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Periodical volume

Full text: Berlyñ international Issue 90.2012

international
DER NEWSLETTER

DES

05/12

Nummer 90

INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Projekt-Wettbewerb für ein weltoffenes
Berlin „Respekt gewinnt!“ geht in die vierte
Runde.
Auch in diesem Jahr schreibt der Berliner
Ratschlag für Demokratie wieder Geld- und
Sachpreise für Projekte aus, die sich für Vielfalt, Anerkennung und
Demokratie in Berlin engagieren.
Ab sofort können alle Berlinerinnen und Berliner Fotos, Videos, Texte
und Präsentationen ihrer Projekte und Aktionen für ein weltoffenes
Berlin und eine Kultur des Respekts im Alltag auf der Website
http://www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de
hochladen und der Öffentlichkeit präsentieren. Eine Jury des Berliner
Ratschlags für Demokratie wird die interessantesten unter ihnen auswählen und prämieren. Zu gewinnen gibt es Geldpreise bis zu 5.000
Euro und zusätzliche Sachpreise. Einsendeschluss ist der 25. Oktober
2012.
Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf Seite 5.

Ihre Redaktion
BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 01.06.2012.
Redaktionsschluss für die Juni-Ausgabe (Nr. 91) ist der 25.05.2012.

IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum des Beauftragten des Senats von Berlin für
Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf
Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen
1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN
INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, IntMig 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 9017-2320,
Martina Gembus, IntMig B 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 30.04.2012 [1.695 | Jahrgang 29]

Der interkulturelle
Kalender für den
Monat Mai

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BERLIN INTERNATIONAL
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Integrationsbeauftragter aktuell
Berufliche Anerkennung realisieren: Das Regionale IQ Netzwerk Berlin
Respekt gewinnt – 2012:
Der Projekt-Wettbewerb für ein weltoffenes Berlin geht in die nächste Runde
Erklärung des Berliner Islamforums zu den Übergriffen auf muslimische Einrichtungen:
"Alle Menschen sollen sich in Deutschland sicher fühlen können"
Senatorin Dilek Kolat:
"Überfällige Erleichterungen bei der Anerkennung von im Ausland erworbener Qualifikationen"
Zum Neujahrsfest der Tamilen und der Sikhs: Dilmaghani gratulierte den Glaubensgemeinschaften
Senat will Situation der Roma verbessern
Aus dem Landespressedienst
Dunger-Löper ruft zur Mitwirkung an der Europawoche 2012 auf
Holocaust-Gedenktag:
Junge Berliner Muslime, Christen, Juden und Bahai bringen Stolpersteine zum Glänzen
§ 175 Strafgesetzbuch: Senat setzt sich für Rehabilitierung schwuler Männer ein
Hohe Ehrung für engagierten Berliner. Kolat zeichnet Aldo Graziani mit Verdienstkreuz aus
Senatorin Kolat übergibt hohe Auszeichnung an ehrenamtlich tätigen Berliner.
Marco Voigt mit Verdienstmedaille gewürdigt
Innensenator Frank Henkel legt Bericht zur Kriminalität in Berlin 2011 vor
Senatorin Dilek Kolat weiter auf Ausbildungstour:
„Mehr Berliner Jugendliche müssen nach der Schule eine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben“
Senatorin Dilek Kolat: Betreuungsgeld bedroht Integrationserfolge
Berliner Behörden vereinfachen Terminvereinbarung über Internet
Senatorin Kolat bei Veranstaltung zum Girl’s Day im ZDF
Aufnahme an den weiterführenden Schulen – 95% der SchülerInnen haben einen Wunschplatz
02.05.: Die Grundschulen der Staatlichen Europa-Schule Berlins feiern den
GRAND PRIX DE LA PETITE CHANSON
Arbeitssenatorin Kolat: CDU-Vorschlag für Lohnuntergrenze ist unzureichend
Wowereit zum 1. Mai:
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfen nicht die Zeche für Euro-Krise zahlen“ –
Appell für Gewaltfreiheit am 1. Mai

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Anfragen an den Senat
„Hat die Polizei genug von interkultureller Öffnung?“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite

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Aus Europa, Bund und Ländern
Berliner Europaportal und Europa-Newsletter
02.05-14.05.2012: Europawoche 2012
3.602 Asylanträge im März 2012
Deutsche Islam Konferenz tagte
Neue DIK-Studie: Islamisches Gemeindeleben in Deutschland
3. Jugendintegrationsgipfel
Studie: Erstmals deutschlandweite Übersicht über Migrantenorganisationen
Europäische Studie stellt Modelle vor. JRS: „Es gibt Alternativen zur Abschiebungshaft!“
SVR-Studie: Internationale Studierende über Bleibemöglichkeiten als Fachkraft schlecht informiert

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Initiativen
Ausschreibung: Julius Hirsch Preis des DFB. Bewerbungsschluss: 30.06.2012
Ausschreibung: Horizonte-Stipendien für angehende Lehrkräfte mit Migrationshintergrund
Bewerbungsfristen: Studierende: 31.07.2012, angehende Lehrkräfte: 15.08.2012

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Workshops/ Tagungen
14. bis 16.05., FEZ: "Typisch Deutsch?!"
Projektwoche für SchülerInnen der Klassen 7 bis 13 zu Mono-, Multi- und Interkulturalität

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Aus Projekten und Vereinen
ARIC e.V.: Einladung und Aufruf zur Mitgestaltung:
Die 10. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs. Anmeldefrist für Info-Veranstaltung: 31.05.2012
Babel e.V.: Programm Mai 2012
Bayouma-Haus der AWO: Programm Mai 2012

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Veranstaltungen
noch bis 11.05., Ausstellung: Sibyllenwurz und Speisedampf“. Heilmethoden mit Migrationshintergrund
01.05.: MYFEST 2012. Zum 10. Mal das Fest am 1. Mai
02. bis 06. Mai, Rathaus Schöneberg: XXVII. Black International Cinema Berlin 2012
03.05., Anne Frank Zentrum: »… zuerst einmal bin ich Mensch – mein bewegtes Leben …«
Zeitzeugengespräch
08.05., Jüdische Gemeinde zu Berlin, Integrationsbüro:
Konzert zum 67. Jahrestag der Beendigung des 2. Weltkrieges
19./20.05., FEZ: Ho[sch]geldin Berlün – Willkommen Berlin!
Deutsch-Türkisches Jugend- und Familienfest
27.05., zum 17. Mal: Karneval der Kulturen 2012

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Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Fremdsprachige Beratung: Aufsuchender Verbraucherschutz. Service der Verbraucherzentrale Berlin

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Integrationsbeauftragter aktuell

Frauen für eine qualifizierte Beschäftigung und als
Fachkräfte von morgen zu gewinnen“, so berichtet
Magdalena Adamczyk-Lewoczko aus der Beratung.

NEU ist der „Jour-fixe Anerkennungsgesetz“ für

Akademikerinnen: Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 16:00 – 17:30 Uhr bei:
LIFE e.V.
Dircksenstraße 47
10178 Berlin
Berufliche Anerkennung realisieren:

DAS REGIONALE IQ NETZWERK BERLIN
Seit 2005 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Netzwerk „Integrati
on durch Qualifizierung – IQ“.
In Berlin wurde seit dem eine umfangreiche Beratungsstruktur zur beruflichen Integration von erwachsenen
Migrantinnen und Migranten aufgebaut. Standards der
„migrationssensiblen und beschäftigungsorientierte Beratung“ wurden entwickelt und umgesetzt.
„Diese bewährten Strukturen, die sich zu Recht in Berlin etabliert haben, und die langjährigen Erfahrungen
aus der Beratung in den Migrantenorganisationen nutzen wir, um nun den neuen Förderauftrag in Berlin umzusetzen“, sagt Wiebke Reyels, die Leiterin des IQ
Netzwerk Berlin.

Die Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich!

Weitere Angebote zum Coaching und zur Verfahrensbegleitung sind angesiedelt beim Türkischen Bund Berlin-Brandenburg e.V. (TBB) und Club Dialog e.V. Kontaktdaten und Informationen finden Sie unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/ausbildung/iqnb.h
tml.
Senatorin Dilek Kolat informiert sich über das Coaching
in den Projekten und besuchte am 02.04.2012 die Beratungsstelle von Club Dialog e.V.:

Im November 2011 wurde dem Berliner Integrationsbeauftragten die Aufgabe der Koordination des Berliner IQ
Netzwerks übertragen. Ein Ziel des IQ Netzwerks ist
der Aufbau einer kundennahen Beratungsstruktur für
die Antragstellung zur Gleichwertigkeitsprüfung von im
Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen – kurz
Anerkennungsberatung.
In der Beratung des IQ Netzwerk erhalten alle Interessierten eine unabhängige und kostenfreie Auskunft zu
dem neuen Anerkennungsgesetz, welches seit
01.04.2012 in Kraft getreten ist, den Verfahren zur Prüfung der Gleichwertigkeit der beruflichen Abschlüsse
und den individuellen Möglichkeiten der Antragstellung.
Dabei werden mehrere Strategien verfolgt:
1.)Angebot einer zentralen Erstanlaufstelle Anerkennung zur Erstauskunft und Erstberatung,
2.)Angebote
zur
Verfahrensbegleitung
und
Coaching im gesamten Prozess des Prüfverfahrens und weiterführenden Beratung,
3.)Informationsaustausch und Schulung zur Anerkennungsberatung.
Zum Beispiel: LIFE e.V.
Welche Möglichkeiten Frauen mit akademischen Abschlüssen aus dem Ausland haben, darauf ist die Beratung bei LIFE e.V. spezialisiert. „Unser Ziel ist es, die

Von links.: Günter Piening (Integrationsbeauftragter), Marina
Bondarew (Beraterin), Dilek Kolat (Senatorin), Julia Merian
(Projektleiterin Fahrplan Anerkennung beruflicher AbschlussFAbA), Tatjana Forner (Geschäftsführerin Club Dialog),
Wiebke Reyels (Leiterin IQ NW Berlin). Foto: Ali Varli

In der nächsten Ausgabe:
weitere Infos aus dem IQ Netzwerk Berlin –
die „Zentrale Erstanlaufstelle Anerkennung“!
Das Förderprogramm IQ wird gefördert durch das Bundesministerium
für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit.

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RESPEKT GEWINNT - 2012

Der Projekt-Wettbewerb für ein weltoffenes Berlin
geht in die nächste Runde
Auch in diesem Jahr schreibt der
Berliner Ratschlag für Demokratie
wieder Geld- und Sachpreise für
Projekte aus, die sich für Respekt, Vielfalt und Demokratie in
Berlin engagieren.
Ab sofort können alle Berlinerinnen und Berliner Fotos,
Videos, Texte und Präsentationen ihrer Projekte und
Aktionen für ein weltoffenes Berlin auf der Website
www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de hoch laden
und der Öffentlichkeit präsentieren. Eine Jury des Berliner Ratschlags für Demokratie wird die interessantesten unter ihnen auswählen und prämieren.
„Ob in Schulen oder Verbänden, am Arbeitsplatz oder
im Sportverein, überall engagieren sich Berlinerinnen
und Berliner für eine Kultur des Respekts im Alltag. Mit
dem Projektwettbewerb „Respekt gewinnt!“ will der Berliner Ratschlag für Demokratie das Engagement dieser
Menschen würdigen und ihren Projekten eine größere
Öffentlichkeit verschaffen,“ sagt Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening, in dessen Büro die Geschäftsstelle des Berliner Ratschlags für Demokratie
angesiedelt ist.
Zu gewinnen gibt es Geldpreise bis zu 5.000 Euro und
zahlreiche Sachpreise. Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2012.
Der Wettbewerb „Respekt gewinnt!“ wurde 2009 zum
ersten Mal ausgeschrieben. Im vergangenen Jahr gewannen das RAA-Projekt „JUMA – Jung, muslimisch,
aktiv“, die Jugendinitiative „BEIspielhaft“ sowie das
Straßentheaterprojekt „Wege und Widerstand“.
Der 2008 gegründete Berliner Ratschlag für Demokratie ist ein Netzwerk von Berliner Persönlichkeiten, die
für eine demokratische Stadtgesellschaft werben und
ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und
Antisemitismus in Berlin setzen wollen.
Weitere Informationen, die aktuellen Beiträge auf der
Plattform und Bilder von den Preisverleihungen 2011
finden Sie unter:
http://www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de
Kontakt und weitere Informationen:
Sabine Wessels
Koordination „Respekt gewinnt!“
Tel.: (0172) 8819117
E-Mail:
wettbewerb@berlinerratschlagfuerdemokratie.de
Internet: http://www.berlinerratschlagfuerdemokratie.de

Geschäftsstelle beim Beauftragten des Berliner Senats
für Integration und Migration
Potsdamer Straße 65
10785 Berlin
Tel.: (030) 90 17 -23 29
Fax: (030) 90 17 -23 20 (Sekretariat)

Erklärung des Berliner Islamforums zu den Übergriffen
auf muslimische Einrichtungen:

"ALLE MENSCHEN SOLLEN SICH IN
DEUTSCHLAND SICHER FÜHLEN KÖNNEN"

Das Berliner Islamforum hat sich auf seiner Sitzung am
18. April mit den Bedrohungen von Berliner Moscheen
befasst. Insbesondere die Neuköllner Şehitlik-Moschee
war in den letzten Monaten Ziel von Drohbriefen und
Übergriffen. Dazu erklärt das Berliner Islamforum:
"Die Mitglieder des Berliner Islamforums drücken ihre
tiefe Besorgnis aus angesichts der wiederholten Angriffe und Drohungen gegen muslimische Einrichtungen in
Berlin.
Die im Islamforum vertretenen muslimischen Einrichtungen, die Vertreter des Senats von Berlin, die Vertreter zivilgesellschaftlicher Einrichtungen und der Kirchen
betonen, dass es in unserer Stadt keinen Platz für Rassismus, Hetze und Gewalt geben darf.
Die Übergriffe und Drohungen müssen ernst genommen und entschieden verfolgt werden.
Es ist Aufgabe von Gesellschaft und Politik, entschlossen gegen die Verbreitung von Hassideologien vorzugehen. Hierzu zählt auch das entschlossene Vorgehen
gegen Volksverhetzung im Internet, die den Nährboden
bilden für diese Taten.
Die Vertreter des Islamforums werden sich aktiv einsetzen für den Abbau von Rassismus und Islamophobie.
Sie betonen die Notwendigkeit eines verstärkten Engagements für eine offene Stadt, in der sich alle Menschen sicher und willkommen fühlen können. Hierzu
gehört auch die Unterstützung der von Rassismus und
Islamfeindlichkeit Betroffenen und die Förderung ihrer
gesellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten."
Das Islamforum ist das wichtigste Koordinierungsgremium zwischen staatlichen und muslimischen Akteuren
in Berlin. Es wurde 2005 auf Initiative des Berliner Integrationsbeauftragten und der Muslimischen Akademie in Deutschland gegründet. Am Islamforum nehmen
teil Vertreterinnen und Vertreter von Moscheen und
islamischen Organisationen, Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinde, der katholischen und der
protestantischen Kirche Berlins sowie Vertretungen der
Senatsverwaltungen, der Bezirke und der Zivilgesellschaft.
Weitere Informationen unter
http://www.berlin.de/lb/intmig/islamforum/index.html

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Pressemitteilung vom 02.04.2012, 12:15 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Senatorin Dilek Kolat:

"ÜBERFÄLLIGE ERLEICHTERUNGEN
BEI DER ANERKENNUNG VON IM AUSLAND
ERWORBENER QUALIFIKATIONEN"
Seit dem 01. April gilt das „Gesetz zur Verbesserung
der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“. Dieses kurz „Anerkennungsgesetz“ genannte Bundesgesetz verspricht wichtige Änderungen für Migrantinnen und Migranten, denen ihre ausländischen Berufsqualifikationen bisher
nichts auf dem deutschen Arbeitsmarkt genutzt haben.
Unabhängig vom Aufenthaltsstatus können jetzt erstmals alle Personen, die über einen ausländischen
Berufsabschluss verfügen und eine Erwerbstätigkeit
anstreben, prüfen lassen, ob ihr Abschluss einem deutschen Abschluss gleichwertig ist.
Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek
Kolat erwartet, dass das Gesetz zur Verbesserung der
Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener
Berufsqualifikationen für einen großen Personenkreis
spürbare Erleichterungen bringt: „Viele Einwanderinnen
und Einwanderer arbeiten unter ihrem Qualifikationsniveau. Das ist eine Verschleuderung von Potenzial, die
durch das neue Gesetz hoffentlich beendet wird. Gerade Berlin mit seinem Gründungsboom kann sich das
nicht leisten!“
Alle Personen mit ausländischen Berufsqualifikationen
haben jetzt gleichermaßen einen Rechtsanspruch auf
ein Verfahren der Gleichwertigkeitsprüfung von ausländischen Qualifikationen.
„Dadurch entsteht mehr Transparenz. Transparenz für
die Zugewanderten über die Verwertbarkeit ihrer Qualifikation aber auch mehr Transparenz für Arbeitgeber
und Arbeitgeberinnen, die diese Potenziale nutzen, um
den Fachkräftebedarfs zu decken.“ Eine wichtige
Chance, so Senatorin Kolat weiter, liege darin, dass
jetzt auch Berufserfahrungen geltend gemacht werden
und für den Berufseinstieg genutzt werden können.
In Berlin fehlen nach einer Studie der Prognos AG im
Jahr 2030 bis zu 460.000 Fachkräfte. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Migrationshintergrund in Berlin liegt bei 22,6 Prozent. Bei Menschen ohne Migrationshintergrund liegt sie bei 10,6 Prozent.
Derzeit wird in Berlin über das vom Bund finanzierte
und vom Integrationsbeauftragten koordinierte IQ
Netzwerk, Integration durch Qualifizierung, eine kundennahe Beratungsstruktur aufgebaut, damit Antragsteller möglichst zeitnah ihre Abschlüsse prüfen lassen
können und sich gegebenenfalls weiter qualifizieren
können. Drei Projekte haben im IQ-Netzwerk bereits
ihre Beratungsarbeit aufgenommen. Sie sind angesiedelt beim Türkischen Bund Berlin-Brandenburg e.V.
sowie bei LIFE e.V.. Diese Stellen bieten Beratung in
Deutsch, Englisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und

Türkisch an. Senatorin Kolat informierte sich am Montag vor Ort im Club Dialog e. V. über die Umsetzung
des neuen Anerkennungsgesetzes.
Weitere Informationen zur Beratung durch das IQ
Netzwerk finden Sie unter:
http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/ausbildung/iqnb.h
tml.
Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743

Pressemitteilung vom 13.04.2012, 13:50 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Zum Neujahrsfest der Tamilen und der Sikhs:

DILMAGHANI GRATULIERT
DEN GLAUBENSGEMEINSCHAFTEN

Zum Neujahrsfest der Tamilen am 13./14. April und
zum Neujahrsfest der Sikhs am 14. April erklärt Staatssekretär Farhad Dilmaghani:
„Für einen Teil der Berliner Bevölkerung ist die Mitte
des Monats April gleichbedeutend mit dem Start in ein
neues Jahr und verbunden mit traditionellen Festlichkeiten. Diese Neujahrsfeste werden in der Hauptstadt
insbesondere von Menschen aus Sri Lanka und Indien
gefeiert. Ihnen allen gratuliere ich ganz herzlich!“
Diese Neujahrsfeste sind typisch für unsere Einwanderungsgesellschaft, die von unterschiedlichen Kulturen
und von unterschiedlichen historischen Erfahrungen
der Zuwanderer geprägt wird. Sie ist gekennzeichnet
von einer stetig wachsenden Normalität des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft
oder Religion. Die Gesellschaft wird kosmopolitischer.“
Für Tamilinnen und Tamilen, die mehrheitlich Hindus
sind, beginnt das Jahr im Frühling am 13./14. April. Die
genaue Stunde wird für jedes Jahr neu berechnet.
Die Sikhs feiern am 14. April Baisakhi, die Geburt von
Guru Nanak (1. Guru, 1469 - 1539), der ein indischer
Heiliger und Religionsstifter des Sikhismus war.
Den Interkulturellen Kalender 2012 finden Sie hier:
http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/kalender/ind
ex.html
Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 030 90282743

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Pressemitteilung vom 18.04.2012, 13:10 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

SENAT WILL SITUATION
DER ROMA VERBESSERN

Der Berliner Senat will die Lage der Roma in Berlin
verbessern. Das erklärte der Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Farhad Dilmaghani, auf einer Fachtagung in Berlin.
„Unser Ziel ist es, bis Ende 2016 gemeinsam mit den
Bezirken, mit Roma-Selbstorganisationen und weiteren
nichtstaatlichen Organisationen die Lage der Roma und
ihrer Familien in der Stadt insgesamt substantiell zu
verbessern. Zum einen sollen die Zugänge für Roma zu
Arbeit, Bildung, Gesundheit und Wohnen stärker ermöglicht werden. Darüber hinaus werden die Regelinstitutionen der Daseinsfürsorge interkulturell für Roma
geöffnet. Und schließlich soll die Teilhabe von Roma
gefördert werden, indem wir ihre Selbstorganisationen
fördern“, so Dilmaghani.
Darüber hinaus soll der Schutz von Roma-Frauen und Mädchen vor Gewalt im Rahmen der aufsuchenden
Sozialarbeit ein elementarer Bestandteil des Senatsprogramms sein. Am 27. April wird eine bezirksoffene
Lenkungsgruppe des Senats erstmals zusammentreten, um einen Aktionsplan Roma auszuarbeiten.
Die Fachtagung zur Unterstützung von Roma und zum
Aufbau von Selbsthilfestrukturen fand in der Werkstatt
der Kulturen statt.
Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743

Aus dem Landespressedienst
Pressemitteilung vom 10.04.2012, 10:40 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

DUNGER-LÖPER RUFT ZUR MITWIRKUNG
AN DER EUROPAWOCHE 2012 AUF
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Die Europabeauftragte des Landes Berlin, Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, ruft Berliner Einrichtungen
zur Mitwirkung an der diesjährigen bundesweiten Europawoche vom 2. bis 14. Mai auf.
Dunger-Löper: Die Europawoche 2012 bietet eine gute
Plattform, um im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern europäisches Bewusstsein zu schärfen und den
Europagedanken zu stärken. Dazu lade ich Berliner
Verwaltungen, Vereine, Schulen, Firmen und Initiativen
ein, sich wieder mit einem vielfältigen Angebot aus Information, Dialog und Aktionen zu beteiligen. Das Motto
lautet: ‚Europa ist hier!’. Und Europa bewegt die Gemüter der Bürgerinnen und Bürger derzeit stärker denn je.
Gerade unter dem Eindruck der europäischen Schuldenkrise können wir gemeinsam eine kritische Auseinandersetzung mit Kernfragen zur Zukunft Europas
suchen und uns den Fragen und Sorgen der Menschen
stellen.“
Verwaltungen, Schulen, Firmen und Initiativen können
eine kostenlose Veranstaltungsübersicht auf der
Website http://www.berlin.de/europawoche nutzen. Dort
finden sie Informationen, Logos und den Meldebogen
für die Programmbroschüre.
Die Berliner Europawoche wird jedes Jahr als gemeinsame Aktion der deutschen Länder, der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments in ganz Deutschland in Erinnerung
an die „Schuman-Erklärung“ vom 9. Mai 1950 gefeiert
(http://europa.eu/abc/symbols/9-may/decl_de.htm).
Diese legte den Grundstein für die heutige Europäische
Union.

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Pressemitteilung vom 13.04.2012, 11:20 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Holocaust-Gedenktag:

JUNGE BERLINER MUSLIME, CHRISTEN,
JUDEN UND BAHAI BRINGEN
STOLPERSTEINE ZUM GLÄNZEN
Unter dem Motto „Stolpere nich’ – Erinner’ dich!“ wollen
junge Berliner Gläubige in Gedenken an die Opfer des
Nazi-Terrors Stolpersteine zum Glänzen bringen und
damit ein Zeichen gegen Gewalt und Intoleranz in der
Hauptstadt setzen.
In Berlin gibt es über 3.500 Stolpersteine, die im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus vor deren
einstigen Wohnhäusern verlegt worden sind. Im Alltag
werden diese Steine häufig von vielen Menschen kaum
wahrgenommen.
Initiatoren der Aktion sind die Jugendlichen der JUGAGruppe. JUGA steht für jung, gläubig, aktiv und ist ein
Zusammenschluss junger Muslime, Christen, Juden
und Bahai. Die Gruppe ist im Rahmen des JUMAProjekts entstanden, das unter der Schirmherrschaft
des Senators für Inneres und Sport, Frank Henkel,
steht. Das JUMA-Projekt wird in gemeinsamer Verantwortung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport
und den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e.V. umgesetzt. Nähere
Informationen zu JUMA unter:
http://www.juma-projekt.de.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich am
19. April 2012 um 17.00 Uhr am Adenauerplatz. Dort
findet zum Auftakt eine Kundgebung statt. Es reden:
• Andreas Statzkowski, Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin
• Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats
der Juden in Deutschland
• Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
• Ender Cetin, Vorsitzender der Sehitlik Moschee in
Berlin
• Helmut Lölhöffel, Koordinator der Stolpersteine
Charlottenburg-Wilmersdorf
Im Anschluss laufen alle Anwesenden gemeinsam den
Kurfürstendamm entlang, gehen in ausgewählte Nebenstraßen und putzen Stolpersteine. Ausgewählte Jugendliche werden die Gruppen begleiten und etwas
über die persönlichen Geschichten der Menschen, deren Namen auf den Stolpersteinen eingraviert sind, erzählen. Anschließend laufen alle Beteiligten zurück
zum Adenauerplatz. Dort wird jede Gruppe von Gläubigen ein Gebet symbolisch im Schutze der anderen anwesenden Religionsgemeinschaften abhalten.

Pressemitteilung vom 17.04.2012, 12:35 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
§ 175 Strafgesetzbuch:

SENAT SETZT SICH FÜR
REHABILITIERUNG SCHWULER MÄNNER EIN
Aus der Sitzung des Senats am 17. April 2012:
Der Senat startet eine Bundesratsinitiative zur Rehabilitierung schwuler Männer, die wegen einvernehmlicher
sexueller Handlungen verurteilt wurden.
Während Urteile aus der Nazizeit inzwischen aufgehoben wurden und Überlebende Anspruch auf Entschädigung haben, sind die nach 1945 verurteilten Homosexuellen bis heute nicht rehabilitiert. Der Berliner Senat
hat deshalb auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, beschlossen, aktiv zu
werden: Durch eine Entschließung des Bundesrates
soll die Bundesregierung zur Wiedergutmachung aufgefordert werden. Es gehe um eine gesellschaftliche
Rehabilitierung, aber auch darum, die rückwirkende
Aufhebung der Urteile und Entschädigungsansprüche
zu prüfen.
Nach 1945 galt in der Bundesrepublik Deutschland der
§ 175 Strafgesetzbuch weiter in der Form, wie er in der
Zeit der Nazi-Diktatur verschärft worden war. Schon
erotische Annäherungen standen unter Strafe. Ca.
50.000 Männer wurden verurteilt. Sie mussten Gefängnis- und Zuchthausstrafen verbüßen, nicht selten wurde
ihre bürgerliche Existenz zerstört. Razzien und Denunziationen waren an der Tagesordnung. Das widerfahrene Unrecht und Leid wird bisher von den Betroffenen –
zu ihrem eigenen Schutz – weitgehend verschwiegen.
1969 wurde der Paragraf entschärft, erst 1994 wurde er
in der Bundesrepublik endgültig gestrichen. Auch in der
DDR stand männliche Homosexualität zwischen Erwachsenen bis 1968 unter Strafe.
Senatorin Kolat: „Mit Betroffenheit habe ich die Berichte
darüber gelesen, wie schwule Männer in den 1950er
und 1960er Jahren von Staat und Justiz bedrängt, verfolgt und bestraft wurden. Aus dem damaligen Zeitgeist
heraus hat sogar das Bundesverfassungsgericht 1957
das Gesetz gerechtfertigt. Heute sehen wir, dass diese
Strafandrohung gegen fundamentale Menschenrechte
und das Grundrecht der Freiheit der Persönlichkeit verstößt. Deshalb ist es höchste Zeit, die Initiative für eine
Rehabilitierung der noch lebenden Verurteilten zu ergreifen.“
Außerdem will der Senat dafür sorgen, dass auch dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte erforscht und
dokumentiert wird. Hierzu will er mit der MagnusHirschfeld-Stiftung des Bundes zusammenarbeiten.
Berlinbezogene Forschung soll initiiert werden, die Öffentlichkeit und insbesondere junge Menschen sollen
mehr über Verfolgung und Diskriminierung von Schwulen, Lesben und transgeschlechtlichen Menschen bis in
die 1990er Jahre erfahren.

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Bisherige Versuche zur Rehabilitierung scheiterten an
rechtlichen Bedenken. Der Senat hat deshalb eine verfassungsrechtliche Expertise in Auftrag gegeben. Der
Professor für internationales Recht und Politikwissenschaften, Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Mengel, kommt
darin zu dem Ergebnis, dass eine rückwirkende Aufhebung der Urteile rechtlich zulässig und politisch geboten ist.
Kolat: „Gerne übernehme ich mit der Landesstelle für
Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung und dem
angegliederten Fachbereich für gleichgeschlechtliche
Lebensweisen die Verantwortung dafür, dass die Berliner Aktivitäten zur Rehabilitierung und Erforschung der
jüngeren Homosexuellengeschichte koordiniert und
zügig weiter entwickelt werden.“
Hintergrundinformationen finden Sie in den Dokumenten lesbisch-schwuler Emanzipation Nr. 28 und 29 auf
http://www.berlin.de/lads/gglw/publikationen.
Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Frauen, Telefon: 9028-2743

Pressemitteilung vom 17.04.2012, 12:40 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

HOHE EHRUNG
FÜR ENGAGIERTEN BERLINER

Für sein jahrelanges und herausragendes Engagement
wird Aldo Graziani heute mit dem Verdienstkreuz am
Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland ausgezeichnet. Die Senatorin für Arbeit,
Integration und Frauen Dilek Kolat übergibt den Orden
im Auftrag des Bundespräsidenten der Bundesrepublik
Deutschland.
Aldo Graziani hat sich nach dem Ende des Kosovokrieges in einem Krankenhaus im Kosovo für den Aufbau
neuer Versorgungsstrukturen engagiert. Ihm ist es vorrangig zu verdanken, dass in diesem Krankenhaus
Schritt für Schritt wieder eine vollständige Belegung der
rund 700 Betten sowie ungefähr 600 ambulante Behandlungen und bis zu 35 Geburten pro Tag möglich
wurden. Bis heute ist die Verbindung zu seiner damaligen Wirkungsstätte erhalten geblieben. Fast jedes Jahr
reist der Geehrte noch ins Kosovo.
Auch in Berlin engagierte sich Aldo Graziani. Hier unterstützte er mit Hilfe einer Stiftung Schulverweigerer
auf ihrem Weg zurück in den Unterricht und zu Bildung.
Darüber hinaus widmete er seine Freizeit und sein Engagement dem Projekt Lesepaten, das Vorlesende in
Schulen vermittelte. Besonders wichtig war ihm stets,
Bürgerinnen und Bürger verschiedener Herkunft und
aus unterschiedlichen Bezirken in ihrer sozialen Tätigkeit miteinander zu verbinden.
Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 030 90282743

Pressemitteilung vom 18.04.2012, 14:00 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

SENATORIN KOLAT
ÜBERGIBT HOHE AUSZEICHNUNG
AN EHRENAMTLICH TÄTIGEN BERLINER

Für sein jahrelanges und herausragendes Engagement
erhält Marco Voigt heute die Verdienstmedaille des
Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die
Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat
übergibt ihm den Orden im Auftrag des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.
Marco Voigt ist seit drei Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert für den Verein „WeGe ins Leben e.V.“ und das
unter seiner Trägerschaft geführte Haus in der Zehlendorfer Clayallee. Dort leben junge Menschen verschiedener Nationalitäten in betreuter Wohngemeinschaft.
Nach dem Leitbild des Vereins „Schritte in eine selbstbestimmte Zukunft“ wird den jungen Bewohnern die
Sicherheit vermittelt, angenommen zu sein – und zwar
unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit, ihrem Aufenthaltsstatus und ihrer bisherigen Lebenswelt.
Der Geehrte übernahm und übernimmt seit vielen Jahren ehrenamtlich die Organisation und Abrechnung der
Baumaßnahmen. Er unterstützt darüber hinaus die jungen Menschen beispielsweise bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz. Die Jugendlichen im Haus profitieren ebenso von seinen sportlichen
Erfahrungen und Kenntnissen. Als ehemaliger Leistungssportler und Boxmeister gibt er heute vieles an
Wissen weiter. Voigt macht Sportangebote für die Jugendlichen und organisiert Fußballturniere. Außerdem
besorgt er Eintrittskarten für Kultur- und Sportveranstaltungen und akquiriert Spenden zu besonderen Anlässen.
Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 030 90282743

Pressemitteilung vom 23.04.2012, 13:10 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

INNENSENATOR FRANK HENKEL
LEGT BERICHT ZUR KRIMINALITÄT
IN BERLIN 2011 VOR

Berlins Innensenator Frank Henkel hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2011 vorgestellt.
Die Kriminalität ist in der deutschen Hauptstadt um 4,1
Prozent oder 19.346 Delikte gegenüber dem Vorjahr
gestiegen. Die Aufklärungsquote sank um 2,3 Prozentpunkte auf 46,1 Prozent.
Die Entwicklung der angezeigten Straftaten ist vor allem durch den starken Anstieg der Diebstahlsdelikte
bedingt. Mit insgesamt 213.008 Fällen oder 22.571
mehr als im Vorjahr machen die unterschiedlichen
Formen des Diebstahls im Jahr 2011 43,1 Prozent der
gesamten erfassten Kriminalität und damit 11,9 Prozent

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mehr als im Vorjahr aus. Zu nennen sind hier vorrangig
die Anstiege beim
 Taschendiebstahl +14,7 Prozent
 Fahrraddiebstahl +30 Prozent
 Einbruchdiebstahl in/aus Wohnräumen +26,3 Prozent
 Einbruch in Villen/Einfamilienhäuser +31,5 Prozent
 Diebstahl von/aus Automaten +98,6 Prozent.
 Ladendiebstahl +7,4 Prozent
Die Entwicklung der Gesamtfallzahl wird auch durch die
deutliche Zunahme des Kontrolldelikts Beförderungserschleichung beeinflusst (15.167 Fälle, +3.212 Fälle,
+26,9 Prozent). Eine deutliche Zunahme ist zudem bei
der vorsätzlichen Brandstiftung und Herbeiführen einer
Brandgefahr (+28,5 Prozent) zu verzeichnen. Hier haben nach dem Rückgang im Vorjahr insbesondere die
Brandanschläge auf Fahrzeuge deutlich zugenommen.
Die politisch motivierten Taten erhöhten sich von 44
Fällen mit 54 angegriffenen Fahrzeugen im Vorjahr auf
nunmehr 92 Fälle mit 117 angegriffenen Fahrzeugen.
Die Zahl der Brandanschläge auf Fahrzeuge ohne politisches Motiv erhöhte sich von 177 mit 196 angegriffenen Fahrzeugen im Vorjahr auf 311 Fälle mit 420 angegriffenen Fahrzeugen.
Eine Zunahme gibt es auch bei den Tötungsdelikten
(einschließlich fahrlässiger Tötungen) (207 Fälle, +18
Fälle, +9,5 Prozent). Auch bei Mord und Totschlag (zusammen 127 Fälle, +5 Fälle, +4,1 Prozent) gab es einen leichten Anstieg. Der Versuchsanteil ist von 69,7
auf 72,4 Prozent gestiegen. Insgesamt kamen in Berlin
im Jahr 2011 51 Menschen durch Mord oder Totschlag
ums Leben.
Die Erfassung der Kriminalität im gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beruht auf abgestimmten Fallzahlen der Berliner Polizei mit der für die
Regionalbahn und die S-Bahn zuständigen Bundespolizeidirektion (BPOLD). Seitens der Berliner Polizei
wurden im Jahr 2011 im Bereich des ÖPNV 25.182 oder 2.140 Straftaten mehr erfasst als 2010 (+9,3 Prozent), während der Fallzahlenanstieg bei der BPOLD
mit +3,4 Prozent geringer ausfiel.
Die Spitzenposition unter den Straftaten im ÖPNV
nahm wie im Vorjahr der Taschendiebstahl (+13,3 Prozent) ein, gefolgt vom Anstieg bei den Körperverletzungen (+9,0 Prozent). Die Sachbeschädigungen im ÖPNV
waren hingegen wie bei den Sachbeschädigungen insgesamt rückläufig, was vor allem auf die Abnahme der
Graffiti‐Taten zurückzuführen ist, die üblicherweise im
Bereich des ÖPNV stets einen verhältnismäßig hohen
Anteil ausmachen. Ursächlich für diese Entwicklung
waren gezielte Maßnahmen gegen intensiv sprayende
Crews sowie veränderte Bewachungsleistungen und
Abstellordnungen bei der S‐Bahn.

der letzten zehn Jahre darstellt. So sind alle Deliktsformen der Körperverletzung (41.771 Fälle, ‐1.472 Fälle,
‐3,4 Prozent), auch die der gefährlichen und schweren
Körperverletzungen auf Straßen, Wegen oder Plätzen
(3.899 Fälle, ‐630 Fälle, ‐13,9 Prozent) rückläufig. Auch
bei den Fällen des Widerstandes gegen Polizeivollzugsbeamte (-15,8 Prozent) und der Körperverletzung
im Amt (-9,4 Prozent) hat es Rückgänge gegeben.
Im Rahmen des „Kriminalpolizeilichen Meldedienstes in
Fällen Politisch motivierter Kriminalität“ (KPMD-PMK)
wurden 3.267 Fälle gemeldet. Das ist ein Anstieg des
Fallaufkommens im Vergleich zum Jahr 2010 um 826
(34 Prozent). In 582 Fällen handelt es sich um Gewaltdelikte. Von den 3.267 Fällen der Politisch motivierten
Kriminalität im Jahr 2011 konnten 1086 Fälle (33 Prozent) aufgeklärt werden. Im Jahr 2010 waren es bei
2.441 registrierten Fällen 856 Fälle (35 Prozent). Bei
den 582 politisch motivierten Gewaltdelikten des Jahres
2011 betrug die Aufklärungsquote 39 Prozent (226 Fälle). Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 41
Prozent (126 Fälle) von 308 Gewaltdelikten insgesamt.
Innensenator Frank Henkel:
„Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Berliner Polizei, die auch im vergangenen Jahr unter
herausfordernden Bedingungen sehr engagiert gearbeitet haben. Auch wenn Berlin im europäischen Vergleich
eine sichere Stadt bleibt, muss uns die Entwicklung in
einigen Deliktsbereichen sehr besorgen. Diese Entwicklung ist ein Arbeitsauftrag für den neuen Senat. In
einigen Bereichen haben wir bereits gegengesteuert.
So beabsichtige ich, die Einbruchsprävention wieder
kostenlos anzubieten. Gleichzeitig werden wir nicht
nachlassen, die Arbeitsbedingungen der Berliner Polizei zu verbessern. Dazu zählt auch die Schaffung von
250 zusätzlichen Stellen für den Polizeivollzugsdienst.“
Die Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2011 ist unter
http://www.seninnsport.berlin.de zum Download verfügbar.

Pressemitteilung vom 23.04.2012, 15:15 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Senatorin Dilek Kolat weiter auf Ausbildungstour:

„MEHR BERLINER JUGENDLICHE MÜSSEN
NACH DER SCHULE EINE CHANCE
AUF EINEN AUSBILDUNGSPLATZ HABEN“

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek
Kolat, hat die Betriebe in Berlin dazu aufgefordert, ihre
Ausbildungsanstrengungen zu intensivieren. Dies müsse besonders auch für benachteiligte Jugendliche gelten. „Wir müssen stärker als bisher dafür sorgen, dass
betriebliche Ausbildungsplätze geschaffen werden. Die
Betriebe müssen mindestens für den eigenen FachkräfPositiv ist der Rückgang bei den Rohheitsdelikten
tebedarf ausbilden. Es gibt vorbildliche Betriebe, die
(Raub, Körperverletzung, Straftaten gegen die persönauch über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden und
liche Freiheit) auf 62.736 Fälle, was die niedrigste Zahl
auch gezielt benachteiligten Jugendlichen eine Chance
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bieten. Dafür sollten mehr Unternehmen auf das
schauen, was die Jugendlichen können als nur die Noten im Zeugnis betrachten. Wir unterstützen die Unternehmen bei der Verbundausbildung und wenn Sie Jugendlichen mit Berufsreifeabschluss einen Ausbildungsvertrag geben.“
Kolat besuchte die Bäckerei Beumer & Lutum sowie
Berlin-Chemie AG, die sich in besonderem Maße in der
Berufsausbildung und bei der Nachwuchsgewinnung
engagieren. Senatorin Dilek Kolat: „Die Bäckerei Beumer Lutum ist ein gutes Beispiel dafür, welchen Stellenwert Ausbildung haben kann. Von 120 Angestellten
sind 18 Auszubildende. Derzeit gibt es noch sechs
Ausbildungsplätze, die zu vergeben sind. Dies zeigt,
dass noch mehr junge Menschen als bisher für das Berufsbild des Bäckers geworben werden müssen. Berlin
Chemie ist ein sehr wichtiges Unternehmen für anspruchsvolle Ausbildungsgänge. Vorbildlich ist dabei
die Kooperation mit den Schulen.“
Die „Tour für mehr Ausbildung“ hat zum Ziel, unterschiedliche Ausbildungskonzepte kennenzulernen und
Gespräche mit Auszubildenden zu führen, aber auch
aus Unternehmenssicht zu erfahren, welche Aktivitäten
heute unternommen werden müssen, um geeignete
Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Durch die
Tour hat sich erneut gezeigt: Wir haben viele gute Beispiele in Berlin, wie Ausbildung gestaltet werden kann.
Wir brauchen mehr betriebliche Ausbildungsplätze.
Wenn Unternehmen sich dazu entschließen, Ausbildungsplätze anzubieten, investieren sie in ihre Fachkräfte für die Zukunft.
Die Ausbildungstour startete am 26. März und endet
am 3. Mai mit der Veranstaltung „Volltreffer Ausbildung“
im Berliner Olympiastation.
Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743

Pressemitteilung vom 25.04.2012, 13:00 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Senatorin Dilek Kolat:

BETREUUNGSGELD
BEDROHT INTEGRATIONSERFOLGE

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek
Kolat, hat die von der Union geplante Einführung des
Betreuungsgeldes scharf kritisiert. „Dadurch wird der
wichtige Zugang von Frauen mit Kindern zum Arbeitsmarkt behindert. Darüber hinaus werden längst erzielte
Fortschritte bei der Förderung der Integration von Kindern aus Migrantenfamilien massiv bedroht. Gerade für
solche Kinder stellt ein Kita-Besuch eine große Chance
dar, vorhandene Sprachdefizite rechtzeitig vor der Einschulung auszugleichen“.

einsetzt, umso größer und nachhaltiger ist der Erfolg für
alle weiteren Phasen des Lernens. Mit der Einführung
des Betreuungsgeldes werden diese Erfolge zunichte
gemacht“, so Senatorin Kolat.
Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743

Pressemitteilung vom 25.04.2012, 10:15 Uhr
Senatsverwaltung für Inneres und Sport

BERLINER BEHÖRDEN VEREINFACHEN
TERMINVEREINBARUNG ÜBER INTERNET
Wer vor einem Behördenbesuch online einen Termin
vereinbart, erspart sich die Wartezeit im Amt. Da sich
die elektronische Terminvereinbarung wachsender
Beliebtheit erfreut, bieten die Bürgerämter Berlins diese
Dienstleistung inzwischen flächendeckend an.
Ein zentrales Informationsangebot der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport erweitert jetzt den Online-Service. Die technische Umsetzung und Bereitstellung des Terminservices erfolgt durch das ITDienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin). Unter
www.berlin.de/terminvereinbarung können freie Termine nicht nur bei einem Amt, sondern auch innerhalb
eines Bezirks oder in ganz Berlin eingesehen, gebucht
oder auch geändert werden. Alle Bürgerämter bieten
die gleichen Leistungen an und können unabhängig
vom Wohnsitz aufgesucht werden. Wer lieber zum Telefonhörer greift als im Web zu surfen, kann den Termin
zum Ortstarif – bei entsprechender Flatrate ohne zusätzliche Kosten – auch telefonisch über das Berliner
Bürgertelefon 115 vereinbaren.
Ergänzend zur Terminvereinbarung erhalten die Bürgerinnen und Bürger sowohl online als auch telefonisch
Auskunft zu den benötigten Unterlagen oder den anfallenden Kosten für die angefragte Dienstleistung. Darüber hinaus bieten die Ämter zudem die Terminerinnerung per SMS an. Die Online-Terminvereinbarung ist
ein Baustein des Termin- und Zeitmanagementsystems
für Berliner Behörden und erweitert als zentrales Serviceangebot des ITDZ Berlin die Berliner Dienstleistungsdatenbank.
IT-Staatssekretär Andreas Statzkowski:
„Beim Berliner Bürgertelefon 115 gehört die Terminvereinbarung mittlerweile zu der am häufigsten nachgefragten Dienstleistung der Behörden Berlins. Mit dem
neuen zentralen Informationsangebot im Netz bieten
wir nun ergänzend einen übersichtlichen und zentralen
Onlineservice an und entsprechen dieser Nachfrage.“

In Berlin ist derzeit jedes dritte Kind in einer Betreuungseinrichtung im Alter von drei bis sechs Jahren aus
einer Familie nichtdeutscher Herkunftssprache. „Aus
vielen Studien wissen wir: Je früher diese Förderung
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Pressemitteilung vom 26.04.2012, 10:05 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

SENATORIN KOLAT BEI
VERANSTALTUNG ZUM GIRL’S DAY IM ZDF
Mädchen aus verschiedenen Berliner Schulen besuchten am heutigen 12. Girls' Day – dem MädchenZukunftstag – das Landesstudio Berlin des Zweiten
Deutschen Fernsehens (ZDF) Unter den Linden. Sie
informierten sich dort über die redaktionellen Abläufe
sowie über die technischen Ausbildungsberufe beim
ZDF. Mit dabei war Berlins Arbeits- und Frauensenatorin Dilek Kolat. Sie begrüßte die Mädchen, ging mit
ihnen gemeinsam auf Studiotour und stellte sich den
Fragen der Schülerinnen. Wichtig war dabei auch, welche Einkommens- und Karrieremöglichkeiten Frauen in
den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) haben können.
Senatorin Kolat, die Wirtschaftsmathematik studierte,
sagte: “Wir brauchen heute und in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte. Ihr werdet in ein paar Jahren die am
besten ausgebildete Frauengeneration sein. Euch stehen damit alle Türen offen. Die Unternehmen wollen
Euch kennen lernen und Euch für Ausbildungen und
später dann als Arbeitnehmerinnen gewinnen. Ihr
wachst seit Eurer Kindheit mit der Nutzung von Technik
auf. Ihr geht heute ganz selbstverständlich mit Computern, Handys, Digitalkameras und vielen anderen technisch-elektronischen Geräten um. Warum solltet Ihr die
weitere Entwicklung nicht selbst mitgestalten? Und
nicht zu vergessen: Die Verdienst- und Karrierechancen in den MINT- Berufen sind vielfach besser als in
vielen typischen Frauenberufen.“
Mehr Informationen: http://www.girlsday-berlin.de
Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 03090282743

Pressemitteilung vom 26.04.2012, 13:50 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Aufnahme an den weiterführenden Schulen –

95% DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER
HABEN EINEN WUNSCHPLATZ

Das neue Aufnahmeverfahren für die weiterführenden
Schulen hat sich auch in diesem Jahr bewährt und ist
für das kommende Schuljahr weitestgehend abgeschlossen. Ab morgen versenden die bezirklichen
Schulämter alle Aufnahmebescheide der Erst-, Zweitund Drittwunschschulen und – falls kein Wunsch erfolgreich war – ein Alternativangebot. 95 % der Schülerinnen und Schüler haben bereits einen festen Platz gemäß ihrer Erst-, Zweit- und Drittwunschangabe
(2011/12: 93 %), an den Gymnasien sind es bereits 98
% (2011/12: 96 %).

19.155 Erstwünschen und 1.720 Zweit- und Drittwünschen. Schülerinnen und Schüler, die keinen Platz gemäß ihrer Wünsche erhalten haben, erhalten Alternativangebote und können sich bei den bezirklichen
Schulämtern informieren, an welchen Schulen noch
Plätze frei sind. Das betrifft 255 Anmeldungen für
Gymnasien und 840 für Integrierte Sekundarschulen.
Bis zum 11. Mai müssen sie ihre Entscheidung den
Schulämtern mitgeteilt haben.
Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Zum zweiten Mal
in Folge hat sich das neue Aufnahmeverfahren für die
weiterführenden Schulen bewährt. In diesem Jahr haben bereits 95 % der Kinder einen Platz an ihrer
Wunschschule bekommen. Ich möchte die Schulen ermutigen, ihre Profile weiter zu schärfen, um bei Übernachfrage gezielt Schülerinnen und Schüler, die dem
individuellen Profil der Schule entsprechen, berücksichtigen zu können.“
Mit der Einführung der Schulstrukturreform im vorletzten Jahr veränderte sich auch das Verfahren des Übergangs von der Grundschule an die weiterführenden
Schulen. Das Elternwahlrecht für die gewünschte Schule wurde mit Ablösung des bisherigen Wohnortprinzips
gestärkt. Wie bisher entscheiden Eltern, welche Schulart – Integrierte Sekundarschule oder Gymnasium – ihr
Kind nach der Grundschule besuchen soll und geben
bei der Anmeldung bis zu drei Wunschschulen an.
Nicht mehr die Wohnortnähe ist an Schulen, an denen
es mehr Anmeldungen als Plätze gibt (sog. Übernachfrage) entscheidend, sondern die Leistungen der Schülerinnen und Schüler und ihre Eignung für das Profil der
Schule bzw. Klasse (z. B. sprachlich, mathematischnaturwissenschaftlich, sportlich, musisch, künstlerisch)
können nun berücksichtigt werden. Die übernachgefragten Schulen trafen im Einvernehmen mit den bezirklichen Schulämtern die Entscheidung über die besonderen Härtefälle (10 % der Plätze), führten das
Auswahlverfahren nach den genehmigten Kriterien (60
%) und den Losentscheid (30 %) durch. Wenn es an
einer Schule weniger als 10 % Härtefälle gab, erhöhte
sich der 60 %-Anteil entsprechend. Insgesamt waren
für das kommende Schuljahr 41 Sekundarschulen und
27 Gymnasien übernachgefragt (2011/12 waren es 48
Sekundarschulen und 37 Gymnasien).
Insgesamt haben sich 12.895 Schülerinnen und Schüler für einen Platz an einer Integrierten Sekundarschule
und 9.062 für einen Platz an einem Gymnasium beworben. An den Sekundarschulen und Gymnasien sind
nach der Ausgleichskonferenz zwischen den bezirklichen Schulträgern keine Schülerinnen und Schüler
mehr zu versorgen. Dennoch stehen berlinweit an den
Sekundarschulen 264 offene Plätze zur Verfügung, an
den Gymnasien sind es 772 offene Plätze. Berlinweit
sind damit ausreichend Kapazitäten vorhanden.
Redaktion: Beate Stoffers

Von insgesamt 21.957 (2011/12: 26.787) Anmeldungen
konnte 20.875 Wünschen entsprochen werden, davon
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Pressemitteilung vom 26.04.2012, 13:45 Uhr
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
02.05.: Die Grundschulen
der Staatlichen Europa-Schule Berlins feiern den
GRAND PRIX DE LA PETITE CHANSON

Pressemitteilung vom 26.04.2012, 15:20 Uhr
Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Arbeitssenatorin Kolat:

Der diesjährige und damit 13. «Grand Prix de la petite
Chanson» findet statt am

Zu der gestrigen Einigung der CDU auf ein Konzept für
eine „allgemeine verbindliche Lohnuntergrenze“ erklärt
die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat:

Mittwoch, 2. Mai 2012 um 10.00 Uhr
im FEZ Wuhlheide
An der Wuhlheide 197
12459 Berlin
Anlässlich der Europawoche feiern über 1.000 Europaschülerinnen und -schüler mit ihren Lehrerinnen und
Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Gästen der 17 Grundschulstandorte der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) bereits zum 13. Mal gemeinsam den „Grand Prix de la petite Chanson“.
Während dieses Sprach- und Kulturfestes präsentieren
die
Schülerinnen
und
Schüler
aller
SESBGrundschulstandorte Lieder und Tänze ihrer Heimat
und ihrer Partnerländer.
Frau Senatorin Sandra Scheeres: „Es ist beeindruckend, wie sicher die Schülerinnen und Schüler der
Europaschulen beim „Grand Prix de la petite Chanson“
ihre sprachliche Kompetenz in ihrer Muttersprache und
ihrer Partnersprache präsentieren. Sie haben für ihre
Beiträge große Anerkennung und viel Beifall vom Publikum verdient.“
Die Staatliche Europa-Schule Berlin ist ein besonderes
Angebot der Berliner Schule. Sie ist die bildungspolitische Antwort auf ein zusammenwachsendes Europa.
Das Konzept dieser Berliner Bildungseinrichtung ist
einzigartig in der Bundesrepublik: Die SESB ist kostenlos und offen für alle Kinder, deren Eltern den Schwerpunkt der Ausbildung auf das Erlernen von zwei gleichberechtigten Unterrichtssprachen setzen wollen. 1992
hat die SESB mit 160 Schülerinnen und Schülern in
sechs Grundschulen mit drei verschiedenen Sprachkombinationen begonnen: Deutsch-Englisch, DeutschFranzösisch und Deutsch-Russisch. Heute besuchen
mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler die 17 Grundschulen und 13 weiterführenden Schulstandorte mit
insgesamt neun Sprachkombinationen.
Redaktion: Beate Stoffers

CDU-VORSCHLAG FÜR LOHNUNTERGRENZE
IST UNZUREICHEND –
allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn überfällig

„Ich begrüße es natürlich, dass sich nun auch bei der
CDU etwas in Richtung allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn bewegt. So wie der CDU-Vorschlag nach dem
jetzt bekannt gewordenen Eckpunktepapier aussieht,
ist das allerdings eher eine Mogelpackung“.
Hauptkritikpunkt der Berliner Arbeitssenatorin ist, dass
nach den Vorstellungen der CDU auch weiterhin Tarifverträge mit Löhnen unter der künftigen allgemeinen
Lohnuntergrenze gültig bleiben sollen und auch neu
abgeschlossen werden können.
Dazu Senatorin Kolat: „Das bedeutet zum Beispiel,
dass der mit einer „christlichen Gewerkschaft“ abgeschlossene Tarifvertrag für Regaleinräumer in Werkvertragsunternehmen, die zunehmend im Einzelhandel
tätig werden, ohne weiteres gültig bliebe und danach
völlig legal in Berlin weiterhin ein Stundenlohn von lediglich 6,00 Euro gezahlt werden könnte. Hier liefert der
CDU-Vorschlag geradezu den Anreiz dazu, auch künftig mit ominösen Scheingewerkschaften Gefälligkeitstarifverträge abzuschließen, um die allgemeine Lohnuntergrenze zu umgehen. Nachdem es uns in Berlin gelungen ist, die Tarifunfähigkeit der Tarifgemeinschaft
Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) durch alle arbeitsgerichtlichen Instanzen feststellen zu lassen und damit die weitere Anwendung der von dieser abgeschlossenen Gefälligkeitstarifverträge zu verhindern, möchte ich hier
jedem Missbrauch der Tarifautonomie entschieden entgegentreten.“
Auch die nach dem CDU-Konzept vorgesehenen vielfältigen Differenzierungsmöglichkeiten bei den Lohnuntergrenzen, die Besetzung der „Lohnuntergrenzenkommission“ mit insgesamt 14 Mitgliedern und das
höchst komplizierte Schlichtungsprocedere für den Fall,
dass sich die Kommission nicht einigen kann, sprechen
aus Sicht der Berliner Arbeitssenatorin deutlich gegen
diesen Vorschlag.
Senatorin Kolat abschließend: „Im Gegensatz zu einer
so komplizierten Lohnuntergrenzenregelung ist das
Konzept eines allgemeinen, ausnahmslosen und bundeseinheitlichen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50
Euro eine viel einfachere Lösung. Sie entspricht vor
allem auch den Bedürfnissen des Arbeitslebens nach
transparenten und in der Praxis leicht handhabbaren
Regelungen.“

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Rückfragen: Peter Ziegler, Telefon: 030 90282743

Anfragen an den Senat
Pressemitteilung vom 27.04.2012, 14:05 Uhr
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
Wowereit zum 1. Mai:

„ARBEITNEHMERINNEN UND ARBEITNEHMER
DÜRFEN NICHT DIE ZECHE FÜR EURO-KRISE
ZAHLEN“ – APPELL FÜR GEWALTFREIHEIT
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, unterstrich in seiner Erklärung zum 1. Mai die
Verantwortung der Bundesregierung, bei der Bewältigung der Krise der europäischen Währung die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie
die soziale Balance der ganzen Gesellschaft zu berücksichtigen.
Wowereit: „Die Losung, unter der die Gewerkschaften
am 1. Mai 2012 auf den Straßen und Plätzen auch in
Berlin für ihre Belange eintreten, zeigt das große Engagement der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für
ein Europa, das auch und gerade ihr Europa ist. Sie
alle leisten in der Tat gute Arbeit für Europa, und dafür
verdienen sie auch gerechte Löhne und soziale Sicherheit.“ Verantwortungsbewusste Politik im Sinne der Erwerbstätigen müsse den hinter diesen Forderungen
stehenden Sorgen unbedingt Rechnung tragen: „Die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa haben
in keiner Weise Schuld an der krisenhaften Entwicklung
in der Europäischen Gemeinschaft und in den EuroLändern. Deshalb dürfen sie auch nicht die Zeche zahlen für Fehler, die andere gemacht haben.“
Der Regierende Bürgermeister appellierte an alle, die
am 1. Mai in Berlin von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen, für einen friedlichen und gewaltfreien
Ablauf Sorge zu tragen. Wowereit: „Das Grundrecht auf
friedliche Demonstration lassen wir uns auch von einigen wenigen Gewaltbereiten nicht in den Hintergrund
drängen. Es ist Aufgabe unserer Polizistinnen und Polizisten dieses Grundrecht zu schützen und dafür zu
sorgen, dass alle Bürgerinnen und Bürger in unserer
Stadt friedlich für ihre Ziel eintreten können.“
Rückfragen: Presse- und Informationsamt des Landes
Berlin

Kleine Anfragen:
Titel: Wie weiter mit der Gleichstellungs- und Integrationspolitik in Berlin?
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710191.pdf
Titel: Erstaufnahmeeinrichtungen - Willkommenskultur
in Berlin?
Abgeordneter: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710239.pdf
Titel: Sogenannte Rückkehrförderung für Menschen mit
Migrationshintergrund
Abgeordneter: Hakan Taş (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710238.pdf
Titel: Wie begründet der Senat seine Auffassung einer
zunehmenden islamistischen Terrorgefahr an Berliner
Flughäfen?
Abgeordneter: Jutta Matuschek (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710102.pdf
Titel: Medizinische Versorgung von Menschen ohne
Krankenschein in Berliner Krankenhäusern
Abgeordneter: Wolfgang Albers (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710276.pdf
Titel: Schriftdolmetschen für Menschen mit starker Hörbehinderung in Berlin
Abgeordneter: Elke Breitenbach (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710284.pdf
Titel: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Abgeordneter: Katrin Möller (Die Linke)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710180.pdf
Titel: Gebärdensprachdolmetscherdienste für gehörlose
Menschen in Berlin
Abgeordneter: Elke Breitenbach (Die Linke)

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Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710282.pdf
Titel: Geplante Senatsinitiativen zur Stärkung des Diskriminierungsschutzes im Land Berlin?
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710228.pdf
Titel: Wohnsituation von EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II und Zwangsmaßnahmen
Abgeordneter: Martin Beck und Katrin Schmidberger
(Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710290.pdf
Titel: Wie viele Wohnungen gibt es für ALG IIEmpfangende?
Abgeordneter: Andreas Otto (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710326.pdf
Titel: Syrische Flüchtlinge in Berlin
Abgeordneter: Fabio Reinhardt (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710229.pdf
Titel: Abschiebungen in den Jahren 2006 bis 2011
Abgeordneter: Stephan Lenz (CDU)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710272.pdf
Titel: Waffen in Berlin II - bei Rechtsextremisten I
Abgeordneter: Benedikt Lux (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710169.pdf
Titel: Förderung der Altenpflegeausbildung/Qualifizierung durch die Bundesagentur für Arbeit
und die Jobcenter?
Abgeordneter: Sabine Bangert (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka1710247.pdf
Nicht behandelte Mündliche Anfragen:
Titel: Vorbehalt der Bundesregierung gegen das Europäische Fürsorgeabkommen
- Auswirkungen auf Berlin
Abgeordneter: Alexander Spies (PIRATEN)
Link: http://www.parlamentber-

lin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01114.pdf
Titel: Hat die Polizei genug von interkultureller Öffnung?
Abgeordneter: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen)
Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/17/NichtbehMdlAn/n1
7-01019.pdf

Aus Europa, Bund und Ländern
Hinweis:

BERLINER EUROPAPORTAL
UND EUROPA-NEWSLETTER
Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen
umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen
europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber
hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen
Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von
Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web:
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html
Regelmäßig
aktuelle
Informationen
zu
EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles
mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden
Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin Berlin in Europa“ unter der Adresse
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb
eit/newsletter.html.
Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische
EU-Informationen für die Berliner Senatsverwaltungen
und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich.
Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die
Berliner Datenbank EU-Pro²fil auf der Seite
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme
/index.html.
Dort gibt es auch grundsätzliche Informationen zur EUFörderpolitik, die einen ersten Überblick verschaffen.

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Mai 2012, Nr. 90
BERLIN INTERNATIONAL
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02.05-14.05.2012:

trages) wurden die Anträge von 1.039 Personen (23,2
Prozent)

Im Jahr 2012 findet nach Beschluss der Europaministerkonferenz die bundesweite Europawoche vom Mittwoch, 02.05. bis zum Montag, 14.05.2012 statt. Der 14.
Mai 2012 wurde darüber hinaus zum bundesweiten EUProjekttag der Schulen benannt.

Weiter im Text mit den Hauptherkunftsländern und den
Zahlen im Einzelnen unter:

EUROPAWOCHE 2012

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge
n/DE/2012/04/asylzahlen_maerz2012.html?nn=109632
[PM BMI v. 17.04.2012, RED]

Mehr Informationen unter:
http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb
eit/europawoche.html.
Auf dieser Seite gibt es einen Programmüberblick zu
Aktionen im Rahmen der Berliner Europawoche 2012.
Auftakt:
02. Mai 2012, 18-20 Uhr,
Allianz Forum,
Pariser Platz 6, 10117 Berlin:
Auftaktveranstaltung der Berliner Europawoche 2012
"More Europe! – Für eine neue Kultur der europäischen
Außenbeziehungen"

3.602 ASYLANTRÄGE IM MÄRZ 2012
Im März 2012 wurden beim Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge 3.602 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl
der Asylbewerber sank im Vergleich zum Vormonat um
202 Personen (-5,3 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2011 stieg die
Zahl der Asylbewerber um 75 Personen (2,1 Pro-zent).
Im März 2012 hat das Bundesamt über die Anträge von
4.482 Personen (Vormonat: 4.077) entschieden.
Insgesamt 703 Personen (15,7 Prozent) wurde die
Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli
1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 35 Personen (0,8 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt
wurden, sowie 668 Personen (14,9 Prozent), die
Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im März 2012 bei
232 Personen (5,2 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes
(sog. subsidiärer Schutz) festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 2.508 Personen
(55,9 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylan-

DEUTSCHE ISLAM KONFERENZ TAGTE
"Geschlechtergerechtigkeit
als gemeinsamen Wert leben"

Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) ist am 19.04.2012
in Berlin zu ihrer alljährlichen Plenarsitzung zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand das Thema "Geschlechtergerechtigkeit als gemeinsamen Wert leben".
Zur Vorbereitung wurde im vergangenen Jahr die Projektgruppe "Rollenbilder in muslimischen Milieus" eingerichtet. Ziel war es dabei, die bewusste Auseinandersetzung mit Rollenbildern unter Muslimen zu fördern. Eine weitere Projektgruppe hat Vorschläge erarbeitet, um die Chancen von Musliminnen und Muslimen
auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Aus aktuellem Anlass wurde am Rande auch das Thema des
radikalen Salafismus problematisiert.
DIK-Erklärung: Keine Akzeptanz von häuslicher Gewalt
und Zwangsverheiratung (direkter Download):
http://www.deutsche-islamkonferenz.de/cln_101/SharedDocs/Anlagen/DE/DIK/Downloa
ds/DokumentePlenum/dik-erklaerung-haeuslichegewaltdownload,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/dikerklaerung-haeusliche-gewalt-download.pdf
Internet: http://www.deutsche-islam-konferenz.de

Neue DIK-Studie:

ISLAMISCHES GEMEINDELEBEN
IN DEUTSCHLAND
Die am 17.04.2012 vorgestellte Studie zu islamischen
Gemeinden wurde vom Zentrum für Türkeistudien und
Integrationsforschung (ZfTI) durchgeführt, die Studie zu
islamischen Religionsbediensteten vom Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge (BAMF). Sie schließen an die
2009 veröffentlichte DIK-Studie des BAMF "Muslimisches Leben in Deutschland" an. Mit ca. 1140 befragten islamischen Gemeinden und über 800 befragten
Imamen einschließlich alevitischer Dedes geben die
Studien einen umfassenden Überblick über Angebote
und Strukturen der islamischen Gemeinden sowie über

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Herkunft, Ausbildung, Aufgaben und Aufenthaltsstatus
des religiösen Personals.
Direkter Download der Studie unter:
http://www.deutsche-islamkonferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DE/DIK/Downloads/Wiss
enschaftPublikationen/islamisches-gemeindeleben-indeutschland-langdik,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/islamis
ches-gemeindeleben-in-deutschland-lang-dik.pdf
Internet: Internet: http://www.deutsche-islamkonferenz.de

3. JUGENDINTEGRATIONSGIPFEL

richtung der Jugendhilfe speziell für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland und der Einsatz
von Meldepflichten und elektronischen Fußfesseln im
Vereinigten Königreich. Hintergrund ist die Umsetzung
der sog. Rückführungsrichtlinie der EU, die Abschiebungshaft nur im Ausnahmefall erlaubt und nur dann,
wenn kein weniger einschneidendes Mittel gegeben ist,
um die Ausreise sicherzustellen.
Die Studie (681 Kilobyte) im Internet unter:
http://www.jesuitenfluechtlingsdienst.de/images/pdf/120401%20jrsstudie%20abschiebungshaft%20vermeiden.pdf
[PM v. 02.04,2012, JRS, RED ]

SVR-Studie:

Zum dritten Mal trafen sich am 16. und 17. April Jugendliche aus ganz Deutschland in Berlin zum Jugendintegrationsgipfel.

INTERNATIONALE STUDIERENDE
ÜBER BLEIBEMÖGLICHKEITEN
ALS FACHKRAFT SCHLECHT INFORMIERT

Mehr Informationen unter:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/A
rtikel/2012-04-16-jugendintegrationsgipfel.html

Internationale Studierende sind potenzielle hoch qualifizierte Zuwanderer: sie sind jung, gut ausgebildet und
mit Land und Leuten bereits vertraut. Doch bislang gelingt es nicht ausreichend, sie nach dem Studium als
Fachkräfte im Land zu halten.
Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat
deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat
die Bleibeabsichten von Studierenden aus Nicht-EUStaaten in fünf europäischen Ländern untersucht. Die
Studie „Mobile Talente? Ein Vergleich der Bleibeabsichten internationaler Studierender in fünf Staaten der
Europäischen Union“ wurde in Kooperation mit der Migration Policy Group (MPG) mit Sitz in Brüssel durchgeführt. Das Forschungsprojekt wurde von der Stiftung
Mercator gefördert.

Studie:

ERSTMALS
DEUTSCHLANDWEITE ÜBERSICHT
ÜBER MIGRANTENORGANISATIONEN
Erstmals liegt in Deutschland eine umfangreiche Übersicht über überregional tätige Migrantenorganisationen
vor, die als überregional arbeitende Dachverbände und
Netzwerke in Deutschland aktiv sind.
Download der Studie „Migranten(dach)organisationen
in Deutschland“ unter:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/I
B/2012-04-25-migrantenorganisationen-indeutschland.pdf

Europäische Studie stellt Modelle vor. JRS:

„ES GIBT ALTERNATIVEN
ZUR ABSCHIEBUNGSHAFT!“

Vollständiger Text unter: http://www.svrmigration.de/content/?p=3911
Direkter Download der Studie „Mobile Talente? Ein
Vergleich der Bleibeabsichten internationaler Studierender in fünf Staaten der Europäischen Union“ unter:
http://www.svr-migration.de/content/wpcontent/uploads/2012/04/Studie_SVRFB_Mobile_Talente.pdf.
[PM SVR v. 19.04.2012, RED]

Abschiebungshaft kann vermieden werden, wenn Behörden den davon bedrohten Flüchtlingen und Migranten auf Augenhöhe begegnen. Das ist das Ergebnis
einer Studie in mehreren EU-Ländern, die der JesuitenFlüchtlingsdienst vorgelegt hat.
Für die Studie wurden im Sommer und Herbst 2011
Alternativen zur Abschiebungshaft in drei europäischen
Ländern untersucht: ein Projekt zur Unterbringung von
Familien ohne Aufenthaltsstatus in Belgien, eine Ein______________________________________________________________________________________________________

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Initiativen
Ausschreibung:

JULIUS HIRSCH PREIS DES DFB
Bewerbungsschluss: 30.06.2012
Seit 2005 schreibt der DFB den Julius Hirsch Preis aus.
Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Preis wendet
sich an Einzelpersonen, Vereine und Initiativen, die
sich im, um oder durch den Fußball gegen Diskriminierung, Rassismus, und Antisemitismus einsetzen.
Der am 7. April 1892 geborene Nationalspieler Julius
Hirsch gehörte vor dem ersten Weltkrieg zu den bekanntesten Fußballern Deutschlands. Als erstem Spieler in der Geschichte des DFB gelang es ihm, mit zwei
verschiedenen Vereinen Deutscher Meister zu werden:
1910 mit seinem Heimatverein, dem Karlsruher FV, und
1914 mit der Spielvereinigung Fürth. Bereits im Alter
von 18 Jahren debütierte er in der Nationalmannschaft
und erzielte 1912 im Länderspiel gegen Holland vier
Tore. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1912
in Stockholm war sein größter internationaler Erfolg. Mit
dem Beschluss der süddeutschen Spitzenvereine, ab
1933 alle Mitglieder jüdischer Abstammung auszuschließen, begann der Leidensweg von Julius Hirsch.
1943 wurde er in das Konzentrationslager Auschwitz
deportiert und dort ermordet.
Bewerbungsschluss der diesjährigen Ausschreibung ist
der 30. Juni 2012. Ausführliche Informationen zum Julius Hirsch Preis, u. a. filmische Portraits der bisherigen
Sieger und der Preisverleihungen, finden Sie auf der
Homepage des DFB unter:
http://www.dfb.de/index.php?id=501067
Komplette Bewerbungsunterlagen unter diesem Link:
http://www.dfb.de/uploads/media/Folder_JHP_2012_we
b.pdf

Ausschreibung:

HORIZONTE-STIPENDIEN
FÜR ANGEHENDE LEHRKRÄFTE
MIT MIGRATIONSHINTERGRUND
Bewerbungsfristen:
Studierende: 31.07.2012
Angehende Lehrkräfte: 15.08.2012
Zum Wintersemester 2012/13 vergibt die HertieStiftung erneut Horizonte-Stipendien für angehende
Lehrkräfte mit Migrationshintergrund. Ab sofort können
sich an den Standorten Berlin, Frankfurt am Main,
Hamburg. München, Ruhrgebiet und erstmals auch in
Niedersachsen Lehramtsstudierende und Lehrkräfte im

Vorbereitungsdienst für die Aufnahme in das Programm
bewerben.
Gemeinsam mit starken Partnern ist „Horizonte" seit
dem Programmstart 2008 sukzessive gewachsen. Neben der ideellen und finanziellen Förderung spielt dabei
auch die bundesweite Vernetzung der mittlerweile rund
100 Stipendiaten und Alumni eine wichtige Rolle. Zahlreiche Ehemalige haben ihr Studium oder ihren Vorbereitungsdienst für ein Lehramt inzwischen erfolgreich
abgeschlossen. arbeiten im deutschen Schulsystem
oder promovieren zu schulspezifischen Fragestellungen. Viele unter ihnen engagieren sich zudem ehrenamtlich in Bildungsprojekten und gestalten die regionalen Netzwerke von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte mit.
Unter http://www.horizonte.ghst.de sind für interessierte
Bewerberinnen und Bewerber alle wichtigen Informationen zum Programm und zum Bewerbungsverfahren
bereitgestellt.

Workshops/ Tagungen

14. bis 16.05., FEZ:

"TYPISCH DEUTSCH?!"

Projektwoche für SchülerInnen der Klassen 7 bis 13
zu Mono-, Multi- und Interkulturalität
„Deutsche sind ordentlich und immer pünktlich. Russen
trinken gerne Wodka. Kenianer können gut tanzen.
Franzosen sind Feinschmecker. Deutsche auch irgendwie...“
Was heißt es also ‚deutsch’ zu sein? Jammert der Ossi
wirklich ständig und ist der Wessi immer besserwisserisch und unsozial? Gehört der Islam nun zu Deutschland oder ist Multikulti wirklich gescheitert? Welche Begriffe, wie die der nationalen Zugehörigkeiten stiften
Gemeinschaften und welche grenzen aus? Welche
Vorstellungen haben wir vom „typischen Deutschsein“?
Kann man überhaupt ‚deutsch’ sein? Oder ist das „Wir“
der „Deutschen“ nicht ebenso vielfältig wie das „Ihr“ der
vermeintlich Anderen? Das Thema „Deutschsein - Anderssein“ ist für Berliner Schüler/innen und Lehrer/innen täglich gelebte Realität. In der Projektwoche
wollen wir deshalb Fremd- und Selbstbilder vom
„Deutschsein“ oder auch „Anderssein“ näher betrachten.
Sprache und (Vor-)urteile stehen im Fokus. Durch humorvolle Performances, Theaterworkshops, Podiumsdiskussionen und Medienworkshops können sich die
Schüler/innen gezielt mit eigenen und medienvermittelten Bildern beschäftigen. Mit den Diversitytrainings soll

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eine Konfrontation mit den eigenen unbewussten Vorurteilen ermöglicht werden.
Die Workshops beginnen um 10 Uhr und finden in den
Räumen des FEZ-Berlin statt.
Weitere Informationen unter
http://www.fezberlin.de/fileadmin/fez/lernen/2011_12/Programm_TypDeu
tsch2012_NEU.pdf
Zielgruppe: Klasse 7 – 13
Termine: Mo 14. – Mi 16. Mai 2012
Ein- und Mehrtagesprojekte möglich
Kosten: € 3,00/LE € 2,50
Leitung: Derya Sarica
E-Mail: d.sarica@fez-berlin.de
Kontakt
FEZ-Berlin
betrieben durch die KJfz-L-gBmbH
Straße zum FEZ 2
12459 Berlin
Zentrale Reservierung
Tel.: (030) 53071-333
E-Mail: reservierung@fez-berlin.de
Internet: http://www.fez-berlin.de

Aus Projekten und Vereinen
ARIC e.V.: Einladung und Aufruf zur Mitgestaltung:

DIE 10. BERLINER TAGE
DES INTERKULTURELLEN DIALOGS

miteinander reden – voneinander erfahren –
gemeinsam handeln
Dialogtische vom 15. Oktober
bis 15. November 2012
775 JAHRE BERLIN –
WER MACHT GESCHICHTE(N)?
Anmeldefrist für Info-Veranstaltung: 31.05.2012
Die Veranstaltungsreihe ist eine
gemeinsame Initiative des Antirassistisch-Interkulturellen Informationszentrums ARiC Berlin
e.V. und eines breiten Netzwerks
von Organisationen und Institutionen. Wie in den vergangenen
Jahren rufen wir Vereine, Bildungseinrichtungen,
Nachbarschaftszentren, Institutionen, Verwaltungen,
Unternehmen,
Selbstorganisationen
von
Migrant_innen, Quartiersmanagementbüros und Privatpersonen dazu auf, die Berliner Tage des Interkulturellen
Dialogs mitzugestalten.
Was dafür benötigt wird? Ein Raum, Tisch und Stühle
und die Bereitschaft, acht bis zwölf Menschen, die
sonst nicht ohne weiteres miteinander ins Gespräch
kommen, als Dialogpartner_innen zu gewinnen.
Anlässlich des Jubiläums 775 Jahre Berlin wollen wir
uns im Rahmen der diesjährigen Tage des interkulturellen Dialogs über die Vielfalt von Geschichte(n) im Kontext von Geschichts-, Gedenk- und Erinnerungskultur
austauschen. Dabei wollen wir uns mit den Fragen beschäftigen, wie Geschichte Identität(en) stiftet und wie
durch Geschichtsvermittlung Stereotypen und Klischees erzeugt und verfestigt werden.
Wer macht Geschichte und was macht Geschichte
mit uns?
 Wer entscheidet darüber, wie Geschichte erinnert
und
interpretiert
wird?
Welche Perspektivenvielfalt besitzt unser eigenes
Geschichtsbewusstsein?
Wer formte es? Welche Funktion erfüllt es?
Welche Wirkung hat es auf unseren Alltag?
 Geschichte als Tradition oder als Entwicklung:
Wie lesen wir Geschichte? Wer bewertet die
Ereignisse der Vergangenheit in Hinblick auf
Gegenwart und Zukunft?

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 Wie gestaltet sich Erinnerungsarbeit? Wie notwendig ist gemeinsames Gedenken?
Was bedeutet Geschichte für mich?
 Wie hängen Identität und Geschichte zusammen? Wer bin ich? Woher komme ich? Was
beeinflusst mich heute? Wie werden historische Erfahrungen über die Generationen weiter
gegeben?
 Wie erfahre ich Geschichte in meiner Stadt und
meinem Kiez? Wem begegne ich in der Geschichtsschreibung, wem nicht? Auf welche
Geschichte und welche Geschichten treffe ich
in Museen und anderen öffentlichen Orten?
Was wird ausgeblendet?
Dies sind nur einige Beispiele von vielen möglichen
Fragen, zu denen an den Dialogtischen ein
spannender Austausch geführt und weiterführende
Ideen entwickelt werden können.
Die Gesprächsrunden sind grundsätzlich offen für alle
und bieten Gelegenheit, sowohl das eigene Selbstverständnis zu überprüfen als auch gemeinsames Handeln
zu vereinbaren sowie aktives bürgerschaftliches Engagement zu verstärken.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich für die
Idee des Dialogs (erneut) begeistern und sich durch
Ihre Mitorganisation bei den Dialogrunden beteiligen.
Wir bitten Sie herzlich, den beigefügten Vordruck bis
zum 15. Juni 2012 an uns zu faxen oder per E-Mail zu
senden. Um ihre Angaben für den Dialogtisch zu erfassen und weitere Fragen in der Vorbereitung zu besprechen, werden wir uns anschließend mit Ihnen in Verbindung setzen.
Im September wollen wir alle Dialogtische und das
Rahmenprogramm im Programmheft und auf der Webseite veröffentlichen.
Wenn Sie Rückfragen oder Vorschläge haben, wenden
Sie sich bitte an das Koordinationsbüro. Als
Anregung empfehlen wir auch die Informationen und
Berichte aus den Jahren 2003 bis 2011:
http://www.tage-des-interkulturellendialogs.de/rueckblick/
Für all diejenigen, die sich in diesem Jahr erstmals an
der Dialogreihe beteiligen möchten, bieten wir eine Informationsveranstaltung an.
Termin: Dienstag, 12. Juni 2012 von 16.00 – 18.00
Uhr
Ort: beim Migrationsrat Berlin Brandenburg; Oranienstraße 34, 2. Etage, 10999 Berlin
Verkehrsverbindung: U-Bhf. Kottbusser Tor, U1, oder
Bus M29.
Bitte melden Sie sich bis zum 31. Mai 2011 verbindlich
an, wenn Sie daran teilnehmen möchten
(E-Mail: aric@aric.de oder (030) 308 799-22).

Kontakt
ARiC Berlin e.V.
Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum
Chausseestraße 29
10115 Berlin
Bürozeiten: Montag und Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Tel.: (030) 30 87 99-0
Fax: (030) 30 87 99 12
E-Mail: aric@aric.de
Internet: http://www.aric.de
Bürozeiten: Montag und Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr

BABEL e.V.
Aus dem Veranstaltungsangebot im Mai 2012
Öffentliche Veranstaltungen
Medienwerkstatt für Kids
Kinder und Jugendliche erlernen den Umgang mit den
neuen Medien und bauen vorhandene Kenntnisse aus
Jeden Montag von 14.00 - 17.00 Uhr
Kids -Club
Sport, Spiel und Fun für Kinder ab 6 Jahre
Montag - Donnerstag von 15.00 Uhr - 17.30 Uhr
Interkultureller Jugendbeirat im Haus Babylon
Austausch, Gespräche und Diskussionen zu verschiedenen Aspekten des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft
Jeden Donnerstag von 17.00 Uhr - 20.00 Uhr
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Brunch
Informationen, Gespräche, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher
Kulturen in gemütlicher Atmosphäre zu unterschiedlichen Themen und Ländern
Jeden Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Begegnung der Kulturen - Interkultureller Jugendtreff
Salotreff - Freizeittreff für Jugendliche unterschiedlicher Kulturen und Herkunft (ab 18 Jahre)
Jugendliche unterschiedlicher ethnischer und religiöser
Herkunft verbringen gemeinsam ihre Freizeit
Immer freitags von 20.00 Uhr - 02.00 Uhr
SelbstAnsichten - Ogonjok
Menschen mit und ohne Migrationshintergrund treffen
sich in gemütlicher Atmosphäre mit Spätaussiedlern zu
einem geselligen Nachmittag.

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Freitag, 04.05.2012, ab 15.00 Uhr
StadtSichten
Angebote für Schulen ab Klasse 8
Exkursionen in das interkulturelle Berlin - Brandenburg
vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor
Das „Türkische Berlin“
Das „Jüdische Berlin“
„Alexandrowka“
„300 Jahre Friedrich der Große“
Im Zeichen von Toleranz und Aufklärung
Rundgänge zu unterschiedlichen Themen
(um Voranmeldung wird gebeten)
Lerntherapie und Lernstrategie
Eine lernpädagogische Fachberatung für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene, die individuelle
Hilfe und persönliche Unterstützung benötigen.
Schulvorbereitung für Vorschulkinder.
Ort: Hellersdorfer Promenade 20
12627 Berlin
Montag bis Freitag
(um Terminvereinbarung wird gebeten)
Interkulturelles Puppentheater im Haus Babylon
„Puppen träumen anders“, Workshop für Kinder
Aufführung verschiedener Stücke im Haus Babylon
Termine auf Anfrage

Kurse und Arbeitskreise

(Um Voranmeldung wird gebeten)
Deutschförderkurs für Anfänger
Hilfe bei der Entwicklung der Sprachkompetenz in der
deutschen Sprache im mündlichen und schriftlichen
Bereich
Dienstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Deutschförderkurs für Fortgeschrittene
Montag bis Mittwoch von 09.00 Uhr - 12.00 Uhr
Geologiekurs für Kinder
Jeden Dienstag von 16.00 Uhr - 17.30 Uhr
Trainingsprogramm:
Interkulturelle Sensibilisierung und Kommunikation
Erwerb von interkulturellen Kompetenzen
Bewältigung von interkulturellen Konflikten in interkulturellen Gruppen in Schulen und am Arbeitsplatz
Termin. nach Vereinbarung
Weltkinder – Kinderwelten
Mit den Mikroprojekten „Logik-Training für Kinder“,
Schach, Dame, Mühle und Halma für kleine Anfänger,
Kreatives Gestalten von Stoffen“, Kinder gestalten unter fachlicher Anleitung selbst Stoffe, „Kids kochen sich
durch die Welt“, Kinder kochen, backen und probieren
Gerichte aus aller Welt
Mo – Do ab 15.00 Uhr

AntidiskriminierungsTraining
Für Kinder der Grundschulen
Die Kinder sollen ermutigt werden, in Konfliktsituationen gewaltfreie Handlungssrategien zu entwickeln.
Jeden Mittwoch von 14.00 Uhr - 16.00 Uhr
Auskünfte und Beratungen
Niedrigschwellige Beratungs-, Betreuungs-, und Begleitangebote
Migratonssozialberatung
Dienstag und Donnerstag nach terminlicher Absprache
Elternberatung für Eltern mit Migrationshintergrund
Hilfe bei der Stärkung der Erziehungskompetenz für
Eltern mit Migrationshintergrund
Termine nach vorheriger Absprache
(Änderungen vorbehalten)
Kontakt
BABEL e.V.
Klausdorfer Straße 8
12629 Berlin-Hellersdorf
Tel.: (030) 99 858 91
Fax: (030) 99 893 20
E-Mail: babel-berlin@t-online.de
Internet: http://www.haus-babylon.de
Verantwortlich: Dr. Mekonnen Shiferaw

BAYOUMA-HAUS

der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle e.V.
Interkulturelle Begegnungsstätte
in Friedrichshain – Kreuzberg
Frankfurter Allee 110
10247 Berlin
(zweiter Hinterhof, 1. Etage links)
Tel.: 29 04 91 36 – Fax: 29 04 91 29
E-Mail: bayouma-haus@awo-spree-wuhle.de

Programm Mai 2012
Beratungsangebote
für Hilfesuchende aus Friedrichshain-Kreuzberg:
Außerhalb der Sprechzeiten
muss ein Termin vereinbart werden!
Einrichtungsleitung & Gesundheitsberatung
Frau Natascha Garay, Tel.: 29 04 91 36
Di. 13:00 – 16:00, Do. 09:00 – 14:00
Sozialberatung
Frau Angela Prodan, Tel.: 29 35 08 35

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Weiteres Programm und Informationen unter:
http://www.bayouma-haus.de
http://www.awo-fk.de
http://www.bayouma-gesundheit.de

Di. 13:00 – 16:00, Do. 09:00 – 14:00
Herr Gilberto Oliva Tablada, Tel.: 29 04 66 12
Mo. 09:00 – 14:00, Mi. 13:00 – 16:00
Sozialberatung für Frauen
Frau Belinda Apicella, Tel.: 29 04 66 11
Di. 13:00 - 16:00, Do., 09:00 - 14:.00

Veranstaltungen

Wir haben für Sie:
Mo. Di. und Do. 09:00 – 16:00 Uhr
Mi. von 13:00 – 16:00 Uhr
Fr. 09:00 – 14:00 Uhr geöffnet
und nach Vereinbarung.

noch bis 11.05., Ausstellung:

SIBYLLENWURZ UND SPEISEDAMPF“
Heilmethoden mit Migrationshintergrund

Wir beraten in folgenden Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Vietnamesisch, Türkisch und Rumänisch

22. April bis 11. Mai 2012

Ständige Angebote
Mo. 13:00 – 14:30
Englischkonversationskurs für
Grundkenntnissen – kostenfrei

Ausstellung mit Begleitprogramm
(Workshops und Filme)

Seniorinnen

mit

Di.
10:30 – 14:00
Fingerdruckmassage „Shiatsu“
mit Heike Hoschar
für Frauen & Männer (gegen Spende )
Termine unter (0151) 23 33 77 53
Di.
19:30 – 22:00
Alle 14 Tage: Sitzung der AG „Menschenrechtsverletzungen an Frauen“ von Amnesty International Berlin-Brandenburg
Kontakt: http://www.amnesty-maf-berlin.de
Di. sowie Do. 16:30 – 18:00
Tanz-Workout mit Latin, Afro- u. Orientalischer Musik, Kostenbeitrag 10,- € pro Kurs mtl.
Mi. 19:30 – 21:30
"Salseros dependientes" Interkultureller Salsa-Treff
Kontaktperson: Marlene Schäfer (offenes und Kostenloses Angebot)
Do. 10:00 – 14:00 Uhr:
Klassische Massage und Schröpfen mit unserer
Heilpraktikerin. Termine bitte telefonisch bei Frau
Mönch unter (0173) 878 37 51 vereinbaren.
Nur für Frauen! – Kostenbeitrag 5,- €
Do. 13:00 – 14:30
Fahrradkurs für Erwachsene Anfänger und Fortgeschrittene in Friedrichshain, mit Unterstützung der
Berliner Polizei und der BUF
So. 11:00 – 15:00 Uhr:
Vietnamesischunterricht für Kinder & Jugendliche

Schillerpalais e.V.
Kunst- und Aktionsraum
Schillerpromenade 4
12049 Berlin (Neukölln)
Weitere Infos unter:
http://www.schillerpalais.de
Öffnungszeiten:
werktags von 10 - 18 Uhr,
samstags und sonntags von 11 - 14 Uhr
am 1. Mai geschlossen (Feiertag)
Von der Behandlung mit Blutegeln über Candomblé bis
hin zum Schamanenritual: Eine faszinierende Vielfalt
praktizierter Heilverfahren spiegelt den Standort der
Stadt Berlin in der globalisierten Welt wider. Aus dem
Bedürfnis nach ganzheitlicher Behandlung wurden nicht
nur traditionelle Naturheilverfahren und andere alternative Heilmethoden europäischen Ursprungs wiederentdeckt und weiterentwickelt - auch aus anderen Kontinenten sind Heilmethoden „eingewandert“. Neben der
sog. Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), dem
Ayurveda und der Tibetischen Medizin sind das auch
schamanische Techniken und andere Methoden der
spirituellen Heilung.
Eine Auswahl dieser Heil(s)vielfalt findet sich in unserer
Ausstellung wieder. Sieben HeilerInnen kommen in filmischen Portraits auf der gleichnamigen DVD zu Sibyllenwurz und Speisedampf *) selbst zu Wort und haben
uns einen Teil der Exponate zur Verfügung gestellt. Die
Filme wurden in Kooperation mit den HeilerInnen und
mit dem Institut für Ethnologie der FU Berlin von Studierenden gedreht und sind in der Ausstellung einzeln
zu sehen.
Die Ethnologin und Fotografin Miriam Tamayo hat die
Filmaufnahmen begleitet und präsentiert im Rahmen

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Mai 2012, Nr. 90
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der Veranstaltung eine Fotoausstellung "Glaube und
Heilung. Heiler und Schamanen in Berlin."
Eine Kräuter- und Gewürzecke zum Schmecken, Fühlen und Riechen informiert über Heilkräuter, und eine
bebilderte Landkarte von Eurasien verdeutlicht die
Wanderungen und den Austausch von medizinischem
Wissen vom Altertum bis zum Mittelalter.
Die Perspektive des Ausstellungskonzepts liegt auf
„Wanderung“ und „Bewegung“. Objektträger wie Paletten und Transportkisten verweisen einerseits auf den
„Migrationshintergrund“ der ausgestellten Heilverfahren, andrerseits auf den beständigen Prozess der Veränderung, den sie bereits in ihren Herkunftskontexten
und auf ihren Wegen rund um die Welt erfahren haben
und weiter erfahren werden.
Zur Vertiefung einzelner Aspekte wird ein dichtes Programm an Filmen, Vorträgen und Workshops angeboten.
Weitere Informationen zum Inhalt und zum Begleitprogramm unter:
http://www.werkstatt-ethnologie.de
Kontakt
Werkstatt Ethnologie Berlin
Gneisenaustraße 2 a
10961 Berlin
Edith Weber
Tel.: (030) 391 24 08
und
Adelheid Seyler
Tel.: (030) 854 44 13
E-Mail: info@werkstatt-ethnologie.de
Internet: http://www.werkstatt-ethnologie.de

01.05.:

MYFEST 2012

Zum 10. Mal das Fest am 1. Mai
Das Myfest ist das seit 2003 jährlich am 1. Mai stattfindende Straßenfest in Berlin-Kreuzberg, das sich vor
allem an Kinder und Jugendliche richtet und ein großes
kulinarisches und kulturelles Angebot von Konzerten
bis zu Feuerwehrvorstellungen bietet
Die beeindruckende Mannigfaltigkeit der Kulturen sowie
die Vielfalt der künstlerischen Stilrichtungen, die in
Kreuzberg gelebt werden, finden sich auf dem MyFest
wieder und lassen sich hier erleben und genießen. Alle
Beteiligten treten unter dem Motto „MyFest is your
Fest“ für ein Zusammenleben ohne Gewalt - auch und
gerade nach dem Fest - ein. Insbesondere junge Menschen werden mit dem hippen Bühnen- und Musikprogramm angesprochen.

Die Aktivierung von Jugendlichen, deren Lebenssituation in vielen Fällen von Perspektivlosigkeit geprägt ist,
ist ein wesentliches Anliegen der MyFest-Crew, die das
Fest gemeinsam mit engagierten Anwohnerinnen und
Anwohnern, Mitgliedern von Vereinen und Initiativen,
Mitarbeitern von Jugendeinrichtungen und Freien Trägern, sowie den Gewerbetreibenden, der Berliner Polizei und den Mitarbeitern des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg organisiert hat.
Programm und weitere Infos im Internet unter:
http://www.myfest36.de/

2.-6. Mai:

XXVII. BLACK INTERNATIONAL CINEMA
BERLIN 2012
Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Saal,
Kinosaal und Bibliothek
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin-Schöneberg
A COMPLEXION CHANGE –
Transnational & Intercultural
Diplomacy
View to the Future - The Flag Still Flies
Produktion und Leitung:
Fountainhead® Tanz Theatre
in Kooperation mit der
Integrationsbeauftragten des Bezirks TempelhofSchöneberg, Berlin
in Verbindung mit der
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika,
Berlin
Am 2. Mai um 18 Uhr wird das XXVII. Black International Cinema Berlin 2012 im John-F.-Kennedy-Saal des
historischen Rathauses Schöneberg eröffnet. Die Gäste werden begrüßt von Prof. Donald Muldrow Griffith,
Gründer und Leiter der Veranstaltung, May Baptista,
Repräsentantin der Botschaft der Vereinigten Staaten
von Amerika, Berlin, Gabriele Gün Tank, Integrationsbeauftragte des Bezirks Tempelhof-Schöneberg sowie
von anwesenden internationalen FilmemacherInnen
und VertreterInnen aus Kunst- und Kulturorganisationen und freischaffenden KünstlerInnen.
Musikalisch begleitet wird die Eröffnung durch Djatou
Touré und Iting Ley.
Bereits zum vierten Mal wird das Festival in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg durchgeführt.
"Mein Dank geht an die Organisatorinnen und Organisatoren von Black International Cinema Berlin, ein kulturelles Highlight, welches deutschlandweit einmalig
ist." - Gabriele Gün Tank, Integrationsbeauftragte des
Bezirks Tempelhof-Schöneberg

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Mai 2012, Nr. 90
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Unter dem Titel “A COMPLEXION CHANGE – Transnational & Intercultural Diplomacy / View to the Future - The Flag Still Flies” werden an 5 Tagen eine
Vielzahl an interkulturellen Perspektiven gezeigt.
Bis zu 50 Filme stehen auf dem Programm, darunter
Spielfilme, Dokumentationen, Kurzfilme, Animationen
und Experimentalfilme. Vertreten sind Produktionen
aus Iran, Spanien, Frankreich, USA, Deutschland,
Großbritannien, Kap Verde, Kolumbien, Kanada,
Uganda, Italien und dem Kongo.
Im Zentrum des Festivals stehen Filme aus der afrikanischen Diaspora und Beiträge, die sich mit interkulturellen Themen und Sichtweisen befassen. Die Filme
spiegeln ein weites Spektrum an Erfahrungen wider
und bieten intime und authentische Einblicke in Welten,
die uns oftmals verborgen bleiben.
Neben dem Filmprogramm wird das Festival von Diskussionen, Performances, Seminaren und musikalischen Darbietungen begleitet.
Black International Cinema Berlin bietet einen Ort für
den geistigen und künstlerischen Austausch, möchte
als eine Oase der Inspiration und Information dienen
und dazu beitragen, das Zusammenleben in unserer
vielgesichtigen Gesellschaft auf friedliche und respektvolle Weise zu gestalten.
Wir vom XXVII. Black International Cinema Berlin 2012
Festival und der Ausstellung "Footprints in the Sand?",
1. Juli - 31. August 2012, Rathaus Schöneberg, möchten die Erfahrung darin, Herausforderungen zu bewältigen und den Berggipfel zu erklimmen, einmal mehr
weitergeben!
Während wir für einen Moment erleichtert aufatmen,
hoffen wir, dass unsere Bergbesteigung unseren Mitreisenden als Quelle der Information und Inspiration
dient, weltweit!

03.05., Anne Frank Zentrum:

»… ZUERST EINMAL BIN ICH MENSCH –
MEIN BEWEGTES LEBEN …«
Zeitzeugengespräch

Zeitzeugengespräch
am 3. Mai 2012 um 19 Uhr in der
Ausstellung des Anne Frank Zentrums
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin
Wir laden Sie herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung in das Anne Frank Zentrum in Berlin Mitte ein. Die
Zeitzeuginnen Iris Hanopulos-Neumann und Diana
Hanopulos werden am 3. Mai 2012 um 19 Uhr von sich
und ihren Erlebnissen sprechen: Was bedeutet »Heimat« für uns? Wer sind wir und wie werden wir von außen wahrgenommen? Iris und Diana wurden beide in
Istanbul geboren. Sie sind die Töchter einer deutschen
Auswanderin und eines griechischen Istanbulers. Die
Moderation übernimmt Ebru Tasdemir.
Das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und
Westdeutschland jährte sich 2011 zum 50. Mal. Medien
und Politik nahmen hierbei das Jahr 1961 zum Ausgangspunkt der deutsch-türkischen Beziehungen und
beleuchteten die Lebensgeschichten von Menschen,
die seither nach Deutschland kamen. Abseits von diesen Feierlichkeiten möchte unsere Veranstaltung den
Fokus auf einen unbekannten Abschnitt deutschtürkischer Geschichte lenken. Es wird Raum für die Lebensgeschichten von Menschen geschaffen, die bereits
vor dem Anwerbeabkommen zwischen Deutschland
und der Türkei migrierten.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Der Abend wird ausgerichtet vom Projekt »… zuerst
einmal bin ich Mensch - Her seyden önce insanım …‘
Lebenswege zwischen Deutschland und der Türkei«.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.blackinternationalcinema.de/BIC12/bic_12.h
tm

Die Veranstaltung findet am 3. Mai um 19 Uhr in der
Ausstellung des Anne Frank Zentrums in der Rosenthaler Str. 39 in 10178 Berlin statt.

Mottos
"I may not make it if I try, but I damn sure won´t if I
don´t..." - Oscar Brown Jr.
"Mankind will either find a way or make one." - C.P.
Snow
"Whatever you do..., be cool!" - Joseph Louis Turner
"Yes, I can...!" - Sammy Davis Jr.
"Yes, We can...!" - Barack Obama
Fountainhead® Tanz Theatre/Cultural Zephyr e.V.,
April 2012

Um eine Anmeldung unter dtb@annefrank.de oder
Tel. (030) 288 86 56-32 wird gebeten.
Der Eintritt ist frei.
Die Entwicklung des Projektes wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im
Rahmen des Programms »INITIATIVE DEMOKRATIE
STÄRKEN« gefördert.
Internet: http://www.annefrank.de

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Mai 2012, Nr. 90
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08.05., Jüdische Gemeinde zu Berlin
Integrationsbüro:

KONZERT

Zum 67. Jahrestag der Beendigung
des 2. Weltkrieges
Dienstag, 08.05.2012
17:00 Uhr
Großer Saal, Gemeindehaus
Fasanenstraße 79-80
10623 Berlin
Eintritt frei
Weitere Infos:
http://www.jg-berlin.org/kalender/details/67-jahrestagzur-beendigung-des-2-weltkrieges-i4543d-2012-05-0817-00.html
Begrüßung:
Dr. Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Y.Reznik, Vorsitzender des Clubs der Kriegsveteranen
Im Programm:
David Sapozhnikov
Kinderensemble „Bim Bam“ (Leitung: M.Gamal,
S.Aljochina) und
Jüdischer Liederchor (Leitung: R.Blekhova,
L.Michajlova)
Anna Spielband
Adam Kesselhaut
Alexander Gutman
Tanzgruppe „Jachad“(Leitung: L.Schein, Projekt „Impuls“)
Kontakt
Eleonora Shakhnikova
Jüdische Gemeinde zu Berlin
Integrationsbüro/Jobbörse
Passauer Str.4
10789 Berlin
Tel. (030) 219 12 281
Fax: (030) 219 12 282
E-Mail: integration@jg-berlin.org
Internet: http://www.jg-berlin.org

19./20.05., FEZ:

HO[SCH]GELDIN BERLÜN –
WILLKOMMEN BERLIN!

Deutsch-Türkisches Jugend- und Familienfest
am 19./20. Mai 2012 im FEZ-Berlin, Eintritt frei
Sa 13-19 Uhr, So 12-18 Uhr, Eintritt frei!
Schirmherr: Murat Topal, Comedian
„Ich, Du, Er, Sie, Es – Wir sind Berlün!“, unter diesem
Motto veranstaltet das FEZ-Berlin in Zusammenarbeit
mit Young Voice TBB sein diesjähriges DeutschTürkisches Jugend- und Familienfest: Ho[sch]geldin
Berlün – Willkommen Berlin!
Am 19. und 20. Mai ist im FEZ-Berlin Berlüner Kultür live zu erleben: ein lebendiger Mix aus interkulturellen Mitmach- und Kreativangeboten, Sport- und Familienspielen sowie einem Nonstop-Bühnenprogramm.
Deutsch-türkische Künstler/innen geben sich hier die
Mikros in die Hand.
Als Highlight wird der Comedian und Schirmherr der
Veranstaltung Murat Topal sein Talent unter Beweis
stellen.
Auf der Bühne werden zudem Zeynep & Band mit populären türkischen Songs, Davul & Zurna mit anatolischen Klängen zum Mittanzen, King EXXX mit Beatboxing sowie der Rapper MC ESGEE dabei sein.
Märchenfiguren aus unterschiedlichen Kulturen sind in
lustigen Geschichten zu erleben. Da begegnen sich
u.a. Schneewittchen und Rotkäppchen mit Keloglan
und Nasrettin Hoca (türkischer Till Eulenspiegel). Zu
erleben sind außerdem die Tanzgruppen von Yekdane,
Hip Hop Tanztheater mit den Bodyslang Kids sowie das
Kabaré Pupala, mit einem frechen Puppentheaterstück
für die ganz Kleinen.
Mitmach- und Kreativangebote laden ein zum Entdecken und Ausprobieren. Eine Malerin führt in die Kunst
der Ebru-Malerei ein. Bei einer Koch- Show werden
deutsche und türkische Gerichte mit Besuchern gemeinsam gekocht. Unter fachkundiger Anleitung können Marionettenpuppen aus Recyclingmaterial gebaut
werden. Wie werden Teppiche gewebt oder wie funktioniert Graffiti? Kinder und Familien können es ausprobieren.
Sportlich geht es beim Fest der Jugend, des Sports
(Feiertag in der Türkei 19.5.) zu. Beim Bungeerun, am
Kletterturm, beim Kistenklettern auf der Riesentrampolinstrecke und beim Riesen-Menschenkicker ist jede
Menge Spaß inklusive.
Ein besonderes Fest der interkulturellen Begegnung, bei dem Berliner zeigen, dass sie auf jeden
Fall Berlüner sind!

„Gemeinsam leben, gemeinsam spielen, gemeinsam
feiern und viel voneinander lernen, ist der Leitgedanke
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Mai 2012, Nr. 90
BERLIN INTERNATIONAL
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des interkulturellen Festes, zu dem das FEZ alle Willkommen heißt, die die türkische Kultur kennen lernen
möchten oder diese schon jetzt in ihr Herz geschlossen
haben“, meint Projektkoordinatorin Derya Sarica.

Fax: (030) 609770.13
E-Mail: info@karneval-berlin.de
Internet: http://www.karneval-berlin.de/de/

Kontakt
FEZ-Berlin
Kinder-, Jugend und
Familienzentrum
Straße zum FEZ 2
12459 Berlin
Tel.: (030) 530 71-593
Fax: (030) 530 71-218
E-Mail: info@fez-berlin.de
Internet: http://www.fez-berlin.de

27.05., zum 17. Mal:

KARNEVAL DER KULTUREN 2012
Der Karneval der Kulturen ist ein gesellschaftliches Ereignis im doppelten Wortsinn. Die Veranstaltung wird
zu Pfingsten von großen Teilen der Berliner Gesellschaft besucht, wichtiger aber noch ist, dass die Berliner das Ereignis machen.
Ohne die engagierte Beteiligung unterschiedlichster
Akteure wäre die Veranstaltung überhaupt nicht denkbar, nicht machbar, nicht zukunftsfähig.
Straßenumzug 2012
27. Mai, 12.30–21.30 Uhr
Start: Hermannplatz, über Hasenheide, Gneisenaustraße, Yorckstraße

Veröffentlichungen/ Internet-Tipps
Fremdsprachige Beratung:

AUFSUCHENDER VERBRAUCHERSCHUTZ
Service der Verbraucherzentrale Berlin

Sie müssen uns nicht mehr suchen: Wir suchen Sie
auf!
Die
Verbraucherzentrale
Berlin
(http://www.vzberlin.de) berät in vier Berliner Bezirken direkt vor Ort –
fremdsprachig und dank der Förderung der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz sogar kostenlos.
In Kreuzberg und Neukölln hilft eine Dolmetscherin
beim Übersetzen ins Türkische, in Marzahn und Lichtenberg werden Beratungen auf Russisch angeboten.
Selbstverständlich kommen auch deutschsprachige
Berliner nicht zu kurz: Für einkommensschwache Mitbürger gibt's die Beratung auch in unserer Landessprache. Wer mehr wissen will, kann sich in Vorträgen über
verbraucherrelevante Themen informieren.
Weitere Informationen:
http://www.vzberlin.de/UNIQ133577734703824/link827871A.html

Straßenfest 2012
25. – 28. Mai
Geöffnet Freitag 16 – 24 Uhr
Samstag / Sonntag 11 – 24 Uhr
Montag 11 – 19 Uhr
Blücherplatz
Hören & Sehen, Essen & Trinken,
Spielen & Tanzen
Eintritt frei
Kontakt
Karnevalbüro
c/o Werkstatt der Kulturen
Nadja Mau, Stefanie Schatte & Vassiliki Gortsas
Wissmannstraße 32
12049 Berlin
Tel.: (030) 609770.22 (Karnevalbüro)
oder (030) 609770.0 (Sekretariat WdK)
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