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Periodical volume

Full text: Der BVGer online in der Ver.di Issue 6.2014, Ausg.08

BVGer online • 6.Jahrgang • 6.Ausgabe • Juni 2014

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Der

BVGer
6. Jahrgang - 8. Ausgabe - August 2014 Infos rund um den Nahverkehr, aus dem Fachbereich und aus der Gewerkschaftswelt

Mit dem Bus X 33 Richtung MV
Das Märkische Viertel (berlinerisch kurz MV, oder auch „Merkwürdiges Viertel“ genannt) ist eine Großwohnsiedlung, Satellitenstadt oder Trabantenstadt im Bezirk Reinickendorf. Die Siedlung wurde von 1963 bis Frühjahr 1974 gebaut und war mit ihren rund 17.000 Wohnungen für bis zu 50.000 Bewohner ausgelegt. Seit Juni 1999 ist das Märkische Viertel ein Ortsteil des Bezirks Reinickendorf (mit eigenem Wappen). Davor gehörte es zum Ortsteil Wittenau. Das Märkische Viertel ist nach der ehemaligen Mark in Brandenburg benannt.

„Der BVGer online“ ist ein Informationsblatt des Fachbereich Verkehr Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft ver.di Herausgeber: Landesbezirksfachbereich Verkehr, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin, http://verkehr.bb.verdi.de/der_bvger

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EDITORIAL
Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist schon irgendwie bemerkenswert. Um uns herum eskalieren die Konflikte mehr denn je - mit unabsehbaren Folgen; das „TTIP“-Handelsabkommen wird weiter streng geheim zwischen den USA und der EU mit ebenfalls unabsehbaren Folgen für alle Bürger verhandelt; die Ebola-Seuche tötet die Menschen in West-Afrika und die Medizin bekommt auch dies nicht in den Griff. Doch die Fernsehanstalten für bildungsferne Bevölkerungsschichten berichten lieber ausdauernd über die vermeintlichen Affären von irgendwelchen Promis und jene die sich dafür halten. Auch in unserem direkten Umfeld spielen sich oft nicht nachvollziehbare Dinge ab. So wird unser langgedienter Fachbereichsleiter bei ver.di mal eben seiner Funktion enthoben, was nicht nur innerhalb des Betriebsgruppenvorstands (BGV) zu anhaltenden Verwerfungen führte. Eine alltägliche Personalentscheidung, möchte man meinen. Bei genauerem Hinsehen jedoch wohl nicht, denn dieser Vorgang wurde sogar in der Presse ausgiebig behandelt. Dies und auch andere wichtige Themen sollten uns beschäftigen. Mehr davon wie immer in dieser hier vorliegenden Ausgabe des BVGer online.
Gerd Freitag, für die BVGer online Redaktion

Inhalt Titelbild Seite 2 Seite 3 Seite 4 Seite 5/6 Seite 7 Seite 8/9 Seite 10 Seite 11 Seite 12 Seite 13/15 Seite 16

Bus X 33 Richtung MV / Foto: Gerd Freitag Editorial Gewerkschaft setzt Sekretär ab / Berliner Zeitung Ver.di Führer abgesetzt / Berliner Morgenpost Bildungsabschluss nachholen / ver.di SoPo Vorstandsentscheidung macht wütend / J.Fehlau – S.Fuchs Nachbetrachtung / MaTe Kollege Bundesbank / ver.di WiPo Einladung zum 6. Hoffest / VL VBU-V Tipps für heiße Tage / GSV/SV Jubiläen - Termine - Veranstaltungen In eigener Sache, Impressum

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Aus der Presse

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Aus der Presse

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Bildungsabschluss nachholen
Arbeitsmarktchancen verbessern IAB erforscht Barrieren beim Zugang zu Weiterbildungsmaßnahmen – Gewerkschaften fordern verstärkte Anstrengungen der BA. Die Zahlen haben sich seit Jahren wenig verändert – knapp die Hälfte der Arbeitslosen in Deutschland verfügt über keine abgeschlossene Berufsausbildung, bei den Beschäftigten hingegen liegt der Anteil ohne Berufs-abschluss unter 15 Prozent. Das Risiko arbeitslos zu werden, ist eng mit dem Fehlen eines Berufsabschlusses verbunden! Gleichzeitig liegt der Anteil der jungen Menschen, die mit 30 oder 35 noch keine Berufsausbildung abgeschlossen haben, weiter erschreckend hoch: Von den 20–34-Jährigen ist heute jeder siebte ohne Berufsabschluss. Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit hat sich wiederholt mit dieser Situation befasst – gerade die Arbeitnehmervertreter*innen drängen seit langem auf eine Intensivierung der abschlussbezogenen Weiterbildung für arbeitslose junge Erwachsene, um den Teufelskreis der Arbeitslosigkeit zu durchbrechen. Die aktuelle Entwicklung allerdings verläuft uneinheitlich: Während im Rechtskreis des SBG III im Jahr 2013 knapp 180.000 Eintritte in eine Weiterbildung zu verzeichnen waren (und damit knapp 30 Prozent mehr als im Vorjahr), ist die Tendenz im Rechtskreis des SGB II gegenläufig. Hier begannen 2013 nur knapp 150.000 Arbeitssuchende eine geförderte Weiterbildung, fast 15 Prozent weniger als im Vorjahr. „Barrieren besser zu kennen, die es Arbeitslosen schwer machen, das Weiterbildungsangebot zu nutzen, war für die Gewerkschaftsvertreter im Verwaltungsrat der BA ein wichtiges Forschungsdesiderat. Wir freuen uns, dass das IAB – das Forschungsinstitut der BA – diese Lücke nun geschlossen hat“, betont Eva M. Welskop-Deffaa, Mitglied im ver.di Bundesvorstand und für ver.di im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit. Die soeben veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA („Finanzielle Aspekte sind nicht zu unterschätzen“, IAB-Kurzbericht 14/2014) zeigt auf: Für die meisten Arbeitslosen sind es finanzielle Aspekte, die einer länger dauernden Weiterbildung im Wege stehen. Etwa zwei Drittel der Befragten beklagen die Unsicherheit nicht zu wissen, ob sich die Weiterbildung wirklich als finanzieller Vorteil im weiteren Berufsleben auswirken wird. Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) gibt an, sich den mit einer Weiterbildung verbundenen Verzicht auf ein Einkommen nicht leisten zu können. Finanzielle Aspekte der Weiterbildung Während einer Weiterbildung können Arbeitslose weiter Arbeitslosengeld beziehen, dies fällt aber meist geringer aus als alternative Einkommensquellen, die kurzfristig ohne Weiterbildung erreicht werden können. Angesichts der Zweifel an der Verwertbarkeit der Weiterbildung in Form zukünftiger beruflicher Verbesserungen, die bei den befragten Arbeitslosen weit verbreitet sind, ist für viele Menschen ohne Berufsabschluss ein als relativ sicher angesehener nächster Job mit einem Einkommen knapp oberhalb des Transferbezugs attraktiver als die unsichere Aussicht auf ein später durch die Weiterbildungsmaßnahme erreichbares höheres Einkommen. „Unsichere Gewinne in der Zukunft wiegen spürbare Nachteile in der verlängerten Gegenwart nicht auf,“ diese Erkenntnis einer verhaltensökonomisch basierten Lebenslaufpolitik wird durch die IAB-Studie deutlich bestätigt. Neben finanziellen Aspekten
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werden vom IAB weitere Barrieren identifiziert, die die Aufnahme einer Weiterbildung behindern: Knapp 30 Prozent der Befragten konstatieren, dass sie „das Lernen nicht mehr gewohnt“ sind, für mehr als ein Viertel ist die Vollzeitweiterbildung nur schwer mit der Betreuung von Angehörigen oder Kindern vereinbar. Menschen ohne Berufsausbildung sehen insgesamt höhere Hindernisse bei der Entscheidung über die Teilnahme an einer Weiterbildung als Menschen mit höherem Bildungsabschluss. Geringqualifizierte geben häufiger Lernschwierigkeiten und schlechte Erfahrungen mit Lehrern an. „Alles in allem scheinen Bildungsinvestitionen in der Vergangenheit die Bereitschaft für eine Weiterqualifizierung der Befragten zu erhöhen, während sich negative Erfahrungen in der Vergangenheit als Hemmnisse für zukünftige Qualifizierungsanstrengungen erweisen“, so die IAB-Forscher*Innen. Weiterbildungen sind ein wichtiges Instrument der Arbeitsmarktpolitik, da häufig die Marktanforderungen nicht mit den Qualifikationen der Arbeitslosen übereinstimmen. Damit allerdings eine Weiterbildung erfolgreich sein kann, ist die persönliche Teilnahmebereitschaft essenziell, unterstreicht das IAB. Um die finanziell begründeten Hemmschwellen abzubauen, schlagen die Forscher institutionelle Änderungen vor, zum Beispiel in Form eines erhöhten Transfereinkommens oder durch die Zahlungen von Prämien bei erfolgreichem Abschluss der Maßnahme wie im Projekt „Thüringen braucht dich“. Vermittlungsfachkräfte spielen bei der Ansprache der Arbeitslosen auf Weiterbildungsangebote eine zentrale Rolle, so das IAB. Schätzt der Vermittler längere abschlussbezogene Maßnahmen als sinnvoll ein, gilt es in einem ersten Schritt, mögliche Schwierigkeiten auf Seiten der Arbeitslosen zu identifizieren und nachvollziehbare Informationen über den Zusammenhang zwischen Qualifikation und Arbeitsmarkterfolg zur Verfügung zu stellen. Die Beratung sollte dabei nicht auf einer allgemeinen Ebene bleiben, sondern an die lokale Arbeitsmarktlage und die individuelle Lebensverlaufsperspektive angepasst sein. Weiterbildung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund Betrachtet man die Gruppe der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss, so liegt der Anteil bei ausländischen jungen Erwachsenen heute deutlich höher als bei deutschen: Der Anteil lag bei ausländischen jungen Erwachsenen bei 33,1 Prozent, bei den deutschen jungen Erwachsenen bei 10,8 Prozent. Die IAB-Studie belegt, dass Menschen mit Migrationshintergrund auch in Bezug auf eine potenzielle Weiterbildungsmaßnahme mehr Hindernisse sehen als Menschen ohne Migrationshintergrund. Noch deutlicher fällt der Unterschied bei Personen mit gesundheitlichen Problemen aus: Sie haben signifikant mehr Hürden zu überwinden als Arbeitslose ohne Gesundheitsbeeinträchtigungen. Menschen, deren Lebenslauf bisher durch eine größere Zahl von SGB-II Bezugszeiten geprägt war, nehmen insgesamt weniger Hindernisse in Bezug auf eine Weiterbildung wahr. „Möglicherweise,“ so das IAB, „sehen Personen, die häufig zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigung wechseln, Weiterbildung als eine Chance auf einen stabileren Erwerbsverlauf, sodass Hindernisse in den Hintergrund Ver.di SoPo
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Vorstandsentscheidung für Zugfahrer/innenEinstellungen bei der BVG (U-Bahn) machen wütend
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben nun eine klare Verfahrensweise vom Vorstand benannt bekommen, es finden wieder Zf/n-Einstellungen bei der BVG statt. Das ist auch notwendig, da es ja an Personal nur so mangelt. Einen Haken hat die Sache allerdings …die Einstellung und Ausbildung übernimmt NUR noch die BT. Ob man es glaubt oder nicht, so sieht ein Vorstandsentscheid aus. Laut Vorstand sind wir ein Konzern und da wäre so etwas möglich! Im Prinzip ist dies als „horizontaler Konzern“ zu sehen, heißt es. Darunter versteht man Unternehmen, die auf der gleichen Produktions- oder Handelsstufe arbeiten. Damit sind die Fahrdienstleistungen bei der BVG und BT gemeint. Da stellt man sich doch die Frage: warum stellt man nicht bei der BVG ein? Es muss nun also solange gewartet werden, bis die BT uns das Fahrpersonal zur Verfügung stellt. Wer nun glaubt, dass wir bei der BVG dadurch gleich unseren Frauenanteil erhöhen, der irrt hier. Die BT will nämlich selbst ihren weiblichen Anteil erhöhen und bleibt in diesem Fall auch der Gewinner…aber egal, wir sind ja ein „Konzern“. Deutlich wurde dies bei der letzten Zf/n-Auswahl bei der uns erklärt wurde, dass auf die externen Bewerbungen (dabei auch viele Frauen) und auch jene, die bei der BVG ausgelernt haben, nicht eingegangen werde, denn „die sollen sich alle mal schön bei der BT bewerben“ hieß es da. Auch wenn die Fahrdienstbesetzung zur abgesprochenen Leistungserhöhung nicht gewährleistet werden kann, ist dies der Dienststelle völlig egal. In diesem Fall wird dann mal wieder auf das stationäre Personal zurückgegriffen. Nach der letzten Verhandlung mit der Vorstandschefin kam zwar nicht der Satz: „Niemand hatte die Absicht…“, dafür werden aber jetzt wenigstens wieder die Auslerner, die sich als Zugfahrer bei der BVG beworben haben, berücksichtigt. An dieser Stelle, vielen Dank dafür! Fazit: Es wird solange ausgeschrieben, bis sich genug von der BT bei der BVG beworben haben. Sollte dies nicht der Fall sein, sind wir mal gespannt wie es dann weiter geht in diesem „Konzern“ Die BT dient also in diesem Fall als Durchlauferhitzer. Doppelte Auswahl - doppelte Moral Oh Gott, was ist aus diesem Betrieb geworden; wo wollen wir noch hin? Warum trifft der Vorstand solche Entscheidungen? Soll das als Sparmaßnahme bei der BVG zu sehen sein, oder als „Rettung“ der BT? Da vermutlich viele von uns noch länger bei der BVG arbeiten werden, als der amtierende Vorstand, hoffen wir auf einen Sinneswandel im Sinne einer gut funktionierenden BVG.
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Jürgen Fehlau / Sylvia Fuchs

Nachbetrachtung
Wer nicht überzeugen kann, sollte wenigstens Verwirrung stiften!
Unsere Muttersprache ist schön und sie gibt eigentlich auch sehr viel her. Wer es versteht mit Wort und Schrift sinnvoll und geistreich umzugehen kann viel(e) erreichen. Wie sonst, wenn nicht durch sie, sind Dichter und Schriftsteller zu Ansehen, Ruhm und Ehren gelangt? Das Land der Dichter und Denker, als das wurde und wird Deutschland noch heute bezeichnet. Namen wie Heine, Lessing, Goethe und Schiller, die Mann`s, Hein, Hermlin, Hesse und wie sie auch alle geheißen haben sind Beweis dieser Theorie. Die Lebenden Größen wie Grass, Steineckert & Co. zeugen auch noch im 21. Jahrhundert davon, dass sich viel mit der deutschen Sprache anstellen lässt. Und dann, ja und dann gibt es da auch die, die immer wieder das Gegenteil vom soeben beschriebenen beweisen müssen. Meist haben sie keine Namen, oder wenn ihre Pamphlete von einem „geschmückt“ sind, werden sie wegen ihrer Bedeutungslosigkeit schnell wieder vergessen. Nachhaltigkeit gleich Null. Letzte Woche wurde mir ein „Offener Brief an Alle“ in die Hand gedrückt, die für unsere Gewerkschaft in Funktionen und Ämtern stehen. Und noch ehe ich die Zeit hatte dieses Schreiben zu Ende zu lesen, hatte einer der Verfasser sich auch schon wieder der Verantwortung entzogen. Fragen oder Klarstellungen unerwünscht? Schade! In diesem Schreiben, als Brief möchte ich das was da vor mir liegt nicht bezeichnen, geht es mit vielen „soll`s“ und „man müsste mal“ um Gewerkschaftsarbeit. Okay, dachte ich (seit 32 Jahren ununterbrochen als Gewerkschaftsmitglied aktiv), vielleicht kann ich ja was Neues von „ver.di aktiv“ dazu lernen, was ich bisher noch nicht wusste, oder was mir irgendwie verwehrt blieb. Doch bereits nach wenigen Zeilen wurde ich herb enttäuscht. Nichts, aber nicht einmal einen Funken von Erkenntnis konnte ich entdecken, der nicht schon lange gelebte Praxis in unserem Gewerkschaftsalltag ist. Da lese ich von Demokratie, Transparenz, Aktionen und Kampagnen, aktiver Kultur und der Einbeziehung alter und neuer Mitglieder. Neu ist das alles nicht, sondern eher ein alter Hut, der bereits in weiser Voraussicht in der ver.di Satzung festgeschrieben steht. Und bei demokratisch gewählten Vertrauensleuten ist alles sowieso ein Muss. Also was soll das Ganze? Als ich mich das so fragte, kam mir der Gedanke doch mal nachzusehen, wie „aktiv“ der maßgebliche Verfasser dieses Schreibens denn so war, oder ist. Also Transparenz schaffen und nachsehen. Von sechs PR-Sitzungen hat er

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an zweien teilgenommen. Nicht gerade viel, oder? Ich denke vielleicht ist er ja in den anderen Ämtern aktiver. Zum Beispiel im Betriebsgruppenvorstand, wo er mit beratender Stimme geladen wird. Doch auch hier Fehlanzeige. Lasst euch also nicht für dumm verkaufen und denkt, dass die „ver.di-aktivisten“ endlich den Stein der Weisen gefunden haben und euch ein paar Staubpartikel davon abgeben wollen. Weit gefehlt! Die von den Urhebern des „offenen Briefes“ angezweifelte Demokratie ist was sie ist, eine legal herbeigeführte Mehrheitsentscheidung. Nur manchmal entspricht diese Mehrheit nicht den Vorstellungen der Verfasser. In solchen Fällen kann man ja „aktiv“ werden und notfalls alles als intransparent, nicht nachvollziehbar und undemokratisch bezeichnen. Oder aber ebensolche Schreiben verfassen.

Der ex-Kanzler Helmut Schmidt sagte einmal: „Wer nach allen hin Seiten offen ist, ist eben auch nicht ganz dicht.“ Und da sind sie wieder….die Dichter und Denker… Schade, wenn man mit dem Titel „ver.di-aktiv“ suggeriert hier passiere mehr als im Rest des Universums. Schade auch um die Lebenszeit, die mich das Lesen dieses Pamphlets gekostet hat. Und Schade, dass den Machern dieses Schreibens unsere Sprache nicht so viel wert scheint, es auch mit Sinn zu füllen. Darum: Vorsicht vor vermeintlichen selbsternannten Heilsbringern. MaTe

Ver.di-aktiv nennt sich eine Gruppe von ver.di Mitgliedern, die innerhalb Organisation nach eigenen Angaben abweichende Wege verfolgt und damit in den Gremien versucht, von der Mehrheit getragene Beschlusslagen zu beeinflussen. Der Autor nimmt Bezug auf ein zuletzt veröffentlichtes Papier, das von der Gruppe in Umlauf gebracht wurde.
Die Redaktion

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HOFFE FES 6. HOFFEST !
Wann? Am 23. September 2014 > 15:00 Uhr Wo? Alt Moabit 85 - (U -Turmstraße)
Essen, Trinken, Heiterkeit, Geselligkeit, Informationen, Musik, Stimmung Hiermit laden wir alle Vertrauensleute und Mitglieder von ver.di, sowie interessierte Kolleginnen und Kollegen die nicht organisiert sind und gerne mehr über ver.di wissen wollen, herzlichst zu unserem Hoffest ein. Hier habt ihr auch mal die Möglichkeit, mehr über die Vorteile einer ver.di Mitgliedschaft zu erhalten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Regenschir m bitte nicht ver gessen
Anmeldung bitte bei J.Fehlau 015127665319 oder S.Fuchs 015127663019

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Tipps für heiße Tage
1. Zugluft meiden – die entsteht nicht nur an geöffneten Fenstern, sondern auch durch Ventilatoren. Schon ein dünnes Halstuch kann helfen, den steifen Nacken zu vermeiden 2. Klimaanlagen richtig regeln- idealerweise liegt der Unterschied zwischen draußen und drinnen bei maximal sechs Grad, sonst belastet die Differenz Körper und Kreislauf zusätzlich. 3. Kleidung mit Bedacht wählen – Synthetik fördert das Schwitzen, lieber zu Baumwolle oder Leinen greifen und zu luftigeren Schnitten…. Sofern das die Firmen-Kleiderordnung zulässt. 4. Wenn der Sommer den Turbo einschaltet und die 30 Grad Marke erreicht wird, heißt es trinken, trinken, trinken! Flüssigkeit kann man allerdings auch wunderbar als Snack in Form von gekühlter Wassermelone und grüner Gurke zu sich nehmen. Getränke sollten eher warm als kalt sein, da der Körper sonst zusätzlich ins Schwitzen gerät.

Wir wünschen einen schönen und gesunden Sommer!!!
Quelle: Gesunde Medizin 07/2014

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25 Jahre
Palarus, Johann Sieve, Klaus-Bernhard Leidig, Matthias Boldaz, Nurettin von der Heyde, Dirk Ruhe, Fred Özyayla, Mustafa Burow, Dirk Gleichner, René Schmidt, René Sumpf, Andreas Kahlert, Ralf Bauersfeld Gils FVS-F2 FVS-F2 VBI-BA1 VBI-EA4 VBI-EA5 VBI-EA5 VBO-FD/B VBO-FD/C VBO-FD/I VBO-FD/I VBO-FD/I VBS-F32 VBS-FB4

40 Jahre
Venthur, Peter VBI-FF1 Peris, Klaus VBO-FD/C Weise, Robert VBU-F2

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Zusätzlich 16.Juni.2014 25.Juni.2014 17.September.2014

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Besondere Beratungsangebote im ver.di-Haus des Bezirk Berlin, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin

Rechtsschutz Arbeits-, Sozial-, Verkehrsrecht
telefonische Terminvereinbarung: Tel.: 030/8866-5077/88 Montag – Donnerstag von 09.00 bis 16.00 Uhr Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr

Mieterberatung

Der Deutsche Mieterbund e.V. (DMB) bietet allen ver.di-Mitgliedern eine telefonische Mietrechtsberatung an. Montag – Dienstag von 12.00 bis 14.00 Uhr Donnerstag von 18.00 bis 20.00 Uhr Tel.: 030/2232373 Mitgliedsausweis bereithalten

Lohnsteuerberatung
telefonische Terminvereinbarung Tel.: 030/8866-4343 (von 08.00 bis 13.00 Uhr)

Konflikt- und Mobbingberatung
Zu den Leistungen des Beratungsteams gehören z.B.: - Situationsanalyse - Konflikt-/Krisenbewältigung

VBL- und Rentenberatung

jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat telefonische Terminvereinbarung Tel.: 030/8866-5103 (von 08.00 bis 13.00 Uhr)

Schwerbehindertenberatung
jeden 3. Donnerstag im Monat ohne Terminvereinbarung von 15.00 bis 17.00 Uhr

per Mail: konfliktberatung@verdi-Berlin.de

Erwerbslosenberatung

Mittwochs, von 16.00 bis 18.00 Uhr ohne Terminvereinbarung im Raum Z.09 (Zwischengeschoss)

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In eigener Sache

„BVGer online“ - als Newsletter
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________________________________________________________ ________________ Impressum: „Der BVGer online" ist das kostenlose Informationsblatt des Landesbezirksfachbereich Verkehr Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft ver.di, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin. Verantwortlich für den Inhalt: Jens Gröger; Redaktion: Gerd Freitag, Frank Latuschek, Henry Schulz, Rainer Döring. Nicht ständige Mitarbeit in der Redaktion: Andreas Mende, Michele De Filippo, und weitere. Temporäre Bildberichterstattung: Reinald Vogt Technische Betreuung der Ausgabe, des Mailservers und des Internetauftritts: Frank Latuschek und weitere. Mitteilungen an: Fax: 030/8866-5940 oder Redaktion-bvger-online@verdi.org Mit Namen gekennzeichnete Artikel stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Die Redaktion behält sich vor, eingehende Artikel gegebenenfalls zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Artikel kann keine Haftung übernommen werden. Bilder: Durch das Einsenden an die Redaktion des -- BVGer online -- erklärt der Absender sämtliche Rechte an dem Bild zu besitzen. Er erteilt der Redaktion alle Rechte zu jeder Veröffentlichung. Ein Entgelt wird nicht bezahlt Hinweis für alle Links in diesem Dokument: Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass durch die Erstellung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten sind. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert - so das LG HH. Wir haben auf unseren Seiten Links zu anderen Seiten im Internet erstellt. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir auf den Inhalt dieser "fremden Seiten" auf Text, Darstellung usw. keinerlei Einfluss haben. Deshalb distanzieren wir uns von allen gelinkten Seiten unseres Dokumentes. Wir erklären hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkenden Seiten erkennbar waren. Für illegale, fehlerhafte und/oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haften allein die Anbieter der Seite(n), auf die verwiesen wurde(n), nicht derjenige, der über Links lediglich auf die entsprechende Information veröffentlicht.

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