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Full text: Berlyñ international (Rights reserved) Ausgabe 84.2011 (Rights reserved)

international DER NEWSLETTER DES 11/11 Nummer 84 Der interkulturelle Kalender für den Monat November INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN Liebe Leserinnen, liebe Leser, letztes Wochenende jährte sich ein wichtiges Datum, quasi das Gründungsjahr des heutigen türkischen Berlin. Am Sonntag war es genau 50 Jahre her, dass die Bundesrepublik Deutschland mit der Regierung der Türkischen Republik ein Abkommen über die „Anwerbung und Vermittlung ausländischer Arbeitnehmer“ abschloss. (Näheres auf dem Internetportal www.berlinsagtdanke.de ) Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening sieht in den zahlreichen Veranstaltungen rund um den Jahrestag eine Gelegenheit, vor allem die vielen gewachsenen Verbindungen zwischen Deutschen und Türkeistämmigen in den Mittelpunkt zu stellen: „Meine Hoffnung ist, dass dieses Klima von Wertschätzung und Anerkennung der Leistungen der Einwanderinnen und Einwanderer aus der Türkei auch nach den Jubiläumsveranstaltungen in Zukunft den Tonfall in der integrationspolitischen Debatte prägen wird. Dadurch stärken wir das gemeinsame Fundament und die Zusammengehörigkeit. Das Jubiläum könnte auch ein guter Anlass sein, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu modernisieren. Dazu gehört die Einführung der Visafreiheit für die Türkei und die vereinfachte Hinnahme von Mehrstaatigkeit. Durch die Abschaffung der Optionsregelung würde gerade der heranwachsenden Generation eine klare Zugehörigkeitsperspektive geboten.“ Mehr zum Thema in dieser Ausgabe. Ihre Redaktion BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 01.12.2011. Redaktionsschluss für die Dezember-Ausgabe (Nr. 85) ist der 25.11.2011. IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum des Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen 1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, IntMig 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 90172320, Martina Gembus, IntMig B 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html. 01.11.2011 [1.636 | Jahrgang 28] November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 2 __________________________________________________________________________ Integrationsbeauftragter aktuell Noch bis zum 03.11.: Die Gedächtnisboxen - eine temporäre Ausstellung zur Berliner Route der Migration: Piening: 50 Jahre Anwerbeabkommen – ein guter Anlass für rechtliche Erleichterungen 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei“. Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums. Ab Seite - Bis 30.11.: Angekommen. 50 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei - 10.11., HDB, „Kreuzberger Gespräche´11“: Eine Zweckehe feiert goldene Hochzeit50 Jahre Anwerbeverträge zwischen Deutschland und der Türkei - Bis 14.11., Ausstellung: "Geteilte Heimat – 50 Jahre Migration aus der Türkei" - Vorschau, ab 28.01.2012. Kreuzberg Museum: ortsgespräche. stadt - migration - geschichte: EUROCITIES-Projektgruppe zur Einbeziehung von Roma Start der Kampagne gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung Aus dem Landespressedienst Einschulungsuntersuchungen – Zöllner sieht sich bestätigt durch positive Sprachentwicklung bei KitaKindern „Hand in Hand gegen Gewalt – Berliner Moscheen und die Alevitische Gemeinde zu Berlin setzen ein Zeichen!“ Bildungs- und Teilhabepaket: Elternbriefe auf Arabisch und Türkisch Berliner Gedenktafel für Mark Twain Wowereit trifft türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül Mehr Migranten werden Lehrer Geschichtswerkstatt für Zuwanderinnen und Zuwanderer „Globales Lernen“ an Berliner Schulen Minisprachkurse für Berliner Grundschulkinder Neue Broschüre erschienen: „Jeder Abschluss mit Anschluss“ Informationen zu beruflichen Bildungswegen an Oberstufenzentren Broschüre „Schulbeginn 2012“ erschienen. Ein Ratgeber für Eltern der Schulanfänger Berliner Künstlerinnenprogramm: Stipendien und Projektmittel für Filmvorhaben für 2012 Ausgeschrieben. Bewerbungsschluss: 07.12.2011 Anfragen an den Senat „Rot-rote Integrationsverweigerung?“ (Link) und weitere Anfragen ab Seite Aus Europa, Bund und Ländern Berliner Europaportal und Europa-Newsletter 4.132 Asylanträge im September 2011: Hauptherkunftsland ist Afghanistan Der Europarat entwickelt Leitlinien zur Bekämpfung des Antiziganismus Städte und die Integration der Roma: Stellungnahme von EUROCITIES zur lokalen Dimension des EU-Rahmens für nationale Strategien zur Integration der Roma Migrantenkinder, Frauen, frühkindliche Betreuung: In Deutschland schlummern noch viele ungenutzte Potentiale Initiativen Ausschreibung zur Integration junger Migranten: Fördermittel bis zu 5000,- € möglich Frist: 15.01.2012 Pädagogisch wertvoll: Theaterstück "Der Müllvollberg“. Deutsch/türkische Auftritte buchbar Workshops/ Tagungen 03.11., Kiezkongress 2011: Schöneberg ist Leben. Leben ist Vielfalt. .....................18 11.11.,Internationales Symposium: Was heißt denn hier Zigeuner? Bild und Selbstbild von Europas größter Minderheit. Anmeldung bis 03.11.2011 .....................18 16.11.; Podiumsdiskussion um das Thema: „Afrikanische und weitere AkademikerInnen in Berlin: Gleiche Integrationschancen mit gleichem Abschluss?“ .....................19 26.11.,: Zweiter entwicklungspolitischer Fachtag. „Diaspora - Migration – Entwicklung “ .....................19 ______________________________________________________________________________________________________ 29.11.: Fachtagung. Bildungsfragen in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland Anmeldefrist: 15.11.2011 .....................20 .......................4 .......................5 .......................5 .......................5 .......................6 .......................6 .......................6 .......................7 .......................7 .......................8 .......................9 .......................9 .......................9 .....................10 .....................10 .....................11 .....................11 .....................12 .....................12 .....................12 .....................13 .....................13 .....................14 .....................14 .....................14 .....................15 .....................16 .....................17 .....................17 November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 3 __________________________________________________________________________ Qualifizierungen/ Infos zur Berufsfindung Ab 14.11., LIFE e.V.: Weiterbildung für Akademikerinnen aus allen Kulturen. Bewerbungsschluss: 02.11.2011 FCZB, letzte Gelegenheit: Auslandspraktikum für arbeitslose Akademikerinnen Infotermin: 03.11.2011 (14-16 Uhr), Start: 24.11.2011 14.-15.11., Arbeitsagentur: JobAktiv. Die Messe mit dem Schwerpunkt Migration 18.11., iaf-Seminar: Grundlagen des Internationalen Familienrechts 26.11.: Türkei – von der Spree an den Bosporus. Auslandsvermittlungstag der ZAV 30.11.-02.12.: Online Educa Berlin 2011. 17. Internationale Konferenz für technologisch gestützte Aus- und Weiterbildung Aus Projekten und Vereinen Seit 03.10.: Deutsch-vietnamesische Sprachschule im Dong Xuan Center 15.11., TUH e.V.: Abschlusspräsentation des Projektes „FitMi“. Anmeldung bis: 10.11.2011 Deutscher Multimediapreis: Nominierung der WdK-Produktion „Kiez der Kinder Bayouma-Haus der AWO: Programm November 2011 Babel e.V.: Programm November 2011 Veranstaltungen Wochenend-Tipp: Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven Bis 17.11.: 9. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs Ab 02.11., Ausstellung: Europa-Kind + Europa-Schule 09.-13.11.: Import Shop Berlin. In fünf Tagen um die ganze Welt Ab 16.11.: CrossKultur 2011. Kulturreihe in Tempelhof-Schöneberg 22./23.11., Dokumentarfilm: Aber das Leben geht weiter. Ein bewegender Film über Vertreibung und Verlust der Heimat aus dem Blickwinkel betroffener Frauen 24.11. im HÎNBÛN, Buchvorstellung: "Folter und Haft in der Türkei" von Mehmet Desde 25.11., WdK: Migration Music - Dr. Bajan in der Werkstatt der Kulturen Veröffentlichungen/ Internet-Tipps „50 Jahre Migration aus der Türkei“: Internet-Präsentation nun online verfügbar berlinturk.de: Deutsch-türkisches Nachrichtenportal aus Berlin University of California: Multicultural German Project Zenith: Zeitschrift für den Orient Jetzt als Broschüre: Gleichbehandlung ist Ihr gutes Recht! Ein Landesantidiskriminierungsgesetz für Berlin Neues Fotobuch: Die Deutschen Vietnamesen Studie des Deutschen Orient-Instituts: Der Arabische Frühling – Auslöser, Verlauf, Ausblick Orient- und Islamforschung an deutschen Universitäten. Eine Bestandsaufnahme Mein neuer Arbeitsplatz - 100 Fragen und 100 Antworten. Edition an der Spree – Neuerscheinungen von Özdemir Başargan RAA: Der Interkulturelle Kalender 2011/12 ist erschienen! ....................32 ....................32 ....................32 ....................33 ....................33 ....................33 ....................34 ....................34 ....................35 ....................35 ....................35 ...….........….28 ...….........….29 ...….........….29 ...….........….30 ...….........….30 ...….........….31 ...….........….31 ...….........….32 ...….........….24 ...….........….24 ...….........….25 ...….........….26 ...….........….27 ...….........….22 ...….........….22 ...….........….23 ...….........….23 ...….........….24 ...….........….24 ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 4 __________________________________________________________________________ Die inhaltlichen Recherchen wurden vorrangig von Studierenden der HU und der FU im Rahmen von zweisemestrigen Projekten durchgeführt. Mit Fotos, Videos und Dokumenten lassen die Gedächtnisboxen innen und außen Geschichten und die Geschichte der Standorte lebendig werden:  die Box auf dem Tempelhofer Feld erinnert an die Zwangsarbeiter während der Nazizeit und daran, dass Tempelhof in den sechziger und siebziger Jahren für die Einwanderinnen und Einwanderer das Tor nach Westberlin war.  die Box am Halleschen Tor erinnert an die Geschichte der Migrationskontrolle, u.a. auch an die 90er Jahre, als hier lange Schlangen von Jugoslawien-Flüchtlingen für ihre Papiere anstanden.  die Box auf dem Oranienplatz zeigt Individualund Familienporträts von Einwanderern des Kreuzberger Fotostudios Mathesie und den Film Mauern 2.0.  die Box am Ostbahnhof zeigt die Geschichte der Migration nach Berlin im Spiegel der Literatur. Die Gedächtnisboxen wollen beides sein: Ausstellungsorte und massive Marken im Stadtbild, die die bislang wenig erzählten Geschichten der Einwanderung in den Blick rücken. Dazu die Ausstellungsmacherin Çağla İlk, die das künstlerische Konzept verantwortet: Migration ist nicht nur historisch, sondern auch künstlerisch ein überaus interessantes Thema. Die Brüche und die Vielschichtigkeit städtischer Geschichte und urbanen Lebens kann man nur verstehen, wenn man die tiefe Prägung Berlins durch die allgegenwärtige und schon immer vorhandene Präsenz von Migranten erfasst. Die Stadt ist nur durch Migration geworden, was sie ist: eine dynamische, kulturell vibrierende europäische Metropole. Die Gedächtnisboxen und die Berliner Route der Migration werden unterstützt durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie, Berlin Partner und Berlins Beauftragten für Integration und Migration, Günter Piening, der auch den Steuerungskreis zur Route der Migration leitet. Piening: "Nur wenige Entwicklungen haben Berlin so geprägt wie die Einwanderung. Aber es gibt nur wenige sichtbare und markierte Erinnerungsorte. Die Route der Migration will diese Leerstelle füllen, über diese Orte informieren und sie im Stadtbild sichtbar machen. Die Boxen sind temporär, aber die Erinnerungen sollen als dauerhafte Zeichen bleiben. Daher werden in den kommenden Jahren Informationen im Internet, deutliche Kennzeichnungen der Orte, Stadtspaziergänge und spezielle Bildungsmodule für Schulen diese Berliner Geschichte wieder lebendig machen." Öffnungszeiten: Di-So: 11.00-17.30 Uhr Gruppenführungen: auf Anfrage E-Mail-Kontakt: ohliger@network-migration.org Integrationsbeauftragter aktuell Noch bis zum 03.11.: Die Gedächtnisboxen - eine temporäre Ausstellung zur Berliner Route der Migration: WUCHTIGE WEGMARKEN ZUR BERLINER EINWANDERUNGSGESCHICHTE Ein Ausstellungs-Container der Route der Migration auf dem Tempelhofer Feld (Foto: Integrationsbeauftragter) Der Monat Oktober stand in Berlin im Zeichen des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens mit der Türkei, das als die Geburtsstunde des deutsch-türkischen Berlins gelten kann. Einen besonderen Beitrag leistet dazu das Bündnis "Berliner Route der Migration": Am Ostbahnhof, am Oranienplatz, am Halleschen Tor und auf dem Tempelhofer Feld sind noch bis Anfang November vier knallrot lackierte Groß-Container aufgestellt, die über Hintergründe und Geschichten zur Einwanderung berichten. Rainer Ohliger vom Netzwerk Migration in Europa, der das Ausstellungsprojekt koordiniert: „Die Route der Migration schreibt die Migration in die Stadtgeschichte ein. Sie erinnert daran, dass die Geschichte Berlins ohne Zuwanderung nicht vorstellbar ist. Diesen Erinnerungsschatz gilt es oft aber noch zu heben und im kollektiven Gedächtnis zu verankern. Wir möchten mit den Ausstellungen im Stadtraum einen Beitrag leisten, die Identität der Stadt als Einwanderungsstadt zu beleuchten. Interessierte Besucher, ob Berliner seit Generation, Zugewanderte oder Touristen, sind herzlich eingeladen, die Ausstellungen in den nächsten vier Wochen zu besuchen.“ ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 5 __________________________________________________________________________ Einen Überblick über das Gesamtvorhaben bietet das vom Berliner Integrationsbeauftragten herausgegebene Buch: "Stadt ist Migration. Die Berliner Route der Migration - Grundlagen, Kommentare, Skizzen". Die Veröffentlichung gibt es beim Integrationsbeauftragten und ist kostenlos auf der Seite http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/dokus/index .html herunterzuladen. E-Mail: info@route-der-migration.de Internet: http://www.route-der-migration.de/ seine „türkischen Seiten“ auf, betont Piening: „Dort sind viele, viele kleine Geschichten vom Ankommen in der deutschen Gesellschaft zu lesen und zu hören, vom oft mühevollen Aufstieg, von Ablehnung und Anerkennung. Sie alle erzählen auch davon, wie aus Berlin eine moderne Metropole geworden ist, die gerade wegen ihrer Vielfalt so attraktiv ist für ihre Bewohner/innen und Besucher gleichermaßen“. ein guter Anlass für rechtliche Erleichterungen Am vergangenen Wochenende (30.10.2011) jährte sich ein wichtiges Datum, quasi das Gründungsjahr des heutigen türkischen Berlin. Am Sonntag war es genau 50 Jahre her, dass die Bundesrepublik Deutschland mit der Regierung der Türkischen Republik ein Abkommen über die „Anwerbung und Vermittlung ausländischer Arbeitnehmer“ abschloss. Viele Veranstaltungen erinnern in diesem Jahr an dieses Datum und wie die Arbeitskräfte aus der Türkei die Wirtschaft Berlins nach dem Mauerbau in Gang hielten. Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening hat zum Jubiläum das Internetportal „Berlin sagt danke“ eingerichtet. Unter http://www.berlinsagtdanke.de bietet es einen Überblick über die Zeit der Anwerbung und die Anfänge der Einwanderung aus der Türkei. Der Integrationsbeauftragte sieht in den zahlreichen Veranstaltungen rund um den Jahrestag eine Gelegenheit, vor allem die vielen gewachsenen Verbindungen zwischen Deutschen und Türkeistämmigen in den Mittelpunkt zu stellen. Piening: „Die Veranstaltungen tragen dazu bei, die Irritationen der letzten Zeit aus dem Weg zu räumen und die Wunden, die die SarrazinDebatten geschlagen haben, zu heilen. Meine Hoffnung ist, dass dieses Klima von Wertschätzung und Anerkennung der Leistungen der Einwanderinnen und Einwanderer aus der Türkei auch nach den Jubiläumsveranstaltungen den Tonfall in der integrationspolitischen Debatte prägen wird. Dadurch stärken wir das gemeinsame Fundament und die Zusammengehörigkeit. Das Jubiläum könnte auch ein guter Anlass sein, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu modernisieren. Dazu gehört die Einführung der Visafreiheit für die Türkei und die vereinfachte Hinnahme von Mehrstaatigkeit. Durch die Abschaffung der Optionsregelung würde gerade der heranwachsenden Generation eine klare Zugehörigkeitsperspektive geboten.“ 50 Jahre nach dem Anwerbeabkommen schlägt Berlin mit dem Internetportal http://www.berlinsagtdanke.de/ 50 JAHRE ANWERBEABKOMMEN – „50 JAHRE ANWERBEABKOMMEN MIT DER TÜRKEI“ Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums bis 30.11.: ANGEKOMMEN 50 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei Filmreihe, Podiumsdiskussion, Konferenz 50 Jahre nach dem Anwerbeabkommen mit der Türkei ist die Bundesrepublik in der Realität eines Einwanderungslandes angekommen. Menschen türkischer Herkunft sind heute fester Bestandteil der Gesellschaft. Sie haben das Alltagsleben in vielen Bereichen verändert und spielen eine wachsende Rolle im öffentlichen Leben. Auch sie sind angekommen. Trotz aller Probleme und Abgrenzungen ist die türkische Einwanderung unter dem Strich eine Erfolgsgeschichte. Allerdings sind die Erfolge nicht auf alle Zeit verbürgt – ungelöste Probleme führen zu gegenseitiger Entfremdung, aber auch zu selbstbewusster Konfliktbereitschaft. Wir wollen deshalb ein halbes Jahrhundert nach Inkrafttreten des Anwerbeabkommens Bilanz ziehen und den Blick nach vorn richten: Welche Lehren können wir aus der Geschichte der Einwanderung nach Deutschland für die Zukunft ziehen? Weitere Informationen im Internet unter: http://www.migration-boell.de/web/integration/47_reiheanwerbeabkommen.asp Heinrich-Böll-Stiftung Schumannstraße 8 10117 Berlin Tel.: (030) 285 34-0 Internet: http://www.boell.de ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 6 __________________________________________________________________________ 10.11., HDB, „Kreuzberger Gespräche´11“: Kontakt HDB • Progressive Volkseinheit der Türkei in Berlin e.V. Halkçı Devrimci Birliği Berlin Mitglied in HDF- Föderation der Volksvereine türkischer Sozialdemokraten Alte Jakobstr. 12 10969 Berlin Tel.: 030–614 7552 Fax: 030–616 56 385 E-Mail: info@hdb-berlin.de Internet: http://www.hdb-berlin.de EINE ZWECKEHE FEIERT GOLDENE HOCHZEIT- 50 Jahre Anwerbeverträge zwischen Deutschland und der Türkei „Wo ist eigentlich Niyazi aus der Naunynstraße geblieben? Von der Gastarbeiterkultur zur postmigrantischen Kultur“ Donnerstag, den 10. November 2011, 19.00 Uhr im AWO Café Oranienstraße 69 10969 Berlin-Kreuzberg Mit  Mutlu Ergün, Mit-Herausgeber und Redakteur des Kultur- und Gesellschaftsmagazins „Freitext“  Şirin Sak, Redakteurin/Moderatorin beim deutsch-türkischen Radiosender Metropol FM  Peter Sauerbaum, ab 1977 persönlicher Referent des Berliner Senators für Kulturelle Angelegenheiten/Ab 1981 in derselben Senatsverwaltung als Referatsleiter u.a. zuständig für Dezentrale Kulturarbeit und Kulturelle Integration für Ausländer/seit Spielzeit 2006/07 Intendant des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt Bis 14.11., Ausstellung: "GETEILTE HEIMAT – Bis 14.11.2011 50 Jahre Migration aus der Türkei" DOMiD, Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V., zeigt im Deutschen Historischen Museum (im Schlüterhof) in BERLIN eine Ausstellung zum Thema "50 Jahre Migration aus der Türkei". Ort: Deutsches Historisches Museum Schlüterhof Unter den Linden 2 10117 Berlin Infos unter: http://www.50jahre-migrationtuerkei.de/veranstaltungskalender/details/9-# Moderation: Alke Wierth (taz) und Ahmet İyidirli (HDB) Im Laufe der letzten 50 Jahre hat sich die Gastarbeiterkultur unter dem Einfluss gesellschaftlicher, sozialer und politischer Ereignisse vom Importprodukt aus der türkischen Heimat zu einer eigenständigen Bewegung entwickelt: die sogenannte postmigrantische Kultur. Wir wollen über folgende Themen diskutieren:  Was ist heute anders? Förderung von KulturProjekten ? Welches Image hat Türkisch als Kultursprache? Wer ist eigentlich Zielgruppe ?  Sind die Themen, die sich nicht über den Kiez hinaus entwickeln, ein Problem oder nicht gerade eine Chance das postmigrantische Theater z.B. als Quelle für neue Perspektiven zu nutzen in der festgefahrenen Debatte über Einwanderung? Wir freuen uns auf eine rege Diskussion und zahlreiche Teilnehmer. Diese Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Programms „Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ mit freundlicher Unterstützung des Senatsbeauftragten für Integration und Migration durchgeführt. Vorschau, ab 28.01.2012 Ausstellung im Kreuzberg Museum: ORTSGESPRÄCHE stadt - migration - geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor Eröffnung zur „Langen Nacht der Museen“ am Sonnabend, 28. Januar 2012, 19:00 Uhr Im Herbst 2011 jährt sich das Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften aus der Türkei in die Bundesrepublik Deutschland zum 50. Mal. Aus diesem Anlass eröffnet das Kreuzberg Museum seine neue Dauerausstellung zur Geschichte des Bezirks FriedrichshainKreuzberg. Auf zwei Etagen wird gezeigt, dass Stadtgeschichte immer auch Migrationsgeschichte ist. In der zweiten Etage des Museums werden sechs Orte vorgestellt:  der Görlitzer Park, ehemals Görlitzer Bahnhof; ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 7 __________________________________________________________________________     der Mariannenplatz; das Krankenhaus Am Urban; die Samariterkirche; die Oberbaum-City, ehemals Glühlampenwerk Narva bzw. Osram  sowie die heutige Karl-Marx-Allee Eine erste unter der Mitarbeit des Büros des Integrationsbeauftragten des Senats entworfene Erklärung der Task Force ist von EUROCITIES verabschiedet und veröffentlicht worden: http://www.eurocities.eu/icdocuments/EUROCITIES%2 0Stellungnahme%20Roma%20Integration_DE_fin.pdf. Die Projektgruppe traf sich auf Einladung des Büros des Integrationsbeauftragten des Senats vom 24. bis 26. Oktober 2011 zu einem Expertenaustausch (Peer Review) in Berlin. Berlin wird gemeinsam mit mehreren nichtstaatlichen Organisationen seine Maßnahmen und Projekte zur Einbeziehung von Roma vorstellen. Hierbei geht es insbesondere um den Bereich Beschulung von RomaKindern und –Jugendlichen und die Erfahrungen mit sogenannten Roma-Schulmediatoren der RAA Berlin: http://www.raa-berlin.de/Neu2011/Roma-MediatorenProjekt.html Kontakt: Frau Tomaske Büro des Beauftragten des Senats für Integration und Migration Telefon: (917) 23 56 E-Mail: Edith.Tomaske@IntMig.Berlin.de Anhand von historischen Dokumenten, Fotos, Karten, dreidimensionalen Exponaten und Filminterviews mit ZeitzeugInnen unterschiedlicher Herkunft wird die Geschichte dieser Orte in ihrer Vielschichtigkeit und Vielstimmigkeit lebendig. In der dritten Etage lädt ein begehbarer Stadtplan von Friedrichshain-Kreuzberg die BesucherInnen dazu ein, den Stadtspaziergängen von rund zwanzig KreuzbergerInnen und FriedrichshainerInnen zu folgen. Per Audioguide lauschen sie den persönlichen Erinnerungen und Assoziationen dieser StadtspaziergängerInnen zu bekannten, aber auch unspektakulären Orten im Bezirk. Die Ausstellung wird von Frauke Miera und Lorraine Bluche kuratiert und von Çağla Ilk gestaltet. Sie wird maßgeblich unterstützt durch einen Beirat aus historisch, sozial, politisch oder kulturell interessierten KreuzbergerInnen und FriedrichshainerInnen sowie von einem starken Team von ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und den MuseumsmitarbeiterInnen. Es spricht: Günter Piening, Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration Das Projekt wird vom Hauptstadtkulturfonds sowie aus dem Zweckertrag der Lotterie »PS-Sparen und Gewinnen« gefördert. Kooperationspartner ist das Stadtmuseum Berlin. Weitere Informationen: http://www.kreuzbergmuseum.de/index.php?id=164 START DER KAMPAGNE GEGEN MENSCHENHANDEL ZUM ZWECK DER ARBEITSAUSBEUTUNG „Was weißt Du über Menschenhandel und Arbeitsausbeutung in Deutschland?“ Unter diesem Motto startet das Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM) eine Kampagne, um die Öffentlichkeit für das Problem zu sensibilisieren und auf Hilfsangebote für Betroffene hinzuweisen. Herzstück der Kampagne ist ein Filmclip, der auf die fehlende Sichtbarkeit von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung hinweist: Die Hausangestellte, der Koch in der Restaurantküche, der Bauarbeiter – fast schienen sie unsichtbar, beinahe hätten wir sie nicht gesehen. „Ob als Haushaltshilfe, in der Gastronomie oder auf dem Bau: Auch in Deutschland gibt es Menschen, deren Arbeitskraft ausgebeutet, deren Zwangslagen und Hilflosigkeit ausgenutzt werden und die falschen Versprechungen zum Opfer fallen. Und was weißt Du über Menschenhandel und Arbeitsausbeutung?“ heißt es am Ende des Clips, der in Berlin auch in den Kinos der Yorck-Gruppe und im „Berliner Fenster“ der U-Bahn gezeigt wird. Und in den Berliner Straßen greifen Plakate das gleiche Thema auf. EUROCITIES-PROJEKTGRUPPE ZUR EINBEZIEHUNG VON ROMA Expertenaustausch vom 24.-26 Oktober 2011 in Berlin Durch die EU-Erweiterung und die damit verbundene Personenfreizügigkeit ist die Einbeziehung von Roma aktuell und zu einem wichtigen Thema in europäischen Gremien (der EU und des Europarates) geworden. EUROCITIES hat im Herbst 2010 eine sogenannte Task Force on Roma Inclusion gebildet, die unter der Federführung von Gent Empfehlungen erarbeitet, wie Städte ihre Dienstleistungen und Angebote für die ethnische Minderheit der Roma öffnen können. Die RomaProjektgruppe setzt sich vergleichend mit den angeboHinsehen hilft zu helfen! Wer Hilfe braucht oder wer tenen Maßnahmen der jeweils anderen Städte auseieinen Verdacht hat, dass jemand Hilfe brauchen könnnander, um herauszufinden, welche Maßnahmen sinnte, kann sich auf der neu überarbeiteten Website des voll und effizient sind. ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 8 __________________________________________________________________________ BBGM informieren unter gegen-menschenhandel.de. Hier finden sich      Informationsflyer über die Rechte von ArbeitnehmerInnen und die wichtigsten Anlaufstellen in 14 Sprachen, eine Übersicht über Anlaufstellen und Beratungsangebote (deutsch und englisch) branchenspezifische Indikatorenlisten für die bessere Identifizierung von Menschenhandel und Arbeitsausbeutung (nur deutsch), oft gestellte Fragen, etwa über die Bedeutung des Begriffs Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung, sowie konkrete Fallbeschreibungen. Aus dem Landespressedienst Pressemitteilung vom 31.08.2011, 13:50 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Zöllner sieht sich bestätigt durch positive Sprachentwicklung bei Kita-Kindern EINSCHULUNGSUNTERSUCHUNGEN – Zum Auftakt der Kampagne am 7. Oktober veranstaltete das BBGM gemeinsam mit dem DGB Bezirk BerlinBrandenburg eine Tagung zum Thema „Extreme Arbeitsausbeutung von WanderarbeitnehmerInnen – aktuelle Entwicklungen in Politik und Praxis“. Das Datum ist nicht zufällig gewählt: Der 7. Oktober ist der Welttag für menschenwürdige Arbeit. Es gibt wohl kaum eine Arbeit, die weniger menschenwürdig ist als die extreme Ausbeutung vieler Betroffener des Menschenhandels. Das BBGM ist ein Bündnis des DGB BerlinBrandenburg, der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales, der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Am 20.10.2011 wurde in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Übereinkommen des Europarats vom 16. Mai 2005 zur Bekämpfung des Menschenhandels behandelt: http://www.gegenmenschenhandel.de/index.php?option=com_content&view=article&id =115&Itemid=54&lang=de Kontakt International Organization for Migration (IOM) Wallstraße 69 10179 Berlin Herr Dr. Philipp Schwertmann Tel.: (030) 27 87 78 18 E-Mail: pschwertmann@iom.int Frau Marianne J. Hartmann Tel.: (030) 27 87 78 35 E-Mail: mhartmann(at)iom.int Internet: http://www.iom.int Bildungs- und Familiensenator Jürgen Zöllner sieht sich durch die positiven Ergebnisse bei den heute von der Gesundheitsverwaltung veröffentlichten Ergebnissen der Einschulungsuntersuchungen in seiner Kita-Politik bestätigt. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass längerer Kita-Besuch in Berlin zu signifikant besseren Sprachkenntnissen führt, auch und gerade bei Kindern nichtdeutscher Herkunft. Von 2006 bis 2011 hat Berlin den finanziellen Aufwand für die Kitas von 733 auf 978 Mio. Euro erhöht und die Zahl der Kita-Plätze wurde von 107.000 auf 123.000 im Jahr 2010 erhöht. Die drei letzten Kita-Jahre sind seit dieser Legislaturperiode beitragsfrei, so dass der Besuch einer Kita nicht mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängt. „Die hohen Investitionen in die frühkindliche Bildung haben sich gelohnt – und sie sind Ansporn für den weiteren Ausbau des Kita-Angebots in Berlin. Die Kita-Bilanz kann sich sehen lassen“, erklärt Zöllner. Die Gesundheitsverwaltung hatte darauf hingewiesen, dass zunehmend auch Kinder aus Familien türkischer, arabischer und osteuropäischer Herkunft vor der Einschulung länger als zwei Jahre eine Kita besuchen. Der Anteil der Kinder mit mehr als zwei Jahren Kita-Besuch liegt 2010 bei 88 Prozent. Verfügte 2005 nur gut die Hälfte der Kinder nichtdeutscher Herkunft über gute oder sehr gute Deutschkenntnisse (55 Prozent), waren es nach den Resultaten der Einschulungsuntersuchungen 2010 mehr als zwei Drittel (68 Prozent). Dagegen hat sich der Anteil der Kinder mit nicht oder kaum vorhandenen Deutschkenntnissen mehr als halbiert (2005: 16 Prozent, 2010: 7 Prozent). Besonders deutlich fällt diese Verbesserung in den Bezirken Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte aus. Redaktion: Christian Walther ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 9 __________________________________________________________________________ Pressemitteilung vom 06.09.2011, 11:30 Uhr Senatsverwaltung für Inneres und Sport Landeskommission Berlin gegen Gewalt unterstützt Aktionswoche: ELTERNBRIEFE AUF ARABISCH UND TÜRKISCH Seit Beginn des neuen Schuljahres liegen die Elternbriefe der Senatsverwaltung für Bildung auch in türkischer und arabischer Sprache vor. Sie sind Schulen und Kita-Trägern von der Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, Claudia Zinke, mit der Bitte übersandt worden, sie an die Eltern weiterzuleiten. Damit soll erreicht werden, dass Eltern, die selbst der deutschen Sprache nicht mächtig sind, ihre Kinder in vollem Umfang an den schulischen und vorschulischen Angeboten teilhaben lassen. Ergänzend sind die Briefe auch in das Internet eingestellt. Die Texte für Kita-Eltern: http://www.berlin.de/imperia/md/content/senbwf/bildungspaket/merkblatt_eltern_kita_tuerkisch.pdf? start&ts=1314108860&file=merkblatt_eltern_kita_tuerki sch.pdf http://www.berlin.de/imperia/md/content/senbwf/bildungspaket/merkblatt_eltern_kita_arabisch.pdf?s tart&ts=1314108986&file=merkblatt_eltern_kita_arabisc h.pdf Die Texte für Eltern von Schülerinnen und Schülern: http://www.berlin.de/imperia/md/content/senbwf/bildungspaket/bildungspaket_elterninfo_neu_tuerk. pdf?start&ts=1314109271&file=bildungspaket_elterninf o_neu_tuerk.pdf http://www.berlin.de/imperia/md/content/senbwf/bildungspaket/bildungspaket_elterninfo_neu_arab. pdf?start&ts=1314109495&file=bildungspaket_elterninf o_neu_arab.pdf Redaktion: Christian Walther „HAND IN HAND GEGEN GEWALT – Berliner Moscheen und die Alevitische Gemeinde zu Berlin setzen ein Zeichen!“ Mehr als 40 Berliner Moscheen, Vereine und die Alevitische Gemeinde zu Berlin setzen im Rahmen einer Aktionswoche vom 9. bis zum 15. September 2011 ein Zeichen gegen Gewalt. Den Auftakt bilden Freitagspredigten am 9. September in vielen Berliner Moscheen zum Thema Gewalt. Es folgen zahlreiche Veranstaltungen in verschiedenen Berliner Bezirken, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas auseinandersetzen. Angesprochen werden Berliner Muslime und Nicht-Muslime. Die Aktionswoche findet unter der Schirmherrschaft des Senators für Inneres und Sport, Dr. Ehrhart Körting, statt. Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel, erklärt dazu: „Zahlreiche Berliner Moscheen, muslimische Verbände und Vereine sowie die Alevitische Gemeinde zu Berlin haben Anfang dieses Jahres im Rahmen eines Dialoges mit der Landeskommission Berlin gegen Gewalt entschieden, eine Aktionswoche gegen Gewalt durchzuführen. Sie machen damit deutlich, dass sie sich für ein friedvolles Miteinander in Berlin engagieren und senden ein entsprechendes Signal nicht nur an die Mitglieder ihrer Gemeinden, sondern an alle Berlinerinnen und Berliner. Für die Gewaltprävention in Berlin sind solche Zeichen von großer Bedeutung, denn sie kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn sie von Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen getragen wird. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Landeskommission Berlin gegen Gewalt die Aktionswoche ‚Hand in Hand gegen Gewalt’. Ich bin überzeugt, dass von ihr wichtige Impulse für die Kooperation im Bereich der Gewaltprävention und für deren Weiterentwicklung in Berlin ausgehen werden.“ Weitere Informationen in der Pressemeldung der Veranstalter zur Aktionswoche vom 5.09.2011 und unter: http://www.handinhand-gegen-gewalt.de Kontakt: Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt Klosterstraße 47 10179 Berlin Internet: http://www.berlin-gegen-gewalt.de Pressemitteilung vom 08.09.2011, 08:25 Uhr Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten BERLINER GEDENKTAFEL FÜR MARK TWAIN Kulturstaatssekretär André Schmitz und der Literaturkritiker Prof. Hellmuth Karasek, enthüllen am Mittwoch, den 14. September 2011, um 11 Uhr in der Körnerstraße 7, 10785 Berlin-Tiergarten eine Gedenktafel für den Schriftsteller und Journalisten Mark Twain an seinem ehemaligen Wohnhaus. André Schmitz: „Als im vergangenen Jahr in der ganzen Welt des hundertsten Todestages von Mark Twain gedacht wurde, haben wir zu unserer Überraschung festgestellt, dass auch er ein Berliner war. Er kam zusammen mit Frau und Töchtern auf seiner dritten Europareise im Winter 1891 nach Berlin. Das Berliner Adressbuch verzeichnet Mark Twain unter seinem bürgerlichen Namen „Samuel Langhorn Clemens, Privatier“. In einer Glosse bezeichnet Twain sein erstes Quartier in der Körnerstraße als ein „Paradies der Lumpen- Pressemitteilung vom 05.09.2011, 15:55 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Bildungs- und Teilhabepaket: ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 10 __________________________________________________________________________ sammler“. Das Haus wurde 1902 abgerissen und durch ein Postamt ersetzt, das nun seine Berliner Gedenktafel tragen wird. Die Familie Twain zog später in ein vornehmes Hotel nahe dem Brandenburger Tor. Twain hatte viel freundlichen Spott übrig für eine Stadt, die ihm bei jedem seiner Besuche mehr ans Herz wuchs. Seine geliebte Tochter durfte bleiben, um in Berlin Musik zu studieren. Allerdings gegen das Versprechen, keinen preußischen Militär zu ehelichen. Sie hielt ihr Versprechen und heirate stattdessen einen russischen Pianisten.“ Rückfragen: Dr. Torsten Wöhlert, Telefon: 90 228 203 zur Zusammenarbeit von Lehrkräften und Schülern mit Migrationshintergrund zur Bewerbung des Lehrerberufs. Mit dem Programm sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des im Juni 2011 erstmals erfolgreich durchgeführten Schülercampus’ auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss der Lehrerausbildung begleitet werden. Von jetzt an bis März 2012 werden die sogenannten Mentees von Mitgliedern des Netzwerks bei der Berufswahl und durch die Lehrerausbildung hindurch begleitet. „Lehrkräfte mit Migrationshintergrund sind Vorbilder gelungener Integration, ihr Beispiel ermutigt Kinder und Jugendliche, einen guten Bildungsabschluss zu erwerben. Dieses für Berlin so wertvolle Potenzial interkultureller und mehrsprachiger Kompetenz darf nicht ungenutzt bleiben. Auch in Berliner Lehrerzimmern müssen sich Menschen aus über 180 Nationen, die bei uns leben, wiederfinden. Berlin freut sich auf junge Menschen, die die verantwortungsvolle Aufgabe Bildung und Schulentwicklung als positive Zukunftsperspektive für sich begreifen und bereit sind, aktiv an diesen Entwicklungen teilzuhaben. So freue ich mich, dass mit dem heute anlaufenden Mentoring-Programm das Angebot zur Orientierung am Lehrerberuf maßgeblich erweitert wird und wir damit in Berlin einzigartig sind“, so Bildungsstaatsekretärin Claudia Zinke. Lehrkräfte mit Migrationshintergrund übernehmen dank ihrer interkulturellen Kompetenzen oft die Vermittlerrolle zwischen Schule und Eltern, da sie auf Grund ihrer Sprachkompetenz einen erleichterten Zugang zu den Familien haben. Die Mentoren haben heute schon mit ihren Mentees in einer ersten Sitzung Terminabsprachen getroffen sowie über die Ziele, Organisation und Vorstellung des eigenen beruflichen Werdegangs gesprochen. Während der Programmlaufzeit treffen sich die Mentoren mindestens zweimal im Monat mit ihren Mentees. Die Mentees sollen den Alltag in der Schule und in Universitäten im Rahmen von Hospitationen kennenlernen sowie an der Unterrichtsvorbereitung mitwirken können. In zusätzlichen Veranstaltungen werden Fragen zur Lehrerbildung und zum Unterricht, zum Lehrerberuf, zum Studium oder allgemeine Bildungsfragen geklärt. Die Mentoren durchlaufen bereits seit März 2011 eine einjährige bundesweit einzigartige Weiterbildung, die zertifiziert und als Personalentwicklungsmaßnahme anerkannt wird. Ihre Aufgabe ist es, die Chancen und Herausforderungen des anspruchsvollen Lehrerberufs den interessierten Lehreranwärtern aufzuzeigen. Das Mentoring-Programm ist ein Angebot des Berliner Netzwerks für junge Lehrkräfte mit Migrationshintergrund, das im September 2010 mit seine Arbeit startete. Es berät, unterstützt und begleitet seitdem junge Menschen mit Migrationshintergrund gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Pressemitteilung vom 15.09.2011, 11:55 Uhr Presse- und Informationsamt des Landes Berlin WOWEREIT TRIFFT TÜRKISCHEN STAATSPRÄSIDENTEN ABDULLAH GÜL Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit trifft sich am kommenden Montag mit dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül, der im Rahmen eines Staatsbesuchs in der deutschen Hauptstadt weilt. Wowereit wird den Gast durch das Brandenburger Tor führen. Gül wird sich im Berliner Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen. Wowereit: „Fünfzig Jahre nach dem Anwerbeabkommen von 1961 würdigen wir den Beitrag, den Zuwanderinnen und Zuwanderer aus der Türkei für Berlin erbracht haben. Wir haben ihnen viel zu verdanken: wirtschaftlich, kulturell, politisch und vor allem menschlich. Auch wenn noch nicht alle Hemmnisse in der Integration überwunden sein sollten: Die aus der Türkei zugewanderten Menschen sind zu einem selbstverständlichen Teil der deutschen Hauptstadt geworden. Sie haben das heutige Berlin mit aufgebaut und sie prägen unsere offene, vielfältige Stadt mit.“ Rückfragen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, Telefon: 9026-2411 Pressemitteilung vom 14.09.2011, 17:00 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Auftakt des Mentorings ersten Berliner MEHR MIGRANTEN WERDEN LEHRER MigraMENTOR- Mit einer Auftaktveranstaltung eröffnete heute Claudia Zinke, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, zusammen mit dem Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky, sowie dem Projektleiter MigraMENTOR von der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Stefan Kipf, das neue Mentoring-Programm ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 11 __________________________________________________________________________ Bucerius auf ihrem Weg in den Lehrerberuf. Im Vordergrund steht dabei nicht nur die Werbung für den Lehrerberuf, sondern die intensive Begleitung von der Schule übers Studium bis in den Vorbereitungsdienst. Begleitend wird sich das Netzwerk auch um den Aufbau einer Elternarbeit kümmern und Beiträge zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen in der Lehrerausund -fortbildung für alle Lehrkräfte entwickeln. Redaktion: Beate Stoffers Informationsveranstaltung: 28. September 2011, 15-18 Uhr im Auditorium des Pei-Baus Das Begleitmaterial wird unter folgendem Link zur Verfügung gestellt: http://www.dhm.de/ausstellungen/museumspaedagogik /staendigeausstellung/integrationskurse.html#integrationskurse Kontakt: Deutsches Historisches Museum Dr. Rudolf Trabold Tel.: (030) 20304-410 E-Mail: trabold@dhm.de Pressemitteilung vom 20.09.2011, 09:15 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Ein Gemeinschaftsprojekt der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin, der Volkshochschulen Mitte und Neukölln zusammen mit dem Deutschen Historischen Museum In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin und den Volkshochschulen Mitte und Neukölln erweitert das Deutsche Historische Museum sein museumspädagogisches Angebot für Zuwanderinnen und Zuwanderer. Von den beteiligten Institutionen wurde die Geschichtswerkstatt „In Deutschland – Staatsbürger sein“ entwickelt, die sich vor allem an Menschen richtet, die bereits länger in Deutschland leben oder sich auf die Einbürgerung vorbereiten. In der Geschichtswerkstatt erkunden die Teilnehmer/innen nach einer kurzen Führung selbstständig die Ausstellungsbereiche. Hierfür haben die Projektpartner ein Begleitmaterial zur ständigen Ausstellung entwickelt, das den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wird. Die Geschichtswerkstatt und das Begleitmaterial zur ständigen Ausstellung unterstützen die Teilnehmer/innen bei ihrer Vorbereitung auf den Einbürgerungstest. Darüber hinaus laden Themen wie „Selbstdefinition der Deutschen“, „Grenzziehungen und Entwicklung der Freiheits- und Bürgerrechte“ zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Differenzierte Aufgabenstellungen nehmen Rücksicht auf die unterschiedlichen Lernerfahrungen der Teilnehmer/innen und regen zum Nachfragen und zur Diskussion an. Bei einer Informationsveranstaltung am 28. September 2011 um 15:00 Uhr im Deutschen Historischen Museum können Kursleiter/innen in Integrationsmaßnahmen mehr über das neue Angebot erfahren. Die Veranstaltung eröffnen Prof. Dr. Alexander Koch (Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum) und Günter Piening (Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration). Das Angebot ist ab dem 29. September buchbar. GESCHICHTSWERKSTATT FÜR ZUWANDERINNEN UND ZUWANDERER Pressemitteilung vom 23.09.2011, 12:50 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung „GLOBALES LERNEN“ AN BERLINER SCHULEN Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Berliner entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) empfehlen 36 entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Berliner entwicklungspolitische Ratschlag haben auch im beginnenden Schuljahr 2011/2012 eine Liste veröffentlicht, mit der sie den Berliner Schulen 36 Nichtregierungsorganisationen (NRO), die Globales Lernen anbieten, zur Zusammenarbeit empfehlen. Damit stehen neben den bisherigen sieben weitere NRO auf der Empfehlungsliste. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: „Wir empfehlen den Schulen kompetente und vertrauenswürdige Nichtregierungsorganisationen. Damit erleichtern wir den Schulen den Zugang zu Kompetenzen und Lehrinhalten, die zur Orientierung in einer globalisierten Welt hilfreich und von Bedeutung sind.“ Globales Lernen müsse stärker in den schulischen Alltag integriert werden, so Alexander Schudy, Geschäftsführer des Berliner entwicklungspolitischen Ratschlags, dem Verband der Berliner entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen: „Ich hoffe daher, dass die Schulen die Empfehlungsliste und die Angebote der NRO nutzen.“ Ob es um die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung eines PCs in China, den Alltag eines Kindes in Sierra Leone oder um die Weltreise einer Jeans in den transnationalen Produktionsketten geht – Globales Lernen macht die Zusammenhänge in der Welt für Kinder und Jugendliche verständlich und motiviert sie zum Verstehen der eigenen Position sowie zum solidarischen Handeln in der Weltgesellschaft. Der BER und die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung hatten im Dezember 2008 eine „Rahmenvereinbarung zur Kooperation von Schule und Nichtregierungsorganisationen“ unterzeichnet. Die Liste konkretisiert diese Vereinbarung. Damit sollen vor ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 12 __________________________________________________________________________ allem auch die Ganztagsschulen leichte Kontaktmöglichkeiten zu außerschulischen Kooperationspartnern bekommen. Weitere berlin.de Informationen: http://www.globaleslernen- „JEDER ABSCHLUSS MIT ANSCHLUSS“ Informationen zu beruflichen Bildungswegen an Oberstufenzentren Die neue Broschüre „Jeder Abschluss mit Anschluss“ ist in einer Auflage von 30.000 Exemplaren erschienen und wird in den nächsten Tagen an die weiterführenden Berliner Schulen ausgeliefert. In dieser Broschüre wird auf anschauliche Weise gezeigt, welche beruflichen Bildungswege die Schülerinnen und Schüler am Übergang nach Klasse 10 einschlagen können. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler der Integrierten Sekundarschulen eröffnen die Berliner Oberstufenzentren vielfältige Perspektiven auf ihrem Weg in die Arbeits- und Hochschulwelt. Die Broschüre steht auch unter http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/sekunda rschule/ bzw. http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/beruflich e_bildung/ auf der Homepage der Senatsverwaltung zum Herunterladen bereit. Redaktion: Beate Stoffers Redaktion: Frank Schulenberg Pressemitteilung vom 27.09.2011, 15:25 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Zum zehnten Europäischen Tag der Sprachen – MINISPRACHKURSE FÜR BERLINER GRUNDSCHULKINDER Im Rahmen des zehnten Europäischen Tags der Sprachen konnten Berliner Grundschulkinder gestern in Bezirksbibliotheken und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin an zahlreichen Minisprachkursen teilnehmen und sich für das Erlernen von Fremdsprachen begeistern lassen. Unter dem Motto „Sprachen öffnen Türen“ fand 2001 das Jahr der Europäischen Sprachen statt mit dem Ziel Sprachenvielfalt zu fördern und deren Vorteile nahe zu bringen. Seitdem werden vom Europäischen Fremdsprachenzentrum des Europarates und der Europäischen Union jedes Jahr am 26. September in 45 europäischen Ländern Veranstaltungen organisiert, die diese Ziele verfolgen. In der Kinder- und Jugendbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin bot die griechische Kulturstiftung und die Botschaft Maltas gestern beispielsweise griechische und maltesische Sprachprogramme an. „Die Förderung der Sprachenvielfalt ist nicht nur ein europäisches Ziel, sondern auch ein besonderes Engagement einer multikulturellen Stadt, wie es Berlin ist. Es ist wichtig Kinder früh für das Erlernen von Fremdsprachen zu begeistern, um ein friedliches Miteinander und vor allem eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen“, so Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner. Der zehnte Europäische Tag der Sprachen wird in Berlin von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, der Gemeinschaft der Europäischen Kulturinstitute (EUNIC Berlin), der Zentral- und Landesbibliothek Berlin sowie zwanzig Bezirksbibliotheken gemeinsam veranstaltet. Redaktion: Beate Stoffers Pressemitteilung vom 24.10.2011, 10:25 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung BROSCHÜRE „SCHULBEGINN 2012“ ERSCHIENEN Ein Ratgeber für Eltern der Schulanfänger In dieser Broschüre „Schulbeginn 2012“ erhalten die Eltern der angehenden Schulanfängerinnen und anfänger die wesentlichen Informationen zur Berliner Grundschule. Sie ist ein kompakter Ratgeber zu den Themen Einschulung, Schulalltag, Eltern-Engagement, Angebotsvielfalt und vieles mehr. Die neue Broschüre ist in einer Auflage von 30.000 Exemplaren erschienen. Alle Eltern er-halten sie bei der Anmeldung ihrer Kinder in den Berliner Grundschulen. Sie steht zusätzlich unter http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/grundsc hule/ auf der Homepage der Senatsverwaltung zum Herunterladen bereit. Redaktion: Beate Stoffers Pressemitteilung vom 24.10.2011, 10:30 Uhr Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Neue Broschüre erschienen: ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 13 __________________________________________________________________________ Pressemitteilung vom 25.10.2011, 11:35 Uhr Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten BERLINER KÜNSTLERINNENPROGRAMM Stipendien und Projektmittel für Filmvorhaben für 2012 ausgeschrieben Bewerbungsschluss: 07.12.2011 Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt auch im Jahr 2012 Arbeitsstipendien im Bereich Film und Video an Filmemacherinnen, die ihren Arbeit- und Lebensmittelpunkt in Berlin haben. Es können sich zudem Initiativen und Gruppen mit Erfahrung in der Kinoprogramm-arbeit für Abspielreihen oder Veranstaltungen bewerben, deren Zielsetzung es ist, Arbeiten von Regisseurinnen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Über die Bewerbungen berät eine unabhängige Jury. Besondere Berücksichtigung finden innovative und experimentelle Filmvorhaben. Bewerbungsschluss ist der 7. Dezember 2011. Bewerben können sich ab sofort Künstlerinnen und Filminitiativen, die die Ausschreibungsbedingungen erfüllen. Das Informationsblatt liegt in der Berliner Kulturverwaltung, Brunnenstr. 188 - 190, 10119 Berlin, aus. Ihre Ansprechpartnerin ist Karin Hofmann, Zimmer 4/E/8, Tel. 90228-441, die Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung steht. Abruf der elektronisch ausfüll- und einsendbaren Ausschreibungsunterlagen und des Informationsblatts im Internet unter http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/informatione n/maininfo.html#K8 Rückfragen: Karin Hofmann, Telefon: 90 228 441 Anfragen an den Senat Kleine Anfragen Titel: Finanzielle Gestaltung von Projekten gegen politischen Extremismus Abgeordneter: René Stadtkewitz (fraktionslos) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1615721.pdf Titel: Rot-rote Integrationsverweigerung? Abgeordneter: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1615744.pdf Titel: Sprachfolge in der Sekundarstufe Abgeordneter: Fritz Felgentreu (SPD) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1615755.pdf Nicht behandelte Mündliche Anfragen: Titel: Gescheiterte Integration durch die Integrationssenatorin? Abgeordneter: Canan Bayram (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/NichtbehMdlAn/n1 6-08615.pdf ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 14 __________________________________________________________________________ Für den Zeitraum Januar bis September 2011 ergeben sich folgende Zahlen: In der Zeit von Januar bis September 2011 haben insgesamt 32.432 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (27.670 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 4.762 Personen (17,2 Prozent). Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis September 2011: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Nr. Land Afghanistan Irak Iran Serbien Syrien Pakistan Russische Föderation Türkei Kosovo Mazedonien Anzahl 6.094 4.496 2.358 2.198 1.916 1.394 1.221 1.180 1.027 742 Aus Europa, Bund und Ländern Hinweis: BERLINER EUROPAPORTAL UND EUROPA-NEWSLETTER Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web: http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html Regelmäßig aktuelle Informationen zu EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin Berlin in Europa“ unter der Adresse http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarb eit/newsletter.html. Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische EU-Informationen für die Berliner Senatsverwaltungen und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich. Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die Berliner Datenbank EU-Pro²fil unter http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme /index.html Weiter mit den Zahlen im Einzelnen unter: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilunge n/DE/2011/10/asylzahlen_september.html?nn=109632 [PM BMI v. 18.10.2011, RED] DER EUROPARAT ENTWICKELT LEITLINIEN ZUR BEKÄMPFUNG DES ANTIZIGANISMUS Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarates hat am 19. September 2011 Leitlinien für die Regierungen der 47 Mitgliedsstaaten veröffentlicht, um den zunehmenden Antiziganismus und die Diskriminierung gegenüber Roma besser bekämpfen zu können. http://www.coe.int/t/dghl/monitoring/ecri/activities/GPR/ EN/Recommendation_N13/e-RPG%2013%20%20A4.pdf Die Leitlinien rufen dazu auf, die Segregation von Roma Kindern in Schulen zu stoppen und sie in die Lerngruppen der Kinder aus der Mehrheitsbevölkerung zu integrieren, Roma den Zugang zu angemessenen, nicht segregierten, Wohnräumen zu bieten, eine fristlose Zwangsräumung ohne Möglichkeit der anderweitigen Unterbringung zu unterbinden und Maßnahmen zu ergreifen um bereits lang bestehende Roma-Siedlungen oder -Wohnungen, die nicht den städtebaulichen Vorschriften entsprechen, zu legalisieren. Hauptherkunftsland ist Afghanistan 4.132 ASYLANTRÄGE IM SEPTEMBER 2011 Nachdem der August 2011 mit 4.027 Asylantragstellungen schloss, wurden im September 2011 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 4.132 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um 105 Personen (2,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2010 sank die Zahl der Asylbewerber um 403 Personen (-8,9 Prozent). 564 Personen erhielten im September 2011 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (19,0 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 221 Personen (7,4 Prozent) sogenannten "subsidiären Schutz" (Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes). ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 15 __________________________________________________________________________ Die Leitlinien unterstreichen die Notwendigkeiten, Roma einen sicheren Zugang zu guter medizinischer Versorgung zu ermöglichen, der Segregation in Krankenhäusern ein Ende zu setzen und setzen sich dafür ein, dass jegliche Diskriminierung im Gesundheitswesen strafrechtlich verfolgt und belangt werden muss. Roma sollten ihren traditionellen Handel ohne Hindernisse betreiben dürfen und sie sollten zu Rate gezogen werden um vereinfachende Alternativen zu finden, wie z.B. Mikrokredite oder Steuererleichterungen. Alle Roma Kinder sollten bei ihrer Geburt registriert werden und Identitätsdokumente erhalten. Die Regierungen sollten Roma, die Opfer von Gewalt und Kriminalität - wozu auch polizeiliches Fehlverhalten oder Amtsmissbrauch zählt - geworden sind, dazu ermutigen eine Beschwerde einzulegen. Die Medien sollten es vermeiden aufrührende Berichte zu veröffentlichen und jeder öffentliche Diskurs, der die Diskriminierung, den Hass oder die Gewalt gegen Roma schürt, sollte unterbunden werden. Die Leitlinien drängen auf einen chancengleichen Zugang zu öffentlichen Versorgungen, wie Wasser, Elektrizität, Sanitäreinrichtungen, Abfallbeseitigung und öffentlichen Verkehrsmitteln, für Nachbarschaften in denen überwiegen Roma-Kommunen wohnen. Die Leitlinien verlangen von den Regierungen, die Gewährleistung, dass die Freizügigkeitsregelungen Roma in keiner Weise benachteiligt und dass die Kultur der Roma vor und innerhalb der Mehrheitsbevölkerung geschützt und unterstützt wird. Quelle: https://wcd.coe.int/wcd/ViewDoc.jsp?Ref=DCPR073(2011)&Language=lanEnglish&Ver=original&Site =DC&BackColorInternet=F5CA75&BackColorIntranet= F5CA75&BackColorLog nanzierung und beim Kapazitätsaufbau für Maßnahmen zur lokalen Integration der Roma. Als europäische Städte wissen wir um unsere Verantwortung, die Rechte der besonders schutzbedürftigen Einwohner, einschließlich ethnischer Minderheiten, zu schützen und setzen uns dafür ein, dass die Vielfalt der Städte stärker in lokalen Einrichtungen repräsentiert wird. Ebenfalls stehen wir zur Unionsbürgerschaft und zur Freizügigkeit der EU-Bürger. Es ist äußerst wichtig, dass alle Städte und Regionen in Europa allen Bürgern anständige Lebensbedingungen bieten, indem sie diskriminierungsfreien Zugang zu Wohnraum und sozialen Leistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Ausbildungsmöglichkeiten, Beschäftigung und Unterstützung für Existenzgründungen ermöglichen. Dies erfordert, dass nicht nur der EU-Rahmen zur Integration der Roma, sondern auch die Rahmenstrategie zur Nichtdiskriminierung europaweit umsetzt werden und die lokale Ebene erreichen. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit Roma-Verbänden und Verbänden der Zivilgesellschaft auf allen Ebenen nötig, sowie umfassende Beteiligungsrechte für die Roma als nationale ethnische Minderheit, Migrantengruppe oder Fahrende. Während der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten der EU die Hauptaufgabe zukommt, einen Rechtsrahmen für die Integration der Roma zu schaffen, stehen die Städte bereit, diesen Rahmen praktisch umzusetzen, indem wir uns mit unserem Einsatz und unserer Erfahrung einbringen. Der neue EU-Rahmen für die Integration der Roma und der zukünftige EU-Haushalt Der neue EU-Rahmen für die nationale Integration der Roma und die Europa 2020-Strategie bieten die Möglichkeit, die soziale Ausgrenzung der Roma in Europa zu bekämpfen. Beide erkennen an, dass es zur Schaffung eines integrativen, intelligenten und nachhaltigen Europas entscheidend ist, in die Schwächsten zu investieren. Durch ihre unmittelbare Nähe zum Bürger wissen die Städte, dass Investitionen in die soziale Eingliederung Vorteile für die gesamte Gesellschaft bringen. Wir glauben, dass die nationalen Roma-Strategien ohne die volle Einbindung der Städte und anderer lokaler Akteure wirkungslos sein werden. Die Ziele des EURahmens für nationale Strategien zur Integration der Roma und die der Europa 2020-Strategie werden ohne eine enge Einbindung der Städte nicht erreicht werden, beginnend bei der Erarbeitung nationaler Strategien und Aktionspläne. Wir möchten ebenfalls betonen, dass die gemeinsamen Grundsätze zur Integration der Roma aus dem Jahr 2009 als Leitfaden für die nationalen Aktionspläne zur Integration der Roma genutzt werden sollten. Bezüglich der Strukturfonds der EU teilen wir die Einschätzung der Europäischen Kommission, dass Engpässe auf allen Ebenen derzeit die Wirksamkeit dieser Fonds beeinträchtigen. In vielen Mitgliedstaaten der EU ist der Zugang von Städten, die gegen soziale Ausgrenzung kämpfen, zu Geldern und technischer Unterstützung begrenzt. Als weiteres Problem kommt hinzu, STÄDTE UND DIE INTEGRATION DER ROMA Stellungnahme von EUROCITIES zur lokalen Dimension des EU-Rahmens für nationale Strategien zur Integration der Roma Europäische Städte sind die Orte, an denen vorrangig die Integration der Roma stattfindet – oder scheitert. Die innereuropäische Mobilität hat dazu geführt, dass das Thema “Integration der Roma” wieder auf der politischen Tagesordnung steht und hat klar aufgezeigt, dass die Integration der Roma Europa als Ganzes betrifft. Wir sind der Ansicht, dass die kommenden Jahre für eine Verbesserung der Situation entscheidend sein werden. Der neue EU-Rahmen bietet die Möglichkeit, den politischen Einsatz und die politische Koordination auf allen Regierungsebenen, gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und mit Roma-Verbänden, zu stärken. Außerdem kann er Anreize schaffen für mehr Unterstützung seitens der nationalen und der EU-Ebene bei der Fi- ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 16 __________________________________________________________________________ dass es schwierig ist, die Komplexität und Dringlichkeit sozialer Probleme mit den Strukturfonds in geeigneter Weise zu bewältigen. Die Strukturfonds der EU müssen effektiver werden, sowohl beim Einbeziehen verschiedener Politikbereiche, als auch hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bis hinunter auf die lokale Ebene. Andererseits sind der neue Zusatz zur EFRE-Verordnung, der eine Finanzierung von Wohnraum für besonders schutzbedürftige Gruppen im Rahmen eines integrierten Ansatzes möglich macht, und die derzeitige Haltung der Europäischen Kommission zur Zukunft der Kohäsionspolitik Schritte in die richtige Richtung. Wir glauben, dass eine stärkere Unterstützung für die Integration der Roma und anderer schutzbedürftiger Gruppen in der neuen Förderperiode der EU-Fonds durch folgende Punkte erreicht werden kann:  Förderung integrierter Ansätze beim Kampf gegen soziale Ausgrenzung, einschließlich territorialer und nachbarschaftsbezogener Ansätze;  Ermöglichung der Erprobung neuer Ansätze und sozialer Innovation sowie des gegenseitigen Lernens über Maßnahmen, die sich als erfolgreich und wirksam bewährt haben;  Ermöglichung der Durchführung von Programmen auf der am besten geeigneten Verwaltungsebene (flexible Maßstabsebenen), einschließlich der Mikro-Ebene, da es häufig große Unterschiede auf relativ kleinem geographischen Raum gibt, z.B. zwischen Stadtteilen; und  Einbindung der Städte in jede Phase des Prozesses, von der Planung auf nationaler Ebene bis hin zur Umsetzung der Kohäsionspolitik Lokale Auswirkungen der Mobilität innerhalb der EU auf die Sozialpolitik In der EU-Politik werden Migrationsbewegungen innerhalb der EU oft als von wirtschaftlichen Gelegenheiten gesteuert aufgefasst. Die lokalen Erfahrungen zeigen jedoch, dass Mobilität innerhalb der EU auch dadurch entsteht, dass besonders benachteiligte Menschen sich aufgrund schlechter Lebens- und Arbeitsbedingungen in ihrem Herkunftsland entscheiden, zu emigrieren. Dies setzt lokale Sozialleisungssysteme und den sozialen Zusammenhalt unter Druck; es kann zu einer Abwärtsbewegung bei den Sozialstandards und den Arbeitsmarktbedingungen kommen. Wir sind der Ansicht, dass kein EU-Bürger zur Migration gezwungen sein sollte, um Diskriminierung und extremen Formen der sozialen Ausgrenzung zu entkommen. Wir rufen dazu auf, dass Mittel bereitgestellt werden für die gesellschaftliche Integration mobiler EU-Bürger, die Unterstützung benötigen (z.B. in Form von Sprachkursen), sowie für die bessere Steuerung von Mobilität in der EU, die Bereitstellung von Informationen für potentielle Migranten und die Zusammenarbeit zwischen Herkunfts- und Zielregionen. Diese Mittel können bereitgestellt werden, indem die EU-Bürger als eine Zielgruppe des Europäischen Integrationsfonds aufgenommen werden, sowie durch die Zoteilung spezifischer Mittel für die Steuerung von Mobilität innerhalb der EU. Viele Städte haben bereits Pilotprojekte zum Umgang mit der Mobilität und Zusammenarbeit in der EU entwickelt und sind bereit, über ihre Erfahrungen zu berichten. Der Beitrag von EUROCITIES zum EU-Rahmen zur Integration der Roma EUROCITIES möchte zur Umsetzung des EURahmens zur Integration der Roma auf lokaler Ebene beitragen durch die Arbeitsgruppe zur Integration der Roma, die unter dem Vorsitz der Stadt Gent steht und Städte aus ganz Europa umfasst. Wir bieten unsere Unterstützung in Form unseres Fachwissen und unserer Erfahrung, in Form von Daten zu lokalen Situationen und Informationen zu politischen Entwicklungen sowie zu erfolgreichen Politiken an, um die Integration der Roma in ganz Europa zu fördern. Die Arbeitsgruppe wird Aktivitäten des VoneinanderLernens und des Austauschs bewährter Methoden in Partnerschaft mit der Initiative „Stiftungen für die Integration der Roma“ des European Foundation Centre und in enger Zusammenarbeit mit lokalen und europäischen Roma-Organisationen durchführen. Wir werden darüber hinaus beobachten, wie Städte in die Entwicklung nationaler Strategien zur Integration der Roma eingebunden werden und hierzu Anfang 2012 einen Ergebnisbericht verfassen. Internet: http://www.eurocities.eu Migrantenkinder, Frauen, frühkindliche Betreuung: IN DEUTSCHLAND SCHLUMMERN NOCH VIELE UNGENUTZTE POTENTIALE In Deutschland bleiben viele Potentiale ungenutzt. Wenn es um die Bildungschancen von Migrantenkindern, um Fehlanreize durch das Ehegattensplitting oder um die Kinderbetreuung geht, werden bislang, zeigt der neue Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), viele Chancen verschenkt. Dabei könnten teilweise bereits kleinere Veränderungen große Wirkung entfalten. Weiter in der Mitteilung des DIW vom 12.10.2011 unter: http://www.diw.de/de/diw_01.c.387032.de/themen_nac hrichten/migrantenkinder_frauen_fruehkindliche_betreuung_ in_deutschland_schlummern_noch_viele_ungenutzte_p otentiale.html DIW Wochenbericht 41/2011: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01. c.386914.de/11-41.pdf ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 17 __________________________________________________________________________ können, und wo- hin welcher Müll gehört. Und so machen sie sich daran, die schmutzige Erde von ihrer Last zu befreien. Während ihrer Hilfsaktion erleben die beiden allerhand Abenteuer, z.B. als Ritter Herbie im Kampf mit dem größten Drachen der Welt auf eine Giftschlange trifft. Am Ende kommen die zuschauen- den Kinder auf die Bühne und helfen den Müll zu sortieren. Das Theaterstück wird von der Europäischen Kommission und dem Förderfonds Trenntstadt Berlin der Stiftung Naturschutz Berlin gefördert. Dauer: ca. 50 Minuten (inkl. Mitspielteil) Sprache: Deutsch Der Autor Johannes Galli, Magister Artium, ist Schauspieler, Philosoph, und Autor. Er ist der Begründer der Galli Methode®, die das spontane Spiel als Grundlage nimmt zur Konfliktlösung. Johannes Galli hat bereits mehrfach Preise erhalten für sein Werk. Seit 1984 hat er zehn Galli Theater in Deutschland und eines in New York eröffnet. Die Presse Hamburger Abendblatt: Kinder retten Mutter Erde vor zuviel Müll Die zauberhafte Dorofee und der mutige Herbie retten den Müllvollberg, der zu ersticken droht – das Präventionstheaterstück für Kinder ist auf Tournee durch die Hamburger Kindergärten. Rund 3.000 Kinder können in diesem Jahr bei diesem lustigen Mitmachprogramm spielerisch lernen, wie Müll vermieden, getrennt und entsorgt werden kann. “Bei uns gibt es keinen erhobenen Zeigefinger, das macht den großen Erfolg des Programms aus”, sagt Herr Dedek, Leiter des Umweltzentrums Karlshöhe, der das Stück noch 30 mal in der Theaterscheune auf seinem Gelände zeigt. Das Galli Theater Ensemble bietet auch "Rotkäppchen" und "Aladin und die Wunderlampe" auf deutsch/türkisch an, bei Interesse informieren wir Sie gerne! Kontakt Informationen und Buchungen der geförderten Auftritte bei: Galli Theater Agentur Leitung: Heidrun Ohnesorge Schenkendorfstraße 10 22085 Hamburg Tel.: (040) 28002925 mobil: (0163) 8430 964 E-Mail: h.ohnesorge@galli.de oder hamburg@galli.de Internet: http://www.galli.de Initiativen AUSSCHREIBUNG ZUR INTEGRATION JUNGER MIGRANTEN Fördermittel bis zu 5000,- € möglich Frist: 15.01.2012 Eine neue Ausschreibungsrunde der Robert Bosch Stiftung für Projekte zur Integration junger Migranten, durchgeführt von der Stiftung MITARBEIT, hat am 01.08.2011 begonnen. Anträge können bis 15.01.2012 eingereicht werden. Besondere Erfolgsaussichten haben Projekte, die junge Menschen deutscher und anderer ethnischer Herkunft gemeinsam gestalten, ehrenamtliches Engagement einbeziehen oder die sich auch an die Eltern junger Migranten wenden. Die Projekte sollen praxisbezogen und lokal angelegt sein. Programmbeschreibung: http://www.mitarbeit.de/fileadmin/inhalte/05_foerderung /jumi_progrbeschreibung_r13_august_2011.pdf?PHPS ESSID=38e760569806f815d346c17a5dc3bc1e. Weitere Informationen sowie Antragsformulare unter: http://www.mitarbeit.de/integrationmigranten.html. Pädagogisch wertvoll: THEATERSTÜCK "DER MÜLLVOLLBERG“ Aufführungen der geförderten deutsch/türkischen Auftritte buchbar Pädagogisches Theater zur Umwelterziehung und Müllvermeidung mit interaktivem Mitspielteil. Die EU Kommission "Jugend für Europa" und der Förderfonds Trenntstadt Berlin der Stiftung Naturschutz Berlin haben das Theaterstück "Der Müllvollberg" von Johannes Galli als besonders pädagogisch wertvoll ausgezeichnet und fördern die deutsch/türkischen Auftritte! Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse haben, dass in Ihrer Institution, Schule, Kindergarten, Verein... eine Aufführung stattfindet. Je nach der Zusammensetzung des Publikums spielt das Ensemble auf deutsch oder türkisch oder im Wechselspiel deutsch/türkisch. Wir stellen uns auf Ihre Bedürfnisse ein. Zum Inhalt: Der Müllvollberg Ein Theaterstück zum Thema Müllvermeidung und Recycling Die Erde ist voller Müll. Doch zum Glück gibt es Herbie und Dorofee, die beiden Helden der Geschichte. Sie spielen phantasievoll mit dem Müll auf dem Müllberg. Auf diese Weise erfahren sie, wie sie Müll vermeiden ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 18 __________________________________________________________________________ Kontakt Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung an Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (BLSB) e.V. Projekt: Regenbogenschutzkreis – Schöneberg gegen Rassismus und Homophobie Kleiststraße 35 10787 Berlin Tel.: (030) 22 50 22 15 Fax: (030) 22 50 22 21 E-Mail: daniela.kuehling@lsvd.de Internet: http://www.regenbogenschutzkreis.de Workshops/ Tagungen 03.11., Kiezkongress 2011: SCHÖNEBERG IST LEBEN. LEBEN IST VIELFALT. Fachtagung zu Empowerment im Umgang mit Diskriminierung 3. November 2011 14:00 Uhr Urania Berlin Eine Veranstaltung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Bereichen Bildung, Erziehung, Sozialpädagogik und Sozialarbeit sowie Interessierte. Organisiert von den folgenden Projekten: Regenbogenschutzkreis - Schöneberg gegen Rassismus und Homophobie ist ein freiwilliger Zusammenschluss lokaler Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft in TempelhofSchöneberg. Durch eine gemeinsame Bündniserklärung für Vielfalt in unserem Bezirk wird ein ständig wachsender Schutzraum geschaffen, in dem Menschen, die von Gewalt oder Diskriminierung betroffen sind, Unterstützung erhalten. Der Regenbogenschutzkreis bietet Workshops und Fortbildungen für junge Menschen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Schulen und sozialen Einrichtungen an. Bei Interesse an einem Bündnisbeitritt oder unseren Bildungsangeboten können Sie sich gerne an uns wenden. Community Gaymes ist ein Präventionsprojekt in ausgewählten Gebieten mit Quartiersmanagementverfahren. Die Schwerpunkte der Projektarbeit sind Workshops in Schulen und Jugendeinrichtungen zu den Themen Homophobie, Diskriminierung und Toleranz sowie Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenarbeit und die Durchführung von Informationsveranstaltungen in Kooperation mit z. B. Jugendeinrichtungen. Workshops  Workshop 1: Rassismus begegnen – Empowermentstrategien für den Alltag  Workshop 2: Sexuelle Diskriminierung – und jetzt? Und wie sie überhaupt erkennen?  Workshop 3: Familienvielfalt in Berlin  Workshop 4: Sexuelle Selbstbestimmung – Chancen und Herausforderungen im Rahmen pädagogischer Arbeit Ausführliches Programm: http://www.berlin.lsvd.de/cms/files/FaltblattKiezkongress_klein.pdf 11.11.,Internationales Symposium: WAS HEIßT DENN HIER ZIGEUNER? Anmeldung bis 03.11.2011 Bild und Selbstbild von Europas größter Minderheit Symposium "Was heißt denn hier Zigeuner? Bild und Selbstbild von Europas größter Minderheit." Freitag, 11.11.2011, 10-17 Uhr Eintritt frei, teilweise in englischer Sprache. Das Symposium wird von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Allianz Kulturstiftung in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin und dem Projektbüro 'Reconsidering Roma' in Berlin veranstaltet. Auf dem Symposium diskutieren gesellschaftliche und kulturelle Akteure der Sinti und Roma über Emanzipation, Identität und Differenz und über die Frage, wie die gewachsenen Muster von Fremd- und Selbstwahrnehmung der Minderheit aufzubrechen sind. In vier Podiumsdiskussionen setzen sich die Diskutanten u.a. kritisch mit dem „EU-Rahmenplan für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020“ auseinander. In Panels zu Kunst und Literatur der Roma führen Künstler, Kuratoren und Autoren den Diskurs einer jungen Generation von Sinti und Roma fort, der mit den Roma-Pavillons der Biennale von Venedig 2007 und 2011 eine erste internationale Plattform fand. Mit einer Lesung von Herta Müller (Literaturnobelpreisträgerin 2009) und einer Buchpräsentation von Klaus-Michael Bogdals „Europa erfindet die Zigeuner – Eine sechshundertjährige Geschichte von Faszination und Verachtung“ im Rahmen einer Matinee des Suhrkamp-Verlags am 11.11.2011. Im Anschluss an die Konferenz findet die Eröffnung der Ausstellung ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 19 __________________________________________________________________________ „Reconsidering Roma – Aspects of Roma and Sinti Life in Contemporary Art“ (12.11. – 11.12.2011) im Kunstquartier Bethanien Studio I, Mariannenplatz 2 10997 Berlin statt. Die Ausstellung zeigt Malerei, Installation, Fotografie und Filme von internationalen Künstlern, die in ihren Arbeiten Eigen- und Fremdbilder von und Roma überprüfen und neu formulieren. Ausführliche Programminformationen im Internet unter: http://www.bpb.de/roma-symposium Programm: http://www.bpb.de/files/F65V1T.pdf den? Afrika Yine e.V. lädt zu einer Diskussion mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft ein, um zu beleuchten, wie es um das Cultural Diversity Management in Berlin steht und was es noch zu tun gibt. Gäste: u.a. Dr. Simon Roloff, Institut für Europäische Ethnologie der HumboldtUniversität zu Berlin; Dr. Robin Schneider, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales; Birgit Reinhardt, Beauftragte der Deutschen Bahn AG; Gilbert Djakou, Afrikanische Studenten Union Nähere Informationen und Programm im Internet unter: http://www.afrika-yine.de/Akademiker_Integration.htm Kontakt Afrika Yine e.V. Serge Aka Tel.: (0176) 34131228 Christian Schweer Tel. (0157) 74934476 E-Mail: info@afrika-yine.de Internet: http://www.afrika-yine.de Anmeldung: Für das Symposium am 11.11.2011: E-Mail: allianz1111@event-consult-berlin.de Tel: (030) 3 21 80 81 Kontakt Bundeszentrale für politische Bildung Christoph Müller-Hofstede Adenauerallee 86 53113 Bonn Tel.: (0228) 99515-200 Fax: (0228) 99515-293 E-Mail: kommunikation@bpb.de Internet: http://www.bpb.de 26.11., moveGLOBAL: Zweiter entwicklungspolitischer Fachtag „DIASPORA - MIGRATION – ENTWICKLUNG “ 16.11.; Podiumsdiskussion um das Thema: „Afrikanische und weitere AkademikerInnen in Berlin: Samstag, 26.11. 2011 Haus der Demokratie und Menschenrechte Robert-Havemann-Saal Greifswalder Straße 4 10405 Berlin Einladung zum Zweiten Entwicklungspolitischen Fachtag „Diaspora - Migration – Entwicklung “ Migrantisch - diasporische Organisationen - entwicklungspolitische Akteure in lokalen, regionalen und europäischen Netzwerken moveGLOBAL stärkt und entwickelt migrantische Netzwerke - erstmalig- im entwicklungspolitischen Bereich. Mit dem Ziel, effektiv die Berliner Entwicklungspolitik mitzugestalten, möchten wir noch mehr Organisationen in unsere Beratungs- und Vernetzungsarbeit einbeziehen. Vor einem Jahr stellten in Berlin erstmalig migrantische Akteure in der Entwicklungspolitik ihre erfolgreichen Projekte und Strategien vor und diskutierten diese mit GLEICHE INTEGRATIONSCHANCEN MIT GLEICHEM ABSCHLUSS?“ Datum 16.11.2011 18:00 Uhr-21:00 Uhr Ort: Humboldt-Universität Institut für Europäische Ethnologie Raum Nummer 212 (2. Etage) Mohrenstraße 41 10117 Berlin (Nahe U2-Hausvogteiplatz) Berlin lebt von seiner kulturellen Vielfalt. Wird dieser Reichtum auch von der regionalen Wirtschaft als Chance angenommen? Welche beruflichen Auswirkungen hat es, in Berlin studiert zu haben und einer Community mit Migrationshintergrund anzugehören? Warum ist es zum Beispiel für viele afrikanische AkademikerInnen schwierig, einen entsprechenden Arbeitsplatz zu fin- ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 20 __________________________________________________________________________ Vertreter/innen anderer migrantischer Organisationen. In diesem Jahr möchten wir wieder genau an den Bedürfnissen migrantischer Akteure ansetzen. Wir laden Experten und Partner der deutschen und europäischen Entwicklungspolitik ein und werden mit Ihnen / Euch 1.) die Stärken und Perspektiven migrantischer Vernetzung diskutieren, 2.) gemeinsame Visionen und 3.) Strategien der entwicklungspolitischen Partizipation in den Mittelpunkt unseres Fachtages stellen. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um vorherige Anmeldung. Programm Beginn 10:30 Uhr Begrüßung und Programm, Vorstellungsrunde 10:45 Uhr Lucía Muriel: Ergebnisse und Erfahrungen des regionalen Qualifizierungsprojektes für migrantische Organisationen zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe im entwicklungspolitischen Bereich 11:45 Uhr Rahime Diallo, Project-Officer vom Africa Diaspora Policy Centre in Den Haag: Diasporaorganisationen im europaweiten Kontext  Netzwerke bilden (EUNOMAD, African Europe Platform - AEP)  Chancen nutzen (Advocacy, Capacity building, visibility)  Beteiligen und Mitgestalten (Active contribution, decision and policy making) 12:45 Uhr Kaffepause 13:00 Uhr Jurica Volarevic, Projektleiter des Bereiches Migration und Entwicklung im Centrum für Internationale Migration, Frankfurt a.M. (CIM): Chancen und Perspektiven der neuen Förderinstrumente des Bundesministeriums für Zusammenarbeit (BMZ) für Auslandsprojekte von migrantischen Organisationen 14:00 Uhr Kleingruppenarbeit ter/innen) (nur für migrantische VertreGruppe 3: Networking als Stärkung entwicklungspolitischer Arbeit 15:30 Uhr Aussprache im Plenum 16:00 Uhr Multikulturelles Büffet. Ende gegen 16:30 Uhr Die Veranstaltung wird kofinanziert mit Mitteln des Europäischen Integrationsfond (EIF), mit Mitteln des BMZ sowie der Stiftung Nord Süd Brücken. Kontakt Kontakt und Anmeldung: Projektleiterin moveGLOBAL Lucía Muriel E-Mail: mdo-beratung@ber-ev.de Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) Haus der Demokratie und Menschenrechte Greifswalder Straße 4 10405 Berlin Tel.: (0170) 16 18 911, und (030) 20 83 61 64 Fax: (030) 49 85 53 81 E-Mail: mdo-beratung@ber-ev.de Internet: http://www.moveGLOBAL.de 29.11.: Fachtagung BILDUNGSFRAGEN IN DER EINWANDERUNGSGESELLSCHAFT DEUTSCHLAND Anmeldefrist: 15.11.2011 Dienstag, 29. November 2011 Zeit: 09.30-18.00 Uhr Veranstaltungsort: Weiße Rose Martin Luther-Str. 77 10825 Berlin-Schöneberg Abendprogramm: 19.30 Uhr Edutainment Attacke Tagung der Jugend- und Kulturgemeinschaft, in Kooperation mit dem Berliner Beauftragten für Integration und Migration, der Integrationsbeauftragten von TempelhofSchöneberg, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – Landesverband Berlin, dem Bildungs- und Förderungswerk der GEW im DGB e.V. und der RAA Berlin, Werkstatt für Integration und Bildung. Vor 50 Jahren unterzeichnete die Bundesrepublik ein Anwerbeabkommen mit der Türkei, um Arbeitsmigran- Gruppe 1: Presse-und Öffentlichkeitsarbeit für migrantische Organisationen Gruppe 2: Diversity-Ansatz in migrantischen Organisationen ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 21 __________________________________________________________________________ tInnen nach Deutschland zu holen. Dieser Vertrag war nicht der erste seiner Art. Seit 1955 hatte die Bundesrepublik Anwerbeabkommen mit mehreren Staaten geschlossen, darunter Italien, Spanien und Griechenland – Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien sollten noch folgen. Seitdem sind Millionen Menschen nach Deutschland migriert und kommende Generationen sind hier geboren und aufgewachsen. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Welche Bedeutung hatte diese Veränderung für das deutsche Bildungssystem? Welche Maßnahmen wurden getroffen, um die MigrantInnen und ihre Nachkommen in deutsche Bildungsinstitutionen zu integrieren bzw. sie an der Bildung partizipieren zu lassen? Zu welchen Auswirkungen hat dies geführt und was sind ihre strukturellen Folgen, die bis heute spürbar sind? Im Rahmen der Tagung sollen die für das Thema Bildungsfragen in der Einwanderungsgesellschaft relevanten historisch gewachsenen Strukturen bis in die Gegenwart analysiert werden. Dabei steht die Frage nach der strukturellen Diskriminierung von MigrantInnen und ihren Nachkommen im Vordergrund. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, in welcher Beziehung Institutionen und Individuen zueinander stehen. Bildungseinrichtungen haben eine „innere Logik“ – welche Rolle spielen dabei die dort tätigen Menschen? Welche „innere Logik“ herrscht in unserer Institution? Diesen und ähnlichen Fragen wollen wir nachgehen Programm 9.30 Uhr: Ankommen und Kaffee 10.00 Uhr: Begrüßung und Einführung Doreen Siebernik, Vorsitzende GEW Berlin Gabriele Gün Tank, Integrationsbeauftragte TempelhofSchöneberg JUK e.V 10.30 Uhr Die schulische Diskriminierung von Kindern mit Migrationshintergrund seit Anfang der 1970er Jahre bis zur Gegenwart Karim Fereidooni, Pädagogische Hochschule Heidelberg 11.00 Uhr: Diskriminierung in der Ausbildung Hermann Nehles, DGB 11.30 Uhr: Zeit für Fragen und Austausch 12.30 Uhr: Mittagessen 13.30 Uhr Fishbowl: Biographische Perspektiven auf das deutsche Bildungssystem mit Evelin Lubig-Fohsel, GEW Berlin, Austen P. Brandt, Phoenix e.V. und N.N., JUK e.V. in Diskussion mit dem Publikum. Moderation: Merih Ergün, JUK e.V. 15:00 Uhr Kaffeepause 15.30 Uhr Überleitung zur Gruppenarbeit 15.45 Uhr Arbeit in Workshops unter der Fragstellung: Wie drückt sich in unseren Einrichtungen, Programmen, Projekten und Initiativen eine anti-diskriminierende Arbeit aus? Welche Erfahrungen haben wir gemacht?  Gruppe 1: Frühkindliche Erziehung, Moderation: Toan Nguyen  Gruppe 2: Grund- und Oberschule, Moderation: RAA-WIB, Stefanie Woschniak und Müslüm Bostanci  Gruppe 3: Offene Jugendarbeit, Moderation: JUK e.V.  Gruppe 4: Duale Ausbildung, Moderation: Abdurrahim Dottermusch 17.15 – 18.00 Uhr Zusammentragen der Ergebnisse aus den Workshops 18:00 Uhr Ende 19.30 – 21.00 Uhr Edutainment Attacke Noah Sow und Mutlu Ergün Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis spätestens 15.11.2011 unter Angabe des gewünschten Workshops an die Integrationsbeauftragte von Tempelhof-Schöneberg, per Fax: (030) 90 27 76 344 oder per E-Mail: integrationsbeauftragte@ba-ts.berlin.de. Die TeilnehmerInnen der Fachtagung können sich nach Interesse für einen Workshop eintragen. Das Berufsfeld ist nicht ausschlaggebend. Eine Anrechnung als Bildungsurlaub gemäß § 11 Berliner Bildungsurlaubsgesetz (BiUrIG) ist möglich, die Teilnahme kann auf Wunsch zertifiziert werden. Kontakt Jugend- und Kulturgemeinschaft Berlin e.V. Engeldamm 68 10179 Berlin Tel: (030) 2786572 E-Mail: jugendkultur@web.de Internet: http://www.juk-berlin.de ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 22 __________________________________________________________________________ FCZB: Letzte Gelegenheit: Qualifizierungen Ab 14.11., LIFE e.V.: AUSLANDSPRAKTIKUM FÜR ARBEITSLOSE AKADEMIKERINNEN Infotermin: 03.11.2011 (14-16 Uhr) Start: 24.11.2011 Unter dem Motto "Internationale Arbeitserfahrung öffnet berufliche Horizonte" können erwerbslose und berufsunerfahrene Akademikerinnen (bis 35 Jahre) an einem ESF-finanzierten, mehrmonatigen Auslandspraktikum in Österreich, Spanien, Griechenland oder Großbritannien teilnehmen. Das FrauenComputerZentrumBerlin bietet diese Auslandspraktika mit passgenauer Vorund Nachbereitung und intensiver Praktikumsbegleitung zum letzten Mal an. Die mehrwöchige Vor- und Nachbereitung beinhaltet neben einer individuellen Kompetenzbilanzierung auch ein Training zur Stärkung des interkulturellen Arbeitsvermögens sowie den Know-how-Erwerb zur Nutzung und Anwendung moderner Web 2.0-Tools. Start: 24.11. 2011 Ort: FrauenComputerZentrumBerlin e.V.(FCZB) Cuvrystraße 1 10997 Berlin-Kreuzberg Ausführliche Informationen zum Praktikum im Internet unter: http://www.fczb.de/55.html?&tx_seminars_pi1%5bshow Uid%5d=494 Kontakt Kontakt: Renate Wolf Tel.: (030) 617970-16 FrauenComputerZentrumBerlin e.V.(FCZB) Cuvrystraße 1 10997 Berlin-Kreuzberg E-Mail: ida@fczb.de Internet: http://www.fczb.de WEITERBILDUNG FÜR AKADEMIKERINNEN AUS ALLEN KULTUREN Bewerbungsschluss: 02.11.2011 Ein Projekt von A bis Z zu managen, ist für eine Akademikerin heute schon fast eine normale Anforderung. Projektmanagement zu beherrschen, erhöht die Berufschancen. Der Frauenbildungsträger LIFE e.V. bietet ab November 2011 die neunwöchige Weiterbildung „Projektmanagement für Frauen aus allen Kulturen“ an. Akademikerinnen mit unterschiedlichen Herkünften können sich hier weiter qualifizieren und fit machen für den Arbeitsmarkt. Das Angebot wird in Teilzeit in Berlin-Mitte durchgeführt. Die Teilnahmegebühr beträgt 160,00 Euro. Die Weiterbildung wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologien und Frauen. • Dauer: 14.11.2011 bis 25.01.2012 • Bewerbungsschluss: 02. November 2011 Weitere Informationen im Internet unter: http://www.lifeonline.de/angebote/weiterbildung/a_projektmanag.html Kontakt LIFE e.V. / Swantje Neumann Ökothek – Bildung Umwelt Chancengleichheit "Projektmanagement für Frauen aus allen Kulturen" Dircksenstraße 47 10178 Berlin Tel.: (030) 308798-18 Fax: (030) 308798-25 E-Mail: neumann@life-online.de Internet: http://www.life-online.de ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 23 __________________________________________________________________________ 18.11., iaf-Seminar: GRUNDLAGEN DES INTERNATIONALEN FAMILIENRECHTS 18. November 2011 09.30 – 16.30 Uhr Oranienstraße 34 HH, 4. Stock 10999 Berlin Das Seminar richtet sich an Betroffene und MitarbeiterInnen aus Beratungsstellen und Behörden. In diesem Seminar werden Inhalte behandelt, die häufig Themen der Beratung sind:  Eheschließungsrecht in Deutschland  Internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte, anwendbares Recht auf die Ehescheidung  Anerkennung von im Ausland erfolgten Scheidungen  Sorge-und Umgangsrecht mit internationalen Bezügen, Umzug ins Ausland sowie Kindesentziehung  Anerkennung von im Ausland erfolgten Sorgeund Umgangsentscheidungen sowie von im Ausland entstandener Gewaltverhältnisse  Unterhaltsrecht im internationalen Kontext In diesem Zusammenhang werden die wichtigsten Normen des EGBGB, das das deutsche Internationale Privatrecht gesetzlich regelt, des Haager Minderjährigenschutzabkommen (MSA), des Haager Kinderschutzübereinkommen (KSÜ), das seit 01.01.2011 in Deutschland in Kraft ist, des Haager Kindesentführungsübereinkommens (HKÜ) als vorrangig geltende internationale Abkommen sowie einschlägige Artikel der VERORDNUNG (EG) Nr. 2201/2003 DES RATES vom 27.11.2003 besprochen. Die Referentin, Rechtsanwältin Svenja SchmidtBandelow, ist Fachanwältin für Familienrecht in Berlin und Beraterin im Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf Berlin. Verbindliche Anmeldung ausschließlich per E-Mail. Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung. Kontakt Informationen und Anmeldung: Verband binationaler Familien und Partnerschaften Berlin Oranienstraße 34, HH 4. Stock 10999 Berlin Tel: (030) 6 15 34 99 Fax: (030) 6 15 92 67 E-Mail: berlin@verband-binationaler.de Internet: http://www.verband-binationaler.de 14.-15.11., Arbeitsagentur: JOBAKTIV Die Messe mit dem Schwerpunkt Migration Montag und Dienstag, 14. und 15. November 2011 09.00 – 18.00 Uhr Postbahnhof Berlin Straße der Pariser Kommune 8 10243 Berlin Sie suchen den direkten Kontakt zu namhaften Unternehmen aus Berlin und Brandenburg? Sie suchen eine Ausbildungsstelle oder einen neuen Job? Sie haben Fragen zu Qualifizierungen oder zur Anerkennung Ihres im Ausland erworbenen Bildungsabschlusses? Sie interessieren sich für Beschäftigungsmöglichkeiten im Ausland? Dann besuchen Sie die JOBAKTIV am 14. und 15. November 2011 im Berliner Postbahnhof. Was bietet die Messe?  Über 40 Unternehmen, u.a. aus den Branchen Bau und Handwerk, Technik, Forschung, Hotel und Gastronomie, Dienstleistung, Handel, Gesundheit, Soziales und Öffentlicher Dienst freuen sich auf spannende Gespräche mit Ihnen  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagenturen und Jobcenter bieten Informationen zu allen Fragen rund um den Arbeitsmarkt  Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) informiert u.a. zu den Themen Mobilität als Karrierechance, Anerkennung im Ausland erworbener Bildungsabschlüsse und Stellensuche im Ausland  Im JOBAKTIV-Forum erwarten Sie interessante Fachvorträge und Podiumsdiskussionen  Zu den Messeöffnungszeiten können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen checken lassen  Nutzen Sie die Messe, um optimale Bewerbungsfotos zu machen  Eine Farb- und Stilberaterin verrät Ihnen individuelle Tipps für den Auftritt in Ihrem Job Der Eintritt ist frei Messeprogramm: http://www.arbeitsagentur.de/Dienststellen/RD-BB/RDBB/A01-Allgemein-Info/Publikation/pdf/JobaktivMesseprogramm.pdf Weitere Informationen unter: http://www.arbeitsagentur.de/jobaktivberlin ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 24 __________________________________________________________________________ 26.11.: TÜRKEI – VON DER SPREE AN DEN BOSPORUS Auslandsvermittlungstag der ZAV 26. November 2011 10:00 bis 15:00 Uhr Berufsinformationszentrum Berlin Mitte Friedrichstraße 39 10969 Berlin (U-Bahnhof Kochstraße - Linie U6) Sehen Sie Ihre berufliche Zukunft in der Türkei? Vielleicht auch als Unternehmer? Oder wollen Ihre Kinder eine Ausbildung oder ein Studium in der Türkei absolvieren? Auf diese und andere Fragen bekommen Sie auf unserem Ländertag Türkei eine Antwort! Informieren Sie sich u.a. zu folgenden Themen:  Türkei - wirtschaftliche Entwicklung und Chancen  auf dem Arbeitsmarkt  Selbständigkeit in der Türkei  Studium und Ausbildung in der Türkei  Mobilität von Migranten in der Europäischen Union  Vertreter des Rückkehrerstammtisches in Istanbul berichten Firsati degerlendirin ve geri dönüs yapan vatandaslarla bilgi alisverisinde bulunun. Kontakt Bundesagentur für Arbeit Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) Nähere Information unter Tel.: (030) 555599-6754 Internet: http://www.zav.de vom 30. November bis 1. Dezember neueste Lerntechnologien und innovative Anwendungsbeispiele. Internet: http://www.online-educa.com/ Aus Projekten und Vereinen Seit 03.10.: DEUTSCH-VIETNAMESISCHE SPRACHSCHULE IM DONG XUAN CENTER Am 03.10.2011 eröffnete die erste deutschvietnamesische Sprachschule im DONG XUAN CENTER. Interessierte können sich bei Frau Said über das Angebot informieren und ab sofort in die Kurse einschreiben. Diese Sprachschule leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration. Hier können Vietnamesen, Chinesen, Inder, Pakistani, Türken und andere ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger die deutsche Sprache erlernen, sich auf die Prüfung vorbereiten und das Zertifikat Deutsch erwerben. Informationen in verschiedenen Sprachen im Internet unter: http://www.abw-berlin.de/Angebote/DeutschLernen Kontakt Sprachschule AUSBLICK Frau Said Herzbergstraße 128-139 10365 Berlin Tor 2, Haus 9 Tel.: (030) 49 80 69 19 Mobil: (0152) 24728884 E-Mail: ausblick@abw-berlin.de Internet: http://www.abw-berlin.de ONLINE EDUCA BERLIN 2011 30.11.-02.12.: 17. Internationale Konferenz für technologisch gestützte Aus- und Weiterbildung 30. November - 2. Dezember 2011 Hotel Intercontinental Berlin Experten diskutieren eine neue Ära des Lernens im Netz Internationale Bildungskonferenz Online Educa Berlin 15.11., TUH e.V.: ABSCHLUSSPRÄSENTATION DES PROJEKTES „FITMI“ Anmeldung bis: 10.11.2011 Türkische Unternehmer und Handwerker e.V. Abschlusspräsentation unseres XENOS – Projektes FitMi: „Fit für den Arbeitsmarkt – Potenzial von Migranten entdecken, fördern und unterstützen“ Berlin. Die Online Educa Berlin steht in diesem Jahr ganz im Zeichen neuer Lernkulturen. Die größte interDienstag, den 15. November 2011 nationale E-Learning-Konferenz für Unternehmen, den 13:00 – 16:00 Uhr Bildungsbereich und den öffentlichen Sektor präsentiert ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 25 __________________________________________________________________________ Hotel Mercure Tempelhof Airport Hermannstraße 214-216 12049 Berlin / Neukölln Informationen über das Projekt: http://www.tuh-berlin.de/index.php/projekte/99-fitmi Wir bitten um Anmeldung per E-Mail oder Fax bis zum 10. November 2011. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontakt Kontaktperson: Susann Schmidtke (Projektleiterin FitMi) Tel.: (030) 547 15 251 Fax: (030) 627 212 35 E-Mail: s.schmidtke@tuh-berlin.de Internet: http://www.tuh-berlin.de und Realität und bestehen aus dokumentarischen, inszenierten sowie animierten Teilen, die miteinander verwoben sind. Als Forscher, Reporter, Bastler, Trickanimateure, Schauspieler, Kameraleute und Stadtentwickler sammelten die Kinder vielfältige Erfahrungen und erschlossen den Kiez als gemeinsam erlebbaren und nutzbaren Raum. Die Kinder durchliefen drei verschiedene „Werkstätten“. Dabei spielte das Thema der Interkulturalität bei der Erschließung des Kiezes als gemeinsamen Lebensraum eine wichtige Rolle, da für eine sensible und kreative Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft im sonstigen Schulalltag selten Raum ist. Die Filme der beiden Schulkassen wurden auf einer gemeinsamen Premiere in der Werkstatt der Kulturen präsentiert. Hier lernten sich die „Videobrieffreunde“ zum ersten Mal persönlich kennen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion hatten sie Gelegenheit, sich gegenseitig Fragen über ihre Filme und Kieze zu stellen. Dabei wurde deutlich, dass die Kinder die Arbeit und Kreativität der anderen Klasse wertschätzen konnten, aber gleichzeitig auf ihren eigenen Film ganz besonders stolz waren. Eindrucksvoll wurde durch ihre Aussagen deutlich, wie viel die Kinder während der Projektwochen über filmisches Arbeiten und über Teamarbeit gelernt hatten und dass sie sich intensiv mit ihren Lebenswelten auseinandergesetzt hatten. Die Filme stießen auf sehr positive Resonanz bei Kindern und Erwachsenen. Das Projekt ist langfristig angelegt, Ziel ist eine Videostadtkarte aus Sicht von Berliner Kindern. Die nächsten Projektwochen sind mit Schulen in Lichtenberg, Marzahn und im Märkischen Viertel geplant. Mehr Informationen im Internet http://www.mb21.de, http://www.werkstatt-derkulturen.de/de/news/?datum=2011&detail=36 Clip: http://www.youtube.com/wdkberlin Kontakt Anne Benza-Madingou Presse Werkstatt der Kulturen Wissmannstr. 32 12049 Berlin Tel.: (030) 60 97 70-25 Fax: (030) 60 97 70-13 E-Mail: presse@werkstatt-der-kulturen.de Internet: http://www.werkstatt-der-kulturen.de unter: Deutscher Multimediapreis: „KIEZ DER KINDER“ NOMINIERUNG DER WDK-PRODUKTION Einen Preis hat die Produktion „Kiez der Kinder“ beim REC for Kids-Filmfestival im September in Berlin bereits abgeräumt – nun soll es der Deutsche Multimediapreis „MB21 – Mediale Bildwelten“ sein. Unter dem Übertitel „Kiez der Kinder“ hatten die Filmemacherin Masayo Kajimura, Inga Pfafferott und Irati Elorrieta gemeinsam mit einer 6. Klasse der Kreuzberger Lemgo-Grundschule sowie mit 4-6.- Klässlern der Neuköllner Karlsgarten-Grundschule zwei experimentelle Kurzfilme produziert, die die Lebenswelten der Kinder in ihrer Nachbarschaft einfingen. Bei „Unser Graefekiez“ der Lemgo-Kinder und bei „Unsere Seite der Hasenheide“ der Karlsgarten-Kinder fungierte die Werkstatt der Kulturen als Produzentin und Kooperationspartnerin. Das Projekt „Kiez der Kinder“ Im November 2010 erhielten die Kinder der Karlsgarten Grundschule in Neukölln einen Videobrief von der anderen Seite der Hasenheide: Die Kinder der LemgoGrundschule in Kreuzberg fragten sie nach ihrem Leben, ihren Wünschen und Träumen und ihren Lieblingsorten im Kiez. Als Antwort drehten die Kinder einen bunten Film, der aus Reportagen und Tricksequenzen besteht. Darin zeigen sie Orte und Menschen in ihrem Kiez südlich der Hasenheide und erzählen Geschichten aus ihrem Leben, manche davon wahr und manche erträumt. Diesen Film schickten sie zurück nach Kreuzberg und nun machten sich die Kinder der LemgoGrundschule an die Arbeit und antworteten mit einem Film über den Graefekiez. Die Filme vermischen Fiktion ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 26 __________________________________________________________________________ BAYOUMA-HAUS der Arbeiterwohlfahrt Friedrichshain-Kreuzberg e.V. Interkulturelle Begegnungsstätte in Friedrichshain – Kreuzberg Frankfurter Allee 110 10247 Berlin Tel.: 29 04 91 36 – Fax: 29 04 91 29 E-Mail: bayouma-haus@awo-friedrichshainkreuzberg.de Beratungsangebote für Hilfesuchende aus Friedrichshain-Kreuzberg: Außerhalb der Sprechzeiten muss ein Termin vereinbart werden! Sozialberatung Frau Angela Prodan Tel.: 29 35 08 35 Di. 13:00 – 16:00 Do. 09:00 – 14:00 Herr Gilberto Oliva Tablada Tel.: 29 04 66 12 Mo. 09:00 – 14:00 Mi. 13:00 – 16:00 Gesundheitsberatung Frau Natascha Garay Tel.: 29 04 91 36 Di. 13:00 – 16:00 Do. 09:00 – 14:00 Sozialberatung für Frauen Frau Belinda Apicella Tel.: 29 04 66 11 Mi. 13:00 - 16:00 Do. 09:00 - 14:.00 Bei uns gegen einen Kostenbeitrag erhältlich:   Broschüre „Berliner Arztpraxen mit Fremdsprachenkompetenz“ sowie zwei Kochbücher: „Das Bayouma-Haus Kochbuch“ und „Nachbarn kochen im Bayouma-Haus“ mit Rezepten aus vielen Ländern. Mo. 17:00 – 19:00 Uhr: Tangokurs für Anfänger Kostenbeitrag 10,- € mtl. Di. 10:00 – 16:00 Uhr: Näh- und Schneiderkurs – Kostenbeitrag 1,- € pro Termin Di. sowie Do. 16:30 – 18:00 Uhr: Tanz-Workout mit Salsa, Cumbia, Huayno, Afro- u. Oriental Musik Kostenbeitrag 10,- € pro Kurs mtl. Mi. 11:00 – 13.30 Fingerdruckmassage „Shiatsu“ für Frauen & Männer (gegen Spende ) Termine unter 0151-23 33 77 53 Mi. 16 :00 – 19 :00 Selbsthilfegruppe Italienische Mütter (14- tätig) Do. 10:00 – 14:00 Uhr: Klassische Massage und Schröpfen mit unserer Heilpraktikerin. Termine bitte telefonisch bei Frau Mönch unter (0173) 878 37 51 vereinbaren. Nur für Frauen! – Kostenbeitrag 5,- € So. 11:00 – 15:00 Uhr: Vietnamesischunterricht für Kinder Veranstaltungen im Rahmen der „InterkreuzHain – die Interkulturelle Veranstaltungswochen“ (14.10 bis 16.11.2011) 04. November 20:00 Uhr Filmaufführung: “The one-eared elephant from Hazaribagh“ Film von Susanne Gupta (85 min, 2004) Der Dokumentarfilm über eine ungewöhnliche Frauenkooperative im Osten Indiens portraitiert zwei Ureinwohnerinnen und zeigt, wie eine uralte Tradition ritueller Wandmalerei im Zuge des offenen Kohleabbaus zerstört wird 13. November 14.00 – 18.00 Tag der Vietnamesischen Familie im Bayouma-Haus Bürger vietnamesischer Herkunft stellen in Friedrichshain eine der größten MigrantInnengruppen dar. Der Anteil an Kindern vietnamesischer Herkunft in Kitas und Schulen wächst im Ortsteil stetig. Da vietnamesische Eltern oft den Weg in die Selbständigkeit einschlagen müssen, (d.h. 12- 16 Std. Arbeit sieben x die Woche meistens in Blumen-, Obst- und Gemüsegeschäften) Wir haben für Sie: Mo. Di. und Do. 09:00 – 16:00 Uhr Mi. von 13:00 – 16:00 Uhr Fr. 09:00 – 14:00 geöffnet und nach Vereinbarung. Ständige Angebote Mo. 13:00 – 14:30 Uhr: Englischkonversationskurs für Grundkenntnissen – kostenfrei Seniorinnen mit ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 27 __________________________________________________________________________ bleibt wenig Zeit für die Familie und für die Pflege der eigenen kulturellen Wurzeln. Seit zwei Jahren findet im Bayouma-Haus ein Vietnamesischkurs für Kinder statt. Mit einem Vortrag zur Bedeutung der vietnamesischen Sprache, von Frau Loan Thu Nguyen, umrahmt mit kulturellen Beiträgen durch die Kinder sowie kulinarische Genüsse durch deren Eltern kann man sich gemeinsam über Fragen der Identität und des Lebens zwischen zwei Kulturen austauschen. Lerntherapie und Lernstrategie Eine lernpädagogische Fachberatung für Kinder Jugendliche und Erwachsene, die individuelle Hilfe und persönliche Unterstützung benötigen. Schulvorbereitung für Vorschulkinder. Ort: Hellersdorfer Promenade 20 12627 Berlin Jeden Dienstag von 15.00 Uhr - 17.00 Uhr (um Terminvereinbarung wird gebeten) Heimlichkeiten in der Vorweihnachtszeit Angebote für Schulen und Kitas Puppentheater Weihnachtsbastelei Plätzchen backen Überraschung Weihnachtsmann 21.11.2011 - 21.12.2011 Montag - Freitag 09.30 Uhr - 12.00 Uhr (um Voranmeldung wird gebeten) Interkulturelles Puppentheater im Haus Babylon „Puppen träumen anders“, Workshop für Kinder Aufführung verschiedener Stücke im Haus Babylon Termine auf Anfrage Kurse und Arbeitskreise (Um Voranmeldung wird gebeten) Deutschförderkurs für Anfänger Hilfe bei der Entwicklung der Sprachkompetenz in der deutschen Sprache im mündlichen und schriftlichen Bereich Dienstag bis Donnerstag von 9.00 Uhr - 12.00 Uhr Kreativkurs für muslimische und nichtmuslimische Kinder Kinder erlernen und verbessern ihre kreativen Fähigkeiten Jeden Donnerstag von 14.00 Uhr - 17.00 Uhr Trainingsprogramm: Interkulturelle Sensibilisierung und Kommunikation Erwerb von interkulturellen Kompetenzen Bewältigung von interkulturellen Konflikten in interkulturellen Gruppen in Schulen und am Arbeitsplatz Termin. nach Vereinbarung nata’allam al-`Arabiyya – Arabsich-Kurs Arabisch-Kurs für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Montag und Dienstag von 15.30 Uhr – 17.00 Uhr Weltkinder – Kinderwelten Mit den Mikroprojekten „Logik-Training für Kinder“, Schach, Dame, Mühle und Halma für kleine Anfänger, Kreatives Gestalten von Stoffen“, Kinder gestalten unter fachlicher Anleitung selbst Stoffe, „Kids kochen sich durch die Welt“, Kinder kochen, backen und probieren Gerichte aus aller Welt Mo – Do ab 15.00 Uhr Solnyschko - Sonnenscheinchen Weiteres Programm und Informationen unter: http://www.bayouma-haus.de http://www.awo-fk.de http://www.bayouma-gesundheit.de Wir beraten in folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Rumänisch BABEL E.V. Aus dem Veranstaltungsangebot im November 2011 Öffentliche Veranstaltungen Medienwerkstatt für Kids Kinder und Jugendliche erlernen den Umgang mit den neuen Medien und bauen vorhandene Kenntnisse aus Jeden Montag von 14.00 - 17.00 Uhr Interkultureller Jugendbeirat im Haus Babylon Austausch, Gespräche und Diskussionen zu verschiedenen Aspekten des Zusammenlebens in der multikulturellen Gesellschaft Jeden Dienstag von 17.00 Uhr - 20.00 Uhr Begegnung der Kulturen - Interkultureller Brunch Informationen, Gespräche, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher Kulturen in gemütlicher Atmosphäre zu unterschiedlichen Themen und Ländern Jeden Donnerstag von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr Begegnung der Kulturen – Interkultureller Jugendtreff Salotreff - Freizeittreff für Jugendliche unterschiedlicher Kulturen und Herkunft (ab 18 Jahre) Jugendliche unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft verbringen gemeinsam ihre Freizeit Immer freitags von 20.00 Uhr - 02.00 Uhr SelbstAnsichten - Ogonjok Menschen mit und ohne Migrationshintergrund treffen sich in gemütlicher Atmosphäre mit Spätaussiedlern zu einem geselligen Nachmittag. Am Freitag, 26.11.2011, ab 15.00 Uhr ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 28 __________________________________________________________________________ Russisch für Kinder. Kinder lernen spielerisch Russisch Montag bis Donnerstags 16.00 - 17.30 Mal- und Zeichenkurs für Kinder Kinder erlernen die Maltechniken und den Umgang mit Farbe und Pinsel Jeden Dienstag von 16.00 Uhr - 17.30 Uhr Auskünfte und Beratungen Niedrigschwellige Beratungs-, Betreuungs-, und Begleitangebote Beratung & Begleitung: Montag - Freitag nach telefonischer Absprache Migratonssozialberatung Dienstag und Donnerstag nach terminlicher Absprache Elternberatung für Eltern mit Migrationshintergrund Hilfe bei der Stärkung der Erziehungskompetenz für Eltern mit Migrationshintergrund Termine nach vorheriger Absprache (Änderungen vorbehalten) Veranstaltungen Wochenendtipp: DEUTSCHES AUSWANDERERHAUS BREMERHAVEN Geschichte hautnah erleben – Migration besser verstehen Noch bis 30. November 2011 Sonderausstellung: Nach New York: „In Hamburg kannten wir doch keinen.” Aus- und Rückwanderer von Amrum und Föhr Weshalb verlassen Menschen seit Jahrhunderten ihre Heimat und begeben sich auf eine Reise ins Ungewisse? Und was ist das für ein Gefühl, in der Fremde ein neues Leben zu beginnen? Antworten auf Fragen rund um die Geschichte der Migration finden Besucher im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven, das im Jahr 2007 als bestes Museum Europas ausgezeichnet wurde. Als Martha die Koffer packt, legt ihr der Vater ein ungewöhnliches Familienerbstück hinein: eine Pferdebürste, die sie von nun an immer begleiten wird. Es ist Freitag, der 30. November 1923, als Martha Hüner, die noch nie aus Geestemünde herausgekommen ist, an der Kaje in Bremerhaven auf die Abreise wartet. – So wie das 17-jährige Kindermädchen traten mehr als sieben Millionen Auswanderer zwischen 1830 und 1974 von Bremerhaven aus die Schiffspassage in die USA, nach Kanada, Argentinien, Australien und Brasilien an. Ihre Geschichte wird im Deutschen Auswandererhaus erzählt. Das Erlebnismuseum befindet sich an jener Stelle, wo damals die Auswanderer an Bord der Schiffe gingen. Ausgestattet mit einer elektronischen Eintrittskarte, begleiten die Besucher auf ihrem Rundgang durch die Ausstellung reale Auswandererbiografien – vom Abschied von der Heimat über die Überfahrt bis hin zur Ankunft in der Neuen Welt. Sie folgen an verschiedenen Medienstationen den persönlichen Lebensgeschichten der Auswanderer aus verschiedenen Epochen und erfahren dabei auch die gesellschaftlichen Hintergründe der großen Auswanderungswellen. Im zweiten Teil des Rundgangs können sich die Besucher selber auf familiäre Spurensuche begeben und in einer der vier internationalen Datenbanken nach ausgewanderten Vorfahren recherchieren – oder aber in einem der originalen amerikanischen Telefonbücher nach Verwandten suchen. Ausführliches Angebot unter: http://www.haus-babylon.de Kontakt BABEL e.V. Klausdorfer Straße 8 12629 Berlin-Hellersdorf Tel.: (030) 99 858 91 Fax: (030) 99 893 20 E-Mail: babel-berlin@t-online.de Internet: http://www.haus-babylon.de Verantwortlich: Dr. Mekonnen Shiferaw ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 29 __________________________________________________________________________ Standen bislang mehr als 150 Jahre europäische Auswanderung in die „Neue Welt“ im Zentrum der Ausstellung, eröffnet das Museum im Frühjahr 2012 einen Erweiterungsbau, in dem die Einwanderung in die „Alte Welt“ beleuchtet wird. Dann nämlich widmet sich das Museum auch den europäischen, afrikanischen und asiatischen Einwanderern, die ab 1685 nach Deutschland gekommen sind – von den Hugenotten bis heute. Damit wird der Bogen von der Geschichte ins Heute gespannt und Migration multiperspektivisch präsentiert. Kontakt Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven Columbusstraße 65 27568 Bremerhaven Tel.: 0471 / 90220-0 E-Mail: info@dah-bremerhaven.de Internet: http://www.dah-bremerhaven.de Berlin-Kreuzberg ihren Höhepunkt. Unter dem Titel „Begegnung schafft Räume“ werden sich die Gäste (Teilnehmer/innen der vorangehenden Dialogtische) über ihre unterschiedlichen Perspektiven auf das diesjährige Motto in kleinen Dialogrunden austauschen. Es wird darüber hinaus ein interkulturelles Rahmenprogramm mit Musik und Buffet geben. Alle Informationen über die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs und das Programm finden Sie unter http://www.tage-des-interkulturellen-dialogs.de. Kontakt Koordination: ARiC Berlin e.V Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum Chausseestraße 29 10115 Berlin Tel. (030) 30 87 99-0 Fax (030) 30 87 99 12 Bis 17.11.: Am 24. November 2011 Abschluss „Begegnung schafft Räume“ 9. BERLINER TAGE DES INTERKULTURELLEN DIALOGS E-Mail: aric@aric.de Internet: http://www.aric.de Motto: „Zugehörigkeit und Selbstbestimmung“ Berlinerinnen und Berliner kommen zusammen, um MITEINANDER statt übereinander zu reden. Mehr als 60 Organisationen, Institutionen und Vereine haben die Initiative aufgegriffen und werden in den vier Wochen vom 17. Oktober bis 17. November 2011 zu rund 50 Dialogrunden berlinweit einladen. Wir erwarten mit Spannung, welche Erfahrungen und Erkenntnisse die Dialogrunden zu Tage fördern werden. Die Ausgangspunkte der Dialogrunden sind gleichzeitig sehr vielfältig: von Fragen zur Vielschichtigkeit und Veränderlichkeit von Identitäten, zu Fremd- und Selbstwahrnehmung, über Sichtweisen von Jugendlichen und Senior/innen bis hin zu den Herausforderungen an Selbstverwirklichung in unserer Gesellschaft. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr Frau Marianne Ballé Moudoumbou (Vertreterin der Migrant/innen im Rundfunkrat Berlin-Brandenburg) übernommen und in ihrem Grußwort weist sie unter anderem auf ein wichtiges Problem hin: „…Viel zu oft werden über Geflüchtete, MigrantInnen, Angehörige der afrikanischen, asiatischen, nord-, süd und zentralamerikanischen Diaspora Veranstaltungen organisiert und Entscheidungen getroffen, wo die Betroffenen bestenfalls im Publikum und nicht als ExpertInnen, Fachleute und mitwirkende Akteure zugelassen werden. …“ Damit spricht sie ein Thema an, das auch bei einigen Dialogrunden erörtert werden soll. Am 24. November 2011 findet die Dialogreihe mit einer Abschlussveranstaltung in der „alten Feuerwache“ in Ab 02.11., Ausstellung: EUROPA-KIND + EUROPA-SCHULE Bilder der Vielfalt: Fotografien + digitale Animationen Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 02.11. 2011 um 18:00 Uhr im Haus der Kulturen der Welt Ausstellung vom 3. bis 9. November 2011 10 – 19 Uhr Eintritt frei Wie werden Mehrsprachigkeit und multiple Zugehörigkeiten erlebt, wenn sie von klein auf zum Alltag gehören? Welche „Bilder“ entstehen, wenn sich EuropaSchülerInnen über ihre kulturellen Erfahrungen bewusst werden und diese als Bereicherung verstehen? Ein Projekt des Kollektivs migrantas zusammen mit drei Grundschulen der Staatlichen Europaschule Berlin Das Kollektiv migrantas hatte bislang mit den Werkzeugen der Kunst, des Designs und der Sozialwissenschaften vielbeachtete Bilder für das Selbstverständnis erwachsener Migrantinnen geschaffen und im öffentlichen Raum zahlreicher Städte des In- und Auslands sichtbar gemacht. Mit Europa-Kind + Europa-Schule konzipierte migrantas einen neuen methodischen Zugang und führte im September 2011 Projektwochen mit SchülerInnen aus 5. und 6. Klassen von drei Berliner Europaschulen durch. ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 30 __________________________________________________________________________ Mittels verschiedener Formen des künstlerischen Ausdrucks schufen die Kinder Bilder der Vielfalt: durch Fotografien ihres eigenen Umfelds, ihrer Schule, ihres Zuhauses, durch digitale Animationen am Computer nach eigenen Drehbüchern. Alle diese Bilder, die das gelebte, interkulturelle Selbstverständnis der neuen Generation sichtbar machen, werden im November 2011 in die Öffentlichkeit getragen: Sie werden in einer Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt präsentiert und einige Motive während zwei Wochen im Berliner Fenster der U-Bahn ausgestrahlt. Das Berliner Fenster sendet vom 1. bis 10. November auf allen Linien der U-Bahn vier Spots pro Stunde zu folgenden Zeiten: Weitere Infos und Programm unter: http://www.migrantas.org/web_migrantas_deutsch.html Kontakt Kollektiv migrantas Irma Leinauer Tel.: (01525) 729 11 99 E-Mail: migrantas@yahoo.com Internet: http://www.migrantas.org Ab 16.11.: CROSSKULTUR 2011 Kulturreihe in Tempelhof-Schöneberg Auftaktveranstaltung am 16.11.2011 20:00 Uhr, Rathaus Schöneberg Alt-Schöneberger Saal Multikultur, Interkultur, Transkultur – mit diesen Schlagworten wird heute ein Zustand beschrieben, der vieler Orts „Normalität“ geworden ist: Deutschland ist vielfältig. Die Arbeitsmigration seit Mitte der 1950er Jahre und spätere Einwanderungen haben unsere Gesellschaft nachhaltig geprägt – im gesamten Land, in Berlin und in den Bezirken. In Tempelhof-Schöneberg haben heute mehr als 30% der Menschen einen Migrationshintergrund, mit steigender Tendenz. Im Alltag ist die Vielheit der Bevölkerung spürbar und sichtbar, wo immer Menschen aufeinander treffen. Diese Vielfalt bereichert, aber fordert auch heraus. Längst geht es nicht mehr nur um Toleranz und Dialog, sondern um eine aktive Gestaltung des gemeinsamen Lebens. Es geht um die politische, soziale, berufliche und kulturelle Teilhabe von Migrantinnen und Migranten und deren Nachkommen. Hier sind Bereitschaft und Engagement jedes Einzelnen gefragt, aber auch das gesellschaftlicher Gruppen und öffentlicher Institutionen. Die Reihe „CrossKultur 2011“ will hierzu einen Beitrag leisten – mit kulturellen Veranstaltungen, einer Fachtagung, Angeboten zur Weiterbildung und Diskussionsforen. Gemeinsam mit lokalen Akteuren aus dem Bezirk, den Bildungs- und Kultureinrichtungen und Künstlern aus den verschiedensten Bereichen wurde ein facettenreiches Programm mit ingesamt 40 Veranstaltungen erarbeitet. Wie in den beiden Vorjahren findet die Reihe zwischen dem Tag der Toleranz und dem Internationalen Tag der Migranten statt. „CrossKultur“ ist eine Initiative der Museen TempelhofSchöneberg und der Integrationsbeauftragten des Bezirks, hervorgegangen aus dem bezirklichen Modellprojekt „Demographischer Wandel – Strategien für Berliner Bezirke“. Programm und weitere Infos im Internet: http://www.cross-kultur.de/ Kontakt Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Integrationsbeauftragte Gabriele Gün Tank John-F.-Kennedy-Platz 10820 Berlin Tel: 030 90 277 62 63 Fax: 030 90 277 63 44 09.-13.11.: IMPORT SHOP BERLIN In fünf Tagen um die ganze Welt  Aussteller aus über 50 Ländern präsentieren hochwertiges Kunsthandwerk und viel mehr  Verkaufsausstellung unter dem Funkturm feiert 50. Jubiläum  Marokko ist Partnerland 2011  Import Shop Berlin vom 9. bis 13. November 2011 Öffnungszeiten täglich 10:00 – 19:00 Uhr, Freitag und Samstag, 11. und 12.11.: 10:00 – 21:00 Uhr Über den Import Shop Berlin Unter dem Namen „Partner des Fortschritts“ im Jahre 1962 gestartet, lädt Deutschlands exotischste Shoppingmeile alljährlich im November in die Hallen unter dem Berliner Funkturm ein. Im vergangenen Jahr wollten insgesamt 43.252 Besucher die hochwertigen Angebote der 580 Aussteller aus 54 Ländern sehen und in vielen Fällen auch kaufen Veranstalter des Import Shop ist die Messe Berlin GmbH. Programm, Preise und weitere Infos im Internet unter http://www.importshopberlin. ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 31 __________________________________________________________________________ 22./23.11., Sondervorführung: ABER DAS LEBEN GEHT WEITER Ein Dokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies elementarer Menschenrechte bewegend veranschaulicht. Kontakt Produktion und Verleih: Karin Kaper Film Naunynstraße 41a 10999 Berlin Tel: (030) 6150 7722 mobil: (0160) 493 40 29 E-Mail: kaperkarin@web.de Internet: http://www.karinkaper.com Ein persönlicher Beitrag zum 20jährigen Bestehen des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages Ein bewegender Film über Vertreibung und Verlust der Heimat aus dem Blickwinkel betroffener Frauen 2011, 104 Minuten, FSK ab 12 Jahren Gefördert aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Empfohlen vom Bundesverband der DeutschPolnischen Gesellschaften und der Bundeszentrale für Politische Bildung Sondervorführungen in Anwesenheit der Regisseure Karin Kaper und Dirk Szuszies In der Urania in Berlin am 22. und 23.11. jeweils um 17.00 Uhr Drei polnische und drei deutsche Frauen aus mehreren Generationen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzte, setzen bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung. Ein Film über Heimat, Krieg, über das Überleben in der Fremde, darüber wie die große Geschichte in das Dasein der Menschen hineinblitzt und die Lebensbahnen durcheinanderwirbelt. Der Film erzählt sehr privat ein jahrzehntelanges besonderes Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen. Kommentarlos kommen die Frauen zu Wort und lassen den Betrachter Anteil nehmen an ihrer subjektiven Sicht der Ereignisse. Der Film berücksichtigt nicht nur die erschütternden Vorkommnisse in den Kriegswirren bis zur endgültigen Vertreibung der deutschen Familie aus ihrem niederschlesischen Dorf Niederlinde im Sommer 1946. Er wirft auch ein Licht auf die Entwicklungen der Nachkriegszeit sowie spätere Jahrzehnte bis heute. Dem Schicksal der Deutschen, die später in Bremen und Umgebung eine zweite Heimat fanden, wird das der polnischen Familie gegenübergestellt, die ihrerseits 1940 von der sowjetischen Armee aus Ostgebieten Polens nach Sibirien verschleppt wurde. Nach einer unglaublichen sogar bis Kirgistan führenden Odyssee bekam sie schließlich im Sommer 1945 den Hof der Deutschen zugesprochen. Das ehemalige Niederlinde heißt heute Platerówka und liegt 25 km von Görlitz entfernt. Ein Film, der auch für die Debatte über aktuelle Flüchtlingsströme und Migrationsbewegungen von großer Bedeutung ist! Ein Film, der rein aus dem Blick der betroffenen Frauen Machtmissbrauch und Verletzung 24.11. im HÎNBÛN, Buchvorstellung: Ein Buch von Mehmet Desde "FOLTER UND HAFT IN DER TÜRKEI" Buchvorstellung, Lesung und Diskussion mit dem Autor Donnerstag, 21.11.2011 19:00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr HÎNBÛN Brunsbütteler Damm 17 13581 Berlin Weitere Informationen: http://www.hinbun.de/pdf/mehmet.pdf HÎNBÛN lädt herzlich ein zur Buchvorstellung mit Lesung und anschließender Diskussion mit dem Autor, der seine Erlebnisse während und nach seiner Gefangenschaft sowie seinen Kampf um seine Freiheit anschaulich darlegt. Anlässlich der aktuellen Situation in der Türkei gewinnt diese Problematik wieder an Brisanz. Wir erwarten eine interessante und eindrucksvolle Schilderung, die sicher zum mitdiskutieren einlädt. Internet: http://www.hinbun.de ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 32 __________________________________________________________________________ 25.11., WdK: MIGRATION MUSIC Dr. Bajan in der Werkstatt der Kulturen 21:00 Uhr, Club Eintritt 7 € / 5 € Dr. Bajan – Sovietabilly – aus den Einflüssen von Klezmer, Jazz, Chanson und Volksmusik plus Rock´n Roll entstand Sovietabilly. Balkan meets Charlie Parker, Manu Chao trifft auf Gorki… Hemmungslos, atemberaubend, einnehmend ist die Musik der Berliner Band Dr. Bajan. Die Musiker aus Russland, Deutschland und der Schweiz verschieben mit ihren selbst komponierten Songs in provokant hemmungsloser Form althergebrachte musikalische Stereotypen. Benannt haben sie sich nach dem russischen Knopfakkordeon Bajan, das der Bandleader Nikolai Fomin in psychedelischer Manier spielt und mit einem selbst entwickelten System der voll pedalisierten Tonabnahme versehen hat. Unter dem Titel "Sovietabilly" wird russischer Kasatschok, Hardrock, Ska, Klezmer und Jazz mit Polka-Rhythmen durcheinander geschüttelt und ein orgiastischer russischer Rock´n Roll kreiert. Internet: http://www.drbajan.de/ Komplettes November-Programm der Werkstatt unter: http://www.werkstatt-der-kulturen.de/de/spielplan/ Kontakt Werkstatt der Kulturen Wissmannstraße 32 12049 Berlin Tel: (030) 60 97 70-0 Fax: (030) 60 97 70-13 E-Mail: info@werkstatt-der-kulturen.de Internet: http://www.werkstatt-der-kulturen.de Veröffentlichungen/ Internet-Tipps „50 JAHRE MIGRATION AUS DER TÜRKEI“ Internet-Präsentation nun online Am 30. Oktober 2011 jährte sich das deutsch-türkische Anwerbeabkommen zum 50. Mal. Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein-Westfalen hat aus diesem Anlass bei DOMID, dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V. eine Präsentation in Auftrag gegeben. Die Präsentation mit dem Titel „50 Jahre Migration aus der Türkei“ enthält neben historischen Informationen auch ein Grußwort von Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NordrheinWestfalen. Sie ist abrufbar unter: http://www.mais.nrw.de BERLINTURK.DE Deutsch-türkisches Nachrichtenportal aus Berlin berlinturk.de ist ein junges aufstrebendes deutschtürkisches Nachrichtenportal aus der Mitte Berlins. Die Nachrichten und Blogeinträge von namhaften deutsch-türkischen und türkischen Persönlichkeiten der Öffentlichkeit erscheinen in türkischer Sprache für das wachsende deutsch-türkische Publikum der Hauptstadt. Aktuelle Videos und zahlreiche Interviews informieren über das politische Leben Berlins. Wir möchten den Wissensdurst und das Informationsbedürfnis unseres Publikums durch qualitativen Journalismus und Social-Networking stillen. Das Nachrichtenportal berlinturk.de erfreut sich seit seiner Inbetriebnahme in den letzten Monaten großer Beliebtheit bei unseren Lesern, was sich an den Seitenaufrufen und der steigenden Werbetätigkeit auf der Seite erkennen lässt. Internet: http://www.berlinturk.de University of California: MULTICULTURAL GERMAN PROJECT Eine interdisziplinäre Forschergruppe von Studierenden und Professoren am Fachbereich für Germanistik der University of California, Berkeley, beschäftigt sich seit 2001 mit den Themen der Migration und Multikulturalität in Deutschland und Europa. Im Rahmen der diesjährigen Feierlichkeiten zum 50-Jährigen DeutschTürkischen Anwerbeabkommen, die in verschiedenen deutschen Städten stattfinden, wird sie sich speziell dem Thema "Migration und Erinnerung" widmen. ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 33 __________________________________________________________________________ Auf der „Multicultural German Project Homepage“, einer Ressourcen-Plattform für Interessierte und Akademiker, werden regelmäßig Nachrichten zu Migration und Deutschland archiviert und aktualisiert. Zudem gibt es eine Linksammlung von Institutionen, die sich mit den Themen Migration, Kultur, Erinnerung in Deutschland und Europa befassen: http://mgp.berkeley.edu/?page_id=14 Online zugängliche wissenschaftliche Artikel sowie Videos der jährlich erscheinenden elektronischen Zeitschrift TRANSIT: http://german.berkeley.edu/transit/ Facebook: https://www.facebook.com/pages/MulticulturalGermany-Project/108056148608 gen beim Amtsbesuch? Kein Kitaplatz wegen „Hartz IV“? In diesen und anderen Fällen müssen Ratsuchende vertröstet werden, weil das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hier keinen Schutz bietet. Ein LADG dagegen soll vor jeder Diskriminierung durch hoheitliches Handeln des Landes Berlin - aus rassistischen Gründen, wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion und Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Identität und auch des sozialen Status schützen. Verbände können einen Prozess für die diskriminierte Person führen oder in bestimmten Fällen selbst klagen. Zugleich zielt der Entwurf auf die Förderung einer Kultur der Wertschätzung von Vielfalt. Die Berliner Verwaltung wird zu einem umfassenden Diversity-Mainstreaming verpflichtet, was z.B. bedeutet, Kompetenz im Bereich Vielfalt bei Einstellungen zu berücksichtigen oder neue Gesetzesvorhaben auf die Berücksichtigung der Anerkennung von Vielfalt hin zu überprüfen. Die Veröffentlichung enthält den Gesetzesentwurf für ein LADG mit Begründung sowie eine Dokumentation der Fachwerkstatt inklusive der fachlichen Einschätzungen zum Gesetzesentwurf von Expertinnen und Experten im Antidiskriminierungsrecht und der Podiumsdiskussion. Die Broschüren können Sie bei der Berliner Landesantidiskriminierungsstelle bestellen: E-Mail: broschuerenstelle@senias.berlin.de Tel: (030) 9028-2848. Auch finden Sie eine Online-Version auf der Website http://www.berlin.de/lads unter „Aktuelles“. ZENITH Zeitschrift für den Orient zenith – Zeitschrift für den Orient ist das führende deutsche Magazin zum Nahen Osten, dem Maghreb und der muslimischen Welt. Kritisch, ausgewogen und kenntnisreich – diese Ansprüche stellt zenith an die eigene Berichterstattung. Das Magazin, das 1999 aus einer studentischen Initiative entstanden ist und seit 2008 im von drei Herausgebern gegründeten Deutschen Levante Verlag erscheint, hat sich die nicht zuletzt die Ausbildung fachlich qualifizierter Orient-Berichterstatter zur Aufgabe gemacht. Im Netz: http://www.zenithonline.de Jetzt als Broschüre: GLEICHBEHANDLUNG IST IHR GUTES RECHT! DIE DEUTSCHEN VIETNAMESEN Neues Fotobuch von Nguyen Phuong-Dan und Stefan Canham Die Deutschen Vietnamesen von Nguyen Phuong-Dan und Stefan Canham mit einem Essay von Kristin Mundt 204 Seiten, über 120 farbige Abbildungen Hardcover, Deutsch ISBN 978-3-941825-23-9 EURO 34 Peperoni Books, Berlin 2011 Viel ist geschrieben worden über Vietnamesen, die nach Deutschland kamen. Es gibt akademische Studien über Vertragsarbeiter in der DDR, Boat People, die auf der Flucht vor Krieg und Armut nach WestDeutschland gelangten und vietnamesische Kinder, die in der DDR zu einer neuen sozialistischen Elite erzogen Ein Landesantidiskriminierungsgesetz für Berlin Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung hat erste Impulse für ein Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) gesetzt. Im Rahmen der Fachwerkstatt mit dem Titel „Gleichbehandlung ist Ihr gutes Recht! Ein Landesantidiskriminierungsgesetz für Berlin“ am 5.7.2011 wurde der im Auftrag der Landesantidiskriminierungsstelle von dem Rechtswissenschaftler Alexander Klose erarbeitete Entwurf vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse der Fachwerkstatt sind jetzt in der gleichnamigen Broschüre nachzulesen. Getrennte Grundschulklassen nur für Kinder mit Deutsch als Erstsprache? Herabwürdigende Äußerun______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 34 __________________________________________________________________________ werden sollten. Später erschuf die Presse die Figur des Zigarettenschmugglers, heute werden Vietnamesen oft als Musterimmigranten präsentiert. Aber wer sind die „Deutschen Vietnamesen“ wirklich? Nguyen Phuong-Dan, selbst Sohn vietnamesischer Einwanderer, ließ diese Frage keine Ruhe. Zusammen mit Stefan Canham machte er sich auf den Weg nach Vietnam, um Vietnamesen zu besuchen, die zu verschiedenen Zeiten und aus ganz unterschiedlichen Gründen in Deutschland gelebt haben und später nach Vietnam zurückgekehrt sind – oder zurückgehen mussten. Wenn so viele Vietnamesen in Deutschland waren und zurückgegangen sind, so ihre Überlegung, sollte es dann nicht möglich sein, sich über ihre Erzählungen dem weit entfernten Land zu nähern? Und könnten die Erfahrungen der Migranten nicht auch Auskunft und Aufschluss geben über Deutschland selbst? Wie erlebt man Deutschland, wenn man aus Vietnam kommt? Und wie kann man in Vietnam leben, wenn man aus Deutschland dorthin zurückkehrt? Auf Ihrer langen Reise durch Vietnam begreifen Nguyen und Canham, wie tief die Spuren sind, die die Zeit in Deutschland im Leben der Rückkehrer hinterlassen hat. Sie treffen Menschen, die dankbar die Gelegenheit ergreifen, sich und ihre Erlebnisse mitzuteilen und ihre abenteuerlichen, bewegenden teils aberwitzigen Geschichten von Migration und Rückkehr zu erzählen. Überrascht entdeckt man dabei, wie vertraut das Fremde und wie unbekannt das vertraut geglaubte Zuhause sein kann. Fesselnd sind die sehr persönlichen Schilderungen aber auch deshalb, weil sie zeigen, wie internationale politische und gesellschaftliche Entwicklungen auf individuelle Biographien einwirken und Lebenswege vollständig verändern können. In ihrem Buch zeichnen Nguyen und Canham die intensiven Begegnungen mit dreizehn Rückkehrern nach. Einfühlsam fotografierte Portraits und Bilder der häuslichen Umgebung veranschaulichen die gegenwärtige Lebenssituation. Die Aufzeichnungen aus den langen Gesprächen sowie Erinnerungsfotos und Auszüge aus Familienalben und Tagebüchern lassen die Wege, Umwege und Irrwege der Auslandsvietnamesen und die Zeit, die sie in Deutschland verbracht haben, lebendig werden. In einem ausführlichen Essay befasst sich Kristin Mundt am Ende des Buches mit den Ursachen und den Folgen der verschiedenen Migrations- und Remigrationswellen und der widersprüchlichen Figur des Migranten. „Die Deutschen Vietnamesen“ wurde gefördert von der Kulturbehörde Hamburg. Zum Buch: http://peperoni-books.de/deutschen_vietnamesen.html Studie des Deutschen Orient-Instituts: Auslöser, Verlauf, Ausblick DER ARABISCHE FRÜHLING – Die Veröffentlichung analysiert umfassend die Ereignisse der letzten Monate in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, stellt diese in den historischen, sozio-ökonomischen und gesellschaftlichen Kontext und untersucht den Wandel in der arabischen Welt. Hierbei werden nicht allein Staaten wie Tunesien, Ägypten oder Libyen in den Blick genommen, die als Hot Spots des „Arabischen Frühlings” gelten, sondern auch die vermeintlichen „Horte der Stabilität” wie SaudiArabien oder andere ressourcenreiche Golfstaaten. Auch vor diesen Ländern macht der Wandel in der Region nicht Halt. Er verdeutlicht sich aber in jedem Land auf unterschiedliche Weise. So möchte die Publikation auf Tendenzen, Perspektiven, Brüche und Herausforderungen in allen arabischen Ländern aufmerksam machen und in einem Exkurs auch die Rolle von Deutschland, der EU und der Türkei beleuchten. Sie finden die Publikation zum kostenlosen Download unter http://www.deutsches-orient-institut.de. ORIENT- UND ISLAMFORSCHUNG AN DEUTSCHEN UNIVERSITÄTEN. Eine Bestandsaufnahme Diese Publikation katalogisiert anhand einer übersichtlich sortierten und nach Namen oder Universitäten geordneten Gliederung WissenschaftlerInnen an deutschen Universitäten, die sich der Orient- und/ oder Islamforschung widmen. Damit ist hier seit vielen Jahren erstmals eine Publikation geschaffen, die eine Übersicht in einer zunehmend kaum zu überblickenden Landschaft der deutschen Orient- und Islamforschung enthält. Da sich die deutsche Orientforschung in den letzten Jahren von den klassischen Studienfächern wie Islamwissenschaft oder Orientalistik auch in andere Fachbereiche ausgeweitet hat, werden auch einige andere Fachdisziplinen und ihre jeweiligen VertreterInnen aufgeführt. Bestandteil ist eine umfassende Sammlung der MitarbeiterInnen an deutschen Universitäten im Bereich der Orient- und Islamforschung inklusive Kontaktdaten und Schwerpunktbereiche. Zusätzlich informieren wir über die historischen und aktuellen Entwicklungen in der deutschen Islamforschung. Zum Preis von 29 Euro online bestellbar unter: http://www.deutsches-orientinstitut.de/content/view/32/36/lang,de/ ______________________________________________________________________________________________________ November 2011, Nr. 84 BERLIN INTERNATIONAL Seite 35 __________________________________________________________________________ MEIN NEUER ARBEITSPLATZ 100 Fragen und 100 Antworten. Prollius, Gunter: Mein neuer Arbeitsplatz 100 Fragen und 100 Antworten. Der Leitfaden für Berufsanfänger und Auszubildende von A wie Arbeitsanfang bis Z wie Zeugnis 2011, ca. 200 S. (PW, 131) Kt. 29,80 €, 49,90 CHF ISBN-13: 978-3-8169-2158-5 expert-verlag http://www.gp-personalberatung.de Der Autor vermittelt den Lesern in Frage- und Antwortform auf der Grundlage von Praxisfällen und anhand vieler Muster, Tabellen, Checklisten und Beispiele ein anschauliches Bild des Arbeitslebens. Das Buch hilft den Leserinnen und Lesern, sich schnell in neue betriebliche und private Situationen einzufinden oder sich umzustellen. Inhalt: Meine Bewerbungsunterlagen: Wie gestalte ich sie? – Die Stellenangebote in den Medien: Wie sondiere ich sie? – Die Arbeitsagentur: Informationsmaterial und Kontaktaufnahme – Mein Bewerbungsgespräch: Wie bereite ich mich am besten vor? – Mein Arbeitsvertrag: Auf was muss ich alles achten? – Pflichten und Rechte als Arbeitnehmer und als Arbeitgeber – Mein erster Arbeits-/Ausbildungstag – Meine Einarbeitung und meine Probezeit – Meine Beurteilung – Das Mitarbeitergespräch – Die Beendigung der Probe-/Einarbeitungszeit – Die Beendigung des Arbeits/Ausbildungsverhältnisses – Wie sieht meine Zukunft aus? Die Interessenten: Das Buch wendet sich an alle Abgangs-Schüler, die eine Berufsausbildung oder eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft, bei Behörden oder bei anderen Institutionen aufnehmen möchten, sowie an alle Fach- und Hochschulabgänger, die ihre Kenntnisse in die Praxis umsetzen wollen. Vor allem sind auch alle ausländischen Mitbürger angesprochen, die erstmals in Deutschland einen Beruf erlernen oder ausüben wollen, ebenso alle Unternehmensgründer und Ausbilder, die erstmals ihren Personalbedarf ermitteln und abdecken müssen. Zum Buch: http://www.expertverlag.de/index.php?i=2158&m=exper t+service&p=service-i Edition an der Spree – NEUERSCHEINUNGEN Von Özdemir Başargan Özdemir Başargan: Der Fisch am Angelhaken Die Türkei Sachbuch-Trilogie, erschienen bei: Edition an der Spree (Die Geschichte des Kopftuches / Euro-Islam / EUBeitritt der Türkei) 388 Seiten, mit Karikaturen und Abbildungen. ISBN: 978-3-924880-00-2 Ladenpreis 18.95 Euro Özdemir Başargan: Leylek, der Zugvogel, Märchen für Kinder und Erwachsenen 126 Seiten mit Illustrationen ISBN: 978-3-924880-01-9 Ladenpreis 13.95 Euro Bestellungen über: Stodiecks Buchhandlung & Galerie Richard-Wagner-Straße 39 10585 Berlin-Charlottenburg E-Mail: buchhandlung@stodiecks.de Edition an der Spree Postfach 10 04 65 10564 Berlin RAA: DER INTERKULTURELLE KALENDER 2011/12 IST ERSCHIENEN! Seit August gibt es den neuen Interkulturellen Kalender der RAA. Er läuft über das Schuljahr und enthält die wichtigsten Feiertage der großen in Berlin vertretenen Kulturen. Das Plakat im Format A1 steht für Schule, Jugendarbeit und alle Interessierten zur Verfügung. Eine ausführlichere Variante mit monatlich aktualisierten Informationen und Handreichungen gibt es online auf http://www.raa-berlin.de. Der Interkulturelle Kalender 2011/12 ist wie die Begleitbroschüre „Feste der Weltreligionen. Interkulturelle Beiträge No. 6“ mit vielen Hintergrundinformationen und pädagogischen Anregungen zur Arbeit mit dem Kalender bei der RAA Berlin erhältlich. Bestellungen bitte per Fax an (030) 24045-509 oder per E-Mail an info@raa-berlin.de. Internet: http://www.raa-berlin.de ______________________________________________________________________________________________________
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