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Full text: Berlyñ international (Rights reserved) Ausgabe 46.2008 (Rights reserved)

international DER NEWSLETTER DES 03/08 Nummer 46 Der interkulturelle Kalender für den Monat März: INTEGRATIONSBEAUFTRAGTEN Liebe Leserinnen, liebe Leser, der Interkulturelle Kalender hält manchmal Überraschungen bereit. So können sich vermeintlich unverrückbar feste Feiertage plötzlich auf einem anderen Tag wiederfinden. So geschieht es in diesem Jahr mit dem St.Patrick’s Day. Normalerweise fällt dieser größte irische Feiertag auf den 17. März. Für das Jahr 2008 ist der Tag aber auf besondere Entscheidung des Vatikan um zwei Tage vorverlegt worden auf den 15. März. Hintergrund ist, dass der Tag sonst mit den Feiern zum Beginn der Karwoche zusammenfallen würde. Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass der St.Patrick’s Day verschoben wurde. Das letzte Mal geschah das 1940. Damals wäre der Feiertag sonst mit dem Palmsonntag zusammengefallen. In der zweiten Märzhälfte drängen sich in diesem Jahr die Feiertage. Insbesondere am 21. März, wenn Karfreitag, Purim und Newroz zusammenfallen; und das Holifest ist auch gleich am nächsten Tag. Aus Platzgründen mussten deswegen im diesjährigen Kalender die Hinweise verkürzt werden. Sonst fand sich immer Platz für den Hinweis, dass Newroz, Naurus oder Nouruz das Neujahrsfest von Kurden, Iranern, Afghanen und Baha’i ist. Letztlich feiern aber noch weitaus mehr Menschen von Vorder- bis Zentralasien und im Kaukasus (und natürlich nicht nur dort) dieses „Altiranische Neujahrsfest“. Wir haben daher in diesem Jahr als „Notlösung“ diese in der Literatur verbreitete Bezeichnung gewählt. Nächstes Jahr wird wieder Platz für die Begriffe Newroz und Nouruz sein. Die Redaktion wünscht allen, die es betrifft, auf jeden Fall schöne Feiertage! BERLIN INTERNATIONAL erscheint wieder am 01.04.2008. Redaktionsschluss für die April-Ausgabe (Nr. 47) ist der 25.03.2008. Ihre Redaktion IMPRESSUM: BERLIN INTERNATIONAL. Ein e-Informationsforum des Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration. Potsdamer Straße 65; 10785 Berlin. Vormals „Top - Berlin international“. Erscheint mit elf Ausgaben im Jahr als E-Mail-Anhang im PDF-Format und ist kostenlos. Die Dateigröße kann je nach Inhalt zwischen 1 und 2 MByte variieren. Abonnementbestellung/ -löschung und Zusendungen für die Veröffentlichung in BERLIN INTERNATIONAL unter folgender E-Mail-Adresse: Newsletter@intmig.verwalt-berlin.de. Keine Haftung für unverlangt zugeschicktes Material und kein Anspruch auf Veröffentlichung. Auszugsweiser Nachdruck und Vervielfältigung erwünscht. Redaktion, Grafik und Produktion: Fred Vollmer, IntMig 12; Tel: (030) 9017-2374 /-34; Fax: 262 54 07. Rubrik Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler: Martina Gembus, IntMig B 31; Tel.: (030) 90172327; Mail: Martina.Gembus@intmig.verwalt-berlin.de. Diese und weitere Ausgaben im Internet unter http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/top/index.html 29.02.2008 [1.241 | Jahrgang 25] BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 2 Integrationsbeauftragter aktuell Umsetzung der Bleiberechtsregelung für Geduldete: Integrationsbeauftragter legt Expertise vor Internationale Beratungstage der deutschen und türkischen Sozialversicherungsträger Großplakat-Kampagne zeigt: "Familie ist, wo Kinder sind" Besondere Verdienste bei der Integration kurdischer Berlinerinnen und Berliner geehrt Pressespiegel Aus dem Landespressedienst Landeskommission Berlin gegen Gewalt fördert Modellprojekte zur Steigerung der Erziehungskompetenz von Eltern mit Migrationshintergrund und zur Steigerung der Konfliktlösungskompetenz von Jungen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Wowereit unterstützt Mehrsprachigkeitsinitiative Studie: "Rechte Gewalt in Berlin" Weiterentwicklung der Konzepte zur Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen Eltern-Medien-Trainer: Qualifizierung für Multiplikatoren in der Elternbildung Marie-Agnes Freifrau von Stechow erhält Verdienstmedaille für ehrenamtliches Engagement für Kinder mit Migrationshintergrund Zum Todestag von Hatun Sürücü: Kräfte bündeln gegen Gewalt Stabile Einwohnerzahl - Bevölkerungsprognose 2006 - 2030 Vorsitzender der türkischen Menschenrechtskommission: "Keine Ungleichbehandlung von türkischen Häftlingen in Berliner Justizvollzugsanstalten" LIGA-Wohlfahrtsverbände stellen Leistungsbilanz für 143 Sozialprojekte vor Kooperation von Freier Universität und Senatsbildungsverwaltung in der Lehrerbildung wird Deutsch für Migranten verstärkt Fit für den demografischen Wandel Anfragen an den Senat „Islamische Bestattungen“ (Link) und weitere Anfragen auf Seite Aus Europa, Bund und Ländern Hinweis: Berliner Europaportal und Europa-Newsletter ....……......…16 Europäischer Fonds für die Integration von Drittstaatsangehörigen (EIF) Aufforderung zur Einreichung von Anträgen auf Gewährung einer Zuwendung für das Förderjahr 2007. Antragsfrist: 17.03.2008 ...….......…...16 Böhmer betont Bedeutung des interkulturellen Dialogs ...….......…...16 Rund 19.000 Asylbewerber im Jahr 2007. Geringster Zugang seit 1977 ...….......…...17 Zuwanderung von Spätaussiedlern weiter rückläufig ...….......…...17 BMI: Mehr Asylanträge im Januar 2008 Deutlicher Anstieg irakischer Asylbewerber ...….......…...17 Aufklärung allein reicht nicht. Konsequenzen aus der Verzehrsstudie ...….......…...17 Europäisches Jahr des Interkulturellen Dialogs: Beitrag des Landes Brandenburg ...….......…...18 Bitte um Beteiligung an Online - Befragung: Projekt zur interkulturellen Öffnung der Behindertenhilfe entwickelt Online-Fragebogen, der sich an an Menschen mit Behinderung und einem Migrationshintergund sowie an ihre Familien richtet. ...….......…...18 Kirche und Diakonie fordern Kirchenzugehörigkeit. Diakonisches Werk Hamburg geht beim Diskriminierungsurteil in die Berufung ...….......…...19 Initiativen "Nice to meet you - Kulturelle Kollisionen in 100 sec" Multimediawettbewerb von radiomultikulti, HKW und rbb-Fernsehen 8. Victor-Klemperer Jugendwettbewerb: Kreativ für Toleranz. Frist: 31.03.2008 Schulen im Trialog. 4. Wettbewerb der Herbert Quandt-Stiftung zum Trialog der Kulturen: Europäische Identität und kultureller Pluralismus. Frist Interessenbekundung: 15.03.2008 ...….......…...19 ....................20 ...….......…...20 ....……......…14 .......................4 .......................5 .......................5 ...……..………6 ...……..………6 ...….........…..7 ...…......….....7 ...……..….....8 ...……....…...8 ...……....…...9 ...……....…...9 ...…….…....10 ...…….........10 ...…….…....11 ...…….…....11 ...…….…....12 ...…….…....13 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 3 Workshops/ Tagungen 05.03., Interkulturelle Kreativität und Vielfalt in Berlin: Chancen und Potentiale für die Berliner Wirtschaft nutzen! 07. und 08.03., Flüchtlingsstatus und Bleiberecht in der deutschen Rechtspraxis. Wie gelungen ist die Umsetzung der Qualifikationsrichtlinie in das deutsche Recht? 03.04., Antirassistische Jugendbildung – wie weiter auf dem Weg in eine diskriminierungsfreie Gesellschaft? Seminar: "Komplettüber- und Durchblick SGB II und Rechtsdurchsetzung“ am 29. und 30.4.2008 in Berlin Forumstag Islam. Samstag, 19.04.2008 im Forum der Jesuiten Qualifizierungen Transnationale Ausbildung bei der Deutschen Bahn AG zum/zur Kaufmann/frau für Verkehrsservice. Bewerbungsschluss: 30.04.2008 LIFE e.V.: Mit Energie in die berufliche Zukunft. Das Angebot für Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund Protec: Berufsvorbereitung und Deutsch als Fremdsprache für junge Erwachsene mit Migrationshintergrund. Start neuer Gruppen ab 03.03.2008, Noch Plätze frei! März-Fortbildungen im FCZB: IT-Fortbildung für MigrantInnen, Weiterbildung Bürokommunikation. Start: 31.03.2008 Aus Projekten und Vereinen Afrika-Rat strukturiert sich neu HÎNBÛN: Kunstausstellung des kurdischen Malers Aras Balata Mama Afrika e.V.: Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages AWO Begegnungszentrum: Veranstaltungen zum Thema Gesundheit im Frühjahr 2008 Projektvorstellung: „Elterntreffs an Kitas – ein Beitrag für interkulturelle Bildung und Zusammenhalt auf der kommunalen Ebene“ ReachOut: 112 Angriffe in Berlin. Opferberatungsstelle verzeichnet Rückgang in 2007 Bayouma-Haus der Arbeiterwohlfahrt Friedrichshain-Kreuzberg e.V.: Programm März 2008 Veranstaltungen 04.03., Ausstellung: Kulturcodes und Design – arabische Kulturcodes in Textilien und Kacheln im mediterranen Raum 09.03., Lesung: „Ich bin ein Black Berliner“ 13.03., Haus der Kulturen der Welt: Festival >RE ASIA<. Zwischenräume der Imagination Bis 26.03., Reihe: "Familiengeschichte(n) Eine Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Holocaust" Aktionswochen gegen Rassismus am 13. und 20. März im Anne Frank Zentrum Bis 31.03., Schwules Museum: Rosa geht in Rente. Hommage zu Rosa von Praunheims 65. Geburtstag Veröffentlichungen/ Internet-Tipps Vielfalt fördern – Einfalt vermeiden. Neue Strategien der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Mamadous Fahrt in den Tod. Die Tragödie der Migranten Tipp: Ich bin ein Black Berliner. Die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Afrikaners in Deutschland Neuerscheinung: ‚Sexuelle Orientierung’. Neues Themenheft in der Reihe ‚Diskriminierung’ vom Schulnetzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ‚Hinsehen - Wahrnehmen - Ansprechen’. Neue Handreichung zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit Rechtsextremismus und Antisemitismus in Mittel- Ost- und Südosteuropa. Dokumentation zum n-ost-Stipendienprogramm erschienen ....................35 ....................35 ....................36 ....................36 ....................37 ....................37 ....................31 ....................31 ....................31 ....................32 ....................33 ....................33 ....................26 ....................26 ....................27 ....................27 ....................28 ....................28 ....................30 ....................23 ....................24 ....................24 ....................25 ....................21 ....................21 ....................22 ....................22 ....................23 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 4 Integrationsbeauftragter aktuell „Auch wenn wir berücksichtigen, dass in Berlin durch Landesregelungen schon vor dem IMK-Beschluss mehr als 3000 Geduldete einen Aufenthalt erhalten haben, können uns diese Zahlen nicht zufrieden stellen“ sagte der Berliner Integrationsbeauftragte. „Sie zeigen, dass es weiterer großer Anstrengungen bedarf, um das angestrebte Ziel einer wirklichen Aufenthalts- und Lebensunterhaltssicherung für die in Deutschland und Berlin lebenden langjährig Geduldeten zu erreichen,“ so Piening. Der Integrationsbeauftragte will vor allem nun die Bemühungen um die Akquisition von Arbeitsplätzen intensivieren: "Nur durch eine gemeinsame Anstrengung von Ausländerbehörden, Arbeitsagenturen und Unternehmen werden die Chancen der Bleiberechtsregelung genutzt werden können." Die Expertise zur Umsetzung des IMKBleiberechtsbeschlusse vom 17. November 2006 ist abrufbar unter: http://www.berlin.de/lb/intmig/themen/fluechtlinge/index.ht ml Ansprechpartner: Andreas Germershausen Büro des Integrationsbeauftragten des Berliner Senats Tel.: (030) 9017 23 -83 / -13 Michael Goetz, Zentrum für Politik, Kultur und Forschung e.V. Tel.: (030) 77 908 460 UMSETZUNG DER BLEIBERECHTSREGELUNG FÜR GEDULDETE Integrationsbeauftragter legt Expertise vor Der Integrationsbeauftragte des Berliner Senats, Günter Piening, hat heute gemeinsam mit dem Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes eine Expertise zur Umsetzung der Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge vorgelegt. Dabei wird erstmals eine qualitative Bestandaufnahme der Umsetzung der von der Innenministerkonferenz im November 2006 beschlossenen Regelung vorgenommen. Die vom Zentrum für Politik, Kultur und Forschung verfasste Expertise entwirft ein differenziertes Bild der Ausgangsbedingungen in den sechzehn Bundesländern. Dabei wird deutlich, dass die enge Kooperation von Ausländerbehörden, nicht staatlichen Organisationen und Arbeitsagenturen einen der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung der Bleiberechtsregelung darstellt. Heinz Knoche, Teamleiter Migration und Integration beim Bundesverband des Deutschen Roten Kreuzes, ergänzt: "Die Bleiberechtsregelung war ein Schritt nach vorn, aber die Statistik zeigt, dass bisher zu wenige Personen von ihr profitieren. Die Stichtagsregelung schließt außerdem Zehntausende aus - und macht sie weiter von Kettenduldungen abhängig. Das sollte sich ändern. Außerdem sollte der Gesetzgeber Ausnahmeregelungen schaffen für Menschen, denen die Aufnahme einer Arbeit aus persönlichen Gründen unmöglich ist. Das gilt für Folteropfer, Schwerkranke, Traumatisierte, Behinderte sowie unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche." Ende 2007 lagen erste Zahlen im Rahmen der Bleibrechtsregelung der IMK (Innenministerkonferenz) vor. Ca. 72 000 Anträge wurden bundesweit gestellt. Bis zum Stichtag 30.09.2007 erhielten ca. 20.000 Personen eine Aufenthaltserlaubnis und fast 30.000 eine befristete Duldung zur Arbeitsplatzsuche. Ca. 8.000 Anträge wurden abgelehnt, bei ca. 14.000 Anträgen lag noch keine Entscheidung vor. Im Land Berlin wurden 3098 Anträge gestellt und 560 Aufenthaltserlaubnisse nach der IMK Regelung erteilt. Bis Januar 2008 wurden weitere 367 Aufenthaltserlaubnisse nach der seit Ende August 2007 wirksamen gesetzlichen Bleiberechtsregelung vergeben. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 5 Integrationsbeauftragter aktuell INTERNATIONALE BERATUNGSTAGE der deutschen und türkischen Sozialversicherungsträger Die Deutsche Rentenversicherung, die Anstalt für Soziale Sicherung der Republik Türkei Sosyal Güvenlik Kurumu (SGK), vertreten durch Sosyal Sigortalar Kurumu Başkanligi (SSK), Türkiye Cumhuriyeti Emekli Sandiği (TCES) und die Bağ-Kur, die Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg und die AOK Berlin veranstalten vom 11.03. bis 13.03.2008 gemeinsam deutsch-türkische Beratungstage in Berlin-Mitte. Experten beider Länder beraten kostenlos zu allen Fragen der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung sowie zu den Besonderheiten aufgrund des Abkommens über die Soziale Sicherheit. Die Beratungstage finden am 11.03.2008 von 10.00 bis 18.00 Uhr 12.03.2008 von 09.00 bis 18.00 Uhr 13.03.2008 von 09.00 bis 17.00 Uhr in der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung Wallstraße 9 - 13 10179 Berlin (U-Bhf. Spittelmarkt, 3. Etage) statt. Interessierte sollten unter der Rufnummer (030) 20247880, Fax (030) 20247-699 oder per E-Mail unter service.in.berlin-mitte@drv-bund.de einen Beratungstermin vereinbaren. Die Beratungen erfolgen in deutscher oder türkischer Sprache. Um ausführlich beraten werden zu können, sollten die Besucher sämtliche Unterlagen der Rentenversicherung sowie - aus Gründen des Datenschutzes - ihren Personalausweis oder Reisepass mitbringen. Sofern vorhanden, sollte zum vereinbarten Beratungstermin auch ein Auszug aus dem türkischen Einwohner - buch mitgebracht werden. Die Rentenversicherungsträger sind auch im Internet unter folgenden Adressen zu erreichen: http://www.deutsche-rentenversicherung.de http://www.bagkur.gov.tr http://www.emekli.gov.tr http://www.ssk.gov.tr Pressemitteilung vom 01.02.2008, 13:15 Uhr Soziales Großplakat-Kampagne zeigt: "FAMILIE IST, WO KINDER SIND" Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit: Ab heute sind an 40 Großflächen in Berlin für zehn Tage Plakate zu sehen, die für sogenannte Regenbogenfamilien werben. Das sind Familien, in denen ein lesbisches oder schwules Paar gemeinsam ein Kind oder mehrere Kinder aufzieht. Dazu erklärt Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner: "Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Aber dieser tolerante Umgang miteinander ist nicht immer und überall eine Selbstverständlichkeit. Noch gibt es viele Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen als Eltern. Aus zahlreichen Studien wissen wir jedoch, dass sich die Kinder homosexueller Eltern nicht anders entwickeln als die heterosexueller Eltern. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber viel für die rechtliche Gleichstellung getan: Seit 2001 gibt es die eingetragene Lebenspartnerschaft für lesbische und schwule Paare, seit 2005 die Stiefkindadoption. Doch immer noch steht eine steuerrechtliche Gleichbehandlung aus und das führt für diese Familien zu erheblichen finanziellen Mehrbelastungen. Hier muss endlich eine vollständige Gleichstellung herbeigeführt werden. Auch ein gemeinsames Adoptionsrecht wird eingetragenen Lebenspartnern bislang verwehrt. Eine zunehmende Zahl lesbischer Frauen und einige schwule Männer entscheidet sich bewusst dafür, auch Eltern zu sein. Ich begrüße das ausdrücklich, nicht nur unter dem Gesichtspunkt der demographischen Entwicklung sowie der Kinder- und Familienfreundlichkeit Berlins. Und ich wünsche mir, dass die Berlinerinnen und Berliner - gleich welcher ethnischen oder kulturellen Herkunft - das Bild von zwei Männern und einem Kleinkind mit Respekt und Herzlichkeit in ihr Weltbild aufnehmen können." Ein neu aufgelegter Ratgeber für Regenbogenfamilien ist beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. Kleiststraße 36 10787 Berlin-Schöneberg erhältlich. Telefon: (030) 2250 2218 E-Mail unter familie-berlin@lsvd.de Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 9028 2743 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 6 Integrationsbeauftragter aktuell Pressemitteilung vom 11.02.2008, 13:55 Uhr Soziales PRESSESPIEGEL Ausgewählte Artikel der Berliner Printmedien zu integrationspolitischen Themen im Monatsrückblick BESONDERE VERDIENSTE BEI DER INTEGRATION KURDISCHER BERLINERINNEN UND BERLINER GEEHRT Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit: Für sein jahrzehntelanges, beispielhaftes und außergewöhnliches Engagement zur Betreuung und Integration von Kurdinnen und Kurden in Berlin wird Dr. Sükrü Güler mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner überreicht die hohe Auszeichnung im Auftrag des Bundespräsidenten am 13. Februar 2008 um 17.00 Uhr in den Räumen des Kurdistan Kulturund Hilfsvereins e.V. (KKH) am Paul-Lincke-Ufer 44 a in 10999 Berlin-Kreuzberg. Dr. Güler kam Anfang der siebziger Jahre zum Medizinstudium nach Berlin. 1974 gründete er mit anderen Studenten und Arbeitern den ersten kurdischen Verein in Deutschland, den Kurdistan Kulturund Hilfsverein e.V. (KKH). Dort - inzwischen als Vorstandsvorsitzender - sowie im kurdischen Ärzteverein engagiert er sich seitdem ehrenamtlich in besonderer Weise. Der KKH ist mittlerweile zu einer beliebten Anlaufstelle für die rund 70.000 in Berlin lebenden Kurdinnen und Kurden geworden. Er bietet Informationen und Beratung sowie Sprachkurse, Projekte für Frauen verschiedener Nationen und ein Projekt zur Resozialisierung straffällig gewordener Jugendlicher. Außerdem betreibt er eine Kindertagesstätte, in der deutsche und kurdische Kinder gemeinsam betreut werden. Auch als Arzt in seiner Kreuzberger Praxis leistet er ehrenamtliche Hilfe. Er ist dort nicht nur Mediziner, sondern darüber hinaus Sozialarbeiter und Übersetzer. Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 9028 2743 Berliner Neutralitätsgesetz Berliner Zeitung, 9.2.2008 http://www.berlinonline.de/berlinerzeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0209/lokales/0043/index. html Berliner Zeitung, 11.2.2008 http://www.berlinonline.de/berlinerzeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0211/feuilleton/0013/inde x.html Taz, 11.2.2008 http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba& dig=2008%2F02%2F11%2Fa0175&src=GI&cHash=81e0 50b5cd Bleiberecht Tagesspiegel, 15.2.2008 http://www.tagesspiegel.de/berlin/LandespolitikBleiberechtsvergabe;art124,2477450 Taz, 16.2.2008 http://www.taz.de/nc/1/archiv/printarchiv/printressorts/digiartikel/?ressort=ba&dig=2008%2F02%2F16%2Fa0239&s rc=GI&cHash=4e15a4339c Aberkennung der Staatsbürgerschaft Taz, 20.2.2008 http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=bt&d ig=2008%2F02%2F20%2Fa0160&src=GI&cHash=f33eed 70b2 Erfolgreiche Migranten im Bildungssystem Taz, 22.2.2008 http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw& dig=2008%2F02%2F22%2Fa0116&src=GI&cHash=2766 94db36 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 7 Aus dem Landespressedienst Pressemitteilung vom 01.02.2008, 12:15 Uhr Inneres Landeskommission Berlin gegen Gewalt fördert Modellprojekte zur Steigerung der Erziehungskompetenz von Eltern mit Migrationshintergrund und zur Steigerung der Konfliktlösungskompetenz von Jungen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit: Mit dem Berliner Forum Gewaltprävention Nr. 28 hat die Landeskommission Berlin gegen Gewalt den Bericht und die Empfehlungen der von ihr eingesetzten Arbeitsgruppe "Gewalt von Jungen, männlichen Jugendlichen und jungen Männern mit Migrationshintergrund in Berlin" im Jahr 2007 veröffentlicht. Vertreter/innen von Berliner Migrantenorganisationen, verschiedener Senatsverwaltungen, der Berliner Polizei, des Beauftragten des Senats für Integration und Migration, von Bezirken, von freien Trägern sowie Experten haben die Gründe für die überproportionale Beteiligung von jungen männlichen Migranten an Gewaltdelikten in Berlin untersucht und umfangreiche Empfehlungen zur Gewaltprävention ausgesprochen. In dem Bericht nehmen Empfehlungen zur Steigerung der Erziehungskompetenz von Eltern mit Migrationshintergrund und zur Verbesserung der Konfliktlösungskompetenz junger Migranten einen zentralen Stellenwert ein. Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt wird vor diesem Hintergrund in den Jahren 2008 und 2009 Modellprojekte in diesem Bereich mit rd. 600.000 EUR fördern. Im Rahmen eines Wettbewerbs sollen mögliche Träger für die Durchführung der Modellprojekte ermittelt werden. Die Projekte werden durch die Erteilung einer Zuwendung im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel finanziell unterstützt. Berliner Migrantenorganisationen und andere Träger sind aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Nähere Informationen über das Verfahren sind auf den Internetseiten der Landeskommission Berlin gegen Gewalt unter http://www.berlin-gegen-gewalt.de veröffentlicht und können herunter geladen werden. Abgabefrist für die Bewerbung ist der 29.02.2008 (Datum des Poststempels oder das Eingangsdatum, falls diese persönlich abgegeben werden). Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel, erklärt dazu: "Wir wissen aus unseren Studien zur Gewaltbereitschaft junger Migranten und aus unseren Intensivtäterstudien, welche zentrale Bedeutung das Elternhaus für die Entwicklung von Gewaltdelinquenz bei Kinder und Jugendlichen hat. Wenn junge Menschen Gewalt in der Familie erfahren oder miterleben, wenn junge Menschen erleben, dass Konflikte nicht angemessen gelöst werden, wenn sie erleben und erfahren müssen, dass sie nicht ernst genommen und ihre Rechte nicht gewahrt werden, wenn sie nicht altersgemäß unterstützt und gefördert werden kön- nen und erst recht, wenn all dies zusammenkommt, dann ist das Risiko groß, dass sie später selbst Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen oder um sich als selbstwirksam zu erfahren, anwenden. Hier müssen wir gegensteuern und Eltern dabei unterstützen, ihre Erziehungskompetenzen zu erweitern, und wir müssen junge Migranten mehr als bisher befähigen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Dies ist kein leichtes Unterfangen. Oft ist es schwierig, den Zugang zu Migrantenfamilien zu finden. Um so wichtiger ist es, dass wir gemeinsam mit den Berliner Migrantenorganisationen die vorhandenen Probleme angehen. Ich bin davon überzeugt, dass uns dies gelingen kann. Denn es gibt kaum Eltern, die nicht ein großes Interesse an einer positiven Zukunft für ihre Kinder haben. An diesen Wünschen müssen wir anknüpfen. Wenn es gelingt, entsprechende Wege aufzuzeigen und zu erproben, werden wir von den Ergebnissen der Modellprojekte profitieren können." Die Unterlagen zum Wettbewerb der Landeskommission Berlin gegen Gewalt können auch bei der Geschäftsstelle der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Klosterstraße 47, 10179 Berlin angefordert werden. Kontakt: Frau Bohlemann, Tel. 9027-2913, E-Mail: Manuela Bohlemann@seninnsport.berlin.de Internet: http://www.berlin-gegen-gewalt.de. Rückfragen: Nicola Rothermel, Telefon: (030) 9027-2730 Pressemitteilung vom 04.02.2008, 09:55 Uhr Senatskanzlei WOWEREIT UNTERSTÜTZT MEHRSPRACHIGKEITSINITIATIVE Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit: Der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, unterstützt die Forderung europäischer Kulturschaffender nach Mehrsprachigkeit statt einer internationalen Einheitssprache Englisch. Wowereit sagte: "Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich ist das beste Beispiel für eine enge Partnerschaft und ein wachsendes gegenseitiges Verständnis zweier Völker in Europa. Dieses Vorbild für Aussöhnung und zukunftsgerichtete Zusammenarbeit wäre ohne das Erlernen der Sprache des Nachbarn nicht denkbar." In seinem Amt als Bevollmächtigter wirbt Wowereit besonders für die französische Sprache und für Begegnungen insbesondere von jungen Franzosen und Deutschen. Im Auftrag der EUKommission hatte die Gruppe von Kulturschaffenden, zu der auch die Präsidentin des Goethe-Instituts und frühere Verfassungsgerichtspräsidentin Jutta Limbach gehört, anlässlich des Jahrs des interkulturellen Dialogs festgestellt, dass eine intensive Zusammenarbeit zwischen zwei Staaten nicht ohne die Beherrschung der jeweiligen Partnersprache funktionieren könne. Rückfragen: Chef vom Dienst, Telefon: 9026-2411 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 8 Aus dem Landespressedienst Pressemitteilung vom 04.02.2008, 12:00 Uhr Inneres Vorstellung der Studie: "RECHTE GEWALT IN BERLIN" Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit: Pressemitteilung vom 05.02.2008, 13:30 Uhr Inneres WEITERENTWICKLUNG DER KONZEPTE ZUR GEWALTPRÄVENTION BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN Aus der Sitzung des Senats am 5. Februar 2008: "Im Fokus: Rechte Gewalt in Berlin 2003 - 2006" heißt die neue Studie des Berliner Verfassungsschutzes, die Senator Dr. Ehrhart Körting und die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, vorstellen werden Termin: Donnerstag, 7. Februar 2008, 13.30 Uhr Ort: Klosterstraße 47, 10179 Berlin, Raum 3111. Die Publikation ist eine Folgestudie. (Die Vorgängerstudie umfasst den Zeitraum 1998 - 2003). Sie basiert auf einer Auswertung rechter Gewaltstraftaten, die zwischen 2003 und 2006 in Berlin begangen wurden: Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 300 Delikte in Berlin vom polizeilichen Staatsschutz als "Politisch motivierte Gewaltkriminalität - rechts" bewertet. Die Broschüre befasst sich zudem mit der Frage der Einbindung der Gewalttäter in das rechtsextremistische Spektrum und zeigt Gegenmaßnahmen auf. Die neue Publikation des Berliner Verfassungsschutzes gibt Auskunft über Ausmaß und Charakteristika rechter Gewalt in Berlin. Untersucht werden Tatablauf (z. B. Deliktart, Tatorte, zeitliche Auffälligkeiten), die Tatverdächtigen (z. B. Wohnorte, Alter, Schulbildung, Vorstrafen) und auch Opfer (z. B Auswahl, Alter). Die Anzahl der rechtsextremistischen Gewalttaten schwankte in den vergangenen Jahren. Jede einzelne Tat ist jedoch von erheblicher Auswirkung für die Betroffenen. Überwiegend richteten sich die untersuchten Taten gegen Personen, welche von den Tätern als politische Gegner empfunden wurden. Zu Gewalttaten kam es meistens in Situationen, in denen Täter und Opfer zufällig aufeinander trafen. Begangen werden die Taten häufig im direkten Wohnumfeld. Bei der Gesamtschau von Tat- und Wohnorten ergibt sich eine Verdichtung in den Stadtteilen, wo auch die meisten Trefforte der rechtsextremen Szene zu finden sind. Die Täter sind fast ausschließlich männlich, zum überwiegenden Teil zwischen 15 und 24 Jahre alt und unterdurchschnittlich gebildet. Innensenator Dr. Ehrhart Körting: "Für Berlin ist es wichtig, dass sich latente rechtsextremistische Einstellungen nicht verfestigen und zur Bedrohung für das Zusammenleben werden. Die Verhinderung rechter Gewalt und die Entwicklung präventiver und intervenierender Maßnahmen bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Verfassungsschutz leistet mit der vorliegenden Studie hierzu einen wichtigen Beitrag." Rückfragen: Nicola Rothermel, Telefon: (030) 9027-2730 Zur Bekämpfung der Kinder- und Jugenddelinquenz im Bereich der Gewaltdelikte in Berlin soll eine ressortübergreifende, geschlechtsspezifisch ausgerichtete Konzeption erarbeitet werden. Ziel ist es, eine langfristige Zusammenarbeit aller Verantwortlichen im Bereich der Gewaltprävention sicherzustellen. Der Senat hat heute die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport beauftragt, die Berliner Konzepte zur Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen weiterzuentwickeln. Vorhandene Initiativen und Maßnahmen sollen besser vernetzt und weiterentwickelt werden. Es sind neue Handlungsfelder und Strategien zu benennen, mit denen die von jungen Menschen begangenen Gewaltdelikte reduziert werden können. Die bis zum 31. Juli 2008 zu erarbeitende Konzeption soll auch konkrete Angaben zu möglichen Auswirkungen auf den Landeshaushalt enthalten. Grundlage der Diskussion im Senat war der Bericht der Landeskommission gegen Gewalt über die "Gewalt von Jungen, männlichen Jugendlichen und jungen Männern mit Migrationshintergrund in Berlin", nach dem junge männliche Personen mit Migrationshintergrund überproportional häufig im Zusammenhang mit Gewaltdelikten polizeilich registriert werden und auch den weitaus größten Teil der bei der Staatsanwaltschaft Berlin registrierten Intensivtäter stellen. Der Senat ist der Auffassung, dass die Ursachen hierfür in sozialen, familiären und geschlechtsspezifischen Faktoren zu suchen sind, die durch kulturelle und migrationsbedingte Faktoren verstärkt werden können. Für kausale Zusammenhänge zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Delinquenz sieht der Senat jedoch keinerlei Belege. Der Senat wird sich deshalb mit der überproportionalen Beteiligung junger männlicher Migranten an der Gewaltdelinquenz als einem Teilaspekt des Gesamtkonzeptes zur Prävention von Gewalt von Kindern und Jugendlichen insgesamt befassen. Er sieht die Notwendigkeit, aber auch die Bereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern nichtdeutscher Herkunft und ihrer Organisationen Verantwortung zu übernehmen und an der Lösung der Probleme mitzuwirken. Der Berliner Senat hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von präventiven und interventiven Konzepten zur Verhinderung von Gewalt entwickelt und umgesetzt und dafür bundesweit Anerkennung erfahren. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 9 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) Die Maßnahmen und Konzepte, z. B. das Netzwerk Kinderschutz, der Einsatz von Sozialarbeitern/innen an Berliner Schulen, der Einsatz von Schulpsychologen/innen für Gewaltprävention und Krisenintervention, die mobile Jugendarbeit, die Diversion, das Präventionskonzept der Berliner Polizei, die Intensivtäterabteilung bei der Staatsanwaltschaft oder das Schwellentäterkonzept, haben sich bewährt und leisten bereits heute einen erheblichen Beitrag zur Gewaltprävention in Berlin. Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Telefon: 9027-2730 Die Fortbildung basiert auf dem gleichnamigen Konzept der Landesstelle Jugendschutz in Niedersachsen und wird dort seit 2006 erfolgreich durchgeführt. Der ElternMedien-Trainer wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und die Medienanstalt BerlinBrandenburg. Das Projekt wird im Rahmen des Landesprogramms jugendnetz-berlin.de und in Kooperation mit der Aktion Kinder- und Jugendschutz, Landesstelle Brandenburg e.V. organisiert. Ansprechpartnerin: Ilka Goetz E-Mail: goetz@bits21.de Tel (030) 278 62 95 Weitere Informationen im Internet: http://www.jugendnetz-berlin.de http://www.bits21.de www.helliwood.de Rückfragen: Pressesprecher, Telefon: 9026-5843 Pressemitteilung vom 06.02.2008, 10:50 Uhr Jugend Eltern-Medien-Trainer: QUALIFIZIERUNG FÜR MULTIPLIKATOREN IN DER ELTERNBILDUNG Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit: Wie viel Medien braucht mein Kind? Was sollen und was wollen Kinder sehen und spielen? Wie kann ich meine Kinder vor Gefahren im Netz schützen? Welche Computerspiele sind sinnvoll und wie spielt man sie ? Wie kann ich meine Kinder zum sinnvollen Umgang mit Fernsehen, Handy und Computer unterstützen? Wo kriege ich Hinweise und Beratung? Diese und weitere Fragen der Mediennutzung in Familien stehen im Mittelpunkt der Fortbildung zum ElternMedien-Trainer. Das Angebot richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen in Kita, Schule und Jugendarbeit, die sich verstärkt in der medienpädagogischen Elternarbeit engagieren wollen. Berufsbegleitend über einen Zeitraum von vier Monaten nehmen die künftigen ElternMedien-Trainer an fünf Seminarwochen teil und qualifizieren sich zu wichtigen Fragen der Medienerziehung in der Familie. Vermittelt wird aktuelles Fachwissen zur Mediennutzung, Medienerziehung und Durchführung von Elternbildungsveranstaltungen, um Eltern kompetent bei der Medienerziehung ihrer Kinder zu unterstützen. Die Fortbildung wird realisiert in Kombination von fünf Präsenzveranstaltungen und Selbststudienabschnitten. Über eine Online-Lernplattform werden alle Materialien sowie zusätzliche Lernangebote bereitgestellt. Nach erfolgreichem Abschluss führen sie Elternbildungsveranstaltungen durch. Der Eigenbeitrag für die Weiterbildung beträgt pro Teilnehmerin und Teilnehmer 250,00 EUR. BITS 21 concept und HELLIWOOD media & education, zwei Projekte des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit e.V., bieten ab sofort die Qualifizierung zum ElternMedien-Trainer in Berlin-Brandenburg an. Pressemitteilung vom 06.02.2008, 10:50 Uhr Jugend MARIE-AGNES FREIFRAU VON STECHOW ERHÄLT VERDIENSTMEDAILLE FÜR EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT FÜR KINDER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit: Jugendstaatssekretär Eckart R. Schlemm überreichte heute in Berlin Marie-Agnes Freifrau von Stechow das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Damit würdigt die Bundesrepublik Deutschland das große ehrenamtliche Engagement von Frau von Stechow vor allem zugunsten von Kindern mit Migrationshintergrund. Frau von Stechow engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Förderung benachteiligter Kinder und vorrangig um die sprachliche Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund, um ihnen damit die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Seit dem Jahr 2000 leitet sie einen Zirkel für Nachhilfe an der Anna-Lindh-Grundschule in Berlin-Wedding. Dieser richtet sich an Kinder, die von Hause aus keine Unterstützung in schulischen Angelegenheiten erhalten. Damit trägt sie maßgeblich dazu bei, dass die Chancen dieser Kinder in der Gesellschaft verbessert werden. Zudem hat sie ein Projekt zur Sprachförderung ins Leben gerufen. Ein so genanntes "Erzählprojekt" soll Kinder spielerisch an die deutsche Sprache heranführen. Hilfe leisten dabei erfahrene Theaterpädagogen und professionelle Sprecher. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 10 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) Staatssekretär Schlemm erklärte dazu in seiner Laudatio: " Der Erfolg des Projektes bestätigt den positiven Ansatz. Dem guten Beispiel der Anna-Lindh-Grundschule sollen weitere Grundschulen im Wedding folgen. Möglich macht das auch der unermüdliche Einsatz von Frau von Stechow beim Einwerben von Sponsoren-Gelder." Zur Zeit nehmen 6 Klassen der Anna-Lindh-Grundschule an dieser Form der Sprachförderung teil. Durch den Einsatz der Sponsoren ist eine langfristige, nachhaltige Durchführung des Projektes gesichert. Darüber hinaus engagiert sich Frau von Stechow seit neun Jahren beim Verein "Life Music Now Yehudi Menuhin", einem Zusammenschluss von jungen Musikern. Der Verein organisiert Konzerte für Menschen, die oft als gesellschaftliche Randgruppen angesehen werden. So musizieren die Künstler unter anderem in Justizvollzugsanstalten oder in Altersheimen. Staatssekretär Schlemm: "Der Lebensweg von Frau von Stechow ist und bleibt Vorbild für eine Zivilgesellschaft, in der das ehrenamtliche Engagement jedes Einzelnen von sehr hohem Wert ist." Rückfragen: Pressesprecher, Telefon: 9026-5843 Pressemitteilung vom 13.02.2008, 12:00 Uhr Stadtentwicklung Stabile Einwohnerzahl BEVÖLKERUNGSPROGNOSE 2006 - 2030 Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilt mit: Die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg JungeReyer hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2006 - 2030 vorgestellt. Seit 1997 erstellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg regelmäßig Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in Berlin. Diese fünfte Prognose für Berlin besteht aus zwei Teilen. Dem für die Gesamtstadt, basierend auf der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung, der jetzt vorliegt, und einem zweiten Teil zur kleinräumigen Bevölkerungsprognose, der im Sommer 2008 vorliegen wird. Senatorin Junge-Reyer: "In ganz Europa verändert sich die Alterszusammensetzung der Bevölkerung und deshalb müssen politisch Verantwortliche genau beobachten und soweit wie möglich für die Zukunft einschätzen, wie sich in den Städten und Kommunen die Bevölkerungsstruktur und vor allem der Altersaufbau entwickelt. Die Frage, die wir beantworten müssen, lautet: Ist Berlin fit für den demografischen Wandel? Vor der Beantwortung dieser Frage steht jedoch die Analyse der Fakten und die Erstellung einer glaubwürdigen Prognose. Diese liegt nun vor und die Ergebnisse sind erfreulich. Die Bevölkerungszahl verändert sich auch in den kommenden 22 Jahren nur geringfügig, wir sind damit ein Gewinner in Deutschland und Europa. Berlin hat sich inzwischen weltweit als Stadt der Wissenschaft, kreativen Potenziale und der Zukunftsbranchen positioniert. Hier lebt und arbeitet die "Kreative Klasse", Berlin nutzt die Chancen einer internationalen und liberalen Stadtgesellschaft. Deshalb schaffen wir es, für Junge attraktiv zu sein und sie nach Berlin zu holen. Außerdem bieten wir einen urbanen und zugleich grünen Lebensraum für Familien und Ältere. Berlin ist ein attraktives Zuwanderungsziel - und davon profitiert die gesamte Stadt!" Zum Jahresende 2006 hatte Berlin eine Bevölkerung von 3,404 Mio. Personen, für das Jahr 2030 wird eine Bevölkerungszahl von 3,367 Mio. erwartet (-1,1%). Bis etwa zum Jahr 2020 ist die Bevölkerung stabil, mit einer erwarteten leichten Zunahme bis 2015/16, danach ist eine leicht rückläufige Entwicklung zu erwarten. 2005 hat Berlin gut 7.000 Personen gewonnen, im Jahr 2006 knapp 9.000, zusammen knapp 16.000. Wird Berlin und sein Umland betrachtet, ist es in beiden Jahren stärker gewachsen als die Region Rhein-Main, in 2006 auch stärker als die Region Stuttgart. Dies resultiert sowohl aus positiven Wanderungssalden als auch einer positiveren (aber im Saldo nicht positiven) natürlichen Entwicklung, die aktuell durch leicht gestiegene Geburten und geringere Sterbefälle aufgrund von gestiegener Lebenserwartung gekennzeichnet ist. (Fortsetzung nächste Seite) Pressemitteilung vom 07.02.2008, 11:10 Uhr Frauen Zum Todestag von Hatun Sürücü: KRÄFTE BÜNDELN GEGEN GEWALT Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit: Anlässlich des dritten Todestages von Hatun Sürücü weist die Staatssekretärin für Frauen, Almuth NehringVenus, darauf hin, dass Gewalt gegen Frauen in jeglicher Form zu ächten ist und bekämpft werden muss: "Unsere zentrale Aufgabe ist es, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um derartige Gewalttaten zu verhindern". Die Bekämpfung von häuslicher Gewalt sowie die Bekämpfung von Zwangsverheiratungen und Verbrechen im Namen der Ehre haben daher seit Jahren einen wichtigen Stellenwert in der Politik des Senates. Gemeinsam mit anderen Senatsverwaltungen, der Polizei und den AntiGewalt-Projekten wurden im Rahmen des Berliner Interventionsprojektes gegen häusliche Gewalt zahlreiche Initiativen und Maßnahmen entwickelt. Die spezifische Situation von Migrantinnen wurde dabei kontinuierlich mitberücksichtigt und bildet einen Schwerpunkt in der Fortschreibung des Berliner Aktionsplanes zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Der Senat wird sich auch in seinem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm für einen besseren Schutz von Migrantinnen vor Gewalt einsetzen. "Hier gilt es unter anderem, das vorhandene Unterstützungsangebot für Migrantinnen besser bekannt und zugänglich zu machen, und auch den bereits begonnenen Dialog mit den communities über die Ächtung von Gewalt gegen Frauen zu intensivieren. Rückfragen: Petra Schwarz, Telefon: 9013-7418 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 11 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) Das Durchschnittsalter steigt von 42,4 Jahren (2006) auf 46,4 Jahre (2030) an. Berlin wird also - wie der Rest Deutschlands und weite Teile Europas - älter. Die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren wird bis zum Jahr 2030 um 10% abnehmen. Laut Bevölkerungsprognose wird die Gruppe der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren bis zum Jahr 2030 um 10%, die der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren sogar um ein Fünftel abnehmen. Die Gruppe der 18 bis unter 25 Jährigen wird bis 2030 um ca. 20% kleiner werden, das entspricht knapp 50.000 Menschen, einem zu zwei Dritteln gefüllten Olympiastadion. Berlin wird im Jahr 2030 deutlich mehr Hochbetagte (üb. 75 Jahre) haben als heute (+ knapp 200.000 Pers., + 83%), das entspricht gut zweieinhalb ausverkauften Hertha-Heimspielen. Während heute knapp 70% der Hochbetagten (üb. 75 Jahre) Frauen sind, wird ihr Anteil im Jahr 2030 bei nur noch gut 55% liegen, da auch die Lebenserwartung der Männer stärker ansteigt. Der Anteil der Passausländer an der Gesamtbevölkerung wird sich von 13,9% auf 16% im Jahr 2030 erhöhen. Es ist zu berücksichtigen, dass viele Menschen eingebürgert werden. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist erheblich größer als der der Passausländer, hierzu sind jedoch verlässliche statistische Aussagen nicht möglich. Klar erkennen kann man jedoch, dass Berlin eine überdurchschnittliche Anziehungskraft für Migranten hat. Zwischen 1991 und 2006 sind insgesamt 1,90 Mio. Personen nach Berlin gezogen, 1,82 Mio. Personen sind aus Berlin fortgezogen. Im Saldo aus Zu- und Wegzug hat Berlin 80 Tsd. Personen gewonnen, dies betrifft sowohl die Wanderungen aus dem Umland, den neuen und alten Bundesländern als auch dem Ausland. Von den 1,90 Mio. zugewanderten Personen waren mehr als 1 Mio. Personen in der Altersgruppe zwischen 18 und unter 35 Jahren, das entspricht mehr Menschen als in Köln leben. Im Saldo aus den Zuziehenden und den Fortziehenden gewann Berlin in dieser Altersgruppe 266 Tsd. Personen, das ist mehr als Augsburg Einwohner hat. Zum Vergleich: Im Zeitraum von 1991 bis 2005 betrug der Saldo aus Zuzug und Fortzug in der Altersgruppe zwischen 18 und unter 35 Jahren 246 Tsd. Personen. Berlin hat also im Jahr 2006 20 Tsd. junge Menschen zusätzlich gewonnen. Zwischen 1998 und 2006, also zeitlich in etwa korrespondierend seit dem Regierungsumzug, hatte Berlin einen leicht positiven Saldo von Zuziehenden in der Altersgruppe zwischen 60 und 70 Jahren aus den alten Bundesländern (ca. 500 Personen). Die Prognose zur gesamtstädtischen Bevölkerungsentwicklung bildet die Datenbasis für gesamtstädtische Konzepte wie das Demografie-Konzept oder das Konzept "Wohnen im Alter". Die kleinräumige Prognose, die im Sommer vorliegt, bildet eine zentrale Planungsgrundlage für die Bezirke und die Fachplanungen, um Entwicklungsplanungen für soziale Infrastruktureinrichtungen durchzuführen (Schulen, Krankenhäuser etc.). Die jeweiligen Prognoseergebnisse gewährleisten eine einheitliche Daten- und Arbeitsgrundlage sowohl für die planenden Hauptverwaltungen (insb. mit Zuständigkeit für Einrichtungen der sozialen Infrastruktur) als auch für die Bezirke, die mit der Neuordnung 2001 vermehrte Kompetenzen und Eigenverantwortlichkeiten erhalten haben. Rückfragen: Manuela Damianakis, Telefon: 9012-5800 Pressemitteilung vom 20.02.2008, 12:05 Uhr Justiz Vorsitzender der türkischen Menschenrechtskommission: "KEINE UNGLEICHBEHANDLUNG VON TÜRKISCHEN HÄFTLINGEN IN BERLINER JUSTIZVOLLZUGSANSTALTEN" Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit: Die Menschenrechtskommission des türkischen Parlaments, unter Leitung von Herrn Prof. Zafer Üskül, zusammen mit dem türkischen Generalkonsul Ahmet Nazif Alpman besuchte bei ihrer Berlin-Visite auch die Justizvollzugsanstalt Tegel. Die Delegation machte sich ein Bild über die Haftbedingungen im Allgemeinen und für türkische Gefangene im Besonderen. Im Gespräch mit Justizsenatorin Gisela von der Aue sagte Prof. Üskül: "Eine Ungleichbehandlung von türkischen Häftlingen findet nach der Auffassung der Menschenrechtskommission nicht statt. In der Justizvollzugsanstalt Tegel wird mit einheitlichem Maß gemessen. Wir begrüßen das!" Justizsenatorin Gisela von der Aue: "Für uns hat die Gleichbehandlung der Häftlinge höchste Priorität. In den Berliner Justizvollzugsanstalten werden Menschen, egal welche Nationalität sie haben, nicht unterschiedlich behandelt." Rückfragen: Daniel Abbou, Telefon: (030) 9013-3633 Pressemitteilung vom 22.02.2008, 17:10 Uhr Senat LIGA-WOHLFAHRTSVERBÄNDE STELLEN LEISTUNGSBILANZ FÜR 143 SOZIALPROJEKTE VOR Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit: Am Montag, den 25. Februar 2008 stellen die LIGAWohlfahrtsverbände die Leistungsbilanz 2006 des treuhänderischen LIGA-Vertrages Soziales vor. Der Bericht macht transparent, was mit den Fördermittel geleistet wurde. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 12 Aus dem Landespressedienst (Fortsetzung) Im Jahr 2006 stand ein Budget von 14,9 Millionen Euro zur Verfügung - 4,12 Millionen Euro für die zentralen Aufgaben der Wohlfahrtsverbände sowie 10,77 Millionen für 143 gesamtstädtische Sozialprojekte. Dazu gehören: • 36 Projekte der ambulanten und offenen Altenhilfe - zum Beispiel 19 Mobilitätshilfedienste und 11 Koordinierungsstellen Rund ums Alter, 2 Hospizprojekte, die Landesarbeitsgemeinschaft(LAG) und die Zentrale Anlaufstelle Hospize (ZAH), 1 Projekt der Kinderkrankenpflege, 20 Selbsthilfegruppen und - organisationen, zum Beispiel der Arbeitskreis Berliner Senioren als Organisator der Seniorenwoche. 27 Projekte zur Aktivierung und zum Einsatz ehrenamtlicher Arbeit - zum Beispiel Besuchsdienste in Heimen und der Treffpunkt Hilfsbereitschaft als Organisator des Berliner Freiwilligentages, 32 Projekte für Menschen mit Behinderung, zum Beispiel Wohnplatzvermittlung, berufliche Integrationshilfen und Freizeitangebote, 16 Projekte für Wohnungslose zur medizinischen und sozialen Versorgung, zum Beispiel Kältehilfe und Notübernachtungen, 5 Projekte für Haftentlassene sowie Überschuldete und 4 Sozialdienste für Migrantinnen und Migranten. Pressemitteilung vom 26.02.2008, 15:30 Uhr Bildung Kooperation von Freier Universität und Senatsbildungsverwaltung IN DER LEHRERBILDUNG WIRD DEUTSCH FÜR MIGRANTEN VERSTÄRKT Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit: Der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Eckart R. Schlemm, und die Vizepräsidentin der Freien Universität (FU) Berlin, Frau Professor Dr. Dr. Keitel-Kreidt, stellen heute in der FU ein gemeinsames Kooperationsmodell zur Qualifizierung von Lehrkräften in "Deutsch als Zweitsprache" (DaZ) vor. Schon im Rahmen der schulpraktischen Teile des Lehramtstudiums werden nun Studierende von erfahrenen Lehrkräften beim Einsatz von Verfahren der Sprachstandserhebung, der individuellen sprachlichen Förderung, der gezielten Auswahl von Materialien und Beurteilungsformen angeleitet. Diese Lehrkräfte werden vorbereitend und begleitend in einem auf ihre Bedürfnisse abgestimmten, neu konzipierten Weiterbildungsmodul "Sprachförderung / DaZ" von ausgewiesenen Wissenschaftlern und erfahrenen Praktikern an der FU qualifiziert. Diese Qualifikationsmaßnahme startet im September 2008 mit zunächst ca. 600 Studierenden im Lehramtsstudium. 33 Prozent aller Berliner Schülerinnen und Schüler in der Schulanfangsphase sprechen Deutsch nicht als Muttersprache. Die meisten Kinder mit Migrationshintergrund sind darauf angewiesen, Deutsch in Wort und Schrift in der Schule zu lernen. In vielen Einwandererfamilien und in Wohnnachbarschaften ist selbst der Erwerb von Basiskenntnissen nicht mehr gegeben. Die Vermittlung der deutschen Sprache als Zweitsprache ist eine eigenständige Fachdisziplin. Seit Wintersemester 2007/2008 ist "Deutsch als Zweitsprache" als verpflichtender Bestandteil der Lehramtsausbildung sowohl im Studium als auch im Referendariat eingeführt, und zwar für alle Lehramtsstudierenden. Ziel dieser Ausbildung ist die Integration der DaZ-Förderung in alle Schulfächer. Um eine praxisorientierte Ausbildung auf wissenschaftlicher Grundlage zu gewährleisten, haben die Freie Universität und die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein fachlich wegweisendes Kooperationsmodell entwickelt. Staatssekretär Schlemm: "Auch wenn der Anteil in Berlin höher sein dürfte als in anderen Bundesländern, brauchen wir bei steigenden Zahlen von Schülern mit Migrationshintergrund mehr Lehrkräfte, die fachlich notwendigen Voraussetzungen erfüllen, um "Deutsch als Zweitsprache" zu vermitteln. Damit gibt es in Berlin neben dem neuartigem DaZ-Lehrangebot der Humboldt-Universität ein weiteres innovatives Konzept zur Qualifizierung zukünftiger Lehrkräfte. Mit der strukturellen Verankerung des Lehr- und Forschungsfaches DaZ nimmt die Berliner Lehrerbildung für "Deutsch als Zweitsprache" bundesweit eine Vorreiterrolle ein." Rückfragen: Pressesprecher, Telefon: 9026-5846 • • • • • • • • Niedrigschwellige Kontakt- und Beratungsstellen sowie Soforthilfen für Hilfebedürftige und Menschen in Not zu sichern, sind Schwerpunkte der Vertragsumsetzung. Im Jahr 2006 erhielten zum Beispiel wohnungslose Menschen rund 10.000 medizinische Behandlungen. Es gab 22.000 Notübernachtungen. 758.000 Essen wurden ausgeteilt Rund 2.000 Freiwillige sind in den geförderten Projekten aktiv - die Mehrzahl in den 26 ehrenamtlichen Besuchsdiensten. Über den LIGA-Vertrag Soziales sollen auch Selbsthilfe und freiwilliges Engagement kontinuierlich gefördert werden. Die Leistungsbilanz zeigt, dass sich Arbeit der Sozialprojekte im Jahr 2006 positiv entwickelt hat. Der LIGA-Vertrag zwischen dem Land Berlin sowie den Wohlfahrtsverbänden Arbeiterwohlfahrt Berlin und PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Berlin läuft noch bis zum Jahr 2010. Rückfragen: Karin Rietz, Telefon: 9028-2743 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 13 Aus dem Landespressedienst Pressemitteilung vom 26.02.2008, 13:45 Uhr Stadtentwicklung FIT FÜR DEN DEMOGRAFISCHEN WANDEL Aus der Sitzung des Senats am 26. Februar 2008: Der Berliner Senat beschäftigt sich seit Beginn der laufenden Legislaturperiode intensiv mit dem Thema Demografie - als einem Querschnittsthema, das in allen Verwaltungen verankert wird. Im April 2007 hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit seine Grundsatzrede "Die Chancen des demografischen Wandels in Berlin nutzen" gehalten, im August fand ein "Themen-Tag Demografie" statt. Unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird ein "Demografie-Konzept" für die Stadt erarbeitet, zu dem der Senat jetzt auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg JungeReyer einen Zwischenbericht beschlossen hat. Senatorin Junge-Reyer: "Unsere Gesellschaft wird älter, deshalb ist es wichtig, sich mit dem demografischen Wandel auseinanderzusetzen. Es wäre aber völlig unangemessen, zu suggerieren, unsere Gesellschaft zerbreche in naher Zukunft, weil die individuelle Lebenserwartung wächst. Die Menschen leben länger, sie sind im Alter weitaus gesünder und aktiver als noch vor 50 Jahren. Die Herausforderungen des demografischen Wandels liegen nur zu einem Teil in der Frage, wie die Sicherheit und die Würde von Pflegebedürftigen im Alter garantiert werden. Es stellen sich vor allem Aufgaben, wie die Gestaltung der Zuwanderung oder die Lebensbedingungen von Familien in der Stadt, die mit aktiver Stadtentwicklungspolitik zu lösen sind. Berlin stellt sich diesen Herausforderungen." Den Hintergrund für das Demografie-Konzept bildet die Bevölkerungsprognose für die Jahre 2006 bis 2030. Die Bevölkerung bleibt nach dieser Prognose in den kommenden 22 Jahren weitgehend stabil. Zum Jahresende 2006 hatte Berlin eine Bevölkerung von 3,404 Mio. Personen, für das Jahr 2030 wird eine Bevölkerungszahl von 3,367 Mio. erwartet (-1,1 %). Bis etwa zum Jahr 2020 ist die Bevölkerung stabil, mit einer erwarteten leichten Zunahme bis 2015/16, danach ist mit einer leicht rückläufigen Entwicklung zu rechnen. Das Durchschnittsalter steigt von 42,4 Jahren (2006) auf 46,4 Jahre (2030) an. Berlin wird also - wie der Rest Deutschlands und weite Teile Europas - älter. Die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren wird bis zum Jahr 2030 um 10 % abnehmen. Laut Bevölkerungsprognose wird die Gruppe der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren bis zum Jahr 2030 um 10 %, die der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren sogar um ein Fünftel abnehmen. Senatorin Junge-Reyer: "Die Bevölkerungszahl verändert sich auch in den kommenden 22 Jahren nur geringfügig, wir sind damit einer der Gewinner in Deutschland und Europa. Aus den vorliegenden Zahlen und Entwicklungstendenzen ergeben sich vier wesentliche Handlungsfelder für die Berliner Politik der kommenden Jahre: 1. Wir müssen das wirtschaftliche Profil der Stadt stärken und einem Fachkräftemangel vorbeugen, indem wir junge Menschen in die Stadt holen und allen hier Lebenden die Beteiligung am Erwerbsleben ermöglichen. 2. Wir müssen in stabilen Quartieren die soziale Integration und die Chancengerechtigkeit fördern. 3. Wir müssen in einem optimalen städtischen Wohnumfeld die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Verkehrssicherheit, Freiräume und Bildungsangebote in jedem Teil der Stadt gewährleisten. 4. Wir müssen ältere Menschen aktiv einbinden und so ihre Potenziale und Erfahrungen für die gesamte Gesellschaft heben." In diesen vier Handlungsfeldern werden konkrete Maßnahmen ergriffen, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Um den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Berlin stärker zu profilieren, werden auf Basis des Masterplans "Wissen schafft Berlins Zukunft" in den Jahren 2008 bis 2011 insgesamt 300 Mio. EUR zusätzlich in Forschungs- und Ausbildungsoffensiven investiert. Eine gestärkte Forschung und Ausbildung wird den Standort Berlin für junge Wissenschaftler und Studenten noch attraktiver machen. Um die Chancengleichheit zu erhöhen, Frauen verstärkt am Erwerbsleben zu beteiligen und dadurch einem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen, realisiert der Senat z. B. die Initiative FiNCA - Frauen in den Naturwissenschaften am Campus Adlershof. Die gezielte Förderung und Qualifizierung sollen die Unterrepräsentanz von Frauen in den naturwissenschaftlichen Disziplinen abbauen. Beabsichtigt ist der Auf- und Ausbau von Netzwerkstrukturen für alle Qualifikationsstufen und ihre Integration in die vorhandenen Wissenschafts- und Wirtschaftsnetzwerke. Dazu soll ein Konzept erarbeitet werden, das von der Gewinnung von Schülerinnen für ein naturwissenschaftliches Studium bis hin zur Qualifikation von Frauen für eine Laufbahn als Wissenschaftlerin bzw. Mitarbeiterin eines Unternehmens reicht. Damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert und zugleich allen Berliner Kindern der Besuch einer Kita ermöglicht wird, führt der Senat sukzessive bis 2011 den kostenfreien Kitabesuch ab dem dritten Lebensjahr ein. Die Kindertagesstätten werden zu Familienkompetenzzentren weiterentwickelt, um so einerseits die frühkindliche Bildung und Förderung zu stärken und zugleich präventiv familienunterstützende Hilfen anzubieten. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 14 Aus dem Landespressedienst Anfragen an den Senat (Fortsetzung) Senatorin Junge-Reyer: "Das hippe Szenevolk muss sich in Berlin genauso wohl fühlen wie die junggebliebenen Alten oder die Bewohner von Seniorenresidenzen. Alt und Jung leben in Berlin zusammen, denn die Anforderungen, die an das Lebensumfeld gestellt werden, sind gleich: Um von Jungen wie Alten als Heimat angenommen zu werden, muss die Stadt urban, kompakt und grün sein." Der Senat fördert generationenübergreifendes Wohnen und stärkt den Wohnstandort "Innenstadt". Baugruppen mit überzeugenden Konzepten erhalten seit Jahresanfang bevorzugt ausgewählte innerstädtische Grundstücke, um ihre innovativen Wohnkonzepte zu verwirklichen. Noch in diesem Jahr eröffnet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Beratungsstelle "Generationenübergreifendes Wohnen", um über bestehende Angebote zu informieren und Initiativen rechtlich, technisch und finanziell zu beraten. Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Telefon: 9012-5800 Titel: Neunjähriger schlug drei Lehrer??? Abgeordneter: Özcan Mutlu (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611547.pdf Titel: Aufhebung der Diskriminierung von arbeitslosen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Abgeordneter: Giyasettin Sayan (Die Linke) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611555.pdf Titel: Illegal in Berlin lebende Migranten Abgeordneter: Margit Görsch (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611533.pdf Titel: Abschiebungsgewahrsam 2007 Abgeordneter: Benedikt Lux (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611578.pdf Titel: Umsetzung des Berliner Bildungsprogrammes Abgeordneter: Emine Demirbüken-Wegner (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611589.pdf Titel: Islamische Bestattungen Abgeordneter: Dr. Susanne Kitschun (SPD) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611546.pdf Titel: Anwendung des Sprachlerntagebuches und Umsetzung der Qualitätsentwicklung in Berliner Kindertagesstätten Abgeordneter: Emine Demirbüken-Wegner (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611588.pdf Titel: Direkte und mittelbare öffentliche Finanzierung von NPD, NPD-nahen und rechtsextremen Organisationen und Aktivitäten in Berlin Abgeordneter: Giyasettin Sayan (Die Linke) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611525.pdf Titel: Rechtsextremismus in Pankow Abgeordneter: Sandra Scheeres (SPD) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611569.pdf (Fortsetzung nächste Seite) Kleine Anfragen: Titel: DNA-Tests bei Einwanderern/Ausländern Abgeordneter: Bilkay Öney (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611526.pdf Titel: Aktivitäten des Verbandes der Islamischen Kulturzentren in Berlin Abgeordneter: Giyasettin Sayan (Die Linke) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611566.pdf Titel: Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung Abgeordneter: Dr. Klaus Lederer (Die Linke) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611491.pdf Titel: Anklage und Verurteilung jugendlicher Tatverdächtiger Abgeordneter: Sven Rissmann (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611582.pdf Titel: Fremdsprachige Fernsehsender in der JVA Tegel? Abgeordneter: Cornelia Seibeld (CDU) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611586.pdf BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 15 Anfragen an den Senat (Fortsetzung) Titel: Fesselungen im Abschiebegewahrsam Grünau Abgeordneter: Benedikt Lux (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611577.pdf Titel: Arbeitnehmerfreizügigkeit, Blue Card... wo steht Berlin? Abgeordneter: Mirco Dragowski (FDP) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611641.pdf Titel: Steuerung der QM's endlich in den Bezirken angekommen? Abgeordneter: Stefan Ziller (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611662.pdf Titel: QM Projekte von immer den gleichen Akteuren? Abgeordneter: Stefan Ziller (Bündnis 90 / Die Grünen) Link: http://www.parlamentberlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka1611540.pdf BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 16 Aus Europa, Bund und Ländern Hinweis: BERLINER EUROPAPORTAL UND EUROPA-NEWSLETTER Das Europaportal der Berliner Senatskanzlei gibt einen umfassenden Überblick über europarelevante Themenbereiche wie z.B. die Darstellung der derzeitigen europapolitischen Schwerpunkte, Gremienarbeit, EU - Förderprogramme oder aktuelle Wettbewerbe. Darüber hinaus sorgen Links für Jugendliche und Europainteressierte für einen Einblick in die Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit von Europa in Berlin. Das Berliner Europaportal im Web: http://www.berlin.de/eu . Regelmäßig aktuelle Informationen zu EUFörderprogrammen, Aus- wie Weiterbildung und vieles mehr bietet der regelmäßig am Anfang eines jeden Monats erscheinende Newsletter „Europa in Berlin - Berlin in Europa“ unter der Adresse http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/oeffentlichkeitsarbeit /newsletter.html. Diese Veröffentlichung bietet zielgruppenspezifische EUInformationen für die Berliner Senatsverwaltungen und Bezirke. Ein Abonnement ist ebenfalls möglich. Informationen zu aktuellen Ausschreibungen gibt die Berliner Datenbank EU-Pro²fil unter http://www.berlin.de/rbmskzl/europa/foerderprogramme/i ndex.html BÖHMER BETONT BEDEUTUNG DES INTERKULTURELLEN DIALOGS Zum Auftakt des Europäischen Jahres des interkulturellen Dialogs erklärt die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer: "Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine gemeinsame gesellschaftliche Entwicklung ist der interkulturelle Dialog ein Muss." Nur so könne die Teilhabe von Menschen aus Zuwandererfamilien an der Gesellschaft gefördert werden. Rahmenbedingungen des interkulturellen Dialogs seien es, kulturelle Vielfalt zu respektieren und gleichzeitig auf gemeinsamen Werten zu gründen, unterstrich Böhmer. Dies habe mit dem Nationalen Integrationsplan Eingang in die Politik der Bundesregierung gefunden. "Was mich besonders freut ist, dass staatliche Stellen, Stiftungen, Migrantenorganisationen, Wirtschaft und Medien beginnen, verstärkt untereinander zu kooperieren. Das ist interkultureller Dialog über die Grenzen von Herkunft, Zuständigkeit und Arbeitsbereich hinweg", sagte Böhmer. Auch der Dialog zwischen Zuwanderern unterschiedlicher Herkunft, Religion und Geschichte sei durch den Nationalen Integrationsplan angestoßen worden. "Das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs bietet uns die Gelegenheit, für die Notwendigkeit des interkulturellen Dialogs zu werben, die Chancen und den Gewinn aus dem interkulturellen Dialog aufzuzeigen und nicht zuletzt unsere Dialogerfahrungen auszutauschen und den Dialog weiter zu entwickeln", hob die Staatsministerin hervor. Erfolgreiche und nachhaltige Integration sei nur auf der Grundlage von Verständigung über gemeinsame Ziele und Wege, gemeinsamer Verantwortung für gesellschaftliche Entwicklung und Mitgestaltung der Integrationsgesellschaft zu erreichen. "Wir wollen im Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs diese Potenziale gemeinsam weiter entwickeln", appellierte Böhmer. (Pressemitteilung vom 19.02.2008: http://www.bundesregierung.de/nn_56546/Content/DE/Pressemitteilung en/BPA/2008/02/2008-02-19-ib-bedeutung-interkultureller-dialog.html) EUROPÄISCHER FONDS FÜR DIE INTEGRATION VON DRITTSTAATSANGEHÖRIGEN (EIF) Aufforderung zur Einreichung von Anträgen auf Gewährung einer Zuwendung für das Förderjahr 2007 Antragsfrist: 17.03.2008 Der Rat der Europäischen Union hat die Einrichtung eines Fonds zur Integration von Drittstaatsangehörigen für den Zeitraum 2007 bis 2013 innerhalb des Generellen Programms "Solidarität und Steuerung der Migrationsströme" beschlossen. Dieser Beschluss 2007/435/EG wurde im Amtsblatt der Europäischen Union 2007/L168/18 veröffentlicht. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Zuständige Behörde für die Verwaltung des Fonds): Aufforderung zur Einreichung von Anträgen auf Gewährung einer Zuwendung für das Förderjahr 2007 unter folgendem Link: http://www.bamf.de/cln_011/nn_443792/DE/Integration/E U-Fonds/EIF/eu-eif-node.html?__nnn=true Weitere Informationen der Bundesbeauftragten unter: http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesre gierung/BeauftragtefuerIntegration/beauftragte-fuerintegration.html BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 17 Aus Europa, Bund und Ländern RUND 19.000 ASYLBEWERBER IM JAHR 2007 Geringster Zugang seit 1977 Im Jahr 2007 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 19.164 Asylerstanträge gestellt. Trotz eines deutlichen Anstiegs irakischer Asylbewerber sank die Zahl der Asylerstanträge im Vergleich zum Jahr 2006 nochmals um knapp 9 Prozent. Im Jahr 2006 stellten noch 21.029 Menschen einen Asylerstantrag. Weiter in der Mitteilung vom 10.01.2008 mit ausführlichem Tabellenteil unter: http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_662928/Internet/Con tent/Nachrichten/Pressemitteilungen/2008/01/Asylzahlen __Dezember2007.html Die irakischen Asylantragsteller gehören überwiegend religiösen Minderheiten (vor allem Yeziden und Christen) an. Weiter in der Mitteilung vom 08.02.2008 mit Tabelle unter: http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_662928/Internet/Con tent/Nachrichten/Pressemitteilungen/2008/02/Asylzahlen __Januar2008.html AUFKLÄRUNG ALLEIN REICHT NICHT Konsequenzen aus der Verzehrsstudie Zu der am 30.01.2008 veröffentlichten Nationalen Verzehrstudie II im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, erklärt Carola Gold, Geschäftsstelle des bundesweiten Kooperationsverbunds „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“: „Die erste gesamtdeutsche Verzehrsstudie zeigt, in welchen Bereichen Präventionsanstrengungen stärker konzentriert werden müssen. Aufklärung allein reicht nicht. Menschen in schwierigen Lebenslagen wie Arbeitslose, Ein-Eltern- oder Flüchtlingsfamilien brauchen zusätzliche Unterstützung. Wer schon mit einem besonders belastenden Alltag zu kämpfen hat, bedarf neben der Verbesserung der Lebenssituation spezieller Präventionsangebote, damit gut gemeinte Botschaften auch dauerhaft im Alltag umsetzbar sind.“ Auf der Website des Verbunds sind wirkungsvolle Maßnahmen zusammengestellt, die zeigen, wie gerade diese am meisten belasteten Zielgruppen unterstützt werden können: Gesunde und erschwingliche Kita- und Schulverpflegung ist ein wichtiger Baustein. Nicht weniger wichtig ist, dass gesundes Ernährungsverhalten dann auch in den Familien gelebt wird. So ist in der Wilhelmshavener Kita Regenbogen das Thema Ernährung zusammen mit Bewegung und Sprachförderung in ein umfassendes Gesundheitskonzept eingebunden, das auch die Gesundheit der Erzieherinnen und die Eltern einbezieht. ‚Gesund essen mit Freude’ von Gesundheit Berlin ist ein Beispiel guter Praxis, wie Migrantenfamilien erreicht und gesunde Ernährung fester Bestandteil des Familienalltags wird. „Die Regierung erarbeitet zurzeit den Nationalen Aktionsplan Ernährung und Bewegung. Eine gute Initiative. Aber wenn hier nicht ausdrücklich passgenaue Präventionsmaßnahmen für die Bevölkerungsgruppen mit den größten Gesundheitsrisiken vorgesehen werden, so wird sich an schlechten Gesundheitschancen sozial benachteiligter Gruppen nichts ändern“, so Carola Gold. Infos: http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de Weitere Informationen und Download der Studie unter: http://www.bmelv.de/nn_752314/DE/03-Ernaehrung/04Forschung/NationaleVerzehrsstudie/NVS2__node.html__nn n=true [PM Gesundheit Berlin e.V., RED] ZUWANDERUNG VON SPÄTAUSSIEDLERN WEITER RÜCKLÄUFIG Im Jahr 2007 sind insgesamt 5.792 Spätaussiedler und ihre Familienangehörigen nach Deutschland eingereist. Im Vorjahr waren es noch rund 7.750 Personen, im Jahr 2005 noch rund 35.500 Personen. Die Zahl der neu gestellten Aufnahme- und Einbeziehungsanträge ist ebenfalls von rund 23.800 Anträgen im Vorjahr auf 11.056 im Jahr 2007 zurückgegangen. Weiter in der Mitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Christoph Bergner unter: http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_662928/Internet/Con tent/Nachrichten/Pressemitteilungen/2008/01/Zuwanderu ng.html BMI: MEHR ASYLANTRÄGE IM JANUAR 2008 Deutlicher Anstieg irakischer Asylbewerber Im Januar 2008 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2.397 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber stieg im Vergleich zum Vormonat um 1.132 Personen (89,5 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2007 um 734 Personen (44,1 Prozent). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch eine Zunahme der Asylbewerber aus dem Irak zu erklären. So hat sich die Zahl der Asylerstanträge irakischer Staatsangehöriger gegenüber dem Vormonat von 407 auf 959 erhöht und damit mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der irakischen Asylfolgeanträge stieg gegenüber dem Vormonat von 147 auf 255 an. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 18 Aus Europa, Bund und Ländern EUROPÄISCHES JAHR DES INTERKULTURELLEN DIALOGS Beitrag des Landes Brandenburg Das Jahr 2008 ist das "Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs", das unter dem Motto "Vielfalt gemeinsam leben" steht. Das Europäische Jahr – eine gemeinsame Initiative der Europäischen Union, der Mitgliedsstaaten und der europäischen Zivilgesellschaft – ist eine Würdigung an Europas große kulturelle Vielfalt. Das Land Brandenburg beteiligt sich unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Matthias Platzeck mit einem eigenen Projektbeitrag an dieser Initiative. Der brandenburgische Beitrag steht unter dem Motto „Interkulturalität als Motor für Bildung und Wissenschaft – Bildung und Wissenschaft als Motor für Interkulturalität / Zukunftslabor 2008“ und ist eines von acht geförderten Projekten im Rahmen der nationalen Strategie. Die nationale Auftaktveranstaltung für das Europäische Jahr fand am 18. und 19. Februar 2008 in der Berliner Kalkscheune statt. Hier präsentierte sich das Brandenburgische Landesprojekt erstmalig der Öffentlichkeit. Festival Zukunftslabor Im Fokus des brandenburgischen Beitrags steht das Festival "Zukunftslabor“, das vom 06. bis 11. Oktober 2008 in Potsdam stattfinden wird. Schwerpunkte der Festivalwoche sind die Themen Globalisierung, Vielfalt und interreligiöser Dialog, Klima und Nachhaltigkeit sowie interkulturelles Lernen und Arbeiten. In einem Programm aus Workshops, Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Lesungen, Musik, Theater und Tanz, werden diese Themen lebendig aufgegriffen. Ein Markttag am Potsdamer Neuen Markt mit Bühne und Mitmachangeboten beendet das Programm der Festivalwoche. Ziel ist es, einen offenen Raum zu bieten, in dem Menschen aller Bereiche der Gesellschaft zu unterschiedlichen Aspekten des interkulturellen Dialogs ins Gespräch kommen. Das Zukunftslabor richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene aus Potsdam, dem Land Brandenburg und darüber hinaus. Die Federführung für das Projekt liegt bei der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg. Die Stadt Potsdam, Schulen, Wissenschafts-, Bildungs- und Kultureinrichtungen des Landes sowie Träger interkultureller Initiativen, Migrantenorganisationen und die Zivilgesellschaft sind aktiv in die Programmgestaltung einbezogen. Landesweiter Veranstaltungskalender. Über die Festivalwoche hinaus, informiert ein ganzjähriger Veranstaltungskalender über die Bandbreite der Veranstaltungen zum interkulturellen Dialog im gesamten Land Brandenburg. Der Kalender sowie Informationen zum Gesamtprojekt sind abrufbar unter http://www.integrationsbeauftragte.brandenburg.de [PM v. 15.02.; RED] Interkulturelle Arbeitsstelle IBIS e.V. BITTE UM BETEILIGUNG AN ONLINE- BEFRAGUNG Projekt zur interkulturellen Öffnung der Behindertenhilfe entwickelt Online-Fragebogen. Er richtet sich an Menschen mit Behinderung mit einem Migrationshintergund und an ihre Familien. Die interkulturelle Arbeitsstelle IBIS e.V. ist Projektpartner des EU-Projektes ALL INCLUSIVE, das mehr Chancengleichheit für Menschen schaffen möchte, die aufgrund ihres Migrationshintergrundes und ihrer Behinderung doppelt diskriminiert sind. Zielgruppen des Projektes sind MigrantInnen mit Behinderung und ihre Familien sowie Einrichtungen der öffentlichen und privaten Behindertenhilfe, insbesondere EntscheidungsträgerInnen im Leistungsbereich und Fachkräfte der mobilen Dienste. In dem Projekt sind MigrantInnen und Behinderte ExpertInnen in eigener Sache. Welche Hindernisse bestehen, erfragt und analysiert ein projektintern erarbeiteter Fragebogen. Anhand des Befragungsergebnisses und von Best-Practice-Beispielen aus der Behindertenhilfe werden Dienstleistungs- und Bildungsmaßnahmen entwickelt. Neue Ansätze zu einem interkulturell, barrierefreien Informationsdesign sollen den Zugang zu Dienstleistungs- und Bildungsangeboten erleichtern. Bitte helfen Sie Personen, diesen Fragebogen auszufüllen, falls diese dazu selbst nicht in der Lage sind. Zum Fragebogen: http://www.surveymonkey.com/s.aspx?sm=65fIamwYjKk VpGXMRoyYdw_3d_3d Weitere Informationen: Constanze Schnepf IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. Alexanderstraße 45 26121 Oldenburg Tel.: (0441) 88 40 16 Fax: (0441) 984 96 06 E-Mail : info@ibis-ev.de Internet : http://www.ibisev.de/ BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 19 Aus Europa, Bund und Ländern Initiativen KIRCHE UND DIAKONIE FORDERN KIRCHENZUGEHÖRIGKEIT Diakonisches Werk Hamburg geht beim Diskriminierungsurteil in die Berufung Berlin, Hamburg, Hannover, 18. Februar 2008. "Wir werden gegen dieses Urteil Berufung einlegen." Damit hat Landespastorin Annegrethe Stoltenberg vom Diakonischen Werk Hamburg klar Stellung zu dem in Hamburg entschiedenen Fall bezogen. "Wir sind davon überzeugt, dass wir weiterhin - auch nach Geltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) - eine Kirchenzugehörigkeit für unsere Mitarbeitenden fordern dürfen." Diese Einschätzung teilen Vizepräsident Wolfgang Teske vom Diakonischen Werk der EKD und Burkhard Guntau, Vizepräsident vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover. Das Arbeitsgericht Hamburg hatte am 4. Dezember 2007 (Az. 20 Ca 105/07) der Klage einer Bewerberin auf Entschädigung stattgegeben. Diese hatte geltend gemacht, dass sie aufgrund ihrer Religion beim Einstellungsverfahren durch das Diakonische Werk Hamburg diskriminiert worden sei. Die Muslima war als Sozialpädagogin für das Teilprojekt "Integrationslotse Hamburg" abgelehnt worden, weil sie nicht einer christlichen Kirche angehört. Das Hamburger Arbeitsgericht geht in seiner Urteilsbegründung davon aus, dass man das AGG entgegen seinem Wortlaut auslegen müsse, da die zugrunde liegende europäische Rahmenrichtlinie Beschäftigung nach der Art der Tätigkeit differenziere und nicht auf das deutsche Verfassungsrecht abstelle. Nach Meinung des Gerichts rechtfertigt die Art der Tätigkeit in dem Projekt nicht die unterschiedliche Behandlung wegen der Religion, da sie nicht zum so genannten verkündungsnahen Bereich gehöre. "Die vom Hamburger Arbeitsgericht vorgenommene Unterscheidung zwischen verkündungsnahen und verkündungsfernen Tätigkeiten ist weder nach deutschem noch nach europäischem Recht zulässig", so bewertet Wolfgang Teske die Entscheidung des Gerichts. Vizepräsident Guntau bestärkt die Diakonie in ihrer Haltung: "Das der Kirche und ihrer Diakonie durch das Grundgesetz garantierte Selbstbestimmungsrecht ermöglicht ihnen, die Begründung eines Arbeitsverhältnisses ohne Rücksicht auf die Art der Tätigkeit von der Kirchenmitgliedschaft abhängig zu machen. An dieser Verfassungsrechtslage hat auch das AGG nichts geändert", so Guntau. "Daher werden das Diakonische Werk der EKD und die EKD das Diakonische Werk Hamburg in dem Berufungsverfahren unterstützen." [PM v. 18.02., RED] Internet: http://www.diakonie.de "NICE TO MEET YOU Kulturelle Kollisionen in 100 sec" Multimediawettbewerb von radiomultikulti, HKW und rbb-Fernsehen Einreichungsfrist vom 30. April bis 30. September 2008 Zum EU Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008 veranstalten radiomultikulti vom Rundfunk Berlin-Brandenburg, das Haus der Kulturen der Welt und das rbb Fernsehen erstmalig einen Multimediawettbewerb: "Nice to meet you -kulturelle Kollisionen in 100 sec". "Nice to meet you" fragt nach kreativen Ideen, die den multikulturellen Alltag skizzieren, charakterisieren, aber auch persiflieren. Ob (O-Ton) Collagen, vertonte bzw. gefilmte Erzählungen, Comedies, Kurzkrimis oder Musikclips, alle Genres sind erlaubt, sofern sie nicht länger als 100 Sekunden sind. Einreichungen können per Upload oder per Post erfolgen: Alle modernen Aufnahmetechniken und Datenträger sind möglich, sowie die gängigen Dateiformate: mpg, mp3, mp4, mov und Windows Media Player Formate. "Nice to meet you -kulturelle Kollisionen in 100 sec" leistet einen kreativen Beitrag zum Thema Interkultureller Dialog, der in Berlin zwar zum Alltag, aber noch lange nicht zur gelebten Selbstverständlichkeit gehört. Was bedeutet eigentlich Interkultureller Dialog? Ist das lediglich ein gut gemeinter aber antiquierter Verschleierungscode oder etwas, das tatsächlich mit Leben gefüllt werden kann? Was ist kulturelle Identität in einer globalisierten, mobilen Gesellschaft? Gerade Berlin ist auf vielfältige Weise mit verschiedensten Orten, Sprachen, Geschichten und Wahrnehmungsmustern verbunden, die über territoriale Identitäten hinausweisen. Mit dem Wettbewerb und den begleitenden Programmangeboten von radiomultikulti sollen Antworten gefunden werden, die zur Diskussion anregen. Eine prominent besetzte Jury wird die interessantesten, bewegendsten, spannendsten oder witzigsten 100 sec Film bzw. Ton auswählen. Eine feierliche Preisverleihung findet am 18. November 2008 im Haus der Kulturen der Welt statt. Weitere Informationen: radiomultikulti Rundfunk Berlin-Brandenburg Masurenallee 8-14, 14057 Berlin Tel.: (030) 97 99 3 - 35 040, Fax.: (030) 97 99 3 - 35 049 E-Mail: anne-katherina.priss@rbb-online.de Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin Tel.: (030) 397 87 155, Fax.: 030 397 87 159 E-Mail: stein@hkw.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 20 Initiativen 8. VICTOR-KLEMPERER JUGENDWETTBEWERB Kreativ für Toleranz Frist: 31.03.2008 Der Wettbewerb will Schülerinnen und Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene (Einzelpersonen, Klassen, Gruppen) anregen, sich mit den Themenbereichen Demokratie und Toleranz kreativ zu beschäftigen. Die Themen und Darstellungsformen können frei gewählt werden. Wichtig ist es, das Thema so aufzubereiten, dass auch andere daraus etwas lernen können. Download der Broschüre zum Wettbewerb: http://www.buendnistoleranz.de/cln_007/nn_581138/SharedDocs/Publikationen/2 007/ViktorKlempererWettbewerb/Broschuere2008,templa teId=raw,property=publicationFile.pdf/Broschuere2008.pd f Kontakt: Bündnis für Demokratie und Toleranz Stresemannstraße 90 10963 Berlin Tel.: (030) 2363408-0 E-Mail: Klemperer-Wettbewerb@bfdt.de Internet: http://www.victor-klemperer-wettbewerb.de/ Fragen der politischen Kultur und Ethik so wie der Demokratieerziehung können und sollen ein Jahr lang die Wettbewerbsschulen beschäftigen. Der Wettbewerb soll dazu führen, • die vergleichbaren oder auch unvergleichbaren Friedenskonzepte in Judentum, Christentum und Islam in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten sowie das teils ähnliche, teils unterschiedliche Verhältnis zu Krieg und Gewalt zu analysieren, das Verhältnis zwischen den drei Religionen und Kulturen in Schule und Gesellschaft in den Blick zu nehmen, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben, mit deren Hilfe die Integration von Migranten in Deutschland erleichtert werden kann, die fächerübergreifende Zusammenarbeit in der Schule stärken, Projektmanagementkenntnisse der Schulen zu fördern. • • • Weitere umfassende Hintergrundinformationen zum Wettbewerb und das Bewerbungsformular im Internet unter: http://www.herbert-quandt-stiftung.de/ Ihre Bewerbungen für Berlin richten Sie bitte an: Projektkoordination: Angelika Pantel Repräsentanz der Herbert Quandt-Stiftung Dorotheenstraße 35 10117 Berlin Tel: (030) 2576798-30 Fax: (030) 2576798-50 E-Mail: Angelika.Pantel@herbert-quandt-stiftung.de Wettbewerb: SCHULEN IM TRIALOG „Schalom, Frieden, Salam?!“ 4. Wettbewerb der Herbert Quandt-Stiftung zum Trialog der Kulturen: Europäische Identität und kultureller Pluralismus Frist Interessenbekundung: 15.03.2008 Frist Einreichung: 15.04.2008 Die Herbert Quandt-Stiftung schreibt für das Schuljahr 2008/2009 zum vierten Mal den Wettbewerb „Schulen im Trialog“ aus. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler aus Hessen und Berlin ab Klassenstufe 5 werden aufgefordert, Projekte zu entwickeln, die sich dem Leitthema „Schalom, Frieden, Salam?!“ widmen: Welche Rolle spielen historisch und aktuell religiöse und kulturelle Werte für Frieden und Konflikte? Mit Hilfe solcher Projekte lassen sich nicht nur internationale politische Auseinandersetzungen besser verstehen. Auch im Kiez, wie die Berliner sagen würden: also im eigenen Stadtviertel, und in der Schule sollen die Trialog-Projekte zu einem verständnisvolleren Umgang miteinander und zum Abbau von Spannungen beitragen. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 21 Workshops/ Tagungen INTERKULTURELLE KREATIVITÄT UND VIELFALT IN BERLIN: Chancen und Potentiale für die Berliner Wirtschaft nutzen! Mittwoch, 5. März 2008, 19.00 bis 21.00 Uhr Berlin ist ein internationaler Wirtschaftsstandort. Das zeigt sich nicht nur in der zunehmenden Anzahl internationaler Hauptquartiere, sondern auch und vor allem an den über 180 Nationen, die hier miteinander leben, arbeiten und von Berlin aus ihre Beziehungen in die Welt pflegen und die Hauptstadt damit täglich international verknüpfen. Aber auch die Verknüpfungen, Initiativen, Produkte, Produktionen, Denkanstöße und Innovationen, die die VertreterInnen zahlreicher Nationen hier täglich miteinander erschaffen – wirtschaftlich, kulturell und sozial sind Ausdruck der Berliner Vielfalt. Ganz ohne Probleme ist dieses Miteinander und die dafür notwendige Identifikation mit den Anderen nicht zu haben, so dass wir an diesem Abend auch Konflikte und Anstrengungen sowie strukturelle Hürden thematisieren werden. In unserer Veranstaltung wollen wir Chancen und Potentiale des internationalen Wirtschaftsstandortes Berlin deutlich machen, aufzeigen wie mit dem Pfund der internationalen Stadtgesellschaft, den Verbindungen der hier lebenden Menschen, ihren Kompetenzen und ihrer Kreativität und der sich daraus ergebenden Diversität, nicht nur kulturell und sozial, sondern auch wirtschaftlich „gewuchert“ werden kann und sollte. Dabei denken wir sowohl an jene, die bereits hier leben sowie an jene, die in Zukunft an die Stadt gebunden werden können. Wir wollen den Abend nutzen, um zu zeigen, wie sehr Berlin heute schon von seiner Interkulturalität lebt und profitiert und wie stark das Innovationspotenzial dieser Stadt von ihrer Diversität und Vielfalt getragen werden. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung stellen wir Ihnen ein Arbeitspapier, das diese Fragen aufgreift, zur Verfügung. Programm: 19.00 Uhr Begrüßung Nicole Zeuner, Friedrich-Ebert-Stiftung 19.05 Uhr Thomas Michael Höhn, Verwaltungsdirektor des Deutschen Herzzentrums Berlin Shermin Langhoff, Künsterlische Leiterin des Ballhaus Naunynstraße und Kuratorin von Beyond Belonging Michael Müller, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion Berlin Lucyna Jachymiak Krolikowska, Vorsitzende der NIKE Polnische Unternehmerschaft e.V. Nihat Sorgeç, Vizepräsident der TürkischDeutschen Industrie- und Handelskammer 20.45 Uhr Resumé 21.00 Uhr Imbiss und Ausklang Moderation: Simone von Stosch, ARD Dieses Projekt wird durch Mittel der DKLB-Stiftung gefördert. Aus organisatorischen Gründen ist Ihre schriftliche Anmeldung per E-Mail erbeten: BerlinPol.Anmeldung@fes.de Friedrich-Ebert-Stiftung BerlinPolitik im Forum Berlin Hiroshimastraße 17 10785 Berlin Tel.: (030) 26935-835, Fax: (030) 26935-859 Internet: http://www.fes.de FLÜCHTLINGSSTATUS UND BLEIBERECHT IN DER DEUTSCHEN RECHTSPRAXIS Wie gelungen ist die Umsetzung der Qualifikationsrichtlinie in das deutsche Recht? 7. und 8. März 2008 Auch nach der zweiten Nachbesserung des Zuwanderungsgesetzes haben viele Flüchtlinge kein gesichertes Bleiberecht. Nun hat sogar die Europäische Union bemängelt, dass bindende Vorschriften der Gemeinschaft in Deutschland nicht umgesetzt worden sind. Was steht in der Qualifikations-Richtlinie der EU und ist in Deutschland nicht Gesetz geworden? Können Flüchtlinge sich jetzt beim Bundesamt oder vor Gericht direkt auf EU-Recht berufen? Wie gehen die Ausländerbehörden damit um? Und wie wirkt sich das auf die Flüchtlinge aus, die jahrelang unter dem Damoklesschwert der Abschiebung leben? Um den europarechtlichen Lücken des Ausländerrechts und ihren Auswirkungen im Alltag auf den Grund zu gehen, werden Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, des UNHCR und der Ausländerbehörden sowie Richter, Anwälte und Vertreter der Wohlfahrtsverbände Stellung nehmen. Sie sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen. Das ausführliche Programm und ein Anmeldeformular finden Sie auf http://www.loccum.de. Ev. Akademie Loccum Postfach 21 58 31545 Rehburg-Loccum Tel.: (05766) 81-103, Fax: (05766) 81-123 BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 22 Workshops/ Tagungen ANTIRASSISTISCHE JUGENDBILDUNG – wie weiter auf dem Weg in eine diskriminierungsfreie Gesellschaft? Termin: 03. bis 05. April 2008, Ort: Hattingen Ziele Die Leitfrage, die sich übergeordnet und wie ein »roter Faden« durch die Tagung zieht, lautet: Wie muss antirassistische Pädagogik angelegt sein, um einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung und Veränderung hin zu einer diskriminierungs- und rassismusfreien Gesellschaft zu leisten? Ziel der Tagung ist es, hierauf Antworten zu finden, verschiedene Ansätze kennen zu lernen und die Potentiale und Erfahrungen der Teilnehmenden aktiv in den Prozess einzubeziehen. Träger der außerschulischen Jugendbildungsarbeit engagieren sich seit Jahren gegen Rassismus. In Trainings, Seminaren, Vortragsreihen und Weiterbildungen versuchen sie, für unterschiedliche Formen von Diskriminierung zu sensibilisieren. So sind in den vergangenen Jahren eine Reihe von Konzepten und Ansätzen entstanden, die in verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit zum Einsatz kommen und darauf abzielen, Rassismus ab- und eine gerechte Gesellschaft aufzubauen. Die breite Palette an unterschiedlichen Ansätzen lässt das Feld der Antirassismusarbeit zu einem unüberschaubaren Terrain werden – neben rein semantischen Unterschieden finden sich teils erhebliche konzeptionelle und methodische Unterschiede, die es fast unmöglich machen, von »der« Antirassismusarbeit zu sprechen. Gleichzeitig ist es traurige Tatsache, dass trotz der antirassistischen Jugendbildungsmaßnahmen das entsprechende Einstellungs- und Verhaltenspotential in der Gesellschaft nicht zurück geht. Inhalte Die Tagung stellt verschiedene Herangehensweisen und Konzepte vor und stellt sie auf den Prüfstand. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen: • Was kennzeichnet eine antirassistische Jugendbildungsarbeit? • Welche Möglichkeiten hat sie, Beiträge zu einer diskriminierungsfreien Gesellschaft zu leisten? • Was müssen Ansätze der antirassistischen Jugendbildung leisten, um nachhaltig wirksam zu sein? • Wie gut gelingt die Verbindung zwischen der (Theorie-) Diskussion und dem (praktischen) Handeln im Alltag der Jugendbildungsarbeit? • Wo liegen die Grenzen der einzelnen Konzepte? Zielgruppe Ehrenamtliche und Hauptberufliche, die in den verschiedenen Bereichen der antirassistischen Jugend(bildungs)arbeit pädagogisch tätig sind. Weitere Informationen zur Tagung, das Programm und Anmeldeinformationen unter folgendem Link: http://www.idaev.de/antirassismus_aktuell.htm Informationen: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) Birgit Jagusch Volmerswerther Str. 20 40221 Düsseldorf Tel: (02 11) 15 92 55-5 Fax: (02 11)15 92 55-69 E-Mail: Info@IDAeV.de Internet: http://www.IDAeV.de Veranstaltungsort und Kontaktadresse für Anmeldungen und weitere Informationen: DGB Jugendbildungszentrum Hattingen Am Homberg 44 45529 Hattingen Internet: http://www.dgb-jugendbildung.de Seminar "KOMPLETTÜBER- UND DURCHBLICK SGB II UND RECHTSDURCHSETZUNG“ am 29. und 30.4.2008 in Berlin In dieser zweitägigen Fortbildung wird ein grundlegender Durch- und Überblick über das SGB II sowie die Übergänge zum SGB XII gegeben. Die aktuellen Gesetzesänderungen „Erstes SGB II - Änderungsgesetz“ und „Fortentwicklungsgesetz“, Änderungen durch das „Zweite SGB II - Änderungsgesetz“ (§ 16a SGB II), Änderungen bei der ALG II-VO und die Übergangsregelungen zur Zwangsverrentung sowie Rechtsprechung fließen selbstverständlich topaktuell mit ein. Die Teilnehmer werden danach einen fundierten und systematischen Überblick mit kritischem Blick auf die Details haben. Es werden dabei viele Ansätze von parteiischer Beratung und Gegenwehr sowie Möglichkeiten materieller Durchsetzung der Rechte der Ratsuchenden aufgezeigt. Diese Fortbildung richtet sich an die interessierte Fachöffentlichkeit und Rechtsanwender, sowie Mitarbeiter aus Beratungsstellen, Betroffenenorganisationen und Verbänden, aber auch an Anwälte, die sich einen aktuellen Über- und Durchblick verschaffen wollen. Mehr dazu: http://www.harald-thome.de/grundlagen_seminare.html. Kosten: 170 EUR für beide Tage Kontakt: Harald Thomé Fachreferent für Arbeitslosen- und Sozialrecht Rudolfstraße 125 42285 Wuppertal Tel: (0202) 29 51 890, Fax: (0202) 29 51 889 E-Mail: info@harald-thome.de Internet: http://www.harald-thome.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 23 Workshops/ Tagungen Qualifizierungen FORUMSTAG ISLAM Samstag, 19.04.2008 im Forum der Jesuiten Beim Forumstag am 19.04.2008 im Forum der Jesuiten geht es um das Verhältnis von Islam und Christentum am Beispiel der Türkei. Referent ist Timotheus Aytaç Güzelmansur, der seit 2006 als Referent für die christlichislamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle der Deutschen Bischofskonferenz (Cibedo) in Frankfurt/Sankt Georgen arbeitet. In der Türkei geboren und dort zum Christentum konvertiert, wird er vor seinem eigenen biographischen Hintergrund sowohl Grundinformationen über den Islam als auch über die Situation der Christen in der Türkei vermitteln. Dabei geht es auch um die Fragen, inwieweit etwa Christentum und Islam mit Werten wie Religionsfreiheit, Menschenrechten und Säkularität kompatibel sind und worin ein interreligiöser Dialog zwischen Islam und Christentum bestehen kann. Anmeldungen: Tel.: (030) 32 000 10 oder E-Mail: forum-berlin@jesuiten.org Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) Witzlebenstraße 30a 14057 Berlin Die Schule haben Sie gemeistert und jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und mitmachen – ganz nah am Geschehen, direkt vor Ort! Unser Unternehmen ist das größte Eisenbahn- Verkehrsunternehmen in Europa und die Nummer 1 für Mobilität in Deutschland. Mit der transnationalen Ausbildung zum/zur Kaufmann /frau für Verkehrsservice setzen Sie Voraussetzungen für eine hervorragende berufliche Zukunft. Die Ausbildungsdauer beträgt 2,5 Jahre ab dem 1. September 2008. Ausbildungsort wird hauptsächlich Berlin sein. Wohnheimplätze werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Ihre Aufgaben: Zu Ihren vielseitigen Einsatzbereichen gehören die Beratung und Betreuung unserer Kunden in den Zügen, in den DB Reisezentren sowie am DB Service Point im Bahnhof. Wir machen Sie vertraut mit Marketing und den Grundlagen des Projektmanagements. Sie lernen den Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationssystemen und üben sich in Verkauf und Kundenberatung. Einstellungsvoraussetzung: • Sie verfügen über einen erfolgreichen Schulabschluss (mittlerer Schulabschluss oder Abitur) und bringen einen festen Willen mit, Ihren Berufsstart erfolgreich zu meistern, • Sie besitzen Flexibilität sowie hohe Kunden- und Serviceorientierung • Offenheit gegenüber Menschen und gute Deutschkenntnisse machen Sie zum/zur idealen Kandidaten/Kandidatin. Bewerben Sie sich jetzt um einen Ausbildungsplatz! Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf und Kopien Ihrer letzten drei Zeugnisse) senden Sie bitte unter Angabe des Stichwortes „Transnationale Ausbildung zur Kaufmann / frau für Verkehrsservice“ bis zum 30. April 2008 an die: DB Fernverkehr AG Regionalbereich Ost Adlergestell 143 D-12439 Berlin Ansprechpartnerin: Frau Block Tel.: (+49) 030-297-28092 E- Mail: Ellen.Block@bahn.de TRANSNATIONALE AUSBILDUNG bei der Deutschen Bahn AG zum/zur Kaufmann/frau für Verkehrsservice Bewerbungsschluss: 30.04.2008 Die Deutsche Bahn bietet für polnische und deutsche Jugendliche eine einmalige Einstiegsmöglichkeit in den Beruf in Form einer transnationalen Ausbildung zum Kaufmann /-frau für Verkehrsservice an. Kaufleute für Verkehrsservice beraten und betreuen die DB-Kunden in den Reisezentren, Servicebereichen und in den Zügen. Die Ausbildung zum Kaufmann /-frau zum Verkehrsservice erfolgt in einer Tandemausbildung, dass heißt, dass deutsche und polnische Schüler/innen zusammen die Praxiseinsätze durchlaufen. Ein Praktikum bei der polnischen Staatsbahn PKP ist Teil der Ausbildung. Die Auszubildenden haben so die Möglichkeit während ihrer Ausbildung ihre Sprachkenntnisse und das interkulturelles Verständnis zu vertiefen, allerdings sollte der/die Schüler/in bereits deutsche Sprachkenntnisse besitzen. Ausschreibungstext siehe rechte Spalte BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 24 Qualifizierungen LIFE e.V. MIT ENERGIE IN DIE BERUFLICHE ZUKUNFT Das Angebot für Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund Start: 21.04.2008 Ein ingenieurwissenschaftliches Studium abgeschlossen, eine technische Ausbildung absolviert, im Heimatland Berufserfahrungen gesammelt - und in Deutschland? Welche Berufsperspektiven gibt es hier? Diese Frage stellen sich viele Migrantinnen mit ingenieur- und naturwissenschaftlichem Hintergrund, denn trotz hoher fachlicher Kompetenzen sind die Chancen auf einen Arbeitsplatz schlecht. Unser Programm ‚Mit Energie in die berufliche Zukunft’ richtet sich gezielt an Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen mit Migrationshintergrund, die im Bereich erneuerbarer Energien (Solar- und Windenergie, Biomasse) einen Arbeitsplatz finden oder sich neue berufliche Perspektiven erarbeiten wollen. Wir unterstützen Sie durch: • • • • • Ermittlung individueller Kompetenzen und Stärken Qualifizierung Erarbeitung einer Bewerbungsstrategie Vermittlung von Berufserfahrung und Berufskontakten Beratung und Online Coaching Protec BERUFSVORBEREITUNG UND DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE FÜR JUNGE ERWACHSENE MIT MIGRATIONSHINTERGRUND Start neuer Gruppen ab 03.03. 2008, Noch Plätze frei! „Protec“ ist eine einjährige Berufsvorbereitung mit einem hohen Anteil an Deutschunterricht für junge Erwachsene mit Migrationshintergrund (i.d.R. bis 27 Jahre, die Aufnahme einzelner TN bis zu 30 Jahren ist möglich). Es werden vier verschiedene Niveaustufen im Deutschunterricht angeboten, so dass die Maßnahme sowohl für Sprachanfänger/innen als auch für Interessent/innen, die schon über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügen, geeignet ist. Die Maßnahme wurde speziell für junge Erwachsene konzipiert, die das deutsche Schulsystem nicht (komplett) durchlaufen haben. Neben dem hohen Anteil an Deutschunterricht ist die Beratung bei der Berufswegeplanung ein weiterer Schwerpunkt der Maßnahme. Hierdurch konnten in den vergangenen vier Jahren gute Vermittlungsquoten erreicht werden: • • • • • Arbeitsaufnahme (1. Arbeitsmarkt): Ø 15,3 % Aufnahme einer Ausbildung: Ø 11,8 % Arbeitsaufnahme (2. Arbeitsmarkt): Ø 0,6 % Schulabschlusskurse: Ø 17,3 % Vermittlung in andere weiterführende Qualifizierung: Ø 18,3 % Inhalte: Das Programm dauert 8 Monate, die Teilnahme ist kostenlos. Beginn: 21. April 2008 Das Projekt ist Teil des Kompetenzzentrums KUMULUS PLUS, in dem elf Beratungs- und Bildungsträger zusammenarbeiten. Informationen und weitere Termine erhalten Sie bei: LIFE e. V Dircksenstraße 47 10178 Berlin Tel. (030) 30879817, Andrea Simon, Projektleitung, Tel. (030) 30879819, Magdalena Adamczyk-Lewoczko, Beratung E-Mail: adamczyk@life-online.de Internet: http://www.life-online.de 2 Tage pro Woche: berufliche Orientierung/Qualifizierung in allen folgenden Bereichen: • • • • Handwerk (Frisör, Baunebengewerbe) Hauswirtschaft + EDV, Gesundheit + EDV, kaufmännisches Grundwissen + EDV 3 Tage pro Woche: Deutsch als Fremdsprache auf 4 verschiedenen Niveaustufen (nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen): • Niveau A1, Niveau A2, Niveau B1, Niveau B2 Externe Prüfungen: Geeignete Teilnehmer/innen können externe Prüfungen absolvieren: • • • • Zertifikat Deutsch Zertifikat Deutsch Plus, Zertifikat Deutsch für den Beruf ECDL (Europäischer Computerführerschein) Gabelstaplerschein (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 25 Qualifizierungen (Fortsetzung) 4 Wochen: betriebliches Praktikum Eine vorzeitige Beendigung des Kurses wegen Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung ist jederzeit möglich. MÄRZ-FORTBILDUNGEN IM FCZB IT-Fortbildung für MigrantInnen Weiterbildung Bürokommunikation Start: 31.03.2008 Am 31. März starten im FrauenComputerZentrumBerlin zwei längere Qualifizierungsmaßnahmen, die durch Jobcenter/Arbeitsagenturen (mit Bildungsgutschein) gefördert werden: IT-Fortbildung für MigrantInnen Die 16-wöchige IT-FORTBILDUNG FÜR MIGRANTINNEN bietet den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Medien- und Bewerbungskompetenzen aufzubauen sowie Sprach- und Schlüsselkompetenzen zu vertiefen. Auf dem Lernprogramm stehen u. a. IT-Grundlagen in OfficeProgrammen, Internet und E-Mail sowie Grafik für Web und Print. • • Infotermine: 10.03.08, 17.03.08, jeweils 10 Uhr Info-Flyer: http://www.fczb.de/dl/08/migrantinnen_08.pdf Finanzierung: Die Qualifizierungsmaßnahme wird finanziert durch den Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration und den ESF, Ziel 2. Bewerber/innen mit Wohnsitz in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf oder Lichtenberg-Hohenschönhausen haben darum leider keinen Zugang zu der Maßnahme. Kontakt: GFBM e.V. Bildungszentrum Mitte Lützowstr. 106, 3. Etage 10785 Berlin Frau Steinbrink, Frau Zobel Tel: (030) 61 77 64 – 550 /-560 Fax: (030) 61 77 64 - 951 E-Mail: protec@gfbm.de Internet: http://www.gfbm.de Weiterbildung Bürokommunikation In der dreimonatigen WEITERBILDUNG BÜROKOMMUNIKATION können Frauen aus Büro- und Verwaltungsberufen, die nach einer Pause wieder in den Beruf einsteigen, ihr IT-Wissen auffrischen und vertiefen. Die Fortbildung beinhaltet neben festen Präsenzzeiten flexibel einteilbare Selbstlernzeiten. • • Infotermine: 04.03.08, 11.03.08, 18.03.08, jeweils 10 Uhr Info-Flyer: http://www.fczb.de/dl/08/bk_08.pdf Zahlreiche weitere Lernangebote stehen als pdf-Datei unter folgendem Direktlink bereit: • http://www.fczb.de/dl/08/termine_08.pdf Infos und Kontakt: FrauenComputerZentrumBerlin e.V. Cuvrystraße 1 10997 Berlin (Kreuzberg) Tel.: (030) 617970-16, Internet: http://www.fczb.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 26 Aus Projekten und Vereinen Kontakt: Afrika-Rat Dachverband afrikanischer Vereine und Initiativen Berlin Brandenburg Georgenkirchstraße 70 10249 Berlin, Hr. Alimamy Sesay (Vorstandsvorsitzender) Tel.: (030) 243 44 161, (0175) 412 82 95 E-Mail: mwaltenberg_sesay@hotmail.com, Fr. Nadine Katabogama (Öffentlichkeitsarbeit) Tel.: (0157) 768 37 187 E-Mail: katnadine@yahoo.fr (PM v. 16.02.2008, [RED]) AFRIKA-RAT STRUKTURIERT SICH NEU „Die afrikanische Diaspora in Berlin und Brandenburg macht sich stark“ Der Afrika- Rat hat sich auf der Mitgliederversammlung am 9. Februar 2008 neu strukturiert und sich inhaltlich eine klareres Profil gegeben. Den neu gewählten Vorstand leitet Diakon Alimamy Sesay vom Rat der Afrikanischen Christen. Er ist zugleich als Generalsekretär des Europäischen Rats Afrikanischer Prägung in Europa tätig. Amina Namugengi Goersch, Vorsitzende der Uganda Community Berlin e.V., ist seine Stellvertreterin. Dem Vorstand gehören ebenfalls an: Stephania Alofuokhai-Ghogomu (NIDO -Nigerians in Diaspora, Kassenwartin), Nadine Katabogama (Studentin der Politologie-FU, Öffentlichkeitsarbeit) und Sven Mekarides (Student der Chemie-FU, Generalsekretär). „Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die Einrichtung von Arbeitsgruppen und Kommissionen unsere Kräfte besser bündeln können und damit unsere Arbeit wirksamer als bisher in Politik und Gesellschaft bekannt machen können und so unsere Ziele besser umsetzen können“ bekräftigt der Vorsitzende des Dachverbands, Alimamy Sesay. Der Afrika-Rat wird sich konzentrieren auf die zentralen Themen der afrikanischen Diaspora - Bildung und Soziales, Integration, Rassismus und Diskriminierung, gesundheitliche Aufklärung und HIV-Prävention, Aufklärung über afrikanische Kultur, Förderung der Jugendarbeit, Motivation afrikanischer Geschäftsleute zur aktiven Beteiligung an die Wirtschaft, Bildung einer afrikanischen Akademie der Wissenschaft und die Unterstützung der Flüchtlings- und Migrationarbeit. Der im Jahr 2005 gegründete Afrika-Rat mit seinen derzeit 30 Mitglieds- Organisationen versteht sich als Interessensvertretung der afrikanischen Diaspora in Berlin und Brandenburg. Er setzt sich für die Belange von Menschen afrikanischer Herkunft ein und fördert ihre Selbstorganisation und Selbstvertretung. Ebenso unterstützt der Verein die Integration afrikanischer Migrantinnen und Migranten. Die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung ist bei den Aktivitäten des Afrika-Rats ein zentraler Aspekt. Die wahrheitsgemäße und umfassende historische Aufarbeitung der Geschichte Afrikas und der afrikanischen Diaspora ist unabdingbarer Teil dieses Engagements. Das gleiche gilt für die realistische und seiner Vielfalt entsprechende Darstellung des heutigen Afrikas und seiner Diaspora. KUNSTAUSSTELLUNG ARAS BALATA HÎNBÛN freut sich, Sie, Ihre Freunde und Bekannten zur Ausstellung des kurdischen Malers Aras Balata auf das Herzlichste einzuladen! Die Ausstellung wird voraussichtlich bis Mitte April 2008 in den Räumen von HÎNBÛN zu besichtigen sein. Wir präsentieren Ihnen Werke eines jungen hochbegabten Künstlers aus dem irakischen Teil Kurdistans, geprägt von eigenem Stil und interessantem Farbempfinden. Hinbun Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien Brunsbütteler Damm 17 13581 Berlin - Spandau Tel.: (030) 336 66 62 Fax.: (030) 335 69 36 Internet: http://www.hinbun.de [Grafik: HINBUN] BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 27 Aus Projekten und Vereinen Mama Afrika e.V. AWO Begegnungszentrum VERANSTALTUNG ANLÄSSLICH DES INTERNATIONALEN FRAUENTAGES Freitag, den 07. März 2008 Im Rahmen der Feierlichkeiten zum "Internationalen Frauentag 2008“ und des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit Guineas, haben Mama Afrika e.V., Africavenir, S.U.S.I., Djeli Association Berlin e.V. und die „Panafrikanische Gruppe“ mit Unterstützung von MULONGWAmwa-BITO Frau Jeanne Martin Cissé nach Berlin eingeladen. Es werden mehrere Veranstaltungen in Berlin und Potsdam mit ihrer Anwesenheit stattfinden. Programm der Eröffnungsveranstaltung* 17:00 – 17:15 Uhr Einlass 17:15 – 17:30 Uhr Begrüßung durch Frau Hadja Kitagbe Kaba, 1. Vorsitzende Mama Afrika e.V. Videofilm über den Lebensweg von Frau Jeanne Martin Cissé Vortrag mit anschließender Diskussion mit Frau Jeanne Martin Cissé „Die Rolle der Frauen während der Befreiung Afrikas und in der angestrebten Afrikanischen Renaissance" Kleine Pause VERANSTALTUNGEN ZUM THEMA GESUNDHEIT Frühjahr 2008 12.03.2008, Mittwoch, 15.00 – 17.00 Uhr “Unsere Blutgefäße – wie die Durchblutung funktioniert, und wie wir Störungen (Venenschwäche, Verkalkung) vermeiden können” Infoveranstaltung in türkischer Sprache mit Dr. Yüksel Özdemir (Arzt für Allgemeinmedizin) 18.03.2008, Dienstag, 14.00 -15.00 Uhr “Praktische Übungen zur Verbesserung der Durchblutung” Gefäßgymnastik mit Bektaş Güler (Physiotherapeut) 09.04.2008, Mittwoch, 14.30 – 16.30 Uhr “Depressionen – wie kann man diese häufige Krankheit erkennen und behandeln?” Infoveranstaltung in türkischer Sprache mit Dr. Meryem Schouler–Ocak vom Berliner Bündnis gegen Depression 16.04.2008, Mittwoch, 15.00 – 17.00 Uhr „Unsere Kniegelenke – Wie sie funktionieren, und wie wir Verschleiß vorbeugen können“ Infoveranstaltung in türkischer Sprache mit Dr. Yüksel Özdemir (Arzt für Allgemeinmedizin) 17:30 - 18:00 Uhr 18:00 - 18:45 Uhr 18:45 - 19:00 Uhr 19:00 - 20: 00 Uhr Podiumsdiskussion „Die Position der Frauen in der Globalisierung und in der angestrebten Afrikanischen Renaissance" Mit: ihrer Exzellenz Frau Fatoumata Siré Diakité (Außerordentliche Botschafterin der Republik Mali in Deutschland), Frau Dr. Pierrette Herzberger-Fofana (Dozentin an der Universität Erlangen und Stadträtin in Erlangen), Frau Jeanne Martin Cissé, Frau Prof. Barbara John (ehemalige Berliner Ausländerbeauftragte), Professor Dr. Tobe Levin (FORWARDGermany e.V.) 20:00 - 20:30 Uhr 20:30 - 21:00 Uhr Pause mit Buffet Musik mit N'Goma Vata mit Cruz, Alain, Jacqui Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und finden statt im AWO Begegnungszentrum Adalbertstr. 23A (Erdgeschoss) 10997 Berlin Weitere Auskünfte bei Filiz Müller-Lenhartz, Tel.: (030) 6953 5613 und Susanne Koch, Tel.: (030) 6953 5619 21:00 - 24 :00 Uhr Musik mit DJ Scherif / Kantara Moderation: Herrn Ousmane Touré Ort: Nachbarschaftsheim Schöneberg Holsteinische Straße 30, 12161 Berlin U-9, Walter-Schreiber-Platz, S-1 Feuerbachstr., Bus M 48, X 76, M85,176, 181, 186 Eintritt frei, Spenden willkommen *Programmänderungen vorbehalten BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 28 Aus Projekten und Vereinen Projektvorstellung Das Projekt richtet sich an: Eltern mit vietnamesischer Herkunft, Spätaussiedler und andere Eltern mit und ohne Migrationshintergrund, deren Kinder in der Betreuung von Berliner Kitas sind sowie Erzieherinnen Kontakt: Interkulturelles Bildungszentrum und Bürgercafé Münsterlandstraße 33 10317 Berlin Postanschrift urban-consult gGmbH Blumberger Damm 12-14 12683 Berlin Ansprechpartner Projektleiter Dr. Sufian Weise Tel.: (030) 530 21 70 und (030) 671 297 22 Fax: (030) 53 02 17 28 E-Mail: toleranz@urban-consult-ggmbh.de Internet: http://www.urban-consult-ggmbh.de Gefördert durch Aktion Mensch, http://www.aktion-mensch.de „ELTERNTREFFS AN KITAS – ein Beitrag für interkulturelle Bildung und Zusammenhalt auf der kommunalen Ebene“ Ziel der organisierten Migranten-Elterntreffs ist es, insbesondere die Sorgeberechtigten bei der Erziehung ihrer Kinder zu beraten, zu begleiten und zu unterstützen, ihr Selbstbewusstsein als Eltern zu stärken und ihnen Möglichkeiten zu eröffnen, die Regelversorgungssysteme in Anspruch zu nehmen. Diesem Anliegen dienen Wissensvermittlung, Sprachtrainings und Förderung von Austausch und Vernetzung. Durch niedrigschwellige regelmäßige Angebote werden die Eltern zu einer besseren Kommunikation sowohl mit ihren Kindern als auch mit den Erzieherinnen und anderen Eltern befähigt. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch der Eltern untereinander in Form von Gesprächsangeboten, sowie die Vermittlung von interkultureller Kompetenz führen zu gegenseitiger Akzeptanz und Achtung sowie konfliktärmerer Integration in die Aufnahmegesellschaft. Erzieherinnen werden in ihrer interkulturellen Kompetenz in Form von Fortbildung gestärkt. Das Projekt leistet dafür einen modellhaften Beitrag. Das Projektangebot ist mit folgenden Themen modular aufgebaut: Sprachangebote für Migranten-Eltern • • Deutsch für Anfänger Deutsch-Intensivkurse inklusive Vermittlung von Kenntnissen über gesellschaftliche Strukturen und Normen REACHOUT: 112 ANGRIFFE IN BERLIN Opferberatungsstelle verzeichnet Rückgang in 2007 Gesprächsangebote/Dialog der Kulturen • • • • • Erziehung und Bildung Ernährung und Bewegung Vielfalt gestalten / Vielfalt als Bereicherung Interkulturelle und soziale Kompetenz Interkulturelle Konflikt-Mediation Für das Jahr 2007 registriert die Opferberatungsstelle ReachOut 112 rechte, rassistisch und antisemitisch motivierte und homophobe Angriffe in Berlin. Die Zahl der bisher bekannt gewordenen gewalttätigen Angriffe und massiven Bedrohungen ist im Jahr 2007 im Vergleich zu 2006 gesunken. ReachOut, die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, verzeichnet für das Jahr 2007 insgesamt 112 Angriffe in Berlin. Im Vergleich zum Vorjahr mit 166 Gewalttaten sanken die bisher bekannt gewordenen Angriffe um mehr als 30% auf das hohe Niveau von 2005. Der Rückgang der Gewalttaten sollte aber keinen Anlass zur Entwarnung geben. Von den 112 Angriffen sind in der "Chronik rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Angriffe und Bedrohungen" http://www.reachoutberlin.de (dort „Chronik“ [RED]) 103 Fälle dokumentiert. Einige der Opfer lehnen aus Angst vor weiteren Gewalttaten jede Form der Veröffentlichung des Angriffs auf sie ab. (Fortsetzung nächste Seite) Fortbildung für Erzieherinnen zum Themenbereich Umgang mit Vielfalt • Anti-Bias-Ansätze Organisation von Familienseminaren • • Gesprächsrunde mit Experten/innen für Familienbildung und Migration Erfahrungsaustausch und Organisation von Hilfe zur Selbsthilfe BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 29 Aus Projekten und Vereinen (Fortsetzung) In 39 Fällen wurden Menschen aus rassistischen Motiven angegriffen. Diese stellten damit die größte Gruppe dar. 30 Gewalttaten trafen Linke, vor allem AntifaschistInnen, gegen nicht-rechte, alternative Jugendliche und Erwachsene richteten sich 28 Angriffe, 6 Angriffe waren antisemitisch motiviert. 70 Angriffe fanden im öffentlichen Raum statt. Insgesamt 25 Gewalttaten wurden in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen verübt. Friedrichshain ist mit 24 Gewalttaten (2006: 51) auch im Jahr 2007 der Bezirk mit der höchsten Angriffszahl. 14 Attacken wurden für Lichtenberg (2006: 22) dokumentiert. Es folgen Pankow (2006: 9) und Prenzlauer Berg (2006: 15) mit je 11, Hohenschönhausen mit 8 (2006: 3) und Marzahn mit 7 (2006: 4) Angriffen. Im Westteil Berlins fanden, wie bereits im Vorjahreszeitraum, die meisten Vorfälle in Neukölln (5) statt (2006: 6). Der auffälligste Rückgang der Angriffszahlen konnte 2007 für Treptow (4) festgestellt werden (2006: 15). Die Tendenz, dass vor allem im Friedrichhain schwarz gekleidete Personengruppen Jagd auf Menschen machen, die nicht in ihr rechtes Weltbild passen, setzte sich auch 2007 fort. Zudem ist in Friedrichshain zu beobachten, dass organisierte Rechte linke Strukturen, Läden und Hausprojekte ausspähen und durch ihre bloße Anwesenheit ein Bedrohungspotenzial darstellen. In Lichtenberg überwiegen die rassistisch motivierten Angriffe. Dort ist außerdem zu beobachten, dass Personen, die sich offen als AntifaschistInnen positionieren und politisch aktiv sind, gezielt angegriffen und bedroht werden. Eine abschließende Analyse des sehr erfreulichen Rückgangs der Angriffszahlen wäre verfrüht. Eine Erklärung könnte sein, dass bekannte rechte Schläger zeitweise in Haft waren. Aufgrund der Erfahrungen aus unserer Beratungspraxis vermuten wir allerdings auch, dass die potenziellen Opfer und deren Umfeld mittlerweile so weit sensibilisiert sind, dass sie bestimmte Orte meiden oder sich vorsichtiger durch die Stadt bewegen, um möglichen Bedrohungen und Angriffen aus dem Weg zu gehen. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: ReachOut - Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus Oranienstraße 159 10969 Berlin Tel.: (030) 695 68 339 Fax: (030) 695 68 346 E-Mail: info@reachoutberlin.de Internet : http://www.reachoutberlin.de [PM v. 12.02., RED] BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 30 Aus Projekten und Vereinen BAYOUMA-HAUS der Arbeiterwohlfahrt Friedrichshain-Kreuzberg e.V. Interkulturelle Begegnungsstätte in Friedrichshain-Kreuzberg Rudolfstraße 15 b (Ecke Modersohnstraße) 10245 Berlin Tel.: (030) 29 04 91 36 - Fax: (030) 29 04 91 29 E-Mail: bayouma-haus@awo-friedrichshain-kreuzberg.de Ständige Angebote Mo. 09:30 – 13:00 Uhr: Sprachgruppe „Deutsch unter Nachbarn“ Mo. 17:00 – 19:00 Uhr: Offener Tangokurs für Anfänger Di. 10:30 – 16:30 Uhr: Näh- und Schneiderkurs Di. 20:00 – 22:00 Uhr: Offener Salsakurs für Anfänger Bei uns erhältlich: • • • • Broschüre „Berliner Arztpraxen mit Fremdsprachenkompetenz“ „Das Bayouma-Haus Kochbuch“ Broschüre „Berliner Anwaltskanzleien mit Fremdsprachenangebot“ CD „Kantate - Der Garten der Hoffnung“ mit Cirilo Adriazola Salas, Los Chicheros, und dem Schülerchor der Hausburgschule Mi. 10:30 – 14:30 Uhr Kochkurs unter Nachbarn Do. 14:00 – 16:00 Englischkurs für SeniorInnen Do. 10:00 – 14:00 Uhr: klassische Massage und Schröpfen mit unserer Heilpraktikerin Frau Pia Mönch. Termine bitte telefonisch vereinbaren unter (0173) 878 37 51. Nur für Frauen! Fr. 11:00 – 12:00 Uhr: „Die fünf Tibeter“ – fernöstliche Übungen unter praktischer Anleitung von Frau Natascha Garay Integrations- und Beratungsangebote Di. 13:00-17:00 und Do. 09:00-14:00 Uhr: Sozialberatung Mo. 14:00-18:00 und Fr. 10:00-14:00 Uhr: Sozialberatung für Vietnamesen Di. 13:00-17:00 und Do. 09:00-14:00 Uhr: Gesundheitsberatung Jeden zweiten Dienstag 17:00 – 19:00 Uhr: Rechtsberatung durch RA Göke (Sozial-, Aufenthalts-, Miet- und Kaufrecht) Bitte telefonisch einen Termin vereinbaren (29 04 91 36) Weitere Veranstaltungen im März 2008 Samstag, 08.03.08, 10:00 Uhr Frauenfrühstück zum Internationalen Frauentag Dienstag, 11.03.08, 17:00 – 20:00 Uhr Teilnahme mit einem Informationsstand im Roten Rathaus an der Preisverleihung der Stiftung Bürger für Bürger. Mit unserem Projekt "Nachbarn öffnen ihre Türen" konnte sich das Bayouma-Haus beim bundesweiten Integrationswettbewerb "Teilhabe und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement" als Landessieger für Berlin gegen mehr als 20 Mitbewerber behaupten. Bei der Preisverleihung am 11. März werden die aus den Landessiegern ermittelten Bundessieger im Beisein der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Prof. Maria Böhmer, bekannt gegeben und gekürt. Das Projekt „Nachbarn öffnen ihre Türen“ organisiert gegenseitige kostenlose Nachbarschaftshilfe. Informationen bekommen Sie unter der 29 04 91 36. Ansprechpartnerin ist Frau Belinda Apicella. Spätsprechstunde nach Vereinbarung Unsere Angebote sind kostenlos! Weiteres Programm und Informationen unter: http://www.bayouma-haus.de http://www.awo-friedrichshain-kreuzberg.de http://www.bayouma-gesundheit.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 31 Veranstaltungen 04.03., Ausstellung KULTURCODES UND DESIGN – arabische Kulturcodes in Textilien und Kacheln im mediterranen Raum Ausstellung vom 5. März bis 9. April 2008 Vernissage: Dienstag, den 4. März 2008, um 17.00 Uhr Universität der Künste Berlin Einsteinufer 43-53 10587 Berlin Wie stark beeinflusst das kulturelle Erbe des Heimatlandes Künstler in ihrer Arbeit? Dieser Frage widmet sich das Designprojekt „Kulturcodes und Design – arabische Kulturcodes in Textilien und Kacheln im mediterranen Raum“ aus einem besonderen Blickwinkel heraus: Verschiedene Künstler untersuchen kulturelle Codes in der Textil- und Kachelkunst im Mittelmeerraum, um darauf aufbauend neue Designelemente zu entwickeln. Im vergangenen Jahr fanden in den Projektländern Ägypten, Marokko, Jordanien und Portugal Wokshops an Universitäten und Kunsthochschulen statt, in denen die Künstler gemeinsam mit Studenten, Hochschuldozenten und internationalen Experten ihre Arbeiten kreierten. Dabei lag der Fokus in Ägypten und Marokko auf der Textilund in Jordanien und Portugal auf der Kachelkunst. Die Ausstellung in der Universität der Künste in Berlin bildet die Abschlussveranstaltung des Projekts: Vom 5. März bis 9. April 2008 werden dort die Ergebnisse der einzelnen Workshops gezeigt. Kurator: Sebastian Fischenich. Das Projekt wurde vom Goethe-Institut mit Unterstützung der Anna-Lindh-Stiftung realisiert. Den musikalischen Rahmen geben: MAMNGOR DIUFF / Gambia (Bassgitarre) & KUBI KUBACH / Deutschland (Kontrabass), die bei dieser Veranstaltung ihre Premiere als „Doublebass“ haben. Diese exzellenten Musiker, im Jazz und der Worldmusic zuhause, widerspiegeln durch ihre Herkunft, ihrem jetzigen Standort und ihrem musikalischen Zusammenspiel das Thema des vorgestellten Buches. . Veranstaltungsort: LUMUMBA-CLUB, Berlin-Mitte, Karl-Marx-Allee 35, neben Kino International, U5 Schillingstraße, U2 Alexanderplatz; Infos+Kontakt: (0162) 331 10 78 E-Mail: oneafrica@gmx.de, Internet: http://www.oneafrica.eu 13.03., FESTIVAL >RE ASIA< Zwischenräume der Imagination Ausstellung, Filme, Literatur, Tanz, Konferenz, Workshops im Haus der Kulturen der Welt 14. März - 18. Mai 2008 Eröffnung: Donnerstag, 13. März 2008 09.03., Lesung, „ICH BIN EIN BLACK BERLINER“ Jones Kwesi Evans / Ghana stellt in dieser Lesung sein 2006 veröffentlichtes Buch „Ich bin ein Black Berliner“ vor. Die Veranstaltung wird gemeinsam präsentiert von One Africa e. V. mit dem Lumumba Club. (Siehe bitte auch Rubrik „Veröffentlichungen“ in dieser Ausgabe) Sonntag, 09. 03. 2008, 19.00 Uhr Eintritt gegen Spende (Diese Spende unterstützt die Arbeit von ONE AFRICA e. V) Am 13. März feiert das Festival RE ASIA im Haus der Kulturen der Welt seine Eröffnung. Neben der Vernissage zur Ausstellung "Re-Imagining Asia" wird es am Wochenende die gleichnamige Konferenz mit dem bedeutendsten postkolonialen Theoretiker Homi K. Bhabha geben. Unter dem Titel "Re-Imagining Asia" erkunden eine Ausstellung, eine Konferenz und eine Filmreihe durch welche Bilder Asien neu erfunden wird. Die Kuration verantworten Wu Hung und Shaheen Merali, ausgewiesene Kenner der neuen asiatischen Kunstszene. Welche Wanderwege asiatische Epen bis in die Gegenwart hinein nehmen, ist das Thema des Literaturfestivals "Avatar. Asiens Erzähler", das der Schriftsteller Ilija Trojanow kuratiert. Der Choreograf Joachim Schlömer lotet mit seinem Projekt "Die Entführung von Sita" neue Erzählformen und Lesarten für althergebrachte Stoffe aus. Alle Programme zusammen bilden das Festival RE ASIA. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 32 Veranstaltungen (Fortsetzung) Asiens wirtschaftlicher und kultureller Aufbruch stellt eurozentrische Sichtweisen umso stärker in Frage. Das betrifft etwa die Gegenüberstellung von Moderne und Tradition. Lange Zeit galt im Westen, dass nur das modern sein konnte, was sich vollkommen neu erfand. Die westliche Moderne verstand sich immer als Entweder/Oder entweder modern oder rückwärtsgewandt. Welche Bilder und Geschichten entstehen, wenn Künstler sich auf regionale Traditionen einlassen, um neue Ansätze für Fragen der Gegenwart zu entdecken? Durch die weltweite Vernetzung treten Lokales und Globales in Beziehung und bringen unvorhersehbare Konstellationen hervor. Im globalisierten Kulturbetrieb verliert die Kunst oftmals an Kontur, ohne Kontext wird sie entpolitisiert. RE ASIA stellt dagegen regionale Bezüge auch in einen politischen Zusammenhang. Dabei geht es immer wieder um die Frage, wie die Menschen mit den Transformationsprozessen unserer Zeit umgehen. "Re-Imagining Asia" wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und Bayer AG 19.03.08, 19:30 Uhr Lesung & Diskussion Katrin Himmler: Die Brüder Himmler (2005) Über die Verbrechen von Heinrich Himmler, ihrem Großonkel, wurde in Katrin Himmlers Elternhaus offen gesprochen. Seine Brüder Gebhard und Ernst galten als unspektakuläre Techniker, die mit der Politik des NSRegimes nicht viel zu tun hatten. Als Katrin Himmler den Spuren ihres seit 1945 vermissten Großvaters Ernst Himmler nachgeht, stößt sie auf eine viel tiefere Verstrickung von Heinrichs Brüdern. Eine deutsche Familiengeschichte und ein ungewöhnlich persönlicher Bericht über die Konfrontation mit der NS-Vergangenheit in der eigenen Familie. 26.03.08, 19:30 Uhr Film & Diskussion 2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß (2004) Dokumentarfilm von Malte Ludin Deutschland, 85 Min. "Dies ist die Geschichte meines Vaters, eines Kriegsverbrechers, meiner Mutter, meiner Geschwister, Nichten und Neffen. Eine typisch deutsche Geschichte". So leitet Malte Ludin seine schmerzliche filmische Auseinandersetzung mit den Legenden ein, die in der Familie über den Vater kursieren. Hanns Ludin, glühender Nationalsozialist der ersten Stunde und als Gesandter Hitlers in der Slowakei mitverantwortlich für die "Endlösung" -- war er ein Held und Märtyrer oder ein Verbrecher? Es entsteht ein intimes und doch beispielhaftes Filmdokument – ein hochemotionaler Bericht aus dem Inneren einer deutschen Familie. Gast: Malte Ludin, Berlin E-Mail: tacheles@tacheles-reden.de Internet: http://www.tacheles-reden.de Ort: babylon berlin:mitte Rosa-Luxemburg-Straße 30 10178 Berlin U2 Rosa-Luxemburg-Platz Tickets: (030) 2 42 59 69 Internet: http://www.babylonberlin.de Eintritt: Filme 5,50 Euro, Lesungen 3 Euro Eröffnungsprogramm: Vernissage der Ausstellung "Re-Imagining Asia" Performance "Ujino and the Rotators": Muneteru UJINO, Japan Colin Bass aka DJ Sabah Habas Mustapha, Berlin, asian-wide-music von Arabien bis Indonesien Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 Berlin Tel. + 49 - (0)30 - 397 87 0 Fax +49 - (0)30 - 394 86 79 E-Mail: info@hkw.de Internet: http://www.hkw.de bis 26.03., Reihe: "FAMILIENGESCHICHTE(N) Eine Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Holocaust" Eine Veranstaltungsreihe von: tacheles reden! e.V. 12.03.08, 19:30 Uhr Lesung & Diskussion Alexandra Senfft: Schweigen tut weh (2007) Im Mittelpunkt des Buches von Alexandra Senfft steht das Leben ihrer Mutter, einer schillernden Persönlichkeit des linken Hamburger Nachkriegs-Establishments. Erika Senfft zerbricht vordergründig an Depression und Sucht, tatsächlich aber am innerfamiliären Schweigen über die Vergangenheit und der Unfähigkeit, um ihren Vater zu trauern. BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 33 Veranstaltungen AKTIONSWOCHEN GEGEN RASSISMUS Am 13. und 20. März im Anne Frank Zentrum bis 31.03., Schwules Museum: ROSA GEHT IN RENTE Hommage zu Rosa von Praunheims 65. Geburtstag Das Anne Frank Zentrum und »Gesicht Zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland« laden Sie sehr herzlich ein und freuen sich auf Ihr zahlreiches Erscheinen: Eine Ausstellung des Schwulen Museums, ermöglicht durch eine Zuwendung der Deutschen Klassenlotterie Öffnungszeiten: Täglich außer dienstags: 14:00 bis 18:00 Uhr, samstags bis 19:00 Uhr Programm zur Ausstellung noch bis zum 31.03.2008: Der Kurator Wolfgang Theis führt jeweils mittwochs durch die Ausstellung: Mi, 05.03., Mi, 12.03. Mi, 19.03., Mi, 26.03.2008, jeweils 19:00 Uhr Mo, 31.03.2008, 19:00 Uhr: Finnissage mit vielen Überraschungen Donnerstag, den 13. März um 19.00 Uhr Lesung mit Klaus Kordon aus seinem Buch »Krokodil im Nacken« In seinem Roman erzählt Klaus Kordon die Lebensgeschichte des Manfred Lenz, der nach einem missglückten Fluchtversuch aus der DDR ein Jahr in StasiGefängnissen verbringt. Lenz erinnert sich an seine Kindheit, seine Jugend und die Verzweiflung, die ihn mit seiner Familie zur Flucht in den Westen zwingt. Donnerstag, den 20. März um 20.00 Uhr Filmvorführung »Am Ende kommen Touristen« und anschließendes Gespräch mit dem Regisseur Robert Thalheim Der junge deutsche Kriegsdienstverweigerer Sven leistet seinen Zivildienst in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte der polnischen Stadt Oswiecim (Auschwitz). Dort betreut er den Überlebenden Krzeminski und muss sich mit verschiedenen Formen des Gedenkens auseinandersetzen. Aber er lernt auch das Leben junger Leute im heutigen Oswiecim kennen und verliebt sich in die junge Polin Ania. Im Anne Frank Zentrum Rosenthaler Straße 39 10178 Berlin-Mitte (neben den Hackeschen Höfen). Internet: http://www.annefrank.de Der Eintritt ist frei. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein »Gesicht Zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland e.V.« Rosa von Praunheim ist einer der seltenen Künstler, denen es gelang, mit einem Werk die gesellschaftliche Wirklichkeit zu verändern. Während der Berlinale 1971 hatte auf dem Internationalen Forum des Jungen Films sein Spielfilm NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT Premiere. Der Film wurde heftig diskutiert. Vor allem die betroffenen Homosexuellen mochten sich nicht in dem vorgehaltenen Spiegel erkennen. Vorführungen, immer von Diskussionen begleitet, führten in verschiedenen Städten der Bundesrepublik zu Gründungen von zumeist studentischen Schwulengruppen. Als der Film nach beträchtlicher Verzögerung erst in den Dritten Programmen ausgestrahlt wurde, war das ein fulminantes Medienereignis. Praunheim wurde zum Sprachrohr der bewegten Schwulen. Kaum eine Sendung, die sich der Sache der Homosexuellen annahm, wollte auf ihn verzichten. Rosa von Praunheims filmisches Œuvre begleitete in den folgenden Jahrzehnten den langen Prozess der gesellschaftlichen Emanzipation der Homosexuellen. Seine Filme thematisierten die Aids-Krise, die vermeintliche Verbürgerlichung der Schwulenbewegung, das Vorhandensein von Rechtsradikalismus auch in der schwulen Minderheit, die Angst vor dem Alter, das unerschöpfliche Thema der Tunten und ihr Verhältnis zu alten Frauen. Rosa war stets für eine Überraschung gut. Auch in der Öffentlichkeit sorgte er immer wieder für Furore: sei es, dass er im Fernsehen Prominente outete oder schwulen Sex provokant propagierte. Vor seinen indiskreten Fragen über Intimes war niemand sicher. Seine Lust an der Provokation hat mit zunehmendem Alter keineswegs nachgelassen. (Fortsetzung nächste Seite) BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 34 Veranstaltungen (Fortsetzung) Neben all diesen Aktivitäten entstand ein umfangreiches filmisches Werk. Neugier war schon immer eine Stärke des Regisseurs Praunheim. Mit großer Konsequenz hat er sich einer eingängigen Dramaturgie oder auch den vermeintlichen Anforderungen des Mediums verweigert. Seine Filme blieben schrill und unangepasst. Bisweilen überraschte er die Kritiker mit genau beobachteten Dokumentationen, um die so entstandenen Erwartungen dann mit dem nächsten Film wieder zu düpieren. Rosa von Praunheim hat sich in vielen Künsten versucht. Neben dem Film war er als bildender Künstler tätig, und er schreibt Gedichte, Prosa und immer wieder Lebenserinnerungen. Das Schwule Museum zeigt zu Rosa von Praunheims 65. Geburtstag eine kritisch-liebevolle Hommage, die Leben und Werk dokumentiert, den Einflüssen und Reaktionen nachgeht, die Rosas Schaffen in der Öffentlichkeit hinterlassen haben. Die Exponate kommen aus den Beständen des Schwulen Museums, überwiegend aber aus dem Besitz des Künstlers oder aus der an die Deutsche Kinemathek verkauften Sammlung Rosa von Praunheim. Begleitet wird die Ausstellung von Lesungen, Diskussionen, einer umfangreichen Retrospektive der Filme im Kino Babylon und weiteren Happenings. Immer mittwochs um 19 Uhr wird es Führungen oder Veranstaltungen geben mit wechselnden Gästen, dem Jubilar und dem Kurator der Ausstellung. Wolfgang Theis, Kurator Eintritt: Themenabend + Ausstellung: Regulär € 5,00 Ermäßigt € 3,00 (Schüler, Studenten, Rentner, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger) Schwules Museum Mehringdamm 61 10961 Berlin Tel.: (030) 6959 9050 (Ausstellungsbüro) E-Mail: kontakt@schwulesmuseum.de Internet: http://www.schwulesmuseum.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 35 Veröffentlichungen / Internet-Tipps VIELFALT FÖRDERN – EINFALT VERMEIDEN Neue Strategien der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund MAMADOUS FAHRT IN DEN TOD Die Tragödie der Migranten Louis Kaufmann (Hrsg.) Vielfalt fördern – Einfalt vermeiden. Neue Strategien der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Inselpresse Lindwerder, Berlin 2007; ISBN 9-783939-188049; 223 Seiten, kart., € 24.80. Gabriele del Grande: Mamadous Fahrt in den Tod von Loeper Literaturverlag, Karlsruhe 2008, 216 Seiten, kart., ISBN: 978-3-86059-510-7 14,90 € Mit Beiträgen von Silvia Venturelli, Stefania de Masi und Fosca Nomis (Turin), Benoit Stievenart (Brüssel), Birgit Daiber und Doris Nahawandi (Berlin). Kinder mit Migrationshintergrund brauchen für die Entwicklung einer guten Bildungsmotivation nicht nur engagierte Pädagogen, sondern auch positive Rollenvorbilder. Diese finden sie oft nicht in ihrem alltäglichen Lebensumfeld – vor allem wenn es eine hohe Arbeitslosigkeit in ihren eigenen Familien gibt. In dem Buch wird das ActingLabs-Projekt dokumentiert, das in Berlin, Turin und Anderlecht Projekte mit Schulen verwirklicht hat. In Berlin haben 14 Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund aus ganz unterschiedlichen Berufen ihre persönliche Geschichte erzählt und mit den Kindern der LemgoGrundschule in Kreuzberg an Projekten aus ihrem beruflichen Zusammenhang zusammengearbeitet. Die Kinder konnten ihre eigenen Erfahrungen mit den Persönlichkeiten diskutieren und sie fragen, wie sie die Brüche zwischen ihrer familiären Herkunftskultur und der Mehrheitskultur bewältigt haben. Zum Teil haben sie zum allerersten Mal die Erfahrung gemacht, dass ihre persönliche Geschichte, ihre Hoffnungen und Probleme mit der Mehrkulturalität in der Schule wirklich ernst genommen wurden. [Birgit Daiber, RED] „Tausende und Abertausende von Toten, eine unbestimmte Anzahl von Vermissten, über die man nie mehr etwas erfahren wird.“ So charakterisiert Fulvio Vassallo Paleologo, Professor an der Universität von Palermo, die „Nebenwirkungen“ eines von Europa einseitig gegen Migranten erklärten Krieges, der die irreguläre Migration stoppen und die Einreisemöglichkeiten - auch für Asylsuchende - beenden soll. Die namenlosen Opfer dieser europäischen Abschottungspolitik sind meist allenfalls noch eine Randnotiz in unseren Zeitungen wert. Der mutige italienische Journalist Gabriele del Grande ist der Spur dieser „Namenlosen“ gefolgt. In eindrucksvollen, äußerst präzisen und spannend zu lesenden Reportagen geht er ihrer Geschichte und ihren Geschichten nach. In detektivischer Kleinarbeit fügt er einen Puzzlestein an den anderen. Monatelang folgte er ihren Routen entlang des Mittelmeers, von der Türkei zum Maghreb und von dort bis zum Senegal. Wer waren diese Menschen, die Schiffbrüchen zum Opfer fielen, aber auch der Hitze der Sahara, Lastwagenunfällen, dem Schnee und der Kälte, den Minenfeldern und den Schüssen der Polizei? Aus welcher Situation kamen sie? Warum brachen sie nach Europa auf und ließen ihr bisheriges Leben hinter sich? Gabriele del Grandes Buch ist ein Epitaph für die Opfer. Es ist aber gleichzeitig ein Appell an uns alle, endlich hinzusehen und die Tragödie der irregulären Migranten im Mittelmeer nicht weiter zu dulden. Denn die zahllosen Opfer und ihre Geschichte zu vergessen und sich mit dieser brutalen „Normalität“ abzufinden, hieße, sie erneut sterben zu lassen. Das Buch hat in Italien bereits innerhalb kürzester Zeit für großes Aufsehen gesorgt. Italienische Original-Ausgabe Mamadou va a morire La strage die clandestini nel mediterraneo ebenfalls erhältlich. von Loeper Literaturverlag Kiefernweg 13, 76149 Karlsruhe Tel.: (0721) 706755, Fax: (0721) 788370 E-Mail: Info@vonLoeper.de Internet: http://www.vonLoeper.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 36 Veröffentlichungen / Internet-Tipps Tipp: ICH BIN EIN BLACK BERLINER Die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Afrikaners in Deutschland Neuerscheinung: ‚SEXUELLE ORIENTIERUNG’ Neues Themenheft in der Reihe ‚Diskriminierung’ vom Schulnetzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Jones Kwesi Evans Ich bin ein Black Berliner Die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Afrikaners in Deutschland; Herder Spektrum; Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2006; ISBN-13: 978-3-451-05722-9; 224 Seiten, kart., 9,90 € Anders als Rassismus, Antisemitismus, Islamismus und Rechtsextremismus ist Homosexuellenfeindlichkeit (Homophobie) an deutschen Schulen bis heute ein Tabu. Deshalb widmet sich „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC) seit Jahren diesem Thema. Nun ist die 48-seitige Broschüre „Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität“ erschienen. „Obwohl heute gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften rechtlich geschützt sind und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens offen zu ihrer Homosexualität stehen, hat die Diskriminierung der Homosexuellen im Alltag nicht aufgehört. Das gilt leider auch für die Schule, wo bereits sehr junge Menschen betroffen sind“, betont Sanem Kleff, Projekleiterin von Schule ohne Rassismus. „Unsere Broschüre richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler gleichermaßen. Wir wollen damit Diskussionen anregen und hoffen, damit zu einem Klimawechsel an den Bildungseinrichtungen beizutragen.“ Die Broschüre informiert über das Coming-out, die verschiedenen Formen der sexuellen Orientierung und sexuellen Identitäten. Und die Rolle der monotheistischen Religionen bei der Ablehnung von Homosexualität. Beispielhafte Unterrichtsmaterialien, weiterführende Literaturhinweise, Links und Adressen von AnsprechpartnerInnen geben Anregungen, wie das Thema im Unterricht behandelt werden kann. Das Heft ist in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Land Berlin entstanden. Die Veröffentlichung kostet 3,00 Euro und kann auch per EMail bezogen werden (Adresse unten). Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage Landeskoordination Ahornstraße 5 10787 Berlin Tel.: (030) 21 45 86 - 15, Fax: (030) 21 45 86 - 20 E-Mail: schule@aktioncourage.org Internet: http://www.schule-ohne-rassismus.org [PM v. 20.02., RED] Ein Afrikaner in Berlin, ist heute keine Seltenheit mehr. Wir nehmen sie wahr, die Leute aus verschiedenen Ländern und Kulturen – als Teil unserer Gesellschaft. Aber, wie sind sie das geworden? Wie steinig ist der Weg, von einem Fremden zu einem Berliner? Jones erzählt es in starken Bildern, sehr privat, ´mal humorvoll, ´mal traurig, enttäuscht, entmutigt, dann wieder voller Optimismus. Genauso, wie das Leben auch mit geborenen Berlinern spielt. Doch als Fremder hat man es immer etwas schwerer, auch heute noch – leider. Jones erzählt von seinen Träumen, seiner Liebe, seinem Zwiespalt mit der alten und neuen Heimat und der Erkenntnis, dass auch, im ach so goldenen Europa, nicht alles Gold ist, was glänzt. Das Buch, einmal angefangen, liest man in einem Zug durch, so interessant und kurzweilig ist es [Gudrun Jirak, RED] geschrieben. Leseprobe: „…Jones, der Burger. Jones, der Europäer. Ich war die Dorfattraktion. Während der acht Wochen in meinem Heimatdorf, bin ich mehr angeglotzt worden als während der ganzen Jahre in Berlin. Eigentlich hatte ich in Ghana Urlaub machen wollen, um mich von der zermürbenden Arbeit in der Eierschale zu erholen. Ich hatte mich danach gesehnt, wenigstens eine kurze Zeit die „Außenseiterrolle“ zu vergessen, der ich in Deutschland nie entkam. Doch in den Straßen von Aburi war ich nicht weniger Exot als in Berlin. Dabei hatte ich mir diese „Sonderbehandlung“ ja selbst zuzuschreiben. Schon in der Grundschule hatte ich immer gesagt: Solange ich in Ghana lebe, werde ich keinen Respekt bekommen. Keiner wird mich respektieren. Aber, lass mich nach Europa gehen und ein paar Jahre später wieder nach Hause kommen, dann wird jeder vor mir knien. Als ich eine Jugendfreundin auf der Straße traf, begrüßte sie mich mit diesem Spruch. Sie hatte ihn nicht vergessen. In ihren Augen hatten sich meine Wünsche erfüllt. Umso schwerer war es, meinen alten Freunden das Gefühl der Unzufriedenheit, das an mir nagte, zu erklären…“ Internet: http://www.herdershop24.de BERLIN INTERNATIONAL Nr. 46, März 2008.........Seite 37 Veröffentlichungen / Internet-Tipps ‚HINSEHEN - WAHRNEHMEN - ANSPRECHEN’ Neue Handreichung zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit Die Evangelische Kirche BerlinBrandenburg-schlesische Oberlausitz hat eine neue Handreichung zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit unter dem Titel "Hinsehen Wahrnehmen - Ansprechen" herausgegeben. Die Handreichung gibt Kirchengemeinden und Engagierten Tipps zum Umgang mit rechtsextremistischen Gruppen. In den Jahren 2008 und 2009 stehen in Brandenburg und Sachsen Kommunal- und Landtagswahlen an. Die Kirchenleitung der EKBO hat dies zum Anlass genommen, Kirchengemeinden zu einem verstärkten Engagement für die Demokratie aufzurufen: "Angesichts der zu erwartenden Aktivitäten von rechtsextremistischen Parteien im Wahlkampf sind alle zivilgesellschaftlichen Akteure herausgefordert, sich gegen diese Gruppierungen zu engagieren." - So Pröpstin Friederike von Kirchbach, die die Broschüre gemeinsam mit Generalsuperintendentin Heilgard Asmus herausgegeben hat. Die Handreichung gibt konkrete Tipps und Hinweise zum Umgang mit dem Thema Rechtsextremismus und klärt über rechtsextreme Organisationen, deren Musikund Kleidungsstil auf. Sie erläutert die Strategien rechtsextremer Gruppen und warnt vor deren sozialen Engagement oder dem Missbrauch von Kriegerdenkmälern. Ferner zeigt die Broschüre Handlungsmöglichkeiten etwa zum Umgang mit rechtsextremistischen Störern in Gemeindeveranstaltungen auf. Beispiele gelungenen Engagements, wie das Projekt "BAFF - Bands auf festen Füßen" sollen die Kirchengemeinden zum Handeln ermutigen. Adressen von Initiativen und Projekten in Berlin und Brandenburg sowie Literaturhinweise runden die Broschüre ab. Die Broschüre erhalten Sie als PDF unter dem Link http://www.ekbo.de/7517_21731.php oder beim Beauftragten für Migration und Integration der EKBO Georgenkirchstraße 69 10249 Berlin Tel.: (030) 2 43 44-533 Fax: (030) 2 43 44-2579 E-Mail: m.schmidt@ekbo.de zum Preis von je 2,- Euro bis 49 Ex, bis 99 Ex. je 1,50 Euro und ab 100 Ex. je 1,- Euro. RECHTSEXTREMISMUS UND ANTISEMITISMUS IN MITTEL- OST- UND SÜDOSTEUROPA Dokumentation zum n-ost-Stipendienprogramm erschienen In Russland werden Hetzjagden auf Kaukasier veranstaltet und fühlen sich afrikanische Studenten bedroht. In Ungarn werden mitten in Budapest 56 "Gardisten" unter der rot-weiß-gestreiften Arpad-Fahne der rechtsextremen Pfeilkreuzler vereidigt und veranstalten Demonstrationszüge durch Roma-Siedlungen. Rumänische und bulgarische Abgeordnete verhelfen nach dem EU-Beitritt dieser Länder den rechtsextremen Parteien im EU-Parlament erstmals - wenn auch nur kurzzeitig - zur Fraktionsstärke. Dies alles sind bedrückende Nachrichten aus dem Jahr 2007. Inzwischen gehören rechtsradikale Bewegungen fast überall in Europa zur traurigen politischen Normalität. "Während die Strukturen in Deutschland und Westeuropa relativ gut erforscht sind, ist über die Ursachen des im östlichen Europa aufflackernden Rechtsextremismus zu wenig bekannt", erklärt Christian Mihr, Vorstandsmitglied des in Berlin ansässigen Netzwerks für OsteuropaBerichterstattung n-ost e.V. "Daher hat n-ost im Jahr 2007 erstmals 20 Recherche- und zehn Fotostipendien vergeben." Die besten Beiträge der Stipendiaten wurden nun in einer mehr als 100 Seiten starken, reich bebilderten Dokumentation zusammengefasst, die jetzt veröffentlicht wurde und bei n-ost angefordert werden kann. Die Dokumentation "Rechtsextremismus und Antisemitismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa" kann gegen einen mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlag beim n-ost e.V., Schillerstraße 57, 10627 Berlin, bestellt werden. Zudem ist die gesamte Dokumentation als PDF-Datei kostenlos über die Internet-Seite www.n-ost.de/Recherchestipendien erhältlich. Kontakt: Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e.V. Andreas Metz (Geschäftsführer) und Christian Mihr (Vorstandsmitglied) Schillerstraße 57 10627 Berlin Tel. (030) 30 83 11 87, E-Mail: n-ost@n-ost.de
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