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Periodical volume

Full text: Berlyñ international Issue 115.2014

09/14

international Nummer 115
DER NEWSLETTER

DER

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der interkulturelle Kalender für 2015 liegt jetzt vor und kann bestellt oder abgeholt werden. Als DIN-A-3-Poster hat sich der interkulturelle Kalender über
viele Jahre hinweg seinen festen Platz erobert in Schulen, Büros, Behörden,
Firmen oder auch Privatwohnungen.

Erstmalig gibt es ihn auch in einer elektronischen Version, mit der er in Outlook oder auf Tablet und Smartphone eingebunden werden kann (Seite 4).

Ihre Redaktion
BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 30.09.2014.
Redaktionsschluss für die Ausgabe Oktober 2014 (Nr. 116) ist der 24.09.2014.
IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum der Beauftragten des Senats von Berlin für
Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf
Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen
1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN
INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung mit Quellenangabe erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, AL III 22; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax:
9017-2320, Martina Gembus, III A 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 29.08.2014 [1.814 | Jahrgang 31]

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat September

September 2014, Nr. 115
BERLIN INTERNATIONAL
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Nachrichten aus dem Haus, Berlin und den Bezirken
Interkultureller Kalender 2015 erschienen - jetzt auch fürs Smartphone
03. bis 29.09: „Wir sind Neukölln! Engagierte Einwanderer/innen im Portrait“
Wanderausstellung im Büro der Integrationsbeauftragten zu sehen
„Drei Jahre Partizipations- und Integrationsgesetz – und wie weiter?" –
Bund und Länder ziehen bei Fachtagung positive Zwischenbilanz
Die Stimmen der Bilder Ausstellungsprojekt des Kollektiv migrantas
Nachrichten aus dem IQ Netzwerk Berlin
Öffnungszeiten der Dienststelle der Berliner Integrationsbeauftragten
Berlin erprobt Anonymisierte Bewerbungsverfahren
Ab 13.10., Diversity-Fortbildungsreihe der LADS: „Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierung“
10.09., Neukölln: Interkultureller Seniorentag 2014
07.09. bis 01.10.: Interkulturelle Tage in Marzahn-Hellersdorf 2014
13.09., Reinickendorf: 2. Begegnungsfest – „Brücken bauen und Türen öffnen“

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Aus dem Landespressedienst
Verfassungsschutzbericht 2013
Berliner Gedenktafel für Mod Helmy
Senat plant ressortübergreifende Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung
„Los geht„s! Der erste Schultag“- Ein Ratgeber für Eltern
„Gewalt hat keinen Wert. Du schon.“ Dokumentation über den Wertedialog erschienen
Jugend-Demokratiefonds Berlin fördert weitere Beteiligungsprojekte
Antragsrunde 2014 Erasmus+: Berliner Schulen schneiden erfolgreich ab
Innensenator Henkel: Kein Platz für Antisemitismus in Berlin
Al-Quds-Demonstrationen – Wowereit mahnt friedlichen Protest an
Innensenator Frank Henkel: Meinungsfreiheit friedlich nutzen, nicht missbrauchen!
Wowereit zum muslimischen Zuckerfest
70. Jahrestag des Warschauer Aufstandes. Böhning vertritt Berlin in Polen
Projektförderungen für Literaturvorhaben im Jahr 2015 ausgeschrieben. Frist: 02.10.2014
"Bildung und Integration im Quartier": Projektideen für das Förderprogramm gesucht! Frist: 14.09.2014
Nach Brand in Moschee-Anbau: Henkel zu neuen Ermittlungserkenntnissen

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Anfragen an den Senat
„Antisemitische Delikte“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite

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Aus Europa, Bund und Ländern
Berliner Europaportal
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Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF): Startschuss für Projektanträge verzögert
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MobiPro-EU: Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen Frist: 30.09.2014
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Programm gestartet: „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“
Aufforderung zur Interessenbekundung. Frist: 30.09.2014
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BAMF: 77.109 Asylanträge im ersten Halbjahr 2014/ 19.431 im Juli 2014
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Aydan Özoğuz zu den Einbürgerungszahlen: Das können wir besser!
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EuGH-Urteil zum Nachzug türkischer Ehegatten: Deutsche Sprachkenntnisse keine Voraussetzung für
Visumerteilung - Regelung zu pauschal
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Neue Regelungen zum Asylverfahren und zur Optionspflicht: Bundestag beschließt Gesetzentwürfe
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Studie: Soziale Absicherung von Drittstaatsangehörigen in Deutschland
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SVR: Deutschland ist Europas absoluter Spitzenreiter bei der Blue Card
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Gutachten: Delinquenz ist keine Frage der Herkunft
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21.09. bis 27.09, bundesweit: Interkulturelle Woche 2014
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Initiativen
Wettbewerb 2014: „Aktiv für Demokratie und Toleranz“. Einsendeschluss: 26.09.2014
Mete-Ekşi-Preis, Ausschreibung 2014. Frist: 10.10.2014
Ausschreibung: MEET UP! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen. Frist: 15.10.2014
Workshops/ Tagungen
06.-08.10., Mannheim: 5. Bundesfachkongress Interkultur. Motto: „Heimat bewegen“
10.09., Abschlusskonferenz: “Language Interpreter Training as a Stepping Stone to Work” (LITSSW).
Internationale Abschlusskonferenz des EU-geförderten Projekts. Anmeldefrist: 03.09.2014
12.09., Tagung: „Die Ware Mensch: Menschenhandel in Europa". Anmeldefrist: 11.09.2014
01.10.2014, Fachgespräch: Kinderschutz und Familienkonflikte mit Auslandsbezug
und die Haager Übereinkommen“. Anmeldung bis: 23.09.2014
06.10.,LISUM: „Neuanfang in Berlin“ - Einladung zum 4. Fachtag Roma. Anmeldefrist: 24.09.2014
07.10., Tagung: Bildungsaufbruch! Handlungsstrategien zur gleichberechtigten Teilhabe
von Sinti und Roma in Deutschland. Meldefrist: 08.09.2014
14.10., Fachtagung Sprach- und Integrationsmittler_innen : Mehr verstehen, besser zusammenleben
30.10., Fachtag: Elternarbeit mit Roma-Familien.
Erfahrungen, Erkenntnisse und Herausforderungen. Anmeldung bis: 23.10.2014
November 2014: Junge Islam Konferenz Berlin –
Changemaker zwischen 17 und 23 Jahren gesucht. Bewerbungsschluss: 10.09.2014
24.11., Fachtag: Migrant_innenjugendselbstorganisationen im Spannungsfeld
von hohem Engagement und geringer Anerkennung
Qualifizierungen
HWR-Zertifikatsstudium: Europäisches Fördermittelmanagement – PROFESSIONAL. Frist: 15.09.2014
UBIF – Unterstützung der beruflichen Integration von jungen bleiberechtigten,
asylsuchenden oder geduldeten Flüchtlingen
Gründungsberatung: ExisMi – Netzwerk ethnischer Ökonomie
Zertifizierungskurs: Pädagogischer Assistent - Ihr Arbeitsplatz in der Schule. Start: Anfang September
Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen – PBF im Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e. V.
Start: 03.09.2014 – noch freie Plätze
08.09., AWO-Adalbertstraße: Antragsdeutschkurs. „Amtsdeutsch, Behördensprache, Kauderwelsch…“
FrauenComputerZentrumBerlin e.V.: Aktuelle Social Media-Fortbildungen. Startworkshops: 10.09.2014
SOR-SMC-Veranstaltungen/ Fortbildungen im September 2014

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Aus Projekten und Vereinen
KKH e.V.: Neue Anlaufstelle gegen Spielsucht ab 1. September 2014
TUH e.V.: Zielgruppenorientierter Verbraucherschutz für MigrantenProgrammschwerpunkte
Das EU-Projekt L2 Paths: Der Weg zu einer professionellen Sprachberatung
Gesicht Zeigen! Veranstaltungen im September
14.09., die gelbe Villa: Familienfest International
Bayouma-Haus: Programm September 2014
AWO-Begegnungszentrum: Monatsprogramm September 2014

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Veranstaltungen
09.09., Generation „koscher light“: Junge russischsprachige Juden in Berlin – Lesung u. Gespräch
12. bis 21.09.: Berliner-Engagement-Woche 2014
16.09., zum 3. Mal: Der Berliner WELTLITERATURSALON
Stadtteilführungen Neukölln und Wedding im September 2014: „Route 44“ sowie „Route 65“

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Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Studie: Abwanderung von Türkeistämmigen
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Publikation der Bertelsmann Stiftung: Vielfältiges Deutschland
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BAMF:
Projektjahrbuch 2013 erschienen
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FES-Veröffentlichung: Haushaltsnahe Dienstleistungen durch Migrantinnen
in Familien mit Pflegebedürftigkeit und zwei weitere Tipps ab Seite
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Nachrichten aus dem Haus,
Berlin und den Bezirken
INTERKULTURELLER KALENDER 2015 JETZT AUCH FÜRS SMARTPHONE
Interkulturelle Kompetenz für das ganze Jahr: Der interkulturellen Kalender für 2015 liegt jetzt vor. Erstmalig
gibt es ihn auch in einer elektronischen Version, mit der
er in Outlook oder auf Tablet und Smartphone eingebunden werden kann.

Gegen eine Schutzgebühr von 0,50 € pro Exemplar
ist der Interkulturelle Kalender 2015 erhältlich bei
der
Beauftragten des Senats
für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin
Tel.: (030) 9017 2357 oder 9017 2322
Fax: (030) 9017 2320
E-Mail: Integrationsbeauftragte@intmig.berlin.de
Außerdem steht der Kalender auch wieder auf den Internetseiten der Integrationsbeauftragten als Download
bereit unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/kalender/ind
ex.html
Dort finden Sie auch eine barrierefreie Vorleseversion
des Kalenders.
Neu ist in diesem Jahr eine elektronische Version des
Kalenders, der damit in Outlook, Smartphone oder Tablet eingebunden werden kann.
Der entsprechende – kostenlose - Download wird ebenfalls auf der Internetseite angeboten.

03. bis 29.09:
Interkulturelle Kompetenz für unterwegs:
Der Interkulturelle Kalender 2015 auf dem iPad. (Foto: Fred Vollmer)

Als DIN-A-3-Poster hat sich der interkulturelle Kalender
über viele Jahre hinweg seinen festen Platz erobert in
Schulen, Büros, Behörden, Firmen oder auch Privatwohnungen. In dieser Druckversion gibt es ihn natürlich
weiterhin.
Zusammengestellt hat den Kalender wieder Frau Gertrud Wagemann, die auch das Konzept lieferte und jedes Jahr die Termine recherchiert.
Herausgegeben wird der Kalender von der Berliner Integrationsbeauftragten. Monika Lüke hält ihn in unserer
Einwanderungsgesellschaft als Planungshilfe und rasche Übersicht für unverzichtbar: „Auf herkömmlichen
Kalendern finden sich die Termine und Festtage zumeist nicht. Unsere Gesellschaft ist aber vielfältig geworden; wir setzen uns mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen und religiösen Bekenntnissen auseinander; wir leben im Alltag mit ihnen. Viele sind neugierig auf die religiösen und weltlichen Festtage, die das
Jahr quer durch die Nationalitäten und Kulturen unserer
Umgebung bestimmen. Sie finden auf dem Interkulturellen Kalender nicht Exotik sondern eine praktische
Orientierungshilfe - ein Stück interkulturelle Kompetenz
für den Hausgebrauch eben.“

„WIR SIND NEUKÖLLN! –
Engagierte Einwanderer/innen im Portrait“

Wanderausstellung im Büro
der Integrationsbeauftragten zu sehen
Noch vielfach unterschätzt ist das persönliche Engagement, mit
dem sich Migrantinnen
und Migranten in lokalen Netzwerken einbringen, sich ehrenamtlich betätigen. Dabei sind seit mehreren
Jahren auch Migrantenorganisationen wie
etwa der Türkische
Bund als Träger des
Freiwilligen
Sozialen
Jahres (FSJ) anerkannt.

Für Berlin ist es heute
eine
Selbstverständlichkeit, dass Menschen quer durch die
ethnischen, kulturellen
oder religiösen Hintergründe vor Ort aktiv sind.

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Beispiel Neukölln:
Neukölln ist ein bunter Bezirk. Geprägt ist er auch von
einem regen zivilgesellschaftlichen Engagement im Alltag von vielen Menschen, die sich für andere einsetzen,
in Vereinen mittun, Initiativen gründen, die gemeinsam
etwas auf den Weg bringen. Die Ausstellung „Wir sind
Neukölln!“ zeigt Neuköllner Einwanderer/innen, die gesellschaftlich engagiert sind und ihr Lebensumfeld bewusst gestalten, z.B. eine Schülervertreterin; die Gründerin eines ehrenamtlichen Beratungsangebotes für
Frauen in Not; einen jungen Vereinsvorstand, der sich
mit seinem herkunftsübergreifenden Verein für Chancengerechtigkeit in der Bildung einsetzt.
Berlins Integrationsbeauftragte Monika Lüke zeigt einen
Teil der vielfältigen Initiativen jetzt im Rahmen einer
Ausstellung in ihren Diensträumen in der Potsdamer
Straße:
„Die Ausstellung ist Gelegenheit, sich einmal die vielen
Veränderungen vor Augen zu führen, die in den vergangenen Jahrzehnten unsere Gesellschaft geprägt
haben“, so Monika Lüke. „Sie ist vielfältiger geworden
durch die Einwanderung. Gerade eine Großstadt wie
Berlin profitiert von ihrer Vielfalt, schöpft daraus ihre
Attraktivität und gewinnt neue Potenziale. Mehr und
mehr entwickelt sich ein Mosaik unterschiedlicher Kulturen in der Stadt, die sich gegenseitig beeinflussen.
Die so genannte „Interkulturelle Öffnung“ ist in der Praxis viel weiter als viele es wahrhaben wollen. Das Engagement der in der Ausstellung gezeigten Personen
ist dafür ein guter Beleg.“
Entwickelt und erstellt hat die Ausstellung das Beteiligungsbüro „Mitreden in Neukölln“. Diese Einrichtung
des Nachbarschaftsheims Neukölln e.V. wendet sich an
Neuköllnerinnen und Neuköllner mit Migrationshintergrund. „Mitreden in Neukölln“ begleitet und berät sie bei
ihrem gesellschaftlichen Engagement und bei ihrer politischen Partizipation.
Die Idee zur Ausstellung hatte Annette Wallentin (Leitung), konzipiert wurde sie von ihr gemeinsam mit den
Team-Kollegen Mohammed Nasser und Philipp Möller.
Philipp Möller hat auch die Interviews geführt und die
Fotos aufgenommen. Das Ausstellungsdesign entwickelte die Grafikerin Bettina Kubanek.
Bei ihrer Arbeit, so die Ausstellungsmacher/innen, lernten sie immer wieder besondere Menschen kennen,
deren gesellschaftliches Engagement sie sehr beeindruckte: „Sie bringen Dinge auf den Weg, die es ohne
ihr Engagement nicht geben würde. Irgendetwas ist
ihnen nicht egal, irgendetwas wollen sie anders haben.
Sie glauben, dass sich etwas verändern lässt. Und
zwar indem sie nicht auf ‚die da oben„ warten oder auf
ein Wunder, sondern viel mehr selber Hand anlegen
und aktiv werden.“
Dies anderen zu vermitteln, ist das Anliegen der Ausstellung.

Die Erstellung der Ausstellung wurde gefördert durch
das Bundesministerium des Inneren im Rahmen des
Modellprojektes „Neukölln Gemeinsam Gestalten“ und
durch die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Berlin.
„Wir sind Neukölln!
Engagierte Einwanderer/innen im Portrait“
Ausstellungseröffnung
am 3.September 2014 um 10.00 Uhr
Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin.
Anschließend ist die Ausstellung noch bis zum
29.09.2014 in den Diensträumen der Beauftragten für
Integration und Migration zu sehen.
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi 9.00 bis 15.00 Uhr,
Do 9.00 bis 18.00 Uhr.
Fr 9.00 bis 14.00 Uhr

Foto: Veranstalter

„DREI JAHRE PARTIZIPATIONSUND INTEGRATIONSGESETZ –
UND WIE WEITER?" –

Bund und Länder ziehen bei Fachtagung
positive Zwischenbilanz
Drei Jahre nach Verabschiedung des Berliner Partizipations- und Integrationsgesetzes zogen Integrationspolitiker/-innen aus den Ländern und dem Bund sowie Experten/-innen aus mehreren Landesverwaltungen heute
eine erste Bilanz. Die Senatorin für Arbeit, Integration
und Frauen, Dilek Kolat, hatte gemeinsam mit der Berliner Integrationsbeauftragten Monika Lüke zu der
Fachtagung am 02.07.2014 in das Berliner Abgeordnetenhaus geladen. Eröffnet wurde sie vom Präsidenten
des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland, Senatorin Dilek Kolat und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoğuz.

Das Land Berlin hatte im Dezember 2010 als erstes
deutsches Bundesland das Partizipations- und Integrationsgesetz verabschiedet, um die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten auf eine rechtliche Grundlage
zu stellen. Wichtiges Ziel war die interkulturelle Öffnung
der Institutionen: Zum einen bedeutet sie, dass der Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund im öf-

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fentlichen Dienst entsprechend ihrem Anteil an der Berliner Bevölkerung erhöht werden soll, zum anderen soll
die Berliner Verwaltung sich stärker auf die vielfältig
zusammengesetzte Bevölkerung einstellen und die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiter/-innen fördern.
Dilek Kolat (Foto rechts),
Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen: „Ziel
des Gesetzes war und ist,
die interkulturelle Öffnung
auf allen Ebenen voranzubringen. Nach drei Jahren lässt sich sagen, dass
wir diesem Ziel in den
letzten Jahren ein ganzes
Stück näher gekommen
sind. Das Partizipationsund Integrationsgesetz hat
Berlin vielfältiger gemacht
und die Berlinerinnen und
Berliner näher zusammengebracht – ganz egal woher
sie, ihre Eltern oder ihre Großeltern kommen. Die deutliche Zustimmung der Berliner Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund zu einer interkulturellen Stadt
ist jedenfalls der beste Beweis dafür.“
Aydan Özoğuz,
(Foto links) die
Beauftragte der
Bundesregierung
für
Migration,
Flüchtlinge und
Integration
bescheinigte, dass
den Weg bisher
nur wenige gegangen seien, integrationspolitische Ziele gesetzlich zu
verankern. „Mir zeigt der Berliner Vorstoß: In der Stadt
gibt es einen ganz besonderen politischen Willen, die
gesellschaftliche Teilhabe und Integration zu fördern.“
Sie sei sehr gespannt auf die Ergebnisse, wie sich die
Änderungen von Landesgesetze und Verordnungen –
wie etwa das Sportförderungs- oder das Bestattungsgesetz – auf die Lebenswirklichkeit der Menschen ausgewirkt hat.

DIE STIMMEN DER BILDER

Ausstellungsprojekt des Kollektiv migrantas
Aus den unterschiedlichsten Gründen kommen Menschen nach Berlin. Die Suche nach einem Arbeitsplatz,
die Hoffnung auf Aufnahme als Flüchtling, die Liebe
oder ganz einfach der Zufall der Geburt führen Menschen hierher und machen sie zu Berlinerinnen und
Berlinern. Berlins Integrationsbeauftragte Monika Lüke
möchte die Beweggründe jetzt einfangen und in einer
Ausstellung zusammenfassen.
„Die Stimmen der Bilder“ heißt das Projekt, das von
den Künstlerinnen des Kollektiv migrantas entwickelt
und durchgeführt wird. Nicht nur in Berlin sind Florencia
Young und Marula Di Como vom Kollektiv migrantas
bekannt durch ihre prägnanten Piktogramme zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Wichtig ist ihnen, dass
sie nicht einfach ihre eigenen Vorstellungen umsetzen,
sondern dass immer vorher in Workshops oder Mitmachaktionen Personen an den Aktionen beteiligt werden. Aus den unterschiedlichen Ergebnissen dieser
Beteiligungen konzipieren die migrantas-Künstlerinnen
dann ihre Plakatmotive oder Ausstellungen.
Monika Lüke hofft, dass die aktuelle „urbane Aktion“
von migrantas beitragen wird, die Vielfalt der Stadt und
ihrer Einwohner widerzuspiegeln: „Die Frage der Identität bewegt sicher jeden von uns: Was macht diese
Identität eigentlich aus? Wie bewege ich mich in unterschiedlichen Kontexten? Muss ich mich auf eine Identität reduzieren lassen? Sitze ich sonst gefangen ‚zwischen zwei Welten„ oder ‚zwischen den Kulturen„, wie
es manchmal herablassend-mitleidig heißt? Florencia
Young und Marula Di Como wissen, wie sich die Vielfalt
des Lebens in der Stadt, die Vielfalt der persönlichen
Erfahrungen und kulturellen Ansätze der Berlinerinnen
und Berliner künstlerisch verdichten lassen, um letztlich
Vorurteile und Klischeebilder aufzubrechen. Ich wünsche mir, dass diese Initiative auch die Zusammengehörigkeit unserer Gesellschaft stärkt, die Bindung zwischen Berlin und seinen Einwohnern egal welcher Herkunft festigt. Ich freue mich auf die Resonanz, die die
Aktion hoffentlich hat.“

An den verschiedenen Foren der Fachtagung nahmen
Vertreter des Integrationsbeirats und Berliner Abgeordnete aus dem Fachausschuss für Integration teil. Ein
Vertreter aus Nordrhein-Westfalen berichtete über Erfahrungen mit dem dort inzwischen in Kraft getretenen
Gesetz. Im Resümee der Tagung forderte die Integrationsbeauftragte Monika Lüke die Einrichtung einer Koordinierungsstelle, um andere Verwaltungen bei der
Umsetzung des Gesetzes besser zu unterstützen.
Weitere Informationen zum Berliner Partizipations- und
Integrationsgesetz unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/partizipationsgesetz_berli
n.html
Fotos (2): Ariadne an der Spree

In den zurückliegenden Wochen hatten die Berlinerinnen und Berliner oder auch die Besucher/innen der
Stadt Gelegenheit, ihr persönliches Statement abzugeben: „Ich bin hier, weil ...“.

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Vom 21. Juli bis 3. August 2014 hingen großformatige
Stadtbanner mit Piktogrammen von migrantas an vier
Standorten in Berlin. Die leeren Sprechblasen auf den
Bannern luden dazu ein, eigene Antworten einzubringen.
Die Ergebnisse dieser urbanen Aktion sollen in einer Ausstellung im Rahmen des Internationalen
Tags der Menschenrechte am 10.12.2014 gezeigt
werden.
Die Standorte der Aktion waren: Invaliden-/Ecke Brunnenstraße, Stralauer Straße, Ecke Alexanderstraße
Warschauer Straße 59 und die Bernauer Straße, vis-àvis des Mauerparks.
Internet: http://www.migrantas.org
Foto : Kollektiv migrantas

IQ Netzwerk Berlin
Aufruf zur Interessenbekundung
Frist: 12.09.2014

Das IQ Netzwerk Berlin plant eine Ausweitung ab
01.01.2015. Es werden Projektvorhaben zur Umsetzung von
„Qualifizierungen
im Kontext der Anerkennungsgesetze“
für einen Förderzeitraum von 2015-2018 gesucht.
Interessenbekundungen können bis zum
12. September 2014
eingereicht werden. Weitere Informationen erhalten Sie
unter http://www.berlin.netzwerk-iq.de/

Anerkennungsberatung
im IQ Netzwerk:

Eine Zwischenbilanz für 2014
Die Bereitstellung von Begleitstrukturen im Rahmen der
beruflichen Anerkennung ist eine Kernaufgabe des
Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung –
IQ“. Aus diesem Grunde sind seit 2012 insgesamt fünf
Träger im IQ Netzwerk Berlin damit beauftragt, Fachberatung zu den Möglichkeiten der beruflichen Anerkennung sowie Begleitung durch die Anerkennungsverfahren für Personen, die Ihre Qualifikation im Ausland erworben haben, anzubieten.
Hier wird unter anderem geklärt, wie die möglichen Anerkennungsverfahren aussehen, welche Stellen zuständig sind und wie die möglichen Ergebnisse des
Verfahrens aussehen können. Auch Personen, die ihr
Anerkennungsverfahren bereits durchlaufen haben,
können in den Beratungsstellen des IQ Netzwerks Berlin zum weiteren Vorgehen beraten werden.
Steigende Anzahl von Beratungen
Von Januar bis Juni 2014 wurden insgesamt 1155 Personen in den vier Beratungsstellen des IQ Netzwerks
Berlin beraten. Darüber hinaus fanden 407 Folgeberatungen, mit Personen die vorher bereits eine Erstberatung erhalten haben, statt. Im Vergleich dazu wurden
im gesamten Jahr 2013 insgesamt 1703 Personen beraten und es fanden 607 Folgeberatungen statt. Daraus
ist abzulesen, dass im ersten Halbjahr 2014 bereits
deutlich mehr Personen beraten wurden als im selben
Zeitraum 2013, woraus sich wiederum folgern lässt,
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dass der Bedarf a n Beratung zum Thema Anerkennung weiter steigt.
Insgesamt wurde zu 1312 Studien- bzw. Berufsabschlüssen beraten, da manche Personen über mehrere
Qualifikationen verfügen. Ein Großteil der Qualifikationen ist akademisch (869), das heißt formell mit einem
deutschen Hochschulabschluss vergleichbar. Ferner
wurde zu 443 nicht akademischen Abschlüssen beraten, das heißt zu Abschüssen, die mit dualen oder
fachschulischen Ausbildungen in Deutschland vergleichbar sind.
Die am stärksten vertretenen akademischen Qualifikationen im ersten Halbjahr2014 sind den Berufsgruppen
Soziales und Pädagogik (165), Wirtschaft und Verwaltung (162), Gesundheit (127) sowie den Geisteswissenschaften (107) zuzuordnen. 2013 waren dies ebenfalls die häufigsten Berufsgruppen im akademischen
Bereich. Die häufigsten nicht-akademischen Qualifikationen, zu denen im ersten Halbjahr dieses Jahres beraten wurde, gehören zu den Berufsbereichen Gesundheit (81), Wirtschaft und Verwaltung (66), Dienstleistung (51) sowie Soziales und Pädagogik (33). Auch hier
setzt sich eine ähnliche Entwicklung wie in 2013 fort.
Berufsabschlüsse innerhalb und außerhalb der EU
Die meisten Ratsuchenden (536) haben ihre Qualifikationen im EU-Ausland erworben. Hiervon stammen die
meisten aus Polen (172) und Spanien (133). Nach den
Abschlüssen aus der EU sind Qualifikationen aus den
Staaten der ehemaligen Sowjetunion (GUS) (242) und
aus Zentral- bis Ostasien (170), wozu beispielsweise
auch Syrien und der Iran gehören, am häufigsten vertreten. An vierter Stelle stehen Abschlüsse aus Ländern
Mittel- und Südamerikas (121). Auch 2013 stellten die
Qualifikationen aus der EU mit Abstand die größte
Gruppe dar. Die nach der EU am stärksten vertretenen
Herkunftsregionen waren 2013, wie auch in diesem
Jahr, die GUS-Staaten, Asien, Mittel- und Südamerika.

Süd- u.
Mittelam.
9%

Türkei
6%

Europa Nordam.
(n. EU)
2%
4%

k.A.
1%

Austr., Neuseel.
0%
Sonstiges
0%

Restl. Asien
13%
EU 28
42%
GUS
18%

Fazit
Den aktuellen Zahlen lässt sich zum einen entnehmen,
dass sich die Entwicklungen aus 2013 in diesem Jahr
fortsetzen, was sich an den am stärksten vertretenen
Herkunftsregionen der Ratsuchenden und auch an den
häufigsten Berufsgruppen zeigt. Hierbei ist auch zu beachten, dass sich unter den Ratsuchenden viele Personen mit Qualifikationen befinden, die derzeit auf dem
deutschen Arbeitsmarkt stark nachgefragt sind, wie
z.B. Ärztinnen/Ärzte, Lehrerinnen/Lehrer und Krankenpflegerinnen und –pfleger. Zum anderen wird deutlich,
dass der Bedarf nach einer Fachberatung zum Thema
berufliche Anerkennung auch in diesem Jahr konstant
hoch geblieben bzw. noch weiter angestiegen ist.
Sie haben einen ausländischen Abschluss und möchten sich beraten lassen?
Dann kontaktieren Sie uns:
Zentralen Erstanlaufstelle Anerkennung (ZEA)
Lützowstraße 106
10785 Berlin
Telefon: 030-617764-770
E-Mail: zea-berlin@gfbm.de
Internet: http://www.berlin.netzwerk-iq.de/1147.html
Weitere Informationen und Anerkennungsberatungsstellen finden Sie unter http://www.berlin.netzwerkiq.de/anerkennunginberlin.html

„Anerkennung in Deutschland“:

Prozentuale Verteilung:
Afrika
5%

gebnisse für das erste Halbjahr zeigen, dass die meisten Ratsuchenden (445) durch die Berliner Jobcenter
an die Beratungsstellen des IQ Netzwerks verwiesen
werden. Auch finden viele Personen unsere Beratungsstellen über die eigene Recherche im Internet (238),
oder werden über persönliche Empfehlungen aus dem
privaten Umfeld auf uns aufmerksam (158).

IQNW Berlin

Der Weg der Ratsuchenden
in die Anerkennungsberatung
Seit 2014 wird auch erhoben, über welche Informationsquellen bzw. Institutionen die Ratsuchenden auf
unser Beratungsangebot aufmerksam werden. Die Er-

Das Anerkennungsportal jetzt
auf sieben Sprachen
Die wichtigsten Informationen des Portals „Anerkennung in Deutschland“ gibt es seit kurzem neben
Deutsch und Englisch auch auf Italienisch, Polnisch,
Rumänisch, Spanisch und in Zukunft auch auf Türkisch.
Der Ausbau des Sprachangebots steht im Zusammenhang mit den internationalen Werbemaßnahmen, die
das Portal im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gestartet hat. Unter dem
Motto „Meine Qualifikation zählt“ will das Portal einwanderungsinteressierte Fachkräfte bereits vor ihrer
Einreise nach Deutschland über die Möglichkeit und
eventuelle Notwendigkeit der Anerkennung ihrer
Berufsabschlüsse informieren.

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Das Anerkennungsportal wird vom Bundesinstitut für
Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des BMBF herausgegeben und im Rahmen des IQ-Förderprogramms finanziert.
Weitere
Informationen
gibt
es
unter
http://www.anerkennung-indeutschland.de/html/de/news_1422.php.
Kontakt zum IQ Netzwerk Berlin
Sima Fazlali Serkani
IQ Netzwerk Berlin
Büro der Beauftragten des Senats
für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Tel.: (030) 9017 2373
E-Mail: Sima.Fazlali@intmig.berlin.de
Internet: http://www.berlin.netzwerk-iq.de

ÖFFNUNGSZEITEN DER DIENSTSTELLE DER
BERLINER INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN
Öffnungszeiten der Migrantenberatungsstelle:
Montag, Dienstag:
Donnerstag:
Mittwoch, Freitag:

09:00 Uhr bis 13:00 Uhr
09:00 Uhr bis 13:00 Uhr
und 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
-keine Beratung-

Weitere Informationen zur Beratungsstelle
im Internet: http://www.berlin.de/lb/intmig/beratung/
Öffnungszeiten
für Material- und Broschürenverkauf:
Montag - Mittwoch:
Donnerstag:
Freitag:

08:00 Uhr bis 16:00 Uhr
08:00 Uhr bis 18:00 Uhr
08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Adresse und Verkehrsverbindung:
Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin, 1. Obergeschoss.
Die Dienststelle ist barrierefrei erreichbar.
Web: http://www.integrationsbeauftragte.berlin.de
E-Mail: integrationsbeauftragte@intmig.berlin.de

Mehr Chancengleichheit
und Vielfalt in Bewerbungsprozessen –

BERLIN ERPROBT ANONYMISIERTE
BEWERBUNGSVERFAHREN
Aus der Sitzung des Senats am 12. August 2014:
Zur Durchsetzung einer vielfaltsorientierten Personalpolitik erprobt der Senat in einem Pilotprojekt in der
Berliner Verwaltung das anonymisierte Bewerbungsverfahren. Er hat dazu auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, einen Zwischenbericht an das Abgeordnetenhaus beschlossen.
Senatorin Kolat: „Die Gleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten ist eine der zentralen Zielstellungen des Berliner Senats. Hierzu gehört es, diskriminierungsfreie Zugänge zu Ausbildung und Beruf zu
gewährleisten und für jeden und jede “ unabhängig von
Alter, Geschlecht, Familienstatus, ethnischer Herkunft,
sexueller Identität, Behinderung oder Religion – alle
individuellen Entwicklungs- und Aufstiegschancen zu
ermöglichen. Anonymisierte Bewerbungsverfahren
können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.“
An dem Pilotprojekt beteiligen sich die Senatsverwaltungen für Arbeit, Integration und Frauen sowie für Inneres und Sport, die Bezirke Reinickendorf, Pankow,
Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte sowie die degewo. Insgesamt werden im Laufe des Jahres 2014 ca.
100 Stellen im Bereich des öffentlichen Dienstes und
der Landesunternehmen in das Verfahren involviert
sein. Es geht hierbei um Positionen u.a. aus dem allgemeinen nichttechnischen Verwaltungsdienst, dem
Arbeitsschutz, der Wirtschaftsförderung, der Jugendarbeit oder dem Immobilienmanagement.
Um häufig unbewussten Diskriminierungen keinen Ansatzpunkt zu geben, sind bei anonymisierten Bewerbungsverfahren die personenbezogenen Angaben wie
Name, Alter, Geschlecht oder ethnische Herkunft für
die Personalverantwortlichen zunächst nicht sichtbar.
Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erfolgt allein
aufgrund der – anonymisierten – qualifikationsbezogenen Angaben.
Rückfragen: Telefon: (030) 9028-2743

U-Bahn:
Linien 1 (U-Bhf. Kurfürstenstraße) und Linie 2 (U-Bhf.
Bülowstraße oder Potsdamer Platz). Fußweg jeweils 8 bis
10 Minuten oder per Bus (M48/M85).
Bus:
M48, M85 Haltestelle "Potsdamer Straße/ Lützowstraße"
vor dem Dienstgebäude, M29, Haltestelle "Potsdamer Brücke".
S-Bahn/ Bahn:
S 1, S2, S25; RE3, RE4, RE5: Bahnhof Potsdamer Platz.
Fußweg ca. 10 Minuten oder per Bus (M48/M85).

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Ab 13.10., Diversity-Fortbildungsreihe der LADS:

„GESCHLECHTSIDENTITÄTEN
UND SEXUELLE ORIENTIERUNG (LSBTI)“

Für Führungskräfte sowie Mitarbeitende der Berliner Senats- und Bezirksverwaltungen sowie nachgeordneter Behörden
Meldefrist: 24.09.2014
Teilnehmen können alle Führungskräfte sowie Mitarbeitende der Berliner Senats- und Bezirksverwaltungen
sowie nachgeordneter Behörden.

Diversity-Kompetenz ist in den letzten Jahren zu einer
wichtigen Schlüsselqualifikation geworden. In der Fortbildungsreihe erwerben Sie bzw. Ihre Mitarbeitenden
grundlegende Kompetenzen zu Diversity, erhalten vertiefte Informationen zur Lebens- und Arbeitssituation
von LSBTI-Personen und lernen mögliche Handlungsansätze zur Umsetzung von Diversity-Ansätzen zum
genannten Schwerpunkt für Ihren eigenen Arbeitsbereich kennen.
Die Fortbildungsreihe umfasst insgesamt fünf Termine
und wird in Kooperation mit dem Verein „Eine Welt der
Vielfalt“ im Rahmen der Umsetzung der Initiative des
Senats „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ kostenlos angeboten.
Ihre Interessenbekundung (s. Formular in der Anlage)
oder Fragen zur Fortbildungsreihe richten Sie bitte an
folgende E-Mail-Adresse:
diversityfortbildung@ewdv-berlin.de.
Weitere Informationen mit Ablauf und Anmeldeformular
im Einladungsflyer unter:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/_einlad
ung_fobi_reihe_diversity.pdf

10.09., Neukölln:

INTERKULTURELLER SENIORENTAG 2014
10. September 2014
Interkultureller Seniorentag 2014
auf dem Alfred-Scholz-Platz
Beginn: 11.00 Uhr; Ende: 15.00 Uhr
Schirmherrschaft und Grußwort:
Barbara Loth
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Staatssekretärin für Frauen
Eröffnung:
Bernd Szczepanski
Bezirksstadtrat für Soziales
Buntes Kulturprogramm
Informationsstände zu vielen interessanten Themen,
z.B.:

 Gesundheit im Alter, Hilfe und Pflege
 Rente - Finanzielle Versorgung Schuldnerberatung
 Kommunikation und Erfahrungsaustausch
 aktive Freizeitgestaltung im Alter
 Kriminalitätsvorbeugung - Opferhilfe
 Sozial- und Familienberatung
und vieles mehr
Veranstalter:
Bezirksamt Neukölln von Berlin
in Kooperation mit navitas gGmbH
Internet: http://www.berlin.de/baneukoelln/org/soziales/seniorenveranstaltungen.html

07.09. bis 01.10.:

INTERKULTURELLE TAGE
IN MARZAHN-HELLERSDORF 2014
Die bundesweite Aktion für Verständigung und Dialog
„Interkulturelle Woche 2014“, an der sich der Bezirk mit
seinen „Interkulturellen Tagen in Marzahn-Hellersdorf“
seit Beginn der 1990-er Jahre traditionell beteiligt, steht
in diesem Jahr unter dem Motto "Gemeinsamkeiten
finden, Unterschiede feiern.“
Sonntag, 07.09.2014, 14.00 – 19:00 Uhr
Auftaktveranstaltung –
Auf dem Alice-Salomon-Platz
„Schöner leben ohne Nazis
am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“
Buntes Programm mit vielen Beteiligten und viel Musik,
Tanz, Theater, Spiele, Mitmachaktionen, Informationsständen, Lesen gegen das Vergessen und vielem mehr
Veranstalter: Vorbereitungskreis SloN
und die Integrationsbeauftragte
Kontakt: Martin Kleinfelder, Tel.: 99 28 18 40;
E-Mail: info@roter-baum-berlin.de
Dr. Thomas Bryant, Tel.: 99 27 50 96;
E-Mail: polis@stiftung-spi.de
Elena Marburg, Tel.: 90 293 2060;
E-Mail: elena.marburg@ba-mh.verwalt-berlin.de
Weiteres Programm unter:
http://www.berlin.de/land/kalender/index.php?suchmas
ke&c=25
http://www.berlin.de/ba-marzahnhellersdorf/verwaltung/haushalt/migrba.html
Integrationsbeauftragte des Bezirks:
E-Mail: elena.marburg@ba-mh.verwalt-berlin.de

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13.09., Reinickendorf:

2. BEGEGNUNGSFEST
„Brücken bauen
und Türen öffnen“

Samstag,
13.September 2014
von 13 bis 17:00 Uhr
Oranienburger Straße 285
(hinter den Häusern 24 und 25)
13437 Berlin-Reinickendorf
Im Bezirk Reinickendorf werden zur Zeit mehr als 1000
Flüchtlinge in drei Unterkünften versorgt und im Asylverfahren betreut. Bereits im letzten Jahr konnten wir
zum ersten Begegnungsfest beeindruckend viele Menschen erreichen. Unser Anliegen war es unter anderem, Nachbarinnen und Nachbarn über das Schicksal
und die Situation der Flüchtlinge zu informieren und zu
sensibilisieren.
Durch das Begegnungsfest und durch die großartige
Unterstützung der Mitwirkenden, ist das Verständnis
und die Toleranz für die Menschen, die hier im Asylverfahren versorgt und betreut werden, bei den Bürgerinnen und Bürgern – nicht nur im Bezirk Reinickendorf –
größer und offener geworden. Alle Beteiligten waren
sich schon am 14.09.2013 darüber einig, dass das Begegnungsfest auch im Jahr 2014 stattfinden muss.
In Kooperation mit den Trägern Albatros gGmbH,
PRISOD Wohnheimbetriebs GmbH, AWO Kreisverband Berlin-Mitte e.V. und dem Netzwerk “Flüchtlinge
Willkommen in Reinickendorf“ veranstaltet das Bezirksamt Reinickendorf - unter der Schirmherrschaft von
Herrn Bezirksstadtrat Andreas Höhne - und dem Integrationsbeauftragten das zweite Begegnungsfest.
Dieses soll stattfinden am 13.09.2014 in der Zeit von 13
bis 17 Uhr (wieder auf dem Gelände Oranienburger
Straße 285 – hinter den Häusern 24 und 25).
Nach wie vor ist es unser primäres Anliegen, über die
Situation der Flüchtlinge zu informieren und zu sensibilisieren, damit die Menschen, die zu uns kommen, nicht
“Flüchtlinge“ bleiben, sondern “neue Nachbarinnen und
Nachbarn“ werden. Je mehr Menschen zu dem Begegnungsfest am 13.09.2014 kommen, umso mehr kann
ein Austausch zwischen den Kulturen stattfinden.
Wir können durch unser Verhalten dazu beitragen,
dass irrationale Angst vor Fremden, Vorurteile und
Fremdenhass abgebaut werden und so eine nachhaltige Willkommenskultur geschaffen wird.
Wir hoffen auf viele Gäste und Teilnehmende bei dieser
Veranstaltung, die „Brücken bauen und Türen öffnen“
will.

Für Ihre Fragen und Anregungen steht Ihnen der Integrationsbeauftragte im Bezirk Reinickendorf zur Verfügung.
Kontakt
Sie erreichen Herrn Rabitsch unter
Tel.: (030) 90294 4125
E-Mail: oliver.rabitsch@reinickendorf.berlin.de.
Das Begegnungsfest wird im Rahmen des lokalen Aktionsplans „Vielfalt Reinickendorf“ im Programm „Toleranz fördern – Kompetenz
stärken“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend gefördert.

Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 01.07.2014, 13:05 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

VERFASSUNGSSCHUTZBERICHT 2013
Aus der Sitzung des Senats am 1. Juli 2014:

Linksextremismus
Das linksextremistische Personenpotenzial hat erneut
leicht von 2.410 auf 2.520 Personen zugenommen. Wie
im Vorjahr beruht diese Entwicklung auf einem Mitgliederzuwachs bei den eher unterstützend und propagandistisch wirkenden Organisationen, vor allem beim „Rote Hilfe e.V.“. Die Zahl der gewaltbereiten Linksextremisten dagegen ist leicht gesunken von 1.040 auf
1.020.
Während die Basis der „traditionellen“ Autonomen, der
„Anarchos“ und der „Antifa“ weiter bröckelt, rekrutieren
die vordergründig moderater auftretenden postautonomen Gruppierungen neue Aktivisten. Ursache ist zum
einen die demografische Entwicklung, die dazu führt,
dass dem Jugendalter entwachsene Autonome ihr politisches Engagement in weniger aggressiven Formen
fortführen. Zum anderen schlagen hier Mitgliederwerbekampagnen der „Roten Hilfe“ zu Buche. Aber nicht
jedes Mitglied dieses Unterstützervereins selbst verfolgt
verfassungsfeindliche Ziele. Linksextremistische Parteien bleiben auch weiterhin bedeutungslos.
Das Mobilisierungspotenzial der linksextremistischen
Szene insbesondere zu Großveranstaltungen zeigte
sich ungebrochen. Zu bestimmten Anlässen und Themen wie „1. Mai“, „Gentrifizierung“ und „Flüchtlingsproblematik“ schaffen es Linksextremisten, über ihr eigenes Personenpotenzial hinaus Menschen auf die
Straße zu bringen. Die polizeiliche Doppelstrategie aus
Kommunikation und Konsequenz hat jedoch wesentlich
dazu beigetragen, dass es bei der traditionellen 1. MaiDemonstration inzwischen überwiegend friedlich bleibt.
Die Autonomen verlegen sich daher immer öfter auf
militante Aktionen abseits solcher Großveranstaltun-

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gen. Insgesamt ist der militante Linksextremismus in
Berlin so ziel- und planlos wie lange nicht mehr.
Doch trotz der rückläufigen Massenmilitanz bei traditionellen Großveranstaltungen besteht weiter die Gefahr
von konspirativ geplanten und zielgerichteten Gewalttaten. Dabei sinkt die Hemmschwelle bei Angriffen auf
Leib und Leben von so genannten politischen Gegnern
– insbesondere von Polizisten.
Nach Aktionen zur Verhinderung von Zwangsräumungen, bei denen Linksextremisten mindestens am Rande
immer wieder beteiligt waren, erregte eine so genannte
„Berliner Liste“ Aufmerksamkeit. Diese Liste wurde
anonym im Internet eingestellt und führt verschiedene
Objekte und Institutionen auf, die aus Sicht von Linksextremisten verantwortlich für Verdrängungsprozesse
in der Stadt seien. Es wird offen zu militanten Aktionen
gegen diese aufgerufen und u.a. auch auf Anleitungen
zum Bau von Brand- und Sprengsätzen in einschlägigen Szenezeitschriften hingewiesen.
Rechtsextremismus
Das Personenpotenzial im Rechtsextremismus ist nahezu unverändert, was auf eine im Kern seit Jahren
gefestigte rechtsextremistische Szene zurückzuführen
ist: Das Potenzial liegt bei etwa 1.300 Personen. Etwas
weniger als die Hälfte dieser Personen (ca. 620) ist als
gewaltbereit einzuschätzen.
Im Gegensatz zu dieser „äußeren Stabilität“ stehen
mehrere Verschiebungen innerhalb des Gesamtpersonenpotenzials. Einem Anstieg der Parteimitglieder im
Bereich des parlamentsorientierten Rechtsextremismus
– von 250 auf 350 Personen “ steht ein leichter Rückgang des Personenpotenzials aktionsorientierter
Rechtsextremisten („Subkulturell geprägte Rechtsextremisten“ und „Neonazis“) von 480 auf 470 und von
500 auf 460 “ gegenüber.
Grund dafür ist vor allem der szeneinterne Trend zur
formalen Bindung aktionsorientierter Rechtsextremisten
an die NPD und die Partei „Die Rechte“. Mit dieser
„Flucht“ in Parteistrukturen soll vor allem der staatliche
Druck auf rechtsextremistische Veranstaltungen und
Personen abgefangen und den eigenen Aktivitäten zudem ein legalistischer Anstrich verpasst werden. Zunehmend verschwimmen dadurch auch die Grenzen
zwischen parlaments- und aktionsorientiertem Rechtsextremismus in Berlin.
Von dem Trend, sich an Parteistrukturen zu binden,
profitierte auch die rechtsextremistische Partei „Bürgerbewegung Pro Deutschland“. Etwa die Hälfte ihrer Mitglieder rekrutierte die Partei aus den Anhängern sonstiger rechtsextremistischer Bestrebungen. Perspektivisch könnte dieser Zuwachs zu einer engeren Einbindung von „Pro Deutschland“ in die rechtsextremistische
Szene führen, von der sich die Partei in ihren offiziellen
Verlautbarungen bislang immer wieder distanziert hat.

Das wichtigste Thema für die rechtsextremistische
Szene war die Debatte um gestiegene Flüchtlingszahlen und die Suche nach Standorten zur Unterbringung
von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Die Debatte bot
für Rechtsextremisten einen idealen Anknüpfungspunkt
für den Transport ihrer fremdenfeindlichen und rassistischen Positionen. Die Flüchtlingsdebatte reduzierten
sie auf ein Thema, in dem Rechtsextremisten ihre
„Kernkompetenz“ sehen und in dem sie sich als einzige
politische Kraft präsentieren konnten. Dies gilt besonders für die „Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf“, die
ideologische Übereinstimmung mit rechtsextremistischen Positionen zeigte.
Islamismus/Salafismus
Die Zahl der Salafisten in Berlin ist von 400 auf 500
Personen gestiegen. Damit liegt Berlin im Bundestrend.
Der Salafismus bleibt die am dynamischsten wachsende Form des Islamismus in Deutschland.
Das Personenpotenzial der regional gewaltausübenden
islamistischen Organisationen ist in Berlin 2013 leicht
von 300 auf 320 Personen gestiegen.
Die legalistischen islamistischen Gruppierungen „Islamische Gemeinschaft Millî Görüş e.V.“ (IGMG) und
„Muslimbruderschaft“ (MB) stellen mit ca. 3.000 Anhängern das größte Personenpotenzial. Davon sind die
türkischen Islamisten, die in der IGMG organisiert sind,
mit ca. 2.900 Personen die große Mehrheit. Das Personenpotenzial der MB in Berlin ist 2013 leicht gestiegen.
Die IGMG präsentiert sich in den letzten Jahren in ihren
offiziellen Verlautbarungen als eine auf dem Boden der
freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehende
Organisation, die sich für den Dialog zwischen türkischen Muslimen und der deutschen Gesellschaft einsetzt. Ob ihr der Übergang von einer extremistischen
zu einer demokratischen Organisation gelingen wird,
bleibt abzuwarten.
Der Syrien-Konflikt bildet im Bericht über islamistische
Bestrebungen und terroristische Aktivitäten den Themenschwerpunkt. Damit wird deutlich, dass große Teile
des Phänomenbereiches Islamismus, insbesondere
auch des Salafismus, vom aktuellen Geschehen in Syrien beeinflusst werden.
Zu den zentralen Herausforderungen aller Sicherheitsbehörden gehört weiterhin die stark steigende Zahl von
Islamisten, die mit dem mutmaßlichen Ziel Syrien ausgereist sind, um dort als Jihadisten den Kampf gegen
das Assad-Regime zu unterstützen: Aktuell sprechen
wir von ca. 320 Islamisten – darunter inzwischen über
50 aus Berlin. Unklar ist, mit welchem Ziel die Reise
erfolgte: einer Beteiligung am bewaffneten Kampf,
sonstiger Unterstützungsleistungen oder humanitärer
Hilfe.
Unter den ausgereisten Islamisten überwiegen junge
Männer bis 25 Jahre, darunter zahlreiche Konvertiten.

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Etwa 60 % von ihnen sind Deutsche oder verfügen daneben über eine zweite Staatsbürgerschaft. Ausgereist
sind jedoch auch mehrere Minderjährige sowie etwa ein
Dutzend junge Frauen, die ihre Ehemänner begleiteten.
Senator Frank Henkel: „Der Verfassungsschutzbericht
macht in aller Ausführlichkeit deutlich, wie vielschichtig
und wandelbar der Extremismus sich in unserer Stadt
darstellt – und dass es weder im Rechts- noch im
Linksextremismus oder Islamismus Anlass zur Entwarnung oder Beruhigung gibt. In der linksextremistischen
Szene Berlins – das heißt vor allem bei den Autonomen
– hat die Gewalt wieder zugenommen. Übergriffe auf
Polizisten und den so genannten politischen Gegner
machen deutlich, dass die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung weiter sinkt.
In der rechtsextremistischen Szene Berlins war das alles überragende Thema im vergangenen Jahr die Debatte um gestiegene Flüchtlingszahlen und die Suche
nach Standorten zur Unterbringung von Flüchtlingen
und Asylsuchenden. Hierin fanden sie einen Anknüpfungspunkt, um ihre fremdenfeindlichen und rassistischen Positionen zu transportieren. Es wurde versucht,
Ängste und Sorgen der Bevölkerung aufzugreifen, um
fremdenfeindliche Stimmungsmache zu betreiben.
Im Bereich des Ausländerextremismus und des Islamismus war der Syrienkonflikt das übergeordnete
Thema. Bundesweit sind in den vergangenen Monaten
mehr als 320 Menschen – vor allem junge Männer –
nach Syrien ausgereist. Allein aus Berlin waren es
mehr als 50. Sie haben sich häufig ‚turbo-radikalisiert„,
von ihren Familien abgeschottet und auf den Weg in
das Bürgerkriegsland gemacht. Auch wenn nicht alle
mit dem Ziel ‚Jihad„ dorthin reisen, so bleibt die Entwicklung hochgefährlich. Besonders die Rückkehrer
müssen die Sicherheitsbehörden im Blick haben – das
hat der Mordanschlag im Jüdischen Museum in Brüssel
im Mai sehr deutlich gemacht.“
Rückfragen: Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Telefon: (030) 90223-2730

Pressemitteilung vom 01.07.2014, 10:00 Uhr
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

BERLINER GEDENKTAFEL FÜR MOD HELMY
Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf
Wieland, enthüllt am Freitag, 4. Juli 2014 um 11.30 Uhr
am Haus Krefelder Straße 7 in 10555 Berlin-Moabit
eine Gedenktafel zu Ehren des ägyptischen Arztes und
Stillen Helden Mod Helmy.
Veranstalter sind die Senatskulturverwaltung und das
Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin
e.V.
Mod Helmy (1901 – 1982) kam 1922 als Student nach
Berlin. Er promovierte 1937 als Facharzt für Innere Medizin. 1939 und 1940 wurde er von der Gestapo verhaf-

tet. Von 1942 bis zur Befreiung 1945 versteckte er zusammen mit Frieda Szturmann in seiner Wohnung und
in einer Gartenlaube mehrere Juden. Helmy wurde
2013 in Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“
geehrt.
Rückfragen: Günter Kolodziej, Telefon: 90 228 203

Pressemitteilung vom 08.07.2014, 13:03 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

SENAT PLANT RESSORTÜBERGREIFENDE
STRATEGIE FÜR ALPHABETISIERUNG
UND GRUNDBILDUNG
Aus der Sitzung des Senats am 8. Juli 2014:
Der Senat wird bis Ende des Jahres 2014 eine Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung vorlegen. An
ihrer Erarbeitung werden sämtliche Ressorts, die Berliner Volkshochschulen sowie der Berliner Runde Tisch
Alphabetisierung und Grundbildung beteiligt. Eine entsprechende Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend
und Wissenschaft, Sandra Scheeres, hat der Senat
heute beschlossen.
Ziel ist die Verbesserung der Schriftsprach- und
Grundbildungskompetenzen von Jugendlichen und Erwachsenen, die nicht oder nur mit großer Mühe lesen
und schreiben können. Bestehende Angebote zur Alphabetisierung sollen überprüft, besser aufeinander
abgestimmt und neue Maßnahmen angestoßen werden. Seit Ende 2012 wurden zur Verbesserung der
Grundbildungskompetenzen Erwachsener verschiedene Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Gründung
des Berliner Runden Tisches Alphabetisierung und
Grundbildung, die Arbeitsaufnahme des ersten Berliner
Grundbildungszentrums sowie die Ausweitung des
Kursangebots für Menschen mit Lese- und
Schreibschwierigkeiten an den Volkshochschulen und
bei freien Trägern.
Menschen zu ermutigen, Lesen und Schreiben zu lernen, sie qualifiziert zu beraten und geeignete Angebote
zu entwickeln, ist nicht alleinige Aufgabe der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.
Vielmehr ist zur gezielten Förderung der Schriftsprachund Grundbildungskompetenzen von Jugendlichen und
Erwachsenen ein koordiniertes und gemeinsames Vorgehen aller Senatsressorts notwendig. So geht es hierbei beispielsweise um die Integration der Alphabetisierungsberatung in bereits bestehende Beratungsangebote, die ressortübergreifende Sensibilisierung und
Fortbildung von Verwaltungsmitarbeitenden und Lehrkräften, die ressortübergreifende Entwicklung und Umsetzung innovativer und niederschwelliger Lernformate.
Zu beachten sind auch die Veröffentlichung von Verlautbarungen, die sich an Bürgerinnen und Bürger richten, in leichter und verständlicher Sprache und die
Entwicklung geeigneter Weiterbildungsangebote für

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Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter mit geringen Schriftsprachkompetenzen.

Pressemitteilung vom 07.07.2014, 14:50 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Laut der im Februar 2011 veröffentlichten leo. “ LevelOne Studie der Universität Hamburg können rd. 7,5
Mio. erwachsene Menschen in Deutschland im Alter
zwischen 18 und 65 Jahren nur unter größten Schwierigkeiten lesen und schreiben. Das sind rd. 14 % der
erwachsenen Bevölkerung. In Berlin schätzt man die
Anzahl der Erwachsenen mit geringen Schriftsprachkompetenzen auf ca. 320.000. Genaue Zahlen liegen
für die Bundesländer zurzeit nicht vor.
Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Telefon: (030) 902275843

„GEWALT HAT KEINEN WERT. DU SCHON.“

Pressemitteilung vom 08.07.2014, 07:31 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Broschüre Schulanfang 2014 erschienen:

„LOS GEHT„S! DER ERSTE SCHULTAG“
Ein Ratgeber für Eltern

In der Broschüre Schulanfang 2014 „Los geht„s! Der
erste Schultag“ erhalten die Eltern der Erstklässlerinnen und Erstklässler die wesentlichen Informationen
zur Berliner Grundschule. Sie ist ein kompakter Ratgeber zu den Themen Schulanfangsphase, Schulalltag,
Ganztagsschule, Sprachbildung, Eltern-Engagement,
Individuelle Förderung und vieles mehr.
Die Broschüre ist in einer Auflage von 42.000 Exemplaren erschienen. In der ersten Schulwoche wird die Broschüre von den Grundschulen an alle Schülerinnen und
Schüler der ersten Klassen ausgegeben.
„Mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Ein Abschnitt, der mit vielen Veränderungen
und Erwartungen für Eltern und ihr Kind verbunden ist.
Vor allem können sie sich auf eine Zeit freuen, in der
Kinder viel Neues entdecken. Sie lernen, werden
selbstständiger und übernehmen zunehmend Verantwortung für sich selbst. Dabei ziehen wir, Schule und
Eltern, an einem Strang. Gemeinsam geht es uns darum, Kinder zu fördern und ihnen alle Chancen für den
Lebensweg zu eröffnen,“ so Senatorin Sandra Scheeres.
Die
Broschüre
steht
zusätzlich
unter
http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/grundsc
hule/ zum Herunterladen bereit. Weitere Informationen
gibt gerne auch der infoPunkt der Senatsverwaltung für
Bildung, Jugend und Wissenschaft: (030) 90227 – 5000
oder infopunkt@senbjw.berlin.de
Rückfragen: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Wissenschaft, Telefon: (030) 90227 - 5050

Dokumentation über den Wertedialog
von Innensenator Henkel erschienen

Nach einer Reihe von einschneidenden Gewaltvorfällen, darunter die Tötungen an Burak B. und Jonny K., hat Innensenator Frank Henkel einen Wertedialog gestartet. Ziel ist es, das Thema Werte in den
Mittelpunkt der öffentlichen Debatte zu rücken.
Jetzt ist eine Dokumentation über die bisherigen
Stationen dieses Dialogs erschienen, um das vielfältige Engagement für Werte in unserer Gesellschaft und gegen Gewalt sichtbar zu machen.
Unter der Überschrift „Gewalt hat keinen Wert. Du
schon.” führte Senator Henkel seit Anfang 2013 Gespräche vor allem mit Jugendlichen und besuchte Projekte, die im Bereich der Gewaltprävention wertvolle
Arbeit leisten. In der nun vorliegenden Dokumentation
werden diese Gespräche nachgezeichnet. Außerdem
bietet sie den besuchten Projekten, Vereinen und Initiativen eine Bühne, ihre Arbeit vorzustellen.
Die Redaktion führte zahlreiche Interviews mit Ehrenamtlichen, die sich gegen Gewalt engagieren, und fragte nach deren Erklärungen für die Ursachen von Gewalt. Dabei wurden mit Blick auf jugendliche Gewalttäter einige zentrale Begriffe immer wieder genannt: Fehlende Anerkennung, Perspektivlosigkeit, schwach ausgeprägtes Selbstbewusstsein sowie mangelnde authentische Vermittlung von Möglichkeiten und Grenzen
eigenen Handelns.
Die Dokumentation zeigt Beispiele, wie es gelingen
kann, die Gewaltprävention mit den unterschiedlichen
staatlichen und zivilgesellschaftlichen Handelnden wirkungsvoll umzusetzen. Das alltägliche Engagement in
Berlin gegen Gewalt wird in der Broschüre exemplarisch sichtbar. Die Publikation kann bei der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt kostenlos unter der Telefonnummer 90223-2914 bestellt
und
im
Internet
unter
http://www.berlin.de/lb/lkbgg/publikationen/weiterepublikationen/artikel.31242.php als Download abgerufen werden.
Innensenator Frank Henkel:
„In unserer Stadt Berlin, wo Vielfalt gelebt wird, sind
Werte und gegenseitiger Respekt unverzichtbar. Unser
aller Aufgabe ist es, Zivilcourage zu zeigen und Verantwortung für ein friedlicheres Zusammenleben zu
übernehmen. Deshalb engagiere ich mich für eine Gesellschaft, in der Werte und moralische Normen ein festes Fundament bilden und als Kompass dienen.“

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Pressemitteilung vom 14.07.2014, 12:04 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

VIELFALT BRAUCHT BETEILIGUNG!
Jugend-Demokratiefonds Berlin fördert
weitere Beteiligungsprojekte

Beteiligung gehört zu einer lebendigen Gesellschaft.
Vielfältige Ideen und Vorgehensweisen führen zu neuen Beteiligungsformen, zu innovativen und spannenden
Projekten von und mit Jugendlichen in Berlin. So lässt
sich kurz und knapp das Ergebnis der zweiten Förderrunde 2014 für Mitmach-Projekte von Jugendlichen
darstellen. Die hier zusätzlich in die Förderung einbezogenen Projekte decken eine Vielzahl an Themen und
unterschiedlichen Realisierungsideen ab. Einen Eindruck davon vermitteln die Kurzdarstellungen im Anhang.
Insgesamt werden 30 Projekte und dazu die Jugendjurys für kleine lokale Förderungen in allen Bezirken unterstützt. Hundert Berliner Jugendliche sind aktiv und
kreativ und machen sich stark für Beteiligung und Engagement.
Jugendsenatorin Sandra Scheres ist beeindruckt und
schätzt die kreative Vielfalt: „Im 2. Jahr zeigt der Jugend-Demokratiefonds, wie vielseitig die Herangehensweisen von Jugendlichen sind, die ihr Berlin gestalten. Wir haben mit dem Fonds in Berlin eine Möglichkeit geschaffen, diese Bereitschaft zur Übernahme
von Verantwortung anzuregen und zu stärken, um
mehr Jugendlichen eine starke, positive Teilhabeerfahrung zu ermöglichen. Die Gestaltung des demokratischen Miteinanders in einer Gesellschaft hängt ganz
wesentlich von der Bereitschaft ab, sich aktiv einzubringen.“
Diese
Bereitschaft
unterstützt
der
JugendDemokratiefonds Berlin unter dem Motto „Stark gemacht! Jugend nimmt Einfluss“. Für diesen Fonds stehen im Jahr 2014 erneut insgesamt ca. 500.000 Euro
zur Verfügung.
Das Internet-Portal http://www.stark-gemacht.de bietet
zahlreiche Informationen zum Thema Beteiligung, zu
Möglichkeiten und Struktur des neuen Landesprogramms. Interessierte erfahren, was wie gefördert und
unterstützt werden kann.
Weitere Informationen gibt die
Regiestelle des Jugend-Demokratiefonds Berlin
c/o Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin
Obentrautstraße 55 | 10963 Berlin
Herr Geiger,
E-Mail: geiger@jfsb.de,
Tel. 2175 1371, Mobil: 0170-52 61 322
Herr Gabler
E-Mail: gabler@jfsb.de
Tel. 70 72 85 29.

Kurzbeschreibungen der Projekte, für die am
07.07.2014 eine Förderung im Rahmen des Förderbereichs 1A beschlossen wurde.
Zukunftswerkstatt – Selbstintegration
Arbeiter Samariter Bund LV Berlin e.V. 01.07. –
31.10.2014
Thema: politisch-historische Bildung
Jugendliche verschiedener kultureller Herkunft setzen
sich inhaltlich wie künstlerisch mit der Frage auseinander, wie sich eine optimale Selbstintegration im Alltag,
in Kultur und Bildung mit Respekt, Empathie und gegenseitiger Wertschätzung in einen demokratischen
Alltag ereignen könnte. In der Form einer Inszenierung
werden sie an einer langen Bühne entlang der East
Side Gallery ihre Ergebnisse präsentieren. Dabei agieren sie als Gastgebende und Veranstaltende der Aktion
und beziehen ihr Publikum, darunter die Eltern, Freundinnen und Freunde, Anwohnerinnen und Anwohner
aber auch Politikerinnen und Politiker sowie Passantinnen und Passanten mit ein. Sie gestalten die Veranstaltung und bestimmen die Inhalte der Szenen. Im Vorfeld
laden sie zur Veranstaltung am 13. September 2014 an
der East Side Gallery ein. Die historischen Themen beziehen sich auf die letzten 80 Jahre der Einwanderungsgeschichte Berlins.
JugendBarCamp Spandau
JugendTheaterWerkstatt Spandau e.V. 10.07. –
30.06.2015
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformate
Die Jugendtheaterwerkstatt Spandau ist Gastgeber der
ersten Spandauer JugendBarCamps im September
2014 und April 2015. Eine Gruppe von 12 Jugendlichen
bereitet drei Monate lang “ mit fachlicher Unterstützung
“ die ersten Spandauer JugendBarCamps vor und betreut dann 100 junge Menschen auf dieser digital vernetzten Tagung. Unter dem Thema “Raum für Ideen
und Projektetreffen sich hier Jugendliche, um sich gegenseitig zu beraten, wie und wo sie eigene Projekte
verwirklichen können und welche Räume, Geldgeber
und Unterstützer es für sie gibt. Sie entwickeln Projektideen, vernetzen sich überregional mit anderen Jugendprojekten, formulieren Forderungen an die Politik
und beteiligen sich an der Entwicklung des Hauses, in
dem das Treffen stattfindet:
Aus den Erfahrungen des September-BarCamps entwerfen die Jugendlichen eine weitere Tagung im gleichen Format für April 2015, die öffentlich im Netz mit
anderen zusammen vorbereitet und weiter entwickelt
wird. Ein Ziel ist dabei, das Format BarCamp bekannt
zu machen und in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen als attraktive Möglichkeit für politische Bildung
und Partizipation in Spandau zu etablieren.
Vielfalt – miteinander und füreinander
Subjektstandpunkt e.V. 01.07. – 31.12.2014
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten
Junge Frauen aus dem Alia-Mädchenzentrum melden
sich zu Wort, um ihre Interessen und Ziele sichtbar zu

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machen. Mutig haben sie sich für das Medium Film
entschlossen. Sie möchten lernen, wie man einen Film
macht und dieses Medium für sich nutzen, um sich in
meinungsbildende Prozesse einzubringen. Sie möchten
einen Dokumentarfilm über ihren Alltag, ihre Träume
und Ziele machen. Dafür werden sie sich wöchentlich
über vier Monate im Alia-Mädchenzentrum im Rahmen
dieses Projekts treffen. Ein Film wird gerade durch die
Vielfalt seiner Perspektiven interessant. Hier erlernen
sie Methoden der konstruktiven Konfliktlösung, des gegenseitigen Zuhörens sowie des gemeinsamen Aushandelns. Die jungen Mädchen werden unterstützt, diesen Schritt in die Öffentlichkeit zu machen. Sie lernen
auf diese Weise sich selbst zu reflektieren und an gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozessen zu partizipieren.
Die Projektidee ist zusammen mit den Teilnehmenden
des Vorgänger-Projekts „Was Ich will?!“, welches durch
Aktion Mensch e.V. gefördert wurde, entwickelt worden.
U28 – Die Zukunft lacht
Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
01.08. – 31.12.2014
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten
Mit dem Projekt “U28 “ Die Zukunft lachtwollen Jugendliche auf Politikerinnen und Politiker zugehen und sie
anregen, ihre politischen Entscheidungen aus der Perspektive von unter 28-Jährigen zu betrachten. Das Projekt soll jungen Menschen einen vertieften Einblick in
politische Entscheidungsprozesse eröffnen und ihnen
die Möglichkeit geben, im direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern über politische Projekte, Perspektiven und Vorhaben zu diskutieren.
Die Jugendlichen werden in kleinen Teams (5-10 Teilnehmende) unter fachlicher Begleitung gemeinsam eine Politikerin oder einen Politiker für ca. 2 Wochen begleiten. Die Politikerin bzw. der Politiker wird dazu angeregt, alle Entscheidungen und Diskussionen in diesem Zeitraum gesondert aus Perspektive der heute
unter 28-Jährigen zu reflektieren. Die konkreten Entscheidungen diskutieren die Jugendlichen mit der Politikerin bzw. dem Politiker und bringen dabei ihre eigene, jugendliche Perspektive ein.
buntkicktgut
bunkicktgut e.V. 01.07. – 31.12.2014
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten
buntkicktgut greift eine der aufregendsten Freizeitbeschäftigungen für Kinder und Jugendliche (K & J) auf
und macht sie zu einem organisierten und kontinuierlichen Angebot (Straßenfußball). Dadurch kann das Projekt im Hinblick auf Jugendkriminalität und den Umgang
mit Gewalt wirksam sein: Sport dient als Katalysator in
geregelten Abläufen zum Abbau von Aggressionen und
Frustration und ist zudem ein Teamsport, der interaktives und kooperatives soziales Verhalten fördert.
buntkicktgut ermöglicht allen Akteuren Partizipationsund Mitgestaltungsmöglichkeiten auf unterschiedlichen
Ebenen: Jugend-Orga-Team, Liga-Rat, Street Football
Work (ehrenamtliches Engagement) uvm.

Jugend hackt 2014
Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. 12.09.
– 14.09.2014
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformate
„Jugend hackt“ ist ein seit 2013 existierendes deutschlandweites Förderprogramm, das sich an programmierbegeisterte junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren wendet. Es wurde von der Open Knowledge Foundation Deutschland ins Leben gerufen, um junge Talente der IT und Softwareentwicklung zu fördern.
Kennenlernen schafft Vertrauen
DITIB Sehitlik 17.06. – 31.12.2014
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie
Häufig kommen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte
im Unterricht oder auch in der Klassengemeinschaft in
Berührung mit dem Islam. Dabei entstehen oft konkrete
Fragen und auch Konflikte. Mit Hilfe dieses Projektes
sollen gerade für derartige Konflikte in der Klassengemeinschaft oder im Unterricht konkrete ThemenWorkshops angeboten werden, in denen im einem außerschulischen und somit neutralem Rahmen die betreffenden Themenfelder mit Dialogmoderatoren erörtert und Konflikte gelöst, bzw. Konfliktpotenzial vorgebeugt werden.
Zwischen Privatsphäre und Transparenz
JugendKulturService gGmbH 01.09. – 01.12.2014
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie
In einer zunehmend transparenten Gesellschaft gerät
der Zusammenhang zwischen dem Schutz der Privatsphäre und dem Selbstbestimmungsrecht zu leicht
aus den Augen. TUSCH Berlin möchte den Schülerinnen und Schülern der TUSCH-Schulen die Möglichkeit
geben, sich in Theaterworkshops auf spielerische Weise mit Fragen zu Datenschutz, persönlicher Freiheit
und dem Bedürfnis nach Transparenz auseinanderzusetzen und so die Schülerinnen und Schüler für dieses
Thema sensibilisieren und ein Bewusstsein für den
Wert der eigenen Privatsphäre fördern. Unter dem Motto “Welche Rolle spiele ich? – Zwischen Privatsphäre
und Transparenzplant TUSCH Berlin, zwei Serien von
jeweils zweitägigen Theaterworkshops zu veranstalten.
Politik ist kein Fremdwort
Unabhängige, junge Arbeitsgruppe aus den Verein
Türkische Gemeinde 01.09. – 31.12.2014
Thema: politisch-historische Bildung
Das Projekt “Politik ist kein Fremdwortsoll Jugendliche
dazu animieren, sich mit politischen Themen auseinander zu setzen bzw. sie motivieren, sich in späteren Jahren an der Politik zu beteiligen. Im Peer-to-Peer-Ansatz
werden Jugendliche im schulischen Kontext erreicht
und weitergebildet. Es findet Workshops und Ausflüge
statt. Entscheidend sind hierbei die Akteure/Initiatoren:
Das Projekt wird von Jugendlichen und Studierenden
aus der jungen unabhängigen Arbeitsgruppe des Vereins “Türkische Gemeinde zu Berlin(TGB) eigenständig
durchgeführt.

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Lichtspiele 2014
Lichtspiele e.V. 04.08. – 31.12.2014
Thema: Förderung des ehrenamtlichen Engagements
Im Dezember 2014 wird das zweite eigenständige
Lichtspiele Filmfestival stattfinden, organisiert durch
den Lichtspiele e.V. Der Verein besteht aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die es sich zur Aufgabe
gemacht haben, ein berlinweites Kurzfilmfestival für
Schülerinnen und Schüler zu veranstalten. Dabei liegt
die Besonderheit dieses Festivals darin, dass nur Filme
gezeigt werden, die selbst von Schülerinnen und Schülern produziert wurden. Jugendliche sind dazu aufgerufen, sich an der Organisation zu beteiligen und Kurzfilme einzureichen. Der Wettbewerb ist mit „Unter 16 Jahren“ und „Über 16 Jahren“ in zwei Kategorien unterteilt;
die Wahl von Thema und Genre ist frei.
Die Jury ist begeistert von dem Einsatz der jungen Akteure vor Ort und in Vorbereitung auf die Veranstaltung.
Daher möchte sie das Projekt mit der geringen beantragten Summe in Höhe von 1.000 € unterstützen.
Rückfragen: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Wissenschaft, Telefon: (030) 90227 – 5050

Pressemitteilung vom 16.07.2014, 12:42 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Antragsrunde 2014 Erasmus+:

BERLINER SCHULEN
SCHNEIDEN ERFOLGREICH AB

Die Berliner Schulen haben in der ersten Antragsrunde
des neuen EU-Programms für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, Erasmus+, ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Erst im Januar dieses Jahres hat der neue Förderzeitraum (2014 “ 2020) begonnen.
In der Leitaktion 1 „Lernmobilität von Einzelpersonen“,
fördert die EU im Schulbereich die Fortbildung von
Lehrkräften, Schulleitungen und pädagogischem Fachpersonal an Schulen und vorschulischen Einrichtungen.
In der diesjährigen Antragsrunde waren 48 Berliner
Schulen erfolgreich und haben Mittel in Höhe von
536.480 Euro eingeworben. Insgesamt erhielten damit
fast 300 Personen eine europäische Förderung.
„Es ist wichtig, dass so viele Schulen und auch Lehrkräfte am europäischen Austausch interessiert sind und
damit die Bandbreite europäischer Bildungspolitik hautnah erfahren können“, so die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres.

programm für Lebenslanges Lernen (2007 “ 2013) noch
nicht verlangt. Umso erfreulicher, dass die Berliner Anträge qualitativ so hoch eingestuft und genehmigt wurden. Sie hatten dabei Unterstützung von der EuropaBeratung Berlin (EBB). Diese Einrichtung wird von der
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft ESF-finanziert und hat den Auftrag Jugend- und
Bildungseinrichtungen in Berlin zu europäischen Förderprogrammen und Kooperationsmöglichkeiten zu beraten.
Die 48 erfolgreichen Schulen verteilen sich wie folgt auf
die einzelnen Schularten: 17 Grundschulen, 8 Integrierte Sekundarschulen, 13 Gymnasien, 4 Oberstufenzentren der beruflichen Bildung, eine Schule mit sonderpädagogischem Schwerpunkt sowie 5 Schulen in freier
Trägerschaft.
Weitere Informationen zu Erasmus+ finden Sie auf folgenden Seiten:
http://www.kmk-pad.org/nc/erasmusplus.html
http://www.kmkpad.org/nc/programme/erasmusplus/leitaktion-1.html
Rückfragen: *Pressesprecherin für Bildung, Beate Stoffers* *Tel.:* (030) 90227 - 5843

Pressemitteilung vom 21.07.2014, 14:11 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Innensenator Frank Henkel:

KEIN PLATZ FÜR ANTISEMITISMUS IN BERLIN
Zu den Vorfällen im Umfeld von Pro-PalästinaDemonstrationen in den vergangenen Tagen und zu
dem verbreiteten Video aus der al-Nur-Moschee erklärt
Berlins Innensenator Frank Henkel:
“Ich sage es deutlich: In unserem Land und in unserer
Stadt ist kein Platz für Antisemitismus. Deutschland
und auch Berlin haben eine historische Verantwortung
zum Schutz des Staates Israel. Die territoriale Integrität
Israels darf niemals in Frage gestellt werden.
Das Versammlungsrecht und das Recht auf Meinungsfreiheit sind hohe Güter. Wenn aber jemand Demonstrationen oder das Recht auf Meinungsfreiheit dazu
nutzt, um antisemitische Parolen zu verbreiten oder
Menschen jüdischen Glaubens tätlich anzugreifen, so
hat er die Konsequenzen aus diesem Missbrauch zu
tragen.
Die Polizei wird unter Wahrung des Rechts auf Versammlungsfreiheit und der Meinungsfreiheit gegen antisemitische Äußerungen konsequent vorgehen.

Im März war Einsendeschluss für die Anträge in Leitaktion 1 „Lernmobilität von Einzelpersonen“. Die Schulen
mussten ein umfangreiches Antragsformular ausfüllen
und ein Konzept zur Europäisierung und Fortbildung
vorlegen. Letzteres ist neu und wurde im Vorgänger______________________________________________________________________________________________________

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Pressemitteilung vom 24.07.2014, 16:02 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

AL-QUDS-DEMONSTRATIONEN –
WOWEREIT MAHNT
FRIEDLICHEN PROTEST AN

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstrationen zum Al-Quds-Tag in Berlin zum friedlichen Protest
aufgerufen. Gleichzeitig warnte er davor, die Demonstrationen für antisemitische Aktionen zu missbrauchen.

Die Polizistinnen und Polizisten und insbesondere die
Einsatzleitungen vor Ort sind erfahren genug, um auftretende Vorfälle entsprechend bewerten zu können
und angemessen zu reagieren. Die Polizei wird bei
Verstößen konsequent einschreiten.“

Pressemitteilung vom 28.07.2014, 11:11 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

WOWEREIT
ZUM MUSLIMISCHEN ZUCKERFEST

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:

Wowereit:“ Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut,
und in einer Demokratie sind friedliche Proteste gegen
Regierungen selbstverständlich zulässig. Demonstrationen dürfen aber niemals den Vorwand für das Skandieren antisemitischer Hetzparolen oder Gewaltaktionen bieten. Ich rufe die Veranstalter der Al-QudsDemonstration auf, dafür Sorge zu tragen, dass ihre
Proteste nicht für antisemitische Aktionen missbraucht
werden. Sie müssen sich an ihren eigenen Worten
messen lassen und gegen Antisemitismus eintreten. In
Berlin ist kein Platz für Gewalt und Hetzparolen. Wir
unterstützen die Berliner Polizei, die die morgigen Demonstrationen mit Auflagen belegt hat und konsequent
jede Form von antisemitischen Aktionen bekämpfen
wird.“
Rückfragen: Presse- und Informationsamt des Landes
Berlin, Telefon: (030) 9026-2411

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat sich zum Ende des Fastenmonats Ramadan
an die Bürgerinnen und Bürger muslimischen Glaubens
in Berlin gewandt.

Pressemitteilung vom 25.07.2014, 13:01 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Innensenator Frank Henkel:

Anlässlich der heutigen Demonstrationen zum Al-QudsTag erklärt Berlins Innensenator Frank Henkel:

Religionen können dazu dienen, das Gemeinsame zu
betonen, und sie können dem Frieden dienen. Sich
dieser Aufgabe zu stellen, ist gerade in diesen Tagen
mehr als dringlich – und zwar von Seiten aller Religionen. In diesem Sinne wünsche ich den Gläubigen in
unserer Stadt alles Gute zum Zuckerfest.“
Rückfragen: Presse- und Informationsamt des Landes
Berlin, Telefon: (030) 9026-2411

„Ich appelliere an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer
der Demonstrationen, das Recht zur freien Meinungsäußerung friedlich zu nutzen und nicht zu missbrauchen.

Pressemitteilung vom 30.07.2014, 17:25 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

MEINUNGSFREIHEIT FRIEDLICH NUTZEN,
NICHT MISSBRAUCHEN!

Unser Grundgesetz und das Versammlungsrecht verbürgen das Recht, sich zu versammeln und seine Meinung kund zu tun. Als Verfassungssenator Berlins stehe ich auch jederzeit für dieses Recht ein.
Antisemitische Äußerungen aber sind nicht tolerierbar.
Ich sage es ganz deutlich: Propaganda, die auf die Eliminierung eines Volkes gerichtete Aktionen gutheißt, ist
ein deutlicher Missbrauch dieses Rechts. Entsprechende Parolen hat die Polizei für Demonstrationen auch
richtigerweise untersagt.

Wowereit: „Die muslimischen Bürgerinnen und Bürger
unserer Stadt begehen heute das diesjährige Zuckerfest. Ich übermittle Ihnen allen dazu meine herzlichen
Grüße und Glückwünsche.
Dieses Fest zum Ende des Ramadan setzt einen neuen Anfang, und es ist ein Fest des Friedens und der
Versöhnung. Mich hat gefreut, dass gestern Vertreter
der drei abrahamitischen Religionen auf dem Petriplatz
in Berlin zum gemeinsamen Gebet zusammengekommen sind. Dieses Ereignis auch als Zeugnis des Erfolgs
des von uns geförderten interreligiösen Dialogs steht
für die Offenheit und Toleranz in unserer Stadtgesellschaft.

70. JAHRESTAG
DES WARSCHAUER AUFSTANDES –

Böhning vertritt Berlin in Polen: „Sehr hohe Bedeutung unserer Städtepartnerschaft“
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:

Der Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin, Staatssekretär Björn Böhning, wird am Donnerstag, den 31.
Juli 2014, in die polnische Hauptstadt Warschau reisen,
wo er an den Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag des Warschauer Aufstandes teilnimmt.
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Böhning folgt damit einer Einladung der Warschauer
Stadtpräsidentin Hanna Gronkiewicz-Waltz. Er wird
während seines Aufenthalts unter anderem an einer
Sondersitzung des Warschauer Stadtrates am Donnerstagmittag teilnehmen. Der Staatssekretär wird Berlin auch am Abend bei der zentralen Gedenkfeier der
Republik Polen und der Stadt Warschau vertreten. Dazu finden ein katholischer Gottesdienst und ein Appell
für die Gefallenen am Denkmal des Warschauer Aufstandes statt. Am Freitag wird Böhning zur Erinnerung
an den Aufstand einen Baum im Sächsischen Garten in
Warschau pflanzen und einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten niederlegen.
Böhning: „Vor 70 Jahren, am 1.August 1944, hat die
Polnische Heimatarmee die größte bewaffnete Widerstandsaktion im besetzten Polen begonnen und sich
den Besatzern entgegengestellt. Wenn wir heute auf
die enge Freundschaft und Zusammenarbeit Deutschlands und Polens, aber auch beider Hauptstädte
schauen können, so ist dies auch deshalb möglich, weil
sich Deutschland dieses dunklen Teils seiner Geschichte bewusst ist und die mahnende Erinnerung
wach hält. Berlin misst der Städtepartnerschaft mit
Warschau angesichts der wechselvollen gemeinsamen
Geschichte eine sehr hohe Bedeutung bei. Dies kam
auch bei dem Programm, das beide Städte für das 20jährige Bestehen der Partnerschaft im Jahr 2011
durchgeführt haben, zum Ausdruck.“
Rückfragen: Presse- und Informationsamt des Landes
Berlin, Telefon: (030) 9026-2411

Pressemitteilung vom 04.08.2014, 12:45 Uhr
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

PROJEKTFÖRDERUNGEN FÜR LITERATURVORHABEN IM JAHR 2015 AUSGESCHRIEBEN
Frist: 02.10.2014
Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt auch
im Jahr 2015 Mittel für Literaturprojekte. Gefördert werden in Berlin stattfindende literarische Vorhaben, die
sich durch innovative Ansätze und eine einfallsreiche
Präsentation bei der Vermittlung belletristischer Gegenwartsliteratur auszeichnen. Bewerben können sich
in Berlin ansässige Literaturvermittler, Vereine, Organisationen und Initiativen von Autorinnen und Autoren.
Die Mittelvergabe steht unter dem Vorbehalt zur Verfügung stehender Mittel.
Der Link zum Online-Formular sowie das Informationsblatt zur Ausschreibung können im Internet unter
http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/informatione
n/maininfo.html#K5
aufgerufen werden.
Künstler/innen, die den Antrag ausnahmsweise per
Hand ausfüllen möchten, können sich die Bewerbungsunterlagen bei der Kulturverwaltung des Berliner Se-

nats, Brunnenstraße 188-190, 10119 Berlin-Mitte beim
Pförtner abholen. Die Kulturverwaltung empfiehlt den
Bewerberinnen und Bewerbern jedoch, die Möglichkeit
der Online-Bewerbung zu nutzen.
Für ein Projekt können bis zu 10.000 € beantragt werden.
Eine unabhängige Jury (Annette Kusche, Christiane
Kussin, Katarzyna Zorn) entscheidet bis Ende des Jahres über die Vergabe der Projektmittel.
Nähere Informationen sind unter der Telefonnummer
(030) 90228 536 zu erhalten.
Bewerbungsschluss ist in diesem Jahr bereits der 2.
Oktober 2014 (Poststempel).
Wichtiger Hinweis: Online-Anträge müssen am
02.10.2014 bis spätestens 18 Uhr an die Kulturverwaltung abgeschickt sein.
Rückfragen: Wolfgang Meyer, Telefon: 90 228 536

Pressemitteilung vom 05.08.2014, 15:40 Uhr
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
"Bildung und Integration im Quartier":

NEUE PROJEKTIDEEN
FÜR DAS FÖRDERPROGRAMM GESUCHT!
Frist: 14.09.2014

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
startet derzeit für das Förderprogramm "Bildung und
Integration im Quartier" (BIQ) den Aufruf zur Einreichung neuer Projekte.
Mit diesem Aufruf werden Projekte ab 500.000 € Gesamtkosten (einschließlich der Kofinanzierung) für das
Programmjahr 2014 gesucht. Diese Projekte können
nach Projektbewilligung am 01.01.2015 beginnen und
dürfen längstens bis zum 31.12.2016 laufen.
Einsendeschluss
14.09.2014.

für

Projektvorschläge

ist

der

Ausführliche Informationen zu diesem Projektaufruf,
dem Förderprogramm und dem Förderverfahren und
die entsprechenden Formulare finden sich auf der
Homepage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt unter:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerd
erprogramme/biq/de/programmaufruf.shtml
(Projektaufruf im Rahmen des Förderprogramms "Bildung und Integration im Quartier (BIQ))
Gesucht werden Projekte, die insbesondere


Bildungsdefiziten im Quartier entgegenwirken
und durch die Vernetzung vorhandener Ressourcen und Bildungspartner (z.B. Verknüpfung

______________________________________________________________________________________________________

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





von unterschiedlichen Bildungseinrichtungen
mit lokalen Firmen und anderen Institutionen
des Quartiers) eine größtmögliche Wirkung erzeugen bzw. die dafür notwendige Infrastruktur
schaffen (z.B. Zentren der Begegnung, die
gleichzeitig zahlreiche Beratungs- und Qualifizierungsangebote vorhalten)
vorrangig die Ausbildungsfähigkeit der Kinder
und Jugendlichen verbessern
den Kindern und Jugendlichen des Quartiers
die Übergänge Kindergarten-Grundschuleweiterführende Schule-Berufsausbildung erleichtern
Baulich- investive Maßnahmen mit SozioIntegrativen Maßnahmen innerhalb eines Projektes verbinden
und damit auch die Lebensqualität in den Quartieren verbessern und zu einer Aufwertung der
Situation in den Quartieren beitragen.

Das Förderprogramm „Bildung im Quartier“ war seit
2007 ein Teilprogramm der Berliner „Zukunftsinitiative
Stadtteil“ und wird nun als „Bildung und Integration im
Quartier (BIQ)“ in der Strukturfondsförderperiode 2014
– 2020 im Rahmen der „Zukunftsinitiative Stadtteil II“
(ZIS II) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fortgesetzt. Seit 2007 werden
bereits quartiersbezogene Bildungsangebote / Projekte
im Stadtgebiet aus EFRE-Mitteln gefördert.

Pressemitteilung vom 15.08.2014, 11:51 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Nach Brand in Moschee-Anbau:

HENKEL
ZU NEUEN ERMITTLUNGSERKENNTNISSEN
Berlins Innensenator Frank Henkel erklärt zum Fund
von Spuren einer brennbaren Flüssigkeit im Zusammenhang mit dem Brand eines Moschee-Anbaus:
„Wenn in unserer Stadt religiöse Gebäude brennen,
ganz gleich, ob es sich um Kirchen, Synagogen oder
Moscheen handelt, dann nehme ich das äußerst ernst.
Die Berliner Polizei wird nach den neuen Ermittlungserkenntnissen weiter alles dafür tun, um die Tatursache
zu ermitteln. Wenn nur der Verdacht besteht, dass es
sich um eine vorsätzliche Brandstiftung handeln könnte, muss dies dringend aufgeklärt werden. Ich habe volles Vertrauen in die Ermittlungsarbeit der Berliner Polizei. Mit der Bündelung der bisherigen Ermittlungen in
einer Ermittlungsgruppe beim polizeilichen Staatsschutz wird diese Arbeit noch einmal intensiviert.

Anfragen an den Senat
Kleine Anfragen:
Titel: Proteste gegen die rechtspopulistische AfD am
Brandenburger Tor am 23. Mai 2014
Abgeordneter: Höfinghoff, Oliver (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713946.pdf
Titel: Ermittlungen des LKA gegen NW Berlin und S. S.
Abgeordneter: Taş, Hakan (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713944.pdf
Titel: Illegaler Zigarettenhandel in Berlin im Jahr 2013
Abgeordneter: Trapp, Peter (CDU)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713951.pdf
Titel: Kein Dialog des Senats
mit Weltanschauungsgemeinschaften?
Abgeordneter: Beck, Martin (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713963.pdf
Titel: Was hat die Berliner Polizei gegen
„NSU: Staat und Nazis Hand in Hand“?
Abgeordneter: Höfinghoff, Oliver (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713945.pdf
Titel: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Alter und
in der Pflege – was hat der Senat unternommen?
Abgeordneter: Lederer, Dr. Klaus (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713959.pdf
Titel: Zensur statt Selbstkritik – Ist das die Methode der
Aufarbeitung des NSU-Skandals durch die Berli-ner
Polizei?
Abgeordneter: Taş, Hakan (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713955.pdf

Titel: Deutschkurse für Flüchtlinge –
Die Sicherheitsbehörden werden weiterhin mit dem genochmal nachgefragt
botenen Nachdruck und hoher Sensibilität handeln. Die
Abgeordnete: Bayram, Canan (Bündnis 90 / Die GrüBerliner Polizei hat in den letzten Tagen in einem ennen)
gen Dialog mit den Betroffenen gestanden. Diese
Link: http://pardok.parlamentKommunikation wird fortgesetzt. Ich habe heute den
berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S17türkischen Generalkonsul telefonisch über die neuen
13970.pdf
Erkenntnisse informiert.“
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Titel: Flüchtlinge von der Oranienplatz-Liste von Abschiebung bedroht – was sind Vereinbarungen mit dem
Senat wert? Und was tut eigentlich der Innensenator?
Abgeordneter: Taş, Hakan (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714009.pdf
Titel: Anerkennung von ausländischen Abschlüssen im
Gesundheitsbereich:
Scheitert sie an der Approbation?
Abgeordnete: Kahlefeld, Dr. Susanna (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714017.pdf
Titel: Neuer rechter Treffort in Neukölln?
Abgeordnete: Herrmann, Clara (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714018.pdf
Titel: Aktueller Umsetzungsstand der ISV:
Geschichtsdokumentation und Forschung
Abgeordneter: Lederer, Dr. Klaus (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714011.pdf
Titel: Verwendung zusätzlicher Mittel
gegen homophobe Gewalt
Abgeordneter: Oberg, Lars (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714024.pdf
Titel: Anerkennung der Berufsabschlüsse
der IHK Berlin
Abgeordneter: Claus-Brunner, Gerwald (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714026.pdf
Titel: Was macht das Koordinierungsgremium
zur Geschichte von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen?
Abgeordneter: Birk, Thomas (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714049.pdf
Titel: „Willkommensklassen“ an Berliner Schulen III –
Ferienschulen für Schüler*innen aus Lerngruppen für
Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse
Abgeordneter: Delius, Martin (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714064.pdf

Titel: „Willkommensklassen“ an Berliner Schulen IV –
Verfahren, Teilnehmer*innenzahlen und Verweildauer
Abgeordneter: Delius, Martin (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714065.pdf
Titel: Zwischenstand: Was tut der Senat aktuell zur Bekämpfung der Kinderarmut und deren negativen Folgen
für die Berliner Kinder und Jugendlichen?
Abgeordnete: Burkert-Eulitz, Marianne (Bündnis 90 /
Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714067.pdf
Titel: »Wie bitte was?!« – Sprachkurse für Asylsuchende und Geduldete in Berlin
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714048.pdf
Titel: Was folgt aus dem erfolgreichen Volksentscheid
Tempelhof? III – Friedhof für die Sehitlik-Gemeinde
Abgeordnete: Kahlefeld, Dr. Susanna (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714142.pdf
Titel: Islamistische Rückkehrer nach Berlin –
Was kann man präventiv tun?
Abgeordneter: Schreiber, Tom (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714119.pdf
Titel: Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim
"Salvador-Allende" im April
2014
Abgeordneter: Schreiber, Tom (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714118.pdf
Titel: Berliner Feuerwehr und Diversity II –
Wann kommt der Diversity-Beauftragte?
Abgeordneter: Schreiber, Tom (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714117.pdf
Titel: Organisierte Kriminalität in Berlin 2012 - 2014
Abgeordneter: Lux, Benedikt (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714130.pdf
Titel: Abschaffung der Indologie und Kunstgeschichte
Südasiens?
Abgeordneter: Schlede, Stefan (CDU)

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September 2014, Nr. 115
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 22
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Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714217.pdf
Titel: Demonstrationen und Kundgebungen
vor Flüchtlingsunterkünften
Abgeordneter: Höfinghoff, Oliver (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714156.pdf
Titel: Religiöses Mobbing an Berliner Schulen - Gerücht
oder Wirklichkeit?
Abgeordneter: Claus-Brunner, Gerwald (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714195.pdf
Titel: Polizeieinsatz bei der Versammlung "Bleiberecht
für alle Flüchtlinge" am 5. Juli 2014
Abgeordneter: Höfinghoff, Oliver (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714202.pdf

Abgeordnete: Herrmann, Clara (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714306.pdf
Titel: Investitions- und Herrichtungskosten von Flüchtlingsunterkünften
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714281.pdf
Titel: Zusammenarbeit von Hooligans und Neonazis in
Berlin
Abgeordnete: Herrmann, Clara (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714283.pdf

Titel: Bonusprogramm für freie Schulen in sog. Brennpunktgebieten
Abgeordnete: Remlinger , Stefanie (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714229.pdf
Titel: Auftragsvergabe an Betreiber
von Flüchtlingsunterkünften ohne Ausschreibung
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714201.pdf
Titel: Antisemitische Delikte
Abgeordnete: Herrmann, Clara (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714282.pdf
Titel: Wie schützt der Senat Menschen muslimischen
Glaubens in Berlin vor Gewalt und Hass?
Abgeordneter: Claus-Brunner, Gerwald (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714301.pdf
Titel: Wie schützt der Senat Menschen jüdischen Glaubens in Berlin vor Gewalt und Hass?
Abgeordneter: Claus-Brunner, Gerwald (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1714300.pdf
Titel: Militante Rechtsextreme
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BERLIN INTERNATIONAL
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MobiPro-EU:

Aus Europa, Bund und Ländern

NOVELLIERUNG DER FÖRDERGRUNDSÄTZE

Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen
Frist: 30.09.2014

Hinweis:

BERLINER EUROPAPORTAL
Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/EU

Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF):

STARTSCHUSS
FÜR PROJEKTANTRÄGE VERZÖGERT

Der Abstimmungsprozess zwischen der Europäischen
Kommission (EU-KOM) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist noch nicht beendet.
Daher verschiebt sich der Aufruf des BAMF, Projektanträge für die neue Förderperiode 2014 einzureichen.
Die EU-KOM und das Bundesamt befinden sich derzeit
noch in Abstimmung über die Ausführung des Nationalen Programms. Der ursprünglich für Juli 2014 geplante
Aufruf für Projektanträge verschiebt sich daher. Die Zuständige Behörde AMIF beim Bundesamt bedauert die
Verzögerungen und wird alle Beteiligten baldmöglichst
über den weiteren Programmverlauf informieren.
Weitere Informationen zu AMIF unter:
http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/EUFonds/AMIF/amifnode.html
Unter diesen Link finden Sie auf der rechten Spalte
auch die Dokumente der Zentralen Informationsveranstaltung in Berlin zum Download.
https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloa
ds/Infothek/Veranstaltungen/20140514-amifpraesentation.html
[PM BAMF v. 15.07.; RED]

Das BMAS hat die neuen Fördergrundsätze im Sonderprogramm des Bundes zur „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen Fachkräften aus Europa
(MobiPro-EU)“ veröffentlicht. Es wird sich im Wege der
Projektförderung auf die Unterstützung ausbildungsinteressierter junger EU-Bürgerinnen und EU-Bürger
konzentrieren. Das Sonderprogramm unterstützt seit
Januar 2013 junge EU-Bürgerinnen und EU-Bürger bei
der Aufnahme einer betrieblichen Berufsausbildung
oder einer Beschäftigung in einem Engpassberuf in
Deutschland.
Ziel des novellierten Sonderprogramms ist es, Hemmnisse der beruflichen Mobilität von jungen Menschen
innerhalb der EU abzubauen und damit einen Beitrag
zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU
zu leisten. Mittelbar kann dies auch neue Wege der
Fachkräftesicherung aufzeigen.
Zuwendungsempfänger für die Durchführung von Projekten werden in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt. Zunächst erhalten interessierte Institutionen im
Rahmen der ersten Verfahrensstufe die Möglichkeit
einen Projektvorschlag einzureichen, die geeigneten
Projektträger werden im zweiten Schritt zur Einreichung
eines Antrags aufgefordert. Dieses Vorgehen soll eine
größere Planungssicherheit für alle Beteiligten bieten
Weitere Informationen:
http://www.bmas.de/DE/Themen/Aus-undWeiterbildung/Meldungen/mobipro-eu-juli-14.html.
Der Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen ist
abrufbar unter: http://www.thejobofmylife.de.

Programm gestartet:

„STARK IM BERUF – MÜTTER MIT
MIGRATIONSHINTERGRUND STEIGEN EIN“
Aufforderung zur Interessenbekundung
Frist: 30.09.2014
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend ruft geeignete Träger auf, sich am Programm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ zu beteiligen. Mit dem neuen Programm werden die im Rahmen von „Ressourcen stärken“ erfolgreich erprobten Handlungsansätze zur Erwerbsintegration fortgeführt und weiter entwickelt.
Die Dokumente zum Interessenbekundungsverfahren:
http://www.bafza.de/startseite/news/programm-starkim-beruf.html

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September 2014, Nr. 115
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 24
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BAMF:

Aydan Özoğuz zu den Einbürgerungszahlen:

77.109 ASYLANTRÄGE
IM ERSTEN HALBJAHR 2014
19.431 Asylanträge im Juli 2014

DAS KÖNNEN WIR BESSER!

In der Zeit vom Januar bis Juni 2014 haben insgesamt
77.109 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 67.441 als Erstanträge und 9.668 als Folgeanträge.
Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (48.524
Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 28.585
Personen (58,9 Prozent).
Die Hauptherkunftsländer im ersten Halbjahr 2014 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren
Nr.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.

Land
Syrien
Serbien
Afghanistan
Eritrea
Albanien
Mazedonien
Bosnien-Herzegowina
Russische Föderation
Somalia
Irak

Jan –
Juni 2013
4.852
4.418
3.691
321
325
2.272
1.032
10.163
1.227
1.959

Jan –
Juni 2014
12.888
9.361
4.528
3.969
3.913
3.736
3.285
2.865
2.851
2.520

Weitere Informationen:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/D
E/2014/20140409-0020-pressemitteilung-bmiasylzahlen-juni.html
Juli 2014
Im Juli 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge insgesamt 19.431 Asylanträge gestellt, 75,6
Prozent mehr als im Vorjahresmonat Juli 2013. Dies ist
der höchste Monatswert seit Juli 1993 (20.658 Anträge).
Entschieden hat das Bundesamt im Juli 2014 über die
Anträge von 10.199 Personen. 2.406 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (23,6 Prozent aller Asylentscheidungen).
Zudem erhielten 507 Personen (5,0 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei
218 Personen (2,1 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Weiter mit der Aufstellung der Hauptherkunftsländer
und den Zahlen für Juli 2014 im Einzelnen unter:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/D
E/2014/20140815-0021-pressemitteilung-bmiasylzahlen-juli.html

Am 17. Juli 2014 hat das Statistische Bundesamt die
Einbürgerungszahlen für 2013 veröffentlicht. Hierzu
erklärt Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte der
Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration:
Deutschland wird immer vielfältiger, Deutschland ist
international so attraktiv wie nie. Und doch stagnieren
die Einbürgerungszahlen auf sehr niedrigem Niveau.
Das darf nicht so bleiben! Fast drei Viertel der Ausländerinnen und Ausländer erfüllen grundsätzlich die Voraussetzungen dafür, sich einbürgern zu lassen. Und
nur etwas mehr als zwei Prozent von ihnen unternehmen diesen Schritt.
Integration heißt auch umfassende politische Teilhabe.
Wer in Deutschland zu Hause ist, soll mitbestimmen
können: Wählen dürfen und gewählt werden können das geht nur mit allen Staatsbürgerrechten.
Auffällig, ja ins Auge stechend, sind die Unterschiede in
den Bundesländern. Dass Hamburg mit großem Abstand bei der Einbürgerung vorne liegt, ist kein Zufall.
Das ist Ergebnis eines klaren politischen Willens und
einer klaren Botschaft: Wir wollen, dass Ihr teilhabt, wir
wollen, dass Ihr dazu gehört, wir wollen, dass Ihr deutsche Staatsbürger werdet. Und siehe da: 2013 fanden
in Hamburg knapp 1600 Einbürgerungen mehr statt als
im Jahr zuvor (+ 27,8 %).
Eine so klare und eindeutige Ansprache wünsche ich
mir überall in Deutschland. Verglichen mit skandinavischen Ländern sind unsere Einbürgerungsvoraussetzungen sehr hoch. Doch zeigt sich, dass schon mit der
geltenden Rechtslage bessere Ergebnisse erzielt werden können, wenn der politische Wille denn da ist.
http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundes
regierung/BeauftragtefuerIntegration/beauftragte-fuerintegration.html
Hinweis der Redaktion: Lesen Sie hierzu bitte auch die
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom
17.07.2014 mit weiterführenden Informationen sowie
einem Tabellenteil:
„112 350 Einbürgerungen im Jahr 2013“
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pres
semitteilungen/2014/07/PD14_254_12511.html
[PM v.17. Juli 2014; RED]

[PM BAMF v. 18.07. u. 15.08.2014, RED]

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September 2014, Nr. 115
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EuGH-Urteil zum Nachzug türkischer Ehegatten:

DEUTSCHE SPRACHKENNTNISSE KEINE
VORAUSSETZUNG FÜR VISUMERTEILUNG
Regelung zu pauschal
Seit 2007 macht Deutschland die Erteilung eines Visums für den Ehegattennachzug von Drittstaatsangehörigen grundsätzlich davon abhängig, dass sich der
nachzugswillige Ehegatte zumindest auf einfache Art in
deutscher Sprache verständigen kann. Diese neue Bedingung soll Zwangsverheiratungen verhindern und die
Integration erleichtern.
Dass Deutschland Ehegatten von rechtmäßig im Inland
wohnenden türkischen Staatsangehörigen ein Visum
zum Zweck des Ehegattennachzugs nur erteilt, wenn
sie einfache Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen, verstößt gegen das Unionsrecht, urteilte am
10. Juli der Gerichtshof der Europäischen Union.
Pressemitteilung des EuGH:
http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/
2014-07/cp140096de.pdf
Volltext des Urteils:
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf;jses
sionid=9ea7d0f130deded2083b471a42fd8c38c77092dabc
38.e34KaxiLc3eQc40LaxqMbN4Ob3aQe0?text=&docid
=154828&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=
&occ=first&part=1&cid=70754
Dazu die Bundesintegrationsbeauftragte:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/A
rtikel/Recht/2014-07-10-EuGH-Urteil-EhegattenSprachtest.html
Stellungnahme des BMI:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge
n/DE/2014/07/eugh.html
Stellungnahme des SVR
„SVR schlägt Härtefallklausel vor“:
http://www.svr-migration.de/content/?p=5687
[RED]

Neue Regelungen
zum Asylverfahren und zur Optionspflicht:

BUNDESTAG
BESCHLIESST GESETZENTWÜRFE
Der Bundestag hat am 3. Juli 2014 die Gesetzentwürfe
der Bundesregierung zur Einstufung von drei Staaten
als sichere Herkunftsstaaten (zustimmungspflichtig)
sowie zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes
(nicht zustimmungspflichtig) beschlossen.

Für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern sieht das neue Gesetz demnach die Abschaffung der sogenannten Optionspflicht
vor. In bestimmten Fällen wird damit die Mehrstaatigkeit akzeptiert:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/D
E/2014/07/staatsangehoerigkeit-und-sichereherkunftstaaten.html

SOZIALE ABSICHERUNG
VON DRITTSTAATSANGEHÖRIGEN
IN DEUTSCHLAND

Studie der deutschen nationalen Kontaktstelle für
das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN)
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden grenzüberschreitenden Mobilität stellt die Portabilität von
Sozialleistungsansprüchen eine migrationsspezifische
Herausforderung moderner Sozialstaaten dar.
Die Studie analysiert, unter welchen Voraussetzungen
Drittstaatsangehörige Zugang zu einzelnen Sozialleistungen erhalten und welche aufenthaltsrechtlichen
Konsequenzen daraus erwachsen können.
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikatio
nen/EMN/Nationale-Studien-WorkingPaper/emn-wp57soziale-absicherung-drittstaatsangehoeriger.pdf

SVR:

DEUTSCHLAND IST EUROPAS ABSOLUTER
SPITZENREITER BEI DER BLUE CARD
Bereits 16.000 Blue Cards ausgestellt

Zum zweiten Jahrestag der Umsetzung der Blue Card
in deutsches Recht zieht der SVR ein doppeltes Fazit:
„In Deutschland hat sich die Blue Card als zentrale
Säule der deutschen Arbeitsmigrationspolitik bewährt“,
sagte Prof. Dr. Christine Langenfeld, Vorsitzende des
Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Bis einschließlich März 2014
wurden über 16.000 Blue Cards erteilt. „Deutschland ist
damit einsamer Blue Card-Spitzenreiter in Europa“,
sagte Langenfeld. Weniger erfolgreich sei die Blue
Card allerdings als genuin europäische Anwerbemaßnahme und damit als Instrument, über die Nationalstaaten hinaus auch den Einwanderungskontinent Europa
insgesamt im globalen Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte zu stärken. Die Entscheidung einiger europäischer Mitgliedstaaten, die Blue Card nur pflichtschuldig umzusetzen und gegenüber den nationalen
Regeln nachrangig zu behandeln, ist somit kritisch zu
sehen.
Die EU hat ihren Mitgliedstaaten mit der Blue Card
erstmals auch im Bereich der Arbeitsmigration einen
verbindlichen rechtlichen Rahmen vorgegeben, ohne

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allerdings europaweit identische Regeln vorzuschreiben. „Deutschland hat sich bei der Umsetzung entschieden, die Blue Card als eine zentrale Säule der
deutschen Zuwanderungspolitik zu etablieren. Die Blue
Card ergänzt dabei die weiterhin bestehenden bzw. im
Zusammenhang mit der Umsetzung geschaffenen rein
nationalstaatlichen Regelungen“, erläuterte die SVRVorsitzende. „Über 16.000 erteilte Blue Cards in 21
Monaten zeigen, dass die Blue Card in Deutschland
mittlerweile etabliert und von deutschen Arbeitgebern
wie ausländischen Hochqualifizierten angenommen ist.“
Mit der Blue Card als eigenständigem europäischem
Instrument war allerdings auch der Versuch verbunden,
Europa stärker als bislang als attraktiven Einwanderungskontinent für Hochqualifizierte zu positionieren
und bekannt zu machen. Dies setzt allerdings voraus,
dass der Blue Card – wie in Deutschland – auch in anderen EU-Mitgliedstaaten ein ähnlich hoher Stellenwert
im Gesamtsystem der nationalen Einwanderungspolitik
beigemessen wird. „Dies ist bislang in kaum einem anderen EU-Mitgliedstaat der Fall“, sagte Langenfeld, „in
vielen Ländern wie etwa in Schweden, aber auch in
Österreich oder Frankreich ist die Blue Card deutlich
restriktiver als erforderlich umgesetzt worden; als Instrument zur Zuwanderungssteuerung spielt sie in diesen Ländern kaum eine Rolle und dies, obwohl die Blue
Card flexibel ausgestaltet ist und den Mitgliedstaaten
durchaus die Möglichkeit eröffnet, die Bedürfnisse des
eigenen Arbeitsmarkts zu berücksichtigen.“ Ihr Potenzial als Symbol eines gesamteuropäischen Interesses
an der Gewinnung von hochqualifizierten Drittstaatsangehörigen und als Pionier einer europäisch abgestimmten Anwerbepolitik wird damit jedenfalls zurzeit verschenkt. Es sollte daher auf europäischer Ebene über
Wege nachgedacht werden, wie die Mitgliedstaaten bei
der Umsetzung der Blue Card zu einer gemeinsam getragenen Strategie kommen können.
Internet: http://www.svr-migration.de

Download des Gutachtens „Migration und Jugenddelinquenz - Mythen und Zusammenhänge“ :
https://mediendienstintegration.de/fileadmin/Dateien/Gutachten_Kriminalitaet_Migra
tion_Walburg.pdf
[PM v. 30. Juli 2014; RED]

21.09. bis 27.09, bundesweit:

INTERKULTURELLE WOCHE 2014
Die bundesweite Interkulturelle Woche wird am Freitag,
den 19. September in der Landeshauptstadt Stuttgart
mit einem zentralen Auftakt eröffnet.
Offiziell beginnt die diesjährige IKW am 21. September
und endet am 27. September. Vielerorts finden Veranstaltungen bereits vorher oder auch nachher statt. Es
werden ca 4.500 Veranstaltungen in über 500 Städten
und Gemeinden erwartet.
Internet (mit Veranstaltungskalender):
http://www.interkulturellewoche.de/

[PM SVR, 31.07.2014]

Gutachten:

DELINQUENZ
IST KEINE FRAGE DER HERKUNFT
Jung, männlich, delinquent: Das Stereotyp der "kriminellen Migranten" ist weit verbreitet. Vor allem Jugendliche aus Einwandererfamilien gelten als gewaltbereit
und häufiger straffällig. Zurückgeführt wird das häufig
auf ihre ausländische Herkunft oder Religion. Der Kriminologe Christian Walburg hat aktuelle Studien in einem Gutachten für den Mediendienst Integration zusammengefasst.
Weitere Informationen:
https://mediendienst-integration.de/artikel/kriminalitaetjugendliche-migrationshintergrund-maennlichdelinquenz.html
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Initiativen
Wettbewerb 2014:

„AKTIV FÜR DEMOKRATIE UND TOLERANZ“
Einsendeschluss: 26.09.2014
Der Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz
2014“ des „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ (BfDT) soll erfolgreiche
zivilgesellschaftliche Aktivitäten für eine lebendige und
demokratische Gesellschaft würdigen. Den Preisträgerinnen und Preisträgern winken Geldpreise im Wert von
bis 5.000 Euro und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. Der Einsendeschluss ist der 26.09.2014.
Weitere Informationen, Flyer und das Bewerbungsformular auf: http://www.buendnis-toleranz.de

METE-EKŞI-PREIS

Ausschreibung:

MEET UP!

Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen
Frist: 15.10.2014
Die Stiftung EVZ startet ein neues Sonderprogramm für
EUROPEANS FOR PEACE: "MEET UP! DeutschUkrainische Jugendbegegnungen" fördert den Austausch von jungen Menschen aus Deutschland und der
Ukraine im Jahr 2014.
Bewerben können sich Bildungsträger, Unis, Studenten- oder Sportvereine sowie Kulturinitiativen.
Einsendeschluss: 15.10.2014. Mehr Infos unter:
http://www.europeans-forpeace.de/de/foerderung/meet-up.

Workshops/ Tagungen

Ausschreibung 2014
Frist: 10.10.2014

06.-08.10., Mannheim:

Der Mete-Ekşi-Preis
Der Mete-Ekşi-Fonds vergibt seit 1992 den Preis jährlich an Kinder und Jugendliche bzw. Jugendgruppen,
die sich für ein friedliches, tolerantes und gleichberechtigtes Zusammenleben junger Menschen in Berlin einsetzen. Es werden Preisgelder in Höhe von insgesamt
3000 €, sowie Urkunden vergeben.

Motto: „Heimat bewegen“

Bewerben können sich Einzelpersonen sowie von Pädagog(inn)en betreute oder selbstständige Gruppen
aus Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit. Bewerbungen können direkt an uns eingereicht werden
Weitere Informationen bei der bei der GEW Berlin unter
(030)
219993-0
und
unter:
http://www.gewberlin.de/4715.php
Kontakt und Bewerbung
Bewerbungsunterlagen bitte senden an den Vorstand
des Mete-Ekşi-Fonds:
c/o GEW BERLIN
Ahornstraße 5
10787 Berlin
E-Mail: vorstand@mete-eksi-preis.de
Internet: http://www.mete-eksi-preis.de/

5. BUNDESFACHKONGRESS INTERKULTUR
Der 5. Bundesfachkongress Interkultur stellt sich unter
dem Motto HEIMATEN BEWEGEN vom 6.–8. Oktober
2014 der Aufgabe, das weite Feld von „Heimaten“ auszumessen und in einem Konzept der Vielfalt zu verorten.
Drei Tage lang werden dazu in Vorträgen, Fachforen
und künstlerischen Beiträgen aktuelle Entwicklungen
präsentiert und diskutiert. Behandelt werden u.a. der
Paradigmenwechsel beim Umgang mit Vielfalt, die Beheimatung durch die Künste, Gestaltung von (neuer?)
Heimat in Stadtentwicklungsprozessen, Umgang mit
Heimatlosigkeit und Rassismus, Freizügigkeit und Abschottung, Bildung als ein wesentliches Element für die
Verortung von „Heimaten“.
Ziel des Bundesfachkongresses Interkultur ist es, die
unterschiedlichen Diskurse im Bereich der kulturellen
Vielfalt zusammenzuführen und Fragen nach den Perspektiven unserer diversifizierten Gesellschaft zu stellen. Theoretische und praktische Fragestellungen werden in Keynotes, Fachforen und Diskussionsrunden
behandelt. Künstlerische Beiträge ergänzen die Kongressinhalte und beleuchten die vielfältigen Themenstellungen mit ästhetischen Mitteln.
Weitere Informationen, Programm sowie Anmeldung im
Internet unter:
http://www.bundesfachkongress-interkultur-2014.de/

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 Die theoretische und praktische Darstellung der
Ergebnisse unseres Projektes
 Ausblicke auf eine zukünftige Erleichterung der
Kommunikation zwischen Behörden und Migranten

10.09.,
Abschlusskonferenz:

“LANGUAGE INTERPRETER TRAINING
AS A STEPPING STONE TO WORK” (LITSSW)

Internationale
Abschlusskonferenz
geförderten Projekts

des

EU-

Anmeldefrist: 03.09.2014

Gerne würden wir Sie als Gast bei unserer Konferenz
begrüßen. Während der Mittagspause erwartet Sie ein
Buffet.
Falls Sie teilnehmen möchten, dann informieren Sie
uns bitte darüber bis zum 03.09.2014 per E-Mail an
projects@iberika.de.

Termin: 10.09.2014, 10:00-14:00 Uhr
Ort: Haus der Deutschen Caritas
Reinhardstraße 13
10117 Berlin

Wir freuen uns auf Sie!

Die Integration in ein fremdes Land ist eine Herausforderung. Schon kurz nach der Ankunft hat der Zuwanderer zu kämpfen mit der Lösung der existentiellen
Grundbedürfnisse: das Finden einer Wohnung, einer
angemessenen Arbeit und eine gesicherte Krankenversorgung. Doch wie gestaltet sich der Umgang mit den
deutschen Behörden? Und wie kann ein Zuwanderer
sich Gehör verschaffen und die Erklärungen der Mitarbeiter verstehen, wenn er die Landessprache noch
nicht ausreichend beherrscht?

Kontakt

Der Behördendolmetscher als Vermittler
Um dieses Problem zu lösen, wurde das von der europäischen Kommission geförderte Projekt LITSSW ins
Leben gerufen. Es verfolgt das Ziel, Migranten mit sehr
guten Kenntnissen der Landessprache zu Dolmetschern auszubilden, welche auf das Dolmetschen in
Behörden spezialisiert sind. Neue Zuwanderer können
somit von deren Erfahrungen und Sprachkenntnissen
profitieren, wodurch die Integration für beide Seiten erleichtert wird: sowohl für die Behörden, als auch für die
Migranten.
Unser Projekt: LITSSW
Das Projekt wurde von den Partnerländern Großbritannien, Deutschland, Bulgarien, Italien und Griechenland
gemeinsam entwickelt und umgesetzt. Initiator des Projekts war Großbritannien, wo sich das System der Behördendolmetscher schon erfolgreich etabliert hat. Jedes der Partnerländer sah sich nun jedoch vor der Herausforderung, das Training der Dolmetscher an die
Landesbedingungen anzupassen und dort langfristig
eine Integration der Dolmetscher in das Behördensystem zu erreichen.
Nach einer zweijährigen, intensiven Arbeitsphase haben wir unser Projekt nun erfolgreich abgeschlossen
und möchten die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit
präsentieren.
Die Inhalte der Abschlusskonferenz am 10.09. umfassen:
 Die Analyse der momentanen Beratungssituation
von Migranten

Weitere Informationen zu LITSSW finden Sie auch hier:
http://interpretertraining.eu/de/uber-das-projekt/

Iberika Sprachschulen Berlin
Wilmersdorfer Str. 50/51 (3.Stock)
10627 Berlin
Tel.: (030) 4495650
E-Mail: projects@iberika.de
Internet: http://www.iberika.de

12.09., Tagung:

„DIE WARE MENSCH:
MENSCHENHANDEL IN EUROPA"

Veranstaltet von der Vertretung der Europäischen
Kommission in Deutschland und dem Deutschen
Frauenrat
Anmeldefrist: 11.09.2014
Freitag, 12. September 2014,
12.00 – 16.00 Uhr,
Europäisches Haus
Unter den Linden 78
10117 Berlin
In der Europäischen Union werden immer mehr Menschen Opfer eines offensichtlich lukrativen Geschäftszweiges: dem Handel mit der Ware Mensch zum Zweck
der sexuellen Ausbeutung, der Zwangsarbeit oder anderer Straftaten wie etwa der Organentnahme oder des
Verkaufs von Kindern. Bei den Opfern handelt es sich
überwiegend um Frauen. Ein im Jahr 2013 veröffentlichter Bericht der Europäischen Kommission zeigte
erschreckende Zahlen: zwischen 2008 und 2010 stieg
die Zahl der Opfer innerhalb der EU um 18%, während
die Zahl der Verurteilungen der Menschenhändler im
gleichen Zeitraum um 13% sank.
Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Europäische Union
bereits im April 2011 eine Richtlinie verabschiedet zur
Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und

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zum Schutz seiner Opfer. Diese verpflichtet die Mitgliedstaaten zu Maßnahmen in den zwei großen Bereichen Opferrechte und Opferschutz sowie Strafverfolgung.
Der Prozess der Umsetzung der Richtlinie ist trotz
Fristablauf im April 2013 noch nicht abgeschlossen. Wo
liegen die Gründe hierfür? Wie ist der aktuelle Stand
der Umsetzung? Was muss getan werden, um all jenen, die am Handel mit Menschen verdienen, nachhaltiger und wirksamer das Handwerk zu legen?
Weitere Informationen, Programm sowie Anmeldung im
Internet unter:
http://ec.europa.eu/deutschland/termine/20140912_me
nschenhandel_de.htm

01.10.2014, Fachgespräch:

„HKÜ.KSÜ.HUÜ - SONST NOCH FRAGEN?

Kinderschutz und Familienkonflikte mit
Auslandsbezug und die Haager Übereinkommen“
Anmeldung bis: 23.09.2014
01.10.2014, 09:30-15:00 Uhr
Tagungsort
Deutscher Verein
für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Michaelkirchstraße 17/18, 10179 Berlin

Kindesentführung, Kinderschutz, Unterhalt: Die Haager
Übereinkommen haben direkte Auswirkungen auf die
Arbeit all der Fachleute, die Fälle mit Auslandsbezug
bearbeiten. Ihr Inhalt ist aber nicht jedem/r bekannt. Die
Veranstaltung möchte dies ändern. Sie stellt die Übereinkommen und die Organisationen vor, die für sie verantwortlich zeichnen bzw. in Deutschland Aufgaben
nach den Übereinkommen wahrnehmen: Die Haager
Konferenz für Internationales Privatrecht und die Zentrale Behörde in Bonn. Ihre Fragen beantworten wir
Ihnen gerne.
Weitere Informationen zur Anmeldung sowie das Programm unter folgendem Download:
http://www.verbandbinationaler.de/fileadmin/Dokumente/pdfs_veranstaltungen/HKU
E.KSUE.HUUE_Veranstaltung_Berlin__1_.pdf
Kontakt
Verband binationaler Familien und Partnerschaften
iaf Berlin e.V.
Oranienstraße 34 HH
10999 Berlin
Tel.: (030) 615 34 99
Fax: (030) 6159267
E-Mail: berlin@verband-binationaler.de
Internet: http://www.verband-binationaler.de

06.10.,LISUM:

„NEUANFANG IN BERLIN“

Einladung zum 4. Fachtag Roma
Anmeldefrist: 24.09.2014
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin, das LISUM Berlin-Brandenburg und die
Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und
Demokratie (RAA) e.V. laden alle interessierten Berliner Lehrkräfte, Schulsozialpädagog/innen, Schulsozialarbeiter/innen und Erzieher/innen zum 4. Fachtag Roma ein.
Neuanfang in Berlin –
Unterstützungsmöglichkeiten für Schulkinder
in schwierigen Situationen
am 6. Oktober 2014
im Landesinstitut für Schule und Medien
Berlin-Brandenburg (LISUM)
Struveweg, 14974 Ludwigsfelde-Struveshof
Die Anmeldung erfolgt elektronisch bis zum 24. September 2014 an irene.servant@raa-berlin.de.
Für die Anmeldung sind folgende Daten notwendig:
Name, Vorname, Schule/Träger/Institution, Funktion,
Bezirk, Tel. privat und E-mail-Adresse, WorkshopAuswahl (bitte 2 Workshops zu Auswahl angeben). Das
Programm mit genauen Workshopbeschreibungen und
Anmeldeunterlagen gehen in KW 36/KW 37 per Mail an
alle Berliner Schulen und sind zudem unter
http://www.raa-berlin.de/Neu2011/Popup/Aktuelles.html
abzurufen.

07.10., Tagung:

BILDUNGSAUFBRUCH!

Handlungsstrategien zur gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland
Meldefrist: 08.09.2014
Dienstag, 07. Oktober 2014, ab 09:30 Uhr
Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Zur Verbesserung der Teilhabe von Sinti und von Roma an Bildung, Ausbildung und Beschäftigung haben
die RAA Berlin, Romnokher und Madhouse im Rahmen
eines XENOS-Projekts zusammen gearbeitet. Wir haben Ansätze für inklusive Bildung sowie ein Qualifizierungsprogramm für Bildungs- und Schulmediation weiterentwickelt und das bundesweite Netzwerk „Bildungsaufbruch!“ aufgebaut. Gemeinsam mit dem
Netzwerk haben wir Handlungsempfehlungen zur
gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma in
Deutschland erarbeitet, die Strategien und Werkzeuge

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für die Verbesserung der Bildungs- und Beschäftigungssituation von Sinti und Roma liefern.
Bei der Tagung analysieren wir die Ausgangslage für
die Handlungsempfehlungen und präsentieren die Ergebnisse unserer dreijährigen Zusammenarbeit. Wir
werden gemeinsam an konkreten Umsetzungsmöglichkeiten der Handlungsempfehlungen arbeiten.
Diese Tagung erfolgt in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Berlin und richtet sich an lokale und
nationale Akteure, Politik, Verwaltung und Verbände,
freie Träger und weitere Interessierte.
Weitere Informationen, Programm sowie Anmeldung
unter:
http://www.raa-berlin.de/Neu2011/Popup/Aktuelles.html
Anmeldung und Kontakt
Regionale Arbeitsstellen für Bildung,
Integration und Demokratie (RAA) e.V.
Chausseestraße 29
10115 Berlin
Tel.: (030) 240 45 – 250
Fax: (030) 240 45 – 509
E-Mail: irene.servant@raa-berlin.de
Internet: http://www.raa-berlin.de

Auf dem Podium und in Vorträgen diskutieren Fachleute aus Politik und Wissenschaft, Gesundheit, Sozialwesen, Bildung und Arbeitsmarktintegration. Fünf Workshops beschäftigen sich mit den Themen Willkommensstruktur und -kultur, Partizipation und Interessensvertretung, Qualifizierungsstandards sowie praktischen Erfahrungen mit Sprach- und Integrationsmittlern
in der Kinder- und Jugendhilfe und im therapeutischen
Setting.
Weitere Informationen, Programm und Anmeldung unter:
http://www.sprachundintegrationsmittler.org/index.php/f
achtagung2014
Kontakt
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Fabian Junge
wiss. Mitarbeiter
Bundesweite Servicestelle
Sprach- und Integrationsmittlung
Tel.: (0202) 97444-724
E-Mail: fjunge@diakonie-wuppertal.de
Internet: http://www.sprachundintegrationsmittler.org

30.10., Fachtag:
14.10., Fachtagung:

MEHR VERSTEHEN,
BESSER ZUSAMMENLEBEN

Sprach- und Integrationsmittler_innen für eine erfolgreiche Willkommensstruktur und Qualität in der
interkulturellen Kommunikation
14. Oktober 2014, 09.00 bis 17.00 Uhr
Landesvertretung
der Freien und Hansestadt Hamburg
Jägerstraße 1-3
10117 Berlin
Welche Bedeutung das Verstehen und Verständigen in
der deutschen Einwanderungsgesellschaft haben, ist
unbestritten. Doch häufig mangelt es an einer ausgeprägten Anerkennungs- und Willkommenskultur und
den Fähigkeiten zur interkulturellen Kommunikation.
Im zentralen Bereich der Kommunikation haben sich
hierfür verschiedene Lösungen an der Schnittstelle
zwischen Dolmetschen, Vermitteln und Begleiten herausgebildet. Einen qualitativ hochwertigen Ansatz bietet das bundesweite SprInt-Netzwerk. Das Netzwerk
arbeitet seit 2009 daran, die Dienstleistung der Sprachund Integrationsmittler/-innen bundesweit zur Verfügung zu stellen und strukturell zu verankern.

ELTERNARBEIT MIT ROMA-FAMILIEN

Erfahrungen, Erkenntnisse und Herausforderungen
Anmeldung bis: 23.10.2014
30. Oktober 2014 von 10.00 bis 15.00 Uhr
Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte
Marzahner Promenade 38
12679 Berlin durchzuführen
Im Mittelpunkt des Fachtages steht die Elternarbeit,
insbesondere mit Roma-Familien, in Schulen, Bildungseinrichtungen und Jugendfreizeitstätten mit Blick
auf Konzepte, Handlungsansätze und Initiativen zur
Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierungen aufgrund der sozialen, kulturellen, ethnischen,
religiösen Identität, Herkunft oder Abstammung.
Der Fachtag soll Raum und Gelegenheit für eine gemeinsame Reflexion und Diskussion von Praktiker/innen über die Möglichkeiten, Grenzen und Bedingungen der Elternarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich geben.
Das sind die Leitfragen:
 Welche Kompetenzen sollen/müssen für eine
nachhaltige Elternarbeit im o.a. Sinne gefördert
werden?

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 Welche Ansätze gibt es in Grundschulen, Bildungsstätten und -einrichtungen, die sich aktiv
mit Vorurteilen und Diskriminierungen auseinandersetzen?
 Wie kann Elternarbeit zum Abbau von Vorurteilen, rassistischer Ausgrenzung und Ungleichbehandlung beitragen?
 Was bedeutet „interkulturelle Öffnung“ für Schule, Bildung und den Jugendfreizeitbereich?
 Was können Kommunen für die kulturübergreifende Verständigung und Integration sowie für
die Auseinandersetzung mit Diskriminierung in
Bewegung setzen?
Eingeladen sind Expert/innen aus der pädagogischen
und sozialpädagogischen Praxis, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter/innen und Erzieher/innen, Vereine, Projekte, Netzwerkpartner sowie Vertreter/innen der Landesund Kommunalpolitik.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Für Imbiss und Getränke
entstehen Unkosten in Höhe von drei Euro pro Teilnehmer.
Anmeldung und Kontakt
Anmeldung bis 23.10.2014:
"Vorurteilsbewusste Bildungsangebote
für Roma-Familien in Marzahn-Hellersdorf"
Schwarzwurzelstraße 48
12689 Berlin

Gib Deiner Stimme Gewicht und bewirb Dich noch bis
zum 10. September für die Junge Islam Konferenz Berlin unter:
http://www.jungeislamkonferenz.de/laenderkonferenzen/jik-berlin/jikberlin-2014.html

24.11., Fachtag:

„ES IST EXTREM WICHTIG,
DASS WIR HIER SIND“

Migrant_innenjugendselbstorganisationen
im Spannungsfeld von hohem Engagement
und geringer Anerkennung

Im Rahmen des Projekts "Partizipation - Bildung - Integration" veranstaltet der Landesjugendring Berlin in
Zusammenarbeit mit Berliner MJSO den Fachtag "'Es
ist extrem wichtig, dass wir hier sind' - Migrant_innenjugendselbstorganisationen im Spannungsfeld von hohem Engagement und geringer Anerkennung".
24. November 2014
von 15:00 bis 21:00 Uhr
Centre Monbijou
Oranienburger Straße 13-14
10178 Berlin

E-Mail: s.weise@awo-spree-wuhle.de

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Berliner
MJSO die Handlungsfelder ihres alltäglichen Engagements und ihr vielfältiges Angebotsspektrum der (Fach)Öffentlichkeit präsentieren. Es wird ein praxisnaher
Einblick in die Arbeit von MJSO ermöglicht, aber auch
aufgezeigt, welche Rahmenbedingungen ihr Wirkungsfeld noch immer einschränken.

November 2014:

Neben einem Vortrag von Dr. Birgit Jagusch, ISM
Mainz, werden Workshops zu folgenden Themen angeboten:

Tel: (030) 93 02 98 63
Fax: (030) 99 28 21 08

JUNGE ISLAM KONFERENZ BERLIN

Changemaker zwischen 17 und 23 Jahren gesucht
Bewerbungsschluss: 10.09.2014
Was bewegt Dich, ärgert Dich, freut Dich, wenn es um
die Debatte über das Zusammenleben von Muslimen
und Nicht-Muslimen in Berlin geht? Wie stehst Du zu
Vielfalt? Was willst Du verändern?
Mit der Jungen Islam Konferenz Berlin bekommst Du
Einblicke aus Wissenschaft und Praxis zu den Themen
Vielfalt und Diversität in Berlin. Du lernst politische Prozesse in einem Planspiel kennen und schreibst ein
Empfehlungspapier, das dem Berliner Senat übergeben
wird.

 Kooperationen zwischen MJSO und Nicht-MJSO
 Besondere Herausforderungen für Muslimische
Verbände in Deutschland und der Umgang mit
Vorurteilen
 Positionieren und Positioniert-Werden - MJSO,
Jugendverbände, Brückenorganisationen?
 Engagement und Kompetenz - MJSO in der Antidiskriminierungsarbeit
 MJSO als Interessenvertretung und Akteure
(über-)parteilicher und interkultureller Jugendarbeit

Im Anschluss diskutieren Vertreter_innen von MJSO
mit politischen Entscheidungsträger_innen, wie MJSO als zivilgesellschaftlich und jugendpolitisch relevante
Akteure - mehr Einfluss auf politische EntscheidungsStartschuss für die diesjährige Konferenz ist November
prozesse erhalten können. Auf dem Podium werden
2014.
erwartet: Björn Eggert (SPD), Burkard Dregger (CDU),
Marianne Burkert-Eulitz (Bündnis 90 / Die Grünen) und
Hakan Taş (DIE LINKE).
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Am Abend gibt es die Gelegenheit, beim Get Together
miteinander ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen sowie Anmeldung bei Vorliegen
des Programms ab Anfang September unter:
http://www.ljrberlin.de/termine.
Kontakt
Landesjugendring Berlin e.V.
Jaqueline Kauka
Projektreferentin "Partizipation - Bildung - Integration"
Lehrter Straße 26 a
10557 Berlin

Weitere Informationen:
http://www.fernstudieninstitut.de/de/studienangebot/zert
ifikate/zertifikat-europaeischesfoerdermittelmanagement/
Kontakt und Beratung
Studienberatung
Xenia Borer, B.A.
Tel.: (030) 30877-2914
E-Mail: fsi-efmp@hwr-berlin.de

Tel.: (030) 81886102
Fax: (030) 2116687

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Berlin School of Economics and Law
Fernstudieninstitut
Alt-Friedrichsfelde 60
10315 Berlin

E-Mail: kauka@ljrberlin.de
Internet: http://www.ljrberlin.de

Internet: http://www.hwr-berlin.de
http://www.fernstudieninstitut.de

Qualifizierungen
HWR-Zertifikatsstudium:

EUROPÄISCHES
FÖRDERMITTELMANAGEMENT –
PROFESSIONAL
Anmeldeschluss: 15.09.2014
Die EU fördert interessante Projekte aller Art in den
Mitgliedsstaaten. Die Beantragung dieser Förderungen
und das anschließende Management eines geförderten
Projekts sind allerdings hochkomplexe Prozesse, die
ein fundiertes Wissen über die EU-Förderpolitiken und
eine solide Ausbildung im Projekt- und Finanzmanagement erfordern.
Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin eine passgenaue
Weiterbildung für diesen Bereich an. Das
Zertifikatsstudium Europäisches Fördermittelmanagement – PROFESSIONAL
qualifiziert Berufspraktiker, die bereits mit der Beantragung von EU-Fördermitteln betraut sind oder sich künftig in diesem Bereich betätigen wollen, in der Auswahl
des richtigen Programms, der erfolgreichen Antragsstellung und im (interkulturellen) Projekt- und Finanzmanagement.
Das Zertifikat wird als Fernstudium im Blended Learning Format angeboten und ist somit sehr gut berufsbegleitend studierbar. Der Bewerbungszeitraum für das
WS 2014/15 läuft bis zum 15. September 2014 (nach
Maßgabe freier Plätze ggf. auch länger).

UBIF –

Unterstützung der beruflichen Integration von jungen bleiberechtigten, asylsuchenden oder geduldeten Flüchtlingen
In Berlin leben derzeit über 12.500 Flüchtlinge mit einer
Aufenthaltsgestattung oder Duldung. Der Arbeitsmarkt
wurde für diese Personengruppe in den vergangenen
Jahren schrittweise geöffnet und Beschäftigungsmöglichkeiten erleichtert. Zugleich fehlen bedarfsgerechte,
die berufliche Integration unterstützende Angebote für
diesen Personenkreis oder ihnen fehlen die erforderlichen Zugangsvoraussetzungen zu Regelfördermaßnahmen (z.B. BAMF-Integrationskurs). Hier setzt das
Projekt mit seinen kostenlosen Unterstützungsmaßnahmen an:
 Eingangsberatung und Sprachstandseinstufung
 Aufnahme in eine Qualifizierung (Teilzeitsprachkurs vormittags oder nachmittags A1, A2, B1 mit
berufsorientierenden Inhalten und betrieblichem /
fachlichem Praktikum; 4 Stunden täglich, 500
Stunden in 6 Monaten)
 Kontinuierliche sozialpädagogische Begleitung,
Berufswegeplanung und Coaching
 Kooperation mit anderen Beratungsstellen und
Netzwerken (Rechts-/ Gesundheitsberatung, Beratung zur Anerkennung des Berufsabschlusses
etc.)
 Erarbeitung einer Anschlussperspektive und Unterstützung beim Übergang in Regelfördermaßnahmen, den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt
Teilnehmen können junge Flüchtlinge ab 16 Jahren
die gestattet, geduldet oder mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis in Berlin leben

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 deren berufliche Kompetenzen für die Aufnahme
einer Ausbildung oder Arbeit nicht ausreichen
 die aufgrund fehlender Orientierung oder aufgrund mangelnder Unterstützung alleine nicht in
den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt einmünden
können
 die nicht mehr in ihrer Muttersprache alphabetisiert werden müssen
Beratung und Kursplatzvergabe
Die Kooperation der beiden Berliner Träger GFBM und
WIPA ermöglicht eine schnelle und professionelle
Einstiegsberatung sowie die schnelle Aufnahme in einen passgenauen Kurs.
Kontakt und Anmeldung
GFBM:
Jeden Mittwoch
09:00 bis 15:30 Uhr
Hauptstraße 159 (U-Bahnhof Kleistpark)
10827 Berlin
Tel.: (030) 788 90 19 30
(ohne vorherige Anmeldung bitte
Wartezeit einplanen)
WIPA:
Jeden Dienstag und Donnerstag
14:00 Uhr
Wilhelmstraße 118 (U-Bahnhof Kochstraße)
10963 Berlin
Tel.: (030) 25 79 73 45

Gründungsberatung:

EXISMI –

Netzwerk ethnischer Ökonomie
Die interkulturelle Vielfalt ist Markenzeichen und Anziehungspunkt von Berlin. Sichtbar wird dies in der bunten
Landschaft von Gewerbetreibenden. Die Zahl der
Gründungen von Unternehmer_innen nicht-deutscher
Herkunft ist im Vergleich zu den Gründer_innen deutscher Herkunft in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Damit diese Unternehmen sich am Markt behaupten können und sich die Gewerbetreibenden eine
nachhaltige Selbstständigkeit in Berlin aufbauen können, bietet der TUH e.V. das Beratungsprojekt „ExisMi
– Netzwerk ethnischer Ökonomie“ an.
Existenzgründer_innen mit Migrationshintergrund wird
ein umfassendes Angebot zum Gründungsvorhaben
offeriert. Es umfasst die Orientierungsberatung u.a. in
ihrer Muttersprache, die Beratung, Bildung und das
Coaching. Neben regelmäßigen Beratungszeiten in
verschiedenen Bezirken Berlins, werden ein- bis zweitägige Workshops zu wesentlichen Themen der Unternehmertätigkeit veranstaltet. Abgerundet werden diese
Angebote durch die Netzwerk-Lounges, den regelmäßigen Treffen mit kurzen thematischen Inputs und ei-

nem Treffen in Anlehnung an das Prinzip von Erfolgsgruppen.
Die Beratungs- und Informationsangebote umfassen
folgende Themenfelder:
 Voraussetzungen der Gründung,
 Fördermöglichkeiten, Marktchancen etc., das
Aufzeigen von speziell benötigtem Fachwissen,
bspw. kaufmännisch und buchhalterisch,
 Stärkung der Gründerpersönlichkeit, bspw.
Selbstmarketing, Verkaufstechniken oder auch
durch die Erweiterung von Deutschkenntnissen
vor allem im Hinblick auf den Umgang mit
deutschen Behörden.
Das Projekt steht allen Gründungsinteressierten aus
Berlin offen. Die Hauptanlaufstellen des Vereins liegen
zentral in den Bezirken Neukölln und Kreuzberg in unmittelbarer U-Bahn Nähe. Weitere Informationsorte erfragen Sie bitte telefonisch oder per E-Mail. Alle Angebote sind kostenfrei!
Kontakt und Beratung
ExisMi – Orientierungsberatung
Ansprechpartner: Simone Wasner
Jeden Dienstag
10:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:00 Uhr
TUH e.V.
Rollbergstraße 70 (U-Bhf. Boddinstraße)
12053 Berlin
Jeden Donnerstag
16:00 – 18:00 Uhr
TUH e.V.
Oranienstraße 25 (U-Bhf. Kottbusser Tor)
10999 Berlin
Telefonisch von 9:00 – 20:00 Uhr
unter: (030) 627 212 - 31
Per E-Mail: exismi@tuh-berlin.de
Vereinbaren Sie einen individuellen Beratungstermin
nach Ihren Vorstellungen.

Zertifizierungskurs:

PÄDAGOGISCHER ASSISTENT Ihr Arbeitsplatz in der Schule
Start: Anfang September
In Berlin fehlen Lehrer und Lehrerinnen! Einsatzgebiete
nach erfolgreichem Absolvieren des Kurses sind die
Begleitung und Unterstützung von Lehrkräften in einer
pädagogischen Einrichtung ( z.B. Schule) und das eigenständige Durchführen von Förderunterricht nach
dem IDEA-Konzept.

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In dem Zertifizierungskurs können die Fähigkeiten und
Fertigkeiten im pädagogischen Bereich aus- und aufgebaut werden.

Der Berufsorientierungskurs dauert 10 Monate und ist
ein Vollzeit-Kurs mit ca. 30 Unterrichtsstunden. Der
nächste Kurs startet am 03.09.2012.

Die Teilnehmenden lernen Möglichkeiten der Lernförderung in Deutsch und Mathematik, Lernschwächen
erkennen und bei deren Abbau Lehrkräfte zu unterstützen und Aufgaben der außerschulischen Betreuung
und Förderung von Kindern und Jugendlichen zu übernehmen (Hort, schulische Aufsichten, Hausaufgabenbetreuungen etc.).

Er beinhaltet:

Dabei verbinden wir den theoretischen Unterricht mit
praktischer Übung. Einmal wöchentlich führen die Teilnehmenden erste berufspraktische Erfahrungen in einer Schule durch. Dabei werden sie durch Hospitationen und fachliche Beratung unterstützt.
 Start: Anfang September
 9 Monate in Vollzeit
 1400 Stunden, montags bis freitags von 8.30 –
15.30 h
 förderbar über Bildungsgutschein nach SGB III
und SGB II
Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss und Berufsausbildung oder langjährige Berufstätigkeit.
Ausländische Abschlüsse werden nach einer bestandenen Eingangsprüfung anerkannt.
Internet: https://giz-berlin.de/courses/ideazertifizierungskurs.htm
Kontakt
GIZ e.V.
Reformationsplatz 2
13597 Berlin
Lina Schaaf
Tel.: (030) 303 98 709
Fax: (030) 367 59 203
E-Mail: lina.schaaf@giz-berlin.de
Internet: http://www.giz-berlin.de

BERUFSORIENTIERUNG
FÜR FLÜCHTLINGSFRAUEN - PBF

Im Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e. V.

 intensiven Deutschunterricht mit Fachsprachvermittlung Medizin und Pflege
 Vorbereitung auf die B1-Prüfung
 die Vermittlung von allgemeinbildenden Kenntnissen (Sozialkunde, Geschichte und Mathematik)
 die Vermittlung von theoretischen und praktischen Kenntnissen in den Berufsbereichen Gesundheit, Medizin, Pflege und Bürokommunikation.
 die Darstellung verschiedener Berufe und deren
Ausbildungs- und Arbeitsinhalte sowie ein Bewerbungstraining.
Den Abschluss der Maßnahme bildet ein dreiwöchiges
Praktikum in einem von den Frauen selbstgewählten
Berufsfeld.
Unterrichtsbegleitend erhalten die Frauen ein breitgefächertes Angebot an sozialpädagogischer Beratung und
Betreuung sowie eine regelmäßige Rechtsberatung.
Für Babys steht eine Betreuung zur Verfügung.
Voraussetzung für die Teilnahme sind Grundkenntnisse
der deutschen Sprache (A2).
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldungen werden ab sofort in unserem Büro entgegengenommen.
Für Terminabsprachen sind wir Mo-Fr in der Zeit von
09:00 Uhr bis 15:30 Uhr unter
Tel. 56821877 erreichbar.
Internet: http://kkh-ev.de/bff.html.
Kontakt
Projekt Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen (PBF)
im Kurdistan Kultur- und Hilfsverein e.V.
Schönstedtstraße 7
12043 Berlin
Tel.: (030) 568 21 877
Fax: (030) 568 21 955
E-Mail: projektpbf@kkh-ev.de
Internet: http://www.kkh-ev.de

Start 03.09.2014 – noch freie Plätze
Das Projekt Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen
(PBF) ist ein Projekt in Trägerschaft des Kurdistan Kultur- und Hilfsvereins e.V. und richtet sein Angebot an
Flüchtlingsfrauen aller Nationen, Migrantinnen mit Gestattung, Duldung oder Aufenthaltserlaubnis.

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08.09., AWO-Adalbertstraße:

ANTRAGSDEUTSCHKURS

„Amtsdeutsch, Behördensprache, Kauderwelsch…
Bahnhof“
Vom 08.-12. September 2014, 09:00-13:00 Uhr findet
im Begegnungszentrum wieder ein besonderer
Deutschkurs statt, um der Angst vor dem Monster
Sprache in Formularen und Anträgen entgegen zu treten.
08.-12. September 2014, 09:00-13:00 Uhr
Antragsdeutschkurs: Sprachniveau ab A2 bis C1
Im AWO-Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23a, 10997 Berlin
Ein kostenloser Kurs, in dem Sie lernen, Anträge und
Formulare von Bezirksamt, Post, Bank, Schule, Jobcenter, Jugendamt etc. auf Deutsch mit einem Wörterbuch zu verstehen und korrekt auszufüllen.
Mit Elisabetta Abbondanza, Lehrkraft/Dozentin für DaZ
und Kreatives Schreiben.
Bitte mitbringen: Ein Schreibheft Din A5, etwas zum
Schreiben, Formulare und Anträge, die Sie ausfüllen
wollen, ein Wörterbuch. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung
Anmeldungen bitte über Hr. Furnari / Fr. Hellwig-Fuhl,
E-Mail:
begegnungszentrum@awo-spree-wuhle.de,
Tel: (030) 69 53 56 - 22

FrauenComputerZentrumBerlin e.V.:

AKTUELLE SOCIAL MEDIA-FORTBILDUNGEN
Social Media und Online-PR/
Content- und Social Media Managerin

Kosten: 450,00€/erm. 270,00€
Anmeldung: Renate Wolf,
fo@fczb.de

Tel:

617970-16,

in-

Content- und Social Media Managerin,
ab 17.11.2014, 5 Monate Vollzeit
Die Nachfrage nach Social Media Kompetenzen auf
dem Arbeitsmarkt ist ungebrochen. Jetzt hat das das
FCZB außerplanmäßig einen weiteren Durchgang der
halbjährlichen Vollzeit-Qualifizierung eingerichtet, die
bislang sehr erfolgreich erwerbslosen Frauen einen
beruflichen Wieder- und Quereinstieg ermöglicht hat.
In der Fortbildung lernen die Teilnehmerinnen das
Handwerkszeug der Social-Media-Kommunikation und
Online-PR, so dass Sie Internetauftritte und Web-2.0Aktivitäten strategisch planen, technisch umsetzen und
inhaltlich pflegen können.
Details zu Fortbildungsinhalten und Lernsettings finden
Sie hier:
http://fczb.de/content-und-social-media-managerin/
Startworkshop: 10.9.12014
Dauer: 26 Wochen
Kosten: Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit/JobCenter (Maßnahme-Nr.: 962/260/2013)
Selbstzahlerinnen: Preis auf Anfrage
Anmeldung: Renate Wolf, Tel: 617970-16, info@fczb.de
Kontakt
FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB)
Cuvrystraße 1
10997 Berlin-Kreuzberg
Internet: http://www.fczb.de
www.blog.fczb.de

Startworkshops: 10.09.2014
Social Media und Online-PR –
berufsbegleitende Online-Fortbildung ab 10.9.2014
Die beliebte E-Learning-Fortbildung hat nur noch wenige Restplätze zu vergeben.
Sie arbeiten in einer NGO, einem kleinen Unternehmen
oder freiberuflich in der Öffentlichkeitsarbeit oder anderen kommunikativen Arbeitsfeldern und stoßen ohne
Social Media-Kenntnisse langsam an Ihre Grenzen. Die
Fortbildung sorgt dafür, dass Sie Ihre Arbeitswerkzeuge
auf einen aktuellen Stand bringen – Zeitressourcen
schonend, effektiv und in ihrem Lernrythmus, professionell von der Expertin Dr. Karin Windt begleitet und mit
viel Spaß in einer lebendigen Lerngruppe.
Details zu Fortbildungsinhalten und Lernsettings finden
Sie hier
http://fczb.de/social-media-online-pr-und-marketing/
Startworkshop: 10.9.12014
Dauer: 13 Wochen
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SOR-SMC-VERANSTALTUNGEN

September 2014

Do. 25.09.14:
Vernetzungstreffen der Schulen in TempelhofSchöneberg
Aktive SchülerInnen des Bezirks vernetzen sich
13:00-15:00 Uhr, im Rathaus Schöneberg
Anmeldung: schule@aktioncourage.org
Wer aktiv sein will gegen Rassismus und Diskriminierung benötigt die Unterstützung von starken PartnerInnen und muss sich vernetzen. Daher laden wir ein zum
ersten Vernetzungstreffen der Courage-Schulen in
Tempelhof-Schöneberg. Hier treffen sich aktive SchülerInnen aus den Courage-Schulen in TempelhofSchöneberg und überlegen sich, wo sie zusammenarbeiten können und wie sie ihre Aktivitäten an den Schulen stärken können. Unterstützt werdet ihr von der Landeskoordination und unserer Kooperationspartnerin,
der Integrationsbeauftragten des Bezirks TempelhofSchöneberg. Das Vernetzungstreffen ist offen für interessierte SchülerInnen aus dem Bezirk. Das Treffen
findet im Rathaus Schöneberg statt.
Di. 30.09.14
Islam und Schule
Fortbildung für LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen
10:00 bis 17:00 Uhr
Ahornstraße 5
10787 Berlin-Schöneberg
Referentin: Sanem Kleff,
Leiterin des Netzwerks der Courage-Schulen
Anmeldung bis 20.09.2014:
http://www.gew-berlin.de/296.php
Der Islam ist längst zu einem Teil des Alltags in Berliner
Klassenzimmern geworden. Eine immer größere Anzahl von SchülerInnen und LehrerInnen sind MuslimInnen und in manchen Schulen wird neben Lebenskunde und christlichem Religionsunterricht bereits islamischer Religionsunterricht erteilt.
Trotz dieser Selbstverständlichkeit in einer Gesellschaft, in der die Religionsfreiheit im Grundgesetz festgeschrieben ist, ist dennoch eine deutliche Unsicherheit, im Umgang mit dieser Religion zu spüren. Häufig
stellt sich die Frage: Wo sind die berechtigten religiösen Bedürfnisse und an welchem Punkt beginnt die
politische Agitation islamistischer Organisationen? Das
Seminar vermittelt Informationen über den Islam und
führt ein in die Ideologie islamistischer Bewegungen.
Zudem wird die Frage behandelt, wie LehrerInnen und
PädagogInnen den Ressentiments gegen Muslime begegnen können.
Kontakt
Schule ohne Rassismus –

Schule mit Courage
Landeskoordination Berlin
Ahornstraße 5
10787 Berlin
Tel.: (030) 21 45 86 0
Fax: (030) 21 45 86 20
E-Mail: info@aktioncourage.org
Internet: http://www.aktioncourage.org/

Aus Projekten und Vereinen
KKH e.V.:

NEUE ANLAUFSTELLE GEGEN SPIELSUCHT

Ab 1. September 2014 im kurdischen Familienhaus
Mitten im Herzen Neukölln wird es ab dem 1. September 2014 ein in Berlin einzigartiges Angebot gegen
Spielsucht geben: Spezialisiert auf Menschen mit Migrationshintergrund und deren Familien, vertraut mit
Themen von Sucht und deren Folgen werden zwei qualifizierte Sozialpädagogen/ Sozialpädagogische Mitarbeiter auf unterschiedlichen Ebenen mit den Betroffenen arbeiten. In der aufsuchenden Arbeit und mittels
Seminaren soll für das Thema sensibilisiert werden,
gleichzeitig werden Betroffene und ihre Familien direkt
angesprochen und zur Teilnahme am Unterstützungsangebot motiviert werden. Dazu gehört der Aufbau von
Selbsthilfegruppen, Präventionsarbeit vor allem mit Jugendlichen, die Durchführung von psychosozialer Einzel- und Familienberatung und Begleitung sowie konkrete Hilfe bei Verschuldung, Wohnungs- und Arbeitslosigkeit. Außerdem werden in Workshops Stressbewältigungsstrategien vermittelt. Kreative Methoden der
Sozialen Arbeit sollen helfen, Freude, Gemeinschaft
und Selbstbewusstsein auch außerhalb von Spielhallen
und Wettbüros zu empfinden.
Die Anlaufstelle wendet sich in erster Linie an Menschen mit Migrationshintergrund, weil es besonders für
diese Gruppe bisher keine entsprechend niedrigschwelligen Angebote gibt. Ziel ist es, die Menschen möglichst
dort abzuholen, wo sie sich befinden und sie so zu fördern, dass sie in der Lage sind, den Risiken der Spielsucht zu begegnen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen für weiterführende Hilfsangebote gewonnen
werden, um alternative, spielsuchtfreie Wege der Lebensbewältigung zu erlernen und langfristige Zukunftsperspektiven entwickeln zu können.
Träger des Projekts ist der KKH e.V., der durch seine
inzwischen mehr als 40jährige Arbeit für Migranten aus
allen Ländern der Welt zahlreiche Projekte zur Unterstützung und Mobilisierung von benachteiligten Gesellschaftsschichten und Bevölkerungsgruppen initiiert hat.

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Das Projekt wird aus Mitteln der deutschen Fernsehlotterie gefördert.
Kontakt
Die „Anlaufstelle gegen Spielsucht“ befindet sich ab
dem 1. September im Haus des
KKH e.V.
Buschkrugallee 23 (U-Bahn Grenzallee)
12359 Berlin
Tel.: (030) 689 77 547
Fax: (030) 6113319
E-Mail: office@kkh-ev.de
Internet: http://www.kkh-ev.de/

von der kompletten Schulung besucht werden. Das Angebot ist kostenfrei und wird mit einem Zertifikat für die
Teilnehmenden belohnt.
Kontakt
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei:
Türkische Unternehmer und
Handwerker e.V.
Rollbergstraße 70
12053 Berlin
Tel.: (030) 627 212 31
Fax: (030) 627 212 35
E-Mail: cathrin.ebner@tuh-berlin.de
Internet: http://www.tuh-berlin.de
http://www.mentor-verb.de

TUH e.V.:

ZIELGRUPPENORIENTIERTER
VERBRAUCHERSCHUTZ FÜR MIGRANTEN
Programmschwerpunkte

In Neukölln leben über 160 verschieden Nationalitäten.
Fast die Hälfte aller Neuköllner Bürger hat Migrationshintergrund (42,1 % laut Amt für Statistik BerlinBrandenburg). Jeder hat Verbraucherrechte, aber gerade in diesem Bezirk wissen nur wenige darum. Um
Menschen mit Migrationshintergrund über Verbraucherfragen aufzuklären, hat TUH e.V. eine Multiplikatorenschulung ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit
dem Senat für Justiz und Verbraucherschutz werden
hier Mitarbeiter aus Vereinen zu Verbraucherthemen
geschult. Besonders gefragte Inhalte sind u.a. „Kinderund Jugendschutz im Internet“, „Mietrecht“ und „Altersvorsorge“. Noch bis zum Ende des Jahres werden fast
wöchentlich zielgruppenorientierte Seminare angeboten, die für Vereinsmitglieder und für alle Interessierte
offen sind. Ziel ist, dass auf diese Weise die Teilnehmenden als Multiplikatoren in ihren Vereinen und Organisationen fungieren können. Interessierte Privatpersonen sind aber ebenso willkommen.
Zusätzlich gibt es einmalige Veranstaltungen, wie vor
kurzem die Grillparty „Meine Daten gehören mir!“ bei
der gleichzeitig über Datensicherheit im Internet und
Smartphone beraten wurde. An verschiedenen Infoständen konnten die Besucher ihre mitgebrachten
Handys und Laptops auf Viren und Spionagesoftware
überprüfen lassen. Eine ähnliche Veranstaltung ist in
Planung.
Das aktuelle Programm des „Zielgruppenorientierten
Verbraucherschutz“ findet sich im Internet unter
http://www.mentor-verb.de.
Das Programm wird ständig aktualisiert und erweitert.
Im Sinne des aufsuchenden Verbraucherschutzes bieten wir auch an, alle Seminare in den Vereinen selbst
durchzuführen oder deren Wunschthemen zu realisieren. Jedes der 2-stündigen Seminare kann unabhängig

Das EU-Projekt L2 Paths:

DER WEG ZU EINER
PROFESSIONELLEN SPRACHBERATUNG
Die Möglichkeit zur Integration in ein fremdes Land ist
eng verbunden mit dem Grad der Sprachbeherrschung
des Migranten, ob bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz, einer Wohnung oder dem Knüpfen
von Kontakten.
Bei der Suche nach einer geeigneten Sprachlernoption
sieht sich der Migrant jedoch einer Vielzahl von Möglichkeiten ausgesetzt: Kostenlose Integrationskurse,
kostenpflichtige Sprachkurse, Selbstlernmaterialien,
Tandems, Apps und vieles mehr. Die Kursanbieter bieten hierbei meist nicht-standardisierte Beratungen an,
welche nur die Kurse der jeweiligen Einrichtung umfassen und oftmals von Lehrern durchgeführt werden statt
von ausgebildeten Sprachberatern.
Nach einem langwierigen Prozess des Durchlaufens
verschiedener Beratungen fühlt sich der Migrant häufig
von den gegensätzlichen Informationen frustriert, überfordert und verpasst die Chance, die Vielfalt der kostenlosen Möglichkeiten zum Erlernen der Sprache kennen
zu lernen.
Die Lösung: L2 Paths
Zur Verbesserung der gegenwärtigen Beratungssituation arbeitet die Sprachschule Iberika seit 2013 an dem
von der Europäischen Kommission geförderten Projekt
„L2 Paths“- Pathways to Host Country Languages for
Migrants, welches Teil des Programmbereiches „Lebenslanges Lernen“ der Europäischen Union ist. Zusammen mit den Partnern The Language Center (Italien), Translex (Irland), Baltic Bright (Lettland), Folkuniversitetet (Schweden) und VCAT Consulting (Deutschland) entwickelt Iberika als Sprachschule mit langjähriger Erfahrung in Sprachvermittlung und EU-

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Projektarbeit ein übergreifendes, standardisiertes System zur Sprachberatung.
Die Arbeit des Beraters
Um dies zu erreichen, erstellen die Projektpartner ein
auf ihr jeweiliges Land zugeschnittenes Trainingsprogramm für professionelle Sprachberater, welche den
Ratsuchenden in fünf Sprachlernzentren zur Verfügung
stehen werden.
Nach einer Analyse des Sprachstands und des individuellen Bedarfs erstellt der Berater ein auf den Lernenden individuell zugeschnittenes Lernkonzept, welches je nach Wunsch die Nutzung von kostenlosen oder kostenpflichtigen Sprachkursen, Lernplattformen
oder Selbstlernmaterialien umfasst. Um den Nutzen
des erstellten Sprachlernkonzeptes zu überprüfen und
gegebenenfalls an neue Bedingungen anzupassen,
besucht der Lernende auch weiterhin regelmäßig den
Sprachberater. In der gemeinsamen Analyse des Fortschritts können so die Lernziele angepasst oder neue
Sprachlernoptionen erschlossen werden.
Die unabhängig agierenden Sprachberater garantieren
dem Migranten somit eine individuelle, kostenlose und
langfristige Begleitung auf seinem Weg zum Erlernen
der Fremdsprache.
In Ergänzung zur persönlichen Sprachberatung spielt
die L2 Paths Plattform eine entscheidende Rolle in diesem Projekt: Neben der Möglichkeit, nach einem
Sprachberater in der Umgebung zu suchen, ermöglicht
sie dem Ratsuchenden schon vor dem Besuch des
Sprachlernzentrums eine kostenlose erste Einschätzung des Sprachniveaus mit einer folgenden Erstellung
eines individuellen Lernkonzepts – und ermöglicht so
eine Sprachberatung, welche aus allen Teilen der Welt
frei zugänglich ist.
Die Online-Plattform und die persönlichen Sprachberater werden voraussichtlich ab Frühjahr 2015 zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen zu unserem Projekt finden Sie
hier: http://www.l2paths.eu/
Kontakt
Iberika Sprachschulen Berlin
Wilmersdorfer Straße 50/51 (3.Stock)
10627 Berlin
Tel.: (030) 4495650
E-Mail: projects@iberika.de
Web: http://www.iberika.de

Gesicht Zeigen!
Für ein weltoffenes Deutschland:

VERANSTALTUNGEN IM SEPTEMBER
Mittwoch 10. September um 19 Uhr
Filmvorführung "Das Mädchen Wadjda"
Beschreibung: Wadjda wünscht sich ein Fahrrad – was
so einfach erscheint ist in ihrer Welt durchaus schwer.
Was nun? Der erste Film einer saudiarabischen Regisseurin thematisiert die Unterdrückung der Frauen und
Mädchen, aber auch ihren Erfindungsreichtum, wenn
es um die Verwirklichung ihrer Lebensträume geht. Im
Anschluss laden wir Sie zum Gespräch ein, wir freuen
uns auf einen ideenreichen Austausch! Eintritt frei!
Mittwoch, 23. September um 19 Uhr
Filmvorführung "Land in Sicht"
Im Anschluss Gespräch mit den Regisseurinnen Judith
Keil und Antje Kruska
Der Film erzählt die Geschichte der Flüchtlinge Abdul,
Brian und Farid, die in einem abgelegenen Asylbewerberheim im kleinen Ort Bad Belzig gestrandet sind. Von
hier aus suchen sie nach Wegen in die deutsche Gesellschaft. Auf Dorffesten, Ämtern und Diskotheken
prallen ihre Vorstellungen von Deutschland mit den
Mentalitäten der Brandenburger aufeinander.
Anstelle von Betroffenheit rückt der Film die unfreiwillige Komik dieses Aufeinandertreffens in den Blick. Eintritt frei. Weiterer Termin: 24. September um 19 Uhr.
Mittwoch 24. September, 16 - 18 Uhr
Spielenachmittag für Große - Fortbildung für Multiplikator_innen und Lehrkräfte
Dürfen Jungs weinen? Findest du, dass der Islam zu
Deutschland gehört? Kann jeder seine Religion frei
ausüben?
Wir stellen die Spiele von Gesicht Zeigen! für eine vorurteilsbewusste Pädagogik vor und machen praktische
Übungen. Die liebevoll gestalteten Materialien von Gesicht Zeigen! sind für die praktische Arbeit mit jeder
Gruppe geeignet.
Eintritt frei, Anmeldung unter Tel. 3030 8080 oder per
E-Mail: weis@gesichtzeigen.de
Veranstaltungsort
Gesicht Zeigen!
Für ein weltoffenes Deutschland
7xjung - Gesicht Zeigen!
Flensburger Straße 3
10557 Berlin
Direkt am S-Bhf Bellevue
in den S-Bahn-Bögen 416-421
Internet: http://www.gesichtzeigen.de

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14.09., die gelbe Villa:

FAMILIENFEST INTERNATIONAL
14. September 2014 von 11:00-18:00 Uhr
die gelbe Villa,
Kreativ- und Bildungszentrum
für Kinder und Jugendliche
Wilhelmshöhe 10, 10965 Berlin
(U6 Platz der Luftbrücke, am Mehringdamm)

Unter dem Motto „Lesen ohne Grenzen“ findet dieses
Fest seit 2005 in Zusammenarbeit mit dem internationalen literaturfestival berlin und dem JugendKulturService in der gelben Villa statt.
Diesmal sind die Autoren und Illustratoren Marta Ignerska (Polen), Kim Dong-sung (Südkorea), Jon Klassen (Kanada / USA), Alessandro Sanna (Italien) und
Judith Vanistendael (Belgien) zu Gast und stellen Kindern und Erwachsenen im Lesezelt ihr Schaffen vor.
Die Moderation übernimmt Shelly Kupferberg. Ein vielfältiges Rahmenprogramm umfasst Mitmachaktionen
und Kreativwerkstätten, Kindertheater, Zauberkunst
und weitere Überraschungen. Auch für das leibliche
Wohl ist gesorgt.
Gefeiert wird in diesem Rahmen auch das 10-jährige
Bestehen der gelben Villa, die sich seit 2004 für Kinder
und Jugendliche stark macht.
Der Eintritt ist frei, Voranmeldung nicht erforderlich.
Ort: die gelbe Villa, Kreativ- und Bildungszentrum für
Kinder und Jugendliche, Wilhelmshöhe 10, 10965 Berlin (U6 Platz der Luftbrücke, am Mehringdamm)
Je nach verfügbarem Platz
das Lesezelt-Programm im Einzelnen:
12:00 Uhr: »ROSIE UND MOUSSA«
(von Michael DeCock)
Gespräch, Lesung, Live-Illustration und Q&A mit Judith
Vanistendael (Belgien) | in niederländischer und deutscher Sprache
13:00 Uhr: »WSZYSTKO GRA«
(»DIE TONANGEBER« von Anna Czerwińska-Rydel)
Gespräch, Lesung, Live-Illustration und Q&A mit Marta
Ignerska (Polen) | in polnischer und deutscher Sprache

16:00 Uhr: »I WANT MY HAT BACK« und »THE
DARK« (»WO IST MEIN HUT und DUNKEL«)
Gespräch, Lesung, Live-Illustration und Q&A mit Jon
Klassen (Kanada /USA) | in englischer und deutscher
Sprache
Kontakt
die gelbe Villa
Kreativ- und Bildungszentrum für Kinder und Jugendliche
Wilhelmshöhe 10
10965 Berlin
Tel.: (030) 76 76 50 14
Fax: (030) 76 76 50 30
E-Mail: sekretariat@die-gelbe-villa.de
Internet: http://www.die-gelbe-villa.de
www.facebook.com/diegelbevilla

BAYOUMA-HAUS

der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Interkulturelles Gemeinwesenzentrum in Friedrichshain

Programm September 2014
Wir haben für Sie:
Mo. Di. und Do. 09:00 – 16:00 Uhr
Mi. von 13:00 – 16:00 Uhr
Fr. 09:00 – 13:00 und nach Vereinbarung geöffnet.

Nachbarschaftsangebote
Frau Natascha Garay
Einrichtungsleitung
Gesundheit, Kultur u. Nachbarschaft
Tel. 29 04 91 36
n.garay@awo-spree-wuhle.de
Frau Belinda Apicella
Arbeit, Soziales, Selbsthilfe
Tel. 29 35 08 35
b.apicella@awo-spree-wuhle.de

14:00 Uhr: »EOMMA MAJUNG«
(»WANN KOMMT MAMA?« von Lee Tae-Jun)
Gespräch, Lesung, Live-Illustration und Q&A mit Kim
Dong-sung (Südkorea) | in südkoreanischer und deutscher Sprache

Gilberto Oliva Tablada
Gemeinwesen, Senioren
Tel. 29 04 66 12
g.oliva-tablada@awo-spree-wuhle.de

15:00 Uhr: »FIUME LENTO – UN VIAGGIO LUNGO IL
PO« (»DER FLUSS«)
Gespräch, Buchvorstellung, Live-Illustration und Q&A
mit Alessandro Sanna | in italienischer und deutscher
Sprache

Frauenprojekt „Mariposa“
(Stelle wird neu besetzt)
Frauen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten
Tel. 29 04 66 11
Dienstags 09:30 – 13:00
Donnerstags 13:00 – 16:00

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Regelmäßige Veranstaltungen
Montag
14:00 – 15:30 (14-tägig)
„Le balene possono volare“, kreative Schreibwerkstatt
zur Aufarbeitung von Migrationserfahrungen unter der
Leitung von Dott. ssa Giulia Borriello und Trainer Mattia
Grigolo in italienischer Sprache
(Spendenbeitrag 7 €)
Montag
16:00 – 18:00
Jeden 1. Montag im Monat kostenlose Sprechstunde
mit der Rechtsanwältin
Schwerpunkte: Sozial- und Familienrecht. Termine unter 29 35 08 35
Montag
16:00 – 18:00
Jeden 2. Montag im Monat Existenzgründungsberatung
durch den externen Coach und Steuerberater Dietmar
Zimmer
Termine unter 29 04 66 11 (Kostenbeitrag 10 €)
Montag
18:00 – 19:30 (Kurs I)
Dienstag 16:30 – 18:00 (Kurs II)
Gymnastik & Tanz nach Rhythmen aus aller Welt, mit
Mariela Durand (Kostenfrei)
Dienstag10:30 - 16:30
Psych. Beratung in italienischer Sprache mit. Dott. ssa
Giulia Borriello
Terminvereinbarung unter 01525756 88 91
mittwochs & Donnertags von 16-19 Uhr
(Kostenbeitrag 10 €)
Mittwochs ab 14:30
Kaffeetafel für Senioren & ihre Freunde
15:00 – 16:30
Discofox, Tanzkurs für Senioren für Anfänger mit Herr
Tin & Frau Thoa
(Kostenfreies Angebot)
Mittwochs
19:30 – 22:00 Swing- Kurse
Anmeldung unter facebook: bayouma swing oder bayouma.swing@gmail.com
Donnerstags 10:00 – 14:00
Klassische Massage und Schröpfen für Frauen
mit der Heilpraktikerin Pia Mönch
Termine unter 0173 – 878 37 51
Freitag, den 12. September 19:00 – 23:00
Treffen der SHG „Cuba 50 plus“
Samstag, den 20. September 13:00 -18:30
Treff des Vereins “Angogermany i.G.”
Freitag, den 26. September 19:00 – 23:00
Treffen des Vereins „Estrella de Cuba e.V.“
Samstags 20:30 -23:00
Vietnamesischer Tanzclub

Sonntags 11:00 – 15:00
„Wir suchen unsere Wurzeln“„Về với Quê hương“,
Vietnamesischunterricht für Kinder & Jugendliche mit
Thu Loan Nguyen
Sonntags
16:30 – 19:00
„Seniorentanzkurse für Vietnamesen“
Mit Herr Tin & Frau Thoa
Latein- und Standard für Anfänger
Frauenprojekt Mariposa
Mittwochs 13 – 14.30 Uhr
Selbsthilfegruppe italienischer Frauen zum Thema Migration
in Berlin, unter der Leitung von Dott.ssa Giulia Borriello
Spendenbeitrag 10 Euro.

Angebote für schwangere Alleinerziehende:
Beratungssprechstunde zur Geburtsvorbereitung für Alleinerziehende (Kostenfrei)
in italienischer, englischer oder spanischer Sprache
Montag, 01. & 15 September, 13 – 17 Uhr durch die Doula
Frau Chiara Villotti. Termine unter b.apicella@awo-spreewuhle.de
Musikalischer Kontakt zwischen dem ungeborenen Kind und
der Mutter (Kostenbeitrag 10 €)
In Deutsch, Französisch und Italienisch
durch die Musiklehrerin Frau Margherita Scarlini
Montag, 08. und 22. September, 13 – 17 Uhr
Termine: Tel. 0176 98605057 nur Di und Do 20- 21 Uhr,
info@dolcemozart.it

Kontakt
Bayouma-Haus
der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Frankfurter Allee 110 (zweiter Hinterhof, 1. Etage)
10247 Berlin
Tel.: (030) 29 04 91 36 – Fax: (030) 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de
Weiteres Programm und Informationen unter:
Internet: http://www.bayouma-haus.de
http://www.bayouma-gesundheit.de
http://www.awo-spree-wuhle.de

AWO-Begegnungszentrum:

MONATSPROGRAMM SEPTEMBER 2014
Dienstag, 02.09., 11:00 – 13.00 Uhr
Stadtspaziergang auf den Spuren
von Rosa Luxemburg
Teilnahme nur mit Anmeldung bei der Abteilung Stadtteil- und Seniorenangebote: 90298-3001, Kostenbeitrag:2,-€
Donnerstag, 04.09., 11:00 – 13.00 Uhr
Wechseljahre –
was verändert sich, was hilft bei Beschwerden?

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Referentin ist die langjährige FFGZ Mitarbeiterin, Biologin und Apothekerin Christina Sachse.
Infoveranstaltung in Kooperation mit FFGZ (Feministische Frauen Gesundheitszentrum)
Ort: AWO Begegnungszentrum, Spiegelsaal 2. OG

Veranstaltungen

Dienstag, 09.09., 11:00 Uhr
„Treffpunkt der Kulturen – Religionen der Welt“
Besuch der Sehitlik Moschee am Columbiadamm
mit Führung
Bitten um Anmeldung bei Frau Bartel, Tel.:695 34 051
oder bei Filiz Müller-Lenhartz, Tel.: 695 35 6-13.
Treffpunkt: 11:.00 Uhr Blumenstand im U-Bahnhof
Kottbusser Tor oder 11.30 direkt an der Moschee

09.09., Generation „koscher light“:

Mittwoch, 10.09., 9:00 – 17:30 Uhr
Dampferfahrt ins Grüne.
Live Musik mit Gabis Mini-Band.
Kartenpreis 12,00€, ermäßigt 6,00€.
Kartenverkauf im Amt für Soziales, Freizeitangebote
Frau Schulz, Tel.: 90298-3001
Abfahrt/A nkunft: Anlegestelle Märkisches Ufer

Dienstag, 09. September 2014
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Saal Akademie

Freitag, 12.09., 13:30 -18.00 Uhr
„Buntes Kreuzberg putzt sein Zuhause –
Bunte Blumen für Buntes Kreuzberg“
Eine Saubermach- und Pflanzaktion mit Jung und Alt.
In Kooperation: RAA Schülerclub der e.o.Plauen
Grundschule, der Abteilung Stadtteil- und Seniorenangebote des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg und
dem Pestalozzi Fröbel Haus, Projekt Arbeiten und Lernen. Treffpunkt: AWO Begegnungszentrum,
Montag, 15.09., 11:00 – 13:30 Uhr
Arbeits- und Planungstreffen mit Ehrenamtlichen
Ort: AWO Begegnungszentrum, Spiegelsaal 2. OG
Dienstag, 16.09., 13:00 – 14:30 Uhr
Das JobCenter Friedrichshain – Kreuzberg
kommt ins AWO-Begegnungszentrum!
Gerne können Sie uns Ihre Fragen im Vorfeld telefonisch mitteilen: Tel.: 69 53 56 15.
OKTOBER VORSCHAU
7.10. Treffpunkt der Kulturen: Opferfest-Feier
13.10. Eröffnung der InterKreuzHainWochen im NHU
(Nachbarschaftshaus Urbanstraße 21)
Kontakt
AWO Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23 a
10997 Berlin

JUNGE RUSSISCHSPRACHIGE JUDEN
IN BERLIN

Lesung und Gespräch mit Alina Gromova
in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin
Im Rahmen der Reihe
„Neue deutsche Geschichten“

Moderation: Yasemin Shooman,
Leiterin Akademieprogramme Migration und Diversität
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro
Anmeldung unter
Tel.: (030) 259 93 488
E-Mail: reservierung@jmberlin.de
Welche Rolle spielen urbane Räume für die Identität
junger russischsprachiger jüdischer Einwanderer, die
heute in Deutschland leben? Die Ethnologin Alina
Gromova hat 15 junge Erwachsene ein Jahr lang durch
ihren Alltag begleitet und ist ihnen an jüdische Treffpunkte und Partys, Cafés und Wohnungen, Synagogen
und Clubs gefolgt.
Dort, wo jüdische, russische, deutsche, israelische und
muslimische Traditionen zusammentreffen, ist der Umgang mit jüdischer Religion und Symbolik ungezwungen:
Die Generation »koscher light« entzieht sich der eindeutigen Einordnung in ethnische und religiöse Kategorisierungen. Ihre gelebte Religiosität und Tradition folgt
den Gesetzen der Urbanität und formt so ein neues
Verständnis des Jüdischen.
Kontakt
Julia Jürgens
Tel.: (030) 259 93 353
Fax: (030) 259 93 330
E-Mail: j.juergens@jmberlin.de

Nähere Infos:
Filiz Müller-Lenhartz, Tel.: 695 35 613
Susanne Koch, Tel.: 695 35 619
E-Mail: e.hellwig-fuhl@awo-spree-wuhle.de
Internet: http://www.begegnungszentrum.org
http://www.awo-spree-wuhle.de
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12. bis 21.09.:

BERLINER-ENGAGEMENT-WOCHE 2014
Berlin wird in der 4. Berliner Engagementwoche vom
12. bis 21. September 2014 zeigen, wie viel Engagement in der Hauptstadt zu Hause ist.
Auch dieses Jahr ist der Regierende Bürgermeister
wieder Schirmherr. „Eine Erfahrung aus der Vergangenheit ist: Wer sich freiwillig engagiert, findet Erfüllung, Bestätigung, Anerkennung. Und man kann erleben, welch großer Gewinn für das Leben in unserer
Stadt entsteht. Ich kann jedem nur empfehlen, diese
Erfahrung selbst zu machen. Es lohnt sich! In diesem
Sinne wünsche ich der 4. Berliner Engagementwoche
eine rege Beteiligung und unserer Stadt einen erfolgreichen und erfüllenden Engagement-September“, so
Klaus Wowereit in seinem Grußwort.
Es wird am 12. und 13.09 wieder den Berliner Freiwilligentag des DPW und die Treptow-Köpenicker Freiwilligentage des STERNENFISCHER Freiwilligenzentrums
geben, wirBerlin ruft an diesen Tagen zum bereits 4.
Aktionstag "Berlin - unsere saubere Stadt" auf, die
bundesweite Aktionswoche zum bürgerschaftlichen
Engagement wird zum zehnten Mal und zeitgleich veranstaltet.
Mehr auf http://www.berliner-engagement-woche.de.
[PM; RED]

Kontakt
Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V.
Schumannstraße 3
10117 Berlin
Tel.: (030) 847 108 795
Fax: (030) 847 108 799
E-Mail: treffpunkt@freiwillig.info
Internet: http://www.freiwillig.info

16.09., zum 3. Mal:

DER BERLINER WELTLITERATURSALON

Julia Kissina (UA) und Alexander Delphinov (RU)
in Kreuzberg
Dienstag, 16. September 2014, um 20:00 Uhr
MONARCH Bar
Skalitzer Straße 134 (U1 Kottbusser Tor)
Eintritt: 5 € / erm. 3 €
Der Berliner Weltliteratursalon will den fremdsprachigen
Berliner Literaten eine Plattform geben und über
Sprach- und Genregrenzen hinweg Raum für literarischen Austausch schaffen. An jedem dritten Dienstagabend laden wir Sie deshalb ein, mit uns einen fremdsprachigen Berliner Autor und einen von ihm ausgewählten zweiten Gast in entspannter Atmosphäre literarisch kennen zu lernen: Dieses Mal in der MONARCH
Bar im Herzen Kreuzbergs mit exquisiten Getränken
und einer „weltweit einmaligen“ Aussicht auf den Kotti.
Für Übersetzungen der vorgetragenen Texte und Gespräche wird selbstverständlich gesorgt.
Julia Kissina, Autorin und Fotokünstlerin, ist eine der
spannendsten Erscheinungen der aktuellen Berliner
Kulturszene. Geb. 1966 in Kiew, studiert sie an der
Moskauer Filmhochschule
und avanciert zu einer
wichtigen
Stimme
des
Moskauer
Konzeptualismus, sowie der SamisdatLiteratur und prägte durch
ihre Essays das kulturelle
Leben Moskaus und St.
Petersburgs. Später studiert sie an der Münchener
Akademie der bildenden
Künste und macht u.a. mit ihrer „performativen Fotographie“ auf sich aufmerksam. Seit den 0er Jahren lebt
und arbeitet sie in Berlin, überrascht regelmäßig mit
geistreichen Kunstaktionen und veröffentlicht Fotobände, ein Erzählband, ein Kinderbuch und mehrere Romane, darunter „Einfache Wünsche“ und das genialgroteske „Frühling auf dem Mond“. Der skurrile Humor
ihrer Texte, ihre Beobachtungsgabe und ihr ausgeprägtes Gespür für bizarre Situationen machen ihre Bücher
zu Ausnahmephänomenen.
Die vielfältigen Veröffentlichungen des Schriftstellers,
Musikers, Journalisten und Kunstaktivisten Alexander
Delphinov oszillieren zwischen verspieltem Humor
und bissiger politischer Kritik. Der gebürtige Moskauer studiert Germanistik und
Slawistik in Moskau, Bochum, Wien und Berlin und
erlebt als Hausbesetzer den endgültigen Zerfall der
Sowjetunion. Im Laufe der 90er Jahre schließt er sich
Künstlerkollektiven an, gründet u.a. die Band Jah Division (die in Russland Kultstatus erlangt), schreibt Literaturkritiken und veröffentlicht seine ersten 4 Gedicht-

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September 2014, Nr. 115
BERLIN INTERNATIONAL
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bände. Zu Beginn des neuen Jahrtausends zieht er
nach Berlin, wo er wiederholt am ILB teilnimmt, sich als
Performance-Poet etabliert, kritisch u.a. für die UNESCO, Deutsche Welle und die BBC schreibt und 2010
mit anderen u.a. das Berliner Panda Theater (in der
Kulturbrauerei) gründet.
Mit freundlicher Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von
Berlin/Kultursenat und der FAHIMI Bar.
© für die Fotos: Kissina: dies/Delphinov: Tamara Teneta
[PM; RED]

Kontakt
Berliner Literarische Aktion e.V.
Kastanienallee 2
10435 Berlin
Tel.: (030) 53 15 59 63
E-Mail: info@berliner-literarische-aktion.de
Internet: http://www.berliner-literarische-aktion.de
www.facebook.com/BerlinerLiterarischeAktion

Kultur bewegt e.V.:

Sonntag, 14. September um 13:00 Uhr
Tour: Erst Rot- dann Braun - jetzt Bunt?
Auf Spurensuche nach zerstörter und gelebter Vielfalt
rund um den Leopoldplatz
(mit Dua Hamade, Zeynep Genis und Kujtim Krasniqi)
Treffpunkt: U-Bahnhof Leopoldplatz, oben bei Karstadt
Internet: http://www.route65-wedding.de/
Kontakt
Kulturbewegt e.V.
Oranienburger Straße 37
10117 Berlin
Fon : (030) 70 222 023
E-Mail: info@kulturbewegt.de
Internet: http://www.kulturbewegt.de

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps

STADTTEILFÜHRUNGEN IM SEPTEMBER 2014

Studie:

„Route 44“ sowie „Route 65“ (Auszug)

ABWANDERUNG VON TÜRKEISTÄMMIGEN

Stadtteilführungen der besonderen Art mit jungen
Frauen, die in Neukölln zu Hause sind und ihre persönlichen Eindrücke mit Ihnen teilen. Machen Sie sich ein
(anderes) Bild von Berlins „berüchtigtem” Bezirk!

In der öffentlichen Debatte wird oft
behauptet, dass eine hohe Zahl von
Türkeistämmigen Deutschland zeitweise oder dauerhaft verlassen
würde. Dabei handele es sich vor
allem um junge und qualifizierte
Personen, die ihre Schulzeit und
Ausbildung in Deutschland absolviert haben. Zudem weisen Umfragen auf eine hohe Abwanderungsbereitschaft in der
türkeistämmigen Bevölkerung Deutschlands hin.

Samstag, 06. September um 12:00 Uhr
Tour: Erkundung im Paradies
Mit Doha Akil und Marianne Alqasem unterwegs im
sich wandelnden Neukölln.
Treffpunkt: U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, vor dem Passage-Kino
Samstag, 20. September um 12:00 Uhr
Tour: "Linie 7"
Mit Julia Pankratyeva. Eine U-Bahn-Tour mit Zeit für
Gespräche und Hochhausblick. Frau Pankratyeva ist
Projektleiterin des interkulturellen Treffpunkt ImPULS
e.V. und berichtet über die Integrationsarbeit in der
Gropiusstadt. Was wird darunter verstanden? Treffpunkt: U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, vor dem Eingang
zu Woolworth
Internet: http://www.route44-neukoelln.de/
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Wir führen Euch in die multikulturelle Welt des Weddings! Durch uns lernt ihr die Kehrseite der Medaille
kennen. Wir zählen nicht nur Fakten auf, die jede/r
schnell aus dem Netz ziehen kann, sondern berichten
von unseren persönlichen Erlebnissen:

Tatsächliche Abwanderung
niedriger als oft angenommen
Eine detaillierte Analyse der Abwanderungszahlen zeigt
jedoch, dass nur wenige tatsächlich aus Deutschland
fortziehen. Rund drei Millionen Personen mit Migrationshintergrund aus der Türkei leben in Deutschland,
darunter etwa 1,5 bis 1,6 Millionen mit ausschließlich
türkischer Staatsangehörigkeit. Jährlich wandern jedoch nur etwa 14.000 bis 17.000 türkische Staatsangehörige sowie 4.000 bis 5.500 Deutsche in die Türkei ab.
Die Studie ist beim BAMF in der Reihe „Beiträge zu
Migration und Integration“ als Band 6 erschienen.
Download:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikatio
nen/Beitragsreihe/beitrag-band-6-abwanderungtuerkeistaemmiger.pdf

[BAMF/RED]

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September 2014, Nr. 115
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 44
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Publikation der Bertelsmann Stiftung:

VIELFÄLTIGES DEUTSCHLAND
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)
Vielfältiges Deutschland
Bausteine für eine
zukunftsfähige Gesellschaft
1. Auflage 2014, 550 Seiten
Broschur
ISBN 978-3-86793-506-7
Print: 28,00 EUR
E-Book: 22,99 EUR
Eine zukunftsfähige Gesellschaft, die einen anderen
Umgang mit dem Thema »Migration« kultivieren möchte als bisher, muss ihr Selbstverständnis verändern. Im
21. Jahrhundert tragen Konzepte nicht mehr, die ein
nationales »Wir« von einem fremden »Die anderen«
unterscheiden. Was aber trägt stattdessen?
Aus fünf Blickwinkeln liefert »Vielfältiges Deutschland«
mögliche Antworten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf
den Themenfeldern »Identität«, »Willkommens- und
Anerkennungskultur«, »Zuwanderungssteuerung« sowie »Repräsentanz und öffentlicher Diskurs«.
Internet:
http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SIDFF41A8EADA4DE109/bst/hs.xsl/publikationen_120100.htm

BAMF:

PROJEKTJAHRBUCH 2013 ERSCHIENEN
Willkommens- und Anerkennungskultur
als ein Schwerpunkt der Projektarbeit

Mehr als 330 altersunabhängige und jugendspezifische
Projekte hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Auftrag des Bundesministeriums des
Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahr 2013
gefördert. Wie vielfältig die Projektarbeit ist, zeigt das
Projektjahrbuch 2013.
Download (ca. 5 MByte):
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikatio
nen/Broschueren/projektjahrbuch-2013.pdf
Weitere Informationen:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2014/2
0140729-projektjahrbuch-2013.html

FES-Veröffentlichung:

24 STUNDEN VERFÜGBAR –
PRIVATE PFLEGE IN DEUTSCHLAND

Haushaltsnahe Dienstleistungen durch
Migrantinnen in Familien mit Pflegebedürftigkeit
Viele ältere Menschen in Deutschland sind auf die tägliche Unterstützung von Migrant_innen angewiesen.
Rund 150.000 Frauen - meist aus Osteuropa - arbeiten
in deutschen Altershaushalten, oft unter prekären Arbeitsbedingungen. Diese Situation offenbart die
Schwächen des deutschen Pflegesystems. Der vorliegende Text wirft einen Blick auf die Arbeitssituation der
Migrant_innen in deutschen Altershaushalten und beleuchtet die Motivlagen der Familien und Einzelpersonen, eine Haushaltshilfe zu beschäftigen.
Andrea von der Malsburg und Michael Isfort:
Haushaltsnahe Dienstleistungen durch Migrantinnen
in Familien mit Pflegebedürftigkeit
24 Stunden verfügbar – Private Pflege in Deutschland
Download: http://library.fes.de/pdf-files/wiso/10811.pdf

NEU IM NETZ:

Syrer in Deutschland/
Syrisches Haus in Deutschland
Wir sind eine offene Gruppe, um unsere Nachrichten
über unsere Aktivitäten als Syrer in Deutschland zu
verbreiten. Derzeit sind wir allein 3.800 Nutzer aus Berlin.
https://www.facebook.com/groups/SyrianHomeBerlin
https://www.facebook.com/syrerindeutschland
Der Blog wird bald auf Arabisch und Deutsch veröffentlicht werden:
http://syrerindeutschland.com
http://syrische.de
Präsentation:
https://www.dropbox.com/s/7grljq9p36eos5d/Syrisches
HausinDeutschland.ppsx?dl=0
LISUM-Fachbrief Nr. 19 erschienen:

INTERKULTURELLE BILDUNG
UND ERZIEHUNG

Informationen des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg:
http://bildungsserver.berlinbrandenburg.de/fachbriefe_interkulturelle_bildung_und_erziehu
ng.html

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