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Periodical volume

Full text: Berlyñ international Issue 114.2014

07/14
08/14

international Nummer 114
DER NEWSLETTER

DER

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat Juli

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die monatlichen Informationen aus unserem Büro erscheinen
seit 1984 regelmäßig und damit dreißig volle Jahre. Das ist
für eine turnusmäßige Verwaltungsveröffentlichung im Themenfeld Integration/ Migration ein ungewöhnlich langer
Zeitraum.
Aus diesem Anlass planen wir eine rückblickende Sonderausgabe, die im Spätherbst 2014 erscheinen soll.
Die Redaktion würde sich sehr über ein Feedback in Form Ihrer Statements freuen - nach dem Muster: „Ich/ wir abonnieren/ lesen/ nutzen BERLIN INTERNATIONAL, weil...“.
Wir planen die Veröffentlichung Ihrer Zuschriften in der Sonderausgabe. Daher ist es unerlässlich, dass Sie sich mit der
Nennung Ihres Namens/ Ihrer Institution einverstanden erklären. Anonyme Zusendungen können keine Berücksichtigung finden. Einsendeschluss ist der 30. September 2014.
Ganz besonders würden wir uns natürlich über Zuschriften
aus dem großen AbonnentInnenkreis im übrigen Bundesgebiet und auch dem Ausland freuen.
E-Mail: newsletter@intmig.berlin.de.
Vielen Dank schon jetzt für Ihr Feedback!

Ihre Redaktion
BERLIN INTERNATIONAL macht eine Pause und erscheint
erst wieder am 29.08.2014. Redaktionsschluss für die Ausgabe September 2014 (Nr. 115) ist der 22.08.2014.
IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum der Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals
„Top - Berlin international“. Erscheint mit elf Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDFFormat und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen 1 und 2 MByte variieren.
Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für
unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser
Nachdruck und Vervielfältigung mit Quellenangabe erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, AL III 22; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320, Martina Gembus, III A 4,
(030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 01.07.2014 [1.818 | Jahrgang 31]

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat August

Juli/ August 2014, Nr. 114
BERLIN INTERNATIONAL
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Nachrichten aus dem Haus, Berlin und den Bezirken
02.07.: Einladung zur Fachtagung:
„Drei Jahre Partizipations- und Integrationsgesetz – und wie weiter?“
Interkulturelle Öffnung? Die Berlinerinnen und Berliner sind dafür - Skepsis in Einzelfragen.
SVR-Forschungsbereich und Berlins Integrationsbeauftragte präsentieren neue Daten
Neu im Netz: Deine Stadt. Dein Land. Dein Pass. Hintergründe zur Berliner Einbürgerungskampagne
Informationen aus dem IQ Netzwerk Berlin ab Seite
Einstellungen in Berlin für den Ausbildungsberuf: Justizfachangestellte/r. Bewerbungsfrist: 31.08.2014
Ausschreibung: Die Junge Islam Konferenz-Berlin
Länderkonferenz geht in die zweite Runde. Bewerbungsschluss: 10.09.2014
Super-Ferien-Pass 2014/2015: Einfach super Ferien machen!
Auf DVD und im Netz: Kurzfilmangebot des kom•zen
Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe dokumentiert seine Arbeit in Kurzfilmen
2. Deutscher Diversity-Tag am 03.06. – Vielfalt in der Berliner Verwaltung voranbringen!
Wo der Funke überspringt: Ein Jahr „Berlin braucht dich!“ in der Metall- und Elektroindustrie
Für ein geschlechtergerechtes Berlin: Senatorin Kolat startet Kampagne
Problematischer Ausbildungsmarkt in Berlin
Kolat fordert mehr Ausbildungsplätze von den Berliner Unternehmen
Aus dem Landespressedienst
MigraMentor-Campus: Schülerinnen und Schüler von heute – Lehrkräfte von morgen
Das Berliner Familienportal ist online!
Berliner Grundschule gewinnt Preis beim Europäischen Wettbewerb
Wowereit zur Pride Week 2014
Moses-Mendelssohn-Preis für Ahmad Mansour
Angebot zur Unterbringung und Versorgung der Menschen im besetzten ehemaligen Schulgebäude
in der Ohlauer Straße beschlossen
Broschüre für Neu-Berlinerinnen und Berliner: Berliner Bildungs-Abc
Anfragen an den Senat
„ ‚Problemhäuser‘ - was weiß, was tut der Senat?“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite
Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis: Berliner Europaportal
BAMF: Ausschreibung zum Europäischen Asyl-, Migrations- und Flüchtlingsfonds (AMIF)
Asylentscheidungen in der EU28 im Jahr 2013:
135.700 Asylbewerber als schutzberechtigt anerkannt. Syrer waren die Hauptbegünstigten
Lebensverhältnisse von Roma in ihren Herkunftsländern:
Maßnahmen zur Verbesserung. Beschluss und Bericht der EMK
BAMF: 12.457 Asylerstanträge im Mai 2014
BMI: Deutschland nimmt mehr syrische Bürgerkriegsflüchtlinge auf
Jesuiten Flüchtlingsdienst: Talente junger Flüchtlinge würdigen
Vorgestellt: Verfassungsschutzbericht 2013
ZMD: Zum 10. Jahrestag des Nagelbombenattentats in Köln
Sozialleistungen: Welche Ansprüche haben Unionsbürger in Deutschland?
Informationspapier des Mediendienstes Integration
Armutseinwanderung – ein populistischer Mythos.
Gemeinsame Erklärung von Amaro Foro e.V. und Rroma-Informations-Centrum
SVR-Empfehlung: Interkulturelle Elternbildung in Kitas flächendeckend ausbauen
Migranten und Verbraucherschutz in digitalen Märkten.
Projekt der Verbraucherzentrale Berlin mit den Verbraucherzentralen Bremen und Hamburg
Zentralrat der Muslime in Deutschland: Zum bevorstehenden Beginn des Ramadan am 28.06.2014

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Workshops/ Tagungen
10. bis 12.10., IDA-Seminar: „Diversität als Herausforderung für die Jugendverbandsarbeit" –
Für eine diversitätsbewusste (Jugend-) Bildungsarbeit. Anmeldung bis: 31.08.2014

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Initiativen
21.-27.09., bundesweit: Interkulturelle Woche 2014
15.10. bis 15.11.2014, Aufruf zur Mitgestaltung: 12. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs 2014
Zum 21. Mal verliehen: „Band für Mut und Verständigung“. Auch Gertrud Wagemann ausgezeichnet

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Qualifizierungen
Wintersemester 2014/ 2015: Psychoanalytische Kulturwissenschaft.
Berufsbegleitender Teilzeitstudiengang der HU zu Berlin. Bewerbungsfrist: 15.07.2014
LIFE e.V.: Weiterbildung in Erneuerbaren Energien für Ingenieurinnen. Start: Ab 15.09.2014
IMIS-Ausschreibung, Interdisziplinäres Graduiertenkolleg „Die Produktion von Migration“:
5 Promotionsstipendien zu vergeben. Bewerbungsschluss: 31.07.2014
Start am 01.09.: Berufsorientierungskurs für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen. Anmeldung ab sofort
Ab August 2014, Anna-Freud-Schule: Erzieherinnen-/Erzieherausbildung für Bewerberinnen und Bewerber mit einem ausländischen sozialpädagogischen Hochschulabschluss
Aus Projekten und Vereinen
Projektvorstellung: „Polnisches Kompetenzzentrum“
Neues Projekt sucht Fachleute zur Zusammenarbeit. Info Veranstaltung am 10.07.2014
Projekt EUTOKIA: Informelle Kompetenzen unternehmerisch nutzen!
Eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Projekts EUTOKIA in Kooperation mit der TDU
Afro-Deutsche Spielgruppe: Sommerfest am 06. Juli.
Afro-DeutscheR SchauspielerIn für Interkulturelle Leseclubs gesucht
AWO-Begegnungszentrum: Programm Juli/ August 2014
BAYOUMA-HAUS der AWO: Programm Juli/ August 2014
BABEL e.V.: Veranstaltungsangebot im Juli/ August 2014
Veranstaltungen
Noch bis 13.07., Ausstellung: Ankunft. Ein Kunstprojekt im Übergangswohnheim Marienfelder Allee 66
Bis 13.07.2014, HKW: COPA DA CULTURA 2.0. Festival mit Konzerten und Public Viewing
29.06. bis 31.07.: Die Nächte des Ramadan - Kulturfest im Fastenmonat
01.07. bis 31.08.: „Wege zur Erkenntnis"
Fotoausstellung im Rathaus Schöneberg in der Reihe "Footprints in the Sand?". Vernissage am 01.07.
08.07., „Neue deutsche Geschichten“: Kıymet. Filmvorführung und Gespräch mit Canan Turan
am 8. Juli 2014 in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin
Kultur bewegt e.V.: Stadtteilführungen im Juli und August 2014 „Route 44“ sowie „Route 65“
15.08., Konzert in der WdK: DIASPORAGAS. Neue Indische Musik
Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
ver.di-Tagungsdokumentation: Beschäftigungschancen für Menschen mit Migrationshintergrund
WISOdirekt, Steffen Angenendt: Entwicklungsorientierte Migrationspolitik Handlungsmöglichkeiten für die deutsche Politik
Amaro Foro: Reaktionen zum Aktionsplan Roma des Berliner Senats
Handbuch Islam und Schule: Ein Handbuch für Pädagoginnen und Pädagogen
Tool zur Recherche: Medien in der Einwanderungsgesellschaft
In 5 Sprachen: AMIRA –
Programm zur Sprach- und Leseförderung von Kindern mit Migrationshintergrund
Veröffentlichung: Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion.
Diversity Management in öffentlichen Verwaltungen und Einrichtungen

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Nachrichten aus dem Haus,
Berlin und den Bezirken
02.07.: Einladung zur Fachtagung:

„ DR E I J AHR E P AR TIZIP AT IONS - UND
INT E G R AT IONS G E S E T Z – UND WIE WE IT E R ? “
Wann: Mittwoch, 2. Juli 2014, 11.00 bis 16.00 Uhr
Wo: Abgeordnetenhaus von Berlin,
Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin
Seit Dezember 2010 hat das Land Berlin als erstes
Bundesland ein Integrationsgesetz. Der Hintergrund:
Die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten sollten
auf eine rechtliche Grundlage gestellt werden.
Ein besonderes Ziel hierbei ist es, den Anteil an Beschäftigten mit Migrationshintergrund im öffentlichen
Dienst entsprechend ihres Anteils an der Berliner Bevölkerung zu erhöhen.
Drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes soll eine
erste Evaluierung vorgenommen werden. Am 2. Juli
2014 findet zu diesem Zwecke die Fachveranstaltung
„Drei Jahre Partizipations- und Integrationsgesetz –
und wie weiter?“ statt.
Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung
und Migrantenorganisationen versuchen, einen Blick
auf die bestehenden und geplanten Prozesse und
Strukturen der interkulturellen Öffnung in den Landesverwaltungen sowie der Einbeziehung von Migrantinnen und Migranten zu werfen.
Es eröffnen Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses, Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration
und Frauen, sowie Aydan Özoğuz, Beauftragte der
Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Mit diesen Themen beschäftigt sich die Fachtagung
„Drei Jahre Partizipations- und lntegrationsgesetz - und
wie weiter?":
− Welche Erwartungen an das Partizipations- und
lntegrationsgesetz gab es?
− Welche wurden erfüllt?
− Welche Erfahrungen liegen nach drei Jahren
Praxis vor?
Ablauf sowie Anmeldung im Programm-Flyer unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/fachtagung_02072014.ht
ml
Direkt:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-integrationmigration/aktuelles/programm_fachtagung_partintg_02072014
_bf.pdf

INT E R K UL T UR E L L E ÖF F NUNG ?
DIE B E R L INE R INNE N
UND B E R L INE R S IND DAF ÜR
Skepsis in Einzelfragen
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und Berlins Integrationsbeauftragte präsentieren neue Daten
Alle zwei Jahre veröffentlicht der Sachverständigenrat
deutscher Stiftungen für Integration und Migration
(SVR) das so genannte SVR-Integrationsbarometer
zum Integrationsklima.
Es ist ein erprobtes und verlässliches Instrument, um
die Stimmung innerhalb der Bevölkerung zum Thema
Integration einzufangen. Damit ergänzt das Integrationsbarometer das von den Ländern herausgegebene
Integrationsmonitoring, das auf statistischen Daten beruht und die messbaren Integrationsfortschritte der vergangenen Jahre dokumentiert.
Im Auftrag der Integrationsbeauftragten hat der Forschungsbereich des SVR das aktuelle Jahresgutachten
2014 mit Hinblick auf das Land Berlin für ausgewählte
Themen ausgewertet. Auf der Basis von knapp 1000
Personen liefert die Auswertung statistisch gut abgesicherte Ergebnisse.
Berlins Integrationsbeauftragte Monika Lüke, die die
Ergebnisse jetzt zusammen mit dem SVR vorstellte,
zieht ein positives Fazit, was die „gefühlte Integration“
angeht:
„Wir haben uns in dieser Sonderauswertung auf drei für
Berlin zentrale Fragekomplexe konzentriert: Die Situation an Schulen, die interkulturelle Öffnung und Diskriminierungserfahrungen. Die Berlinerinnen und Berliner
bejahen die interkulturelle Öffnung. Sie begleiten sie
jedoch nicht unkritisch. Fortschritte gibt es überall dort,
wo sich die Institutionen verstärkt um vielfältige Strukturen bemühen und wo es direkte Kontakte zwischen
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gibt.
Außerdem reagiert die Berliner Bevölkerung sensibel
auf Diskriminierungen.“
So sind die Berlinerinnen und Berliner bezüglich ethnisch gemischter Schulen deutlich skeptischer als der
Bundesdurchschnitt, die Unterschiede zwischen Befragten mit und ohne Kinder zeigen jedoch, dass Befragte mit Kindern deutlich offener mit der Berliner
Schulsituation umgehen. Bei den Befragten ohne Kinder ist zu vermuten, dass sich eine problemfixierte Darstellung in der Öffentlichkeit auf deren Einstellung niederschlägt.
Im Einzelnen: Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund überwiegt die Zahl derer, die ihre Kinder nicht
an eine ethnisch vielfältige Schule schicken würden
(59%, Befragte mit Migrationshintergrund: 50%). Wenn
allerdings eigene Kontakte zum Bildungssystem bestehen (zum Beispiel über eigene Kinder in der Schule)
würde die Mehrheit der Befragten ohne Migrationshin-

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tergrund ihre Kinder an eine ethnisch gemischte Schule
schicken (53%).
Die Skepsis gegenüber ethnisch vielfältigen Schulen
beruht allerdings nicht auf Befürchtungen, die Kinder
würden unterschiedlich behandelt: 66% der Befragten
mit und 69% der Befragten ohne Migrationshintergrund
gehen davon aus, dass Schülerinnen und Schüler mit
oder ohne Migrationshintergrund bei gleicher Leistung
gleich bewertet werden.
Thema interkulturelle Öffnung: Sowohl Personen mit
als auch ohne Migrationshintergrund sind mit deutlicher
Mehrheit der Ansicht, dass Zuwanderer im Öffentlichen
Dienst unterrepräsentiert sind und verstärkt eingestellt
werden sollen.
So finden 92% der Befragten mit Migrationshintergrund
und 86% der Befragten ohne Migrationshintergrund,
dass in Behörden und Ämtern mehr Beschäftigte mit
Migrationshintergrund eingestellt werden sollten. 89%
der Befragten mit Migrationshintergrund und 80% der
Befragten ohne Migrationshintergrund wünschen sich,
dass mehr Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund im Lehrerkollegium vertreten sein sollten. 85%
der Befragten mit Migrationshintergrund und 77% der
Befragten ohne Migrationshintergrund finden, dass in
der Polizei mehr Personen mit Migrationshintergrund
Dienst tun sollten. Der Prozentsatz derjenigen, die dies
auch auf die Richterschaft ausdehnen möchten, ist etwas geringer: 78% der Befragten mit Migrationshintergrund und 64% der Befragten ohne Migrationshintergrund finden, dass mehr Richterinnen und Richter mit
Migrationshintergrund eingestellt werden sollten.
Monika Lüke: „Berlin ist auf dem richtigen Weg, die interkulturelle Öffnung voranzubringen und kann hierfür
auf eine überragende Zustimmung der Berliner Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund bauen.
Wenn es in einigen Institutionen oder Verwaltungen
weiterhin Bedenken gegen die interkulturelle Öffnung
gibt, dann können sich diese nicht auf die öffentliche
Meinung stützen. Mit dem Partizipations- und Integrationsgesetz haben wir darüber hinaus bereits eine rechtliche Grundlage, um die interkulturelle Öffnung in allen
Bereichen des Öffentlichen Diensts zu erreichen.“
Der dritte Punkt der Auswertung des Integrationsbarometers für Berlin betrifft das Thema Diskriminierung.
Das Diskriminierungsniveau wird in Berlin sowohl von
Personen mit als auch ohne Migrationshintergrund tendenziell höher eingeschätzt als im restlichen Bundesgebiet. Die Sensibilität der Berliner Bevölkerung gegenüber Ungleichbehandlung und Diskriminierung ist
besonders hoch.
Das Gefühl, ungleich behandelt zu werden, ist jedoch
nicht gleichmäßig verteilt.
Das Vertrauen in die Gleichbehandlung in den Institutionen Schule und Krankenhaus ist bei den Befragten
mit und ohne Migrationshintergrund in der Regel hoch:
21% der Befragten mit Migrationshintergrund und 17%

der Befragten ohne Migrationshintergrund gehen von
einer schlechteren Behandlung von Personen mit Migrationshintergrund in den Krankenhäusern aus, 34%
der Befragten mit Migrationshintergrund und 31% der
Befragten ohne Migrationshintergrund sind der Ansicht,
dass Personen mit Migrationshintergrund in der Schule
schlechter behandelt werden.
Dagegen bestehen bei den Befragten deutliche Vorbehalte gegenüber Ämtern, Behörden und Polizei: 46%
der Befragten mit wie auch ohne Migrationshintergrund
vermuten eine schlechtere Behandlung von Personen
mit Migrationshintergrund in Behörden und Ämtern,
rund 55% der Befragten mit wie auch ohne Migrationshintergrund sind der Ansicht, dass dies bei der Polizei
der Fall ist.
Das Fazit der Integrationsbeauftragten: „Die Berliner
Politik muss auch in Zukunft deutlich gegen Diskriminierungen und Ungleichbehandlung aller Art vorgehen.
Bei der Interkulturellen Öffnung der Verwaltung
herrscht im Hinblick auf eine kultursensible Behandlung
von Menschen mit Migrationshintergrund weiterhin großer Handlungsbedarf. Integrationspolitik darf aber nicht
bei der interkulturellen Öffnung aufhören. Die Politik
des Senats im Allgemeinen und die Integrationspolitik
im Besonderen müssen daher der Ungleichbehandlung
in allen Lebensbereichen entgegenwirken und sich eindeutig rechten und extremistischen Ideologien entgegenstellen, die Ungleichheit predigen. Integrationspolitik ist daher immer auch Politik gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung.“
Die Sonderauswertung des Integrationsbarometers ist
auf der Internetseite der Integrationsbeauftragten abrufbar unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/statistik/index.html.
[30.06.2014]

Im Netz:

DE INE S T ADT . DE IN L AND. DE IN P AS S .
Hintergründe zur Berliner Einbürgerungskampagne
„Deine Stadt. Dein Land. Dein Pass.“ So lautet das
Motto der aktuellen Einbürgerungskampagne
des Berliner Senats unter
http://www.einbürgerungjetzt.de.
Auf unseren Internetseiten haben wir die Hintergrundinformationen zur
aktuellen sowie zu den
vergangenen
Kampagnen für Sie zusammengefasst.
Ein umfangreicher Downloadbereich (z.B Plakate,
Film- und Radiospots) steht ebenfalls zur Verfügung.
Internet:
http://www.berlin.de/lb/intmig/einbuergerung/index.html

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O-Töne von Teilnehmenden

IQ Netzwerk Berlin

Normalität Vielfalt:

Interkulturelle Schulungen für AA / JC
Im IQ Netzwerk Berlin bieten die Projektpartner Stiftung
Sozialpädagogisches Institut »Walter May« (Stiftung
SPI), LIFE e.V. und der Türkische Bund in BerlinBrandenburg e. V. (TBB) interkulturelle Schulungen für
Führungskräfte und Mitarbeitende der Berliner Arbeitsagenturen (AA) und Jobcenter (JC) an.

Vielfältige Teilnehmende
Vielfalt und Verschiedenheit im interkulturellen Kontext
findet sich nicht nur bei den Kundinnen und Kunden der
Arbeitsagenturen und Jobcenter, sondern auch in Bezug auf die Führungskräfte und Mitarbeitenden. Die
typische Berliner Mischung zeigt sich auch unter den
Teilnehmenden:
Zugezogene
und
Urberlinerinnen/Urberliner, mit und ohne Migrationshintergrund,
aus allen Altersgruppen, mit den unterschiedlichsten
beruflichen Vorerfahrungen inner- und außerhalb von
Berliner Behörden, vom Jobcenter-Frischling bis zum
altem Hasen mit über vier Jahrzehnten Behördenzugehörigkeit.

Konflikte entschärfen
Die Schulungen beschränken sich nicht auf Informationsvermittlung zu Migrationsgeschichte, Vorurteilen,
Werteorientierungen und sozialen Milieus, sondern legen einen Schwerpunkt auf die Bearbeitung von
exemplarischen Situationen aus dem Arbeitsalltag der
Teilnehmenden. Häufig genannte Fallbeispiele sind:
− Vereinbarkeit von religiösen Symbolen und Religionsausübung mit den Erfordernissen des Arbeitsmarktes
− Missverständnisse und vermeintliche sowie tatsächliche Werteverletzungen in der Kommunikation zwischen Kundinnen/Kunden und Mitarbeitenden
− Umgang mit sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten
Bei der Erarbeitung von Handlungsoptionen für diese
und ähnlich gelagerte Situationen schätzen die Teilnehmenden besonders die Möglichkeit zum kollegialen
Austausch und die abwechslungsreiche Gestaltung der
Schulung.

Als persönliches Resümee für die eigene Arbeitspraxis
formulierten Teilenehmende unter anderem:
− Weiter offen bleiben, genau hinsehen
− Individuelle Herangehensweise an die Kundinnen und Kunden unabhängig von ihrer Herkunft
− Vergegenwärtigen, dass meine Welt nicht die
des anderen ist
− Es gibt kein Patentrezept.
Viele Themen können in den eintägigen Basisschulungen nicht erschöpfend behandelt werden. Entsprechend äußerten Teilnehmende Interesse an Folgeschulungen, in denen sie zum Beispiel ihre Kenntnisse über
verschiedene Kulturen in Berlin vertiefen und Kompetenzen im Bereich der non-verbalen interkulturellen
Kommunikation erweitern könnten.

Fazit
Seit 2013 bildeten sich in 43 Schulungen 528 Teilnehmende aus zwei Berliner Arbeitsagenturen und elf Jobcentern fort. Von den 43 Schulungen (Stand Ende Mai
2014) wurden 36 Einführungsschulungen zur „Diversityorientierten Interkulturellen Kompetenz“ der Stiftung
SPI, 5 Schulungen zum Thema „Geschlechterstereotype im Umgang mit Kundinnen und Kunden vermeiden“
von LIFE e.V. und 2 Schulungen zu „Professionellem
Handeln im Fokus von Antidiskriminierung“ vom TBB
durchgeführt. Der Umgang mit Vielfalt gehört inzwischen in allen Arbeitsbereichen – Eingangszone wie
Leistungsabteilung, Berufsberatung oder Arbeitsvermittlung – zur Normalität. Interkulturelle Kompetenz ist
zu einer Schlüsselkompetenz geworden. Sie auszubauen lohnt sich und kann sogar Spaß machen.
Mehr Informationen über die Angebote zu Interkulturellen Schulungen finden Sie im Internet unter:
http://www.berlin.netzwerkiq.de/kooperation_jobcentern.html.
Kontakt und Information
Für Fragen, Informationen und Anmerkungen wenden
Sie sich bitte an:
Koordination des IQ Netzwerks Berlin
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Der Beauftragte des Senats von Berlin
für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Kooperationen mit Jobcentern und Arbeitsagenturen
Deniz Ağdaş
Telefon: (030) 9017-2361
E-Mail: Deniz.Agdas@intmig.berlin.de

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Wegweiser zum Thema
Aufenthalt und Beschäftigung

Zum 01.03.2015,
Einstellungen in Berlin für den Ausbildungsberuf:

J US T IZF AC HANG E S T E L L T E /R
Bewerbungsfrist: 31.08.2014

Das IQ Netzwerk Niedersachsen hat einen spannenden
Wegweiser zum Thema „Der Aufenthalt in Deutschland
von Drittstaatsangehörigen mit DaueraufenthaltsrechtEU in einem anderen EU-Mitgliedsstaat“ herausgegeben, der insbesondere für Beraterinnen und Berater in
der Berufsanerkennungs-Beratung eine umfassende
Arbeitshilfe darstellt.
Weitere Infos und den Wegweiser als Download finden
Sie hier:
http://ggua.de/fileadmin/downloads/tabellen_und_ueber
sichten/daueraufenthalt_iq-neu.pdf.

Im Kalenderjahr 2015 werden insgesamt voraussichtlich 100 Auszubildende für den Beruf der/des Justizfachangestellten an zwei Einstellungsterminen ihre
Ausbildung beginnen können.
Der erste Einstellungstermin ist der 01.03.2015.
Die Bewerbungsfrist für diesen Termin hat begonnen
und endet mit Ablauf des 31.08.2014.
Bewerbungen werden vorrangig online über die Plattform
http://www.INTERAMT.de
unter der Kennziffer 238688 entgegengenommen.

Aktuelle Infos
Das IQ Netzwerk Berlin plant eine Ausweitung ab
1.1.2015. Es werden Projektvorhaben zur Umsetzung
von „Qualifizierungen im Kontext der Anerkennungsvorhaben“ gesucht. Der Aufruf zur Interessensbekundung erfolgt vermutlich Anfang August 2014 und wird
auf der Berliner Vergabeplattform veröffentlicht.
Kontakt zum IQ Netzwerk Berlin
Sima Fazlali Serkani
IQ Netzwerk Berlin
Büro der Beauftragten des Senats
für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Tel.: (030) 9017 2373
E-Mail: Sima.Fazlali@intmig.berlin.de
Internet: http://www.berlin.netzwerk-iq.de

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite
http://www.Ausbildung-Justiz.de.

Ausschreibung:

DIE J UNG E IS L AM K ONF E R E NZ-B E R L IN
Länderkonferenz geht in die zweite Runde
Bewerbungsschluss: 10.09.2014
Berlinerinnen und Berliner zwischen 17 und 23 Jahren
können sich bis zum 10. September bewerben
Junge Berliner zwischen 17 und 23 Jahren können sich
bis zum 10. September 2014 für eine Teilnahme an der
Jungen Islam Konferenz – Berlin (JIK-Berlin) bewerben.
Die Junge Islam Konferenz – Berlin ist ein Wissensund Austauschforum für junge Menschen mit und ohne
muslimischen Migrations-hintergrund. Bei der JIK-Berlin
debattieren die Teilnehmenden am Beispiel der Rolle
von Islam und Muslimen über den Umgang mit Vielfalt
in der Hauptstadt. Im Anschluss an die viertägige Konferenz richten sie ihre Empfehlungen an politische Entscheidungsträger. Die Junge Islam Konferenz – Berlin
ist ein Projekt der Stiftung Mercator, des Mercator Program Centers und der Humboldt-Universität zu Berlin in
Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.
Bis zu vierzig Jugendliche aus ganz Berlin haben in
diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich in die Debatte
um das Zusammenleben in der kulturell und religiös
vielfältigen Hauptstadt einzubringen. „Berlin verändert
sich ständig und ist eine Stadt der Vielfalt und Kreativität. Das macht für viele Menschen den Reiz dieser
Stadt aus, kann gleichzeitig aber auch Ängste verursachen. Die JIK – Berlin möchte den konstruktiven Umgang mit dieser Veränderung ermöglichen und gibt Impulse zum Mitgestalten sowie Anders- und Neudenken.
Ganz nach dem Motto: ‚Weil wir – mit allen Facetten –

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Berliner sind!‘“, sagt Esra Küçük, Leiterin der Jungen
Islam Konferenz.

S UP E R -F E R IE N-P AS S 2014/2015

Als erstes Bundesland richtete Berlin bereits im letzten
Jahr die erste Junge Islam Konferenz auf Länderebene
aus. Das bewährte Konzept wird nun fortgesetzt. Dr.
Monika Lüke, Beauftragte des Senats von Berlin für
Integration und Migration, betont die Bedeutung, die
das Engagement junger Menschen für die Stadt hat:
„Es freut mich sehr, dass die JIK-Berlin sich in ihrem
zweiten Jahr zu einem wichtigen Sprachrohr für junge
Berlinerinnen und Berliner etabliert hat. Als herkunftsübergreifende Plattform leistet sie einen wichtigen Beitrag für ein gleichberechtigtes Zusammenleben in unserer Hauptstadt. Auch in diesem Jahr erwarte ich wieder
richtungsweisende Impulse und Empfehlungen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für unser vielfältiges Berlin.“

Dazu hat der Super-Ferien-Pass ab diesem Jahr eine
neue Aufteilung. Wir bieten dir jetzt nur noch die Dinge
an, die dich in deinem Alter interessieren! Damit das
klappt, haben wir den Pass in zwei Teile aufgeteilt:

Die Ausschreibung und die Bewerbungsunterlagen
können online unter
http://www.junge-islamkonferenz.de
abgerufen werden. Für Nachfragen steht Ihnen unser
Berlin Koordinator Herr Khaldun Al Saadi (E-Mail:
khaldun.alsaadi@j-i-k.de ) zur Verfügung.
Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen!
Kontakt und weitere Informationen
Junge Islam Konferenz
Am Festungsgraben 1
Berlin 10117
Projektkoordinator Junge Islam Konferenz Berlin
Herr Khaldun Al Saadi
Tel.: (030) 2887 4567-5
E-Mail: khaldun.alsaadi@j-i-k.de
Internet: http://www.junge-islamkonferenz.de
Die Junge Islam Konferenz – Berlin 2014 ist ein Projekt der Stiftung
Mercator, des Mercator Program Centers und der HumboldtUniversität zu Berlin in Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.

Einfach super Ferien machen!

Einen Kinderteil bis einschl. 11 Jahre und einen Jugendteil von 12 bis einschl. 18 Jahre. Ein nerviges
Überblättern von Angeboten, die nicht zu dir passen,
gehört nun der Vergangenheit an.
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Kontakt
JugendKulturService gGmbH
Obentrautstraße 55
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: (030) 23 55 62 0
Fax: (030) 23 55 62 20
E-Mail: info@jugendkulturservice.de
Internet: http://jugendkulturservice.de

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Auf DVD und im Netz:

K UR ZF IL MANG E B OT DE S K OM•ZE N
Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung
der Altenhilfe dokumentiert seine Arbeit
in interessanten Kurzfilmen
Das Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der
Altenhilfe (kom•zen) ist seit 10 Jahren die Stabsstelle
des Landes Berlins zu den Themen Alter, Migration und
Pflege. Es hat den Auftrag der Senatsverwaltung für
Gesundheit und Soziales, interkulturelle Öffnungsprozesse in Verwaltung und Diensten der Altenhilfe und
Altenpflege in Gang zu setzen und damit auf die Belange älterer Zuwanderer einzugehen.
Seit seiner Gründung hat sich das kom•zen zur Aufgabe gemacht, seine vielfältigen Arbeits- und Aktionsfelder in interessanten Kurzfilmen zu dokumentieren. Neben einem Filmbeitrag zur Entstehung des Kompetenz
Zentrums werden u.a. Schulungen von Senioren_innen
zu ehrenamtlichem Engagement, Vorbereitungen zur
Wahl der Seniorenvertretungen, Experteninterviews zur
Kultursensibilität in der Pflege oder die Initiierung interkulturelle Öffnungsprozesse in einer stationären Pflegeeinrichtung zu einem kleinen filmischen Erlebnis.
Die Kurzfilme und Dokumentationen richten sich an
Sozialarbeiter_innen,
Pädagog_innen,
Altenpfleger_innen, Ehrenamtliche sowie weitere Akteure aus
der Altenhilfe. Die DVDs können über das kom•zen bezogen werden.
Auszug aus dem Filmangebot des kom•zen:
Das Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe
Wir müssen mehr miteinander reden!
2013, Laufzeit: 39:37 min, Regie: Igor Chalmiev/ kom•zen
In einer schönen Komposition aus Interviews und Sequenzen aus
dem Arbeitsalltag gibt der Film einen Einblick in die vielfältigen Arbeitsfelder des Kompetenz Zentrums Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe (kom•zen), der Stabstelle des Landes Berlin zu den Themen
Alter, Migration und Pflege. Älteren Zuwander_innen berichten über
ihre Ankunft und ihr Leben in Berlin. Mitarbeiter_innen des kom•zen
und der Verwaltung sowie Lokalpolitiker_innen sprechen über die
wichtige Arbeit des kom•zen in den Bezirken und für verschiedene
Communities. Der Film zeigt darüber hinaus, wie der interkulturelle
Öffnungsprozess in einer stationären Pflegeeinrichtung angestoßen
wird.
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Theater der Erfahrungen
Jetzt reden wir!
Russischsprachige ältere Zuwander_innen engagieren sich
in Berlin
Fachtag am 11. Mai 2011, Laufzeit: 28:13 min,
Regie: Igor Chalmiev/ kom•zen
Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen ältere russischsprachige Zuwanderer_innen. Sie leben in allen Stadtteilen Berlins und prägen mit
ihrer Kultur die Stadt seit Jahrzehnten, auch durch ihr umfangreiches
ehrenamtliches Engagement. Gemeinsam mit ihnen geht es um die
Beantwortung der Frage, wie ihr Engagement stärker gefördert und
nun auch in Seniorenclubs und in der Seniorenvertretung vermehrt
zum Einsatz kommen kann. Die Frage nach der Verankerung von
Rahmenbedingungen wird in diesem Beitrag diskutiert, um Zuwander_innen im höheren Lebensalter einen aktiven und würdevollen
Lebensabend zu ermöglichen. Über mögliche Lösungen reden ältere
russischsprachige Zuwander_innen mit Politik und Akteuren der Altenhilfe.
-----------Ältere Zuwander_innen mischen sich ein … wir hören zu
Fachtag 18. Mai 2011, Laufzeit: 38:50 min, Regie: Igor Chalmiev/
kom•zen
Für viele ältere Zuwander_innen ist es nicht selbstverständlich, sich
aktiv in ihre Nachbarschaft einzubringen. Wo bleiben sie, wenn im
Nachbarschaftstreff eine Feier stattfindet? Wie können auch ihre
Ideen ein gemeinsames Fest bereichern? Im Rahmen eines Fachtages in Schöneberg thematisieren Akteure aus Politik und Altenhilfe
gemeinsam mit älteren Zuwander_innen deren Zugangsbarrieren.
Das Seniorentheater „Theater der Erfahrungen“ zeigt uns, wie die
eigene Lebenserfahrung genutzt wird, um das Gemeinwesen zu bereichern. „Denn nur durch gemeinsames Gestalten kann Veränderung geschehen“, lautete das Fazit dieses erfolgreichen Tages.

Komplettes Angebot der Reihe im Internet.
Die Filme sind ebenfalls im Internet zu sehen
auf der Seite kom•zenTV unter:
http://www.kom-zen.de/index.php/kom-zentv.
Kontakt, Bezug sowie weitere Informationen
Kompetenz Zentrum
Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe (kom•zen)
Simplonstraße 27
10245 Berlin
Tel: (030) 319 891 630
Fax: (030) 319 891 640
Mail: info@kom-zen.de
Internet: http://www.kom-zen.de

Interkulturelle Öffnung - Was ist zu tun?
Ulrika Zabel (kom•zen) im Gespräch mit Derya Wrobel
(Sozialverband VdK)
2011, Laufzeit 10:41 min, Regie: Igor Chalmiev/ kom•zen
„Interkulturelle Öffnung ist eine Öffnung von Mensch zu Mensch“, so
Derya Wrobel. In einem spannenden Gespräch mit Ulrika Zabel diskutieren die Expertinnen Fragen wie „Ist die Diskussion zu interkultureller Öffnung noch notwendig?“ oder „Wer hat das Recht, einen
Menschen zu beurteilen?“.
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2. Deutscher Diversity-Tag –

V IE L F AL T IN DE R B E R L INE R V E R W AL T UNG
V OR ANB R ING E N!
Anlässlich des 2. Deutschen Diversity-Tages am 3. Juni
erklärt die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen,
Dilek Kolat: „Berlin ist eine weltoffene Stadt! Der gelungene Umgang mit Vielfalt ist für uns von zentraler Bedeutung. Wir müssen mit den Unterschieden der Menschen in Berlin – egal ob sie das Geschlecht, Herkunft
und Hautfarbe, Behinderung, Alter, Religion oder die
sexuelle Identität betreffen – sensibel umgehen und
Diskriminierungen verhindern! Der Berliner Verwaltung
selbst kommt dabei eine wichtige Rolle zu, und zwar
als Arbeitgeberin und auch als Dienstleisterin. Als Arbeitgeberin muss die Verwaltung sich darum bemühen,
die Vielfalt der Bevölkerung auf allen Ebenen zu repräsentieren. Als Dienstleisterin muss die Verwaltung die
Lebenslagen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und
Bürger erkennen und - dort wo es möglich ist – auch
passgenaue Angebote machen.“
Zur Verbesserung der Diversitykompetenz der Berliner
Verwaltung als Dienstleisterin führt die Landesstelle für
Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gemeinsam mit dem Verein „Eine Welt der Vielfalt Berlin“
seit Mai 2013 das aus EU-Mitteln geförderte Projekt
„Vielfalt in der Verwaltung“ durch. Es wird in Kooperation mit den Bezirken Lichtenberg, Pankow und Tempelhof-Schöneberg umgesetzt. Dabei wurden zunächst
Diversity-Maßnahmen in den Bezirken formuliert, die in
diesem Jahr umgesetzt werden sollen. Die Maßnahmen verfolgen unter anderem das Ziel, eine Willkommenskultur innerhalb der Verwaltung zu fördern, in
Formularen und Ansprachen unterschiedliche Lebensformen zu berücksichtigen und Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter durch Schulungen und Trainings für Vielfalt zu sensibilisieren.
Der Lichtenberger Bezirksbürgermeister Andreas Geisel betont: „Der Bezirk Lichtenberg versteht sich nicht
nur als kinder- und familienfreundlicher Bezirk, sondern
auch als ein Bezirk, der allen Bürgerinnen und Bürgern
in all ihrer Vielfalt und Buntheit Raum zur breiten Entfaltung bieten möchte. Dies ist nicht immer einfach umzusetzen und erfordert die Sensibilität und Offenheit aller
politischen Entscheidungsträger und der gesamten
Verwaltung des Bezirkes. Wir haben uns bei diesem
Prozess immer an den Bedarfen und Problemen der
einzelnen Bevölkerungsgruppen und Interessenvertretern vor Ort zu orientieren versucht und sind so, glaube
ich, auf einem guten Weg.“
Ebenso sieht sich der Bezirksbürgermeister Matthias
Köhne auf einem guten Weg. „Pankow ist ein dynamischer Bezirk, der viele Menschen anzieht. Wir werden
immer vielfältiger. Deshalb arbeiten wir daran, dass
sich auch in unserer Verwaltung diese Vielfalt und
Weltoffenheit widerspiegelt. Das vom Senat initiierte
Projekt hilft uns sehr, diesen Modernisierungsprozess
anzugehen.“

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: „Der individuellen Verschiedenheit der Menschen, der Vielfalt in
unserem Bezirk Raum geben, sie akzeptieren und Teilhabe zu ermöglichen ist für mich, als Bezirksbürgermeisterin, eine wichtige Aufgabe. Hier bedarf es sicherlich einer stetigen Veränderung der bezirklichen Verwaltung, eines fortlaufenden Prozesses, der Diskriminierungen verhindert und Chancengleichheit stärkt. Das
bedeutet Flexibilität, Kreativität, Offenheit und das Reflektieren von eigenen Wissenslücken. Die Verwaltung
kann auf die Vielfalt nur dann kompetent reagieren,
wenn sie sich auf allen Ebenen mit dem Thema Diversity beschäftigt und dieses als Querschnittsaufgabe etabliert. Es ist ein langer Weg, ich bin aber bereit ihn gemeinsam mit den Kolleg_innen zu gehen.“
Der Deutsche Diversity-Tag wurde das erste Mal 2003
von der Charta der Vielfalt veranstaltet.
Weitere Informationen:
www.charta-der-vielfalt.de/diversity-tag.html
www.berlin.de/lb/ads/diversity/stadt-der-vielfalt/vive.php
Pressemitteilung
Berlin, den 02.06.2014
Rückfragen: Pressestelle, Telefon: 030 9028 2743

Betriebsbegegnungen:

WO DE R F UNK E ÜB E R S P R ING T
Ein Jahr „Berlin braucht dich!“
in der Metall- und Elektroindustrie
Attraktive Berufsausbildung und gute Facharbeit sind
der Schlüssel für die Zukunft des Industriestandorts
Berlin. Darüber waren sich der Verband der Metall- und
Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME) und die IG
Metall Berlin einig. Vor einem Jahr haben sie daher mit
der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek
Kolat, vereinbart, Berlin braucht dich! auf die Metallund Elektroindustrie (M&E) zu übertragen. Ziel ist es,
die Fachkräftesicherung mit integrationspolitischen Zielen zu verbinden.
Probelauf macht Mut für mehr!
Nach einem Jahr umfangreicher Erprobungen in zehn
Betrieben (Siemens, OSRAM, BMW, ABB, KST Kraftwerks- und Spezialteile, MAN Diesel & Turbo, PUKWerke, ZF-Lenksysteme GmbH (Berlin) sowie Mercedes Benz Marienfelde und Ludwigsfelde) kann eine positive Bilanz gezogen werden. Während der Pilotphase
im Schuljahr 2013/2014 haben die Betriebe der Metallund Elektroindustrie über 620 Jugendlichen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit gegeben, Einblick in die
Praxis gewerblich-technischer Ausbildungsberufe zu
erlangen.
Arbeitssenatorin Dilek Kolat betonte: „Viele junge Leute
mit Migrationshintergrund sind bisher in der Ausbildung
zu wenig zum Zuge gekommen, auch wenn sie durch-

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aus das Zeug dafür haben. Ihnen wird mit der Ausbildung und Fachtätigkeit in der Metall- und Elektroindustrie eine Option eröffnet, die sich lohnt und realistisch
ist. In Berlin haben 43 Prozent der unter Sechzehnjährigen einen Migrationshintergrund. Ihr Interesse soll
geweckt und kontinuierlich gestärkt werden. Zu diesem
Zweck müsse der Lernort Betrieb für die Berufsorientierung aufgewertet werden, weil es vor allem das konkrete Erleben der Betriebswirklichkeit ist, das die Distanz
auf beiden Seiten überwinden hilft. Ich freue mich sehr
darüber, dass die Metall- und Elektroindustrie unser
erfolgreiches Programm Berlin braucht dich! übernommen hat und nun auch in ihrer Branche eine neue Erfolgsgeschichte mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund schreiben kann.“
Pionierarbeit für systematische Berufsorientierung
VME-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck: „Die
Kooperation mit Berlin braucht dich! war ein notwendiger und wichtiger Schritt, die Berufsorientierung für die
Metall- und Elektroindustrie auf ein neues Fundament
zu stellen. Nach einem Jahr hat sich gezeigt, dass wir
auf dem richtigen Weg sind, das zukunftsweisende
vierstufige Konzept der Berufsorientierung auf die Metall- und Elektroindustrie zu übertragen. Gemeinsam
mit unseren Unternehmen leisten wir damit Pionierarbeit für systematische und innovative Berufsorientierung in der Privatwirtschaft. Deshalb sind wir sehr daran interessiert, dass dieses erfolgreiche Konzept Eingang findet in das Berliner Landeskonzept zur Berufsund Studienorientierung, das derzeit erarbeitet wird.“
Berlin braucht dich! – ein kluger Zusammenschluss
Arno Hager, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin: „Bislang gab es Kooperationen zwischen einem Betrieb und einer Schule, nun schließen sich 46 Betriebe
mit 32 Schulen zusammen.“ Die Besonderheit dieses
Projekts bestehe für ihn darin, dass BQN das Programm aus der Perspektive der Schülerinnen und
Schüler aufgesetzt hat. „Sie haben es geschafft, die
Bedürfnisse wirklich zu erfassen und in ein effektives
Programm zu überführen.“ Die Schüler/innen seien
nach ihren Praktikumserfahrungen stolz auf das, was
sie erlebt haben. Er hält dies für eine gut durchdachte
und logische Schlussfolgerung. Denn: „Wenn Schüler/innen und Schulen davon profitieren, dann profitiert
auch die Metall- und Elektroindustrie.“
Was ist Berlin braucht dich!?
Berlin braucht dich! motiviert Schüler/innen mit Migrationshintergrund, eine betriebliche Berufsausbildung im
Öffentlichen Dienst, bei den Betrieben mit Landesbeteiligung und in der Metall- und Elektroindustrie für sich in
Betracht zu ziehen. Eine Abfolge auf einander aufbauender Praktika in den Klassen 7-10 ermöglicht den Jugendlichen einen systematischen Kompetenzaufbau für
die Berufswahl durch Erkundung von Betrieben – eine
Welt, die vielen von ihnen fern ist. Diese Betriebsbegegnungen werden in enger Zusammenarbeit mit
Schulen vor- und nachbereitet. Auf diese Weise setzen
sich Jugendliche intensiv mit ihren Stärken und Interessen auseinander und ihre Berufswahlentscheidung wird

fundierter. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, dass sie
sich in den Betrieben willkommen fühlen. An Berlin
braucht dich! sind 46 Betriebe und 32 Schulen beteiligt.
Im Öffentlichen Dienst und bei den Berliner Landesbetrieben stieg der Anteil von Auszubildenden mit Migrationshintergrund inzwischen auf über 20 Prozent.
Siehe auch www.berlin-braucht-dich.de
Für Rückfragen
Rachida Rami, BQN Berlin rr@bqn-berlin.de
Pressemitteilung
Berlin, den 05.06.2014
Rückfragen: Pressestelle, Telefon: 030 9028 2743

F ür ein ges c hlec htergerec htes B erlin:

S E NAT OR IN K OL AT S T AR T E T K AMP AG NE
Gemeinsam mit Berliner Persönlichkeiten und vor über
100 geladenen Gästen gab die Senatorin für Arbeit,
Integration und Frauen, Dilek Kolat den Startschuss für
die Kampagne „Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin“ im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im Club Podewil. Die Ausstellung zeigt
Bilder von 25 Berliner Persönlichkeiten aus Politik,
Sport, Musik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft mit
ihren Statements zum Thema „Gleichstellung weiter
gedacht.“
Neben dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und der Senatorin Dilek Kolat positionieren sich u.a.
Bascha Mika, Inga Humpe, Björn Andrae, Shermin
Langhoff, Klaus Kordon, Andreas Knieriem und Stefanie Salata.
In ihrer Eröffnungsrede betonte die Senatorin Dilek Kolat die Notwendigkeit eines Leitbildes für mehr Gleichstellung und der begleitenden öffentlichkeitswirksamen
Kampagne: „Gleiche Karrierechancen für Frauen und
Männer, gleiche Bezahlung und ein Leben ohne Gewalt
und Diskriminierung. Das alles heißt für mich: Gleichstellung weiter denken. Etwas anderes kann sich Berlin
nicht mehr leisten.“
Die Kampagne wird in den nächsten zwei Jahren durch
spielerische und interaktive Module über das Thema
informieren und sensibilisieren. Sie besteht aus verschiedenen interaktiven Modulen, wie z.B. einer
Gleichstellungswaage, die selbst zur spielerischen Herstellung eines Geschlechtergleichgewichts einlädt, einer mobilen Fotobox, in der Gesicht für Gleichstellung
gezeigt werden kann, einem Memo-Spiel, das von der
Berliner Kinderbuchillustratorin Nadia Budde gestaltet
wurde oder dem Glücksrad mit Quiz-Fragen zu verschiedenen Themenbereichen der Frauen- und Gleichstellungspolitik. Diese Kampagnenelemente ermöglichen einen spielerischen und niedrigschwelligen Zugang zum Thema. Die Kampagne wird vor Ort in Bezirken und verschiedenen Verwaltungen sowie auf öffent-

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lichen Veranstaltungen erlebbar. Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen aus Politik und Verwaltung werden damit auf unkonventionelle Weise zur Reflektion
alltäglicher und struktureller Ungleichheit sowie eigener
Verhaltensweisen angeregt.
Seit 2008 wirkt das landesweit geltende Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm (GPR) in Berlin. Darin hat sich die Berliner Senat darauf verständigt, seine
Aufgaben im Sinne der Gleichberechtigung zu erfüllen.
Im Frühjahr 2014 wurde bereits das zweite GPR durch
den Berliner Senat verabschiedet. Eine zentrale Neuerung stellt das Leitbild „Gleichstellung im Land Berlin“
dar, das Visionen eines geschlechtergerechten Lebens
in Berlin abbildet.
Die gleichstellungspolitischen Inhalte und Visionen
werden durch die Kampagne „Gleichstellung weiter
denken. Ein Leitbild für das Land Berlin“ der Geschäftsstelle Gleichstellung der Senatsverwaltung für
Arbeit, Integration und Frauen einem breiten Publikum
erstmals vorgestellt.
Die Kampagne „Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin“ ist initiiert von der Geschäftsstelle Gleichstellung der Senatsverwaltung für Arbeit,
Integration und Frauen.
Für mehr Informationen zur Kampagne und Bestellmöglichkeiten besuchen Sie bitte unsere Website
www.gleichstellung-weiter-denken.de
Pressekontakt: Franziska Schönberner, Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Tel.: 030 9028
2743, pressestelle@senaif.berlin.de
Kontakt Kampagne „Gleichstellung weiter denken. Ein
Leitbild für das Land Berlin“:
Geschäftsstelle Gleichstellung, Dr. Gabriele Kämper,
Oranienstraße
106,
10969
Berlin,
GST.Gleichstellung@senaif.berlin.de
Pressemitteilung
Berlin, den 18.06.2014
Rückfragen: Pressestelle, Telefon: 030 9028

Problematischer Ausbildungsmarkt in Berlin

K OL AT F OR DE R T ME HR AUS B IL DUNG S P L ÄT ZE V ON DE N B E R L INE R UNT E R NE HME N
Aus der Sitzung des Senats am 24. Juni 2014:
Wegen stark rückläufiger Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt fordert der Senat die Betriebe und
Unternehmen auf, für mehr Ausbildungsplätze zu sorgen.

sen. Der Bericht zeigt, dass es vor allem an der Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen mangelt.
Senatorin Kolat: „Es geht nicht, dass die Unternehmen
angesichts des Fachkräftemangels immer weniger
Ausbildungsverantwortung übernehmen. Die Ausbildungsbetriebsquote, also der Anteil der Ausbildungsbetriebe an der Gesamtzahl der Betriebe sank von 15,04
% im Jahr 2009 auf 13,01 % im Jahr 2012.
Die Unternehmen müssen erkennen, dass sie die eigene Zukunft nur durch stärkere Ausbildungsbemühungen
sichern können, denn gute Ausbildungsbedingungen
sind die beste Vorsorge für die Fachkräftesicherung.
Ich werde diese Diskussion im Lichte des diesjährigen
Berichts sehr nachdrücklich mit ihnen führen.“
Das Land Berlin und die Agentur für Arbeit machen
flankierende Unterstützungsangebote. Dies reicht von
der Förderung außerbetrieblicher Ausbildungsplätze bis
hin zur finanziellen Unterstützung von Betrieben und
Unternehmen, die einen betrieblichen Ausbildungsplatz
im Rahmen der Verbundausbildung einrichten bzw. mit
Jugendlichen aus bestimmten Personengruppen einen
Ausbildungsvertrag abschließen.
Um die problematische Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu verbessern und gezielter als bisher allen Jugendlichen ein Angebot auf dem Weg in den Beruf machen zu können, werden in Berlin Jugendberufsagenturen (JBA) eingerichtet. Zwischen dem Senat,
den Bezirken und Sozialpartnern sowie der Regionaldirektion besteht Einigkeit, dass die Unterstützung von
Jugendlichen beim Übergang Schule-Beruf unter einem
Dach und aus einer Hand passieren muss. Kein Jugendlicher darf verloren gehen.
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der
Handwerksordnung (HwO) hat nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg im Jahr 2013 den
niedrigsten Wert seit 2006 erreicht. Wurden im Jahr
2006 noch insgesamt 20.908 Ausbildungsverträge abgeschlossen, so waren es im Jahr 2013 nur noch
16.174. Allein von 2012 nach 2013 sank die Zahl der
neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 1.678
von 17.852 auf 16.174.
Kolat weiter: „Mein Appell an Unternehmen und Betriebe: Falls Sie für dieses Jahr noch keinen Ausbildungsplatz anbieten, machen Sie jetzt den Schritt. Und falls
Sie Ausbildungsplätze anbieten, prüfen Sie, ob noch
einer geht. Denn wer heute ausbildet, der hat morgen
maßgeschneiderten Nachwuchs.“
Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen,
Telefon: (030) 9028-2743

Der Senat hat heute den von der Senatorin für Arbeit,
Integration und Frauen, Dilek Kolat, vorgelegten Bericht
zur Ausbildungsplatzsituation in Berlin 2014 beschlos______________________________________________________________________________________________________

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Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 02.06.2014, 09:35 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

S C HÜL E R INNE N UND S C HÜL E R V ON HE UT E –
L E HR K R ÄF T E V ON MOR G E N
Am 21. Juni 2014 informiert der MigraMentor-Campus
über den Lehrerberuf
Berlin möchte mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund für die Berliner Schule gewinnen. Der MigraMentor-Campus bietet einen Überblick über die vielfältigen
Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern und informiert
über Karrierechancen in der Lehrerlaufbahn. Die eintägige Veranstaltung umfasst eine Einführung in die
Grundlagen der Ausbildung und eröffnet praxisbezogene Einblicke in das Studium und in den Beruf. Ziel ist
es, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
in ihrer Berufs- und Studienwahl zu unterstützen und
sie für den Schuldienst zu begeistern.
„Der MigraMentor-Campus ist eine umfassende Informationsveranstaltung über den Beruf der Lehrkraft für
junge Berlinerinnen und Berliner mit Migrationshintergrund, die die verantwortungsvolle Aufgabe der Schulgestaltung für sich als berufliche Perspektive ergreifen
möchten“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.
In diesem Jahr wird der MigraMentor-Campus am
Samstag, dem 21. Juni 2014, in der Professional
School of Education der Humboldt-Universität zu Berlin
von 9:00 bis 20:00 Uhr stattfinden. Schülerinnen und
Schüler mit Migrationshintergrund aus den Jahrgangsstufen 10 bis 13 können sich anmelden unter mengue.oezhan@senbjw.berlin.de oder telefonisch unter
90227 6329.
Der MigraMentor-Campus wird gemeinsam von der
Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie dem Berliner Netzwerk
für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund veranstaltet.
Redaktion: Beate Stoffers, Telefon: 90227-5843

Pressemitteilung vom 04.06.2014, 16:25 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft
Klick und drin biste!

DAS B E R L INE R F AMIL IE NP OR T AL
IS T ONL INE !

Jugendsenatorin Sandra Scheeres und der Vorsitzende
des Berliner Beirats für Familienfragen, Thomas Härtel,
haben heute gemeinsam ein neues Internet-Angebot
für Familien an den Start gebracht.
Sei es die Frage nach dem kürzesten Weg zum KitaGutschein, den Bedingungen zum Bezug von Wohngeld oder nach Pflegemöglichkeiten für Familienmitglieder: Das neue Familienportal macht von nun an unter der Adresse www.berlin.de/familie die an vielen
Stellen im Internet verteilten Informationen für Berlins
Familien unter einem Dach zugänglich. Realisiert wird
das Portal-Angebot vom Berliner Beirat für Familienfragen im Auftrag des Berliner Senats.
ν
„Das Familienportal bringt Licht in den Informationsdschungel des Internets und erspart zeitraubende Umwege. So werden Hürden abgebaut und der Zugang zu
den vielfältigen Unterstützungs-, Beratungs- und Freizeitangeboten für Familien in Berlin verbessert“, sagte
Senatorin Scheeres anlässlich des Portalstarts im
Rahmen des 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages in der Messe Berlin.
Thomas Härtel sagte: „Den Anspruch, ein Portal nicht
alleine zu entwickeln, sondern in Zusammenarbeit mit
vielen Akteurinnen und Akteuren, die für, mit und bei
Familien arbeiten, haben wir eingelöst. Ich danke allen,
die sich an der Erarbeitung der Informationen beteiligt
haben. Im Ergebnis präsentieren wir nun ein Portal,
welches eine große Bandbreite an Informationen und
nützlichen Links rund um das Thema Familie bereithält.
Dabei ist das Portal noch keineswegs fertig: Es wächst
durch das Feedback und die Anregungen, die uns Familien in Berlin geben.“
Die Idee zur Einrichtung des Portals geht zurück auf
den Berliner Familienbericht 2011, der in Rückkopplung
mit Berliner Familien entstanden ist. Hier war ein hohes
Interesse geäußert worden, mehr Orientierung für Familien in den unterschiedlichen Lebenslagen herzustellen.
In die Beratungen über die Gestaltung des InternetAngebots wurden familienrelevante Berliner Akteure
auf Seiten des Senats, der Bezirke und der freien Trägerlandschaft einbezogen.
Redaktion: Ilja Koschembar

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Pressemitteilung vom 13.06.2014, 18:00 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

B E R L INE R G R UNDS C HUL E G E WINNT
P R E IS B E IM E UR OP ÄIS C HE N WE T T B E WE R B
Auszeichnungen im Europäischen Haus in Berlin
übergeben
„Wie wollen wir leben in Europa?“ hieß das Thema des
61. Europäischen Wettbewerbs.
Glücklicher Gewinner ist in Berlin die SiegerlandGrundschule aus Spandau. Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung, überreichte heute die Urkunden an die
Gewinnerinnen und Gewinner der SiegerlandGrundschule Spandau.
Die Kinder hatten mit ihrer projektverantwortlichen Lehrerin Christiane Meisenburg erfolgreich am eTwinningZweig des Europäischen Wettbewerbs teilgenommen.
Mit ihrem Projekt „Schule der Zukunft“ gewannen die
Berliner gemeinsam mit Partnerklassen aus Luxemburg, Tschechien und Polen den ersten Preis in der
Altersgruppe 10 bis 13 Jahre.
Die Schülerinnen und Schüler der vier Länder haben
kreative Ideen für eine Schule der Zukunft entwickelt
und sich jeweils gegenseitig Feedback dazu gegeben.
Das Besondere: Die Berliner Schülerinnen und Schüler
durften ihr Klassenzimmer der Zukunft nach eigenen
Entwürfen umgestalten und konnten selbst daran mit
bauen.
Für die gelungene europäische Zusammenarbeit erhalten die beteiligten Schulen ein Preisgeld von insgesamt
1.000 Euro.
Der Europäische Wettbewerb ist einer der ältesten
Schülerwettbewerbe in Deutschland. Er wird von der
Europäischen Bewegung durchgeführt und durch die
Kultusministerien der Länder unterstützt und regte bundesweit 84.000 Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken über aktuelle europäische Themen an. eTwinning bietet dabei die Möglichkeit, die Aufgabenstellungen mit europäischen Partnerklassen unter Nutzung
digitaler Medien zu bearbeiten. Die eTwinning-Beiträge
wurden nach Kriterien wie pädagogischer Innovation,
Schüleraktivität sowie der kreativen Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) begutachtet.
Als Teil des Programms Erasmus+ der Europäischen
Union wird eTwinning von der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz gefördert. Die
Nationale Koordinierungsstelle für eTwinning in
Deutschland ist beim Pädagogischen Austauschdienst
(PAD) der Kultusministerkonferenz angesiedelt.
Weitere Informationen:
http://www.etwinning.de/ew14-gewinner.html
http://www.europaeischer-wettbewerb.de
Redaktion: Beate Stoffers, Telefon: 90227-5843

Pressemitteilung vom 20.06.2014, 09:50 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

WOWE R E IT ZUR P R IDE WE E K 2014

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, eröffnet am Sonnabend, 21. Juni 2014, um 12
Uhr gemeinsam mit der Bundesministerin für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, die
Demonstration des Aktionsbündnisses „CSD Berlin
2014“ zum Christopher Street Day (Startpunkt AxelSpringer-Straße 54/Ecke Leipziger Straße).
Wowereit sagte vorab: „Berlin steht an diesem Wochenende ganz im Zeichen des Engagements für die
Rechte von Lesben, Schwulen, Trans- und Intersexuellen. Unsere Stadt ist eine offene und tolerante Metropole, in der jede und jeder nach seiner Fasson selig werden kann. Dennoch ist uns allen bewusst, dass wir in
den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die
LGBT-Forderungen noch lange nicht am Ziel sind. Das
gilt national, Stichwort volles Adoptionsrecht und
Gleichstellung mit der Ehe, und das gilt international,
denn in einer großen Zahl von Staaten gibt es noch
immer teils brutale Unterdrückung von Lesben und
Schwulen. Es gibt also noch immer Themen und Ziele
genug, für die sich der gemeinsame Einsatz aller lohnt
und die für unsere Gesellschaft wichtig genug sind, um
zusammen auf die Straße zu gehen.“
Weiter sagte der Regierende Bürgermeister: „Ich begrüße alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in unserer
Stadt, in deren Terminplan die bunten und attraktiven
Veranstaltungen rund um Pride Week und ChristoperStreet-Day längst einen festen Platz haben.“
Der Regierende Bürgermeister hatte bereits am Mittwoch ein Grußwort auf dem Empfang zur Konferenz
„European Gay Police Association (EGPA)“ im Berliner
Rathaus gesprochen. Weitere Informationen für die
Presseberichterstattung zum „CSD Berlin 2014“ finden
Sie im Internet unter
http://csd-berlin-2014.de/presse.
Rückfragen: Presse- und Informationsamt des Landes
Berlin, Telefon: (030) 9026-2411

Pressemitteilung vom 20.06.2014, 11:10 Uhr
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

MOS E S -ME NDE L S S OHN-P R E IS
F ÜR AHMAD MANS OUR

Der Diplom-Psychologe Ahmad Mansour wird den vom
Land Berlin alle zwei Jahre ausgelobten „MosesMendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und
Religionen“ erhalten. Dies entschied das Preisgericht
für die Verleihung des Moses-Mendelssohn-Preises

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2014, dem Caroline Fetscher, Joachim Hake, Dr. Gideon Joffe, Friederike von Kirchbach, Dr. Thomas Lackmann und Dr. Brigitte Wieczorek-Schauerte angehören.
Staatssekretär Tim Renner: „Ahmad Mansour ist ein
weltoffener, junger Aufklärer im Geist Moses Mendelssohns, der aktiv und mutig dazu beiträgt, unsere Gesellschaft toleranter werden zu lassen.“
Mit dem 1976 in Israel geborenen Mansour würdigt die
Jury eine in herausragender Weise engagierte und couragierte Persönlichkeit. Als arabischer Israeli in
Deutschland setzt sich Ahmad Mansour so aktiv wie
kreativ für den Abbau von Vorurteilen und für mehr Toleranz in der Gesellschaft ein. Durch seine Publikationen und seine Arbeit in migrantischen Communities
trägt Ahmad Mansour dazu bei, Vorurteile gegenüber
Juden in Deutschland und in Europa ebenso abzubauen wie Stereotypien zum Staat Israel. Mit Organisationen wie „Heroes e. V.“ setzt er sich gegen das fehlgeleitete Verständnis von „Ehre“ ein, gegen Gewalt im
privaten wie öffentlichen Raum und für eine demokratische Kultur des Dialogs, der individuellen Verantwortung und Kritikfähigkeit. Ahmad Mansour wird dabei für
viele Jugendliche zu einem lebendigen und produktiven
Vorbild.
Der mit 10.000 € dotierte Preis wird am Montag, den
15. September 2014 vom Staatssekretär für Kulturelle
Angelegenheiten, Tim Renner, verliehen. Die Preisverleihung findet im Großen Saal des Berliner Rathauses
um 17.00 Uhr statt.
Rückfragen: Günter Kolodziej, Telefon: 90228 203

Pressemitteilung vom 24.06.2014, 13:07 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

ANG E B OT ZUR UNT E R B R ING UNG UND
V E R S OR G UNG DE R ME NS C HE N IM
B E S E T ZT E N E HE MAL IG E N S C HUL G E B ÄUDE
IN DE R OHL AUE R S T R AS S E B E S C HL OS S E N
Aus der Sitzung des Senats am 24. Juni 2014:

211 Menschen Hausausweise ausgegeben. In entsprechender Anwendung des Einigungspapiers zum Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz erfolgt für diese Menschen die Unterstützung durch Diakonie und Caritas in
aufenthaltsrechtlichen und sozialen Fragen. Das aufenthaltsrechtliche Verwaltungsverfahren erfolgt analog
zum Einigungspapier. Der Umzug wird derzeit durch
den Bezirk organisiert.
Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, Telefon: (030) 9028-1137

Pressemitteilung vom 25.06.2014, 13:00 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Broschüre für Neu-Berlinerinnen und Berliner:

B E R L INE R B IL DUNG S -AB C

Die neue Broschüre „Berliner Bildungs-Abc“ informiert
zugezogene Familien sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt über die Berliner Bildungslandschaft.
Von vorschulischer bis beruflicher Bildung erklärt sie
auf 80 Seiten die wichtigsten Eckpunkte und Besonderheiten des Berliner Kita- und Schulsystems.
„Berlins Schulen und Kitas leben von der Begeisterung,
dem Engagement und Einsatz
der dort arbeitenden Menschen. Es lohnt sich das vielfältige Angebot der Kitas und Schulen kennenzulernen
und sich mit Blick auf das eigene Kind das passendste
auszuwählen“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.
Die Broschüre „Berliner Bildungs-Abc“ enthält neben
einem allgemeinen, einführenden Teil einen Serviceteil
mit einer Checkliste für die Schulanmeldung, einem
Glossar und einer Sammlung häufiger Fragen, wie zum
Beispiel:
− Wird mein Kind am Gymnasium auch individuell
gefördert,
− was mache ich, wenn mein Kind noch kein
Deutsch spricht,
− welche Optionen gibt es für hochmobile Familien.

Auch jene, die schon mit dem Berliner System vertraut
In seiner heutigen Sitzung hat der Senat auf Vorlage
sind, finden in der Broschüre nützliche Informationen
von Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja und
und viele praktische Verweise auf Publikationen, Internach Abstimmung mit dem Bezirk Friedrichshainnetseiten und konkrete Ansprechpartnerinnen und Kreuzberg ein Angebot zur Unterbringung und Versorpartner.
gung der Personen im besetzten ehemaligen Schulgebäude in der Ohlauer Straße (vormalige GerhartDie Broschüre ist als Download unter folgenden Links
Hauptmann-Schule) beschlossen. Demnach stellt das
zu finden:
Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) allen Personen, die sich noch im besetzten ehemaligen
http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/
Schulgebäude aufhalten und dort einen sogenannten
http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/schulwe
Hausausweis erhalten haben, Plätze in Gemeinchsel.html
schaftsunterkünften zur Verfügung. Voraussetzung
hierfür ist, dass die Flüchtlinge bereit sind, das SchulAb dem 7. Juli ist die Broschüre auch über den infogebäude zum vom Senat festgelegten Stichtag heute,
Punkt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
24. Juni 2014, freiwillig zu verlassen. Nach Mitteilung
Wissenschaft in gedruckter Fassung erhältlich. Es ist
des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg wurden an
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außerdem geplant, die Broschüre „Berliner BildungsAbc Von vorschulischer bis beruflicher Bildung: Ein
Überblick für Neu-Berliner“ ins Englische zu übersetzen.
Rückfragen: Pressesprecherin für Bildung, Beate Stoffers, Telefon: 90227 5843

Anfragen an den Senat
Kleine Anfragen:
Titel: 24 Stunden Ausschreibungsfrist für Deutschkurse
– ist das ein faires Verfahren?
Abgeordnete: Kahlefeld, Dr. Susanna (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713689.pdf
Titel: Gestrichene Sprachkurse des Bundesarbeitsministeriums
Abgeordneter: Taş, Hakan (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713703.pdf
Titel: Stand der Einrichtung einer Notunterkunft für Familien mit Kindern (Aktionsplan Roma)
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713694.pdf
Titel: „Problemhäuser“ - was weiß, was tut der Senat?
Abgeordnete: Kahlefeld, Dr. Susanna (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713701.pdf
Titel: »They Don't Care About Us«? – Mitwirkung und
Beteiligung von Flüchtlingen in den Heimen
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713764.pdf
Titel: »Somebody's Watching Me« – Schutz der privaten Wohnräume, der Intimsphäre und des Postgeheimnisses in Flüchtlingsunterkünften
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713765.pdf

Titel: Flüchtlingskinder: eine vergessene Zielgruppe der
Kinder- und Jugendpolitik des Berliner Senates?
Abgeordnete: Burkert-Eulitz, Marianne (Bündnis 90 /
Die Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713734.pdf
Titel: Familien mit Kindern in Notunterkünften
Abgeordnete: Möller, Katrin (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713742.pdf
Titel: Weisungen, Vorschriften, Richtlinien und Arbeitshilfen für den Berliner Abschiebeknast
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713761.pdf
Titel: Rechtsextreme im Weitlingkiez
Abgeordneter: Kreins, Ole (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713731.pdf
Titel: Mutmaßliche rechte Tötungsdelikte in Berlin –
Fälle zur erneuten Überprüfung
Abgeordneter: Taş, Hakan (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713744.pdf
Titel: Unterstützung der Neuköllner QM-Gebiete HighDeck-Siedlung und Weiße Siedlung
Abgeordneter: Langenbrinck, Joschka (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713793.pdf
Titel: Rechtes Konzert in Hellersdorf am 3. Mai 2014?
Abgeordneter: Taş, Hakan (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713743.pdf
Titel: Beschulung von Flüchtlingen an der Alexandervon-Humboldt-Schule
Abgeordneter: Schatz, Carsten (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713773.pdf
Titel: Gewaltvorfälle in den Berliner Schulen im Schuljahr 2013/14 und im 1. Halbjahr 2014/15
Abgeordneter: Langenbrinck, Joschka (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713790.pdf

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Titel: Integrationslots*innen finanziell integriert?
Abgeordnete: Kahlefeld, Dr. Susanna (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713813.pdf
Titel: „Scheibenputzer“ und „Straßenverkäufer“ – Eine
Gefahr für die Verkehrssicherheit?
Abgeordneter: Langenbrinck, Joschka (SPD)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713795.pdf
Titel: Langfristige Förderung von Regenbogenfamilien was tut der Berliner Senat?
Abgeordneter: Lederer, Dr. Klaus (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713816.pdf

Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis:

B E R L INE R E UR OP AP O R T AL
Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/EU

Titel: »It’s a hard knock life« (II) – Arbeit und Bilanz der
Berliner Härtefallkommission 2013
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713869.pdf

BAMF:

Titel: »Der Traum ist aus« (II) - Abschiebungen 2013
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713886.pdf

Die Ausschreibung wird im Juli 2014 im Internet durch
das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit
sechswöchiger Frist unter folgendem Link veröffentlicht:

Titel: Verzweiflungstaten 2013 – Suizide, Suizidversuche und Selbstverletzungen von Asylsuchenden, Geduldeten und Ausreisepflichtigen
Abgeordneter: Reinhardt, Fabio (PIRATEN)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713882.pdf
Titel: Wann kommen endlich die Deutschkurse für
Flüchtlinge? Und wer kann sie in Anspruch nehmen?
Abgeordneter: Taş, Hakan (Die Linke)
Link: http://pardok.parlamentberlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S1713873.pdf

AUS S C HR E IB UNG ZUM E UR OP ÄIS C HE N
AS Y L -, MIG R AT IONS - UND F L ÜC HT L ING S F ONDS (AMIF )

http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/EUFonds/AMIF/Auss
chreibungAntrag/ausschreibungantrag-node.html

[RED]

Asylentscheidungen in der EU28 im Jahr 2013:

135 700 AS Y L B E WE R B E R
AL S S C HUT ZB E R E C HT IG T ANE R K ANNT
Syrer waren die Hauptbegünstigten
Die Daten über die Ergebnisse von Asylentscheidungen in der EU28 wurden von eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, anlässlich des
Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2014 veröffentlicht.
Im Jahr 2013 erkannten die EU28 Mitgliedstaaten 135
700 Asylbewerber als schutzberechtigt an, gegenüber
116 200 im Jahr 2012. Im Laufe der letzten fünf Jahre
wurde in der EU über 570 000 Asylbewerbern der
Schutzstatus zuerkannt.
Die drei größten Gruppen von Personen, denen im Jahr
2013 in der EU28 der Schutzstatus zuerkannt wurde,
waren, wie im Vorjahr, Staatsangehörige aus Syrien
(35 800 bzw. 26% aller Personen, die als schutzberechtigt anerkannt wurden), Afghanistan (16 400 bzw.
12%) und Somalia (9 700 bzw. 7%).

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Im Jahr 2013 waren Syrer , deren Zahl sich gegenüber
2012 nahezu verdoppelt hat, in der Hälfte der Mitgliedstaaten die größte Personengruppe, denen der Schutzstatus zugesprochen wurde. Insgesamt waren sie in 23
der 28 Mitgliedstaaten eine der drei größten Gruppen.
Von den 35 800 Syrern, die in der EU28 den Schutzstatus erhielten, wurden mehr als 60% in zwei Mitgliedstaaten verzeichnet: in Schweden (12 000) und in
Deutschland (9 600).
Weitere detaillierte Informationen mit Grafiken und Tabellen in der Pressemitteilung des Europäischen Statistikamtes eurostat unter:
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/319062014-BP/DE/3-19062014-BP-DE.PDF
[PM eurostat; RED]

Lebensverhältnisse von Roma
in ihren Herkunftsländern:

MAßNAHME N ZUR V E R B E S S E R UNG
Beschluss und Bericht der EMK
Beschluss sowie zugehöriger Bericht der 65. Europaministerkonferenz vom 5. Juni 2014 zum Thema „Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von
Roma in ihren Herkunftsländern“
65. Europaministerkonferenz am 5. Juni 2014 in Berlin,
Beschluss (pdf, 42.7 KB):
http://www.europa.bremen.de/sixcms/media.php/13/TO
P
3_Beschluss_Verbesserung_Lebensverh%E4ltnisse_R
oma_endg.pdf
Bericht der 64. Europaministerkonferenz am 20.März
2014 in Brüssel pdf, 144.1 KB)
http://www.europa.bremen.de/sixcms/media.php/13/TO
P 3_Bericht 64.
EMK_Verbesserung_Lebensverh%E4ltnisse_Roma_en
dg_aktualisiert.pdf

153 Personen (1,6 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Weiter mit der Aufstellung der Hauptherkunftsländer
und den Zahlen im Einzelnen unter:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/D
E/2014/20140612-0017-pressemitteilung-bmiasylzahlen-mai.html
[PM BAMF v. 12.06.2014; RED]

DE UT S C HL AND NIMMT ME HR S Y R IS C HE
B ÜR G E R K R IE G S F L ÜC HT L ING E AUF
Verdoppelung der bundesweiten Aufnahme
auf insgesamt 20.000
Bund und Länder arbeiten weiterhin mit Hochdruck an
einer zügigen Umsetzung der bisherigen Verfahren. Im
Mai letzten Jahres hatte das Bundesinnenministerium
die Aufnahme von 5.000 schutzbedürftigen syrischen
Staatsangehörigen angeordnet. Im Dezember fiel die
Entscheidung, 5.000 zusätzliche Flüchtlinge einreisen
zu lassen und damit das bundesweite Aufnahmekontingent syrischer Flüchtlinge von 5.000 auf 10.000
schutzbedürftige Menschen aufzustocken. Rund 6.000
von ihnen sind bereits nach Deutschland eingereist.
Zusätzlich zur Aufnahmeanordnung des Bundes starteten im Herbst letzten Jahres fünfzehn Bundesländer
eigene Aufnahmeprogramme speziell für Verwandte
hier lebender Syrer. Für rund 5.500 Flüchtlinge wurden
dabei die erforderlichen Einreisevisa erteilt.
Quelle:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/D
E/2014/06/aufnahme-syrische-fluechtlinge.html
[PM BMI v. 13.06.2014, RED]

Jesuiten Flüchtlingsdienst:

T AL E NT E J UNG E R F L ÜC HT L ING E WÜR DIG E N
BAMF:

12.457 AS Y L ANT R ÄG E IM MAI 2014
Im Mai 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge insgesamt 12.457 Asylanträge gestellt, 49,0
Prozent mehr als im Vorjahresmonat Mai 2013.
Davon waren 11.160 Erstanträge und 1.297 Folgeanträge.
Entschieden hat das Bundesamt im Mai 2014 über die
Anträge von 9.394 Personen. 2.021 Personen erhielten
die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer
Flüchtlingskonvention (21,5 Prozent aller Asylentscheidungen).
Zudem erhielten 397 Personen (4,2 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei

Fast drei Viertel der Asylsuchenden 2013
waren junge Menschen unter 30 Jahren
Zum internationalen Tag des Flüchtlings ruft der Leiter
des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, Pater Frido Pflüger
SJ, dazu auf, die Talente von Flüchtlingen zu würdigen,
statt sie als vermeintliche „Belastung“ zu diffamieren:
„Fast drei Viertel der Asylsuchenden 2013 waren junge
Menschen unter 30 Jahren. Das ist doch keine Belastung für unsere Gesellschaft, sondern eine Chance!“,
so der Jesuit. Die Bundesregierung fordert er auf, die
Zusammenführung von syrischen Familien in Deutschland zu erleichtern und syrische Flüchtlinge nicht mehr
in Abschiebungshaft zu nehmen.

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Die angekündigte Aufnahme von weiteren 10.000 Kontingentflüchtlingen aus Syrien sei ein guter Schritt, so
Pflüger SJ, dauere aber in der Umsetzung zu lang –
während 78.000 Angehörige von Syrern in Deutschland
verzweifelt auf Aufnahme warten. Angesichts von fast 3
Millionen syrischen Flüchtlingen, die überwiegend im
Libanon, der Türkei und Jordanien Zuflucht gefunden
haben, nimmt sich die Aufnahme von bisher rund
38.000 Syrern in Deutschland vergleichsweise bescheiden aus: „Wir können noch viel mehr tun“, so Pater Frido Pflüger SJ.
Weiter In der Mitteilung unter: http://www.jesuitenfluechtlingsdienst.de/images/pdf/2014-0619%20jrs%20pm%20tag%20des%20fl%FCchtlings.pdf
Internet: http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/
[PM JRS v. 19.06.2014; RED]

Vorgestellt:

V E R F AS S UNG S S C HUT ZB E R IC HT 2013
Der Verfassungsschutzbericht 2013 informiert über Art
und Umfang verfassungsfeindlicher Entwicklungen in
Deutschland sowie über Organisationen und Gruppierungen, die sich gegen die freiheitliche demokratische
Grundordnung richten.
Zusammenfassung:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Br
oschueren/2014/vsb_kurzfassung_2013.pdf
Gesamtfassung (ca. 5 MByte):
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Br
oschueren/2014/vsb_2013.pdf

ZMD:

ZUM 10. J AHR E S T AG
DE S NAG E L B OMB E NAT T E NT AT S IN K ÖL N
...“So positiv und begrüßenswert die Tatsache ist, dass
am 10. Jahrestag am Montag (09.06.20214) ein sehr
großer Teil Kölns gegen Rechts aufsteht und sich mit
den Opfern solidarisiert, so wichtig ist auch eine von
der gesamten Gesellschaft getragene Bereitschaft zur
Offenlegung der o.g. schmerzhaften Erkenntnisse und
die Lehren aus diesem Terroranschlages des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) und seine Folgen
zu ziehen. Die Demokratie muss stets wachsam sein
und die Freiheit jedes Bürgers, ohne Ansehen der Religion oder Herkunft, verteidigen.“...
Die komplette Mitteilung unter:
http://www.zentralrat.de/23798.php

[ZMD v. 07.06.2014; RED]

Sozialleistungen:

WE L C HE ANS P R ÜC HE HAB E N
UNIONS B ÜR G E R IN DE UT S C HL AND?
Informationspapier des Mediendienstes Integration
In Kürze berät das Kabinett über einen Gesetzentwurf,
der dazu dienen soll, Missbrauchsfälle bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen zu vermeiden. In
der Debatte entsteht mitunter der Eindruck, jeder Unionsbürger könne nach Deutschland ziehen und vom
ersten Tag an Sozialhilfe beantragen. Doch wie sieht
die rechtliche Lage tatsächlich aus? Welche Rechte
und welche Pflichten haben Einwanderer aus EUStaaten? Der Mediendienst hat sie in einem Informationspapier
(http://mediendienstintegration.de/fileadmin/Dateien/Fragen_zu_Rechten_und_Pflic
hten_eingewanderter_EU_Buerger_3.pdf) zusammengefasst.
Daraus geht unter anderem hervor, dass Unionsbürger,
die nach Deutschland kommen, in den ersten drei Monaten ihres Aufenthaltes keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben. Außerdem gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen Erwerbstätigen und NichtErwerbstätigen: Während Erstere ihre Ansprüche im
Fall einer unfreiwilligen Arbeitslosigkeit behalten, sind
Letztere prinzipiell von jeglicher Sozialhilfeleistung ausgeschlossen.
Weitere Informationen im Artikel auf der Website des
Mediendienstes Integration unter http://mediendienstintegration.de/artikel/unionsbuerger-freizuegigkeitsozialleistungen.
[MDI; RED]

AR MUT S E INW ANDE R UNG –
E IN P OP UL IS T IS C HE R MY T HOS
Gemeinsame Erklärung von Amaro Foro e.V.
und Rroma-Informations-Centrum
Die Bundesregierung hat für Mitte Juni eine Gesetzesverschärfung angekündigt, mit der gegen den vermeintlichen Sozialmissbrauch durch rumänische und bulgarische Staatsbürger_innen vorgegangen werden soll.
Geplant sind befristete Wiedereinreisesperren, schärfere Kontrollen und weitere restriktive Maßnahmen.
„Es ist unfassbar, dass die Bundesregierung mit dieser
Gesetzesverschärfung der CSU und ihrer ‚Wer betrügt,
fliegt’-Kampagne Rückenwind gibt, obwohl sie selbst in
der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion einräumen musste, dass die sogenannte Armutsmigration
als statistisch signifikantes Phänomen nicht existiert“,
so Merdjan Jakupov, Vorstandsvorsitzender von Amaro
Foro e.V. Milan Pavlovic vom Rroma-InformationsCentrum in Berlin kommentiert das Vorhaben der Regierung ähnlich: „Es handelt sich hier um eine aus-

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schließlich populistische Maßnahme, die rassistische
Vorurteile befördert und Ängste schürt.“

Weiter in der Mitteilung v. 04.06.2014 unter:
http://www.svr-migration.de/content/?p=5618

Die geplante Gesetzesverschärfung kommt einem
Pauschalverdacht gegen Rumän_innen und Bulgar_innen gleich und hat mit deren Lebensrealität
nichts zu tun. Es gibt bundesweit überhaupt nur 112
Fälle von Rumän_innen und Bulgar_innen, bei denen
ein Verdacht auf Leistungsmissbrauch besteht, ohne
dass ein einziger Fall bisher nachgewiesen wäre – eine
reichlich dürftige Grundlage für eine Gesetzesverschärfung. Rumänische und bulgarische Staatsbürger_innen
in Deutschland haben eine vergleichsweise geringe
Quote von Leistungsbezieher_innen, insgesamt zahlt
diese Einwanderergruppe wesentlich mehr in die Sozialkassen ein, als sie herausbekommen. Von den Leistungsbezieher_innen sind die allermeisten sogenannte
Aufstocker_innen – also Berufstätige in prekären Beschäftigungsverhältnissen, die von ihren Auftraggebern
in der deutschen Wirtschaft miserabel bezahlt werden.
Die Auftraggeber sparen nicht nur am Lohn, sondern
vor allem an Steuern und Sozialabgaben. Wenn es also
einen Sozialmissbrauch gibt, dann findet er in allererster Linie auf Seiten der deutschen Wirtschaft statt, die
von der prekären Situation vieler Einwanderer_innen
profitiert.

Studie und eine Infografik unter:
http://www.svr-migration.de/content/?page_id=3492

Kontakt
Amaro Foro e.V.
Weichselplatz 8
12045 Berlin
Merdjan Jakupov
Funk: (0177) 40 949 27
E-Mail: merdjan@amarodrom.de
Internet: http://www.amaroforo.de
http://www.amarodrom.de
http://www.romayouth.eu

SVR-Empfehlung:

INT E R K UL T UR E L L E E L T E R NB IL DUNG
IN K IT AS F L ÄC HE NDE C K E ND AUS B AUE N
Mehr und mehr Kindertagesstätten in Deutschland bieten Bildungs- und Beratungsangebote für Eltern an, die
sie bei der Förderung ihrer Kinder unterstützen. Doch
Familien mit Migrationshintergrund werden durch diese
Angebote oft nicht erreicht.
Eine Studie des SVR-Forschungsbereichs zeigt, dass
erst 27,4 Prozent der Kitas interkulturell ausgerichtet
sind. Damit zukünftig auch Familien mit Migrationshintergrund von Angeboten profitieren können, muss die
interkulturelle Öffnung der Elternbildung vorangetrieben
werden. Der SVR-Forschungsbereich legt Empfehlungen für den flächendeckenden Ausbau der interkulturellen Elternbildung vor.

MIG R ANT E N UND V E R B R AUC HE R S C HUT Z
IN DIG IT AL E N MÄR K T E N
Gemeinsames Projekt der Verbraucherzentrale Berlin mit den Verbraucherzentralen Bremen und
Hamburg
Rund ein Viertel der in Berlin lebenden Menschen hat
einen Migrationshintergrund. Mit der rasanten Verbreitung der digitalen Märkte gewinnt der Verbraucherschutz auch für sie zunehmend an Bedeutung. Die
Verbraucherzentrale Berlin startet daher in Kooperation
mit den Verbraucherzentralen Hamburg und Bremen
das Projekt "Migranten und Verbraucherschutz in digitalen Märkten".
Im Rahmen des Projekts wollen die Verbraucherzentralen Berlin, Hamburg und Bremen Verbraucher mit türkischen und russischen Wurzeln über ihre Rechte speziell in digitalen Märkten aufklären. Dazu werden unter
anderem zielgruppengerechte Online-Beiträge, Flyer
und Broschüren erstellt. Geplant sind außerdem zwei
Marktchecks, bei denen die Auslandstarife von Telefonanbietern verglichen werden sollen. Darüber hinaus
werden Beschwerden von Verbrauchern mit Migrationshintergrund erfasst und daraus konkrete politische
Forderungen formuliert.
Für eine bessere Verbraucherbildung von Migranten
forderten die Teilnehmenden eines Auftaktworkshops
die Erstellung themenrelevanter Informationen in der
Muttersprache sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit der Verbraucherzentralen mit Migrantenorganisationen. Darüber hinaus bekräftigten sie, dass die
Medienkompetenz der Einwanderer durch Schaffung
des Bewusstseins für Datenschutz gestärkt werden
müsse.
Mehr Informationen unter:
http://www.vz-berlin.de/vz/download/-20175
Ergebnisse des Auftaktworkshops „Migranten und Verbraucherschutz in digitalen Märkten“:
http://www.vz-berlin.de/mediabig/227402A.pdf
[VZ; RED]

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Zentralrat der Muslime in Deutschland:

ZUM B E V OR S T E HE NDE N R AMADAN
AM 28.06.2014
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) gibt
bekannt, dass der Fastenmonat Ramadan am Samstag
28. Juni 2014 beginnt und am Sonntag 27. Juli 2014
endet. Der erste Tag des Festes des Fastenbrechens
(Id Ul-Fitr) ist somit Montag der 28. Juli 2014.
Der ZMD setzt sich seit dem Jahre 2008 für die exakte
astronomische Berechnung zur Festsetzung von Beginn und Ende der Mondmonate ein. Dies wurde dann
gemeinsam mit dem Koordinationsrat (DITIB, IRD,
VIKZ und ZMD) als verbindlich erklärt.
Wir betrachten diese Methode als die geeignetste in
Deutschland, um die Einheit des Islam in Deutschland
bei diesem wichtigen Datum zu gewährleisten. Diese
Methode wurde unter anderem auch in einer gemeinsamen Erklärung des European Council for Fatwa and
Research (ECFR) und vom OIC, der Organisation der
Islamischen Konferenz , bereits im Jahre 1978 als
Grundlage für angemessen erklärt.
Grußwort des Vorsitzenden des ZMD, Aiman A. Mazyek, zum Fastenmonat unter
http://www.zentralrat.de/23843.php.

[ZMD; RED]

Workshops/ Tagungen

auch die Wirkungen von Institutionen und Strukturen
kommen dabei in den Blick. Gleichzeitig sollen Differenzen zwar berücksichtigt, aber nicht festgeschrieben
werden. Sie anzuerkennen und wertzuschätzen ist Bestandteil des Diversitätsansatzes.
Das Seminar klärt, was unter „Diversität“ zu verstehen
sein kann und macht die Abgrenzung zu anderen Begriffen wie etwa „Diversity“ deutlich. Es führt in Konzepte des Diversitätsansatzes ein. Diversität sollte kein Ersatz für die Beschäftigung mit anderen Diskriminierungsformen werden, sondern die Chance eröffnen,
eine reflexive Haltung zu entwickeln, die nicht nur einzelne Kategorien herausgreift, sondern die Gesamtheit
gesellschaftlicher Differenzlinien in den Blick nimmt.
Das Seminar möchte unter anderem folgende Leitfragen diskutieren:
Warum noch eine „Baustelle“? Welchen Nutzen hat die
Beschäftigung mit dem Thema Diversität über die Beschäftigung mit Gender, Interkultureller Öffnung, Inklusion etc. hinaus?
Jenseits von Appellen und Sensibilisierung: Wie kann
Diversitätsbewusstsein institutionalisiert werden?
Wie praxistauglich ist das Thema Diversitätsbewusstsein in der Jugendverbandsarbeit?
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an haupt- und ehrenamtliche
Mitarbeitende in Jugendverbänden.
Weitere Informationen finden Sie im Anhang und unter:
http://www.idaev.de/aktuelles/veranstaltungen/worksho
p-diversitaet-als-herausforderung-fr-diejugendverbandsarbeit.html.
Kontakt

10. bis 12.10., IDA-Seminar:

„ DIV E R S IT ÄT AL S HE R AUS F OR DE R UNG
F ÜR DIE J UG E NDV E R B ANDS AR B E IT " –
Für eine diversitätsbewusste (Jugend-) Bildungsarbeit

Anmeldung bis: 31.08.2014
Termin: 10. bis 12. Oktober 2014
Ort: Hannover
Zielgruppe: Ehren- und Hauptamtliche in der Jugendverbandsarbeit
TN-Beitrag: 40,- €
Anmeldung: bis zum 31. August 2014

Informations- und Dokumentationszentrum
für Antirassismusarbeit e. V.
Volmerswerther Straße 20
40221 Düsseldorf
Tel: (02 11) 15 92 55-5
Fax: (02 11) 15 92 55-69
E-Mail: info@idaev.de
Internet: http://www.idaev.de

Die Gesellschaft, in der wir leben, ist geprägt von Diskriminierung und Ungleichheit. Der Zugang zu Ressourcen und Institutionen ist abhängig von unterschiedlichen Trennlinien (Differenzlinien) - etwa Religion, sexuelle Orientierung, Geschlecht, soziale und ethnische
Herkunft oder Gesundheit.
Diversitätsbewusste Bildungsarbeit bedeutet, Differenzlinien zu thematisieren: Welche gibt es und wann sind
einige bedeutsamer als andere? Es gilt, mögliche gesellschaftliche Zugangsbarrieren zu erkennen und abzubauen. Sowohl das Verhalten von Individuen als
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Initiativen
Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD),
Ausschreibung:

ME INL AND – ZE IT F ÜR ZUK UNF T
Frist: 31.08.2014

Ab sofort ist bei der TGD im Rahmen des Programms
“Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wieder die
Bewerbung um Fördermittel möglich.
Aktuell gilt dies für Antragsteller, die vom 01.01.2015
bis zum 31.08.2015 Maßnahmen realisieren möchten.
Es können auch mehrere Maßnahmen beantragt werden. Bitte reichen Sie Ihre Interessenbekundung
(Antragsskizze und Kalkulation) bis spätestens
zum 31.08.2014 ein.
Alle notwendigen Infos zum Programm und zu den
Fördermöglichkeiten, die Antragsskizze und das Kalkulationsblatt finden Sie auf
http://www.tgd.de/projekte/meinland-zeit-fur-zukunft
Das Bundesprogramm
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) fördert im Rahmen des Bundesprogramms
"Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" von 2013
bis Ende 2017 außerschulische Bildungsmaßnahmen
insbesondere auf dem Gebiet der kulturellen Bildung
und unterstützt so bildungsbenachteiligte Kinder und
Jugendliche in ihrer Entwicklung.
Eine unabhängige Jury hat das von der TGD eingereichte Konzept geprüft und für eine Förderung vorgeschlagen. Migrantenorganisationen vernetzen sich mit
Schulen, Institutionen der kulturellen Bildung und anderen Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und
Wirtschaft zu Bündnissen für Bildung.
Wer kann einen Antrag stellen?
Es sind mindestens drei Bündnispartner erforderlich,
die ihre Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung festhalten. Lokale Bildungsbündnisse werden
erfolgreich sein, wenn die Bündnispartner unterschiedliche Kompetenzen einbringen.
Ein Bündnisbeispiel:
− Eine sozialräumliche Einrichtung z.B. Migrantenselbstorganisation, Jugendverband, Elternverein, Schulförderverein, Jugendeinrichtung, …
− Ein Träger der kulturellen Bildung
− Ein formaler Bildungsort: allgemeinbildende
Schule, Einrichtung beruflicher Bildung
Der antragstellende Bündnispartner übernimmt die
administrative Abwicklung.

Was wird gefördert?
Bündnisse können für Jugendliche zwischen 14 und
18 Jahren verschiedene Workshops zur interkulturellen und intergenerativen Biografiearbeit anbieten. Alle
Maßnahmen sollen neben der Kompetenzförderung
der Jugendlichen auch Bewusstsein für die Bedeutsamkeit von Migrationsgeschichte(n) schaffen.
Die Bündnisse führen fünftätige Medienwerkstätten,
Schreib- und/oder Fotowerkstätten im außerschulischen oder im außerunterrichtlichen Bereich durch.
Die Fördersumme beträgt je nach Bedarf und Maßnahmenformat bis zu 5.800 € je Kulturwoche. Abweichende Formate sind möglich.
Erstattet werden die tatsächlich angefallenen zuwendungsfähigen Ausgaben. Angemessene Eigenleistungen der Bündnispartner sind bei der Antragstellung
plausibel darzulegen. Finanzielle Eigenmittel sind
nicht erforderlich.
Wie kommen Sie zur Förderung?
Förderanträge werden bei der TGD gestellt. Die Förderung ist nicht an eine Mitgliedschaft in der TGD oder eine ihrer Mitgliedsorganisationen gebunden!
Sie informieren sich zunächst auf der Webseite der
TGD über die genauen Förderrichtlinien. Wir versuchen die Antragstellung so einfach wie möglich zu gestalten. Das Projektteam der TGD steht Ihnen jederzeit beratend zur Seite.
Rufen Sie an oder senden Sie uns eine Mail. Ihre Interessenbekundung stellen Sie nach unserer Beratung
in einer Datenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Kontakt
Türkische Gemeinde in Deutschland
MeinLand - Zeit für Zukunft
Obentrautstraße 72
10963 Berlin
Tel.: (030) 236 35 175
E-Mail: meinland@tgd.de
Internet: http://www.tgd.de
http://www.buendnisse-fuer-bildung.de

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21.-27.09., bundesweit:

INT E R K UL T UR E L L E WOC HE 2014
„Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.“
Die Interkulturellen Woche
(IKW) findet dieses Jahr vom
Sonntag, den 21. September
bis Samstag, den 27. September unter dem Motto
„Gemeinsamkeiten
finden,
Unterschiede feiern.“ statt.
„Gemeinsam gegen Rassismus!“ lautet das Motto zum
Tag des Flüchtlings, der am
26. September begangen
wird. Die Materialien zur
Vorbereitung und Durchführung der IKW können unter
http://www.interkulturellewoche.de bestellt werden.
Auf der Homepage gibt es auch Materialien zum Download sowie Anregungen und Good Practice-Beispiele
für die Gestaltung der IKW. In der bundesweiten Veranstaltungsdatenbank werden ab August die Programme der Kommunen und Gemeinden veröffentlicht.
Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle
Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie.
Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von
Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt
und mitgetragen. In mehr als 500 Städten und Gemeinden werden rund 4.500 Veranstaltungen durchgeführt.
Der Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW. Er findet jeweils am Freitag innerhalb der IKW statt.
Die IKW wird dieses Jahr mit einem bundesweiten Auftakt am 19. September in Stuttgart eröffnet.
Kontakt
Ökumenischer Vorbereitungsausschuss
zur Interkulturellen Woche
Postfach 16 06 46
60069 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 24 23 14 – 60
Fax: (069) 24 23 14 – 71
E-Mail: info@interkulturellewoche.de
Internet: http://www.interkulturellewoche.de

15.10. bis 15.11.2014,
Aufruf zur Mitgestaltung:

12. B E R L INE R T AG E
DE S INT E R K UL T UR E L L E N DIAL OG S 2014
Dialogtische
vom 15. Oktober bis 15. November 2014
miteinander reden – voneinander erfahren
– gemeinsam handeln
Motto: “Jeder Erfolg hat eine Geschichte“
Die Veranstaltungsreihe ist eine gemeinsame Initiative
des Antirassistisch-Interkulturellen Informationszentrums ARiC Berlin und eines breiten Netzwerks von Berliner Organisationen und Institutionen.
Wie in den vergangenen Jahren rufen wir Vereine, Bildungseinrichtungen, Nachbarschaftszentren, Verwaltungen, Unternehmen, Selbstorganisationen von Migrant_innen, Stadtteilzentren und Privatpersonen dazu
auf, die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs mitzugestalten.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich für die Idee
des Dialogs begeistern und sich an der Mitorganisation von Dialogrunden beteiligen. In diesem Fall
nutzen Sie bitte das Anmeldeformular
http://www.tage-des-interkulturellendialogs.de/fileadmin/users/aric/PDF/Dialogtage/downloads
_2014/Anmeldeformular_2014.pdf
bis zum 30. Juni 2014 an uns. Danach werden wir
uns mit Ihnen in Verbindung setzen. Falls Sie die
Frist (30.06.2014) nicht einhalten können, zögern
Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.
Für die Ankündigung Ihrer Veranstaltung im Programm
benötigen wir von Ihnen
spätestens bis zum 31.07.2014
alle genauen Angaben zu ihrer Dialogrunde (u.a. Ort,
Zeit, Ankündigungstext). Zur Erfassung dieser Angaben
erhalten sie von uns nach Anmeldung ein gesondertes
Formular. Das Programm der Dialogtage mit allen Informationen zu den Dialogtischen wird auf unserer
Webseite veröffentlicht.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Koordinationsbüro, Frau Jule Bönkost. Als Anregung empfehlen
wir auch die Informationen und Berichte aus den Jahren 2003 bis 2013 unter:
http://www.tage-des-interkulturellendialogs.de/rueckblick/
Kontakt, Anmeldung und Beratung
Koordination:
Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum
ARiC Berlin e.V.
Chausseestraße 29
10115 Berlin
Tel.: (030) 30 87 99-22

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Fax: (030) 30 87 99 12
E-Mail: aric@aric.de
Internet: http://www.aric.de

Internet: http://berlinbrandenburg.dgb.de/themen/++co++4061114e-f6d211e3-a6c6-52540023ef1a

Erreichbarkeit:
Montag, Dienstag und Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr

Zum 21. Mal verliehen:

[DGB, 24.06.2014; RED]

Qualifizierungen

„ B AND F ÜR MUT UND V E R S T ÄNDIG UNG “
Auch Gertrud Wagemann ausgezeichnet
Das Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit zeichnete am 23. Juni 2014 zum 21.
Mal Menschen aus Berlin und Brandenburg, die sich
mutig für eine tolerante und offene Gesellschaft eingesetzt haben, mit dem „Band für Mut und Verständigung“
aus. Überreicht wurde der Preis vom Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dietmar Woidke und von
der Vorsitzenden des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Doro Zinke.
In seiner Laudatio in der Potsdamer Staatskanzlei betonte Ministerpräsiden Woidke:, dass die Zivilcourage
der Preisträger für Brandenburg und Berlin absolut unverzichtbar sei. Er dankte den Preisträgern sowie auch
all jenen, die sich dem Anliegen verschrieben haben
und in diesem Jahr nicht geehrt werden konnten: „Nicht
alle konnten berücksichtigt werden, doch die wichtigste
Siegerin stand von vornherein fest: unsere Demokratie!“ so Woidke.
Das Band für Mut und Verständigung wird seit 1993
vom „Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“ verliehen. Ministerpräsident Woidke
nannte es ein „schönes Beispiel dafür, wie der Schulterschluss zwischen Politik, Gewerkschaften, Kirchen,
Verbänden und Vereinen funktionieren kann“. Er würdigte insbesondere den Deutschen Gewerkschaftsbund
(DGB) Berlin-Brandenburg, der die Initiative ins Leben
gerufen hatte und bis zum heutigen Tag organisiert.
Gertrud Wagemann ausgezeichnet
Einer der Sonderpreise ging in diesem Jahr an Gertrud
Wagemann, die sich mit ihrer engagierten ehrenamtlichen Arbeit bereits seit vielen Jahren in vielfältigster
Weise für den interkulturellen und sozialen Dialog in
Berlin und Brandenburg einsetzt.
Unter ihren Aktivitäten besonders
hervorzuheben
sind der aus ihrer Idee und
Konzeption heraus entwickelte Interkulturelle Kalender, der seit 1996 bei der
Berliner Integrationsbeauftragten erscheint
(http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/kalender/in
dex.html) sowie ihr hohes Engagement in der Werkstatt
der Religionen und Weltanschauungen.

Wintersemester 2014/ 2015:

P S Y C HO ANAL Y TIS C HE
K UL T UR WIS S E NS C HAF T
Berufsbegleitender Teilzeitstudiengang
der Humboldt-Universität zu Berlin
Bewerbungsfrist: 15.07.2014
Internet: http://www.psychoanalytischekulturwissenschaft.hu-berlin.de
Berufsbegleitender Teilzeitstudiengang der HumboldtUniversität zu Berlin in Kooperation mit dem Berliner
Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP)
e.V.
Der Studiengang Psychoanalytische Kulturwissenschaft
verbindet kulturwissenschaftliche Forschung mit psychoanalytischen Wissens- und Selbsterfahrungsformen, so dass kulturelle Praktiken oder Objekte auch im
Blick auf ihre unbewussten Dimensionen untersucht
werden können. Der Studiengang vermittelt berufsqualifizierende Forschungs- und Beratungskompetenzen
im Bereich interkultureller und kulturhistorischer Fragestellungen und wendet sich an Geistes- und Kulturwissenschaftler/innen, sowie an analytische und tiefenpsychologische Psychotherapeut/innen und Ausbildungskandidat/innen.
Was heißt berufsbegleitendes Teilzeitstudium?
Der Masterstudiengang ermöglicht ein Teilzeitstudium
neben dem Beruf. Die Lehrveranstaltungen finden in
der Regel nach 18 Uhr sowie an Wochenenden statt.
Außerdem werden ausgewählte Veranstaltungen online
angeboten.
Für welche Berufsfelder
qualifiziert der weiterbildende Studiengang?
Der weiterbildende Masterstudiengang erschließt neue
Felder beruflicher Tätigkeiten. Absolvent/innen qualifizieren sich für Beratungstätigkeiten und als Expert/innen in den Bereichen der interkulturellen Kommunikation (z.B. bei der Betreuung von Flüchtlingen
und Asylbewerber/innen), in Sozial- und Entwicklungspolitik (z.B. in Ministerien, aber auch in den Bezirksund Arbeitsämtern), in der Unternehmenskommunikation, in der Sozial- und Erziehungsberatung (z.B. in der
schulpsychologischen Beratung) oder in der soziokultu-

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rellen Bildungsarbeit (z.B.in Kulturhäusern, Jugendzentren). Zugleich legt der Studiengang die Grundlagen für
eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung.
Kontakt und weitere Informationen
Humboldt-Universität zu Berlin
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät
Institut für Kulturwissenschaft
MA Psychoanalytische Kulturwissenschaft
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Koordination: Marius Hug, Tel.: (030) 2093 66287
E-Mail: psychoanalytische-kulturwissenschaft@huberlin.de
Internet: http://www.psychoanalytischekulturwissenschaft.hu-berlin.de
Für das BIPP:
Sibille Zours, Tel.: (0157) 85 08 78 10
E-Mail: bipp.zours@aol.de

LIFE e.V.:

NE UE E NE R G IE F ÜR ING E NIE UR INNE N
Eine Weiterbildung in Erneuerbaren Energien
Start: Ab 15.09.2014
Die Erneuerbaren Energien bieten weltweit immer mehr
Arbeitsplätze. Schätzungen für 2020 erwarten die Beschäftigung von über 500.000 Menschen in der Branche in Deutschland. Diese positive Entwicklung soll
auch Ingenieurinnen mit Einwanderungshintergrund,
die in Deutschland Arbeit suchen, zugutekommen.
Ab 15. September 2014 bietet der Bildungsträger LIFE
e.V. eine 8 monatige Weiterbildung an. Es geht um Solar- und Windenergie, Energieeffizienz und Biomasse.
Ein betriebliches Praktikum, Coaching und Fachsprachkurse helfen den Teilnehmerinnen dabei, einen
passenden Arbeitsplatz zu finden. Besonders Teilnehmerinnen aus den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen mit Migrationshintergrund werden noch gesucht.

IMIS-Ausschreibung,
Interdisziplinäres Graduiertenkolleg
„Die Produktion von Migration“:

5 P R OMOT IONS S T IP E NDIE N ZU V E R G E B E N
Bewerbungsschluss: 31.07.2014
Im interdisziplinären Graduiertenkolleg ›Die Produktion
von Migration‹, das von der Universität Osnabrück finanziert und am Institut für Migrationsforschung und
Interkulturelle Studien (IMIS) eingerichtet wird, sind
zum Wintersemester 2014/2015 für eine Dauer von drei
Jahren zu vergeben: 5 Promotionsstipendien
Die Stipendien umfassen jeweils einen Grundbetrag
von monatlich 1.200 Euro, einen Sachkostenzuschuss
von monatlich 103 Euro, ggf. einen Familien- oder Kinderzuschlag sowie die Unterstützung von Feldforschungs-, Auslands- und Archivaufenthalten für je drei
Jahre.
Zulassungsvoraussetzungen
Die Doktorand/-innen sollen ein Studium in einer der
am IMIS beteiligten oder in verwandten Disziplinen
(u.a.
Geographie,
Geschichte,
Kunstgeschichte/Bildwissenschaft, Pädagogik, Rechtswissenschaft,
Soziologie) erfolgreich und mit herausragendem Ergebnis abgeschlossen haben. Besonderer Wert wird
auf interdisziplinäre Neugierde und Erfahrung gelegt.
Bewerbungen
Bewerbungen umfassen Lebenslauf und wissenschaftlichen Werdegang (ggf. Publikationsliste), Zeugniskopien, Referenzschreiben zweier Hochschullehrer/-innen
sowie eine maximal siebenseitige Skizze des Forschungsvorhabens (einschließlich Arbeits- und Zeitplan). Bewerbungen sind ausschließlich in elektronischer Form (als ein PDF) bis zum
31. Juli 2014
zu richten an imis@uni-osnabrueck.de
Ausführliche Informationen unter:
http://www.imis.uniosnabrueck.de/studium/promotionsstudiengang.html

Eine Teilnahme mit Bildungsgutschein ist möglich.

Kontakt

Weitere Informationen unter http://www.life-online.de

Der Sprecher des Graduiertenkollegs steht gern für
Auskünfte zur Verfügung:
Prof. Dr. Andreas Pott
Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21
49069 Osnabrück

Kontakt und Information
LIFE e.V.
Rheinstraße 45,
12161 Berlin
Rotraud Flindt
Tel.: (030) 30 87 98 18

E-Mail: andreas.pott@uni-osnabrueck.de
Internet: http://www.imis.uni-osnabrueck.de/startseite.html

E-Mail: flindt@life-online.de
Internet: http://www.life-online.de
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Start am 01.09.:

B E R UF S OR IE NT IE R UNG S K UR S F ÜR
MIG R ANT INNE N UND F L ÜC HT L ING S F R AUE N
Anmeldung ab sofort möglich
Projekt PBF Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen
Kursbeginn: 01. September 2014
Unsere Zielgruppe:
− Migrantinnen mit Gestattung, Duldung oder Aufenthaltserlaubnis
− Flüchtlingsfrauen aus allen Ländern
Wir bieten ein kostenloses zehnmonatiges Vollzeitprogramm zur allgemeinen Berufsvorbereitung und zur
Vorbereitung auf Berufe im sozial-medizinischen Bereich mit ca. 30 Unterrichtsstunden / Woche
(Montag bis Freitag: 9.00 - 14.00 / 15.30 Uhr).
Wir werden durch den ESF und die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gefördert.

Unser Angebot:
− intensiver Deutschunterricht
− die Vermittlung von Allgemeinbildung in Sozialkunde, Geschichte und Mathematik
− die Vermittlung theoretischer und praktischer
Kenntnisse in den Bereichen Medizin und Pflege
(inkl. Erste-Hilfe-Kurs)
− Kompetenz- und Ressourcentraining
− Bewerbungstraining
− Basiskurs Englisch (10 Wochen)
− PC-Unterricht
− dreiwöchiges Praktikum
− Zertifikat mit Noten (nach Bestehen des Abschlusstests)
Ergänzendes Angebot:
− sozialpädagogische Beratung/ Betreuung
− Weiterbildungsberatung / Nachbetreuung
− Rechtsberatung
− Kinderbetreuung
Teilnahmevoraussetzung:
− sprachliche Voraussetzung : Deutschkenntnisse,
mind. A2
− Bestehen eines kleinen Aufnahmetests
− Motivation
− Interesse an Medizin und Pflege
Nachhaltigkeit durch integriertes Lernen
Die Unterrichtsfächer beziehen sich grammatikalisch,
thematisch und sprachlich aufeinander, dies ermöglicht
nachhaltiges Lernen durch Wiederholungen
Weitere Informationen zum Kurs:
http://www.kkh-ev.de/flyerpbf.pdf
Kontakt und Anmeldung

Anmeldung persönlich oder telefonisch:
Montag bis Donnerstag von 9.00 -15.30 Uhr
Projekt PBF Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen im
KKH e.V.
Buschkrugallee 23
12359 Berlin
Tel.: (030) 56 82 18 77
Fax: (030) 56 82 19 55
E-Mail: projektpbf@kkh-ev.de
Internet: http://www.kkh-ev.de/bff.html

Ab August 2014, Anna-Freud-Schule:

E R ZIE HE R INNE N-/E R ZIE HE R AUS B IL DUNG
Für Bewerberinnen und Bewerber
mit einem ausländischen sozialpädagogischen
Hochschulabschluss
Ziel der Fachschulausbildung
− Staatliche Anerkennung als Erzieherin/ Erzieher
− Befähigung, in allen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern selbstständig und eigenverantwortlich Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen
− Vermittlung von beruflicher Handlungskompetenz
durch handlungsorientierten Unterricht
Zugangsvoraussetzungen
Sie können zur Fachschulausbildung zugelassen werden, wenn Sie einen Berliner Wohnsitz nachweisen
können und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
− ein von der Senatsschulverwaltung anerkannter,
dem MSA gleichwertiger Schulabschluss
− eine abgeschlossene andere Fachschulausbildung im Fachbereich Sozialwesen
− oder ein abgeschlossenes (Fach-) Hochschulstudium für Sozialarbeit/Sozialpädagogik
− B2-Sprachzertifikat
Im Zweifelsfall rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns
(auch per E-Mail) und schildern Sie Ihre persönlichen
Voraussetzungen. Wir beraten Sie gern! Vielleicht können Sie eventuell noch fehlende Voraussetzungen
auch bei uns im Hause erwerben.
Ausführliche Informationen:
http://www.anna-freud-osz.de/Fachschule-fuerSozialpaedagogik.30.0.html
Kontakt
Anna-Freud-Schule (OSZ Sozialwesen I)
Halemweg 22
13627 Berlin

Abteilungsleitung: Frau Olie
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Sekretariat: Frau Herrmann
Tel.: (030) 3641 7816
Sprechzeiten: 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr
E-Mail: c.herrmann@anna-freud-osz.de
Internet: http://www.anna-freud-osz.de/

Aus Projekten und Vereinen
Projektvorstellung:

„ P OL NIS C HE S K OMP E T E NZZE NT R UM“
Neues Projekt sucht Fachleute zur Zusammenarbeit
Info Veranstaltung am 10.07.2014
Im April wurde das Projekt „Polnisches Kompetenzzentrum“ gestartet, initiiert vom Polnischen Sozialrat in Berlin und der Polnisch-Deutschen Gesellschaft in Krakau,
gefördert vom polnischen Ministeriums für Auswärtige
Angelegenheiten.
Erste öffentliche Aktion war ein Flashmob aus Anlass
der zehnjährigen Mitgliedschaft Polens in der EU am 9.
Mai am Brandenburger Tor. Rund vier Wochen später
wurde in Kreuzberg mit dem Theaterstück „Fenster zur
Welt“ des Wiener „Verein XYZ“ eine Diskussion über
Möglichkeiten des zivilen Engagements angestoßen.
Am 14. und 15. Juni schließlich nahmen rund 20 polnische Frauen an dem Workshop „Besser, mehr, effizienter – wie verwirkliche ich mich, egal in welchem Land
ich lebe“ teil, im Rahmen dessen auch neue Initiativen
entstanden.

Workshop „Besser, mehr, effizienter Foto: Michalina Mrozek

Info-Veranstaltung
Im Juli möchten wir nun unsere Arbeit ausbauen sowie
spezifizieren und Fachleute zur Zusammenarbeit einladen. Am 10. Juli um 17.00 Uhr organisieren wir im Sitz
des
Polnischen Sozialrates e.V.
Oranienstraße 34
10999 Berlin
ein Treffen unter dem Motto:
„Kompetenzen fördern, Potentiale entdecken, Problemen vorbeugen. Möglichkeiten, Erfolge und Hürden
des Partizipierens und Integrierens von polnischen
neuen Zuwanderern in Berlin“.
Zur Teilnahme laden wir alle ein, die im Rahmen ihrer
Arbeit in den Behörden, Institutionen und NGOs mit
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neuen Zuwanderern aus Polen zu tun haben. So können wir die aktuelle Situation dann aus verschiedenen
Blickwinkeln beleuchten, Defizite feststellen und die
neuen Ideen entwickeln.
Um die Bestätigung des Kommens wird per E-Mail unter szkolenia.prs@gmail.com gebeten.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes Polnisches Kompetenzzentrum statt.
Ziele des Polnischen Kompetenzzentrums:
1. Integration, Verstärkung und Aktivierung
der polnischen Community in Berlin.
2. Aufklärung über Rechte und Pflichten
der neu Zugewanderten aus Polen.
3. Erhöhung der Kompetenzen der Multiplikatoren,
die mit polnischen neu Zugewanderten zu tun
haben.
4. Besseres Kennenlernen der Probleme und
Bedarfe der polnischen neu Zugewanderten in
Deutschland.
Im Rahmen des Projektes möchten wir:
1. Ein Netzwerk der Experten sowie Institutionen
schaffen, die in den verschiedenen Bereichen
des Verbesserns des Lebens der polnischen neu
Zugewanderten tätig sind.
2. Ein angemessenen Fortbildungsangebot für die
Experten vorschlagen, so dass die noch besser
die polnische neu Zugewanderte beraten können.
3. Eine Plattform des Austausches über Bedürfnisse und Probleme der neuen Immigranten aus
Polen, sowie Lösungen schaffen.
4. Verstärkung und Vernetzung der schon funktionierenden Strukturen.
Im Rahmen des Polnischen Kompetenzzentrums finden
bis November 2014 Seminare und Qualifizierungsworkshops, sowie Beratungen zur Verbesserung der
Lage der polnischen Migranten statt. Wer Informationen
über die nächsten Veranstaltungen bekommen möchten, kann sich mit der Programmleiterin des Polnischen
Kompetenzzentrums in Verbindung setzen.
Kontakt und Information
Polnisches Kompetenzzentrum
Dr. Kamila Schöll-Mazurek
Tel.: (0176) 8165 6860
E-Mail: szkolenia.prs@gmail.com

Projekt EUTOKIA:

INF OR ME L L E K OMP E T E NZE N
UNT E R NE HME R IS C H NUT ZE N!
Eine Veranstaltungsreihe im
Rahmen des Projekts EUTOKIA
in Kooperation mit der TDU
Am 26. Mai trafen sich Kooperationspartner und Unternehmen der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung mit Oliver Hirsch und Susanne Jestel vom Projekt
EUTOKIA, um darüber zu diskutieren, wie es Unternehmen gelingen kann, die Kompetenzen eines Bewerbers auch ohne Zeugnisse zu erkennen. Tatsächlich sind etwa 70% der am Arbeitsplatz eingesetzten
Kompetenzen informell erworben.
Das Projekt EUTOKIA hat die Kompetenzen junger
Menschen herausgearbeitet und sichtbar gemacht. In
mehreren Zyklen kam dabei die wissenschaftlich validierte Methode der „Kompetenzenbilanz“ zum Einsatz,
mit der sich die Kernkompetenzen jeder Person in 4
Schritten herausarbeiten lässt.
Die beim Workshop
anwesenden Unternehmer der TDU
waren sehr an der
im Rahmen des
Projekts EUTOKIA
entwickelten
Methodik
interessiert
und wollen das Angebot der Kompetenzenbilanz für ihr Unternehmen nutzen. Dabei geht
es um Entwicklung des vorhandenen Personals, um
das Gewinnen neuer MitarbeiterInnen und um die Erledigung temporärer Teamaufträge.
Die Unternehmen sind sich der Bedeutung guter MitarbeiterInnen bewusst. Allerdings empfinden sie Jugendliche oft als zu fordernd und vermissen bei ihnen den
Willen, sich hochzuarbeiten. Sie wünschen sich vielmehr Durchhaltevermögen, gute Laune und die Zielstrebigkeit eines Gipfelstürmers. Sie wollen mit ihren
MitarbeiterInnen gemeinsame Wege gehen, voneinander lernen, miteinander wachsen und dabei auch BerufseinsteigerInnen und QuereinsteigerInnen eine
Chance geben.
Nach dem Workshop wurden neue Kooperationen angebahnt. Im Rahmen des Projekts EUTOKIA werden
neue, innovative Wege der Zusammenarbeit zwischen
jungen Menschen und Unternehmen erprobt. Über den
Verlauf und die Ergebnisse wird in weiteren Veranstaltungen berichten werden.
Das Projekt EUTOKIA ist Mittler zwischen jungen Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen
wollen und Unternehmen, die Bedarf an Arbeitskräften
haben. Im Projekt kooperiert die LOK.a.Motion GmbH

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mit Unternehmen der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung.
Ab Ende Juli wird gemeinsam mit den Unternehmen
über die Arbeitsschritte und Ergebnisse in einer Veranstaltungsreihe berichtet. Vorgestellt wird das Format
„Teamauftrag“, bei dem ein durch EUTOKIA koordiniertes Team mit unterschiedlichen Kompetenzen ein definiertes Arbeitspaket erledigt, um zur Umsatzsteigerung
beizutragen. Wir schildern, wie sich das Modell auf andere Unternehmen übertragen lässt, gezielt Fachkräfte
für bestimmte Aufgaben, zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen, stellen die Kompetenzenbilanz für MitarbeiterInnen und Nachwuchskräfte vor und präsentieren Ergebnisse der Personalentwicklung.

Gesucht: Afro-DeutscheR SchauspielerIn für Interkulturelle Leseclubs:
Wir suchen Verstärkung für unser aktuelles Projekt "Interkulturelle Leseclubs - Kinder lesen für Kinder"; Ablauf: zwei SchauspielerInnen leiten Kinder an drei
Standorten (Afro-Deutsche Spielgruppe, KiTa und Hort
einer Grundschule) beim Lesen an, erzählen und entwickeln gemeinsam Geschichten und gehen in die Bibliothek oder nähere Umgebung, um "Worte" zu sammeln. Anhand interkultureller Medienlisten wird gemeinsam ausgewählt.
Ulrike Düregger (Schauspielerin und Projektleiterin)
sucht hierfür schnellstmöglich afro-deutsche bzw.
schwarze-deutsche Verstärkung.

Kontakt

Kontakt und Veranstaltungsort

Ansprechpartner für EUTOKIA
bei der LOK.a.Motion GmbH ist:

Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin/Total Plural e.V.
Treffpunkt: Kieztreff Gleimviertel,
Kopenhagener Straße 50
S/U-Bhf. Schönhauser Allee

Oliver Hirsch
Tel.: (030) 297 797 33
E-Mail: oliver.hirsch@lok-berlin.de
Internet: http://www.eutokia.de
http://www.lok-berlin.de

Kontakt: Ulrike Düregger

Foto: Susanne Jestel

Tel.: (030) 440 90 02
Mobil: (0175) 327 31 04
E-Mail: info@afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de
Internet: http://www.afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de

Afro-Deutsche Spielgruppe:

S OMME R F E S T AM 06. J UL I
Afro-DeutscheR SchauspielerIn
für Interkulturelle Leseclubs gesucht
Afro-Deutsche Spielgruppe lädt ein:

AWO Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23a
10997 Berlin

Sommerfest am 6.7., 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Alle Eltern und Kinder, Onkel und Tanten, Omas und
Opas, Nachbarn und Neugierige ... sind herzlich eingeladen, beim diesjährigen Sommerfest gemeinsam die
Vielfalt zu feiern.
Programm:
− Grillen
− interkulturelles Buffet
− Fotoaustellung und Lesung "Interkulturelle Leseclubs",
− Kick-Off des neuen Projekts "DEIN LIED, DEIN
LEBEN, bring es mit/ Afro-deutscher Musik- und
Singkreis
− Kick-Off Interviewserie "Afro-Deutsche Familienportraits"
− Spiele und Fussball
− Masken malen
− gute Laune + Musik

V E R ANS T AL T UNG E N
IM J UL I UND AUG US T 2014
Freitag, 04.07., 12:00 Uhr
Erdbeerpflücken im Berliner Beerengarten Gatow
Treffpunkt: 12.00 Uhr
Blumenstand im U-Bahnhof Kottbusser Tor
Dienstag, 08.07., 11:30 Uhr
„Treffpunkt der Kulturen - Picknick im Britzer Garten“
Jeder bringt eine Kleinigkeit für das Picknick mit.
Treffpunkt: Blumenstand am U-Bahnhof Kottbusser Tor
Mittwoch, 16.07., 16:00 -18.00 Uhr
Filmnachmittag mit der Integrationsgruppe AWO
KV Berlin-Nordwest e.V.
„Dritte Kasse bitte. Shihab Ahmed und seine Söhne.“
Film von Plutonia Plarre über das Leben des AWO Ehrenamtlichen Shihab Ahmed und seiner Familie. Die
Hauptperson des Films und die Filmemacherin werden

Eintritt inklusive Essensbon: 5,00€
(Vereinsmitglieder frei)
Ehrenamtliche HelferInnen noch reichlich erwünscht!!!
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Juli/ August 2014, Nr. 114
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anwesend sein und freuen sich auf ein Gespräch mit
den Zuschauern!
Ort: AWO Begegnungszentrum, Cafeteria
Freitag, 18.07., 19.00 Uhr
Vernissage im Kühlhaus Gleisdreieck
Bei der Sammelausstellung verschiedener Künstler ist
u.a ein Wandteppich zu sehen, an dem die AWO Gruppe Bunte Kreationen mitgewirkt hat.
Ort: Luckenwalder Str. 3, 10963 Berlin
AUGUST
Mittwoch, 13.08., 13:30-17:00 Uhr
Dampferfahrt:
Frauengeschichte(n) mit der Geschichtswerkstatt.
Kartenpreis 8,00€, ermäßigt 4,00€.
Kartenverkauf ab 13.Juli 2014, im Amt für Soziales,
Freizeitangebote Frau Schulz, Tel.: 90298-3001
Abfahrt/Ankunft: Anlegestelle Märkisches Ufer
Freitag, 15.08., 15:00-18:00 Uhr
Kiezfest am Südblock
Das AWO Begegnungszentrum wird mit Ehrenamtlichen und einem Stand vertreten sein.
Ort: Im Hof des Südblocks zwischen Admiralstraße,
Kohlfurter Straße und Skalitzer Straße.
Dienstag, 19.08., 14:00-17:00 Uhr
Treffpunkt der Kulturen – Grillfest mit Live Musik
mit der Gruppe Nocturkanto
Teilnehmerbeitrag 5,00€.
Anmeldung erforderlich bei Frau Bartel,
Tel.: 695 34 051.
Ort: Begegnungsstätte, Falckensteinstraße 6,
10997 Berlin
Samstag, 30.08., 10:00-17:00 Uhr
Eröffnung der Berliner Seniorenwoche
Das AWO Begegnungszentrums wird mit Ehrenamtlichen und einem Stand vertreten sein
Ort: Breitscheidplatz, Gedächtniskirche am Ku`damm

Kontakt
AWO Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23 a
10 997 Berlin
Tel.: (030) 69 53 56 11 oder -25
Fax: (030) 69 53 56 34 oder -31
E-Mail: e.hellwig-fuhl@awo-spree-wuhle.de
Internet: http://www.begegnungszentrum.org
http://www.awo-spree-wuhle.de

BAYOUMA-HAUS
der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Interkulturelles Gemeinwesenzentrum in Friedrichshain
Nachbarschaftsangebote
für Hilfesuchende aus Friedrichshain:
Angebote im Juli und August 2014
Nachbarschaftsangebote für Hilfesuchende
aus Friedrichshain:

Wir haben für Sie:
Mo. Di. und Do. 09:00 – 16:00 Uhr
Mi. von 13:00 – 16:00 Uhr
Fr. 09:00 – 13:00 und nach Vereinbarung geöffnet.

Regelmäßige Veranstaltungen
Montag
16:00 – 18:00, jeden 1. Montag im Monat
kostenlose Sprechstunde mit dem Rechtsanwalt.
Schwerpunkte: Sozial- und Familienrecht.
Anmeldung unter 29 35 08 35
Montag
16:00 – 18:00, jeden 2. Montag im Monat
Existenzgründungsberatung durch den Coach Dietmar Zimmer von Lok e.V. Termine unter 29 04 66 11
(Kostenbeitrag 10 €)
Montags 17 -19:00 Uhr
„Nähwerkstatt“, Näh- und Schneiderkurs unter der Einleitung
von Soledad Pinto, Spendebeitrag: 20.-€ monatlich)
Montag
18:00 – 19:30 (Kurs I)
Dienstag
16:30 – 18:00 (Kurs II)
Gymnastik & Tanz nach Rhythmen aus aller Welt,
mit Mariela Durand (Kostenfrei)
Dienstag 10:30 - 16:30 Uhr
Psych. Beratung in italienischer Sprache mit Dott.ssa Giulia
Borriello. Termine unter 01525756 88 91
mittwochs & Donnertags von 16-19 Uhr (Kostenbeitrag 10€)
Mittwochs
19:30 – 22:00 Swing- Kurse
Anmeldung unter: facebook group: bayouma swing oder
bayouma.swing@gmail.com
Jeden 2. Freitag im Monat 19:00 Uhr
Treff der SHG „Cuba 50 Plus“
Kontakt: Gilberto Oliva, Tel.: 29 04 66 12
Jeden 3. Freitag im Monat 19:00 Uhr
Treff des Vereins „Estrella de Cuba e.V.“,
Kontakt: José Conde, Laestrelladecuba@gmail.com
Jeden 3. Samstag im Monat 13:00-18:30
Treff der SHG „Angogermany i.G“
Kontakt: Augusto Munjunga, auqjone@googlemail.com
Samstags
20:30 -23:00
Vietnamesischer Tanzclub, Spendenbeitrag pro Termin: 2.- €
Sonntags 11:00 – 15:00

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„Wir suchen unsere Wurzeln“„Về với Quê hương“, Vietnamesischunterricht für Kinder & Jugendliche mit Thu Loan
Nguyen. Spendenbeitrag 10.- € monatlich.

Sonntags 16:00 18:30 Uhr
Latein- und Standardtänze, Tanzkurs mit Herr Tin und
Frau Thoa, Spendenbeitrag pro Termin 3.- €
Weitere Veranstaltungen im Sommer 2014
Montag, 07. Juli, 15 – 18 Uhr Auch Minijobber haben
ein Recht auf Urlaub! Telefonsprechstunde mit Angela
Prodan unter der 29 35 08 35
Freitag, 29. August, 12 – 16 Uhr
Nachbarschaftsfest, Mittagessen mit Kulturprogramm
Anmeldung unter 29 04 66 12
Kontakt
Bayouma-Haus
der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Frankfurter Allee 110 (zweiter Hinterhof, 1. Etage)
10247 Berlin
Tel.: (030) 29 04 91 36 – Fax: (030) 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de
Weiteres Programm und Informationen unter:
Internet: http://www.bayouma-haus.de
http://www.bayouma-gesundheit.de
http://www.awo-spree-wuhle.de
http://www.facebook.com/bayouma.haus

B AB E L E .V .
Veranstaltungsangebot im Juli/August 2014
Öffentliche Veranstaltungen
Ferienangebote vom 09.07.2014 bis 22.08.2014
09.07.bis 11.07.: Lesereise nach Pakistan - dem Land
zwischen den chneebedeckten Ber gen des Himalaya
und dem Indischen Ozean
14.07. bis 18.07.: Lesereise nach Pakistan - dem Land
zwischen den chneebedeckten Ber gen des Himalaya
und dem Indischen Ozean
21.07. bis 25.07.: Lesereise nach Pakistan - dem Land
zwischen den chneebedeckten Ber gen des Himalaya
und dem Indischen Ozean
28.07. bis 01.08.: Lesereise nach Pakistan - dem Land
zwischen den chneebedeckten Ber gen des Himalaya
und dem Indischen Ozean
04.08. bis 08.08.: Babylonische Wasserspiele - Plitsch
Platsch
11.08. bis 15.08. Babylonische Wasserspiele - Plitsch
Platsch
18.08. bis 22.08. Babylonische Art im Quadrat Schminken, Basteln und Spielen
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Brunch
Informationen, Gespräche, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher
Kulturen aus der Nachbarschaft in gemütlicher Atmosphäre und zu unterschiedlichen Themen aus verschiedenen Ländern
Jeden Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
SelbstAnsichten - Ogonjok
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund treffen
sich in gemütlicher Atmosphäre mit Spätaussiedlern zu
einem geselligen Nachmittag.
Freitag, 11.07.2014, 25.07.2014, 15.08.2014 und und
29.08.2014 15.00 Uhr - 20.00 Uhr
LeseRatten - Vietnam ganz nah
Ab 22.08.2014
Montag - Freitag von 9.30 Uhr - 12.00 Uhr nach um
Voranmeldung wird gebeten
Leseratten - Pakistan - Vom Dach der Welt an die
Strände des Indischen Ozeans
Ab 22.08.2014
Montag - Freitag von 9.30 Uhr - 12.00 Uhr nach um
Voranmeldung wird gebeten
Interkultureller Rap-Jam
2. Rap-Jam zum Aktionsjahr des Interkulturellen Kinder- und Jugendbeirats im Haus Babylon „Babylon vor
Ort – gegen Rassismus und Rechtsextremismus für ein
friedliches Miteinander und gelebte Vielfalt“
Im August 2014, Termin wird noch bekannt gegeben
Thematische Projekttage für Schüler aller Schultypen

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Ab 25.08. nach den Ferien
Kennenlernen von Sitten, Bräuche und Kultur verschiedener Länder. Neu im Programm Listros - Anerkennung
und Respekt für Kinder in Afrika, die einen schwierigen
Start ins Leben haben
Montag - Freitag (Um Voranmeldung wird gebeten)

Internet: http://www.haus-babylon.de
Verantwortlich: Dr. Mekonnen Shiferaw

Veranstaltungen

Kurse und Arbeitskreise
(Um Voranmeldung wird gebeten)
Deutschförderkurs für Flüchtlinge
Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Deutschförderkurs für Fortgeschrittene
Montag bis Mittwoch von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr
Trainingsprogramm Interkulturelle Sensibilisierung:
Ab dem 25.08.2014
Inhalte:
− Kultur und kulturelleSensibilität
− Mensch und Kultur in Bezug auf die Dimension
des Fremden
− Kulturdistanz und Kulturdimensionen
− Interkulturelle Kommunikation
− Diskriminierung als Begriff
− Stereotype und Vorurteile
− Von Vorurteilen zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
− Wie ist Schule ohne Diskriminierung möglich?
− Welche Rolle spielt der kulturelle Hintergrund
zum Verständnis von Diskriminierung?
− Ursachen und Folgen von Diskriminierungssituationen in der Schule.
Montag - Freitag (Um Voranmeldung wird gebeten)
Antidiskriminierungsworkshops
Erlernen und Üben von Strategien zum Erkennen und Bekämpfen von Diskriminierung im Alltag
Montag - Freitag (Um Voranmeldung wird gebeten)
Antigewalttraining
Befähigung von Kindern und Jugendlichen zur gewaltfreien
Kommunikation iin Konfliktsituation m Alltag, sowie Entwicklung von Strategien zur Konfliktvermeidung
Montag - Freitag (Um Voranmeldung wird gebeten)
Lerntherapie und Lernstrategie
Eine lernpädagogische Fachberatung für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene, die individuelle Hilfe und persönliche Unterstützung benötigen. Schulvorbereitung für Vorschulkinder.
Ort: Hellersdorfer Promenade 20, 12627 Berlin
Montag bis Freitag
(um Terminvereinbarung wird gebeten)

Kontakt
BABEL e.V.
Stefan-Born-Straße 4
12629 Berlin-Hellersdorf
Tel.: (030) 99 858 91, Fax: (030) 99 893 20

Noch bis 13.07., Ausstellung:

ANK UNF T

Ein Kunstprojekt im Übergangswohnheim
Marienfelder Allee 66
Vierzehn Künstler stellen ihre Arbeiten aus, die sie für
diese Ausstellung konzipiert haben. Sie haben sich mit
dem Ort und den hier lebenden Menschen auseinander
gesetzt. Es ist ein Ort der Ankunft, für Flüchtlinge, Bewohner, Nachbarn, Besucher und Künstler.
Die Künstler/innen kommen mit ihren Installationen,
Objekten, Fotos, Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen aus Deutschland, Österreich, dem Iran und Syrien.
Internet: http://www.ankunft-marienfelde.de
Kontakt
galerie auf zeit
Gunter Haedke
Welterpfad 10
12277 Berlin
Tel. mobil: (0174) 9638384
E-Mail: haedke@ankunft-marienfelde.de

Bis 13.07.2014, HKW:
COPA DA CULTURA 2.0
Festival mit Konzerten, Public Viewing
und Gesprächen zur Fußballweltmeisterschaft
Konzerte, Public Viewing, Gespräche
12.6.–13.7.2014
Eintritt frei für Übertragung aller Spiele
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin (Tiergarten)
Den erfolgreichen Programmen zu den letzten beiden
Fußball-Weltmeisterschaften –2006 COPA DA CULTURA mit insgesamt 55.000 Zuschauern und 2010 der
Südafrika gewidmete CUP OF CULTURES–folgt 2014
das zweite Festival mit brasilianischen Künstlern, die
COPA DA CULTURA 2.0.
Das HKW überträgt sämtliche WM-Spiele live auf Großleinwand vor über 1000 wetterfesten Sitzplätzen im Auditorium. Mit Expertengesprächen und Open-Air-

E-Mail: babel-berlin@t-online.de
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Konzerten auf der Dachterrasse wird das HKW der internationale Place-to-be für Fußball-, Sommer-und Musikliebhaber.
Programm:
http://www.hkw.de/media/de/texte/pdf/2014_1/program
mflyer_copa_da_cultura_2_0.pdf
Internet:
http://www.hkw.de/de/programm/projekte/2014/copa_d
a_cultura_2/copa_da_cultura_20.php

29.06. bis 31.07.:

DIE NÄC HT E DE S R AMADAN
Kulturfest im Fastenmonat
http://www.naechtedesramadan.de
Ramadan – spirituelle Zeit des Fastens und nächtlichen Feierns – ist
für viele Muslime der wichtigste
Monat im Jahr. Ein kulturelles Programm nach dem
abendlichen Fastenbrechen wird in zahlreichen Städten
der Welt veranstaltet. Auch in Berlin, der Metropole mit
dem größten muslimischen Bevölkerungsanteil in
Deutschland, ist das Kulturfest „Die Nächte des Ramadan“ fest im Veranstaltungskalender verankert.
Das Kulturfest findet zum siebten Mal in Berlin statt. Es
wurde am 29.Juni mit der Diskussion zum Thema „Revolution der Bilder. Berliner Künstler begegnen dem
arabischen Frühling“ zum Film von Johanna Domke
und Marouan Omara „Crop“ in der Arresalah Moschee
eröffnet.
Das Kulturfest lädt im Fastenmonat dazu ein, mit Konzerten, Filmen, Diskussionen und Fastenbrechen Einblicke in Vergangenheit und Gegenwart ganz unterschiedlicher, muslimisch geprägter Kulturen zu gewinnen.
In diesem Jahr soll im Rahmen der Konzertreihe „Die
Nächte des Ramadan – Women's Voices“ besonders
Berliner Künstlerinnen eine Bühne verschafft werden.
2014 wird das ein Jahr zuvor im Rahmen der Nächte
des Ramadan gegründete Orchester "Diwan der Kontinente" unter der Leitung von Cymin Samawatie eine
Fortsetzung und Erweiterung erfahren.
Außerdem wird das Kulturfest in diesem Jahr durch die
Veranstaltungsreihe „...wie im Film!? Muslimische Vielfalt in Berlin erweitert“, die mit Filmen und Gesprächen
die Facetten muslimischer Vielfalt und des Zusammenlebens in Berlin beleuchtet.
Ausführliche Informationen im Programmheft:
http://www.piranhakultur.de/downloads/Die_Naechte_d
es_Ramadan_2014.pdf.
Internet:
http://www.naechtedesramadan.de

01.07. bis 31.08.:

„ WE G E ZUR E R K E NNT NIS "
Fotoausstellung im Rathaus Schöneberg in der
Reihe "Footprints in the Sand?"
Vernissage: 01.07.2014, 18.30 Uhr
"Footprints in the Sand?" - Exhibition
"Pathways to Enlightenment / Wege zur Erkenntnis"
Visuelle Dokumentation - Fotoausstellung
Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte von
Fountainhead® Tanz Théâtre in Verbindung mit
Sandra Becker - Berlin, Karen D. Brame El-Amin USA, Martin Christoph - Berlin, Ilka Forst - Berlin,
Susanne Gerber - Berlin, Amir Kaufmann - Berlin/Israel,
Judith Lenhardt - Berlin, Andrea Lippold - Berlin, Hartmut Radowsky - Berlin, Ricky Reiser - Berlin, Pia
Sommer - Bayreuth, Ulli Steltzer - Canada,
Thomas M. Wendt - Berlin, Ursula Wunder - Berlin
1. Juli – 31. August 2013
Vernissage: 1. Juli, 18.30 Uhr
Rathaus Schöneberg, Foyer/Kinosaal
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
Produzent, Leiter, Kurator:
Prof. Donald Muldrow Griffith/
Fountainhead® Tanz Théâtre
in Kooperation mit Gabriele Gün Tank, Integrationsbeauftragte des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
Die visuelle Dokumentation und fotografische Ausstellung "Footprints in the Sand?" - Exhibition wird in diesem Jahr zum sechsten Mal im Foyer des Rathauses
Schöneberg präsentiert. Unter der Produktion, Leitung
und Kuration von Prof. Donald Muldrow Griffith/Fountainhead® Tanz Théâtre zeichnen die ausgestellten Werke ein Bild der Aktivitäten von Menschen
verschiedener kultureller, ethnischer, religiöser und sozio-ökonomischer Hintergründe bei ihren historischen
Beiträgen, die sie für Berlin und andere Orte leisten.
Unter dem Titel "Pathways to Enlightenment/Wege zur
Erkenntnis" bildet die Ausstellung einen von vielen Mosaiksteinen, aus denen sich die Unternehmungen des
Fountainhead® Tanz Théâtre zusammensetzen. Sie ist
Teil eines Prozesses, der die Existenz und Beiträge
von Einzelnen und Gruppen zu den Gesellschaften dokumentiert, in denen sie und wir leben, damit diese davor bewahrt werden, "Footprints in the Sand?" ("Fußspuren im Sand“) zu werden.
Dargestellt wird die Geschichte des Fountainhead®
Tanz Théâtre, das seit 1980 in Berlin und weltweit interdisziplinäre Kunst- und Kulturprojekte realisiert, die
sich der transnationalen, interkulturellen Diplomatie und
der Förderung von Respekt und Anerkennung sowie
Kooperation und Austausch in unserer vielkulturellen
Gesellschaft in Berlin und darüber hinaus widmen.

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Eingeladen hat Fountainhead® Tanz Théâtre zudem
eine Reihe an internationalen KünstlerInnen, sich mit
ihren Werken an der Ausstellung zu beteiligen. Zu sehen sind Bilder, Fotografien, Zeichnungen, Grafiken,
Kollagen, Plakate und Texte.
Die Ausstellung schließt zeitlich an das interkulturelle
und interdisziplinäre Festival Black International Cinema Berlin an, dessen 29. Ausgabe das Fountainhead®
Tanz Théâtre vom 7.-11. Mai 2014 im Rathaus Schöneberg durchführte.
Gegründet wurde Fountainhead® Tanz Théâtre von
Prof. Donald Muldrow Griffith, Prof. Gayle McKinney
Griffith, Lynnda Curry, Ricky Powell und Detlef Bäcker,
vier amerikanischen Künstlern und einem deutschen
Kollegen, die sich in Berlin 1979 am Theater des Westens trafen. Sie entschieden sich, in Berlin zu bleiben,
und begannen mit der Durchführung von interkulturellen, interdisziplinären und internationalen Produktionen
in den Bereichen Tanz, Theater, Fernsehen, Workshops, Film/Video Festivals, Ausstellungen und Publikationen.
Fountainhead® Tanz Théâtre involviert Menschen mit
unterschiedlichen nationalen, kulturellen, ethnischen,
sozio-ökonomischen und religiösen Hintergründen sowie verschiedener sexueller Identitäten, die in vielfältigen künstlerischen und kulturellen Bereichen zusammen arbeiten, mit der Absicht, in den Projekten und für
die Weltgemeinschaft den interkulturellen Austausch zu
gestalten, zu erfahren und zu vermitteln.
Mottos:
"I may not make it if I try, but I damn sure won´t if I
don´t..." – Oscar Brown Jr.
"Mankind will either find a way or make one." – C.P.
Snow
"Whatever you do..., be cool!" – Joseph Louis Turner
"Yes, I can...!" – Sammy Davis Jr.
"Yes, We can...!" – Barack Obama
Kontakt
Informationen: Tel.: (030) 782 16 21, (030) 75 46 09 46,
Fax: (030) 786 34 66
E-Mail: bicdance@aol.com,
Internet: http://www.black-internationalcinema.com/BIC14/html/bic14_fits_ge.htm
www.fountainhead-tanz-theatre.de, www.blackinternational-cinema.com,
www.blackinternationalcinema.de

08.07., „Neue deutsche Geschichten“:

K IY ME T

Filmvorführung und Gespräch mit Canan Turan am
8. Juli 2014 in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin
Im Rahmen der Reihe „Neue deutsche Geschichten“
Die Regisseurin Canan Turan porträtiert in ihrem Film
die Geschichte ihrer Großmutter Kıymet Özdemir, die
1972 aus politischen Gründen die Türkei verließ und
nach Berlin-Kreuzberg migrierte. Als Arbeiterin und Aktivistin demonstrierte sie damals für die Rechte der türkeistämmigen Gastarbeiter, für diskriminierungs-freie
Bildung und gegen Rassismus in Deutschland. Zu
Hause aber ertrug sie ein leidvolles Eheleben. Heute
lebt sie wieder in ihrem Dorf an der thrakischen Mittelmeerküste. Canan Turan zeigt im Gespräch zwischen
den Generationen, wie Migrationserfahrung nicht nur
Familiengeschichten, sondern auch deutsche Geschichte prägt.
Kıymet
Dokumentarfilm, UK/ Deutschland 2012
Regie: Canan Turan
Laufzeit: 26 min.
Sprache: Deutsch/ Türkisch mit deutschen Untertiteln
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro
Anmeldung unter
Tel: +49 (0)30 259 93 488
E-Mail: reservierung@jmberlin.de
Kontakt
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Assistenz Akademieprogramme
Migration und Diversität
Akademie des Jüdischen Museums Berlin
Julia Jürgens
Tel: +49 (0)30 259 93 353
Fax: +49 (0)30 259 93 330
E-Mail: j.juergens@jmberlin.de
Internet: http://www.jmberlin.de

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Kultur bewegt e.V.:

Kontakt

„Route 44“ sowie „Route 65“

Kulturbewegt e.V.
Oranienburger Straße 37
10117 Berlin

S T ADT T E IL F ÜHR UNG E N
IM J UL I UND AUG US T 2014
Samstag, 05. Juli 2014 um 12:00 Uhr
Samstag, 02. August 2014 um 12:00 Uhr
Tour: Neukölln Oneway
Mit Gül-Aynur Uzun und Hanadi Mourad
Gül-Aynur und Hanadi beraten als Stadtteilmütter Neuköllner Familien. Gül-Aynur zog als Kind ihrer Mutter
hinterher, die zum Arbeiten in das fremde Deutschland
ging und ihre Familien (erst einmal) in der Türkei zurückließ. Hanadi kam als Kriegskind aus dem Libanon.
Aus der Rückkehr wurde bei beiden nichts. Neukölln
Oneway!
Einwanderung hat Rixdorf immer geprägt. Im 18. Jahrhundert waren es die Böhmische Glaubensflüchtlinge,
Ende der 60er kamen die ersten „Gastarbeiter" und
noch später Flüchtlinge. Entdecken sie die spannenden
Seiten der Einwanderung.
Treffpunkt:
U-Bahnhof
Karl-Marx-Straße
vor
Woolworth
Internet: http://www.route44neukoelln.de/touren/neukoelln-oneway.html
Sonntag, 13. Juli um 13:00 Uhr
Sonntag, 10. August um 13:00 Uhr
Tour: Erst Rot- dann Braun - jetzt Bunt?
Auf Spurensuche nach zerstörter und gelebter Vielfalt
rund um den Leopoldplatz
(mit Dua Hamade, Zeynep Genis und Kujtim Krasniqi)
Treffpunkt: U-Bahnhof Leopoldplatz, oben bei Karstadt
Internet: http://www.jugendtourenberlin.de/wedding/touren-route-65/rotbraunbunt.html
Samstag, 19. Juli um 12:00 Uhr
Tour: Erkundung im Paradies
Mit Hiba Ayad und Maria Ghouri unterwegs im sich
wandelnden Neukölln.
Treffpunkt: U-Bahnhof Karl-Marx-Straße, vor dem
Passage-Kino
Internet: http://www.route44-neukoelln.de/

Fon : (030) 70 222 023
E-Mail: info@kulturbewegt.de
Internet: http://www.kulturbewegt.de

15.08., Konzert in der WdK:

DIAS P OR AG AS

Neue Indische Musik
Freitag 15.08.2014, Einlass: 21:00 Uhr
Eintritt: 15 / 10 / 5 € (mit Berlinpass)
In der Tradition der klassischen Ragamusik bewandert,
gestaltet das Duo Diasporagas hieraus eine Neue Indische Musik, die ihren Entstehungsprozess nicht notwendigerweise der Fusion mit "westlichen" Stilen, sei
es Jazz, Pop oder Klassik, verdankt.
Vielmehr entwickeln sie sich aus sich selbst heraus,
wie es sonst wohl nur im zeitgenössischen indischen
Tanz zu beobachten ist. Gleichwohl machen sie Gebrauch von Techniken und abstrahierenden Formsprachen der "westlichen" Avantgarde, ohne jedoch den
modalen Charakter der Ragamusik aufzugeben oder
durch Harmonisierungsversuche aufzuweichen.
Besetzung:
Amelia Cuni: Gesang, Tampura, Mirliton
Werner Durand: diverse Blasinstrumente, Sounddesign
Internet: http://www.werkstatt-derkulturen.de/de/spielplan/?datum=2014-0801&mode=spielplan&detail=1008&filter=Komplett
Kontakt

Samstag, 16. August 2014 um 11:00 Uhr
Das internationale Dorf
Mit Emine Elci
Böhmische Glaubensflüchtlinge kamen schon im 18.
Jahrhundert und erhielten vom König Häuser geschenkt. Sollten sie auch gleich Deutsch lernen und
sich integrieren? Später kamen Textilarbeiter aus Polen
und „Gastarbeiter”. Rixdorf verändert sich immer wieder.
Entdecken Sie die Spuren der Geschichte: Hinterhöfe,
Gottesacker, Fuhrunternehmen Gustav Schöne, das
neuerdings auch mit islamischen Bestattungen beschäftigt ist und eine kurdische Moschee
Treffpunkt: U-Bhf. Karl-Marx-Straße, vor Woolworth
Internet: http://www.route44-neukoelln.de/touren/tourinternationales-dorf.html

WERKSTATT DER KULTUREN
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Tel.: (030) 60 97 70-0
Fax: (030) 60 97 70-13
E-Mail: info@werkstatt-der-kulturen.de
Internet: http://www.werkstatt-der-kulturen.de

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Juli/ August 2014, Nr. 114
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 36
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Amaro Foro:

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
ver.di-Tagungsdokumentation:

B E S C HÄF T IG UNG S C HANC E N F ÜR
ME NS C HE N MIT MIG R AT IONS HINT E R G R UND
Dokumentation der Tagung „Teilhabeorientierte Arbeitsmarktpolitik gestalten – Beschäftigungschancen für
Menschen mit Migrationshintergrund verbessern!“, an
der auch Berlins Integrationsbeauftragte, Dr. Monika
Lüke, teilnahm.
Lüke stellte das Landeskonzept zur Unterstützung des
Übergangs Schule-Beruf und ein Projekt vor, mit dem
Jugendliche mit Migrationshintergrund für den öffentlichen Dienst gewonnen werden: Es gehe darum, Möglichkeiten aufzuzeigen und Potentiale bewusst zu machen. Wesentlich seien auch die Jobcenter gefordert,
sie seien Schlüsselakteur der Integration. Mit dem Ziel
der interkulturellen Öffnung müsse hier verstärkt nach
Verbesserungsmöglichkeiten gesucht werden.
Doku unter: http://arbeitsmarkt-undsozialpolitik.verdi.de/++file++537a1591aa698e363d000405/dow
nload/Dokumentation%20AMP-Tagung%2028-032014%20%20Besch%C3%A4ftigungschancen%20f%C3%BCr%
20Menschen%20mit%20Migrationshintergrund.pdf

R E AK T IONE N ZUM AK T IONS P L AN R OMA
DE S B E R L INE R S E NAT S
In „Berliner Zustände“ April 2014, herausgegeben von
APABIZ und MBR, Seite 57:
http://www.mbr-berlin.de/wpcontent/uploads/2014/04/MBR_Schattenbericht_2013_WE
B_Einzelseiten.pdf

HANDB UC H IS L AM UND S C HUL E
Ein Handbuch für Pädagoginnen und Pädagogen
Hunderttausende Kinder und Jugendliche werden in ihrem Alltagsleben, ihren Werten und ihren
Identitäten durch den Islam beeinflusst. Welches Wissen benötigen
LehrerInnen und SozialpädagogInnen heute für den schulischen
Alltag über den Islam, über Muslim- und Islamfeindlichkeit, über
Islamismus und Dschihadismus?

WISOdirekt:
Steffen Angenendt:

Das Handbuch „Islam & Schule“ soll Lehrkräfte motivieren, diese komplexen Themen aufzugreifen. Dabei liegt
dem Konzept ein religionsübergreifender pädagogischer Ansatz zugrunde, der sich an den universellen
Menschenrechten orientiert. Das Handbuch bietet Hintergrundinformationen und Anregungen für die schulische Auseinandersetzung und präsentiert einen nachhaltigen Präventionsansatz gegen beide Ideologien der
Ungleichwertigkeit von Menschen: den Islamismus und
die Muslimfeindlichkeit.

Handlungsmöglichkeiten für die deutsche Politik

Internet: http://www.schule-ohnerassismus.org/courage-shop/publikationen/

E NT WIC K L UNG S OR IE NT IE R T E
MIG R AT IONS P OL IT IK
FES-Publikation im PDF-Format
Migrantinnen und Migranten leisten weltweit einen
wichtigen Entwicklungsbeitrag. Die positiven Wirkungen
der Migration treten aber nur ein, wenn entsprechende
politische Rahmenbedingungen vorliegen. Diese müssen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den
Herkunftsländern gestaltet werden. Hierzu gehören u.a.
legale und faire Möglichkeiten zur Arbeitsmigration. Eine Instrumentalisierung der Entwicklungszusammenarbeit nur zu Zwecken der Wanderungssteuerung wäre
kontraproduktiv
Download: http://library.fes.de/pdf-files/wiso/10765.pdf

Tool zur Recherche:

ME DIE N IN DE R
E INW ANDE R UNG S G E S E L L S C HAF T
Was die Bevölkerung in Deutschland über Migranten
weiß, weiß sie überwiegend aus den Medien. Fernsehen, Internet, Radio und Zeitungen prägen die Wahrnehmung von Minderheiten und spielen eine zentrale
Rolle im Einwanderungsland.
Wie aber werden Migranten dargestellt? Und wie viel
Vielfalt findet sich in den Redaktionen? Der Mediendienst Integration hat auf seiner Website die wichtigsten Zahlen und Fakten zusammengestellt.
https://mediendienstintegration.de/integration/medien.html

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Juli/ August 2014, Nr. 114
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 37
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In 5 Sprachen:

AMIR A

Programm zur Sprach- und Leseförderung
von Kindern mit Migrationshintergrund
AMIRA ist zu finden unter der Adresse:
http://www.amira-pisakids.de.
Das Programm ist kostenfrei!
Es wurde gefördert von "Ein Netz für Kinder" (Kulturstaatsminister und Familienministerium) und ist für alle
Kinder zugänglich. Es bietet sorgfältig entwickelte und
sprachlich bearbeitete Texte zum Lesen und Hören in 5
Sprachen an. Die Geschichten sind außerordentlich
hochwertig illustriert und werden sämtlich vorgelesen.
Neben den im Netz präsentierten virtuellen Leseheften
kann man die Geschichten auch in Printform beziehen.
Das Programm ist für Kinder gemacht, die sowohl in
der deutschen Sprache, als auch in ihrer Herkunftssprache noch keine Sicherheit haben. Es versucht Kinder, die bisher wenig mit geeignetem Lesestoff und mit
Büchern in Berührung gekommen sind, Freude am Lesen zu vermitteln.
Das geschieht vor allem auch durch die reizvollen Spiele, die zu jeder Geschichte angeboten werden. Diese
Spiele können Kinder alleine oder mit anderen Kindern
gemeinsam spielen.
Kontakt
Elisbeth Simon-Pätzold
Internetverlag
Ceciliengärten 48
12159 Berlin
Tel.: (030) 50591432
E-Mail: info@amira-pisakids.de
Internet: http://www.amira-pisakids.de

Veröffentlichung:

V IE L F AL T ,
C HANC E NG L E IC HHE IT UND INK L US ION.
Diversity Management
in öffentlichen Verwaltungen und Einrichtungen
Unsere Gesellschaft ist in vielerlei Hinsichten im Wandel und
von einer zunehmenden Vielfalt
an Lebens- und Arbeitsformen
geprägt. Dieser Wandel zu mehr
Vielfalt verdient auch in öffentlichen Verwaltungen und Einrichtungen, mit rund viereinhalb Millionen Beschäftigten der größte Arbeitgeber Deutschlands, eine starke Aufmerksamkeit. Die Publikation beleuchtet,
− warum Diversity Management für öffentliche
Verwaltungen und Einrichtungen immer wichtiger
wird,
− was mit dem Perspektivwechsel zu Diversity verbunden ist,
− mit welchen Herausforderungen öffentliche Verwaltungen und Einrichtungen konfrontiert sind,
− welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Vorteile mit mehr Vielfalt verbunden sind,
− wie Verwaltungen bei der Gestaltung von Diversity Management durch bewährte Ansätze und
praktische Beispiele, die vorgestellt werden, erfolgreich sein können.
In der Broschüre sind neben dem Vorwort der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan
Özoğuz, Statements folgender Persönlichkeiten über
Diversitystrategien- und Maßnahmen ihrer Einrichtungen zu finden:
− Andrea Nahles,
Bundesministerin für Arbeit und Soziales,
− Dr. Peter Kurz,
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim,
− Dr. Beatrix Behrens, Leiterin Personalpolitik der
Bundesagentur für Arbeit,
− Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NordrheinWestfalen und
− Eren Ünsal, Leiterin der Berliner Landesstelle für
Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.
Andreas Merx und Serdar Yazar (Charta der Vielfalt):
„Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion. Diversity
Management in öffentlichen Verwaltungen und Einrichtungen“. Download unter: http://www.charta-dervielfalt.de/fileadmin/user_upload/beispieldateien/Download
s/Charta_der_Vielfalt-%C3%96H-Brosch_WEB.pdf.

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