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Periodical volume

Full text: Berlyñ international Issue 95.2012

international
DER NEWSLETTER

DER

11/12

Nummer 95

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN
Der interkulturelle
Kalender für den
Monat November

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
heute hat Frau Dr. Monika Lüke ihr Amt als Integrationsbeauftragte
des Berliner Senats angetreten.
In ihrem Beitrag für BERLIN INTERNATIONAL umreißt sie
Kernthemen ihrer zukünftigen Arbeit und gibt einen Ausblick auf integrationspolitische Aufgabenstellungen. Lesen Sie hierzu bitte Seite 4.
Pünktlich zum Amtsantritt ist auch
der Interkulturelle Kalender für das
Jahr 2013 erschienen.
Lüke sieht im Kalender ein gutes Beispiel, wie sich Internationalität und
kulturelle Vielfalt immer stärker
verwurzeln:
„Für Lehrerinnen und Schüler oder Verwaltungsangestellte,
aber
auch für Gemeinden, Unternehmen mit internationalen Kontakten oder Diplomaten ist der Interkulturelle Kalender eine unverzichtbare
Informationsquelle geworden. Ich freue mich daher, dass ich den neuen Interkulturellen Kalender gleich zu Beginn meiner Amtszeit vorstellen kann und hoffe, dass er auch weiterhin mithilft, den interkulturellen Alltag zu organisieren“ (Seite 5).

Ihre Redaktion
BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 30.11.2012.
Redaktionsschluss für die Dezember-Ausgabe (Nr. 96) ist der 23.11.2012.
IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum der Beauftragten des Senats von Berlin für
Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf
Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen
1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN
INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, AL III 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320, Martina Gembus, III A 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 01.11.2012 [1.723 | Jahrgang 29]

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BERLIN INTERNATIONAL
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Integrationsbeauftragter aktuell
Editorial zum Amtsantritt der Berliner Integrationsbeauftragten Frau Dr. Monika Lüke
Neu erschienen: Interkultureller Kalender 2013
12.11.: Das IQ Netzwerk Berlin vor Ort
Qualitätsdialog zur Weiterentwicklung des Integrationsprogramms.
„World Café“ am 28.11.2012; Abschlussveranstaltung am 12.12.2012
Noch bis zum 16.11.2012: 10. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs
Aufruf zum Jugendforum denk!mal ’13. Anmeldeschluss: 17.12.2012
Spezialisierte Beratungsstellen für SpätaussiedlerInnen in Berlin
Senatorin Kolat: „Menschen in Schöneweide dürfen bei Engagement gegen Rechtsextremismus nicht
alleine gelassen werden“
Senatorin Dilek Kolat begrüßt Kopftuch-Urteil des Berliner Arbeitsgerichts
Senatorin Dilek Kolat mahnt anlässlich des Opferfestes respektvollen Umgang miteinander an
Neue Integrationsbeauftragte des Senats Dr. Monika Lüke nimmt Arbeit auf
Aus dem Landespressedienst
Ausstellung „Russen und Deutsche“ in Berlin zu sehen
Internationaler Übersetzerpreis des saudischen Königs im Rathaus überreicht
Berliner Senat setzt sich für ein chancengerechtes Aufwachsen von Mädchen ein
Rehabilitierung Homosexueller – Senator Heilmann Begrüßt Bundesratsentscheidung
§ 175 Strafgesetzbuch: Bundesrat unterstützt Rehabilitierung schwuler Männer
Auftakt der Initiative „Deutschlandstipendium in Berlin
Junge Gläubige laden zu Wertekonferenz ein
Mehr Sprachen – mehr Hilfe: Hotline Kinderschutz berät nun auch auf Türkisch und Arabisch
Wowereit zur Übergabe des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma
Bildungsverwaltung stellt muttersprachlich arabische Lehrkräfte ein. Bewerbungsschluss: 14.11.2012
Rede des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit,
auf dem Festakt zum 775. Geburtstag Berlins am 28. Oktober 2012 in der Nikolaikirche

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Anfragen an den Senat
„Pannen bei der Besetzung der Integrationsbeauftragten?“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite

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Aus Europa, Bund und Ländern
Berliner Europaportal und Europa-Newsletter
6.691 Asylanträge im September 2012

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Workshops/ Tagungen
07.11., HU: Podiumsdiskussion: „Konzepte und Narrative von (UN)SICHERHEIT –
Die EU-Migrationspolitik und die Umbrüche in der Arabischen Welt“. Anmeldefrist: 05.11.2012
29.11., Fachveranstaltung: „Den Blick erweitern! Diversitäts- und Gestaltungskompetenz
in der beruflichen Bildung. Anmeldefrist: 15.11.2012
26.-27.11., Fachtagung: Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft Umgang mit Vielfalt in Bildungsprojekten“. Anmeldefrist: 02.11.2012
04.12.: "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" – berlinweites Treffen unter dem Titel:
"JUNG SEIN IM LAND DER VIELFALT"
06.12., Otto Bennecke Stiftung e.V.:
18. Forum MigrationVielfalt als Motor gesellschaftlicher Entwicklung

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Initiativen
Dreikönigspreis
Integrationspreis des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin. Frist: 03.11.2012
Deutsch-Türkisches Netzwerk e.V.: DTN Integrationspreis 2012 ausgeschrieben. Frist: 09.11.2012
Europäischer Jugendkarlspreis 2013. Einsendeschluss: 28.01.2013
Stiftung EVZ, Ausschreibung: Geschichte(n) in Vielfalt. Frist: 01.02.2013
Qualifizierungen
Ab 21.01.2013, VHS Steglitz-Zehlendorf:
Ausbildungsvorbereitung Fotodesign / Modedesign / textiles Gestalten für Bühne, Film und Fernsehen
IHK Berlin: Berufsabschluss trotz Studienabbruch. Start: 01.03.2013
FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB): Aktuelle Fortbildungen. Start: 05.11. und 19.11.2012
LIFE e.V.: Weiterbildung in Erneuerbaren Energien für Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen
mit Einwanderungshintergrund. Bewerbungsschluss: 12.11.2012
Ab 17.01.13, Trainingsseminar ASFH:»Stärke statt Macht: Neue Autorität und Gewaltloser Widerstand
in Schule, Jugendhilfe und Familie«. Anmeldefrist: 14.12.2012
Aus Projekten und Vereinen
BOX 66: Urbanes Stricken - Farbe für den Kiez.
Integrationszentrum für ausländische Frauen und Familien sucht Patenschaften
DAF e.V., Medienprojekt: Mach Dich bereit! 10.11.: "Erst schreiben, dann drehen". Frist: 05.11.2012
BABEL e.V.: Veranstaltungsangebot im November 2012
AWO-Begegnungszentrum: Das JobCenter Friedrichshain – Kreuzberg kommt zur Infoveranstaltung
Veranstaltungen
Noch bis zum 16.11.: „InterKreuzHain“
01. bis 03.11., Jugendtheaterfestival im HKW: Festiwalla 2012 - Echte [DEMO!kratie] wagen
02.11. bis 18.12.: Ausstellung/Führungen: Böhmische Rhapsodie - Das Böhmische Dorf in Berlin
04.11., WABE: MAROKKO – BONJOUR! Eine Revue mit Schülern des Lycée Lyautey aus Casablanca
07. – 11.11.: Import Shop Berlin. Exotisches Shopping und soziale Verantwortung
09. bis 23.11.: 9. SchulKinoWochen Berlin. Feierliche Eröffnung am 9. November 2012
12.-14.11., Film: Zeit der Namenlosen.
Eine Dokumentation zum Thema Frauenhandel und Armutsvermarktung in Europa
12.11., „Öffentliches Brainstorming“: „Die Abenteuer des Homo Migrantes Berlin Teil 3“
17.11.: Erzählcafé Wedding. Zu Gast: Özlem Özmen-Eren
28.11., Lesereihe: Heimat und Fremde. Lesung und Gespräch mit Deniz Utlu
30.11., WdK – WorldWideMusic: Mi Solar - Salsa, Timba, Latin-Jazz
November 2012: Veranstaltungen in der Indischen Botschaft
Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Kostenloses Abonnement: ›focus Migration‹
IMIS publiziert Länderprofile und Kurzdossiers auf der Informationsplattform
Der Neue ist da! Interkultureller Antirassismus Taschenkalender 2013
Themenheft-Neuerscheinung:
Fatma ist emanzipiert, Michael ein Macho!? Geschlechterrollen im Wandel
Neuerscheinung in 12 Sprachen: Internationaler Impfkalender
Newsletter: Migration und Bevölkerung

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Integrationsbeauftragte aktuell

Gemeinsam mit Migrantinnen und Migranten, Herkunftsdeutschen, Kollegen und Kolleginnen in der
Dienststelle und den Senatsverwaltungen diese Probleme anzunehmen, Ideen für Lösungen zu entwickeln,
diese mutig umzusetzen und dabei genau hinzuschauen. Das ist jetzt meine Aufgabe, auf die ich mich freue
und auf die ich mich vorbereitet habe.
Ein schwieriger Job, eine echte Herausforderung, denn
die Aufgaben fordern Verantwortung und Gestaltungskraft, die ich gerne annehme.

Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie diesen Newsletter lesen, bin ich seit wenigen
Tagen Berlins neue Integrationsbeauftragte.
Im Oktober hatte ich bereits die Gelegenheit als Gast
an einer Sitzung des Landesbeirats für Integrationsund Migrationsfragen teilzunehmen, einem für mich
besonders wichtigen Beratungsgremium. Die Expertise
und das Engagement der Mitglieder waren beeindruckend und machen Lust auf eine gemeinsame Arbeit.
Bei den Themen nahm ich zweierlei wahr:
Aufgefallen ist mir, dass es eine Reihe von aktuellen
Fragen zu beantworten gibt, die für Berliner und Berlinerinnen mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen von Bedeutung sind. Ich denke dabei an die
Versorgung und notwendigen Pflege der älteren Angehörigen verbunden vielleicht auch mit der Sorge für ein
menschenwürdiges Lebensende ob in der alten oder
neuen Heimat. In Würde altern, versorgt und gepflegt
zu werden am besten im Kreise der Familie, dies muss
Ziel einer humanen Gesellschaft sein. Auch Fragen der
Gleichberechtigung von Frauen und Männern beschäftigen trotz aller kulturellen Unterschiede alle in Berlin
ansässigen Menschen. Hier sehe ich wichtige Aufgaben meiner zukünftigen Arbeit.
Wie oft lesen wir in der Zeitung, wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ganz gezielt Menschen mit Migrationshintergrund bedrohen und damit unser aller Zusammenleben. Wir stellen mit Entsetzen fest: die Übergriffe werden brutaler, das Vertrauen in die Grundlagen
des Staates und unserer Gesellschaft ist erschüttert.
Das geht uns alle an.
Andererseits haben Menschen, wenn sie aus dem Ausland nach Berlin kommen oder mit Migrationshintergrund hier leben, ganz spezifische Probleme, mit denen
ich als Frau ohne Migrationskontext nicht konfrontiert
bin: bei Neuankommenden ist es die Sprachbarriere,
die Unsicherheit im Umgang mit Behörden; die Furcht
vor Verfolgung, die auch einen in Deutschland nicht los
lässt; für Asylbewerber gilt zudem die Suche nach einer
menschenwürdigen Unterkunft. Oft folgen Diskriminierungen, weil man anders aussieht, den Anschein gibt,
aus einer bestimmten Region zu kommen oder einer
bestimmten Religion anzugehören.

Integration ist kein Rand-.oder Orchideenthema, auch
kein Querschnittsthema, sondern eine zentrale, grundlegende Aufgabe. Schließlich hat ein Viertel der Bevölkerung Berlins einen Migrationshintergrund; das sind
fast 900.000 Menschen. Berlin ist damit die Stadt in
Deutschland, in der die meisten Migranten leben. Sie
kommen aus über 180 Ländern. Was für eine Vielfalt!
Was für Chancen! Es gibt also nicht die Migranten oder
Migrantinnen, sondern eine große Mischung von Kulturen. Viele davon sind übrigens Berliner, denn sie sind
hier geboren. 80 % von ihnen haben die deutsche
Staatsangehörigkeit mit allen Rechten und Pflichten.
Integrationspolitik trifft damit den Kern unser demokratischen Strukturen in unserer Gesellschaft. Es stellen
sich Fragen wie: wie wollen wir künftig zusammenleben? Welche Demokratie wollen wir? Was für eine Gesellschaft sind wir, und wie wollen wir sie gemeinsam
gestalten?
Gleich welchen kulturellen Hintergrund wir haben, ob
wir gerade erst nach Berlin gekommen sind, ob wir hier
für kurze oder lange Zeit bleiben wollen, ob wir Papiere
haben oder im Geheimen leben müssen, wir alle sind
Bewohner und Bewohnerinnen von Berlin, leben hier
zusammen und alle sollten dazu ihren Beitrag leisten.
Und: wir dürfen trotz aller Schwierigkeiten und auch in
Anbetracht der vielen Herausforderungen nicht vergessen: es ist ein Riesenprivileg, ein großer Reichtum, aus
unterschiedlichen Kulturen kommend miteinander leben
und voneinander lernen zu dürfen. Unser Horizont erweitert sich, unsere Geschmacksnerven, alle unsere
Sinne, seien es die Ohren, die Augen. Wir hören neue
Musik, feiern zusammen, streiten, wenn es denn mal
sein muss.
Die Berliner Bevölkerung wird sich in den nächsten
Jahren weiter verändern. Schon jetzt haben 43% der 015 Jährigen einen Migrationshintergrund; in Kreuzberg,
Wedding und Nord-Neukölln sind es gar über 70 %.
30% der über 55jährigen in den Bezirken Mitte und
Friedrichshain-Kreuzberg sind Migranten.
Wir dürfen nicht warten, bis wir auf die Veränderungen
reagieren müssen. Integration ist Handeln, ist eine vorbeugende Politik. Wir müssen die Veränderungen in
der Bevölkerungsstruktur vorbereiten und begleiten.
Zum Beispiel durch noch stärkeres Engagement in
Kitas und Schulen, durch Konzepte, die die Eingliederung vor allem der jungen Menschen in den Ar-

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beitsmarkt fördern. Denn Arbeit ist die Basis für eine
eigenständige Lebensgrundlage. Mit Konzepten und
Kampagnen wie “BerlinArbeit“, „Berlin braucht Dich“
und dem „IQ-Netzwerk Integration durch Qualifizierung“. Ein anderes, dringendes Thema, das ich am Anfang erwähnte, ist die interkulturelle Öffnung von Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten, um älterwerdenden Migranten in Berlin einen würdevollen, geborgenen
Lebensabend zu ermöglichen und die Familien zu entlasten. Wir brauchen ein noch stärkeres Engagement
gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus; die Angriffe richten sich gegen unsere Werte und betreffen faktisch die Mehrheitsbevölkerung
Meilenstein hierfür könnte ein neues Integrationskonzept werden, das wir in den kommenden Monaten diskutieren und formulieren wollen.
Mir ist bewusst, dass ich in große Fußstapfen (selbst in
Anbetracht meiner eigenen Schuhgröße 43) trete. Das
Amt der Integrationsbeauftragten gibt es in Berlin seit
über 30 Jahren, meine Vorgänger haben zahlreiche
erfolgreiche Entwicklungen initiiert und begleitet. Das
Partizipations- und Integrationsgesetz und die gesetzliche Verankerung der interkulturellen Öffnung von Verwaltung sind deutschlandweit einmalig. Berlin war Vorreiter für die Entwicklung von Integrationskonzepten
und deren Umsetzungsmonitoring. Ich bin beeindruckt
von der Vielzahl der Initiativen und Projekte und der
Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen, von
dem interkulturellen Engagement zahlreicher Kitas, den
Stadteilmüttern, den Berufsbildungsinitiativen, dem Engagement im Quartiersmanagement und dem Bleiberechtsnetzwerk „Bridge“, um nur einige zu nennen, die
für unzählige andere stehen. Es ist wichtig, sich auch
dann und wann an diese Erfolge zu erinnern.
Wir müssen an diese Erfolge anknüpfen und weiter für
Respekt, Partizipation und Chancengleichheit eintreten
und, dass das Wort „Willkommenskultur“ ernstgenommen und gelebt wird, von den Behörden, von den Berlinerinnen und Berlinern.
Das Grundkonzept dabei ist nicht neu, sondern wurde
schon von Babara John, Berlins erster, damals noch
Ausländerbeauftragte, proklamiert: „Offen aufeinander
zugehen.“ Ich möchte Türöffnerin sein, kritische Begleiterin und Fürsprecherin. Die Türen sind auf, aber man
muss durchgehen wollen.
Bei meiner Aufgabe bin ich und sind wir als Team der
Integrationsbeauftragten unsererseits auf Feedback
- positive Signale sowie Kritik - und auf Unterstützung
angewiesen.
Deshalb freue ich mich darauf, möglichst viele von
Ihnen in den nächsten Monaten kennenzulernen.

Neu erschienen:

INTERKULTURELLER KALENDER 2013
Der Interkulturelle Kalender für das Jahr
2013 ist gerade erschienen. Zusammengestellt wird er jährlich
von Gertrud Wagemann und herausgegeben von der Berliner
Integrationsbeauftragten. Seit 1996 ist er auf dem
Markt und hat in dieser Zeit seinen festen Platz in
Schulen, Büros, Behörden, Firmen oder Privatwohnungen gefunden.
Die neue Beauftragte des Senats für Integration und
Migration, Dr. Monika Lüke, sieht im Kalender ein gutes
Beispiel, wie sich Internationalität und kulturelle Vielfalt
immer stärker verwurzeln: „Für Lehrerinnen und Schüler oder Verwaltungsangestellte aber auch für Gemeinden, Unternehmen mit internationalen Kontakten oder
Diplomaten ist der Interkulturelle Kalender eine unverzichtbare Informationsquelle geworden. Er gibt praktische Hilfe bei der Terminplanung und zeigt auf einen
Blick, an welchen Tagen beispielsweise ein Geschäftsessen oder ein Elternabend unpassend wären. Ich
freue mich daher, dass ich den neuen Interkulturellen
Kalender gleich zu Beginn meiner Amtszeit vorstellen
kann und hoffe, dass er auch weiterhin mithilft, den interkulturellen Alltag zu organisieren“.
Gegen eine Schutzgebühr von 0,50 € pro Exemplar ist
der Interkulturelle Kalender 2013
erhältlich bei der
Beauftragten des Senats für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin
Tel.: (030) 9017 - 2357 oder 9017 – 2322
Fax: (030) 9017 2320
E-Mail: Integrationsbeauftragter@intmig.berlin.de
Außerdem steht der Kalender auch wieder auf den Internetseiten der Integrationsbeauftragten als Download
bereit unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/kalender/ind
ex.html

Auf bald,
Ihre Monika Lüke

[Foto Lüke/ Grafik: Integrationsbeauftragte, Fred Vollmer]

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12.11.:

DAS IQ NETZWERK BERLIN VOR ORT
12. November 2012 (10:00-17:30) –
Umweltforum Berlin, Auferstehungskirche
Pufendorfstraße 11
10249 Berlin
Unter dem Motto „Lern doch, was du willst? Gute und
qualitätsvolle Bildungsberatung ist gestaltbar!“ lädt die
k.o.s GmbH zu einer bundesweiten Fachtagung nach
Berlin ein.
Die Fachtagung widmet sich den Bedingungen öffentlich geförderter Bildungsberatung und ihren Entwicklungsmöglichkeiten mit folgenden Schwerpunkten:
 Qualitätssicherung Berliner Beratungseinrichtungen nach dem „Berliner Modell“
 Ergebnisse zum Know-how Transfer zu Bildungsberatung im Rahmen der zweijährigen
Kooperation zwischen Berlin und Österreich
 WorkSpace - Diskussion zu Qualität, Transparenz, Erreichbarkeit, Wirkung und Prozessen
der Bildungsberatung
 Marktplatz - Praxis guter und qualitätsvoller Bildungsberatung mit Anbietern und Netzwerken
aus unterschiedlichen Ländern Deutschlands
und Österreich
Auch das IQ Netzwerk Berlin wird die gesamte Angebotspalette vor Ort präsentieren.
An einem Infostand wird über IQ-Themen wie berufliche Anerkennung von ausländischen Abschlüssen informiert und beraten.
Programm und Anmeldung bis zum 05.11.12
unter http://www.kos-qualitaet.de
oder per E-Mail an info@kos-qualitaet.de
Kontakt:
Deniz Agdas
Stellvertretende Leitung/Öffentlichkeitsarbeit
IQ Netzwerk Berlin
E-Mail: Deniz.Agdas@IntMig.Berlin.de

QUALITÄTSDIALOG
ZUR WEITERENTWICKLUNG
DES INTEGRATIONSPROGRAMMS

„World Café“ am 28.11.2012
Abschlussveranstaltung am 12.12.2012
Die im Integrationsprogramm geförderten Projekte stehen momentan im nahezu wöchentlichen Dialog mit der
Abteilung III (Integrationsbeauftragte), um neue Vorschläge zur Weiterentwicklung des Integrationsprogramms zu diskutieren.
Auf der gut besuchten Auftaktveranstaltung zum Qualitätsdialog am 27. September formulierte der Staatssekretär für Integration, Farhad Dilmaghani, seinen Respekt und seine Anerkennung für die Arbeit der Vereine
und Migrantenorganisationen in einem Grußwort.
In Anlehnung an die Ziele des PartIntG präsentierte die
Abteilung für Integration einen Vorschlag für neue Ziele
und Handlungsfelder des Förderprogramms. So sollen
zukünftig Projekte gefördert werden, die die politische
Partizipation und die gesellschaftliche Teilhabe von
Menschen mit Migrationshintergrund verbessern sowie
ihre Netzwerke stärken. Drei Handlungsfelder konkretisieren dieses Oberziel. Im Wesentlichen wurden die
Vorschläge von den Vereinen und Organisationen wie
auch von dem Vertreter des Landesbeirats positiv aufgenommen. In den vier laufenden Handlungswerkstätten gibt es Raum, die Vorschläge im Detail zu besprechen und Ideen für mögliche Änderungen einzubringen.
Am 28.11.2012 findet im Rahmen des Qualitätsdialogs
ein World Café statt, bei dem eine größere Öffentlichkeit einbezogen wird und die Zwischenergebnisse des
Qualitätsdialogs präsentiert und diskutiert werden. Teilnahmeinteressierte wenden Sie sich bitte per E-Mail an
frauke.steuber@intmig.berlin.de.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am
12.12.2012 ab 9.00 Uhr zur Abschlussveranstaltung
des Qualitätsdialogs zu kommen, die in der Werkstatt
der Kulturen geplant ist.

[FS/RED]

Weitere Informationen zur Beratung durch das IQ
Netzwerk unter:
Weitere Informationen zum IQ Netzwerk Berlin finden
Sie unter: http://www.netzwerk-iq.de/berlin.html und
http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/ausbildung/iqnb.h
tml

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Alle Informationen über die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs und das Programm finden Sie unter
http://www.tage-des-interkulturellen-dialogs.de .
Noch bis 16.11.2012:

10. BERLINER TAGE
DES INTERKULTURELLEN DIALOGS
„775 Jahre Berlin – wer macht Geschichte(n)?“
lautet das diesjährige Thema der Berliner Tage des
Interkulturellen Dialogs.
Berlinerinnen und Berliner kommen zusammen, um
MITEINANDER statt übereinander zu reden.
Zum zehnten Mal laden wir, das AntirassistischInterkulturelle Informationszentrum ARiC Berlin e.V., zu
den Berliner Tagen des interkulturellen Dialogs ein.
Rund 70 Organisationen haben die Initiative ergriffen
und werden vom 11. Oktober bis zum 16. November
2012 zu an die 60 Dialogrunden einladen. Darunter
sind Vereine, Bildungseinrichtungen, Nachbarschaftszentren, Institutionen, Verwaltungen, Unternehmen,
Selbstorganisationen von Migrant_innen, Quartiersmanagementbüros und Privatpersonen.
Anlässlich des Jubiläums 775 Jahre Berlin haben die
Veranstalter_innen das Thema „Wer macht Geschichte(n)?“ aufgegriffen und wollen den Austausch über die
Vielfalt von Geschichte(n) im Kontext von Geschichts-,
Gedenk- und Erinnerungskultur aufnehmen. Die Ausgangsfragen der Dialogrunden sind sehr vielfältig: Es
wird u.a. gefragt wie Geschichte Identität(en) stiftet,
welche Perspektivenvielfalt unser Geschichtsbewusstsein hat, wie historische Erfahrungen über die Generationen weitergegeben werden und wie durch Geschichtsvermittlung Stereotypen und Klischees erzeugt
und verfestigt werden.
Wir freuen uns, dass wir als Schirmfrau Frau Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, gewinnen konnten. In ihrem Grußwort weist sie auf das Zukunftspotential des Dialoges – seine Kraft für das Entwickeln von Visionen – hin: „… Rassismus und Rechtsextremismus gefährden das Zusammenleben der Berliner Stadtgesellschaft mit ihren unterschiedlichen (Minderheiten-) Gruppen und Identitäten. Ein geeignetes
Instrument zum Abbau von Vorurteilen und Stereotypen
ist der Dialog über gemeinsam geteilte Werte und Normen und über gemeinsame Probleme und deren Bearbeitung im Sozialraum. …“
Am 16. November 2012 findet die Dialogreihe im Theater Aufbau Kreuzberg ihren Abschluss. Unter dem Titel
„Begegnung schafft Räume“ werden sich Teilnehmer_innen der vorangehenden Dialogtische sowie weitere Gäste über ihre unterschiedlichen Perspektiven auf
das diesjährige Motto austauschen. Es wird darüber
hinaus ein interkulturelles Rahmenprogramm mit Musik
und Buffet geben.

Kontakt
Koordination:
Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum
ARiC Berlin e.V.
Chausseestraße 29
10115 Berlin
Bürozeiten:
Montag und Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Tel. (030) 30 87 99-0
Fax (030) 30 87 99 12
E-Mail: aric@aric.de
Internet: http://www.aric.de
Trägerkreis der Tage des interkulturellen Dialogs:
ARiC Berlin e.V., AWO Landesverband Berlin e.V., Berliner Plattform
Interkulturelle Begegnungen, Kulturprojekte Berlin GmbH, Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Migrationsrat BerlinBrandenburg e.V., ReachOut, MBT Ostkreuz der Stiftung SPI Berlin,
VIA Verband für Interkulturelle Arbeit Berlin/Brandenburg e.V.
Förderung:
Der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration

Abgeordnetenhaus von Berlin:

AUFRUF ZUM JUGENDFORUM DENK!MAL ’13

Abschlussveranstaltung am 23.01.2013
Ausstellung im Abgeordnetenhaus vom 21. bis
28.01.2013
Anmeldeschluss: 17.12.2012
Teilnehmen können Jugendliche, Schulklassen und
Jugendgruppen aus Berlin bis zum Alter von 25
Jahren.
Das Abgeordnetenhaus von Berlin möchte mit dem Jugendforum denk!mal Berliner Jugendliche unterstützen,
die durch individuelles Engagement, Gruppeninitiativen
oder Schulprojekte das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus wach halten und sich für Toleranz und
Verständigung in unserer Gesellschaft einsetzen.
Vor 67 Jahren endete die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland. Leider sind auch heute
noch Menschen bestimmter Religion oder ethnischer
Herkunft sowie Homosexuelle und Menschen mit Behinderung Ziel von Gewalt und Feindseligkeiten. Das
Abgeordnetenhaus von Berlin initiiert deshalb zum elften Mal anlässlich des Gedenktages für die Opfer des
Nationalsozialismus vom 21. bis 28. Januar 2013 das
Jugendforum denk!mal.

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Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland,
ruft dazu junge Berlinerinnen und Berliner auf:
„Menschen aus 190 Nationen mit unterschiedlichen
Kulturen und unterschiedlichen Träumen leben in Berlin. Diese Vielfalt braucht Verständnis und Respekt. Mit
dem Jugendforum denk!mal möchte ich junge Menschen ermutigen – zu kreativem Engagement für Toleranz und gegen Ausgrenzung und zur Erinnerung an
die Schrecken des Nationalsozialismus. Mit denk!mal
’13 wird das Abgeordnetenhaus zur Bühne und zur Galerie für die bunte Metropole Berlin.“
Dein Engagement ist gefragt!
Um das Erinnern lebendig zu gestalten, verbindet das
Jugendforum denk!mal Denken mit Machen. Unter den
Schlagworten mach!mal, schreib!mal, sing!mal und
mal!mal können Berliner Jugendliche ihre Ideen zum
Thema in greif-, sicht- und hörbarer Form umsetzen
und ihre Gedanken und Aktionen in den verschiedensten Formen präsentieren. Jugendprojekte, die sich mit
dem Nationalsozialismus auseinandersetzen sowie gesellschaftspolitisch engagierte Initiativen gegen Rassismus und Rechtsextremismus sollen gewürdigt und
einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bei den
Konzeptionen der Projekte können in besonderer Weise die persönlichen Schicksale einzelner Verfolgter,
Familien und Gruppen erzählt und die Zivilcourage und
der Widerstand von mutigen Bürgerinnen und Bürgern
gegen das NS-Regime dokumentiert werden. Ebenso
besteht die Möglichkeit für Schulklassen, Jugendgruppen und einzelne Jugendliche, ihre Aktivitäten und Aktionen gegen aktuelle Erscheinungsformen des
Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
vorzustellen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen,
ihre Arbeiten vom 21. bis 28. Januar 2013 im Rahmen
einer Ausstellung im Abgeordnetenhaus von Berlin zu
präsentieren oder bei der großen Abschlussveranstaltung am 23. Januar 2013 im Plenarsaal zur Aufführung
zu bringen. Darüber hinaus wird jedes Projekt mit einem Anerkennungspreis und einer Urkunde gewürdigt.
Anmeldungen werden bis zum 17. Dezember 2012
per Post oder per E-Mail entgegengenommen.
Schreibt einfach an das:
Kontakt:
Abgeordnetenhaus von Berlin
Projektbüro denk!mal ’13
Niederkirchnerstraße 5
10111 Berlin
E-Mail: denkmal@parlament-berlin.de
Web: http://www.denkmal-berlin.de

SpätaussiedlerInnen:

SPEZIALISIERTE BERATUNGSSTELLEN
FÜR SPÄTAUSSIEDLERINNEN IN BERLIN
Berliner Landesverband der Vertriebenen e.V.
Migrationsberatung für Erwachsene
Beratungsstelle für Migranten im Alter ab 27 Jahren
Besuchen Sie uns! Wir beraten Sie gern!
Wir sprechen auch:
 Russisch
 Deutsch
Wir beraten:
Montag: 08.00 - 16.00 Uhr
Dienstag u. Donnerstag: 08.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch u. Freitag: nach Vereinbarung
Berliner Landesverband der Vertriebenen e.V.
Forckenbeckstraße 1 (Zimmer 2)
14199 Berlin
Tel.: (030) 254 73 51, Fax: (030) 254 73 44
E-Mail: MEBberlin@gmx.de
Internet: http://www.bdv-bln.de
Fahrverbindung S41, S42, U3
Bis S-Bahnhof Heidelberger Platz
IB Verbund Berlin
Sprechzeiten:
Im Aufnahme- und Übergangswohnheim
nach Absprache
IB Verbund Berlin
Trachenbergring 71-83
12249 Berlin (Herr Hornig)
Tel.: (030) 721 52 11, Fax: (030) 722 70 56
E-Mail: WH-B-Trachenbergring@internationalerbund.de
Internet: http://www.internationaler-bund.de
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Sprechstunden:
Mo und Mi: 09:00 - 16:00 Uhr, Di nach Vereinbarung
Do: 14:00 - 18:00Uhr, Fr: 09:00 - 14:00
Ansprechpartner: Frau Selski: 49670 78,
Frau Kleim: 49660 78, Herr Kleim: 49660 77
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Finanzen, Liegenschaften und Personal Aussiedlerberatung
Auguste-Viktoria-Allee 50a (Hortgebäude/I.OG)
13403 Berlin

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November 2012, Nr. 95
BERLIN INTERNATIONAL
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Pressemitteilung vom 02.10.2012, 16:00 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Senatorin Kolat:

„MENSCHEN IN SCHÖNEWEIDE DÜRFEN BEI
ENGAGEMENT GEGEN RECHTSEXTREMISMUS NICHT ALLEINE GELASSEN WERDEN“
Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek
Kolat hat sich während eines Besuchs im Zentrum für
Demokratie in Schöneweide im Bezirk TreptowKöpenick über rechtsextreme Vorfälle und das Engagement demokratischer Initiativen informiert. In den
vergangenen Wochen war es in dem Bezirk wiederholt
zu Übergriffen durch Neonazis auf verschiedene engagierte Bürgerinnen und Bürger und auf Parteibüros gekommen. Kolat brachte ihre Solidarität mit den Betroffenen zum Ausdruck und sicherte die weitere Unterstützung des Senats im Engagement gegen Rechtsextremismus zu.
„Rechtsextremisten versuchen in Schöneweide ihre
Strukturen und Netzwerke zu etablieren. Sie verbreiten
ein Klima der Angst unter dem besonders Menschen
leiden, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen.
Diese Situation kann nicht hingenommen werden!“
Senatorin Kolat begrüßte das Engagement der örtlichen Bezirkspolitik und des lokalen Bündnisses für
Demokratie und Toleranz. Gleichzeitig warnte sie auch
davor, die Bürgerinnen und Bürger in Schöneweide mit
ihrem Problem alleine zu lassen:
„Wenn sich rechtsextreme Strukturen in bestimmten
Kiezen festsetzen, hat dies Auswirkungen auf die gesamte Stadt. Ich fordere deshalb dazu auf, die Menschen in Schöneweide in der Auseinandersetzung mit
Rechtsextremismus zu unterstützen. Jeder kann sich
an den zahlreichen Aktionen vor Ort beteiligen. Auch
die großen Berliner Verbände, Kirchen und Vereine
können die demokratische Kultur in Schöneweide unterstützen, wenn sie ihre Untergliederungen für die
Problematik sensibilisieren und auch selbst mit ihren
Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertretern vor Ort
vorstellig werden.“
Senatorin Kolat sicherte weiterhin die Unterstützung
durch das Berliner Landesprogramm gegen Rechtsextremismus zu. „Die Angebote der Bildungsarbeit z.B.
von Schule ohne Rassismus und die Unterstützung der
Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR)
sind gesichert. Gerade nach dem Bekanntwerden der
Mordserie der NSU dürfen wir nicht zur Tagesordnung
übergehen und in der Rechtsextremismusprävention
nachlassen.“, so Kolat.
Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743

Pressemitteilung vom 18.10.2012, 14:40 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

SENATORIN DILEK KOLAT
BEGRÜßT KOPFTUCH-URTEIL
DES BERLINER ARBEITSGERICHTS

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen hat das
Urteil des Berliner Arbeitsgerichts begrüßt, in dem die
Ablehnung einer Auszubildenden aufgrund ihres Kopftuchs als rechtswidrig bewertet worden war. Die Senatorin erklärte: „Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt vor Diskriminierung aufgrund der Religion.
Das jetzige Urteil hat Signalwirkung: niemand hat das
Recht, eine Bewerberin allein aufgrund ihres Kopftuchs
abzulehnen.“
Das Berliner Arbeitsgericht hatte einer jungen Frau
Recht gegeben, die sich um eine Ausbildungsstelle als
Zahnarzthelferin beworben hatte. Der Zahnarzt hatte
ihre grundsätzliche Qualifikation anerkannt, ihre Einstellung aber davon abhängig gemacht, dass sie ihr
Kopftuch ablegt. Dies hatte die Bewerberin abgelehnt
und sich nach Beratung durch das Antidiskriminierungsnetzwerk des Türkischen Bundes BerlinBrandenburg entschlossen, gegen die Zahnarztpraxis
zu klagen. Dabei hat sich die Bewerberin auf das 2006
in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
(AGG) berufen.
Die verklagte Zahnarztpraxis hatte nicht geleugnet, die
Bewerberin allein aufgrund ihres Kopftuchs abgelehnt
zu haben und sich auf ihr Recht auf religiöse Neutralität
berufen. Diese Begründung ließ das Gericht nicht gelten. Es machte deutlich, dass es sich beim Ausschluss
der Bewerberin um einen Verstoß gegen das AGG gehandelt habe.
Die Senatorin weiter: „Ich habe von vielen Fällen gehört, in denen Frauen aufgrund ihres Kopftuchs aus
dem Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden. Für viele
dieser Frauen ist diese Form der Diskriminierung so
alltäglich, dass sie sich nicht dagegen wehren. Das Urteil ist ein wichtiges Signal, dass die Diskriminierung
von Frauen mit Kopftuch nicht akzeptabel ist. Es trägt
hoffentlich dazu bei, dass die betroffenen Frauen ihre
Recht vermehrt einfordern. Wir können es uns einfach
nicht leisten, gut qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber abzulehnen, nur weil sie anders aussehen.“
Mehr Informationen zu Beratungsmöglichkeiten im Fällen von Diskriminierung können Sie auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und
Frauen
einsehen:
http://www.berlin.de/lb/ads/beratung/index.html
Die kostenfreie Broschüre „Mit Kopftuch außen vor?“ ist
über die Broschürenstelle (E-Mail broschuerenstelle@senaif.berlin.de ) zu beziehen.
Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743

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BERLIN INTERNATIONAL
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Pressemitteilung vom 24.10.2012, 12:30 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

SENATORIN DILEK KOLAT MAHNT ANLÄSSLICH DES OPFERFESTES RESPEKTVOLLEN
UMGANG MITEINANDER AN
Am 25.10.2012) begann für die Muslime in Berlin das
Opferfest, das bis zum 28.10. dauerte. Aus Anlass dieses höchsten islamischen Festes hat die Senatorin für
Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, allen Muslimen Berlins ihre Glückwünsche und Festtagsgrüße
übermittelt.
Dilek Kolat erklärte: „Bekanntlich geht dieser Feiertag
auf das Opfer des Propheten Abraham zurück. Er erinnert also an ein Ereignis, dem alle drei Religionen, die
im Nahen Osten entstanden sind, einen hohen Stellenwert einräumen: Judentum, Christentum und Islam. An
ihrem Ursprungsort und nicht nur dort, ist der Kontakt
zwischen den Angehörigen dieser Glaubensrichtungen
oft weniger durch Dialogbereitschaft und friedliches Zusammenleben geprägt, als durch gewaltsame Auseinandersetzungen und Betonung der Gegensätze. Deshalb ist es mir wichtig zu diesem hohen Feiertag einmal
an das Gemeinsame in den Religionen zu erinnern, die
letztlich die gleichen Grundwerte und Wertvorstellungen verbinden. Insbesondere ist es für alle verpflichtend, Mitmenschen zu achten, ihnen mit Respekt und
Wertschätzung zu begegnen.“
Gerade in einer Großstadt wie Berlin, wo Menschen
ganz unterschiedlicher Nationalität oder Religion immer
näher zusammen rücken, oft Tür an Tür zusammen
leben, die gleichen Schulen besuchten oder sich bei
der Arbeit begegneten, werde es immer wichtiger, die
Grundregeln des respektvollen Umgangs miteinander
einzuhalten. „Das ist eine zentrale Botschaft sowohl
von Christen als auch von Juden und Muslimen. Niemand muss die Vorstellungen und Glaubensinhalte des
anderen, seine Art der Lebensführung immer gut heißen oder gar für sich übernehmen, er muss aber bereit
sein, den anderen in seiner Verschiedenheit, in seiner
religiösen Überzeugung oder in seiner religiösen Bindungslosigkeit ernst zu nehmen, diese Vielfalt zu akzeptieren und auszuhalten“, erklärte die Senatorin weiter. Allen negativen Schlagzeilen zum Trotz sei das
Miteinander der Menschen in Berlin von sehr viel Normalität gekennzeichnet. Religiöse Feiertage aber böten
die Gelegenheit, sich das Verbindende einmal wieder
vor Augen zu führen, so die Senatorin abschließend.

Pressemitteilung vom 31.10.2012, 13:20 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

NEUE INTEGRATIONSBEAUFTRAGTE
DES SENATS DR. MONIKA LÜKE NIMMT
ARBEIT AUF

Am morgigen Donnerstag (01.11.2012, RED) wird Dr.
Monika Lüke ihr Amt als Integrationsbeauftragte des
Senats antreten. Lüke war im September auf Empfehlung der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen
Dilek Kolat ernannt worden. Senatorin Kolat erklärte:
„Ich wünsche Frau Dr. Lüke viel Glück bei der Erfüllung
ihrer wichtigen Aufgabe. Frau Lüke ist aufgrund ihrer
umfassenden Erfahrungen eine sehr gute Besetzung.
Ich bin mir sicher, dass sie in der Integrationspolitik
wichtige Akzente setzen wird.“
Monika Lüke wies anlässlich ihres Amtsantrittes darauf
hin, dass derzeit knapp ein Viertel der Berliner Bevölkerung einen Migrationshintergrund habe. „Integration ist
daher für Berlin kein Rand-, sondern ein Kernthema.“
so die 43jährige Juristin. In den kommenden Jahren
werde sich die Bevölkerungsstruktur weiter verändern.
„Wir müssen die Veränderungen in der demografischen
Entwicklung vorbereiten und begleiten. Zum Beispiel
durch noch stärkeres Engagement in Kitas und Schulen, durch Konzepte, die die Eingliederung vor allem
der jungen Menschen in den Arbeitsmarkt fördern.“ Als
Beispiele nannte Lüke Konzepte und Kampagnen wie
“BerlinArbeit“ und „Berlin braucht Dich“ und das „Netzwerk Integration durch Qualifizierung.“
Ein anderes, dringendes Thema ist nach den Worten
von Lüke die interkulturelle Öffnung von Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten. „Ziele müssen dabei sein,
älterwerdenden Migrantinnen und Migranten in Berlin
einen würdevollen, geborgenen Lebensabend zu ermöglichen und die Familien zu entlasten“. Darüber hinaus müsse das Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verstärkt werden. „Die Angriffe richten sich gegen unsere Werte und betreffen faktisch die
Mehrheitsbevölkerung.“ so Lüke. Meilenstein hierfür
könne ein neues Integrationskonzept werden, das sie in
den kommenden Monaten vorantreiben möchte.
Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: (030) 90282743

Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743
[PM/RED]

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Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 03.10.2012, 05:00 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Wowereit:

AUSSTELLUNG „RUSSEN UND DEUTSCHE“
IN BERLIN ZU SEHEN
Einzigartige Dokumentation
der wechselvollen Beziehungen

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, nimmt am Abend des 4. Oktober 2012 an der
feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Russen und
Deutsche. 1000 Jahre Kunst, Geschichte und Kultur“ im
Neuen Museum teil.
Vorab sagte Wowereit: „Diese Ausstellung über Russen
und Deutsche ist eine Premiere. Erstmals werden zusammenfassend die wechselvollen und befruchtenden
Beziehungen unserer beiden Länder dokumentiert. Die
Kulturmetropole Berlin ist dankbar, dass diese einzigartige Ausstellung mit einer großen Zahl kostbarer
Kunstwerke und Artefakte, die noch nie in Deutschland
zu sehen waren, auf der Berliner Museumsinsel gezeigt
wird.“ Die zuvor in der russischen Hauptstadt zugängliche Ausstellung sei eine weitere Brücke zwischen Berlin und seiner russischen Partnerstadt Moskau, sagte
der Regierenden Bürgermeister weiter.
Die Ausstellung war von Juni bis September 2012 in
Moskau im Historischen Museum am Roten Platz präsentiert worden. Sie ist zentraler Beitrag zum Russlandjahr in Deutschland und zum Deutschlandjahr in Russland 2012/2013. Die Schirmherrschaft haben der Präsident der Russischen Föderation und der Bundespräsident.
Informationen über die Ausstellung finden Sie auf der
Internetseite
http://www.smb.museum/smb/kalender/details.php?objI
D=25017.

Pressemitteilung vom 06.10.2012, 15:30 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Internationaler Übersetzerpreis des saudischen
Königs wird im Rathaus überreicht - Wowereit:

BERLIN INTERNATIONALES ZENTRUM KULTURELLER KOMPETENZ UND KREATIVITÄT

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Internationale Übersetzerpreis des Königs von
Saudi-Arabien wird am 8. Oktober 2012 erstmals in
Deutschland überreicht. Der Regierende Bürgermeister
von Berlin, Klaus Wowereit, und der stellvertretende
Außenminister von Saudi-Arabien, Prinz Abdulaziz bin
Abdullah bin Abdulaziz, werden bei der 5. Verleihung
der Auszeichnung im Festsaal des Berliner Rathauses
sprechen
Die Preisvergabe in Berlin werde einen weiteren starken Impuls setzen, sagte der Regierende Bürgermeister vorab, der Disziplin der anspruchsvollen auch literarischen Übersetzung noch mehr Aufmerksamkeit zu
verschaffen: „Berlin wird international immer stärker als
Zentrum kultureller Kompetenz und Kreativität wahrgenommen. Unsere Stadt wird damit zu einer Schnittstelle, an der kulturelle Vermittlungsprozesse angestoßen
und umgesetzt werden. Der Preis ist bereits in der Vergangenheit öfters an Deutsche gegangen. Das zeigt,
dass Deutschland besondere Offenheit und besonderes geistiges Interesse an anderen Kulturen an den Tag
legt.“ Der Übersetzerberuf werde in seiner kulturellen
Bedeutung stark unterschätzt, so Wowereit weiter: „Eine Würdigung dieser wichtigen Aufgabe in Form einer
Auszeichnung insbesondere durch das Staatsoberhaupt eines für die islamische Welt so wichtigen Landes wie Saudi-Arabien ist ein großer Beitrag, um die
Wichtigkeit der Kunst des Übersetzens in der Öffentlichkeit stärker ins Bewusstsein zu bringen.“
Der König von Saudi-Arabien hat den Preis 2008 ins
Leben gerufen, um die Übersetzung wichtiger insbesondere wissenschaftlicher Werke aus dem und in das
Arabische anzuregen und damit den internationalen
wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zu fördern. Die bisherigen vier Verleihungen fanden in Riad,
Casablanca, Paris und Peking statt.
Zudem findet am Montag im Henry-Ford-Bau der
Freien Universität Berlin auch ein international hochkarätig besetztes wissenschaftliches Colloquium zum
Thema „Die Bedeutung der sprachlichen Übersetzung
für die Annäherung der Kulturen“.
Berlin und die saudi-arabische Hauptstadt Riyad haben
in den vergangenen Jahren ihre Zusammenarbeit weiter intensiviert. Der Regierende Bürgermeister hat 2011
mit einer Berliner Wirtschaftsdelegation Saudi-Arabien
besucht. Von Januar bis April 2012 wurde in Berlin die
international bedeutende Ausstellung „Roads of Arabia.
Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien“ gezeigt.

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Pressemitteilung vom 10.10.2012, 14:15 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
1. Internationaler Mädchentag am 11. Oktober 2012:

BERLINER SENAT
SETZT SICH FÜR EIN CHANCENGERECHTES
AUFWACHSEN VON MÄDCHEN EIN

Auch heute noch ist die Lebenssituation von Mädchen
in weiten Teilen der Welt geprägt von Diskriminierung,
Gewalt und Ausbeutung. In einigen Regionen der Welt
werden Mädchen bereits vor der Geburt aufgrund ihres
Geschlechts abgetrieben. Mädchen erhalten in vielen
Ländern noch nicht die gleiche Schulbildung wie Jungen. Ihre Arbeitskraft wird ausgebeutet: 90 Prozent der
in fremden Haushalten arbeitenden Kinder sind Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Vielen von ihnen
drohen sexuelle Übergriffe, ungewollte Schwangerschaften und HIV-Infektionen.
Die UN-Kinderrechtskonvention sichert seit 1989 Kindern - Mädchen und Jungen - gleiche Rechte und
Chancen zu. 193 Staaten haben sich bis heute zur
Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet.
Aber noch immer besteht Handlungsbedarf. Die Kinderhilfsorganisation PLAN hat 2003 eine MädchenKampagne ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit auf
existierende Missstände aufmerksam zu machen und
notwendige Veränderungen einzuleiten. Der Deutsche
Bundestag hat sich fraktionsübergreifend am 21. September 2011 dafür ausgesprochen, einen internationalen Mädchentag zu initiieren und im Dezember 2011
folgte dazu der entsprechende UN-Beschluss.
Der Berliner Senat unterstützt den 1. Internationalen
Mädchentag, weil auch in Deutschland noch Handlungsbedarf besteht, um Mädchen einen besseren Start
in ein selbstbestimmtes, chancengleiches und erfolgreiches Leben zu ermöglichen.
Aufgrund der demografischen und gesellschaftlichen
Entwicklung sind Frauen heute verstärkt aufgerufen,
die eigene Existenz im gesamten Lebensverlauf sicherzustellen, angefangen mit einer guten und zukunftsfähigen Bildung und Ausbildung, über die Stärkung der
Gesundheit bis hin zum Aufbau einer ausreichenden
eigenen Alterssicherung. Junge Frauen und Männer
haben heute sehr ähnliche Vorstellungen in Bezug auf
ihre weitere Lebensplanung. Beide wollen Familie, Kinder und Beruf vereinbaren. Im Alltag insbesondere
dann, wenn Kinder geboren werden, kommt es allerdings noch häufig zu einer traditionellen Aufgaben- und
Rollenteilung zwischen ihnen. Das bedeutet für den
gesamten späteren Lebensverlauf von Frauen weiterhin Nachteile in Bezug auf Einkommen, Karrierechancen und Rentenansprüche. Barbara Loth, Berliner
Staatssekretärin für Frauen: „Traditionelle Rollenbilder
behindern Mädchen noch zu oft in ihrer Entwicklung.
Sie benötigen vielfältige Zukunftsperspektiven, neue
Modelle familiärer Arbeitsteilung und eine frühzeitige
Aufklärung und Unterstützung, damit sie die eigene Berufsperspektive und Existenzsicherung nicht aus den
Augen verlieren.“

Sigrid Klebba, Berliner Staatssekretärin für Jugend: „Mit
dem von nun an jährlich am 11. Oktober stattfindenden
Internationalen Mädchentag haben die Vereinten Nationen ein deutliches Zeichen gesetzt, um ein stärkeres
Bewusstsein gegenüber der Ungerechtigkeit zu schaffen, die Mädchen nach wie vor tagtäglich erfahren. Es
ist wichtiges Anliegen unserer Politik, einen entscheidenden Beitrag zum Abbau dieser systematischen Benachteilung zu leisten.“
Im Zusammenhang mit der Förderung der Entwicklung
einer selbstbewussten weiblichen Identität bilden Angebote der geschlechtsbewussten Prävention, Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Leistungsspektrum
der Berliner Kinder- und Jugendhilfe einen unverzichtbaren Bestandteil. Berlin wartet mit vielfältigen Unterstützungsangeboten für Mädchen und junge Frauen
auf, die sie auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben und bei der Auseinandersetzung mit ihrer Geschlechterrolle begleiten. Dazu gehören Angebote in
Mädchentreffs, in Einrichtungen der offenen Kinderund Jugendarbeit, in Sport-, Bewegungs- und Kommunikationszentren, interkulturelle Projekte, Angebote für
junge Lesben, mädchenspezifische Seminare der außerschulischen Bildung, Angebote der Berufsorientierung sowie Beratungsangebote und Anlaufstellen für
Mädchen und junge Frauen in speziellen Problem- und
Notlagen.
Rückfragen: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen, Telefon: 03090282743

Pressemitteilung vom 12.10.2012, 13:20 Uhr
Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz
Rehabilitierung Homosexueller –

SENATOR HEILMANN
BEGRÜßT BUNDESRATSENTSCHEIDUNG

Der Senator für Justiz und Verbraucherschutz, Thomas
Heilmann, begrüßt die Verabschiedung des Berliner
Antrages zur Rehabilitierung und Unterstützung von
Homosexuellen durch den Bundesrat:
"Der Rechtsstaat entwickelt sich weiter. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis wir auch in der Rechtsordnung
erkannt und anerkannt haben, dass Homosexualität
keine Straftat ist. Mit der heutigen Entschließung des
Bundesrates sind wir wieder ein Stück weitergekommen. Die früheren Verurteilungen nach 1945 waren und
sind Unrecht. Wir streben nach Versöhnung und
Rechtsfrieden auch für dieses Kapitel der Rechtsgeschichte. Wir hoffen, wir finden auf diesem Weg bald
genügend Zustimmung auch im Bundestag."
Berlin regt im Rahmen seiner Initiative „Berlin tritt ein
für Selbstbestimmung und die Akzeptanz sexueller
Vielfalt“ auf Bundesebene an, auch diejenigen Männer
zu rehabilitieren, die noch nach 1945 wegen sexueller
Handlungen unter Männern verurteilt wurden.

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Die Bundesregierung ist nun aufgefordert, die Aufhebung der entsprechenden Urteile und weitere Rehabilitierungsmaßnahmen zu prüfen.
Ansprechpartnerin: Lisa Jani 9013-3644
Rückfragen: Pressesprecherin, Telefon: 030/9013-36
44

Pressemitteilung vom 12.10.2012, 11:50 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
§ 175 Strafgesetzbuch:

BUNDESRAT UNTERSTÜTZT
REHABILITIERUNG SCHWULER MÄNNER

Die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, hat sich hocherfreut gezeigt, dass heute im Bundesrat ein Entschließungsantrag für Maßnahmen zur Rehabilitierung und Unterstützung schwuler Männer, die nach 1945 in beiden deutschen Staaten
verurteilt worden sind, mit breiter Mehrheit angenommen worden ist. Dilek Kolat erklärte: „Berlin hat die Initiative ergriffen und ich bin sehr froh darüber, dass sich
so viele Bundesländer angeschlossen haben. Es muss
endlich Licht in ein dunkles Kapitel unserer Geschichte
gebracht werden. Politik und Öffentlichkeit setzen sich
nun mit der menschenverachtenden Strafverfolgung
schwuler Männer in den 1950er und 1960er Jahren
auseinander. Die noch Lebenden, die durch den § 175
StGB existentiell beeinträchtigt wurden, sind heute 70
bis 90 Jahre alt. Die Zeit drängt, um wenigstens einigen
Überlebende noch die Rehabilitierung und mögliche
Entschädigung zu Teil werden zu lassen, die ihnen zusteht. Deshalb fordere ich Bundesregierung zu einer
zügigen Umsetzung auf.“
Der Paragraf 175 des Strafgesetzbuches stellte 122
Jahren lang einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe. Besonders grausam war
die Verfolgung in der Nazizeit, aber auch nach 1945
galt in der Bundesrepublik Deutschland der § 175 StGB
weiter. Schon erotische Annäherungen standen unter
Strafe. Ca. 50.000 Männer wurden verurteilt. Sie mussten Gefängnis- und Zuchthausstrafen verbüßen, nicht
selten wurde ihre bürgerliche Existenz zerstört. Erst
1994 wurde der Paragraf endgültig gestrichen. Auch in
der DDR stand Homosexualität zwischen Erwachsenen
bis 1968 unter Strafe.
Während Urteile aus der Nazizeit inzwischen aufgehoben wurden und Überlebende Anspruch auf Entschädigung haben, sind die nach 1945 verurteilten Homosexuellen bis heute nicht rehabilitiert.
Auf Berlin bezogen wird die Geschichte der Rehabilitierung schwuler Männer im Kontext §175 weiter erforscht
und dokumentiert. Dazu ist am 27. August von Senatorin Kolat erstmals ein Koordinierungsgremium zur Geschichte von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen einberufen worden. Das Gremium ist

hochrangig besetzt mit Historikern und Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen.
Hintergrundinformationen in der kostenfreien Broschüre
„§ 175. Rehabilitierung der nach 1945 verurteilten homosexuellen Männer“.
Bestellung: broschuerenstelle@senaif.berlin.de oder
unter Tel.: (030) 9028 2892
Internet: http://www.berlin.de/lb/ads/gglw/publikationen
Rückfragen: Peter Ziegler , Telefon: 03090282743

Pressemitteilung vom 11.10.2012, 17:55 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Wissenschaft

DEUTSCHLANDSTIPENDIUM

Auftakt der Initiative „Deutschlandstipendium in
Berlin: Wir machen mehr daraus“
19 Hochschulen der Hauptstadt präsentierten sich und
ihre Deutschlandstipendiaten regionalen Wirtschaftsunternehmen beim ersten Jahrestreffen Deutschlandstipendium in Berlin.
In Berlin beteiligen sich 19 Hochschulen am Deutschlandstipendium: von den großen Universitäten, über
eine Vielzahl von Fachhochschulen, bis hin zu den
Kunst- und privaten Hochschulen. 325 Studierende in
Berlin profitieren derzeit vom Stipendienprogramm des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung
(BMBF) in Höhe von 300 Euro monatlich, einer Summe, die sich Bund und private Förderer teilen.
Um noch mehr junge Talente fördern zu können, haben
sich die 19 Berliner Hochschulen zusammengeschlossen und kooperieren mit regionalen Wirtschaftsunternehmen. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg und Berlin
Partner, haben die Berliner Hochschulen heute im
Rahmen des 1. Jahrestreffens Deutschlandstipendium
in Berlin an der Humboldt-Universität den Startschuss
für die gemeinsame Initiative „Deutschlandstipendium
in Berlin: Wir machen mehr daraus“ gegeben.
Mit der Initiative möchten die Hochschulen das Engagement der Berliner Deutschlandstipendiatinnen und stipendiaten in Sozial- und Schulprojekten bündeln – in
Schülerlaboren der jeweiligen Hochschule, Projekten
an Partnerschulen oder aber als Lesepaten des Bürgernetzwerks Bildung. Gleichzeitig möchten die Hochschulen regionale Wirtschaftsunternehmen für das Stipendienpro-gramm begeistern.
Bei der Auftaktveranstaltung dabei waren u.a. Cornelia
Quennet-Thielen, Staatssekretärin des Bundesbildungsministeriums, Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und
Wissenschaft in Berlin sowie 15 Präsidenten und Rek-

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toren der teilnehmenden Hoch-schulen, Stipendiaten
und Wirtschaftsvertreter.
„Bisher hat jede Hochschule einzeln um Förderer geworben. Nun ziehen wir alle an einem Strang, mit dem
Ziel, den Mittelstand auf unsere talentierten Studierenden aufmerksam zu machen. Die Berliner Hochschulen
bieten ein vielfältiges Spektrum an Studiengängen an
und durch die gewollte Nähe zu den Stipendiaten können wir es Förderern ermöglichen, begabte junge Leute
auf ihrem Ausbildungsweg zu begleiten, langfristige
Kontakte zu knüpfen und sie bis zum Berufseinstieg zu
fördern“, erläutert Mariana Bulaty, an der HumboldtUniversität für das Fundraising der Deutschlandstipendien zuständig und Initiatorin des Gemeinschaftsprojekts.
Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft:
„Die monatlich zu zahlende Summe für ein Stipendium
ist sehr überschaubar. Die Hochschulen hoffen, dass
durch die Initiative insbesondere kleine und mittlere
Unternehmen Verantwortung für weitere Stipendiaten
übernehmen und später von den Synergieeffekten profitieren; denn das Wissen und Können der Stipendiaten
wird später positiv in die Institutionen ihrer Sponsoren
zurückwirken."

Pressemitteilung vom 18.10.2012, 11:45 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

JUNGE GLÄUBIGE
LADEN ZU WERTEKONFERENZ EIN

Henkel: "Friedliche Zukunft muss täglich
neu erkämpft werden"
Nach einer berlinweiten Plakataktion geht die Kampagne „Eins durch sieben. Du zählst mit“ in die nächste
Runde. Junge Muslime, Juden, Christen und Bahá’i aus
Berlin laden zu einer Konferenz am Sonnabend (20.10.,
RED) in die Urania Berlin ein, auf der sie ihren Wertekodex vorstellen und diskutieren werden.
Auf der Konferenz werden die sieben Werte - Verantwortung, Offenheit, Gerechtigkeit, Empathie, Respekt,
Vergeben und Wissen - in Wort und Bild vorgestellt und
mit persönlichen Geschichten und Aktionen unterlegt.
Anschließend diskutieren die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer der Konferenz in einem Workshop über die
Codes und ihre Bedeutung. Berlins Innensenator Frank
Henkel wird in einer Fragerunde mit den jungen Menschen ins Gespräch kommen.
Am Abend findet der erste interreligiöse Poetry Slam in
Deutschland mit Wortakrobaten der verschieden Religionen statt. An den Start gehen u.a. ein slammender
Imam, Rabbi und Vertreter der christlichen und Bahá’iGemeinden. Alle interessierten Berlinerinnen und Berliner sind zur Veranstaltung eingeladen
Innensenator Frank Henkel:

„Es ist wichtig, dass wir in Berlin über Werte sprechen
und darüber, was uns bei aller Unterschiedlichkeit verbindet und zusammenhält. Einige erschreckende Gewaltvorfälle in der jüngsten Zeit haben gezeigt, dass es
in manchen Teilen der Gesellschaft an grundlegenden
Werten fehlt. Eine friedliche Zukunft ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss täglich neu erkämpft
werden. Ich bin froh, dass diese jungen Menschen mit
ihrem Wertekodex einen Beitrag dazu leisten. Sie setzen Verrohung und Gefühlskälte eine starke Botschaft
entgegen.“
Zur Kampagne „EINS DURCH 7. DU ZÄHLST MIT“
Die Kampagne wurde am 24. August 2012 auf dem
Berliner Schlossplatz eröffnet. Die jungen Muslime, Juden, Christen und Bahá’i ziehen seitdem mit einer lebensgroßen Panorama-Leinwand durch die Stadt. Sie
werben dafür, dass sich Passanten vor der Leinwand
ablichten lassen und damit ihre Zustimmung zur Kampagne bekunden.
Am 29. September haben sich Berlins Innensenator
Frank Henkel und vier hochrangige Religionsvertreter
gemeinsam vor dem Brandenburger Tor fotografieren
lassen, um ein Zeichen zu setzen und die jungen Menschen in ihrem Anliegen zu unterstützen. Seit dem 8.
Oktober sind berlinweit an 640 Bushaltestellen Plakate
zu sehen, auf denen die jungen Gläubigen ihr Gesicht
für Respekt und ein friedliches Miteinander zeigen.
Die Kampagne läuft im Rahmen des Projekts JUMA
(„jung, muslimisch, aktiv“) und dessen Themengruppe
JUGA („jung, gläubig, aktiv“). Träger des Projektes ist
die RAA (Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie). Die Steuerung erfolgt in gemeinsamer Verantwortung mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Schirmherr ist Innensenator Frank
Henkel.
Weitere Informationen zur Kampagne und den sieben
Codes unter: http://www.juga-projekt.de.

Pressemitteilung vom 22.10.2012, 13:00 Uhr
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Mehr Sprachen – mehr Hilfe:

HOTLINE KINDERSCHUTZ BERÄT NUN
AUCH AUF TÜRKISCH UND ARABISCH

Die Berliner Hotline Kinderschutz bietet ab sofort in Kooperation mit dem Träger LebensWelt auch Beratung in
den Sprachen Türkisch und Arabisch an. Anliegen von
LebensWelt ist es, Berlinerinnen und Berliner mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund auch in
ihrer Muttersprache über das Thema Kinderschutz zu
informieren. Dafür werden die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter mit Verbänden, Vereinen und Institutionen
zusammenarbeiten, um die Mitbürgerinnen und Mitbürger mit arabischem und türkischem Migrationshintergrund direkt zu erreichen. Außerdem wird mit einer

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mehrsprachigen Informationskampagne auf das Thema
und die Hotline aufmerksam gemacht.
Erweitert wird auch das telefonische Angebot der Hotline Kinderschutz. Sie ist ab sofort an jedem Montag
zwischen 14 und 22 Uhr auch mit arabisch sprechenden und jeden Mittwoch zwischen 14 und 22 Uhr mit
türkisch sprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
besetzt. Sie sind dann über die Hotline-Nummer 61 00
66 erreichbar.
„Mit der muttersprachlichen Beratung auf Türkisch und
Arabisch erweitern wir unser Netzwerk Kinderschutz
um einen weiteren wichtigen Baustein. Gerade im sensiblen Bereich des Kinderschutzes ist es von großer
Bedeutung, dass die Hemmschwellen und Hindernisse
für Rat- und Hilfesuchende so klein wie möglich gehalten werden. Dazu trägt die Mehrsprachigkeit mit Sicherheit bei“, so Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft.
„Ich freue mich, dass wir die Finanzierung unter fachlicher Begleitung unserer Senatsverwaltung mit Lottomitteln erfolgreich realisieren konnten. Die Hotline Kinderschutz stellt ein gut genutztes Beratungsangebot dar,
was nun auch für die arabisch und türkisch sprechenden Berlinerinnen und Berliner attraktiver wird. Darüber
hinaus begrüße ich es, dass die Hotline Kinderschutz
zunehmend auch für den Gesundheitsbereich Relevanz
entfaltet. So können sich praktizierende Ärzte und
Fachkräfte aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst bei
etwaigen Unsicherheiten oder offenen Fragen ebenfalls
beraten lassen“, so Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales.
Uwe Bock-Leskien, der Leiter der Hotline Kinderschutz,
sagte: „Leider mussten wir immer wieder feststellen,
dass wir Eltern mit Migrationshintergrund und insbesondere mit Sprachbarrieren mit unserem Angebot so
gut wie gar nicht erreicht haben. Wir möchten mit der
Erweiterung unseres Angebotes türkisch- und arabischsprachige Familien und Eltern erreichen und ihnen
die Möglichkeit geben, in ihrer Sprache und in Kenntnis
der migrations- und kulturspefizischen Probleme und
Themen alternative Handlungsvorschläge zum Thema
gewaltfreie Erziehung vermittelt zu bekommen und auf
Hilfen hinweisen.“
Nalan Özenir, Geschäftsführerin der LebensWelt
gGmbH, sagte: „Um die Sprache des Kindes zu verstehen, müssen wir die Sprache der Eltern begreifen, um
kindgerecht zu handeln! Durch Kontaktaufnahme u. a.
mit Vereinen, Projekten und Migrantenselbstorganisationen sowie Informationsveranstaltungen wollen wir die
Eltern über die mehrsprachigen Angebote in der Zusammenarbeit mit der Hotline Kinderschutz informieren
und sie für das Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung
sensibilisieren.“

gen. In über der Hälfte dieser Fälle konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt beratende Hilfestellung leisten, rund 30 Prozent der Fälle wurden an Jugendämter bzw. Notdienste weiter vermittelt.

Pressemitteilung vom 23.10.2012, 14:40 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Wowereit zur Übergabe des Denkmals für die im
Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma:

REGIERENDER BÜRGERMEISTER
FORDERT AKTIVES EINTRETEN
ZUM SCHUTZ VON MINDERHEITEN

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat im Vorfeld der Übergabe des Denkmals für
die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma
dazu aufgerufen, die zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung mit Intoleranz und Diskriminierung engagiert zu führen.
Wowereit: „Die Errichtung des Denkmals für die Sinti
und Roma, die dem nationalsozialistischen Rassenwahn zum Opfer gefallen sind, ist auch für Berlin ein
wichtiges politisches Anliegen. Um Demokratie und
Freiheit zu verteidigen, ist es von zentraler Bedeutung,
dass nachwachsende Generationen niemals vergessen, wozu rechtsextremistische Vorurteile, Hass und
Verblendung führen können. Deshalb ist Erinnerung so
wichtig für unsere gemeinsame freiheitliche Zukunft.“
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma solle Mahnmal dafür sein, sagte der
Regierende Bürgermeister weiter, für Toleranz gegenüber Sinti und Roma einzutreten: „Sinti und Roma führen in unserer Gesellschaft noch immer Klage über fehlende Anerkennung und über fremdenfeindlich motivierte Angriffe. Das ist ein schändlicher Zustand. Die Zivilgesellschaft muss deshalb aktiv für ihre Minderheiten
eintreten und alle diejenigen ausgrenzen, die Diskriminierung, Menschenverachtung und Gewalt predigen.
Darüber hinaus muss der demokratische Staat alle
rechtstaatlichen Instrumente einsetzen, um solche
Straftäter zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen.“
Der Regierende Bürgermeister von Berlin nimmt am
Mittwoch ab 11.30 Uhr an der Feierstunde zur Übergabe des Denkmals teil und wird ein Grußwort sprechen

Die Hotline Kinderschutz verzeichnet pro Monat durchschnittlich 100 Anrufe. In ihrem über fünfjährigen Bestehen sind bei der Hotline ca. 6000 Anrufe eingegan______________________________________________________________________________________________________

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Pressemitteilung vom 29.10.2012, 09:45 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend
und Wissenschaft

Pressemitteilung vom 29.10.2012, 12:05 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Rede des Regierenden Bürgermeisters von Berlin,
Klaus Wowereit, auf dem Festakt zum 775. Geburtstag Berlins am 28. Oktober 2012 in der Nikolaikirche

Bewerbungsschluss: 14.11.2012

Es gilt das gesprochene Wort!

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft wird ab sofort muttersprachlich arabische Lehrkräfte an der Vineta-Grundschule und der Erika-MannGrundschule in Mitte sowie an der Lemgo-Grundschule
in Friedrichshain Kreuzberg einstellen. Dies geschieht
im Rahmen der Fortsetzung des Pilotprojektes zur Beschäftigung von Lehrkräften mit arabischem Migrationshintergrund, das im Jahr 2010 zur Steigerung der
Quote arabischer Lehrkräfte mit deutscher Lehrbefähigung ins Leben gerufen wurde.

Wir sind heute zusammengekommen, um an die erste
urkundliche Erwähnung und an die 775-jährige Geschichte Berlins zu erinnern. Ich begrüße Sie sehr herzlich zur zentralen Festveranstaltung an diesem historischen Ort – der Nikolaikirche.

BILDUNGSVERWALTUNG
STELLT MUTTERSPRACHLICH
ARABISCHE LEHRKRÄFTE EIN

Unterrichtet werden Fächer der Grundschule in deutscher Sprache. Ziel des Projektes ist, bei entsprechender Schülerzusammensetzung Lehrkräfte mit arabischen Sprach- und Kulturkenntnissen an Berliner Schulen zu etablieren, die auch aktiv in die Elternarbeit einbezogen werden können. „Berliner Schulen müssen
das wertvolle Potential interkultureller und mehrsprachiger Kompetenz nutzen. Des Weiteren sind Lehrkräfte mit Migrationshintergrund ein gelungenes Beispiel für
Integration und können einen positiven Einfluss auf
Schülerinnen und Schüler mit ähnlicher Herkunft ausüben“, so Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft.
Die Einstellungen erfolgen im Rahmen eines befristeten
Angestelltenverhältnisses bis zum Ende des Schuljahres 2012/2013. Nach erfolgreich bestandener Erprobung ist eine unbefristete Einstellung beabsichtigt.
Die Bewerbungsunterlagen können bis zum 14. November 2012 unter Angabe der Kennzahl I B – 33/2012
bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft eingereicht werden:
Zentrale Bewerbungsstelle
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin
Tel.: (030) 90227-6208, -6452 oder -6535,
Fax: (030) 90227-6400
E-Mail: bewerbungsstelle_schule@senbjw.berlin.de
Ausführliche Informationen und die detaillierte Stellenausschreibung finden Sie im Internet unter:
http://www.berlin.de/sen/bildung/lehrer_werden/einstell
ungen/
Redaktion: Beate Stoffers

775 Jahre Berlin: Es ist eine Art „Zwischenjubiläum“
zwischen dem 750-jährigen und dem 800-jährigen.
Aber es ist auch das erste Jubiläum nach der Friedlichen Revolution und dem Fall der Mauer. Eine Gelegenheit zum Innehalten, ohne Pomp und Brimborium.
Wir haben diesen Anlass für ein Stadtjubiläum genutzt,
um drei Schwerpunkte zu setzen:




Auf die Ursprünge Berlins im Mittelalter,
auf Vielfalt als prägendes Element Berlins und
auf die Geschichte der Berliner Stadtjubiläen.

Stadtjubiläen sind Zeitansagen. Sie drücken den Geist
einer Zeit aus.
1987: Das 750-jährige Jubiläum haben viele von uns
noch gut in Erinnerung. Es war überhaupt erst das
zweite Jubiläum, das in Berlin groß gefeiert wurde, und
das gleich doppelt. Es war ein „Gegeneinander-Feiern“
im geteilten Berlin, wie es der Bundespräsident am
Montag bei seinem Antrittsbesuch beim Land Berlin
ausdrückte.
Das erste Stadtjubiläum hatten die Nazis 1937 inszeniert. Da lag die erste urkundliche Erwähnung Berlins
700 Jahre zurück. Gefeiert wurde ein germanisches
Berlin und der Aufstieg zur Hauptstadt des Dritten Reiches. Heute wissen wir, dass der Weg in der Katastrophe endete.
Skepsis gegenüber pompös inszenierten Stadtjubiläen
ist also angebracht. Berlin hat dazu in diesem Jahr einen Gegenakzent gesetzt. Mit einem eher leisen Jubiläum. Einer Besinnung auf die Ursprünge der Stadtgeschichte und auf die Vielfalt unserer Stadt, die Berlins
Geschichte seit Jahrhunderten prägt.
Bei Baustellen ist es bekanntlich so: Erst kommen die
Archäologen, dann wird gebaut. Vom Schlossplatz über
den Petriplatz und den alten Jüdenhof bis zum Rathaus
haben sie in den letzten Jahren viele spektakuläre
Funde zutage gefördert. Wir wollten diese bisher verborgenen Fundorte sichtbar machen und so miteinander verknüpfen, dass es Freude macht, sich auf Spurensuche zu begeben.
Viele Berlinerinnen und Berliner, aber auch viele Gäste
unserer Stadt, haben die Ausstellungstürme entlang

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der Achse Grunerstraße, Mühlendamm, Gertraudenstraße besucht. Unter dem Asphalt dieses Straßenzuges zwischen Petriplatz und Klosterruine liegen die Ursprünge Berlins. Dieses Jubiläumsjahr hat sie ins Bewusstsein der Stadt gerückt. Es hat uns vermittelt, wie
das mittelalterliche Cölln-Berlin ausgesehen hat. Es hat
Interesse und Neugier an der Geschichte geweckt.
In diesem Jubiläumsjahr haben wir den Akzent auf Berlin als eine Stadt der Vielfalt gelegt. Erstmals haben wir
in diesem Jubiläumsjahr den Beitrag von Zuwanderern
zur Geschichte unserer Stadt nicht nur exemplarisch
gewürdigt, sondern dieses Thema als roten Faden im
Jubiläumsjahr betrachtet.
Welche Rolle Zuwanderung für die Stadtentwicklung
spielt, kann man an vielen Beispielen aufzeigen:




Das gilt zum Beispiel für die beiden Zuwanderer Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim
Lessing im 18. Jahrhundert. Sie lebten im Karree zwischen Nikolaiviertel und Marienkirche,
pflegten einen intensiven Austausch miteinander und wurden zu Wegbereitern der deutschjüdischen Symbiose, die von Berlin ausging.
Dass Zuwanderer Berlin geprägt und die Stadt
bereichert haben, gilt aber auch für ganze Einwanderergruppen: von den französischen Hugenotten über die böhmischen Protestanten,
die Schlesier und Ostpreußen, von den osteuropäischen Juden und russischen Emigranten
bis hin zu den türkischen, griechischen und italienischen Gastarbeitern im Westteil und den
vietnamesischen, angolanischen und mosambikanischen Vertragsarbeitern im Ostteil der
Stadt. Sie haben auf ihre Weise Berlin bereichert, mit ihrer Hände Arbeit in den Fabriken
der Stadt, aber auch als geistige und geistliche
Impulsgeber mit einer Wirkung, die über Berlin
hinausreicht.

Vielfalt gehört zur DNA unserer Stadt. Und die Geschichte Berlins ist bis in unsere Tage immer wieder
vom Ringen um einen angemessenen Umgang mit der
Vielfalt geprägt.
Eine der wichtigen Wegmarken für einen toleranten
Umgang mit religiöser Vielfalt hat Friedrich II. gesetzt.
Von ihm stammt der berühmte Satz „Ein jeder soll nach
seiner Facon selig werden.“ Und die Hedwigskirche ist
bis heute ein wichtiges Symbol für die religiöse Toleranz Friedrichs II.: (Ich zitiere:) "Und wenn Türken und
Heiden kämen und wollten das Land bevölkern, so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen." (Zitatende) – Wohl gemerkt: Mit diesem Satz antwortete Friedrich II. im Jahr 1740 auf die Frage, ob Katholiken in
Preußen das Bürgerrecht verliehen werden dürfe.
So sehr uns Friedrichs Haltung zum Thema Toleranz
im 18. Jahrhundert bis heute bewegt: Wir erinnern uns
heute beim Thema Vielfalt vor allem an die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Es ist die Erinnerung an die brodelnde Metropole der
„Goldenen 20er Jahre“. An den Aufstieg Berlins zur führenden Wirtschafts- und Kulturmetropole und daran,
dass dieser Aufstieg ohne ein engagiertes Bürgertum
und den Beitrag jüdischer Berlinerinnen und Berliner
nicht möglich gewesen wäre.
Schon in den 20er Jahren begann jedoch das, was wir
heute die „Zerstörung der Vielfalt“ nennen. Das Attentat
auf Reichsaußenminister Walter Rathenau vom 24. Juni 1922 wirkte wie ein Fanal. Der Kampf gegen die Republik war wesentlich auch ein Kampf gegen die Vielfalt. Was nach der Übertragung der Macht an die Nazis
am 30. Januar 1933 folgte, war mit der Gleichschaltung
die Zerstörung der politischen und geistigen Vielfalt.
Und Heinrich Heine behielt auf schreckliche Weise
Recht mit seinem Satz: „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“
Berlin war die Hauptstadt des „Dritten Reiches“. Der
Völkermord an den Juden und an den Sinti und Roma
wurde von Berlin aus organisiert. Von diesem Gedenkjahr, in dem wir besonders an die Bedeutung der Vielfalt für die Stadt erinnern, geht daher auch ein starker
Impuls für unser heutiges Handeln aus.
Es ist der Impuls, dieser Geschichte offen und ehrlich
ins Auge zu sehen, wie es einmal Richard von
Weizsäcker formuliert hat. Berlin trägt dabei eine besondere Verantwortung als Hauptstadt.
Mit dem Mahnmal für die Ermordeten Juden Europas
haben wir im Herzen Berlins einen zentralen Ort des
Gedenkens geschaffen, an dem für die Berlinerinnen
und Berliner, aber auch für die Gäste unserer Stadt,
Raum für Trauer und Erinnerung ist, der uns aber auch
ermutigt, alles zu tun, damit solches Unrecht nie wieder
geschieht.
Noch immer gibt es in unserem Land Leute, die jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger antisemitisch beleidigen. Gerade vor kurzem wurde ein Rabbiner beleidigt
und geschlagen. Widerstehen wir, wo anderen Menschen Unrecht angetan wird, weil sie eine Kippa tragen
oder weil sie „anders sind“. Fördern wir das friedliche
Zusammenleben, die Integration – und die Bereitschaft
zur Integration. Treten wir konsequent jeder Form der
Gewalt und Ausgrenzung entgegen. Und sorgen wir
dafür, dass die Stadt in der Vielfalt ihren Zusammenhalt
bewahrt. Jeder und jede von uns ist gefordert. Aber es
ist auch die Aufgabe einer wehrhaften Republik, den
Feinden der Demokratie klar entgegenzutreten.
Joachim Gauck bekannte am Montag, dass es ein gutes Gefühl sei, in einer weltoffenen Hauptstadt eines
offenen Landes zu sein. Das war ein wichtiges Wort der
Anerkennung, aber auch ein klarer Appell eines Mannes, der 40 Jahre lang in einem System gelebt hat, das
die Freiheit unterdrückt hat.
Berlin ist die Stadt, die das Symbol der Teilung war.
Nach dem Fall der Mauer gab es ja zunächst eine Zeit,
da wurden Reste der Mauer akribisch beseitigt, damit ja
nichts mehr an dieses Schandmal der Teilung erinner-

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te. Neue Stadtquartiere wie am Potsdamer Platz
schossen aus dem Boden. Alle schauten nach vorn,
Stadtgeschichte war kein großes Thema. Aber das hat
sich verändert. Heute spüren wir das enorme Interesse.
Viele Menschen aus ganz Deutschland und aus aller
Welt kommen nach Berlin, weil sie sich für die Spuren
dieser Zeit interessieren. Wir haben in den letzten Jahren viele Möglichkeiten geschaffen, an authentischen
Orten der Teilung Berlins und der Opfer der SEDDiktatur zu gedenken. In der Bernauer Straße ist ein
vielbeachtetes Zentrum des Gedenkens und der Information entstanden, wo man viel lernen kann über die
Gewalt und die Zerstörung, die von der Mauer ausging.
Die Gedenkstätte Hohenschönhausen ist ein wichtiger
Ort der Auseinandersetzung mit politischer Verfolgung
und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur.
Und am Checkpoint Charlie haben wir gerade vor kurzem mit der „Black Box“ einen ersten seriösen Ort der
Information über den Kalten Krieg geschaffen. Berlin
stellt sich dieser Erinnerung, weil es ein wichtiger Teil
unserer jüngeren Geschichte ist und weil wir nicht vergessen dürfen, was Diktaturen den Menschen angetan
haben.
Mit der Friedlichen Revolution und dem Fall der Mauer
am 9. November 1989 begann sich die Welt in rasantem Tempo zu verändern. Für Berlin war dies der Beginn einer neuen Ära. Seit Anfang der 90er Jahre sind
hunderttausende Berlinerinnen und Berliner neu hinzugekommen – aus der ganzen Welt, aus allen Teilen
Europas und aus ganz Deutschland. Berlin heißt sie
willkommen. Sie bereichern uns. Vielfalt ist Alltag in
Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Und macht Berlin
zu einer Stadt der Chancen. Einer Stadt, die vom Willen der Bürgerinnen und Bürger lebt, sich einzubringen,
sich zu engagieren, die Zukunft mitzugestalten.
775 Jahre Berlin: Das darf deshalb nicht nur Rückblick
sein, es ist Auftrag für die Zukunft.
In 25 Jahren feiern wir das 800-jähirge Bestehen. Es ist
der Auftrag, Berlin als weltoffene Metropole mit wirtschaftlicher Prosperität und einem starken inneren Zusammenhalt zu gestalten und immer wieder für die Bewahrung der Vielfalt Berlins einzutreten. Und denken
wir daran: Weltoffenheit und Toleranz gibt es nicht ohne das Engagement einer lebendigen Zivilgesellschaft.
Das lehrt uns die Geschichte unserer Stadt. Und darin
liegt unsere Verpflichtung für die Zukunft Berlins.
In diesem Sinne danke ich sehr herzlich allen, die ihren
Beitrag zu diesem Berliner Stadtjubiläum geleistet haben, besonders der Kulturprojekte GmbH.
Ich wünsche Ihnen allen eine anregende Jubiläumsveranstaltung und anschließend eine schöne Feier.

Anfragen an den Senat
Kleine Anfragen:
Titel: Pannen bei der Besetzung der Integrationsbeauftragten?
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710802.pdf
Titel: Abschiebungshaft in Dublin-II Fällen
Abgeordnete: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710842.pdf
Titel: Berliner Behörden auf der Suche nach Liebe Praxis der "Scheineheermittlungen" bei binationalen
Ehen und Partnerschaften in Berlin
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710812.pdf
Titel: Diskussion über das Werkstatt-Konzept in der
Naunynstraße? Wer konnte mitreden?
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710872.pdf
Titel: Aufnahme von Flüchtlingen im Rahmen des Resettlement-Programms in Berlin
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710937.pdf
Titel: Fragen zu Beratungsstellen zum Anerkennungsgesetz
Abgeordneter: Robert Schaddach (SPD)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710864.pdf
Titel: Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils
zum Asylbewerberleistungsgesetz in Berlin
Abgeordnete: Elke Breitenbach und Hakan Taş (Die
Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710921.pdf

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Titel: Bündnis für soziale Wohnungspolitik
Abgeordneter: Andreas Otto (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710927.pdf
Titel: Durchsuchung rechtsextremes Internetforum Thiazi.net und Verbindungen zu nw-Berlin
Abgeordnete: Clara Herrmann (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710723.pdf
Titel: Islamische Friedhöfe in Berlin
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710900.pdf
Titel: Erhalt des COMENIUS-Programms an Berliner
Schulen
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710942.pdf
Titel: Sprachstanderhebungen in Berliner Schulen I
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710973.pdf
Titel: Entwicklung der Schulschwänzer/innen in den
Berliner Bezirken
Abgeordneter: Joschka Langenbrinck (SPD)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710780.pdf
Titel: Kosten der Unterkunft: Nachgewiesene erfolglose
Suche nach "angemessenem" Wohnraum
Abgeordneter: Alexander Spies (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1711016.pdf
Titel: Roma-Familien auf die Straße geräumt - wo war
der Senat?
Abgeordnete: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710810.pdf
Nicht behandelte Mündliche Anfragen:
Titel: Altersstruktur an den Berliner Schulen
Abgeordneter: Stefan Schlede (CDU)
Link: http://www.parlamentber-

lin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01711.pdf
Titel: Rassistische Äußerungen in Schulen?
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01712.pdf
Titel: Internationale Gartenausstellung (IGA) in den
"Gärten der Welt"
Abgeordneter: Philipp Magalski (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01814.pdf

Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis:

BERLINER EUROPAPORTAL
UND EUROPA-NEWSLETTER
Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html
Regelmäßig
aktuelle
Informationen
zu
EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles
mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden
Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin Berlin in Europa“ unter der Adresse
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb
eit/newsletter.html.
Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische
EU-Informationen für die Berliner Senatsverwaltungen
und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich.
Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die
Berliner Datenbank EU-Pro²fil auf der Seite
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme
/index.html.
Dort gibt es auch grundsätzliche Informationen zur EUFörderpolitik, die einen ersten Überblick verschaffen.

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6.691 ASYLANTRÄGE IM SEPTEMBER 2012
Im September 2012 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 6.691 Asylerstanträge gestellt. Die
Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um 1.452 Personen (27,7 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2011
stieg die Zahl der Asylbewerber um 2.559 Personen
(61,9 Prozent).
575 Personen erhielten im September 2012 die
Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (14,8 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 544 Personen (14,1 Prozent) sogenannten „subsidiären Schutz“ (Abschiebungsverbote gemäß
§ 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes).
Die Zahlen des Monats September 2012 zeigen insbesondere einen sprunghaften Anstieg von Asylanträgen
durch serbische und mazedonische Staatsangehörige
Weiter im Text mit den Zahlen im Einzelnen unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge
n/DE/2012/10/asylzahlen_september.html?nn=109632
[PM BMI v. 12.10.2012, RED]

Workshops/ Tagungen
07.11., HU: Podiumsdiskussion:

„KONZEPTE
UND NARRATIVE VON (UN)SICHERHEIT –
Die EU-Migrationspolitik und die Umbrüche
in der Arabischen Welt“
Anmeldefrist: 05.11.2012
Veranstaltet durch das Projekt
Mittelmeer Institut Berlin (MIB)
07. November 2012 um 19.00 Uhr
im Institut für Sozialwissenschaften
der Humboldt-Universität zu Berlin,
Raum 002
Universitätsstraße 3b
10117 Berlin
Die Umbrüche in der südlichen Nachbarschaft haben
alt bekannte Sicherheitsreflexe in der europäischen
Migrationspolitik ausgelöst. Doch welche neuen Politikkonzepte und Instrumente hat die EU mittlerweile als
Reaktion auf die durch den "Arabischen Frühling" ausgelösten Migrationsbewegungen entwickelt?
Welche Rolle spielen Narrative von (Un)Sicherheit in
diesem Kontext? Haben Sicherheit und Unsicherheit
die gleiche Bedeutung auf beiden Seiten des Mittelmeers? Müsste die EU nicht mehr Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen? Welche ethischen Implikationen entstehen aus der "Versicherheitlichung" der Migrationspolitiken?
Ziel der Veranstaltung ist es, den aktuellen Stand der
EU-Migrations- und Asylpolitik zu diskutieren und Perspektiven für eine "Sicherheit auf Augenhöhe" zu entwickeln.
Kontakt und Anmeldung
Anmeldung per E-Mail unter
hoffmais@cms.hu-berlin.de.
Internet: http://www.mib.hu-berlin.de

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29.11., Fachveranstaltung:

„DEN BLICK ERWEITERN!

Diversitäts- und Gestaltungskompetenz
in der beruflichen Bildung
Anmeldefrist: 15.11.2012

Donnerstag, 29.11.2012, 15.00 18.30 Uhr
in den Räumen der Robert Bosch Stiftung
Bismarckstraße 71, 10627 Berlin
Diversitätskompetenz und Gestaltungskompetenz sind
auf einem zunehmend globalisierten Arbeitsmarkt wichtige Schlüsselqualifikationen für erfolgreiches Handeln
im Beruf. Die Verknüpfung und Implementierung beider
Kompetenzfelder in der beruflichen Bildung ist Ziel des
Projekts BEKUNA:
"Berufe global kultursensibel und nachhaltig ausbilden.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Projekts stellen wir unseren Arbeitsansatz vor, bieten Ihnen aktuelle
Einblicke in die Förderung beider Kompetenzen und
möchten mit Ihnen Erfahrungen aus der Praxis diskutieren.
Veranstaltet von: GFBM Gemeinnützige Gesellschaft
für berufsbildende Maßnahmen mbH, kiezküchen gmbh
und Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e.V.- EPIZ
Kontakt und Anmeldung
Entwicklungspolitisches Bildungsund Informationszentrum e.V. - EPIZ
Janika Hartwig
Schillerstraße 59
10627 Berlin

gen aufgreifen: Kann die konflikthafte Geschichte des
Ringens um Anerkennung und Erinnerung des nationalsozialistischen Unrechts die Bearbeitung anderer
Menschheitsverbrechen in der Migrationsgesellschaft
inspirieren? Wie kann für alle hiesigen BürgerInnen die
besondere Verantwortung für die nationalsozialistische
Geschichte weiterentwickelt und gefestigt werden? Wie
gehen wir in Bildungsprojekten und Erinnerungskultur
mit den Nachwirkungen weiterer Verbrechen und Unrechtserfahrungen im kollektiven Gedächtnis um, die
durch Einwanderung in Deutschland präsent sind?
Welches Wissen und welche Kompetenzen brauchen
wir, wie gestalten wir Dialog, Kooperation und Konflikt,
Gleichheitsansprüche und Partizipation?
Zu einem Austausch über historisch-politische Projektarbeit in der Migrationsgesellschaft laden wir Akteure
aus Bildung, Gedenkstätten, Stadtteilarbeit und Vereinen herzlich ein.
Weitere Informationen, Programm und Anmeldung: online unter
http://www.stiftung-evz.de/termine/2012/20121126erinnerungskultur-in-der-migrationsgesellschaft/
Die Tagung wird nach dem Berliner Bildungsurlaubsgesetz als Veranstaltung zur politischen Bildung anerkannt.
Kontakt und Anmeldung
Informationen
sowie Kontakt zu Organisation & Anmeldung:
Frau Handan Kaymak
E-Mail: Handan.Kaymak@bildungsteam.de
Frau Žaklina Mamutovic
E-Mail: Zaklina.Mamutovic@bildungsteam.de
Tel.: (030) 61 30 72 28

Anmeldefrist ist der 15.11.2012.
Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, an welchem
Workshop Sie teilnehmen möchten.

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Ulla Kux, Programmleitung
Lindenstraße 20-25
10969 Berlin
Tel.: (030) 25 92 97-84, Fax: -11

26.-27.11., Fachtagung:

Internet: http://www.stiftung-evz.de
04.12.:

E-Mail: hartwig@epiz-berlin.de

ERINNERUNGSKULTUR
IN DER MIGRATIONSGESELLSCHAFT

Umgang mit Vielfalt in Bildungsprojekten“
Anmeldefrist: 02.11.2012
26.-27. November 2012
Ort: Berliner Stadtmission
Lehrter Straße 68
10557 Berlin-Mitte (Nähe Hauptbahnhof)
Die Stiftung EVZ ist der Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht verpflichtet. 2010 hat sie ein Förderprogramm „Geschichte(n) in Vielfalt“ in Deutschland
aufgelegt. Sie will damit gesellschaftliche Veränderun______________________________________________________________________________________________________

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"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" –
berlinweites Treffen unter dem Titel:

Politik. Wie kann Chancengerechtigkeit in zentralen
gesellschaftlichen Bereichen erreicht werden?

Dienstag, 04.12.2012,
09.00 - 14.30 Uhr,
Rathaus Schöneberg

Das 18. FORUM MIGRATION diskutiert mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Politik, was Teilhabe in einer Migrationsgesellschaft bedeutet und welche Handlungsstrategien
und Konzepte daraus für die Gesellschaft und Projektarbeit resultieren.

"JUNG SEIN IM LAND DER VIELFALT"

Schülerinnen und Schüler aus den 51 "Schulen ohne
Rassismus - Schulen mit Courage" in Berlin, aber auch
am Projekt interessierte SchülerInnen können am 10.
landesweiten Courage-Treffen im Rathaus Schöneberg
teilnehmen. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Jung sein im Land der Vielfalt".
Angeboten werden über 20 kreative Workshops wie
Theater, Rap und Tanz zum Mit- und Selbermachen
aber auch inhaltliche AGs zu Themen wie Islam, Islamismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und
Mobbing. Darüber hinaus gibt es Raum, um sich auszutauschen und an Infoständen Angebote der Kooperationspartner von "Schule ohne Rassismus - Schule mit
Courage" kennen zu lernen. Selbstverständlich sind
auch Pädagoginnen und Pädagogen herzlich zu diesem Tag eingeladen. Alle Workshops stehen auch interessierten LehrerInnen offen.

Als Mitwirkende begrüßen wir u.a. Guntram Schneider
(Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW), Prof. Dr. Ludger Pries, Prof. Dr. Yasemin
Karakaşoğlu und Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan.
Weitere Informationen und Programm unter:
http://www.obs-ev.de/forum-migration/
Anmeldung: http://www.obs-ev.de/online-anmeldung/
Kontakt
Otto Benecke Stiftung e.V.
Kennedyallee 105-107
53175 Bonn

Kontakt

Christine Grote

Weitere Informationen:
"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"
Landeskoordination Berlin
Ahornstraße 5
10787 Berlin

Tel: (02 28) 8163 - 108
E-Mail: Christine.Grote@obs-ev.de
Internet: http://www.obs-ev.de

Tel.: (030) 21458617.
E-Mail: schule@aktioncourage.org
Internet: http://www.aktioncourage.org

06.12., Otto Bennecke Stiftung e.V.:

Initiativen
DREIKÖNIGSPREIS

18. FORUM MIGRATION

Integrationspreis des Diözesanrates der Katholiken
im Erzbistum Berlin

Donnerstag, 06.12.2012
Kunst- und Ausstellungshalle
der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

Frist: 03.11.2012

Vielfalt als Motor gesellschaftlicher Entwicklung

Sprachliche, kulturelle, ethnische und religiöse Vielfalt
sind gesellschaftliche Normalität und Tatsache. Vielfalt
als Normalität verstanden bedeutet, dass Integrationspolitik zu einer zentralen Aufgabe einer modernen Gesellschaftspolitik geworden ist. Grundsätzliches Ziel ist
die Herstellung gleichberechtigter Teilhabechancen der
in Deutschland lebenden Menschen. Nicht die Frage
ob, sondern wie es gelingt, steht im Mittelpunkt dieser

So wie der Stern die drei Könige motivierte, sich aus
verschiedenen Nationen gemeinsam auf den Weg zu
Christus zu machen, so will der Drei-Königs-Preis dazu
anregen, den Weg für ein Miteinander von Menschen
verschiedener Nationen, Religionen, Sprachen und Kulturen gemeinsam zu ebnen. Der Diözesanrat möchte
besondere Aktionen auszeichnen, die das Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen, Sprachen
und Religionen fördern.
Der/Die Gewinner erhält/erhalten eine Urkunde verbunden mit einer finanziellen Unterstütz~ von 600,00
Euro. Das Geld wird durch die Mitglieder des Diözesanrates aufgebracht.

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Es können sich Einzelpersonen, Gruppen, Verbände
und Gemeinschaften aus Berlin, Brandenburg und Vorpommern (Bereich des Erzbistums Berlin) bewerben
oder durch Dritte vorgeschlagen werden.
Weitere Informationen und Bewerbungsformular im Internet unter:
http://www.dioezesanrat-berlin.de/drei-koenigspreis/index.shtml?navanchor=1110015
Kontakt
Diözesanrat der Katholiken
im Erzbistum Berlin
Niederwallstraße 8/9
10117 Berlin
Tel.: (030) 32684-206
Fax: (030) 32684-203
E-Mail: dioezesanrat@erzbistumberlin.de
Internet: http://www.dioezesanrat-berlin.de

Der DTN Integrationspreis 2012 ist mit 10.000 EUR dotiert:
1. Preis:
5.000 Euro
2. Preis:
3.000 Euro
Sonderpreis für Musik: 2.000 Euro
Bewerbungsformular: http://www.dtnnetwork.de/sites/default/files/Bewerbungsbogen%20DTN
%20Integrationspreis.doc
Kontakt
Bewerbungen bitte per E-Mail an:
Deutsch-Türkisches Netzwerk e.V.
Arndtstraße 19
30167 Hannover
Tel.: (0511) 76 39 94 0
Fax: (0511) 76 39 94 99
E-Mail: info@dtn-network.de
Internet: http://www.dtn-network.de/

Deutsch-Türkisches Netzwerk e.V.:

DTN INTEGRATIONSPREIS 2012
AUSGESCHRIEBEN

EUROPÄISCHER JUGENDKARLSPREIS 2013

Frist: 09.11.2012

Einsendeschluss: 28.01.2013

2011 wurde in Niedersachsen sehr erfolgreich der Integrationspreis des Deutsch-Türkischen Netzwerks
(DTN) verliehen. Anknüpfend an diesen Erfolg soll der
Preis in diesem Jahr wieder vergeben werden. Ausgezeichnet werden Projekte, Personen oder Unternehmen, die sich in besonderer Weise um Chancengleichheit von Migranten verdient gemacht haben.

Das Auswahlverfahren für den Europäischen Jugendkarlspreis 2013 ist eröffnet, ab sofort können europäische Projekte junger Menschen online eingereicht werden. Mit dem Europäischen Jugendkarlspreis werden
junge Menschen ausgezeichnet, die mit ihren Projekten
die Verständigung zwischen Menschen aus ganz Europa vorantreiben und ein Beispiel sind für das Zusammenleben in der Europäischen Gemeinschaft. Der Einsendeschluss für Projektvorschläge ist der 28. Januar
2013.

Der DTN Integrationspreis 2012 wird bundesweit ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet
zum
09.11.2012.
Die hochkarätig besetzte Jury wird auch dieses Jahr
angeführt von Frau Edelgard Bulmahn, MdB. Die Gewinner des Preises werden wie gewohnt im Rahmen
einer feierlichen Gala ausgezeichnet, die am
11.Dezember 2012 stattfinden wird. Wie im letzten Jahr
wird das festliche Event professionell mit Unterstützung
des GOP Varietés ausgerichtet, um einer wichtigen Sache einen angemessenen Rahmen zu geben.
Preiswürdig sind vor allem Projekte oder Personen, die
sich in besonderer Weise nachhaltig um Chancengleichheit von Migrantinnen und Migranten in der Bildung, der interkulturellen Öffnung von Institutionen und
Unternehmen mit bürgerschaftlichem Engagement verdient gemacht haben. Besonders wünschenswert sind
Projekte von Jugendlichen oder die gemeinsam mit Jugendlichen initiiert wurden.

Die besten drei Projekte aus ganz Europa werden mit
5.000 Euro, 3.000 Euro beziehungsweise 2.000 Euro
ausgezeichnet. Die Gewinner werden zudem im Herbst
des kommenden Jahres zu einem Besuch in das Europäische Parlament eingeladen. Die Vertreter der jeweiligen nationalen Gewinnerprojekte werden zur Verleihungszeremonie des Jungendkarlspreises eingeladen
und nehmen während ihres 4-tägigen Aufenthaltes in
Aachen auch an der Verleihung des Internationalen
Karlspreises zu Aachen teil.
Alle Informationen, die Bedingungen des Wettbewerbs
sowie die Bewerbungsformulare können auf der Webseite http://www.charlemagneyouthprize.eu
und auf der Webseite der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen http://www.karlspreis.de abgerufen
werden.

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Kontakt
Europäisches Parlament
Informationsbüro in Deutschland
Unter den Linden 78
10117 Berlin
Tel.: (030) 2280 1800
Fax: (030) 2280 1111
E-Mail: judit.hercegfalvi@europarl.europa.eu

Stiftung EVZ, Ausschreibung:

GESCHICHTE(N) IN VIELFALT
Frist: 01.02.2013
Globale Migrationsbewegungen machen Deutschland
zu einem Ein- und Auswanderungsland. Dies hat Auswirkungen auf die Erinnerungskultur in Deutschland,
die sich für das 20. Jahrhundert stark auf der Geschichte des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur bezieht. Zunehmend werden hierzulande weitere Unrechts- und Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts
erinnert: Kriege und Bürgerkriege, Vertreibungen, Verfolgung und Flucht, Völkermord, Kolonialismus, Diktaturen, Widerstand und Selbstbehauptung.
Die Stiftung EVZ fördert mit dem Programm GESCHICHTE(N) IN VIELFALT Bildungs- und Begegnungsprojekte im Kontext der Migrationsgesellschaft
zur Auseinandersetzung mit Erfahrungen von kollektiver Gewalt bzw. von systematischem historischem Unrecht, die wenig beachtet, aber umstritten sind und das
interkulturelle Zusammenleben belasten.
Die Projekte sollen zu einer Kultur des Respekts und
der gleichberechtigten Verständigung beitragen und die
Fähigkeit zu einem konfliktfähigen wie friedfertigen Zusammenleben in der Vielfalt in Deutschland stärken.
Einsendeschluss für Förderanträge: 1. Februar
2013

Qualifizierungen
Ab 21.01.2013, VHS Steglitz-Zehlendorf:

AUSBILDUNGSVORBEREITUNG

Fotodesign / Modedesign / textiles Gestalten für
Bühne, Film und Fernsehen
Das Projekt ist gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei - Kultur aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in dem Programm Lernort Kultur (LOK).
Beginn: 21.01.2013, Ende: 08.06.2013
Unterricht mit einem wöchentlichen Zeitumfang von 20
Zeitstunden (Mo-Fr jeweils 13.00 – 17.30 Uhr incl. Pause).
Zielgruppe des Projektes sind Berliner Schulabgänger, d.h. ausbildungssuchende junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren. Hierbei werden
bevorzugt junge Leute mit Mittlerem Schulabschluss und mit Migrationshintergrund angesprochen.
Die Teilnahme ist entgeltfrei, für Materialkosten entfallen einmalig 50 € Euro auf jeden Teilnehmenden.
Die Auswahl erfolgt nach einem Bewerbergespräch in
der Volkshochschule. Entscheidend für die Aufnahme
in die Maßnahme sind Motivation, Leistungsbereitschaft
und Bereitschaft zur Auseinandersetzung. Pro Berufsfeld sind maximal 12 Teilnehmende vorgesehen.
Die Vorbereitung der Bewerbung beinhaltet vorbereitenden Unterricht im angestrebten Berufsfeld mit einem
Anteil EDV und die Schulung sozialer Kompetenzen
(Auftreten, Outfit / Sprechweise, Teamfähigkeit, Frustrationstoleranz, Kritikfähigkeit). Als Abschluss dieser
fachlich-sozialen Vorbereitung ist die Erstellung einer
formal wie inhaltlich ansprechenden Bewerbungsmappe vorgesehen.
Der Unterricht erfolgt durch erfahrene Dozentinnen /
Dozenten der VHS Steglitz-Zehlendorf.

Ausschreibungstext und weitere Informationen im Internet unter:
http://www.stiftungevz.de/projekte/geschichte/geschichten-in-vielfalt

Der Unterricht findet im Haus der VHS, Onkel-TomStraße 14, 14169 Berlin, statt.

Kontakt

Kontakt

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Ulla Kux
Programmleitung
Lindenstraße 20-25
10969 Berlin
Tel.: (030) 25 92 97-84 Fax: -11

Frau Dannenberg
Tel.: (030) 90299-5845

E-Mail: kux@stiftung-evz.de
Internet: http://www.stiftung-evz.de

Internet: http://www.vhssz.de

Schriftliche Bewerbung an:
dannenberg@vhssz.de oder
schreiber@vhssz.de

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IHK Berlin:

BERUFSABSCHLUSS
TROTZ STUDIENABBRUCH
Start: 01.03.2013
Die IHK Berlin will Studienabbrechern
die
Möglichkeit geben einen
Berufsabschluss als Mechatroniker/-in, Fachinformatiker/-in für Systemintegration oder Immobilienkaufmann/-frau in stark verkürzter Zeit zu erlangen.
Die duale Ausbildung findet in Unternehmen und in der
Berufsschule in einer speziellen Klasse statt und dauert
nur 18 bzw. 24 Monate anstelle von regulären 36 bzw.
42 Monaten.
Der Ausbildungsstart für das Pilotprojekt „your turn“
wird am 1. Februar 2013 sein.
Kontakt
IHK Berlin
Passgenaue Vermittlung
Herr Jakob Schmachtel
Fasanenstraße 85
10623 Berlin

Tools, Dienste und Unternehmensseiten mit Google+,
rechtliche Grundlagen.
Dauer: 13 Wochen, Vollzeit
Kosten: Finanzierung über Bildungsschein möglich
(Agentur für Arbeit/ Jobcenter/ Maßnahme-Nr.:
962/6308/09), Bildungsprämie
Fortbildung:
„Präsentieren Sie sich im Web mit WordPress“
Start: 19.11.2012
(http://www.fczb.de/260.html?&no_cache=1&tx_semina
rs_pi1[showUid]=616 )
Mit dem kostenlosen Web-Redaktionssystem WordPress lassen sich Websites oder Blogs auch ohne
HTML-Kenntnisse erstellen. WordPress bietet viele Designvorlagen (Templates) und eine große Funktionsauswahl (Plugins), die die Erstellung einer individuellen
Webpräsenz ermöglicht. Im Rahmen der Fortbildung
wird ein Konzept erstellt und die Webpräsenz schrittweise umgesetzt. Es gibt vier Einführungstermine (Mo,
Mi, Do nachmittags) zu Beginn, anschließend wird online über die Lernplattform gearbeitet. Zum Abschluss
der Fortbildung werden die fertigen Projekte präsentiert. Der genaue Lernplan und der wöchentliche Zeitumfang richten sich nach den individuellen Vorkenntnissen und Zielen.

E-Mail: jakob.schmachtel@berlin.ihk.de
Internet: http://www.ihk-berlin.de/yourturn

Dauer: 4 Wochen, flexible Zeiteinteilung
Kosten: Finanzierung über Bildungsschein möglich
(Agentur für Arbeit/ Jobcenter/ Maßnahme-Nr.:
962/6308/09), Bildungsprämie, bei Selbstzahlerinnen
auch berufsbegleitende TN möglich

FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB):

Weitere aktuelle Angebote im Bereich Grafik, Bildbearbeitung und Layout von PR-Materialien u.a. im November, unter: http://www.fczb.de/fortbildung.html.

Tel.: (030) 31510-523
Fax: (030) 31510-180

AKTUELLE FORTBILDUNGEN
Start: 05.11. und 19.11.2012

Fortbildung:
Social Media im Beruf
Start: 05.11.2012
(http://www.fczb.de/260.html?&no_cache=1&tx_semina
rs_pi1[showUid]=604)
Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter & Co
sind aus dem Kommunikationsalltag vieler Unternehmen und Institutionen nicht mehr wegzudenken.
Vor allem in den kleineren bis mittleren Organisationen,
die nicht über größere Marketing- oder PR-Abteilungen
verfügen, müssen Mitarbeiter/innen im Office oder anderen Bereichen die Social-Media-Kommunikation und
die Pflege von Internet-Präsentationen mit unterstützen.
Durch Aneignung von hier relevantem Know-how verschaffen sich erwerbslose Frauen aktuell einen Vorteil
auf dem Arbeitsmarkt. Inhalte der Fortbildung sind u.a.:
Social Media in PR und Marketing: Einführung und
Überblick, Fan Pages mit Facebook erstellen und pflegen, Twitter Account anlegen und pflegen, Google-

Kontakt
Ort: FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB)
Cuvrystraße 1
10997 Berlin-Kreuzberg
Kontakt: Renate Wolf, Tel.: (030) 617970-16
E-Mail: info@fczb.de, Internet: http://www.fczb.de
Spreeblick inklusive.

Lernen im FCZB mit Spreeblick (F.: FCZB)

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LIFE e.V.:

NEUE ENERGIE FÜR INGENIEURINNEN

Eine Weiterbildung in Erneuerbaren Energien für
Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen mit
Einwanderungshintergrund
Bewerbungsschluss: 12.11.2012
Die Erneuerbaren Energien bieten weltweit immer mehr
Arbeitsplätze. Schätzungen für 2020 erwarten die Beschäftigung von über 500.000 Menschen in der Branche in Deutschland. Diese positive Entwicklung soll
auch Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen mit
Einwanderungshintergrund, die in Deutschland Arbeit
suchen, zugutekommen.
Ab 26. November 2012 bietet der Bildungsträger LIFE
e.V. eine 8monatige Weiterbildung an. Es geht um Solar- und Windenergie, Energieeffizienz und Biomasse.
Ein betriebliches Praktikum, Coaching und Fachsprachkurse helfen den Teilnehmerinnen dabei, einen
passenden Arbeitsplatz zu finden.
Dauer: Montag, 26.11.2012 - Freitag, 21.06.2013
Bewerbungsschluss: 12.11.2012
Eine Teilnahme mit Bildungsgutschein ist möglich.
Weitere Informationen zu dieser Weiterbildung im Internet unter:
http://www.lifeonline.de/aktuelle_projekte/p_ingenieurin.html.
Kontakt
LIFE e.V. / Ökothek – Bildung Umwelt Chancengleichheit
"Neue Energie für Ingenieurinnen"
Dircksenstraße 47
10178 Berlin
Rotraud Flindt
Telefon: (030) 308798-18
Fax: (030) 308798-25

Das von dem Psychologen Prof. Dr. Haim Omer (Universität Tel Aviv) entwickelte Konzept der „Neuen Autorität“ findet als systemischer Ansatz immer mehr Verbreitung in Schulen sowie in Einrichtungen der Kinderund Jugendhilfe. Das Konzept beschreibt die Notwendigkeit, Autorität neu zu definieren. Es bietet für Pädagogen/-innen und Eltern wichtige Anregungen, wie in
schwierigen Situationen die eigene Handlungsfähigkeit
(wieder-)hergestellt, erweitert sowie Entscheidungssicherheit gewonnen werden kann. Dies ist notwendig,
um Kindern und Jugendlichen Sicherheit und Orientierung bieten zu können. Die verantwortlichen Personen
lernen durch die Interventionsmöglichkeiten des gewaltlosen Widerstandes aus den Machtkämpfen auszusteigen, Unterstützungssysteme zu nutzen und den ihnen
anvertrauten Kindern und Jugendlichen mit Wertschätzung zu begegnen. Im Seminar werden demnach die
wesentlichen Inhalte, Grundhaltungen und Interventionen der „Neuen Autorität“ und des „Gewaltlosen Widerstandes“ erarbeitet und anhand der Erfahrungen der
Teilnehmenden reflektiert.
Der Aufbau des Seminars in zwei Teilen ermöglicht das
Anwenden und Erproben in der individuellen Alltagspraxis. Das Seminar wird veranstaltet vom Berliner
Institut für Soziale Kompetenz und Gewaltprävention
e.V. (BISG) in Kooperation mit dem Zentrum Neue Autorität und richtet sich vorrangig an Lehrer/innen sowie
an Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Soziale
Arbeit und Psychologie.
Die Anmeldefrist endet am 14.12.2012.
Info: http://www.sozialestraining.de/down/weiterbildung/Trainiingsseminar_NA_flyer
.pdf
Anmeldung: http://www.sozialestraining.de/down/weiterbildung/Trainingsseminar_NA_Anm
eldung.pdf
Kontakt

E-Mail: flindt@life-online.de
Internet: http://www.life-online.de

Berliner Institut
für Soziale Kompetenz & Gewaltprävention e.V.
c/o Hans-Böckler-Schule
Lobeckstraße 76

Ab 17.01.13, Trainingsseminar ASFH:

Ansprechpartner
Roland Büchner

»STÄRKE STATT MACHT:

Neue Autorität und Gewaltloser Widerstand in
Schule, Jugendhilfe und Familie«
Anmeldefrist: 14.12.2012
Vom 17.01.-18.01.2013 sowie vom 21.02.-22.02.2013
findet in zwei Blöcken ein Trainingsseminar zum Thema »Stärke statt Macht: Neue Autorität und Gewaltloser Widerstand in Schule, Jugendhilfe und Familie« in
der Alice Salomon Hochschule Berlin statt.

Tel.: (030) 616705-33
Fax: (030) 616705-99
E-Mail: roland.buechner@soziales-training.de
Internet: http://www.soziales-training.de

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Aus Projekten und Vereinen
BOX 66:

URBANES STRICKEN- FARBE FÜR DEN KIEZ

Strickwerk für Straßenpoller - Integrationszentrum
für ausländische Frauen und Familien sucht Patenschaften
„Wir gestalten im November 2012 insgesamt 10 Straßenpfosten zu Blumen um. Lassen Sie Ihrer Kreativität
freien Lauf und helfen Sie uns den Kiez zu verschönern, in dem Sie die Patenschaft für einen Pfosten
übernehmen und ihn nach Ihren individuellen Wünschen floral gestalten. Für Blumen auch im Winter!
Gemeinsame Aktion mit: Ruta Sluskaite/
http://www.wollen-berlin.de.

stellen und wie die großen Stars vor der Kamera stehen?
Hier lernt ihr alles rund ums Thema Film, vom Drehbuch schreiben, über schauspielern bis hin zum Filmen.
Hier ist für jeden was dabei und der Spaß kommt nicht
zu kurz. Wer weiß, vielleicht sind unter euch auch
schon die Stars von Morgen?
Datum: 10. November 2012
Uhrzeit: 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: Studio Babelsberg MA
Plätze: 12
Gebühr: Kostenlos
Anmeldefrist: 05. November 2012
Anmeldung: info@dafverein.de
Kontakt
Deutsch Arabische Freundschaft
& Familienbegegnung e.V.

Kontakt

Tel. Funk: (01577) 969 42 23

BOX 66
Integrationszentrum für ausländische Frauen
und Familien
Sonntagstraße 9
10245 Berlin (am Ostkreuz)

E-Mail: info@dafverein.de
Internet: http://www.dafverein.de

Tel.: (030) 81700540
Fax: (030) 81700580
E-Mail: box66@bqgankunft.de
Internet: http://www.bqgankunft.de

DAF e.V., Medienprojekt:

MACH DICH BEREIT!

10.11.: "Erst schreiben, dann drehen"
Anmeldefrist: 05.11.2012
Der DAF Verein startet den 2. Anlauf für Jugendliche
und junge Erwachsene ein Medienprojekt unter dem
Motto "Mach Dich bereit!". Das Projekt soll einen aktiveren und gestalterischen Umgang mit Medien, der
stärker an den Interessen der jungen Menschen ausgerichtet ist, anstreben. Es geht um die Vermittlung von
Medienkompetenz sowie den Ausgleich von Benachteiligungen im Zugang und Umgang mit Medien.
Das Angebot richtet sich an junge Menschen verschiedenster ethnischer und kultureller Herkunft. Das Alter
der Zielgruppe liegt zwischen 15 und 25 Jahren.
Zum Beispiel für Einsteiger:
"Erst schreiben, dann drehen"
Der Workshop richtet sich an Jugendliche, junge Erwachsene, Nachwuchs- und Amateurfilmer. Ihr wolltet
schon immer einmal euren eigenen Film drehen? Ihr
wollt euer schauspielerisches Können unter Beweis

BABEL E.V.

Veranstaltungsangebot im November 2012
Öffentliche Veranstaltungen
Medienwerkstatt für Kids
Kinder und Jugendliche erlernen den Umgang mit den
neuen Medien und bauen vorhandene Kenntnisse aus
Jeden Montag von 14.00 - 17.00 Uhr
Kids -Club ab 6 Jahre
Computer AG , Interkulturelles Kochstudio, Line Dance,
Toleranzwerkstatt, Leserattenprojekt,
Babylon Rap-Tonstudio uvm.
Montag - Freitag von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Interkultureller Jugendbeirat im Haus Babylon
Austausch, Gespräche und Diskussionen zu verschiedenen Aspekten des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft
Jeden Donnerstag von 17.00 Uhr - 20.00 Uhr
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Jugendtreff
Salotreff - Freizeittreff für Jugendliche unterschiedlicher
Kulturen und Herkunft (ab 18 Jahre)
Jugendliche unterschiedlicher ethnischer und religiöser
Herkunft verbringen gemeinsam ihre Freizeit
Immer freitags von 20.00 Uhr - 02.00 Uhr
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Brunch
Informationen, Gespräche, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher

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Kulturen in gemütlicher Atmosphäre zu unterschiedlichen Themen und Ländern
Jeden Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
SelbstAnsichten - Ogonjok
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund treffen
sich in gemütlicher Atmosphäre mit Spätaussiedlern zu
einem geselligen Nachmittag.
Freitag, 02.11,2012 „Halloween“
Freitag, 16.11.2012 „Erholungsabend“
Freitag, 30.11.2012 „Tanz in den Winter“
Großer Fackelumzug mit der Paten-Kita
Mit Fanfarenzug rund ums Quartier und anschließenden gemütlichen Beisammensein im Babylon-Garten,
Glühwein und Bratwurst vom Grill
StadtSichten
Angebote für Schulen ab Klasse 8
Exkursionen in das interkulturelle Berlin - Brandenburg
vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor
Das „Türkische Berlin“
Das „Jüdische Berlin“
„Alexandrowka“
„300 Jahre Friedrich der Große“
Im Zeichen von Toleranz und Aufklärung
Rundgänge zu unterschiedlichen Themen
(um Voranmeldung wird gebeten
Neue Projekte für Kid‘s und Jugendliche Im Kiez
 SichtWeisen
 BuchManufaktur
Kurse und Arbeitskreise
(Um Voranmeldung wird gebeten)
Marhaba ya ad Banat
Kreativkurs für muslimische und nichtmuslimische
Frauen
Dienstag u. Donnerstag 13.00 Uhr - 16.00 Uhr
Deutschförderkurse
Hilfe bei der Entwicklung der Sprachkompetenz in der
deutschen Sprache im mündlichen und schriftlichen
Bereich
Deutschförderkurs für Anfänger
Dienstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Deutschförderkurs für Flüchtlinge
Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Deutschförderkurs für Fortgeschrittene
Montag bis Mittwoch von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr
Trainingsprogramm:
Interkulturelle Sensibilisierung und Kommunikation Erwerb von interkulturellen Kompetenzen Bewältigung
von interkulturellen Konflikten in interkulturellen Gruppen in Schulen und am Arbeitsplatz

Termin. nach Vereinbarung
Lerntherapie und Lernstrategie
Eine lernpädagogische Fachberatung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die individuelle Hilfe und
persönliche Unterstützung benötigen. Schulvorbereitung für Vorschulkinder.
Ort: Hellersdorfer Promenade 20, 12627 Berlin
Montag bis Freitag
(um Terminvereinbarung wird gebeten)
Auskünfte und Beratungen
Niedrigschwellige Beratungs-, Betreuungs-, und Begleitangebote
Migrationssozialberatung
Dienstag und Donnerstag nach terminlicher Absprache
Elternberatung für Eltern mit Migrationshintergrund
Hilfe bei der Stärkung der Erziehungskompetenz für
Eltern mit Migrationshintergrund
Termine nach vorheriger Absprache
(Änderungen vorbehalten)
Kontakt
BABEL e.V.
Klausdorfer Straße 8
12629 Berlin-Hellersdorf
Tel.: (030) 99 858 91, Fax: (030) 99 893 20
E-Mail: babel-berlin@t-online.de
Internet: http://www.haus-babylon.de
Verantwortlich: Dr. Mekonnen Shiferaw

AWO-BEGEGNUNGSZENTRUM

Das JobCenter Friedrichshain – Kreuzberg
kommt / November-Programm
Das JobCenter Friedrichshain – Kreuzberg kommt ins
AWO-Begegnungszentrum!
Am Dienstag, 20.11.2012
13.00 Uhr – 14.30 Uhr
Kommen Sie auch und erkunden Sie mit einem Arbeitsvermittler Ihre Fähigkeiten und Chancen auf dem
Arbeitsmarkt!
 Anregungen für eine konstruktive Zusammenarbeit
mit den Jobcentern u. Vorbereitung eines Gesprächstermins
 Informationen zu Fördermöglichkeiten der Jobcenter
 Unterstützung von ExistenzgründerInnen und Selbständigen
 Eingliederungsvereinbarung etc.

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BERLIN INTERNATIONAL
Seite 29
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AWO-Begegnungszentrum,
Adalbertstraße 23 a
10997 Berlin
Kontakt-Tel.: 69 53 56 15
Gerne können Sie uns Ihre Fragen im Vorfeld telefonisch mitteilen!
Weitere Termine im November
07.11.12, 13:00 - 16:00 Uhr
Interkultureller Dialogtisch zum Thema „Gastarbeiter, Hausbesetzer, Multikulti und Gentrifizierung:
Kreuzberg im Wandel der Zeit“
Ort: Café des AWO Begegnungszentrums
Anmeldung erbeten unter Tel.: 6953 56 – 13 / -19 oder
-22. Eine Kooperation mit ARIC e.V. und dem Netzwerk
Kulturarbeit mit älteren MigrantInnen (NKM)
11.11.12, 16:00 – 21:00 Uhr (Einlass 15:00 Uhr)
Zumba-Bollywood-Abend
Ort: Begegnungsstätte Falckensteinstr.6, BerlinKreuzberg. Anmeldung erbeten unter Tel.: 6953 56 –
13 / -19 oder -22.
Eine Kooperation mit dem Netzwerk Kulturarbeit mit
älteren MigrantInnen (NKM) und der AWO City gem.
GmbH
13.11.12, 11:00 - 13:00 Uhr
Tag der offenen Tür bei der Handarbeitsgruppe
„Bunte Kreationen- AWO Kirschen“
Ort: AWO Begegnungszentrum, Seniorenraum im EG
Eine Kooperation mit dem Netzwerk Kulturarbeit mit
älteren MigrantInnen (NKM)
Info auch unter: http://www.interkreuzhain.de
Kontakt
Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Begegnungszentrum
Adalbertstraße 23a
10997 Berlin
Filiz Müller-Lenhartz, Tel.: 695 35 613,
Susanne Koch, Tel.: 695 35 619
Tel.: (030) 69 53 56 25, Fax: (030) 69 53 56 31
E-Mail: e.hellwig-fuhl@awo-spree-wuhle.de
Internet: www.begegnungszentrum.org
www.awo-friedrichshain-kreuzberg.de

Veranstaltungen
Noch bis zum 16.11.:

„INTERKREUZHAIN“

Ein interkultureller Veranstaltungsmonat des Bezirks Friedrichshain – Kreuzberg vom 15.10.2012
bis 16.11.2012
Seit 2010 finden im Bezirk Friedrichshain – Kreuzberg die interkulturellen
Veranstaltungswochen „InterKreuzHain“ statt.
Das diesjährige Programm beinhaltet Veranstaltungen zu den Themen Stadtentwicklung, Gentrifizierung, Rassismus und Rechtsextremismus, Arbeitswelt, Inklusion und vieles mehr.
Das ausführliche Programm zum Veranstaltungsmonat
unter: http://www.interkreuzhain.de.
Kontakt
Bezirksamt Friedrichshain – Kreuzberg
Beauftragte für Integration und Migration
Yorckstraße 4 - 11
10965 Berlin
Tel.: (030) 90298 3133
Fax: (030) 90298 2515
E – Mail: Regina.Reinke@ba-fk.verwalt-berlin.de
Internet: http://www.berlin.de/ba-friedrichshainkreuzberg/

01. bis 03.11.: Jugendtheaterfestival im HKW

FESTIWALLA 2012

Echte [DEMO!kratie] wagen
Theater, Workshops, Performances
Spaces
1.-3. November 2012
Haus der Kulturen der Welt
Eintritt frei

und

Open

Arabische Revolutionen, Tage der Wut in London und
Occupy: Weltweite Protestbewegungen fordern mehr
Beteiligung am politischen Prozess, überall beschäftigen sich Jugendliche mit gesellschaftlicher Veränderung.
"Echte [DEMO!kratie] wagen" – das ist auch das Ziel
der diesjährigen Ausgabe von FESTIWALLA, dem JugendTheaterFestival Berlins von und für Jugendliche,
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BERLIN INTERNATIONAL
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das sich kritisch und künstlerisch mit der Praxis von
Demokratie auseinandersetzt. Vom 1. bis 3. November
präsentieren Jugendliche aus Deutschland und der
Welt in Theaterstücken, Workshops, Performances,
Musik, Lesungen, Filmvorführungen und Diskussionen
ihre Ansichten und Forderungen zu politischer Teilhabe
und erobern drei Tage lang das Haus der Kulturen der
Welt.
Programm und weitere Informationen im Internet unter:
http://www.festiwalla.de
Kontakt
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Tel.: (030) 39 787 - 0
E-Mail: info@hkw.de
Internet: http://www.hkw.de

02.11. bis 18.12.: Ausstellung/Führungen:

BÖHMISCHE RHAPSODIE

Das Böhmische Dorf in Berlin
Ausstellung und Installation, Beate Klompmaker
02. November - 18. Dezember
Eröffnung: 02.11.2012, 19 Uhr
Galerie im Saalbau
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin
U: Karl-Marx-Straße (U 7), Tel. 030 / 90239-3772
Öffnungszeiten: Di–So, 10–20 Uhr, Eintritt frei
Die Ausstellung der Künstlerin Beate Klompmaker ist
eine Hommage an Böhmisch-Rixdorf in Form von Text,
Bild und Installation. Erstmals präsentiert die Künstlerin
den Führer „Das Böhmische Dorf in Berlin“ (trafo Verlag) und gibt mit einer anthropologischen Sichtweise
Einblicke in die Alltagsgeschichte des Mikrokosmos des Dorfes in der Stadt. Der Führer animiert den Besucher, das Böhmische Dorf selbst zu erkunden. Es liegt
nur zwei Gehminuten von der Galerie im Saalbau entfernt.

04.11., WABE:

MAROKKO – BONJOUR!

Eine Revue mit Schülern des Lycée Lyautey
aus Casablanca
Sonntag, 04. November 2012, 19:00 Uhr
Veranstaltungszentrum WABE
Danziger Straße 101
10405 Berlin (Prenzlauer Berg)
Internet: http://www.wabe-berlin.de
Eintritt: FREI
Karten: Telefon: (030) 902 953 850
Im Juni 2012 produzierte der Berliner Liedermacher,
Komponist und Texter Torsten Riemann im Auftrag des
Goethe-Instituts in Rabat eine Revue für Schülerinnen
und Schüler des Lycée Lyautey in Casablanca (Marokko). Es sind Schüler, die Deutsch als dritte Fremdsprache erlernen. Neben neu getexteten Songs werden
auch traditionelle marokkanische und arabische Lieder
und Tänze zu hören und zu sehen sein.
Die mit den Schülern erarbeitete Kerngeschichte des
Musicals dreht sich um einen deutschen Touristen
(Torsten Riemann), der ganz unbedarft nach Marokko
kommt und sich von den Schülern in die Vielschichtigkeit der marokkanischen Kultur einführen lässt, woraus
sich ein kultureller musikalischer Dialog zwischen den
beiden Kulturen ergibt.
Die Schüler hatten dabei beste Gelegenheit, ihre eigenen Vorstellungen und beherrschten Künste einzubringen und vorzustellen sowie Torsten Riemanns Lieder
zu begleiten und die speziell zu diesem Anlass geschaffenen Kompositionen vorzutragen. Alles ist dabei:
Tanz, Rezitation, Gesang und musikalische Darbietung.
Nähere Informationen hierzu auf den Seiten des Goethe-Instituts Rabat unter:
http://cms.goethe.de/ins/ma/rab/lhr/schu/dko/dkl4/de96
06567.htm
Mit großem Aufwand gelang es, diese Schüler nach
Berlin zu holen, die nun Ihre Show gern dem Berliner
Publikum präsentieren und über das Leben junger
Menschen in Marokko erzählen wollen.
Kontakt
Weitere Infos auch unter
http://www.TorstenRiemann.de

Führungen: „Das Böhmische Dorf“, Dr. Rainer Pomp, 3.
u. 17. Nov., 1. u. 8. Dez., 13 Uhr (8 € / 5 € erm.)
Treffpunkt: Galerie im Saalbau, weitere Gruppenführung auf Anfrage, Tel: (030) 6130-7693
Workshop: „Der Herrnhuter Stern“, Tel: (030) 902393772
Weitere Informationen zum Programm unter:
http://kultur-neukoelln.de/galerie-im-saalbau-programmveranstaltung-1437.php

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07. – 11.11.2012:

09. bis 23.11.:

Exotisches Shopping und soziale Verantwortung

Feierliche Eröffnung am 9. November 2012

IMPORT SHOP BERLIN

Große Schau von Kunsthandwerk
aus Zentralasien in Messehalle 9
Musik, Mode und Kulinarisches aus der Region
Mittwoch, 7.11. - Samstag 10.11.: 11:00 - 21:00 Uhr
Sonntag, 11.11.2012: 11:00 - 19:00 Uhr
Unter dem Namen „Partner des Fortschritts“ im Jahre 1962
gestartet, lädt Deutschlands exotischste Shoppingmeile alljährlich im November in die Hallen unter dem Berliner Funkturm ein. Im vergangenen Jahr haben sich erneut rund
40.000 Besucher die hochwertigen Angebote der Aussteller
aus 58 Ländern angesehen und in vielen Fällen auch gekauft.
Doch der Import Shop Berlin ist weit mehr als eine außergewöhnliche Shoppingtour rund um den Globus. Seit Jahren
engagiert sich das Messeteam für fairen Handel, kooperiert
mit Nichtregierungsorganisationen in den Herkunftsländern
der Aussteller und unterstützt Freundschaftsgesellschaften
sowie Hilfsvereine in Deutschland.
Mama Afrika und ProKapsogo
Der Import Shop Berlin unterstützt die Arbeit der Vereine und
Hilfsorganisationen, indem er ihnen während der Veranstaltung einer Bühne für ihre Aufklärungs- und Informationsarbeit
bietet. Zu diesen Organisationen gehört z. B. Mama Afrika
e.V., ein gemeinnütziger deutschafrikanischer Verein, der
sich für die Abschaffung der Beschneidung afrikanischer
Mädchen und Frauen einsetzt. Im Mittelpunkt der Programmarbeit des 2001 in Berlin gegründeten Vereins stehen Bildungs- und Aufklärungsprojekte in Deutschland und Afrika
sowie die Beratung von Organisationen, die sich dem Kampf
gegen Frauenbeschneidung widmen.
Auch die Initiative „ProKapsogo“ kann auf dem Import Shop
über ihre Arbeit informieren. Diese Initiative setzt sich für die
Weiterbildung der Kinder in der Region Kabarnet in Kenia ein.
Seidenstraße und „Fairer Handel“
Partnerregion des diesjährigen Import Shop Berlin ist die Seidenstraße. In Messehalle 9 wird es einen großen Sonderstand der Aussteller aus Zentralasien geben. Hier können die
Besucher nicht nur handwerkliche Produkte kaufen, sondern
auch bei ihrer Entstehung zuschauen. Darüber hinaus gibt es
umfangreiche Informationen über Länder und Leute der Region sowie Empfehlungen für Kulturreisen.
Wer sich schon einmal einen „Vorgeschmack“ auf die geplante Reise verschaffen möchte, kann Getränke und Gebäck aus
Zentralasien kosten. Musiker aus der Region sorgen während
der Messetage für orientalische Atmosphäre. Und spätestens
bei den Modenschauen werden die Besucher verstehen, wie
die Seidenstraße zu ihrem Namen kam.
Mehr unter http://www.importshop-berlin.de

Kontakt

9. SCHULKINOWOCHEN BERLIN

Mit einer Preview des liebevoll gestalteten Animationsfilms DER MONDMANN nach dem Bilderbuchklassiker
von Tomi Ungerer fällt am 9. November um 10.00 Uhr
die Startklappe für die SchulKinoWochen Berlin. Regisseur Stephan Schesch und Co-Regisseurin Sarah Clara Weber eröffnen in einer feierlichen Veranstaltung im
Kino INTERNATIONAL die SchulKinoWochen, die vom
9. bis zum 23. November bereits zum neunten Mal in
über 30 Filmtheatern der Stadt Kinosäle in Klassenzimmer verwandeln.
In den darauf folgenden zwei Wochen bis einschließlich
23. November darf sich dann über ein facettenreiches
Filmprogramm gefreut werden. Knapp sechzig, nach
Lehrplanbezügen ausgewählte aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme sowie Klassiker für Kinder
und Jugendliche aller Altersstufen eröffnen in dieser
Zeit den Blick auf ferne Welten und fremde Kulturen,
die in ihrer Bandbreite auf soziale Missstände aufmerksam machen, Individualität, Kunst und Andersartigkeit
in den Vordergrund stellen.
Zu jedem Film gibt es kostenloses Begleitmaterial, das
Lehrkräfte darin unterstützt den Film im Unterricht zu
diskutieren und zu bewerten. Zahlreiche Filmgespräche
mit Experten, Filmschaffenden und Medienpädagogen
bieten zusätzlich eine direkte altersgerechte Aufarbeitung des Gesehenen im Kinosaal.
Das hochkarätige Filmbildungsangebot richtet sich an
Schülerinnen und Schüler von der Schulanfangsphase
bis zum Abitur. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 Euro pro
Schüler/in und das Beste: Der Besuch der SchulKinoWochen ist von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft als Unterrichtszeit anerkannt.
Anmeldung und vollständiges Programm im Internet
unter: http://www.schulkinowochen-berlin.de.
Kontakt
SchulKinoWochen Berlin
c/o JugendKulturService gGmbH
Obentrautstraße 55
10963 Berlin
Tel: (030) 2355 6258
Fax: (030) 2355 6233
E-Mail: berlin@schulkinowochen.de
Internet: http://www.schulkinowochen-berlin.de

Messe Berlin GmbH
Project Management: Barbara Mabrook
Tel.: (030) 3038-2131, Fax: (030) 3038-2130
E-Mail: import@messe-berlin.de
Internet: http://www.importshop-berlin.de
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12.-14.11., Film:

ZEIT DER NAMENLOSEN

Eine Dokumentation zum Thema Frauenhandel und
Armutsvermarktung in Europa
Von Marion Leonie Pfeifer (90 min)
Marion Leonie Pfeifer ist im Aktionsbündnis gegen
Frauenhandel und ehrenamtlich für SOLWODI München tätig.
Drehorte: Rumänien Weißrussland Deutschland
Moviemento Berlin
Kottbusser Damm 22
Internet: http://www.moviemento.de/
12.11. 20:30 Uhr (Regisseurin ist anwesend)
13.11. und 14.11. (Uhrzeit s. Programm)
Neben dem Drogen- und Waffenhandel gilt die Versklavung mittlerweile als das lukrativste Geschäft der
Organisierten Kriminalität. Anhand der Aussagen von
Opferzeuginnen, Mitarbeiterinnen rumänischer und
deutscher NRO´s sowie Kriminalbeamte vom BKA
Wiesbaden und dem Polizeipräsidium München werden in der Dokumentation von Marion Leonie Pfeifer
die perfiden Strukturen des Frauenhandels aufgezeigt.
In Westeuropa kommt der größte Teil der Opfer aus
Weißrussland, der Ukraine, Tschechien, Rumänien
und Bulgarien. Denn die Menschenhändlerringe brauchen keine aufwändige Beschaffungslogistik, wie sie
bei Frauen aus Asien oder Afrika nötig wäre. Das
macht den Markt auch für Händler aus Deutschland so
attraktiv.
Kontakt
SOLWODI Deutschland e.V.
Postfach 440645
12006 Berlin
Tel.: (030) 81001170
Fax: (030)30 810011719
E-Mail: forster@solwodi.de
Internet: http://www.solwodi.de

Im ersten Teil der Veranstaltung zeigen wir Auszüge
zur Erzähloper als musikalische Lesung unter dem Titel
„Die HiergeborInnen“. Hier steht im Zentrum das Befinden sechs befreundeter, jugendlicher Mädchenfiguren.
Ihre Familien kommen aus Vietnam, Aserbaidschan,
Kamerun, Türkei, Palästina, Libanon, Polen, Russland,
Bosnien und Deutschland. Und wenn sie sich heimlich
nachmittags auf dem Spielplatz treffen, erzählen sie
sich ihre Sorgen und Konflikte, die sie beim Pendeln in
der Bipolarität zwischen Elternhaus und „draußen“
ständig begleiten. Gibt es daraus ein Entrinnen?
Unter dem Motto Berlin - eine Einwanderungsstadt
schreibt ihren Theatertext laden wir im zweiten Teil unser Publikum ein, sich an der inhaltlichen Entwicklung
der Erzähloper mit eigenen Erfahrungen, Beispielen
und Ideen zu beteiligen, wie dieses Entrinnen aussehen kann, welche Beispiele das Leben dafür schreibt.
Hierzu laden wir ein generationsübergreifendes Publikum mit vielen jugendlichen Schüler/innen und Lehrern,
bekannte Vertreterinnen der Bereiche Wirtschaft, Politik, Soziales, Kultur und Stiftungen ein.
Ihre Beiträge, Ihre Erfahrungen im Rahmen einer moderierten Gesprächsrunde bei der Veranstaltung im
Deutschen Theater am 12.11.2012 könnten dem dialogischen Prozess einen kreativen Anreiz geben.
Mit freundlichen Grüßen
Isabella Mamatis
Kontakt
Isabella Mamatis
Jüterboger Straße 6A
10965 Berlin
Tel.: (030) 693 95 23
E-Mail: info@lange-tafel.com
Internet: http://www.denk-mal-fuer-migration.com

17.11.:

ERZÄHLCAFÉ WEDDING

Zu Gast: Özlem Özmen-Eren
12.11., „Öffentliches Brainstorming“:

Sonnabend, 17. November 2012, 15:00 Uhr
Bürgersaal der bbg, Malplaquetstraße 15a
13347 Berlin

Im Rahmen der Tage des Interkulturellen Dialogs
Deutsches Theater, Foyer-Saal
12. November 2012, 20:00 Uhr
Eintritt frei!

Sie kam als Zweijährige nach Deutschland, wuchs in
Duisburg als ein Gastarbeiterkind auf. Es war nicht
selbstverständlich für ihre kurdischen Eltern, die Tochter Abitur machen und studieren zu lassen. Özlem
musste früh lernen, sich durchzusetzen. Heute sind ihre
Eltern stolz auf sie. Nach dem Studium kam sie im Jahr
2000 als Sozialarbeiterin nach Berlin, arbeitete mit psychisch kranken Jugendlichen. Sie heiratete einen kurdischen Migranten, wurde Mutter zweier Kinder. Mit ihrem Ehemann, dessen Studienabschlüsse in Deutsch-

„DIE ABENTEUER
DES HOMO MIGRANTES BERLIN TEIL 3“

In Vorbereitung auf eine Erzähloper mit dem Titel: „Die
Hiergeborinnen“ möchte ich Sie diesmal zu einem öffentlichen Brainstorming zu Geschichten weiblicher
Migrationserfahrung einladen.

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land nicht anerkannt sind, betreibt sie im Wedding ein
beliebtes Café, das Simit Evi in der Müllerstraße.
Özlem Eren wird uns von ihrem Weg erzählen, von den
Schwierigkeiten, die sie überwinden musste und über
das, was für sie ein glückliches Leben ist.
Im Bürgersaal der 1906 von der Berliner BauGenossenschaft errichteten Wohnanlage Malplaquetstraße findet regelmäßig ein „Erzählcafé“ statt. Zweimal im Monat kann man sonnabends um 15 Uhr interessanten Menschen begegnen, die ihr Leben erzählen.Bei Kaffee und Kuchen kann man zuhören, miteinander reden und begegnet vielleicht anderen Sichtweisen und Lebenshaltungen, fremden Erfahrungen,
die das eigene Leben reicher machen.
Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende erwünscht.
Kontakt
E-Mail: Erzaehlcafe@web.de

28.11., Lesereihe:

HEIMAT UND FREMDE

Lesung und Gespräch mit Deniz Utlu
Moderation: Regina Scheer
Mittwoch, 28. November 2012, 18.30 Uhr
Bibliothek am Luisenbad / Puttensaal
Travemünder Str. 2/Ecke Badstraße
13357 Berlin (Wedding)
U8 Pankstraße, U8+9 Osloer Straße
Bus M27, 125, 128, 150, 255; Tram M13, 50
Deniz Utlu, 1983, in Hannover geboren, trat mit seinen
Texten schon früh auf Lesebühnen auf, oft zusammen
mit Musikern. Er organisiert in Berlin Lesereihen und
gründete das Gesellschaftsmagazin „freitext“, in dem
Autoren zu Wort kommen, deren Sprache sich oft unter
unterschiedlichen kulturellen Einflüssen entwickelte.
„Die Sprache respektieren, jedes Wort. Aber keine
Angst vor ihnen haben“, formulierte Deniz Utlu einmal
seine Methode. „Meine Sprache ist verwundet“, schrieb
er. Mit dieser verletzten und schmerzhaft genauen
Sprache beschreibt er eine Wirklichkeit, in der jedes
Individuum ein „Anderer“ ist und nicht der Konstruktion
des Fremden bedarf. Deniz Utlus Gedichte, Prosaminiaturen, Stücke und Essays zeigen, dass eine Generation selbstbewusst heranwächst, die mit dem Begriff vom
„Migrationshintergrund“ nichts anfangen kann, weil ihr
Leben vielschichtiger ist als jede Zuschreibung.
Kontakt
Bibliothek am Luisenbad / Puttensaal
Travemünder Str. 2/Ecke Badstraße
13357 Berlin
Tel.: (030) 9018 4 5610
E-Mail: luisenbad@stb-mitte.de

30.11., WdK – WorldWideMusic:

MI SOLAR

Salsa, Timba, Latin-Jazz
Freitag, 30.11.2012 21:00 Uhr (Einlass)
Eintritt: 9 € / 6 € / 3 € (mit Berlinpass)
In Berlin im tristen November 2003 gründet die Bassistin Maike Scheel die Salsaband Mi Solar. Inspiration für
den Bandnamen ist der in den Wohnvierteln von Havanna verbreitete »Solar«, der kubanische Innenhof:
Ort pulsierenden Lebens und Lebensmittelpunkt der
Solarbewohner - hier ist es eng, schwül und laut, hier
wird Musik gemacht, getanzt, gelacht, geweint, gestritten, gefeiert und einfach gelebt
Info: http://www.werkstatt-derkulturen.de/de/spielplan/?datum=2012-1101&filter=Komplett&detail=568&mode=spielplan
Und http://www.misolar.de/
Kontakt
Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Tel.: (030) 60 97 70-0
Fax: (030) 60 97 70-13
E-Mail: info@werkstatt-der-kulturen.de
Internet: http://www.werkstatt-der-kulturen.de

November 2012:

VERANSTALTUNGEN
IN DER INDISCHEN BOTSCHAFT

Die Kulturabteilung
der Indischen Botschaft in Berlin lädt ein
Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei.
Veranstaltungsort: Auditorium/Foyer
Bis 23. November 2012
Kunstausstellung
INDIA INK IN GERMANY
Sudhir Tailang’s Skizzenbuch – Eindrücke eines indischen Karikaturisten
Geöffnet: Mo-Fr von 14 bis 16 Uhr (außer 24. Oktober
und 13. November)
Die Ausstellung ist gesponsert vom Indian Council for
Cultural Relations (ICCR).
05. November 2012, 18:00 Uhr
Indischer Tanz
BHARATANATYAM & RABINDRA NRITYA
Klassischer indischer Tanz Bharatnatyam und TagoreTänze mit Oindrila Roy – dance und Indranil Mallik compère

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07. November 2012, 18:00 Uhr
Klassische Musik
GHAZALS
Debashree Das – Gesang
Sebastian Dreyer - Sitar
Ashis Paul – Tabla
16. November 2012, 18:00 Uhr
Indische Literatur
INDISCHE POESIE
Buchpremiere der deutschen Übersetzungen der Gedichte des berühmten indischen Dichters
Prof. Padmavibhushan Dr. O.N.V. Kurup
Herausgegeben vom Draupadi-Verlag Heidelberg
Vorgestellt von Schriftsteller Arnold Stadler
19. November 2012, 18:00 Uhr
Klassischer Tanz
DER TANZ DER GÖTTER
Eine klassische Bharatnatyam Tanzaufführung
der Nritya Prerena International School of Dance in
Pune (Indien).
Mit 15 Tänzerinnen unter Leitung von Frau Suchitra
Date
21. November 2012, 18:00 Uhr
Kino kulinarisch
BOLLYWOOD & SAMOSA
Bollywood-Überraschungsfilm mit leckeren Samosas in
der Filmpause
Kontakt
Indische Botschaft Berlin
Tiergartenstraße 17
10785 Berlin
Bus 200 Tiergartenstraße
Anmeldung/Informationen:
Tel.: (030) 257954-03/-05
Internet:
http://www.indianembassy.de/cultural_event.php
Bitte Ausweis bei Einlass vorzeigen!
Bitte keine Taschen und kein Essen mitbringen!

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Kostenloses Abonnement:

›FOCUS MIGRATION‹

IMIS publiziert Länderprofile und Kurzdossiers
auf der Informationsplattform
Der Informationsbedarf über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Migration und Integration wächst.
Seit November 2011 beteiligt sich das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der
Universität Osnabrück an der Informationsplattform
›focus Migration‹. Diese bietet aktuelle Zahlen, Daten
und Analysen zu den Themen Zuwanderung, Flucht
und Asyl sowie Integration. Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), zeichnet das IMIS
verantwortlich für die beiden Rubriken ›Länderprofile‹
und ›Kurzdossiers‹, von denen jeweils vier Beiträge pro
Jahr in deutscher und englischer Sprache erscheinen.
Länderprofile fassen in kurzer und übersichtlicher Form
historische und aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Zuwanderung, Flucht, Asyl und Integration in einem bestimmten Land zusammen.
Kurzdossiers bieten einen überblicksartigen Einstieg in
spezifische Themen rund um Migration und Integration.
Sie beleuchten unterschiedliche wissenschaftliche Positionen und Hintergründe. Hinweise zu weiterführender
Literatur und Weblinks ermöglichen eine tiefer gehende
Auseinandersetzung mit der jeweiligen Thematik.
Ein kostenloses Abonnement der Länderprofile und
Kurzdossiers garantiert fundierte Informationen über
aktuelle Diskussionen im Feld Migration und Integration. Dazu genügt eine kurze Nachricht per E-Mail an
kurzdossiers@focus-migration.de .
Hintergrundinformationen
Herausgeber:
Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück
Kooperationspartner: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Netzwerk Migration in Europa e.V.
Redaktion: Vera Hanewinkel, Apl. Prof. Dr. Jochen
Oltmer (verantw.)
Verfügbarkeit: Länderprofile und Kurzdossiers können
online abgerufen und abonniert werden unter:
http://www.focus-migration.de

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Der Neue ist da!

INTERKULTURELLER
ANTIRASSISMUS TASCHENKALENDER 2013
Zum neunzehnten Mal seit
1993 erscheint der interkulturelle Antirassismuskalender im
Taschenformat mit Fest-, Gedenk- und Feiertagen aller großen Kulturen und Weltreligionen.
Er vermittelt Tipps, Ideen und
Aktionen für den Alltag und ist
leicht zu verstehen für Menschen, die schon immer mal
gerne über den eigenen Horizont geblickt haben.
Er passt in jede Rock- und Hosentasche, unter jede
Schulbank und gibt Antworten auf viele unerhörte Fragen. Das ideale identitätsstiftende und interkulturelle
Geschenk für junge Leute zu Weihnachten oder zum
Jahreswechsel.
Format A6, 208 Seiten,
© SOS-Rassismus-NRW Schwerte
Für 5,50 Euro inkl. Versandkosten. Bei Abholung 4,00
Euro.
Zu beziehen beim Mitherausgeber:
Kontakt
ARiC Berlin e.V., Chausseestr. 29, 10115 Berlin
Tel.: (030) 30 87 99-0
Fax: (030) 30 87 99-12

Wie wollen wir künftig zusammenleben?“ Von der Antwort auf diese Frage hängt ab, ob Deutschland auch in
Zukunft ein liebenswertes Land bleibt. Ein Land, in dem
die Freiheits- und Menschenrechte und damit auch die
Gleichberechtigung von Mann und Frau einen hohen
Stellenwert haben.
Für das aktuelle Themenheft „Fatma ist emanzipiert,
Michael ein Macho!?“ sind zwei Redaktionsteams von
50 Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren
über einen Zeitraum von zwei Schuljahren (2010/11
und 2011/12) der Frage nachgegangen „Wie wollen wir
zusammenl(i)eben?“. Die Jugendlichen kamen aus
ganz Deutschland. Und die Hälfte von ihnen gehört ihrer Herkunft oder religiösen Orientierung nach einer
Minderheit an.
Die von den Jugendlichen erstellten Reportagen, Interviews und Porträts bieten ungewöhnliche und kontroverse Blickwinkel und spannende Einblicke in interkulturelle Lebenswelten. Sie behandeln Fragen der Lust,
der individuellen Freiheit, der Moral und der Verantwortung. Die Jugendlichen schildern, wie es heute um Liebesgebote und Liebesverbote bestellt ist und wie sie zu
Ehe, Ehre und Emanzipation stehen.
Kontakt
Bezugsadresse:
SOR-SMC
Ahornstraße 5
10787 Berlin
Tel.: (030) 21 45 86 0
E-Mail: schule@aktioncourage.org
Internet: http://www.schule-ohne-rassismus.org

E-Mail: aric@aric.de
Internet: http://www.aric.de
Neuerscheinung in 12 Sprachen:

INTERNATIONALER IMPFKALENDER
Themenheft-Neuerscheinung:

FATMA IST EMANZIPIERT,
MICHAEL EIN MACHO!?

Geschlechterrollen im Wandel
Herausgeber:
Schule ohne Rassismus –
Schule mit Courage
Konzeption:
Sanem Kleff, Eberhard Seidel
AutorInnen:
Eva Apraku, Deniz Başpınar, Zonya Dengi, Britta Geithe, Jeannette Goddar, Sanem Kleff, Eberhard Seidel,
Michael Tunç und 15 Jugendliche aus den Qrage- Redaktionsteams.
DIN A4, 76 Seiten, 100 farbige Abbildungen.
ISBN – Nummer 978-3-933247-57-5
Kosten:
1 Exemplar 4,00 € (plus 1,50 € Versand)
10 Exemplare á 3,50 € (plus 8 € Versand)

Das interkulturelle Gemeinwesenzentrum „BayoumaHaus“ der AWO Berlin Spree -Wuhle e.V. hat einen
internationalen Impfkalender nach den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) erstellt.
Der Impfkalender ist in den Sprachen deutsch, englisch, französisch, spanisch, türkisch, kroatisch, serbisch, arabisch, portugiesisch, vietnamesisch, russisch
und italienisch abgefasst und enthält die empfohlenen
Impfungen für Säuglinge, Kleinkinder, Jugendliche und
Erwachsene.
Der Impfkalender ist eine weitere gemeinsame Aktion
mit der Plan- und Leitstelle Gesundheit unseres Bezirkes zur Förderung der Gesundheit und Prävention insbesondere von sozial Benachteiligten. Die Erstellung
wurde mit freundlicher Unterstützung von Sanofi Pasteur MSD GmbH ermöglicht.

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Der Impfkalender ist kostenlos im Interkulturellen Gemeinwesenzentrum „Bayouma-Haus“, Frankfurter Allee
110, Tel. 29 04 91 36 in Berlin-Friedrichshain erhältlich.
Unter

http://www.bayouma-gesundheit.de

besteht ebenfalls die Möglichkeit, den Impfkalender in
den o.g. Sprachen runterzuladen.
Kontakt
Bayouma-Haus
Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Frankfurter Allee 110
10247 Berlin
Tel.: (030) 29 04 91 36
Fax: (030) 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de
Internet: http://www.bayouma-haus.de
http://www.bayouma-gesundheit.de
http://www.awo-spree-wuhle.de

Newsletter:

MIGRATION UND BEVÖLKERUNG
Der Newsletter wird vom Netzwerk Migration in Europa
e. V. herausgegeben und erscheint etwa alle sechs
Wochen unter http://www.migration-info.de . Die Herausgabe wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert.
Abonnement unter der Adresse
http://www.migration-info.de/mub_abo.php.

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