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Full text: Berlyñ international (Rights reserved) Ausgabe 53.2008 (Rights reserved)

international DER NEWSLETTER DES 11/08 Nummer 53 Der interkulturelle Kalender für den Monat November: INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN Liebe Leserinnen, liebe Leser, für seine erfolgreiche Ausbildung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund erhielt der Malereibetrieb BORST & MUSCHIOL am 27.10.2008 den Integrationspreis 2008 des Landesbeirats für Integrations- und Migrationsfragen. Der Preis geht jährlich an ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Der Malereibetrieb ist 75 Jahre alt und beschäftigt zurzeit 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zwei Drittel von ihnen haben dort gelernt. Der Betrieb hat in der Vergangenheit die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht und Jugendliche aus der Neuköllner High Deck Siedlung bevorzugt berücksichtigt. Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner (links im Bild) übergab den Preis am Montag in der "Werkstatt der Kulturen" während einer festlichen Veranstaltung, an der Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen teilnahmen. Sie betonte: "Wir haben in Berlin viele Betriebe, die sehr gut ausbilden und die sich ihrer Verantwortung nicht nur für den Betrieb, sondern für die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft bewusst sind. Gerade unter den mittelständischen Betrieben gibt es viele, die Migrantinnen und Migranten ausbilden. Dieses Engagement ist gut für unsere Stadt und ich finde, dass es auch öffentlich anerkannt werden muss. Deshalb haben wir auch in diesem Jahr den Integrationspreis des Landesbeirats für Integrations- und Migrationsfragen unter Berlins mittelständischen Unternehmen ausgeschrieben." (weiter Seite 4) Ihre Redaktion BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 28.11.2008. Redaktionsschluss für die Dezember-Ausgabe (Nr. 54) ist der 21.11.2008. IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum des Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen 1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, IntMig 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 90172320, Martina Gembus, IntMig B 4, (030) 9017-2327 (Vertr.). Diese und weitere Ausgaben im Internet unter http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html . 31.10.2008 [1.343 | Jahrgang 25] BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 2 Integrationsbeauftragter aktuell Fortsetzung von Seite 1: Senatorin Knake-Werner ehrt Malereibetrieb BORST & MUSCHIOL mit dem Integrationspreis Runder Tisch: Gemeinsam gegen Homophobie Nun auch als Download erhältlich: Berlin deutsch-türkisch. Einblicke in die neue Vielfalt Grenzübergreifende Informationen über Ihre Rente: Internationale Rentenberatung Deutschland-Frankreich in Berlin am 4. und 5. November Mehrsprachiges Info-Faltblatt „HPV-Impfung – ein Schutz vor Gebärmutterhalskrebs? Eine Entscheidungshilfe“ 24.11., Diskussionsveranstaltung: Die Integration der Zweiten Einwanderergeneration in Berlin. Vorstellung der Ergebnisse der Studie “The Integration of the European Second Generation” (TIES) Anmeldung bis 12.11.2008 Landesintegrationsbeirat: Empfehlungen zur Stärkung des interkulturellen Profils des rbb Senatorin Knake-Werner zur Landesstelle für Gleichbehandlung: Antidiskriminierung ist Schwerpunkt der Senatspolitik Staatsbürgerschaftsrecht: Bundesratsmehrheit verspielt integrationspolitische Chance Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner: Eröffnung der Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde ist Ausdruck der religiösen und kulturellen Vielfalt Berlins Aus dem Landespressedienst Projektförderung im Bereich der Bildenden Kunst für das Jahr 2009 Katalog-/Website- und CD-ROM-Förderung im Bereich der Bildenden Kunst für das Jahr 2009 Senat richtet Leitstelle für Fragen zu Sekten ein Kommunales Wahlrecht für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin. Seyran Ates ausgezeichnet Nach Schnellabfrage bei allen Schulen zieht Senator Zöllner eine erfreuliche Bilanz: Schulen in belasteten Quartieren gestärkt 6 Projekte mit dem Berliner Präventionspreis 2007 ausgezeichnet Wowereit beglückwünscht Ahmadiyya-Gemeinde zur Einweihung ihrer neuen Moschee Dokumentation des 8. Berliner Präventionstages - "In Würde aufwachsen" - ist erschienen Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit wird erweitert Arbeitsstipendien für Berliner Autorinnen und Autoren 2009 Einladung zur Veranstaltung für Eltern und für Fachpublikum "Gemeinsam gegen Rechtsextremismus" Anfragen an den Senat „Wie arbeitet die Antidiskriminierungsstelle?“ (Link) und weitere Anfragen auf Seite Aus Europa, Bund und Ländern Hinweis: Berliner Europaportal und Europa-Newsletter 1.965 Asylbewerber im September 2008 Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes: Böhmer weist Kritik von Migrantenverbänden zurück Neubau Moschee: Begegnungsstätte Duisburg-Marxloh Internationale Konferenz: „Mobility, Integration and Development“. Rede von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble anlässlich der 13. Internationalen Metropolis Konferenz am 28. Oktober 2008 in Bonn Körting: „Homophobie ist kein Kavaliersdelikt!“ Innensenator empört über schwulenfeindlichen Hetz-Artikel Dem Hass keine Chance - Homophobie entschieden entgegentreten. Kongress am 21. und 22. November 2008 im Bundestag. Anmeldung bis zum 17.11.2008 ....…….........18 ...….........….18 ...….........….18 ...….........….18 ...….........….18 ...….........….19 .............…..19 .............…..19 ...….........….17 ...…..........…11 ...…..........…11 ...…..........…11 ...….............12 ...….............12 ...….............13 ...….......…...14 ...….......…...15 ...….......…...15 ...….......…...15 ...….......…...16 ...….......…...16 .......................4 .......................4 .......................5 .......................5 .......................5 .......................6 .......................7 .......................8 .......................9 .......................9 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 3 Initiativen "Handeln Statt Wegsehen!“ Neue Initiative gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus Preisausschreibung: „Politische Bildung 2008/2009“. Sozial- und bildungsbenachteiligte Menschen mit Migrationshintergrund im Fokus. Frist: 31.12.2008 Workshops/ Tagungen 05.11.; Demografie-Konzept für Berlin. Einladung zum Dialog: „Weltoffene und soziale Stadt“ 11.11.; Fachtagung: Ich arbeite also bin ich (?). Arbeit und Identität in verschiedenen Religionen und Weltanschauungen 21.11.; Fachkonferenz: EU – Förderprogramme für Auslandsaufenthalte von Jugendlichen aus BerlinNeukölln. Jugend in Aktion, Leonardo da Vinci und Comenius für die lokale Ebene in der Förderperiode 2007 - 2013. Meldeschluss: 14.11.2008 25.11.2008; Fachtagung: „Gemeinsam für Anerkennung und Respekt“. Wie kann Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft verhindert werden? Anmeldung bis zum 18.11.2008 04.12.: Fachtagung des DRK: Familienbildung und Familienberatung für muslimische Familien. Anmeldeschluss: 10.11.2008 28.11.; Stiftung Genshagen: „Europäische Städte vor den Herausforderungen von Gewalt und sozialer Desintegration: Was kann Stadtentwicklungspolitik leisten?“ Anmeldung bis 21.11.2008 10.12.; Otto Bennecke Stiftung e.V.: Forum Migration 2008. Anmeldung bis 30.11.2008 Qualifizierungen FrauenComputerZentrumBerlin e.V.: Office-Grundlagen & ECDL-Start. Fortbildung ab 10.11.2008 Joliba e.V.: Weiterbildungsseminar zur Selbstständigkeit. Projekt „EXISTA – Coaching von Existenzgründerinnen“ richtet sich besonders an Frauen mit Migrationshintergrund Aus Projekten und Vereinen Projektvorstellung: Interkulturelles Mehrgenerationenhaus Neukölln Stadtoase Homophobie entgegen treten! Eine Erklärung des Migrationsrates Berlin-Brandenburg LSVD Berlin Brandenburg e.V.: Stellungnahmen zum Runden Tisch gegen Homophobie Projektvorstellung: "Verschieden gleich sein" in der Afro-Deutschen Spielgruppe Berlin 06.11.; LIFE e.V.: 4. Netzwerktreffen „Umwelt, Frauen, Migration“ Oase Pankow: Deutsch als Fremdsprache. Nachmeldungen für diesen Kurs noch möglich! 03.-23.11; Tage des Interkulturellen Dialogs: Dialogtisch im AWO-Begegnungszentrum Babel e.V.: Programm November 2008 Veranstaltungen 03.11.-02.12.: Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs 2008 03.-09.11.: 4. Tanzfestival „4. Tanz der Kulturen“ 07.11.; Filmabend: 70. Jahrestag der Pogromnacht - „Am Ende kommen Touristen“ 09.11.: St. Thomas-Kirche Musikalischer Religionsdialog ab 13.11.; Berliner Verwaltung zeigt Gesicht. Ausstellung im Rahmen der Kampagne „Berlin braucht Dich“ ....................20 ....................20 ....................21 ....................21 ....................22 ....................22 ....................23 ....................24 ....................25 ....................26 ....................26 ....................27 ....................28 ....................28 ....................28 ....................29 ....................30 ....................30 ....................31 14.-16.11.: JapanFestivalBerlin. Japan zu Gast im Postbahnhof 14.-16.11.: Expolingua Berlin 2008. 21. Internationale Messe für Sprachen und Kulturen Veröffentlichungen/ Internet-Tipps Der Neue ist da! Interkultureller Antirassismus Taschenkalender 2009 Spielneuerscheinung: Berlin Memory „turn two Berlin. Pädagogisch wertvolles Memoryspiel für Kinder Neuerscheinung: Statistik-Broschüren für die Länder Berlin und Brandenburg Film-Preview, 13.11.: Der Weg nach Mekka - Die Reise des Muhammad Asad Programmhinweis: Offener Kanal Berlin. Special Edition: THE COLLEGIUM - Forum & Television Program Berlin - November 2008 ....................32 ....................32 ....................33 ....................33 ....................33 ....................34 ....................34 ....................35 ....................35 ....................35 ....................36 ....................37 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 4 Integrationsbeauftragter aktuell Unter den Teilnehmenden aus den Communities waren viele, die selbst homosexuell sind. Dies zeigt, dass unterschiedliche sexuelle Orientierung auch in den Einwanderungsgruppen immer mehr zum sichtbaren Lebensalltag gehört. Diese wichtige Entwicklung darzustellen, ist ein wichtiger Schritt, um Vorurteile sowohl in den Einwanderergruppen wie auch in der sogenannten Mehrheitsgesellschaft zu bekämpfen. Erstmals öffentlich diskutiert wurde das von verschiedenen islamischen Verbänden in Berlin erarbeitete Papier zur Position der Muslime gegenüber Homosexualität. Dass die Muslime ähnlich wie die offizielle katholische Kirche und Teile der evangelischen Kirche Homosexualität als „Sünde“ bewerten, wurde von den nicht religiös gebundenen Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmern erwartungsgemäß mit Unverständnis aufgenommen. Wesentlich aber ist, dass die Berliner Muslime mit diesem Papier deutlich erklären, dass die Freiheitsrechte des einzelnen vorrangig sind und auch Muslime zur Verteidigung dieser Freiheitsrechte aufgerufen sind. In der Erklärung heißt es, die Muslime verurteilen "jegliche Form der Verfolgung oder gar Gewaltanwendung gegen Homosexuelle. Wir wenden uns entschieden gegen jegliche Form der Diskriminierung und Verfolgung irgendwelcher gesellschaftlicher Gruppen einschließlich der Homosexuellen". Diese Position mehr mit Leben zu erfüllen, sollte gemeinsames Ziel sein. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Der Runde Tisch war ein wichtiger weiterer Beitrag für die Durchsetzung einer Kultur des Respekts auch im Alltag. Anders als in der Öffentlichkeit häufig wahrgenommen, hat in den Migranten-Gruppen eine intensive Diskussion darüber begonnen, wie Vorurteile gegenüber Homosexuellen abgebaut werden können. Die Gruppen wollen dieses Thema in den kommenden Monaten auch intern eingehender diskutieren. Die "Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung" wird gemeinsam mit dem Berliner Integrationsbeauftragten diese Entwicklung begleiten. Nächster wichtiger Meilenstein ist eine Veranstaltung zum Thema Homosexualität in der Einwanderungsstadt, die am 25. November in der Werkstatt der Kulturen in Neukölln stattfindet. Weitere Informationen zur Veranstaltung am 25.11.08 auf Seite 22 dieser Ausgabe. Stellungnahmen des LSVD zum Runden Tisch auf Seite 28. (Zum Thema siehe auch BI Nr. 52, Seite 15, Download unter : http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/ [RED]) Fortsetzung von Seite 1 Senatorin Knake-Werner ehrt Malereibetrieb BORST & MUSCHIOL mit dem Integrationspreis Um neben dem ersten Preisträger weitere hervorragende mittelständische Betriebe zu würdigen, wurde das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro geteilt. Die Jury, in der Vertreterinnen und Vertreter des Integrationsbeirates, der IHK, des DGB, der Liga der Wohlfahrtsverbände, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales vertreten waren, vergab zwei zweite Preise. Sie gingen an das IT-Systemhaus on line Datensysteme GmbH aus Reinickendorf und die Hauskrankenpflege DETA-MED aus Neukölln. Die Commerzbank, Filiale Berlin Presse in der Potsdamer Straße, erhält einen Sonderpreis für ihre beispielhafte Arbeit mit jungen Migrantinnen und Migranten. Sie bemüht sich besonders darum, die Ausbildungsreife der Jugendlichen zu verbessern. Informationen des Landesbeirates für Integrations- und Migrationsfragen im Internet: http://www.berlin.de/lb/intmig/beirat/index.html Runder Tisch GEMEINSAM GEGEN HOMOPHOBIE Am Dienstagabend, 28.10. fand im Berliner Rathaus der Runde Tisch "Gemeinsam gegen Homophobie“ statt, der auf eine gemeinsame Initiative von Eren Ünsal, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes Berlin (LADS), und Günter Piening, dem Berliner Integrationsbeauftragten, zurückgeht und durch die beiden auch moderiert wurde. Die Initiatoren ziehen eine positive Bilanz. Ziel des Runden Tisches war, die Positionen in den großen Migrantengruppen zu erfahren und zu diskutieren. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter des Landesbeirates für Migration und Integration, des Islamforums Berlin sowie des LADS-Arbeitskreises "Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen in den Migrant/ innencommunities“. Das große Echo, das die Einladung fand, zeigt, dass in den wichtigsten Einwanderergruppen ein starkes Interesse besteht, Fragen der sexuellen Orientierung zu diskutieren und Homophobie gemeinsam zu ächten. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 5 Integrationsbeauftragter aktuell Nun online erhältlich: Grenzübergreifende Informationen über Ihre Rente BERLIN DEUTSCH-TÜRKISCH Einblicke in die neue Vielfalt Unter diesem Titel hat der Integrationsbeauftragte in diesem Jahr eine Veröffentlichung herausgegeben, die Zwischenbilanz zieht, wie türkisch Berlins Türken eigentlich noch sind, nach fast einem halben Jahrhundert Einwanderung aus der Türkei. Verfasser der Studie sind Martin Greve und Kalbiye Nur Orhan. Ein Fazit: das türkische Berlin hat heute in weiten Teilen einer deutsch-türkischen Vielfalt Platz gemacht hat. Für die meisten der 200.000 Berlinerinnen und Berliner mit „Migrationshintergrund Türkei“ bedeutet dies, dass dieser für sie schon lange nicht mehr im Vordergrund steht. Die über 90seitige, reich illustrierte Publikation (ISBN: 978-3-938352-26-7) gibt es weiterhin gegen eine Schutzgebühr von 2,00 Euro beim Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration Straßburger Straße 56 10405 Berlin Tel.: (030) 90 17 23 57 E-Mail: Integrationsbeauftragter@intmig.berlin.de Inzwischen steht die Broschüre auch als Download auf der Internetseite des Integrationsbeauftragten zur Verfügung unter: http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/minderheiten/i ndex.html Direkter Download der Datei (Achtung, ca. 10 Mbyte) unter: http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-integrationmigration/publikationen/minderheiten/berlin_deutsch_tuerkisch_b f.pdf INTERNATIONALE RENTENBERATUNG DEUTSCHLAND-FRANKREICH IN BERLIN Am 4. und 5. November Personen mit Beiträgen zur deutschen und/oder französischen gesetzlichen Rentenversicherung können sich jetzt über ihre Rentenansprüche informieren. Am 04. und 05. November 2008 finden in Berlin in der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung Konstanzer Straße 46 in der Zeit von 9:00 bis 18:00 Uhr „Internationale Rentenberatungstage Frankreich“ statt. Deutschland- Interessierte werden gebeten, unter der Rufnummer (030) 86888-55555 vorab einen Beratungstermin zu vereinbaren. Die kostenlosen Beratungen und Auskünfte erteilen Experten der Deutschen Rentenversicherung und des Caisse Régionale d’Assurance Vieillesse d’Alsace-Moselle (CRAV). Die Beratungen erfolgen in deutscher oder französischer Sprache. Die Besucher sollten sämtliche Versicherungsunterlagen und ihr Personaldokument mitbringen. Die Deutsche Rentenversicherung ist auch im Internet unter folgender Adresse zu erreichen: http://www.deutsche-rentenversicherung.de MEHRSPRACHIGES INFO-FALTBLATT „HPV-Impfung – ein Schutz vor Gebärmutterhalskrebs? Eine Entscheidungshilfe“ Das Netzwerk Frauengesundheit Tempelhof-Schöneberg möchte mit dem Flyer „HPV-Impfung – ein Schutz vor Gebärmutterhalskrebs? – Eine Entscheidungshilfe“ auf ein sehr aktuelles und kontrovers diskutiertes Thema aufmerksam machen. Es soll junge Mädchen und deren Eltern bei der Entscheidungsfindung für oder gegen eine Impfung unterstützen. Wenn Einrichtungen diese Flyer auslegen bzw. an andere InteressentInnen verteilen möchten, so können sie diese in deutsch, türkisch und polnisch im Rathaus Tempelhof Tempelhofer Damm 165 Zi.116, Tel.:7560 7251 bei Frau Schmidt erhalten. Der Flyer ist auch im Internet verfügbar unter: http://www.ffgz.de/HPV_Faltblatt_deutsch.pdf http://www.ffgz.de/HPV_Faltblatt_tuerkisch.pdf BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 6 Integrationsbeauftragter aktuell 24.11., Diskussionsveranstaltung: PROGRAMM 16:00 – Begrüßung • Dr. Heidi Knake-Werner, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales 16:15 - Vorstellung der Berliner TIES Ergebnisse • Maren Wilmes, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) • Inken Sürig, (IMIS) 16:45 - Fragen aus dem Publikum 16:50 - Vorstellung der Amsterdamer und Pariser TIES Ergebnisse • Jens Schneider, Instituut voor Migratie en Etnische Studies (IMES) • Nadja Milewski, Institut National d'Etudes Démographiques (INED) • Philipp Schnell, Institut für Europäische Integrationsforschung, Österreichische A.d.W. 17:25 - Fragen aus dem Publikum 17:30 - Vorstellung der internationalen Recherche der Bertelsmann Stiftung • Claudia Walther, Project Manager, Programm Integration 17:50 - Fragen aus dem Publikum 18:00 - Pause 18:15 - Podiumsdiskussion • Günter Piening, Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration • Prof. Michael Bommes, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien • VertreterInnen der Amsterdamer und Pariser TIES Studien • Berrin Alpbek, Bundesvorsitzende der Föderation türkischer Elternvereine in Deutschland Ab 19:15 - Ausklang bei Getränken und leichtem Essen DIE INTEGRATION DER ZWEITEN EINWANDERERGENERATION IN BERLIN Vorstellung der Ergebnisse der Studie “The Integration of the European Second Generation” (TIES) Montag, den 24. November 2008, 16-20 Uhr im Berliner Rathaus (Louise-Schröder-Saal) Anmeldung bis 12.11.2008 Migrantinnen und Migranten in Berlin waren in den vergangenen 15 Jahren besonders stark vom wirtschaftlichen Strukturwandel und vom Arbeitslatzabbau im industriellen Sektor betroffen. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in einer im September 2008 vorgestellten Studie nachwies sind vor allem türkischstämmige Personen in Berlin überdurchschnittlich häufig arbeitslos und unterdurchschnittlich häufig selbstständig beschäftigt. Allgemeine Strukturdaten geben jedoch meist nur ein oberflächliches Bild der Integration von Einwanderern wieder. Selten erlauben sie den Blick unter die Oberfläche der Statistiken. Integrationsprozesse können somit kaum differenziert analysiert werden. Eine komplexere Bestandsaufnahme der Integration vor allem der zweiten Migrantengeneration wurde in den vergangenen zwei Jahren mit der international vergleichenden Studie The Integration of the EuropeanSecond Generation (TIES) vorgenommen. Im Mittelpunkt von TIES stehen die wirtschaftliche und soziale Situation sowie die Bildungsbeteiligung und Identitätsbildung der zweiten Migrantengeneration aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien und Marokko. Untersucht wurden insgesamt rund 10.000 Personen in 15 Großstädten aus acht europäischen Ländern. Für Deutschland wurden je 750 Personen in Berlin und Frankfurt am Main befragt. Besonders interessant für Berlin: Im Rahmen von TIES wurden auch Prozesse des sozialen Aufstiegs, der Mittelschichtsbildung und der religiösen Identitätsentwicklung von türkischen und ex-jugoslawischen Migrantenfamilien untersucht. Die Ergebnisse von TIES entwerfen ein differenzierteres Bild der Integration insbesondere von Einwandererfamilien aus der Türkei. Aus Anlass der Veröffentlichung der Ergebnisse der TIES Studie lädt die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem Berliner Beauftragten für Integration und Migration und dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), das die Untersuchung für Deutschland vorgenommen hat, zu einer Diskussionsveranstaltung in das Berliner Rathaus ein. Die Veranstalter freuen sich auf Ihr zahlreiches Erscheinen. Anmeldungen bis spätestens 12. November 2008 per E-Mail an TIES.Konferenz@gmx.de. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 7 Integrationsbeauftragter aktuell Landesintegrationsbeirat: EMPFEHLUNGEN ZUR STÄRKUNG DES INTERKULTURELLEN PROFILS DES RBB Vorbemerkung: Der Landesbeirat für Integrations-und Migrationsfragen hat mit dem einstimmig gefassten Beschluss vom 19.6.2008 die Planung des rbb, den Betrieb von radiomultikulti zum Jahresende 2008 einzustellen, kritisiert. Des weiteren hat er eine Arbeitsgruppe eingerichtet, "die Empfehlungen zur Weiterentwicklung des interkulturellen Profils des rbbs erarbeiten und zur Beschlussfassung vorlegen wird." Zur Begründung wird in dem Beschluss angeführt, dass die Diskussion um die beabsichtigte Schließung von radiomultikulti weitreichende medienpolitische Fragen aufgeworfen hat. "Neben der Fortführung von radiomultikulti und der Sicherung eines mehrsprachigen, kompetenten lokalen Angebotes geht es dabei auch um die Grundsatzfrage, wie der rbb in seinem Programmangebot insgesamt die interkulturelle Wirklichkeit der Stadt berücksichtigt bzw. berücksichtigen soll. In der Arbeitsgruppe sollen dazu medienpolitische Eckpunkte erarbeitet werden." Diese medienpolitischen Eckpunkte legt die Arbeitsgruppe hiermit vor. Durch die zum 31.12.2008 geplante Einstellung des Senders radiomultikulti fällt ein wichtiges öffentlichrechtliches Informationsangebot, insbesondere für die Bevölkerung der Region mit Migrationshintergrund, weg. Dadurch gerät die Grundversorgung der Bevölkerung mit Angeboten für Mehrheitsbevölkerung und zugewanderte Minderheiten in eine gefährliche Schieflage. Radiomultikulti schlägt eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Kulturen der Hauptstadtregion, die sich nicht allein auf die verschiedenen Migrantencommunities beschränkt. Wie wird der rbb in Zukunft sicherstellen, dass Interkulturalität und kulturelle Vielfalt zur Querschnittsaufgabe des öffentlich-rechtlichen Programmangebots in Berlin und Brandenburg erhoben wird und die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von radiomultikulti auf diesem Gebiet konkret in das Programm eingebunden wird? Aufgaben des rbb als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der überwiegend von Gebührenzahlern finanziert wird, trägt eine hohe Verantwortung, gesellschaftliche Realitäten abzubilden und der sozialen und kulturellen Vielfalt gerecht zu werden. Unsere Gesellschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten bunter und vielfältiger geworden, vor allem durch die unterschiedlichen Zuwanderer, die die Bevölkerung immer stärker prägen – und als Gebührenzahler auch die öffentlich-rechtlichen Programme mitfinanzieren. In Berlin hat rund ein Viertel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Viele öffentlich-rechtliche Sender, und auch der rbb, haben mit dieser Entwicklung leider nicht adäquat Schritt halten können. Migranten fühlen sich heute in ihnen weniger in ihrer Lebenswirklichkeit abgebildet als etwa in manchen privaten Sendern. Damit bietet der rbb nur unzureichende Identifikationsmöglichkeiten für Menschen nichtdeutscher Herkunft, und auf der anderen Seite wird auch die erlebte Wirklichkeit der Mehrheitsbevölkerung zu einem wesentlichen Teil ausgeblendet, denn schließlich gehört das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Nationalität und Herkunft zum ganz alltäglichen Erfahrungsschatz der „deutschen“ Bevölkerung. Und in diese Richtung wird sich die deutsche Gesellschaft, auch in den ländlichen Regionen, auch in den neuen Bundesländern -genau so wie auch in den anderen europäischen Staaten -weiterentwickeln. Damit diese schwierige Entwicklung gelingt, müssen heute auch Weichen bei den öffentlich-rechtlichen Programmangeboten gestellt werden. Dazu gehört, dass auch die Minderheiten in ihrer kulturellen und religiösen Vielfalt als selbstverständlicher, unspektakulärer Teil der Lebenswirklichkeit abgebildet werden, dass Vertreterinnen und Vertreter dieser Minderheiten verantwortlich bei Gestaltung und Präsentation der Programme beteiligt werden, und zwar in allen Programmbereichen: in Kultur, Politik, Wirtschaft, Bildung, Musik, Sport und Unterhaltung allgemein. Dass Migrantinnen und Migranten sich im Programm nicht repräsentiert fühlen, trägt auch zum Rückzug in ethnische und fremdsprachige Programme bei, die immer leichter über Satellit zu empfangen sind. Vor diesem Hintergrund ist der rbb gefordert, sich offen und aufgeschlossen einer weiteren interkulturellen Öffnung zu stellen und diese in Programm, Technik und Verwaltung umzusetzen. Wichtig ist, dass die Maßnahmen messbar umgesetzt und überprüft werden können. Eine Evaluation der Maßnahmen von außen durch Dritte könnte hilfreich sein. Wesentliche Bestandteile eines solchen Handlungskonzeptes zur interkulturellen Weiterentwicklung des rbb sind folgende Maßnahmen: 1. Schärfung des interkulturellen Profils. Der rbb sollte ein konkretes Leitbild entwickeln, das die interkulturelle Öffnung in allen Bereichen verbindlich als Zielvorgabe festschreibt. Der WDR hat damit bereits Erfahrungen gesammelt. 2. Aufbau von Gremien, die die interkulturelle Öffnung im rbb umsetzen und begleiten: Diese Gremien könnten zwischen Hauptabteilungen und Personalabteilung kontrollierend eingreifen. Eine Möglichkeit wäre die Einrichtung einer Stelle eines Integrationsbeauftragten, wie sie beispielsweise SWR und WDR haben. Rundfunkrat oder Programmbeirat könnten ein Gremium „interkulturelles Profil“ berufen, das knowhow von außen einholt. 3. Kompetenzzentrum „Interkulturelles“. Eine interkulturelle Fachredaktion oder ein/e Programmbeauftragte/r kann gewährleisten, dass Beiträge von Migranten, aus den Migrantencommunities und interkulturelle Themen in das allgemeine Programm aufgenommen werden. Sie könnte auch kritisch hinterfragen, ob Beiträge klischeehaft über Migranten berichten. Als Beispiel könnte die Kirchenredaktion dienen. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 8 Integrationsbeauftragter aktuell (Fortsetzung) 4. Personalentwicklung, Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Trotz aller Unzulänglichkeiten ist eine Quote der verlässlichste Weg, Menschen mit Migrationshintergrund einen Weg in die Beschäftigung zu zeigen, nicht allein im Bereich Technik, sondern auch als Redakteure, Moderatorinnen, Journalist/innen. Diese „Quote“ sollte auch bei der Beschäftigung freier Mitarbeiter/innen verbindlich sein. 5. Nachwuchsförderung. Der rbb intensiviert seine Bemühungen, junge Menschen mit Migrationshintergrund in Journalismus, Rundfunktechnik und Medienkompetenz auszubilden. Dazu unterstützt der Sender entsprechende Einrichtungen wie die Akademie für elektronische Medien. 6. Einsatz der Mitarbeiter/innen von radiomultikulti. In welchen Bereichen werden die festen Mitarbeiter/innen eingesetzt, wie wird ihre interkulturelle Kompetenz genutzt? Was geschieht mit den freien Mitarbeiter/innen, von denen viele einen Migrationshintergrund haben? Die personelle Kompetenz von radiomultikulti ist eine wichtige interkulturelle Ressource, die für die Weiterentwicklung des rbb gesichert werden muss. 7. Weiterführung bewährter Formate von radiomultikulti. Wie wird sichergestellt, dass erfolgreiche Formate, die von radiomulktikulti entwickelt wurden, einen festen Programmplatz erhalten: z. B. „World Wide Voices“ oder „Tiger -die Kralle von Kreuzberg“? Es sollte sichergestellt werden, dass erfolgreiche Programmformate in anderen Wellen aufgenommen werden. 8. Regionale interkulturelle Kompetenz. Wie wird die kulturelle Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft vor Ort im Programm abgebildet? In einer von immer mehr Vielfalt geprägten Bevölkerung gibt es auch immer mehr Bedarf an Informationen für die unterschiedlichsten Gruppen. Möglich sind regionale Fenster oder News aus den Communities. Wo taucht konkret z. B. der BağlamaWettbewerb oder der Auftritt des türkischen Chors im Programm auf? 9. Musikfarbe. An welchen Stellen im Programm, in welchen Sendungen prägt auch die Musikfarbe der Einwanderer das Programm? Nicht zuletzt in den Jugendsendungen sollte die Musik der Migrantinnen und Migranten deutlich erkennbar sein. 10. Mehrsprachigkeit. Was in deutsch-polnischen Sendungen wie „Kowalski trifft Schmidt“ möglich ist, sollte auch für andere Sprachen der Einwanderergesellschaft möglich sein. Der rbb bietet beispielsweise ein mehrsprachiges Rumpfangebot mit Berlinbezug an: fremdsprachige Nachrichten, zweisprachige Moderation bestimmter Sendungen. 11. Internetplattform von radiomultikulti erhalten und ausbauen. Der umfangreiche Internetauftritt von radiomultikulti sollte weiterhin ein fester Teil des Internetauftritts des rbb bleiben bzw. dort eingebunden werden. 12. Preise, Veranstaltungen. Durch die Auslobung von Preisen mit explizit interkultureller Ausrichtung oder die Ausrichtung von Veranstaltungen, wie etwa Medientagen, schärft der rbb sein interkulturelles Profil und spricht direkt Menschen mit Migrationshintergrund an. 13. Religiöse Vielfalt. Im öffentlich-rechtlichen Programmangebot haben die christlichen Kirchen und die jüdische Gemeinde ihren festen Platz. Wie kann dieses Angebot erweitert werden, damit die religiöse Vielfalt der Einwanderergesellschaft im Programm abgebildet wird? 14. Überprüfbarkeit durch Programmevaluation: Der Programmanteil, der sich Fragen der Migration und der Interkulturalität widmet, soll ausgewiesen werden. Über eine Quote soll dieser Programmanteil gesteigert werden. 15. Regelmäßige Berichterstattung: Um einen Überblick über die Fortschritte des Senders auf diesem Gebiet zu gewinnen, soll nach Ablauf eines Jahres über die Fortschritte bei der interkulturellen Öffnung Stellung genommen werden. Informationen des Landesbeirates für Integrations- und Migrationsfragen im Internet: http://www.berlin.de/lb/intmig/beirat/index.html Pressemitteilung vom 01.10.2008, 10:15 Uhr Gleichstellung Senatorin Knake-Werner zur Landesstelle für Gleichbehandlung: ANTIDISKRIMINIERUNG IST SCHWERPUNKT DER SENATSPOLITIK Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit: Berlin ist Stadt der Vielfalt und Toleranz. Ein vorrangiges Ziel des Berliner Senats ist es, die gleiche Behandlung der Bürgerinnen und Bürger durchzusetzen und sie vor Diskriminierung zu schützen. Deshalb hat der Senat im vergangenen Jahr die "Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung" (LADS) eingerichtet. Auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) setzt sich die LADS gegen Benachteiligungen aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Lebensalters oder der sexuellen Identität ein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LADS klären über Diskriminierung auf und zeigen Bürgerinnen und Bürgern Wege der Unterstützung auf. Berlin ist neben Brandenburg das einzige Bundesland, das eine solche Stelle hat. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 9 Integrationsbeauftragter aktuell (Fortsetzung) Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner: "Zwei Jahre nach Inkrafttreten des AGG und anderthalb Jahre nach Arbeitsbeginn unserer Landesstelle können wir festhalten: Die Arbeit der Landesstelle hat sich bewährt. Wenn in einer Stellenbeschreibung statt fundierter Deutschkenntnisse "Muttersprache Deutsch" gefordert wird oder wenn ein Optiker einem Jungen türkischer Herkunft den Sehtest verweigert, weil der keinen deutschen Pass hat, dann ist das eine massive Diskriminierung. Solche Vorfälle gibt es leider immer wieder, Diskriminierung kommt in allen gesellschaftlichen Bereichen vor. Hier müssen wir weiter aufklären und unterstützen." Untersuchungen belegen, wie notwendig Aufklärung und Beratung sind. Nach einer aktuellen Studie in den EU-Mitgliedsstaaten sind 64 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Auffassung, dass in ihren Ländern Diskriminierung verbreitet ist. Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft wird von 62 Prozent genannt, gefolgt von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung (51 Prozent) und wegen Behinderung (45 Prozent). Allerdings hat EU-weit nur ein knappes Drittel der EU-Bürger in Deutschland 25 Prozent - Kenntnis von Antidiskriminierungsgesetzen und über die eigenen Rechte im Diskriminierungsfall. Befürchtungen, die insbesondere Wirtschaftsverbände vor Inkrafttreten des AGG äußerten, haben sich nicht bestätigt. Sie hatten auf hohe Kosten und eine zu erwartende Klageflut verwiesen. Eine wissenschaftliche Kommission der Antidiskriminierungsstelle des Bundes schätzt, dass für die Wirtschaft bei der Einführung des AGG bundesweit rund 26 Millionen Euro Kosten entstanden sind. Eine deutschlandweite Erhebung über Klagen im Zusammenhang mit dem AGG gibt es nicht, Schätzungen gehen von etwa 100 Klagen bundesweit aus. Senatorin Knake-Werner: "Nicht zu diskriminieren bringt keine Kosten, sondern vor allem Nutzen. Viele Betriebe haben das längst begriffen. Sie wissen, dass die Vielfalt ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihnen eine gute Wettbewerbsposition verschafft. Und sie nutzen das Wissen, das sie aus der Vielfalt der Mitarbeiterschaft schöpfen können." Zum 1. Oktober wird Eren Ünsal die Leitung der Landesstelle übernehmen. Eren Ünsal war seit 2007 Bundesgeschäftsführerin der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Sie engagierte sich über lange Jahre im Vorstand des Türkei-Zentrums Berlin sowie als Vorstandssprecherin des Türkischen Bundes in BerlinBrandenburg. Die neue Leiterin der LADS hat sich vorgenommen, in den kommenden Monaten insbesondere die Zusammenarbeit mit den Interessengruppen- und Migrationsverbänden weiter zu stärken und zu gemeinsamen Strategien im Kampf gegen Diskriminierungen zu kommen. Darüber hinaus will Ünsal Schwerpunkte in der Berliner Verwaltung setzen und unter anderem die Umsetzung des AGG dort voranbringen. Rückfragen: Anja Wollny, Telefon: 9028 2743 Pressemitteilung vom 10.10.2008, 13:50 Uhr Integration / Migration / Auslaender Staatsbürgerschaftsrecht: BUNDESRATSMEHRHEIT VERSPIELT INTEGRATIONSPOLITISCHE CHANCE Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit: Zur Ablehnung des Berliner und Bremer Gesetzentwurfs zur Abschaffung des Optionsmodells im Staatsbürgerschaftsrecht durch die Mehrheit des Bundesrats erklärt die Berliner Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner: Die Streichung des Optionsmodells im Staatsbürgerschaftsrecht ist überfällig. Denn es zwingt hier geborene und/oder aufgewachsene junge Menschen, sich mit Erreichen der Volljährigkeit zwischen der deutschen und der Staatsbürgerschaft ihrer Eltern zu entscheiden. Das ist integrationspolitisch völlig verfehlt: Eine Entscheidung für die deutsche Staatsangehörigkeit kann erhebliche Unruhe in die Herkunftsfamilie des jungen Menschen bringen und ihn dort ausgrenzen. Eine Entscheidung für die ausländische Staatsangehörigkeit grenzt die Betroffenen von voller gesellschaftlicher Teilhabe aus. Denn nur die deutsche Staatsbürgerschaft garantiert die vollen Rechte. Wer ernsthafte Integrationspolitik betreiben will, muss endlich die Staatsbürgerschaft als ein Instrument zur Integration und Teilhabe begreifen. Der deutsche Pass ist keine Belohnung für die beste Anpassungsleistung. Insofern hat die Bundesratsmehrheit einer auf Gleichberechtigung und Teilhabe setzenden Integrationspolitik einen Bärendienst erwiesen. Und die Entscheidung zeigt, dass alle Integrationsgipfel der Kanzlerin solange wenig nützen, solange die Union insgesamt nicht bereit ist, sich auf Integrationspolitik als einen gesellschaftlichen Prozess einzulassen, der Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft gleichermaßen fordert, sich zu verändern und aufeinander einzulassen. Rückfragen: Anja Wollny, Telefon: 9028-2743 Pressemitteilung vom 15.10.2008, 09:40 Uhr Integration / Migration / Auslaender Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner: ERÖFFNUNG DER MOSCHEE DER AHMADIYYAGEMEINDE IST AUSDRUCK DER RELIGIÖSEN UND KULTURELLEN VIELFALT BERLINS Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit: Religiöse und kulturelle Vielfalt sind in Berlin fest verankert und behaupten sich selbstbewusst gegen alle Versuche, grundgesetzlich garantierte Freiheiten einzuschränken. Ein Zeichen dafür sei die Einweihung der Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Pankow am Donnerstag, so die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 10 Integrationsbeauftragter aktuell (Fortsetzung) Die Senatorin wird als Ehrengast und als Vertreterin des Senats an der feierlichen Eröffnung der Moschee teilnehmen. In Berlin müsse es selbstverständlich sein, dass eine Religionsgemeinschaft ihr Grundrecht auf freie Religionsausübung wahrnehme und dafür auch religiöse Räume einrichte, so die Senatorin. Zum Berliner Stadtbild gehörten Kirchengebäude, Moscheen und Synagogen sowie Gotteshäuser anderer Religionsgemeinschaften. Knake-Werner: "Der Senat beglückwünscht die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde zur Eröffnung der Moschee. Und wir verbinden unsere Glückwünsche mit der Hoffnung, dass sich ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zwischen der Gemeinde und den Bürgerinnen und Bürgern in Heinersdorf entwickelt, wie es in anderen Stadtteilen auch Normalität ist. Die Ahmadiyya-Muslim Gemeinde hat sich vor schwierigen Diskussionen nicht gescheut. Auch viele Heinersdorferinnen und Heinersdorfer erkennen diese Bemühungen um Offenheit und Akzeptanz an. Das macht mich zuversichtlich, dass die übergroße Mehrheit der Heinersdorfer für eine gute Nachbarschaft eintritt und sich gegen Hass und Intoleranz stellt." Rückfragen: Anja Wollny, Telefon: 9028 2743 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 11 Aus dem Landespressedienst Pressemitteilung vom 26.09.2008, 12:40 Uhr Kultur PROJEKTFÖRDERUNG IM BEREICH DER BILDENDEN KUNST FÜR DAS JAHR 2009 Die Kulturverwaltung des Berliner Senats gewährt auch im Jahr 2009 zur Förderung von Berliner Künstlerinnen und Künstlern Zuschüsse für Projektvorhaben im Bereich der Bildenden Kunst. Gefördert werden Projekte, in denen besonders neuere, auch interdisziplinäre künstlerische Ansätze und innovative Positionen im Bereich der Bildenden Kunst zum Ausdruck kommen. Die Bandbreite reicht von Malerei, Bildhauerei, der künstlerischen Fotografie bis hin zu raumbezogenen künstlerischen Arbeiten, Performances und Arbeiten im Bereich der Medienkunst. Es kann sich dabei sowohl um Projekte von einzelnen Künstlerinnen und Künstlern handeln als auch um Gruppenprojekte. Voraussetzung für die Bewerbung ist, dass die Antragsteller/innen ihren 1. Wohnsitz in Berlin haben und die Ausstellung bzw. die Erstaufführung von künstlerischen Videos zwischen Februar und Dezember 2009 in Berlin durchgeführt wird. Studierende sind von der Förderung ausgeschlossen. Die Vergabe der Fördermittel kann nur bei Verfügbarkeit der Haushaltsmittel erfolgen. Ab sofort liegen die entsprechenden Bewerbungsunterlagen bei dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten Brunnenstraße 188-190, 10119 Berlin im Referat V D Förderung von Künstlerinnen, Künstlern, Projekten und Freien Gruppen - Zimmer 4/A/2 oder beim Pförtner zur Abholung bereit. Des Weiteren stehen die Unterlagen im Internet unter http://www.kultur.berlin.de zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 11. November 2008 (Poststempel) Rückfragen: Monika Fritsch, Telefon: 90 228 718 Das Katalog-/Website-/CD-ROM-Projekt wird mit bis zu 70 % der gesamten Druck-/Herstellungskosten bezuschusst, jedoch maximal bis zu 8.000,-- Euro für einen Katalog und maximal 3.200,-- Euro für eine Website oder für eine CD-ROM. Die Vergabe dieser Zuschüsse kann nur bei Verfügbarkeit der Haushaltsmittel erfolgen. Ab sofort liegen die entsprechenden Bewerbungsunterlagen beim Regierenden Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten Brunnenstraße 188 - 190 10119 Berlin-Mitte im Referat V D - Förderung von Künstlerinnen, Künstlern, Projekten und Freien Gruppen- Zimmer 4/A/6 oder beim Pförtner zur Abholung bereit. Des Weiteren stehen die Unterlagen im Internet unter http://www.kultur.berlin.de zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 11. November 2008 (Poststempel). Rückfragen: Simone Hahn, Telefon: 90 228 534 Pressemitteilung vom 30.09.2008, 13:25 Uhr Jugend SENAT RICHTET LEITSTELLE FÜR FRAGEN ZU SEKTEN EIN Aus der Sitzung des Senats am 30. September 2008: Der Senat richtet eine Leitstelle für Fragen zu Sekten und konfliktträchtigen Anbietern auf dem Psycho- und Lebenshilfemarkt ein. Die bisher in der Jugendabteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung angesiedelte Anlauf- und Informationsstelle wird dazu systematisch mit anderen Verwaltungen des Landes und der Bezirke vernetzt und personell um eine zusätzliche Stelle auf insgesamt drei Personen aufgestockt. Gleichzeitig soll die Leitstelle bei Problemen mit Aktivitäten von Sekten und anderen Anbietern am Lebenshilfemarkt Betroffene informieren, beraten und - sofern erforderlich - auch an weitere kompetente Stellen vermitteln. Das geht aus einem entsprechenden Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat heute auf Vorlage des Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, beschlossen hat. Insbesondere angesichts der Aktivitäten der Scientology Organisation will der Senat die Zusammenarbeit aller Senatsverwaltungen und Bezirksämter, dort insbesondere mit den Stellen, die mit Aktivitäten von Sekten oder anderen konfliktträchtigen Anbietern zu tun haben, verstärken. Die Zusammenarbeit mit Trägern und Kirchen zu Fragen von Sekten wird in bewährter Weise fortgesetzt. Ein Netz von Kontaktpersonen wird die einzelnen Senatsverwaltungen und Bezirke besser verzahnen und sie mit ihrem jeweiligen Informations- und Beratungsangebot einbeziehen. (Fortsetzung nächste Seite) Pressemitteilung vom 26.09.2008, 12:35 Uhr Kultur KATALOG-/WEBSITE- UND CD-ROMFÖRDERUNG IM BEREICH DER BILDENDEN KUNST FÜR DAS JAHR 2009 Die Kulturverwaltung des Berliner Senats gewährt auch im Jahr 2009 zur Förderung Berliner bildender Künstlerinnen und Künstler Zuschüsse zur Herstellung eines ersten Einzelkataloges, einer ersten Website oder einer CDROM. Künstlerinnen und Künstler, deren letzte geförderte Veröffentlichung (Katalog/Website/CD-ROM) länger als 5 Jahre zurückliegt, sind ebenfalls berechtigt, einen Antrag auf Förderung zu stellen. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 12 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) Diese Zusammenarbeit wird zur schnellen Kommunikation beitragen, um die Bürgerinnen und Bürger mit Informationen und bei der Lösung von Problemen zu unterstützen sowie ein berlinweit abgestimmtes Handeln öffentlicher Stellen zu ermöglichen. Die Leitstelle wird dabei die Aufgabe der "Anlauf- und Beratungsstelle für Fragen zu Sekten und konfliktträchtigen Anbietern auf dem Psycho- und Lebenshilfemarkt" übernehmen. Sie ist telefonisch unter der Nummer 9026-5574 zu erreichen. Von ihrer Internetseite unter http://www.berlin.de/sen/familie/sekten-psychogruppen/ aus besteht die Möglichkeit, der Leitstelle die Anfragen per E-Mail zuzusenden. Rückfragen: Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Telefon: 9026-5843 Pressemitteilung vom 01.10.2008, 12:55 Uhr Bürgermeisterreden VERLEIHUNG DES VERDIENSTORDENS DES LANDES BERLIN Seyran Ates ausgezeichnet Es gilt das gesprochene Wort! Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, führte anlässlich der Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin am 1. Oktober 2008 im Großen Saal des Roten Rathauses u.a. aus (Auszug aus der Rede): Ich freue mich, Sie alle zur Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin begrüßen zu können. Wir zeichnen heute, am Berliner Verfassungstag, Menschen aus, die sich um Berlin verdient gemacht haben. Das ist ein Grund zur Freude. Mit dem Landesorden zeichnen wir Menschen aus, die sich um Berlin verdient gemacht haben, die unsere Stadt im besten Sinne prägen, sie weiterbringen, repräsentieren. Wir zeichnen Frauen und Männer aus, die etwas aus sich und aus Berlin gemacht haben; die Mut gezeigt haben; Menschen, die es durch besondere Anstrengung zu einer Höchstleistung gebracht haben; Persönlichkeiten, die selbst Neues auf den Weg gebracht oder dem Neuen eine Bresche geschlagen haben; Berlinerinnen und Berliner, mit denen wir uns identifizieren können, weil sie treibende Kräfte einer menschlichen und zugleich dynamischen, kreativen und innovativen Metropole sind. Wenn wir demnächst mit unserer Hauptstadtkampagne "be Berlin" in aller Welt für Berlin werben, dann auch, weil uns diese Menschen, die wir heute ehren, mit ihrem Wirken dazu ermutigen: Sei engagiert, sei mutig, sei Berlin! Auf kaum jemanden trifft dieser Dreiklang so eindeutig zu, wie auf die Frau, die ich heute als erste auszeichnen möchte: Seyran Ates. Engagiert - hoch engagiert! - ist sie in der Debatte um das Thema Integration. Leidenschaftlich kämpft Seyran Ates für die Anerkennung und Wertschätzung der kulturellen Vielfalt in unserer Einwanderungsgesellschaft - aber einer Vielfalt, die mehr ist als ein beliebiges Nebeneinander. Denn aus eigener leidvoller Erfahrung weiß sie, dass es ein friedliches und respektvolles Zusammenleben in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft nur geben kann, wenn die Regeln der Demokratie und des Rechtsstaats gelten, und zwar für alle. Seyran Ates ist eine mutige Frau, denn sie belässt es nicht bei allgemeinen Forderungen. Obwohl sie bereits Opfer eines Anschlages wurde und vielen - verbalen und auch körperlichen - Angriffen ausgesetzt war, geht sie ihren Weg als Anwältin und Frauenrechtlerin weiter. Sie nennt Ross und Reiter und kämpft vehement für die Rechte muslimischer Frauen - gegen Ehrenmorde, Zwangsehen und Kopftuchdiktat, gegen die Aussonderung von Mädchen aus Klassenreisen und Sportunterricht. (Fortsetzung nächste Seite) Pressemitteilung vom 30.09.2008, 13:10 Uhr Inneres KOMMUNALES WAHLRECHT FÜR NICHT-EU-BÜRGERINNEN UND -BÜRGER Aus der Sitzung des Senats am 30. September 2008: Das Land Berlin setzt sich für ein kommunales Wahlrecht für dauerhaft in Deutschland lebende Nicht-EUBürgerinnen und -Bürger ein. Zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz hatte Berlin im September 2007 einen diesbezüglichen Gesetzentwurf beim Bundesrat eingebracht. Die Initiative hatte jedoch keinen Erfolg. Aus diesem Grund sieht der Senat derzeit keine Chance, im Bundesrat und im Bundestag die für eine Änderung des kommunalen Wahlrechts erforderliche verfassungsändernde Mehrheit zu erreichen. Dessen ungeachtet wirbt Berlin weiter dafür, dass auch Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger ein kommunales Wahlrecht erhalten. Das geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat heute auf Vorlage des Senators für Inneres und Sport, Dr. Ehrhart Körting, beschlossen hat. Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Telefon: 9027-2730 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 13 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) Mit Verve prangert sie all jene an, die dies als Ausdruck "religiöser oder kultureller Besonderheit" hinnehmen. Seyran Ates hält diese Haltung, die es auch bei Richtern gibt, für falsch verstandene Toleranz. Sie sieht darin einen Kniefall vor den religiösen Fundamentalisten und befürchtet eine Aushöhlung unseres säkularen Staates. Seyran Ates ist eine kämpferische Demokratin, die einen langen und steinigen Weg von einer orthodox-islamisch geprägten Kindheit in die Mitte unserer weltoffenen Stadt gegangen ist. Sie hat es geschafft und erinnert uns immer wieder daran, wie sehr auch und gerade eine so bunte und faszinierende Vielfalt an Lebensentwürfen, wie wir sie in Berlin haben, auf demokratische Regeln des Zusammenlebens angewiesen ist. Liebe Seyran Ates, Sie haben sich wahrlich nicht nur Freunde gemacht. Aber Sie sind ein Vorbild für viele Frauen in Berlin und darüber hinaus. Und Sie tragen viel dazu bei, dass wir uns in einem nicht immer leichten Lernprozess auf die Regeln unseres Zusammenlebens in unserer Einwanderungsgesellschaft verständigen. Sie sind engagiert, Sie sind mutig, Sie sind Berlin! Ich freue mich, Ihnen nun den Verdienstorden des Landes Berlin verleihen zu dürfen. Es freut mich, dass in der ganzen Breite keine Schulgruppe schlechter ausgestattet ist und dass auch Schulen mit hohen Schüler-Lehrer-Relationen (weil sie nur wenige Schülerinnen und Schülern mit Bildungsnachteilen haben), in diesem Jahr deutlich besser ausgestattet sind. Andererseits war das Ziel, die Schulen gleichmäßiger mit Lehrkräften auszustatten um damit Unterrichtsausfall zu vermeiden. Auch durch die Einführung eines Klassenfaktors ist es gelungen, Ausstattungsprobleme zum Schuljahresbeginn weitestgehend zu vermeiden. Ich bin davon überzeugt das die größere Verlässlichkeit und Transparenz in der quantitativen Ausstattung der Schulen die notwendige Voraussetzung dafür ist, die Qualität der Arbeit und den Schulen weiter zu verbessern." Um die Unsicherheiten in der Ausstattung der Einzelschulen zu beseitigen und gegebenenfalls Lehrkräfte umsetzen zu können, sind alle öffentlichen Schulen in der Schnellabfrage gebeten worden, in den ersten Schultagen die Schülerzahlen zu melden. Im Ergebnis der Schnellabfrage beträgt die Ausstattung der Schulen nahezu 100%. Bei einem Lehrkräftebestand von insgesamt 21 900 Vollzeiteinheiten gibt es über die mehr als 800 Schulen hinweg ein geringfügiges Minus von 38 Stellen. Im Ergebnis bestätigt die Auswertung der Schnellabfrage die Erwartungen an die Veränderungen in den Zumessungsrichtlinien der Lehrkräfte: -Das Verfahren zur Ermittlung des Bedarfs und der Zuweisung von Personalressourcen an die einzelnen Schulen ist einfacher und transparenter geworden. -Die Informationen zur Unterrichtsversorgung liegen frühzeitiger vor. -Die Zuweisung von Personalressourcen außerhalb der Stundentafel (Sprachförderung, Ganztagsbetreuung, integrativer Unterricht, Profilbildung usw.) wurde gesichert und präzisiert. Inhaltlich hat die Umstellung von einem Schülerfaktor auf das neue Klassenteiler-Modell in den Grundschulen sich besonders in den strukturschwachen Gebieten der Stadt positiv ausgewirkt. -Die zugewiesenen Lehrkräfte-Wochenstunden sichern nun die Stundentafel und den Förderunterricht für jede eingerichtete Klasse als Sockelbetrag ab. Dies ist eine Gewährleistung der Stundentafel und des Förderunterrichts, die erstmals unabhängig von den tatsächlich realisierten Frequenzen in den einzelnen Klassen wirkt. -Ebenfalls positiv wirkt die Veränderung der Verteilungssystematik bei der Sprachförderung. Hier profitieren insbesondere Regionen, die durch sehr viele lernmittelbefreite Schüler und gleichzeitig sehr viele Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache doppelt belastet sind. Die Stunden konnten damit möglichst gerecht und sachangemessen an die tatsächlich betroffenen Schulen verteilt werden. (Fortsetzung nächste Seite) Pressemitteilung vom 09.10.2008, 13:15 Uhr Bildung Nach Schnellabfrage bei allen Schulen zieht Senator Zöllner eine erfreuliche Bilanz: SCHULEN IN BELASTETEN QUARTIEREN GESTÄRKT Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit: Die Schnellabfrage der Bildungsverwaltung zeigt, dass sich die Ausstattung der Schulen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen mit Migrationshintergrund und/oder aus sozialschwachen Familien verbessert hat. Das SchülerLehrer-Verhältnis in Schulen mit einem Anteil von 6090% hat sich das ohnehin sehr gute Schüler-LehrerVerhältnis geringfügig, in der Gruppe ab 90% sogar deutlich verbessert. In dieser Gruppe fiel die Betreuungsrelation von durchschnittlich 14,6 auf 13,9 Schüler pro Lehrer. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Mit der Neufassung der Organisationsregeln zu diesem Schuljahr, wollte ich einerseits erreichen, Schulen mit sehr vielen Schülerinnen und Schülern mit Bildungsnachteilen besser auszustatten. Mir ist wichtig, dass das nicht zu Lasten anderer Gruppen gegangen ist. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 14 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) -Schulen die durch individuell besondere Tatbestände einen anerkannten zusätzlichen Bedarf an Stunden hatten, konnten durch den neu geschaffenen Dispositionspool für Sprachförderung und für Integration auch außerhalb der Zumessungsmodelle an Lehrkräftestunden partizipieren. Gegenüber dieser Momentaufnahme der Schnellabfrage werden im Rahmen der Lehrerbedarfsfeststellung zum 01.11.2008 Veränderungen im Bestand und Bedarf erwartet. Diese Tatbestände können noch nicht quantifiziert vorliegen, da die exakte Prüfung aller Bedarfe und die Kontrolle des erteilten Unterrichts der Lehrkräfte erst noch erfolgt. Erfahrungen aus den Vorjahren lassen auf eine weitere Verbesserung der Unterrichtsversorgung schließen. Unterrichtsversorgung öffentlicher Berliner Schulen am 18.09.2008: Region Bedarf Bestand Bilanz Bilanz in % Profilbedarf • • • • • • • • • • • • • • • Mitte 1845 1835 -10 99% 81 Friedrichshain-Kreuzberg 1490 1496 6 100% 63 Pankow 1514 1513 -1 100% 53 Charlottenburg-Wilmersd. 1653 1634 -19 99% 60 Spandau 1330 1332 2 100% 50 Steglitz-Zehlendorf 1734 1700 -34 98% 66 Tempelhof-Schöneberg 1774 1763 -11 99% 75 Neukölln 1882 1879 -3 100% 76 Treptow-Köpenick 1033 1032 -1 100% 37 Marzahn-Hellersdorf 1287 1293 6 100% 54 Lichtenberg 1230 1200 -30 98% 44 Reinickendorf 1580 1586 6 100% 71 zentral verwaltete Schulen 3586 3637 51 101% 0 Berlin insgesamt 21938 21900 -38 100% 730 Weitere Infos unter: http://www.berlin.de/sen/bwf/ Pressemitteilung vom 14.10.2008, 10:45 Uhr Inneres 6 PROJEKTE MIT DEM BERLINER PRÄVENTIONSPREIS 2007 AUSGEZEICHNET Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit: Vor über 500 Gästen des 9. Berliner Präventionstages in Berlin hat heute der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper, sechs Projekte mit dem Berliner Präventionspreis 2007 der Landeskommission Berlin gegen Gewalt ausgezeichnet. Der 1. mit 6.000 EUR dotierte Preis ging an das Projekt "Stopp Tokat - Eine Netzwerkinitiative gegen Raub und Gewalt in Kreuzberg" der Netzwerktinitiative STOPP TOKAT. http://www.stopp-tokat.de. Mit dem 2. mit 4.000 EUR dotierten Preis wurde das Projekt "Cool bleiben - Respekt zeigen" des Träges SUB/WAY Berlin e.V. ausgezeichnet. http://www.subwayberlin.org . Der 3. mit 2.500 EUR dotierte Preis ging an das Projekt "Mentoring-Programm bei Bus-Stop - Für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in Lichterfelde Süd" des Interkulturellen Kinder-, Jugend- und Familienstützpunktes Bus-Stop e.V. http://www.bus-stop.de . Das "Tuned Jugendprojekt" erhielt den von der SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH & Co.KG gestifteten Sonderpreis (1.000 EUR). http://www.tuned-jugendprojekt.de. Den von der Initiative Schutz vor Kriminalität gestifteten Sonderpreis (1.000 EUR) erhielt das Projekt "Jugendfußball in Moabit" des SC Minerva 1893 e.V. http://www.scminerva1893.de. Der von der Unfallkasse Berlin gestiftete Sonderpreis (1.000 EUR) ging an das Projekt "Arbeiten und Lernen in werkpädagogischen Klassen" des Pestalozzi-FröbelHauses - Projekt Arbeiten und Lernen. http://www.pfhberlin.de/index.php?/de/inhalt/arbeiten_und_lernen_grundsc hulprojekt_bethanien_1 . Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel erklärt dazu: "Mit dem Berliner Präventionspreis der Landeskommission Berlin gegen Gewalt ehren wir vorbildliche Projekte der Gewalt- und Kriminalitätsprävention. Die Preisverleihung ist ein wichtiges Instrument zur Förderung und zur Weiterentwicklung der Prävention in unserer Stadt. Ohne das Engagement der vielen Projekte, Institutionen und Netzwerke, für ein friedliches und gewaltfreies Zusammenleben wäre Berlin weniger lebenswert. Unsere Botschaft lautet deshalb: Prävention ist eine Investition in die Zukunft. Prävention zahlt sich aus. Jeder kann sich engagieren. Es geht um unsere Stadt." Weitere Informationen über den 9. Berliner Präventionstag und die Verleihung des Berliner Präventionspreises 2007 unter http://www.berlin-gegen-gewalt.de . Rückfragen: Nicola Rothermel, Telefon: (030) 9027-2730 Rückfragen: Pressesprecher, Telefon: 9026-5846 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 15 Aus dem Landespressedienst Pressemitteilung vom 16.10.2008, 12:45 Uhr Senatskanzlei • Das Berliner Notdienst-System, Martina Hartwig WOWEREIT BEGLÜCKWÜNSCHT AHMADIYYAGEMEINDE ZUR EINWEIHUNG IHRER NEUEN MOSCHEE Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, beglückwünscht die Ahmadiyya-Gemeinde zum Bau und zur Einweihung ihrer neuen Moschee in PankowHeinersdorf. Wowereit: "Ich freue mich, dass die Ahmadiyya-Gemeinde heute ihre neue Moschee einweihen kann. Sie steht für religiöse und kulturelle Toleranz in unserer Stadt. Es ist wichtig, dass Menschen unterschiedlicher Religionen und Herkunft im Dialog miteinander sich besser kennen lernen und Vorurteile abbauen. Ich bin sicher, dass die Ahmadiyya-Gemeinde dazu auch weiterhin ihren Beitrag leisten wird." Rückfragen: Chef vom Dienst, Telefon: 9026-2411 Das Berliner Forum Gewaltprävention kann über http://www.berlin-gegen-gewalt.deoder in der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Tel.: 9027-2913, 9027-2922, Fax: 90272921, E-Mail: Manuela.Bohlemann@seninnsport.berlin.de bestellt werden. Rückfragen: Nicola Rothermel, Telefon: (030) 9027-2730 Pressemitteilung vom 24.10.2008, 10:35 Uhr Kultur DOKUMENTATIONSZENTRUM NS-ZWANGSARBEIT WIRD ERWEITERT Mit 300.000 Euro aus Berliner Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert die Berliner Kulturverwaltung im Rahmen des Kulturinvestitionsprogramms (KIP) das Projekt " Baracke 13 - Erweiterung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit " der Stiftung Topographie des Terrors. Die zweite Hälfte der insgesamt 600.000 Euro Investitionskosten wird durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Programm "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" bereitgestellt. Kulturstaatssekretär André Schmitz: "Die Erinnerung an das Verbrechen der NS-Zwangsarbeit und die Opfer des Nationalsozialismus wach zu halten ist eine Verpflichtung Berlins. Ich bin deshalb froh, dass es nun mit EU-Hilfe gelingt, diesen authentischen Ort dauerhaft zu sichern und für Besucher aus Berlin, dem übrigen Bundesgebiet und auch dem Ausland nutzbar zu machen. " Die "Baracke 13" am Rande des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Treptow-Niederschöneweide soll als einzige noch authentisch erhaltene Lagerbaracke als Anschauungsobjekt für die Lebenssituation der ehemaligen Zwangsarbeiter in den Jahren 2008 und 2009 behutsam wiederhergerichtet und für Museumszwecke nutzbar gemacht werden. Seit April 2005 betreut die Stiftung Topographie des Terrors das zu 100% vom Land getragene Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Schöneweide. Das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene und 1993 "entdeckte" ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager steht seit 1995 unter Denkmalschutz. Pressemitteilung vom 24.10.2008, 11:35 Uhr Inneres DOKUMENTATION DES 8. BERLINER PRÄVENTIONSTAGES "IN WÜRDE AUFWACHSEN" - IST ERSCHIENEN Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit: Der 8. Berliner Präventionstag fand am 31. Oktober 2007 im Rathaus Schöneberg statt. Mehr als 500 Expertinnen und Experten aus Schule, Sozialarbeit, Polizei, Justiz, Wissenschaft, Politik und Verwaltung diskutierten über das Thema "In Würde aufwachsen". Der Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, verlieh den Berliner Präventionspreis 2007. Mit der Nummer 35 des Berliner Forums Gewaltprävention liegt nunmehr die Dokumentation dieser Veranstaltung vor. Sie enthält u. a. Beiträge zu folgenden Themen: • • • • • • • Wie Kinder in Würde aufwachsen können, Prof. Dr. Klaus Hurrelmann ELTERN STÄRKEN - Jugendamt und Eltern im Dialog, Johannes Schopp, Kirsten Grabowski Frühe Hilfen - eine Chance für die Prävention!, Elisabeth Helming Haus des Säuglings, Beratung und Begleitung rund um die Geburt, Brigitte Grünig Gemeinsam Verantwortung übernehmen - Wie Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule gelingen kann, Jan von der Gathen Early Excellence Centre - Eine neue Form der Elternbildung, Jutta Burdorf-Schulz Stärkung der Erziehungskompetenz von Erzieherinnen und Erziehern, Prof. Dr. Iris NentwigGesemann, Pia Schnadt (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 16 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) Das Land Berlin hatte einen Teil des Geländes mit sechs leerstehenden, aber baulich überformten Baracken vom Bund erworben, 2006 auf einen Großteil der Anlage das neue Dokumentationszentrum eingerichtet und in einer ersten Ausbaustufe zwei Baracken zu einem Ausstellungs- Archiv- und Seminarbereich umgebaut. Im Jahre 2007 besuchten mehr als 5.000 Menschen das Dokumentationszentrum. Rückfragen: Dr. Torsten Wöhlert, Telefon: 90 228 203 Pressemitteilung vom 27.10.2008, 10:55 Uhr Kultur ARBEITSSTIPENDIEN FÜR BERLINER AUTORINNEN UND AUTOREN 2009 Die Kulturverwaltung des Berliner Senats vergibt auch 2009 Arbeitsstipendien für Berliner Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die ihren Lebensmittelpunkt in Berlin haben. Die 12 Stipendien sind mit monatlich 2. 000 Euro dotiert und werden in der Regel für 6 Monate vergeben (12.000 Euro). Ab sofort können sich Interessierte das Merkblatt und die Bewerbungsunterlagen im Internet unter http://www.kultur.berlin.de ausdrucken. Es besteht auch die Möglichkeit, sich die Unterlagen beim Pförtner in der Kulturverwaltung des Berliner Senats, Brunnenstraße 188-190, 10119 Berlin, abzuholen. Nähere Informationen sind unter der Telefonnummer (030) 90228 536 zu erhalten. Bewerbungsschluss ist der 2. Februar 2009 (Poststempel). Rückfragen: Wolfgang Meyer, Telefon: 90 228 536 Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, die betroffen sind, weil sich ihr Kind rechtsextrem orientiert oder bereits in rechtsextremen Organisationen aktiv ist, oder an Eltern, die sich generell informieren möchten, an Multiplikator/innen, Elternvertreter/innen, Lehrer/innen und Erzieher/innen, Erziehungs- und Familienberater/innen und sonst in der Arbeit mit Jugendlichen oder in der Elternberatung Tätige. Nach einem Vortrag von Frau Prof. Dr. Rommelspacher (Alice-Salomon-Fachhochschule) über die Einstiegsgründe in die rechtsextreme Szene sowie über die Rolle von Eltern und Schule, werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion Engagierte aus den Bereichen Schule, Schulsozialarbeit und Elternberatung zu Wort kommen. Eine Vertreterin einer Elternselbsthilfeinitiative wird von ihren Erfahrungen berichten. Zahlreiche Experten werden anschließend für Gespräche und zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen. Staatssekretär Thomas Härtel, der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, erklärt dazu: "Eltern und auch Angehörige suchen immer häufiger Unterstützung, weil ihr Kind Freizeit in rechtsextremen Cliquen verbringt. Die Auseinandersetzung mit den Einstellungen, Handlungen und Verhaltensweisen ihrer Kinder erfordert viel Ausdauer und Kraft sowie ein aktives Umfeld, das Eltern in diesem Prozess unterstützt. Mit dieser Veranstaltung bieten wir ganz bewusst Eltern die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Eltern und mit Experten zu Fragen des Rechtsextremismus." Medienvertreter und interessiertes Publikum sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Der Einladungsflyer kann auf den Internetseiten der Landeskommission Berlin gegen Gewalt unter: http://www.berlin-gegen-gewalt.de als Download bezogen werden. Pressemitteilung vom 28.10.2008, 11:10 Uhr Inneres Einladung zur Veranstaltung für Eltern und für Fachpublikum "GEMEINSAM GEGEN RECHTSEXTREMISMUS" Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit: Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt lädt gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Landesinstitut für Schule und Medien, dem Landeselternausschuss, dem Elternprojekt Licht-Blicke pad. e.V. und der Elterninitiative "Eltern gegen Rechts" zu einer Veranstaltung für Eltern und Fachpublikum "Gemeinsam gegen Rechtsextremismus" ein: am Montag, den 10. November 2008, von 16.00 Uhr bis 20.30 Uhr in der KonradAdenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin. Anmeldungen bei der Konrad-Adenauer-Stiftung sind unter der Fax-Nummer 26996-3243 oder per E-Mail Kas Berlin oder per Post (Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin) erwünscht. Rückfragen: Nicola Rothermel, Telefon: (030) 9027-2730 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 17 Anfragen an den Senat KLEINE ANFRAGEN Titel: Chinesische Scheinstudenten in Berlin Abgeordneter: Matthias Brauner (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612426.pdf Titel: Rechtsextremismus während der FußballEuropameisterschaft 2008 in Berlin? Abgeordneter: Clara Herrmann (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612421.pdf Titel: Arbeitskreis Schule und Islam Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612451.pdf Titel: 20 Jahre Städtepartnerschaft: verschläft Berlin seine Jubiläen? Abgeordneter: Mirco Dragowski (FDP) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612509.pdf Titel: Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612418.pdf Titel: Wie arbeitet die Antidiskriminierungsstelle? Abgeordneter: Thomas Birk (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612483.pdf Titel: Stand der Umsetzung der Altfallregelung nach §§ 104 a und b Aufenthaltsgesetz (I) Abgeordneter: Benedikt Lux (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612497.pdf Titel: Wie integrativ ist die Kultur in den Bezirken? Abgeordneter: Giyasettin Sayan (Die Linke) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612562.pdf Titel: Rechtsradikale Europazentrale in Zehlendorf verhindern! Abgeordneter: Dr. Holger Thärichen (SPD) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612408.pdf Titel: Aktionsprogramm der Landeskommission gegen Gewalt Abgeordneter: Bilkay Öney (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612467.pdf Titel: Europaschulen in Berlin Abgeordneter: Rainer-Michael Lehmann (FDP) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612521.pdf Titel: Wie erfolgreich waren die Sprachstandsüberprüfungen von 4jährigen 2008? Abgeordneter: Emine Demirbüken-Wegner (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612511.pdf Titel: Das Aus für "multikulti" - (K)Einsparung? Abgeordneter: Sven Kohlmeier (SPD) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612519.pdf Titel: Aktivitäten des Vereins "Deniz Feneri e.V." in Berlin Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612516.pdf Titel: Gleichbehandlung von Lebenspartnerschaft und Ehe und die Prozessfreude Berlins Abgeordneter: Dr. Klaus Lederer (Die Linke) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1612561.pdf Nicht behandelte Mündliche Anfragen: Titel: Gefährliche Homophobie Abgeordneter: Sascha Steuer (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/NichtbehMdlAn/n 16-03419.pdf Titel: Bildungssenator ignoriert Erkenntnisse über frühe Bildung? Abgeordneter: Elfi Jantzen (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/NichtbehMdlAn/n 16-03513.pdf BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 18 Aus Europa, Bund und Ländern Hinweis: BERLINER EUROPAPORTAL UND EUROPA-NEWSLETTER Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU - Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber hinaus sorgen Links für Europainteressierte für einen Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web: http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/index.html Regelmäßig aktuelle Informationen zu EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin - Berlin in Europa“ unter der Adresse http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarbeit /newsletter.html. Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische EUInformationen für die Berliner Senatsverwaltungen und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich. Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die Berliner Datenbank EU-Pro²fil unter http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme/i ndex.html SACHVERSTÄNDIGENRAT DEUTSCHER STIFTUNGEN FÜR INTEGRATION UND MIGRATION Zentrale Aufgaben des Sachverständigenrats sind Bestandsaufnahmen, Entwicklungsanalysen, kritische Politikbegleitung und die Information der Öffentlichkeit in den Bereichen Integration und Migration. Es geht darum, kritisch zu beobachten, neutral und methodensicher zu bewerten und handlungsorientiert zu beraten. Dies geschieht durch wissenschaftlich fundierte, politisch neutrale, um Objektivität bemühte Einschätzungen. Der Sachverständigenrat veröffentlicht dazu Jahresberichte, Gutachten und Stellungnahmen zur Entwicklung von Integration und Migration sowie zur Einschätzung von Integrations- und Migrationspolitik. Internet: http://www.svr-migration.de/?page_id=10 UMSETZUNG DES NATIONALEN INTEGRATIONSPLANES Böhmer weist Kritik von Migrantenverbänden zurück Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, hat die Kritik von Migrantenverbänden an der Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes zurückgewiesen. „In der Integration haben wir im vergangenen Jahr sehr große Fortschritte gemacht. Das dokumentieren die Bilanzierungen, die insbesondere Bund, Länder, Kommunen und auch die Wohlfahrtsverbände vorlegen werden. Aber natürlich bleibt weiterhin viel zu tun“, erklärte Böhmer. Weiter unter: http://www.bundesregierung.de/nn_56680/Content/DE/Pr essemitteilungen/BPA/2008/10/2008-10-27integrationsplan-ib.html 1.965 ASYLBEWERBER IM SEPTEMBER 2008 Im September 2008 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 1.965 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um 306 Personen (18,4 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat September 2007 um 194 Personen (10,9 Prozent) an. Die Zahl der Asylerstanträge irakischer Staatsangehöriger ist gegenüber dem Vormonat von 568 auf 615 angestiegen. Von Januar bis September 2008 ist die Zahl der Asylanträge im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres aufgrund des erhöhten Anteils irakischer Asylbewerber um 2.722 (19,6 Prozent) gestiegen. Insgesamt 674 Asylbewerbern (38,7 Prozent) wurde im September 2008 die Rechtsstellung eines Flüchtlings im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention zuerkannt. Weiter mit den Zahlen Im Einzelnen: http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_662928/Internet/Con tent/Nachrichten/Pressemitteilungen/2008/10/Asylzahlen __September08.html Neubau Moschee BEGEGNUNGSSTÄTTE DUISBURG-MARXLOH Eine der ältesten und größten islamischen Gemeinden in Duisburg ist die DITIB-Merkez-Moschee an der Warbruckstraße in Duisburg-Marxloh. Entstanden aus der ehemaligen Kantine des Bergwerks Marxloh und gegründet von den Arbeitern dieses Werks war die Moschee stets um einen offenen und kooperativen Umgang mit der Stadtteilbevölkerung bemüht. Die Moschee hat sich in ihrer fast 20-jährigen Geschichte zu einem Ort des interkulturellen und interreligiösen Austausches entwickelt. Weiter unter: http://www.duisburg.de/micro/egdu/projekte/projekt_Moscheeneubau_mxl.php BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 19 Aus Europa, Bund und Ländern Internationale Konferenz: „MOBILITY, INTEGRATION AND DEVELOPMENT“ Rede von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble anlässlich der 13. Internationalen Metropolis Konferenz am 28. Oktober 2008 in Bonn „Maximale Vielfalt auf minimalem Raum“, so hat der tschechische Schriftsteller Milan Kundera sein Ideal von Europa auf den Punkt gebracht.[1] An kaum einem anderen Ort in Europa wird dies so deutlich wie hier in Nordrhein-Westfalen: Das Gebiet von Rhein und Ruhr gehört zu den am dichtesten besiedelten Regionen Europas. Hier leben etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung. Die wirtschaftlich starke und kulturell reiche Region hat auch international eine große Anziehungskraft. Die hiesige Industrie hat schon immer Arbeitskräfte aus ganz Europa angelockt. Hier in Bonn haben wir vor fast 50 Jahren mit der Türkei das Abkommen zur Anwerbung von türkischen Arbeitsnehmern abgeschlossen. Heute leben rund 2,5 Mio. Menschen türkischer Herkunft in Deutschland, davon die meisten in Nordrhein-Westfalen. Ich freue mich daher, dass es Herrn Minister Laschet gelungen ist, die 13. Internationale Metropolis Konferenz nach Bonn zu holen, in eine Region, die man als „Melting Pot“ Deutschlands bezeichnen kann. http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_122688/Internet/Con tent/Nachrichten/Reden/2008/10/BM__Metropolis__Konf erenz__de.html Der Lesben- und Schwulenverband dankt dem Innensenator für seine klaren Worte. Bei dem morgen (29.10.) im Roten Rathaus stattfindenden „Runden Tisch gegen Homophobie“ wird der LSVD beantragen, die Position des Innensenators mit einer gemeinsamen Erklärung zu unterstützen. Internet: http://www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_con tent&task=view&id=416&Itemid=80 Kompletter Brief des Berliner Innensenators: http://www.berlin.lsvd.de/cms/files/Brief%20Innensenator %20081014.pdf DEM HASS KEINE CHANCE Homophobie entschieden entgegentreten Kongress am 21. und 22. November 2008 im Bundestag Veranstaltung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Anmeldung bis zum 17.11.2008 Um was es geht Wir haben das Lebenspartnerschaftsgesetz und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Es gibt offen schwule Bürgermeister, lesbische und schwule Abgeordnete. Millionen Menschen jubeln den CSD-Paraden zu. In Meinungsumfragen sprechen sich starke Mehrheiten für die rechtliche Gleichstellung aus. Lesben und Schwule leben heute so frei wie nie zuvor in der deutschen Geschichte. Gleichzeitig tönt es in einem höchst populären Rap-Song: "Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel". Das ist kein Einzelfall. Im Fußballstadion und auf dem Schulhof sind homo-feindliche Parolen Alltag. Lesbischen und schwulen Jugendlichen werden oft noch große Probleme gemacht. Auch im Wirtschafts- und Arbeitsleben besteht erhebliche Diskriminierungsgefahr. Trotz der großen gesellschaftspolitischen Erfolge fühlen sich viele Lesben und Schwule im Alltag bedroht. Verstärkt die steigende Sichtbarkeit und Akzeptanz zumindest zeitweise die Aggressivität bei denjenigen, die sich nicht zu Respekt oder auch nur zu Toleranz durchringen wollen? Was bedeutet das für die Themensetzung in der Bürgerrechtspolitik? Diesen Fragen will der Kongress nachgehen. Dazu soll der erreichte Stand an Akzeptanz bilanziert werden. Der Kongress will den aktuellen Erscheinungsformen, Brennpunkten und den Quellen von Homophobie nachgehen. Ebenso wollen wir Gegenmittel diskutieren. Reden Sie mit! Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Programm und Anmeldung im Internet unter: http://www.gruenebundestag.de/cms/termine/dok/255/255147.dem_hass_keine_ch ance_homophobie_entschi.html Körting: „HOMOPHOBIE IST KEIN KAVALIERSDELIKT!“ Innensenator empört über schwulenfeindlichen Hetz-Artikel Berlins Innensenator Dr. Ehrhart Körting ist empört über den schwulenfeindlichen Hetz-Artikel, der in der AprilAusgabe des deutsch-arabischen Magazins „al-Salam“ erschienen ist. (Zum Thema siehe auch BI Nr. 52, Seite 15, Download unter : http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/ [RED]) In einem Brief an den Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. fordert der Innensenator jetzt strafrechtliche Konsequenzen für den Verfasser des Artikels und den Verleger des Magazins. Homophobie sei kein Kavaliersdelikt, so Körting. In dem Artikel von Muhammed Lujain al-Zayn war offen zur Ausgrenzung Homosexueller aufgerufen worden. Indirekt wurde sogar ihre Tötung befürwortet. Dies alles sei nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt, so Körting in seinem Brief an den LSVD. Er habe den Berliner Polizeipräsidenten deswegen „um die Prüfung eines Verfahrens wegen Volksverhetzung“ gebeten. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 20 Initiativen "HANDELN STATT WEGSEHEN" Neue Initiative gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus Auf Initiative des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e.V., der Gewerkschaft ver.di-Berlin sowie des DGB Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (mbr) wurde am Dienstag, dem 14. Oktober 2008, in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, die Initiative "Handeln Statt Wegsehen" ins Leben gerufen. "Handeln Statt Wegsehen" hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere kleine und mittlere Betriebe aber auch Berufsschulen in ihrer Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus zu unterstützen. Es ist in dieser Art die bisher erste gemeinsame überregionale Initiative von Arbeitgebern und Gewerkschaften, die in breiter Form Stellung bezieht. Mehr unter: http://www.handeln-statt-wegsehen.de/ Dabei stehen auch das kreative und teilnehmerorientierte politische und historische Lernen sowie wichtige neue Themen der politischen Bildung im Mittelpunkt. Bewerben können sich Einzelpersonen wie auch Organisationen und Initiativen, die in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig sind. Die Bewerbungsprojekte müssen bereits in der Praxis erprobt und sollten im Zeitraum 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2008 durchgeführt worden sein. Die Bewerbungsunterlagen sollen bis zum 31. Dezember 2008 per Post und E-Mail an die folgende Adresse gesendet werden: Bundesausschuss Politische Bildung (bap) Herrn Theo W. Länge Mühlendamm 3 10178 Berlin E-Mail: presse@bap-politischebildung.de Internet: http://www.bap-politischebildung.de Weitere Informationen zu Bewerbungsunterlagen, Ablauf und Jurymitgliedern finden Sie auch im Info-Flyer unter: Preisausschreibung: „POLITISCHE BILDUNG 2008/2009“ Sozial- und bildungsbenachteiligte Menschen mit Migrationshintergrund im Fokus Frist: 31.12.2008 Erstmals vergibt der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) den „Preis Politische Bildung“. Finanziell und ideell wird der bap dabei durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) unterstützt. Der Preis ist mit 10.000 Euro (1. Preis) und 5.000 Euro (2. Preis) dotiert und wird im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung im Frühjahr 2009 verliehen. Schirmherr des Preises ist Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. Der „Preis Politische Bildung“ wird in Zukunft alle zwei Jahre mit einem jeweils wechselnden thematischen Fokus vergeben. Mit dem Preis würdigt der bap die besonderen Leistungen, die in der Politischen Bildung erbracht werden. Der Schwerpunkt liegt dabei in diesem Jahr auf Projekten und Veranstaltungen, die sozial- und bildungsbenachteiligte Menschen mit Migrationshintergrund mit der demokratischen Kultur vertraut machen und so zur Partizipation anregen. Ausgezeichnet werden Projekte und Veranstaltungen der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, die ein kritisches Urteilsvermögen über politische und gesellschaftliche Sachverhalte vermitteln und öffentliches Engagement in Politik und ziviler Gesellschaft ermöglichen. http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlag en/Themen/Politische__Bildung/DatenundFakten/Flyer__ Preis__Politische__Bildung,templateId=raw,property=pub licationFile.pdf/Flyer_Preis_Politische_Bildung.pdf BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 21 Workshops/ Tagungen 05.11.; Demografie-Konzept für Berlin: EINLADUNG ZUM DIALOG Handlungsfeld „Weltoffene und soziale Stadt“ Mittwoch, 5. November 2008, 10.00 bis 14.00 Uhr Kulturhaus Mitte Berlin Auguststraße 21 10117 Berlin Das Land Berlin erarbeitet bis Anfang 2009 ein Demografie-Konzept. Die Konzeptentwicklung wird von fünf Dialogen begleitet, die zum fachlichen Austausch einladen. Der Fachkräftebedarf wird sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels der nächsten Jahre verändern. Welche Bedeutung hat die Anwerbung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit? Wir laden Sie ein, mit uns in den Dialog zu treten. Diskutieren Sie mit Vertreterinnen und Vertretern der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales sowie Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft. 11.45 Uhr Podium: Politik fragt Wissenschaft und Wirtschaft • • • • • Kerstin Liebich, Staatssekretärin für Arbeit Dr. Hans-Gerhard Husung, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Dr. Heike Pethe, Universität Amsterdam Hediye Erdem, Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg e.V. Jakob von Weizsäcker, bruegel / Brüsseler Think Tank 13.15 Uhr Zusammenfassung und Ausblick • Kerstin Liebich, Staatssekretärin für Arbeit Wir bitten um Anmeldung, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist Anmeldung: sally below cultural affairs Organisation im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Tel.: (030) 69 53 70 8-0 Fax: (030) 69 53 70 8-20 E-Mail: dialog1@demografiekonzept-berlin.de Internet: http://www.berlin.de/demografiekonzept Programm Moderation: Minou Amir-Sehhi, ARD-Journalistin, Koordination Interkulturelles Netzwerk 10.00 Uhr Begrüßung • Silvia Eschrich, Kulturhaus Mitte Berlin 10.05 Uhr Begrüßung • Dr. Heidi Knake-Werner, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales 10.20 Uhr Das Demografie-Konzept im Überblick – eine Einführung • Thorsten Tonndorf, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 10.30 Uhr Hochqualifizierte Zuwanderung und Senkung der Arbeitslosigkeit – ein Widerspruch? • Jakob von Weizsäcker, bruegel/ Brüsseler Think Tank – im Anschluss Diskussion mit den Teilnehmenden – 11.15 Uhr Pause 11.11.: Fachtagung ICH ARBEITE ALSO BIN ICH (?) Arbeit und Identität in verschiedenen Religionen und Weltanschauungen Fachtagung der Werkstatt Religionen und Weltanschauungen für Lehrende und Multiplikatoren im Jugendbereich Dienstag, 11. November 2008, 9.00 bis 17.00 Uhr Arbeit spielt bei der Ausbildung von Identität unbezweifelbar eine große Rolle. Nicht arbeiten zu können oder zu dürfen, beeinträchtig die Identität, das Selbstwertgefühl. Aber was ist Arbeit - doch nicht nur Erwerbsarbeit? Ein einführender Vortrag und eine Podiumsrunde werden diesen Themenkreis umreißen. Anschließend laden vielfältige Informations- und Gesprächsangebote mit Christen, Muslimen, Hindus, Buddhisten, Baha’i, Juden, Yeziden, Sikhs und Humanisten zu Dialog und Austausch ein. In Workshops/Arbeitsgruppen können Sie mit Fachleuten diskutieren, die in verschiedenen Bereichen des Übergangs von Schule zu Arbeitsleben tätig sind. Teilnahmegebühr inkl. Kaffee und Mittagsbüffet: 15 Euro (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 22 Workshops/ Tagungen (Fortsetzung) Ort: Werkstatt der Kulturen Wissmannstr. 32 12049 Berlin (U7, U8, Bus M29, M41, 171, 194, 344 Hermannplatz) Programm: http://www.werkstatt-derkulturen.de/129.html?&tx_ttproducts_pi1[backPID]=147&tx_ttp roducts_pi1[product]=584&tx_ttproducts_pi1[cat]=169&cHa sh=d8e0184bbb Weitere Informationen: http://www.isa-online.eu/index/1321/ und http://www.berlin.de/ba-neukoelln/verwaltung/eubeauftragte/eu.index.html Programm und Anmeldung: http://www.berlin.de/imperia/md/content/baneukoelln/wirt schaftsfoerderung/europabeauftragte/programm21nov2008endversion. pdf Anmeldungen erbeten bis 14. November 2008 Bezirksamt Neukölln von Berlin Verwaltung des Bezirksbürgermeisters Europabeauftragte Franziska Giffey Karl-Marx-Straße 83 12040 Berlin per Fax: (030) 68 09 32 73 per E-Mail: franziska.giffey@ba-nkn.verwalt-berlin.de Begrenzte Teilnehmerzahl, deshalb Anmeldung erforderlich: Tel.: (030) 60 97 70-0, Fax: (030) 60 97 70-13 E-Mail: Werkstatt.Kulturen@t-online.de Internet: http://www.werkstatt-der-kulturen.de 25.11.2008, Fachtagung: 21.11.; Fachkonferenz: EU – FÖRDERPROGRAMME FÜR AUSLANDSAUFENTHALTE VON JUGENDLICHEN AUS BERLIN-NEUKÖLLN Jugend in Aktion, Leonardo da Vinci und Comenius für die lokale Ebene in der Förderperiode 2007 - 2013 Meldeschluss: 14.11.2008 Die Fachkonferenz "EU – Förderprogramme für Auslandsaufenthalte von Jugendlichen aus Berlin-Neukölln" ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bezirks Neukölln und der I.S.A. - servicestelle europa Die Veranstaltung gibt eine Einführung in die für BerlinNeukölln relevanten Förderprogramme der Europäischen Union zur Durchführung von Mobilitätsprojekten für Jugendliche. Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Finanzierungsmöglichkeiten der EU zur Realisierung von Auslandsaufenthalten für Jugendliche und junge Erwachsene, insbesondere zur beruflichen Orientierung, zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung richtet sich an Neuköllner Projektträger, Schulen, Bildungseinrichtungen und andere Organisationen, die sich mit der Akquise und Umsetzung von EU-Fördermitteln beschäftigen und Fördermittel aus den EU-Aktionsprogrammen in konkreten Projekten zur Förderung der Mobilität von Jugendlichen aus Neukölln in Anspruch nehmen möchten. „GEMEINSAM FÜR ANERKENNUNG UND RESPEKT“ Wie kann Homophobie in der Einwanderungsgesellschaft verhindert werden? Anmeldung bis zum 18.11.2008 Eine Fachtagung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung, am 25.11.2008 in der Werkstatt der Kulturen. Für lesbische und schwule Migrant/innen ist die Identitätsfrage oft schwierig, weil sie sich gegenüber Ausgrenzungsmechanismen wie Rassismus, Sexismus, Transoder Homophobie behaupten müssen. Zwischen den Migrant/innen-Communities und den Szenen von Lesben, Schwulen und Transgendern finden aktuell Verortungsprozesse statt, die nicht immer spannungsfrei verlaufen. Deutschland entwickelt sich knisternd sowohl zum Einwanderungsland als auch zu einem Land, in dem sexuelle Selbstbestimmung groß geschrieben wird. Die Fachtagung geht der Frage nach, wie in diesem Prozess verschiedene Ausgrenzungen von Lesben und Schwulen mit und ohne Migrationshintergrund verhindert werden können. Besonders spezifische Formen des Rassismus und der Homophobie sollen anhand praktischer Beispiele behandelt werden. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 23 Workshops/ Tagungen (Fortsetzung) Dabei ist einerseits das Verhältnis zwischen den verschiedenen Migrant/innengruppen und der Lesben- und Schwulenszene in den Blick zu nehmen: Welche Bilder und Stereotype existieren über die jeweils andere Gruppe, welche Werte können gegenseitig anerkannt werden, welcher Respekt ist hierzu nötig? Andererseits werden Normen, an die sich lesbische Migrantinnen und schwule Migranten in patriarchalen oder religiös geprägten Familienstrukturen zu halten haben, um befürchtete Sanktionen zu umgehen, thematisiert. Lesben und Schwule mit und ohne Migrationshintergrund sowie ihre jeweiligen Verbände werden mit Vertreter/innen von Organisationen, Politik, Jugendhilfe und Schule sowie der Polizei innovative Wege und Strategien gegen Homophobie und Rassismus in Berlin entwickeln. Ausführliches Programm: http://www.berlin.de/sen/ias/ads/ http://www.gladt.de 04.12.: Fachtagung des DRK: FAMILIENBILDUNG UND FAMILIENBERATUNG FÜR MUSLIMISCHE FAMILIEN Fachtag für Multiplikatoren in muslimischen Verbänden und Institutionen und Träger der Familienbildung und -beratung in Deutschland Anmeldeschluss: 10.11.2008 4. Dezember 2008, 10.00 bis 16.00 Uhr Sylter Hof, Kurfürstendamm 114-116, 10787 Berlin Die Fachtagung steht im Zeichen des Austausches zwischen den unterschiedlichen muslimisch geprägten Verbänden und Organisationen, die eine große Anzahl der Familien mit muslimischem Hintergrund vertreten sowie den Trägern der Familienbildungs- und Familienberatungsangeboten in Deutschland. Wir wollen eingehend über Familienbildung und -beratung in Deutschland informieren und die besonderen Anforderungen von Familien mit muslimischem Hintergrund an Familienbildungund Beratungsangeboten herausarbeiten. Neben Vorträgen und der Vorstellung von Projekten aus der Praxis werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, sich mit ihren Erfahrungen und Fragen an den Gesprächskreisen zu beteiligen und wichtige Themenschwerpunkte herauszuarbeiten, mit dem Ziel, muslimische Familien bei der Erziehung ihrer Kinder adäquat zu unterstützen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung: Tel.: (030) 26 55 66 33 E-Mail: fachtag@gladt.de Wir bitten um Anmeldung bis zum 18. November 2008. Veranstalter: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung Anmeldung Anmeldung bis zum 10.11.2008 bitte senden an: Deutsches Rotes Kreuz Generalsekretariat Ümit Yüzen-Grabski Fax: (030) 85404-468 E-Mail: yuezenue@DRK.de Informationen und Programm: Tel.: (030) 85404-359 DRK-Generalsekretariat Carstennstraße 58 12205 Berlin Team 41, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Tel.: (030) 85404-0 Fax: (030) 85404-468 Internet: http://www.DRK.de Organisation und Kommunikation: Gladt e.V. Kluckstraße11 10785 Berlin Tel.: (030) 26 55 66 33 E-Mail: info@gladt.de Internet: http://www.gladt.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 24 Workshops/ Tagungen 28.11.; Stiftung Genshagen: „Europäische Städte vor den Herausforderungen von Gewalt und sozialer Desintegration: Was kann Stadtentwicklungspolitik leisten?“ Anmeldung bis 21.11.2008 Die Stiftung Genshagen veranstaltet gemeinsam mit dem Centre Marc Bloch und unterstützt durch das Auswärtige Amt eine eintägige Veranstaltung zum Thema „Europäische Städte vor den Herausforderungen von Gewalt und sozialer Desintegration: Was kann Stadtentwicklungspolitik leisten?“ Die Veranstaltung, zu der wir Sie herzlich einladen möchten, findet am 28. November 2008 von 11:00 bis 18:30 Uhr im Schloss Genshagen bei Berlin statt. Im Februar diesen Jahres stellte die französische Staatssekretärin für Stadtentwicklung den Plan „Espoir Banlieues“ (Hoffnung für die Vorstädte) vor. Dieses Reformprojekt wurde von der französischen Regierung als „wahrhafter Bruch mit 30 Jahren Stadtentwicklungspolitik“ bezeichnet. Französische und deutsche Experten nehmen dieses Vorhaben zum Anlass, um die Entwicklungen der sog. politique de la ville zu analysieren und aus deutscher Sicht vergleichend zu kommentieren. Einen der Schwerpunkte wird dabei das Thema Schule bilden, das sowohl in der französischen Stadtentwicklungspolitik als auch im Bund-Länder-Programm Soziale Stadt einen zentralen Platz einnimmt. • • • • Sybille Volkholz, Leiterin des „Bürgernetzwerks Bildung“ des VBKI, ehem. Senatorin für Schule, Berufsbildung und Sport in Berlin Christine Baur, Humboldt-Universität zu Berlin/Schulsozialarbeiterin an der Eberhard-KleinSchule, Berlin Carsten Keller, Forscher, Centre Marc Bloch, Berlin Johanna Eisenberg, wiss. Mitarbeiterin, Stiftung Genshagen Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht (DeutschFranzösisch). Für die Anfahrt zum Schloss Genshagen wird eine kostenlose Transfermöglichkeit vom Bahnhof Ludwigsfelde zur Verfügung stehen. Weitere Informationen bei Johanna Eisenberg (s. unten) Veranstaltungsbeitrag: 5,- € (bei der Ankunft in bar zu zahlen). Anmeldung: bis spätestens 21. 11. 2008 bei Johanna Eisenberg, Stiftung Genshagen Tel.: (03378) 80 59 25 E-Mail: eisenberg@stiftung-genshagen.de Internet: http://www.stiftung-genshagen.de Es diskutieren: • • • • • • • Jean-François Clerc, stellv. Direktor im Kabinett der Staatssekretärin für Stadtpolitik, Paris Hartmut Häußermann, Professor für Stadt- und Regionalsoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin Cyprien Avenel, Soziologe, Abteilung Statistik, Studien und Forschung, CNAF/Institut d’Etudes Politiques, Paris Joseph Salamon, Architekt und Stadtplaner, Lyon Rainer Neef, Soziologe, Institut für Soziologie, Universität Göttingen Sandro Cattacin, Professor für Soziologie, Universität Genf Marco Oberti, Professor am „Observatoire sociologique du changement“, Institut d’Etudes Politiques, Paris BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 25 Workshops/ Tagungen 10.12.; Otto Bennecke Stiftung e.V.: FORUM MIGRATION 2008 Migration und Begabungsförderung Anmeldung bis 30.11.2008 Mittwoch, den 10. Dezember 2008, im Haus der Geschichte in Bonn Begabungen erfolgreich zu fördern ist eine wichtige Integrationsaufgabe, die es auf allen Ebenen wahrzunehmen gilt. Integration benötigt ein Umfeld, in dem alle ihre Stärken ausbauen und ihre Schwächen mindern können. Viel zu lange standen in der Diskussion über Integrationsansätze die vermeintlichen Defizite der Zuwanderinnen und Zuwanderer im Vordergrund. Viel zu lange wurde versäumt, den Blick auf ihre Potenziale zu richten und über individuelle und dennoch breitenwirksame Angebote nachzudenken, die diese Potenziale gezielt fördern und nutzen können. Für Menschen mit Migrationshintergrund – insbesondere, wenn sie ihre Vorbildung teilweise oder vollständig im Herkunftsland absolviert haben – sind immer noch hohe Hürden aufgestellt, die einen zügigen und adäquaten Einstieg in den Arbeitsmarkt behindern. Ein besonderer Stellenwert bei der Überwindung dieser Hürden kommt der individuellen Laufbahnund Bildungsberatung zu. Erfolgreiche Konzepte im Inund Ausland zeigen, dass diese den sehr unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen besonders stark entgegen kommen. Dieses Thema stellt das 14. FORUM MIGRATION der Otto Benecke Stiftung e.V., das in Kooperation mit der Universität Bremen veranstaltet wird, in den Mittelpunkt der Referate und Diskussionen. Internet: http://www.obsev.de/news/newsdetails/anmeldung-zum-forummigration-2008/ Otto Benecke Stiftung e.V. Kennedyallee 105-107 53175 Bonn Tel.: (0228) 8163-180 oder -147 Fax: (02289 8163-300 Tagungsort Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Museumsmeile Willy-Brandt-Allee 14 53113 Bonn Tel.: (0228) 9165-0 Fax: (0228) 9165-302 Internet: http://www.hdg.de Programm: http://www.obsev.de/fileadmin/user_upload/forum_migration/pdf/081019 %20Flyer%20Forum%202008.pdf Anmeldung: Bis 30.11.2008 bitte per Fax mit diesem Antwortformular: http://www.obsev.de/fileadmin/user_upload/forum_migration/pdf/Faxant wort.pdf Ansprechpartner Tagungsorganisation Elke Schlinker Tel.: (0228) 8163-147 E-Mail: Elke.Schlinker@obs-ev.de Henny Pöppler, Tel.: (2228) 8163-180 E-Mail: Henny.Poeppler@obs-ev.de Fax: (0228) 8163-300 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 26 Qualifizierungen FrauenComputerZentrumBerlin e.V. Joliba e.V.: OFFICE-GRUNDLAGEN & ECDL-START 3-monatige Fortbildung ab 10. November 2008 Informationstermine: jeden Montag um 10:00 Uhr In dieser Fortbildung des FrauenComputerZentrumBerlin (FCZB) haben Frauen ohne Computer-Kenntnisse die Möglichkeit, aktuelles IT-Wissen im Office-GrundlagenBereich zu erwerben und sich zugleich effektiv auf den Europäischen Computerführerschein (ECDL) vorzubereiten. Der ECDL (European Computer Driving Licence) ist ein international anerkanntes Zertifikat, mit dem Kompetenzen in den gebräuchlichsten Computer-Anwendungen dokumentiert werden. Die Prüfungen können direkt im FrauenComputerZentrumBerlin abgelegt werden: Das FCZB ist autorisiertes ECDL-Prüfungszentrum. In der 3-monatigen Fortbildung stehen PC-Grundlagen, Internet- und E-Mail, Textverarbeitung mit Word, wahlweise PowerPoint oder/und Excel auf dem Programm. Im ECDL-Prüfungstraining haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, die Vorbereitung auf die ECDL-Prüfungen ihrem individuellen Bedarf und ihren Kenntnissen entsprechend anzugehen. Begleitend zu den IT-Inhalten wird einmal wöchentlich an Schlüssel-Kompetenzen und dem individuellen (Bewerbungs-)Profil gearbeitet. Bildungsgutscheine/Förderung über die Agentur für Arbeit/Jobcenter sind ― je nach individuellen Voraussetzungen ― möglich. Bei der Antragstellung sind die Mitarbeiterinnen des FCZB gern behilflich. WEITERBILDUNGSSEMINAR ZUR SELBSTSTÄNDIGKEIT Projekt „EXISTA – Coaching von Existenzgründerinnen“ richtet sich besonders an Frauen mit Migrationshintergrund Erste Info-Veranstaltung: 04.11.2008 Es ist wieder soweit! EXISTA – Coaching von Existenzgründerinnen, unser Weiterbildungsprojekt für Frauen, geht in die zweite Runde! Das Seminar richtet sich vor allem an Frauen mit Migrationshintergrund und/oder afrikanischen Wurzeln, die entweder eine Selbstständigkeit planen oder sich vor kurzem selbstständig gemacht haben. Durch Seminare, Vernetzungstreffen und individuelle Beratung erhalten die Teilnehmerinnen eine solide Basis für ihre selbstständige Tätigkeit. Exista wird durch den Europäischen Sozialfonds gefördert und ist daher für die Teilnehmerinnen kostenlos. Das Seminar wird vom 16. Februar bis 31.März 2009 stattfinden. Eine erste Informationsveranstaltung für Interessierte findet am Dienstag, den 4. November 2008 in den Räumlichkeiten von Joliba, Görlitzer Str. 70 (Nähe UBahn Görlitzer Bahnhof) von 10 – 12 Uhr statt. Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Sie haben dort die Gelegenheit, sich unverbindlich über das Projekt zu informieren und potentielle andere Teilnehmerinnen kennen zu lernen. Und das alles in netter Atmosphäre und mit einem kleinen Buffet mit Spezialitäten aus Madagaskar, zubereitet von einer Teilnehmerin des ersten Seminars. Wir würden uns freuen, Sie am 4. November bei uns begrüßen zu dürfen! Für Rückmeldungen und Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter: JOLIBA – Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V. Görlitzer Straße 70 10997 Berlin Tel.: (030) 610 76 802 E-Mail: joliba@snafu.de Internet: http://www.joliba-online.de Kontakt und Anmeldung: FrauenComputerZentrumBerlin e. V. Cuvrystraße 1 10997 Berlin Renate Wolf Telefon: (030) 617970-16 Telefax: (030) 617970-10 E-Mail: slz@fczb.de Internet: http://www.fczb.de Infotermine: jeden Montag, 10 Uhr BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 27 Aus Projekten und Vereinen Projektvorstellung: INTERKULTURELLES MEHRGENERATIONENHAUS NEUKÖLLN STADTOASE Am 28.05.2008 wurde das interkulturelle Mehrgenerationenhaus Stadtoase – Çamlık des Trägers IMA e.V. durch die Senatorin Frau Dr. Knake-Werner und den Neuköllner Bezirksbürgermeister Herrn Buschkowsky feierlich eröffnet. Seit der Eröffnung wird das Mehrgenerationenhaus in Nordneukölln oft von verschiedenen Delegationen, Abgeordneten sowie Ämtern besucht und als beispielhaftes Integrationsprojekt vorgestellt. So zeigte die EuropaBeauftragte Neuköllns Frau Giffey und der Integrationsbeauftragte von Neukölln Herr Mengelkoch im Rahmen des Besuchs einer Expertengruppe des Europarates für das Programm „Intercultural Cities“ das Mehrgenerationenhaus und wird dies für das „Eurocities-Meeting“ am 7. November wiederholen. (http://www.berlin.de/mk/eurocities/ [RED]) Mit dem interkulturellen Mehrgenerationenhaus soll ein generationenübergreifendes Zentrum für die Unterstützung und Vernetzung von Bürgern mit Migrationshintergrund geschaffen und die generationenübergreifende interkulturelle Arbeit mit Deutschen und Migranten aktiviert werden. Es bestehen bereits eine Reihe von Projekten, die teils auf ehrenamtlicher Basis, teils aus anderen Fördermitteln finanziert werden. Aktuell erhält das Mehrgenerationenhaus Stadtoase u.a. Unterstützung durch das Jugendamt Neukölln Region Nord-West für zwei Projekte: „Eltern helfen Eltern“ sowie „Gesund bleiben in Neukölln“. Außerdem wird das MGH durch den Europäischen Integrationsfonds des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge für das Projekt „Heimat ist hier!“ gefördert. Das Angebot an Aktivitäten und Projekten wächst stetig. Es umfasst u.a. Hausaufgabenhilfe, Basiskompetenztraining, Rechts-, Renten-, Hartz IV- und Schuldnerberatung sowie psychosoziale Beratungen (kostenlos). Auch bieten wir Sport- und Computerkurse, welche für Kinder und Jugendliche ebenfalls nicht zu bezahlen sind (Erwachsene 10€ monatlich) sowie einen Bewegungs- und Büroraum für externe Vereine. Ein großes gemütliches Café dient als Kommunikations- und Begegnungsraum. In den vom Mehrgenerationenhaus angebotenen Projekten wird mit kultursensiblen Ansätzen und mit interkulturell geschulten und bilingualen Mitarbeitern gearbeitet. Die Arbeit von IMA e.V. konzentriert sich in zwei Angebotsformen: 1. Interkulturelle psychosoziale Betreuung, Beratung, Einzelfall- und Familienhilfe. 2. Sozialarbeiterisch-orientierte interkulturelle Angebote an Familien, Eltern, Jugendliche und Kinder. Das Hauptziel in dieser Arbeit ist es, nicht nur Defizite auszugleichen, sondern Menschen mit Kompetenzen zur Gestaltung ihres eigenen Lebens auszustatten. Besonders an dem Zugang ist die kultursensible Ausrichtung dieser unterstützenden und emanzipierenden Angebote. In ihrer Arbeit konzentriert sich IMA e.V. einerseits auf soziale Vernetzung und andererseits auf die Förderung von bestehenden Kompetenzen und Kompetenzerwerb. Kompetenzerwerb bezieht sich nicht nur auf rein schulisches Wissen oder Programme des zweiten Bildungswegs. Vielmehr beinhaltet Kompetenzerwerb die Aneignung einer Reihe von Kenntnissen, Wissen, persönlichen Eigenschaften (wie Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin), als auch „soft skills“ im Umgang mit Menschen und Situationen. Soziale Vernetzung und Kompetenzerwerb gehen Hand in Hand. IMA e.V. Integrative Migrantenarbeit arbeitet seit 2002 mit Familien, Kindern, Behinderten und Senioren mit Migrationshintergrund. IMA e.V. versteht sich als Brücke zwischen Migrantinnen und Migranten und der deutschen Gesellschaft. Oberstes Ziel des Vereins ist die Verbesserung der sozialen und psychischen Lebenssituation benachteiligter Kinder, Jugendlicher, Familien, Behinderten und alter Menschen unter besonderer Berücksichtigung der Migrantinnen und Migranten. Für eine qualitativ hochwertige inhaltliche Arbeit kooperiert IMA e.V. mit der Freien Universität Berlin. Mehr Informationen über Termine, Angebote und Projekte unter: http://www.stadtoase.info IMA e.V. Interkulturelles Mehrgenerationenhaus Çamlık Flughafenstraße 21 12053 Berlin Tel.: (030) 346 204 68 Fax.:(030) 346 204 69 Koordination: Nesrin Kaygusuz Leitung: Svenja Fritz E-Mail: mgh@stadtoase.info Internet: http://www.stadtoase.info Stadtoase – BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 28 Aus Projekten und Vereinen Resolution des Migrationsrates Berlin-Brandenburg, beschlossen auf der Vertreterratssitzung am 25. September 2008: LSVD Berlin Brandenburg e.V.: STELLUNGNAHMEN ZUM RUNDEN TISCH GEGEN HOMOPHOBIE Am 28.10.2008 fand im Berliner Rathaus der Runde Tisch "Gemeinsam gegen Homophobie“ statt, der auf eine gemeinsame Initiative von Eren Ünsal, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes Berlin (LADS), und Günter Piening, Integrationsbeauftragter des Senats, zurückgeht (siehe auch Seite 4 in dieser Ausgabe). Dazu auch folgende Stellungnahmen des LSVD BerlinBrandenburg http://www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_con tent&task=view&id=420&Itemid=80 http://www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_con tent&task=view&id=419&Itemid=175 http://www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_con tent&task=view&id=418&Itemid=175 http://www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_con tent&task=view&id=417&Itemid=80 http://www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_con tent&task=view&id=416&Itemid=80 HOMOPHOBIE ENTGEGEN TRETEN! Eine Erklärung gegen Diskriminierung, für mehr Respekt und Akzeptanz Berlin, 28.10.2008: Unter dem Titel «Ein fleischfressendes Bakterium und geschlechtliche Anormalität» veröffentlichte das Berlin Magazin «al-Salam» in seiner AprilAusgabe einen Artikel von Muhammed Lujain al-Zayn, in dem schwule Männer als «Verbrecher» bezeichnet werden, die «tödliche Krankheiten» tragen und verbreiten würden. (Zum Thema siehe auch BI Nr. 52, Seite 15, Download unter : http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/ [RED]) Wir rufen die Redaktion von «al-Salam» auf, sich von diesem Artikel zu distanzieren und zukünftig die Hetze gegen Homo- und Transsexuelle zu unterlassen. Der Lesbenund Schwulenverband (LSVD) BerlinBrandenburg hatte diesen Artikel mit Recht als Hetze gegen Homosexuelle kritisiert, dabei leider erneut Muslimen pauschal eine „spezielle“ Homophobie zugeschrieben. Die Homogenisierung bzw. die Ethnisierung von homophoben Haltungen als gemeinsamer Nenner für Migranten mit arabischer und türkischer Herkunft ist diskriminierend. Der MRBB lehnt solche Monologe, die für den Dialog und die Herausforderungen unserer Gesellschaft nicht förderlich sind und die Einwanderungsgesellschaft homosexuellfeindliche Haltungen per se zuschreiben, strikt ab. Von dem LVSD Berlin-Brandenburg fordern wir eine differenzierte Sicht und Berichterstattung der Dinge, die verhelfen soll, den Kampf gegen Diskriminierung für mehr Akzeptanz und Respekt gemeinsam und nicht auf Kosten von religiösen Minderheiten durchzuführen. Wir lehnen als Dachverband von 74 Migrant/innenOrganisationen unterschiedlicher Nationen, Kulturen und Ausrichtungen und als Interessenvertretung und politische Instanz für alle Minderheitengruppen ungeachtet ihrer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, etc. nicht nur körperliche Gewalt gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle, sondern auch homo- und transphobe Agitation, die zu körperlicher Gewalt führt, ab. Migrationsrat Berlin Brandenburg e. V. Oranienstraße 34 10999 Berlin Tel.: (030) 616 587 55 Fax: (030) 616 587 56 E-Mail: info@migrationsrat.de Internet: http://www.migrationsrat.de Projektvorstellung: "VERSCHIEDEN GLEICH SEIN" in der Afro-Deutschen Spielgruppe Berlin Initiativen werden ja oft aus den konkreten Bedürfnissen einer Person gestartet. So hatte Ulrike Düregger, Mutter einer afro-deutschen Tochter, eines Tages die Idee, befreundete binationale Familien mit ihren Kindern zu einem Treffen einzuladen. Das war vor gut drei Jahren und seither baut sich die Afro-Deutsche Spielgruppe im NordOsten der Stadt als wichtiger und nützlicher Treffpunkt für binationale und an einem kulturellen Zusammenleben interessierte Familien weiter auf. Aktivitäten in den monatlichen Treffen reichen von künstlerischen Workshops und Seminaren bis zu Vorträgen von afrikanischen und europäischen Referentinnen über Länder wie Ghana und Simbabwe und vorurteilsfreie Erziehung. Eltern tauschen sich über nützliche Kinderbücher mit braunen Hauptfiguren, interessante Berlinweite Angebote und alltägliche Gemeinsamkeiten aus. Neben den Aktivitäten bleibt in lockerer Atmosphäre immer noch Zeit, sich kennenzulernen und vor allem die Gelegenheit für die Kinder, miteinander zu spielen und sich anzufreunden. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 29 Aus Projekten und Vereinen (Fortsetzung) Darüber hinaus sieht sich die Spielgruppe auch als Stärkung für die afrikanischen Communities an und handelt aktiv gegen undemokratisches Gedankengut. Die rechte Szene findet sich leider auch in einem wunderbaren Bezirk wie Pankow. Das Motto der Spielgruppe ist "Vielfalt leben" und so verwundert es auch nicht, dass der binationale Treff nun in Zusammenarbeit mit El Colibri e.V. vom Pankower Programm "Vielfalt tut gut", ein Programm gegen rechte Aktivitäten und Intoleranz, und von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin gefördert wird. Durch die finanziellen Zuwendungen kann nun folgendes Programm für die Kinder von ca. 0-10 Jahre und ihre Eltern angeboten werden: 5. Okober: Theater und Tanzworkshop, zusätzlich am Samstag, 11. Oktober: Diversity-Training für Eltern (UKB 8,00€, Anmeldung erbeten) 2. November: Trommel- und Tanzworkshop wieder zusätzlich am Samstag, 8. November: Diversity-Training für Erwachsene. In diesem Training geht es um den bewussten Umgang mit Vielfalt und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit. Am 29. November findet eine Weihnachtsfeier statt, der Ort wird noch bekannt gegeben. Das Programm ist auch auf der Website zu finden: http://www.afro-deutsche-spielgruppe-berlin.de. Ort: Café Multi-Kulti, im Interkulturellen Haus Pankow Schönfließer Straße 7, 10439 Berlin jeden 1. Sonntag im Monat, 15.00 bis 18.00 Uhr, UKB: 3,-€ pro Treffen/Familie. Kontakt und Anmeldung: Ulrike Düregger Tel.: (0175) 327 31 04 E-Mail: kalsoumy1uli@aol.com 06.11.; LIFE e.V. 4. NETZWERKTREFFEN „UMWELT, FRAUEN, MIGRATION“ Besonders angesprochen: Frauen mit Migrationshintergrund Das 4. Netzwerktreffen „Umwelt, Frauen, Migration“ findet am 06. November 2008 statt. Bei diesem Treffen wollen wir das Thema „Bioanbau - Mode oder Zukunft?“ zusammen diskutieren. Zur unserer Veranstaltung haben wir die Agrarwissenschaftlerin Malgorzata Ficner-Bethe von der Firma BIOKORNTAKT eingeladen, die uns in das Thema ökologischer Landbau einführen wird. Beim Treffen wollen wir über die Vor- und Nachteile der Biobranche sprechen, über Unterschiede zur traditionellen Landwirtschaft, Entwicklung des Bio-Boom in Osteuropa und welche Trends, Chancen und Möglichkeiten diese Branche sonst noch mit sich bringt. Da unsere Veranstaltung bei LIFE e.V. im Rahmen des Projekts „Mit Energie in die berufliche Zukunft“ stattfindet, richten wir uns besonders an Frauen mit Migrationshintergrund. Das Treffen findet am 06.11.2008, 17:30 bei LIFE e.V. statt. Ort: Dircksenstr. 47 (Aufgang E, 2 Stock) 10178 Berlin. Fragen und Anmeldung zur Veranstaltung (bis zum 03.11.2008) richten Sie bitte an: Magdalena Adamczyk-Lewoczko, Tel.: (030) 3087 9819 E-Mail: adamczyk@life-online.de Internet: http://www.life-online.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 30 Aus Projekten und Vereinen Oase Pankow: Integrationskurse 03.-23.11; Tage des Interkulturellen Dialogs: DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE Nachmeldungen für diesen Kurs noch möglich! für Spätaussiedler, Migranten, Deutsche mit Migrationshintergrund sowie Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis und ALG-II-Berechtigung 01. Oktober 2008 - 31. Januar 2009 Berufsdeutsch für Anfänger und Fortgeschrittene (Nachmeldungen für diesen Kurs noch möglich!) weitere Termine: 05. Januar - 12. April 2009 und 14. April - 19. Juli 2009 • • • • • • Berufsdeutsch und PC-Grundkurs für Anfänger und Fortgeschrittene gefördert durch den Europäischen Sozialfonds und für alle Teilnehmer kostenlos Sie erwerben Kenntnisse der deutschen Sprache bzw. vertiefen bereits vorhandene Sprachkenntnisse. Sie erlernen den sicheren Umgang mit Computer und Internet. Während Ihrer Projektarbeit erfahren Sie, wie man sich korrekt und erfolgreich bewirbt. Wir führen für alle Kurse standardisierte Einstufungstests durch. DIALOGTISCH IM AWOBEGEGNUNGSZENTRUM Vom 03. bis zum 23. November 2008 finden in Berlin an vielen verschiedenen Orten die 6. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs statt, organisiert von ARIC e.V. Auch im AWO Begegnungszentrum werden wieder Menschen unterschiedlicher Herkunft an einem Tisch sitzen, gemeinsam essen und ihre Erfahrungen miteinander austauschen. Dieser Dialogtisch findet in Kooperation mit dem Seniorenamt und der St.Thomas Gemeinde statt. Wir möchten Sie ganz herzlich einladen, teilzunehmen am DIALOGTISCH IM AWO BEGEGNUNGSZENTRUM Zum Thema “Eine Reise in die „bunte“ Zukunft“ Moderation: Pfarrer Christian Müller, St. Thomas Gemeinde Wir lassen unsere Phantasie spielen: Wie könnte Berlin in 20 Jahren aussehen, mit Zuwanderern aus der ganzen Welt? Wie verständigt man sich mit Menschen, die neu in die Stadt kommen, die eine andere Sprache sprechen? Wie kommen neue und alt eingesessene Berliner miteinander in Kontakt , wo begegnet man sich und wie lernt man sich besser kennen? Wir wollen über die Rahmenbedingungen sprechen, die wir zu einem bereichernden interkulturellen Zusammenleben benötigen und überlegen, was wir selber dazu beitragen können. Der Dialog findet statt am Mittwoch, 19.11.2007, 13.00 bis 16.00 Uhr in der Caféteria des AWO Begegnungszentrums, Adalbertstr. 23A, 10997 Berlin Wir beginnen um 13.00 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagessen. Wenn Sie noch weitere Informationen über unseren Dialogtisch erhalten wollen, können Sie sich gerne wenden an: Filiz Müller-Lenhartz, Tel.: 695 356 13 oder Susanne Koch, Tel.: 695 356 19 Um besser planen zu können, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung. Anmeldungen ab sofort montags - freitags von 10:00 - 14:00 Uhr in der OASE Pankow e.V. Schönfließer Straße 7 10439 Berlin-Pankow Tel: (030) 84 85 46 40 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 31 Aus Projekten und Vereinen BABEL e.V. Klausdorfer Straße 8, 12629 BerlinHellersdorf ℡ (030) 99 858 91 (030) 99 893 20 babel-berlin@t-online.de http://www.haus-babylon.de Aus dem Veranstaltungsangebot im November 2008 Veranstaltungen und Aktivitäten des Schulprojektes im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit 03.11. – 28.11.2008 Mo – Fr 9.30 – 12.00 Uhr oder 13.30 – 16.00 Uhr Halloween für Kinder der Klassenstufen eins bis sechs. Mit Halloween-Spielen, einem geisterhaften Quiz, einem schaurigen Marsch durchs Gruselkabinett, Kulinarischem aus der Gespensterküche sowie einem grausigen Stück vom Puppentheater. Erntedankfest Öffentliche Veranstaltungen Di 04./11./18./25.11.2008 15.00 Uhr Weltkinder – Kinderwelten für Kinder der Klassenstufen eins bis sechs. Mit Spiel und Spaß rund um Korn und Früchte, Wissenswertem übers Erntedankfest, Stockbrot-Backen am Lagerfeuer, Trocknen von Apfelringen, Basteln mit Naturmaterialien, etwas Leckerem zum Verzehren und einem Stück vom Puppentheater. Interkulturelles Puppentheater Babylon Wir spielen nach telefonischer Absprache mit Marionetten oder Handpuppen japanische, arabische und deutsche Stücke sowie ein Puppenspiel aus Kamerun: • Weihnachtsmann in Not • Makoto im Gespensterschloss • Kasper geht auf Schatzsuche • Fatima • Der Dukatenbeutel • Nils, Trixi und der Aufräum-Räuber • Das Affenherz Mit unserer Wanderbühne kommen wir auch zu den Kindern. Drums of Babylon Trommel-Workshop für jedermann. Trommeln und Kochen aus aller Welt. Termine vormittags nach Absprache Drums of Babylon – Kids Trommeln und Singen von Liedern in verschiedenen Sprachen. Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren sind herzlich willkommen. Termine bitte telefonisch erfragen Workshop zur Migrationsgeschichte. Kinder erfragen die Vita von Kindern und setzen sich so mit dem Lebensumfeld und der Lebens-geschichte von Migranten auseinander. Für Teilnehmer zwischen 8 und 12 Jahren Di 04./11./18./25.11.2008 15.00 Uhr und Fr 07./14./21./28.11.2008 20.00 Uhr Multikultureller Jugendbeirat Salotreff Sa 08.11.2008 19.00 Uhr Interkultureller Jugendclub Treff von Jappyfreunden Do 13.11.2008 9.00 – 12.00 Uhr Die Narren sind los Spiel und Spaß mit Kindern und ihren Tagesmuttis Do 20.11.2008 17.00 – 21.00 Uhr Rock für Toleranz Openair-Jugendkonzert auf dem Alice-Salomon-Platz Fr 28.11.2008 21.00 Uhr Interkultureller Jugendclub Clubabend in russischer Sprache Party mit Lampionumzug, Kochen, Spielen, Kennenlernen von Handarbeits-Techniken, darunter der Fadentechnik, für Kinder aus vietnamesischen Familien. Termin bitte telefonisch erfragen unter der Tel.-Nr. 030/99 858 91 Kurse/Arbeitskreise montags 14.00 – 15.30 Uhr Puppentheater-Werkstatt „Puppen träumen anders“ Wir üben zusammen ein Stück ein. Für Kinder und Gruppen zwischen 8 und 12 Jahren. montags 14.00 – 15.30 Uhr Interkultureller Kräutergarten für Kinder Kreatives Gestalten in der Natur. Kleine Kräuterkunde zum Schnuppern, Fühlen und Kosten. montags/donnerstags 16.00 – 17.30 Uhr Teremuk – Das Häuschen der Gastfreundschaft Russisch-Unterricht für Kinder. Märchen, Spiele, Lieder und Gedichte für ein offenes und tolerantes Miteinander. Auf spielerische Weise werden Russisch- und Deutschkenntnisse verbessert. dienstags 17.00 – 19.00 Uhr Multikultureller Jugendbeirat Besprechung, Fotoprojekt und interkulturelle Gartengestaltung. Engagierte Jugendliche sind herzlich eingeladen mittwochs 14.00 – 16.00 Uhr Multikultureller Kochkurs für Kinder Gerichte aus aller Welt zum Probieren und Selberkochen. Wissenswertes über Lebensmittel. Änderungen vorbehalten Veranstaltungen mit Voranmeldung Berliner Leben – Berlin Erleben Vorträge/Diskussionen/Führungen zur Berlin-Branden-burgischen Migrations- und Kulturgeschichte, u.a.: Berlin – meine Stadt. Von einer Handelsansiedlung an der Spree zur Hauptstadt Deutschlands. Rundgang durch die ältesten erhaltenen Teile der Stadt. Marzahn-Hellersdorf – mein Bezirk. Von der Seidenraupenzucht zum Luftschiffbau, vom Pfälzerdorf zur Großsiedlung. Rundgang durch Alt-Marzahn. Multikulturelles Berlin – ein besonders Kulturgut. Wer und was ist überhaupt ein echter Berliner? Rundgang durch BerlinKreuzberg. Ausführliches Angebot unter: www.haus-babylon.de Verantwortlich: Dr. M. Shiferaw BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 32 Veranstaltungen 03.11.-02.12.: BERLINER TAGE DES INTERKULTURELLEN DIALOGS 2008 Unter dem Motto „Miteinander Reden - Voneinander Erfahren – Gemeinsam Handeln“ finden in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs statt. Dabei werden Perspektiven der Chancengerechtigkeit im Mittelpunkt stehen und Fragen von Zugehörigkeit, Anerkennung und Partizipation wesentliche Gesprächsthemen sein. Als Schirmpersonen haben wir Idil Üner, Schauspielerin und Sängerin, und Michael Preetz, ehemaliger Spieler und jetziger Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Hertha BSC, gewonnen. In über 40 Dialogveranstaltungen werden sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu Fragen austauschen, die aus ihrem Alltag erwachsen. Das Spektrum ist breit gefächert: In was für einer Stadt wollen wir künftig leben? Wie wünschen wir uns das interkulturelle Zusammenleben in Berlin? Was hat meine Biographie mit meinen Chancen in dieser Stadt zu tun? Wie werden positive Maßnahmen in der öffentlichen Verwaltung erfahren und akzeptiert? Religiosität und Selbstbestimmung – wie lässt sich beides zusammen denken? Welche Möglichkeiten zur Mitwirkung habe ich? Wofür möchte ich mich mehr einsetzen? Was hindert mich daran? Und was bedeutet Anerkennung für mich persönlich? Wie jedes Jahr sind wieder zahlreiche Vereine, Initiativen und Institutionen aus der interkulturellen Arbeit bzw. den Kiezen und Wohnquartieren an der Organisation und Ausrichtung der Dialogrunden beteiligt. Ihren Abschluss finden die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs am 2. Dezember 2008 ab 18.30 Uhr mit dem InterDialogFest, bei dem es wieder Live-Musik und kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt geben wird. Stattfinden wird das InterDialogFest in der Werkstatt der Kulturen (Wissmannstraße 32, 12049 Berlin, U-Bahn Hermannplatz). Hier wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal der InterDialogPreis verliehen: jeweils an eine/n Jugendliche/n und an eine/n Erwachsene/n für ihr besonderes Engagement um den interkulturellen Dialog in Berlin. Seit 2003 koordiniert das Antirassistisch-Interkulturelle Informationszentrum ARiC Berlin die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs. Die Einwanderungsstadt Berlin gemeinsam zu gestalten stellt für alle Menschen, die hier leben, eine wichtige Aufgabe dar. Darüber nachzudenken und zu reden, entsprechend zu handeln und ganz konkret mehr Wertschätzung zwischen Menschen mit unterschiedlichen sozialen, ethnischen und religiösen Hintergründen zu stiften, kann und soll nicht die Aufgabe von einigen wenigen sein. Alle Mitveranstalter hoffen deshalb auch in diesem Jahr wieder auf eine breite Beteiligung und einen angeregten Austausch zwischen möglichst vielen Berlinerinnen und Berlinern. Informationen über die Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs und das Programmheft finden Sie auf unserer Homepage http://www.aric.de oder als PDF-Datei unter: http://www.aric.de/aktuelles/tid_2008/programm2008_ww w.pdf 03.-09.11.: 4. Tanzfestival „4. TANZ DER KULTUREN“ Der Tanz der Kulturen e.V. lädt zum 4. Mal zum interkulturellen Tanzfestival ein, bei dem TänzerInnen, Tanzgruppen und Choreographen unterschiedlichster Nationalitäten ihre landestypischen Tänze präsentieren und vermitteln. In diesem Rahmen finden in der Woche vom 3. bis 9. November 2008 vielfältige Workshops für Erwachsene, Kinder und Jugendliche statt, bei denen renommierte Künstler und Ensembles aus Indien, Italien, Vietnam, Griechenland, Uruguay, Kuba, Afrika, Argentinien, Spanien, Japan, und der Türkei in mehr als 30 Tanzperformances zu erleben sind. Bei der großen Abschlussveranstaltung am 8. November im RBB-Sendesaal werden 20 Tänze 18 verschiedener Herkünfte präsentiert. Programm: • • 3.-8.11.2008 Workshopprogramm (ab 15,-) 8.11.2008 Abschlussveranstaltung im RBB-Haus (VVK: 7,-/10,-; AK: 10,-/13,-) 9.11.2008 Kinder- und Familienprogramm bei SOS-Kinderdorf e.V. (kostenlos) • Weitere Informationen und ausführliches Programm im Internet unter: http://www.tanzderkulturen.com BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 33 Veranstaltungen 07.11.; Filmabend: 70. JAHRESTAG DER POGROMNACHT „Am Ende kommen Touristen“ Am 7. November 2008 (Freitag) um 19:00 Uhr im InterKULTURellen Haus Pankow Cafe Multi-Kulti, VH, 1.OG Schönfließer Straße 7, 10439 Berlin Das Pankower Netzwerk gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt lädt aus Anlass des 70. Jahrestags der Pogromnacht vom 9. November 1938 zu einem Filmabend und anschließender Diskussion ein. Der Film „Am Ende kommen Touristen“ (2007) von Robert Thalheim thematisiert die Schwierigkeiten im Umgang mit der Geschichte am Beispiel des ehemaligen Konzentrations-, Vernichtungsund Arbeitslagers Auschwitz aus der Sicht eines heutigen Zivildienstleistenden. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen. Internet: http://www.oase-berlin.de Das Konzert bildet einen der Höhepunkte der in St. Thomas gezeigten Ausstellung „Getauft - Verstoßen - Deportiert“, in der es um die Verfolgung von Christinnen und Christen jüdischer Herkunft während der Zeit des Nationalsozialismus geht. Die St.-Thomas-Gemeinde bedankt sich bei der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ für die großzügige Unterstützung. Aus diesem Grund wird kein Eintritt erhoben. Gemeindebüro : Bethaniendamm 23-27, 10997 Berlin, Telefon: (030) 6 12 37 22, Fax: (030) 6 18 30 34 E-Mail: st.thomas-berlin@gmx.de ab 13.11.; Ausstellung: BERLINER VERWALTUNG ZEIGT GESICHT Ausstellung im Rahmen der Kampagne „Berlin braucht Dich“ Die Ausstellung "Berliner Verwaltung zeigt Gesicht" von BQN Berlin ist ab 13. November 2008 in Friedrichshain Kreuzberg im Rathaus Yorckstraße 4-11 geöffnet. Sie zeigt am Beispiel von 12 Porträts von Auszubildenden mit Migrationshintergrund ein neues Bild des Öffentlichen Dienstes: Das Bild einer integrativen Verwaltung, die die Vielfalt der multikulturellen Metropole Berlin repräsentiert Die Ausstellung ist Teil der vom Berliner Integrationsbeauftragten 2006 initiierten Kampagne "Berlin braucht dich!", deren Ziel es ist, den Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Ausbildung der Berliner Verwaltung zu erhöhen. Hintergrundinformationen: http://www.bqn-berlin.de/grafik/BQN_Berlin_Handout.pdf 09.11.: St. Thomas-Kirche MUSIKALISCHER RELIGIONSDIALOG Es erklingt hebräische Musik neben christlich-orthodoxer Kirchenmusik, Koranrezitationen und religiöse Volksmusik. Sonntag, 9. November 2008, 17.00 Uhr in der St. Thomas-Kirche am Mariannenplatz (Kreuzberg) Sechs Künstlerinnen und Künstler mit christlichem, jüdischem und muslimischem Hintergrund, laden Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen zu diesem speziellen Hörerlebnis ein. „Mit Hochachtung und herzlicher Toleranz erklingen die Unterschiede im Glauben, in den Weltbildern und in den Lebenseinstellungen.“ so das Motto der Veranstaltung. Gerade am 9. November, 70 Jahre nach der Reichspogromnacht, in der Juden verfolgt und ermordet, Synagogen zerstört wurden, möchte die St.-ThomasGemeinde damit einen Beitrag für eine Welt der religiösen Toleranz leisten. Der Dialog zwischen Judentum, Christentum und Islam muss vielstimmig sein. Sechs solistische Stimmen stellen im einmaligen Klangraum der St. Thomas-Kirche die verschiedenen Religionen dar – alleine, zu zweit oder gleichzeitig. Die Töne und Worte können sich überschneiden, ineinander greifen, gemeinsam erklingen und die Geschichte ihrer gleichzeitigen Existenz erzählen. BQN Berlin Alte Jakobstr. 85-86 10179 Berlin Telefon (030) 275 90 87 11 Mobil (0177) 349 33 02 Fax: (030) 275 90 87 22 E-Mail info@bqn-berlin.de Internet: http://www.bqn-berlin.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 34 Veranstaltungen 14.-16.11.: 14.-16.11.: JAPANFESTIVALBERLIN Japan zu Gast im Postbahnhof Kinder haben freien Eintritt EXPOLINGUA BERLIN 2008 21. Internationale Messe für Sprachen und Kulturen 14. - 16. November 2008 Japan ist vom 14. bis 16. November 2008 im Postbahnhof am Ostbahnhof drei Tage zu Gast in Berlin: Das große JapanFestival Berlin zeigt die Vielfalt der Kunst, Kultur und Lebensart aus dem Land der aufgehenden Sonne. Ab sofort gibt es die Tickets im Vorverkauf an allen Theaterkassen, im Internet unter www.japanfestival.de sowie im JapanShopBerlin in der Hubertusstraße 8A in 12163 Berlin-Steglitz. Die Tageskarte kostet jeweils EURO 13,00, das Two-Day-Ticket (nach Wahl) EURO 23,00 und das Weekend-Ticket Fr-So EURO 33,00 (inklusive aller Vorstellungen & Auftritte). Der Eintritt für Kids – Kinder bis 12 Jahre ist kostenlos! Fans, die in Cosplay- oder Manga-Kostümen erscheinen, erhalten an der Tageskasse jeweils EURO 3,00 Rabatt. Das größte Japan-Programm Berlins: 50 Aussteller und 100 Bühnen-Auftritte Das JapanFestival Berlin bietet einen umfassenden Überblick über Kunst, Kultur, Lifestyle, Reisen und Tradition Japans. Im Inneren des Postbahnhofs gibt es 100 Live-Bühnen-Auftritte aller Art von internationalen Akteuren japanischen Kampfkunst, Taiko-Trommeln, Go, Shogi, Ikebana, Kalligraphie, Origami, Tuschmalerei, Mangas, Cosplay, Anime, Kabuki und Butoh. 50 Austeller aus allen Segmenten des traditionellen und des modernen Japans runden auf zwei Ebenen das umfassende Japan-Angebot ab. Auch im gastronomischen Bereich wird von Meisterkoch Takao Udagawa eine Menge geboten: Die Bandbreite reicht von frisch zubereitetem Sushi über Reis- und Nudelgerichte, Miso- und Udon-Suppen; sowie japanischen Tee, Sake, Ramune, Calpico (japanische Limonade) bis zu japanischem Bier. Geöffnet ist das JapanFestival Berlin am Freitag, 14.11.2008 und am Samstag, 15.11.2008 jeweils von 12.00 bis 22.00 Uhr sowie am Sonntag, 16.11.2008 von 10.00 bis 20.00 Uhr. Veranstaltungsort ist der Postbahnhof am Ostbahnhof, Straße der Pariser Kommune 3-10 in 10243 Berlin-Friedrichshain. Das Programm und alle Informationen im Internet unter Französisch zu Gast auf der Expolingua Berlin 2008 Französisch ist Gastsprache der Expolingua Berlin 2008. Deutschlands einzige internationale Messe für Sprachen und Kulturen findet vom 14. bis 16. November im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin statt. Unter der Schirmherrschaft der Französischen Botschaft präsentieren Sprachreiseveranstalter, Sprachschulen, Bildungsanbieter und Verlage ihre Angebote rund um die französische Sprache. Französisch ist zudem Thema im messebegleitenden Vortragsprogramm. Zum Zielpublikum der Expolingua Berlin zählen Schüler, Studenten, Auszubildende und Berufstätige mit Interesse an sprachlicher Weiterbildung sowie Lehrer, Dozenten, Dolmetscher, Übersetzer und alle anderen Sprach- und Kulturinteressierten. Erwartet werden mehr als 15 000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet. Insgesamt informieren über 150 Aussteller aus mehr als 30 Ländern auf der Expolingua über aktuelle Angebote und Trends zu den Themen Fremdsprachenlernen und -lehren. Vertreten sind neben Sprachschulen aus dem Inund Ausland, Sprachreiseveranstaltern und Austauschorganisationen auch Botschaften, Kulturinstitute, Fremdenverkehrszentralen und Verlage. Expolingua Berlin 2008 14. - 16. November 2008 Fr - So, 10 - 18 Uhr Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur Friedrichstraße 176 - 179 10117 Berlin Kontakt: Veranstalter: ICWE GmbH Silke Lieber Tel.: (030) 310 18 18-0 http://www.japanfestival.de E-Mail: info@expolingua.com Internet: http://www.expolingua.com Veranstaltungsort: Postbahnhof am Ostbahnhof Straße der Pariser Kommune 3-10 10243 Berlin-Friedrichshain http://www.postbahnhof.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 35 Veröffentlichungen/ Internet-Tipps DER NEUE IST DA! Interkultureller Antirassismus Taschenkalender 2009 Zum fünfzehnten Mal seit 1993 erscheint der interkulturelle Antirassismuskalender im Taschenformat mit Fest-, Gedenk- und Feiertagen aller großen Kulturen und Weltreligionen. Er vermittelt Tipps, Ideen und Aktionen für den Alltag und ist leicht zu verstehen für Menschen, die schon immer mal gerne über den eigenen Horizont geblickt haben. Das ideale identitätsstiftende und interkulturelle Geschenk für junge Leute zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel. • • Format A6, 208 Seiten, © SOS-Rassismus-NRW Schwerte Für 5,50 Euro inkl. Versandkosten. Bei Abholung 4,00 Euro. Die Objekte sind in feiner Aquarellmalerei erstellt worden, in dem beiliegenden Begleitheft werden in deutscher und in englischer Sprache kurze Erläuterungen zu den Objekten gegeben. „turn two Berlin“ begeistert Kinder und Erwachsene gleichermaßen und baut auf ungezwungene, spielerische Art, gerade für in Berlin lebende Migrantenkinder, eine engere Beziehung zu Berlin auf. Der Einkaufspreis für den Handel beträgt 8,00 € plus Mwst. Berliner Behörden und Verbänden, die sich um die Integration der in Berlin lebenden Bürger mit ausländischer Herkunft bemühen, bietet evers-spiele dieses Spiel zum Sonderpreis von 4,90 € inklusive Mwst an, ab einem Auftrag von 120 Spiele. Die Lieferung erfolgt frei Haus. Weitere Informationen auch auf der Internetseite unter: http://www.evers-spiele.de Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. evers-spiele Henning Evers Schweriner Straße 39 23909 Ratzeburg Tel.: (04541) 85 75 14 Fax: (04541) 85 76 16 E-Mail: evers@evers-spiele.de Internet: http://www.evers-spiele.de Zu beziehen beim Mitherausgeber: ARiC Berlin e.V. Chausseestraße 29 10115 Berlin Tel.: (030)- 30 87 99-0 Fax: 030 - 30 87 99-12 E-Mail: aric@aric.de Internet: www.aric.de Neuerscheinung: Spielneuerscheinung: STATISTIK-BROSCHÜREN FÜR DIE LÄNDER BERLIN UND BRANDENBURG Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat eine neue Ausgabe der jährlich erscheinenden Broschüren "Die kleine Berlin-Statistik" und "Die kleine BrandenburgStatistik" herausgegeben. Die handlichen, reich illustrierten Broschüren im Format A 6 haben jeweils einen Umfang von 64 Seiten und enthalten Eckzahlen zur demografischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Lage des jeweiligen Landes. Die Gegenüberstellung der Daten des Jahres 2007 mit den Ergebnissen der Jahre 1999 und 2003 macht Entwicklungen im Zeitverlauf erkennbar. Auch Vergleichswerte zu den jeweiligen Regionen – Bezirke in Berlin beziehungsweise kreisfreie Städte und Landkreise in Brandenburg – werden in übersichtlichen Tabellen angeboten. Sie sind für Berlin und Brandenburg analog aufgebaut. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN MEMORY „TURN TWO BERLIN“ „turn two Berlin“ ist ein pädagogisch wertvolles MemorySpiel für Kinder, um Berlin besser kennen zu lernen, Berlin auf spielerische Art neu zu entdecken und sich mit Berlin als „ihre“ Stadt zu identifizieren. Dies ist gerade für Kinder mit Migrationshintergrund in Berlin wichtig, um ihre Stadt besser kennen zu lernen und sich mehr „zu Hause“ zu fühlen. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass schon kleine Kinder im Vorschulalter mitspielen können und sich auf diese Art von klein auf an Kenntnisse über Berlin aneignen. „turn two Berlin“ zeigt auf 32 Spielkarten in doppelter Ausführung markante Berliner Objekte, die in der wechselvollen Geschichte Berlins eine bedeutende Rolle gespielt haben oder immer noch spielen. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 36 Veröffentlichungen/ Internet-Tipps (Fortsetzung) Angaben zur Gesamtregion Berlin/Brandenburg runden die Datensammlung ab. „Die kleine Berlin-Statistik“ und „Die kleine Brandenburg-Statistik" gibt es als PDFDokument auf der Homepage des Amtes für Statistik BerlinBrandenburg http://www.statistik-berlin-brandenburg.de im Kapitel "Produkte" unter der Rubrik "Faltblätter und Broschüren" und als gedruckte Exemplare. Direkte Links: Berlin: http://www.statistik-berlinbrandenburg.de/Produkte/kleinestatistik/kBEst_2008.pdf Brandenburg: http://www.statistik-berlinbrandenburg.de/Produkte/kleinestatistik/kBBst_2008.pdf [RED] Die Druckexemplare werden in kleinen Mengen kostenlos abgegeben beim: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Referat Informationsmanagement Dortustraße 46 14467 Potsdam E-Mail: vertrieb@statistik-bbb.de oder am Standort Berlin Alt-Friedrichsfelde 60 10315 Berlin Zum Inhalt: Leopold Weiss alias Muhammad Asad, der vergessene Visionär: Er war ein österreichischer Jude, der zum Islam konvertierte und zu einem der bedeutendsten muslimischen Denker des 20. Jahrhunderts wurde. Er war ein Abenteurer, Diplomat und Träumer. Als Autor und Koranübersetzer hat er das moderne theologische Denken im Islam beeinflusst und wurde so zu einem bedeutenden Kulturvermittler und Wegbereiter für einen Dialog zwischen Islam und dem Westen. Schon früh erkannte er die tiefe Kluft zwischen westlicher und islamischer Welt, die heute vielen globalen Konflikten zugrunde liegt. Seine Einsichten können zu einer Annäherung der Kulturen inspirieren. Georg Mischs Dokumentarfilm zeichnet das bewegte Leben von Asad aka Weiss nach, indem er an den Orten, an denen Asad in den 20er Jahren wirkte, heute besucht und der Bedeutung des Visionärs ebenso nachspürt wie dem Wandel, den die islamische Welt wie auch der Westen mittlerweile erlebt hat. Österreichische Pressestimmen: Der Falter „Die wohl verblüffendste Perspektive auf den Themenkomplex Migration und multikulturelle Identitäten eröffnet Der Weg nach Mekka. Ein zutiefst lebhafter, unterhaltsamer und aktueller Film.“ Der Standard „Ein wunderbarer Film abseits dessen, was man heutzutage über den Islam und Muslime in den Medien sieht." Weitere Informationen im Internet unter: http://www.mindjazz-pictures.de/ Film-Preview, 13.11.: DER WEG NACH MEKKA Die Reise des Muhammad Asad Kinostart: 27.11.2008 Hiermit möchten wir sie herzlich einladen am Donnerstag den 13. November 2008 an der Kinopreview von DER WEG NACH MEKKA - DIE REISE DES MUHAMMAD ASAD teilzunehmen. Sie findet um 18:00 Uhr im FSK Kino in Anwesenheit des Regisseurs Georg Misch statt. Wir möchten mit der Herausbringung des Films auf einen liberalen Konvertiten aufmerksam machen, der durch seine Lebensgeschichte eine spannende Referenz für den Islam bildet. Wir würden uns freuen, wenn Sie, als Berliner Beauftrager für Integration und Migration, auf den Film aufmerksam machen könnten. Er wird am 27. November seinen bundesweiten Kinostart haben. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 53, November 2008.........Seite 37 Veröffentlichungen/ Internet-Tipps Offener Kanal Berlin: Special Edition THE COLLEGIUM Forum & Television Program Berlin, November 2008 (sonntags, 21.00 - 22.00 Uhr) in co-operation with Offener Kanal Berlin present/präsentieren A COMPLEXION CHANGE – VISION III Intercultural Dialogue within a Migratory Society. The future is with us, how do we respond to the inevitabilities of population change, clash or cooperation? Partial Portrait / Past, Present, Future? A relationship of Europe to the world and the human contributions to a developing Europe, at the dawn of the 21st century. EIN WANDEL IM ERSCHEINUNGSBILD – VISION III Interkultureller Dialog in einer Migrationsgesellschaft. Die Zukunft ist heute. Wie reagieren wir auf die Unabwendbarkeit der Veränderung der Bevölkerung? Konflikt oder Kooperation? Teilporträt / Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft? Eine Beziehung Europas zur Welt und der Beiträge der Menschen zu einem sich entwickelnden Europa, im Anbruch des 21. Jahrhunderts. Live Telecast / Live-Fernsehmagazin November 1, 2008 8.00 - 9.30 pm / 20.00 - 21.30 Uhr Offener Kanal Berlin (OKB) Voltastr. 5, 13355 Berlin/Wedding via Television & Internet in English, German, Arabic & Danish Production & Direction: Prof. Donald Muldrow Griffith (co-founder/producer/publisher/director) Fountainhead® Tanz Theatre / XXIV. Black International Cinema Berlin/Germany & U.S.A. 2009 http://www.blackinternationalcinema.de in association with Cultural Zephyr e.V. Die Fernsehproduktion mit dem Titel „A COMPLEXION CHANGE / EIN WANDEL IM ERSCHEINUNGSBILD - Interkultureller Dialog in einer Migrationsgesellschaft“ ist eine 3-teilige Sondersendereihe des Fernsehmagazins THE COLLEGIUM – Forum & Television Program Berlin. Die ersten zwei Teile wurden am 29. November 2007 und am 29. Mai 2008 von 20.00 – 21.30 Uhr im Offenen Kanal Berlin live ausgestrahlt. Der dritte Teil der Sendereihe wird auf deutsch, englisch, arabisch und dänisch über das Fernsehen und Internet übertragen. Ziel der Sendereihe ist es, das Thema des demographischen Wandels in Bezug auf die Veränderung der Bevölkerung in Richtung einer vermehrt multiethnischen, -kulturellen, -nationalen und -religiösen Zusammensetzung und die Herausforderungen und Chancen für die Gesellschaft, die dieser Wandel im Erscheinungsbild mit sich bringt, durch die Medien Fernsehen, Internet und Radio zu vermitteln und in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese soll für das Thema des interkulturellen Dialogs in einer Migrationsgesellschaft sensibilisiert werden und Informationen und Anregungen bekommen, sich selber aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Unser Interesse besteht darin, einen konstruktiven Beitrag zu der geschichtlichen Unvermeidlichkeit eines Wandels im Klima und Erscheinungsbild in Berlin, Deutschland, Russland und der Europäischen Union zu leisten und zu versuchen, Berlin und andere europäische Gesellschaften vorzubereiten, um sich an den Wandel des Erscheinungsbilds mit so wenig Gewalt und so wenig anstrengenden Geburtsschmerzen wie möglich zu gewöhnen. Hierzu präsentieren wir die Sichtweisen zu dem Thema von Menschen unterschiedlicher kultureller, ethnischer, nationaler, religiöser, sozioökonomischer und sexueller Identitäten sowie beiderlei Geschlechts und verschiedener Altersgruppen. Dies geschieht sowohl als Redebeitrag als auch in Form von visuellen Präsentationen, die verschiedene künstlerische Genre als Ausdrucksmittel verwenden, darunter Film, Lyrik, Musik, Theater und Tanz. Unser Projekt ist inspiriert durch die erstaunliche Energie des ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela und seine außergewöhnliche Fähigkeit, zu einem friedlichen Übergang der südafrikanischen Gesellschaft von einem Gesicht zu vielen Gesichtern beizutragen. PROGRAMM Introduction Moderator: Prof. Donald Muldrow Griffith Addressing the Issue of A COMPLEXION CHANGE Gabriele Gün Tank, Germany / Integrationsbeauftragte Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Spoken Word Presentation Children's Arabic Fairy Tales portrayed through prose, song and music, Mahgoub Eltayeb, Sudan/Berlin, Ranya Orfaly, Libanon/Berlin, Naji Jaber (Laute), Libanon/Berlin Film "Berlin, A Rainbow City - A Complexion Change - Vision III - Berlin, Eine Regenbogenstadt" Cordula Alkert, Berlin Spoken Word Presentation "What We Need Is A Change Of Heart" Anthony Baggette, USA/Berlin, Clear Blue Water e.V. Performance Ballet/Jazz & Modern Movement John F. Kennedy Friendship Center Celina McCarthy, Jeremy McCarthy (Conductor, Choreographer: "Thriller"), Jasmin Kränzel, Esther Richards, Nadine Struck, Netra Nambiar Veetil; Prof. Donald Muldrow Griffith, Director/Jazz & Modern Movement Instructor; Marion Kramer, Rehearsal Assistant; Sandrine Battut, Ballet Instructor Spoken Word Presentation "Solange Du Fragen Stellst..." Christina Kronberg, Düsseldorf Greeting Words/Grußwort Volker Bach, Leiter Offener Kanal Berlin Film "Paloma" Script & Direction: Simon Jaikiriuma Paetau Colombia/Germany 2006 Translations/Übersetzungen, Internet Anke Broszio: German, Mahgoub Eltayeb: Arabic, Signe Pedersen: Danish Catering: Barbara Saltmann; Restaurant Ja-Man FOR INFORMATION Fountainhead® Tanz Theatre Black International Cinema Berlin The Collegium - Forum & Television Program Berlin Cultural Zephyr e.V. Tempelhofer Damm 52 12101 Berlin/Germany Tel.: 0049(0)30 - 7821621 / 75460946 Fax: 0049(0)30 - 7863466 e-mail: bicdance@aol.com www.fountainhead-tanz-theatre.de www.blackinternationalcinema.de Mottos: "I may not make it if I try, but I damn sure won´t if I don´t..." - Oscar Brown Jr. "Mankind will either find a way or make one." - C.P. Snow "Whatever you do..., be cool!" - Joseph Louis Turner "Yes, I can...!" - Sammy Davis Jr. "Yes, We can...!" – Barack Obama Fountainhead® Tanz Theatre/Cultural Zephyr e.V. Berlin, 24.10.2008
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