene in kostenlosen Gesprächen, in dem wir Hilfestellungen im Umgang mit Glücksspielproblemen sowie zur Schuldenberatung geben und an entsprechende Stellen weitervermitteln. Bei Bedarf können die Gespräche auch anonym durchgeführt werden. Wir führen ebenfalls kostenlose Schulungen für Multiplikator_innen durch, die wir an Ihre Bedürfnisse anpassen. Alle Unterstützungsangebote bieten wir mehrsprachig und bei Bedarf auch direkt vor Ort in Ihrer Einrichtung an. Kontakt Frühinterventionsprojekt Glücksspiel Urbanstraße 70 10967 Berlin Telefon: (030) 6 66 33 590 Funk: (0172) 37 88 016, (0172) 37 50 422 01.05.2019 ab 10:00 Uhr Muslim-Cup, Familien- und Sportfest in Strausberg von Islamic Relief, Mehr Infos: http://www.islamicrelief.de/mach-mit/muslim-cup/ 06.05.2019, 20:00 Uhr Sprachcafé Spezial, Kochen + Gemeinsames Iftar in den Räumlichkeiten von Inssan e.V., Gitschiner Str. 17, 10969 Berlin 10.05.2019, 19:00 Uhr Schulung "Psychosoziale Betreuung von Geflüchteten" mit anschließendem Iftar, in den Räumlichkeiten von Inssan e.V., Gitschiner Str.17, 10969 Berlin, Anmeldung unter wegweiser@inssan.de 18.05.2019, 19:00 UhrQueer feministisches Iftar nur für Muslim qtbpoc.. Anmeldung per Mail an qm@inssan.de, Ort wird nach Anmeldung bekanntgegeben. 29.05.2019, 19:00 Uhr Offenes Feministisches Iftar. Anmeldung per Mail an qm@inssan.de, Ort wird nach Anmeldung bekanntgegeben. 20.05.2019, 20:00 Uhr Sprachcafé Spezial, Kochen + Gemeinsames Iftar in den Räumlichkeiten von Inssan e.V., Gitschiner Str. 17, 10969 Berlin 15.06.2019, 18:00-22:00 Uhr Lange Nacht der Religionen (mit Workshop) in den Räumlichkeiten des DMZ, Drontheimer Str. 16, 13359 Berlin Kontakt Inssan e.V. Gitschiner Straße17 10969 Berlin Tel.: (030) 20 61 96 39 E-Mail: info@inssan.de Internet: http://www.inssan.de E-Mail: info@fip-gluecksspiel.de Webseite: http://www.fip-gluecksspiel.de (Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch, Russisch und Vietnamesisch) ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 29 __________________________________________________________________________ AFROPOLITAN BERLIN Programmauswahl Mai 2019 Freitag, 03.05.2019, 19:00 – 21:30 Uhr Millis Erwachen/Milli's Awakening Von und mit Dr. Natasha A. Kelly Filmscreening und Gespräch Teilnahme auf Spendenbasis Montag, 13.05.2019, 19:00 – 21:30 Uhr Dia Dos Pretos Velhos Zum brasilianischen Nationaltag zur Abschaffung der Sklaverei Interaktives Kultur Event – Jongo Rhythmus Teilnahme auf Spendenbasis Samstag, 18.05.2019, 13:00 – 16:00 Uhr Black, Brown and Vocal: Critical Feminism mit Felicia Lazaridou +++ BPoC only +++ Workshop Betrag: 5 Euro Mittwoch, 22.05.2019, 19:00 – 20:30 Uhr Let’s talk about…! Gesprächsgruppe mit Tebbi Niminde Nur für Schwarze Menschen und Menschen of Color Teilnahme auf Spendenbasis Infos zu allen Veranstaltungen unter: http://www.afropolitan.berlin Kontakt, Anmeldung und Infos Veranstaltungsort: AfroPolitan Berlin c/o Forum Brasil e.V. Möckernstraße 72 10965 Berlin Tel: (030) 780 960 54 E-Mail: info@afropolitan.berlin Internet: http://www.afropolitan.berlin AWO-BEGEGNUNGSZENTRUM Angebote im Mai 2019 Freitag, 03.05., 15:00-19:00 Uhr Bollywood-Zumba Fest mit viel Musik und Tanz Teilnahmegebühren 2.-€. Wir bitten um Anmeldung bei: Herr Block: 695 34 051 oder Filiz 695 35 613 Eine NKM Veranstaltung. Ort: Begegnungsstätte Falckensteinstraße 6, 10997 Berlin Mittwoch, 22.05., 11:00-13:00 Uhr Abschlussveranstaltung unserer Gesprächsreihe zu Demokratie und Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz – Was bedeuten die Leitwerte der AWO für uns? Mit AWO Bundesvorstandsmitglied Brigitte Döcker. Moderation: Ben Eberle. Ort. AWO Begegnungszentrum, Spiegelsaal Donnerstag, 23.05., 11:00-13:00 Uhr Arbeits- und Planungssitzung mit den Ehrenamtlichen Ort: AWO Begegnungszentrum, Spiegelsaal Dienstag, 28.05., 14:00-16:00 Uhr Erzähl-Café mit der Schreibgruppe „Rund um den Block“ unter Leitung von Katharina Ludwig in Kooperation mit Stadtteil- und Seniorenangebote Ort: AWO Begegnungszentrum, Café, EG Vorankündigung: Mittwoch, 12.Juni von 15:00-18:00 Uhr 1. SOMMERKONZERT im Garten des AWO BEGEGNUNGSZENTRUMS Kontakt AWO Begegnungszentrum Adalbertstraße 23A, 10997 Berlin Tel.: (030) 695 35 611 Susanne Koch, Migrantensozialdienst Tel.: (030) 695 35 619 E-Mail: susanne.koch@awoberlin.de Gemeinwesenarbeit: Filiz Müller-Lenhartz Tel.: (030) 695 35 613 E-Mail: f.mueller-lenhartz@awo-spree-wuhle.de Internet: http://www.begegnungszentrum.org ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 30 __________________________________________________________________________ Veranstaltungen 06.05., Forum: ENDSPIEL UM DIE MACHT Die Krise in Venezuela und ihre Folgen 04.05., öffentliches Fest: ANKOMMEN.BLEIBEN.TEILHABEN Willkommensbündnis für Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf feiert sein 5jähriges Bestehen Samstag, 04. Mai 2019, ab 14:00, im Park des Museums am Haus am Waldsee (https://hausamwaldsee.de) Argentinische Allee 30 14163 Berlin, U Krumme Lanke Mittlerweile fünf Jahre sind es her, seit am 7. Mai 2014 im Rahmen einer öffentlichen Versammlung im Rathaus Zehlendorf das Willkommensbündnis für Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf gegründet wurde. Von der anfänglichen Initiative vor allem zur unmittelbaren Unterstützung von Geflüchteten mit Kleidung und bei der Erstorientierung in der neuen Umgebung hat sich das seit der Zeit ausschließlich ehrenamtlich tätige Willkommensbündnis zu einer von hunderten von Freiwilligen getragenen Organisation entwickelt, die mit vielfältigen Angeboten zur Integration der hierhin geflohenen Menschen beiträgt. Dazu gehören neben Sprachkursen, Nachhilfe und Prüfungsvorbereitungen sowie die Vermittlung von Patenschaften u.a. sportliche Aktivitäten, Interkulturelle Kinotage, die Begleitung bei Behördengängen, die Unterstützung bei Rechtsfragen, beim Einstieg in das Berufsleben und nicht zuletzt bei der Wohnungssuche. Das Willkommensbündnis für Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf gehört zu den größten seiner Art nicht nur in Berlin, ist sehr gut vernetzt und stößt immer wieder auf großes Interesse von Fachleuten und Medien auch aus dem Ausland. Aus Anlass seines fünfjährigen Bestehens lädt das Willkommensbündnis für Flüchtlinge in SteglitzZehlendorf zu einem Fest ein, um gemeinsam mit unseren neuen Nachbarn bei Live-Musik, Tanz, Speisen und einem Kinderprogramm zu feiern, über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren und sich über Perspektiven für den solidarischen Zusammenhalt aller Menschen auszutauschen. Schirmherrin: Barbara John, ehemalige Integrationsbeauftragte des Berliner Senats. Kontakt Willkommensbündnis für Flüchtlinge in Steglitz-Zehlendorf, c/o DRK Berlin Südwest gGmbH Düppelstraße 36 12163 Berlin Tel.: (0176) 77 68 85 16 E-Mail: info@wikobuesz.berlin Internet: http://www.willkommensbuendnis-steglitzzehlendorf.de/ Montag, 06. Mai 2019, Beginn: 18:00 Uhr Endspiel um die Macht – die Krise in Venezuela und ihre Folgen Kleiner Sendesaal des Hauses des Rundfunks Masurenallee 8-14 14057 Berlin. U2 Theodor Heuss Platz; M 49 Eintritt frei. rbb-Inforadio und Lateinamerika-Forum Berlin e.V. laden Sie herzlich ein zum Forum mit Dietmar Ringel: Nach außen hin ist es ein gnadenloser Machtkampf zwischen Venezuelas Staatschef Maduro und Oppositionsführer Guaidó. Doch im Kern geht es um die Frage: Kann der Chavismus, kann das venezolanische Sozialismusmodell überleben? Gleichzeitig geraten Verbündete wie Kuba und Nicaragua unter enormen Druck. Sicherheitsberater von US-Präsident Trump nannte sie eine „Troika der Tyrannei“ und rief dazu auf, sie zu „zerbröckeln“. Das Gespräch wird moderiert von Dietmar Ringel. Am Podium nehmen teil: - Yasmin Fahimi/ MdB, SPD, Sprecherin Gesprächskreis Lateinamerika und Karibik - Dr. Claudia Zilla, Stiftung Wissenschaft und Politik - Raul Zelik, Publizist und Autor (angefragt) - Claudia Méndez, Studentin Otto-Suhr-Institut FU Berlin Das Podiumsgespräch wird vor Publikum aufgezeichnet und am 12. Mai, 11:05 – 12:00 im rbb-Inforadio gesendet. Eine Gemeinschaftsveranstaltung des rbbInforadio und dem Lateinamerika-Forum Berlin. Anmeldung: anmeldung@lateinamerikaforum-berlin.de Internet: http://www.lateinamerikaforumberlin.de/veranstaltung/endspiel-um-die-macht-diekrise-in-venezuela-und-ihre-folgen/ Kontakt Lateinamerika-Forum Berlin Bismarckstraße 101 10625 Berlin Tel.: (030) 832 96 37 Fax:(030) 894 09 329 E-Mail: kontakt@lateinamerikaforum-berlin.de Internet: http://www.lateinamerikaforum-berlin.de ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 31 __________________________________________________________________________ 09.05., Diskussion: MUSEEN UND RELIGION Im Spannungsfeld von Erinnerung und Wiedergutmachung Donnerstag, den 9. Mai 2019, 19:00 Uhr W. M. Blumenthal Akademie, Klaus Mangold Auditorium Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1 10969 Berlin (gegenüber dem Jüdischen Museum) Eintritt frei 09. bis 12.05: BLACK INTERNATIONAL CINEMA BERLIN 2019 09.-12. Mai 2019 XXXIV. 2019 Black International Cinema Berlin / "Footprints in the Sand?" ExhibitionBerlin Rathaus Schöneberg (city hall) John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Sprache: Englisch mit deutscher Simultanübersetzung Anmeldung und Information: https://www.jmberlin.de/museen-und-religion Sammlungsobjekte und selbst Gebäude von Museen tragen vielfältige Spuren religiöser Vergangenheit und Gegenwart. Der meist unsichtbare Zusammenhang zwischen musealen Objekten, ihrer religiösen Bedeutung und der jeweiligen kolonialen Geschichte erfordert, dass sich Museen kritisch und transparent mit ihren Sammlungen auseinandersetzen. Dazu müssen sowohl multiperspektivische Sichtweisen auf nationale Geschichten von Rassismus, Antisemitismus und Gewalt in den Fokus musealer Praxis rücken, als auch die Rückführung spiritueller Artefakte, die als koloniale und nationalsozialistische Raubkunst erworben wurden. Diese aktuellen Anforderungen diskutieren die Kuratorinnen Jisgang Nika Collison (Haida Gwaii Museum, Haida Nation & Canada) und Léontine Meijer-van Mensch (Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen). Moderation: Sharon Macdonald (CARMAH, Humboldt-Universität zu Berlin) In Kooperation mit der Eberhard Karls Universität Tübingen und der University of Toronto, mit Unterstützung der Humboldt-Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung “Nur wenn Löwen Geschichtsschreiber haben, werden Jäger keine Helden mehr sein.” Afrikanisches Sprichwort A COMPLEXION CHANGE Transnational & Intercultural Diplomacy An International Media Project (UNESCO, 2011) Vom 9.-12. Mai 2019 präsentiert Fountainhead® Tanz Théâtre im Rathaus Schöneberg, unter der Leitung von Prof. Donald Muldrow Griffith, zum 34. Mal das interkulturelle und transnationale Festival Black International Cinema Berlin zusammen mit der Ausstellung "Footprints in the Sand?" ExhibitionBerlin. Das diesjährige Festival findet unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission und in Kooperation mit Frau Dr. Lisa Rüter, Integrationsbeauftragte des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg, statt. Gezeigt werden Filme aus Afrika, der afrikanischen Diaspora und Beiträge mit interkultureller und internationaler Thematik. In diesem Jahr kommen die Filme aus Ghana, Kanada, den USA, Deutschland, Israel, Madagaskar, Iran, Frankreich, Ungarn, Italien, Namibia, Kuba und Ruanda. Neben den Filmbeiträgen werden Seminare und die Ausstellung "Footprints in the Sand?" ExhibitionBerlin präsentiert. Black International Cinema Berlin ging hervor aus dem historischen von Fountainhead® Tanz Théâtre 1986 erstmals in Europa produzierten Black Cultural Festival, eine dreiwöchige Veranstaltung in Berlin, die durch Film, Theater, Tanz, Musik, Workshops und Seminare die Beiträge Schwarzer Menschen zur Weltkultur prä______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 32 __________________________________________________________________________ sentierte und eine Hommage an den legendären Steptänzer Carnell Lyons war. "Descending before Ascending..." Ungerechtigkeit wird von einzelnen Menschen und Gruppen aus verschiedenen Perspektiven erlebt. Die Unternehmungen des Fountainhead® Tanz Théâtre/Black International Cinema Berlin sind seit vielen Jahren der Absicht gewidmet, diese und andere Anliegen zu thematisieren, indem sie visuelle, geschriebene, gesprochene und physische Medizin bereithalten, um der bisweilen zunehmenden Frustration von NachbarInnen und FreundInnen sowie von näheren Bekannten und entfernten Mitmenschen und Gruppen ein heilsames Mittel entgegenzusetzen. A Complexion Change (Ein Wandel im Erscheinungsbild) ist Teil eines historischen Vorgangs, der durch positive und negative Beteiligungen von Einzelpersonen, Unternehmen und Ländern seit vielen Jahren und Jahrhunderten hervorgerufen wird. Wir und viele andere haben die psychologischen, sozialen und wirtschaftlichen Anliegen vieler durch visuelle Inspirationen, Bildung und anderes auf lokaler, nationaler und weltweiter Ebene angesprochen und werden dies auch fortsetzen, wie es das 1986 gegründete jährliche Black International Cinema Berlin beabsichtigt. Vielen Dank, dass Sie unsere Bemühungen und Bestrebungen teilen und willkommen zum XXXIV. Black International Cinema Berlin 2019. Prof. Donald Muldrow Griffith, Fountainhead® Tanz Théâtre/Cultural Zephyr e.V., April 2019 Kontakt Informationen und Programm: Internet: http://www.black-internationalcinema.com/BIC19/bic_19.html E-Mail: bicdance@aol.com Mottos: "I may not make it if I try, but I damn sure won't if I don't..." - Oscar Brown Jr. "Mankind will either find a way or make one." - C.P. Snow "Whatever you do..., be cool!" - Joseph Louis Turner "Yes, I can...!" - Sammy Davis Jr. "Yes, We can...!" - Barack Hussein Obama "Yes, we can and Yes, we better…" - Barack Hussein Obama und Donald Muldrow Griffith 12.05., 70 Jahre Luftbrücke: FEST DER LUFTBRÜCKE AUF DEM FLUGHAFEN TEMPELHOF 12.05.2019, 12:00 bis 19:00 Uhr Eintritt frei Feiern und Erinnern – ein Fest für die ganze Familie in den Hangars und auf dem Vorfeld Vor 70 Jahren, am 12. Mai 1949, endete die am 24. Juni 1948 verhängte Berlin-Blockade der Sowjetunion. West-Berlin konnte wieder über den Landweg versorgt werden, und die legendäre Luftbrücke u.a. der Amerikaner, Briten und Franzosen wurde überflüssig. Das Land Berlin feiert dieses wichtige historische Ereignis 70 Jahre danach, am 12. Mai 2019, mit einem großen Fest der Luftbrücke auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Internet: https://www.fest-der-luftbruecke.de/ 20.05., Buchvorstellung und Diskussion: ANTIMUSLIMISCHER POPULISMUS Rechter Rassismus in neuem Gewand Buchvorstellung mit Alexander Häusler Podiumsdiskussion mit Alexander Häusler, Sanem Kleff, Nina Mühe und Aiman Mazyek. Montag, 20. Mai 2019, von 17.30 bis 20.00 Uhr Ort: Taz Kantine, Friedrichstraße 21, 10969 Berlin Der antimuslimische Populismus ist ein wichtiger Treibstoff für den Rechtspopulismus in Deutschland und Europa. Dabei dient der Islam als Projektionsfläche für Feindbildkonstruktionen, die bis in die Mitte der Gesellschaft hinein Wirkung entfalten. Sie sind Ausdruck einer neuen Form des Rassismus, in der die tatsächliche oder auch nur zugeschriebene religiöse Zugehörigkeit zum Islam ethnisiert wird. Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler widmet sich in seinem Vortrag diesen öffentlichkeitswirksamen Kampagnen gegen eine „schleichende Islamisierung“ oder eine „kulturelle Landnahme“. Er stellt die gesellschaftliche Verbreitung antimuslimischer Ressentiments dar, ebenso wie die zentralen Merkmale und aktuellen Ausdrucksformen des antimuslimischen Populismus. Anschließend diskutiert Alexander Häusler gemeinsam mit Nina Mühe von der Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit CLAIM, Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, und Sanem Kleff, der Direktorin von Schule ohne Rassismus – ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 33 __________________________________________________________________________ Schule mit Courage, auf dem Podium über antimuslimischen Populismus. Das Podiumsgespräch moderiert der taz-Journalist Pascal Beucker. Im Anschluss an die Buchvorstellung gibt es ein come together mit Snacks und Getränken. Anmeldung auf: https://www.schule-ohnerassismus.org/antimuslimischerpopulismus/ Weitere Informationen gibt es hier: https://www.schule-ohnerassismus.org/fileadmin/Benutzerordner/PDF/Rundmails/Flye r_Antimuslimischer_Populismus.pdf - Dr. Irene Mihalic, Mitglied des Bundestages, innenpolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Prof. Dr. Vanessa Salzmann, Fachbereich Polizeiwissenschaften an der FH für Öffentliche Verwaltung NRW Das Gespräch moderiert Heike Kleffner, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Weitere Informationen und http://www.bpb.de/nsu-monologe Anmeldung unter: Kontakt Kontakt für organisatorische Rückfragen: 20.05., Bühnenstück und Podiumsdiskussion: DIE "NSU-MONOLOGE" Montag, 20. Mai 2019, 16-18:00 Uhr Die "NSU-Monologe" Theateraufführung mit Podiumsdiskussion Estrel Congress Center Berlin Sonnenallee 225 12057 Berlin Labconcepts GmbH Sarah Bühring Tel.: (0228) 249 811 5 E-Mail: nsu-monologe@labconcepts.de Teilnahme kostenlos Anmeldung unter: http://www.bpb.de/nsu-monologe Für 2019 sind weitere Aufführungen in Hamburg und Leipzig geplant. Bei all der Berichterstattung über den so genannten Nationalsozialistischen Untergrund stand eines oft im Hintergrund: das Leid der Opfer. Die "NSU-Monologe" sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, das die Geschichten dreier Familien erzählt, deren Angehörige vom "NSU" ermordet wurden. Mal behutsam, mal fordernd liefern sie intime Einblicke in ihren Kampf um Anerkennung der Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von abwertenden Ideologien aktueller denn je. Wir möchten Sie einladen, die Perspektive der Betroffenen kennenzulernen und sich dem Schmerz, der Wut, aber auch der Willensstärke und dem Mut der Hinterbliebenen Elif Kubasik, Adile Simsek und Ismail Yozgat zu stellen. Im Anschluss an die Aufführung findet ein Podiumsgespräch statt. Es diskutieren: - Seda Basay-Yildiz, Anwältin eines der Opfer - Stephan J. Kramer, Verfassungsschutzpräsident Thüringens ______________________________________________________________________________________________________ Mai 2019, Nr. 164 BERLIN INTERNATIONAL Seite 34 __________________________________________________________________________ Neuerscheinung: Veröffentlichungen Internet-Tipps Neue Veröffentlichung: PREKÄR IN BERLIN Zusammenhänge zwischen Arbeitsmarktintegration und Wohnungsnotfällen bei EU-Zugewanderten Christian Pfeffer-Hoffmann (Hrsg.), März 2019 248 Seiten ISBN 978-3-86387-950-1 Internet: https://minorkontor.de/prekaer-in-berlin/ Berlin sieht sich mit einer steigenden Wohnungs- und Obdachlosigkeit konfrontiert. Offizielle Statistiken gibt es bisher nicht, aktuellen Schätzungen zufolge leben jedoch in Berlin ca. 4.000 bis 6.000 Menschen auf der Straße (Caritas 2018a). Geschätzt 40.000 weitere Personen verfügen über keine Wohnung (Berliner Stadtmission 2018a). EU-Zugewanderte sind von diesen in besonderem Maße betroffen. Welche Zusammenhänge bestehen bei EU-Zugewanderten zwischen ihrer Arbeitsmarktintegration und dem Risiko der Wohnungslosigkeit? Um dieser Frage nachzugehen, werden in diesem Buch zahlreiche Faktoren beleuchtet, die zur Prekarität der Arbeits- und Wohnverhältnisse von EU-Bürgerinnen und EUBürgern beitragen. Anschließend werden Handlungsempfehlungen zur Prävention von prekärer Arbeit und von Wohnungsnotfällen gegeben. ANTIMUSLIMISCHER POPULISMUS Antimuslimischer Populismus ist der Treibstoff des Rechtspopulismus in Deutschland und Europa. Der Islam dient dabei als Projektionsfläche für Feindbildkonstruktionen, die bis in die Mitte der Gesellschaft hinein Wirkung entfalten. Sie sind Ausdruck einer neuen Form des Rassismus, in der die tatsächliche oder auch nur zugeschriebene religiöse Zugehörigkeit ethnisiert wird. In dem neuen Baustein ‚Antimuslimischer Populismus. Rechter Rassismus in neuem Gewand‘ stellt der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler zentrale Merkmale und aktuelle Ausdrucksformen des antimuslimischen Populismus dar. In der Publikationsreihe Bausteine werden von Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen und Publizist*innen pädagogische und gesellschaftspolitische Aspekte der Frage diskutiert, wie eine dem Schutz der Würde aller Menschen verpflichtete Schule verwirklicht werden kann. Internet: https://courageshop.schule-ohnerassismus.org/detail/index/sArticle/144/sCategory/11 Download: http://www.schule-ohnerassismus.org/fileadmin/Benutzerordner/PDF/Publikationen_ _als_pdf_/Baustein_7_web.pdf https://minor-kontor.de/wpDirekter Download: content/uploads/2019/04/Minor_GAB_Prek%C3%A4rin-Berlin_web_2019.pdf Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung gemeinnützige GmbH Alt-Moabit 73, 3.Hof/ 4. OG 10555 Berlin Emilia Fabiańczyk E-Mail: e.fabianczyk@minor-kontor.de Tel.: (030) 39 74 42 27 Fax: (030) 36 75 19 69 Internet: http://www.minor-kontor.de ______________________________________________________________________________________________________
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