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Periodical volume

Full text: Berlyñ international Issue 100.2013

04/13

international Nummer 100
DER NEWSLETTER

DER

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
diese Ausgabe ist die einhundertste. Seit Januar 2004 erscheinen die Informationen der Berliner Integrationsbeauftragten nun auf elektronischem Wege als PDF,
seit einiger Zeit auch geeignet für Tablet-Computer.
Der Start dieses regelmäßigen Info-Dienstes aus
unserem Büro liegt allerdings wesentlich länger
zurück. Bereits im Jahr 1984 begann die ehemalige Ausländerbeauftragte des Senats, Barbara
John, diesen regelmäßigen Dienst als „Informationsforum für die Ausländerarbeit“ – damals
noch als kostenpflichtiges und gedrucktes monatliches Heft namens „TOP-Berlin international“ –
herauszugeben. Damit erscheint unser Newsletter also im 30. Jahrgang.

Titel der Nummer 1 vom Januar 2004

Ich freue mich, dass ich als Redakteur dieses Mediums bisher alle 100 elektronischen Ausgaben
ohne Unterbrechung betreuen durfte. In der
Rückschau ergibt sich damit eine lückenlose
Chronik der Berliner Integrationspolitik.

Mein Dank geht an Günter Piening, den ehemaligen Integrationsbeauftragten des
Senats, für seine Titelidee mit den bunten Lettern und dem Auszug aus dem interkulturellen Kalender.
Ganz besonderer Dank gilt unseren derzeit fast 1.800 Abonnentinnen und Abonnenten für ihr Interesse an dieser monatlichen Publikation.
Im Berliner Landespressedienst findet sich sogar noch eine Mitteilung anlässlich
des Starts der elektronischen Ausgabe vor über neun Jahren:
https://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2004/04/02/19584/index.html.

Ihr

Fred Vollmer
Redaktion BERLIN INTERNATIONAL
BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 30.04.2013.
Redaktionsschluss für die Mai-Ausgabe (Nr. 101) ist der 23.04.2013.
IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum der Beauftragten des Senats von Berlin für
Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf
Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen
1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN
INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, AL III 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320, Martina Gembus, III A 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 28.03.2013 [1.783 | Jahrgang 30]

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat April

April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
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Nachrichten aus dem Haus, Berlin und den Bezirken
Zusätzliche Beratung zu den Beratungszeiten der Integrationsbeauftragten im Rahmen von bridge:
Ab sofort neue Beratungszeiten
Neues Partizipationsprogramm wird Migrantenorganisationen strukturell fördern
8. Integrationsministerkonferenz am 20. und 21. März 2013 in Dresden:
Zweiter Bericht zum Integrationsmonitoring der Länder vorgestellt - Berliner Ergebnisse
Verständigung zwischen der Integrationsbeauftragten und der Hellenischen Gemeinde
Junge Islam Konferenz (JIK): Berlin richtet erste Länder-JIK aus
Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat zu den Ergebnissen der 8. Integrationsministerkonferenz
(IntMK) in Dresden
Senatorin Kolat zum Internationalen Tag gegen Rassismus
Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus braucht ein sicheres Fundament!
Frauensenatorin begrüßt Start des bundesweiten Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“
Senatorin Kolat: Steuerliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften ist ein wichtiger Meilenstein
Senatorin Kolat: „Menschenverachtende Gewalt schadet unserer Demokratie!“
Senatorin Kolat ruft zur Teilnahme am Girls' Day auf
Jetzt online! Dokumentation der bundesweiten Anerkennungsberatung für das 4. Quartal 2012
Homepage IQ Netzwerk Berlin: Angebot jetzt mehrsprachig!
Bezirksamt Reinickendorf: Integrationsbeauftragter hat Arbeit aufgenommen
Landesmusikrat Berlin e.V.: Bağlama – Instrument des Jahres 2013
Aus dem Landespressedienst
Mehr Opferhilfe für Berliner mit türkischem Migrationshintergrund
"Freie Kräfte" dominieren Berliner Rechtsextremismus
„Globales Lernen“ an Berliner Schulen
Innensenator Henkel übernimmt Schirmherrschaft für Benefizkonzert:
"I am Jonny - Stimmen für unseren Bruder"
Abgabetermin beim Hauptstadtkulturfonds - Frist: 15. April 2013
Bewerbung zum MigraMentor-Campus
Anfragen an den Senat
„Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite

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Aus Europa, Bund und Ländern
Berliner Europaportal und Europa-Newsletter
Asyl in der EU27: Anzahl der registrierten Asylbewerber steigt auf über 330 000 im Jahr 2012
BAMF: 5.806 Asylerstanträge im Februar 2013
BAMF: Projektförderung aus den EU-Fonds
Flüchtlingsaufnahme in der EU: Grundlegende Neuausrichtung der Verantwortungsteilung gefordert
04. bis 12. Mai: Berliner Europawoche 2013 - Aufruf der Meldung von Aktivitäten
8. Konferenz der Integrationsminister in Dresden
Staatsministerin Christine Clauß: »Deutschland braucht eine Willkommens- und Anerkennungskultur!«

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Workshops/ Tagungen
12.04, Abschlusskonferenz: „ECAR – Europäische Städte gegen Rassismus
Städte in der Verantwortung Rassismus nachhaltig zu bekämpfen. Anmeldefrist: 07.04.2013
11.-12.04., Fachtagung: "HEROES – Verantwortung für Veränderung"
26./27.04, Frankfurt/M: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA)
Anmeldefrist. 15.04.2013

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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
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Initiativen
Gesicht Zeigen!: Kampagne gegen Diskriminierung gestartet
Spendenaufruf: Rettungsschirm für Türkiyemspor - „Berlin ohne Türkiyem ist wie Wurst ohne Curry
8. Deutsch-Türkisches Journalistenprogramm
Bundespräsident Johannes Rau-Journalistenstipendium Oktober-November 2013. Frist: 15.04.2013
Ausschreibung: creole 2013. Bundesweiter Musikwettbewerb. Anmeldeschluss: 17.05.2013
Multimedia-Wettbewerb der EU: Migranten in Europa. Frist: 21.06.2013
Qualifizierungen
Technik braucht Vielfalt: Studieren ja – aber wie?
TU und Migranten-Vereine luden erstmals Eltern im Kiez zum Info-Abend
April, FES: Seminare für Mitarbeiter/innen von Migrantenselbstorganisationen
Ab 13.04., „Mitreden in Neukölln“: Einmischen – Mitreden – Verändern
Qualifizierungskurs für gesellschaftliches Engagement in Berlin
Stiftung Naturschutz Berlin: Freiwilliges Ökologisches Jahr. Bessere Chancen für Ausbildung und Beruf
Beginn: 01.09.2013 - Bewerbungen ab sofort möglich
Bildungsmarkt e.V.: Bessere Jobchancen durch Auslandserfahrung Bewerbungen sind ab sofort möglich.

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Aus Projekten und Vereinen
ziz GmbH, Projektvorstellung: fame - Frauen-Aufstieg-Migration-Erfolg
23.04., AWO-Begegnungszentrum: Das JobCenter Friedrichshain – Kreuzberg kommt
BAYOUMA-HAUS der AWO: Programm April 2013

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Veranstaltungen
Ab 12.04., Fotoausstellung: 50 Jahre koreanische Bergarbeiter und Krankenschwestern in Deutschland
27./ 28.04., Kinderfest: 23 Nisan 2013. Buntes Treiben rund um das Brandenburger Tor
Kultur bewegt e.V., Stadtteilführungen April 2013: „Zweite Heimat Neukölln/ Route 44“

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Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
02.04., Einladung zur Buchvorstellung. Marianne Suhr: Wir sind angekommen Interviews mit Eingewanderten. Lesung und Gespräch zum Thema
SVR- Policy Brief: Medien zeichnen ein zu negatives Bild von Muslimen
Neues Internetportal des Goethe-Instituts: „Mein Weg nach Deutschland“

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Nachrichten aus dem Haus,
Berlin und den Bezirken

Zusätzliche Beratung zu den Beratungszeiten der
Integrationsbeauftragten im Rahmen von bridge:

AB SOFORT NEUE BERATUNGSZEITEN

Für das Projekt „bridge – Berliner Netzwerke für Bleiberecht“ bietet die Integrationsbeauftragte
Teilnehmenden
eine qualifizierte Beratung zu
aufenthalts- und sozialrechtlichen Fragen für bleibeberechtigte, asylsuchende und geduldete Flüchtlinge an.
Bei Bedarf werden


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Fragen zum Aufenthalt und zur Beschäftigungserlaubnis beantwortet
Perspektiven zum Aufenthalt sowie Verfahrensabläufe erläutert
Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder dem SGB II/III überprüft
Hilfestellungen bei bürokratischen Angelegenheiten geboten

Die Beratung findet nach Vereinbarung eines Termins an folgenden Tagen statt:
dienstags, mittwochs und donnerstags
im Büro der Berliner Integrationsbeauftragten.
Kontakt
Ansprechpartnerin ist Frau Julia Herzog-Schmidt
Büro der Beauftragten des Senats von Berlin
für Integration und Migration
Potsdamer Str. 65
10785 Berlin
Tel. 9017 – 2329
E-Mail: julia.herzog-schmidt@intmig.berlin.de
Internet: http://www.integrationsbeauftragter.berlin.de
und http://www.bridge-bleiberecht.de

NEUES PARTIZIPATIONSPROGRAMM
WIRD MIGRANTENORGANISATIONEN
STRUKTURELL FÖRDERN
Die Integrationsbeauftragte des Senats veröffentlicht die Ergebnisse des Qualitätsdialogs zum Berliner Integrationsprogramm
Der Abschlussbericht zum Qualitätsdialog mit den Integrationsprojekten der Senatsverwaltung für Arbeit,
Integration und Frauen liegt nun vor und wird heute im
Internet freigeschaltet:
http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/projekte/index.ht
ml
Die Aufgabe dieses 2012/13 durchgeführten Qualitätsdialogs war es, das Förderprogramm für Integrationsprojekte im Dialog - insbesondere mit den derzeit geförderten Projekten - weiterzuentwickeln.
Ergebnis dieses Prozesses ist eine Neuausrichtung des
Programmes ab 2014:
Künftig sollen politische Partizipation und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte stärker
im Vordergrund sehen; Migrantenorganisationen und
ihre Netzwerke sollen weiter gestärkt werden. Dabei
stehen drei Aspekte im Vordergrund:
 Die Projekte sollen herkunftsübergreifend ausgerichtet sein.
 Es geht darum, die Kompetenz und die Fähigkeiten der Organisationen zu selbstständigem und
unabhängigen Management zu unterstützen
(Empowerment).
 Es werden die Vernetzung von Migrantenorganisationen und der Austausch zwischen den Projekten gefördert.
Die Beauftragte des Senats für Integration und Migration, Dr. Monika Lüke, zeigt sich sehr zufrieden mit dem
Ergebnis: „Der Qualitätsdialog hat wichtige Impulse gebracht, um die integrationspolitischen Ziele des Senats
in der Projektförderung besser zu verfolgen. Die Neuausrichtung des Förderprogramms für Integrationsprojekte würdigt die Rolle der Migrantenorganisationen,
auf die der Wandel in der Integrationspolitik hin zu
Diversität und Partizipation zu einem großen Teil zurückgeht.“
Im Frühjahr 2013 wird die Senatsverwaltung für Arbeit,
Integration und Frauen ein transparentes Verfahren
eröffnen, bei dem Berliner Integrationsprojekte zunächst die Möglichkeit haben, ihr Interesse an einer
Förderung im Rahmen des Partizipationsprogramms zu
bekunden. Außerdem werden dann die neuen, aus
dem Qualitätsdialog entwickelten Förderleitlinien vorgestellt, mit dem diese Projektförderung neu geordnet
wird. Damit sollen Migrantenorganisationen und in der
Integrationsarbeit tätige Vereine eine faire Chance auf
eine mittelfristige Förderung erhalten.
[26.03.2013]

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BERLIN INTERNATIONAL
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8. Integrationsministerkonferenz
am 20. und 21. März 2013 in Dresden:

15,6% (Bundesdurchschnitt mit Migrationshintergrund:
12,7%; ohne Migrationshintergrund: 7,7%.

Berliner Ergebnisse

„Die Zahlen zeigen, Berlin kann bedeutende Erfolge bei
der Integration und Partizipation von Migranten vorweisen, gerade auch beim Thema Bildung,“ kommentiert
die Integrationsbeauftragte des Senates, Monika Lüke.

2. BERICHT ZUM INTEGRATIONSMONITORING
DER LÄNDER VORGESTELLT

In diesem Bericht werden die Integrationsfortschritte in
den Bundesländern zu Kernthemen anhand von Zahlen
beschrieben und einander gegenübergestellt.
Daraus geht hervor: mit einer Betreuungsquote von 28
% der Kinder mit Migrationshintergrund unter 3 Jahren,
ist Berlin weiterhin führend bei der frühkindlichen Betreuung. Der Anteil der ausländischen Schülerinnen
und Schüler, die die Schule mit einer Hochschulreife
verlassen, stieg deutlich an, allein zwischen 2009 und
2011 von 18,2 % auf 26,2% (Bundesdurchschnitt
11,3%; 15,4%). Von allen Bundesländern hat Berliner
den höchsten Anteil mit einer Hochschulreife (Abitur)
unter der Bevölkerung mit Migrationshintergrund
(39,0%, bundesweit 25,3%) und auch der Anteil von
Personen mit Migrationshintergrund, die über einen
Hochschulabschluss verfügen, lag in Berlin 2011 mit
20% höher als in allen anderen Bundesländern (Bundesdurchschnitt 10,6%).
Die Zahlen zeigen auch, dass Berlin das Thema interkulturelle Öffnung der Verwaltung in Angriff nimmt,
auch wenn es weiterer Fortschritte bedarf, um die angestrebte Vielfalt der Bevölkerung tatsächlich in der
Verwaltung abzubilden, wie dies vom Partizipationsund Integrationsgesetz gefordert wird. Im Jahr 2011
hatten 10,7% der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst
einen Migrationshintergrund. Berlin liegt damit über
dem Bundesdurchschnitt von 9,8%.

„Aber wir müssen weiterhin mehr Migranten in Arbeit
bringen.“ Die Statistiken zum Arbeitsmarkt fordern auf,
weiter Barrieren abzubauen und Jobcenter und Betriebe interkulturell zu öffnen. „Denn in den jungen Migranten liegt ein wichtiges Zukunftspotential für die Stadt.
Schon jetzt sind Berlins Migranten Spitze beim Thema
Selbständigkeit“, so Lüke.
Der Bericht zum Integrationsmonitoring der Länder als
auch die Zusammenfassung für Berlin sind auf den Seiten der Berliner Integrationsbeauftragten verfügbar unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/berichte/ind
ex.html
Direkte Links zu den Dokumenten
Zusammenfassung für Berlin:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-integrationmigration/publikationen/berichte/zweites_integrationsmonitorin
g_der_laender___ergebnisse_fuer_berlin.pdf
Berichtsteil:

Noch höher ist der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund bereits im Berliner Abgeordnetenhaus, in
dem die Entscheidungen für die Zukunft Berlins getroffen werden. 11,7% der Mitglieder des Abgeordnetenhauses haben einen Migrationshintergrund (Bundesdurchschnitt 2011: 3,3%). Das sind 2,7% mehr als 2009
vor der Wahl des neuen Abgeordnetenhauses (Bundesdurchschnitt 2009: 2,0%). Bei der Gestaltung der
Zukunft Berlins sind heute Zugewanderte und ihre Kinder deutlich besser vertreten, als in vorangegangenen
Legislaturperioden und auch besser, als in anderen
Bundesländern.

http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-integrationmigration/publikationen/berichte/bericht_2011_lag_indikatoren
entwicklung_monitoring_teil_1_bericht.pdf

Die hohe Arbeitslosigkeit in Berlin betrifft auch Migrantinnen und Migranten. 2011 lag die Arbeitslosenquote
von Ausländern in Berlin bei 32,9% (Bundesdurchschnitt 16,9%). Gegenüber dem Jahr 2009 war sie um
1,4% Prozentpunkte gesunken (Bundesdurchschnitt 2,2%).

Rückfragen: Dr. Andreas Kapphan, Telefon: (030)
9017-2370

Datenteil:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-integrationmigration/publikationen/berichte/bericht_2011_lag_indikatoren
entwicklung_monitoring_teil_2_daten.pdf

[22.03.2013]

Erfreulich ist, dass der Anteil von Selbständigen mit
Migrationshintergrund in keinem Bundesland höher ist,
als in Berlin. 22,2% der 15-65-Jährigen mit Migrationshintergrund sind im Jahr 2011 selbständig. Bei der
Gruppe ohne Migrationshintergrund sind es in Berlin
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VERSTÄNDIGUNG ZWISCHEN DER
INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN
UND DER HELLENISCHEN GEMEINDE

sehr gezielt umgehen müssen. Mir geht es um eine
Stärkung der Migrantenorganisationen und dazu gehört
für mich auch, dass wir gemeinsam nach Lösungen
suchen.“

Die Beauftragte des Senats für Integration und Migration Monika Lüke hat einen Weg mit der Hellenischen
Gemeinde gefunden, eine Weiterförderung dieser Migrantenorganisation zu ermöglichen.

Rückfragen: Die Beauftragte des Senats für Integration
und Migration, Telefon: (030) 9017 – 2351

Monika Lüke erklärt: „Mir ist wichtig, noch einmal klarzustellen, dass die Hellenische Gemeinde nicht Opfer
einer willkürlichen Streichung geworden ist.“ Vielmehr
gab es seit 2011 häufige Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz, zuletzt am 18. Januar 2013. Zudem
gab es ernste Probleme bei der Abwicklung der Zuwendungen, denn die Hellenische Gemeinde reichte
die erforderlichen Unterlagen stets nur zeitverzögert
und unvollständig ein, so dass Zweifel an einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung aufkamen.
Inzwischen hat sich die Integrationsbeauftragte mit dem
neuen Vorstand getroffen und ist bereit, dem Verein
eine zweite Chance zu geben. Die Hellenische Gemeinde kann im zweiten Halbjahr 2013 erneut gefördert
werden und hat dann gute Erfolgsaussichten, wenn
diese Voraussetzungen erfüllt sind:
 die Berichtspflichten und Verwendungsweise
hinsichtlich der für 2012 und für die ersten drei
Monate des Jahres 2013 erhaltenen Gelder sind
bis dahin erfolgt;
 alle Antragsunterlagen sind vollständig;
 es werden keine weiteren Verstöße gegen das
Nichtraucherschutzgesetz festgestellt;
 der Verein legt ein Konzept für die finanzielle und
inhaltliche Weiterentwicklung des Vereins bei
(Mitgliedsbeiträge, Kursangebote, Teilnehmerbeiträge, Kofinanzierungen);
 die Projektbeschreibung für das 2. Halbjahr
2013, die sich insbesondere mit den Neuzuwandernden aus Griechenland beschäftigt.
Die Integrationsbeauftragte hat den Vorstand darauf
hingewiesen, dass die Förderung lediglich bis Ende
2013 erfolgt. Danach wird die bisherige Förderung im
Rahmen des Integrationsprogramms für alle Integrationsprojekte neu organisiert. Das für das Programm ab
2014 erforderliche Interessenbekundungs- und Auswahlverfahren wird im zweiten Halbjahr 2013 durchgeführt.
Der kontinuierliche Verstoß gegen das Nichtraucherschutzgesetz ist ernst zu nehmen, da das Aufsuchen
der Beratungsangebote auch von Nichtraucherinnen
und Nichtrauchern, sowie von Kindern ohne Gefährdung der Gesundheit ermöglicht werden muss.

Junge Islam Konferenz (JIK):

BERLIN RICHTET ERSTE LÄNDER-JIK AUS
Weitere Bundesländer können sich für die Durchführung des Dialogforums auf Länderebene bewerben
Berlin wird als erstes Bundesland die Junge Islam Konferenz (JIK) in diesem und den kommenden drei Jahren
auf Länderebene ausrichten. Bis 2016 sollen drei weitere Bundesländer folgen, die eine solche Länder-JIK
jährlich durchführen. Interessierte Bundesländer können sich für die Einrichtung und Durchführung ab sofort
bewerben.
2011 haben die Stiftung Mercator und die HumboldtUniversität zu Berlin die Junge Islam Konferenz ins Leben gerufen. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das
Projekt 2012 fortgeführt. Die Bundeskonferenz 2013
der JIK am 8. März, zu deren Auftakt Bundespräsident
Joachim Gauck die Teilnehmer ins Schloss Bellevue
eingeladen hatte, bildete den Startschuss für die Weiterentwicklung des Projekts, das von nun an auf Bundes- und Länderebene durchgeführt wird. Insgesamt
stellt die Stiftung hierfür zwei Millionen Euro zur Verfügung.
„Wir freuen uns sehr, dass Berlin die Junge Islam Konferenz als erstes Bundesland auf Länderebene ausrichten wird“, so Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender
der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. „Mit der
ersten Länder-JIK wollen wir noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich Gehör zu verschaffen und die Integrationspolitik selbst aktiv mitzugestalten.“
„Es ist wichtig, dass bereits junge Menschen erkennen,
wie gewinnbringend es ist, miteinander statt nebeneinander zu leben und zu arbeiten. Vorurteile und
Schranken, mit denen wir aufwachsen, verhindern ein
gleichberechtigtes Zusammenleben in unserer Stadt
der Vielfalt. Ein offenes Miteinander, das die Potenziale
und Ressourcen aller anerkennt, unabhängig von kultureller Prägung und Glauben, stiftet Identität, stärkt die
Gemeinschaft und führt zu mehr Demokratie. Gemeinsam mit der Jungen Islam Konferenz wollen wir hierzu
einen Beitrag leisten“, so Dr. Monika Lüke, Integrationsbeauftragte des Berliner Senats.

Alle Vereine, ob sie bislang gefördert wurden oder nicht
In diesem Herbst werden die ersten Berliner Jugendli– und selbstverständlich auch die Hellenische Gemeinchen zwischen 17 und 23 Jahren auf Einladung der
de – erhalten damit eine faire Chance auf Förderung.
Stiftung Mercator, der Humboldt-Universität zu Berlin
Monika Lüke erklärte: „Es handelt sich um freiwillige
und des Berliner Senats in der Bundeshauptstadt zuLeistungen des Landes, mit denen wir sorgsam und
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April 2013, Nr. 100
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sammenkommen, um gemeinsam über das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in
Deutschland zu diskutieren. Anschließend wählen sie
Delegierte, die ihre Interessen im kommenden Jahr bei
der Bundeskonferenz der JIK vertreten werden.

WEICHEN FÜR BESSERE INTEGRATION
VON FLÜCHTLINGEN SIND GESTELLT

Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat zu den
Ergebnissen der 8. Integrationsministerkonferenz
(IntMK) in Dresden

Weitere interessierte Bundesländer können sich für die
Ausrichtung
und
Durchführung
von
JIKLänderkonferenzen bewerben. Die teilnehmenden Länder schreiben dann ihrerseits die Teilnehmerplätze für
Jugendliche aus. Die ausgewählten Jugendlichen beteiligen sich an einem Vorbereitungsseminar sowie an
einem Planspiel zur Deutschen Islam Konferenz und
entsenden Delegierte in die jährlich stattfindende Bundeskonferenz.
Ihre Empfehlungen zum Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in Deutschland, die die Teilnehmer der diesjährigen Jungen Islam Konferenz derzeit erarbeiten, übergeben die Jugendlichen im Rahmen der Deutschen Islam Konferenz im Mai an den
Bundesinnenminister.
„Die Junge Islam Konferenz ist ein Projekt, das sich
thematisch mit Islam und Muslimen beschäftigt, dabei
aber den Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit diesen
Themen in den Vordergrund stellt. Darüber hinaus werden junge Menschen durch die Vermittlung von forschungsbasiertem Wissen und die Sensibilisierung für
politische Konflikte befähigt, aktiv an gesellschaftlichen
und politischen Prozessen teilzuhaben. Berlin als Stadt
der Vielfalt, aber auch als Labor für neue Ideen und
neues Wissen verkörpert somit die Kernidee der JIK
und trägt mit der Ausrichtung der JIK dazu bei, Berlin
als globale Metropole der Integration weiterhin zu stärken, wobei Integration hier als Aufgabe der gesamten
Stadt, also auch als Aufgabe der Berliner ohne den sogenannten Migrationshintergrund, verstanden wird“, so
Dr. Naika Foroutan, die mit ihrem Forschungsteam an
der Humboldt-Universität zu Berlin das Projekt seit drei
Jahren wissenschaftlich verantwortet.

Die 8. Integrationsministerkonferenz, die am 20./21.
März 2013 in Dresden stattfand, hat wichtige Entscheidungen für Flüchtlinge wie für Migrantinnen und Migranten ergeben. So haben die Integrationsminister der
Länder den besseren Zugang zu den Sprachmodulen
der Integrationskurse auch für Flüchtlinge einstimmig
befürwortet. Diesen Antrag hatte das Land Berlin mit
eingebracht. Auch dem erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt bei humanitärem Aufenthalt, eines der
Kernanliegen der Senatorin Dilek Kolat, haben alle weiteren Integrationsminister der Länder zugestimmt. Auch
für die Möglichkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft
hat sich die Integrationsministerkonferenz mehrheitlich
ausgesprochen.

Weitere Informationen unter
http://www.junge-islamkonferenz.de
und http://junited.hu-berlin.de

Senatorin Kolat zum Internationalen Tag gegen
Rassismus: „Städte dürfen vor Rassismus nicht die
Augen verschließen! Berlin bekämpft Rassismus
gemeinsam mit anderen Städten.“

Über die Junge Islam Konferenz
Die Junge Islam Konferenz ist ein Think-Tank, Dialogforum und Multiplikatorennetzwerk junger Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren.
Sie ist ein Projekt der Stiftung Mercator und der Humboldt-Universität
zu Berlin. Als bundesweites Forum bietet die Junge Islam Konferenz
religiösen und nicht-religiösen Jugendlichen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund eine Plattform für Wissensgewinn, Austausch und Intervention in gesellschaftliche Debatten.
[PM v. 20.03.2013, Stiftung Mercator]

Dilek Kolat: „Mit diesen Beschlüssen sind wir endlich
einen Schritt weitergekommen, die Integrationsministerinnen und -minister haben mit ihren Beschlüssen demonstriert, dass Integration in Deutschland ein Thema
ist, das über Parteigrenzen hinweg von höchster Relevanz ist. Hier müssen wir dranbleiben, um auch die Residenzpflicht bald abschaffen zu können.“
Auch die Abschaffung der räumlichen Beschränkung,
die sogenannte Residenzpflicht, war einer der vom
Land Berlin eingebrachten Anträge. Er hat allerdings
nicht die Zweidrittelmehrheit erreicht.
Rückfragen: Franziska Schönberner, Telefon: 030
90282743

[21.03.2013]

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus ruft Dilek
Kolat Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen gemeinsam mit der Europäischen Städtekoalition dazu
auf, das Engagement gegen Rassismus weiter zu verstärken. Die Städte-Koalition hat unter Beteiligung vieler politischer Persönlichkeiten ihrer Mitgliedsstädte ein
gemeinsames Videostatement gegen Rassismus erstellt. An diesem Video haben sich auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Senatorin Dilek
Kolat beteiligt. Senatorin Kolat darin: „Die Bekämpfung
von Rassismus stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Letztlich müssen wir alle tagtäglich dafür eintreten, dass Rassismus in unserer Stadt Berlin, aber
auch in Europa keinen Platz hat.“
Die Städtekoalition ist ein Netzwerk von mehr als 100
europäischen Städten. Das Ziel der Koalition ist, euro-

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paweit Erfahrungen in der Bekämpfung von Rassismus
auszutauschen und gemeinsame Aktionen und Strategien zu entwickeln. Berlin engagiert sich seit 2006 in
der Städtekoalition und ist seit 2011 auch im Lenkungsausschuss vertreten.
Zur Bekämpfung von Alltagsrassismus stehen darüber
hinaus neue Sensibilisierungsspots zur Verfügung, die
die Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung (LADS) im Rahmen des zweijährigen Projektes „ECAR – Europäische Städte gegen Rassismus –
Städte in der Verantwortung Rassismus nachhaltig zu
bekämpfen.“ entwickelt hat.
Zum Abschluss des ECAR-Projektes veranstaltet die
LADS am 12. April im Roten Rathaus die internationale
Konferenz „Europäische Städte gegen Rassismus –
Lokale Strategien und europäische Netzwerke“.
(siehe bitte auch die Tagungsankündigung in dieser
Ausgabe, RED).
Ein wesentliches Projektziel war die Entwicklung nachhaltiger lokaler Maßnahmen gegen Rassismus in den
Partnerstädten, auf der Konferenz werden die Ergebnisse des Projektes präsentiert.
Weiterführende Links:
Statements der Regierenden Bürgermeisters Wowereit
und der Senatorin Kolat in voller Länge:
http://www.berlin.de/lads
Gemeinsames Videostatement auf der Seite der Städtekoalition:
http://www.eccar.info/
„Schon einmal über Rassismus nachgedacht?“ Spots
gegen Alltagsrassismus:
http://www.berlin.de/lb/ads/rassismus/euprojekt/index.html
Projektseite „ECAR – Europäische Städte gegen Rassismus – Städte in der Verantwortung Rassismus
nachhaltig zu bekämpfen“:
http://www.eu-ecar.eu/
Das Konferenzprogramm „Europäische Städte gegen
Rassismus – Lokale Strategien und europäische Netzwerke“:
http://www.berlin.de/lads
Rückfragen: Franziska Schönberner, Telefon: 030
90282743

Senatorin Kolat: Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus braucht ein
sicheres Fundament!
Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat begrüßt, dass das im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung vorgelegte Gutachten Wege für eine dauerhafte Finanzierung der Demokratiearbeit in Deutschland aufzeigt. „Die Projekte der Demokratiearbeit leiden
unter der ständigen Befristung ihrer Arbeit. Die Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus braucht einen langen Atem. Die Bundesregierung ist nun gefordert, endlich Fördermodelle für eine
langfristige Unterstützung der Demokratiearbeit in
Deutschland zu schaffen“, so Dilek Kolat.
Die Senatorin begrüßt, dass mit Hilfe der Bundesprogramme erfolgreiche Modellprojekte entstanden sind,
die auch in Berlin hervorragende Arbeit leisten. So
konnten auch in Berlin mit Hilfe der Bundesprogramme,
aber auch unter finanzieller Beteiligung des Berliner
Senats Mobile Beratungsteams und ein Opferberatungsteam aufgebaut werden, deren Arbeit seit Jahren
eine hohe Anerkennung erfährt. Problematisch an der
Bundesförderung ist die ständige Befristung der finanziellen Unterstützung durch die Bundesregierung. Seit
langem warnen Expertinnen und Experten, dass die
Befristung der Projektförderung die Nachhaltigkeit der
Projektarbeit beeinträchtigt. Das von Professor Battis
und Joachim Grigoleit vorgelegte Gutachten bestätigt
nun, dass auch eine dauerhafte Förderstruktur auf
Bundesebene aufgebaut werden kann. Es wird vorgeschlagen, dass eine Bundesstiftung oder eine GmbH
eine dauerhafte Förderstruktur für die Demokratiearbeit
in Deutschland bilden sollte.
Senatorin Kolat hatte wiederholt die unstete Förderstruktur der Bundesprogramme kritisiert. Der Berliner
Senat hat dagegen mit dem Berliner Landesprogramm
gegen Rechtsextremismus eine verlässliche Unterstützungsstruktur für die Berliner Demokratiearbeit geschaffen, die im Vergleich der Bundesländer als vorbildlich gilt.
Das Gutachten zum Download: http://www.amadeuantonio-stiftung.de/aktuelles/gutachten-dauerhaftefoerderung-der-projekte-gegen-rechtsextremismus-istnotwendig-und-moeglich/
Rückfragen: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen, Telefon: 030 90282743

[14.03.2013]

[20.03.2013]

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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
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SENATORIN KOLAT BEGRÜßT START
DES BUNDESWEITEN HILFETELEFONS
„GEWALT GEGEN FRAUEN“

stellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften
gemacht haben. Das ist das richtige Signal für eine
moderne, diskriminierungsfreie Gesetzgebung.“

Im vergangenen Jahr hat der Deutsche Bundestag die
Einrichtung des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen"
beschlossen. Heute erfolgte die Freischaltung der bundesweiten Hotline, die rund um die Uhr erreichbar ist.

Der Berliner Senat hat sich in seinen Richtlinien zur
Regierungspolitik dazu bekannt, klar gegen jegliche
Form der Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen vorzugehen. Derzeit werden die eingetragenen
Lebenspartnerschaften bei der Einkommenssteuerveranlagung wie Ledige behandelt.

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek
Kolat begrüßt das neue Unterstützungsangebot des
Bundes und hält insbesondere die Lotsenfunktion in die
lokalen Unterstützungsangebote der Länder für eine
wichtige und notwendige Einrichtung: „Für das in Berlin
bereits etablierte Unterstützungsangebot entstehen
dadurch neue Möglichkeiten, das Hilfesystem zu optimieren und weiter zu entwickeln."
Alle bestehenden Angebote des Berliner Hilfesystems
sollen eng mit dem bundesweiten Hilfetelefon verbunden werden. Mit der rund um die Uhr Erreichbarkeit der
BIG-Hotline ist Berlin auf die Zusammenarbeit mit dem
bundesweiten Hilfetelefon gut vorbereitet. Gemeinsames Ziel ist es, betroffenen Frauen und ihren Kindern
möglichst unbürokratisch und schnell die passende Hilfe und Unterstützung zu vermitteln. Der verbesserte
Zugang zu den Hilfeeinrichtungen für Frauen in Gewaltsituationen wird damit rechtzeitig zum Internationalen Frauentag geschaffen.
Bei der Berliner BIG-Hotline gingen im vergangenen
Jahr 4.356 Anrufe von Frauen ein. Über 2.500 Frauen
und Kinder haben die Frauenhäuser und Zufluchtswohnungen in Anspruch genommen. Der Berliner Senat
stellt jährlich ca. 6,4 Millionen Euro für die Förderung
von Maßnahmen zum Schutz von gewaltbetroffenen
Frauen bereit.
Rückfragen: Silke Adamczyk, Telefon: 030 90282743

[06.03.2013]

Senatorin Kolat:

STEUERLICHE GLEICHSTELLUNG
VON LEBENSPARTNERSCHAFTEN
IST EIN WICHTIGER MEILENSTEIN
Der Bundesrat hat heute mit breiter Mehrheit einen Gesetzentwurf zur Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe im Einkommenssteuerrecht beschlossen.

Deshalb forderte Senatorin Kolat die Bundesregierung
auf, der Entscheidung des Bundesrates jetzt zu folgen:
„Die große Mehrheit der Bevölkerung will die bestehende steuerliche Ungleichbehandlung abschaffen. Das
haben die Landesregierungen erkannt. Jetzt muss sich
auch die Bundesregierung dazu bekennen und die
steuerliche Gleichbehandlung durchsetzen“, so Kolat
abschließend.
Hintergrundinformationen:
Am 1. August 2001 trat das Lebenspartnerschaftsgesetz für Lesben und Schwule in Kraft. Seit dem haben
Lesben und Schwule die gleichen Pflichten wie heterosexuelle Paare in einer Ehe, jedoch nicht die gleichen
Rechte. Unterschiede zur Ehe bestehen im Einkommensteuerrecht und beim gemeinschaftlichen Adoptionsrecht.
Seit 1995 besagt die Verfassung von Berlin Artikel 10
Abs. 2, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Identität bevorzugt oder benachteiligt werden darf. Dieser
Verfassungsgrundsatz ist in das Gesetz zur Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlicher sexueller
Identität auf einfachgesetzlicher Ebene in Berlin umgesetzt worden.
Berlin ist auch das erste Bundesland, das eingetragene
Lebenspartnerschaften im Landesrecht mit Ehen vollkommen gleichgestellt hat. Als letzte Maßnahme der
vollständigen Gleichstellung erhalten eingetragene Lebenspartnerschaften seit März 2011 auch den kinderbezogenen Familienzuschlag.
Rückfragen: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen, Telefon: 030 90282743

[01.03.1013]

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek
Kolat die zugleich Stimmführerin des Landes Berlin im
Bundesrat ist, begrüßte den Beschluss: „Berlin ist Vorreiter bei der Gleichstellung von eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe und der Bekämpfung von Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Identität. Umso
mehr freue ich mich, dass wir heute gemeinsam mit
vielen anderen Bundesländern dem Antrag zugestimmt
haben und damit einen wichtigen Schritt bei der Gleich______________________________________________________________________________________________________

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Senatorin Kolat:

„MENSCHENVERACHTENDE GEWALT
SCHADET UNSERER DEMOKRATIE!“
Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat ruft angesichts der Jahresbilanz der Opferberatungsstelle ReachOut zur Solidarität mit Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt auf.
Die Opferberatungsstelle ReachOut berichtet in ihrer
Bilanz für das Jahr 2012 von einem gleichbleibenden
hohen Niveau rechter, rassistischer und antisemitischer
Gewalt in Berlin. Angesichts der neuen Zahlen ist Senatorin Kolat über die Brutalität der menschenverachtenden Gewalt bestürzt. „Besorgniserregend ist, dass
trotz leicht gesunkener Angriffszahlen 2012 mehr Menschen verletzt und massiv bedroht wurden als 2011.
Staat und Zivilgesellschaft müssen sich weiterhin der
Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus stellen.“ Für die Demokratie sei es ein erheblicher
Schaden, wenn menschenverachtende Gewalt das gesellschaftliche Klima vergiftet, so Senatorin Kolat.
Weiterhin ist es wichtig, sich mit den Opfern zu solidarisieren und ihnen Unterstützung für die Bewältigung des
Angriffs zu leisten. Der Berliner Senat wird deswegen
das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus weiterführen und damit die verlässliche Finanzierungsbasis
der Berliner Opferberatung ReachOut erhalten. Das im
Rahmen des Landesprogramms geförderte Projekt
„ReachOut – Opferberatung und Bildung“ unterstützt,
begleitet und berät Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Übergriffe.
Rückfragen: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen, Telefon: 030 90282743

[01.03.1013]

und Schaukästen. Janine Schrinner, Mechatronikerin
bei Gühring oHG ist eine von ihnen: „Niemand sollte
sich eingeschränkt fühlen, etwas gern zu machen“, findet sie. Das Leben als Elektronikerin ist abwechslungsreich, meint Yasmin Kardi, Studentin. Sie studiert Bachelor of Electronic Systems bei Siemens AG und freut
sich, dass mit dem Traumjob auch materielle Sicherheit
einhergeht. Beide finden es gut, dass Mädchen am
Girls„Day in andere Berufsgruppen schnuppern.
Der GirlsDay ist das größte und vielfältigste Angebot in
der Berufsorientierung für Mädchen. Zwischen 7.000
und 10 000 Mädchen nutzen jährlich den Aktionstag in
Berlin. Der Girls‟Day ist für alle attraktiv: Unternehmen
und Organisationen schätzen bei Mädchen ihre guten
Qualifikationen und wecken ihr Interesse an Berufen, in
denen sie wenig präsent sind. Mädchen finden den
Girls‟Day klasse, nicht zuletzt, weil sie - anders als bei
anderen Berufsorientierungstagen - in der ersten Reihe
und unter sich sind.
Deshalb unterstützt die Senatorin den Girls'Day mit
Überzeugung. Sie hatte selbst Mathematik und Physik
als Leistungsfächer bis zum Abitur belegt und danach
Wirtschaftsmathematik studiert – kennt also das Gefühl, in einer Männerdomäne zu lernen und zu arbeiten
aus eigener Erfahrung. Umso wichtiger ist es ihr, junge
Mädchen und Frauen zu motivieren, aus ihren Wünschen konkrete Berufsziele zu machen und diese dann
auch konsequent zu verfolgen.
Die Senatorin wird am diesjährigen Girls„ Day zusammen mit interessierten Mädchen die Firma I + B Isolierung- und Bautechnik GmbH besuchen.
Interessierte können sich unter http://www.girlsdayberlin.de anmelden.
Rückfragen: Silke Adamczyk, Telefon: 030 90282743

[01.03.1013]

SENATORIN KOLAT
RUFT ZUR TEILNAHME AM GIRLS' DAY AUF
Am 25. April 2013 findet der GirlsDay zum dreizehnten
Mal statt. Die Senatorin für Arbeit, Integration und
Frauen Dilek Kolat ruft gemeinsam mit dem Aktionsbündnis GirlsDay Unternehmen, Schulen und Schülerinnen zur Beteiligung auf.
Senatorin Kolat: „Ich will die Mädchen ermutigen, das
große Terrain naturwissenschaftlicher, technischer und
handwerklicher Berufe kennenzulernen und zu erobern.
Der Girls‟ Day soll Rollenklischees aus den Köpfen
verbannen und Mädchen die Botschaft vermitteln: Traut
Euch und Euren Fähigkeiten. Euch steht die ganze berufliche Welt offen.“
Ab heute zeigen sich junge Frauen, die über den
Girls‟Day einen technischen Beruf ergreifen, in der Öffentlichkeit. „Girls‟Day - gut für Berlin“ - ist ihr Slogan
auf hunderten von Plakaten an Berliner Litfaßsäulen
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IQ Netzwerk Berlin

Anerkennung
von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen

Kontakt:
Deniz Agdas
IQ Netzwerk Berlin
Stellv. Projektleitung / Öffentlichkeitsarbeit
Büro der Integrationsbeauftragten des Berliner Senats
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Tel.: (030) 9017 2361
Fax: (030) 9017-2320
E-Mail: deniz.agdas@intmig.berlin.de
Internet: http://www.berlin.netzwerk-iq.de

Jetzt online!

DOKUMENTATION DER BUNDESWEITEN
ANERKENNUNGSBERATUNG FÜR DAS
4. QUARTAL 2012
In der IQ-Anerkennungsberatung wird seit dem
1.8.2012 der Beratungsprozess bundesweit einheitlich
dokumentiert. Zum einen unterstützt diese Dokumentation die Beratenden bei ihrer Beratungstätigkeit vor Ort,
zum anderen können die dadurch gewonnenen Daten
für statistische Auswertungen genutzt werden.
Die IQ-Fachstelle „Anerkennung“ wertet diese Daten
quartalsweise aus.
Der vorliegende Auswertungsbericht stellt die Anerkennungsberatung und Beratungsergebnisse des Netzwerks IQ im gesamten Bundesgebiet für das 4. Quartal
2012 dar:
Darunter fallen Daten, die durch die Beratungsstellen
der Regionalen IQ- Netzwerke erhoben wer-den und
Daten von Personen, die durch die Hotline des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge beraten werden
(BAMF-Hotline).
Sie finden Informationen zur Anzahl beratener Personen, zu Merkmalen der Anerkennungssuchenden wie
beispielsweise Herkunftsland und Geschlecht, aber
auch Angaben darüber, zu welchen Berufen am häufigsten beraten wird und mehr.
Den Auswertungsbericht und weitere Informationen
zum IQ Netzwerk Berlin finden sie unter:
http://www.berlin.netzwerk-iq.de.

Homepage IQ Netzwerk Berlin:

ANGEBOT JETZT MEHRSPRACHIG!
Besuchen Sie die Homepage des IQ Netzwerks Berlin!
Informationen zum Angebot des IQ Netzwerks und zu
wichtigen Adressen und Links im Zusammenhang mit
dem Anerkennungsverfahren werden nun auch auf
Englisch, Russisch, Türkisch und Polnisch angeboten.
Unter folgendem Link (RSS-Feed) können sie außerdem monatlich aktuelle News des IQ Netzwerks Berlin
abonnieren:
http://www.berlin.netzwerk-iq.de/index.php?type=100

Bezirksamt Reinickendorf:

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTER
HAT ARBEIT AUFGENOMMEN
Bereits am 07. November letzten Jahres hat Herr Oliver
Rabitsch seine Arbeit als Integrationsbeauftragter im
Berliner Bezirk Reinickendorf aufgenommen. Damit ist
Rabitsch Ansprechpartner für über 50.000 Menschen
mit Migrationshintergrund.
Der 44jährige Diplom Verwaltungswirt kennt seinen Bezirk bestens, ist er doch seit weit über 25 Jahren beim
Bezirksamt beschäftigt, in den letzten Jahren im Fachbereich Soziales und dort sowohl in der offenen Hilfe
als auch in der Rechtsstelle der Abteilung.
Diese langjährige Erfahrung aus dem „Innern“ einer
Verwaltung kann sich bei den aktuellen und künftigen
Aufgabenstellungen als äußerst hilfreich erweisen.
So muss zum Beispiel die Situation der in Reinickendorf lebenden Roma-Familien im Bezirk geklärt werden,
da diese überwiegend von Obdachlosigkeit bedroht
sind. Die Familien wurden in Ihren Wohnungen besucht, um festzustellen, welcher Bedarf hier besteht.
Dabei wurde unter anderem auch deutlich, welche Bedeutung den Roma Mediatoren im Sinne einer kultursensiblen Sprachmittlung zukommt. Ohne deren Unterstützung wäre eine Verständigung zwischen den Familien, der „Verwaltung“ und der „Institution Schule“ nicht
möglich
Auch die Situation der Flüchtlinge im Bezirk hat Priorität. Zurzeit noch in einer Notunterkunft in einer Grundschule im Ortsteil Heiligensee untergebracht, wird nun
im Bezirk eine feste Einrichtung für die Menschen gesucht, die in Not geraten sind.
Neben den sonst üblichen Aufgaben eines Integrationsbeauftragten geht es im Jahr 2013 auch darum,
gemeinsam mit allen Beteiligten für den Bezirk Reinickendorf ein Integrationskonzept zu erstellen.

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Die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe in allen
Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, die Beseitigung von Diskriminierung und Benachteiligung sowie
die Beachtung der gesetzlichen Regelungen, der Menschenrechte und Menschenwürde stehen im Mittelpunkt seiner Tätigkeit.

ein Konzert des Landesjugendorchesters Berlin für das
Instrument des Jahres.

Kontakt

Kontakt

Oliver Rabitsch
Integrationsbeauftragter
des Bezirksamtes Reinickendorf
Rathaus (Raum 101 A)
Eichborndamm 215-239
13437 Berlin

Landesmusikrat Berlin e.V.
Lübecker Straße 23
10559 Berlin
Nevzat Çiftçi
(Projektkoordinator)

[BA Reinickendorf/ RED]

Sprechzeiten:
Do. 14.00 bis 18.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung

Weitere Informationen:

http://www.landesmusikrat-berlin.de/Das-Projekt.483.0.html
http://www.landesmusikrat-berlin.de/Termine.484.0.html

Tel.: (030) 2363 8253
Fax: (030) 3973 1088
E-Mail: ciftci@landesmusikrat-berlin.de

Tel. (030) 902944125
E-Mail: Oliver.rabitsch@reinickendorf.berlin.de
Internet: http://www.berlin.de/bareinickendorf/abteilung/gessoz/integrationsbeauftragter.html

Landesmusikrat Berlin e.V.:

BAĞLAMA –
INSTRUMENT
DES JAHRES 2013

Schirmherr: Prof. Martin Rennert
(Präsident der Universität der Künste Berlin, UdK)
Der Landesmusikrat Berlin möchte mit der Nominierung
der türkischen Langhalslaute Bağlama zum Instrument
des Jahres 2013 ein Schlaglicht auf dieses Instrument
werfen und in Konzerten, Symposien, Ausstellungen
und Workshops den Dialog der Kulturen gerade in einer
Stadt wie Berlin weiter intensivieren. Namhafte Institutionen und Einzelpersonen sowohl aus der Türkei, dem
europäischen Ausland und Deutschland unterstützen
das Projekt.
Mit der Bağlama steht erstmals ein Instrument im Mittelpunkt, das nicht bereits in der westeuropäischen Musikszene etabliert ist. 2013 widmet der Landesmusikrat
sein Projekt "Instrument des Jahres" den charakteristischen Spieltechniken, Klängen und Ausdrucksformen
der Langhalslaute.
Höhepunkte des Programms: „Musikalisches Sommerfest – Tag der Bağlama“, ein in Deutschland erstes musikwissenschaftliches Symposium zur Bağlama sowie
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Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 12.03.2013, 12:35 Uhr
Senatsverwaltung für Justiz
und Verbraucherschutz

MEHR OPFERHILFE FÜR BERLINER MIT
TÜRKISCHEM MIGRATIONSHINTERGRUND
Senator Heilmann startet Kooperation
mit dem türkischen Generalkonsulat
Um den Opferschutz in der Stadt weiter auszubauen,
sollen gezielter als bislang auch Opfer mit türkischem
Migrationshintergrund angesprochen werden. Darauf
haben sich der Senator für Justiz und Verbraucherschutz, Thomas Heilmann, und der türkische Generalkonsul in Berlin, Ahmet Başar Şen, verständigt. Gemeinsam mit den Opferhilfevereinen Weisser Ring e.V.
und der Opferhilfe Berlin e.V. gaben sie gestern den
Startschuss für eine engere Zusammenarbeit.
Initiiert hatte den Dialog der türkische Generalkonsul
gemeinsam mit dem Opferbeauftragten des Landes
Berlin, Roland Weber. Senator Heilmann: „Ungefähr
200.000 Berliner mit türkischem Pass oder zumindest
türkischen Wurzeln leben in unserer Stadt. Das sind
mehr als doppelt so viele wie im bundesdeutschen
Durchschnitt. Wir wissen von Studien zur Jugendkriminalität, dass circa 85 Prozent der Taten, in denen auf
Täter- und Opferseite Jugendliche mit Migrationshintergrund stehen, nicht angezeigt werden. Das wollen wir
ändern. Denn nur wenn die Opfer sich melden, können
wir die Täter verfolgen. Die Zusammenarbeit mit dem
türkischen Konsulat ist damit auch ein Stück praktische
Integration.“
Generalkonsul Şen: „Ich freue mich sehr über diese
Kooperation. So können wir den in Berlin lebenden
Türken und den Berlinern mit türkischem Migrationshintergrund kompetent Wege aufweisen, wo sie individuelle Hilfe erfahren. Wir möchten unsere vorhandene Hilfeleistung für unsere türkischen Bürger durch die Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden und den
Opfervereinen ausweiten. Insbesondere ist es uns
wichtig, dass auch die kleinste Tat angezeigt wird, die
einen ausländer- bzw. türkenfeindlichen Hintergrund
hat.“ Er kündigte an, sich für die Vernetzung von türkischen Kulturvereinen mit den Opferhilfevereinen der
Stadt einzusetzen.
Die Landesvorsitzende des Weissen Rings, Sabine
Hartwig, wirbt in diesem Zusammenhang dafür, dass
sich mehr Migranten für Kriminalitätsopfer engagieren
(https://www.weisserring.de/internet/landesverbaende/berlin/landesverbandberlin/index.html). Bislang hätten nur zwei von rund 120
ehrenamtlichen Mitarbeitern des Weissen Rings in Ber-

lin einen Migrationshintergrund. Ein solcher Hintergrund
sei aber wichtig für das Verständnis untereinander.
Um die Akzeptanz der Angebote zu stärken, wird der
Weisse Ring Vertretungen der türkischen Bürgerinitiativen über die Rechte der Opfer informieren. Die türkischen Zivilorganisationen können dann hilfesuchende
Bürger vorab informieren und fallorientiert an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Hilfesuchende werden eingehend beraten – in Einzelfällen geht es anschließend z.B. direkt zum Therapeuten, in die
Traumaambulanz oder zum Versorgungsamt zur Geltendmachung von Entschädigungsansprüchen. Auch
„Hausbesuche“ gehören zum Beratungsangebot – bei
Bedarf in Begleitung einer türkischsprachigen Person.
Der Weisse Ring stattet das Generalkonsulat und die
türkischen zivilgesellschaftlichen Organisationen darüber hinaus mit türkischsprachigem Informationsmaterial zu den Hilfsangeboten aus. Auch die Geschäftsführerin der Berliner Opferhilfe, Janice Bridger, lässt derzeit ihre komplette Website in die türkische Sprache
übersetzen, um Opfern mit türkischem Migrationshintergrund den Zugang zu den Hilfsangeboten zu erleichtern (http://www.opferhilfe-berlin.de ).
Auch der Leitfaden zur schnellen Hilfe für Opfer von
Gewaltstraftaten des Opferbeauftragten Roland Weber
ist bereits in türkischer Sprache abrufbar: Fehler! Hyperlink-Referenz ungültig.
Rückfragen: Lisa Jani, Telefon: 030/9013 3644

Pressemitteilung vom 13.03.2013, 09:45 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport
"Freie Kräfte" dominieren Berliner
Rechtsextremismus - Innensenator Henkel:

DRUCK AUF SZENE ERHÖHT

Der Berliner Verfassungsschutz hat eine neue Lageanalyse zum Aktionsorientierten Rechtsextremismus
in der deutschen Hauptstadt vorgelegt. Die Analyse
verdeutlicht die Dominanz der „Freien Kräfte“ und deren Verbindungen zur Berliner NPD.
Der aktionsorientierte Rechtsextremismus in Berlin befindet sich im Wandel. Während sich die Aktions- und
Organisationsformen der „Autonomen Nationalisten“
innerhalb der gesamten Szene durchgesetzt haben, ist
deren Struktur in einem einheitlichen informellen Netzwerk „Freie Kräfte“ aufgegangen. Dieses aktionsorientierte Netzwerk dominiert die gesamte rechtsextremistische Szene Berlins und verfügt insbesondere über gefestigte personelle und strukturelle Verbindungen zur
Berliner NPD. Dies ist eine der Kernaussagen der aktuellen Lageanalyse des Berliner Verfassungsschutzes,
die seit heute im Internet unter
http://www.verfassungsschutz-berlin.de
abrufbar ist.

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Innensenator Frank Henkel: „Die vergangenen Monate
haben gezeigt, dass die Akteure im Netzwerk ‚Freie
Kräfte‟ die gefährlichsten und gewaltbereitesten
Rechtsextremisten in Berlin sind. Die Strafverfolgungsbehörden haben daher den Druck auf die rechtsextremistische Szene erhöht. Auch wenn die Freien Kräfte
versuchen, unter den Deckmantel der NPD zu schlüpfen, um handlungs- und kampagnenfähig zu bleiben,
werden die Sicherheitsbehörden weiter dafür sorgen,
dass das Klima in der Stadt für sie ungemütlich bleibt.
Der Kampf gegen den Rechtsextremismus, an dem
auch viele Vereine und Organisationen mitwirken, bleibt
eine Herausforderung, der wir uns alle stellen müssen.
Der Berliner Senat bleibt zudem fest von der Bedeutung eines NPD-Verbotsverfahrens überzeugt.“

Pressemitteilung vom 14.03.2013, 10:05 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

„GLOBALES LERNEN“
AN BERLINER SCHULEN

Senatsverwaltung und Berliner entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) empfehlen 36 entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und der Berliner entwicklungspolitische Ratschlag haben für das laufende Schuljahr eine Liste veröffentlicht, mit der sie den Berliner Schulen 36 Nichtregierungsorganisationen (NRO), die Globales Lernen
anbieten, zur Zusammenarbeit empfehlen.
Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Wir empfehlen
den Schulen kompetente und vertrauenswürdige Nichtregierungsorganisationen. Damit erleichtern wir den
Schulen den Zugang zu Kompetenzen und Lehrinhalten, die zur Orientierung in einer globalisierten Welt
hilfreich und von Bedeutung sind.“ Globales Lernen
müsse stärker in den schulischen Alltag integriert werden, so Alexander Schudy, Geschäftsführer des Berliner entwicklungspolitischen Ratschlags, dem Verband
der Berliner entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen: „Ich hoffe daher, dass die Schulen die
Empfehlungsliste und die Angebote der NRO nutzen.“
Ob es um die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung
eines PCs in China, den Alltag eines Kindes in Sierra
Leone oder um die Weltreise einer Jeans in den transnationalen Produktionsketten geht - Globales Lernen
macht die Zusammenhänge in der Welt für Kinder und
Jugendliche verständlich und motiviert sie zum Verstehen der eigenen Position sowie zum solidarischen
Handeln in der Weltgesellschaft.

siert jährlich diese Vereinbarung. Damit sollen vor allem
auch die Ganztagsschulen leichte Kontaktmöglichkeiten zu außerschulischen Kooperationspartnern bekommen.
Die gesamte Liste ist abrufbar unter:
ber-ev.de/PortalNROSchule und
http://www.globaleslernen-berlin.de
Redaktion: Frank Schulenberg

Pressemitteilung vom 15.03.2013, 09:15 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

INNENSENATOR HENKEL
ÜBERNIMMT SCHIRMHERRSCHAFT
FÜR BENEFIZKONZERT

"I am Jonny - Stimmen für unseren Bruder"
Berlins Innensenator Frank Henkel unterstützt das
Benefizkonzert, das Tina K. in Gedenken an ihren
getöteten Bruder organisiert. Jonny K. starb im
vergangenen Oktober nach einer brutalen Attacke
am Alexanderplatz.
Senator Henkel übernimmt die Schirmherrschaft für das
Benefizkonzert “I Am Jonny – Stimmen für unseren
Bruder”, das am 7. April 2013 im Admiralspalast stattfindet. Jonny K. wäre an diesem Tag 21 Jahre alt geworden.
Das Konzert wird organisiert von Tina K. und ihrem
Verein „I am Jonny“. Für ihr Engagement wurde die
junge Berlinerin im vergangenen Jahr mit einem Bambi
ausgezeichnet. Das Line-Up und weitere Informationen
zum Konzert werden zeitnah auf
http://www.iamjonny.de
bekanntgegeben.
Innensenator Henkel: „Brutale Schläger haben das Leben von Jonny K. ausgelöscht und dafür gesorgt, dass
an seinem Geburtstag der wichtigste Platz leer bleibt.
Umso bedeutender ist es, dass wir ein Zeichen setzen.
Ich habe gerne die Schirmherrschaft für das Benefizkonzert übernommen, weil ich Tina K. und ihren Einsatz gegen Gewalt aus ganzem Herzen unterstütze. Es
ist bewundernswert, welche Kraft diese junge Frau aufbringt. Mit ihrem Willen, etwas zu verändern und für ein
besseres Berlin zu kämpfen, ist sie ein Vorbild. Ich hoffe, dass viele Musiker und Unterstützer diesen Tag zu
einem besonderen Tag machen - nicht nur für die Familie.“
Tina K.: „Ich möchte, dass wir den Geburtstag meines
Bruders mit diesem Konzert so begehen, wie Jonny
war: optimistisch, offenherzig und lebensfroh.“

Der BER und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend
und Wissenschaft unterzeichneten im Dezember 2008
eine „Rahmenvereinbarung zur Kooperation von Schule
und Nichtregierungsorganisationen“. Die Liste konkreti______________________________________________________________________________________________________

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Pressemitteilung vom 20.03.2013, 11:25 Uhr
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

E-Mail (siegfried.langbehn@kultur.berlin.de)

ABGABETERMIN
BEIM HAUPTSTADTKULTURFONDS

oder

Frist: 15. April 2013

im Internet unter: www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de

Der Kurator für den Hauptstadtkulturfonds, Hans Helmut Prinzler, weist darauf hin, dass für eine Einzelprojektförderung aus dem „Hauptstadtkulturfonds“ für das
Jahr 2014 Anträge bis zum 15. April 2013 gestellt werden können.

Rückfragen: Siegfried Langbehn, Telefon: 90 228 744

Aus dem Hauptstadtkulturfonds werden Einzelmaßnahmen und Veranstaltungen gefördert, die für die
Bundeshauptstadt Berlin bedeutsam sind, nationale
und internationale Ausstrahlung haben und besonders
innovativ sind. Der Fonds soll durch die Förderung aktueller kultureller und künstlerischer Projekte dazu beitragen, von Berlin aus den überregionalen und internationalen kulturellen Dialog aufzunehmen und zu festigen.
Die Vergabe der Einzelprojektförderung erfolgt auf der
Grundlage der Empfehlungen der „Jury für den Hauptstadtkulturfonds“ durch den „Gemeinsamen Ausschuss
für den Hauptstadtkulturfonds“ unter dem Vorbehalt der
parlamentarischen Entscheidung zum Haushalt 2014
durch den Deutschen Bundestag und das Abgeordnetenhaus von Berlin.
Antragsteller/innen aus den Bereichen Theater und
Tanz sollten zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits
mindestens einmal eine öffentliche Förderung erhalten
haben.
Der Hauptstadtkulturfonds ermöglicht eine OnlineBewerbung. Der Link zum Online-Formular sowie das
Informationsblatt zur Ausschreibung können im Internet
unter
https://formular.berlin.de/jfs/findform?shortname=META
&formtecid=4&areashortname=EGOKUEF aufgerufen
werden.
Künstler/innen, die den Antrag per Hand ausfüllen
möchten, finden die Bewerbungsunterlagen auf der
Website
des
Hauptstadtkulturfonds
unter:
http://www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de.
Es wird den Bewerberinnen und Bewerbern jedoch
empfohlen, die Möglichkeit der Online-Bewerbung zu
nutzen.
Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der
Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds
c/o Der Regierende Bürgermeister von Berlin
– Senatskanzlei –
Kulturelle Angelegenheiten
Brunnenstrasse 188 – 190
10119 Berlin.
Telefon: 90228 – 744 bzw. per

Pressemitteilung vom 22.03.2013, 13:25 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

BEWERBUNG ZUM MIGRAMENTOR-CAMPUS

Berlin braucht mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund. Deshalb veranstaltet das Berliner Netzwerk für
Lehrkräfte mit Migrationshintergrund den „MigraMentorCampus“.
Bis zum 15. April können sich Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund der Jahrgangsstufen 10
bis 13 einer weiterführenden Berliner Schule für die
zweitägige Veranstaltung
„MigraMentor-Campus“ bewerben. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler über den Lehrerberuf zu informieren, sie dafür zu interessieren und in ihrer Berufs- und
Studienwahl zu unterstützen.
„Lehrerinnen und Lehrern mit Migrationshintergrund
kommt eine wichtige integrative Vorbildfunktion zu. Insbesondere ihr kultureller Hintergrund und entsprechende Fremdsprachenkenntnisse wirken bei vielen Kindern
mit Migrationshintergrund vertrauensfördernd. In Berlin
gibt es von ihnen bisher noch zu wenige. Projekte wie
der MigraMentor-Campus tragen aber wesentlich dazu
bei, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf zu begeistern“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres.
Die zweitägige Veranstaltung findet am Donnerstag, 6.
Juni und Freitag, 7. Juni 2013, statt. Die beteiligten
Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in den
Studienalltag verschiedener Fächer an der Universität
und lernen dabei Dozentinnen, Dozenten und Lehramtsstudierende kennen. Weiterhin erhalten die Beteiligten einen Überblick über Wahlmöglichkeiten und Zugangsvoraussetzungen zum und über den Ablauf eines
Lehramtsstudiums. Am zweiten Veranstaltungstag hospitieren Schülerinnen und Schüler an verschiedenen
Schulen, kommen mit Lehrkräften und Schulleitungen
sowie Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern ins Gespräch und gewinnen dadurch einen neuen Blick auf
den Lehrerberuf.
Der MigraMentor-Campus wird gemeinsam vom Berliner Netzwerk für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund,
der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, der Freien Universität Berlin und der HumboldtUniversität zu Berlin veranstaltet. Während der gesamten Veranstaltung steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Beratungsteam von Mitgliedern des Berli-

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BERLIN INTERNATIONAL
Seite 16
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ner Netzwerks für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund
zur Seite.
Informationen über Anmeldung, Treffpunkte und Abläufe finden Sie unter:
http://www.migramentor.de/angebote/schueler/MigraMe
ntor-Campus/MMC_2013__Bewerbungsschluss_15_April_2013.pdf
http://www.lehrernetzwerk-berlin.de

Anfragen an den Senat
Kleine Anfragen:
Titel: Internationalisierung
der Berliner Hochschullandschaft
Abgeordneter: Hans-Christian Hausmann (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711477.pdf
Titel: Zielvereinbarungen im Land Berlin (III):
Bereich Integration
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711409.pdf
Titel: NPD-Demonstration in Rudow im November 2012
Abgeordneter: Joschka Langenbrinck (SPD)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711419.pdf
Titel: Gibt es in Berlin weltanschauliche Ablehnung medizinischer Leistungen?
Abgeordnete: Anja Kofbinger und Heiko Thomas
(Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711486.pdf
Titel: Wie haben sich die Zahlen zum Schulabbruch in
den letzten Schuljahren entwickelt?
Abgeordneter: Martin Delius (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711498.pdf
Titel: Wie haben sich die Anmeldezahlen an ISS und
Gymnasien in den letzten Schuljahren entwickelt?
Abgeordneter: Martin Delius (PIRATEN)

Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711500.pdf
Titel: Finanzierung des Projektes "Auseinandersetzung
mit Rechtsextremismus in den kommunalen Gremien Dokumentation und Analyse"
Abgeordneter: Ole Kreins (SPD)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711472.pdf
Titel: Politisch motivierte Gewalt von rechts im Jahr
2011 - Nachfrage zu Drs. 17/11221
Abgeordnete: Marion Seelig (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711433.pdf
Titel: Russland-Deutsche im Land Berlin
Abgeordneter: Joachim Krüger (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711564.pdf
Titel: Alle Genehmigungen korrekt bei der Nutzung bezirklicher Infrastruktur durch Heinz Buschkowsky?
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711567.pdf
Titel: Sprachstandserhebung 2012 - wie haben sich die
Sprachkenntnisse der Kinder entwickelt?
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711359.pdf
Titel: Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
Abgeordneter: Joachim Krüger (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711504.pdf
Titel: Aktivitäten von Burschenschaften in Berlin
Abgeordnete: Clara Herrmann und Anja Schillhaneck
(Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711352.pdf
Titel: Aktivitäten der rechten "Identitären Bewegung" in
Berlin
Abgeordnete: Marion Seelig und Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711471.pdf
Titel: Anerkennungsgesetz: wo bleibt die Effizienz?

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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 17
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Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711353.pdf
Nicht behandelte Mündliche Anfragen:
Titel: Abschiebungen im Winter?
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-02718.pdf
Titel: Endlich verantwortlicher Umgang
mit der Unterbringung von Flüchtlingen in Berlin
Abgeordnete: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-02816.pdf

Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis:

BERLINER EUROPAPORTAL
UND EUROPA-NEWSLETTER
Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html
Regelmäßig
aktuelle
Informationen
zu
EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles
mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden
Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin Berlin in Europa“ unter der Adresse
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb
eit/newsletter.html.
Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische
EU-Informationen für die Berliner Senatsverwaltungen
und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich.
Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die
Berliner Datenbank EU-Pro²fil auf der Seite
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme
/index.html.
Dort gibt es auch grundsätzliche Informationen zur EUFörderpolitik, die einen ersten Überblick verschaffen.

Asyl in der EU27:

ANZAHL DER REGISTRIERTEN
ASYLBEWERBER STEIGT AUF
ÜBER 330 000 IM JAHR 2012
Im Jahr 2012 wurden in der EU27 332 000 Asylbewerber registriert. Es wird geschätzt, dass ungefähr 90%
dieser Bewerber neue Asylbewerber und rund 10%
wiederholte Bewerber waren. Im Jahr 2011 wurden
302 000 Asylbewerber registriert.
Während im Jahr 2012 weiterhin die meisten Bewerber
Staatsangehörige aus Afghanistan (8% aller Bewerber)
waren, folgten an zweiter Stelle Staatsangehörige aus
Syrien (7%), vor Russland (7%), Pakistan (6%) und
Serbien (6%).
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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
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Diese Daten über Asylbewerber in der EU27 werden
von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen
Union, veröffentlicht.
70% der Asylbewerber entfielen auf Deutschland,
Frankreich, Schweden, das Vereinigte Königreich und
Belgien
Im Jahr 2012 verzeichnete Deutschland (77 500 Bewerber bzw. 23% aller Bewerber) die höchste Anzahl
an Asylbewerbern, gefolgt von Frankreich (60 600 bzw.
18%), Schweden (43 900 bzw. 13%), dem Vereinigten
Königreich (28 200 bzw. 8%) und Belgien (28 100 bzw.
8%). Auf diese fünf Mitgliedstaaten entfielen zusammen
mehr als 70% aller Bewerber, die in der EU27 im Jahr
2012 registriert wurden.
Im Vergleich zur Bevölkerung des jeweiligen Mitgliedstaates wurden die höchsten Asylbewerberquoten in
Malta (5 000 Bewerber pro Millionen Einwohner),
Schweden (4 600), Luxemburg (3 900), Belgien (2 500)
und Österreich (2 100) verzeichnet und die niedrigsten
Quoten in Portugal (30), Estland und Spanien (je 55)
sowie der Tschechischen Republik (70).
In einigen Mitgliedstaaten kam ein großer Teil der Bewerber aus einem einzigen Land. Die Mitgliedstaaten
mit den höchsten Konzentrationen waren Malta (60%
der Bewerber kamen aus Somalia), Polen (57% aus
Russland), Lettland (51% aus Georgien), Litauen (48%
aus Georgien), Estland (45% aus Georgien) und Ungarn (41% aus Afghanistan).
Über ein Viertel der Entscheidungen in erster Instanz
waren positiv
Im Jahr 2012 wurden in der EU273 73% der Entscheidungen in erster Instanz über einen Asylantrag abgelehnt, während 14% der Bewerber ein Flüchtlingsstatus
zugesprochen wurde, 10% erhielten subsidiären Schutz
und 2% eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären
Gründen. Es sei darauf hingewiesen, dass Entscheidungen in erster Instanz, die im Jahr 2012 getroffen
wurden, sich auf Anträge, die in den Vorjahren registriert wurden, beziehen können.
Wenn der Anteil der positiven Entscheidungen deutlich
zwischen den Mitgliedstaaten variiert, sollte berücksichtigt werden, dass auch die Ursprungsländer der Bewerber je nach Mitgliedstaat stark variieren.
Weitere ausführliche Informationen sowie Tabellen unter:
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/322032013-BP/DE/3-22032013-BP-DE.PDF

BAMF:

5.806 ASYLERSTANTRÄGE IM FEBRUAR 2013
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben
im Februar 2013 5.806 Personen (Vormonat: 7.332
Personen) erstmals Asyl beantragt. Die Zahl der Asylbewerber sank im Vergleich zum Vormonat um 1.526
Personen (-20,8 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2012 stieg
die Zahl der Asylbewerber um 2.002 Personen (52,6
Prozent).
715 Personen erhielten im Februar 2013 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention
(15,9 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 668 Personen (14,9 Prozent) sogenannten "subsidiären Schutz" (Abschiebungsverbote gemäß § 60
Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes).
Weiter mit den Zahlen im Einzelnen unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge
n/DE/2013/03/asylzahlen_Feb_2013.html?nn=3315850
[PM BMI v. 19.03.2013]

BAMF:

PROJEKTFÖRDERUNG AUS DEN EU-FONDS
Die Ausschreibungen für das Förderjahr 2013 sind seit
dem 11. Februar auf der neuen Internetseite der EUZuständigen Behörde veröffentlicht:
http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/EUFonds/eufondsnode.html
Unter der neuen Internetadresse finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Ausschreibungen sowie die
notwendigen Vordrucke für die Antragstellung für das
Förderjahr 2013 und alle weiteren aktualisierten Unterlagen und Vordrucke (Rechtsgrundlagen, Jahresprogramme, Vordrucke für den Verwendungsnachweis,
Förderfähigkeitsbestimmungen etc.).
Die neue Ausgabe des „EU-Fonds-Infobrief“ 01/2013
mit weiteren Informationen gibt es unter:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikatio
nen/EUFondsInfobrief/2013/eu-fonds-infobrief-201301.html?nn=3035566
Mit
diesem
Infobrief
unterrichtet
die
EUFondsverwaltung (Zuständige Behörde) beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über den aktuellen
Stand der EU-SOLID-Fonds (EIF, EFF, RF).

[PM eurostat v. 22.03.2013, RED]

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April 2013, Nr. 100
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Flüchtlingsaufnahme in der EU:

GRUNDLEGENDE NEUAUSRICHTUNG DER
VERANTWORTUNGSTEILUNG GEFORDERT
Anlässlich des heutigen (07.03., [RED]) Treffens des
Rates Justiz und Inneres der EU fordert ein breites gesellschaftliches Bündnis von PRO ASYL, Diakonie
Deutschland, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Arbeiterwohlfahrt, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, Deutschem
Anwaltverein und Neuer Richtervereinigung eine grundlegende Neuausrichtung der Verantwortungsteilung für
Flüchtlinge in der EU. Angesichts des Stillstandes in
der EU bei der Weiterentwicklung hin zu einer humaneren Flüchtlingspolitik legen die Organisationen am heutigen Tag ein Memorandum mit dem Titel „Flüchtlingsaufnahme in der Europäischen Union:
Für ein gerechtes und solidarisches System der Verantwortlichkeit“ vor. Es soll eine Debatte darüber anstoßen, wie Europa künftig mit Flüchtlingen umgehen
will.
Denn das Memorandum führt vor Augen: Viele Asylsuchende bleiben trotz Ankunft auf dem „sicheren Boden“
der EU schutzlos und sind gezwungen, in dem für sie
zuständigen EU-Land zu verbleiben oder dorthin zurückzukehren.
Beim heutigen Treffen des Rates Justiz und Inneres
wird der Ausbau der Kontrolle der EU-Außengrenzen
durch sogenannte „Smart Borders“ weiter vorangetrieben – während die Abstimmung über die Reform des
„Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ auf Eis
liegt. Die unterzeichnenden Organisationen appellieren
an Rat und Europäisches Parlament, die Zeit bis zur im
Sommer erwarteten Abstimmung zur Neuregelung des
EU-Asylzuständigkeits-Regelwerkes
(der
DublinVerordnung) zu nutzen: Statt der geplanten Reform von
Dublin II zu Dublin III, die die Grundstrukturen der Zuständigkeitsverteilung nicht antastet, brauchen wir eine
grundlegende
Neuausrichtung
der
EUFlüchtlingspolitik, um die tiefgreifende Krise des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems zu überwinden.
Das Memorandum zeigt die tiefgreifende Krise der europäischen Asylpolitik. Ursache ist das Dublin-System,
das den EU-Staaten an den Außengrenzen die Verantwortung für die Asylverfahren zuweist. Diese werden
überproportional beansprucht und sind vielfach überfordert. Die Folge: Flüchtlinge werden in Ländern wie
Griechenland, Italien, Ungarn und Malta zu Obdachlosen gemacht, erleben schlimmste Armut und Übergriffe. Vielfach werden sie völkerrechtswidrig inhaftiert. All
dies führt zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. In Bezug auf Griechenland haben der Straßburger
Menschenrechtsgerichtshof und der Gerichtshof der
Europäischen Union (EuGH) im Jahr 2011 verbindlich
festgestellt, dass Flüchtlinge aus menschenrechtlichen
Gründen von anderen EU-Staaten aus dorthin nicht
abgeschoben werden dürfen.
Mit dem Memorandum machen die unterzeichnenden
Organisationen einen eigenen Vorschlag für einen

menschenrechtlichen Umbau des Dublin-Systems: Das
heutige maßgebliche Kriterium für die Asylzuständigkeit
– der „Ort der illegalen Einreise“ - muss gestrichen
werden. Ersetzt werden muss dieses durch das „Prinzip
der freien Wahl des Mitgliedstaates“. Asylsuchende
sollen also selbst bestimmen können, in welchem Land
der EU sie den Antrag auf Schutzgewährung stellen
und ihr Asylverfahren durchlaufen möchten.
Für einen solchen Systemwechsel sprechen mehrere
Gesichtspunkte: Das Prinzip der freien Wahl wird dazu
führen, dass Asylsuchende dort hingehen, wo sie die
Unterstützung ihrer Familien oder Communities erhalten. Dies ist nicht nur für die Flüchtlinge von Vorteil,
sondern führt auch dazu, dass sie sich besser integrieren und zurechtfinden können. Außerdem können
Menschenrechtsverletzungen an Flüchtlingen vermieden werden, wenn diese nicht länger zum Aufenthalt in
Ländern gezwungen werden, die weder ein ordentliches Asylsystem noch ein Mindestmaß an menschenwürdiger Behandlung für sie bereithalten. Aber auch
pragmatische Aspekte sprechen für eine solches Konzept: Wenn Asylsuchende nicht in EU-Staaten abgeschoben werden, in die sie nicht wollen, wird verhindert, dass sie von einem EU-Land ins nächste wandern. Die sogenannte Sekundärwanderung innerhalb
der EU wird vermieden. Kosten für bürokratische Verfahren zur Überstellung von einem Land ins andere
werden reduziert. Die unter Umständen entstehenden
Ungleichgewichte in der Auslastung der Mitgliedstaaten
können durch einen Europäischen Ausgleichsfonds
korrigiert werden.
Kommt es nicht zu dem geforderten Systemwechsel,
wird sich die asylpolitische Krise in der EU weiter verschärfen. Verurteilungen wegen Menschenrechtsverletzungen an Flüchtlingen werden weiter erfolgen. Zeigt
sich die Politik handlungsunfähig und überlässt sie es
wie bisher den Gerichten – den nationalen Gerichten
sowie dem Straßburger Menschenrechtsgerichtshof
oder dem Luxemburger EuGH – , wenigstens die
schlimmsten Folgen abzumildern, bedeutet dies für die
Betroffenen jahrelanges Leid: Sie müssen langwierige
Verfahren auf sich nehmen bevor sie gehört werden
und die Chance haben, ihre Rechte durchzusetzen.
Menschenrechtsschutz ist jedoch nicht nur Aufgabe der
Gerichte. Die von den politisch Verantwortlichen produzierten Probleme müssen auch durch politische Lösungen angegangen werden. Das Memorandum versteht
sich als zivilgesellschaftlicher Impuls für einen Weg zu
einem menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen in
der EU.
Das Memorandum "Flüchtlingsaufnahme in der Europäischen Union: Für ein gerechtes und solidarisches System der Verantwortlichkeit" als PDF-Datei unter:
http://www.jesuitenfluechtlingsdienst.de/images/pdf/memorandum_dublin_fluechtlings
aufnahme_eu_maerz_2013.pdf (325 KB) .
[PM v. 07.03.2013]

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BERLIN INTERNATIONAL
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Kontakt
Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland
Witzlebenstraße 30a
14057 Berlin
Tel.: (030) 32 60 25 90
Fax: (030) 32 60 25 92
E-Mail: info@jesuiten-fluechtlingsdienst.de
Internet: http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de

Um allen Interessierten eine möglichst vollständige
Übersicht der Berliner Angebote zur Europawoche zu
geben, bitten wir um Meldung Ihrer Aktivitäten, die
dann in den kostenlosen Berliner Europakalender aufgenommen werden. Nutzen Sie hierfür z.B. die Onlineanmeldung
(http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/allgemein/veranst
altungsmeldung.php) oder das eingestellte Formular:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/rbmskzl/europareferat/oeffentlichkeitsarbeit/2013.03.12.___
meldebogen_neu.pdf.
Weitere Informationen zur Berliner Europawoche unter:
http://www.berlin.de/europawoche

04. Bis 12. Mai:

BERLINER EUROPAWOCHE 2013

Möglichkeit der Meldung von Aktivitäten
Die diesjährige, inzwischen 19. Europawoche, findet
auf Beschluss der Europaministerkonferenz vom November 2012 vom 4. bis 12. Mai 2013 statt.
Die Europäische Union durchlebt derzeit eine schwierige Phase: Die Schuldenkrise beherrscht die Schlagzeilen. Der britische Premierminister David Cameron stellt
die EU-Mitgliedschaft seines Landes in Frage. Viele
Länder in Europa sehen sich mit dem Problem einer
massiven Jugendarbeitslosigkeit konfrontiert. Es wird
über ein Mehr oder Weniger an Kompetenzen für Brüssel gestritten, zugleich bröckelt die Solidarität unter den
europäischen Nachbarn. Europa bewegt also die Gemüter der Bürgerinnen und Bürger derzeit stärker denn
je.
Die Berliner Europawoche bietet Gelegenheit, die kritische Auseinandersetzung mit den Kernfragen zur Zukunft Europas zu suchen und sich den Fragen und
Sorgen der Menschen zu stellen. Denn nur durch eine
offene und ehrliche Debatte kann Europa wieder an
Akzeptanz gewinnen. Das gemeinsame Europa ist viel
mehr als Bankenkrise, Fiskalpakt oder Schuldenschnitt.
Der entscheidende „Mehrwert“ des Zusammenwachsens der europäischen Völker und Staaten liegt in einer
bisher nie gekannten Friedensperiode, in einem Rahmen des sozialen Friedens und der politischen Beteiligung, in grenzenloser Reisefreiheit, in einer beispiellosen kulturellen Vielfalt und vor allem auch in der Begegnung und im Austausch über nationale Grenzen
hinweg. Getreu dem Berliner Leitmotto „Europa ist
hier!“ sind daher alle Berliner Akteure eingeladen, im
Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013
(http://europa.eu/citizens-2013/de/home) in der diesjährigen Europawoche wieder ein vielfältiges Angebot an
Informations- und Diskussionsveranstaltungen, Aktionen und Initiativen zu schaffen, das zur Stärkung des
Europagedankens in Berlin beiträgt. Zentraler Berliner
Ansprechpartner ist das Europäische Informationszentrum Berlin. Hier erhalten Sie auch nötiges Informationsmaterial.

8. Konferenz der Integrationsminister in Dresden
Staatsministerin Christine Clauß:

»DEUTSCHLAND BRAUCHT EINE WILLKOMMENS- UND ANERKENNUNGSKULTUR!«
Die 8. Integrationsministerkonferenz (IntMK) am 20.
und 21.März 2013 in Dresden stand unter dem
Schwerpunktthema »Willkommensgesellschaft«.
»Als Ergebnis können wir festhalten, dass sich die
Länder in den wichtigen Fragen der Integrationspolitik
einig sind«, erklärte die Vorsitzende der IntMK, Sachsens Sozial- und Integrationsministerin Christine Clauß.
Schwerpunkte der diesjährigen Konferenz waren der
Ausbau der Willkommensgesellschaft, der Zugang von
Zuwanderern zum Arbeitsmarkt, Fragen der Aufnahme
von Flüchtlingen und Asylbewerbern sowie die Ausgestaltung der Förderlandschaft.
Mit dem von allen Ländern getragenen Leitantrag wird
die Integrationspolitik der Länder für das nächste Jahr
bestimmt.
»In Anbetracht der Ereignisse um die Terrorzelle NSU
ist es mir auch ein besonderes Anliegen mit diesem
Antrag ein Zeichen für Toleranz und gegen Ausländerfeindlichkeit zu setzen«, so Frau Staatsministerin
Clauß. »Mit unserem Antrag wollen wir auch den Boden für eine Willkommens- und Anerkennungskultur
bereiten. Damit sind sowohl die Zuwandernden als
auch die Mehrheitsgesellschaft in der Pflicht. So ist
zum einen von den Zuwanderern eine Integrationsbereitschaft zu verlangen, zum anderen ist aber darauf
hinzuwirken, dass die deutsche Gesellschaft Zuwanderung als Bereicherung empfindet. In diesem Zusammenhang sind die im Ausland erworbenen beruflichen
Qualifikationen für ein selbstbestimmtes Leben unentbehrlich, die folglich anerkannt werden müssen. Mit
dem Anerkennungsgesetz (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz des Bundes) und den entsprechenden
Landesgesetzen sind wir hier auf dem richtigen Weg.«
Im Bereich des Zugangs zum Arbeitsmarkt fordern die
Minister eine Öffnung für qualifizierte Zuwanderer un-

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abhängig von konkreten Jobangeboten. Die Erfahrung
anderer Länder (z. B. Kanada), zeigt, dass sich auf diese Weise der Zuzug von Fachkräften verstärkt und die
Wirtschaft des Landes gestärkt wird.
»Ein wichtiges Anliegen ist mir«, so die Ministerin »die
verstärkte Zuwanderung qualifizierter Kräften aus dem
Ausland in den Arbeitsmarkt. Ich befürworte insbesondere die Einbeziehung von EU-Bürgern in Deutsch- und
Integrationskurse. In diesem Zusammenhang wird die
EU gebeten, die Fördermaßnahmen durch IntegrationsFonds auch EU-Bürgern zu ermöglichen.«
»Darüber hinaus begrüße ich den hier in Dresden getroffenen Beschluss, in den Integrationskursen auch die
Sprachkompetenz von Asylsuchenden und Geduldeten
zu fördern. Hierdurch wird auch diesem Personenkreis
der Aufenthalt in Deutschland erleichtert und kann zu
ersten Schritten in die Gesellschaft führen. Gestern hat
Bundesinnenminister Friedrich angekündigt, insgesamt
5000 hilfsbedürftige syrische Flüchtlinge aufzunehmen.
Damit soll der große Druck auf die Flüchtlingslager in
der Türkei, dem Libanon und Jordanien gemildert werden. Als Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz
begrüße ich diese Initiative des Bundes aus humanitären Gründen. Wir sollten ein grundlegendes Konzept
zwischen Bund und Ländern abstimmen, um unsere
Erfahrungen schnell und zielführend auszuwerten und
umzusetzen.«
Bei der Aufnahme und Integration von Bürgerkriegsflüchtlingen soll die schulische Ausbildung und der Zugang zu Integrationsangeboten verstärkt werden. Auch
Erwachsene sollten frühzeitig ihrer beruflichen Qualifikation entsprechend in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Den Vorsitz der 9. IntMK wird am 1. Oktober 2013 der
Arbeits- und Sozialminister des Landes Sachsen-Anhalt
übernehmen. Die nächste Konferenz findet voraussichtlich am 19. und 20. März 2014 in Halle/Saale statt.
Die Konferenz der für Integration zuständigen Ministerinnen und Minister /Senatorinnen und Senatoren dient
der Zusammenarbeit und der Koordination der Länderinteressen zwischen den jeweiligen Ressorts sowie der
Zusammenarbeit mit dem Bund.
Die IntMK berät und beschließt grundsätzliche Angelegenheiten der Integrationspolitik. Neben Fragen der
Aufnahme von Zuwanderern, Flüchtlingen und Asylbewerbern geht auch um die Integration derjenigen Zuwanderer in die Gesellschaft, die eine Bleibeperspektive in Deutschland haben, also nicht nur vorübergehend
hier sind. Schwerpunktmäßig geht es um Angelegenheiten des Spracherwerbs, der Herstellung von Chancengerechtigkeit in der Bildung, dem Zugang zur Arbeit
und nicht zuletzt um die staatliche Förderung von Integrationsmaßnahmen.

übernommen. Als Gäste nahmen die Beauftragte der
Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Staatsministerin Prof. Maria Böhmer, für das
Bundesinnenministerium Frau Abteilungsleiterin Hauser
sowie der Präsident des Bundesamtes für Migration
und Flüchtlinge, Herr Dr. Schmidt, teil.
[PM v. 21.03.2013, IntMK 2013]

Weitere Informationen zur Integrationsministerkonferenz und zu deren Ergebnissen im Internet unter
http://www.sms.sachsen.de/intmk.html .

Workshops/ Tagungen
12.04, Abschlusskonferenz:

„ECAR –
EUROPÄISCHE STÄDTE GEGEN RASSISMUS

Städte in der Verantwortung Rassismus nachhaltig
zu bekämpfen
Anmeldefrist: 07.04.2013
12. April 2013, 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Rotes Rathaus Berlin
Louise-Schroeder-Saal
Rathausstraße 15
10178 Berlin
Von Mai 2011 bis April 2013 führten die Städte Berlin,
Botkyrka, Graz, Madrid und Växjö das von der EU geförderte Projekt ECAR – Europäische Städte gegen
Rassismus – Städte in der Verantwortung Rassismus
nachhaltig zu bekämpfen durch. Ein wesentliches Projektziel war die Entwicklung nachhaltiger lokaler Maßnahmen in den Partnerstädten. Darüber hinaus wurden
im transnationalen Austausch Kriterien der Übertragbarkeit von Ansätzen gegen Rassismus entwickelt. Auf
der Konferenz werden die Ergebnisse des Projektes
präsentiert. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen
Anregungen für andere europäische Städte liefern und
einen europaweiten Austausch vertiefen. Konferenzsprachen sind Englisch, Französisch und Deutsch.
Programm:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/online_f
lyer_ecar_dt_bf_.pdf
Anmeldung:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/anmeld
ung_bf.pdf
Weitere Informationen unter http://www.berlin.de/lb/ads/

In diesem Jahr hatte Sachsen als erstes ostdeutsches
Land den Vorsitz in der Integra-tionsministerkonferenz
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11.-12.04., Fachtagung:

"HEROES –

Verantwortung für Veränderung"
HEROES veranstaltet mit der WORLD CHILDHOOD
FOUNDATION eine Fachtagung in Berlin:
HEROES –Verantwortung für Veränderung
„Wenn man will, dass sich was ändert, muss man
selbst was machen –und so’ ne Typen sind wir“
Donnerstag, den 11.04. bis
Freitag den 12. April 2013
Ort: Landesvertretung Baden-Württemberg
Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin
Ausführliches Programm und Anmeldung unter:
http://www.heroesnet.de/images/Programm_HEROES_Fachtagung.pdf
Kontakt
HEROES
gegen Unterdrückung im Namen der Ehre
Hermannstraße 22
12049 Berlin
Tel.: (030) 509 18 060
E-Mail: info@heroes-net.de |
Internet: http://www.heroes-net.de

26./27.04, Frankfurt/M, Fachtagung:
"Wahrnehmen, Analysieren, Intervenieren.
Zugänge zu sozialen Wirklichkeiten"
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft
für Soziale Arbeit (DGSA)
Anmeldefrist. 15.04.2013
26./27.04.2013
FH Frankfurt am Main
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main
Wie jede Profession und Disziplin ist auch Soziale Arbeit darauf angewiesen, ihren Gegenstand sachgemäß
und wissenschaftsbasiert zu erfassen, zu verstehen
und auf Grundlage von spezifischen Zielsetzungen,
Aufträgen und normativen Handlungsstandards zu gestalten. Dies gilt für die unmittelbaren „personennahen“
Interaktionen in Bildungsangeboten oder in der Arbeit
mit Individuen und Gruppen und deren Vernetzung. Es
betrifft aber ebenso die „personenferneren“ Planungsund Steuerungsprozesse in den institutionellen Hilfesystemen Sozialer Arbeit.

Qualitätsentwicklung und Interventionsplanung in der
Sozialen Arbeit verweisen somit immer auf Fragen der
Empirie, Theorie, Normativität, Ethik und Handlungspraxis und ihr Verhältnis zueinander und dienen der
Qualifizierung in den Studiengängen Sozialer Arbeit wie
auch der Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit.
Im Rahmen der Tagung soll den folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:
 Wie kann es gelingen, psychodynamische, soziale und strukturelle Prozesse, Fremdes und
Befremdliches möglichst realitätsgerecht zu registrieren, zu analysieren und geeignete Praxiskonzepte zu entwickeln?
 Welche Vorgehensweisen der Forschung werden den Eigensinnigkeiten der Subjekte und
den sozialen Systemen – seien es die institutionellen oder auch die lebensweltlichen der Adressatinnen und Adressaten – gerecht?
 Welche theoretischen Konzepte tragen dazu bei,
das Registrierte zu erklären?
 Welche Handlungsmöglichkeiten eröffnen oder
verschließen Theorien?
 Wie werden theoretische Konzeptionen weiter
entwickelt und welche Theoriepolitiken zeigen
sich dabei? Aber auch: welchen Stellenwert
haben auch Alltagstheorien in all diesen Vorgängen?
 Und schließlich: welche normativen, ethischen
Standards sowie gesellschaftlichen, sozialpolitischen und wissenschaftlichen Bedingungen
rahmen den Forschungskontext und Handlungshorizont Sozialer Arbeit, und welche Paradoxien, Ambiguitäten, Ambivalenzen und
Konflikte beinhalten sie?
Solche und ähnliche Fragen stellen sich nicht allein für
die Qualifizierung in den Studiengängen Sozialer Arbeit, sondern auch für Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit.
Weitere Informationen im Internet unter:
http://dgsainfo.de/veranstaltungen/tagungen.html
Programm und Anmeldung unter:
http://dgsainfo.de/fileadmin/dateiablage/download/Tagu
ngsflyer_Jahrestagung_Frankfurt_2013.pdf
Kontakt
Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit
-GeschäftsstellePostfach 1129
74370 Sersheim
Tel.: (0 70 42) 39 48
Fax: (0 70 42) 83 17 45
E-Mail: dgsa@dgsainfo.de
Internet: http://www.dgsa.de

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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
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Kontakt

Initiativen
Gesicht Zeigen!:

KAMPAGNE GEGEN
DISKRIMINIERUNG GESTARTET
Die Initiative Gesicht Zeigen! – für ein weltoffenes
Deutschland startete am 20. März eine neue Kampagne gegen Diskriminierung und Ausgrenzung - und für
Solidarität und Respekt.
Neun Prominente zeigen ihr Gesicht und beziehen Stellung - für eine bunte und gleichberechtigte Gesellschaft. Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Ulrich
Wickert, Klaus Wowereit, Gesine Cukrowski, Sebastian
Krumbiegel, Paul van Dyk und viele andere legen ein
überraschendes, provokantes Bekenntnis ab, das niemand von ihnen erwartet hätte:
Groß steht etwa auf dem Foto von TV-Moderatorin Astrid Frohloff: „Ich bin Muslima“, und deutlich kleiner:
„wenn du was gegen Muslime hast“. Kurt Krömer bekennt "Ich bin Jude", Jörg Thadeusz "Ich bin schwul"
und Markus Kavka "Ich bin schwarz".
Immer ist das Bekenntnis verblüffend und irritierend –
erst der jeweilige Text darunter macht deutlich, worum
es hier geht: Solidarität und Gesicht zeigen gegen Diskriminierung im Alltag.
Die Kampagne rückt das Thema Rassismus stärker in
den Vordergrund. Anlass ist der UN-Tag gegen Rassismus am 21. März. Gerade vor dem Hintergrund der
zehn NSU-Morde und dem anstehenden Prozess gegen Beate Zschäpe möchte Gesicht Zeigen! ein starkes
Signal setzen.

Zur Kampagne gehören Plakate, Spots in der U- und SBahn in Berlin, Postkarten und Anzeigen.
Auch können die Poster bestellt werden.
Weitere Informationen und alle Motive im Internet unter:
http://www.gesichtzeigen.de/index.php/navigation/proje
kte/freiheit-start/kampagne/

Gesicht Zeigen!
Koppenstraße 93
10243 Berlin
Tel.: (030) 3030 8080
Fax: (030) 3030 808-31
E-Mail: kontakt@gesichtzeigen.de
http://www.www.gesichtzeigen.de -

Spendenaufruf:

RETTUNGSSCHIRM FÜR TÜRKIYEMSPOR

„Berlin ohne Türkiyem ist wie Wurst ohne Curry“
Der „Multi-Kult“ Klub Türkiyemspor steht vor dem
Aus. Eine lebendige Kreuzberger Marke und ein Symbol des modernen Deutschlands. Sportlich, sozial – ein
Allrounder mit Erfolgspotential. Viel umjubelt und ausgepreist, doch blank bis auf
die
Knochen.
„Liebling
Kreuzberg“ braucht euer
Herz, - braucht Dich!
Faszination Türkiyemspor.
Was 1978 als Freizeitkick begann, entwickelte sich bald
zum Erfolgsprojekt. Training in Parks und ohne Büro trotz allem auf hohem sportlichen Niveau. Ein Kreuzberger Klub klopfte an die Tore des Profifußballs.
Überzeugung Türkiyemspor.
Seit über 30 Jahren lernt man hier nicht nur wie man
Tore schießt. Durch Aktionen auf und neben dem Feld
ist Türkiyem heute eine Marke im sozialen Berlin. Wenn
Ayse und Maria miteinander kicken, laufen sich Ahmet
und Bernd schon warm. Hier wird berlinert auf über 80
Sprachen. Türkiyemspor ist das Multikulti-Praxislabor.
Hoffnung Türkiyemspor.
Höhenflügen im Profifußball folgten der finanzielle Ruin
und sportliche Sturz. Bis jetzt konnten alle Jugend- und
Frauenteams gerettet werden. Der Spielbetrieb geht
weiter - noch. Denn die Insolvenz bedroht die Existenz.
Sollte diese nicht abgewendet werden, droht das Ende
einer Idee.
Im Rahmen der Kampagne Rettungsschirm für Türkiyemspor findet die Aktion 600x100 statt. Die Last der
Insolvenz kann nur gemeinsam geschultert werden.
Deshalb sucht Türkiyemspor 600 Freunde. Freunde die
bereit sind, 100 Euro zu spenden um damit die Insolvenz und das Ende des Vereins abzuwenden. Alle
Teilnehmer der Aktion 600x100 werden auf tuerkiyemspor.info in einer eigenen Rubrik mit Foto gewürdigt.

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Willst auch Du mit 100 Euro den Verein unterstützen
und eine/r von 600 Rettern werden, dann spende an
die angegebene Kontonummer Deine 100 Euro mit
dem Kennwort 600x100, oder nimm mit uns Kontakt auf
per E-Mail unter 600x100@tuerkiyemspor.info.
Informationen im Internet unter:
http://www.tuerkiyemspor.info/staticsite/staticsite2.php?
menuid=475&topmenu=52

Bewerbungen müssen bis zum 15. April 2013 eingegangen sein (Datum des Poststempels; bitte kein Einschreiben oder Päckchen).
Die Unterlagen müssen vollständig sein (weitere Informationen hierzu unter http://www.ijp.org/rau.html). Die
Auswahl erfolgt unter Ausschluss des Rechtwegs durch
eine Jury anhand der Bewerbungsunterlagen bis zum
1. Juni 2013.

Natürlich freuen wir uns auch über jede kleinere oder
auch größere Spende!

Internet: http://www.ijp.org/rau.html.

Kontoinhaber: Türkiyemspor Berlin e.V.
Betreff: 600x100
Konto: 959 02 17 41
BLZ: 100 700 00
Bank: Deutsche Bank Berlin
IBAN: DE23 1007 0024 0959 0217 41
BIC: DEUTDEDBBER

Kontakt

Kontakt
Türkiyemspor Berlin e.V.
Vereinsgeschäftsstelle
Haus des Sports
Böcklerstraße 1
2. Stock links
10969 Berlin
Tel.: (030) 24539665
Fax: (030) 28706576
E-Mail: info@tuerkiyemspor.info
Internet: http://www.tuerkiyemspor.info

8. DEUTSCH-TÜRKISCHES
JOURNALISTENPROGRAMM

Bundespräsident Johannes RauJournalistenstipendium Oktober-November 2013
Frist: 15.04.2013
Für das Jahr 2013 schreiben die Internationalen Journalisten Programme (IJP) zum achten Mal ihr Stipendienprogramm für die Türkei aus. Damit sollen fünf junge
deutsche Journalisten die Möglichkeit erhalten, für zwei
Monate in einem türkischen Medium als Gastredakteur
zu arbeiten. Zeitgleich wird dieses Stipendium für Journalisten aus der Türkei ausgeschrieben, die sich für
einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in Deutschland
bewerben können.
Bundespräsident Johannes Rau, der sich stets persönlich für das gute Miteinander von Deutschen und Türken engagierte, hat dem IJP-Programm für die Türkei
seinen Namen gegeben.

Bewerbungsadresse:
IJP e.V.
Postfach 310746
10637 Berlin
oder per E-Mail an:
Nilüfer Sahin (Koordinatorin)
E-Mail: sahin@ijp.org
Weitere Informationen über das Programm unter
Internet: http://www.ijp.org oder
E-Mail: soric@ijp.org

Ausschreibung:

CREOLE 2013

Bundesweiter Musikwettbewerb
Anmeldeschluss: 17.05.2013
creole – Globale Musik aus Deutschland präsentiert die
durch Migration bereicherte Musikszene Deutschlands.
Hier treffen Tango, Rap, Reggae, Klezmer, orientalischer Maqam, Afro-Groove, Samba, Balkanrhythmen,
Rai oder asiatischer Funk aufeinander, gespielt auf traditionellen oder neuen Instrumenten. Was zählt ist
künstlerische Qualität und Originalität.
MusikerInnen & Bands aus Berlin und Brandenburg
können sich bis zum 17. Mai 2013 für die Teilnahme
an der creole – Berlin & Brandenburg bewerben.
Seit 2006 werden bei dem Wettbewerb die besten
Bands des Genres gekürt. In den ersten drei Runden
haben über 300 Bands und mehr als 1.600 Musiker auf
51 Konzerten ihr Können gezeigt. Dieses Jahr wird es
sieben regionale Vorentscheide geben, deren GewinnerInnen am Bundeswettbewerb 2014 im Pavillon in
Hannover teilnehmen.
Im Juni wird eine Jury aus Fachleuten 18 Bands & Ensembles aus Berlin und Brandenburg nominieren, die
an den regionalen Wettbewerbskonzerten der creole –
Berlin & Brandenburg vom 19. – 21. September in der
Werkstatt der Kulturen teilnehmen werden. Den Ge-

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winnerInnen winkt ein Preisgeld von 2.000 € sowie ein
Ticket zur Bundes-creole in Hannover vom 15. bis 17.
Mai 2014. Neben 3.000 € Preisgeld und der Ehre, als
eine von drei besten Bands im Bereich globaler Musik
aus Deutschland mit der creole ausgezeichnet zu werden, besteht hier die einmalige Chance sich bundesweit mit Bands und vielen namhaften VeranstalterInnen
zu vernetzen.
Ausschreibungsunterlagen und weitere Informationen
zum Wettbewerb unter
http://www.creole-weltmusik.de und
http://www.werkstatt-der-kulturen.de
oder direkt per E-Mail bei
anette.heit@werkstatt-der-kulturen.de.
Teilnahmegebühr: 15,- € pro Band/Ensemble
Kontakt
Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Tel.: (030) 60 97 70-0
Fax (030) 60 97 70-13
E-Mail: info@werkstatt-der-kulturen.de
Internet: http://www.werkstatt-der-kulturen.de

Multimedia-Wettbewerb der EU:

MIGRANTEN IN EUROPA
Frist: 21.06.2013

Im Rahmen eines Multimedia-Wettbewerbs der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Innere
Angelegenheiten sollen junge europäische Bürger die
Möglichkeit erhalten, ihre Meinungen zum Einfluss von
Migranten auf die europäische Gesellschaft zu äußern.
In folgenden Kategorien kann das Thema Einwanderung in der Europäischen Union illustriert werden:
 Poster
 Foto
 Video
Wir laden Studenten ab 18 Jahren, die in der Europäischen Union oder in Kroatien eine Hochschulausbildung im Bereich Journalismus, audiovisuelle Medien
oder Kommunikation erhalten, ein, Kunstwerke für den
Wettbewerb einzureichen. Das einzureichende Kunstwerk sollte die Rolle veranschaulichen, die Migranten,
die von außerhalb Europas kommen, in den europäischen Gesellschaften spielen.

Ihre Hochschule muss sich auf der Registrierungsseite
unserer Website anmelden. Nach Bestätigung der Registrierung durch die nationalen Koordinatoren erhält
die Hochschule ein „Login“. Die Hochschule kann dann
die Kunstwerke eines oder mehrerer Teams oder einer
oder mehrerer Personen in einer oder mehreren Kategorien einreichen.
Weitere Informationen sowie Teilnahmebedingungen
und Anmeldung im Internet unter:
http://www.migrantsineurope.eu/de
Kontakt
Bürger Europas e.V.
Martina Michalski
Koordinationsbüro Deutschland
"Migranten in Europa"
Storkower Straße 158
10407 Berlin
Tel: (030) 2472 4904
E-Mail: deutschland@migrantsineurope.eu
Internet: http://www.migrantsineurope.eu/de/

Qualifizierungen
Technik braucht Vielfalt:

STUDIEREN JA – ABER WIE?

TU und Migranten-Vereine
luden erstmals Eltern im Kiez zum Info-Abend
Welche Studienfächer kann man z. B. an der TU Berlin
studieren, wenn man sich für Mathematik, Naturwissenschaften oder Technik interessiert? Wie finanziert
man das? Wie sind die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt? Um diese und weitere Fragen zu klären, hatte
die TU Berlin am 12. März 2013 gemeinsam mit mehreren Berliner Migranten-Selbstorganisationen erstmalig
zu einem Eltern-Info-Abend in die Werkstatt der Kulturen in Neukölln eingeladen. Der Abend fand im Rahmen des Projekts „Technik braucht Vielfalt“ statt, mit
dem insbesondere Schülerinnen und ihre Eltern mit
Migrationshintergrund angesprochen werden.
Im Clubraum der Werkstatt gaben zunächst verschiedene Referent/innen erste Antworten auf die wichtigsten Fragen, z.B. warum man überhaupt studieren soll.
Baris Ünal, Studienberater an der TU Berlin, nannte
vielfältige Gründe, wie z.B. die geringe Arbeitslosigkeit,
gute Verdienstmöglichkeiten und nicht zuletzt eine erhöhte Zufriedenheit im Job bei Akademiker/innen. Da
es „zighunderte“ Studiengänge gebe, solle man prinzipiell danach gehen, für welche Themen man sich am
meisten interessiere und auf jeden Fall die vielfältigen
Informations- und Beratungsmöglichkeiten an den Uni-

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versitäten nutzen. Vor Ort berichtete Suzana Abdelrahman, wie sie zu ihrem Studium der Energie- und
Prozesstechnik an der TU Berlin gekommen ist. Sie
hatte sich erst relativ spät in ihrer Abiturphase für ein
Studium im MINT-Bereich entschieden (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), bis
dahin wollte sie Kinderärztin werden. Dann stellte sie
fest, dass man auch mit ganz anderen Studiengängen
Menschen helfen kann, zum Beispiel indem man sich
um eine nachhaltige und ökologisch verträgliche
Stromversorgung für möglichst viele Menschen weltweit
kümmert.

das Bafög-Amt zur Verfügung. Julia Türke von der Sozialberatung des Studentenwerks betonte, dass auch
eine Förderung durch Stipendien nicht ausgeschlossen
sei. Es gebe etwa 19.000 unterschiedliche Stipendien
in Deutschland (siehe Datenbank stipendienlotse.de),
darunter das Deutschlandstipendium, das von Unis und
Unternehmen finanziert wird. Bei der Sozialberatung
kann man sich zu allen Fragen rund um das liebe Geld
beraten lassen.
Der Abend im bunt beleuchteten Clubraum in Neukölln
klang bei Snacks und angeregten Gesprächen aus.
Sicher konnten nicht alle Fragen beantwortet werden,
aber vielen Gästen war nun klarer, wohin sie oder ihre
Töchter sich wenden können, wenn sie weitere Unterstützung und Beratung benötigen.
Das Projekt:
„Technik braucht Vielfalt“ wird in drei Regionen Deutschlands durchgeführt von der Femtec.GmbH und dem Berliner Bildungsträger LIFE
e.V. und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im
Rahmen von „Komm, mach MINT“ gefördert. Mitveranstalter des
Elternabends waren die TU Berlin, der Türkische Bund BerlinBrandenburg e.V., der Türkische Elternverein in Berlin-Brandenburg
e.V. und Buntesrepublik e.V.

Alle
Termine
und
ausführliche
http://www.technik-braucht-vielfalt.de.
Eltern im Gespräch mit Berater/innen des Deutschen Studentenwerks
(Foto: Femtec.GmbH/ Ulrich Dahl)

Dass die Berufswahl in MINT sehr schnell und unkompliziert zu einem guten Job führen kann, machte Aylin
Bardak deutlich. Die seit Januar frischgebackene Wirtschaftsingenieurin erzählte begeistert von ihren ersten
Arbeitstagen im Controlling bei der Berliner BSR, wo
sie vor kurzem als Trainee eingestiegen ist. Das konnte
Katrin Mey, Berufsberaterin von der Agentur für Arbeit,
nur unterstreichen und wies auf den jetzt schon deutlich
sichtbaren demografisch bedingten Fachkräftemangel
hin.
Zuerst jedoch muss man den richtigen Studiengang für
sich finden. Dabei bietet das von der Femtec.GmbH
und von LIFE e.V. Projekt „Technik braucht Vielfalt –
Technik braucht Dich!“ Unterstützung: Schülerinnen
können Uni-Kennenlerntage, Experimentier-Workshops
und Exkursionen zu Berliner Unternehmen nutzen, um
Einblicke in MINT-Studienfächer zu erhalten. In Kürze
startet außerdem das Gruppen-Mentoring „CampusEinblicke“, bei dem eine Studentin zwei bis drei Schülerinnen ihr Studienfach und ihre Uni näherbringt.

Infos

unter:

Kontakt
Kontakt für interessierte Eltern:
Femtec.GmbH
c/o TU Berlin
Projektkoordinatorin Evelyn Westphal
Tel.: (030) 314 – 27349
E-Mail: westphal@femtec.org
Kontakt zum Artikel:
Femtec.GmbH
c/o TU Berlin
Projektleitung und Öffentlichkeitsarbeit
Martina Battistini
Tel.: (030) 314 25643
E-Mail: battistini@femtec.org

Für viele Eltern eine sehr wichtige Frage: Wie kann
man ein Studium finanzieren? Georg Roschach vom
Bafög-Amt des Studentenwerks mahnte eindringlich:
„Stellen Sie einen Antrag!“, denn oft seien Studierende
überrascht, dass ihnen überhaupt eine Förderung zustehe. Auch wenn es nicht der Höchstsatz sei, könne
man jegliche finanzielle Förderung als Studierende/r
gut gebrauchen; für Informationen und Beratung stehe
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April, FES:

SEMINARE FÜR MITARBEITER/INNEN
VON MIGRANTENSELBSTORGANISATIONEN
Seminarort:
Europäische Akademie Berlin
Bismarckallee 46/48
14193 Berlin
Internet: http://www.eab-berlin.de
12. – 14. April 2013:
Empowerment von politisch aktiven Migrantinnen
Interessenvertretung und sicheres Auftreten für Mitarbeiterinnen
von Migrantenselbstorganisationen
Programm und Anmeldung:
http://www.fes.de/forumpug/inhalt/documents/Program
m12-14.April.pdf

Ab 13.04., „Mitreden in Neukölln“:

EINMISCHEN – MITREDEN – VERÄNDERN
Qualifizierungskurs für gesellschaftliches
Engagement in Berlin

Ort der Veranstaltung:
Bürgerbüro Mitreden in Neukölln
Glasower Straße 67
12051 Berlin
(Nähe U-Bhf Grenzallee oder S-Bhf Neukölln).
Viele Menschen gestalten Berlin. Sie bestimmen mit in
Vereinen, Initiativen, als Elternvertreter/innen oder als
Beiratsmitglied im Quartier.
Sie sind schon aktiv? Oder überlegen gerade, wo Sie
sich neu engagieren könnten und was Sie dazu brauchen?

25./ 26. April 2013:
Erfolgreich Interessen vertreten
Empowerment für politisch aktive Migrantinnen und
Migranten
Programm und Anmeldung:
http://www.fes.de/forumpug/inhalt/documents/Program
m25-26.April.pdf

Dieser Kurs bietet Ihnen Hilfestellung auf dem Weg zur
Beteiligung und Mitbestimmung in Berlin: Wie kommen
in den Bezirken Entscheidungen zustande? Wo und
wie haben Bürger/innen Einfluss? Wie können Sie erfolgreich Argumentieren und Verhandeln lernen? Wie
gewinnen Sie andere Menschen für Ihre Sache? Wie
können Sie für konkrete Projektideen Anschubfinanzierungen organisieren?

Das erste Seminar richtet sich an Frauen mit Migrationshintergrund – das zweite an Frauen und Männer mit
Migrationshintergrund, die sich entweder in einer Migrantenselbstorganisation (MSO) oder anderen politischen Organisationen (Parteien, Gewerkschaften etc.)
engagieren.

Die Kursreihe wendet sich besonders auch an migrantische Vereine und Initiativen. In drei Werkstätten wird
das Handwerkszeug der alltäglichen Praxis für gesellschaftliches Engagement erarbeitet. Die Werkstätten
können einzeln gebucht werden oder – zu einem Sonderpreis – als Paket (siehe weiter unten).

Ziel des Trainings ist es, Schlüsselkompetenzen, die für
die erfolgreiche Arbeit von politisch Aktiven wichtig
sind, zu fördern. Dazu gehören ein überzeugendes Auftreten genauso wie die geeignete Strategie zur Interessenvertretung oder die Fähigkeit, Projektanträge zu
schreiben.

Die VHS Neukölln und „Mitreden in Neukölln“ laden
herzlich ein – natürlich auch über Neukölln hinaus:

Kontakt
Friedrich-Ebert-Stiftung
Forum Politik und Gesellschaft
Stephanie Tröder
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin
Fax: (030) 26 935-9241
E-Mail: forumpug@fes.de
Internet: http://www.fes.de

Samstag, 13.04.13; 13:00-19:00 Uhr
1. Werkstatt
Rhetorik/Versammlungsleitung
Nk-B002b, Annette Wallentin,
Mohammed Nasser, Sosan Azad
Preis € 8,00; 6 UStd.
Samstag, 20.04.13; 13:00-19:00 Uhr
2. Werkstatt
Öffentlichkeitsarbeit/Werbung
Nk-B003b, Annette Wallentin,
Mohammed Nasser, René Mannhold
Preis € 8,00; 6 UStd.
Samstag, 27.04.13; 13:00-19:00 Uhr
3. Werkstatt
Projektmanagement/Finanzierung
Nk-B004b, Annette Wallentin,
Mohammed Nasser, Gönül Kaya
Preis € 8,00; 6 UStd.
(Fortsetzung nächste Seite)

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Alle Werkstätten können Sie unter der Nummer
Nk-B001b zum Sonderpreis von € 15,00 buchen.
Anmeldung bei der VHS Neukölln:
Internet: http://www.vhs-neukoelln.de
oder per Telefon unter (030) 90239 2433
Ort der Veranstaltung:
Bürgerbüro Mitreden in Neukölln
Glasower Straße 67
12051 Berlin
(Nähe U-Bhf Grenzallee oder S-Bhf Neukölln).
Kontakt
Annette Wallentin
Mitreden in Neukölln / Nachbarschaftsheim Neukölln
Glasower Str. 67
12051 Berlin
Tel.: (030) 284 784 93
E-Mail: a.wallentin@nbh-neukoelln.de
Internet: http://www.nbh-neukoelln.de/
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Stiftung Naturschutz Berlin:
Mitarbeit im Natur- und Umweltschutz -

FREIWILLIGES ÖKOLOGISCHES JAHR

Bessere Chancen für Ausbildung und Beruf
Beginn: 01.09.2013
Bewerbungen ab sofort möglich
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist für junge
Leute zwischen 16 und 26 Jahren. Sie sammeln praktische Erfahrungen im Arbeitsleben, sie nutzen die Zeit
zwischen Schule und Ausbildung (oder Studium) und
qualifizieren sich weiter, sie sind vielleicht ohne Ausbildungsplatz und machen sich fit für den Arbeitsmarkt.
Und: sie alle tun etwas für den Schutz von Mensch,
Tier, Natur und Umwelt.
Das FÖJ ist offen für alle jungen Berlinerinnen und
Berliner, unabhängig davon, wo ihre Wurzeln sind Der Schulabschluss spielt keine Rolle

 Marketing für Klimaschutz und erneuerbare
Energien (Sonne, Wind,
 Geothermie)
 Tierpflege auf dem Kinderbauernhof oder im Zoo
Bildung und Berufliche Orientierung:
 Kennenlernen von Berufen
 Erproben eigener Fähigkeiten
 Erwerben neuer Kenntnisse
 Stärken wichtiger Kompetenzen für das Arbeitsleben
 Entwickeln von Zukunftsperspektiven
 Vorbereiten der Berufswahl
 Verbessern der Chancen für Ausbildung und Beruf
Soziale Absicherung:
 355 € Taschengeld (inkl. Zuschuss für Unterkunft/ Verpflegung), davon 175 € Freibetrag für
ALG II-Empfänger
 Versicherungen (Kranken-, Arbeitslosen-, Renten-, Pflege-, Unfall-)
 Kindergeld
Das FÖJ beginnt am 1. September. Aufgaben und Tätigkeiten orientieren sich an den Wünschen und Fähigkeiten der Teilnehmer. Die Jugendlichen haben einen
festen Ansprechpartner an Ihrem Arbeitsplatz, von dem
sie angeleitet werden. Die Stiftung Naturschutz Berlin
als Trägerorganisation ist für die Betreuung und Beratung der FÖJler zuständig. Außerdem organisiert sie
während des Jahres für die jungen Leute Seminare zu
Umweltthemen sowie Projekttage zu Berufsfindung und
Berufseinstieg.
Weitere
Informationen
sowie
Bewerbungsbogen unter:
http://www.stiftung-naturschutz.de.

ein

online-

Kontakt
Bewerbungen ab sofort (mit Motivationsschreiben, Lebenslauf, Lichtbild und Kopien der letzten beiden Zeugnisse) bitte an:
Stiftung Naturschutz Berlin - Projekt FÖJ
Potsdamer Str. 68
10785 Berlin
Tel.: (030) 26 39 41 40
Internet: http://www.stiftung-naturschutz.de

Das FÖJ bietet Mitarbeit in interessanten Projekten
und Betrieben:
 Umwelterziehung in der Kita oder Waldschule
 Landschaftspflege und ökologischer Gartenbau
 Handel mit ökologischen Produkten
 Umweltanalytik im Labor
 Beratung und Öffentlichkeitsarbeit im Umweltverein
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Bildungsmarkt e.V.:

BESSERE JOBCHANCEN
DURCH AUSLANDSERFAHRUNG

Aus Projekten und Vereinen

Bewerbungen sind ab sofort möglich.

ziz GmbH, Projektvorstellung:

„Job Destination Airport“ ist ein Trainingsprogramm mit
Auslandspraktikum für Arbeitslosengeld-2-Empfänger
bis 35 Jahre, die im internationalen Dienstleistungssektor arbeiten möchten. Die nächste Gruppe startet am
22. April mit einem zweimonatigen FranzösischSprachkurs und Bewerbungscoaching in Berlin. Im Anschluss folgt ein dreimonatiges Praktikum in Marseille.
Nach der Rückkehr bekommen die Teilnehmer Unterstützung bei der Jobsuche. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Projekt des Bildungsmarkt e.V. wird im Rahmen des Programms „Ida – Integration durch Austausch“ durch das Bundesministerium für Arbeit und
Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
Ein Trainingsprogramm mit Praktika in Italien bietet das
Kooperationsprojekt für den Bereich der Kreativwirtschaft „Event Berlin Mobilitätswerkstatt“.

Frauen-Aufstieg-Migration-Erfolg

Weitere Termine: Auslandspraktikum in Rotterdam,
Niederlande mit „Job Destination Airport“ ab 21. Mai.
Auslandspraktikum in Vincenza, Italien mit „Event Berlin – Mobilitätswerkstatt“ ab 24. Juni.
Bewerbungen sind ab sofort möglich:
„Job Destination Airport“
Bildungsmarkt e. V.
Tel.: (030) 397 39 19 03
Internet: http://www.job-destination-airport.net
„Event Berlin – Mobilitätswerkstatt“
WeTeK Berlin gGmbH
Tel.: (030) 44 38 33 54
Internet: http://www.networkeventberlin.de
Kontakt
Madelonne von Schrenck
bildungsmarkt e.v.
Waldenserstraße 2-4
10551 Berlin
Tel.: (030) 397 391 903
E-Mail: contact@job-destination-airport.net
Internet: http://www.job-destination-airport.net

FAME

Ein Modellprojekt im Rahmen der „Bundesinitiative
zur Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“(BMAS)
zukunft im zentrum projektiert Modellvorhaben in den
Bereichen Lebenslanges Lernen, innovative Weiterbildung, Fachkräftesicherung und berät dazu interessierte
kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Als Treuhänderin und beliehenes Unternehmen setzt zukunft im
zentrum die Arbeitsmarktpolitik des Landes Berlin um.
Ausgangssituation
Das vorhandene Arbeitskräftepotenzial von Frauen wird
bisher von Unternehmen nicht ausreichend ausgeschöpft. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und
die eigene Fachkräftebasis zu sichern sind auch KMU
gefordert, das vorhandene Potenzial ihrer Mitarbeiterinnen durch gleichstellungsorientierte Personalentwicklungsstrategien zu erschließen.
Wir realisieren als zukunft im zentrum das Projekt in
Berlin und wenden uns überwiegend an KMU, da laut
Untersuchungen dort ein dringender Unterstützungsbedarf für Diversity-Management in der Personalentwicklung besteht.
Unser Projekt fokussiert auf die Entwicklung und Qualifizierung von Frauen mit Migrationshintergrund zur
Übernahme von Führungsfunktionen. Überwiegend
werden Unternehmen und Frauen angesprochen, die
technisch/technologisch und sozial/pädagogisch tätig
sind.
Wir entwickeln gemeinsam mit Unternehmen Rahmenbedingungen, erarbeiten und etablieren nachhaltige
Strukturen, die die Aufstiegs- und Fördermöglichkeiten
für Frauen unserer Zielgruppe gezielt erweitern.
Wir begleiten Sie von der Idee bis zur Umsetzung
mit:
Beratung –
Situation analysieren und Perspektiven schaffen
Wollen Sie Ihrer beruflichen Entwicklung auf den Grund
gehen? Eine persönliche und professionelle Begleitung
hilft Ihnen, sich auf Ihre Stärken zu besinnen und neue
Perspektiven zu gewinnen.
Wir unterstützen Sie bei/m
 der Analyse der Ist-Situation (Was kann ich?
Wo stehe ich?)

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BERLIN INTERNATIONAL
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 Definieren von Selbstentwicklungszielen
(Motivation und Persönlichkeit)
 der Potenzialanalyse
(Entwicklungsbedarf identifizieren)
 Konstruieren eines Entwicklungsplanes und
 der Umsetzung von konkreten Maßnahmen.
Coaching –
Leistungen steigern – Herausforderungen bewältigen
Sie suchen nach neuen Herausforderungen und Aufgaben in Ihrem Beruf oder nach einer neuen Position.
Jetzt kann ein persönliches Coaching genau das Richtige sein. Mit einem erfahrenen Coach gehen Sie die
Sache
 gelassener,
 selbstbewusster und
 erfolgreicher an.
Das Coaching macht sich in vielen Situationen und Bereichen bezahlt, z. B. bei der Übernahme von neuen
Funktionen, bei erfolgreicher Bewältigung anspruchsvoller Situationen, als Unterstützung bei der Umsetzung
von Zielvereinbarungen, in Konfliktsituationen und im
Umgang mit Stress- und Drucksituationen.
Ziele, Inhalte und Umfang eines Coachings legen wir
gemeinsam fest.

Unsere Workshops zielen darauf, den teilnehmenden
Frauen Kompetenzen und Methoden zu vermitteln, die
ihnen in ihrem praktischen Führungsalltag einen direkten Nutzen bringen. Sie werden so vermittelt, dass die
Teilnehmenden diese unmittelbar und praktisch umsetzen können. Sie erweitern darüber hinaus ihr Wissen
über das Thema „Führung“ und lernen aktuelle Fragestellungen zum Thema kennen. Mögliche Themen sind:
•
•
•
•
•
•

Führungsmanagement (sicher Entscheidungen
treffen und stark verhandeln)
Diversity Trainings
(Vielfalt und Heterogenität im Team)
Rhetorik, Stimme, Präsenz
Erfolgreich kommunizieren
Konfliktmanagement
Selbst- und Zeitmanagement

Wir ebnen Ihnen den Weg zum Aufstieg.
Gerne besprechen wir mit Ihnen, wie wir Sie am besten
unterstützen können.
Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“ (www.bundesinitiativegleichstellen.de). Entwickelt wurde das Programm vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung
der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Programm wird finanziert aus Mitteln
des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des
Europäischen Sozialfonds (ESF)“

Mentoring-Programm –
Talente fördern – Stärken aufdecken

Kontakt

Unser Mentoring-Programm hilft den Mentees,

Berrin Alpbek

 sich persönlich und beruflich-fachlich weiter zu
entwickeln,
 die eigene Karriere zu planen,
 Zugang zu informellen Strukturen und Netzwerken zu finden.
Aber auch die Mentorinnen und Mentoren profitieren,
denn das Konzept geht von einem gegenseitigen Geben und Nehmen aus. Sie erhalten beispielsweise

zukunft im zentrum GmbH
Rungestraße 19
10179 Berlin
Tel.: (030) 27 87 33- 93
Fax: (030) 27 87 33 36
E-Mail: b.alpbek@ziz-berlin.de
Internet: http://www.ziz-berlin.de

 frische Ideen und Impulse von jüngeren Kolleginnen und Kollegen,
 reflektieren die eigene Arbeit,
 trainieren ihre sozialen und kommunikativen
Kompetenzen.
 Mentoring ist auch eine Form des gezielten Wissensmanagements im Unternehmen.
Beim internen Mentoring kommen beide Partner/innen
aus demselben Unternehmen, während das Tandem
beim Cross-Mentoring unternehmensübergreifend von
uns organisiert wird. Für ein unternehmensinternes
Mentoring sollte es im Unternehmen mindestens drei
Hierarchieebenen geben.
Workshops –
Wissen ist Macht
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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 31
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23.04., AWO-Begegnungszentrum:

DAS JOBCENTER
FRIEDRICHSHAIN – KREUZBERG KOMMT
Am 23.04.2013 von 13.00 Uhr bis 14.30 Uhr
Im AWO-Begegnungszentrum,
Adalbertstraße 23 a, 10997 Berlin
Kommen Sie auch und erkunden Sie mit einem Arbeitsvermittler Ihre Fähigkeiten und Chancen auf dem
Arbeitsmarkt!
 Anregungen für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Jobcentern u. Vorbereitung eines
Gesprächstermins
 Informationen zu Fördermöglichkeiten der Jobcenter
 Unterstützung von ExistenzgründerInnen und
Selbständigen
 Eingliederungsvereinbarung etc.
Fragen? Tel.: 69 53 56 15
Gerne können Sie uns Ihre Fragen im Vorfeld telefonisch mitteilen!
Kontakt
Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23a
10997 Berlin
Filiz Müller-Lenhartz, Tel.: 695 35 613,
Susanne Koch, Tel.: 695 35 619
Tel.: (030) 69 53 56 25, Fax: (030) 69 53 56 31
E-Mail: e.hellwig-fuhl@awo-spree-wuhle.de
Internet: www.begegnungszentrum.org
www.awo-friedrichshain-kreuzberg.de

BAYOUMA-HAUS

der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Interkulturelle Begegnungsstätte
in Friedrichshain – Kreuzberg
Beratungsangebote für Hilfesuchende
aus Friedrichshain-Kreuzberg:
Außerhalb der Sprechzeiten
muss ein Termin vereinbart werden!
Einrichtungsleitung & Gesundheitsberatung
Frau Natascha Garay, Tel.: 29 04 91 36
Di. 13:00 – 16:00 Uhr, Do. 09:00 – 12:00 Uhr
Sozialberatung
Frau Angela Prodan, Tel.: 29 35 08 35
Di. 13:00 – 16:00 Uhr, Do. 14:00 – 17:00 Uhr
Sozialberatung für Frauen
Frau Belinda Apicella, Tel.: 29 04 66 11
Di. 13:00 - 16:00 Uhr, Do. 14:00 – 17:00 Uhr
Wir haben für Sie:
Mo. Di. und Do. 09:00 – 16:00 Uhr
Mi. von 13:00 – 16:00 Uhr
Fr. 09:00 – 13:00 geöffnet
und nach Vereinbarung.
Wir beraten zurzeit in folgenden Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Rumänisch

Ständige Angebote
Mo. 13:00 – 14:30
Englischkonversationskurs für
Grundkenntnissen – kostenfrei

Seniorinnen

mit

Di. 10:00 – 17:00
Psychologische Beratung auf Italienisch
mit Elena Pinna, Dipl. Psychologin u.
Psychotherapeutin, 10€ pro Sitzung
Di. sowie Do. 16:30 – 18:00
Gymnastik & Tanz nach Rhythmen aus aller Welt
Kostenbeitrag 10,- € pro Kurs mtl.
Di. 19:30 – 22:00
Alle 14 Tage: Sitzung der AG „Menschenrechtsverletzungen an Frauen“ von Amnesty International
Berlin-Brandenburg
Kontakt: www.amnesty-maf-berlin.de
Mi. 12:00 – 16:00
Fußreflexzonenmassage
mit Carmen Istúriz. Terminvereinbarung unter:
29 04 91 36, 10 € pro Sitzung
Do. 10:00 – 14:00

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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 32
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Klassische Massage und Schröpfen mit unserer
Heilpraktikerin. Termine bitte telefonisch bei Frau
Mönch unter (0173) 878 37 51 vereinbaren.
Nur für Frauen! – Kostenbeitrag 5,- €
Sa. 19:00 – 22:00
Alle 14 Tage: Treff vietnamesischer Eltern
So. 11:00 – 15:00 Uhr
Vietnamesischunterricht für Kinder & Jugendliche
Bei uns gegen einen Kostenbeitrag erhältlich:
 Broschüre „Berliner Arztpraxen mit Fremdsprachenkompetenz“
 sowie zwei Kochbücher: „Das Bayouma-Haus
Kochbuch“ und „Nachbarn kochen im Bayouma-Haus“ mit Rezepten aus vielen Ländern.
Ausführliches Programm und Informationen unter:
http://www.bayouma-haus.de
Kontakt
Bayouma-Haus
der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Frankfurter Allee 110 (zweiter Hinterhof, 1. Etage links)
10247 Berlin
Tel.: (030) 29 04 91 36 – Fax: (030) 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de
Internet: http://www.bayouma-haus.de
http://www.bayouma-gesundheit.de
http://www.awo-spree-wuhle.de

Veranstaltungen
Ab 12.04., Fotoausstellung:

50 JAHRE
KOREANISCHE BERGARBEITER UND KRANKENSCHWESTERN IN DEUTSCHLAND
Die renommierte Fotografin Herlinde Koelbl und der
junge Fotograf, Preisträger der Wüstenrot Stiftung Kim
Sperling, haben koreanische Bergarbeiter und Krankenschwestern in Deutschland mit ihren Familien fotografiert. Die Ausstellung eröffnet am
12.April 2013 um 18:00 Uhr
in der Galerie des Koreanischen Kulturzentrums
Leipziger Platz 3
10117 Berlin
und ist bis zum 10.05.2012 dort zu sehen.
Rund 8.000 koreanische Bergarbeiter kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. Weitere 10.000 Krankenschwestern folgten ihnen. Vor 50 Jahren, im Dezember
1963, wurde zwischen der damaligen Bundesrepublik
Deutschland und Südkorea ein Abkommen unterzeichnet, das ihren Zuzug regelte.
Anlässlich dieses 50jährigen Abkommens widmet sich
eine Fotoausstellung den koreanischen Bergarbeitern
und Krankenschwestern in Deutschland. Koreaner gelten als Muster an Integration, sie fallen nicht auf. Sie
haben in der Regel 50 Jahre lang in Deutschland gearbeitet. Ihre in der Regel gut ausgebildeten Kinder sind
erwachsen. Mit der Ausstellung wollen wir deshalb der
Frage nachgehen: Wie leben sie hier, mitten unter uns?
Sind Sie in Deutschland nach 50 Jahren wirklich angekommen? Sind ihre Wohnzimmer eher deutsch oder
koreanisch?
Die Ausstellung wandert von Berlin nach Bochum,
Dortmund, Goslar, Duisburg, Frankfurt und dann nach
Seoul.
Internet: http://korea-migration.de/

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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
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27./ 28.04.: Kinderfest

23 NISAN 2013

Buntes Treiben rund um das Brandenburger Tor
Berlins Wahrzeichen, das Brandenburger Tor, steht am
letzten Wochenende im April ganz im Zeichen fröhlichen, bunten Treibens der jungen Berlinerinnen und
Berliner. Das Internationale Kinderfest „23 Nisan“ findet
zum 14. Mal in Berlin statt. Weitere Informationen unter: http://www.23nisankinderfest.de/2013/

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
02.04., Einladung zur Buchvorstellung:
Marianne Suhr

WIR SIND ANGEKOMMEN

Lesung und Gespräch zum Thema
Musik: Kostas Papanastasiou

Kultur bewegt e.V.:

STADTTEILFÜHRUNGEN APRIL 2013

„Zweite Heimat Neukölln/ Route 44“

Der Frühling kommt! Und dann der Sommer! Wir werden an jedem ersten und dritten Samstag im Monat
eine Tour anbieten, die für alle offen ist. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Samstag 6. April, 11 Uhr:
Ein internationales Dorf
mit Emine Elce und Fatma Yilmaz
Treffpunkt: U-Bhf. Karl-Marx-Straße, vor Woolworth
Böhmische Glaubensflüchtlinge kamen schon im 18.
Jahrhundert und erhielten vom König Häuser geschenkt. Sollten sie auch gleich Deutsch lernen und
sich integrieren? Dann kommen Textilarbeiter aus Polen und noch später „Gastarbeiter“. Das alte Rixdorf
verändert sich immer wieder, entdecken sie mit Emine
und Fatma die Spuren der Geschichte: Hinterhöfe, Gottesacker, Fuhrunternehmen und eine Mo-schee.
Samstag 20. April, 12 Uhr:
Erkundungen im Paradies
mit Maria Ghouri und Hiba Ayad
Treffpunkt: U-Bhf. Karl-Marx-Straße, vor dem PassageKino
Maria und Hiba zeigen das "dörfliche" Neukölln im
Wandel. Entdeckt werden internationale Küchen, vielfältige Glaubensrichtungen, interkulturelle Hausgemeinschaften und junge, trendige Szenekneipen, in
denen sich die „neuen Migranten“ Westeuropas zu
Hause fühlen.
Internet: http://www.zweite-heimat-neukoelln.de/
Kontakt
Kulturbewegt e.V.
Oranienburger Straße 37
10117 Berlin
Fon : (030) 70 222 023
E-Mail: info@kulturbewegt.de
Internet: http://www.kulturbewegt.de

Dienstag, 2. April 2013, 20.30 Uhr – Eintritt 5 / 3 €
Buchhandlung Starick
Breite Straße 35-36, Berlin (Wilmersdorf)
Marianne Suhr
Wir sind angekommen - Interviews mit Eingewanderten
Mit einer Einführung und einem Nachwort der Autorin
zu den Themen Migration und Integration.
Marianne Suhr
Wir sind angekommen
Interviews mit Eingewanderten
144 Seiten, 22 Abb.
be-bra wissenschaft verlag GmbH
ISBN 978-3-95410-010-1
Februar 2013
16,95 €

Bestellbar unter:
http://www.bebrawissenschaft.de/vzneu/titel/557--wir-sindangekommen.html
Was ist Heimat? Warum und wie fühlt man „deutsch“?
Wie wichtig ist die Landessprache für Eingewanderte?
Hat die deutsche Gesellschaft Eingewanderte aufgenommen oder abgestoßen? Gehört „Kopftuch tragen“
zur Religion? Leben Eingewanderte in einer „Parallelgesellschaft“? Wie lange hat man einen „Migrationshintergrund“?
In 25 Interviews kommen eingewanderte Menschen im
Alter von 15 – 75 Jahren aus 12 Herkunftsländern zu
Wort, die in Berlin leben und hier – in doppelter Bedeutung des Wortes – „angekommen“ sind, sie erlauben
mit ihren Lebensgeschichten einen Blick hinter die Statistik.
Marianne Suhr, geboren 1939 im Havelland, flüchtete
mit 18 Jahren in den Westen Deutschlands. Sie holte
das Abitur nach, studierte Soziologie und Philosophie,
promovierte an der Technischen Universität Berlin und
arbeitete dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin, engagierte sich gleichzeitig in der Kommunalpolitik. Von
2001 bis 2011 war sie Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf.
Seit
2004 veröffentlichte sie fünf literarische Bücher (u.a.
„Roter Milan“, 2010). Sie hat drei erwachsene Kinder
und lebt in Berlin.
Die Autorin im Internet: http://www.marianne-suhr.de

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April 2013, Nr. 100
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 34
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SVR- Policy Brief:

MEDIEN ZEICHNEN
EIN ZU NEGATIVES BILD VON MUSLIMEN
Obwohl die in Deutschland geborene zweite Generation muslimischer Zuwanderer erheblich besser integriert
ist als die erste Generation, verengen sich politische
und mediale Debatten zunehmend auf die vermeintlich
gescheiterte Integration der rund vier Millionen Muslime
in Deutschland.
Zuwanderer aus islamisch geprägten Staaten werden
seit einigen Jahren auf ihr ‚Muslimsein„ und damit auf
ihre (z.T. auch nur angenommene) religiöse Zugehörigkeit reduziert. Die Medien wirken bei der ‚Islamisierung
der Integrationsdebatte„ als Verstärker.
Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat
deutscher Stiftungen für Integration und Migration untersucht in seinem Policy Brief, ob Zuwanderer und
Mehrheitsbevölkerung die mediale Darstellung von
Muslimen unterschiedlich bewerten und ob die negative
Darstellung Rückwirkungen auf das Zusammenleben
im Alltag insbesondere von Muslimen und Mehrheitsbevölkerung hat. Damit liegt erstmals eine Umfrage zur
Mediendarstellung von Muslimen vor, bei der auch
Muslime selbst nach ihrer Wahrnehmung gefragt wurden. Der Policy Brief ist gemeinsam mit der Stiftung
Mercator entstanden.
Weiter in der Mitteilung des SVR vom 12.03. unter:
http://www.svr-migration.de/content/?p=4701.
Der Policy Brief kann hier heruntergeladen werden:
http://www.svr-migration.de/content/wpcontent/uploads/2013/03/Medienbild-Muslime_SVRFB_final.pdf.

Neues Internetportal des Goethe-Instituts:

„MEIN WEG NACH DEUTSCHLAND“
Das neue Internetportal des Goethe-Instituts soll Zuwanderer in der Zeit zwischen der für ein Visum notwendigen Sprachprüfung im Heimatland und einem
Integrationskurs in Deutschland begleiten. „Mein Weg
nach Deutschland“ hält ein umfassendes Angebot an
innovativen Sprachlernangeboten bereit sowie leicht
verständliche Informationen zum Leben in Deutschland.
Internet:
http://www.goethe.de/lrn/prj/wnd/deindex.htm?wt_sc=m
wnd

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