Path:
Periodical volume

Full text: Berlyñ international Issue 99.2013

international
DER NEWSLETTER

DER

03/13

Nummer 99

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat und die Beauftragte des Senats für Integration und Migration, Dr. Monika Lüke, empfingen am Freitag, dem 22. Februar 2013 den Regierenden Bürgermeister
Klaus Wowereit zu einem Besuch in der Potsdamer Straße 65.
Dort informierte sich der
Regierende Bürgermeister über die Arbeit der
Dienststelle der Integrationsbeauftragten und erörterte aktuelle Handlungsfelder der Berliner
Integrationspolitik.
Als
Vertreter des Landesbeirats für Migrationsfragen
war Mohammed Jounis
vom Berliner Flüchtlingsrat beteiligt. Schwerpunkte der Gespräche waren
Im Bild von rechts: Klaus Wowereit im Gespräch mit einer Mitarbeitedie neue Einbürgerungsrin der Beratungsstelle, Integrationssenatorin Dilek Kolat sowie die
Integrationsbeauftragte Monika Lüke (Foto: IntMig, Fred Vollmer)
kampagne des Senats und
die Probleme, die die
Optionspflicht für Jugendliche bedeutet. In dem Austausch ging es des Weiteren um die Probleme und Chancen junger Migrant/innen auf dem Arbeitsmarkt, die interkulturelle Öffnung in Verwaltung und Wirtschaft, die
Anerkennung im Ausland erworbener beruflicher Abschlüsse und Qualifikationen sowie die zunehmende Einwanderung von Roma aus den neuen EUMitgliedstaaten.

Ihre Redaktion
BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 28.03.2013.
Redaktionsschluss für die April-Ausgabe (Nr. 100) ist der 22.03.2013.
IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum der Beauftragten des Senats von Berlin für
Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf
Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen
1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN
INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, AL III 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320, Martina Gembus, III A 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 01.03.2013 [1.770 | Jahrgang 30]

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat März

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 2
__________________________________________________________________________
Nachrichten aus dem Haus, Berlin und den Bezirken
IQ Netzwerk Berlin – Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen:
"Endlich darf ich auch in Deutschland als Ärztin arbeiten!"
Am 25.04.2013 ist Girls’Day in Berlin
Senatorin Kolat besuchte Deutsch-Arabisches Zentrum in Neukölln
Arbeitssenatorin Kolat: Menschen haben ihre Würde und Arbeit hat ihren Preis
Amt für Statistik: Ausländeranteil im Land Berlin steigt 2012 weiter an
Aus dem Landespressedienst
Auszeichnung der Europäischen Kommission geht an das Berliner Quartiersmanagement
Wowereit begrüßt Verfassungsgerichts-Entscheidung zum Adoptionsrecht homosexueller Paare:
Auftakt für grundlegende Rechtsreform
„Bürgerschaftliches Engagement heißt Einmischung, Mithilfe und Mitbestimmung“
Online-Bewerbung für das Arbeitsstipendium Bildende Kunst 2013. Frist: 17.04.2013
Jugend-Demokratiefonds Berlin startet ersten Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen
Frist: 13.03.2013
Bewerbung zum MigraMentor-Campus. Frist: 15.03.2013
Personenstandsregister werden künftig nur noch elektronisch geführt
Berliner Literaturpreis 2013: Wowereit würdigt Preisträger Lukas Bärfuss
Rechtsrock und rechter Terror:
Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin bietet kostenlose Informationsbroschüre an

.......................4
.......................5
.......................5
.......................5
.......................6

.......................7
.......................8
.......................8
.......................8
.......................9
.....................10
.....................10
.....................11
.....................11

Anfragen an den Senat
„Das IQ-Netzwerk und die Umsetzung des Anerkennungsgesetzes“ (Link)
und weitere Anfragen ab Seite

.....................12

Aus Europa, Bund und Ländern
Berliner Europaportal und Europa-Newsletter
7.332 Asylerstanträge im Januar 2013
Migrationsbericht 2011 erschienen

.....................13
.....................13
.....................14

Workshops/ Tagungen
15.03., Forumtheater rabenschwarz: Theaterworkshop Rassismus und Flüchtlinge.
Anmeldung bis zum 12.03.2013

.....................15

Initiativen
Spendenaufruf: Rettungsschirm für Türkiyemspor - „Berlin ohne Türkiyem ist wie Wurst ohne Curry
Initiative: „Ich kann was!“ Motto: „Fairständnis – Respektvoll miteinander umgehen“
Förderung der Projektarbeit für 9- bis 14-Jährige aus sozial schwierigen Umfeldern. Frist: 02.04.2013
Bundesweiter Start: Kinder- und Jugendwahlprojekt U18
"grips gewinnt" - Jetzt für das Schülerstipendium bewerben! Frist: 15.03.2013
Studierenden-Wettbewerb 2013: „ Was bedeuten Identität und Toleranz heute?“ Frist: 31.05.2013
Qualifizierungen
Aktuelle Fortbildungen im FrauenComputerZentrumBerlin (FCZB e.V.):
Ab 8.3. 2013: „Online-PR & -Marketing“ – ab 25.03.2013: Layout / DTP mit Adobe InDesign
LIFE e.V., Weiterbildung: Projektmanagement für Frauen aus allen Kulturen. Start: 08.04.2013
DRA e.V., jetzt bewerben: Praktikum zu Klimaschutz und Menschenrechten in Russland.
Frist: 06.03.2013
ASFH, Berufsbegleitender Hochschul-Zertifikatskurs:
»Pädagogik für Vermittlung sozialer Kompetenzen & Gewaltprävention«. Bewerbungsfrist: 22.03.2013

.....................16
.....................16
.....................17
.....................18
.....................18

.....................19
.....................19
.....................20
.....................20

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 3
__________________________________________________________________________
Aus Projekten und Vereinen
Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin: Mit neuen (Pilot-) Projekten in den Frühling!
03.03., Eröffnung: Familienzentrum Fischerinsel (FZF)
Nachbarschaft - Freizeit - Gesundheit - Sprachförderung
BABEL e.V.: Veranstaltungsangebot im März 2013
BAYOUMA-HAUS der AWO: Frauenmärz 2013. Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag
Veranstaltungen
02.03., Konzert: Deutsch-koreanisches Chorensemble im Bürgersaal im Rathaus Steglitz
03.03., WdK, 1. Jubiläumskonzert: „ŞARKILAR SENI SÖYLER".
Zum 15. Jubiläumsjahr des Konservatoriums für türkische Musik Berlin
Bis zum 16.07.: Ausstellungsprojekt:
Nach der Flucht. Leben im Übergangswohnheim Marienfelder Allee
Bis 29.03., Ausstellung: Ich bin ich! Migranten in Spandau
Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Im Netz: KuB-Sprach-Tandem
IDA e.V., Neuauflage von Readern:
Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit sowie zu Antirassismus und Social Justice

.....................21
.....................22
.....................23
.....................24

.....................25
.....................25
.....................26
.....................27

.....................27
.....................28

.

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 4
__________________________________________________________________________

Nachrichten aus dem Haus,
Berlin und den Bezirken

IQ Netzwerk Berlin –
Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen
Qualifikationen:

"ENDLICH DARF ICH AUCH
IN DEUTSCHLAND ALS ÄRZTIN ARBEITEN!"

Demet A.* ist 30 Jahre alt, als sie 2005 nach Deutschland kommt. In der Türkei hat sie Veterinärmedizin studiert und fünf Jahre als Tierärztin gearbeitet. Zuletzt in
ihrer eigenen Praxis. In Deutschland hat sie sich nach
der Elternzeit für unterschiedliche Helfertätigkeiten beworben – ohne Erfolg. Nachdem sie sich selbst einen
Lehrgang finanziert hat, arbeitet sie jetzt als FitnessTrainerin auf Honorarbasis. Leben kann sie davon
nicht.
Als das neue Anerkennungsgesetz in Kraft tritt, wird
Demet A. aktiv und sucht den Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) auf - Teilprojektpartner des IQ
Netzwerks Berlin.
Lâle Yıldırım, Projektleiterin und Beraterin im Projekt
„Anerkennungscoaching" des TBB berichtet: „Die individuelle Beratung dauert bei uns ein bis zwei Stunden
und es sind oft mehrere Termine nötig, bis alles für einen Antrag auf Anerkennung in die Wege geleitet ist.
Wir begleiten Anerkennungssuchende bei der Antragstellung für eine berufliche Anerkennung während des
gesamten Verfahrens- und wenn es bedeutet, dass wir
sie zu Behörden wie beispielsweise zum Jobcenter oder zu der zuständigen Stelle begleiten.“
Demet A. erhielt Informationen über das neue Anerkennungsgesetz, welches seit 1.4.2012 neue Verfahren
zur Gleichwertigkeitsprüfung für bundesrechtlich geregelte Berufe ermöglicht. Als Tierärztin gehört ihre Qualifikation zu den bundesrechtlich geregelten Berufen und
es könnten sich neue Chancen für sie ergeben. Da
nach dem neuen Gesetz auch Berufserfahrungen berücksichtigt werden können, erhielt Demet A. durch
Lâle Yıldırım auch Unterstützung bei der Erstellung

des Lebenslaufs und bei der Übersetzung von Ausbildungsnachweisen sowie bei der Beschaffung weiterer,
fehlender Nachweise aus der Türkei.
"Generell gilt, dass Ärzte, die ihre ausländischen Qualifikationen anerkennen lassen möchten, eine Berufszulassung (d. h. Approbation oder Berufserlaubnis) benötigen, um in Deutschland arbeiten zu können. Eine Approbation ist eine uneingeschränkte Berufszulassung,
nur approbierte Ärzte können in jedem Bundesland arbeiten, sowohl in Festanstellung als auch als niedergelassene Ärzte. Für EU-Bürger und Drittstaatangehörige
gelten hier zum Teil unterschiedliche Voraussetzungen.
Die Berufserlaubnis hingegen erlaubt die Arbeit als Arzt
nur für einen bestimmten Zeitraum und einem bestimmten Bundesland im Angestelltenverhältnis", erklärt Lâle
Yıldırım. „Da müssen die Beraterinnen und Berater der
Anerkennungsberatung im IQ Netzwerk jeden einzelnen Fall genau anschauen und recherchieren.“
Nach intensiven Recherchen und Bemühungen wurden
die fehlenden Nachweise eingeholt und das Jobcenter
hat die Kostenübernahme für eine vorläufige Berufserlaubnis zugesagt. Es wurde ein Antrag beim Berliner
Landesamt für Gesundheit und Soziales gestellt und
Demet A. hat nun ihre vorläufige Berufserlaubnis für ein
Jahr erhalten. Sie kann sich ab sofort in Berlin als
Tierärztin bewerben.
Wie sieht sie ihre berufliche Zukunft?
„Ich bin unsicher“, sagt Demet A. Nach acht Jahren fehle ihr die Berufserfahrung. Sie hat außerdem Angst,
dass sie keinen Job findet, da sie gehört habe, es gäbe
nicht genug Tierarztstellen in Berlin. Mit der vorläufigen
Berufserlaubnis darf sie sich nur in Berlin bewerben.
Lâle Yıldırım macht ihr Mut: „Durch die vorläufige Berufserlaubnis kann man Berufspraxis erlangen und die
Kenntnisse auffrischen, das erhöht die Chancen darauf,
die Kenntnisstandprüfung für eine Approbation erfolgreich zu bestehen.“ Bei Drittstaatsangehörigen ist die
Kenntnisstandprüfung in der Regel Voraussetzung für
die Erlangung einer Approbation, das wäre der nächste
Schritt. Das sind gute Aussichten. Jetzt unterstützt Lâle
Yıldırım Frau A. erst mal bei der Jobsuche.
* Name von der Redaktion geändert

Kontakt
IQ Netzwerk Berlin
Deniz Agdas
Stellvertretende Projektleitung/Öffentlichkeitsarbeit

Büro der Integrationsbeauftragten des Berliner Senats
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Tel.: (030) 9017 2361
Fax: (030) 9017 2320
E-Mail: Deniz.Agdas@intmig.berlin.de
Internet: http://www.berlin.netzwerk-iq.de

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 5
__________________________________________________________________________
Arbeitssenatorin Kolat:

AM 25.04.2013 IST
GIRLS’DAY IN BERLIN
Ihr sucht Berufe mit Zukunft? Dann seid Ihr hier richtig.
Alle Schülerinnen ab Klasse 5 können in diesem Jahr
wieder zum Girls’Day eingeladen werden. Am Girls’Day
lernen sie direkt vor Ort in Betrieben spannende Berufe
in Technik, Naturwissenschaften und Handwerk kennen. Sie probieren sie praktisch aus und befragen
Frauen in Leitungspositionen.
Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek
Kolat, unterstützt den Girls’Day auch in diesem Jahr.
Infos und Anmeldung: http://www.girlsday-berlin.de.
Kontakt
LIFE e.V.
Landeskoordination für den Girls’Day in Berlin
Almut Borggrefe
Kornelia Ruppmann
Tel.: (030) 308 798-12/-16
E-Mail: girlsday@life-online.de
Internet: http://www.girlsday-berlin.de

SENATORIN KOLAT BESUCHTE DEUTSCHARABISCHES ZENTRUM IN NEUKÖLLN
Aus Anlass ihres Besuchs im Deutsch-Arabischen
Zentrum für Bildung und Integration, DAZ, in Neukölln
erklärte die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen
Dilek Kolat: „Die Selbstorganisation von arabischen
Vereinen unter dem Dach des Deutsch-Arabischen
Zentrums ist ein großer Erfolg. Nach fünfjähriger Aufbauarbeit sucht das Zentrum nun nach einem Weg,
seine Arbeit zu verstetigen. Ich halte die bisherigen
Vernetzung für wegweisend und werde dieses gute
Praxisbeispiel weiterhin politisch unterstützen.“
Das DAZ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem
Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk, EJF, und 19
arabischen Vereinen. Das Ziel dieser 2008 gegründeten bundesweit einzigartigen Einrichtung ist es, die Integration der in Berlin lebenden arabischen Familien
und ihrer Kinder in die deutsche Gesellschaft zu fördern. Dabei geht es vorrangig darum, die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche aus arabischen
Familien zu verbessern sowie Erziehungsberatung anzubieten.
Die Förderung von Mädchen und jungen Frauen ist ein
besonderes Anliegen des DAZ. Zukünftig ist darüber
hinaus geplant, mit Hilfe des Zentrums alte und pflegebedürftige Deutsche mit arabischem Migrationshintergrund zu betreuen.

MENSCHEN HABEN IHRE WÜRDE
UND ARBEIT HAT IHREN PREIS
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Berlin setzt sich
weiter fort. Anders als im Bund gab es in Berlin sowohl
im Vormonatsvergleich als auch im Vorjahresvergleich
weniger Arbeitslose. Im Februar waren in unserer Stadt
insgesamt 217.507 Arbeitslose gemeldet. Das waren
1.564 weniger als im Vormonat und 10.630 weniger als
vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 12,3 Prozent. Sie lag damit um 0,1 Prozentpunkte unter der des
Vormonats und um 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich der Bundesländer hat Berlin
damit mittlerweile Mecklenburg-Vorpommern und
Sachsen-Anhalt hinter sich gelassen.
Auch der Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse hält unvermindert an. Im Dezember 2012 waren 1.212.400 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 34.500 mehr als ein Jahr
zuvor. Mit dieser Steigerung von 2,9 Prozent liegt Berlin
erneut und deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 1,2 Prozent.
Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek
Kolat erklärt: „Die nach wie vor positive Entwicklung auf
dem Berliner Arbeitsmarkt zeigt, dass wir mit unserem
Programm ‚BerlinArbeit‘ die Weichen richtig gestellt und
den arbeitsmarktpolitischen Rahmen richtig gesetzt haben. Es bewährt sich, dass wir in der aktuellen Arbeitsmarktphase den Fokus auf den ersten Arbeitsmarkt gelegt haben. Im Mittelpunkt steht immer auch
das Thema ‚Gute Arbeit‘, also insbesondere faire und
gesunde Arbeitsbedingungen und eine existenzsichernde Entlohnung.
So kann es nicht sein, dass Menschen, obwohl sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen, auf aufstockende Leistungen der Jobcenter angewiesen sind, weil ihr Einkommen nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts von
sich und ihren Familien ausreicht. In unserer Stadt trifft
das auf rund 129.000 erwerbstätige Menschen zu. Das
ist für die Betroffenen entwürdigend und entwertet geleistete Arbeit. Allein im Oktober vergangenen Jahres
mussten die Berliner Jobcenter dafür knapp 92 Millionen Euro aufwenden. Damit zeigt sich einmal mehr,
dass wir einen allgemeinen, flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro brauchen. Die Bundesregierung muss endlich handeln. Niedriglöhne dürfen nicht auch noch subventioniert werden.
Wo das Land Berlin eigene Gestaltungsmöglichkeiten
hat, nutzen wir diese. So haben wir mit dem Berliner
Vergabegesetz durchgesetzt, dass die Vergabe öffentlicher Aufträge an eine Entlohnung von 8,50 Euro gebunden ist. Gleiches gilt für unsere ergänzende Förderung von Arbeitsverhältnissen in Unternehmen durch
Coaching und Qualifizierung. Auch hier muss grundsätzlich ein Stundenlohn von 8,50 Euro gezahlt werden.

[PM SenArbIntFrauv. 01.02.2013]

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 6
__________________________________________________________________________
Der allgemeine Mindestlohn bleibt für mich auf der Tagesordnung. Ich werde deshalb nicht nachlassen, für
die Einführung eines bundesweiten gesetzlichen Mindestlohns zu werben und zu streiten, denn für mich
bleibt es dabei: Menschen haben ihre Würde und Arbeit
hat ihren Preis.“
[PM SenArbIntFrauv. 28.02.2013]

Amt für Statistik:

AUSLÄNDERANTEIL
IM LAND BERLIN STEIGT 2012 WEITER AN

enthalten.
Kontakt
Über das Datenangebot des Bereiches Einwohnerregisterstatistik informiert:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Behlertstraße 3a
14467 Potsdam
Tel.: (030) 9021-3903 / 3641
E-Mail: Einwohner@statistik-bbb.de
Internet: http://www.statistik-berlin-brandenburg.de

Zum 31. Dezember 2012 registrierte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg insgesamt 503 945 Einwohnerinnen und Einwohner mit einer nicht deutschen
Staatsangehörigkeit im Land Berlin. Gegenüber dem
vergleichbaren Stand des Vorjahres stieg die Zahl der
Ausländer damit um 25 733 Personen. Der Ausländeranteil beträgt 14,5 Prozent.
Die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit
Migrationshintergrund (Deutsche mit Migrationshintergrund, Ausländerinnen und Ausländer) stieg in diesem
Zeitraum um 40 995 auf 949 183 Personen. Damit lag
der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund an allen Einwohnern Berlins bei 27,4
Prozent.
Die ausländischen Bürgerinnen und Bürger kommen
aus insgesamt 186 Staaten. Knapp drei Viertel davon
sind Europäer (73,7 Prozent). Aus asiatischen Staaten
stammen 14,2 Prozent, aus Amerika 5,6 Prozent, aus
Afrika 3,7 Prozent und aus Australien und Ozeanien
kommen 0,5 Prozent der Ausländer.
Aus den 26 Staaten der Europäischen Union (außer
Deutschland) waren 185 384 Bürgerinnen und Bürger
mit Hauptwohnung in Berlin gemeldet, ca. 19 300 Personen (11,6 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Ein
stärkerer Anstieg war vor allem bei den Einwohnerinnen und Einwohnern aus Rumänien, Spanien und Bulgarien zu verzeichnen.
Die größte Gruppe von Ausländern in Berlin bildeten
am 31. Dezember 2012 die Türken. Deren Anzahl sank
leicht und liegt nun bei rund 101 000. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner mit einem türkischen Migrationshintergrund blieb gegenüber dem Dezember
2011 jedoch unverändert und liegt bei 176 743.
Detaillierte Angaben auf der Ebene der Bezirke, Ortsteile und Bezirksregionen sind im gerade erschienenen Statistischen Bericht „Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012“ und
den Online-Tabellen unter
http://www.statistik-berlin-brandenburg.de
______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 7
__________________________________________________________________________

Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 31.01.2013, 16:00 Uhr
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

AUSZEICHNUNG DER EUROPÄISCHEN
KOMMISSION GEHT AN DAS
BERLINER QUARTIERSMANAGEMENT

Senator Michael Müller gratuliert dem Berliner Quartiersmanagement (QM) zur Verleihung des RegioStars
Award 2013
Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael
Müller, gratuliert anlässlich der Verleihung des RegioStars Award 2013 durch den Kommissar für Regionale Entwicklung der Europäischen Union, Johannes
Hahn, herzlich allen im Berliner QM zusammenarbeitenden Partnern. Seit 1999 gibt es das Berliner Quartiersmanagement. Seitdem haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern an Initiativen beteiligt, gemeinsam Ideen entwickelt und Projekte ins Leben gerufen,
die das Zusammenleben verbessert haben. In Zusammenarbeit zwischen den Quartiersräten, den Bezirksverwaltungen, den QM-Teams und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wurden vielfältige Maßnahmen durchgeführt, die ein neues Wir-Gefühl
in den von Desintegration bedrohten Kiezen hervorriefen. Die vorbildliche Arbeit und die besonderen Erfolge
werden nun mit der Auszeichnung durch die Europäische Kommission gewürdigt.
Mit der Auszeichnung des Berliner QM erhält Berlin als
erste deutsche Stadt in der Kategorie CityStar des RegioStars Award einen Preis, in dem integrierte Strategien für die Entwicklung benachteiligter städtischer Gebiete ausgezeichnet werden. Das Berliner QM ist Teil
einer umfassenden Strategie der Sozialen Stadt des
Berliner Senats. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist bestrebt, das Quartiersmanagement in seiner besonderen Berliner Ausprägung
auch in der nächsten Fondsförderperiode der Europäischen Union ab 2014 fortzusetzen und weiterzuentwickeln.
Senator Michael Müller: "Die in den QM-Gebieten erreichten Erfolge wurden aus Mitteln der Europäischen
Union, aus Mitteln des Programms "Soziale Stadt" der
Städtebauförderung sowie Geldern Berlins finanziell
unterstützt. Aber ohne das große Engagement der in
den Quartieren lebenden Menschen, der Bildungs- und
Nachbarschaftseinrichtungen, der Vereine, der Wohnungsunternehmen, der Polizei bis hin zu den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und nicht zuletzt
ohne die sehr gute Arbeit der QM-Teams in den Gebieten wäre dies alles nicht geglückt. Die Atmosphäre in
den sozial benachteiligten Kiezen hat sich durch das
gemeinsame Handeln und die gegenseitige Hilfestellung spürbar positiv verändert. Durch das QM initiiert,

haben Quartiere neue Orte der Begegnung und neue
"Verbündete" für das Gemeinwohl im Kiez erhalten, die
sich einsetzen und darum kümmern, dass die Quartiere
wieder eine lebens- und liebenswerte Heimat für viele
Menschen geworden sind. Damit legte das QM die
Grundlagen für solidarische Stadtteile. Trotz schwieriger sozial-ökonomischer Bedingungen, wie Arbeitslosigkeit und struktureller Benachteiligung am Arbeitsmarkt ist die Gefahr einer gesellschaftlichen Ausgrenzung dieser Stadtteil und seiner Menschen abgewandt.
Den falschen Signalen der schwarz-gelben Bundesregierung zum Trotz, die erneut die Mittel der Sozialen
Stadt gekürzt hat, werden wir uns weiterhin mit aller
Kraft dafür einsetzen, den sozialen Zusammenhalt in
den Berliner Kiezen zu stärken. In diesem Sinne ist die
Auszeichnung durch die Europäische Kommission eine
großartige Bestätigung unseres Handelns. Ich danke
allen Beteiligten ganz herzlich für ihre Mitarbeit und
bewiesene Ausdauer. Gleichzeitig möchte ich alle ermutigen, sich weiterhin im Berliner Quartiersmanagement einzubringen. Es kommt auf jeden an!"
Mit dem RegioStars Award der Europäischen Kommission werden seit 2008 besonders innovative und intelligente Projekte aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geehrt, die aus Mitteln des Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst
werden. Der Preis wurde durch eine 10köpfige Jury aus
insgesamt 149 Bewerbungen aus den 27 Mitgliedsstaaten der EU unter Vorsitz von Herrn Luc Van den Brande (Sonderberater des Kommissars für Fragen der
Mehrebenen-Governance und Kohäsionspolitik sowie
der EU2020 Strategie) ausgewählt. Die Auszeichnung
wird in fünf Preiskategorien vergeben: Intelligentes
Wachstum, Nachhaltiges Wachstum, Integratives
Wachstum,
in
der
Kategorie
Information/Kommunikation sowie in der Kategorie CityStar.
Das QM tat sich unter den Bewerbern in der CityStarKategorie besonders hervor. Dabei konnte es sich gegen 4 weitere Finalisten aus Wien (Österreich), Antwerpen (Belgien), Bydgoszcz (Polen) und Malmö
(Schweden) als vorbildliches Verfahren durchsetzen.
Aus der Begründung der Jury heißt es, dass bei der
Bewertung der Verdienste, des Mehrwerts und der Folgewirkungen dieser Projekte alle fünf Finalisten als
Sieger zu betrachten sind, sich jedoch das ausgezeichnete Berliner QM darin ganz besonders hervorhebt. Die
Preisträger aller 5 Kategorien des RegioStars Award
gelten als Musterprojekte in den Bereichen Wirtschaft,
Anpassung an den Klimawandel und Bekämpfung der
Marginalisierung, die alle darauf abzielen, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die
ausgezeichneten Projekte sind richtungweisend bei der
Umsetzung der gemeinsamen Europa-2020-Ziele.

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 8
__________________________________________________________________________
Pressemitteilung vom 19.02.2013, 10:50 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Wowereit begrüßt Verfassungsgerichtsentscheidung zum Adoptionsrecht homosexueller Paare:

AUFTAKT FÜR
GRUNDLEGENDE RECHTSREFORM

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Adoptionsrecht lesbischer und schwuler
Paare begrüßt und als „Fortschritt für die Gleichstellung
homosexueller Paare“ bezeichnet. Karlsruhe hat das
geltende Verbot für Homosexuelle, ein Adoptivkind ihres eingetragenen Lebenspartners ebenfalls zu adoptieren, für verfassungswidrig erklärt.
Wowereit: „Die Entscheidung ist ein weiterer Schritt
nach vorn für die rechtliche Gleichstellung schwuler
und lesbischer Partnerschaften mit der Ehe. Das Bundesverfassungsgericht macht damit klar, dass es auch
die Lebenspartnerschaft als Kern einer Familie ansieht,
die unter dem Schutz des Grundgesetzes steht und die
dem Wohl des Kindes dient.“ Damit sei, so der Regierende Bürgermeister weiter, der Weg frei für eine
grundlegende Reform der diesbezüglichen Bundesgesetzgebung. Wowereit: „Dieser Einsicht werden sich
nun auch die Konservativen in der Union beugen müssen.“

Pressemitteilung vom 19.02.2013, 16:50 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Hella Dunger-Löper:

„BÜRGERSCHAFTLICHES
ENGAGEMENT HEIßT EINMISCHUNG,
MITHILFE UND MITBESTIMMUNG“

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Bürgerschaftliches Engagement in der Einwanderungsstadt Berlin war Gegenstand der gestrigen Veranstaltung, zu der BerlinPolitik im Forum Berlin der FriedrichEbert-Stiftung und die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement, Staatssekretärin Hella DungerLöper, eingeladen haben. Schon die Wahl des Begriffs
Einwanderungsstadt zeigt, dass es hier um die Anerkennung der gelebten Realität in Berlin geht.

entfachen gilt. In der Diskussion, an der neben dem
Staatssekretär für Integration und Arbeit Farhad
Dilmaghani und der Vorstandsvorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Prof. Barbara John auch
Nalan Arkat von der Türkischen Gemeinde Deutschland und Aziz Bozkurt, dem Vorsitzenden der AG Migration und Vielfalt der Berliner SPD, teilnahmen, wurde
zum einen deutlich, wie viele beeindruckende Initiativen
und Formen bürgerschaftlichen Engagements es in
Berlin gibt. Aber auch, dass es trotzdem immer noch an
Sichtbarkeit, Wahrnehmung und Wertschätzung mangelt und dass die gelebte Realität der Einwanderungsstadt noch nicht in allen Lebensbereichen wahr- und
ernst genommen werde.
Staatssekretär Dilmaghani sagte, die Existenz hybrider
Identitäten sei in der biodeutschen Gesellschaft noch
nicht angekommen. Staatssekretärin Dunger-Löper unterstrich deshalb, wie wichtig es für eine Einwanderungsstadt wie Berlin ist, die Vielfältigkeit des Engagements sichtbar zu machen, gerade weil es ein herausragender Weg zu mehr Integration und Teilhabe ist.
Prof. Barbara John wies auf die langjährige und vielfältige Arbeit vieler kleiner Vereine hin, die, orientiert an
den Problemlagen ihrer Ethnien, mit sehr wenigen
Ressourcen über viele Jahre eine wichtige Brückenfunktion innehaben. Aziz Bozkurt und Nalan Arkat sahen darüber hinausgehend in der herkunftsübergreifenden Arbeit und weiteren Kooperationen mit den
etablierten Verbänden und Vereinen eine der nächsten,
wichtigen Herausforderungen. Es müsse um die interkulturelle Öffnung in allen Bereichen und in allen Richtungen gehen. Um dies zu ermöglichen, seien beispielsweise Hilfen zur Professionalisierung aus Sicht
der Integrationsverwaltung ein wichtiges Instrument, so
Staatssekretär Dilmaghani.

Pressemitteilung vom 20.02.2013, 12:00 Uhr
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

ONLINE-BEWERBUNG FÜR DAS
ARBEITSSTIPENDIUM BILDENDE KUNST 2013
Frist: 17.04.2013
Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt auch
im Jahr 2013 Arbeitsstipendien für Bildende Kunst (Malerei, Bildhauerei, Installation, Künstlerische Fotografie,
Medienkunst etc.)
Insgesamt werden 15 Arbeitsstipendien im Bereich der
zeitgenössischen Bildenden Kunst für in Berlin lebende
und arbeitende bildende Künstlerinnen und Künstler
ausgeschrieben. Die Stipendien sind mit jeweils 12.000
€ dotiert. Das Stipendium umfasst außerdem die Teilnahme an einer Gruppenausstellung, einem Katalogbeitrag und einem Rahmenprogramm.

Staatssekretärin Hella Dunger-Löper machte deutlich,
dass Bürgerschaftliches Engagement Einmischen, Mithelfen und Mitbestimmen bedeute. Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus sagte,
Bürgerschaftliches Engagement sei dafür da, dass man
Es werden professionell arbeitende bildende Künstlesich begegnet, es sei ein Prozess des Sichrinnen und Künstler gefördert, die ihre künstlerische
Kennenlernens und berichtete ganz engagiert von „dem
Ausbildung bereits abgeschlossen haben oder aber
Zauber“, den es insbesondere bei jungen Menschen zu
______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 9
__________________________________________________________________________
eine langjährige Tätigkeit als bildende/r Künstler/in
nachweisen können. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

dem Motto „Stark gemacht! Jugend nimmt Einfluss“ unterstützen. Für diesen Fonds stehen im Jahr 2013 insgesamt über 500.000,- € zur Verfügung.

Bewerber/innen müssen ihren 1. Wohnsitz in Berlin haben. Studierende sind von der Vergabe der Arbeitsstipendien ausgeschlossen. Künstler/innen, die sich in
einer Weiterbildung befinden, sind antragsberechtigt.
Künstlerinnen und Künstler, die sich zuletzt im Jahr
2010 beworben haben, können sich erneut bewerben.

Jugendsenatorin Sandra Scheeres sagte anlässlich des
Starts der ersten Antragsphase im JugendDemokratiefonds: „Es geht mir darum, dass junge
Menschen sich mit ihren Meinungen und Sichtweisen in
unserer Stadt willkommen und ernst genommen fühlen.
Hierzu soll der Jugend-Demokratiefonds einen Beitrag
leisten, indem er Möglichkeiten eröffnet, entlang konkreter Frage-stellungen demokratische Teilhabe zu erleben. Ich freue mich auf viele kreative Projektideen!“

In Berlin lebende Ausländer/innen können zur Vergabe
nur zugelassen werden, wenn in ihrem Ausweis kein
spezieller Vermerk der Ausländerbehörde eingetragen
ist, der ihnen eine selbständige Tätigkeit verbietet.
Das elektronische Antragsformular und alle Anlagen
können online an die Berliner Kulturverwaltung abgesendet werden. Eine zusätzliche Abgabe von Unterlagen in Papierforum ist nicht notwendig.
Der Link zum Online-Formular sowie das Informationsblatt zur Ausschreibung können im Internet unter
http://www.kultur.berlin.de aufgerufen werden.
Bei berechtigtem Interesse können die Bewerbungsunterlagen in Papierform bei der Kulturverwaltung des
Berliner Senats, Brunnenstraße 188-190 in 10119 Berlin abgefordert werden.
Die Bewerbungsfrist endet am 17. April 2013 um 18.00
Uhr.
Rückfragen: Frau Kellner, Telefon: 90 228 676

Pressemitteilung vom 20.02.2013, 08:10 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

STARK GEMACHT! JETZT GEHT’S LOS –
JUGEND NIMMT EINFLUSS

Jugend-Demokratiefonds Berlin startet ersten Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen
Frist: 13.03.2013
Um die demokratische Beteiligung und das ehrenamtliche Engagement junger Berlinerinnen und Berliner zu
fördern, hat der Senat den Jugend-Demokratiefonds
Berlin aufgelegt. Ab sofort können Interessierte ihre
Projektvorschläge einreichen. Zeitlich befristete Projekte mit landesweiter Bedeutung können mit jeweils bis
zu 15.000 € gefördert werden.
Argumentieren, verhandeln, Standpunkte vermitteln,
streiten, Mehrheiten suchen, Kompromisse schließen,
Konsens finden, Lösungen entwickeln: Demokratie
kann anstrengend sein. Aber sie ist aller Mühen wert.
Die Gestaltung des demokratischen Miteinanders in
einer Gesellschaft hängt ganz wesentlich von der Bereitschaft ab, sich aktiv einzubringen. Diese Bereitschaft soll der Jugend-Demokratiefonds Berlin unter

Erster Antragsschluss ist der 13. März 2013. Eine weitere Förderrunde wird es im Frühsommer geben. Es
können Projektideen eingereicht werden, die junge
Menschen ab 12 Jahren bestärken, sich aktiv durch
demokratisches Handeln an der Gestaltung ihrer Lebenswelt
zu
beteiligen.
Mit
dem
JugendDemokratiefonds soll darüber hinaus der Einsatz für
Toleranz im Umgang miteinander und gegenüber anderen Menschen sowie gegen fremdenfeindliche und rassistische Einstellungen und Gewalt unterstützt werden.
Initiativen und freie Träger der Jugendarbeit, auch in
Kooperation mit Schulen, können Anträge stellen. Das
Internet-Portal http://www.stark-gemacht.de bietet zahlreiche Informationen zum Thema Beteiligung, zu Möglichkeiten und Struktur des neuen Landesprogramms.
Interessierte erfahren, was wie gefördert und unterstützt werden kann.
Für bezirkliche Initiativen werden zusammen mit Beteiligungsprojekten, freien Trägern der Jugend-arbeit und
Bezirksämtern Aktionsfonds gebildet. In den kommenden Wochen werden in allen Be-zirken Fördermöglichkeiten für Projekte mit einem Volumen von jeweils bis
zu 1.000 € geschaffen.
Die Steuerungsgruppe des Jugend-Demokratiefonds
bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat in der vergangenen Woche für drei zentrale Schwerpunkte des Jugend-Demokratiefonds Berlin‚
grünes Licht‘ gegeben:
 Die U18-Wahl, die politische Bildungsinitiative für
‚noch nicht Wähler/-innen‘ zur Bundestagswahl
im September mit hunderten von Veranstaltungen in den U-18 Wahllokalen in Schulen, Jugendclubs und Nachbarschaftseinrichtungen.
 Der Runde Tisch Jugend zum Dialog von Jugendlichen, Politik und gesellschaftlichen Institutionen wird weiter entwickelt und ausgebaut.
 Das 13. Jugendforum im Berliner Abgeordnetenhaus im November 2013 wird unterstützt.
Weitere Informationen gibt die
Regiestelle des Jugend-Demokratiefonds Berlin
c/o Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin
Obentrautstraße 55
10963 Berlin

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 10
__________________________________________________________________________
Herr Geiger
E-Mail: geiger@jfsb.de
Tel.: (030) 2175 1371
Mobil: (0170) 52 61 322
Herr Gabler
E-Mail: gabler@jfsb.de
Tel.: (030) 70 72 85 29.
Redaktion: Ilja Koschembar

Pressemitteilung vom 21.02.2013, 14:15 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

ner Netzwerks für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund
zur Seite.
Informationen über Anmeldung, Treffpunkte und Abläufe finden Sie unter:
http://www.migramentor.de/angebote/schueler/MigraMe
ntor-Campus/MigraMentor-Campus_2013___Flyer.pdf
Redaktion: Beate Stoffers

Pressemitteilung vom 26.02.2013, 13:05 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

BEWERBUNG ZUM MIGRAMENTOR-CAMPUS

PERSONENSTANDSREGISTER
WERDEN KÜNFTIG NUR NOCH
ELEKTRONISCH GEFÜHRT

Frist: 15.03.2013

Aus der Sitzung des Senats am 26. Februar 2013:

Noch bis zum 15. März können sich Schülerinnen und
Schüler mit Migrationshintergrund der Jahrgangsstufen
10 bis 13 einer weiterführenden Berliner Schule für die
zweitägige Veranstaltung „MigraMentor-Campus“ bewerben. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler über den
Lehrerberuf zu informieren, sie dafür zu interessieren
und in ihrer Berufs- und Studienwahl zu unterstützen.

Berlin richtet ein zentrales elektronisches Personenstandsregister ein. Der Senat hat dazu heute die von
Innen- und Sportsenator Frank Henkel vorgelegte Neufassung der Berliner Ausführungsverordnung zum Personenstandsgesetz des Bundes zur Kenntnis genommen.

„Lehrerinnen und Lehrern mit Migrationshintergrund
kommt eine wichtige integrative Vorbildfunktion zu. Insbesondere ihr kultureller Hintergrund und entsprechende Fremd-sprachenkenntnisse wirken bei vielen Kindern mit Migrationshintergrund vertrauensfördernd. In
Berlin gibt es von ihnen bisher noch zu wenige. Projekte wie der MigraMentor-Campus tragen aber wesentlich
dazu bei, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf zu begeistern“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.
Die zweitägige Veranstaltung findet am Donnerstag, 6.
Juni und Freitag 7. Juni 2013 statt. Die beteiligten
Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in den
Studienalltag verschiedener Fächer an der Universität
und lernen dabei Dozentinnen, Dozenten und Lehramtsstudierende kennen. Weiterhin erhalten die Beteiligten einen Überblick über Wahlmöglichkeiten und Zugangsvoraussetzungen zum und über den Ablauf eines
Lehramtsstudiums. Am zweiten Veranstaltungstag hospitieren Schülerinnen und Schüler an verschiedenen
Schulen, kommen mit Lehrkräften und Schulleitungen
sowie Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern ins Gespräch und gewinnen dadurch einen neuen Blick auf
den Leh-rerberuf.
Der MigraMentor-Campus wird gemeinsam vom Berliner Netzwerk für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund,
der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, der Freien Universität Berlin und der HumboldtUniversität zu Berlin veranstaltet. Während der gesamten Veranstaltung steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Beratungsteam von Mitgliedern des Berli-

Gemäß § 75 Personenstandsgesetz endet zum 31. Dezember 2013 die Beurkundung von Personenstandsfällen in einem Papierregister. In Berlin soll voraussichtlich bereits zum 1. Juli 2013 die Umstellung zur elektronischen Registerführung erfolgen.
Mit der neuen Berliner Ausführungsverordnung werden
konkrete Regelungen zu den Verantwortlichkeiten und
zu datenschutzrechtlichen Maßgaben bei der Führung
eines zentralen elektronischen Personenstandsregisters getroffen. Darüber hinaus wird die bestehende
Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes im Land Berlin in Randbereichen konkretisiert und
modernisiert.
Zudem wurde die Schaffung eines weiteren Gebührentatbestandes erforderlich: Für die Beschaffung eines
Ehefähigkeitszeugnisses für ausländische Staatsangehörige ist zukünftig eine Gebühr in Höhe von 40 € vorgesehen.
Die Vorlage wird vor Beschlussfassung nun dem Rat
der Bürgermeister zur Stellungnahme weitergeleitet.
Rückfragen: Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Telefon: 90223-2730

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 11
__________________________________________________________________________
Pressemitteilung vom 26.02.2013, 09:15 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

BERLINER LITERATURPREIS 2013

Wowereit würdigt Preisträger Lukas Bärfuss
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Dem Schweizer Autor Lukas Bärfuss wird morgen im
Roten Rathaus der Berliner Literaturpreis 2013 überreicht. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus
Wowereit, würdigte den Preisträger im Vorfeld als „herausragenden Repräsentanten der deutschsprachigen
Literatur der Schweiz“.
Wowereit weiter: „Schweizerische Autoren wie Robert
Walser, Friedrich Dürrenmatt oder Max Frisch haben
immer wieder wichtige Beiträge zur deutschsprachigen
Literatur geleistet. In diese Reihe gehört auch Lukas
Bärfuss, der auf sehr überzeugende Weise die Bedeutung westlicher Werte und westlicher Kultur vor dem
Hintergrund der Globalisierung unserer Welt im beginnenden 21. Jahrhundert zur Diskussion stellt. Besonders hervorzuheben ist an seinem Oeuvre aber auch
die Tatsache, dass Bärfuss zu den erfolgreichen Dramatikern der Gegenwart gehört, wird doch seitens der
Theaterschaffenden immer wieder beklagt, dass es zu
wenig gute Gegenwartsstücke gibt, die aktuelle Themen der Zeit auf die Bühne bringen.“

den Liedern zu brutaler Gewalt aufgerufen. Gewalt wird
zur „Notwehr“ verklärt, zur „Rettung der Rasse und Nation“. Anhand von Textbeispielen wird der Hass auf angeblich „Minderwertige“ deutlich. Der Text stellt die Gefahr für das friedliche, demokratische Miteinander deutlich dar. Es handelt sich um eine Koproduktion mit der
Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
Die 28-seitige Broschüre ist kostenlos in der
Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin
An der Urania 4-10 (Ecke Kurfürstenstraße)
10787 Berlin (Schöneberg)
erhältlich.
Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch 12:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag 12:00 bis 18:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr.
Ein Versand ist leider nicht möglich.
Bei Fragen: Beate Weden, Tel: 9016 2557

Die mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Auszeichnung
wird von der Stiftung Preußische Seehandlung vergeben; mit dem Preis ist die Berufung des Autors auf die
Heiner Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin verbunden. Der Jury
des Berliner Literaturpreises 2013 gehören an: Dr. Jens
Bisky, Dr. Ulrich Janetzki, Prof. Ulrich Khuon, Prof. Dr.
Winfried Menninghaus und Dr. Kristin Schulz an. Die
Veranstaltung am 27. Februar 2013 im Roten Rathaus
beginnt um 19.00 Uhr. Für die Teilnahme von Medienvertretern ist eine Anmeldung bei der Stiftung Preußische Seehandlung erforderlich: Per Mail unter
mail@stiftung-seehandlung.de oder telefonisch unter
030-325 55 45.

Pressemitteilung vom 26.02.2013, 08:40 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

RECHTSROCK UND RECHTER TERROR

Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin
bietet kostenlose Informationsbroschüre an
Mit der Broschüre will die Landeszentrale über die Verbindung von rechter Rockmusik und rechtsextremer
Szene informieren.
Auf 28 Seiten wird erläutert, wie Musik und Text darauf
angelegt sind, vor allem junge Menschen politisch zu
verhetzen. Der Rechtsrock dient häufig als Einstieg in
rechtsextreme Gruppen. Gegen alle Menschen, die von
den Rechtsextremen zu Feinden erklärt werden, wird in
______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 12
__________________________________________________________________________

Anfragen an den Senat
Kleine Anfragen:
Titel: Warum wird Abschiebungshäftlingen in Berlin ein
Internetzugang verweigert?
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711311.pdf
Titel: Das IQ-Netzwerk und die Umsetzung des Anerkennungsgesetzes
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711336.pdf
Titel: Keine Standards für die "adäquate soziale Betreuung" von Asylsuchenden in Notunterkünften?
Abgeordnete: Katrin Möller (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711320.pdf
Titel: Asylverfahrens- und Rückkehrberatung im LAGeSo
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711368.pdf
Titel: Kosten der Sammelunterkünfte, Hilfen bei der
Wohnungssuche für Asylsuchende sowie Leistungen
an neu ankommende Asylsuchende
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711369.pdf
Titel: Kai D. - Gebürtiger Berliner baut als V-Mann in
Bayern die Neonazi-Szene auf
Abgeordneter: Hakan Taş und Udo Wolf (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711287.pdf
Titel: Entwicklung der Schulabschlüsse in den Berliner
Bezirken
Abgeordneter: Joschka Langenbrinck (SPD)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711332.pdf
Titel: Schwierigkeiten und Hürden auf dem Weg zur
beruflichen Anerkennung

Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711354.pdf
Titel: Religions- bzw. Weltanschauungsunterricht gemäß § 13 Schulgesetz an Berliner Schulen
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711401.pdf
Titel: Polizeieinsätze während des Flüchtlingsprotests
auf dem Pariser Platz
Abgeordneter: Oliver Höfinghoff (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711204.pdf
Titel: Das Anerkennungsgesetz auch für Flüchtlinge?
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld und Canan Bayram
(Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711398.pdf
Titel: Islamische Friedhöfe (II) und Bestattungen nach
islamischem Ritual in Berlin
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711405.pdf
Titel: Diskriminierung Eingetragener Lebenspartnerschaften im gerichtlichen Schriftverkehr
Abgeordneter: Thomas Birk (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711459.pdf
Titel: Ist das alles? - Maßnahmen zur interkulturellen
Öffnung der Berliner Ausländerbehörde
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711319.pdf
Titel: Leiharbeit im Land Berlin
Abgeordnete: Elke Breitenbach (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711348.pdf
Titel: Hat Sarrazin sein Buch "Deutschland schafft sich
ab" alleine geschrieben?
Abgeordneter: Oliver Höfinghoff (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711448.pdf

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 13
__________________________________________________________________________
Nicht behandelte Mündliche Anfragen:
Titel: Woher kommen die Mittel für die Umsetzung der
Ideen, die bei Reisen nach Rotterdam entstehen?
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-02512.pdf

Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis:

BERLINER EUROPAPORTAL
UND EUROPA-NEWSLETTER
Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html
Regelmäßig
aktuelle
Informationen
zu
EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles
mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden
Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin Berlin in Europa“ unter der Adresse
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb
eit/newsletter.html.
Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische
EU-Informationen für die Berliner Senatsverwaltungen
und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich.
Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die
Berliner Datenbank EU-Pro²fil auf der Seite
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme
/index.html.
Dort gibt es auch grundsätzliche Informationen zur EUFörderpolitik, die einen ersten Überblick verschaffen.

7.332 ASYLERSTANTRÄGE IM JANUAR 2013
Die Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum
Vormonat um 2.452 Personen (50,2 Prozent).
Im Januar 2013 wurden beim Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge 7.332 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl
der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um
2.452 Personen (50,2 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2012 stieg
die Zahl der erstmaligen Asylbewerber um 2.768 Personen (60,6 Prozent).
655 Personen erhielten im Januar 2013 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention
(13,8 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhiel______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 14
__________________________________________________________________________
ten 699 Personen (14,7 Prozent) sogenannten „subsidiären Schutz“ (Abschiebungsverbote gemäß § 60
Abs. 2, 3, 5 und 7 Aufenthaltsgesetz).
Weiter mit den Zahlen im Einzelnen unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge
n/DE/2013/02/asylzahlen_Jan_2013.html?nn=3315850
[PM BMI v. 18.02.2013]

MIGRATIONSBERICHT 2011
Die jährlich auf Wunsch des
Bundestages erstellte, umfassende
statistische
Datensammlung über Migration dient
der Öffentlichkeit als Informationsquelle und der Politik und
Verwaltung als Grundlage für
ihre Entscheidungsfindung im
Bereich der Migrationspolitik.
Neben den allgemeinen Wanderungsdaten zu Deutschland
und einer detaillierten Darstellung der verschiedenen
Migrationsarten enthält der Bericht einen europäischen
Vergleich zum Migrationsgeschehen und zur Asylzuwanderung. Er behandelt das Phänomen der illegalen
Migration und informiert über die Struktur der ausländischen Bevölkerung sowie der Bevölkerung mit Migrationshintergrund.
Wichtige Aussagen des Migrationsberichtes 2011
sind:
Bei den Wanderungsdaten zeigt der europäische Vergleich, dass Deutschland weiterhin ein Hauptzielland
von Migration ist.
 In 2011 kamen insgesamt ca. 280 000 Personen
mehr nach Deutschland (fast 960 000 Zuzüge)
als in dem Jahr fortzogen (etwa 680.000 Fortzüge).
 62,1 Prozent aller Zuzüge kamen aus der EU,
rund 12,2 Prozent waren zurückkehrende deutsche Staatsangehörige. Aus den besonders
von der Finanzkrise betroffenen EU-Ländern
erhöhte sich in 2011 die Zahl der Zuzüge
(Wanderungssaldo nach Staatangehörigkeit Griechenland: + 12 700 Personen; Spanien: +
8 200 Personen; Italien: + 7 300 Personen).
 Die Zahl der Fortzüge von Deutschen ist im Jahr
2011 im Vergleich zum Jahr 2010 leicht gesunken und die Zahl der Zuzüge leicht angestiegen; insgesamt blieb der Wanderungssaldo
von Deutschen jedoch negativ (– 23 500 Personen; in 2010: - 26 200 Personen).

Der Blick auf die Zahl ausländischer Staatsangehöriger,
die in Deutschland leben, ergibt folgendes Bild:
 Nach wie vor sind knapp ein Viertel dieser Gruppe Türken (23,2 Prozent bzw. ca. 1,6 Mio. Personen).
 Etwa gleich viele Personen haben die Staatsangehörigkeit eines der west- und mitteleuropäischen EU-Staaten (1,65 Mio. Personen; darunter ist die Gruppe der Italiener mit etwas über
½ Mio. Personen am größten).
 Die Zahl der Staatsangehörigen aus den osteuropäischen EU-Staaten hat sich seit dem Vorjahr auf 951 000 Personen (2010: 820 000) erhöht.
Der Blick auf den Zweck der Zuwanderungen zeigt folgendes:
 20 Prozent aller Zuzüge von Nicht-EU-Bürgern
im Jahr 2011 erfolgten aus familiären Gründen,
 fast 18 Prozent zur Aufnahme eines Studiums,
zur Ausbildung oder für Sprachkurse.
 14 Prozent der Zuzüge von Nicht-EU-Bürgern in
2011 erfolgten zum Zweck der Aufnahme einer
Erwerbstätigkeit. Es wurden 36 000 Aufenthaltserlaubnisse zur Ausübung einer Beschäftigung erteilt. Das ist gegenüber 2010 ein Anstieg um 27,4 Prozent. Fast zwei Drittel haben
eine qualifizierte Beschäftigung aufgenommen.
Derzeit liegt der Migrationsbericht 2011 nur als Download vor. Nach dem Erscheinen der Druckfassung voraussichtlich im 2. Quartal 2013 kann die Broschüre
kostenlos beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bestellt werden.
Download (ca. 5 Mbyte) im Internet unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Br
oschueren/2013/Migrationsbericht_2011_de.html?nn=3315850
[PM BMI v. 18.02.2013, RED]

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 15
__________________________________________________________________________

THEATERWORKSHOP
RASSISMUS UND FLÜCHTLINGE

Erfahrungen machen müssen, setzen wir voraus, dass
ihr euch entweder schon grundlegend mit Rassismus
und Flüchtlingen in Deutschland beschäftigt habt oder
Grundkenntnisse im Theater der Unterdrückten mitbringt. Der Workshop bietet einen Einstieg in die Forumtheatergruppe rabenschwarz mit Perspektive auf
weitere Mitwirkung. Falls gewünscht, können wir unsere erarbeiteten Szenen in Berlin in einer ForumtheaterAufführung öffentlich diskutieren.

Anmeldung bis zum 12.03.2013

Inhalt des Workshops:

Workshops/ Tagungen
15.03., Forumtheater rabenschwarz:

Die Berliner Forumtheatergruppe rabenschwarz bietet
in diesem März drei Workshops an: einen einführenden
Workshop in die Methode des Forumtheaters, einen
thematischen Schwerpunkt-Workshop zu Rassismus
und Flüchtlingen, sowie eine Forumtheater-Workshop
für Multiplikator_Innen .
Forumtheater ist eine partizipatorische Theaterform, die
in den 70er Jahren in Brasilien durch die Tätigkeit des
Regisseurs und Theaterpraktikers Augusto Boal an Bedeutung gewann. Das Grundprinzip von Forumtheater
ist die Auflösung von Zuschauer_innen und Schauspieler_innen in der Entwicklung eines sog. "Zuschauspielers" (spect-actor). Das Publikum wird aufgefordert, in
eine bis zum Krisenpunkt dargestellte Szene zu intervenieren und mit Hilfe von Improvisation alternative
Konfliktverläufe zu entwickeln.
Datum:
Freitag 15.03.2013 19.00-22.00 Uhr
Samstag 16.03.2013 10.00-19.00 Uhr
Ort: Berlin
Rassismus und Ausländerbehörde, Residenzpflicht und
Isolation: das ist der Alltag von vielen in Deutschland
lebenden Menschen. Meistens bleibt das aber unsichtbar, große Teile der Gesellschaft halten Rassismus und
Repression für ein Problem von gestern. Diese Augen
wollen wir öffnen, diese unterschiedlichen Welten wollen wir zusammenbringen.

 Aufwärmübungen
 Improvisationsübungen
 theoretische Einführung in die Situation von
Flüchtlingen in Deutschland
 gemeinsame Diskussionen zu Rassismus in
Deutschland
 Training, Übungen und Probentechniken im Forumtheater
 gemeinsame Stückentwicklung mit Schwerpunkt
auf Rassismus
Kosten: 40 bis 60 Euro Wir bitten alle Interessierten,
sich bis zum 12.03.2013 anzumelden bei:
Kontakt
forumtheater rabenschwarz
Shvan Mohammed Ali
Postfach 440353
12003 Berlin
E-Mail:info@forumtheater-rabenschwarz.de
Internet: http://www.forumtheater-rabenschwarz.de

Wir möchten interkulturelle Begegnung ermöglichen,
uns gegenseitig zuhören und lernen, uns kritisch mit
den jeweiligen eigenen Positionen auseinandersetzen
und kreative Möglichkeiten auszuarbeiten, Rassismus
und Isolation etwas entgegenzusetzen. Dabei nutzen
wir vor allem die Methode Forumtheater, um uns aktiv
bei Diskriminierung und Unterdrückung einzumischen.
Unser Ziel ist es gegenseitig zu lernen, uns bei Unterdrückung und Rassismus zu wehren, eigene Rassismen kritisch zu hinterfragen, gezielt zu intervenieren,
zusammen politisch zu arbeiten. Für die Entwicklung
und Thematik der Szenen werden Alltagserfahrungen
der Teilnehmer_innen in den kreativen Arbeitsprozess
miteinbezogen.
Der Workshop richtet sich gezielt an Flüchtlinge, Aktivist_innen und Menschen jeglichen Alters und Hintergrunds. Für diejenigen von euch, die keine Rassismus______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 16
__________________________________________________________________________

Initiativen
Spendenaufruf:

RETTUNGSSCHIRM FÜR TÜRKIYEMSPOR

„Berlin ohne Türkiyem ist wie Wurst ohne Curry“
Der „Multi-Kult“ Klub Türkiyemspor steht vor dem
Aus. Eine lebendige Kreuzberger Marke und ein Symbol des modernen Deutschlands. Sportlich, sozial – ein
Allrounder mit Erfolgspotential. Viel umjubelt und ausgepreist, doch blank bis auf
die
Knochen.
„Liebling
Kreuzberg“ braucht euer
Herz, - braucht Dich!
Faszination Türkiyemspor.
Was 1978 als Freizeitkick begann, entwickelte sich bald
zum Erfolgsprojekt. Training in Parks und ohne Büro trotz allem auf hohem sportlichen Niveau. Ein Kreuzberger Klub klopfte an die Tore des Profifußballs.
Überzeugung Türkiyemspor.
Seit über 30 Jahren lernt man hier nicht nur wie man
Tore schießt. Durch Aktionen auf und neben dem Feld
ist Türkiyem heute eine Marke im sozialen Berlin. Wenn
Ayse und Maria miteinander kicken, laufen sich Ahmet
und Bernd schon warm. Hier wird berlinert auf über 80
Sprachen. Türkiyemspor ist das Multikulti-Praxislabor.
Hoffnung Türkiyemspor.
Höhenflügen im Profifußball folgten der finanzielle Ruin
und sportliche Sturz. Bis jetzt konnten alle Jugend- und
Frauenteams gerettet werden. Der Spielbetrieb geht
weiter - noch. Denn die Insolvenz bedroht die Existenz.
Sollte diese nicht abgewendet werden, droht das Ende
einer Idee.
Im Rahmen der Kampagne Rettungsschirm für Türkiyemspor findet die Aktion 600x100 statt. Die Last der
Insolvenz kann nur gemeinsam geschultert werden.
Deshalb sucht Türkiyemspor 600 Freunde. Freunde die
bereit sind, 100 Euro zu spenden um damit die Insolvenz und das Ende des Vereins abzuwenden. Alle
Teilnehmer der Aktion 600x100 werden auf tuerkiyemspor.info in einer eigenen Rubrik mit Foto gewürdigt.
Willst auch Du mit 100 Euro den Verein unterstützen
und eine/r von 600 Rettern werden, dann spende an
die angegebene Kontonummer Deine 100 Euro mit
dem Kennwort 600x100, oder nimm mit uns Kontakt auf
per E-Mail unter 600x100@tuerkiyemspor.info.
Informationen im Internet unter:

http://www.tuerkiyemspor.info/staticsite/staticsite2.php?
menuid=475&topmenu=52
Natürlich freuen wir uns auch über jede kleinere oder
auch größere Spende!
Kontoinhaber: Türkiyemspor Berlin e.V.
Betreff: 600x100
Konto: 959 02 17 41
BLZ: 100 700 00
Bank: Deutsche Bank Berlin
IBAN: DE23 1007 0024 0959 0217 41
BIC: DEUTDEDBBER
Kontakt
Türkiyemspor Berlin e.V.
Vereinsgeschäftsstelle
Haus des Sports
Böcklerstraße 1
2. Stock links
10969 Berlin
Tel.: (030) 24539665
Fax: (030) 28706576
E-Mail: info@tuerkiyemspor.info
Internet: http://www.tuerkiyemspor.info

Initiative:

„ICH KANN WAS!“

Motto: „Fairständnis –
Respektvoll miteinander umgehen“
Förderung der Projektarbeit für 9- bis 14-Jährige
aus sozial schwierigen Umfeldern.
Frist: 02.04.2013
Bis Dienstag, den 2. April 2013, können sich engagierte
Einrichtungen und Projekte, die Kompetenz fördernde
Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von neun
bis 14 Jahren anbieten, um eine Förderung bewerben.
Die Initiative, 2009 von der Deutschen Telekom gegründet und im Jahr 2011 von Mitarbeitern des Unternehmens in einen Verein überführt, fördert insbesondere Projekte und Einrichtungen der offenen Kinder- und
Jugendarbeit, die in einem sozial schwierigen Umfeld
arbeiten. Jährlich werden über 100 Projekte und Einrichtungen unterstützt, die gezielt auf den Erwerb und
den Ausbau von Schlüsselkompetenzen der Kinder und
Jugendlichen ausgerichtet sind. Die jeweilige Fördersumme orientiert sich am individuellen Projektbedarf
und kann bis zu 10.000 Euro betragen.
Der diesjährige Jahresschwerpunkt „Fairständnis –
Respektvoll miteinander umgehen" soll insbesondere
einen fairen und verantwortungsvollen Umgang mitei-

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 17
__________________________________________________________________________
nander fördern. Dazu gehören Kompetenzen wie Mitgefühl, Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, gegenseitige Akzeptanz und Respekt, aber auch Mut sowie die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Damit bewegt sich der Jahresschwerpunkt wieder eng an
den realen Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen.
In diesen sind Liebe und Freundschaft zentrale Themen, ebenso aber auch Gewalt und Mobbing. Immer
geht es im Zentrum um Kommunikation, um ein erfolgreiches Miteinander, aber häufig auch um eine nicht
gelingende Verständigung. Mit dem Jahresthema
möchte die „Ich kann was!“-Initiative dazu beitragen,
Wege eines wertschätzenden Umgangs miteinander
aufzuzeigen und zu festigen, und damit auch Impulse
im präventiven Bereich zu setzen. Gerne können sich
Einrichtungen auch mit einer anderen inhaltlichen Ausrichtung um eine Förderung bewerben.
Die ausführlichen Förderkriterien und weitere wichtige
Informationen, die Ihnen als Orientierung für eine erfolgreiche Bewerbung dienen, finden Sie in unserer
Ausschreibungsbroschüre und auf der Internetseite
http://www.initiative-ich-kann-was.de. Hier können Sie
sich auch direkt online bewerben. Das für die OnlineBewerbung benötigte Passwort wird Ihnen unmittelbar
nach der Registrierung an die von Ihnen angegebene
E-Mail-Adresse zugesandt.
Bewerbungsschluss ist der 2. April 2013.
Für alle Fragen rund um Ihre Bewerbung erreichen Sie
uns gebührenfrei unter (0800) 181 2486.
Oder schicken Sie uns einfach eine Mail an info@initiative-ich-kann-was.de.
Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Bundesweiter Start:

KINDER- UND JUGENDWAHLPROJEKT U18
U18 ist eine der größten Bildungsinitiativen für Kinder
und Jugendliche in Deutschland und hat es sich zum
Ziel gesetzt, junge Menschen für Politik zu interessieren, damit sie sich aktiv in gesellschaftliche Diskussionen sowie politische Prozesse einmischen und diese
mitgestalten. Höhepunkt des Projektes ist die U18Wahl für alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren
am 13. September 2013 – neun Tage vor der Bundestagswahl.
Dazu werden in Freizeiteinrichtungen, Schulen oder auf
öffentlichen Plätzen Wahllokale eingerichtet. Damit alle
gut informiert ihr Kreuz machen können, finden zahlreiche politische Bildungsaktionen in ganz Deutschland
statt. Organisiert und getragen wird die U18-Initiative
von führenden Kinder- und Jugendorganisationen.
Ab sofort können alle, die bei der U18- Bundestagswahl
mitmachen wollen, unter http://www.u18.org ein Wahllokal anmelden. Wahllokale können in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendverbänden, Schulen,
Schulclubs, Sportvereinen, Bibliotheken etc. eingerichtet werden, auch auf öffentlichen Straßen und Plätzen
kann in mobilen Wahllokalen gewählt werden. Weil es
aber nicht nur darum geht, ein Kreuz auf dem Wahlzettel zu machen, werden in den Wahllokalen im Vorfeld
der Wahl eigene Projekte der politischen Bildung
durchgeführt.

„Ich kann was!-Initiative
für Kinder und Jugendliche e.V.“
c/o Deutsche Telekom AG
Friedrich-Ebert-Allee 140
53262 Bonn

Ziel von U18 ist es, junge Menschen darin zu unterstützen, Politik zu verstehen, Unterschiede in den Wahlprogrammen der Parteien zu erkennen und Versprechen von Politikerinnen und Politikern kritisch zu hinterfragen. Im Vordergrund steht dabei, dass Kinder und
Jugendliche ihre eigenen Interessen erkennen und
formulieren lernen, selbst Antworten auf politische Fragen finden – und vor allem ermutigt werden, sich in die
Gestaltung ihrer Lebensumwelt einzubringen. Gleichzeitig sollen Politikerinnen und Politikern die Anliegen
der jungen Menschen nähergebracht werden.

Tel.: (0800) 181 2486
Fax: (0391) 58011 3858

Kontakt

Kontakt

E-Mail: info@initiative-ich-kann-was.de
Internet: http://www.initiative-ich-kann-was.de

Landesjugendring Berlin e.V.
Heidi Schulze
Lehrter Straße 26 a
10557 Berlin
Tel.: (030) 81886102
Fax: (030) 2116687
E-Mail: berlin@u18.org
Internet: http://www.u18.org

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 18
__________________________________________________________________________

"GRIPS GEWINNT"

Jetzt für das Schülerstipendium bewerben!
Frist: 15.03.2013
Zum Stipendium gehören eine monatliche finanzielle
Förderung, persönliche Beratung in Bildungs- und Lebensfragen sowie ein umfassendes Bildungsprogramm.
Wir suchen talentierte, engagierte Schülerinnen und
Schüler, die ihr Abitur oder ihre Fachhochschulreife
machen möchten, dabei aber Hürden zu überwinden
haben – zum Beispiel finanzielle Probleme in der Familie, sprachliche oder kulturelle Hindernisse.
Bewerben können sich Jugendliche aus Berlin, Brandenburg,
Bremen,
Hamburg,
MecklenburgVorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein,
die soziale, finanzielle oder kulturelle Hürden überwinden müssen
Bewerbungsschluss ist der 15. März 2013.
Weitere Informationen zu Voraussetzungen sowie Einzelheiten zum verfahren im Internet unter:
http://www.grips-stipendium.de/startseite.html
Kontakt
grips-Büro Berlin
Judith Maiers
Projektmanagerin "grips gewinnt"
Ansprechpartnerin für Berlin, Brandenburg
und Sachsen-Anhalt
Joachim Herz Stiftung
Allianz Forum // Pariser Platz 6
10117 Berlin

tion und Toleranz: Was bedeuten Identität und Toleranz
heute?" startet das Bundesinnenministerium seinen
diesjährigen Studierenden-Wettbewerb.
Es bietet die Chance, das Reformationsjubiläum und
seine Bedeutung sichtbar zu machen sowie die vielfach
inhalts- und konturlos verwandten Begriffe "Identität"
und "Toleranz" mit Inhalt zu füllen und aufzuzeigen, wie
sie im Alltag gelebt werden können und sich mit Fragen, wie:
 Was macht unsere Identität aus?
 Was bedeutet Toleranz für das Zusammenleben
von Menschen verschiedener Religionen und
Weltanschauungen?
 Gibt es Grenzen für Toleranz und wo müssen sie
gezogen werden?
zu beschäftigen.
Heute sind Sie gefragt, hierzu Ihre Ideen in Wort und
Bild in den Wettbewerbskategorien Wissenschaftliche
Arbeit, Essay/Reportage oder Fotografie/Film zu fassen.
Es werden Einzelpreise bis zu 2.500 Euro ausgelobt.
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2013.
Teilnahmebedingungen im Internet unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Th
emen/Politik_Gesellschaft/teilnahmebedingungen_studie
renden_wettbewerb.pdf?__blob=publicationFile
[PM BMI:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2013/01/stu
dierenden_wettbewerb.html?nn=3315850]

Tel.: (030) 206 41 45-11
Fax: (030) 206 41 45-22
E-Mail: grips@joachim-herz-stiftung.de

Studierenden-Wettbewerb 2013:

„REFORMATION UND TOLERANZ:

Was bedeuten Identität und Toleranz heute?“
Frist: 31.05.2013
Im Jahr 2017 jährt sich zum 500. Mal der Beginn der
Reformation, ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung für das Christentum und die christlichen Religionsgemeinschaften, das auch weitreichende Auswirkungen in den Bereichen Politik, Recht, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Bildung hatte und hat.
Das Themenjahr 2013 der "Lutherdekade" widmet sich
der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft von
Reformation und Toleranz. Mit dem Thema: "Reforma______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 19
__________________________________________________________________________

Qualifizierungen
(FCZB e.V.)

AKTUELLE FORTBILDUNGEN
IM FRAUENCOMPUTERZENTRUMBERLIN

Ab 8.3. 2013: „Online-PR & -Marketing“ –
ab 25.03.2013: Layout / DTP mit Adobe InDesign
PR-Arbeit auf der Höhe der Zeit
Sie arbeiten in einem Verein, einer Institution, einem
Projekt und sind dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Da Ihre Organisation nicht die Mittel hat, um
Aufträge zum Umbau der Website, zur Erstellung von
Flyern oder eines Newsletters und zur Entwicklung der
Social Media Strategie nach außen zu vergeben, sind
Sie dafür verantwortlich.
Das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) bietet
Ihnen die Gelegenheit, berufsbegleitend zu lernen, wie
Sie diese Aufgaben effektiv bewältigen, praxisorientiert,
nachhaltig und kostengünstig. Mit Hilfe der Bildungsprämie lassen sich die ohnehin begrenzten Teilnahmegebühren (dank Landesmittel-Förderung) halbieren.
Sprechen Sie uns an.
Ab 8.3. 2013 - „Online-PR & -Marketing“
Facebook, Youtube, Twitter - diese drei Player haben
PR und Marketing von Organisationen und Unternehmen in den letzten Jahren tiefgreifend verändert.
Die Fortbildung „Online-PR und -Marketing“ bietet
Ihnen die Möglichkeit, PR-alltagsnahe Aufgabenstellungen und typische technische Probleme am eigenen
Computer zu lösen. Sie werden im Laufe des Kurses
erfahren, wie Sie Ihren Arbeitsplatz Ihren Anforderungen entsprechend einrichten, wie Sie Ihren Newsletterund E-Mailversand optimieren und wie Sie Web 2.0
Tools und Social Media gezielt für Ihre PR-Maßnahmen
nutzen können.
Die Online-Marketing Expertin Dr. Karin Windt leitet
und begleitet das tutoriell begleitete
E-LearningAngebot mit zwei Präsenzterminen.
Inhalte der Fortbildung
 Grundlagen des Online-Marketing
 Check des eigenen Arbeitsplatzes: Serienmails,
Cloudcomputing, FTP
 E-Mail- und Newsletter-Marketing
 Websites für Unternehmen und Organisationen
 Suchmaschinenoptimierung und -marketing, Barrierefreiheit
 Web 2.0 & Social Media in PR & Marketing
 Persönliches Reputationsmanagement und professionelle Online-Netzwerke

Ab 25.03.2013 - Layout / DTP mit Adobe InDesign
Gestalten Sie Flyer, Einladungen, Plakate Broschüren
oder auch Präsentationsmappen mit dem professionellen Programm InDesign.
Das Programm wird ausführlich mit seinen verschiedenen Werkzeugen erläutert, zudem werden grundlegende Layoutaspekte zu Format, Satzspiegel oder Schrift
thematisiert. Sie eignen sich Kenntnisse zu Materialien,
Gestaltung und Kosten an und lernen, was zu beachten
ist, wenn Sie Printprodukte in den Druck geben möchten. So lernen und üben Sie alle Schritte vom Bau des
Satzspiegels bis hin zur Druckvorbereitung.
Es besteht die Möglichkeit, auch weitere Inhalte (z.B.
Webpublishing, Office) dazu zu buchen – sprechen Sie
mit uns!
Kontakt
Ort: FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB)
Cuvrystraße 1
10997 Berlin-Kreuzberg
Kontakt: Renate Wolf, Tel.: (030) 617970-16
E-Mail: info@fczb.de
Internet: http://www.fczb.de

LIFE e.V., Weiterbildung:

PROJEKTMANAGEMENT
FÜR FRAUEN AUS ALLEN KULTUREN
Start: 08.04.2013
Ein Projekt von A bis Z zu managen, ist für eine Akademikerin heute schon fast eine normale Anforderung.
Projektmanagement zu beherrschen, erhöht die Berufschancen. Der Frauenbildungsträger LIFE e.V. bietet
ab April 2013 die zehnwöchige Weiterbildung „Projektmanagement für Frauen aus allen Kulturen“ an. Akademikerinnen mit unterschiedlichen Herkünften können
sich hier weiter qualifizieren und fit machen für den Arbeitsmarkt. Das Angebot wird in Teilzeit in Berlin-Mitte
durchgeführt.
Dauer:
Montag, 08. April 2013 bis
Dienstag, 18. Juni 2013
Veranstaltungsort:
LIFE e.V.
Dircksenstraße 47
10178 Berlin-Mitte
Kosten:
Bildungsgutschein oder Selbstzahlerin

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 20
__________________________________________________________________________
Weitere Informationen im Internet unter
http://www.lifeonline.de/angebote/weiterbildung/a_projektmanag.html.
Kontakt
LIFE e.V.
Ökothek – Bildung Umwelt Chancengleichheit
"Projektmanagement für Frauen aus allen Kulturen"
Dircksenstraße 47
10178 Berlin
Rotraud Flindt
Tel.: (030) 308798-18
Fax: (030) 308798-25
E-Mail: flindt@life-online.de
Internet: http://www.life-online.de

DRA e.V., jetzt bewerben:

PRAKTIKUM ZU KLIMASCHUTZ
UND MENSCHENRECHTEN IN RUSSLAND
Frist: 06.03.2013
Der Deutsch-Russische Austausch e. V. (DRA) vergibt
eine Vollzeit-Praktikumsstelle im Rahmen des Projekts
"Verantwortung für Klimaschutz und Menschenrechte in
Russland stärken". Beginn ist der 2. April, die Dauer
beträgt 6 Monate.
Ziel des Projekts ist es, das Verantwortungsbewusstsein für den Klimaschutz in Russland und die regionale
Umsetzung von Klimaschutzkonzepten zu fördern, die
europäisch-russische Kooperation bei Umwelt- und
Klimaschutz auszubauen und Verletzungen der Menschenrechte im Zusammenhang mit Umweltbelangen
öffentlich zu machen.
Zu den wesentlichen Tätigkeiten der Projektassistenz
gehören
Recherchen,
Übersetzungen
(russisch/deutsch), die Unterstützung bei der Durchführung
von Seminaren und Veranstaltungen, der Pflege des
Internetportals http://www.rnei.de und Netzwerkaktivitäten sowie allgemeine Büroaufgaben.
Erwartet werden ein Interesse für zivilgesellschaftliche
Prozesse in Deutschland und Russland sowie für die
Themen Umweltschutz, Klimawandel und Bürgerbeteiligung, sehr gute Deutsch- und Russischkenntnisse,
solide PC-Kenntnisse (Word, Excel, Power Point), gute
kommunikative Fähigkeiten und selbstständiges Arbeiten. Englischkenntnisse sowie Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Pflege von Websites sind
von Vorteil. Das Praktikum wird mit 300,- EUR monatlich vergütet.

Weitere
Infos:
http://www.austausch.org/aktuellemeldungen/newsdetail/article/1/praktikum-be-7.html
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail (Anhänge
in einem PDF-Dokument) bis zum 6. März 2013 an Silke Junge, E-Mail: silke.junge@austausch.org ,Tel.
(030) 44 66 80 23.
Kontakt
DRA e.V. Berlin
Badstraße 44
13357 Berlin
Tel.: (030) 44 66 80-0
Fax: (030) 44 66 80-10
E-Mail: info@austausch.org
Internet: http://www.austausch.org

ASFH, Berufsbegleitender Hochschul-Zertifikatskurs:

»PÄDAGOGIK FÜR VERMITTLUNG SOZIALER
KOMPETENZEN & GEWALTPRÄVENTION«
Bewerbungsfrist: 22.03.2013
Immer wieder geraten Kinder und Jugendliche in eine
Spirale von sozialer Benachteiligung, Schulverweigerung, Ausbildungsabbruch, Integrations- und Selbstausgrenzung sowie Kriminalität. Dies stellt eine Herausforderung für alle pädagogischen Fachkräfte in der
Schule und Jugendhilfe dar. Die Mehrzahl von ihnen
macht dabei die Erfahrung, dass herkömmliche Mittel
wie schulische „Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ sowie polizeilich-juristische Sanktionen für sich
genommen keine wirksamen Handlungskonzepte sind.
Das wissenschaftlich evaluierte Weiterbildungsprogramm „Konfrontative Methodik in der Schule & Jugendhilfe“ umfasst verschiedene Praxismodelle zur
Förderung sozialer und interkultureller Kompetenzen
sowie zur Gewaltprävention, die in der Praxis erfolgreich erprobt wurden. Mit den einzelnen Methodenbausteinen wird den Teilnehmenden ein Mittel zur Erweiterung ihrer professionellen Handlungskompetenz im
Umgang mit jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für unterschiedliche Konflikte im pädagogischen Alltag angeboten. Sie geben eine Antwort
auf fehlende Empathiefähigkeit und mangelnde soziale
Kompetenz der betroffenen Kinder und Jugendlichen
sowie deren Rechtfertigungsstrategien.

Die zertifizierte Zusatzausbildung der Alice Salomon
Hochschule Berlin findet in Kooperation mit dem Berliner Institut für Soziale Kompetenz & Gewaltprävention
e.V. (http://www.soziales-training.de) bereits zum elften
Mal statt.

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 21
__________________________________________________________________________
Förderungsmöglichkeiten
Für diese Weiterbildung werden Bildungsgutscheine
angenommen! Dadurch können bis zu 500 Euro über
den Prämiengutschein des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert werden. Nähere Informationen dazu unter: http://www.bildungspraemie.info
Seminarzeitraum:
03.05.2013 – 05.07.2014 (14 Module)

Aus Projekten und Vereinen
Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin:

MIT NEUEN (PILOT-) PROJEKTEN
IN DEN FRÜHLING!

Bewerbungsfrist: 22.03.2013
Bitte bewerben Sie sich schriftlich mit dem Bewerbungsformular
http://www.ashberlin.eu/fileadmin/user_upload/pdfs/Weiterbildung/Zertifik
atskurs-Bewerbungsformular_Internet_kurz.pdf

Nicht zuletzt wegen der unsäglichen N-Wort-Debatte zu
Kinderbüchern, zu der der Verein Total Plural e.V. sich
auch mit einer kritischen Stellungnahme (auf
www.afroguide.de und auf FB zu lesen) äußerte, wird
ab dem März- Monatstreffen, also am 3.3.2013, 15.0018.00 Uhr, das neue Pilotprojekt, Afro-deutsche Medien- „Kinder lesen für Kinder“ gestartet.

Weitere Informationen zum Zertifikatskurs im InfoFaltblatt unter:
http://www.sozialestraining.de/down/weiterbildung/Info_Flyer%20K11_2013_p
df.pdf

Afro-deutsche Medien- „Kinder lesen für Kinder“

Kontakt
Ansprechpartnerin:
Alice Salomon Hochschule Berlin, ASFH
Annett Eckloff
Tel.: (030) 99245-319,
Fax: (030) 99245-399
E-Mail: eckloff@ash-berlin.eu
Internet: http://www.asfh-berlin.de/zfwb

Dabei lesen Kinder (ab ca. 4 Jahre) – mit oder ohne
Hilfe von ihren Eltern – aus einem Buch vor, das sie
aus einer speziellen AFRO-DEUTSCHEN BÜCHERLISTE (Hauptfiguren sind afro-deutsche bzw. schwarze
Helden) auswählen und mögen. Die BÜCHERLISTE
wird den Interessierten Kindern und Eltern als pdf zugemailt, daraus kann dann das jeweilige Buch selbst
ausgesucht werden. Es wird eine Passage von ca. 15
Minuten vorgelesen und pro Treffen ca. drei Kinder
bzw. Jugendliche. Danach gibt es einen Austausch
über Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Lesenden und der Hauptfigur und wie es der Gruppe gefällt.
Im Anschluss daran wird mit dem "Wörter-Spiel", eine
eigene Geschichte erfunden.
Die Eltern werden gebeten, "Bücher-Pate" zu werden:
das vorgelesene Buch soll nach der Vorstellung der
Spielgruppe zur Verfügung gestellt werden. So kann im
Laufe der Zeit eine kleine afro-deutsche Kinderbibliothek entstehen, die für alle zugänglich ist. Es müssen
keine neuwertigen Bücher sein, sie können auch gebraucht sein.
Parallel dazu: Afro-Teenie-Treff: ab 16.30 bis 18.00
Uhr
… Geschichte(n) ... schreiben … Jugendliche (ab
ca. 10 Jahre)
schreiben selbst eine Geschichte und gehen auf folgende Fragen ein:
1) Was ist afro-deutsch?
2) Wie sieht mein Alltag aus?
3) Habe ich mit Rassismus und Diskriminierung Erfahrung gemacht.
4) Welche Gefühle hatte ich dabei?
Mitzubringen: der eigene LIEBLINGS-Schreibstift. Zusätzlich zu diesem Afro-Teenie-Treff organisiert eine
engagierte Mutter, Frau Holzendorff, neuerdings auch
Aktivitäten außerhalb des regulären Monatstreffens der
Afro-Deutschen Spielgruppe. Vor allem weil die Ju-

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 22
__________________________________________________________________________
gendlichen nun andere Bedürfnisse haben. So wird die
Gruppe am 17. März das Kindertheater Atze und das
Stück "Konferenz der Tiere" besuchen. Interessierte
Jugendliche, die gerne am Afro-Teenie-Treff teilnehmen möchten, wenden sich per Mail oder Telefon an
Ulrike Düregger oder Claudia Holzendorff.
Und noch ein neues Projekt wurde angeschoben:
Afro-Deutsches Familienbüro Pankow
Hier haben nun Eltern
und Kinder auch unter der
Woche die Möglichkeit,
sich in lockerer Atmosphäre
auszutauschen,
Beratung rund um Fragen
der afro-deutschen Identität wahrzunehmen, sich
kennenzulernen und zu
vernetzen, während die
Kinder im offenen Spieltreff neue Freunde finden
können. Zwei Mal im Monat an einem Donnerstagnachmittag öffnet das AfroDeutsche Familienbüro seine Pforten im Kieztreff
Gleimviertel in Pankow: am 14. und 21. März von
15.00 bis 18.00 Uhr. Finanziert wird dies aus Bezirksmitteln Pankows.
Seminararbeit
Zusätzlich dazu haben sich die Seminare zu Sensibilität
für die Erziehung afro-deutscher bzw. schwarzer Kinder
sehr bewährt. Viele Eltern sind sehr verunsichert und
fühlen sich ratlos und alleine gelassen, wie sie auf Situationen in KiTa und Schule, aber manchmal auch in
der eigenen Familie reagieren sollen. Angestarrt zu
werden oder einfach an den Locken begrabscht zu
werden kennen leider alle afro-deutschen und schwarzen Menschen in Berlin. Das Seminar bietet einen vertrauensvollen und praxisnahen Rahmen, sich über interkulturelle Alltagsfragen auszutauschen und hält neben guten Erfahrungswerten auch ganz praktische
Tipps parat. Das Seminar kostet 25,00 € und wird von
der Initiatorin der Afro-Deutschen Spielgruppe, Ulrike
Düregger, geleitet. Es findet am 22.März von 14.00 bis
18.00 Uhr statt.
Kontakt
Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin/
Total Plural e.V.
Kontakt Ulrike Düregger
Tel.: (030) 440 90 02, Mobil: (0175)-327 31 04
Treffpunkt: Kieztreff Gleimviertel,
Kopenhagener Straße 50

03.03., Eröffnung:

FAMILIENZENTRUM FISCHERINSEL (FZF)
Nachbarschaft - Freizeit - Gesundheit Sprachförderung
Herzliche Einladung zur Eröffnung
des Familienzentrums Fischerinsel
am Sonntag 3. März 2013
von 14 bis 18 Uhr
Angebot:
 Baby- und Kindertrödel
 BewegungsParcours
 Backen & Kochen
 Leckereien im Café CoCo
 Theater Naseweis für 1½ - 3 Jährige
Überraschungsaktionen zum Staunen und Schmunzeln
im Familienzentrums-Raum
Wir freuen uns auf Sie und Ihre (Enkel)Kinder!
Hintergrund:
Das Programm Aufbau der Berliner Familienzentren,
gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft startete am 06. August 2012.
Im Rahmen des ressortübergreifenden Handelns für
Familien in Berlin will der Senat die sozialräumlich ausgerichtete Entwicklung von Familienzentren, insbesondere an Kindertagesstätten, als Anlaufpunkte für Familien unterstützen. Dabei sollen Familienzentren unter
Nutzung der vorhandenen Angebots- und Versorgungsstrukturen entstehen. Mit dem Landesprogramm
sollen auch Träger angesprochen werden, die bereits
Familienzentren betreiben und ihre bestehendes Leistungsangebot erweitern wollen. Mehr im Internet unter:
http://www.berliner-familienzentren.de/
Kontakt
KREATIVHAUS e.V.
Theaterpädagogisches Zentrum
Familienzentrum Fischerinsel
Mehrgenerationenhaus Berlin-Mitte
Fischerinsel 3
10179 Berlin
Projektkoordination: Lena Schlör
Tel.: (030) 23 80 91 3
Fax: (030) 23 80 91 50
E-Mail. fzf@kreativhaus-tpz.de
Internet: http://www.kreativhaus-berlin.de

E-Mail: info@afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de
Internet: http://www.afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de
______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 23
__________________________________________________________________________

BABEL E.V.

Veranstaltungsangebot im März 2013
Öffentliche Veranstaltungen
Medienwerkstatt für Kids

Kinder und Jugendliche erlernen den Umgang mit den neuen
Medien und bauen vorhandene Kenntnisse aus
Jeden Montag von 14.00 - 17.00 Uhr

Kids -Club ab 6 Jahre

Computer AG täglich
Montag: Filme, WII-Spiele im Wechsel 14 tägig
Dienstag: Sport und Spiel
Mittwoch: Kreatives Basteln und Puppenworkshop
Donnerstag: Koch-Workshop
Freitag: 14-tägig Spiele aus aller Welt
Samstag: Spiele aus aller Welt
Montag - Donnerstag von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Freitag: 14-tägig von 14:00 Uhr – 18:00 Uhr
Samstag: 11:00 Uhr – 17:30 Uhr

Interkultureller Jugendbeirat im Haus Babylon

Austausch, Gespräche und Diskussionen zu verschiedenen
Aspekten des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft
Jeden Donnerstag von 17.00 Uhr - 20.00 Uhr

Begegnung der Kulturen –
Interkultureller Jugendtreff

Salotreff - Freizeittreff für Jugendliche unterschiedlicher Kulturen und Herkunft (ab 18 Jahre)
Jugendliche unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft verbringen gemeinsam ihre Freizeit
Immer freitags von 20.00 Uhr - 02.00 Uhr

Begegnung der Kulturen - Interkultureller Brunch

StadtSichten

Angebote für Schulen ab Klasse 8
Exkursionen in das interkulturelle Berlin - Brandenburg vom
Alexanderplatz zum Brandenburger Tor /Das „Jüdische Berlin“/ Im Zeichen von Toleranz und Aufklärung/ Rundgänge zu
unterschiedlichen Themen
(um Voranmeldung wird gebeten

Kurse und Arbeitskreise
(Um Voranmeldung wird gebeten)
Marhaba ya ad Banat

Kreativkurs für muslimische und nichtmuslimische Frauen
Dienstag u. Donnerstag 13.00 Uhr - 16.00 Uhr

Deutschförderkurse

Hilfe bei der Entwicklung der Sprachkompetenz in der deutschen Sprache im mündlichen und schriftlichen Bereich

Deutschförderkurs für Anfänger
Dienstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Deutschförderkurs für Flüchtlinge
Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Deutschförderkurs für Fortgeschrittene
Montag bis Mittwoch von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr
Trainingsprogramm:

Interkulturelle Sensibilisierung und Kommunikation Erwerb
von interkulturellen Kompetenzen Bewältigung von interkulturellen Konflikten in interkulturellen Gruppen in Schulen und
am Arbeitsplatz
Termin: nach Vereinbarung

Lerntherapie und Lernstrategie

Informationen, Gespräche, Austausch und gegenseitiges
Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher Kulturen in
gemütlicher Atmosphäre zu unterschiedlichen Themen und
Ländern
Jeden Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr

Eine lernpädagogische Fachberatung für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene, die individuelle Hilfe und persönliche Unterstützung benötigen. Schulvorbereitung für Vorschulkinder.
Ort: Hellersdorfer Promenade 20, 12627 Berlin. Montag bis
Freitag
(um Terminvereinbarung wird gebeten)

SelbstAnsichten - Ogonjok

Auskünfte und Beratungen

Menschen mit und ohne Migrationshintergrund treffen sich in
gemütlicher Atmosphäre mit Spätaussiedlern zu einem geselligen Nachmittag.
Freitag, 01.03.2013 „Tanz in den Frühling“
Freitag, 15.03.2013 „Wenn das letzte Eis geschmolzen ist
- Ostern steht vor der Tür“
Niedrigschwellige Projektangebote ab 01.03.2013
„Frühlingsbräuche in den verschiedenen Kulturen“
Von 09.30-Uhr - 12.00 Uhr
(um Voranmeldung wird gebeten)

Projekte für Kid‘s und Jugendliche Im Kiez
SichtWeisen BuchManufaktur

Niedrigschwellige Beratungs-, Betreuungs-, und Begleitangebote

Migrationssozialberatung

Dienstag und Donnerstag nach terminlicher Absprache

Kontakt
BABEL e.V.
Klausdorfer Straße 8
12629 Berlin-Hellersdorf
Tel.: (030) 99 858 91, Fax: (030) 99 893 20
E-Mail: babel-berlin@t-online.de
Internet: http://www.haus-babylon.de
Verantwortlich: Dr. Mekonnen Shiferaw

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 24
__________________________________________________________________________

BAYOUMA-HAUS

der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Interkulturelle Begegnungsstätte
in Friedrichshain – Kreuzberg
Beratungsangebote für Hilfesuchende
aus Friedrichshain-Kreuzberg:
Außerhalb der Sprechzeiten
muss ein Termin vereinbart werden!
Einrichtungsleitung & Gesundheitsberatung
Frau Natascha Garay, Tel.: 29 04 91 36
Di. 13:00 – 16:00 Uhr, Do. 09:00 – 12:00 Uhr

Sozialberatung
Frau Angela Prodan, Tel.: 29 35 08 35
Di. 13:00 – 16:00 Uhr, Do. 14:00 – 17:00 Uhr
Herr Gilberto Oliva Tablada, Tel.: 29 04 66 12
Di. 13:00 – 16:00 Uhr, Do. 14:00 – 17:00 Uhr
Sozialberatung für Frauen
Frau Belinda Apicella, Tel.: 29 04 66 11
Di. 13:00 - 16:00 Uhr, Do. 14:00 – 17:00 Uhr

19. März, 16.30 Uhr
„I Like to Move it? Tanzworkshop
Dance Fitness nach Rhythmen aus aller Welt mit Mariela Durand (Peru)
Veranstaltungsort: Bayouma Haus
27. März 14.00 bis 16.00 Uhr
Tag der Offenen Tür bei Mariposa
Frau Belinda Apicella, steht gerne Ihren Fragen und
Anregungen persönlich
Ausführliches Programm und Informationen unter:
http://www.bayouma-haus.de
Kontakt
Bayouma-Haus
der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Frankfurter Allee 110 (zweiter Hinterhof, 1. Etage links)
10247 Berlin
Tel.: (030) 29 04 91 36 – Fax: (030) 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de
Internet: http://www.bayouma-haus.de
http://www.bayouma-gesundheit.de
http://www.awo-spree-wuhle.de

Frauenmärz 2013
01.März um 13.00 Uhr
Das Verborgene Museum
- Die weibliche Seite der Kunst Besuch der Ausstellung Anita Neugebauer, Porträt einer Fotografin, Galeristin und Sammlerin
Das verborgene Museum hebt Werke von Künstlerinnen aus der Vergessenheit und entdeckt neue und interessante weibliche Kunst.
Veranstaltungsort:
Schlüterstraße 70 - Berlin Charlottenburg
Eintritt: 1,50 Euro, ermäßigt 0,50 Euro
08. März, 10.00 Uhr
Anlässlich des Internationalen Frauentags: Frauenfrühstück im Café Sibylle
Das Café Sibylle ist ein alteingesessener Zeitzeuge im
denkmalgeschützten Teil der Karl-Marx-Allee. Hier wollen wir uns in gemeinsamer Runde an die Grundforderungen der Anfänge erinnern, die bis dato an Aktualität
nicht verloren haben: gleicher Lohn für gleiche Arbeit,
gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen, soziale
Sicherung von Frauen, politische Gleichberechtigung
und Frieden.
Treffpunkt: Café Sybille,
Karl-Marx-Allee 72 – Friedrichshain
Anmeldung unter der Tel.: 2904 91 36 erforderlich
Kostenbeitrag: http://www.u-se.org/index.php?id=237Selbstzahler
______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 25
__________________________________________________________________________
03.03., WdK, 1. Jubiläumskonzert:

„ŞARKILAR SENI SÖYLER"

Veranstaltungen

Zum 15. Jubiläumsjahr des Konservatoriums für
türkische Musik Berlin

02.03., Konzert:

DEUTSCH-KOREANISCHES CHORENSEMBLE
Im Bürgersaal im Rathaus Steglitz

„Wir bauen Brücken im Bezirk“. Wir wollen mit
heimatlichem Gesang Brücken schlagen.
3. Konzert des Deutsch-koreanischen Chorensembles
Deutsche und koreanische Volkslieder
02.03.2013 19:00 Uhr
Bürgersaal im Rathaus Steglitz
Schlossstraße 37
12163 Berlin

Musikalische Leitung: Park Geun-Yong
Gesamtleitung Hongza Choi-Dörge
Eintritt: 5.€, ermäßigt: 3€

Kontakt

Sonntag 03.03.2013 19:00 (Beginn)
Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32
12049 Berlin-Neukölln
Eintritt: 9,00 EUR, 6,00 EUR (ermäßigt)
Weitere Infos: http://www.werkstatt-derkulturen.de/de/spielplan/?datum=2013-0301&filter=Komplett&detail=679

Programm
W. Mozart, R.Schumann, F.Schubert, C.Eckertz,
Kim Dong Jin, Lee Heong Yeol, Yun Yonghoa, Min Yo
Ada Belidis, Sopran

Mit freundlichen Unterstützung der
Musikschule Zehlendorf
Koreanischer Kulturverein Berlin e.V

Ein Konzert mit Solistinnen und Ensemble des Konservatoriums für türkische Musik Berlin unter der Leitung
von Nuri Karademirli

Leo-Bochard-

Mit dem ersten Konzert „ŞARKILAR SENI SÖYLER"
startet das Konservatorium für türkische Musik Berlin
(BTMK) eine Reihe von Konzerten zum 15-jährigen Bestehen. Dabei wird an Musik- und Programmvielfalt
nicht gespart!
Mit all seinen Künstlern und einigen besonderen Vokalisten hat das BTMK ein buntes Programm, wie von der
Türkischen Popmusik bis hin zur türkischen klassischen
Musik (Türk sanat müziği) zusammengestellt. Dabei
werden wunderschöne Lieder von der großen türkischen Sängerin „Linet" von den Solistinnen gesungen
aber auch viele weitere rhythmische und herzberührende Lieder türkischer Legenden.

Korea Musicmanagement
Frau Hongza Choi-Doerge
Cimbernstraße 3
14129 Berlin

2. Konzert am 12.04.2013

Tel.: (030) 8186 1701

Vorverkauf
Konservatorium für türkische Musik Berlin
Bergmannstraße 29
10961 Berlin

E-Mail: info@koreakv.de
Internet: http://www.koreamusik.de

Kontakt

Tel.: (030) 69 50 46 01
Internet: http://www.btmk.de

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 26
__________________________________________________________________________
Bis zum 16.07.: Ausstellungsprojekt:

NACH DER FLUCHT.

Leben im Übergangswohnheim Marienfelder Allee
Einblicke in die jetzige Situation eines historischen
Ortes in Berlin.
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Marienfelder Allee 66-80
12277 Berlin
 bis 10.03.: Porträt der syrischen Familie Tello
 ab 13.03. bis 12.05: Porträt des iranischen
Künstlers Ahmad Barakizadeh
Öffnungszeiten:
Di – So 10:00 – 18:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Ein besonderer Ausdruck von Integration ausländischer
Menschen in unsere deutsche Gesellschaft und Kultur
ist das einmalige Ausstellungsprojekt, das der Internationale Bund gemeinsam mit der Stiftung Berliner Mauer zurzeit durchführt.

12.03. bis 12.05.2013: Der iranische Künstler Ahmad Barakizadeh
(Foto: Isabel Alvarez)

Das Projekt besteht aus drei Teilen: Ein Gegenstand,
den die Bewohner/innen aus ihrer Heimat mitgenommen haben, wird in einer Vitrine ausgestellt. Auf einem
Bildschirm wird ein etwa achtminütiges Interview mit
den Bewohnern/innen gezeigt und an den Wänden und
in Broschüren werden Hintergrundinformationen zu
dem jeweiligen Land und der deutschen Asyl- und
Flüchtlingsgesetzgebung vermittelt.
Anfang 2012 begann die gemeinsame Arbeit von Mitarbeiterinnen der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager
Marienfelde und den Bewohnern/innen sowie Mitarbeitern/innen des Übergangswohnheims an diesem Projekt. Es wurde am 24. Oktober 2012 in Anwesenheit
des Präsidenten des Landesamtes für Gesundheit und
Soziales feierlich eröffnet, und gewann im Dezember
2012 den Integrationspreis des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg.
Mit diesem Ausstellungsprojekt in der Erinnerungsstätte
erfolgt Integration auf verschiedenen Ebenen:

Bis 10.03.: Die syrische Familie Tello (Foto: Isabel Alvarez)

Drei Familien und ein allein stehender Mann, sie sind
Flüchtlinge und Asylbewerber/innen des Übergangswohnheims Marienfelder Allee (ehemaliges Notaufnahmelager Marienfelde), werden nacheinander im
zweimonatigen Wechsel im Rahmen der ständigen
Ausstellung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager
Marienfelde porträtiert. Die Flüchtlinge kommen aus
Tschetschenien, Syrien, Iran und Afghanistan. Ihr Leben und ihre Kultur in den Heimatländern, ihre Wünsche, Hoffnungen und Pläne für das Leben in Deutschland werden gezeigt und erfahrbar gemacht.

1. Wir integrieren Fluchtschicksale heutiger Flüchtlinge in unsere eigene deutsche Fluchtgeschichte. Parallelen werden entdeckt und Verständnis
geweckt.
2. Wir geben den Flüchtlingen die Gelegenheit, sich
auszudrücken und darzustellen. Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt.
3. Wir ermöglichen den Besuchern/innen der Ausstellung, d.h. der Bevölkerung, die Situation in
den Ländern, die Flüchtlinge und Fluchthintergründe kennen zu lernen. Wissen wird vermittelt,
Fremdes wird verständlich.
4. Die unmittelbare Nähe des Projekts in der Erinnerungsstätte und dem Übergangswohnheim lädt
zu Kontakten ein. Berührungsängste verringern
sich, Neugier wird geweckt.
Die wechselnden Ausstellungselemente sind bis zum
16.Juli 2013 zu sehen. Danach ist die Ausstellung im
Rathaus Schöneberg geplant.
Weitere Informationen unter:

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 27
__________________________________________________________________________
http://www.notaufnahmelagerberlin.de/de/sonderausstellungen-21,814,2.html

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps

Kontakt
Internationaler Bund
Freier Träger der Jugend-, Sozialund Bildungsarbeit e.V.
Übergangswohnheim Marienfelder Allee
Marienfelder Allee 66-80
12277 Berlin
Tel.: (030) 4579 777 11
Fax: (030) 4579 777 29
E-Mail: Uta.Sternal@internationaler-bund.de
Internet: : http://www.notaufnahmelager-berlin.de

Bis 29.03., Ausstellung:

ICH BIN ICH !

Migranten in Spandau
Eine Ausstellung des Vereins der DeutschArabischen-Freundschaft e.V. in der Hauptbibliothek Spandau
Migranten in Spandau. Eine Ausstellung des Vereins
der Deutsch-Arabischen-Freundschaft e.V.
4. März bis 29. März 2013
Montag bis Freitag von 11 bis 20.00 Uhr
Vernissage: Dienstag, 5. März 2013 um 18:00 Uhr
Eintritt frei
Hauptbibliothek Spandau
Carl-Schurz-Straße 13
13597 Berlin
Internet:
http://www.berlin.de/baspandau/verwaltung/abt/bks/aktuelles_veranstaltungen.html
Kontakt
Deutsch Arabische Freundschaft
& Familienbegegnung e.V.
E-Mail: info@dafverein.de
Internet: http://www.dafverein.de

Im Netz:

KUB-SPRACH-TANDEM
Liebe Interessierte,
wir von der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge
und MigrantInnen e.V. (KuB) (http://www.kub-berlin.org
) möchten Sie auf das KuB-Sprach-Tandem aufmerksam machen. Vor wenigen Tagen sind wir damit an
den Start gegangen! Nun sollen möglichst viele Menschen davon erfahren.
Auf http://www.kub-berlin.org/sprachtandem können ab
sofort Tandem-Partner_innen gesucht und eigene Anzeigen aufgegeben werden.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mal bei uns
reinschauen.
Was ist die KuB?
Unsere Aufgabe ist es Flüchtlingen und Migrant_innen
aus aller Welt Beratung und Hilfestellung zu bieten.
Wir vertreten den Standpunkt, dass allen Menschen
ein sicherer Aufenthaltsstatus sowie politische, soziale
und ökonomische Gleichberechtigung zusteht.
Warum noch ein Tandem?
Durch die Anbindung an die KuB, erreichen wir insbesondere Menschen, die systematisch von Bildungseinrichtungen ausgeschlossen werden z.B. aufgrund eines
prekären Aufenthaltsstatus. Ihnen soll der Zugang zum
Sprachenlernen erleichtert werden. Darüber hinaus bietet das KuB-Sprach-Tandem die Chance Menschen
über diese Schranken hinweg in Kontakt miteinander
zu bringen und die Isolation zu durchbrechen.
Kontakt
Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V.
Oranienstraße 159
10969 Berlin
Tel.: (030) 6149400
Fax: (030) 615 45 34
E-Mail: kontakt@kub-berlin.org
Internet: http://www.kub-berlin.org

______________________________________________________________________________________________________

März 2013, Nr. 99
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 28
__________________________________________________________________________
IDA e.V.

NEUAUFLAGE VON READERN

Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit
sowie zu Antirassismus und Social Justice
Stephan Bundschuh/Ansgar Drücker/Birgit Jagusch/Hanna Mai (Hg.):
Holzwege, Umwege, Auswege –
Perspektiven auf Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit,
IDA e. V., überarbeitete Neuauflage, Düsseldorf 2012
Handelt es sich bei Rassismus,
Antisemitismus und Islamfeindlichkeit um Diskriminierungsformen, die getrennt voneinander zu
betrachten sind? Welche Gemeinsamkeiten und Überschneidungen gibt es? Was bedeutet
dies für pädagogische Konzepte
und Projekte? Diese Fragen untersucht der in einer überarbeiteten
Neuauflage
erschienene
Reader Holzwege, Auswege, Umwege. Der erste Teil
des Readers betrachtet Rassismus, Antisemitismus
und Islamfeindlichkeit aus gesellschaftstheoretischer
Perspektive. Die Autorinnen und Autoren schildern
Ausprägungen der drei Phänomene und loten die Konsequenzen für die Bildungsarbeit aus. Im zweiten Teil
werden pädagogische Konzepte und Projekte vorgestellt, wobei die Reflexion der Praxis sowie der dahinterliegenden Ansätze im Mittelpunkt steht. Um Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Anregungen für die praktische Arbeit und zur weiteren Beschäftigung mit dem
Thema zu geben, beinhaltet der dritte Teil kommentierte Hinweise zu pädagogischen Materialien und Literatur. Auch werden Filme, Trainings und die VielfaltMediathek des IDA (http://www.vielfalt-mediathek.de )
vorgestellt.
Stephan Bundschuh/Birgit Jagusch (Hg.):
Antirassismus und Social Justice.
Materialien für Trainings mit Jugendlichen,
3. Auflage, Düsseldorf 2012
Der Reader dokumentiert das
Projekt, „Antirassismusarbeit für
Jugendliche mit Elementen des
Social Justice-Trainings“, welches von IDA e. V. und dem Planerladen Dortmund durchgeführt
wurde. Ziel des Readers ist es,
Anregungen für die außerschulische Jugendarbeit zu geben, wie
in Trainings mit Jugendlichen
Rassismus und andere Formen
von Ausgrenzung thematisiert und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden können. Damit verbindet der
Reader eine Einführung in das Konzept der Social Justice-Trainings mit Übungen, die aus dem Bereich der
Antirassismuspädagogik stammen. Als Praxishilfe für

die Jugendarbeit finden sich neben der Evaluation des
Projekts und der Train-the-TrainerIn-Ausbildung zum/r
Social Justice-TrainerIn auch zahlreiche Texte und ausführliche Beschreibungen von Übungen, die in der Jugendarbeit eingesetzt werden können.
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (Hg.):
Was heißt eigentlich ... Stolz?
2. Auflage, Düsseldorf 2013
Außerdem wurde ein Flyer zum Thema Stolz neu aufgelegt: Seit einiger Zeit wird vermehrt über positive wie
negative Konnotationen des Begriffes Stolz diskutiert:
Wer darf worauf stolz sein? Wie stolz darf man sein?
Wann ist Stolz gut, wann schlecht? Und wie sieht es
mit Nationalstolz aus? Die Psychologin Dr. Ute Benz
zeichnet in dem Flyer die verschiedenen Dimensionen
des Stolzgefühls nach. Der Flyer beleuchtet die Entwicklung von Stolz von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Dabei wird auch auf Gefühle wie Scham, Anerkennung und Kränkung und deren Einfluss sowohl
auf individuell wie kollektiv empfundenen Stolz eingegangen.
Beide Reader und der Flyer können gegen eine Versandkostenpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der Portokosten unter
http://www.idaev.de/publikationen/bestellformular/
bestellt werden.
Kontakt
Informations- und Dokumentationszentrum
für Antirassismusarbeit e. V. (IDA)
Volmerswerther Straße 20
40221 Düsseldorf
Tel: (02 11) 15 92 55-5
Fax: (02 11) 15 92 55-69
E-Mail: info@idaev.de
Internet: http://www.IDAeV.de

______________________________________________________________________________________________________
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.