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Full text: Berlyñ international Issue 91.2012

international
DER NEWSLETTER

DES

06/12

Nummer 91

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
am Abend des 03. Mai 2012 haben die Vertreterinnen und Vertreter
von 159 Migrantenvereinen ihre Repräsentanten für den Berliner Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen gewählt. Die Wahl
fand im Beisein des Staatssekretärs für Arbeit, Integration und Frauen,
Farhad Dilmaghani, im Willy-Brandt-Saal des Schöneberger Rathauses
statt. Die Liste mit den gewählten Repräsentanten finden Sie auf
Seite 4.
Am 27. Juni wird Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen,
Dilek Kolat, die zentrale Erstanlaufstelle Anerkennung in der
Lützowstraße 106 feierlich eröffnen. Die Beratungstätigkeit dort hat bereits begonnen. Mehr dazu auf Seite 5.
Am 08. Mai hat der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sein diesjähriges Gutachten mit dem Titel “Integration im föderalen System: Bund, Länder und die Rolle der
Kommunen” vorgelegt, in dem eine unzureichende Koordination der
Integrationspolitik bemängelt wird. Lesen Sie dazu die Stellungnahme
des Berliner Integrationsbeauftragten, Günter Piening, ab Seite 5.
Der erste meteorologische Sommermonat hält in Berlin eine Fülle von
Veranstaltungen bereit. Einen bunten Ausriss finden Sie in unserem
Veranstaltungskalender.

Ihre Redaktion
BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 29.06.2012.
Redaktionsschluss für die Doppelausgabe Juli/ August 2012 (Nr. 92) ist der
22.06.2012.
IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum des Beauftragten des Senats von Berlin für
Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf
Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen
1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN
INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, AL III 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320, Martina Gembus, III A 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 01.06.2012 [1.709 | Jahrgang 29]

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat Juni

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Integrationsbeauftragter aktuell
Migrantenvertretung für den Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen gewählt
27.06., Veranstaltung des IQ-Netzwerks Berlin: Eröffnung der Zentralen Erstanlaufstelle Anerkennung
durch Senatorin Kolat. Anmeldefrist: 10.06.2012
Stellungnahme des Berliner Integrationsbeauftragten zum SVR-Jahresgutachten
Respekt gewinnt – 2012: Der Projekt-Wettbewerb für ein weltoffenes Berlin. Frist: 25.10.2012
Scheinselbständigkeit - Ursachen, Rechtsfolgen und Beratungsmöglichkeiten
Infoblatt in deutscher, bulgarischer und rumänischer Sprache erschienen
Senatorin Kolat: Steigende Einbürgerungszahlen ein Zeichen gelungener Integration
Wowereit begrüßt steigende Einbürgerungszahlen in Berlin
Informationsbesuch in Neukölln: Europaabgeordneter Swoboda und Staatssekretär Dilmaghani
besuchen Integrationsprojekte für Zuwanderer aus Südosteuropa
Senatorin Dilek Kolat ist Gast auf dem Karneval der Kulturen
Wowereit zum Karneval der Kulturen: „Berlin zeigt sich von seiner schönsten Seite"
Aus dem Landespressedienst
Beutezüge… Ausstellung im „ratskeller“ Lichtenberg ab 9. Mai
Schöneberg: HEIMAT BERLIN - Migrationsgeschichte für Kinder
Nur geringe Auswirkungen der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit auf dem Berliner Arbeitsmarkt
§ 175 Strafgesetzbuch: Berlin setzt sich im Bundesrat für Rehabilitierung schwuler Männer ein
Senatorin Scheeres eröffnet Sprachenwettbewerb „Kids – fit für Europa“
Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen und verbesserte außerunterrichtliche Förderung
von Kindern mit Behinderungen
Berlin sagt Nein zu Homophobie und Transphobie!
Einzelprojektförderung, einjährige Spielstättenförderung und Einstiegsförderung für das Jahr 2013
ausgeschrieben - Informationsveranstaltung am 05.06.2012 –
Landeskommission Berlin gegen Gewalt verleiht den Berliner Präventionspreis 2012
Einschulungsuntersuchungen 2011 der Berliner Kinder belegen gute Gesundheit
Angleichung des Berliner Landespflegegeldgesetzes an Europarecht
Shermin Langhoff wird Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters
Ehrung: Wowereit erhält Deutsch-Türkischen Freundschaftspreis
Senatorin Kolat hoch erfreut über aktuelle Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts:
Christliche Schein-Gewerkschaft CGZP war zu keinem Zeitpunkt tariffähig
Senatorin Kolat übergibt Preise bei Respect Gaymes 2012 – Zeig Respekt für Schwule und Lesben!
Kolat zu den neuen Arbeitsmarktzahlen:
Positive Entwicklung muss auch Langzeitarbeitslosen zugutekommen!
Anfragen an den Senat
„Politisch motivierte Gewalt von rechts und ihre Dokumentation“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite
Aus Europa, Bund und Ländern
Berliner Europaportal und Europa-Newsletter
3.181 Asylanträge im April 2012
Jahresgutachten: SVR kritisiert unzureichend koordinierte Integrationspolitik im deutschen Föderalismus
BAMF, Jahresstatistik: Zügig nach Deutschland?
Ein Jahr uneingeschränkte Freizügigkeit für Migranten aus den EU-8 Ländern
Integrationskurse: Hohe Nachfrage und weiter steigende Erfolgsquote.
ZMD: Politisch motivierte Straftaten stark angestiegen –
Islamfeindlichkeit muss als eigenständige Kategorie rassistischer Gewalt erfasst werden

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Workshops/ Tagungen
04.06., Tagung, BBGM: Abschlussveranstaltung des Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum
Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM)
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09.06., Projekttag: Märchenhafte Vielfalt Reinickendorf. Ein Aktionstag zur Mehrsprachigkeit
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Workshops/ Tagungen
18./19.06.: Tagung, 12. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz:
Gerechte Verteilung von Schutzsuchenden in Europa? Fragen an die Dublin II-Verordnung
Anmeldung bis: 08.06.2012
26. – 28.11.2012, Vorankündigung: Europäischer Kongress zum Thema Werteorientierung in Köln.
Anmeldung ab sofort möglich
Initiativen
"Erfolgsgeschichten". Jugendwettbewerb der Deutschen Islam Konferenz. Frist: 31.08.2012
Goethe Institut: >>MehrsprachICH<< Europaweiter Videowettbewerb. Frist: 17.06.2012
Für NachwuchsjournalistInnen:
KAUSA Medienpreis 2012. Migration, Integration und Bildung. Frist: 20.07.2012
Qualifizierungen
LIFE e.V.: Mit Energie in die berufliche Zukunft
Berufliche Beratung für Akademikerinnen mit Migrationshintergrund zur Integration in den Arbeitsmarkt
Ab Anfang August: Den Mittleren Schulabschluss nachholen.
Für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Anmeldung ab sofort möglich
AKARSU e.V., Qualifizierungsprojekt: „BLEIB DRAN!“ Kontakt- und Infoveranstaltung am 07.06.2012
20.-22.06.: Aktionstage für Schülerinnen. Technische Berufe praxisnah für die Klassenstufen 9-12
Aus Projekten und Vereinen
Gül ist lesbisch – Hassan ist schwul.
Neue Plakatkampagne des BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE
20.06., AWO Begegnungszentrum: 18. internationales Seniorenfest
Babel e.V.: Programm Juni 2012
Bayouma-Haus der AWO: Programm Juni 2012

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Veranstaltungen
Seit 24.05.2012, Afrika-Haus Berlin: MIGRATION und ICH" - Im Spiegel der Malerei
01.-03.06.: Deutsch-polnisches Kulturfest "PoKuSa - Polnische Kultur-Saison"
02.06., zum siebten Mal: Respect Gaymes. Mit Sport, Musik und Spaß gegen Homophobie
04. bis 17.06.: 18. Jüdisches Filmfestival in Berlin und Potsdam
09./10.06., Şehitlik-Moschee Neukölln:
Familien-Sommerfest. Für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben
13.06. bis 17.06., WdK: »HUMAN FRAMES« Das europäisch-asiatische Film-Festival
14.06., WdK, Sufikonzert: Musik für die Seele. Sufimusik und Erzählungen
15./16.06., Straßenfest gegen Rassismus": AKY - together 2012"
u.a. 16./17.06 und 23.06., Berlin Pride Festival:
Christopher Street Day 2012/ 20. Lesbisch-schwules Stadtfest

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Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Studie: Muslime in Europas Medienlandschaft
IDA e.V., Überarbeitete Neuauflage: „Islamfeindlichkeit –Aspekte, Stimmen, Gegenstrategien“
bpb, Neuerscheinung: „Was glaubst Du? Das Heft zum Islam“
Total Plural e.V.: "Das 1. Afro-Deutsche Ausmalbuch"

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Integrationsbeauftragter aktuell

4. Für die Region Fernost, Afrika, Süd-, Mittel- und
Nordamerika: Herr Yonas Endrias; Herr Akinola
Famson (Stellvertreter)
5. Für die Region Naher und Mittlerer Osten, Pakistan, Indien:
Herr Azamat Damir; Herr Mohamad Hajjaj (Stellvertreter)
6. Für die Region Türkei:
Frau Pinar Cetin; Herr Barbaros Kaman (Stellvertreter)

MIGRANTENVERTRETUNG FÜR DEN
LANDESBEIRAT FÜR INTEGRATIONS- UND
MIGRATIONSFRAGEN GEWÄHLT

7. Für den Sitz ohne regionale Quotierung:
Herr Mustafa Özdemir; Herr Ali-Hikmet Cambudak (Stellvertreter).

Im Beisein des Staatssekretärs für Arbeit, Integration
und Frauen, Farhad Dilmaghani, sind im Willy-BrandtSaal des Schöneberger Rathauses am Abend des 3.
Mai 2012 die Repräsentanten der Berliner Migrantinnen
und Migranten für den Landesbeirat für Integrationsund Migrationsfragen gewählt worden.

Wahlberechtigt waren Vertreterinnen und Vertreter von
159 Migrantenvereinen, die sich auf einer beim Integrationsbeauftragten öffentlich geführten Liste eingetragen
hatten. Für die sieben Plätze im Integrationsbeirat waren 59 Kandidatinnen und Kandidaten zugelassen. Zur
Sicherstellung einer ausgewogenen Repräsentanz waren fünf Plätze für bestimmte Herkunftsregionen vorgesehen, ein Platz für eine Vertretung der Aussiedlerinnen und Aussiedler und ein Platz ohne regionale Zuordnung.
Gewählt wurden:
1. Für die Gruppe der Aussiedlerinnen und Aussiedler:
Herr Roman Kurz; Frau Claudia Magdalena
Hahn (Stellvertreterin)
2. Für die Region Europa außerhalb der Europäischen Union:
Frau Dr. Ilmira Miftakhova; Herr Meho Travljanin
(Stellvertreter)

Diese Wahl war notwendig geworden, nachdem der
Wahlgang vom 5.12.2011 aufgrund eines Verfahrensfehlers für ungültig erklärt worden war.
Zusammensetzung und Aufgaben des Landesbeirats
für Integrations- und Migrationsfragen sind im Partizipations- und Integrationsgesetz festgeschrieben. Zentrale
Aufgabe ist, Empfehlungen zur Weiterentwicklung der
Integrationspolitik zu erarbeiten. Mitglieder im Beirat
sind neben den Vertretern der Einwanderinnen und
Einwanderer Vertretungen von Verbänden und der Bezirke sowie die Staatssekretärinnen und Staatssekretäre der verschiedenen Senatsverwaltungen. Vorsitzende
ist die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen. Die
konstituierende Sitzung des Landesbeirates für Integrations- und Migrationsfragen ist für den 7. Juni 2012 geplant.
Weitere Informationen unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/beirat/index.html.
[Fotos: Integrationsbeauftragter, Lara Chahrour]

3. Für die Region Europäische Union:
Frau Natasha A. Kelly; Frau Lucyna Jachymiak
Krolikowska (Stellvertreterin)

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Um Anmeldung bis zum 10.06.12 wird gebeten.
27.06., Veranstaltung des IQ-Netzwerks Berlin:

ERÖFFNUNG DER ZENTRALEN
ERSTANLAUFSTELLE ANERKENNUNG
DURCH SENATORIN KOLAT
Anmeldefrist: 10.06.2012
Mittwoch, den 27. Juni ab 11.00 Uhr
Lützowstraße 106, 10785 Berlin-Mitte

In der Beratung des IQ Netzwerks Berlin erhalten alle
Interessierten eine unabhängige und kostenfreie Auskunft zu dem neuen Anerkennungsgesetz, das am
01.04.2012 in Kraft getreten ist.
Das IQ Netzwerk Berlin ist Teil des bundesweiten Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung – IQ“,
dessen Ziel es ist, die berufliche Integration von erwachsenen Migrantinnen und Migranten nachhaltig zu
stärken, sie umfassend zu beraten und darüber hinaus
Beratungsfachkräfte der Arbeitsmarktpartner zu informieren, zu schulen und zu vernetzen.
Die Zentrale Erstanlaufstelle Anerkennung ist Projektpartner des IQ Netzwerks Berlin und übernimmt
ab 01. Juni 2012 die Erstberatung von Migrantinnen
und Migranten, die sich über dieses Gesetz informieren oder die einen Antrag auf Anerkennung ihres im Ausland erworbenen Abschlusses stellen
wollen.
Im Beratungsgespräch werden Fragen geklärt wie zum
Beispiel: Welchem Beruf entspricht meine Qualifikation,
die ich im Ausland erworben habe? Bei welcher Berufskammer oder Behörde stelle ich einen Antrag auf
ein Verfahren zur Gleichwertigkeitsprüfung? Welche
Unterlagen müssen eingereicht werden?
Es wird zudem eine Beratung in folgenden Sprachen
angeboten: Deutsch, Englisch, Spanisch, Türkisch und
Arabisch.

Mittwoch, 27. Juni,

Am
wird die Zentrale
Erstanlaufstelle Anerkennung feierlich durch Frau Senatorin Kolat eröffnet. Im Anschluss erfolgt u.a. eine
Vorstellung der gesamten Teilprojektpartner/innen des
IQ Netzwerks Berlin, ein kleiner Empfang und Presserundgang.
Termin: Mittwoch, den 27. Juni ab 11.00 Uhr
Ort: Zentrale Erstanlaufstelle Anerkennung- Trägergemeinschaft Gesellschaft für berufsbildende
Maßnahmen(GFBM) und Otto Benecke Stiftung
(OBS)- Lützowstraße 106, 10785 Berlin-Mitte.

Anmeldung und Kontakt:
Deniz Agdas
Stellvertretende Leitung/Öffentlichkeitsarbeit
IQ Netzwerk Berlin
E-Mail: Deniz.Agdas@IntMig.Berlin.de
Achtung: Der gesamte Termin ist presseöffentlich!
Weitere Information zur Beratung durch das IQ Netzwerk unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/ausbildung/iqnb.h
tm

STELLUNGNAHME
ZUM SVR-JAHRESGUTACHTEN
Stellungnahme des Beauftragten für Integration
und Migration des Senats von Berlin, Günter Piening, zum heute (8. Mai) vorgelegten dritten Jahresgutachten des Sachverständigenrats deutscher
Stiftungen für Integration und Migration „Integration im föderalen System: Bund, Länder und die Rolle der Kommunen“:
Das dritte Jahresgutachten zeigt auf eindrucksvolle
Weise, dass der Integrationsoptimismus in der Bevölkerung sowohl bei den Personen mit – als auch ohne –
Migrationshintergrund groß ist. Dieses ist ein gutes Zeichen – für die Zivilgesellschaft, aber nicht unbedingt für
die Politik. Denn, so legt der SVR-Bericht nahe, Fortschritte bei der Entwicklung einer Integrationspolitik
"aus einem Guss" haben vor allem die Länder und
Kommunen gemacht. Die Bundespolitik, die ja den
Rahmen setzt und maßgeblich die einwanderungspolitischen Diskurse bestimmt, hinkt hinterher. Auch die
Veranstaltung von Integrationsgipfeln kann nicht verdecken, dass der Bundesregierung ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Gesellschaftspolitik in der Einwanderungsgesellschaft fehlt. Das Jahresgutachten kritisiert
darum zu Recht, dass die deutsche Integrationspolitik,
die in einem unübersichtlichen Institutionengefüge arbeitet, nach wie vor wenig kohärent ist und unklare
Leitbilder aussendet.
Das Land Berlin hat seine integrationspolitischen Möglichkeiten in den letzten Jahren genutzt. Auf der Grundlage eines umfassenden Integrationskonzepts hat Berlin ein Partizipations- und Integrationsgesetz verabschiedet, das vor allem die interkulturelle Öffnung der
Verwaltung und der öffentlichen Dienstleistungen regelt. Berlin steuert seine Integrationspolitik zudem seit
vielen Jahren über ein eigenes Monitoringsystem und
hat dies zusammen mit den anderen Bundesländern
ausgefeilt. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen
Bundesländern konnte in den vergangenen Jahren
durch die Integrationsministerkonferenz verbessert
werden.

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Der SVR fordert, den nach wie vor vorhandenen Integrationsoptimismus zu nutzen und endlich eine eindeutige, auf die Anerkennung von Einwanderung und Vielfalt
ausgerichtete Politik zu entwickeln. Dem können wir
aus Berliner Sicht nur zustimmen, denn das sind die
Leitlinien unserer Integrationspolitik. Darum müssen
diese Forderungen vor allem an die Bundesregierung
gehen. Klare Signale der Dazugehörigkeit an die Einwanderer, Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung und gute Rahmenbedingungen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Inneres, Soziales aber
auch Stadtentwicklung sowie Reformen im Aufenthaltsund Staatsbürgerschaftsrecht – hier müssen von der
Bundesregierung deutlichere Schritte getan werden, als
dieses bisher erkennbar ist.
Weitere Informationen zum SVR-Jahresgutachten und
einen Downloadlink finden Sie auf Seite 18 in dieser
Ausgabe.

RESPEKT GEWINNT - 2012

Der Projekt-Wettbewerb für ein weltoffenes Berlin
geht in die nächste Runde
Auch in diesem Jahr schreibt der
Berliner Ratschlag für Demokratie
wieder Geld- und Sachpreise für
Projekte aus, die sich für Respekt, Vielfalt und Demokratie in
Berlin engagieren.
Ab sofort können alle Berlinerinnen und Berliner Fotos,
Videos, Texte und Präsentationen ihrer Projekte und
Aktionen für ein weltoffenes Berlin auf der Website
www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de hoch laden
und der Öffentlichkeit präsentieren. Eine Jury des Berliner Ratschlags für Demokratie wird die interessantesten unter ihnen auswählen und prämieren.
„Ob in Schulen oder Verbänden, am Arbeitsplatz oder
im Sportverein, überall engagieren sich Berlinerinnen
und Berliner für eine Kultur des Respekts im Alltag. Mit
dem Projektwettbewerb „Respekt gewinnt!“ will der Berliner Ratschlag für Demokratie das Engagement dieser
Menschen würdigen und ihren Projekten eine größere
Öffentlichkeit verschaffen,“ sagt Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening, in dessen Büro die Geschäftsstelle des Berliner Ratschlags für Demokratie
angesiedelt ist.
Zu gewinnen gibt es Geldpreise bis zu 5.000 Euro und
zahlreiche Sachpreise. Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2012.
Der Wettbewerb „Respekt gewinnt!“ wurde 2009 zum
ersten Mal ausgeschrieben. Im vergangenen Jahr gewannen das RAA-Projekt „JUMA – Jung, muslimisch,
aktiv“, die Jugendinitiative „BEIspielhaft“ sowie das
Straßentheaterprojekt „Wege und Widerstand“.

Der 2008 gegründete Berliner Ratschlag für Demokratie ist ein Netzwerk von Berliner Persönlichkeiten, die
für eine demokratische Stadtgesellschaft werben und
ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und
Antisemitismus in Berlin setzen wollen.
Weitere Informationen, die aktuellen Beiträge auf der
Plattform und Bilder von den Preisverleihungen 2011
finden Sie unter:
http://www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de
Kontakt und weitere Informationen:
Sabine Wessels
Koordination „Respekt gewinnt!“
Tel.: (0172) 8819117
E-Mail:
wettbewerb@berlinerratschlagfuerdemokratie.de
Internet: http://www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de
Geschäftsstelle beim Beauftragten des Berliner Senats
für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Tel.: (030) 90 17 -23 29
Fax: (030) 90 17 -23 20 (Sekretariat)
Infoblatt:

SCHEINSELBSTÄNDIGKEIT
Ursachen, Rechtsfolgen
und Beratungsmöglichkeiten

Infoblatt in deutscher, bulgarischer und rumänischer Sprache erschienen
Personen aus Bulgarien und Rumänien dürfen noch bis
Ende 2013 nur eingeschränkt als Arbeitnehmer/innen in
Deutschland tätig sein.
Viele von Ihnen melden daher ein Gewerbe an, ohne
zu wissen, dass zwischen einer selbständig ausgeübten Tätigkeit und der Ausübung einer abhängigen Beschäftigung nach deutschem Recht große Unterschiede
bestehen.
Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen hat aus diesem Grunde insbesondere für dieses
Personenkreis ein Infoblatt herausgegeben, das über
die Rechtsfolgen etwaiger Scheinselbständigkeit informiert und diesbezügliche Beratungsangebote benennt.
Das Infoblatt (Scheinselbständigkeit - Ursachen,
Rechtsfolgen und Beratungsmöglichkeiten) kann in
deutscher, bulgarischer und rumänischer Sprache kostenlos heruntergeladen werden unter:
http://www.berlin.de/sen/arbeit/schwarzarbeit/schwarz/i
ndex.html

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Senatorin Kolat:

STEIGENDE EINBÜRGERUNGSZAHLEN
EIN ZEICHEN GELUNGENER INTEGRATION
Die heute vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bekannt gegebenen Einbürgerungszahlen weisen für Berlin einen deutlichen Anstieg aus.
Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek
Kolat sieht darin auch eine Bestätigung der Senatspolitik, aktiv für den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft zu werben: „Nach dem Rückgang der Zahlen in
den letzten Jahren hat Berlin damit wieder Werte erreicht, die das Einbürgerungspotenzial recht gut abbilden. Knapp 7.000 Personen ließen sich im vergangenen Jahr einbürgern. Dieser Wert liegt über dem
Durchschnitt der letzten 10 Jahre und zeigt, dass es
keinen Trend zu mangelnder Bereitschaft gibt, sich einbürgern zu lassen. Ein wesentliches Hindernis ist allerdings weiterhin die hohe Arbeitslosenquote unter Migranten, die den Erwerb der Staatsbürgerschaft erschwert.“
Senatorin Kolat: „Es ist gut für Berlin, wenn mehr Menschen die vollen Staatsbürgerrechte bekommen und
das volle aktive und passive Wahlrecht. Dies stärkt die
Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und das Dazugehörigkeitsgefühl.
Aus diesem Grund wird Berlin seine Einbürgerungskampagne in diesem Jahr auch weiter ausbauen. Berlin
will die Einbürgerung und wirbt aktiv dafür. Den Rahmen der Bundesgesetze kann Berlin schließlich nicht
allein verändern, auch wenn eine erleichterte Hinnahme von Mehrstaatigkeit oder der Wegfall der Optionspflicht für Jugendliche mit Erreichen der Volljährigkeit
integrationspolitisch wünschenswert sind.“
[PM v. 07.05. SenAIF/RED]

WOWEREIT BEGRÜßT STEIGENDE
EINBÜRGERUNGSZAHLEN IN BERLIN
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Im vergangenen Jahr wurden in Berlin 6959 Personen
eingebürgert. Erstmals seit 2008 ist die Zahl der Einbürgerungen damit wieder gestiegen.
Zu den vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichten Zahlen erklärt der Regierende Bürgermeister
von Berlin, Klaus Wowereit: „Ich freue mich über den
positiven Trend. Er ist ein gutes Zeichen unserer Integrationskraft, die vor allem von jüngeren Mitbürgerinnen
und Mitbürgern positiv bewertet wird.“
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
http://www.statistik-berlinbrandenburg.de/pms/2012/12-05-07.pdf

[PM v. 07.05.]

INFORMATIONSBESUCH IN NEUKÖLLN

Europaabgeordneter Swoboda und Staatssekretär
Dilmaghani besuchen Integrationsprojekte für Zuwanderer aus Südosteuropa
Johannes Swoboda, Europaabgeordneter und Vorsitzender der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament,
und Farhad Dilmaghani, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen informierten am 14.05. in Neukölln gemeinsam mit Dr. Franziska
Giffey, Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und
Sport, über die Ausgestaltung von Integrationsprojekten
für Zuwanderer aus Südosteuropa.
Sie besuchten den Alphabetisierungskurs „LUSLIM“ für
Roma aus den Ländern Südosteuropas, der vom Verein AspE (Ambulante sozialpädagogische Erziehungshilfe e. V.) durchgeführt wird, sowie die EduardMöricke-Grundschule, in der rund 15 Prozent der Kinder aus Romafamilien stammen. Bei einer Gesamtschülerzahl von 333 Kindern besuchen 50 Romakinder diese Schule.
„Die Lage der Roma in Berlin zu verbessern ist für Senat und Bezirke ein wichtiges integrationspolitisches
Ziel“, erklärte Staatssekretär Dilmaghani. „Ich freue
mich, dass wir heute die Gelegenheit haben, uns gemeinsam vor Ort über ergriffene Maßnahmen zu informieren.“ Dilmaghani wies darauf hin, dass der Senat
schon jetzt erhebliche Mittel bereitstellt, um Schulen mit
einem hohen Anteil von neu ankommenden Kindern die
Einstellung zusätzlicher Lehrkräfte zu ermöglichen. Des
Weiteren wurden Ende 2011 von der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung Mittel zur Verfügung gestellt, mit
denen unter anderem Alphabetisierungskurse für Kinder und Erwachsene durchgeführt, aber auch Lehrmaterialien für weitere Alphabetisierungskurse entwickelt
und Workshops zur Fortbildung von Pädagogen veranstaltet werden.
„Es freut mich, dass ein europäischer Spitzenpolitiker
gemeinsam mit dem Berliner Integrationsstaatssekretär
den Bezirk Neukölln besucht und sich vor Ort eines
wichtigen integrations- und europapolitischen Themas
annimmt“, so Stadträtin Dr. Giffey.
[PM v. 14.05. SenAIF/RED]

SENATORIN DILEK KOLAT IST GAST
AUF DEM KARNEVAL DER KULTUREN
Am Sonntag, dem 27. Mai 2012 wird sich die Senatorin
für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat ab 13.30
Uhr den großen Umzug des Karnevals der Kulturen von
der Gästetribüne aus ansehen.
„Der Karneval der Kulturen passt zu Berlin als kulturell
vielfältige Stadt, deshalb freue ich mich, dass auch dieses Jahr wieder ein Umzug mit fast 5.000 Aktiven aus

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80 Ländern durch die Straßen zieht. Und da das Wetter
uns strahlenden Sonnenschein verspricht, wird es sicherlich ein ganz besonders schönes Fest werden!“
Schon im Rahmen des letzten Doppelhaushaltes
2010/2011 hatte der Berliner Senat dafür gesorgt, den
Karneval der Kulturen auf eine solide finanzielle Basis
zu stellen.
Als Ausdruck ihrer Wertschätzung für den Karneval der
Kulturen haben Parlament und Senat schon 2010 eine
zusätzliche Summe in Höhe von 270.000 Euro für den
Veranstalter, die Werkstatt der Kulturen (WdK), bereitgestellt. Und auch im Folgehaushalt 2012/2013, der
gerade in die Endabstimmung geht, ist diese Summe
wieder vorgesehen.
Senatorin Kolat: „Mit dieser Etatisierung gibt es seither
Planungssicherheit für die Veranstaltung.“ Die Senatorin ist für den Etat der Werkstatt der Kulturen verantwortlich.
[PM v. 25.05. SenAIF]

Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 02.05.2012, 13:05 Uhr
Bezirksamt Lichtenberg

BEUTEZÜGE…

Ausstellung im „ratskeller“ ab 9. Mai
Am 09.05.2012, 19 Uhr, wird in der Galerie für zeitgenössische Kunst „ratskeller“, im Rathaus Lichtenberg,
Möllendorffstraße 6, die Ausstellung „Beutezüge. Systeme des Eigennutzes - Mechanismen der Plünderung“
mit Arbeiten internationaler Künstler/innen eröffnet.
Zu sehen sind aktuelle Werke - Fotos, Bild-TextCollagen, Filme, Videos - von Lara Baladi, Taysir Batniji, Zanny Begg, Libia Castro und Ólafur Ólafsson, Maryam Jafri, Lina Khatib, Candida TV/D Media, Joanne
Richardson und David Rych, Vassiliea Stylianidou.
Die Künstler/innen reagieren damit auf aktuelle politische Prozesse und gesellschaftliche Veränderungen.
Die Ausstellung wird von Sabine Winkler kuratiert. Bis
zum 29.06.2012 ist sie im „ratskeller“ montags bis freitags von 10 Uhr bis 18 Uhr zu sehen.

Wowereit zum Karneval der Kulturen:

„BERLIN ZEIGT SICH
VON SEINER SCHÖNSTEN SEITE"
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
Karnevals der Kulturen herzlich willkommen geheißen:
„Rund um Pfingsten zeigt sich Berlin einmal mehr von
seiner schönsten Seite. Seit 1996 findet der Karneval
der Kulturen in Berlin statt. Mittlerweile sind es mehr als
anderthalb Million Menschen, die sich vom Umzug der
Gruppen in den Bann ziehen lassen. Dies ist und bleibt
eine eindrucksvolle Demonstration der kulturellen Vielfalt Berlins, wo Menschen aus 180 Nationen miteinander leben. Berlin ist eine bunte und tolerante Metropole.
In diesen Tagen wird dies ganz besonders deutlich.“
Wowereit dankte auch den Veranstaltern für ihren Einsatz: „Ohne die „Werkstatt der Kulturen“, aber auch die
Mithilfe von Tausenden könnte das fröhlichste Fest
Berlins nicht stattfinden. Ich danke allen Haupt- und
Ehrenamtlichen für ihr fortdauerndes Engagement.“
[PM v. 25.05.]

Die von Sabine Winkler zusammengestellten Arbeiten
von neun internationalen Künstlern/innen erforschen
sowohl moderne Plünderungsmechanismen als auch
deren historische und politische Hintergründe auf sehr
unterschiedliche Weise.
Lara Baladi beschäftigt sich in ihrer Arbeit Hope mit
dem inoffiziellen Wohnungsbau in Kairo, der als Produkt informeller oder nicht vorhandener Arbeit gesehen
werden kann und korrupte Verbindungen widerspiegelt.
Taysir Batniji fotografiert zerbombte Häuser in Gaza
und präsentiert sie im Immobilien-Design, um auf tradierte Landeroberung und Immobilienaneignung hinzuweisen.
In Treat (or Trick) erfindet Zanny Begg für die auf Illusionen basierende unsichtbare Hand des Marktes - die
den Markt eben nicht wie durch Zauberhand reguliert die Metapher der auf Illusionen basierenden Hand des
Zauberers. Sie verweist auf den Illusionscharakter und
auf die Bedeutung irrationaler Glaubensmechanismen.
Libia Castro und Ólafur Ólafsson untersuchen in ihrem
Videofilm Einflussnahmen von Lobbyistenverbänden in
Brüssel und Straßburg auf EU-Parlamentarier und deren Abstimmverhalten. Sie stellen die Frage, inwieweit
hier bereits Gesetzesvorlagen und Kampagnen im
Dienste zukünftiger Kapitalgewinnung gesehen werden
müssen, und was die Folgewirkungen davon sind.
Maryam Jafri kombiniert in ihren Collagen Bild- und
Textmaterial aus Zeitungen unterschiedlicher Epochen

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und stellt Verbindungen zwischen kolonialen und aktuellen Ausbeutungsmechanismen her, indem sie Methoden der Berichterstattung analysiert.
Lina Khatib zeigt in ihrem Video Fotografien von Werbeplakaten der gefallenen oder sich im Sturz befindenden Langzeitdiktatoren der arabischen Revolutionsländer und führt patriarchale Gesten und Posen vor.
Mitglieder der beiden Videoaktivistinnen-Kollektive
Candida TV und TV Media stellen in ihrem Film Made
in Italy 16.000 italienischen Firmen, die ihre Produktionsstätte in das Billigproduktionsland Rumänien verlagert haben, zwei Millionen rumänische Migrant/innen
gegenüber. Beute entsteht hier im doppelten Sinn,
durch Steuerbegünstigung der Firmen und durch restriktive Ausländerpolitik, die Migrant/innen am Arbeitsmarkt illegalisiert und diskriminiert.
Joanne Richardson und David Rych thematisieren in
ihrem Film Red Tours Transformationsprozesse von
Kommunismus in Kapitalismus.
Vassiliea Stylianidou manipuliert Fotografien von Konzernvorständen aus unterschiedlichen Zeitschriften mit
Knetmasse und bricht ironisch deren Pose der repräsentativen Selbstdarstellung.
Weitere Informationen
Bezirksamt Lichtenberg
Amt für Weiterbildung und Kultur
ratskeller -Galerie für zeitgenössische Kunst
Telefon (030) 90296 37- 12/- 13

Pressemitteilung vom 02.05.2012, 12:20 Uhr
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

HEIMAT BERLIN

Migrationsgeschichte für Kinder
Anfang Mai geht das Modellprojekt des Jugend Museums Schöneberg mit einem Theaterworkshop in die
nächste Runde.
Unter dem Motto „Almanya, Almanya! Von der Türkei
nach Berlin“ werden Schülerinnen und Schüler mit der
Methode des Konfrontationstheaters in die Rollen von
Zuwanderern und alteingesessenen Berlinern schlüpfen und dabei die historische Situation selbst neu verhandeln. Im Fokus steht die Migration von türkischen
Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern: Viele kamen
nach Deutschland in der Hoffnung gutes Geld zu verdienen, um sich in der Heimat ein besseres Leben zu
ermöglichen und stießen hier oft auf Ablehnung und
ungeahnte Ängste. Auch in den Medien wurden
Ressentiments geschürt: „Die Türken kommen – rette
sich wer kann“ titelte die Zeitschrift „Der Spiegel“ in den
1970er Jahren.
Heimat Berlin wird im Rahmen des Bundesprogramms
„TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“
gefördert und hatte im Mai 2011 mit einem mehrwöchi-

gen Theaterworkshop zur Ein-wanderung der Böhmen
und Schlesier seinen Auftakt. Im Februar 2012 startete
das Projekt in seine zweite Phase: In Lernwerkstätten
haben Schülerinnen und Schüler Forschungen zur jüngeren Migrationsgeschichte betrieben. Innerhalb von
vier Projektwochen haben unterschiedliche Gruppen
Interviews geführt und gelernt, wie man eine Filmreportage dreht; einen Zeichentrickfilm entwickelt, der Geschichten von Migrationsobjekten erzählt und ein Radiofeature zum Thema Migration erstellt. Die Ergebnisse sind auf der Website
http://www.heimat-berlin.info
zu sehen.
Von August bis Oktober folgen weitere Workshops.
Programmdownload: http://www.heimat-berlin.info
Kontakt: mail@jugendmuseum.de, Tel. 902 77 6163,
Projekt-/Museumsleitung: Petra Zwaka,
Anschrift:
Jugend Museum
Hauptstraße 40/42
10827 Berlin
Weitere Infos:
Im Mittelpunkt des Modellprojektes steht das historische Lernen mit Schulkindern ab 10 Jahren am Beispiel der deutschen Zuwanderungsgeschichte. Es wird
der Frage nachgegangen, wie Mig-ration den Bezirk
Tempelhof/Schöneberg über Jahrhunderte verändert
und andererseits die Stadt die Einwanderer/innen geprägt hat. Das Projekt versteht sich als Beitrag, Heranwachsende bereits in einem frühen Alter dabei zu unterstützen, eine kulturelle und historische Identität zu
entwickeln.
Am Ende des dreijährigen Projektes soll in Form einer
neuen Ausstellung im Jugend Museum ein permanentes Angebot im Bezirk zur Verfügung stehen, das zur
lokalen Identifikation sowie zur sozialen und kulturellen
Integration beiträgt.

Pressemitteilung vom 08.05.2012, 12:45 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

NUR GERINGE AUSWIRKUNGEN DER
VOLLEN ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT
AUF DEM BERLINER ARBEITSMARKT
Aus der Sitzung des Senats am 8. Mai 2012:
Die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU hat bisher
nur geringe Auswirkungen auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Lediglich 2.000 Personen in Berlin und 1.900
Personen in Brandenburg sind seit dem Inkrafttreten im
Mai 2011 aus den EU-8-Staaten auf dem regionalen
Arbeitsmarkt hinzugekommen. Das geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat
auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Integration und
Frauen, Dilek Kolat, beschlossen hat.

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Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat aufgefordert,
ein knappes Jahr nach Öffnung des Arbeitsmarktes für
die EU-8-Staaten erstmals über die Lage am regionalen Arbeitsmarkt und die Ergebnisse des Monitorings
der Arbeitsagenturen zu berichten. Entgegen einzelner
Prognosen kam es nach Aufhebung der Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit für die sog. EU-8Staaten Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen zum 1. Mai 2011
nicht zu einem erheblichen Anstieg der Zuwanderung
aus den neuen Mitgliedstaaten.
Unter Berücksichtigung der regelmäßigen saisonalen
Schwankungen errechnete die Bundesagentur für Arbeit von April bis Dezember 2011 bundesweit einen
Zuwachs von knapp 60.000 Beschäftigten, welcher der
uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit zugerechnet werden kann. Der Anteil der Beschäftigten aus
den EU-8-Staaten an allen Beschäftigten in Deutschland beläuft sich nach Angaben der Bundesagentur auf
0,8 %. Berlin-Brandenburg als grenznahe Region ist
auch nicht in besonderem Maße vom Anstieg der Beschäftigten aus den EU-8-Staaten betroffen. Vielmehr
zeichnet sich eine Konzentration auf die wirtschaftsstarken Ballungszentren in Süd- und Westdeutschland
ab.

Der Paragraf 175 des Strafgesetzbuches stellte 122
Jahren lang einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe. Besonders grausam war
die Verfolgung in der Nazizeit, aber auch nach 1945
galt in der Bundesrepublik Deutschland der § 175 StGB
weiter. Schon erotische Annäherungen standen unter
Strafe. Ca. 50.000 Männer wurden verurteilt. Sie mussten Gefängnis- und Zuchthausstrafen verbüßen, nicht
selten wurde ihre bürgerliche Existenz zerstört. Erst
1994 wurde der Paragraf endgültig gestrichen. Auch in
der DDR stand Homosexualität zwischen Erwachsenen
bis 1968 unter Strafe.
Während Urteile aus der Nazizeit inzwischen aufgehoben wurden und Überlebende Anspruch auf Entschädigung haben, sind die nach 1945 verurteilten Homosexuellen bis heute nicht rehabilitiert.
Dazu die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und
Frauen, Dilek Kolat, in ihrer heutigen Rede vor dem
Deutschen Bundesrat: „Die noch Lebenden, die durch
den § 175 StGB existentiell beeinträchtigt wurden, sind
heute 70 bis 90 Jahre alt. Die Zeit drängt also, um wenigstens einigen Überlebende noch die Rehabilitierung
und mögliche Entschädigung zu Teil werden zu lassen,
die ihnen zusteht.“

Trotz des häufig beklagten Mangels an Fachkräften
bemühen sich derzeit nur wenige Betriebe um eine verstärkte Gewinnung von qualifizierten Beschäftigten aus
den EU-8-Staaten. Aus den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass ein Anstieg
hauptsächlich im Bereich der gering qualifizierten Beschäftigung zu verzeichnen ist. Entsprechend hoch ist
auch der Anteil an geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen unter den Zuwanderern. Die Zahl
der in Deutschland arbeitslos gemeldeten Staatsbürger
aus den EU-8-Ländern stagniert seit Mai 2011 bei ca.
30.000. Deshalb ist es auch zu einer zusätzlichen Belastung der Sozialsysteme nicht gekommen, vielmehr
haben Menschen aus den EU-8-Staaten, die schon
länger in Deutschland leben, nun eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen.

In der Antragsbegründung wird deutlich, dass die Strafandrohung für einvernehmliche sexuelle Handlungen
auch damals schon fundamentale Menschenrechte verletzte und gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstieß. Bisherige Versuche zur Rehabilitierung der verurteilten schwulen Männer scheiterten allerdings an rechtlichen Bedenken, die sich nach Einschätzung von Senatorin Kolat jedoch ausräumen lassen. Sie bat die Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer: „Fordern wir gemeinsam die Bundesregierung zur zügigen Rehabilitierung der nach 1945 wegen
homosexueller Handlungen zu Unrecht Verurteilten
auf!“

Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Telefon: 9028-2743

http://www.berlin.de/imperia/md/content/senaif/termineundreden/redenundinterviews/rede_sen_br_
__175.pdf?download.html

Pressemitteilung vom 11.05.2012, 12:45 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
§ 175 Strafgesetzbuch:

BERLIN SETZT SICH IM BUNDESRAT FÜR
REHABILITIERUNG SCHWULER MÄNNER EIN

Die Rede der Senatorin für Arbeit, Integration und
Frauen finden Sie im Internet unter:

sowie Hintergrundinformationen in den Dokumenten
lesbisch-schwuler Emanzipation Nr. 28 und 29 auf
http://www.berlin.de/lb/ads/gglw/publikationen/.
Rückfragen: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen, Telefon: 030 90282743

Berlin hat heute im Deutschen Bundesrat einen Entschließungsantrag für Maßnahmen zur Rehabilitierung
und Unterstützung schwuler Männer eingebracht, die
nach 1945 in beiden deutschen Staaten verurteilt wurden.

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Pressemitteilung vom 14.05.2012, 13:50 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

SENATORIN SCHEERES ERÖFFNET
SPRACHENWETTBEWERB
„KIDS – FIT FÜR EUROPA“

Heute (14.5.2012) findet zum sechsten Mal der EUProjekttag der Schulen statt. Auch in diesem Jahr besuchten Politikerinnen und Politiker der EU-, Bundesund Landesebene zahlreiche Berliner Schulen, um interessierten Schülerinnen und Schülern als Diskussionspartner zu aktuellen europäischen Themen zur Verfügung zu stehen.
Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Dieses Jahr hat
der Schulprojekttag eine besondere Bedeutung – denn
noch nie gab es so viele Fragen und Aufklärungsbedarf
rund um die Finanzkrise einiger EU-Länder, den Europäischen Zusammenhalt und die Zukunft Europas. Wir
stellen fest, dass dies ein Thema ist, das viele Jugendlichen bewegt. Deshalb ist es notwendig, dass Politiker
und Politikerinnen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort stehen – und ihnen nahe-bringen, warum sie sich für eine Zukunft in Europa engagieren sollen. Der Europa-Projekttag hat damit einen besonderen
bildungspolitischen Stellenwert.“
Im Rahmen des Projekttages eröffnete heute Bildungssenatorin Sandra Scheeres den Sprachenwettbewerb
„Kids - fit für Europa“ mit einem Grußwort.
Der Sprachenwettbewerb der Staatlichen EuropaSchule Berlin (SESB) hat eine gute Tradition. Er findet
im Schuljahr 2011/2012 bereits zum zehnten Mal statt.
In Berlin gibt es 17 Europa-Grundschulen und 13 weiterführende Schulen mit neun verschiedenen Sprachkombinationen: Deutsch-Englisch, -Französisch, Griechisch, -Italienisch, -Polnisch, -Portugiesisch, Russisch,
-Spanisch und -Türkisch. Der Sprachenwettbewerb
wurde mit 5.000,- € vom Verein Berliner Kauf-leute und
Industrieller e.V. (VBKI) gesponsert.
VBKI-Präsident Markus Voigt: „Das bilinguale Konzept
der Europaschulen ist eine wichtige Antwort auf die Erfordernisse eines zunehmend globalisierten Marktes.
Sprachkenntnisse erhöhen aber nicht nur die Chance
auf beruflichen Erfolg, sondern eröffnen ganz allgemein
Zugang zu anderen Kulturen – und sind deshalb auch
eine wesentliche Bereicherung des persönlichen Lebens.“
Senatorin Scheeres sieht in dem Sprachenwettbewerb
eine zusätzliche Motivation für die Europaschülerinnen
und -schüler, sich in ihrer Partnersprache zu beweisen:
„Dieser Wettbewerb ermutigt die Schülerinnen und
Schüler zum Sprachenlernen, stellt das besondere Engagement der Schüler für ihre Mehrsprachigkeit heraus
und belohnt sie dafür. Es zeigt sich, dass viele Europaschüler inzwischen so gut sind, dass sie in ihrer Part-

nersprache genauso gute Aufsätze schreiben wie in
ihrer Muttersprache. Ich freue mich und danke dafür,
dass der VBKI das Engagement der Schülerinnen und
Schüler in so großzügiger Weise unterstützt.“
Prämiert wurden Aufsätze der Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen der deutsch-griechischen
und deutsch-spanischen Grundschulstandorte und der
8. Jahrgangsstufen der deutsch-griechischen und
deutsch-spanischen weiterführenden Standorte zum
Thema „Das Land meiner Partnersprache / Das Land
meiner Erstsprache“, die diese nicht in ihrer Muttersprache sondern in ihrer Partnersprache geschrieben
haben.

Pressemitteilung vom 15.05.2012, 12:55 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen und verbesserte außerunterrichtliche Förderung
von Kindern mit Behinderungen
Aus der Sitzung des Senats am 15. Mai 2012:
Der Senat baut die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen für die Jahrgänge 5 und 6 aus und verbessert
die außerunterrichtliche Förderung von Kindern und
Jugendlichen mit Behinderungen. Er hat dazu auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Ganztagsbetreuung für Schülerinnen
und Schüler beschlossen. Die Vorlage hatte dem Rat
der Bürgermeister zur Stellungnahme vorgelegen und
wird nun in das Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung eingebracht.
Der Gesetzentwurf sieht für Kinder der Jahrgänge 5
und 6 bei Nachweis eines Betreuungsbedarfs an Schultagen ein Angebot in der ergänzenden Förderung und
Betreuung von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr vor. Bisher wird
in den Jahrgängen 5 und 6 die ergänzende Förderung
und Betreuung nur dann gewährt, wenn ein besonderer
Betreuungsbedarf nachgewiesen werden kann. Dies
trifft derzeit für rd. 2.700 Kinder zu. Der Nachweis eines
besonderen Bedarfs ist künftig nur noch für die Ferienbetreuung erforderlich. Damit hat sich der Senat für
eine Ferienbetreuung nicht nur für alle Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf entschieden, sondern
auch dafür, dass künftig allen Kindern, welche nach
Maßgabe der bisherigen besonderen Bedarfsprüfung
einen Anspruch auf ein Ferienangebot hatten, dieses
auch weiterhin eröffnet wird.
Für das Schuljahr 2012/13 soll die erweiterte Betreuungsmöglichkeit bereits für alle Fünftklässler gelten,
2013/14 für alle Fünft- und Sechstklässler. Die Bildungsverwaltung prognostiziert rd. 7.000 Kinder und
deren Familien zusätzlich, die von der neuen Regelung
profitieren werden.

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Bildungssenatorin Scheeres: „Alle Berliner Grundschulkinder sollen die Möglichkeit haben, nachmittags ergänzend gefördert und betreut zu werden. Durch den
Ausbau der ergänzenden Förderung und Betreuung für
die Fünft- und Sechstklässler erreichen wir dieses Ziel.
Gleichzeitig stärken wir für die Eltern die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie.“

und erst dadurch Homosexualität vollständig entkriminalisiert wurde. Heute möchten wir Verantwortung dafür
übernehmen. All jene, die von 1945 bis 1968/69 aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in beiden deutschen
Staaten bestraft wurden, sind zu rehabilitieren. Dafür
setzt sich Berlin nachdrücklich im Bundesrat ein!“ so
Kolat weiter.

Ab dem Schuljahr 2012/13 beabsichtigt der Senat auch
das Betreuungsangebot für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich
„Geistige Entwicklung“ sowie anderen schweren Behinderungen zu verbessern. Schülerinnen und Schüler, die
mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich
„Geistige Entwicklung“ ein sonderpädagogisches Förderzentrum in der Eingangs-, Unter- oder Mittelstufe
besuchen, wird ein neues zusätzliches Betreuungsmodul in der Zeit zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr angeboten. Dies trifft auch auf die Schülerinnen und
Schüler mit schweren Behinderungen im gemeinsamen
Unterricht an den Integrierten Sekundarschulen zu.
Die neuen Angebote stellen die erforderliche Gleichstellung zwischen den Angeboten der Integrierten Sekundarschule und der Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ her.
Das entspricht den Anforderungen der UN- Behindertenrechtskonvention.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse der Evaluation
finden Sie im Internet unter
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/gglw/isv
/zusammenfassung_der_ergebnisse_der_gesamtevalu
ation_isv_bf.pdf

Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Telefon: 90227-5843

Pressemitteilung vom 15.05.2012, 13:45 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

BERLIN SAGT NEIN
ZU HOMOPHOBIE UND TRANSPHOBIE!

Zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai erklärt die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat: „Berlin wird auch weiterhin
Homophobie und Transphobie den Kampf ansagen.
Diskriminierungen und Gewalt an Lesben, Schwulen,
Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Personen sind menschenverachtend. Das geht uns alle an!
Deshalb wird Berlin die Abgeordnetenhausinitiative zu
Akzeptanz sexueller Vielfalt nicht nur fortführen sondern auch weiterentwickeln.“
Die neuesten Ergebnisse der Evaluation zum Berliner
Maßnahmenpaket gegen Homo- und Transphobie (Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt!“), bestätigen, dass Berlin mit
seinen verschiedenen Maßnahmen auf dem richtigen
Weg ist. Die Landesantidiskriminierungsstelle bei der
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
wird nun gemeinsam mit Zivilgesellschaft und Verwaltung die einzelnen Ergebnisse auswerten und die Maßnahmen weiterentwickeln.
„An einem solchen Tag müssen wir uns auch daran
erinnern, dass erst 1994 der §175 StGB abgeschafft

Rückfragen: Silke Adamczyk, Telefon: 030 90282743

Pressemitteilung vom 15.05.2012, 10:55 Uhr
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten
Einzelprojektförderung, einjährige Spielstättenförderung und Einstiegsförderung für das Jahr 2013
ausgeschrieben
- Informationsveranstaltung am 5. Juni 2012 –
Die Berliner Kulturverwaltung weist darauf hin, dass
sich privatrechtlich organisierte Theater bzw. Theaterund Tanzgruppen bis zum 30. Juni 2012 (Ausschlussfrist) um Einzelprojektförderung, einjährige Spielstättenförderung und Einstiegsförderung für das Jahr 2013
bewerben können.
Im Rahmen der Einzelprojektförderung kann Theatern
oder Theater-/Tanzgruppen ein Produktionskostenzuschuss für zeitlich begrenzte Inszenierungsvorhaben
bzw. für Wiederaufnahmen und Weiterentwicklungen
von bereits bestehenden Produktionen gewährt werden.
Der/die Antragsteller/in muss mindestens eine Produktion erarbeitet und in Berlin gezeigt haben, die beim
Publikum und Kritik auf Interesse gestoßen ist. Dem
Antrag sind
a) Unterlagen über die bisherige künstlerische Tätigkeit
des/der Antragsteller/in und ihre Aufnahme bei Publikum und Kritik,
sowie
b) Angaben darüber, welches künstlerische Projekt
vorgesehen ist und wie es realisiert werden soll, bei
Wiederaufnahmen Dokumentationen der erfolgreichen
Erstaufführung und ihrer Aufnahme bei Publikum und
Kritik
beizufügen.
Beantragt werden können inszenierungsgebundene
Sach- und Personalkosten bis zum Tag der Premiere;
Aufführungskosten sind in der Regel nicht zuwendungsfähig.

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Im Rahmen der einjährigen Spielstättenförderung können für
investive Zuschüsse zum Ausbau, zur Erhaltung und
Ausstattung von Auftritts- und/oder Produktionsorten
und/oder Betriebszuschüsse für solche Einrichtungen
beantragt werden.
Der Antrag muss eine genaue Darstellung darüber enthalten, für welche Nutzungsart die Spielstätte bestimmt
ist und mit welcher Inanspruchnahme durch welche
Nutzer zu rechnen ist. Ferner ist ihm
a) für investive Zuschüsse ein detaillierter Kosten- und
Finanzierungsplan
sowie
b) für Betriebskostenzuschüsse eine Aufwands- und
Ertragsrechnung
beizufügen.
Im Rahmen der Einstiegsförderung können für
1. Berufseinsteigern, die eine professionelle Ausbildung
im Bereich der darstellenden Kunst abgeschossen haben,
2. Quereinsteigern, die die professionelle künstlerische
Qualität ihrer Arbeit im Bereich der darstellenden Kunst
nachweisen,
3. Berufsumsteigern, die bereits künstlerisch im Bereich
der darstellenden Kunst tätig waren (z.B. als Tänzerin
oder Schauspieler) und als künstlerisch Verantwortliche
(z.B. Regisseure oder Choreographen) arbeiten wollen,
wenn sie bisher noch keine Förderung von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten erhalten haben,
beantragt werden.
Die Einstiegsförderung wird als Stipendium gewährt.
Das Stipendium wird maximal bis zu einer Höhe von
5.000,00 € gewährt.
Dem Antrag sind beizufügen:
1. für Berufseinsteiger: einschlägige Zeugnisse und die
Dokumentation einer Arbeit im Bereich der darstellenden Kunst,
2. für Quereinsteiger: der Nachweis professioneller
Qualität im Bereich der darstellenden Kunst durch die
Dokumentation einer Arbeit im Bereich der darstellenden Kunst, geeignete Arbeitsproben bzw. einschlägige
Referenzen,
3. für Berufsumsteiger: der Nachweis ihrer Eignung
durch die Dokumentation einer Arbeit im Bereich der
darstellenden Kunst, geeignete Arbeitsproben bzw.
einschlägige Referenzen.

Die Vergabe der Mittel für die Einzelprojektförderung,
einjährige Spielstättenförderung und Einstiegsförderung
erfolgt auf Grundlage der Empfehlungen einer Jury.
Die Kulturverwaltung empfiehlt den Bewerberinnen und
Bewerbern jedoch, die neue Möglichkeit der OnlineBewerbung zu nutzen. Internetadresse:
http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/informatione
n/maininfo.html#K3
Am Dienstag, den 5. Juni 2012, 12 Uhr findet in der
Berliner Kulturverwaltung, Sitzungssaal in der 5. Etage,
Brunnenstraße 188-190, 10119 Berlin eine Informationsveranstaltung zum Thema statt.
Weitere Informationen erhalten sie beim
Regierenden Bürgermeister von Berlin
– Senatskanzlei –
Kulturelle Angelegenheiten,
Stichwort: Projektförderung Theater und
Tanzgruppen,
Brunnenstrasse 188 – 190,
10119 Berlin
(U-Bhf. Rosenthaler Platz),
Telefon: 90228 - 711, 712, 759.
Rückfragen: Mareike Ligges, Telefon: 90 228 711, 712,
759

Pressemitteilung vom 16.05.2012, 11:35 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

LANDESKOMMISSION
BERLIN GEGEN GEWALT VERLEIHT DEN
BERLINER PRÄVENTIONSPREIS 2012
Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt verleiht in
diesem Jahr zum 13. Mal den Berliner Präventionspreis. Mit der Verleihung dieses Preises will das zentrale Präventionsgremium des Landes Berlin besondere
Leistungen im Bereich der Gewalt- und Kriminalitätsprävention würdigen und unterstützen.
„Mit der Auslobung und Verleihung des Berliner Präventionspreises soll auch in diesem Jahr die Arbeit verschiedenster Projekte gewürdigt und ein Anreiz geschaffen werden, das gezeigte Engagement fortzusetzen“, so der Vorsitzende der Landeskommission Berlin
gegen Gewalt, Staatssekretär Andreas Statzkowski.
Der Berliner Präventionspreis ist in diesem Jahr dem
Thema „Schöne neue Welt - total vernetzt! Fluch oder
Segen?“ gewidmet. Er ist mit insgesamt 12.500 Euro
dotiert. Zusätzlich werden insgesamt drei Sonderpreise
in Höhe von jeweils 1.000 Euro durch die SECURITAS
Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG, die Unfallkasse
Berlin sowie die Initiative Schutz vor Kriminalität e. V.
(ISVK) gestiftet. Das Preisgeld ist für die Weiterführung

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bzw. Ausweitung der prämierten Projekte und Maßnahmen bestimmt. Die ausgewählten Projekte werden
im Rahmen des 12. Berliner Präventionstages am 16.
Oktober 2012 im Rathaus Schöneberg gewürdigt.
An der Ausschreibung des Berliner Präventionspreises
können sich Vereine, Verbände, Organisationen, Schulen, Institutionen, Behörden, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Die Bewerbungsfrist zur
Einsendung der Bewerbungsunterlagen endet am 29.
Juni 2012.
Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte den
Bewerbungsunterlagen zum Berliner Präventionspreis
2012, die bei der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt angefordert oder im Internet
unter
http://www.berlin.de/lb/lkbgg/berliner_praeventionspreis
/2012/index.html
heruntergeladen werden können.
Hintergrund:
Mit dem Berliner Präventionspreis 2012 werden Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten ausgezeichnet, die in
Berlin
• einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sämtliche Formen von Gewalt im Netz sowie deren Darstellung und Wirkung erforscht oder bekannt werden
oder
• in vorbildlicher Weise Präventionsarbeit in den Bereichen exzessive Mediennutzung oder selbst- oder
fremdschädigendes Verhalten im Netz oder Erkennen
von Gefahren leisten oder
• beispielhafte und innovative Aktivitäten vorweisen
können, die zum Erwerb von Medienkompetenz führen.
Kontakt:
Geschäftsstelle der
Landeskommission Berlin gegen Gewalt
Klosterstraße 47
10179 Berlin:
Tel.: (030) 90223 - 2913 / 2918 / 2922
Fax: (030) 90223 - 2921
E-Mail: berlin-gegen-gewalt@seninnsport.berlin.de

Pressemitteilung vom 21.05.2012, 11:05 Uhr
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

EINSCHULUNGSUNTERSUCHUNGEN 2011
DER BERLINER KINDER BELEGEN GUTE
GESUNDHEIT
Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen für
die 2011 in Berlin eingeschulten Kinder liegen jetzt vor.
Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales hat
hierfür die Daten von 13.076 Mädchen und 14.165
Jungen ausgewertet, die in den Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten der zwölf Bezirke untersucht wurden.
Der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja
erklärt: „Die überwiegende Mehrheit der Berliner Kinder
dieser Altersgruppe befindet sich in guter gesundheitlicher Verfassung. Der positive Trend der vergangenen
Jahre setzt sich damit fort. Verbesserungen gibt es vor
allem beim Impfschutz und bei den Deutschkenntnissen der Kinder mit Migrationshintergrund. Besondere
Aufmerksamkeit muss jedoch weiterhin den Familien
gelten, bei denen schwierige soziale Problemlagen mit
Erwerbslosigkeit zusammen treffen. Beratungs- und
Hilfebedarf besteht in den Punkten Ernährung, Zahngesundheit und Bewegung. Hierbei setzen wir auf den
bewährten Zugang zu den Kindern und ihren Familien
über die Kindertagesstätten. Erfreulicherweise hat sich
der Anteil der Kinder, die eine Kita länger als zwei Jahre besuchen kontinuierlich erhöht und liegt heute bei 89
Prozent. Diese Entwicklung wollen wir weiter stärken
und damit die gesundheitliche Chancengleichheit langfristig sichern.“
Zu den Ergebnissen:
Bei den Impfungen zeigt sich die zunehmende Umsetzung der neuen Impfempfehlungen: Gegen Pneumokokken (jetzt 44 %, im Jahr 2010 12 %), Meningokokken C (84 % im Vergleich zu 78 % im Vorjahr) und Varizellen (57 % mit mindestens zwei Impfdosen nach 28
% im Vorjahr) wurde deutlich häufiger geimpft. Auch die
zweite Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln erhalten inzwischen neun von zehn Kindern. Auffällig dabei ist, dass die Kinder mit Migrationshintergrund insgesamt häufiger grundimmunisiert sind als Kinder deutscher Herkunft.
Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund nimmt
weiter zu und liegt inzwischen bei 37 % aller eingeschulten Kinder. Der positive Trend bei den Deutschkenntnissen von Kindern nichtdeutscher Herkunft hält
weiter an. Sieben von zehn Kindern mit Migrationshintergrund hatten bei den Einschulungsuntersuchungen
gute oder sehr gute Deutschkenntnisse, 2005 war es
erst gut die Hälfte der Kinder nichtdeutscher Herkunft.
Beim Körpergewicht der Kinder, bei der Zahngesundheit, beim Rauchverhalten in der Familie und auch bei
der Inanspruchnahme der Kinderfrüherkennungsuntersuchungen haben sich keine signifikanten Veränderun-

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gen im Vergleich zu den Vorjahren ergeben. Der Anteil
übergewichtiger Kinder liegt stabil bei ca. 10 %. Jedes
siebte Kind hat ein sanierungsbedürftiges oder durch
Karies stark geschädigtes Gebiss. In vier von zehn
Haushalten raucht mindestens eine Person. Der Fernsehkonsum und die Verfügbarkeit eines eigenen Fernsehers sind dagegen weiter leicht rückläufig.
Die ausführliche Auswertung der Einschulungsdaten in
Berlin 2011 kann im Internet abgerufen werden:
http://www.berlin.de/sen/statistik/gessoz/gesundheit/gru
ndauswertungen.html

Pressemitteilung vom 22.05.2012, 13:05 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

ANGLEICHUNG DES BERLINER
LANDESPFLEGEGELDGESETZES
AN EUROPARECHT

Aus der Sitzung des Senats am 22. Mai 2012:
Das Berliner Landespflegegeldgesetz wird an die Vorschriften der Europäischen Union angepasst. Bei der
Gewährung von Blindengeld- oder Pflegegeldleistungen soll das sogenannte Wohnsitzprinzip aufgehoben
werden. Der Senat hat dazu auf Vorlage des Senators
für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, beschlossen, den Gesetzentwurf zur Änderung des Landespflegegeldgesetzes (LPflGG) beim Abgeordnetenhaus einzubringen.
Gemäß Berliner Landespflegegeldgesetz werden blinden, hochgradig sehbehinderten und gehörlosen Menschen monatlich Geldbeträge zum Ausgleich ihrer behinderungsbedingten Mehraufwendungen zur Verfügung gestellt. Bislang bekamen nur diejenigen die Leistungen, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in Berlin haben.
Das sogenannte Wohnsitzprinzip wurde bislang von
allen Bundesländern bei der Gewährung ihrer Blindengeld- oder Pflegegeld-Leistungen angewandt. Jedoch
verstößt dieses Prinzip gegen europäisches Gemeinschaftsrecht, weil es die Freizügigkeit von behinderten
EU-Bürgerinnen und -Bürgern in ungerechtfertigter
Weise einschränkt. Das hat auch der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil vom 5. Mai 2011 bestätigt.
Davon betroffen sind insbesondere sogenannte Wanderarbeitnehmer, die in einem anderen Mitgliedsstaat
wohnen und beispielsweise in Berlin arbeiten.

Pressemitteilung vom 22.05.2012, 12:05 Uhr
Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten

SHERMIN LANGHOFF WIRD INTENDANTIN
DES BERLINER MAXIM GORKI THEATERS
Shermin Langhoff übernimmt mit Beginn der Spielzeit
2013/14 die Intendanz des Berliner Maxim Gorki Theaters. Das verkündete Berlins Kulturstaatssekretär André
Schmitz am 22. Mai auf einer Pressekonferenz im Maxim Gorki Theater. Shermin Langhoff tritt die Nachfolge
von Armin Petras an, der zu diesem Zeitpunkt nach
Stuttgart wechselt. Sie wird das Haus künstlerisch zusammen mit Jens Hillje leiten.
André Schmitz:
„ Damit setzt Berlin kulturpolitisch ein deutliches Signal.
Nach über 50 Jahren Einwanderungsgeschichte in der
Bundesrepublik Deutschland ist es mehr als überfällig,
dass
Künstlerinnen
und
Künstler
der
postmigrantischen Generation die Leitung eines Staatstheaters übernehmen. Zusammen mit Jens Hillje wird
Shermin Langhoff ab übernächste Spielzeit für diese
Berliner Bühne mit großer Theatergeschichte aus Ostund wiedervereinigten Zeiten ein neues Kapitel aufschlagen.“
Shermin Langhoff und Jens Hillje:
„Wir freuen uns sehr über die Berufung zur künstlerischen Leitung des Maxim Gorki Theaters und fühlen
uns der Gründungsidee und der bisherigen Tradition
dieses Hauses als Gegenwartstheater sehr verbunden.
Wir glauben an die Notwendigkeit eines Berliner Stadttheaters, das sich mit seinem Ensemble ebenso wie mit
seinen Regisseuren, Autoren und Stoffen den Realitäten der entgrenzten Räume und grenzüberschreitenden
Bewegungen unserer Metropole widmet. Die Fragen
einer diversifizierten Stadtgesellschaft erfordern von
uns allen einen gemeinsamen Blick und Austausch;
hierfür kann das Theater ein Ort sein, heute mehr denn
je.
Wir wollen am Maxim Gorki Theater ein Ensemble aufbauen, das diesen neuen Realitäten Rechnung trägt
und so das Haus auch öffnen für Produktionsformen
und ästhetische Verfahren der freien Szene.“
Rückfragen: Dr. Torsten Wöhlert, Telefon: 90 228 203

Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, Telefon: 9028-1137

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Pressemitteilung vom 24.05.2012, 07:25 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Ehrung:

WOWEREIT ERHÄLT DEUTSCH-TÜRKISCHEN
FREUNDSCHAFTSPREIS
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit
wird mit dem Deutsch-Türkischen Freundschaftspreis
geehrt. Er nimmt den Ehrenpreis der DeutschTürkischen Freundschaftsföderation am Freitag, 25.
Mai 2012, um 18.30 Uhr im Berliner Abgeordnetenhaus
entgegen. Die Laudatio hält der Münchner Oberbürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung Christian
Uhde.
Neben Wowereit wird Christian Uhde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Weitere Preisträger sind in den
Kategorien Politik Armin Laschet, Kultur Günther Wallraff, Sport FC Bayern-München, Solidarität DITIB, Prof.
Dr. Ali Dere, Bildung Prof. Dr. Havva Engin (Universität
Heidelberg), Wirtschaft der deutsch-türkische Unternehmer Murat Kader, Medien Ferry Pausch für die
Deutschlandstiftung Integration und den Fördererpreis
Hasan Kiskanc für EuroCar.
Die Deutsch-Türkische Freundschaftsföderation ist der
bundesweite Zusammenschluss und Dachverband
deutsch-türkischer Freundschaftsvereine. Alljährlich
veranstaltet die Föderation seit 2001 deutsch-türkische
Kulturwochen. Im Rahmen dieser Kulturwochen wird
der Deutsch-Türkische Freundschaftspreis in verschiedenen Kategorien vergeben.

Pressemitteilung vom 30.05.2012, 12:30 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Senatorin Kolat hoch erfreut über aktuelle Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts:
CHRISTLICHE SCHEIN-GEWERKSCHAFT CGZP
WAR ZU KEINEM ZEITPUNKT TARIFFÄHIG
Die im Dezember 2002 gegründete Tarifgemeinschaft
Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) war zu keinem Zeitpunkt
tariffähig. Dies ist nunmehr rechtskräftig festgestellt und
damit auch für alle bei den Arbeits- oder Sozialgerichten anhängigen Verfahren auf Nachzahlung von Arbeitsentgelt oder Nachentrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen verbindlich. Diese teilweise ausgesetzten Rechtsstreite können daher nunmehr fortgeführt
und zügig abgeschlossen werden. Das geht aus drei
Entscheidungen hervor, die das Bundesarbeitsgericht
am 22. und 23. Mai 2012 getroffen hat.
Arbeitssenatorin Kolat: „Diese Entscheidungen sind ein
weiterer Meilenstein auf dem Weg, der Anwendung der
von der christlichen Scheingewerkschaft CGZP abgeschlossenen Dumpingtarifverträge den Boden zu ent-

ziehen. Ein weiteres Mal bestätigt sich, wie zutreffend
die Einschätzung meiner Verwaltung war und wie wichtig es daher gewesen ist, dass wir in Berlin am 17. Oktober 2008 den Antrag auf Feststellung der Tarifunfähigkeit der CGZP gestellt und bis zum Bundesarbeitsgericht betrieben haben.“
Das Bundesarbeitsgericht hatte sich am 14. Dezember
2010 der Auffassung der Antragsteller - der Berliner
Senatsarbeitsverwaltung und der Gewerkschaft ver.di angeschlossen und bestätigt, dass die CGZP keine tariffähige gewerkschaftliche Organisation ist. Das oberste deutsche Arbeitsgericht konnte zwar nicht vergangenheitsbezogen entscheiden, aus der Entscheidungsbegründung war jedoch ersichtlich, dass das Bundesarbeitsgericht die CGZP vom Zeitpunkt ihrer Gründung
an für nicht tariffähig gehalten hat. Sowohl in der Arbeits- als auch in der Sozialgerichtsbarkeit wurde anschließend unterschiedlich beurteilt, ob einzelne Verfahren um Ansprüche auf Nachzahlung von Arbeitsentgelt oder von Sozialversicherungsbeiträgen aus formalen Gründen auszusetzen seien, bis die Tarifunfähigkeit
der CGZP auch für die Vergangenheit ausdrücklich
festgestellt ist. Diese Unsicherheit ist mit den nunmehr
vorliegenden Entscheidungen des höchsten deutschen
Arbeitsgerichts endgültig beseitigt. Leiharbeitsfirmen,
die Tarifverträge der CGZP angewendet haben, müssen ihren Beschäftigten die Differenz zwischen dem
Leiharbeitstarif und dem höheren Lohn der Stammbelegschaft nachzahlen und auch entsprechend höhere
Sozialversicherungsabgaben leisten.
“Ich freue mich, dass nun endlich Klarheit darüber
herrscht, dass die CGZP seit ihrer Gründung nicht tariffähig war und ihre Tarifverträge daher von Anfang an
keine Grundlage dafür bilden konnten, vom Gebot der
Gleichbehandlung der Leiharbeitskräfte mit der
Stammbelegschaft abzuweichen. Die nunmehr von den
Leiharbeitsfirmen zu erfüllenden Ansprüche auf höheren Arbeitslohn und höhere Sozialversicherungsbeiträge zeigen, dass sich dieser Versuch von Lohndumping
letztlich nicht ausgezahlt hat.“, so Kolat.
Rückfragen: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration
und Frauen, Telefon: (030) 90282743

Pressemitteilung vom 31.05.2012, 13:50 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Senatorin Kolat
übergibt Preise bei Respect Gaymes 2012 –

ZEIG RESPEKT FÜR SCHWULE UND LESBEN!
Bei den Respect Gaymes treten Teams aus Migrantenverbänden, Sportvereinen, Schulen, Jugendzentren
und der schwul-lesbischen Community in den Sportarten Fußball und Streetball gegeneinander an, um ihre
Fähigkeiten im Fairplay zu messen. Die Spiele finden in
diesem Jahr zum siebten Mal statt. Im Anschluss wird
Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Di-

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lek Kolat die Preise an die Siegerinnen und Sieger
übergeben.
Datum: 02. Juni 2012, Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Jahn-Sportpark
Cantianstraße 24
10437 Berlin-Prenzlauer Berg
Dazu erklärt die Senatorin: „Bei den Respect Gaymes
begegnen sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Heterosexuelle,
trans- und intergeschlechtliche Menschen. Es ist bestimmt einmalig, dass es gelingt, bei einem Sport-Event
nicht streng in Frauen- und Männerteams einzuteilen,
sondern auch in gemischten Teams zu spielen und die
Einzelnen unabhängig von engen Geschlechtervorstellungen selbst entscheiden zu lassen, in welchen Teams
sie mitspielen wollen. Ich begrüße außerordentlich,
dass der Lesben- und Schwulenverband BerlinBrandenburg hier mit vielen Akteuren gegen Homophobie im Sport eintritt.“
Rückfragen: Silke Adamczyk, Telefon: (030) 90282743

Pressemitteilung vom 31.05.2012, 13:15 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Kolat zu den neuen Arbeitsmarktzahlen:

POSITIVE ENTWICKLUNG MUSS AUCH
LANGZEITARBEITSLOSEN ZUGUTEKOMMEN!
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Berlin setzt sich
fort. Im Mai waren insgesamt 215.856 Arbeitslose gemeldet. Das waren 7.941 weniger als im Vormonat und
18.734 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 12,2 Prozent. Sie lag damit um 0,7 Prozentpunkte unter der des Vormonats und um 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
Auch der Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse hält an. Im März 2012 waren
1.179.900 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 39.700 mehr als ein Jahr zuvor. Mit dieser
Steigerung von 3,5 Prozent liegt Berlin um 1,1 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt.
Die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat erklärt: „Die Arbeitsmarktzahlen für den
Monat Mai belegen die anhaltend positive Entwicklung
auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Allerdings sind derzeit
fast 76.000 Berlinerinnen und Berliner langzeitarbeitslos, also länger als ein Jahr ohne Job. Mein dringender
Appell an die Unternehmen ist, auch diesen Menschen
neue Beschäftigungsperspektiven zu eröffnen. Das ist
ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft, denn wer
Fachkräfte will, darf auch Langzeitarbeitslose nicht abschreiben. Deshalb unterstützt der Senat Unternehmen
und Langzeitarbeitslose mit gezielten Qualifizierungsangeboten.“

Anfragen an den Senat
Kleine Anfragen:
Titel: Politisch motivierte Gewalt von rechts und ihre
Dokumentation
Abgeordneter: Marion Seelig (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710198.pdf
Titel: Wie will der Senat seine Städtepartnerschaften in
die Stadtgesellschaft einbringen und intensivieren?
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710302.pdf
Titel: Bewegung in der Ganztagsschule
Abgeordneter: Gabriele Hiller (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710279.pdf
Titel: Bundesweit versandter Hetzbrief der sogenannten
Reichsbewegung an Migrantenorganisationen
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710320.pdf
Titel: Gebärdensprache in Berliner Bildungseinrichtungen
Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710314.pdf
Nicht behandelte Mündliche Anfragen:
Titel: Neubau des Hauses der Fußballkulturen
Abgeordneter: Peter Trapp (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01111.pdf
Titel: Wer organisiert den sogenannten "Qualitätsdialog" der Integrationsprojekte?
Abgeordneter: Susanna Kahlefeld (Bündnis 90 / Die
Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01223.pdf

Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 030 90282743
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Titel: Anstieg der Zahlen der Flüchtlingskinder in den
Schulen
Abgeordneter: Monika Hanna Thamm (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01117.pdf
Titel: Impfsituation von Roma-Kindern in Berlin
Abgeordneter: Heiko Thomas (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01226.pdf
Titel: Stadtteilmütter und Integrationslotsen
Abgeordneter: Roman Simon (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01215.pdf

Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis:

BERLINER EUROPAPORTAL
UND EUROPA-NEWSLETTER

Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die
Berliner Datenbank EU-Pro²fil auf der Seite
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme
/index.html.
Dort gibt es auch grundsätzliche Informationen zur EUFörderpolitik, die einen ersten Überblick verschaffen.

3.181 ASYLANTRÄGE IM APRIL 2012
Im April 2012 wurden beim Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge 3.181 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl
der Asylbewerber sank im Vergleich zum Vormonat um
421 Personen (-11,7 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2011 stieg die
Zahl der Asylbewerber um 222 Personen (7,5 Prozent).
1.008 Personen erhielten im April 2012 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention
(21,5 Prozent aller Asylentscheidungen), darunter 431
syrische Asylbewerber. Zudem erhielten 1.268 Personen (27,0 Prozent) sogenannten „subsidiären Schutz“
(Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7
Aufenthaltsgesetz), darunter 968 syrische Asylbewerber.
Weiter im Text mit den Hauptherkunftsländern und den
Zahlen im Einzelnen unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge
n/DE/2012/05/asylzahlen_april.html?nn=109632
[PM BMI v. 15.05.2012, RED]

Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html
Regelmäßig
aktuelle
Informationen
zu
EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles
mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden
Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin Berlin in Europa“ unter der Adresse
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb
eit/newsletter.html.
Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische
EU-Informationen für die Berliner Senatsverwaltungen
und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich.

SVR-Jahresgutachten:

INTEGRATIONSSTRUKTUREN
AUF DEM PRÜFSTAND

SVR kritisiert unzureichend koordinierte
Integrationspolitik im deutschen Föderalismus
Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) kritisiert in seinem Jahresgutachten 2012 das Neben- und Gegeneinander
von Bund, Ländern und Kommunen in der Integrationspolitik. Das Jahresgutachten 2012 untersucht, wie funktionstüchtig die integrationspolitische Zusammenarbeit
zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist. Im Mittelpunkt stehen die integrationspolitisch entscheidenden
Bereiche Bildung, Arbeit und Wohnen. Der Sachverständigenrat analysiert Schwachstellen im föderalen
Zusammenwirken und gibt Handlungsempfehlungen
ab.
Für das Jahresgutachten mit dem Titel “Integration im
föderalen System: Bund, Länder und die Rolle der
Kommunen” wurde zum zweiten Mal ein Integrationsbarometer erstellt. Befragt wurden hierfür über 9.200

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Personen mit und ohne Migrationshintergrund, erstmals
auch in Ostdeutschland. Das Integrationsbarometer
misst das Integrationsklima in Deutschland.
Das Jahresgutachten 2012 des Sachverständigenrats
deutscher Stiftungen für Integration und Migration
(SVR) analysiert, wie funktionstüchtig die integrationspolitische Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern
und Kommunen ist. Dabei zeigt sich deutlich die Schattenseite des Föderalismus: Die Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen und Verwaltungsaufgaben auf
unterschiedliche Akteure in Bund, Ländern und Kommunen führt zu zahlreichen parallelen, sich überschneidenden und sogar konkurrierenden Zuständigkeiten, die eine effektive Bündelung integrationspolitischer Maßnahmen erschweren. Zudem verfolgen die
Akteure – je nach politischer Färbung – oft sehr unterschiedliche integrationspolitische Agenden.

Integrationskurse:

HOHE NACHFRAGE
UND WEITER STEIGENDE ERFOLGSQUOTE
Größter Teilnehmerzuwachs stammt aus Europa

Rund 100.000 Zuwanderinnen und Zuwanderer haben
im Jahr 2011 einen Integrationskurs des Bundesamtes
für Migration und Flüchtlinge begonnen. Dies sind rund
zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Einen Zuwachs gab
es insbesondere bei Bürgern aus den Mitgliedstaaten
der Europäischen Union – hier macht sich zum einen
die Freizügigkeit für Bürger der neu beigetretenen Mitgliedstaaten bemerkbar, zum anderen nehmen viele
Bürger aus Südeuropa an den Integrationskursen teil.

Zur Pressemitteilung des SVR v. 08.05.2012:
http://www.svr-migration.de/content/?p=4005

Integrationskursgeschäftsstatistik für das Jahr 2011
(bundesweit):
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Download
s/Infothek/Integrationskurse/Kurstraeger/Statistiken/201
1quartal4_integrationskursgeschaeftsstatistik_bund.pdf

Das Jahresgutachten als Download: http://www.svrmigration.de/content/wpcontent/uploads/2012/05/SVR_JG_2012_WEB.pdf

Integrationskurszahlen:
http://www.bamf.de/DE/Infothek/Statistiken/InGe/ingenode.html

SVR-Integrationsbarometer: http://www.svrmigration.de/content/?page_id=3995

[PM BAMF v. 15.05.:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/20120
515-0012-pressemitteilung-integrationskursejahresbilanz.html?nn=1366068]

BAMF, Jahresstatistik:

ZÜGIG NACH DEUTSCHLAND?

Ein Jahr uneingeschränkte Freizügigkeit
für Migranten aus den EU-8 Ländern
Seit dem 1. Mai 2011 gilt die uneingeschränkte Freizügigkeit für die 2004 beigetretenen Länder Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakische Republik, Slowenien,
Tschechische Republik und Ungarn (EU-8). Nach einem Jahr legt die Forschungsgruppe des Bundesamtes
für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Jahresstatistik vor, welche die Entwicklung der Zu- und Abwanderung aufzeigt und analysiert, inwieweit die vollständige
Freizügigkeit zu einer erhöhten Zuwanderung geführt
hat.
Die Statistik im Internet:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Download
s/Infothek/Sonstige/jahresrueckblick-freizuegigkeit2012.pdf
[PM BAMF v. 22.05.:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/20120
522-0014-pressemitteilung.html]

ZMD:

POLITISCH MOTIVIERTE STRAFTATEN
STARK ANGESTIEGEN –

Islamfeindlichkeit muss als eigenständige
Kategorie rassistischer Gewalt erfasst werden
Nach der deutschen Kriminalstatistik, die am Freitag
(11.05., RED) veröffentlicht wurde, sind die Straftaten
mit politischem Hintergrund stark angestiegen. Bei den
politisch motivierten Gewalttaten verzeichneten die Behörden einen Anstieg von 17,9 Prozent. Der Statistik
zufolge haben zudem fremdenfeindliche Gewalttaten in
erschreckendem Maße - nämlich plus 22,7 Prozent im
Vergleich zu 2010 - zugenommen.
Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime Aiman
Mazyek bezeichnete die Entwicklungen als alarmierend
für unserer Gesellschaft insgesamt und wertete dies als
Zeichen wachsender rassistischer Bestrebungen, die in
die Mitte der Gesellschaft nun vordringen.
Kritik äußerte der ZMD-Vorsitzende an der Arbeit der
bisherigen polizeilichen Erfassung: „Islamfeindlichkeit
kann nicht einfach unter Fremdenfeindlichkeit oder
Hassdelikte subsumiert werden, sondern muss als eigenständiger Tatbestand von rassistischer Gewalt gewertet werden“.

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Angesichts der Zunahme von islamfeindlichen Straftaten - er verwies auf die jüngste Bundestagsanfrage,
wonach es zwischen 2001 und 2011 219 Angriffe auf
Moscheen in Deutschland gab, davon 83 allein in Nordrhein-Westfalen – fordert der Mazyek die Politik zum
Handeln auf.

glieder, die Polizei, BaustellenbetreuerInnen oder MitarbeiterInnen der Ausländerbehörde.
Hierzu möchten wie Sie herzlich einladen. Die Tagung
findet statt

[PM ZMD v. 14.05.2012]

Um Anmeldung an Bettina Domer
(bettina.domer@dgb.de) wird gebeten.

Kontakt

Tagesordnung

Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.
Steinfelder Gasse 32
50670 Köln

11.00-11.15
Begrüßung und Einleitung (Senatorin Dilek Kolat,
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Frauen)

Tel.: (0221) 1 39 44 50

11.15-11.30
Drei Jahre BBgM: Resümee und Ausblick (Dr. Philipp Schwertmann, IOM)

E-Mail: sekretariat@zentralrat.de
Internet: http://www.zentralrat.de

Workshops/ Tagungen

11.30-12.00
Diskussionsrunde: Bündnis in starker Partnerschaft
Pause mit Imbiss
12.45-13.30
Prävention durch Information zu Arbeitsrechten

04.06., Tagung, BBGM:

a) Der arbeitsrechtliche Informationsbedarf von ArbeitsmigrantInnen; Ergebnisse einer Studie im Auftrag
des BBgM (Dr. Dita Vogel, HWWI)

Abschlussveranstaltung des Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM)

b) Vorstellung aktueller Informationen der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen (Aferdita
Suka)

ABSCHLUSSVERANSTALTUNG

am Montag, den 4.6.2012, von 11 bis 15 Uhr
im Wappensaal des Roten Rathauses
Jüdenstraße 1
10178 Berlin
Das BBGM hat sich 2009 gegründet mit dem Ziel, zu
einem umfassenden Ansatz zur Bekämpfung des Menschenhandels zum Zweck der Arbeitsausbeutung und
zur Verwirklichung des Ziels Gute Arbeit in der Region
Berlin-Brandenburg beizutragen.
Zum Abschluss des auf drei Jahre angelegten Projekts
veranstaltet das BBGM nun eine Tagung, um die Ergebnisse und Erfahrungen sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen an die Politik vorzustellen und zu
diskutieren. Ebenfalls vorgestellt werden sollen die
Endergebnisse einer beim Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut in Auftrag gegebenen Studie zum Informationsbedarf von ArbeitsmigrantInnen sowie ein vom
BBGM erarbeitetes Schulungshandbuch für all diejenigen, die mit potenziell Betroffenen in Kontakt kommen beispielsweise Beratungsstellen, Gewerkschaftsmit-

13.30-14.50
Reform des Straftatbestandes Menschenhandel
a) Grenzen des Straftatbestandes Menschenhandel/Arbeitsausbeutung aus der Sicht der Strafverfolgungsbehörden (Heidemarie Rall, Bundeskriminalamt)
b) Reformbedarf des gesetzlichen Rahmens zu Menschenhandel und Arbeitsausbeutung (Dr. Eva Högl,
MdB)
14.15-14.45
Wahrnehmung schärfen – Wissen erweitern
Schulungen gegen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung im Rahmen des BBgM: Erfahrungen und Vorstellung des BBgM-Schulungshandbuches (Sabine
Baun, ILO)
14.45-15.00
Zusammenfassung und Ausblick Doro Zinke (DGB
Berlin-Brandenburg)
Über uns

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Menschenhändler wenden Zwang an oder nutzen
Zwangslagen aus, um Menschen in extrem ausbeuterische Arbeitsverhältnisse zu bringen. Um dies dauerhaft
zu unterbinden, haben die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin, die Internationale
Organisation für Migration (IOM), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Berlin-Brandenburg und
die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) 2009 das
Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck
der Arbeitsausbeutung (BBGM) gegründet. Das Bündnis vernetzt Akteure und bietet Informationen und
Schulungen für all diejenigen an, die mit potenziell Betroffenen in Kontakt kommen, um diese aus der Ausbeutung zu befreien.
Weitere Informationen finden Sie auf der BBGMWebsite unter http://www.gegen-menschenhandel.de.

09.06., Projekttag:

MÄRCHENHAFTE VIELFALT REINICKENDORF

 ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene rund um das Thema Mehrsprachigkeit – informativ, erhellend und mit einer großen Portion Spaß.
Eröffnung: Katrin Schultze-Berndt
Bezirksstadträtin für Schule, Bildung und Kultur
Mitglieder des überregional tätigen Vereins "Netzwerk
Mehrsprachigkeit" (Verleger, Buchhändler, Leseförderer) sind auf Einladung des Bezirksamts Reinickendorf
von Berlin, vertreten durch Frau Schultze-Berndt (Abt.
Schule, Bildung und Kultur) zu Gast. Der Projekttag
knüpft damit an die erfolgreichen Reinickendorfer
Sprach- und Lesetage im Juni 2011 an.
Kontakt
NETZWERK MEHRSPRACHIGKEIT e.V.
Tel.: (030) 61280361
Internet: http://www.verein-mehrsprachigkeit.de

Ein Aktionstag zur Mehrsprachigkeit
Samstag, 9. Juni 2012
12:00 bis 17:00 Uhr
Im Foyer der Thomas-Mann-Oberschule,
Königsforster Straße 10 (Märkisches Viertel)
10439 Berlin-Reinickendorf
Eintritt frei. Voranmeldung nicht erforderlich
Viele Kinder in Berlin
wachsen zwei- oder mehrsprachig auf oder beginnen früh mit dem Erlernen
von fremden Sprachen.
Diesen Kindern möchten
wir etwas bieten!
Viele Eltern, Erzieher und Lehrer möchten die Mehrsprachigkeit fördern und sind neugierig auf neue Bücher, Materialien und Ideen und freuen sich auf Erfahrungsaustausch.
Fachleute aus ganz Deutschland treffen sich in BerlinReinickendorf, um unter dem Motto "Märchenhafte Vielfalt" über die Chancen von Mehrsprachigkeit zu informieren, ein umfangreiches Angebot von Medien vorzustellen und um mit Kindern vor Ort Spaß in vielen Sprachen zu haben.
Geboten wird
 ein "Basar der Möglichkeiten" mit Informationsständen von Verlagen und Buchhandlungen
und in der Leseförderung Tätigen
 Fachvorträge und Fachgespräche für Eltern,
Lehrer/-innen, Erzieher/-innen und Multiplikatoren aus Bildung, Weiterbildung, Kultur und Politik

18./19.06.: Tagung,
12. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz:

GERECHTE VERTEILUNG
VON SCHUTZSUCHENDEN IN EUROPA?
Fragen an die Dublin II-Verordnung
Anmeldung bis: 08.06.2012
18. und 19. Juni 2012
Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5, Berlin-Mitte
(Eingang: Charlottenstraße)
Das diesjährige Symposium zum Flüchtlingsschutz will
die Gerechte Verteilung von Schutzsuchenden in Europa“ ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen. Während
die Gremien der Europäischen Union an der Reform
des Europäischen Asylaquis arbeiteten, haben der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)
und der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH)
zu zentralen Problemfeldern des Flüchtlingsschutzes
wichtige Grundsatzurteile gefällt.
Im Januar 2011 verurteilte der EGMR Griechenland
und Belgien, nachdem ein afghanischer Asylsuchender
gegen seine Behandlung in Griechenland und seine
Abschiebung dorthin Beschwerde eingelegt hatte. Es
folgte im Dezember 2011 ein Grundsatzurteil des
EuGH zur menschenrechtskonformen Auslegung der
Dublin-II-Verordnung, wonach Abschiebungen in Mitgliedstaaten zu unterbleiben haben, wenn dort aufgrund „systemischer Mängel“ eine unmenschliche oder
erniedrigende Behandlung droht.
Im Februar schließlich bestätigte wiederum der EGMR,
dass Menschenrechte von Flüchtlingen auch auf hoher
See gelten und die im Jahr 2009 von Italien durchge-

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führten Abschiebungen von eritreischen und somalischen Flüchtlingen nach Libyen eine Missachtung der
Europäischen Menschenrechtskonvention darstellten.
Mit diesen Grundsatzurteilen hat die Debatte um die
europäische Flüchtlingspolitik neue Nahrung erhalten.
Die Frage nach dem Umgang mit Flüchtlingen – insbesondere die Inhaftierungspraxis, die Aufnahmebedingungen, die Dublin-Abschiebungen, die Situation an
den Grenzen, die Kooperation mit Transitstaaten und
die Zurückweisung auf hoher See – müssen nun neu
gestellt werden und im Lichte der Grundsatzurteile beantwortet werden. Das Symposium soll vor diesem Hintergrund eine Bestands-aufnahme und Reflektion des
Gemeinsamen Europäischen Asylsystems ermöglichen. Die Auswirkungen auf Asylsuchende und die
rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die politischen
Implikationen mit denkbaren Alternativmodellen sollen
intensiv durch Beiträge von Expertinnen und Experten
aus Wissenschaft, Politik und Praxis beleuchtet werden.
Weitere Informationen, Programm und OnlineAnmeldung unter:
http://www.eaberlin.de/programm_detail.php?vstg_id=9
848&archiv=0
Kontakt
Belinda Elter
Evangelische Akademie zu Berlin
Charlottenstraße 53/54
10117 Berlin
Tel.: (030) 203 55 - 411
Fax: (030) 203 55 – 550
E-Mail: elter@eaberlin.de
Internet: http://www.eaberlin.de

26. – 28.11.2012, Vorankündigung:

EUROPÄISCHER KONGRESS IN KÖLN
„Wertebegründung, Wertebildung und wertegebundenes Handeln in der kulturell, weltanschaulich und
religiös offenen Gesellschaft -im Kontext der Praxis
von Bildungsarbeit, Seelsorge, Sozialer Arbeit und
Wissenschaft“
Anmeldung ab sofort möglich.
In unserer Gesellschaft gibt es Gesetze, an die sich
jeder zu halten hat; aber es gibt weder eine Staatsreligion, noch eine Ideologie, die für alle verbindlich wären.
Die Werte, die unser Leben prägen, gewinnen Menschen aus persönlichen Erfahrungen und der Auseinandersetzung mit den sehr unterschiedlichen religiösen oder auch nichtreligiösen Quellen, Leitideen und
Vorbildern, die ihnen jeweils wichtig sind.

Für den Zusammenhalt einer kulturell, weltanschaulich
und religiös vielfältigen Gesellschaft ist der Austausch
über Werteorientierungen wichtig: Das Teilen gemeinsamer Werte aus unterschiedlicher Motivation kann
einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt einer offenen Gesellschaft leisten.
Dieser Kongress geht der Frage nach, wie Werteverständigung zwischen Menschen und Gruppen unterschiedlicher Herkunft geschieht: Wie bilden sich Werte?
Wie werden sie begründet und wie kommt man zu einem gemeinsamen ethischen Handeln?
Hauptreferenten werden Weihbischof Dr. Heiner Koch,
Köln; Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Moskau;
Frau Prof. Dr. Katajun Amirpur, Köln und Prof. DDDr.
Clemens Sedmak, Salzburg sein. Der Kongress ist
bundesweit und europäisch ausgerichtet und es sind
Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus Seelsorge, Bildungsarbeit und Sozialer Arbeit und Wissenschaft gleichermaßen eingeladen. Träger des Kongresses ist der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum
Köln e.V. mit der Abteilung Integration und Migration.
Kooperationspartner sind die Katholische Hochschule
NRW, Abt. Köln, das Erzbistum Köln mit dem Referat
Dialog und Verkündigung, das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. sowie das Zentrum für Islamische
Theologie in Münster und die Synagogengemeinde
Köln.
In Grundsatzreferaten werden auf dem Kongress Werteorientierungen aus jüdischer, christlicher und muslimischer Perspektive vorgestellt und aus jeweils andersreligiöser Sicht kommentiert. In Workshops an verschiedenen Lernorten (wie Kindergarten, Schule,
Hochschule, Jugendzentrum, Stadtteilzentrum, kirchlicher Bildungseinrichtung und Moschee) werden die
unterschiedlich religiösen und säkularen Zugänge zu
Wertefragen themen- und zielgruppenspezifisch vertieft.
Eine Einladung erfolgt ab Juli 2012. Bitte melden
Sie Ihr Interesse daran unter Angabe Ihrer Postanschrift, gerne bereits jetzt per E-Mail an bei:
christine.kittler@caritasnet.de.
Kontakt
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.
Georgstraße 7
50676 Köln
Tel. 0221-2010-0
Fax 0221-2010-100
Internet: http://www.caritasnet.de

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Juni 2012, Nr. 91
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 23
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Goethe Institut:

Initiativen

>>MEHRSPRACHICH<<

Europaweiter Videowettbewerb
Frist: 17.06.2012

"ERFOLGSGESCHICHTEN"

Jugendwettbewerb der Deutschen Islam Konferenz
Frist: 31.08.2012
Viel zu oft wird pauschal über „den Islam" in Deutschland debattiert. „Die Muslime" werden so zu einer Masse ohne Gesichter. Einzelne Personen verschwinden in
der Debatte und bleiben unsichtbar. Um ihnen ein Gesicht zu geben und auf diese Weise erfolgreiche Integration von Musliminnen und Muslimen in den Arbeitsmarkt zu fördern und zu honorieren, hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich den Jugendwettbewerb der Deutschen Islam Konferenz (DIK) „Erfolgsgeschichten“ gestartet.
Jugendliche im Alter zwischen 14 und 26 Jahren sind
aufgerufen, bis zum 31. August 2012 eine erfolgreiche
muslimische Person mit spannender Karriere zu porträtieren. In den Kategorien Text, Fotostrecke und Video
haben sie die Möglichkeit zu skizzieren, wie das Umfeld
zum Erfolg der Person beiträgt und aufzuzeigen, inwiefern Glaube oder muslimische Identität mit dem Erfolg
im Beruf zu tun haben - oder auch nicht.
Der Jugendwettbewerb bietet Jugendlichen die Gelegenheit, ihre kreative Arbeit einem breiten Publikum
vorzustellen, sich Gehör zu verschaffen und damit einen wertvollen Beitrag zur Integrationspolitik zu leisten.
Eine Expertenjury, wählt die Gewinner aus. Diese erhalten 1.000 Euro und zusätzlich die Möglichkeit, ein
Praktikum in einer Redaktion (Print, Online oder TV) zu
absolvieren. Die besten Beiträge werden auf der Website der DIK veröffentlicht.
Anmeldung sowie weitere Informationen zum Wettbewerb unter:
http://www.deutsche-islamkonferenz.de/cln_092/nn_1319566/SubSites/DIK/DE/Jugend
wettbewerb/jugendwettbewerb-node.html?__nnn=true
Kontakt
Geschäftsstelle Deutsche Islam Konferenz
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
E-Mail: info@deutsche-islam-konferenz.de
Internet: http://www.bamf.de
http://www.deutsche-islam-konferenz.de

Werde Mehrsprachigkeitsbotschafter!
Egal ob mit Handy, Digitalkamera oder auf 8mm: Mach
mit bei unserem Videowettbewerb zum Thema Mehrsprachigkeit!
Zeig uns, welche Sprachen du sprichst und erzähl uns,
wie sie dein Leben bereichern - ob als persönliches
Erlebnis oder als Zukunftsvision, allein oder gemeinsam mit deinen Freunden – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
Drehe ein Video, lade es bei youtube hoch und schicke
uns den Link bis zum 17. Juni 2012, 18 Uhr (MEZ). Der
Gewinner/die Gewinnerin des Wettbewerbs reist im
November 2012 als Mehrsprachigkeitsbotschafter nach
Parma, Italien, und stellt seinen Film bei der Poliglotti4.eu-Konferenz vor!
Weitere Infos zum Wettbewerb im Internet unter:
http://www.goethe.de/ges/spa/prj/mes/deindex.htm?wt_
sc=mehrsprachich

Für NachwuchsjournalistInnen:

KAUSA MEDIENPREIS 2012

Migration, Integration und Bildung
Frist: 20.07.2012
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat zum
dritten Mal den KAUSA Medienpreis ausgeschrieben.
Der Wettbewerb richtet sich an junge Journalistinnen
und Journalisten (bis 35 Jahre), die zu einer gründlich
recherchierten und nuancierten Berichterstattung im
Bereich Migration, Integration und Bildung beitragen.
Nachwuchsjournalisten können bis 20. Juli 2012 ihre
Beiträge in den Kategorien Print/Online, Hörfunk und
Fernsehen einreichen. Der Preis ist mit insgesamt
30.000 Euro dotiert und wird an neun Preisträgerinnen
und Preisträger verliehen.
Es können Beiträge eingereicht werden, die im Zeitraum vom 17. September 2011 bis 20. Juli 2012 veröffentlicht wurden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beiträge in den klassischen Medien oder im Internet veröffentlicht wurden. Gerade angehende Journalisten
sind aufgerufen, sich mit ihren Artikeln, Hörfunkoder Film-Beiträgen zu bewerben. Die Preisverleihung findet Anfang Dezember 2012 in Berlin statt.
Anmeldung sowie weitere Hintergrundinfos zum Wettbewerb gibt es unter:
http://www.kausa-medienpreis.de

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Juni 2012, Nr. 91
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 24
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Qualifizierungen

Beratung:
Magdalena Adamczyk-Lewoczko,
Tel.: (030) 308 798 19

LIFE e.V.:

MIT ENERGIE IN DIE BERUFLICHE ZUKUNFT

Berufliche Beratung für Akademikerinnen mit Migrationshintergrund zur Integration in den Arbeitsmarkt
In Berlin haben überdurchschnittlich viele Frauen mit
Migrationshintergrund einen Hochschulabschluss. Mit
dem Projekt ‚Mit Energie in die berufliche Zukunft’ bieten wir Akademikerinnen berufliche Beratung für die
Integration in den Arbeitsmarkt. Spezialisiert sind wir
auf den Bereich der Erneuerbaren Energien (Solarenergie, Windenergie, Biomasse, Energieeffizienz),
einer Branche, die weiter wachsen wird. Hier liegen
Berufschancen besonders für zugewanderte Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Beratung und Begleitung von Hochschulabsolventinnen bei
der Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Abschlüsse im Rahmen des IQ Netzwerks Berlin.
Bisher hatten nur Angehörige der Europäischen Union
(EU) und Spätaussiedler/innen ein Recht auf ein Verfahren zur Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse. Seit
April 2012 gilt das auch für Menschen, die ihre Qualifikationen außerhalb der EU erworben haben.
Unsere Angebote:
 Informationsveranstaltungen (Jour fixe) über die
Anerkennung ausländischer Berufs- und Studienabschlüsse für Akademikerinnen. Jeden 1.
und 3. Mittwoch im Monat, 16:00 – 17:30 Uhr
 Begleitung bei der Anerkennung von Abschlüssen: Vorbereitung auf das Anerkennungsverfahren, Kompetenzfeststellung, Feststellung
des Sprachstands (auch der Fachsprache), Beratung bei der Auswahl von Anpassungsqualifizierungen: anerkennung@life-online.de
 Beratung und Unterstützung bei der beruflichen
Orientierung für zugewanderte Ingenieurinnen
in der Branche der Erneuerbaren Energien
(auch über: www.kompetenzenerneuerbareenergien.de).
Kontakt
LIFE e.V.
Dircksenstraße 47
10178 Berlin
Projektleitung:
Andrea Simon,
E-Mail: simon@life-online.de

E-Mail: anerkennung@life-online.de
Internet: http://www.life-online.de

Ab Anfang August, MSA:

DEN MITTLEREN SCHULABSCHLUSS
NACHHOLEN

Für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund
Anmeldung ab sofort möglich.
Kursstart:
Anfang August 2012
Mo bis Fr 08:30-14:30 Uhr
12 max. 15 Teilnehmerinnen
Viele Frauen mit Migrationshintergrund haben ihre
Kompetenzen und Fähigkeiten für Berufe im sozialen
oder erzieherischen Bereich entdeckt und gestärkt. Um
in diesen Berufsfeldern Perspektiven entwickeln zu
können, fehlt oftmals eine entscheidende Voraussetzung: der Schulabschluss.
“MSA nachholen” bereitet vor allem Frauen mit Migrationshintergrund auf die externe Prüfung zum Mittleren
Schulabschluss, MSA Berlin, vor. Mit der erfolgreich
absolvierten Prüfung ist der Zugang z. B. für die Erzieherinnenausbildung oder zu Fachschulen der Sozialpädagogik offen.
Interessiert? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
Weitere Informationen im Internet:
http://www.sprengelhaus-wetek.de/wpcontent/uploads/2012/01/Den-MSA-nachholen-abAugust-2012.pdf
Kontakt
Ihre Ansprechpartnerinnen:
Signe Dewald und Martin Hönisch
Seminarort:
SprengelHaus
Sprengelstraße 15,
2. Hof, 1. Etage
13353 Berlin
Tel.: (030) 465 071 99
E-Mail: msa@wetek.de
Internet: http://www.sprengelhaus-wetek.de

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Juni 2012, Nr. 91
BERLIN INTERNATIONAL
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AKARSU e.V., Qualifizierungsprojekt:

„BLEIB DRAN!“

Kontakt- und Infoveranstaltung am 07.06.2012
Unterstützung beim Eintritt in Ausbildung und Tätigkeit
auf dem Arbeitsmarkt für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund
Ein Mikroprojekt im Rahmen des Programms Lokales
Soziales Kapital - LSK Berlin im Bezirk FriedrichshainKreuzberg
Kontakt- und Informationsveranstaltung
Ausbildungsplatz gesucht? Arbeitsplatz gesucht?
Unternehmerinnen und Unternehmer stellen sich
vor. Datum: 07.06.2012, Uhrzeit: 11.00-13.00 Uhr
Ort: AKARSU e.V., Oranienstraße 25
Ziele des Projektes
 Zugang zum Erwerbsleben unterstützen (Arbeit
oder Ausbildung)
 Förderung der Integration
 Kultursensible Beratung
 Vermittlung von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in die geeignete Ausbildung
oder Arbeit
 Feststellung der Fähigkeiten & Kompetenzen
 Ermittlung der individuellen Bedarfe & Wünsche
 Unterstützung beim Vorbereiten von Bewerbungsunterlagen
 Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche
Inhalte
 Individuelle Kompetenz- und Bedarfsermittlung
 individuelle Bewerbungsberatung
 enge Kooperation mit Unternehmen, v.a. mit den
Preisträgern des TUH-Wettbewerbs „Vielfalt in
der Arbeit“
 Schnuppertage für die Teilnehmerinnen in den
Betrieben
 persönliches Zusammenführen mit zukünftigen
Arbeitgebern und Ausbildern
 Unterstützung und Vermittlung in geeignete
Ausbildung bzw. Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt
Kontakt

Tel. (030) 61 67 69 30
Fax: (030) 616 769 -39
E-Mail: info@akarsu-ev.de
Internet: http://www.akarsu-ev.de

20.-22.06.:

AKTIONSTAGE FÜR SCHÜLERINNEN

Technische Berufe praxisnah für die Klassenstufen
9-12
In Berlin bieten die führenden Großunternehmen Mercedes-Benz, Siemens und Telekom, zusammen mit
dem Bildungsträger LIFE e.V., ein besonderes Angebot
für junge Frauen an.
Die Unternehmen und LIFE e.V. laden Schülerinnen
der Klassenstufen 9-12 zu Beginn der Sommerferien zu
Aktionstagen ein, um technische Berufe praxisnah kennen zu lernen und eigene Talente zu entdecken.
Jede Teilnehmerin kann eine eigene Phone-Station für
ihr Mobiltelefon herstellen und mit nach Hause nehmen. Sie erhält außerdem einen praxisnahen Einblick
in die drei Unternehmen und erfährt aus erster Hand
von Auszubildenden und Studierenden wie vielseitig
und spannend technische Berufe sind und wie erste
Bewerbungshürden genommen werden können.
Termine: 20.06.- 22.06.2012, jeweils 9 - 13 Uhr
Ort: an den Berliner Standorten der jeweiligen Unternehmen
Internet: http://www.vitamint-online.de
Anmeldung und Kontakt:
Schreibe eine E-Mail mit deinem Namen, deiner Schule
und Klasse an vitamint@life-online.de.
LIFE e.V.
Dircksenstraße 47
10178 Berlin
Tel.: (030) 308 798-31
E-Mail: vitamint@life-online.de
Internet: http://www.life-online.de

Alle Informationen & Anmeldung:
Ansprechpartnerinnen:
Adalet Firat
Günselı Karaman
AKARSU e.V.
Oranienstraße 25
10999 Berlin-Kreuzberg
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Juni 2012, Nr. 91
BERLIN INTERNATIONAL
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Aus Projekten und Vereinen
GÜL IST LESBISCH – HASSAN IST SCHWUL

Neue Plakatkampagne des BÜNDNISSES GEGEN
HOMOPHOBIE
Am 08 Mai startete die
berlinweite – von der
WALL AG unterstützte
– Akzeptanzkampagne
des
BÜNDNISSES
GEGEN HOMOPHOBIE. Die Plakate der
Kampagne sind bis
zum Sommer auf über
1.000 Plakatflächen in
der Hauptstadt zu sehen.

Hierzu erklärt Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg:
„Jede Frau und jeder Mann haben das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Ob die Person Hassan oder
Thomas heißt, darf dabei keine Rolle spielen. Und unabhängig davon, ob Gül ein Kopftuch trägt oder nicht,
das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung darf ihr niemand nehmen.“
Die Kampagne wurde heute am Potsdamer Platz in
Berlin von Staatssekretärin Barbara Loth, Frauke Bank,
Leiterin Unternehmenskommunikation der WALL AG,
und Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD BerlinBandenburg, der Presse und Öffentlichkeit vorgestellt.
Getragen wird die Kampagne von über 40 Berliner Unternehmen und Organisationen.
Die Mitglieder des BÜNDNISSES GEGEN HOMOPHOBIE:
AKADEMIE DER KÜNSTE – A&O HOTELS AND HOSTELS – AOK
NORDOST – ARBEITERWOHLFAHRT (AWO) – BERLINER FUSSBALL-VERBAND E.V. – BERLINER BANK – BBK – DER POLIZEIPRÄSIDENT IN BERLIN – BERLINER STADTREINIGUNGSBETRIEBE (BSR) – BERLIN TOURISMUS MARKETING GMBH / VISIT
BERLIN – BERLINER VERKEHRSBETRIEBE (BVG) – COCA-COLA
ERFRISCHUNGSGETRÄNKE AG UND COCA-COLA GMBH –
DEUTSCHE BANK BERLIN – DEUTSCHE OPER BERLIN – DEUTSCHER FUSSBALL-BUND E.V. (DFB) – DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND BERLIN-BRANDENBURG (DGB) – DEUTSCHES
ROTES KREUZ BERLIN – EVANGELISCHE KIRCHE – FRIEDRICHSTADTPALAST – GRAND HOTEL ESPLANADE BERLIN –
HERTHA BSC BERLIN – HOWOGE WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFT MBH – HUMANISTISCHER VERBAND DEUTSCHLANDS
(HVD) -INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN / BERLINALE – JÜDISCHE GEMEINDE ZU BERLIN – KAISER´S TENGELMANN – LANDESSPORTBUND BERLIN – LANDESVERBAND
DEUTSCHER SINTI UND ROMA BERLIN-BRANDENBURG E.V. –
PFIZER DEUTSCHLAND – SAP AG – STIFTUNG BRANDENBURGISCHE GEDENKSTÄTTEN – STIFTUNG DENKMAL FÜR DIE
ERMORDETEN JUDEN EUROPAS – TENNIS BORUSSIA BERLIN
E.V. (TEBE) – TERRE DES FEMMES – MENSCHENRECHTE FÜR
DIE FRAU E.V. – THEATER AN DER PARKAUE – TÜRKISCHER

BUND IN BERLIN-BRANDENBURG (TBB) – TÜRKIYEMSPOR
BERLIN 1978 E.V. – VEREIN IRANISCHER FLÜCHTLINGE E.V. –
VODAFONE – WALL AG – ZENTRALRAT DEUTSCHER SINTI UND
ROMA – 1EDU

Das Bündnis gegen Homophobie wurde im Herbst
2009 vom Lesben- und Schwulenverband BerlinBrandenburg initiiert. Es wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales – Landesantidiskriminierungsstelle – im Rahmen der Initiative
„Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz
sexueller Vielfalt” vom Lesben- und Schwulenverband
Berlin-Brandenburg koordiniert.
[http://www.berlin.lsvd.de/neuigkeiten/neue-plakatkampagne-startet/

Internet: http://www.stopp-homophobie.de

20.06., AWO Begegnungszentrum:

18. INTERNATIONALES SENIORENFEST
Mittwoch, 20.06.2012
12:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Adalbertstraße 23A
10997 Berlin
AWO Begegnungszentrum in Kooperation mit dem Seniorenamt Friedrichshain-Kreuzberg, Kotti e.V. Polnischer Sozialrat e.V. und NKM.
Programm mit internationaler Musik und Tanz, Essen
und Trinken und vielen interessanten Begegnungen.
Eintritt frei! Essen & Getränke zum Selbstkostenpreis!
Nähere Informationen telefonisch unter 69 53 56 11.
Gefördert von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.

Kontakt
Begegnungszentrum
Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Adalbertstraße 23a
10997 Berlin
Tel.: (030) 69 53 56 0
Fax: (030) 69 53 56 34
Internet: http://www.begegnungszentrum.org
http://www.awo-friedrichshain-kreuzberg.de

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Juni 2012, Nr. 91
BERLIN INTERNATIONAL
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BABEL e.V.
Aus dem Veranstaltungsangebot im Juni 2012
Öffentliche Veranstaltungen
Medienwerkstatt für Kids
Kinder und Jugendliche erlernen den Umgang mit den
neuen Medien und bauen vorhandene Kenntnisse aus
Jeden Montag von 14.00 - 17.00 Uhr
Kids -Club
Sport, Spiel und Fun für Kinder ab 6 Jahre
Montag - Donnerstag von 15.00 Uhr - 17.30 Uhr
Interkultureller Jugendbeirat im Haus Babylon
Austausch, Gespräche und Diskussionen zu verschiedenen Aspekten des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft
Jeden Donnerstag von 17.00 Uhr - 20.00 Uhr
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Brunch
Informationen, Gespräche, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher
Kulturen in gemütlicher Atmosphäre zu unterschiedlichen Themen und Ländern
Jeden Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Jugendtreff
Salotreff - Freizeittreff für Jugendliche unterschiedlicher Kulturen und Herkunft (ab 18 Jahre)
Jugendliche unterschiedlicher ethnischer und religiöser
Herkunft verbringen gemeinsam ihre Freizeit
Immer freitags von 20.00 Uhr - 02.00 Uhr
SelbstAnsichten - Ogonjok
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund treffen
sich in gemütlicher Atmosphäre mit Spätaussiedlern zu
einem geselligen Nachmittag.
Freitag, 01.06./15.06./29.06.2012, ab 15.00 Uhr
Sommerferienprogramm:
Interkultureller Puppenworkshop „Puppen träumen anders“. 20.06. bis 29.06.2012
Mo - Fr. von 09.30 Uhr - 12.00 Uhr
StadtSichten
Angebote für Schulen ab Klasse 8
Das „Türkische Berlin“
Das „Jüdische Berlin“
„300 Jahre Friedrich der Große“
Im Zeichen von Toleranz und Aufklärung
Rundgänge zu unterschiedlichen Themen
(um Voranmeldung wird gebeten)
Lerntherapie und Lernstrategie

Eine lernpädagogische Fachberatung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die individuelle Hilfe und
persönliche Unterstützung benötigen.
Schulvorbereitung für Vorschulkinder.
Ort: Hellersdorfer Promenade 20, 12627 Berlin
Montag bis Freitag
(um Terminvereinbarung wird gebeten)
Interkulturelles Puppentheater im Haus Babylon
„Puppen träumen anders“, Workshop für Kinder
Aufführung verschiedener Stücke im Haus Babylon
Termine auf Anfrage

Kurse und Arbeitskreise

(Um Voranmeldung wird gebeten)
Deutschförderkurs für Anfänger
Hilfe bei der Entwicklung der Sprachkompetenz in der
deutschen Sprache im mündlichen und schriftlichen
Bereich
Dienstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Deutschförderkurs für Fortgeschrittene
Montag bis Mittwoch von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr
Geologiekurs für Kinder
Jeden Dienstag von 16.00 Uhr - 17.30 Uhr
Trainingsprogramm:
Interkulturelle Sensibilisierung und Kommunikation
Erwerb von interkulturellen Kompetenzen
Bewältigung von interkulturellen Konflikten in interkulturellen Gruppen in Schulen und am Arbeitsplatz
Termin: nach Vereinbarung
Weltkinder – Kinderwelten
Mit den Mikroprojekten „Logik-Training für Kinder“,
Schach, Dame, Mühle und Halma für kleine Anfänger,
„Kreatives Gestalten von Stoffen“, Kinder gestalten unter fachlicher Anleitung selbst Stoffe, „Kids kochen sich
durch die Welt“, Kinder kochen, backen und probieren
Gerichte aus aller Welt
Mo – Do ab 15.00 Uhr
AntidiskriminierungsTraining
Für Kinder der Grundschulen
Die Kinder sollen ermutigt werden, in Konfliktsituationen gewaltfreie Handlungsstrategien zu entwickeln.
Jeden Mittwoch von 14.00 Uhr - 16.00 Uhr
Auskünfte und Beratungen
Niedrigschwellige Beratungs-, Betreuungs-, und Begleitangebote
Migratonssozialberatung
Dienstag und Donnerstag nach terminlicher Absprache
Elternberatung für Eltern mit Migrationshintergrund
Hilfe bei der Stärkung der Erziehungskompetenz für
Eltern mit Migrationshintergrund
Termine nach vorheriger Absprache
(Änderungen vorbehalten)

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BERLIN INTERNATIONAL
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Kontakt

Ständige Angebote

BABEL e.V.
Klausdorfer Straße 8
12629 Berlin-Hellersdorf

Mo. 13:00 – 14:30
Englischkonversationskurs für
Grundkenntnissen – kostenfrei

Tel.: (030) 99 858 91
Fax: (030) 99 893 20

Mo. 18:00 – 19:30
Tangokurs für Anfänger mit Carlos aus Buenos Aires
und Tabea aus Berlin
Kosten: 40 € im Monat
(Einkommensschwache zahlen die Hälfte)

E-Mail: babel-berlin@t-online.de
Internet: http://www.haus-babylon.de
Verantwortlich: Dr. Mekonnen Shiferaw

BAYOUMA-HAUS

der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Interkulturelle Begegnungsstätte
in Friedrichshain – Kreuzberg
Frankfurter Allee 110
10247 Berlin
(zweiter Hinterhof, 1. Etage links)
Tel.: 29 04 91 36 – Fax: 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de

Programm Juni 2012
Beratungsangebote
für Hilfesuchende aus Friedrichshain-Kreuzberg:
Außerhalb der Sprechzeiten
muss ein Termin vereinbart werden!
Einrichtungsleitung & Gesundheitsberatung
Frau Natascha Garay, Tel.: 29 04 91 36
Di. 13:00 – 16:00, Do. 09:00 – 14:00
Sozialberatung
Frau Angela Prodan, Tel.: 29 35 08 35
Di. 13:00 – 16:00, Do. 09:00 – 14:00
Herr Gilberto Oliva Tablada, Tel.: 29 04 66 12
Mo. 09:00 – 14:00, Mi. 13:00 – 16:00

Seniorinnen

mit

Di.
10:30 – 14:00
Fingerdruckmassage „Shiatsu“
mit Heike Hoschar
für Frauen & Männer (gegen Spende )
Termine unter (0151) 23 33 77 53
Di.
19:30 – 22:00
Alle 14 Tage: Sitzung der AG „Menschenrechtsverletzungen an Frauen“ von Amnesty International Berlin-Brandenburg
Kontakt: http://www.amnesty-maf-berlin.de
Di. sowie Do. 16:30 – 18:00
Tanz-Workout mit Latin, Afro- u. Orientalischer Musik, Kostenbeitrag 10,- € pro Kurs mtl.
Do. 10:00 – 14:00 Uhr:
Klassische Massage und Schröpfen mit unserer
Heilpraktikerin. Termine bitte telefonisch bei Frau
Mönch unter (0173) 878 37 51 vereinbaren.
Nur für Frauen! – Kostenbeitrag 5,- €
Do. 13:00 – 14:30
Fahrradkurs für Erwachsene Anfänger und Fortgeschrittene in Friedrichshain, mit Unterstützung der
Berliner Polizei und der BUF
So. 11:00 – 15:00 Uhr:
Vietnamesischunterricht für Kinder & Jugendliche
Weiteres Programm und Informationen unter:
http://www.bayouma-haus.de
http://www.awo-fk.de
http://www.bayouma-gesundheit.de

Sozialberatung für Frauen
Frau Belinda Apicella, Tel.: 29 04 66 11
Di. 13:00 - 16:00, Do., 09:00 - 14:.00
Wir haben für Sie:
Mo. Di. und Do. 09:00 – 16:00 Uhr
Mi. von 13:00 – 16:00 Uhr
Fr. 09:00 – 14:00 Uhr geöffnet
und nach Vereinbarung.
Wir beraten in folgenden Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Vietnamesisch, Türkisch und Rumänisch

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Juni 2012, Nr. 91
BERLIN INTERNATIONAL
Seite 29
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Veranstaltungen
Seit 24.05.2012, Afrika-Haus Berlin:

MIGRATION UND ICH"
Im Spiegel der Malerei

"MIGRATION und ICH" im Spiegel der Malerei
Eine Ausstellung, initiiert und präsentiert von Christel
Gbaguidi,
Leiter der Soziokulturellen Organisation Arts Vagabonds Rézo Afrik Bénin
11 Beniner Jugendliche, die in Benin ihr Diplom in
Kunst und Technologie erhalten hatten, hatten 2008 an
einem Austausch- und Interkulturellen Projekt unter
dem Motto "Migration und ich" teilgenommen.
Die 56 Gemälde, die dabei entstanden sind, beschreiben eine für hunderttausende afrikanische Flüchtlinge
brutale und für die "Festung Europa" beschämende
Realität.
Die Ausstellung wird in den kommenden Wochen im
Afrika-Haus zu sehen sein.
Kontakt
Afrika-Haus Berlin
Träger: Farafina e.V.
Bochumer Straße 25
10555 Berlin
Tel.: (030) 392 20 10
Fax: (030) 34 35 16 99
E-Mail: afrikahaus@t-online.de
Internet: http://www.afrikahaus-berlin.de

ten Mal in Berlin und diesmal mitten im Zentrum Berlins
auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg. Es
werden an den drei Tagen zwischen 30.000 bis 50.000
Besucher erwartet!
Sport, Spiel und Spaß bestimmen am Eröffnungstag (1.
Juni) – dem „Internationalen Kindertag“ – das Geschehen, während an den folgenden Tag Fußball und auch
andere Sportarten im Mittelpunkt stehen. Für den
Sonntag sind wegen der gemeinsamen Fußball-EM in
Polen und in der Ukraine einige kulturelle Beiträge aus
der Ukraine ins Programm aufgenommen worden.
Es wird ein breit gefächertes kulturelles Unterhaltungsprogramm angeboten, das sowohl auf die in Berlin lebenden polnisch stämmigen Bürger sowie den großen
Kreis der Polen-Freunde zugeschnit-ten ist. Die immer
zahlreicher werdenden Touristen aus dem Nachbarland
Polen werden das Kultur-fest ebenfalls besuchen. Auch
für die ukrainischen Bürger in der Stadt ist diesmal etwas dabei.
Polen präsentiert sich mit einem bunten Händlermarkt
mit rund 30 Ständen und landestypischen Produkten
aus verschiedenen Regionen Polens. Weiterhin gibt
Ess- und Imbiss-Stände mit typischen polnischen Speisen und echtes polnisches Tyskie-Bier vom Fass. Hinzu kommen diesmal einige Marktstände mit kulinarischen Spezialitäten und typischen Produkten aus der
Ukraine, die auch Weine von der Krim anbieten.
Mehrere deutsch-polnische sowie polnische Vereine
und Initiativen aus Berlin werden ihre Projekte und Arbeiten an Infoständen vorstellen. Zwei Schulen aus
Wilmersdorf (Grund- und Oberschule) mit PolnischSchwerpunkt präsentieren sich mit ihren Schulprojekten
und AGs.
Ausführliches Programm im Internet unter:
http://www.dpfberlin.de/programm/programmdeutsch/index.html

02.06., zum siebten Mal:
01.-03.06.,:

DEUTSCH-POLNISCHES KULTURFEST
"PoKuSa Polnische Kultur-Saison"

RESPECT GAYMES

Mit Sport, Musik und Spaß gegen Homophobie

Freitag, 01.06.2016, 14:00 Uhr bis 23:00 Uhr
17:00 Uhr: Feierliche Eröffnung mit Kai Hennig von
der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes, dem Botschafter der Republik Polen Dr. Marek Prawda, dem
Amtierenden Botschafter der Ukraine Dr. Vasyl Kymymets, der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen
Dilek Kolat und Reinhard Naumann, Bürgermeister des
Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf
Samstag, 02.06.2012, 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Sonntag, 03.06.2012, 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Am Samstag, dem 2. Juni 2012, von 10 bis 21 Uhr finden zum siebenten Mal die vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) organisierten
Respect Gaymes im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark
in Berlin-Prenzlauer Berg statt. Bei freiem Eintritt wird
bei dem Sport- und Kulturevent unter dem Motto „Zeig
Respekt für Schwule und Lesben!“ für ein vorurteilsund diskriminierungsfreies Miteinander geworben. Bei
der Veranstaltung werden wieder 60 Fußballteams gegeneinander antreten. Außerdem wird es ein Beachvolleyballturnier geben und alle Gäste dürfen sich bei der
neuen Trendsportart Jugger ausprobieren.

Es ist wieder soweit! In knapp zwei Wochen steigt das
deutsche-polnische Kulturfest "PoKuSa – Polnische
Kultur-Saison" vom 1.-3. Juni 2012 – bereits zum drit-

Die Bühne übernimmt am 2. Juni ab 11 Uhr für einige
Stunden der HipHop geht anders! e.V.. Dabei werden
die Ergebnisse eines Jahres Arbeit mit Jugendlichen

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aus Berliner Schulen vorgestellt. Die Schülerinnen und
Schüler zeigen ihr Können in HipHop, Rap, Beatboxen
und vielem mehr. Außerdem gibt es ab 16 Uhr zum dritten Mal bei den Respect Gaymes ein Breakdance Battle organisiert von der Breakdance Connection. Das
VIP-Fußballspiel mit Prominenz aus der Politik und
Community findet ebenfalls wieder statt, zudem verschiedene Workshops. Im Infoareal laden mehr als
zwei Dutzend Vereine zu diversen Mitmachaktionen
ein. Und am Abend sorgen die Berliner Nachwuchsbands Goose On Fire, KissMe I’m The Cook und John
Doe der Berlin Music Association für gute Unterhaltung.
Die Respect Gaymes sind nur möglich, weil viele Organisationen das Anliegen unterstützen durch Begegnung
bei Sport und Musik gegenseitigen Respekt zu entwickeln. Zu den Hauptunterstützern gehören die AOK
Nord-Ost, die taz, Radio Flux FM, CocaCola Deutschland, CineStar, Schalldruck, Dinamix, Ford-Kadea,
Nordmann Getränke, Ballhandel.de, SV Empor, die
Gesellschaft für Sport und Jugend, Vorspiel e.V., der
Berliner Fußballverband, die Berliner Polizei, Pfeffersport, die HipHop Charity Jam, das Berliner Fenster
und viele mehr. Die Respect Gaymes werden von Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Frauen gefördert.
Respect Gaymes
Samstag, 2. Juni 2012, 10 bis 21 Uhr
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
Cantianstraße 24, 10437 Berlin
(U2 Eberswalder Str.)
Eintritt frei!
Anmeldungen und Informationen unter:
http://www.respect-gaymes.de

04. bis 17.06.:

09./10.06., Şehitlik-Moschee Neukölln:

FAMILIEN-SOMMERFEST

Für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben
Samstag, 09.06.2012, 14:00 bis 21:00 Uhr
Sonntag, 10.06.2012, 11:00 bis 18:00 Uhr
Şehitlik-Moschee, Columbiadamm 128
Die Şehitlik-Moscheegemeinde veranstaltet am 9.
(14:00 bis 21:00 Uhr) und 10. Juni. (11:00 bis 18:00)
ein Sommerfest unter dem Motto "Für Toleranz und ein
friedliches Zusammenleben". Auf diesem Sommerfest
können alle BerlinerInnen kulturelle, religiöse und spielerische Angebote für Kinder und Erwachsene wahrnehmen und die bei Essen und Tee die Gemeinde der
Sehitlik Moschee persönlich kennenlernen.
Der Comedian Murat Topal führt durch das Programm.
Anlass für das Sommerfest, so die Gemeinde, sind die
sich wiederholenden islamfeindlichen Attacken in den
letzten Monaten gegen die Şehitlik Moschee. Daher soll
durch das Fest gezeigt werden, dass die Berliner Muslime mit ihrem Glauben und den Einrichtungen zur
Ausübung ihres Glaubens zu Berlin und Deutschland
gehören.
Programm
und
weitere
http://www.sehitlik-camii.de/.

Informationen

Kontakt
DITIB-Sehitlik Türkisch Islamische Gemeinde zu Neukölln e.V.
Columbiadamm 128
10965 Berlin
U-Bhf. U 8 Boddinstraße (Fußweg 10 Minuten)

18. JÜDISCHES FILMFESTIVAL

Tel.: (030) 6921118
Fax: (030) 69504203

Das Programm des 18. JÜDISCHEN FILMFESTIVALS
BERLIN & POTSDAM ist so umfangreich wie nie zuvor:
Knapp 30 Filme werden in diesem Jahr präsentiert. Davon sind zwölf deutsche Produktionen und KoProduktionen, außerdem Filme aus Israel, USA, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden. Sie können zehn Deutschland-Premieren und mit dem Eröffnungsfilm MAX RAABE IN ISRAEL eine Welturaufführung in diesem Jahr erleben.

E-Mail: info@sehitlik-camii.de
Internet: http://www.sehitlik-camii.de/

Berlin und Potsdam

Programm und weitere Infos im Internet unter:
http://www.jffb.de/

unter

13.06. bis 17.06., WdK:

»HUMAN FRAMES«

Das europäisch-asiatische Film-Festival
99 Kurzfilme von 99 zeitgenössischen Videokünstlern
und Filmemachern aus Europa und Asien.
Eröffnung: Mittwoch 13. Juni 2012, 18.00 Uhr
Ende: Sonntag 17. Juni 2012, 23.00 Uhr
Glück, Begehren, Wahnsinn, Fanatismus, Angst und
mehr: Vom 13. bis 17. Juni taucht das KunstfilmFestival HUMAN FRAMES in zehn Seelenzustände des
Menschen ein.

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Fünf Tage lang präsentiert die Werkstatt der Kulturen
ein dichtes Festivalprogramm aus Kunst- und Experimentalfilm, Videokunst, Vorträgen und Performances.
Konzeptionell setzt sich das Festival, das bereits erfolgreich in Singapur, Düsseldorf und Ljublijana lief, über
nationale, soziale und kulturelle Grenzen hinweg und
bezieht auch die asiatischen Konzepte Mono no aware
(das Pathos der Dinge) und Impermanenz (Unbeständigkeit) mit ein.
Filme, Vorträge und Performances in Anwesenheit vieler FilmemacherInnen, KuratorenInnen und WissenschaftlerInnen.
Ausführliches Programm unter:
http://www.werkstatt-derkulturen.de/de/festivals/human_frames/
Kontakt
Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Tel.: (030) 60 97 70-0
Fax: (030) 60 97 70-13
E-Mail: info@werkstatt-der-kulturen.de
Internet: http://www.werkstatt-der-kulturen.de

14.06., WdK, Sufikonzert:

MUSIK FÜR DIE SEELE

Sufimusik und Erzählungen
Mit Sheikh Hassan Peter Dyck und Muhabbat Caravan
Donnerstag, 14. Juni 2012
um 19.30 Uhr, Einlass 18.30 Uhr
in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Eintritt: 10 Euro Abendkasse
Die Musik von Muhabbat Caravan ist eine Mischung
von Minimal Jazz, Blues und Trance, basierend auf orientalischen Tonfolgen. Die Texte entstammen meist
der Sufi Tradition, so auch die Mantras die das Herz
reinigen.
Mit liebevollem Humor erzählt Hassan Dyck Weisheiten, die uns zu so mancher Selbsteinsicht verhelfen.
Seine Absicht ist es, gemeinsam mit dem Publikum
göttliche Momente zu erleben, oder wie Meister Rumi
sagte: “Der Zuhörer ist der Spieler und der Spieler der
Zuhörer.”

15./16.06.:

STRAßENFEST GEGEN RASSISMUS
"AKY - together 2012"

Freitag/ Samstag, 15./16.06.2012
(Freitag bereits ab 09:00 Uhr)
Open Air-Bühne Tellstraße
Im Weserkiez
Berlin-Neukölln
„Wir nehmen in diesem Jahr den Kampf gegen Rassismus in unser Programm auf. Die vielen gewalttätigen
Übergriffe Rechtsextremer auf Ausländer in letzter Zeit
schreckten uns auf und zwingen uns förmlich, etwas
dagegen zu tun. Mit Vereinen wie „Reach Out", „Amoro
Foro“ und der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)" versuchen wir ein Bewusstsein
für dieses Problem zu schaffen.
Persönlich liegt mir dieses Thema sehr nahe, da ich als
Mitbürger mit Migrationshintergrund zahlreiche negative
Erfahrungen gemacht habe. Dem möchte ich auch soweit es geht, entgegentreten und die Scheuklappen
vieler Menschen, die noch nie in Kontakt mit anderen
Kulturen gekommen sind, entfernen. Wir möchten
durch unser stetiges Engagement in unserer Szene, die
einer multikulturellen Farbcollage gleicht, das Zusammenleben verschönern und einen toleranteren Umgang
miteinander fördern.
Das aky soll in Zukunft eine bekannte Anlaufstelle im
Weserkiez bleiben, wenn es darum geht, Gastronomie,
Nachbarschaftspflege und Kultur zu vereinen. Unser
Beitrag soll den kulturellsozialen Strukturen des Kiezes
ein Fundament bieten.
Dieses Jahr haben wir es auch geschafft, den berühmten und erfolgreichen Neuköllner Comedian, Murat
Topal, für unser Projekt zu begeistern. Am Samstag,
den 16.06.2012 wird er die Moderation der Veranstaltung übernehmen. Um dem Bezirk ein Kulturevent auf
einer höheren Ebene zu bieten, haben wir bisher verbindliche Zusagen zahlreicher Gewerbetreibenden aus
Berlin, die unser Projekt gerne unterstützen werden.
Weiterhin hoffen wir hierdurch neue Kontakte zu und
unter den BewohnerInnen unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu fördern und nachhaltig zu festigen.“
AKY Lounge
Tellstraße 10
12045 Berlin–Neukölln
Fax: (030) 65 79 38 99
E-Mail: info@aky-lounge.com
Internet: http://aky-lounge.com/

Weitere Infos unter: http://www.sufikonzert.de/
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u.a. 16./17.06 und 23.06., Berlin Pride Festival:

CHRISTOPHER STREET DAY 2012
20. LESBISCH-SCHWULES STADTFEST
Mehr als eine halbe Million ZuschauerInnen und DemonstrantInnen werden diesmal bei der CSD Parade
mitmachen. Die CSD Parade ist eine politische Demonstration, die diesmal unter dem Motto Wissen
schafft Akzeptanz steht.
Beginn der CSD-Parade:
12:30 Uhr, Gitschiner Straße/ Ecke Prinzenstraße
CSD Finale:
Ab 16:00 Uhr am Brandenburger Tor
Um 17:30 Uhr hält der Regierende Bürgermeister
von Berlin Klaus Wowereit dort seine Eröffnungsrede.
Alle Informationen und Programm rund um das Berlin
Pride Festival im Internet unter: http://www.csdberlin.de/
Gleiche Rechte für Ungleiche
Unter diesem Motto veranstaltet der Regenbogenfonds
e.V. vom 16. Bis 17 Juni zum 20. Mal Europas größtes
Lesbisch-schwules Stadtfest im traditionellen HomoKiez am Nollendorfplatz in Schöneberg (Nollendorfplatz,

mehrheitlich als kritische Mediennutzer, die bei Bedarf
die Berichterstattung deutschsprachiger Medien mit der
von anderssprachigen Medien vergleichen, um sich
ihre eigene Meinung zu bilden. Dies sind die zentralen
Ergebnisse des Forschungsprojekts „Muslime in der
europäischen Medienlandschaft“. Wissenschaftler des
Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld sowie der Keele
University in Großbritannien untersuchten, wie Muslime
Medien nutzen und produzieren. Die Studie wird heute
(30. Mai) in Berlin vorgestellt.
Die Gesellschaften in Europa werden kulturell vielfältiger und die europäische Medienlandschaft verändert
sich. Vor diesem Hintergrund untersuchten deutsche
und britische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie Medienproduktion und Mediennutzung sowie
die Beziehungen gesellschaftlicher Gruppen zusammenhängen. Die Forscher führten dafür Interviews mit
deutschen und britischen Journalisten. Neben einer
nicht repräsentativen Online-Befragung in beiden Ländern wurden sogenannte Fokusgruppen mit muslimischen und nicht-muslimischen Mediennutzern gebildet.
Die Studie wurde von dem Institut für Strategischen
Dialog (London) koordiniert und durch die Förderung
der Vodafone Stiftung Deutschland und des British
Council ermöglicht.

Bielefelder Wissenschaftler haben zu Repräsentation, Teilnahme und Medienkonsum in Deutschland
und Großbritannien geforscht

Kein Befund für parallele oder abgeschottete Mediengesellschaft
In dem Forschungsprojekt ging es unter anderem darum, ob sich aktuell parallele oder getrennte Mediengesellschaften entwickeln – und dies besonders mit Blick
auf muslimische Gemeinschaften. „Wir haben daher
erforscht, wie sich die Mediennutzung von Muslimen
von der Nutzung von Nicht-Muslimen unterscheidet“,
sagt Professor Dr. Andreas Zick vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Ein Ergebnis: Ein Großteil der in Fokusgruppen befragten Personen muslimischen Glaubens
nutzen sowohl deutsch- als auch anderssprachige Medien. Sie beschreiben die Nutzung von Medien aus
verschiedenen Kulturen als Bereicherung, weil sie so
etwa verschiedene Sichtweisen auf ein Thema erhalten. „Es gibt in unserer Studie damit keinen Befund für
eine parallele oder abgeschottete Mediengesellschaft
von Muslimen in Deutschland”, so Zick.

Fast 90 Prozent der befragten
Muslime fühlen sich von den
etablierten
Medien
in
Deutschland und Großbritannien nicht repräsentiert. Sie
beklagen eine stereotype
Darstellung der Muslime und
ein respektloses mediales
Bild des Islam. Rund 60 Prozent
der
Befragten
in
Deutschland
fühlen
sich
durch Berichte über Islamfeindlichkeit bedroht. Dennoch ist die Vorstellung einer
„parallelen Mediengesellschaft“ nicht angemessen.
Vielmehr erscheinen Muslime mit Migrationsgeschichte

Muslimische Befragte fühlen sich von etablierten
Medien nicht repräsentiert
Wie die Online-Befragung der Forscher zeigt, bleiben
dennoch Mainstream-Medien, also Sender, Zeitungen
und Internetangebote, die sich an die breite Masse
wenden, für die Mehrheit der Muslime und NichtMuslime in Deutschland und Großbritannien die wichtigste Nachrichtenquelle. Das erscheint verwunderlich –
denn fast keiner der muslimischen Befragten in
Deutschland fühlt sich von etablierten Medien repräsentiert (87,6 Prozent). In Großbritannien ist es mit 85,7
Prozent ähnlich. Vielmehr haben die Mehrheiten der
muslimischen Befragten in beiden Ländern den Eindruck, dass Muslime in den Mainstream-Medien stereotyp dargestellt werden (89,7 Prozent in Deutschland,

Fuggerstraße, Motzstraße, Eisenacher Straße, Kalkreuthstraße).

Programm zum Lesbisch-schwulen Stadtfest unter
http://www.regenbogenfonds.de.

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Studie:

MUSLIME IN EUROPAS MEDIENLANDSCHAFT

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95,3 Prozent in Großbritannien). Zick folgert: „Medien
sind bedrohlich für Muslime, wenn Journalisten über sie
schreiben, sie filmen oder mit ihnen reden.“ Das bestätigt auch die Online-Erhebung. 58,7 Prozent der muslimischen Befragten in Deutschland fühlen sich „durch
Berichte über Islamophobie“ bedroht und 77,3 Prozent
von ihnen meinen, die Medien behandeln den Islam
respektlos.
Hoffnung auf bessere gesellschaftliche Beziehungen durch Berichterstattung
Wie die Studienergebnisse zeigen, glauben muslimische Mediennutzer an die Macht der dominanten
Mainstream-Medien. Mehr als 70 Prozent der Befragten
sind
der
Ansicht,
dass
die
MainstreamBerichterstattung die Beziehungen zwischen Muslimen
und Nicht-Muslimen positiv beeinflussen kann. Die Interviews mit Journalistinnen und Journalisten wiederum
zeigen, dass sich Medienvertreter schon jetzt bemühen, Klischees, Stereotypen und Vorverurteilungen zu
vermeiden. „Die interviewten Journalisten machen
deutlich, dass sie selbst auf eine differenzierte Darstellung achten“, so der Bielefelder Wissenschaftler Jörg
Heeren. Dennoch mahnen sie selbst an, dass Menschen mit muslimischem Hintergrund in der Berichterstattung nuancierter dargestellt werden müssen. So
bedauern sie, dass in Berichten oft die religiöse Zugehörigkeit von Personen in den Vordergrund gestellt
werde – obwohl in vielen Fällen die nationale Herkunft
oder die soziale Schicht bedeutsamer wären. „Handlungen von Personen mit muslimischer Zugehörigkeit
werden demnach oft ungerechtfertigt mit ihrer Religion
verknüpft“, sagt Heeren.
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Im Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld werden theoretische
und empirische Analysen zu unterschiedlichen Formen,
Ausmaßen und Ursachen von Konflikten und Gewalt
durchgeführt. Interdisziplinäre Zugänge beleuchten
verschiedene Seiten von ethnischen, religiösen und
kulturellen Konflikten und Gewalt. So werden die komplexen Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen
Entwicklungen, etwa der sozialen Desintegration, sozialpsychologischen Mechanismen, kollektiven Akteursgruppen und sozialräumlichen Kontexten betrachtet.
Vodafone Stiftung Deutschland
Die Vodafone Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie unterstützt insbesondere Programme in den Bereichen
Bildung, Integration und soziale Mobilität mit dem Ziel,
Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben,
die Entwicklungen einer aktiven Bürgergesellschaft zu
fördern und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dabei geht es der Vodafone Stiftung Deutschland vor allem darum, benachteiligten Kindern und Jugendlichen den sozialen Aufstieg zu ermöglichen.
[PM v. 30.05.12, IdW: http://www.idwonline.de/pages/de/news480301]

Weitere Informationen im Internet:
http://www.vodafonestiftung.de/presseinfomodul/detail/172.html
Direkter Download der Studie:
http://www.vodafonestiftung.de/scripts/getdata.php?DOWNLOAD=YES&id=16
684
Kontakt
Professor Dr. Andreas Zick, Universität Bielefeld
Institut
für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Tel.: (0521) 106-2442
E-Mail: zick@uni-bielefeld.de
Jörg Heeren, Universität Bielefeld
Institut
für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Tel.: (0521) 106-4199
E-Mail: joerg.heeren@uni-bielefeld.de

IDA e.V., Überarbeitete Neuauflage:

„ISLAMFEINDLICHKEIT –

Aspekte, Stimmen, Gegenstrategien“
Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. hat seinen Reader zum Thema
Islamfeindlichkeit in dritter überarbeiteter Auflage herausgegeben.
Stephan Bundschuh/
Ansgar Drücker/
Birgit Jagusch (Hg.)
„Islamfeindlichkeit –
Aspekte, Stimmen,
Gegenstrategien“
herausgegeben
im Auftrag des IDA e. V.,
ISSN 1616-6027,
Düsseldorf: Eigenverlag,
3. überarbeitete Aufl. 2012,
64 Seiten
Verschiedene Studien warnen seit geraumer Zeit vor
einem Anstieg islamfeindlicher Einstel-lungen. Doch
welche Ursachen und Anzeichen für diesen Anstieg
können in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen gefunden werden? Wie soll die außerschulische Jugendarbeit auf diese Herausforderung reagieren? Auf diese Fragen gibt der Reader des IDA e. V.
Antworten.
Er gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil beleuchtet
Aspekte von Islamfeindlichkeit aus verschiedenen Perspektiven und geht auf gesellschaftliche, kulturelle, poli-

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Juni 2012, Nr. 91
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tische, geschlechtsspezifische und mediale Diskurse
ein. Die AutorInnen schildern darin Ausprägungen und
Erklärungsansätze für Islamfeindlichkeit. Im zweiten
Teil kommen Akteure der muslimischen Community zu
Wort, die ihre Sichtweisen auf Islamfeindlichkeit beschreiben. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie sich
antimuslimische Stereotype im Alltag auswirken und
welche Interventionsmöglichkeiten Muslime und Muslimas sehen. Der dritte Teil widmet sich den Möglichkeiten der Pädagogik, Gegenstrategien gegen Islamfeindlichkeit zu entwickeln. Um MultiplikatorInnen der Jugendarbeit Anregungen für ihre Praxis zu geben, werden verschiedene Übungen und Methoden vorgestellt,
die in der Jugendbildungsarbeit eingesetzt werden
können. Weiterhin informieren Infokästen über aktuelle
Statistiken zu Islamfeindlichkeit, über Filme, die sich
zum Einsatz in der Jugendbildungsarbeit eignen, über
Projekte zum interreligiösen Dialog und über Handlungsmöglichkeiten in der politischen Bildung.

geht? durch Statements von Prominenten wie Fußballstar Mesut Özil, weiterführende Informationen und
praktische Tipps.

Der
Reader
kann
bei
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www.idaev.de/publikationen/bestellformular
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werden. Es fallen gewichtsabhängige Portokosten zzgl.
einer Versandkostenpauschale in Höhe von 3,00 Euro
pro Sendung an.

Bestell-Informationen
Was geht? Nr. 1/2012
Was glaubst Du? Das Islam-Heft
Bestellnummer Arbeitsheft: 9.592
Bestellnummer Begleitheft: 9.593

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Weitere Infos und Bestellmöglichkeit im Internet:
http://www.bpb.de/wasgeht.

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40221 Düsseldorf
Tel: (02 11) 15 92 55-5
Fax: (02 11) 15 92 55-69
E-Mail: info@IDAeV.de
Internet: http://www.IDAeV.de

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„WAS GLAUBST DU?
Das Heft zum Islam“

„Was glaubst Du? Das Heft zum Islam“ lautet der Titel
des neuen Heftes, das die jugendlichen Leser und Leserinnen dazu einlädt, sich auf unkonventionelle Art
und Weise mit dem Islam auseinanderzusetzen: ”Warum dürfen Muslime kein Schweinefleisch essen?”,
”Muss ein muslimischer Fußballspieler im Ramadan
fasten?”, ”Wie viele Muslime leben in Deutschland?”
Fragen, auf die die neue Ausgabe von Was geht? Antworten gibt. Ab sofort können Sie das Arbeitsheft und
die pädagogische Handreichung kostenlos und im
Klassensatz im Online-Shop der bpb bestellen.
Anhand eines Quiz überprüfen die Jugendlichen ihren
Wissensstand, ein Test reflektiert ihre persönliche Einstellung zum Islam. Beide Ergebnisse bieten die Basis
für eine sachliche und kritische Auseinandersetzung mit
dem Thema und somit einen Ausgangspunkt, um bestehende Vorurteile zu diskutieren. Ergänzt wird Was

Was geht? ist eine Publikationsreihe, die speziell für die
Arbeit mit Jugendlichen (z.B. an Hauptschulen) entwickelt wurde. Jede Ausgabe besteht aus einem Heft für
Jugendliche und einer Handreichung für Pädagoginnen
und Pädagogen. Das Jugendheft zeichnet sich durch
eine emotionale Ansprache, das Vermeiden langer
Ausführungen und ein altersgemäßes Layout aus, was
die Auseinandersetzung auch mit schwierigen Themen
vereinfacht.
In der Reihe Was geht? sind bisher folgende Titel erschienen: Marken-Freak oder Fashion-Opfer, Macher
oder Mitläufer, Mit oder ohne? Das Heft zum Kopftuch,
Gossip-Girl oder Burger-King? Das Heft zum American
Way of Life.

Total Plural e.V.:

"DAS 1. AFRO-DEUTSCHE AUSMALBUCH"
Da wir bei unserer Recherche nach wertvollen, interkulturellen Kindermedien immer wieder feststellten, wie
wenig Bücher es speziell für afro-deutsche Kinder gibt,
in denen ihre alltägliche Situation gezeigt wird, haben
wir uns mit unserer Grafikerin, Regina Damala, dazu
entschlossen, selbst ein Buch zu produzieren . So entstanden insgesamt 28 Entwürfe für das 1. AfroDeutsche Ausmalbuch. Es soll damit den Kindern ab
einem sehr frühen Alter ein Ausmalbuch zur Verfügung
stehen, das Ihrer Selbstwahrnehmung entspricht und
ihre bikulturellen Familienstrukturen abbildet
"Das 1. Afro-Deutsche Ausmalbuch" kann ab sofort per
Telefon oder Mail bei Total Plural e.V. bestellt werden.
Kontakt
Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin/ Total Plural e.V.
Kontakt Ulrike Düregger
Treffpunkt: Kieztreff Gleimviertel,
Kopenhagener Straße 50,
Telefon (030) 440 90 02
Mobil: (0175) 327 31 04
E-Mail: info@afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de
Internet: http://www.afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de

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