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Periodical volume

Full text: Berlyñ international Issue 103.2013

07/13
08/13

international Nummer 103
DER NEWSLETTER

DER

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat Juli

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Beauftragte des Berliner Senats für Integration und
Migration, Dr. Monika Lüke, hat am 25.06. das Bewerbungsverfahren für Fördermittel aus dem Partizipationsund Integrationsprogramm für die Förderperiode
2014/2015 eröffnet. Bewerbungen für die erste Stufe des
Verfahrens sind bis zum 15. September 2013 möglich.
Mehr dazu auf Seite 4 in dieser Ausgabe.
„Klar geh’ ich wählen!“ heißt eine übersichtliche Broschüre, mit der die Berliner Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mit einfachen Worten auf die Bundestagswahl am 22. September vorbereitet. Weitere Informationen und Bezugsmöglichkeiten ab Seite 4.
BERLIN INTERNATIONAL macht eine Pause und erscheint

erst wieder am 30.08.2013. Redaktionsschluss für die
Ausgabe September 2013 (Nr. 104) ist der 23.08.2013.

Ihre Redaktion

IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum der Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals
„Top - Berlin international“. Erscheint mit elf Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDFFormat und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen 1 und 2 MByte variieren.
Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für
unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser
Nachdruck und Vervielfältigung mit Quellenangabe erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, AL III 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320, Martina Gembus, III A 4,
(030) 9017-2327 (Vertr.).
Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 01.07.2013 [1.782 | Jahrgang 30]

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat August

Juli/ August 2013, Nr. 103
BERLIN INTERNATIONAL
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Nachrichten aus dem Haus, Berlin und den Bezirken
Partizipations- und Integrationsprogramm: Bewerbungsverfahren eröffnet.
Bewerbungen um Fördermittel der Förderperiode 2014/2015 bis zum 15.09.2013 möglich
Zur Bundestagswahl am 22. September 2013: „Klar geh’ ich wählen!“
Broschüre in leichter Sprache erschienen
Zum Weltflüchtlingstag:
Berlins Integrationsbeauftragte ermutigt die Bezirke zur Unterbringung von Flüchtlingen
Aktualisiertes Informationsblatt: Roma und europäische Wanderarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer.
Rechtsgrundlagen zu Aufenthalt und Bildung sowie Berliner Kontaktstellen
Die Berliner Einbürgerungskampagne: Deine Stadt. Dein Land. Dein Pass.
Informationsmaterial vorrätig und abzugeben
Informationen aus dem IQ Netzwerk Berlin
Start der Initiative „girlsatec – Mädchen erobern technische Berufe“.
Auftaktveranstaltung im Haus der Wirtschaft
Studie vorgestellt: Diskriminierungserfahrungen schwuler und bisexueller Männer
Berlin braucht dich! jetzt auch in der Metall- und Elektroindustrie.
Senatorin Dilek Kolat gibt das Startsignal
Für Demokratie und Vielfalt in Schöneweide!
Aus dem Landespressedienst
Verbesserung der Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen
Innensenator Henkel legt Verfassungsschutzbericht 2012 vor
Bundesverfassungsgericht zum Ehegattensplitting für eingetragene Lebenspartnerschaften:
Wowereit begrüßt Entscheidung
Henkel verleiht Berliner Präventionspreis 2013. Anmeldung bis zum 14. Juli möglich
Projektförderungen an Initiativen von Jugendlichen vergeben
BERLIN-Studie zur Schulstrukturreform: Hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit der Schulwahl
„Eine offene Gesellschaft muss Proteste aushalten“
Regierender Bürgermeister besorgt wegen Polizeieinsatz in Berlins Partnerstadt Istanbul
Hand in Hand durch Berlin
Neuerscheinung: 115.628 Berliner - Der Jüdische Friedhof Weißensee
Freie Plätze in der Altenpflegeausbildung
Anfragen an den Senat
„»With a little help from my friends« - Inwiefern unterstützt der Senat den Landesbeirat für Integration
bei seiner Arbeit?“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite
Aus Europa, Bund und Ländern
Berliner Europaportal und Europa-Newsletter
BMI: 7.477 Asylerstanträge im Mai 2013
EU-Kommission: Roma-Fortschrittsbericht veröffentlicht. Kommission ruft Mitgliedstaaten zu stärkeren
Bemühungen um Integration auf - Positive Bewertung des Berliner Aktionsplans
Europäisches Parlament: Gemeinsame Asylregeln für Europa beschlossen
Europäisches Parlament: Schengen-Reform verabschiedet
JRS Bericht „Protection Interrupted“: Dublin II bricht das Schutzversprechen.
Leidvolle Erfahrungen von Flüchtlingen im EU-Asylsystem
Deutsches Institut für Menschenrechte zum Weltflüchtlingstag:
Kritik an Populismus in Asyl- und Migrationsdebatte
SVR-Untersuchung veröffentlicht: Hürdenlauf zum Krippenplatz –
Hohe Hindernisse für Eltern mit Migrationshintergrund und bildungsferne Eltern
BAMF, Projektförderung:
Öffentliche Bekanntmachung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zur Ausschreibung von
Fördermitteln für gemeinwesenorientierte Projekte 2014. Frist: 31.10.2013

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Workshops/ Tagungen
20.-22.09., Schmitten bei FFM, Fachtagung:
„Salonfähig, trittsicher“ Rechtspopulisten und -extremisten in Europa Anmeldung bis: 15.07.2013
14./15.11., Tagung: 18. Deutsch-Russische Herbstgespräche
Initiativen
13. bis 29.09.: 3. Berliner Engagementwoche 2013! Jetzt anmelden und mitmachen
14.09., Aktionstag 2013: "Mach mit! Für ein schönes Berlin".
Für ein sauberes und attraktives Wohnumfeld
Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD), Ausschreibung: MeinLand – Zeit für Zukunft
Qualifizierungen
Noch Plätze frei: „Du wirst Fachkraft“. Vermittlung für chancenlose Jugendliche
DTZ: Jugendintegrationskurse für Rumäninnen und Rumänen
VHS Tempelhof-Schöneberg: Qualifizierung für MigrantInnen. Beginn: 26.08.2013
Deutsch als Zweitsprache, EDV/Textverarbeitung und Berufsorientierung im Bereich Pflege
Ab 01.10.2013, Zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung: Transkulturelle Psychotherapie,
Psychoanalyse und Beratung – Eine Weiterbildung für psychosoziale Berufsfelder
Anmeldung/Bewerbung bis 15.08.2013, Info-Termin: 05.07.2013
Ab 02.09., Trainingsseminar: Stärke statt Macht – Neue Autorität und Gewaltloser Widerstand in
Schule, Jugendhilfe und Familie. Anmeldung bis: 09. August 2013
04.06./28.08., Schule ohne Rassismus: Fortbildung für PädagogInnen und MultiplikatorInnen in Berlin
Geschlechterrollen in der Einwanderungsgesellschaft
Aus Projekten und Vereinen
Gesellschaftliches Engagement Berliner Fußballvereine gewürdigt.
Vier Kooperationspartner des Lesben- und Schwulenverbandes ausgezeichnet
TUH e.V.: ExisMi. Anlaufstelle zur Exıstenzgründung, Coaching und Unternehmensberatung
für MigrantInnen
AWO-Begegnungszentrum: Programm Juli/ August 2013
BAYOUMA-HAUS der AWO: Programm Juli/ August 2013
BABEL e.V.: Veranstaltungsangebot im Juli/ August 2013
Veranstaltungen
04.07.: LAF Berlin: „El Benny“ - Kubanisches Kino im Lateinamerika-Forum
Kultur bewegt e.V.: Stadtteilführungen im Juli und August 2013„Route 44“ sowie „Route 65“
01.07. bis 31.08., Ausstellung im Rathaus Schöneberg: "Footprints in the Sand?"
Dokumentation der Geschichte von Fountainhead® Tanz Théâtre
Ab 10.08., Ausstellung: Migrantas - Berliner Migrantinnen im Stadtraum
Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Interaktive Infografik zum Thema Migration erschienen
Edition Orient, Kinderbuchreihe: „Gukki, der kleine Rabe"
Neuerscheinung: Black Berlin
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart

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Zur Bundestagswahl am 22. September 2013:

Nachrichten aus dem Haus,
Berlin und den Bezirken
Partizipations- und Integrationsprogramm:

BEWERBUNGSVERFAHREN ERÖFFNET

Bewerbungen um Fördermittel der Förderperiode
2014/2015 bis zum 15.09.2013 möglich
Die Beauftragte des Berliner Senats für Integration und
Migration, Dr. Monika Lüke, hat heute das Bewerbungsverfahren für Fördermittel aus dem Partizipations- und Integrationsprogramm für die Förderperiode
2014/2015 eröffnet.
Gefördert werden Projekte, die die politische Partizipation und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe
von Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsgeschichte unter Berücksichtigung der Vielfalt
ihrer Lebenswelten verbessern sowie Migrantenorganisationen und ihre Netzwerke stärken.
Bewerben können sich in erster Linie Migrantenorganisationen; andere Akteure/Akteurinnen können als Tandem- oder gewählte Kooperationspartner von Migrantenorganisationen gefördert werden. In Ausnahmefällen
steht jedoch auch Nicht-Migrantenorganisationen ohne
Tandem- oder Kooperationspartner die Förderung aus
dem Partizipations- und Integrationsprogramm offen.
Voraussetzung für die Förderung im Ausnahmefall ist,
dass ein Tandem/ eine Kooperation mit einer Migrantenorganisation nicht möglich ist bzw. sich kein/e geeignete/r Partner/in finden lässt.
Das Projektauswahlverfahren findet zweistufig statt:
Zunächst können Sie Ihr Interesse an einer Förderung
aus dem Partizipations- und Integrationsprogramm bekunden, indem Sie sich mit Ihrem Projekt bis zum
15.September 2013 bei der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen um Fördermittel bewerben
(es gilt das Datum des Poststempels; Ausschlussfrist!).
Aus den eingegangenen Bewerbungen wählt ein Auswahlgremium bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen anschließend diejenigen Projekte aus, die
die 2.Stufe erreichen und einen Antrag auf Fördermittel
stellen dürfen.
Das Bewerbungsverfahren und die Förderkonditionen
werden in den Förderrichtlinien zum Partizipations- und
Integrationsprogramm näher erläutert. Die Förderrichtlinien sowie das Bewerbungsformular, das Sie bitte für
Ihre Bewerbung verwenden, sind abrufbar unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/projektfoerderung
/index.html

[PM SenAIF v. 25.06.2013]

„KLAR GEH’ ICH WÄHLEN!“

Broschüre in leichter Sprache erschienen
Lüke: Beitrag zur Willkommenskultur
Die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit bereitet
auf die Bundestagswahl vor.
Die Broschüre zur Wahl erklärt mit einfachen Worten
das Wahlverfahren. Sie richtet
sich insbesondere an Menschen mit Behinderung, gibt
aber auch Hilfestellungen für
Erstwählerinnen und Erstwähler und andere, die sich mit
dem wichtigen Ereignis vertraut machen wollen..
„Klar geh’ ich wählen!“ heißt die übersichtliche Broschüre, die von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in Kooperation mit der Landeswahlleiterin für
Berlin, dem Berliner Aktionsbündnis für Menschen mit
Behinderungen „Das Blaue Kamel“ und der Firma capito Berlin herausgegeben wurde. Auf 32 Seiten wird die
Bedeutung der Wahl hervorgehoben und anhand zahlreicher Abbildungen dargestellt, wie das Wählen in Berlin funktioniert. Daneben werden wissenswerte Informationen sowie praktische Hinweise gegeben. U.a. sind
ein Muster der Wahlbenachrichtigung und des Stimmzettels in der Broschüre abgebildet.
Berlins Integrationsbeauftragte Monika Lüke sieht in
der Veröffentlichung ein sehr gutes Informationsangebot für Menschen, die in der deutschen Sprache noch
unsicher sind: „Eine Broschüre in leichter Sprache kann
ein gutes zusätzliches Angebot sein für diejenigen
Wählerinnen und Wähler mit Migrationshintergrund,
deren Deutschkenntnisse noch nicht so verfestigt sind.
Auch das ist ein wichtiger Beitrag zur Willkommenskultur.“
Die Broschüre „Klar geh’ ich wählen!“ liegt kostenfrei für
Berlinerinnen und Berliner in der Buchausgabe der
Landeszentrale (1. Etage, Zimmer 137) bereit:
Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
An der Urania 4-10
10787 Berlin-Schöneberg (Nähe Wittenbergplatz)
Tel.: (030) 90 16 25 52
Öffnungszeiten:
Mo. bis Mi.: 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Do.: 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Fr.: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Zusendungen sind leider nicht möglich.
(Fortsetzung und Download nächste Seite)

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Interessent/innen können sich das Heft auch im Büro
der Beauftragten für Integration und Migration abholen:
Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin.
Download barrierefreie PDF-Datei unter:
http://www.berlin.de/lzpb/aktue lles/neuigkeiten.html
Rückfragen zum Inhalt: Dr. Udo Wetzlaugk, Tel.: 90 16
25 56

[PM SenAIF v. 25.06.2013]

Flüchtlingszahlen. Die Bereitschaft vieler Menschen,
sich für das schwere Schicksal von Menschen auf der
Flucht zu engagieren, ist weiterhin ungebrochen. Das
ist ermutigend und sollte Behörden und Verbände bestärken, die Unterbringung von Asylbewerberbern und
Flüchtlingen nicht als geheime Verschlusssache zu betrachten und Anwohner zu überrumpeln. Ein offener
und transparenter Umgang kann solche Konfliktsituationen durchaus entschärfen.“
[PM SenAIF v. 20.06.2013]

Zum Weltflüchtlingstag:

AKTUALISIERTES INFORMATIONSBLATT

Seit 12 Jahren wird jährlich am 20. Juni der Weltflüchtlingstag begangen. Ausgerufen hat ihn das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen UNHCR, um an
die Situation von Flüchtlingen weltweit zu erinnern. Angesichts der Kriege weltweit, nicht zuletzt des Bürgerkriegs in Syrien haben die Flüchtlingszahlen einen
neuen Höchststand erreicht. Die meisten der geschätzten 45 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht
sind, suchen Zuflucht in der Region. So gehören Pakistan und der Iran zu den Hauptaufnahmeländern.
Auch Deutschland zählt mit rund 590.000 Flüchtlingen
zu einem wichtigen Anlaufziel.

Informationsblatt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen

BERLINS INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE
ERMUTIGT DIE BEZIRKE ZUR
UNTERBRINGUNG VON FLÜCHTLINGEN

Die Zahl der Asylanträge hierzulande steigt wieder,
auch wenn sie noch nicht an die Zeiten der Bürgerkriege auf dem Balkan in den 90er Jahren heranreicht.
Hauptherkunftsländer sind Russland, Syrien, Afghanistan und Serbien. Berlins Integrationsbeauftragte Monika Lüke mahnt, nicht die steigenden Zahlen und die
eigene Überforderung in den Vordergrund zu stellen.
„Es geht hier um Menschen, die in der Fremde sind und
allein schon daher besonders verwundbar!“ Sie appelliert an die Bezirke, für die nach Berlin kommenden
Flüchtlinge weiter Unterkünfte bereit zu stellen. In Berlin ist die Verteilung sehr unterschiedlich. Besonders
engagiert ist der Bezirk Lichtenberg, der zurzeit die
meisten Flüchtlingsheime bereitstellt. „Dabei“, so die
Integrationsbeauftragte, „ist die Ausgangslage der Behörden in Lichtenberg nicht anders als in den übrigen
Berliner Bezirken. Das Beispiel Lichtenberg kann auch
für andere Bezirke Vorbild sein.“
Wichtig sei, dass bei der Planung und Einrichtung von
Aufnahmeunterkünften auch die Anwohnerinnen und
Anwohner stärker einbezogen würden. „Wie hilfreich
Informationsveranstaltungen und Gespräche im Kiez
sind, zeigen die Entwicklungen im Westend-Quartier,
dort hat sich die Ablehnung der Bewohner in Hilfsangebote und Unterstützung für die Flüchtlinge verwandelt.“
Monika Lüke: „Der Weltflüchtlingstag kann auch Gelegenheit sein, einmal diesen Aspekt in den Vordergrund
zu stellen. Es gibt nicht nur Panik vor ansteigenden

Roma und europäische Wanderarbeitnehmerinnen
und -arbeitnehmer: Rechtsgrundlagen zu Aufenthalt und Bildung sowie Berliner Kontaktstellen

Die Handreichung soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung einen kurzen Überblick über den
rechtlichen Status der neu eingereisten Roma und /
oder Wanderarbeitnehmerinnen und – arbeitnehmer
aus den neuen Beitrittsstaaten Bulgarien und Rumänien geben. Des Weiteren werden in einem zweiten Teil
neben den zuständigen Verwaltungseinrichtungen vor
allem Nichtregierungsorganisation genannt, die im Arbeitsfeld mit den genannten Bürgerinnen und Bürgern
tätig sind und ggfs. als Ansprechpartner der Verwaltung
zur Verfügung stehen.
Download unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/recht/index.
html

Die Beauftragte des Berliner Senats
für Integration und Migration
Die Berliner Einbürgerungskampagne:

DEINE STADT. DEIN LAND. DEIN PASS.

Informationsmaterial vorrätig und abzugeben
Berlin braucht alle seine
Bürgerinnen und Bürger,
egal welcher Nationalität,
welcher Religion oder
Kultur. Ein Viertel der
Berliner
Bevölkerung
kann auf eine Einwanderungsgeschichte in der
Familie
zurückblicken.
Viele Berlinerinnen und
Berliner können aber an
der politischen Gestaltung der Stadt nicht in
vollem Maße teilhaben.
Sie haben keinen deutschen Pass und sind deswegen von Wahlen oder

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Volksentscheiden ausgeschlossen. Aus diesem Grund
wirbt Berlin für die Einbürgerung. Denn erst der deutsche Pass garantiert volle staatsbürgerliche Rechte.
Deine Stadt. Dein Land. Dein Pass. – unter diesem
Motto steht die Berliner Einbürgerungskampagne.
Weitere Informationen gibt es auch auf unserer Internetseite zur Einbürgerungskampagne unter
http://www.einbuergerung-jetzt.de.
Wir rufen Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund auf, den deutschen Pass zu beantragen und alle
Chancen zu nutzen – für ihre Rechte und für unsere
gemeinsame Stadt.

Kostenloses Informationsmaterial verfügbar

Hätten Sie gern weitere Materialien, um beispielsweise
auch in Ihrer Organisation, in Ihrem Verein über die
Möglichkeit der Einbürgerung informieren zu können?
Gern stellen wir Ihnen solche Materialien wie Plakate,
Broschüren und Flyer zur Verfügung.
Sie können diese entweder im Büro der Integrationsbeauftragten persönlich abholen. Hier die Adresse:
Die Beauftragte des Senats
für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Öffnungszeiten für Material- und Broschürenverkauf:
Montag – Mittwoch: 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Donnerstag:
08:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag:
08:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Wir schicken Ihnen aber auch gern kostenloses Material zu. Bitte melden Sie sich einfach bei uns unter:
Tel.: 9017 2357 oder per E-Mail bei:
John.Roehe@intmig.berlin.de

IQ Netzwerk Berlin

Anerkennung
von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen

Neue Broschüren

aus dem IQ Netzwerk Berlin
Broschüre
„Ein Jahr Anerkennungsgesetz des Bundes –
Erste Erfahrungen aus der Anerkennungsberatung
des IQ Netzwerks Berlin“
Mit dem Bundesförderprogramm „Integration durch
Qualifizierung (IQ)“ wurden bundesweit Beratungsstellen für Anerkennungssuchende mit ausländischen Qualifikationen eingerichtet. Das IQ Netzwerk Berlin hat
einen ersten Erfahrungsbericht aus der Anerkennungsberatung veröffentlicht. Darin sind neben den Auswertungen zu den Beratungszahlen, den Personen, die die
Beratung in Anspruch nehmen, auch Empfehlungen für
die Umsetzung der Anerkennungsgesetzgebungen auf
Bundes- und Landesebene enthalten.
Es ist eine gemeinsame Expertise aus allen Anerkennungsberatungsstellen des IQ Netzwerks Berlin.
Broschüre
„Die Nadel im Heuhaufen gefunden –
Anpassungsqualifizierungen für Akademikerinnen
in MINT-Berufen“
Anpassungsqualifizierungen im akademischen MINTBerufen sind rar in Deutschland und solche, die speziell
auf die Bedarfe von Frauen eingehen, sucht man in
vielen Bundesländern vergeblich. Die Broschüre ‚Die
Nadel im Heuhaufen gefunden‘ gibt deutschlandweit
einen Überblick über Anpassungsqualifizierungen und
Qualifizierungen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit für zugewanderte Akademikerinnen im MINTBereich und empfiehlt Beratungsfachkräften passende
Angebote. Sie macht Angebotslücken sichtbar und soll
dem Austausch und der Vernetzung von Qualifizierungsanbietern dienen.
Die Recherche wurde erstellt von LIFE e.V. im Rahmen
des Projektes „Mit Energie in die berufliche Zukunft“,
ein Teilprojekt des IQ Netzwerks Berlin.
Beide Broschüren finden Sie auf der Homepage des IQ
Netzwerks
Berlin
unter
„Publikationen“:
http://www.berlin.netzwerkiq.de/publikationen_berlin.html

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Handwerkskammer – neuer
Teilprojektpartner im IQ Netzwerk Berlin!
Modellprojekt: „Vorstufe zur Qualifikationsanalyse“
Im Rahmen des „Anerkennungsgesetzes des Bundes“
wird durch ein formales Bewertungsverfahren ein Vergleich des ausländischen mit einem deutschen Berufsabschluss (Referenzberuf) durchgeführt auf
Basis
festgelegter Kriterien wie Ausbildungsinhalt und –
Dauer.
Wie sollen jedoch Ausbildungsinhalte überprüft werden,
wenn diese in den Nachweisen nicht ausreichend dargestellt sind? Ein Problem, vor dem die Handwerkskammer bei der Durchführung der Verfahren zur
Gleichwertigkeitsprüfung öfter steht.
Wenn konkrete Angaben zu den Ausbildungsinhalten
fehlen, können die vorhandenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (FKF) mithilfe „sonstiger geeigneter Verfahren“ nach § 14 BQFG-Bund (sogenannte
Qualifikationsanalysen) bewertet werden.
Mit dem Modellprojekt „Vorstufe zur Qualifikationsanalyse“ entwickelt und erprobt die Handwerkskammer im
IQ Netzwerk Berlin bis Dezember 2014 ein Verfahren
zur Ermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die dann innerhalb der Qualifikationsanalyse
beim Anerkennungsinteressierten überprüft werden
sollen. Diese Vorstufe liefert dem Anerkennungsinteressierten eine erste wichtige Rückmeldung darüber,
dass der eingeschlagene Weg zielführend ist (Wegweiser-Funktion).
Methodisch werden in der zu entwickelnden Vorstufe
für Qualifikationsanalysen durch Fachexperten 3-5
Hauptmerkmale innerhalb der „wesentlichen Inhalte“
des jeweiligen Referenzberufes identifiziert. Diese Inhalte werden durch fachpraktische Übungen in Werkstätten mit dem Antragsteller überprüft.
Schwerpunkte bilden Antragsteller bei der Handwerkskammer Berlin mit türkischer Berufsqualifikation innerhalb der Branchen Elektro und KFZ.
Kontakt

Handwerkskammer Berlin
Dilek Intepe-Sachse
und Henning Paulmann
Tel.: (030) 259 03 481/337
E-Mail: anerkennung@hwk-berlin.de

Start der Initiative

„GIRLSATEC –
MÄDCHEN EROBERN TECHNISCHE BERUFE“

Auftaktveranstaltung im Haus der Wirtschaft

Unter dem Motto „Mädchen erobern technische Berufe“
ist heute das Projekt girlsatec des Berliner Senats und
des ABB Training Center in Kooperation mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und
Brandenburg e.V. (VME) im Haus der Wirtschaft mit
Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft
und Schulen gestartet. girlsatec richtet sich mittels Botschafterinnen an Mädchen und junge Frauen in der Berufsorientierung. Botschafterinnen sind junge Facharbeiterinnen und Auszubildende, die sich für eine technisch-gewerbliche Ausbildung entschieden haben und
die im Rahmen des Projektes Schulen, Ausbildungsmessen und Veranstaltungen besuchen, um Mädchen
zu ermutigen, eine technische Ausbildung oder technisches Studium zu wählen.
Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, und Schirmherrin des Projektes erklärte: „girlsatec
liefert einen aktiven Beitrag, um Mädchen gewerblichtechnische Berufe wie den der Mechatronikerin näher
zu bringen. Die „girlsatec -Botschafterinnen“ sind Vorbilder und machen jungen Frauen Mut, sich für einen
technischen Beruf zu entscheiden.“ Dilek Kolat wies
darauf hin, dass die Arbeitsverwaltung im Rahmen der
Strategie „BerlinArbeit“ die Berliner Unternehmen bei
ihrer Suche nach qualifiziertem Nachwuchs unterstützt
und sagte weiter: „Noch gibt es zu wenige Frauen in
technischen Berufen. Das wollen wir ändern. In Zukunft
werden immer mehr junge Frauen zur Fachkräftesicherung beitragen, das haben auch die Unternehmen erkannt. Es freut mich daher besonders, dass sich die
Metall- und Elektroindustrie und die anderen Sozialpartner als Mentoren oder Kooperationspartner für dieses Projekt einsetzen.“
Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. (VME) sagte: „Die Ausbildung von Mädchen und Frauen in technischen Berufen ist eine Chance bei der Fachkräftesicherung. Die Metall- und Elektroindustrie bietet eine attraktive und zukunftssichere
Ausbildung. Deshalb unterstützt der VME als Kooperationspartner das Projekt girlsatec, damit zukünftig mehr
Mädchen erkennen, dass sie durch eine technische
Ausbildung ihre Berufschancen erheblich verbessern.
Dank der Unterstützung der Botschafterinnen aus den
Firmen der Metall- und Elektroindustrie wird authentisch vermittelt, dass es in der Ausbildung nicht nur auf
Technik und Präzision, sondern auch auf Teamarbeit
und auf Kommunikationsstärke ankommt und dass
Technik auch jungen Frauen Spaß macht.“
Bernhard Antmann, Leiter des ABB Training Center
erklärte: „Mädchen und junge Frauen haben einen eigenen Blick auf die Technik und sind für jedes Unternehmen ein Gewinn. Ziel des Projektes girlsatec ist die

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Etablierung einer Plattform über die Mädchen und ihre
Eltern die Möglichkeit erhalten, sich über Berufe im
technisch-gewerblichen Bereich zu informieren und
diese auszuprobieren. Außerdem soll dadurch das Berufswahlspektrum erweitert sowie an bestehende
Netzwerke und Projekte zur Berufsorientierung angeknüpft werden.“
Insgesamt konnten bereits 25 Botschafterinnen für das
Projekt gewonnen und aufgenommen werden. 13 der
jungen Frauen davon erlernen gegenwärtig einen gewerblich-technischen Beruf. 12 weitere junge Frauen
sind bereits als Facharbeiterinnen, Ingenieurinnen,
Teamleiterinnen oder sind als Studentin tätig und werden ebenfalls in diesem Projekt mitwirken. Die Botschafterinnen werden ihren Lebenslauf und ihren Beruf
in Schulen, bei Elternabenden und Messen vorstellen
und so einen leichten Zugang zu gewerblichtechnischen Berufen schaffen.
[PM Sen AIF v. 06.06.2013]

Studie vorgestellt:

DISKRIMINIERUNGSERFAHRUNGEN
SCHWULER UND BISEXUELLER MÄNNER
Am 05.06. hat die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen eine Studie über Lebenssituationen
und Diskriminierungserfahrungen schwuler und bisexueller Männer vorgestellt. Hierzu sagte die Senatorin für
Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat: „Schwule
und bisexuelle Männer erfahren nach wie vor Diskriminierung und Gewalt. Dies beeinträchtigt ihre Lebensqualität erheblich. Schwule und bisexuelle Männer
brauchen ein akzeptierendes soziales Umfeld und eine
spürbare Wertschätzung durch die Gesellschaft.“
Zwei Drittel der befragten schwulen und die Hälfte der
bisexuellen Männer berichten von Diskriminierungen
wegen ihrer sexuellen Orientierung. Jeder zehnte
schwule Mann ist mindestens einmal im Leben Opfer
von Straftaten wie Erpressung und Gewalt geworden.
Diskriminierungen finden insbesondere am Arbeitsplatz, im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie in der
Familie statt. Zu den Diskriminierungserfahrungen gehört beispielsweise, dass die sexuelle Orientierung der
Befragten ignoriert wird oder dass individuelle Verhaltensweisen imitiert und lächerlich gemacht werden.
Auch von sexuellen Anspielungen und direkten Beleidigungen wird berichtet. Straftaten wie Bedrohungen,
Erpressungen, körperliche und sexuelle Gewalt gehen
häufig von Unbekannten im öffentlichen Raum aus.
„Die Studie zeigt, dass der Kampf gegen Homophobie
verstärkt fortgeführt werden muss. Mit der Initiative zur
Akzeptanz sexueller Vielfalt bekämpft Berlin Homophobie und fördert die Akzeptanz gegenüber schwulen und
bisexuellen Männern. Dazu gehört insbesondere die
antigewalt- und Antidiskriminierungsarbeit zu stärken.“
so Kolat weiter.

Deutlich belegt wird, dass Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen das psychische Wohlbefinden der Befragten erheblich beeinträchtigen. Allerdings mildern
sich die negativen Folgen ab, wenn die Betroffenen den
Stress bewältigen können, indem sie aktiv werden, Hilfe suchen und Unterstützung im sozialen Umfeld und
ihrer Community finden. Belastend wirkt sich auch die
strukturelle Diskriminierung durch die Gesellschaft aus.
Ein Beispiel sind die unterschiedlichen Rechte für Ehen
und Lebenspartnerschaften. Alle Befragten lehnen solche strukturellen Ungleichbehandlungen durch die Gesellschaft ab.
Die nicht repräsentative sozialpsychologische Studie
wurde von der Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung im Rahmen der Initiative „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in Auftrag gegeben und von Dr.
Anne Bachmann / Universität Kiel durchgeführt. Online
teilgenommen haben bundesweit 1.042 schwule und
121 bisexuelle Männer im Alter von 16 bis 77 Jahren.
Die Studie „Lebenssituationen und Diskriminierungserfahrungen schwuler und bisexueller Männer“ im Internet:
http://www.berlin.de/lb/ads/gglw/publikationen/index.ht
ml
Kostenfreier Bezug einzelner Druckexemplare: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Broschürenstelle, Oranienstr. 106, 10969 Berlin, Tel. 030 9038
2892
[PM Sen AIF v. 05.06.2013]

BERLIN BRAUCHT DICH!
JETZT AUCH IN DER METALLUND ELEKTROINDUSTRIE

Senatorin Dilek Kolat gibt das Startsignal
Der Verband der Metall- und Elektroindustrie (VME)
und die IG Metall sind sich einig: Attraktive Berufsausbildung und gute Facharbeit sind der Schlüssel für die
Zukunft des Industriestandorts Berlin. Deshalb haben
VME und IG Metall die Initiative ergriffen und gemeinsam mit der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, vereinbart: Die Metall- und Elektroindustrie beteiligt sich ab sofort an der erfolgreichen Initiative Berlin braucht dich!. Die Initiative hilft dabei, dass
Betriebe ihre Ausbildung aktiv für Jugendliche mit Migrationshintergrund öffnen. Sie ist seit vielen Jahren ein
Markenzeichen in Berlin und in der Berliner Verwaltung
und landeseigenen Betrieben bereits erfolgreich gelebte Praxis.
Die Inbetriebnahme
Am 12. Juni fand die feierliche „Inbetriebnahme“ von
Berlin braucht dich! in der Metall- und Elektroindustrie
statt. In angemessener Umgebung, den Produktionsstätten von MAN Diesel & Turbo SE, betonte die Senatorin: „Fachkräftesicherung und Integration gehen eine

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fruchtbare Verbindung ein. Ich freue mich sehr darüber,
dass die in der Berliner Verwaltung so erfolgreiche Initiative nun auch in der Wirtschaft Nachahmung findet.
Öffentliche Hand und freie Wirtschaft ziehen an einem
Strang und bemühen sich endlich gemeinsam um die
vielen talentierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund! In Berlin haben 40 Prozent der unter Sechzehnjährigen einen Migrationshintergrund. Es ist nicht zu
verantworten, dass so viele Fähigkeiten und Talente
brachliegen.“ Aus diesem Grund fördert die Arbeitsund Integrationssenatorin die Initiative der Metall- und
Elektroindustrie.
Burkhard Ischler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V. und Leiter des Berliner Büros der Siemens AG unterstrich die Bedeutung einer stabilen Zusammenarbeit der Schulen mit der Wirtschaft für die
Nachwuchssicherung: „ Berlin braucht dich! ist eine
Chance, die Unternehmen in ihrem Engagement zu
unterstützen und die Partnerschaft von Schulen und
Betrieben noch lebendiger und stabiler zu gestalten“.
Arno Hager, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin: „Die Öffnung der anspruchsvollen Berufsausbildungen in der Metall- und Elektrobranche für Jugendliche
mit Migrationshintergrund ist eine gute Chance für beide Seiten.“ Faszinierend an Berlin braucht dich! sei
überdies, dass gute Berufsorientierung als gemeinsame Sache von vielen Schulen und Betrieben betrachtet
wird, und nicht jeder nur ‚auf eigene Rechnung’ handele. Hager: „Das erhöht die Wirkung und spart Ressourcen“.
Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung: „Dieses Vorhaben ist eine gute Umsetzung des Dualen Lernens in
der Integrierten Sekundarschule, wie auch die große
Zahl der sich beteiligenden Schulen zeigt.“ Die Senatsverwaltung für Bildung begrüßt außerordentlich dieses
Vorhaben, denn es wird getragen von einem großen
Engagement von Schulen und Betrieben.
Was ist Berlin braucht dich!?
Berlin braucht dich! motiviert seit 2006 Schüler/innen
mit Migrationshintergrund, eine betriebliche Berufsausbildung im Öffentlichen Dienst und bei den Betrieben
mit Landesbeteiligung für sich in Betracht zu ziehen. In
den Klassen 7 bis 10 werden Jugendlichen Einblicke in
die betriebliche Wirklichkeit ermöglicht – eine Welt, die
vielen von ihnen fern ist. Diese Betriebsbegegnungen
werden in enger Zusammenarbeit mit Schulen vor- und
nachbereitet. Auf diese Weise setzen sich Jugendliche
intensiver mit ihren Stärken und Interessen auseinander und ihre Berufswahlentscheidung wird fundierter.
Wesentlich ist, dass sie sich im Betrieb willkommen
fühlen. An „Berlin braucht dich! waren bisher 45 Betriebe und 32 Schulen beteiligt. Nun kommen die Betriebe
der Metall- und Elektroindustrie hinzu.

Für Rückfragen: Frau Rachida Rami, BQN Berlin, per
E-Mail an rr@bqn-berlin.de.
[PM Sen AIF v. 12.06.2013]

FÜR DEMOKRATIE UND VIELFALT
IN SCHÖNEWEIDE!
Zur Konstituierung des Berliner Beirats für Schöneweide am 17. Juni 2013 um 14 Uhr im Rathaus Johannisthal erkläre Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und
Frauen, Dilek Kolat:
„Wenn sich rechtsextreme Strukturen konzentrieren
und verfestigen werden wir das hier in Berlin nicht hinnehmen. Wir in Berlin lassen nicht locker und bekennen
Farbe für Demokratie und Vielfalt in unserer Stadt. Es
gilt, was ich schon am ersten Mai gesagt habe: wir lassen keinen Kiez im Stich.“
Seit Jahren konzentriert die Berliner rechtsextreme
Szene ihre Aktionen und ihre Infrastruktur in Schöneweide. Viele Bewohnerinnen und Bewohner, viele Aktive der örtlichen Zivilgesellschaft stemmen sich täglich
gegen das Festsetzen einer rechtsextremen Alltagskultur. Auf Anregung von Dilek Kolat und Oliver Igel hat
sich nun ein Beirat für Schöneweide gegründet, der
weitere Akteure für die Auseinandersetzung mit
Rechtsextremismus und Rassismus im Ortsteil Schöneweide einbindet. Das Ziel des Beirats ist es mit konkreten Vereinbarungen die Mitwirkung von Schlüsselakteuren aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu aktivieren und aufeinander abzustimmen. Im Mittelpunkt
steht dabei die Festigung der demokratischen Kultur in
Schöneweide.
„Mit der Gründung des Beirats für Schöneweide zeigen
wir, dass uns ein demokratisches Zusammenleben
wichtig ist – überall in Berlin. Gerade im Gedenkjahr
„Zerstörte Vielfalt“ ist das auch ein Signal für die ganze
Stadt“, so Senatorin Dilek Kolat.
Bereits andere Berliner Stadtteile wurden mit vernetzten Kiez-Strukturen erfolgreich die Dominanz von
rechtsextremen Kräften eingedämmt.
[PM Sen AIF v. 17.06.2013]

Siehe auch www.berlin-braucht-dich.de

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Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 04.06.2013, 12:10 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

VERBESSERUNG DER BETREUUNG
VON MINDERJÄHRIGEN FLÜCHTLINGEN
Aus der Sitzung des Senats am 4. Juni 2013:

Nach Stellungnahme durch den Rat der Bürgermeister
hat der Senat heute die Änderungsverordnung über die
Zuständigkeit für einzelne Bezirksaufgaben erlassen.
Er hatte der Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend
und Wissenschaft, Sandra Scheeres, in erster Befassung bereits am 16. April 2013 zugestimmt.
Mit der Verordnung wird dem Jugendamt SteglitzZehlendorf die zentrale Zuständigkeit in Berlin für die
Führung von Amtsvormundschaften über unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge übertragen.
Weitere Informationen stehen zur Verfügung unter
http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2013041
6.1305.383520.html
Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Telefon: 90227-5843

Pressemitteilung vom 05.06.2013, 11:30 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

INNENSENATOR HENKEL LEGT
VERFASSUNGSSCHUTZBERICHT 2012 VOR
Transnationaler islamistischer Terrorismus
• Gefahr von Anschlägen durch Jihadisten besteht fort
• Ausreisen nehmen zu
Deutschland gehört nach wie vor zu den Zielländern
islamistischer Terroranschläge. Das Personenpotenzial
jihadistischer Netzwerke mit Deutschlandbezug und
terroristischem Hintergrund liegt laut den Sicherheitsbehörden des Bundes bei ca. 230, wobei die tatsächlichen Zahlen quantitativ kaum zu erfassen sind. Eine
Gefährdung geht insbesondere von radikalisierten Einzelpersonen und Gruppen aus, wie der Anschlag des
Einzeltäters Arid U. auf US-Soldaten am Frankfurter
Flughafen im Jahr 2011 deutlich gemacht hat.
Kern-„al-Qaida“ gelang es 2012 unterdessen nicht, Anschläge in westlichen Ländern durchzuführen. Eine
Reihe von Todesfällen in der Führungsriege schwächte
das Terrornetzwerk. Dennoch waren die Bemühungen
von Kern-„al-Qaida“ erfolgreich, Jihadisten mit Bezügen

zu westlichen Staaten anzuwerben und in Terrorcamps
auszubilden.
Der jihadistische Propaganda-Apparat läuft weiterhin
auf Hochtouren: Mit Webseiten, Mediendiensten, Textund Videobotschaften verfolgen die Jihadisten das Ziel,
ihre Ideologie zu verbreiten. Der Führer von Kern-„alQaida“, Aiman al-Zawahiri, streute 2012 ca. ein Dutzend Videobotschaften. Auch um weibliche Jihadisten
wird gezielt geworben, wie die im Juni 2012 gesendete
Textbotschaft „Brief an die muslimische Schwester“
verdeutlicht. Propaganda deutscher Jihadisten im Ausland kommt von der „Islamischen Bewegung Usbekistan“ (IBU), deren deutsches Mitglied Mounir C. in einer
Videobotschaft mit Anschlägen in Deutschland droht. In
den Reihen der IBU-Kämpfer ist Samir H. der zweite im
pakistanisch-afghanischen Kampfgebiet mutmaßlich
getötete deutsche Jihadist, nachdem im Jahr 2010 bereits Benyamin E. zu Tode gekommen ist.
Verschiedene jihadistische Ablegerorganisationen der
„al-Qaida“ sind in Regionalkonflikten aktiv: „al-Shabab“
in Somalia, „al-Qaida im islamischen Maghreb“ (AQM),
die ihre Machtposition durch die Wirren des libyschen
Bürgerkriegs in der östlichen Sahelzone ausbauen
konnte und durch die Entführung eines deutschen Ingenieurs in Nigeria von sich reden machte sowie „alQaida auf der Arabischen Halbinsel“ (AQAH) als Zusammenschluss aus „al-Qaida im Jemen“ (AQJ) und
der saudischen „al-Qaida“-Zelle.
Im Sommer 2012 stieg die Zahl der Ausreisen deutscher jihadistisch-salafistisch gesinnter Personen deutlich an. Unter den über 60 ausgereisten Personen befanden sich ca. ein Dutzend Berliner. Als Drehkreuz
fungierte insbesondere Ägypten. Von dort aus erfolgt
oftmals die Weiterreise in nordafrikanische Konfliktregionen und in den Nahen Osten, um Kontakte zu „alQaida“-nahen Netzwerken zu knüpfen. Mohamed M.,
Anführer des mittlerweile verbotenen Netzwerks „Millatu-Ibrahim“, hatte in Ägypten und Libyen mit dem Aufbau von Anlaufstellen für deutsche Jihad-Salafisten
begonnen. Inzwischen wurde er in der Türkei von türkischen Sicherheitskräften festgenommen. Derzeit liegen
auch Erkenntnisse zu mehr als fünfzig deutschen Islamisten bzw. Islamisten aus Deutschland vor, die in
Richtung Syrien ausgereist sind, um dort beispielsweise an Kampfhandlungen teilzunehmen oder den Widerstand gegen das Assad-Regime in sonstiger Weise zu
unterstützen. Aufgrund der dynamischen Lageentwicklung vor Ort unterliegt diese Zahl tagesaktuellen Veränderungen mit derzeit eher steigender Tendenz.
Salafistische Bestrebungen
• Zahl der Salafisten in Berlin steigt auf 400; die Hälfte
davon gewaltorientiert
• Muhammad-Karikaturen lösen gewalttätige Ausschreitungen aus
• Verbot des Netzwerks „Millatu-Ibrahim“
Bundesweit ist die Zahl der Salafisten schätzungsweise
auf 4 500 gestiegen. In Berlin nahm das Personenpotenzial im Salafismus von ca. 350 auf ca. 400 zu. Mit

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Koranverteilungsaktionen und Infoständen in mehreren
westlichen Bundesländern und in Berlin wird versucht,
Muslime und Nichtmuslime für den Salafismus zu gewinnen. Ein weiteres Thema 2012 ist die Auseinandersetzung mit der Bürgerbewegung „Pro NRW“, die mit
der Veröffentlichung von Muhammad-Karikaturen für
Provokation sorgte. Bei Veranstaltungen in Bonn und
Solingen kam es dabei zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen „Pro NRW“-Anhängern, Salafisten und
der Polizei mit zahlreichen Verletzten. In Berlin gab es
im Mai 2012 im Rahmen einer SalafistenDemonstration Rangeleien zwischen Salafisten und
Polizeibeamten mit mehreren Leichtverletzten. Terroristische Organisationen in der muslimischen Welt nutzten
die Vorfälle für propagandistische Zwecke. Mit veröffentlichten Drohbotschaften versuchten sie, Salafisten
in Deutschland zu radikalisieren und zu Terroranschlägen zu motivieren. Derweil konnte dem 2011 gegründeten Salafisten-Netzwerk „Millatu-Ibrahim“ nachgewiesen werden, dass es sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland richtet.
An den Ausschreitungen in Bonn und Solingen beteiligte es sich aktiv. Der Bundesminister des Innern belegte
„Millatu-Ibrahim“ am 29. Mai mit einem Betätigungsverbot.
Rechtsextremismus
• Netzwerk „Freie Kräfte“ dominiert Berliner Rechtsextremismus
• NPD weiter geschwächt
Das Personenpotenzial des aktionsorientierten Rechtsextremismus hat sich 2012 kaum verändert und liegt in
Berlin bei ca. 1 380. Der aktionsorientierte Rechtsextremismus in Berlin ist in seiner Aktions- und Organisationsform geprägt von den „Autonomen Nationalisten“
(AN), die wiederum in der Struktur des informellen
Netzwerks „Freie Kräfte“ aufgegangen sind. Dieses
Netzwerk dominiert die gesamte rechtsextremistische
Szene Berlins. Es handelt sich um ein konzentrisches
Kommunikationsnetzwerk, das in seinem inneren Führungszirkel ca. 10 bis 15 Personen umfasst. Ca. 50 bis
60 Personen machen den festen Unterstützerkreis aus
und ca. 70 bis 80 Personen gehören zum losen Anhängerkreis. Dabei existieren strukturelle und personelle
Verflechtungen mit der NPD. Aktivisten des Netzwerks
sind beispielsweise in NPD-Kreisverbänden aktiv. Umgekehrt unterstützt die Partei die Aktivitäten der „Freien
Kräfte“ logistisch. Die regionalen Schwerpunkte des
Netzwerks finden sich in Lichtenberg, TreptowKöpenick und Neukölln. Lichtenberg bildet aufgrund der
hohen Anzahl gewaltbereiter Anhänger aktuell das
Zentrum des aktionsorientierten Rechtsextremismus in
Berlin. Trotz einiger Unterschiede der lokalen Szenen
verstehen sich die Aktivisten als „nationale Bewegung“,
deren Aktivitäten zunehmend aggressiver werden. Angeheizt wurde die feindselige Stimmung auch durch die
Webseite „nw-berlin“, die bis zu ihrer Indizierung 2011
zu den bedeutendsten rechtsextremistischen Internetplattformen zählte. Seit dem ist die Seite nicht mehr
aufrufbar, was im Zusammenhang mit einem erhöhten

Druck der Strafverfolgungsbehörden stehen könnte.
Dieser Druck dürfte das Handeln des Netzwerks auch
zukünftig beeinflussen und es zwingen, verstärkt unter
dem Deckmantel der NPD zu operieren.
Die NPD selbst steckt weiterhin in der Krise. Die Wahlniederlagen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in
Nordrhein-Westfalen zementieren ihren Status einer
Splitterpartei. Auch die Fusion mit der DVU verschaffte
ihr keinen Auftrieb. In den neuen Bundesländern verliert die NPD ebenfalls an Anziehungskraft: Sinkende
Mitgliederzahlen und schwindende Unterstützung durch
parteifreie Kräfte prägen das Bild. Die NPD steht vor
einem Dilemma: Betont sie ihre Verfassungskonformität, verliert sie an Rückhalt in der rechtsextremistischen
Szene. Versucht sie sich offen mit einer rechtsextremistischen Agenda zu profilieren, würde sie den Parteiverbotsklägern in die Hände spielen.
In Berlin kann der neue Parteivorsitzende, Schmidtke,
keine frischen Impulse setzen. Interne Querelen, eine
dünne Personaldecke, juristische Auseinandersetzungen und eine fehlende Mobilisierungsstrategie kennzeichnen die Entwicklungen der Berliner NPD im vergangenen Jahr. Fremdenfeindliche Kampagnen und
Veranstaltungen blieben ohne größere Resonanz.
Schmidtke sucht den Schulterschluss mit den „Freien
Kräften“. Damit verschwimmen die Grenzen des parlaments- und aktionsorientierten Rechtsextremismus in
Berlin zusehends.
Als Konsequenz aus dem NSU-Fall treffen Polizei- und
Nachrichtendienste weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Informationsaustauschs, um die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden zu optimieren. Bereits
im Dezember 2011 eröffnete das „Gemeinsame Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus“ (GAR). Im
September 2012 wurde nach dem Vorbild der „Antiterrordatei“ (ATD) die „Rechtsextremismus-Datei“ (RED)
eingeführt. Ziel dieser Bemühungen ist es, eine weitere
Verbrechensserie wie die des NSU zu verhindern und
den Aufbau rechtsextremistischer Terrorstrukturen
frühzeitig zu unterbinden.
Linksextremismus
• Personenpotenzial nimmt leicht zu; politisch links motivierte Straftaten gehen um ein Drittel zurück
• Geringe Mobilisierungsfähigkeit; keine Radikalisierung
der „Massen“
Das Personenpotenzial linksextremistischer Organisationen in Berlin ist leicht auf 2 460 gestiegen, wobei der
Anteil der aktions- und gewaltorientierten Personen um
60 auf 1 040 gesunken ist. Insbesondere die Autonomen verlieren trotz starker Rekrutierungsbemühungen
zunehmend ihre Basis. Die „Rote Hilfe“ gewinnt dagegen stetig an Zulauf.
Im Bereich Linksextremismus konzentriert sich der Verfassungsschutz in seinem diesjährigen Jahresbericht
insbesondere auf die Form von Straftaten und deren
Differenzierung. Die Einteilung in vier Kategorien er-

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möglicht es, einen genaueren Überblick über die Bandbreite strafrechtlich relevanter Angriffe zu gewinnen.
Dabei sind die Übergänge fließend. Symbolische Straftaten zielen darauf ab, vermeintliche Missstände aufzudecken und verantwortliche Personen zu benennen.
Bevorzugte Aktionsformen sind Sachbeschädigungen,
von denen beispielsweise das Jobcenter Neukölln sowie mehrere Bank- und Sparkassenfilialen u. a. in
Friedrichshain-Kreuzberg betroffen waren. Mit sabotierenden Straftaten versuchen Aktivisten, die Funktionsfähigkeit von Institutionen zu lähmen. Ziele sind Kommunikations-, Logistik-, Verkehrs- und Energieunternehmen. Zu den Aktionsformen zählen u. a. Brandanschläge auf Fahrzeuge und Gebäude. Konfrontative
Straftaten zielen auf die Auseinandersetzung mit dem
offen zum Feindbild stilisierten politischen Gegner ab.
Absicht ist es, den Angegriffenen mittels Einschüchterung zu einer Verhaltensänderung zu zwingen. Im Mittelpunkt stehen in der Szene sogenannte „Gentrifizierer“ – Vermieter, Sanierer, Immobiliengesellschaften
etc., die auf Veranstaltungen direkt angegriffen werden.
Dabei hat die Schwere der Taten zugenommen. Aufwiegelnde Straftaten sollen auf das Verhalten der eigenen Szene und potenzieller Bündnispartner wirken. Ziel
ist die Mobilisierung weniger militant eingestellter Aktivisten, um sie für das eigene Gewalthandeln zu instrumentalisieren. Exemplarisch seien die Ausschreitungen
im Nachgang des „Europäischen Polizeikongresses“ im
Januar 2012 genannt.
Insgesamt sind in der linksextremistischen Szene Berlins personelle Verschiebungen erkennbar. Ältere Aktivisten steigen vermehrt aus der gewaltbereiten autonomen Szene aus und widmen sich weniger militanten
Formen des politischen Engagements. Um die Lücke
zu schließen, nehmen autonome Gruppierungen immer
mehr erlebnisorientierte und bildungsferne Heranwachsende auf. Dies führt zu internen Zerwürfnissen und
Cliquenbildung. Die Schwäche der lange Zeit dominierenden „Antifaschistischen Linke Berlins“ (ALB) ist
Ausdruck dieser Entwicklungen. Die Tendenz weiter
Teile der autonomen Szene, gesellschaftlich anschlussfähig zu werden und die „Massen“ zu radikalisieren,
scheitert nach wie vor an ihrem „revolutionären“ Habitus.
Extremistische Bestrebungen ausländischer Organisationen (ohne Islamismus)
• Keine Veränderung des Personenpotenzials der PKK
• Durchführung von Hungerstreiks
• Gewaltbereitschaft nimmt zu

wurden, beendeten die Aktivisten ihren Hungerstreik.
Grundsätzlich sind die Protestformen der PKK in
Deutschland weniger aggressiv als in der Türkei. Dennoch waren im vergangenen Jahr insbesondere die
jungen PKK-Anhänger in Deutschland gewalttätiger.
Der Verfolgungsdruck der Sicherheitsbehörden auf die
PKK ist daher unverändert hoch. So konnten im letzten
Jahr mehrere Führungskader der PKK bzw. der Jugendorganisation Komalên Ciwan festgenommen und
vor Gericht gestellt werden. Da die Lage in Deutschland in diesem Phänomenbereich immer von der Lage
in der Türkei abhängt, ist 2013 nach Öcalans Aufruf an
die PKK, sich aus der Türkei zurück zu ziehen, eine
deutliche Lageberuhigung eingetreten. Es bleibt abzuwarten, ob die Guerilla dem Aufruf Folge leistet oder
der „Waffenstillstand“ wie so viele vorhergehende Propaganda bleibt.
Die Langfassung des Verfassungsschutzberichts finden
Sie
unter
http://www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/pu
blikationen/verfassungsschutzberichte/index.html.

Pressemitteilung vom 06.06.2013, 11:25 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Bundesverfassungsgericht zum Ehegattensplitting
für eingetragene Lebenspartnerschaften:

WOWEREIT BEGRÜßT ENTSCHEIDUNG

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat die heute veröffentlichte Entscheidung des
Bundesverfassungsgerichts begrüßt, wonach auch eingetragene Lebenspartnerschaften von den Regelungen
des Ehegattensplittings profitieren müssen.
Wowereit: „Die Entscheidung ist ein weiterer wichtiger
Schritt auf dem Weg zur Gleichbehandlung von Lesben
und Schwulen. Es ist bedauerlich, dass die Konservativen in der Union immer wieder erst durch höchstrichterliche Urteile dazu gezwungen werden müssen, zu akzeptieren, was Gleichheit und Gerechtigkeit in einer
offenen und toleranten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts praktisch bedeuten.“

Das Personenpotenzial der PKK hat sich im vergangenen Jahr nicht verändert. Bundesweit gehören schätzungsweise 13 000, in Berlin 1 050 Personen der PKK
an. Die Aktionen der PKK-Mitglieder waren im Jahr
2012 geprägt von der Isolation ihres Anführers Abdullah Öcalan. Im Februar und im September gingen PKKGefängnisinsassen in der Türkei und PKK-Aktivisten in
Straßburg jeweils in einen Hungerstreik, um gegen die
Isolationshaft Öcalans zu protestieren. Erst nachdem
Botschaften von Öcalan aus dem Gefängnis übermittelt
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Pressemitteilung vom 07.06.2013, 12:20 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

HENKEL VERLEIHT
BERLINER PRÄVENTIONSPREIS 2013
Anmeldung bis zum 14. Juli möglich

Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt unterstützt mit der Auslobung des diesjährigen Berliner
Präventionspreises den Wertedialog von Innensenator Frank Henkel.
Mit dem Berliner Präventionspreis 2013 „Gewalt hat
keinen Wert. Du schon. Gemeinsam Prävention gestalten.“ werden Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten
zur Gewaltprävention ausgezeichnet, die in Berlin die
unterschiedlichen Entwicklungsphasen von Kindern
und Jugendlichen berücksichtigen und frühzeitig ansetzen, die soziale und emotionale Kompetenz zu stärken.
Gleichzeitig sollen sie die Übergänge aktiv begleiten
und mit Anbietern vorangegangener oder nachfolgender Maßnahmen kooperieren.
Innensenator Frank Henkel erhofft sich auch in diesem
Jahr zahlreiche Bewerbungen um den Berliner Präventionspreis. Mit der Auslobung des Berliner Präventionspreises soll ein Anreiz geschaffen werden, das Engagement von Institutionen, freien Trägern sowie Bürgerinnen und Bürger, die im Zusammenhang mit der Gewalt- und Kriminalitätsprävention bereits Verantwortung
übernommen haben, weiterzuführen und zu intensivieren.
Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt lobt den
Berliner Präventionspreis in diesem Jahr zum vierzehnten Mal aus. Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert und
wird im Rahmen des Präventionstages am 6. November 2013 im Berliner Rathaus verliehen. Darüber hinaus werden drei Sonderpreise in Höhe von jeweils
1.000 Euro von der Unfallkasse Berlin, der SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH Co. KG sowie der Initiative Schutz vor Kriminalität e. V. gestiftet. Die Preisgelder sind für die Weiterführung oder Ausweitung der
prämierten Projekte, Maßnahmen und Initiativen bestimmt. Über die Preisverleihung entscheidet eine von
der Landeskommission eingesetzte unabhängige Jury.
Die Frist zur Einsendung der Bewerbungsunterlagen
endet am 14. Juli 2013. Bewerben können sich Berliner Vereine, Verbände, Schulen, Behörden, Organisationen, Institutionen und Initiativen sowie Bürgerinnen
und Bürger.
Die Ausschreibungsunterlagen für den Berliner Präventionspreis 2013 können bei der Geschäftsstelle der
Landeskommission Berlin gegen Gewalt angefordert
oder unter http://www.berlin.de/imperia/md/content/lblkbgg/praeventionspreis/praeventionspreis2013/wettbe
werbsunterlagen2013a.doc
herunter geladen werden.

Pressemitteilung vom 10.06.2013, 12:40 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

JUGENDINITIATIVEN LEGEN LOS
FÜR DEMOKRATIE UND BETEILIGUNG

Projektförderungen an Initiativen von Jugendlichen
vergeben
Um die demokratische Beteiligung und das ehrenamtliche Engagement junger Berlinerinnen und Berliner zu
fördern, hat der Senat den Jugend-Demokratiefonds
Berlin aufgelegt. Nach erfolgreichem Abschluss der
ersten Antragsphase wird nun in allen Förderbereichen
losgelegt. Aus 86 eingereichten Anträgen im Programmbereich 1 wurden 14 Initiativen von Jugendlichen ausgewählt. Unterstützt durch Fördermittel aus
dem Demokratiefonds können sie nun ihre innovativen
Projektideen umsetzen.
Die Gestaltung des demokratischen Miteinanders in
einer Gesellschaft hängt ganz wesentlich von der Bereitschaft ab, sich aktiv einzubringen. Diese Bereitschaft soll der Jugend-Demokratiefonds Berlin unter
dem Motto „Stark gemacht! Jugend nimmt Einfluss“ unterstützen. 117.900 Euro wurden in der ersten Ausschreibungsrunde für innovative Projekte mit lokaler
und landesweiter Bedeutung vergeben.
Jugendsenatorin Scheeres zeigte sich begeistert vom
regen Zuspruch in der ersten Antragsphase: „Berlins
Jugend straft all jene Lügen, die ihr mangelndes Politikinteresse vorwerfen. Es ist beeindruckend, wie viele
kreative Mitgestaltungsideen uns erreicht haben.“ Das
Antragsvolumen aller 86 Anträge von Beteiligungsinitiativen lag deutlich über der für das Gesamtjahr 2013 zur
Verfügung stehenden Summe. Eine zweite Ausschreibungsrunde für die Programmsäule 1 ist im Mai gestartet und endet am 21.06.2013. Über die in der Programmsäule 2 angesiedelten bezirksbezogenen Partizipationsprojekte befinden die mittlerweile in allen 12
Bezirken konstituierten Kinder- und Jugendjurys.

Das Internet-Portal http://www.stark-gemacht.de bietet
zahlreiche Informationen zum Thema Beteiligung sowie
zu Möglichkeiten und zur Struktur des Landesprogramms. Interessierte erfahren, was wie gefördert und
unterstützt werden kann.
Weitere Informationen gibt die
Regiestelle des Jugend-Demokratiefonds Berlin
c/o Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin
Obentrautstraße 55
10963 Berlin
Herr Geiger
E-Mail: geiger@jfsb.de
Tel.: (030) 2175 1371, Mobil: (0170) 52 61 322
Herr Gabler
E-Mail: gabler@jfsb.de
Tel.: (030) 70 72 85 29.

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Beschreibungen der geförderten Projekte
der 1. Antragsphase
Berlin bin ich - Aktiv in meinem Kiez!
SPI - Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik
Thema: Entwicklung u. Erprobung neuer Beteiligungsformate
Entwicklung, Aufbau und Erprobung einer ePartizipationsplattform. Jugendliche können u.a. auf Karten Orte
markieren, die für sie verbesserungswürdig sind und
ihre Ideen dazu vermerken. Die Eintragungen werden
von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Drehscheibe
moderiert und an die zuständigen Stellen sowie ggf.
Beteiligungsprojekten vor Ort weitergeleitet. Der Fortgang/Status der Bearbeitung und die Ergebnisse werden veröffentlicht und werden somit transparent. Das
Projekt profitiert zudem vom „Peer-to-Peer“ Ansatz, begleitende Workshops für Jugendinitiativen/-projekte
werden angeboten. Das Projekt ist zunächst als Modell
für den Bezirk Mitte angelegt und wird in Kooperation
mit Jugendeinrichtungen und bezirklichen Stellen umgesetzt. Nach der Erprobung ist eine Übertragung auf
weitere Bezirke geplant.
Schüler drehen auf! Pankow gegen Rechts!
Unabhängiges Jugendzentrum Pankow
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie
Eine Gruppe von Freiwilligen und Schülerinnen und
Schülern plant und organisiert selbst einen mehrwöchigen Schülerbandwettbewerb für den Bezirk Pankow in
mehreren Jugendfreizeiteinrichtungen. Im Vorfeld der
Konzerte finden Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Thema Rassismus im alltäglichen
Sprachgebrauch sowie Kleidung, Symbole und Strukturen der Naziszene in Pankow statt. Über den Wettbewerb sollen Jugendliche zur Positionierung gegen
Rechtsextremismus und zu ehrenamtlichem Engagement motiviert werden. Als Preise winken ein Studioalbum und ein Auftritt beim Openair-Konzert Fayatak.
MellowMoods - die gelebte Beteiligungswende
all eins e.V.
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten
Junge Mitglieder und Engagierte des Projekts „MellowPark“ in Treptow-Köpenick gestalten mit weiteren
Jugendlichen eigenständig ein bisher ungenutztes Areal von ca. 1.500 m². Selbstorganisiert entwickeln sie in
Workshops Ideen für die Gestaltung des öffentlichen
Raums als zeitgemäßes Jugendzentrum und realisieren diese in Camps/Arbeitseinsätzen. Den Abschluss
des Projekts bildet ein gemeinsames Festival für alle
Helferinnen und Helfer und die Öffentlichkeit. Ziel ist es,
Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, öffentliche
Räume nach ihren Vorstellungen selbstbestimmt und
konkret zu gestalten.
Dreamville - Ein Neuanfang
Jugendnetzwerk Lambda e.V.
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie

„Dreamville“ ist ein kunstübergreifendes Theaterprojekt,
das sich mit koexistenziellen Schwierigkeiten multiethnischer Gesellschaften auseinander setzt, indem es
einen Begegnungsraum zwischen homosexuellen und
muslimischen Jugendlichen schafft. Im Fokus steht die
Auseinandersetzung mit der Frage „Wie wollen wir (zusammen-)leben?“. Die jungen Schauspielerinnen und
Schauspieler schaffen auf der Bühne ihren eigenen
sozialen Lebensraum im „Dreamville“ und verhandeln
hierbei Regeln und Gebote des Zusammenlebens, die
sich insbesondere auf die Diskrepanz zwischen der
Ausübung sexueller und religiöser Freiheiten beziehen.
Die Teilnehmenden sollen über das Lambda-Netzwerk
und Kreuzberger Oberschulen gewonnen werden.
WeltKiosk - Geschichten take-a-way
Schlesische 27 Jugendkunst- und Kulturzentrum
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie
Zielgruppe sind Jugendliche, die als Flüchtlinge und
Migrantinnen bzw. Migranten mangels Selbstvertrauen
starken Beratungsbedarf und besondere Schwierigkeiten bei der Organisation des Alltags haben. Das Projekt
will deren Selbstwahrnehmung und Kommunikationsfähigkeiten stärken, indem sie sich in künstlerischkreativen Workshops mit ihrer Situation auseinander
setzen und ein „szenisch-dingliches Sortiment“ für einen selbstgestalteten „WeltKiosk“ entwickeln. Der
Weltkiosk wird an mindestens drei Aktionstagen im öffentlichen Raum (Markthalle, Galerie und BA Mitte)
präsentiert. Geboten werden u.a. Videoclips, selbst kreierte Dinge (Souvenirs) sowie Kulinarisches. In kommunikativen Interaktionen mit Passanten/Kunden wird
das Sortiment zum Tausch angeboten und über den
Alltag, die Träume und Hoffnungen der Jugendlichen
informiert.
Kooperationspartner sind: das BBZ (Bildungs- und Beratungszentrum für Beruf und Beschäftigung Berlin
gGmbH), der Berliner Flüchtlingsrat und die „Jungen
Pächter“.
bewusst durch Berlin
Ayse Nur Uluer
Thema: politisch-historische Bildung
Das Projekt ist eine Initiative von drei Jugendlichen türkischer Herkunft aus dem Brunnenviertel in Mitte. Im
Rahmen von jeweils zwei Workshops pro Monat möchten sie im Kontext politisch-historischer Bildung andere
Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zur
bewussten Auseinandersetzung mit ihrer Heimatstadt
Berlin anregen, deren Kommunikationskompetenz stärken und zum ehrenamtlichen Engagement motivieren.
Mittels Zeitzeugengesprächen zur Berliner Mauer, Museums- und Gedenkstättenbesuchen sollen die Teilnehmenden Berliner Geschichte berühren, fühlen und
bewusst erleben. In Kursen lernen sie das Erlebte und
Erlernte selbstgestaltet öffentlich, z.B. im Internet, zu
präsentieren und erhalten zum Abschluss ein Zertifikat
zum „Jungen Reiseführer_in in Berlin“. Die Räume für
das Projekt werden durch die degewo zur Verfügung
gestellt.

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Schüler_innen entwickeln ein SV-Handbuch
Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung e.V.
Thema: Erweiterung von Beteiligungskontexten
Ziel ist die Entwicklung eines Handbuchs für erfolgreiche Schüler- und Schülerinnenvertretungsarbeit sowie
andere Beteiligungsformen in Berlin, welches bestehendes Wissen sammelt und sichert. Die Inhalte mit
Tipps und Tricks für eine erfolgreiche SV-Arbeit werden
durch eine Redaktion von engagierten Schülervertreterinnen bzw. -vertretern und Jugendlichen selbst erstellt.
Projektpartner sind das Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V., der LAS und LSV
Berlin. Das Handbuch wird sowohl gedruckt als auch
digital kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zur Orientierung dient das „Handbuch für Berliner SV-Arbeit – reclaim the school“, von 2006.
Peer-Scout-Berater für SVertreter_innen
Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V.
Thema: Förderung des ehrenamtlichen Engagements
20 Schülerinnen und Schüler werden zu Peerscouts
qualifiziert. Behandelt werden u.a. Fragen zu Rechten
und Pflichten von SV-Vertretern und -vertreterinnen
und zum Berliner Schulgesetz – vermittelt werden
Kompetenzen in ziel- und lösungsorientierter Moderation und Kommunikation. Geplant sind sechs Ausbildungstage in Kooperation mit dem LSA Berlin. Nach
ihrer Qualifikation führen die Peerscouts mindestens 20
Beratungen/Workshops an Berliner Schulen durch.
Zum Jahresende erfolgen in einem gemeinsamen Seminar eine Projektauswertung sowie eine Erörterung
über Fortentwicklungsmöglichkeiten ab dem Jahr 2014.
Akte/ NSU
Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis Charlottenburg
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie
Ausgehend vom Thema und den Entwicklungen rund
um die Terrorzelle „NSU“ haben Jugendliche und junge
Erwachsene des Theaterprojekts „Vergessene Biografien“ aus einem Gefühl der Ohnmacht und Verunsicherung die Idee und das Konzept zum Projekt entwickelt.
In der Erarbeitung eines dokumentarischen Theaterstücks sollen Gegenstrategien entworfen werden, um
Handlungssicherheit und Souveränität zu erreichen.
Hinterfragt wird die Verantwortung der Zivilgesellschaft
an der Ermordung von neun migrantischen Kleinunternehmern. Das Theaterstück präsentiert die Ergebnisse
verschiedener Phasen der Auseinandersetzung, indem
die Erfahrungen und Lebenswelten der Jugendlichen
explizit im Zentrum stehen. Die Teilnehmenden kommen aus dem Jugendcafé Nightflight und der BertholdBrecht-Oberschule Spandau - Kooperationspartner ist
u.a. das dokumentartheater Berlin. Bereits ab September werden einzelne Szenen an belebten öffentlichen
Plätzen, z.B. Wittenbergplatz oder Mehringdamm, öffentlich aufgeführt und mit Passanten über deren
Wahrnehmung des Themas diskutiert. Proben und
Premiere erfolgen im Gemeinde- und Gedenkzentrum
Plötzensee.

Mädchenjahreskalender
Caren Mielenz
Thema: politisch-historische Bildung
Eine Gruppe 14- bis 17-jähriger Mädchen entwickelt
und gestaltet zielgruppengerecht einen Kalender zu
Themen wie Frauenrecht, Rassismus, Toleranz, Demokratie, Kultur, Umweltschutz, Schule u.a.m. In Workshops mit Bildungseinheiten zu den inhaltlichen Themenbereichen sowie zu Fragen des Urheberrechts, der
Gestaltung und des Layouts erarbeiten die Mädchen
den Kalender selbstständig. Ziel des Projekts ist neben
der Erstellung des Kalenders, dass die Teilnehmerinnen lernen, ein Projekt eigenständig und auf kreative
Weise zu organisieren, zu koordinieren und zu verwirklichen. Kooperationspartnerin ist die Freie Waldschule
Pankow e.V. in Blankenfelde.
EUDY Internationales Empowermenttreffen gehörloser Jugendlicher
Deutsche Gehörlosenjugend e.V.
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie
An einem Wochenende kommen engagierte gehörlose
Jugendliche aus Europa in Berlin zusammen, um sich
über ihre Erfahrungen, die jeweilige Situation in ihren
Ländern und über Projekte und Ideen auszutauschen.
Es geht darum, dass Jugendliche, deren Möglichkeiten
zur gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt und die
von der Öffentlichkeit häufig nicht wahrgenommen werden, Ermutigung und Empowerment erfahren, neue
Impulse bekommen und das europaweite Netzwerk
ausgebaut wird. In verschiedenen thematischen Workshops und Diskussionen findet ein Austausch zu kultureller Vielfalt und zu gelingender gesellschaftlicher Beteiligung statt. Der Besuch von Ausstellungen und Veranstaltungen des Berliner Themenjahrs „Zerstörte Vielfalt“ sind Teil des Rahmenprogramms. Weitere Kooperationspartner sind: der GVB Berlin, die European Union of Deaf Youth, Jubel3 (Jugend-Gehörlosenverband
Berlin e.V.).
U18 Bundestagswahl 2013
Berliner Jugendfeuerwehr
Thema: Förderung von Vielfalt und Toleranz / Demokratie
Unter dem Motto „Am 13. September hast Du die Wahl“
möchte die Berliner Jugendfeuerwehr junge Menschen
motivieren, sich mit den Werten und dem System der
Demokratie in Deutschland aktiv auseinander zu setzen
und sich mit Aktionen zu und an der U18 Wahl zu beteiligen. Kooperiert wird mit dem Jugendbüro Mitte – zusammen werden im Vorfeld der U18 Wahl verschiedene öffentliche Veranstaltungen organisiert, z.B. am Tag
der offenen Tür der Berliner Feuerwehr oder auf dem
Alexanderplatz. Das Projekt wird vom Jugendforum der
Berliner Jugendfeuerwehr (45 Vertreterinnen und Vertreter von allen Jugendfeuerwehren Berlins, zwischen 8
und 18 Jahren) organisiert und geleitet. Begleitend
werden Info- und Werbematerialien zur U18 Wahl an
Schulen und Feuerwachen verteilt und ein Dialogforum
auf der Website der Berliner Feuerwehr eingerichtet.

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Wir machens
Kulturen im Kiez e.V.
Thema: Entwicklung und Erprobung neuer Beteiligungsformate
Die zentrale Frage des Projektes lautet: Wie können
bildungsferne Jugendliche zur Beteiligung eingeladen
werden? Entwickelt und erprobt wird dazu ein neues
Format „Street-Beteiligung“. Das Projektteam geht hierfür auf Jugendliche zu, erfasst deren Bedarfe und hilft
ihnen bei der Formulierung und Entwicklung von Ideen
zur Verbesserung des Wohnumfeldes. In zu bildenden
„Platz- und Hofräten“ werden die Wünsche, Aussichten
und Wege zur Realisierung besprochen. Vier kleine
Veranstaltungen und Feste bilden den Rahmen, um
Jugendliche als Peerhelferinnen und -helfer zu gewinnen. Nach entsprechender Qualifizierung helfen sie
eigenverantwortlich, die Beteiligungsprozesse zu moderieren und zu organisieren. Als Kooperationspartner
werden Jugendfreizeiteinrichtungen und weitere Institutionen der Bildungs-, Jugend- und Stadtteilarbeit eingebunden. Über Fortschritt und Ergebnisse wird im LAKOK regelmäßig informiert. Alle Peerhelferinnen und helfer erhalten u.a. ein vom Bürgermeister unterschriebenes Zeugnis/Zertifikat.
ePartizipation in Berliner Jugendzentren – aktiv
mitentscheiden
Liquid Democracy e.V.
Thema: Entwicklung u. Erprobung neuer Beteiligungsformate
Gemeinsam mit Jugendlichen soll herausgefunden
werden, wie „Best-Practice-Modelle“ für erfolgreiche
Onlinebeteiligung z.B. in Jugendfreizeiteinrichtungen
und Sozialräumen aussehen soll. Sie werden dazu
über Kooperationen mit den Medienkompetenzzentren
von jugendnetz-berlin (z.B. in Spandau, Lichtenberg
und Treptow-Köpenick) oder Gangway e.V. in die Entwicklung von themen-bezogenen ePartizipationsverfahren aktiv einbezogen. Als technische Basis fungiert die
OpenSource-Plattform http://www.ypart.eu, welche im
Rahmen der Bundesinitiative YouthPart von IJAB e.V.
ent-wickelt wurde und die kostenfrei zur Verfügung
steht. Ziel ist die Erprobung und Stärkung digitaler Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche sowie deren
Anwendung in unterschiedlichsten Entscheidungsprozessen auf organisationsbezogener, lokaler, bezirklicher oder berlinweiter Ebene. Die Ergebnisse werden
wissenschaftlich evaluiert und im Rahmen von Fachveranstaltungen (z.B. den Werkstattgesprächen der
Berliner Allianz für ePartizipation) präsentiert und zur
Diskussion gestellt.
Redaktion: Ilja Koschembar

Pressemitteilung vom 10.06.2013, 14:25 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft
BERLIN-Studie zur Schulstrukturreform:

HOHE AKZEPTANZ
UND ZUFRIEDENHEIT MIT DER SCHULWAHL
Bildungssenatorin Sandra Scheeres stellte heute gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Baumert, Max-PlanckInstitut für Bildungsforschung, Berlin, und Prof. Dr. Kai
Maaz von der Universität Potsdam die ersten Ergebnisse der BERLIN-Studie zur Bewertung der Schulstrukturreform und zum neuen Übergangsverfahren in die
weiterführenden Schulen vor. Durch die BERLIN-Studie
erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Berliner Schulstrukturreform einschließlich der
Neugestaltung des Übergangverfahrens in die weiterführenden Schulen.
„Wir wollten in einem ersten Schritt erfahren, wie die
neue Schulstruktur und das neue Übergangsverfahren
von den betroffenen Eltern und Schulen wahrgenommen werden und welche Auswirkungen die Reform auf
leistungs- und sozial bedingte Disparitäten sowie auf
die Wahl der Einzelschule hat“, so Bildungssenatorin
Sandra Scheeres. „Erfreulich ist, dass sich bei einem
überwiegenden Teil der Eltern eine hohe bis sehr hohe
Zufriedenheit mit der besuchten weiterführenden Schule zeigt. Damit bestätigen die bisherigen Studienergebnisse das jetzige Verfahren“, betonte Scheeres.
Die Umstellung auf das zweigliedrige Schulsystem wird
vom überwiegenden Teil der Lehrkräfte und Schulleitungen sowie der Mehrheit der Eltern befürwortet. Gleiches gilt für die Stärkung der Berufsorientierung, das
Duale Lernen sowie den flächendeckenden Ganztagsbetrieb an den Integrierten Sekundarschulen. Die Abschaffung der Klassenwiederholungen an den ISS wird
differenzierter betrachtet. Das neue Übergangsverfahren ist unter allen Akteuren entweder völlig unstrittig
oder doch weitgehend akzeptiert. Die Studie konstatiert, dass der Großteil der Elternschaft mit der besuchten weiterführenden Schule zufrieden oder sogar sehr
zufrieden ist. Strittig bleibt hingegen der Losentscheid.
Die Studie stellt zwischen den Jahren 2005 und 2011
einen längerfristigen Anstieg der Empfehlungen für das
Gymnasium um 8 Prozentpunkte von 37 % auf 45 %
fest – bei gleichbleibenden Gütemaßstäben. Es gibt
also über die Jahre mehr Schüler, die die Anforderungen für eine Gymnasialempfehlung erfüllen – die Anforderungen für die Schüler sind aber konstant geblieben. Erfreulich ist auch, dass bei der Übergangsempfehlung in Berlin nach Berücksichtigung der Schülerleistungen keine zusätzlichen Effekte der familiären
Herkunft feststellbar sind. Der Anstieg der Übergangsquoten auf das Gymnasium fiel mit 6,5 Prozentpunkten
etwas niedriger aus als bei den Empfehlungen. Senatorin Scheeres sieht es als gutes Zeichen, dass sich Eltern, deren Kinder eine Gymnasialempfehlung erhalten,
nicht immer für das Gymnasium, sondern für eine der
vielen attraktiven Integrierten Sekundarschulen der

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Stadt entscheiden. „Durch die Schulreform ist sichergestellt, dass die Kinder, die eine ISS besuchen, selbstverständlich auch bis zum Abitur weiterlernen können“,
sagte die Senatorin.
Die Untersuchungen zur Wahl der weiterführenden
Schulen haben ergeben, dass etwa zwei Drittel der Eltern von der Möglichkeit Gebrauch machen, drei
Schulwünsche anzugeben und dabei zum überwiegenden Anteil eine klare Schulformpräferenz erkennen ließen. 94 % gaben wenigstens einen Schulwunsch an.
Deutlich wurde, dass Integrierte Sekundarschulen mit
eigener Oberstufe am stärksten nachgefragt waren.
Eltern leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler
wählen in besonderem Maß übernachgefragte Schulen,
wobei dies vor allem für die Integrierten Sekundarschulen gilt. Betrachtet man alle drei Schulwünsche zusammen, beträgt die Quote der erfüllten Wünsche 98 %
für die Gymnasien und 89 % für die Sekundarschulen.
Auch bei nicht realisiertem Erstwunsch zeigt sich beim
überwiegenden Teil der Eltern eine hohe Zufriedenheit
mit der besuchten Schule
Der Großteil der Eltern macht von dem neuen Verfahren aktiv Gebrauch. „Das haben wir auch der guten Beratung in den Grundschulen und weiterführenden Schulen zu verdanken. Mein Ziel ist es, auch die 6 % der
Eltern zu erreichen, die bislang keine Schule für ihr
Kind aussuchen“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres. „Einen weiteren Punkt, den wir verstärkt nach außen kommunizieren müssen, sind die bereits bestehenden Kooperationsvereinbarungen zwischen Integrierten Sekundarschulen und den Oberstufenzentren.
Jede Sekundarschule führt zum Abitur!“
Die aktuellen Untersuchungsergebnisse basieren auf
den Schülerinnen und Schülern, die zu Beginn des
Schuljahres 2011/12 in die neue zweigliedrige Sekundarstufe eintraten und als erste Schülergruppe an dem
neuen Übergangsverfahren teilnahmen. 87 Grundschulen mit rd. 3.900 Schülerinnen und Schüler nahmen
daran teil. Befragt wurden außerdem die Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen. Die „BERLIN-Studie“, die
von 2010-2017 angelegt ist, evaluiert die Schulstrukturreform im Hinblick auf ihre Ziele:
 alle Kinder und Jugendlichen zu höchstmöglichen schulischen Erfolgen und die übergroße
Mehrheit zum mittleren Schulabschluss am
Ende der 10. Jahrgangsstufe zu führen;
 den Anteil derjenigen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, deutlich zu verringern;
 die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der
sozialen Herkunft deutlich zu verringern;
 die Abiturientenquote innerhalb der nächsten
zehn Jahre deutlich zu erhöhen.
In der nächsten Stufe wird sich das Studiendesign mit
den am Ende der Sekundarstufe I erreichten Bildungserträgen wie Leistungen und erreichte Abschlüsse sowie den Übergang in die berufliche Erstausbildung bzw.

in einen vorakademischen Bildungsgang (Gymnasium)
befassen.
Die Studie wird vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung/Berlin zusammen mit der Universität Potsdam und dem Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaft und Mathematik/Kiel durchgeführt.
Eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse ist
im Internet eingestellt:
www.berlin.de/sen/bildung/bildungspolitik/schulreform
Redaktion: Beate Stoffers

Pressemitteilung vom 12.06.2013, 12:20 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Wowereit:

„EINE OFFENE GESELLSCHAFT
MUSS PROTESTE AUSHALTEN“

Regierender Bürgermeister besorgt wegen
Polizeieinsatz in Berlins Partnerstadt Istanbul
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit erklärt zur aktuellen Lage in der Partnerstadt Istanbul:
„Mit Sorge verfolgen viele Berlinerinnen und Berliner
die Nachrichten über den Polizeieinsatz gegen die Demonstranten auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Eine
offene Gesellschaft muss Proteste wie diese aushalten.
Insbesondere in den Großstädten der Türkei hat sich in
den vergangenen Jahren eine junge Generation entwickelt, die weltoffen und liberal denkt und die neue Perspektiven für die Zukunft des Landes verkörpert. Die
Bilder vom Polizeieinsatz in der vergangenen Nacht
vermitteln dagegen eine ganz andere, überwunden geglaubte Botschaft – die eines unverhältnismäßigen und
autoritären Vorgehens. Ich bin besorgt um die Liberalität in unserer Partnerstadt Istanbul, die wir in den vergangenen Jahren gerade wegen ihrer Lebendigkeit und
Weltoffenheit so bewundert haben.“

Pressemitteilung vom 21.06.2013, 10:40 Uhr
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

HAND IN HAND DURCH BERLIN

Ehrung studentischer Mentoren des NightingaleProjekts der Freien Universität Berlin: Die Verleihung
der Zertifikate an die Mentoren und Mentorinnen findet
am 28. Juni 2013 von 17.00 - 19.00 Uhr im BVV-Saal
von Friedrichshain-Kreuzberg statt.

Für das ehrenamtliche Engagement der Studierenden
sprechen Dr. Franz Schulz, Bezirksbürgermeister von
Friedrichshain-Kreuzberg und die Projektleiterin Prof.
Dr. Petra Wieler (Freie Universität Berlin, Träger) sowie
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Brunhilde Focke, Stellvertretende Schulleiterin an der
Otto-Wels-Grundschule anerkennende Grußworte und
verleihen Zertifikate.
54 studentische Mentoren und Mentorinnen des
Nightingale Mentoring Projekts an der Freien Universität Berlin (Lernbereich Deutsch der Grundschulpädagogik) haben ihren achtmonatigen Einsatz als BegleiterInnen eines Grundschulkindes aus einem Kreuzberger
Wohnquartier beendet. Die gemeinsamen Ausflüge der
Tandems hatten zum Ziel, dass die Grundschulkinder,
die zum größten Teil aus Familien mit Migrationshintergrund stammen, zusammen mit einem jungen Erwachsenen die Welt außerhalb ihres Quartiers entdecken.
Die Studierenden der FU und anderer Universitäten
verbrachten regelmäßig einen Nachmittag in der Woche gemeinsam mit ihrem Mentee und dokumentierten
gemeinsam mit dem Kind ihre Erlebnisse in einem Tagebuch. „Ihre Studenten/ Studentinnen“, wie die Mentoren von ihren Mentees nach kurzer Zeit stolz genannt
wurden, waren vor allem Gesprächspartner, nicht zuletzt aber auch Rollenvorbild für die Kinder.
Den angehenden Grundschullehrer(inne)n unter den
Studierenden bot das Projekt Gelegenheit zu längerfristigen Kontakten mit einem Grundschulkind und dessen
Eltern. Bereits beim Abschiedsfest hat sich gezeigt,
welch wertvolle Beziehungen zwischen den Beteiligten
entstanden sind. Auch die Familien der Kinder zeigten
ihre große Wertschätzung.
Ein weiterer Projektdurchgang mit neuen Tandems
reicht bis zum Sommer 2014, gefördert durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin.

Pressemitteilung vom 24.06.2013, 12:20 Uhr
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Neuerscheinung:

115.628 BERLINER.
DER JÜDISCHE FRIEDHOF WEIßENSEE

Dokumentation der flächendeckenden Erfassung
der Grabstätten
Das Landesdenkmalamt Berlin und das Institut für Architektur, Fachgebiet Bau- und Stadtbaugeschichte der
TU Berlin legen eine neue Publikation über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee vor.
Dieser seit 1880 angelegte Friedhof spiegelt in einzigartiger Weise die Parallelen und Brüche der deutschjüdischen Geschichte wieder. Der Senat von Berlin hat
den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee der Ständigen Konferenz der Kultusminister der deutschen Länder zur Nominierung für die Welterbeliste vorgeschlagen.
Das Institut für Architektur, Fachgebiet Bau- und Stadtbaugeschichte der TU Berlin hat im Auftrag des Landesdenkmalamtes Berlin über 100.000 Grabstellen
erstmals flächendeckend und systematisch dokumen-

tiert. Diese Dokumentation gibt Antworten auf viele
Fragen, zum Beispiel:
Woher kamen die Mitglieder der einst so bedeutenden
Jüdischen Gemeinde zu Berlin?
Welche Hinweise lassen sich zur fortschreitenden
Emanzipation der Berliner Juden ablesen?
Seit wann und in welchem Umfang gingen die hebräischen Inschriften zurück?
Aus welchem Material und von wem wurden die Grabzeichen gefertigt und in welchem Zustand haben sie
überdauert?
Welche Schlüsse lassen sich daraus für die zukünftige
Erhaltung des Friedhofs ziehen?
Die Dokumentation liegt nun schriftlich und digital vor,
sie kann bestellt bzw. im Internet kostenfrei herunter
geladen werden.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/landesd
enkmalamt/de/neuerscheinungen/index.shtml

Pressemitteilung vom 24.06.2013, 15:15 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

FREIE PLÄTZE
IN DER ALTENPFLEGEAUSBILDUNG

Das Oberstufenzentrum Gesundheit I kann noch
zahlreiche Schülerinnen und Schüler aufnehmen
An der Berufsfachschule für Altenpflege des Oberstufenzentrums Gesundheit I sind für das kommende
Schuljahr noch zahlreiche Plätze im Ausbildungsgang
Altenpflege frei. „In einem modernen schulischen Ausbildungsgang können sich Auszubildende für die Altenpflege qualifizieren lassen – ohne Schulgeld zu bezahlen. Die Bewerbungsfristen laufen noch bis zum
28.08.2013,“ so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.
„Wir brauchen Menschen, die in der Altenpflege tätig
sind, weil die Zahl der Pflegebedürftigen steigend ist.
Ich freue mich, wenn die Bewerberzahl für diesen verantwortungsvollen und wichtigen Beruf steigt.“
Das Oberstufenzentrum hatte auch im vergangenen
Jahr noch freie Plätze in der Altenpflegeausbildung, die
nicht nachgefragt wurden. „Wäre die Nachfrage für die
Altenpflegeausbildung größer, könnten wir sogar eine
zweite Klasse eröffnen,“ so Bildungssenatorin Scheeres. Um Interesse an diesem Beruf zu wecken, hat die
Senatsbildungsverwaltung die Ausbildung des Sozialassistenten/der Sozialassistentin vorgeschaltet und
breitere Eingangsvoraussetzungen geschaffen. In die
Sozialassistentenausbildung kann man mit dem Hauptschulabschluss (Berufsbildungsreife) einsteigen und
sowohl eine zweijährige Berufsausbildung als auch den
Mittleren Schulabschluss erwerben. In den Praktika
können die Schülerinnen und Schüler den Beruf und
den Arbeitsalltag kennen lernen. Mit Abschluss der
Ausbildung zur Sozialassistentin/zum Sozialassistenten
besteht die Möglichkeit die dreijährige Altenpflegeausbildung um ein Jahr zu verkürzen.

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Während der Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger lernen die Auszubildenden alles rund um die
Pflege und Betreuung älterer Menschen. Sie lernen,
wie sie alte Menschen im Alltag unterstützen können
und wie sie personen- und situationsbezogen gepflegt
werden müssen. Sie beschäftigen sich mit therapeutischen Anwendungen und vielem mehr. In komplexen
Lernsituationen wird die Lage des alten Menschen in
den Blick genommen und die Handlungs- und Lösungskompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert.
Am Ende der Ausbildung findet eine Prüfung in den
unterschiedlichen Lernfeldern statt. Dabei arbeiten
Ausbildungsbetrieb und die Berufsfachschule sehr eng
miteinander zusammen. Die Auszubildenden erhalten
eine Ausbildungsvergütung.
Neben dem schulgeldfreien Ausbildungsgang am OSZ
Gesundheit I bieten im Land Berlin noch 32 genehmigte
Berufsfachschulen in freier Trägerschaft die Ausbildung
zur Fachkraft in der Altenpflege an. Von diesen 32
Schulen sind 19 in den letzten fünf Jahren genehmigt
worden. Zwei Schulen haben den Schulbetrieb bisher
noch nicht aufgenommen.
Redaktion: Beate Stoffers

Anfragen an den Senat
Kleine Anfragen:
Titel: »With a little help from my friends« - Inwiefern unterstützt der Senat den Landesbeirat für Integration bei
seiner Arbeit?
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711732.pdf
Titel: Befreiung vom Sportunterricht an den Berliner
Schulen
Abgeordneter: Tim-Christopher Zeelen (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711875.pdf
Titel: Umsetzungsstand des Kooperationsvertrags
„Wohnungen für Flüchtlinge“
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711911.pdf
Titel: Entwicklung des Sprachlerntagebuches II: Wann
kommt ein Update?
Abgeordnete: Susanne Graf und Martin Delius (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712012.pdf
Titel: Türkei-EU-Assoziationsrecht
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711873.pdf
Titel: Offene Fragen zum Mord an Burak B.: Ermittlungen
Abgeordnete: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711879.pdf
Titel: Offene Fragen zum Mord an Burak B.: Zusammenhang mit K. und „Neue Ordnung“
Abgeordnete: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711880.pdf
Titel: Offene Fragen zum Mord an Burak B.: Antifaschistische Mobilisierungsveranstaltung am Abend des

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Mordes (04.04.2012) in Gropiusstadt und Umgang mit
der Familie
Abgeordnete: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711881.pdf
Titel: Interkulturalität im Strafvollzug
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711895.pdf

Titel: Berliner Bestände der berlinovo (ehemals: BIH)
und Flüchtlingsunterbringung
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711887.pdf
Titel: Intensivtäter*innen im Land Berlin
Abgeordneter: Christopher Lauer (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711914.pdf

Titel: Wie bereitet sich der Senat auf die Aufnahme syrischer Kontingentflüchtlinge vor?
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711981.pdf

Titel: „Brennpunktschulen“ - Stigmatisierung oder (selektive) Unterstützung?
Abgeordnete: Stefanie Remlinger (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711978.pdf

Titel: >>Pay me my money down<< - Ein-Euro-Jobs für
Asylsuchende und Geduldete
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711987.pdf

Titel: Jugendhilfeangebote für Flüchtlingskinder
Abgeordnete: Marianne Burkert-Eulitz (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711976.pdf

Titel: Europaschule
Abgeordneter: Stefan Schlede (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712038.pdf

Titel: Kinderarmut in Berlin
Abgeordnete: Katrin Möller (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712078.pdf

Titel: Aufnahme von syrischen Flüchtlingen in Berlin
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711953.pdf

Titel: Jugendgewalt in Berlin: Wertedialoge des Senators Herr Henkel, präventive Ansätze und Maßnahmen
des Senats
Abgeordnete: Christopher Lauer und Martin Delius (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711794.pdf

Titel: Rechtsextreme Demonstrationen am 1. Mai 2013
in Berlin?
Abgeordnete: Clara Herrmann (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711822.pdf
Titel: Von Neonazis verteilte Schulhof-CD
Abgeordneter: Hakan Taş, Evrim Sommer (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711818.pdf
Titel: Qualität im Bildungs- und Teilhaberpaket (BuT):
Lernförderung
Abgeordneter: Özcan Mutlu, Stefanie Remlinger
(Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712014.pdf

Titel: Neuvergabe der Förderungen im Rahmen des
„Partizipationsprogramms“:
Konsequenz aus dem „Qualitätsdialog“?
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711979.pdf
Titel: Schulverweigerung in Berlin I: Erscheinungsformen, Ursachen und Prävention
Abgeordneter: Martin Delius (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711995.pdf
Titel: Schulverweigerung in Berlin II: Erzieher/-innen,
Sozialpädagogen und Sozialarbeiter für die Präven-

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tions- und Interventionsarbeit gewinnen und Stellen
sichern
Abgeordneter: Martin Delius (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711996.pdf
Titel: Schulverweigerung in Berlin III: Schulverweigerungsprojekte und Schulkooperationen
Abgeordneter: Martin Delius (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711997.pdf
Titel: Weltanschauliche Neutralität – eine Kassenfrage?
Abgeordneter: Wolfgang Brauer (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712105.pdf
Titel: Bilanz: Ein Jahr Anerkennungsgesetz in Berlin
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711918.pdf
Titel: Situation von Berliner Familien mit geringem Einkommen
Abgeordnete: Marianne Burkert-Eulitz (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711930.pdf
Titel: Partnerschaftliche Kontakte zu Paris
Abgeordneter: Joachim Krüger (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712057.pdf
Titel: SchülerInnen nichtdeutscher Herkunftssprache in
Berliner Gymnasien
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712066.pdf
Titel: Sorgerechtsentzug und Pflegefamilien mit Migrationshintergrund
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712045.pdf

Titel: Widersprüche und Klagen im Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes in Zuständigkeit des LAGeSo
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link:
http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712056.pdf
Titel: Frauengesundheit im Migrationskontext
Abgeordneter: Michael Freiberg (CDU)
Link:
http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712071.pdf
Titel: Leistungsgewährung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Berlin
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link:
http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712111.pdf
Nicht behandelte Mündliche Anfragen:
Titel: Wie verhält sich der Senat zum drohenden Antihomosexuellengesetz in Russland?
Abgeordneter: Thomas Birk (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-03116.pdf
Titel: Ergebnisse des Mietspiegels 2013: Was tut der
Senat gegen Mietsteigerungen in besonders betroffenen Kiezen?
Abgeordnete: Katrin Schmidberger (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-03225.pdf
Titel: Abschiebungen und Zurückweisungen im April
2013
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-03121.pdf

Titel: Die Zukunft des Fachs Ethik an den Berliner Universitäten
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1712089.pdf
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Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis:

BERLINER EUROPAPORTAL
UND EUROPA-NEWSLETTER
Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html
Regelmäßig
aktuelle
Informationen
zu
EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles
mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden
Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin Berlin in Europa“ unter der Adresse
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb
eit/newsletter.html.
Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische
EU-Informationen für die Berliner Senatsverwaltungen
und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich.
Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die
Berliner Datenbank EU-Pro²fil auf der Seite
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme
/index.html.
Dort gibt es auch grundsätzliche Informationen zur EUFörderpolitik, die einen ersten Überblick verschaffen.

Schutz" (Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5
und 7 des Aufenthaltsgesetzes).
Weiterhin ansteigend war auch im Mai 2013 die Zahl
der Asylbewerber aus der Russischen Föderation.
Weiter mit den Hauptherkunftsländern und den Zahlen
im Einzelnen unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge
n/DE/2013/06/asylzahlen-mai-2013.html?nn=3315588
[PM BMI v. 18.06.2013]

EU-Kommission:

ROMA-FORTSCHRITTSBERICHT
VERÖFFENTLICHT

Kommission ruft Mitgliedstaaten zu stärkeren
Bemühungen um Integration auf Positive Bewertung des Berliner Aktionsplans
Der am 26.06. veröffentlichte Bericht enthält neben Kritik auch Hinweise auf mehrere Beispiele für bewährte
Verfahren aus den Mitgliedstaaten, beispielsweise den
vom Land Berlin ausgearbeiteten regionalen Aktionsplan zur Einbeziehung ausländischer Roma, die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Behörden und
lokalen Akteuren in Frankreich und die gezieltere Mobilisierung von EU-Mitteln in Bulgarien. Ungarn hat ein
solides System zur Überwachung der Umsetzung seiner nationalen Strategie konzipiert, Spanien hat 158
Polizeikräfte zum Thema Diskriminierung aus ethnischen Gründen fortgebildet, und Rumänien hat 15 000
Plätze in Schulen und Universitäten sowie der Berufsbildung für Roma reserviert.
Zur Pressemitteilung:
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-607_de.htm
Zum Fortschrittsbericht (derzeit nur auf Englisch verfügbar):
http://ec.europa.eu/justice/discrimination/files/com_201
3_454_en.pdf

BMI:

Zum Vorschlag für eine Ratsempfehlung über effiziente
Maßnahmen zur Integration der Roma in den Mitgliedstaaten
http://ec.europa.eu/justice/discrimination/files/com_201
3_460_en.pdf

Im Mai 2013 wurden beim Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge 7.477 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der
Asylbewerber ist im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai
2012 um 4.052 Personen (118,3 Prozent) gestiegen.

GEMEINSAME ASYLREGELN
FÜR EUROPA BESCHLOSSEN

[PM/ RED]

7.477 ASYLERSTANTRÄGE IM MAI 2013

Im Vergleich zum Vormonat April 2013 sank die Zahl
der Asylbewerber um 64 Personen (- 0,8 Prozent).

Nach jahrelangen Verhandlungen erhält Europa ein
gemeinsames europäisches Asylsystem. Das EUParlament hat den neuen Regeln für den Umgang mit
Asylbewerbern in der EU zugestimmt:
http://www.euractiv.de/sozialeseuropa/artikel/gemeinsame-asylregeln-fuer-europabeschlossen-007629?newsletter=

721 Personen erhielten im Mai 2013 die Rechtsstellung
eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (14,4
Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten
958 Personen (19,2 Prozent) sogenannten "subsidiären
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Europäisches Parlament:

SCHENGEN-REFORM VERABSCHIEDET
Grenzkontrollen innerhalb der EU sollen in Zukunft einfacher wieder eingeführt werden können. Das EUParlament hat einer entsprechenden Reform des
Schengen-Abkommens zugestimmt:
http://www.europarl.europa.eu/news/de/pressroom/cont
ent/20130607IPR11390/html/Europ%C3%A4ischesParlament-verabschiedet-Schengen-Reform

JRS Bericht „Protection Interrupted“:

DUBLIN II
BRICHT DAS SCHUTZVERSPRECHEN
Leidvolle Erfahrungen von Flüchtlingen
im EU-Asylsystem

Die Chancen von Asylsuchenden, in Europa Schutz zu
finden, werden durch die europäische Zuständigkeitsregelung („Dublin II“) erheblich verschlechtert und verzögert. Zu diesem Schluss kommt der JesuitenFlüchtlingsdienst (JRS) in einem am 04.06. in Brüssel
vorgestellten Bericht. Dafür wurden 257 Asylsuchende,
die von diesem Verfahren unmittelbar betroffen waren,
in neun EU-Staaten nach ihren Erfahrungen gefragt.
Deutschland wird u.a. für die häufige Inhaftierung von
Asylsuchenden kritisiert.
Die sog. Dublin-II-Verordnung sieht vor, dass derjenige
EU-Staat für das Asylverfahren zuständig ist, in dem
ein Flüchtling zuerst europäischen Boden betreten hat.
„Diese Regelung beruht auf der Annahme, dass überall
in Europa ähnliche Schutzstandards gelten – sowohl für
das Asylverfahren wie auch für menschenwürdige Lebensverhältnisse während des Verfahrens“, so Philip
Amaral, Advocacy Coordinator des JRS Europa. „Unser
Bericht belegt, wie falsch diese Annahme ist. In Frankreich müssen Asylsuchende oft in Bahnhöfen oder
Parks übernachten, weil sie keine Unterkunft erhalten.
In Belgien werden sie im Dublin-Verfahren regelmäßig
inhaftiert. In Italien sieht das Gesetz zwar vor, ihnen
Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, es geschieht aber
nicht.“
In Deutschland hat der JRS mit 37 Flüchtlingen gesprochen, viele hatten eine Odyssee durch drei oder
vier EU-Staaten hinter sich. Rund die Hälfte gab an,
das Verfahren nicht zu verstehen – ein Wert, den der
Bericht europaweit bestätigt. Viele hatten zuvor Monate
lang in anderen EU-Ländern schutzlos ohne Essen und
Geld auf der Straße leben müssen. „Für sie ist es eine
enorme Belastung, in Länder zurückgeschoben zu
werden, die sie wegen unerträglicher Zustände verlassen haben“, sagt Heiko Habbe, Policy Officer des JRS
Deutschland und Autor des Deutschlandkapitels.
Scharf kritisiert er die hiesige Inhaftierungspraxis: „Inzwischen treffen wir in der Abschiebungshaft überwiegend Asylsuchende im Dublin-Verfahren, die in einen
anderes EU-Land zurückgeschoben werden sollen.

Dabei müssten diese Verfahren – so wie andere Asylverfahren auch – grundsätzlich in Freiheit geführt werden.“ Außerdem haben es Betroffene besonders
schwer, einen Rechtsbeistand zu erhalten. „Viele sind
über ein Verfahren, das für sie lebensentscheidend ist,
schlecht informiert. Und dadurch oft nicht in der Lage,
Entscheidungen zu verstehen, geschweige denn, sie
gerichtlich anzufechten.“ Gemeinsam mit anderen Organisationen fordert JRS Deutschland deshalb, Flüchtlingen freizustellen, in welchem Land sie ihr Asylverfahren führen wollen. Ein junger Afghane fasste den erschütternden Bericht seiner jahrelangen Flucht quer
durch Europa am Ende so zusammen: „Ja, ich kenne
Dublin II. Es ist ein Krieg gegen Flüchtlinge.“
[PM JRS v. 04.06.2013; RED]

Nationaler Bericht mit einem Forderungskatalog speziell zu Deutschland:
http://www.jesuitenfluechtlingsdienst.de/images/pdf/jrs%20protection%20interrupted%
20germany%20national%20report_june_2013.pdf
Gesamtbericht „Protection Interrupted“:
http://www.jesuitenfluechtlingsdienst.de/images/pdf/jrs%20protection%20interrupted_j
rs%20europe_june%202013_complete.pdf

Deutsches Institut für Menschenrechte
zum Weltflüchtlingstag:

KRITIK AN POPULISMUS IN ASYLUND MIGRATIONSDEBATTE
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat neue
populistische Töne in der Asyl und Migrationsdebatte
kritisiert. In den Diskussionen über Asyl und Migration
in Deutschland seien Äußerungen zu hören, die an die
Asyldebatte Anfang der 1990er Jahre erinnerten, erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Instituts. „Die demokratischen Parteien in Bund und Ländern sollten sich
dringend darauf verständigen, auch in der politischen
Diskussion die menschen- und flüchtlingsrechtlichen
Verpflichtungen zu beachten und keinesfalls Flüchtlinge
und Migranten pauschal zu verdächtigen und zu diskriminieren.“ Das sei auch notwendig, um sich von populistisch agierenden Parteien und Gruppierungen wie
der NPD, Pro Deutschland oder Pro Köln abzugrenzen,
so Rudolf. Diese versuchten gegenwärtig, mit Kampfbegriffen wie etwa „Asylmissbrauch“ den Diskurs auch
auf der lokalen Ebene zu beeinflussen, indem sie etwa
Protest gegen Unterkünfte von Asylsuchenden organisieren und Bedrohungsszenarien schürten, so Rudolf
weiter.
Hendrik Cremer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts und Autor der Publikation „Die Asyldebatte in
Deutschland: 20 Jahre nach dem ‚Asylkompromiss‘“,
die anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni ver-

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öffentlicht wurde, sagte: „Debattenbeiträge, die Roma
aus Serbien und Mazedonien mit dem Schlagwort
‚Asylmissbrauch‘ in Zusammenhang bringen oder als
‚Wirtschaftsflüchtlinge‘ abtun, missachten die schwerwiegenden Diskriminierungen, denen sie in ihren Herkunftsstaaten ausgesetzt sind.“ Damit würden die Stigmatisierung von Roma und der Rassismus in Deutschland gefördert. „Gruppen von Menschen unter den
Pauschalverdacht zu stellen, sie würden Rechte missbrauchen, ist in der Rhetorik diskriminierend, populistisch und gefährlich.“ Gegenwärtig treffe dies auch Roma, die aus den EU-Mitgliedstaaten Rumänien und
Bulgarien einreisen.
Vor zwanzig Jahren wurde das deutsche Asylrecht
durch den sogenannten „Asylkompromiss“ massiv eingeschränkt. In Politik und Medien war zuvor unter
Schlagworten wie „Asylmissbrauch“ massiv eine Einschränkung des Rechts auf Asyl gefordert worden; es
kam zu einer regelrechten Stimmungsmache gegen
Flüchtlinge. Es folgten unzählige Angriffe und Anschläge auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte, auf Migrantinnen und Migranten und ihre Wohnungen, bis hin zu
mehrtägigen Pogromen und Mord. Die Tatorte Hoyerswerda, Hünxe, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen sind über Deutschland hinaus bekannt geworden.
Überwiegend junge Täter fühlten sich offensichtlich im
Recht und meinten, Rückhalt in der Bevölkerung zu
haben.
Zur Publikation:
Hendrik Cremer (2013):
Die Asyldebatte in Deutschland:
20 Jahre nach dem „Asylkompromiss“.
Deutsches Institut für Menschenrechte. Berlin.
http://www.institut-fuermenschenrechte.de/no_cache/de/publikationen.html
[PM v. 19.06.2013; RED]

Kontakt
Deutsches Institut für Menschenrechte e. V.
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin
Tel.: (030) 259 359 0
Fax: (030) 259 359 59
E-Mail: info@institut-fuer-menschenrechte.de
Internet: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de

SVR-Untersuchung veröffentlicht:

HÜRDENLAUF ZUM KRIPPENPLATZ

Hohe Hindernisse für Eltern
mit Migrationshintergrund und bildungsferne Eltern
Eltern mit Migrationshintergrund und bildungsferne Eltern stehen vor besonders hohen Hürden, wenn sie
einen Krippenplatz für ihr Kind suchen. Viele wollen ihr
Kleinkind in die Krippe geben, können aber die Zugangshürden nicht überwinden. Eltern mit geringer
Schulbildung – mit und ohne Migrationshintergrund –
erhalten häufig gar keinen Betreuungsplatz. Als Hürde
nennen Eltern mit Migrationshintergrund vor allem die
mangelnde interkulturelle Öffnung der Einrichtungen
und die aus ihrer Sicht geringe Qualität der Betreuung.
Die Untersuchung des SVR-Forschungsbereichs, die in
Kooperation mit der Vodafone Stiftung Deutschland
entstanden ist, stellt große Unterschiede zwischen der
ersten und zweiten Zuwanderergeneration fest: während die erste Generation ein- und zweijährige Kinder
überwiegend zuhause betreut, entscheidet sich die
zweite Generation fast genauso häufig für eine Betreuung in der Krippe wie Eltern ohne Migrationshintergrund. Fast die Hälfte (48,6 %) der Familien der zweiten Generation und der binationalen Familien nutzt einen Krippenplatz für ihre Kleinkinder, wenn ein Elternteil Abitur hat. Bei den Familien ohne Migrationshintergrund sind es 51,3 Prozent. „Ob sich Eltern mit Migrationshintergrund für eine Kindertagesbetreuung entscheiden, hängt maßgeblich von ihrem Bildungsstatus
ab“, sagte Dr. Jan Schneider, Leiter des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen
für Integration und Migration. „Damit zeigt sich bei der
Kindertagesbetreuung das gleiche Muster wie im
Schulbereich: die Bildung der Eltern wirkt sich massiv
auf die Startchancen von Kindern aus.“
Für den Policy Brief wurden die Antworten von 1.875
Eltern mit und ohne Migrationshintergrund ausgewertet,
die im Rahmen der Studie „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) des Deutschen Jugendinstituts (DJI) befragt wurden. Die Ergebnisse des SVRForschungsbereichs, die auf eigenen Berechnungen
beruhen, sind repräsentativ.
Weiter in der Mitteilung vom 05.06.:
http://www.svr-migration.de/content/?p=4995
Policy Brief:
Hürdenlauf zur Kita Warum Eltern mit Migrationshintergrund ihr Kind seltener in die frühkindliche Tagesbetreuung schicken:
http://www.svr-migration.de/content/wpcontent/uploads/2013/06/SVR_FB_Kita_Web.pdf
Weitere Informationen im Internet unter: http://www.svrmigration.de/Forschungsbereich

[PM SVR v. 05.06.2013; RED]

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BAMF:

PROJEKTFÖRDERUNG

Öffentliche Bekanntmachung des Bundesamtes für
Migration und Flüchtlinge zur Ausschreibung von
Fördermitteln für gemeinwesenorientierte Projekte
2014

Workshops/ Tagungen
20.-22.09., Schmitten bei FFM, Fachtagung:

„SALONFÄHIG, TRITTSICHER“

Frist: 31.10.2013
Für die Förderperiode 2014 plant das Bundesamt die
Förderung von Projekten zur Integration von Menschen
mit Migrationshintergrund mit dauerhafter Bleibeperspektive gemäß den Richtlinien („Förderrichtlinien“) zur
Förderung von Maßnahmen zur gesellschaftlichen und
sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend (BMFSFJ).
Gefördert werden sollen altersunabhängige Projekte
und Jugendprojekte mit einer Laufzeit von bis zu drei
Jahren.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der öffentlichen Bekanntmachung unter:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Download
s/Infothek/Integrationsprojekte/oeffentlichebekanntmachung-foerderjahr2014-pdf.pdf
[02.05.2013]

Rechtspopulisten und -extremisten in Europa
Anmeldung bis: 15.07.2013
Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (IDA) und die Evangelische Akademie Frankfurt laden gemeinsam zur Fachtagung „Salonfähig, trittsicher“ Rechtspopulisten und Rechtsextremisten in Europa ein.
Quer durch Europa feiern rechte Bewegungen Erfolge
in Wahlkabinen und an den Stammtischen. Bei aller
Unterschiedlichkeit sind dabei viele Gemeinsamkeiten
erkennbar: Rechtspopulist_innen und Rechtsextremist_innen machen sich Abstiegsängste in einer globalisierten Welt zunutze. Sie berufen sich auf den „gesunden Menschenverstand“, inszenieren sich als
Tabubrecher_innen und als Anti-Politiker_innen gegen
das Establishment der „political correctness“. Ihre zentralen Themen sind die Ablehnung der europäischen
Integration und die vermeintliche „Islamisierung Europas“. Hinter der so genannten Islamkritik tritt dabei
auch in Deutschland offen antimuslimischer Rassismus
zu Tage. Damit ist der Rechtspopulismus zu einer ernst
zu nehmenden Herausforderung für die europäischen
Demokratien geworden und gefährdet das friedliche
Zusammenleben in einer Migrationsgesellschaft.
Vor diesem Hintergrund lädt das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e.V.)
mit der Evangelischen Akademie Frankfurt gemeinsam
vom 20. bis zum 22. September 2013 haupt- und ehrenamtliche Multiplikator_innen aus zivilgesellschaftlichen Initiativen, politischer Bildung, Jugendarbeit, Wissenschaft, Politik, Publizistik und ökumenischen Netzwerken nach Schmitten ein. Die Tagung eröffnet die
Möglichkeit, den Rechtspopulismus in seiner europäischen Dimension und in seiner Wechselwirkung mit
rechtsextremistischen Bewegungen zu diskutieren, und
bietet ein Forum zur Vernetzung und zur Entwicklung
neuer Projekte und Initiativen.
Worauf gründet der Erfolg rechtspopulistischer Argumente und Bewegungen in Europa? Welche Dynamiken gibt es zwischen Rechtsextremismus und
Rechtspopulismus? Wie können politische Bildung, Kirche, ökumenische Netzwerke und Zivilgesellschaft reagieren?
Das vollständige Programm und weitere Informationen
zur Anmeldung finden Sie unter:
www.idaev.de/aktuelles/tagung-rechtspopulismus.html

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Kontakt
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA)
Karima Benbrahim
Volmerswerther Str. 20
40221 Düsseldorf
Tel.: (0211) 15 92 55-5
Fax: (0211) 15 92 55-69
E-Mail: info@idaev.de
Internet: http://www.IDAeV.de

14./15.11., Tagung:
Zuwanderer, Emigranten, Gastarbeiter -

MIGRATIONSPOLITIK
IN DEUTSCHLAND UND RUSSLAND

18. Deutsch-Russische Herbstgespräche
Dem Thema "Zuwanderer, Emigranten, Gastarbeiter"
widmen sich die 18. Deutsch-Russischen Herbstgespräche, die der DRA in Kooperation mit der Evangelischen Akademie zu Berlin am 14.-15. November 2013
in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner
Gendarmenmarkt veranstaltet.
Auf dem Programm stehen Analysen und Diskussionen
zu den drängendsten Herausforderungen der Migrationspolitik und zur Integration bzw. Inklusion von Migrant/innen in Russland und Deutschland. Von Interesse
sind dabei u.a. die Lage der Millionen Zuwanderer aus
Zentralasien, dem Kaukasus und dem Fernen Osten,
die in den letzten Jahren nach Russland bzw. in westlicher gelegene Landesteile geströmt sind, sowie die
deutschen Erfahrungen mit Familiennachzug sowie Arbeitsmarkt-, Sprach- und Bildungsintegration.
Zu der Veranstaltung lädt der DRA alle Interessierten
herzlich ein. Das Programm und das Anmeldeformular
werden ab September auf den Internetseiten der Evangelischen
Akademie
zu
Berlin
unter
http://www.eaberlin.de/programm_detail.php?vstg_id=1
0089&archiv=0 abzurufen sein. Die diesjährigen
Herbstgespräche werden von der Heinrich-Böll-Stiftung
und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.
Kontakt
Deutsch-Russischer Austausch
DRA e.V. Berlin
Badstraße 44
13357 Berlin
Tel.: (030) 44 66 80-0
Fax: (030) 44 66 80-10
E-Mail: info@austausch.org
Internet: http://www.austausch.org

Initiativen
13. bis 29.09.:

3. BERLINER ENGAGEMENTWOCHE 2013!
Jetzt anmelden und mitmachen

Berlin wird in der 3. Berliner Engagementwoche vom
13. bis zum 29. September 2013 zeigen, wie viel Engagement in der Hauptstadt zu finden ist. Bereits jetzt
sind große Netzwerkpartner der Berliner Engagementwoche mit Ihren Veranstaltungen, Aktionen und Events
in der Vorbereitung. Wir rufen alle Vereine, Verbände,
Betriebe, Behörden, Netzwerke und Initiativen auf, ihre
Aktion zum Bürgerschaftlichen Engagement in die Zeit
der Berliner Engagementwoche zu legen und so Berlin
zur „Hauptstadt des Engagements“ zu machen!
Jetzt anmelden und mitmachen
Schreiben Sie Jo Rodejohann per E-Mail unter rodejohann@freiwilig.info oder nutzen Sie das Kontaktformular im BLOG
http://www.berliner-engagement-woche.de.
Kontakt
Die Hilfsbereitschaft e.V.
Schumannstrasse 3
10117 Berlin
Tel.: (030) 847 108 790
Fax: (030) 847 108 799
E-Mail: treffpunkt@freiwillig.info
Internet: http://www.die-hilfsbereitschaft.de

14.09., Aktionstag 2013:

"MACH MIT! FÜR EIN SCHÖNES BERLIN"
Für ein sauberes und attraktives Wohnumfeld
Samstag, 14. September 2013
Der Aktionstag geht in die dritte Runde. Auch in diesem
Jahr ruft die Initiative wirBERLIN die Berlinerinnen und
Berliner dazu auf, ihr Lebens- und Wohnumfeld attraktiver und sauberer zu gestalten. Gemeinsam wollen wir
Mitverantwortung für die Aufenthalts- und Lebensqualität in unserer Stadt demonstrieren und damit einer zunehmenden Verwahrlosung und Vermüllung gerade im
öffentlichen Raum entgegenwirken.
Egal ob Bürgerinitiative, Verein, Unternehmen, Schule
und Kita, ob Familie oder Einzelperson - JEDER ist
willkommen dabei zu sein!

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Egal ob mit Greifzange und Besen, mit Pinsel und
Farbtopf, mit Hammer und Schrauber oder sogar mit
Neoprenanzug und Tauchflasche - Ihrer Kreativität sind
keine Grenzen gesetzt!
Gerne unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung Ihres
Aktionseinsatzes oder sind Ihnen bei der Ideenfindung
einer geeigneten Aktion behilflich.
Wie können Sie sich anmelden?
 per Faltblatt (ausfüllen und per Fax, Post, Mail
an wirberlin)
 online auf http://www.wir-berlin.org
Faltblatt zur Aktion: http://wirberlin.org/images/Downloads/2013/wirBERLIN_Flyer_Aktio
nstag13.pdf
Anmeldung: http://wir-berlin.org/index.php/neue-aktion
Kontakt
Stadtgespräch Berlin
- wirBERLIN c/o Stiftung Zukunft Berlin
Klingelhöferstraße 7
10785 Berlin
E-Mail: weise@wir-berlin.org
Internet: http://www.wir-berlin.org

Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD),
Ausschreibung:

MEINLAND – ZEIT FÜR ZUKUNFT

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) fördert im Rahmen des Bundesprogramms
"Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" von 2013
bis Ende 2017 außerschulische Bildungsmaßnahmen
insbesondere auf dem Gebiet der kulturellen Bildung
und unterstützt so bildungsbenachteiligte Kinder und
Jugendliche in ihrer Entwicklung.
Eine unabhängige Jury hat das von der TGD eingereichte Konzept geprüft und für eine Förderung von
bis zu drei Millionen Euro vorgeschlagen. Migrantenorganisationen vernetzen sich mit Schulen, Institutionen der kulturellen Bildung und anderen Akteuren aus
Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft zu Bündnissen für Bildung.
Diese Bündnisse werden für Jugendliche zwischen 14
und 18 Jahren verschiedene Workshops zur interkulturellen und intergenerativen Biografiearbeit anbieten.
Alle Maßnahmen sollen neben der Kompetenzförderung der Jugendlichen auch Bewusstsein für die Bedeutsamkeit von Migrationsgeschichte(n) schaffen.
Förderanträge können bei der TGD gestellt werden.
Die Förderung ist nicht an eine Mitgliedschaft in der
TGD oder eine ihrer Mitgliedsorganisationen gebunden!
Wer kann einen Antrag stellen?
Es sind mindestens drei Bündnispartner erforderlich,
die ihre Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung festhalten. Lokale Bildungsbündnisse werden
erfolgreich sein, wenn die Bündnispartner unterschiedliche Kompetenzen einbringen.
Ein Bündnisbeispiel:




Eine sozialräumliche Einrichtung z.B. Migrantenselbstorganisation, Jugendverband, Elternverein, Schulförderverein, Jugendeinrichtung, …
Ein Träger der kulturellen Bildung
Ein formaler Bildungsort: allgemeinbildende
Schule, Einrichtung beruflicher Bildung

Der antragstellende Bündnispartner übernimmt die
administrative Abwicklung.
Was wird gefördert?
Das Bündnis kann fünftätige medienpädagogische
Workshops, Schreib- und/oder Fotowerkstätten anbieten, die sich an bildungsbenachteiligte Jugendliche im
Alter von 14 bis 18 Jahren richten. Die Bündnisse führen die Workshops im außerschulischen oder im außerunterrichtlichen Bereich durch.
Die Fördersumme beträgt je nach Bedarf und Maßnahmenformat bis zu 5.800 €. Erstattet werden die
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tatsächlich angefallenen zuwendungsfähigen Ausgaben. Angemessene Eigenleistungen der Bündnispartner sind bei der Antragstellung plausibel darzulegen. Finanzielle Eigenmittel sind nicht erforderlich.

Bildungsmarkt Waldenser GmbH
Frau Obst
Tel.: (030) 39 73 91 22
E-Mail: kobst@bildungsmarkt.de

Wie kommen Sie zur Förderung?
Sie informieren sich zunächst auf der Webseite der
TGD über die genauen Förderrichtlinien. Wir versuchen die Antragstellung so einfach wie möglich zu gestalten. Das Projektteam der TGD steht Ihnen jederzeit als Dienstleister im gesamten Antragsprozess zur
Seite.
Rufen Sie an oder senden Sie uns eine Mail. Den
förmlichen Antrag stellen Sie nach unserer Beratung
in einer Datenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Kaufmännische und Büroberufe, Holz, Bau, Metall:
GFBM gGmbH
Frau Jacobs
Tel.: (030) 61 77 64 570
E-Mail: jacobs@gfbm.de
Kontakt
bildungsmarkt e.V.
Heinrich-Mann-Straße 31
13156 Berlin
Tel. 030 / 48 52 23 0
Fax 030 / 48 52 23 50

Kontakt
Türkische Gemeinde in Deutschland
MeinLand - Zeit für Zukunft
Obentrautstraße 72
10963 Berlin

E-Mail: cfroehlich@bildungsmarkt.de
Internet: http://www.bildungsmarkt.de

Telefon: (030) 236 35 175

DTZ:

E-Mail: meinland@tgd.de
Internet: http://www.tgd.de
http://www.buendnisse-fuer-bildung.de

Qualifizierungen
Noch Plätze frei:

JUGENDINTEGRATIONSKURSE
FÜR RUMÄNINNEN UND RUMÄNEN
Du bist zwischen16 und 26 Jahren alt, Du willst einen
Ausbildungsplatz oder Job bekommen?
Lerne Deutsch mit anderen Jugendlichen!
Nachmittagskurse montags–freitags
13:30 Uhr bis 16:45 Uhr
20 Std./Woche

„DU WIRST FACHKRAFT“

Für Hartz IV-Empfänger ist dieser Kurs kostenlos.
Die Anmeldeformalitäten erledigen wir für Dich.

Im Vermittlungs- und Qualifizierungsprojekt „Du wirst
Fachkraft“ für junge Erwachsene mit schlechten Jobchancen sind noch Plätze frei. Teilnehmen kann ab sofort jeder, der die deutsche Sprache beherrscht und
höchstens 30 Jahre alt ist.

Neukölln:
Tel.: (030) 600 34 63 – 12/13

In maximal 12 Monaten testen die jungen Leute verschiedene Berufe, machen mindestens ein Betriebspraktikum und werden beim Übergang in Ausbildung
oder Arbeit von einem persönlichen Coach begleitet.
Die Teilnahme ist kostenlos. Ein BVG-Ticket wird während der Laufzeit gestellt. Interessenten können ab sofort einen Beratungstermin vereinbaren.

Kreuzberg
Tel.: (030) 6981 4097

Berufsfelder Gastronomie und Hauswirtschaft:
Kiezküchen GmbH
Frau Fröhlich
Tel.: (030) 48 52 23 33
E-Mail: cfroehlich@bildungsmarkt.de

dtz-bildung & qualifizierung
gemeinnützige GmbH
Karl-Marx-Straße 84
12043 Berlin

Handel und Lagerwirtschaft:

Tel.: (030) 6003 463-0
Fax: (030) 6823 1654

Vermittlung für chancenlose Jugendliche

Wedding:
Tel.: (030) 4172 9709

Moabit:
Tel.: (030) 7676 4780
Kontakt

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E-Mail: dtz@dtz-bildung.eu
Internet: http://www.dtz-bildung.eu

VHS Tempelhof-Schöneberg:

QUALIFIZIERUNG FÜR MIGRANTINNEN

Deutsch als Zweitsprache, EDV/Textverarbeitung
und Berufsorientierung im Bereich Pflege
Beginn: 26.08.2013
Migrantinnen und Migranten mit Vorkenntnissen in der
deutschen Sprache erwerben in zwei aufeinander aufbauenden Kursen im Deutschunterricht u.a. berufsbezogene sprachliche Kompetenzen (Schwerpunkt Pflegeberufe) und erlernen das Erstellen von Bewerbungsunterlagen und das Führen von Bewerbungsgesprächen.
Mit einem modernen Textverarbeitungsprogramm wird
das Schreiben von Pflegeberichten, das Arbeiten mit
Tabellen, das Erstellen von Serienbriefen sowie die
Recherche im Internet geübt.
Im Bereich Pflege erhalten die Teilnehmenden eine
pflegerische Grundqualifikation und eine Einführung in
die Altenpflege. Themen sind u.a.: Aufbau des Körpers,
Körperpflege und Ernährung und verschiedene Krankheitsbilder. Zu diesem Unterricht gehört auch ein 10tägiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung.
Am Ende des zweiten Kurses absolvieren die Teilnehmenden den Deutsch-Test für Zuwanderer und die Prüfung Xpert Europäischer Computer Pass, Textverarbeitung.
Projektbeginn: 26.08.2013
Projektende: 16.05.2013
Kursort:
1. Gemeinschaftsschule Schöneberg
Otzenstraße 16-17
12159 Berlin
Dauer:
- 2x15 Wochen, insgesamt 300 Unterrichtsstunden
- 20 Unterrichtsstunden pro Woche
- zusätzlich 2 Wochen Praktikum
Unterrichtszeit:
9-12.15 Uhr (kein Unterricht während der Schulferien)
Kosten pro Kurs: 29 €
Kontakt
Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg
Barbarossaplatz 5
10781 Berlin

Tel.: (030) 902 77-3000
E-Mail: vhs@ba-ts.berlin.de
Internet: http://www.vhs-tempelhof-schoeneberg.de

Ab 01.10.2013
Zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung:

TRANSKULTURELLE PSYCHOTHERAPIE,
PSYCHOANALYSE UND BERATUNG –

Eine Weiterbildung für psychosoziale Berufsfelder
Anmeldung/Bewerbung bis 15.08.2013
Info-Termin: 05.07.2013
Informationsveranstaltung:
Freitag, 05.07.2013, 16:00 bis 18:00 Uhr
International Psychoanalytic University Berlin
Stromstraße 3
10555 Berlin
Um Anmeldung wird gebeten unter: tkpb@ipu-berlin.de

Diese Weiterbildung vermittelt kultur- und migrationssensible psychotherapeutische und beraterische Kompetenzen durch eine intensive Auseinandersetzung mit
aktuellen transkulturellen psychotherapeutischen, psychoanalytischen und beraterischen Ansätzen zur Verarbeitung von Migrations- und Fluchterfahrungen und
zur Bearbeitung transkultureller Kontakte, Konflikte und
Krisen bezüglich Geschlechterrollen, Religion und kultureller Normen, sozialer Unterschiede, Diskriminierungserfahrungen, Adoleszenz, Altern und Generationenkonflikte im Familienkontext.
Sie qualifiziert für alle Tätigkeitsfelder, in denen soziokulturelle Verflechtungen sowie migrations- und fluchtspezifische Faktoren eine maßgebliche Rolle spielen –
sei es in der eigenen Praxis, in psychiatrischen und
psychosomatischen Kliniken, in psychosozialen Einrichtungen, in verschiedenen Beratungs- bzw. Supervisionssettings, im Mediationskontext oder im juristischen
Bereich.
Die Entwicklung eigener inter- und transkultureller
Kompetenzen sowie berufsbezogene Selbstreflexion
sind zentrale Bestandteile der Weiterbildung.Außerdem
besteht die Möglichkeit zur Vertiefung in den Bereichen
transkulturelle Psychotherapie, transkulturelle Psychoanalyse und transkulturelle Beratung.
Ort der Weiterbildung:
International Psychoanalytic University Berlin
Stromstraße 3
10555 Berlin
Teilnehmerkreis:
Psychotherapeuten/-innen, Psychologen/-innen, Mediziner/-innen, Gutachter/-innen, Supervisoren/-innen,
Juristen/-innen, Mediatoren/-innen, Sozialpädagogen/innen, Berater/-innen, Theologen/-innen

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Umfang:
Die zweijährige Weiterbildung findet pro Jahr an 8 Wochenenden (Fr./Sa.) und 1 Blockwoche statt (die
Blockwoche wird als Bildungsurlaub anerkannt). Es besteht die Möglichkeit, einzelne Weiterbildungsbestandteile zu belegen.

Das Seminar wird veranstaltet vom Berliner Institut für
Soziale Kompetenz und Gewaltprävention e.V. (BISG)
in Kooperation mit dem Systemischen Institut für Neue
Autorität und richtet sich vorrangig an Lehrer/innen sowie an Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Soziale Arbeit und Psychologie.

Fortbildungspunkte:
Es können Fortbildungspunkte durch die Ärztekammer /
Psychotherapeutenkammer gesammelt werden.

Die Anmeldefrist endet am 09. August 2013.

Bewerbungsschluss: 15. August 2013
Kontakt
Information über Inhalte und Aufbau der Weiterbildung
sowie Termine, Kosten und Teilnahmevoraussetzungen
unter: http://www.ipu-berlin.de/weiterbildung
Kontakt:
Tel.: (030) 300 117 748
Tel.: (030) 300 117 500
E-Mail: tkpb@ipu-berlin.de
Ab 02.09., Trainingsseminar:

STÄRKE STATT MACHT –

Neue Autorität und Gewaltloser Widerstand in
Schule, Jugendhilfe und Familie
Anmeldung bis: 09. August 2013
Vom 02.09.-03.09.2013 sowie vom 31.10.-01.11.2013
findet in zwei Blöcken ein Trainingsseminar zum Thema »Stärke statt Macht: Neue Autorität und Gewaltloser Widerstand in Schule, Jugendhilfe und Familie«
statt. Das von dem Psychologen Prof. Dr. Haim Omer
(Universität Tel Aviv) entwickelte Konzept der „Neuen
Autorität“ findet als systemischer Ansatz immer mehr
Verbreitung in Schulen sowie in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
Das Konzept beschreibt die Notwendigkeit, Autorität
neu zu definieren. Es bietet für Pädagogen/-innen und
Eltern wichtige Anregungen, wie in schwierigen Situationen
die
eigene
Handlungsfähigkeit
(wieder)hergestellt, erweitert sowie Entscheidungssicherheit
gewonnen werden kann. Dies ist notwendig, um Kindern und Jugendlichen Sicherheit und Orientierung bieten zu können. Die verantwortlichen Personen lernen
durch die Interventionsmöglichkeiten des gewaltlosen
Widerstandes aus den Machtkämpfen auszusteigen,
Unterstützungssysteme zu nutzen und den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen mit Wertschätzung zu begegnen. Im Seminar werden demnach die
wesentlichen Inhalte, Grundhaltungen und Interventionen der „Neuen Autorität“ und des „Gewaltlosen Widerstandes“ erarbeitet und anhand der Erfahrungen der
Teilnehmenden reflektiert. Der Aufbau des Seminars in
zwei Teilen ermöglicht das Anwenden und Erproben in
der individuellen Alltagspraxis.

Info: http://www.sozialestraining.de/down/weiterbildung/Trainiingsseminar_NA_flyer
.pdf
Anmeldung:
http://www.sozialestraining.de/down/weiterbildung/Trainingsseminar_NA_Anm
eldung.pdf
Kontakt
Berliner Institut für Soziale Kompetenz & Gewaltprävention e.V.
c/o Hans-Böckler-Schule
Lobeckstraße 76
10969 Berlin
Tel.: (030) 616705 33
Fax: (030) 616705 99
E-Mail: info@soziales-training.de
Internet: http://www.soziales-training.de

28.08., Schule ohne Rassismus:

FORTBILDUNGEN FÜR PÄDAGOGINNEN
UND MULTIPLIKATORINNEN IN BERLIN
Geschlechterrollen
in der Einwanderungsgesellschaft

Die Landeskoordination Berlin von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bietet im August in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung
eine Fortbildungsveranstaltung an, die sich an PädagogInnen und MultiplikatorInnen in Berlin richtet.
Geschlechterrollen
in der Einwanderungsgesellschaft
Mittwoch, 28.8.2013, 10:00-16:00 Uhr
Anmeldung: schule@aktioncourage.org
Referentin: Sanem Kleff,
Leiterin des Netzwerks der Courage-Schulen
Durch die aktuelle Sexismusdebatte ist das Thema
wieder in aller Munde: Es „knirscht“ weiterhin in den
Geschlechterverhältnissen. Aber bei den Diskussionen
rund um Liebe, Geschlecht und Sexualität verlaufen die

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Grenzen nicht zwischen ethnischen oder religiösen
Minderheiten und der Mehrheitsgesellschaft. Vielmehr
zeigt sich schnell: Differenzen und Kontroversen gibt es
zwischen jenen, die die Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung von Mann und Frau mit den unterschiedlichsten Begründungen ablehnen und denen,
für die uneingeschränkt gilt: Männer und Frauen sind
gleichberechtigt.
Das Seminar ist als Bildungsurlaub anerkannt.
Kontakt
Ort der Veranstaltung:
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Landeskoordination Berlin
Ahornstraße 5
10787 Berlin
Tel.: (030) 21 45 86 0
Fax: (030) 21 45 86 20
E-Mail: info@aktioncourage.org
Internet: http://www.aktioncourage.org

von ihrem Bruder ermordet wurde, auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Rolle der Frauen“ organisiert
und erfolgreich durchgeführt.
Im Bereich „Innovatives“ überzeugten die Vereine FSV
Hansa 07 und die Aktiven Fans von Tennis Borussia.
Beide Vereine kooperieren mit dem LSVD-Projekt Soccer Sound. Die Fans von Tennis Borussia haben zudem die Initiative „Fußballfans gegen Homophobie“ ins
Leben gerufen.
Kontakt
Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg
Kleiststraße 35
10787 Berlin
Tel.: (030) 22 50 22 15
E-Mail: berlin@lsvd.de
Internet: http://www.berlin.lsvd.de

TUH e.V.:

EXISMI

Anlaufstelle zur Exıstenzgründung, Coaching
und Unternehmensberatung für MigrantInnen

Aus Projekten und Vereinen
LSVD Berlin-Brandenburg:

GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT
BERLINER FUßBALLVEREINE GEWÜRDIGT

Vier Kooperationspartner des
Lesben- und Schwulenverbandes ausgezeichnet
Am 10.06. erhielten insgesamt acht Berliner Fußballvereine den 1. BFV-Preis – vier dieser Vereine kooperieren eng mit dem Lesben- und Schwulenverbandes
Berlin-Brandenburg (LSVD). Die Vereine wurden für ihr
gesellschaftliches Engagement, das über die reine Organisation des Spielbetriebs hinausgeht, ausgezeichnet. Der BFV-Preis wird von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR), der Unternehmensgruppe Gegenbauer und von der Rechtsanwaltskanzlei Grawert
und Partner gestiftet und ist mit Geld- und Sachpreisen
dotiert.
In der Kategorie „Soziales“ wurde der SV Empor Berlin
für die Organisation einer „Kita EM“ und sein Engagement mit dem Kooperationspartner LSVD bei den jährlichen „Respect Gaymes“ im Friedrich-Ludwig-JahnSportpark geehrt.

Mehrsprachige Orientierungsberatung, z.B.
 Erstellen von Geschäftsplänen
 Konzept und Aufbau
 Hilfestellung bei der Beantragung geförderter
Darlehen
 Einstellung von Auszubildenden
Rechtsberatung sowie Beratung für die Anerkennung
ausländischer Berufsabschlüsse, zu Fragen der Existenzgründung, Coaching und mehr.
Kontakt
TUH e.V. Berlin
Türkische Unternehmer & Handwerker e.V. Berlin
Rollbergstraße 70
12053 Berlin-Neukölln
Oranienstraße 25
10999 Berlin-Kreuzberg
Tel.: (030) 627 212 31
Fax: (030) 627 212 35
E-Mail: info@tuh-berlin.de
Internet: http://www.tuh-berlin.de

Besonderes „Integratives Engagement“ zeigte der Verein Türkiyemspor Berlin. Der Verein hat im Rahmen
einer Veranstaltungswoche neben einem FußballGedächtnisturnier zum Gedenken an Hatun Sürücü, die
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AWO Begegnungszentrum
Adalbertstr. 23a
10997 Berlin

Ansprechpartner für HIPPY und Opstapje: Barbara Foerster, Heidi Dreibholz
Adalbertstr. 23 a, 10997 Berlin
Tel: 030-695 65 885
E-Mail: b.foerster@awo-spree-wuhle.de
h.dreibholz@awo-spree-wuhle.de

Das JobCenter Friedrichshain-Kreuzberg kommt –
kommen Sie auch und erkunden Sie mit einem Arbeitsvermittler Ihre Fähigkeiten und Chancen auf
dem Arbeitsmarkt!

Ansprechpartner für Rucksack:
Christiane Börühan, Heidi Dreibholz
E-Mail: rucksack@awo-spree-wuhle.de

- Anregungen für eine konstruktive Zusammenarbeit
mit den Jobcentern u. Vorbereitung eines Gesprächstermins
- Informationen zu Fördermöglichkeiten der Jobcenter
- Unterstützung von ExistenzgründerInnen und Selbständigen
- Eingliederungsvereinbarung etc.
Wann : 06.08.2013 von 13:00 – 14:30 Uhr
Raum : Wartezimmer / I. OG
Kontakt : Gundula Kapteina, Tel: 69 53 56 15
Gern können Sie uns Ihre Fragen im Vorfeld telefonisch
mitteilen!
Im Bereich Frühe Bildung im Begegnungszentrum
werden
folgende
Familienbildungsprogramme
durchgeführt:
 HIPPY (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) ist ein Familienbildungsprogramm mit den Schwerpunkten Sprachförderung
und Schulvorbereitung und richtet sich an Eltern
mit Kindern im Alter von 3-6 Jahren.
 Rucksack (Sprachförderprogramm und Familienbildungsprogramm für Kinder im Alter von 3-6
Jahren). Es richtet sich an die Eltern und an das
pädagogische Personal in den Kitas. Die Eltern
werden als Experten für das Erlernen der Erstsprache angesprochen.
 Elternbegleit- und Unterstützungsprogramm in
der Schuleingangsphase. Das Programm begleitet die Eltern und Kinder beim Übergang von der
Kita zur Schule. Das Programm richtet sich an
die Kinder der Schuleingangsphase, die Kinder
sind im Alter von 6-9 Jahren.
 OPSTAPJE – ein präventives Lern- u. Spielprogramm für Eltern und ihre Kinder im Alter von 18
bis 24 Monaten. Gefördert wird die Entwicklung
von Kleinkindern. Durch das Programm erlernen
sie wesentliche Basiskompetenzen, die für spätere Lernerfolge in Bildungseinrichtungen und ihre Integration in die Gesellschaft erforderlich
sind.

Elternbegleit- u. Unterstützungsprogramm in
der Schuleingangsphase:
Ansprechpartnerin
Heidi Dreibholz
OPSTAPJE
Barbara Foerster
GRUPPEN IM BEGEGNUNGSZENTRUM JULİ 2013
Sonntags und
Türkischsprachige Rentnergruppe
Montags
Ort: AWO Begegnungszentrum,
12.00–17.00 Uhr
Cafeteria
Dienstags
Spanischsprachige Rentnergruppe
14.00-18.00 Uhr
Dienstags
11.00-13.00 Uhr

Mittwochs
15.00 Uhr

Mittwochs
11.00-12.30

Ort: AWO Begegnungszentrum,
Cafeteria
Die Handarbeitsgruppe „Bunte
Kreationen – die AWO Kirschen“.
SOMMERPAUSE vom 27.6. bis
16.Juli
Ort: AWO Begegnungszentrum,
Seniorenraum
Polnische Rentnergruppe trifft sich
jeden ersten Mittwoch ab 15.00
Uhr im Café
Ort: AWO Begegnungszentrum,
Cafeteria
Sevillana Tanzkurs mit
Mari Carmen
Kostenbeitrag: 1,50 € pro Treffen.
Interessierte sind herzlich
willkommen?

Ort: AWO Begegnungszentrum,
Spiegelsaal, 2.Stk.
COMPUTERKURS ab 4.SEPTEMBER, MITTWOCHS
von 11:00-14:00 UHR
ANMELDUNG bei
Filiz Müller-Lenhartz, Tel.: 695 35 613

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MONATSPROGRAMM JULI - AUGUST 2013
Donnerstag,
11.07.
11.00 Uhr

Treffpunkt der Kulturen –
Picknick im Britzer Garten
Gemeinsamer Ausflug mit anschließendem Picknick im Britzer
Garten. Jeder bringt etwas zu Essen mit.
Treffpunkt: 11:00 Uhr,
U-Bahnhof Kottbusser Tor unten
am Blumenstand

Dienstag, 13.08.
14.00-17.00 Uhr

Samstag, 24.08.
10.00–17.00 Uhr

Treffpunkt der Kulturen –
Zuckerfest Feier

BAYOUMA-HAUS

der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Interkulturelles Gemeinwesenzentrum in Friedrichshain
Nachbarschaftsangebote
für Hilfesuchende aus Friedrichshain:
Frau Angela Prodan
Arbeit, Soziales, Selbsthilfe
Tel. 29 35 08 35
E-Mail: a.prodan@awo-spree-wuhle.de
Frau Natascha Garay
Gesundheit, Kultur u. Nachbarschaft
Tel. 29 04 91 36
E-Mail: n.garay@awo-spree-wuhle.de

Mit Teilnehmerbeitrag. Wir bitten
um Anmeldung, bei Frau Bartel,
Tel.: 695 34051

Frau Belinda Apicella
Frauen: Familie & Migration
Tel. 29 04 66 11
E-Mail: b.apicella@awo-spree-wuhle.de

Ort: Begegnungsstätte
Falckensteinstr.6, 10997 Berlin

Dienstags 13:00 – 16:00
Donnerstags 13:00 – 16:00

Eröffnung der Berliner
Seniorenwochen
Das AWO Begegnungszentrum
wird mit einem Stand und vielen
Ehrenamtlichen mit dabei sein. Alle
sind herzlich willkommen.
Ort: Breitscheidplatz an der
Gedächtniskirche

Wir haben für Sie:
Mo. Di. und Do. 09:00 – 16:00 Uhr
Mi. von 13:00 – 16:00 Uhr
Fr. 09:00 – 13:00 und nach Vereinbarung geöffnet.
Wir beraten zurzeit in folgenden Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch

Ständige Angebote

Kontakt

Mo. 10:00 – 12:30 Uhr
Deutsch – Konversation für Anfänger – Kostenfrei

AWO Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23 a
10 997 Berlin

Di. 16:30 – 18:00 Uhr
Gymnastik & Tanz nach Rhythmen aus aller Welt,
mit Mariela Durand - kostenfrei

Tel.: (030) 69 53 56 11 oder -25
Fax: (030) 69 53 56 34 oder -31

Mi. 13:00 – 16:00 Uhr
Fußreflexzonenmassage
mit Carmen Istúriz. Terminvereinbarung unter:
0175-9904191, 10.- € pro Sitzung

E-Mail: e.hellwig-fuhl@awo-spree-wuhle.de
Internet: http://www.begegnungszentrum.org
http://www.awo-spree-wuhle.de

Mi. 20:00 – 22:00 ( bis 19. Juli)
Swingkurse mit Davide De Feudis
Anmeldung unter: facebook.com/groups/132938490214708/
Do. 13:00 – 14:30 (bis 18.07.)
„Fahrradkurs für Erwachsene
Anfänger & Fortgeschrittene in Friedrichshain“
mit Unterstützung der Berliner Polizei und
der BUF – Bildungs- und Beschäftigungsträger
– Kostenfrei –

Weitere Veranstaltungen im Monat Juli
1. Montag im Monat 16 - 18 Uhr
Kostenlose Sprechstunde mit dem Rechtsanwalt
Schwerpunkte: Sozial, Arbeits- und Mietrecht
diesmal am 01. Juli!
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01.07. und am 29. Juli, 13.00 – 17.00 Uhr
Beratungssprechstunde zur Geburtsvorbereitung in
italienischer, spanischer und englischer Sprache
durch die Doula Frau Chiara Villotti
Termine unter freebirthdoula@gmail.com oder
unter www.facebook.com/chiara.villotti
15. Juli, 15:00 bis 17:00 Uhr
Telefonsprechstunde:
„Ich habe Mietschulden – mir droht oder ich habe
schon die fristlose Kündigung – wie weiter?
Ansprechpartner: Angela Prodan
unter der 29 35 08 35
Ab 23.07. Italienischkurs für Anfänger
Dienstags 18:30 Uhr– 20:00 Uhr
Unkostenbeitrag 15,- € für Berufstätige,
10,- € für Arbeitslose und Studenten (monatlich)
mit Sonia Campanini
Kontakt
Bayouma-Haus
der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Frankfurter Allee 110 (zweiter Hinterhof, 1. Etage)
10247 Berlin
Tel.: (030) 29 04 91 36 – Fax: (030) 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de
Weiteres Programm und Informationen unter:
Internet: http://www.bayouma-haus.de
http://www.bayouma-gesundheit.de
http://www.awo-spree-wuhle.de
http://www.facebook.com/bayouma.haus

BABEL E.V.

Veranstaltungsangebot im Juli/August 2013
Öffentliche Veranstaltungen
Offene Kinder- und Jugendarbeit
Montag - Donnerstag: Computer AG täglich
Montag: Medienwerkstatt für Kids
Dienstag: Interkultureller Kinder- und Jugendbeirat,
Sport und Spiel
Mittwoch: Kreatives Basteln und Puppenworkshop
Donnerstag: Interkultureller Kinder- und Jugendbeirat,
Koch-Workshop
Freitag: 14-tägig Spiele aus aller Welt
Samstag: Spiele aus aller Welt
Montag - Donnerstag: von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Freitag: 14-tägig von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Samstag: von 11.00 Uhr - 17.30 Uhr
Interkultureller Kinderund Jugendbeirat im Haus Babylon

Austausch, Gespräche und Diskussionen zu verschiedenen
Aspekten des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft.
Jeden Dienstag und Donnerstag
von 17.00 Uhr - 20.00 Uhr
U 18 Wahlen 2013
Junge Menschen sollen dabei unterstützt werden, Politik zu
verstehen, Unterschiede in den Partei- und Wahlprogrammen
zu erkennen und Versprechen von Politikerinnen und Politikern zu hinterfragen. Vorbereitung der Kids von Haus Babylon auf die U-18-Wahlen am 13. September 2013
Donnerstag, 15.08.2013, ab 16.00 Uhr
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Brunch
Informationen, Gespräche, Austausch und gegenseitiges
Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher Kulturen in
gemütlicher Atmosphäre zu unterschiedlichen Themen und
Ländern. Jeden Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr.
SelbstAnsichten - Ogonjok
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund treffen sich in
gemütlicher Atmosphäre mit Spätaussiedlern zu einem geselligen Nachmittag. 15.00 Uhr - 20.00 Uhr
Termine: 19.07.2013, 02.08.2013, 16.08.2013, 30.08.2013
LeseRatten
Kulturen in der Nachbarschaft - Vietnam ganz nah.
Montag - Freitag von 9.30 Uhr - 12.00 Uhr
nach Voranmeldung
Sommerferienangebot vom 19.06. - 02.08.2013
Vom 19.06.2013 bis 21.07.2013
Babylons Reise durch Europa
u.a. mit Wissenswertem rund um Europa im Spiel und in Bastelstraßen
Vom 22.07. bis 02.08.2013
Eine Reise durch den Orient
u.a. mit Märchen aus 1001 Nacht, Henna-Malerei und Namen
in Arabisch schreiben
Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt MarzahnHellersdorf
Teilnahme am Event auf dem Alice-Salomon-Platz am Vorabend des Weltfriedenstages
31.08.2013, 14.00 Uhr - 19.00 Uhr

Kurse und Arbeitskreise
(Um Voranmeldung wird gebeten)
TapetenWechsel
kreatives Gestalten auf Augenhöhe mit Frauen und Mädchen
mit und ohne Migrationshintergrund
Dienstag u. Donnerstag 13.00 Uhr - 16.00 Uhr

Deutschförderkurse

Hilfe bei der Entwicklung der Sprachkompetenz in der deutschen Sprache im mündlichen und schriftlichen Bereich
Deutschförderkurs für Flüchtlinge
Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Deutschförderkurs für Fortgeschrittene
Montag bis Mittwoch von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr

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Englisch-Förderkurs
Montag und Mittwoch 15.00 Uhr - 17.00 Uhr
Trainingsprogramm Interkulturelle Sensibilisierung:
Interkulturelle Sensibilisierung und Kommunikation
Erwerb von interkulturellen Kompetenzen
Bewältigung von interkulturellen Konflikten in interkulturellen
Gruppen in Schulen und am Arbeitsplatz
Termin. nach Vereinbarung
Lerntherapie und Lernstrategie
Eine lernpädagogische Fachberatung für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene, die individuelle Hilfe und persönliche Unterstützung benötigen. Schulvorbereitung für Vorschulkinder.
Ort: Hellersdorfer Promenade 20
12627 Berlin
Montag bis Freitag
(um Terminvereinbarung wird gebeten)
Auskünfte und Beratungen
Niedrigschwellige Beratungs-, Betreungs-, und Begleitangebote
Migratonssozialberatung
Dienstag und Donnerstag nach terminlicher Absprache

Kontakt
BABEL e.V.
Stefan-Born-Straße 8
12629 Berlin-Hellersdorf
Tel.: (030) 99 858 91, Fax: (030) 99 893 20
E-Mail: babel-berlin@t-online.de
Internet: http://www.haus-babylon.de
Verantwortlich: Dr. Mekonnen Shiferaw

Veranstaltungen
04.07.: LAF Berlin:

EL BENNY

Kubanisches Kino im Lateinamerika-Forum
Donnerstag, 04. Juli 2013, 19.30 Uhr
In Kooperation mit der Botschaft der Republik Kuba
El Benny
Kuba, 2006, 132 Minuten
Regie: Jorge Luis Sánchez
Darsteller: Renny Arozarena, Mario Guerra, Limara
Meneses, Enrique Molina, Carlos Ever Fonseca
OmU Spanisch mit Untertiteln auf Deutsch
Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zu
einem geselligen Beisammensein bei einem Glas Vino.
Kuba in den frühen 50er-Jahren. Der 1919 geborene
Farbige Benny Moré schafft nach mehreren Rückschlägen den Aufstieg zum gefeiertsten Sänger und
Gitarristen Kubas. Der Spielfilm „El Benny“ rekonstruiert seine wichtigsten Lebensstationen.
Moré (1919-1963) gilt als einer der bedeutendsten kubanischen Vertreter des Son Montuno, Mambo und Bolero. In seiner Jugend arbeitete er auf Zuckerrohrplantagen und finanzierte sich so seine erste Gitarre. Ab
1940 lebte der Musiker in Havanna und spielte in verschiedenen Bars und Cafés. Durch einen Radiowettbewerb gelang ihm schließlich der Durchbruch. Mit dem
Trio Matamoros, mit dem er zahlreiche Radioaufnahmen machte, begab sich Moré später nach Mexiko, wo
er bald als "Prince of Mambo" verehrt wurde und wo
seine lateinamerikanische Karriere begann.
Kontakt
Lateinamerika-Forum /
Foro de las Américas Berlin e.V.
Bismarckstraße 101, 5. Etage, (Eingang Weimarer Str.)
10625 Berlin
Tel.: (030) 832 96 37
Fax: (030) 894 09 329
E-Mail: kontakt@lateinamerikaforum-berlin.de
Internet: http://www.lateinamerikaforum-berlin.de

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Juli/ August 2013, Nr. 103
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 36
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Kultur bewegt e.V.:

01.07. bis 31.08., Ausstellung im Rathaus Schöneberg:

„Route 44“ sowie „Route 65“

Dokumentation der Geschichte
von Fountainhead® Tanz Théâtre

STADTTEILFÜHRUNGEN
IM JULI UND AUGUST 2013
Samstag, 06. Juli, 12:00 Uhr: Neukölln bildet
Karl-Marx-Schule, Rütli-Schule, Koranschule. Auf den
Spuren des Neuköllner Bildungswesens. Der Bezirk
war immer arm und seine Schüler und Schülerinnen
nicht privilegiert. Schon in den 1920er Jahren experimentierten Reformpädagogen wie Fritz Karsen an besseren Schulen.
Heute erstaunt die Rütli-Schule, die sich von der verrufensten Schule Deutschlands zu einem modernen Vorzeige-Campus entwickelt. Die engagierten Frauen berichten aus „erster Hand“.
Stationen: Kirchengemeinde Martin Luther,
ErnstAbbe-Schule, Campus Rütli, Islamischer Buchladen Al
Mabarrat, Kioskhäuschen Reuterplatz Elele e.V., Türkischer Bildungsverein e.V.
Mit: Emine Elci, Manuela Yasar-Özdemir, Fatma Yilmaz
Treffpunkt: U- Bhf. Rathaus Neukölln
vor den Rathaustreppen
Sa. 3. August 12:00 Uhr: Hinter den Fassaden
Arbeiten, Einkaufen und Erholen zwischen Karl-MarxStraße und Körnerpark.
Treffpunkt: U-Bhf. Karl-Marx-Straße, vor dem Eingang
zum Saalbau
Internet: http://www.route44-neukoelln.de/
10. August 2013: Ghettostreber on Tour, 13:00 Uhr
Dua, Shady, Zeynep und Kujtim zeigen euch die multikulturelle Welt des Weddings. Vom Gesundbrunnen
entlang der Bellermannstraße bis zur Böttgerstraße.
Treffpunkt:U-Bhf. Gesundbrunnen, Haupteingang Gesundbrunnencenter
Ende: Zwischen U-Bhf. Pankstraße und S und- U-Bhf.
Gesundbrunnen
Internet: http://www.route65-wedding.de/
Kontakt
Kulturbewegt e.V.
Oranienburger Straße 37
10117 Berlin
Fon : (030) 70 222 023
E-Mail: info@kulturbewegt.de
Internet: http://www.kulturbewegt.de

"FOOTPRINTS IN THE SAND?"

Vernissage am 01. Juli um 19:00 Uhr
Foyer im Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
EIN WANDEL IM ERSCHEINUNGSBILD –
Transnationale und Interkulturelle Diplomatie
"...VISIONS BECOME REALITY... /
...VISIONEN WERDEN WIRKLICHKEIT..."
Fotoausstellung - Visuelle Dokumentation
Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte von Fountainhead® Tanz Théâtre in Verbindung mit:
Karen D. Brame El-Amin - USA, Wolfgang Busch USA, Levi Frazier, Jr. - USA, Regina Gerschke - Berlin,
Amir Kaufmann - Berlin/Israel, Judith Lenhardt - Berlin,
Andrea Lippold - Berlin, Farid Mirkhani - Iran, Gabriela
Rosa da Silva - Paris, Pia Sommer - Bayreuth, Thomas
M. Wendt - Berlin, Ursula Wunder - Berlin
Produzent, Leiter, Kurator:
Prof. Donald Muldrow Griffith/Fountainhead® Tanz
Théâtre
in Kooperation mit Gabriele Gün Tank, Integrationsbeauftragte des Bezirks Tempelhof-Schöneberg
Die fotografische Ausstellung und visuelle Dokumentation "Footprints in the Sand?" - Exhibition wird in diesem Jahr zum fünften Mal im Foyer des Rathauses
Schöneberg präsentiert. Unter der Produktion, Leitung
und Kuration von Prof. Donald Muldrow Griffith/Fountainhead® Tanz Théâtre zeichnen die ausgestellten Werke ein Bild der Aktivitäten von Menschen
verschiedener kultureller, ethnischer, religiöser und sozio-ökonomischer Hintergründe bei ihren historischen
Beiträgen, die sie für Berlin und andere Orte leisten.
Unter dem Titel "...Visions Become Reality..." bildet die
Ausstellung einen von vielen Mosaiksteinen, aus denen
sich die Unternehmungen des Fountainhead® Tanz
Théâtre zusammensetzen. Sie ist Teil eines Prozesses,
der die Existenz und Beiträge von Einzelnen und Gruppen zu den Gesellschaften dokumentiert, in denen sie
und wir leben, damit diese davor bewahrt werden,
"Footprints in the Sand?" ("Fußspuren im Sand“) zu
werden.
Dargestellt wird die Geschichte des Fountainhead®
Tanz Théâtre, das seit 1980 in Berlin und weltweit interdisziplinäre Kunst- und Kulturprojekte realisiert, die
sich der transnationalen, interkulturellen Diplomatie und
der Förderung von Respekt und Anerkennung sowie
Kooperation und Austausch in unserer vielkulturellen
Gesellschaft in Berlin und darüber hinaus widmen.

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Eingeladen hat Fountainhead® Tanz Théâtre zudem
eine Reihe an internationalen KünstlerInnen, sich mit
ihren Werken an der Ausstellung zu beteiligen. Zu sehen sind Bilder, Fotografien, Zeichnungen, Kollagen,
Plakate und Texte.
Die Ausstellung schließt zeitlich an das interkulturelle
und interdisziplinäre Festival Black International Cinema Berlin an, dessen 28. Ausgabe das Fountainhead®
Tanz Théâtre vom 8.-12. Mai 2013 im Rathaus Schöneberg durchführte.
Gegründet wurde Fountainhead® Tanz Théâtre von
Prof. Donald Muldrow Griffith, Prof. Gayle McKinney
Griffith, Lynnda Curry, Ricky Powell und Detlef Bäcker,
vier amerikanischen Künstlern und einem deutschen
Kollegen, die sich in Berlin 1979 am Theater des Westens trafen. Sie entschieden sich, in Berlin zu bleiben,
und begannen mit der Durchführung von interkulturellen, interdisziplinären und internationalen Produktionen
in den Bereichen Tanz, Theater, Fernsehen, Workshops, Film/Video Festivals, Ausstellungen und Publikationen.
Fountainhead® Tanz Théâtre involviert Menschen mit
unterschiedlichen nationalen, kulturellen, ethnischen,
sozio-ökonomischen und religiösen Hintergründen sowie verschiedener sexueller Identitäten, die in vielfältigen künstlerischen und kulturellen Bereichen zusammen arbeiten, mit der Absicht, in den Projekten und für
die Weltgemeinschaft den interkulturellen Austausch zu
gestalten, zu erfahren und zu vermitteln.
Mottos:
"I may not make it if I try, but I damn sure won´t if I
don´t..." – Oscar Brown Jr.
"Mankind will either find a way or make one." – C.P.
Snow
"Whatever you do..., be cool!" – Joseph Louis Turner
"Yes, I can...!" – Sammy Davis Jr.
"Yes, We can...!" – Barack Obama

Ab 10.08., Ausstellung:

MIGRANTAS

Berliner Migrantinnen
im Stadtraum
Rotes Rathaus
10.-27.08.2013
Rathausstraße 15
10178 Berlin
Eröffnung der Ausstellung am Freitag,
den 9. August um 19.30 Uhr
Eintritt frei
Zehn Jahre nach dem ersten Projekt bringt mígrantas
im August im Rahmen des Projektes „Bundesmigrantinnen“ neue Bilder der Migration in den Stadtraum. Auf
Plakaten und Postkarten machen Piktogramme stadtweit sichtbar, was Berliner MigrantInnen im Alltag erleben. Dreihundert Zeichnungen sind in Workshops entstanden, in denen neue und alteingesessene Migrantlnnen ihre Erfahrungen aufzeichneten. Im Roten
Rathaus wird der Entstehungsprozess dokumentiert,
die Projektteilnehmerinnen kommen
mit ihren Bildern zusammen.
Ein Projekt von Kollektiv mígrantas in Kooperation mit Xochicuicatl
e.V. unter Teilnahme folgender Vereine: HINBUN Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien, T0 SPITI Interkulturelles Frauen und Familienzentrum, Treff- und Informationsort für Migrantinnen TlO e.V., UGRAK Beratung - Kurse -Treffpunkt für Frauen
aus der Türkei. Offene Workshops im Haus der Kulturen der Welt und
Instituto Cervantes. Mit freundlicher Unterstützung von Initiative
Hauptstadt Berlin e.V.

Internet: http://www.migrantas.org/

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps

Kontakt und Information
Tel.: (030) 782 16 21, 030-75 46 09 46
Fax: (030) 786 34 66
E-Mail: bicdance@aol.com
Internet: http://www.black-internationalcinema.com/BIC13/html/bic_13_fits_ge.htm
www.fountainhead-tanz-theatre.de,
www.black-international-cinema.com,
www.blackinternationalcinema.de

INTERAKTIVE INFOGRAFIK
ZUM THEMA MIGRATION ERSCHIENEN
Der Verein /e-politik.de/ e.V. hat eine interaktive Infografik zum Thema Migration produziert. Sie kann hier
angeschaut werden: http://www.infografik.e-politik.de.
Im Mittelpunkt der Infografik steht eine interaktive Weltkarte, auf der für alle Länder schnell und intuitiv Daten
zum Thema Migration abgerufen werden können: Gesamtbevölkerung, Anteil Migranten und Herkunft der
Migranten.
Darüber hinaus können weitere Informationen zum
Thema Migration abgerufen werden. Eine Reihe von
Schwerpunktthemen, wie Eliten-Migration, Flucht und
Vertreibung oder Urbanisierung gehen weiter ins Detail.
Die Infografik ist als Creative Commons lizenziert und
kann von jedem im nicht-kommerziellen Rahmen kostenfrei genutzt und weiterverbreitet werden.

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Des Weiteren kann sie über einen Einbettungscode
einfach in Webseiten und Blogs eingebaut werden.
/e-politik.de/ e.V. möchte damit einen weiteren Beitrag
leisten neue, innovative Formen der audiovisuellen
Aufbereitung von politischen Themen zu finden.
Internet: http://www.infografik.e-politik.de
http://www.e-politik.de

Edition Orient, Kinderbuchreihe:

„GUKKI, DER KLEINE RABE"
Eine einmalige Kombination aus Geschichten zum
(Vor-)Lesen + Anleitung zum Basteln/Gestalten.
In der Türkei haben wir eine Buchreihe entdeckt, deren
Konzept uns sehr angesprochen hat: Eine Buchreihe
mit 6 Geschichten von Gukki, dem kleinen Raben und
dazu ein Bastelbuch, in der die Technik, mit der die Bilderbücher illustriert sind, beschreibt und zum Nachahmen anleitet. Das ist doch eine tolle Idee: Erst mit Kindern eine Geschichte lesen und die Helden der Geschichten anschließend selbst auf`s Papier bringen!
 Eine Buchreihe für Erzieher/-innen in (multikulturellen) Kindergruppen;
 Geeignet zum Einsatz bei Schulfesten/Tage der
offenen Tür/Kinderfreizeit und anderen Anlässen;
 Sprachförderung entweder bewusst und/oder
spielerisch.
Gukki, der kleine Rabe, Band 2
Zweisprachig türkisch-deutsch
Übersetzt aus dem Türkischen von Patrick Bartsch
Lektorat: Birgit Mader
Illustrationen von Reza Hemmatirad
Originaltitel: Gak Gukların Maceraları:
»Çizelim. Parmak boyalarıyla çizim teknikleri«
(Türkisch / 2005), 40 Seiten; geb.; 21,5 x 26,5 cm
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
ISBN 978-3-922825-79-1
Preis: 12,90 €

Neuerscheinung:

BLACK BERLIN

Die deutsche Metropole und ihre afrikanische
Diaspora in Geschichte und Gegenwart
Oumar Diallo
Joachim Zeller (Hrsg.)
Black Berlin
Die deutsche Metropole
und ihre afrikanische Diaspora
in Geschichte und Gegenwart
Erschienen im Metropol Verlag
ISBN: 978-3-86331-132-2
280 Seiten, 22,00 Euro
Inrenet: http://www.metropol-verlag.de/
Menschen afrikanischer Herkunft leben seit vielen Generationen in Berlin und prägen die Metropole an der
Spree und ihre Transkulturalität. Der Titel des Buches –
„Black Berlin“ – verweist auf die Rückwirkungen, die
das Jahrhunderte währende koloniale Projekt Europas
auch auf Deutschland ausgeübt hat. Die Beiträge des
Sammelbandes befassen sich mit den verschiedenen
Phasen der afrikanischen Migration in den vergangenen rund drei Jahrhunderten. Sie spüren dem Leben
von Afrikanerinnen und Afrikanern, Schwarzen Deutschen, People of Color oder Afro-Amerikanern nach
und erzählen von ihrem Ringen um Emanzipation und
soziale Gleichstellung.
Zur Sprache kommen neben Fragen der Integrationspolitik auch der (latente) Rassismus und Diskriminierungen vonseiten der weißen Mehrheitsgesellschaft.
Schließlich werden wichtige Initiativen der DiasporaGemeinschaften und ihre politischen Aktivitäten im heutigen Berlin vorgestellt.

Bezug: http://www.editionorient.de/product_info.php?products_id=79
Kontakt
Edition Orient
Inh. Stephan Trudewind
Muskauer Straße 4
10997 Berlin
Tel.: (030) 61 28 03 61
Fax: (030) 61 07 32 91
E-Mail: info@edition-orient.de
Internet: http://www.edition-orient.de
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