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Full text: Der BVGer online in der Ver.di Issue 2. 2010, Ausg. 1

BVGer online  1. Jahrgang  3. Ausgabe  Juli 2009

BVGer

Der

in der

die Internetzeitung für die Mitarbeiter im Nahverkehr in Berlin und Brandenburg

2.Jahrgang - 1.Ausgabe - Januar 2010 Infos rund um den Nahverkehr und aus der Gewerkschaftswelt

Innenansichten Neues aus den Anstalten
„Der BVGer online“ ist ein Informationsblatt des Fachbereich Verkehr Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft ver.di Herausgeber: Landesbezirksfachbereich Verkehr, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin, http://verkehr.bb.verdi.de/der_bvger

BVGer online  2. Jahrgang  1. Ausgabe  Januar2010

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EDITORIAL
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Wenn auch manche Mitmenschen ironischer Weise sagen, dass 2010 schon fast vorbei ist, so sei hier davor gewarnt zu glauben uns würden keine (politischen) Überraschungen mehr ereilen. Mit der Forderung nach Zuzahlung zum Krankenkassenbeitrag sei alles durch. Dem ist sicher nicht so, denn: In diesem Jahr ist Fußball WM! Nun könnte man fragen, was denn das eine mit dem anderen zu tun hat, aber die Antwort ist ganz einfach. Schon während der Fußball-Europameisterschaft hat man uns klammheimlich, vom Freudentaumel über jedes gewonnene Spiel übertönt, die unglaublichsten Gesetzesänderungen untergejubelt. Tor für Deutschland – Rente mit 67. Noch ein Tor – Gesundheitsreform, usw.. Was heckt die uckermärkische Primel Angela M. diesmal in Tateinheit mit dem Scarface Guido W. von der Premium-Klientel-Partei alles aus? Mit Sicherheit nichts, was das „C“ im Namen ihrer Partei rechtfertigen würde. Hat sie uns doch in ihrer heruntergeleierten Neujahrsansprache wahrhaft hellsichtig prophezeit, dass „es noch viel schlechter wird, bevor es wieder besser werden kann“. Heißt dies doch nichts anderes als eine Trendfortschreibung – weiter eine Umverteilung von unten nach oben; machen die Bänker und Broker weiter wie bisher. Alles wie gehabt, ohne Aussicht auf eine Besserung der Lebensumstände für das Wahlvolk. Dabei wird bald die dünne Schicht derer, bei denen die Regierenden meinen noch etwas abschöpfen zu können, gleich dem bisschen fruchtbaren Bodens im Urwald nachdem man alle Bäume abgehackt hat, ausgewaschen sein. Was dann? Ist es dieses Szenario, dass sie beschreibt? Mit Sicherheit steht uns ein sehr ereignisreiches Jahr 2910 bevor. Die BVG`er online Redaktion wünscht euch liebe Leser in jedem Fall ein Gutes Neues Jahr.

Inhalt diesmal:
Seite Seite Seite Seite Seite Seite Seite Seite Seite 2 3/4 5 6 7 8 9 10-13 14 Editorial Wess` Brot ich ess … Zur „be berlin“ Kampagne Rechtsprechung und ihre Verhältnismäßigkeit Informationen zum Streiktag am 9.Februar.2010 Mal wieder S-Bahn Es gibt noch mehr - Über den Tellerrand Personalentwicklung überfällig – DGB Mitteilung Wie funktioniert mein Kurzzeitkonto – BGV Mitteilung Termine, Jubiläen, Beratungsangebote In eigener Sache, Impressum

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Nach alter Gutsherrenmanier:

Wess` Brot ich ess`, dess` Lied ich sing`…

Schlimm, schlimmer und immer geht noch das, was dem Einen oder Anderem noch die Krone aufsetzt. 2008 wurde mit einem enormen Aufwand von 10 Mio. Euro, eine auf vier Jahre angelegte Kampagne zur Imageaufbesserung unserer Stadt ins Leben gerufen, mit der sich so gar keiner anfreunden kann. Seitdem sind wir alle dazu verdonnert – ob wir wollen oder nicht- „be“ zu sein. Nachdem die Meinungsforscher der FORSA bereits im Jahr 2008 ermittelt hatten, dass diese Kampagne weder gional, noch national und auch international nicht so recht ankommt, haben unsere Stadtoberen nun also beschlos sen auf Gedeih und Verderb alle Landesunternehmen in diese Kampagne mit beziehen. Koste es was es wolle! Der Schwachsinn, der zu Recht vom Bund der Steuerzahler kritisiert wird, nahm über Postwurfsendungen für alle Haushalte seinen Anfang. Naja…Hauptsache „be“.

Inzwischen sind Briefköpfe und Frankiermaschinen öffentlicher Verwaltungen mit dem Logo versehen und alle werben inzwischen dafür, dass wir und unsere Stadt „be“ sind. Mit der Inbetriebnahme unserer neuen Fahrzeuge, wurde z.B. auf unseren Bussen das altbewährte und Berlinbekenndende stilisierte Brandenburger Tor vom nichts sagenden „be Berlin“ Logo ersetzt. (Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in der Dorotheenstadt im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin wurde in den Jahren von 1788 bis 1791 auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. von Carl Gotthard Langhans errichtet und ist das wichtigste Wahrzeichen der Stadt und gleichzeitig ein nationales Symbol, mit dem viele wichtige Ereignisse der Geschichte Berlins, Deutschlands, Europas und der Welt des 20. Jahrhunderts verbunden sind.) Mich schüttelt`s schon wenn ich nur daran denke gewaltig. Sonnengelb und dann eine leere Worthülse in rot.

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Wer lässt so was zu?! Hat man, selbst wenn man am Geldhahn der Verantwortlichen hängt, kein Mitspracherecht mehr? Und wenn ja, warum verschandelt man seine Fahrzeuge derart und dann auch noch freiwillig? Bei Wikipedia ist weiter zu lesen…: „…Das Brandenburger Tor markierte die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin und damit die Grenze zwischen den Staaten des Warschauer Paktes und der NATO. Es war bis zur Wiedervereinigung Deutschlands Symbol des Kalten Krieges und wurde nach 1990 zum Symbol der Wiedervereinigung Deutschlands und Europas.“ Was kann man von Entscheidungsträgern verlangen, die nie in einem geteilten Berlin gelebt und gearbeitet haben?! Sie haben ihre Wende im Fernsehen erlebt, wir aber Tag für Tag live und jede Minute genießend! Ich denke, dass wir uns unsere Identität nicht durch eine halbherzig ein- und durchgeführte Kampagne nehmen sollten, und das Tor, welches uns über Jahrzehnte teilte, Sinnbild unserer Einheit ist, wieder stolz an unseren Fahrzeugen zeigen sollten! Was sagt ihr als Mitarbeiterin/Mitarbeiter, als Berlinerinnen und Berliner dazu? Richtet eure Meinungen bitte an den BVG`er online. Die eMail-Addy findet ihr spätestens im Impressum. Macht`s gut Nachbarn, MaTe

Entspricht dieses Logo dem international prämierten Corporate Design der BVG? Haben wir –und damit meine ich Berlin als Land, Stadt und Organismus- in diesen Zeiten nichts Besseres zu tun? Was also soll der ganze Spuk???

Quelle u.a.: http://de.wikipedia.org/wiki/Be_Berlin

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Rechtsprechung … … nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit!?
Das ist ein Thema in den Rechtsvorlesungen an der Uni. Stets sind die Richter angehalten, im Sinne dieser Verhältnismäßigkeit zu urteilen. Demzufolge wird auch eine fahrlässige Körperverletzung nicht mit lebenslanger Haft bestraft und falsches Parken nicht mit dem Entzug der Fahrerlaubnis, etc.. Und das ist auch gut so. Aber andere Urteile wegen geringfügigen Fehlverhaltens – erinnern wir uns nur an das Urteil zu einer „widerrechtlich“ verzehrten übrig gebliebenen Boulette im Werte von ca. 80 Cent - sind ein Schlag ins Gesicht jeder Gerechtigkeit. Hier wäre vielleicht eine Abmahnung eine mit Sicherheit angemessene Reaktion gewesen. Stattdessen wird da mit aller Macht auf eine Person mit der Rechtskeule eingedroschen. Was soll das Ziel einer solchen juristischen Machtdemonstration sein? Für die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts (BAG), Ingrid Schmidt, stellt sich diese Frage allerdings nicht. Sie zeigt Verständnis für Arbeitgeber, die Angestellten wegen eines kleinen Vergehens kündigen. „Es gibt keine Bagatellen“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. Arbeitnehmer, die ihrem Arbeitgeber irgendetwas entwenden, zeigten ein Verhalten, das „mit fehlendem Anstand“ zu tun habe. „Wie kommt man eigentlich dazu, ungefragt Maultaschen mitzunehmen, oder eine Klo-Rolle, sagte Schmid. Gerichtspräsidentin Schmidt verwahrte sich damit gegen die Kritik von Gewerkschaftern und Politikern. Sie sei „völlig daneben“ gewesen, sagte sie. „Jeder frage sich mal, wie viel er sich denn aus der eigenen Tasche nehmen lassen würde, bevor er reagiert.“ Stimmt! Das frage ich mich auch. Wie viel Geld dürfen Banker und andere Bankrotteure den Bürgen und Steuerzahlern aus der Tasche ziehen, bevor sie zur Rechenschaft gezogen werden, Frau Schmitt? Hat deren unbelehrbares Verhalten nichts mit fehlendem Anstand zu tun? Nun, an dieser Stelle liegt doch der Verdacht nahe, dass Frau Schmitt die eingangs erwähnten Vorlesungen wohl versäumt hat und somit insgesamt wohl auch nur eingeschränkt urteilen kann. Ist so jemand dann in solch einer Position, als Präsidentin des BAG, überhaupt tragbar? Es geht aber auch anders: Ein Supermarkt im französischen Auneau, südwestlich von Paris, hat im Jahre 2008 eine Kassiererin gefeuert, weil sie angeblich 60 Cent unterschlagen hatte. Ein Arbeitsgericht in Versailles jedoch erklärte 2009 die Kündigung für ungültig und sprach der Frau 17 380 Euro als Entschädigung zu. In Berlin hingegen war Ende Februar 2009 die Kündigungsschutzklage einer Kassiererin abgewiesen worden, die wegen angeblich unterschlagener Pfandbons im Wert von 1,30 Euro fristlos entlassen wurde. Recht ist also im vielgepriesenen Europa bei aller Brüsseler Gleichmacherei der Eurokraten wohl nicht gleich Recht. Die Versailler Richter haben aber allen Anscheins nach an den Vorlesungen zur Rechtsprechung nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit teilgenommen. Gerd Freitag

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Mal wieder S-Bahn ;-)
Man kann die aktuellen Geschehnisse rund um die Berliner Bahn Tochter ja nur noch ironisch nehmen, um nicht der Verzweiflung anheim zu fallen. Viel frostige Zeit kann derzeit auf den gut gefüllten Bahnsteigen verbracht werden und wird dann mit einem kuscheligen Ambiente in den völlig überfüllten Wagons „entschädigt“. Es fordert dem gemeinen Fahrgast einiges an Toleranz ab, wenn er nach vollbrachtem Tagwerk auf dem Weg in sein trautes Heim ist und sich dann halb erfroren in die wogende Menge an Mitreisenden zwängt. Dafür erhält er auch die Gelegenheit von schmuddeligen Fahrrädern eingesaut zu werden und zumindest geruchstechnisch am Genuss eines Döners teil zu haben. Google findet derzeit zu den Schlagworten „S-Bahn Chaos Berlin“ 434 000 Treffer. Eine gewisse Boulevardzeitung ruft auf ihrer Titelseite nach Angela Merkel als Retterin der S-Bahn. Super Idee. Aber warum nicht gleich Blauhelme? Das dies alles nicht im Sinne des Erfinders ist, hat inzwischen sogar die SKlasse fahrende Regierungskaste herausgefunden und … und stellt Forderungen an die Bahn. Donnerwetter! Zwar hat man erkannt, dass der Verkehrsvertrag mit der DB doch nicht sooo schlau formuliert ist und man besser auf eine Kündigung desselben verzichtet, aber dann! Nach 2017; da soll die Bahn die volle Entschlossenheit und Tatkraft der Politik treffen. Wumms!!! Was nichts anderes heißt, als Ausschreibung. Das findet jetzt schon den tosenden Beifall der Industrie- und Handelsvertreter. Klar: riecht es doch nach satten Gewinnen und Subventionen. Und überhaupt können die „Privaten“ alles besser. Bessere Gewinne, bessere Lohndrückerei, besserer Personalabbau. Aber waren u.a. nicht genau das die Gründe, die zum aktuellen S-Bahn Desaster geführt haben? Ein Fakt ist, dass die BVG in den `80 Jahren – quasi über Nacht - schon einmal den S-Bahn Betrieb in West-Berlin störungsfrei und zuverlässig bewerkstelligt hat. Eine Option für die Zukunft? Erst einmal fordert der „Verkehrsexperte“ der CDU-Fraktion den Senat auf, zusätzliche Busse, Trams und U-Bahnen „auf allen Linien der BVG“ fahren zu lassen, mehr Regionalbahnen in die Innenstadt zu schicken sowie die Parkraumbewirtschaftung und die Umweltzone auszusetzen. Ein Potpourri aus unreflektierten Forderungen, das bei genauerer Betrachtung nur bestätigt, wie sehr die S-BahnMisere die Menschen verärgert und wie machtlos sie doch zugleich dagegen sind. Ein Thema also, das uns alle (leider) wohl noch länger beschäftigen wird. Peter. Fiedler. Anm.: Denkt eigentlich irgendjemand auch mal an die bei der S-Bahn arbeitenden Menschen? Viele sind verängstigt und enthalten sich persönlicher Stellungnahmen in der Öffentlichkeit, aus Angst vor Repressionen. Die S-Bahn Beschäftigten, die uns häufig mit Insiderinformationen bei der redaktionellen Arbeit unterstützen, sind jedenfalls sehr vorsichtig geworden. Soviel zum Thema gelebte Demokratie und Meinungsfreiheit.

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Es gibt noch mehr…
Für alle die noch weiter über den betrieblichen Tellerrand schauen möchten, hier ein interessanter Hinweis. All jenen können wir das neue Debattenmagazin GEGENBLENDE. empfehlen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund schließt mit dem neuen Online-Magazin eine Lücke in der politischen Diskussion über die Zukunft unserer Gesellschaft, die vormals von den "Gewerkschaftlichen Monatsheften" besetzt wurde. GEGENBLENDE will die konstruktive Auseinandersetzung zwischen gewerkschaftspolitischer Praxis und wissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung stärken. In der ersten Ausgabe von GEGENBLENDE befassen wir uns mit den Herausforderungen, die aus der Krise insbesondere für die Politik in Deutschland resultieren. Die Krisendiskussionen aus dem DGB-Debattenblog "Diskurs" können auf GEGENBLENDE in drei kompakten Ausgaben weiterhin eingesehen werden. Einstweilen und alles Gute Gerd Freitag

Konzept für Personalentwicklung überfällig (Pressemitteilung des DGB)
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat den Umgang des Senats mit Beschäftigten im Stellenpool kritisiert. „Für gute öffentliche Dienstleistungen brauchen wir motivierte und gut ausgebildete Angestellte und Beamte“, erklärte der DGB Vorsitzende Berlin-Brandenburg, Dieter Scholz. „Viele Kolleginnen und Kollegen im Stellenpool fühlen sich wie auf dem Abstellgleis.“ Ihnen fehle eine langfristige Entwicklungsperspektive. Dabei gebe es viele Bereiche mit zusätzlichem Personalbedarf. „Aber anstatt sie gezielt umzuschulen müssen die Stellenpoolkräfte dort Feuerwehr spielen, wo gerade die Arbeitsüberlastung am deutlichsten wird.“ Häufig kämen sie dabei unzureichend vorbereitet in neue Aufgabengebiete. „Die Zeit für ein Nachfolgekonzept zum Stellenpool drängt“, mahnte Scholz im Hinblick auf den zu erwartenden Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts. „Das Stellenpoolgesetz verletzt die verfassungsmäßigen Rechte unserer Beamtinnen und Beamten – es ist unhaltbar“, so Scholz. „Daher werden wir weiterhin mit unseren Mitgliedern - Beamten, Angestellten und Arbeitern im öffentlichen Dienst - für ein zeitgemäßes und motivierendes Personalentwicklungskonzept streiten.“ „Die Versorgung der Bevölkerung sichern wir nur mit einer strukturierten Personalentwicklung, nicht mit Crashkursen“, äußerte sich Scholz auch in Hinblick auf die Debatte um die Fortbildung von Handwerkern zu Erziehern. Scholz fordert neben besserer Weiterbildung auch Neueinstellungen im Landesdienst. „Der Senat darf nicht erst dann an Ausbildung denken, wenn viele Beschäftigte schon im Ruhestand sind. Dann ginge viel Wissen verloren“, warnte Scholz. „Wir brauchen Kontinuität. Bei 55.000 Tarfibeschäftigten im Öffentlichen Dienst reicht es nicht, bloß 40 Auszubildende pro Jahr zu übernehmen.“ Wenn ein Beschäftigter außer Dienst trete, müsse ein nächster schon ausgebildet und eingearbeitet sein. „Sonst drohen uns noch mehr Versorgungslücken.“

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Der Betriebsgruppenvorstand informiert 2010 - 01
Berlin, 25. Januar 2010

Wie funktioniert mein Kurzzeitkonto?
Im Tarifvertrag TV-N wurde vereinbart, dass für jeden Mitarbeiter/jede Mitarbeiterin ein Kurzzeitkonto eingerichtet wird, auf das der Arbeitgeber keinen Zugriff hat. In diesem Kurzzeitkonto wird Arbeitszeit erfasst, die nicht aus dem Dienstplan bzw. der Regelarbeitszeit resultiert. In der Dienstvereinbarung „Flexibilisierung von Arbeitszeiten“ wurden zwischen Betrieb und GPR die Verfahrensweisen dazu geregelt. Die Entnahme aus dem Konto erfolgt grundsätzlich in Zeit, also kein Ausgleich in Geld! Leider scheinen diese Regelungen, sowohl im Betrieb als auch bei der Belegschaft oftmals wenig bekannt zu sein. Deshalb einige Klarstellungen:      Nur der/die Beschäftigte entscheidet, wann (im Einvernehmen mit der Dienststelle, siehe dazu auch die Verfahrensregeln) und wie viel Zeit aus dem Kurzzeitkonto entnommen wird. Das Konto hat eine Ober- und eine Untergrenze von max. 78 Stunden (78 Std. im Plus aber auch 78 Std. im Minus). Mindestens einmal pro Jahr muss das Konto durch Null geführt werden, wobei max. 1200 Minuten in den neuen Berechnungszeitraum übernommen werden können. Die Einrichtung eines Langzeitkontos erfolgt ausschließlich auf Antrag des/der Beschäftigten (Niemand kann verpflichtet werden, ein Langzeitkonto zu beantragen, siehe dazu die Verfahrensregeln zur Entnahme von Zeit aus dem Langzeitkonto). Der/die Beschäftigte, aber vor allem die Vorgesetzten sind verpflichtet, darauf zu achten, dass diese Regeln eingehalten werden. Die Vorgesetzten müssen bei Erreichen von festgelegten Grenzen (Ampelregelung) mit dem/der Beschäftigten verbindlich vereinbaren, wie das Kurzzeitkonto wieder gegen Null geführt wird.

Warum wurden diese Regelungen getroffen? Der wichtigste Grund war und ist, dass der Betrieb nicht mit einer permanenten Personalunterdeckung die Regelarbeiten betreibt und die Arbeitnehmer vor einer immer weiter ausufernden Arbeitsverdichtung, die vielfach schon an der zumutbaren Grenze liegt, geschützt werden. Ein weiterer Grund war und ist, dass die Arbeitnehmer über die zusätzlich geleistete Arbeitszeit selbst entscheiden und nicht ausschließlich den wirtschaftlichen Gesichtspunkten des Betriebes ausgesetzt sind. Deshalb entscheidet jeder Arbeitnehmer letztendlich darüber mit, wie hoch und zu welcher Zeit er zusätzlich geleistete Arbeitszeit in Freizeit umwandelt und damit auch einen Beitrag zum Erhalt seiner Arbeitsfähigkeit leistet. Weitere Informationen erhaltet ihr von euren Personalräten und ver.di-Vertrauensleuten.

Eure Vertrauensleute des Betriebsgruppenvorstandes BVG

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Sitzungstermine der Vertrauensleuteversammlungen (VLV) und der Betriebsgruppe BT

X X X X X X X X X X

VLV 1 – BO Technik
Do 04. Feb 2010

Ort: ver.di-Haus VLV 2 (E und Bau)
Di 23. Feb 2010

15.00 Uhr Raum 1.12

X X X X X X X X X

VLV VBO Cicerostraße
Di 23. Feb 2010

Ort: Bf. Cicerostraße VLV VBO Britz
Do 04. Feb 2010

14.00 Uhr RG-Pausenr.

Ort: ver.di-Haus VLV 3 – Arbeiter HVV
Mi 24. Feb 2010

14.00 Uhr Raum Z.12

Ort: Bf. Spandau VLV VBO-M/ Spandau
Do 25. Feb 2010

15.00 Uhr Sozialraum

Ort: TRIAS VLV 4 – BS Technik
Do 25. Feb 2010

15.30 Uhr PR-Raum

Ort: Bf. Spandau VLV VBO-M/ Müllerstr.
Mi 24. Feb 2010

14.00 Uhr Sozialraum

Ort: Bf. Lichtenberg VLV PSuS

14.30 Uhr R.-Nr. CE 013

Ort: Bf. Müllerstraße VLV BS Weißensee
Di 09. Feb 2010

14.00 Uhr Mzw.-Raum

Mi 17. Feb 2010
Ort: ver.di-Haus

15:30 Uhr Raum 3.12

13.30 Uhr

Ort: Bf. Weißensee VLV BS Marzahn
Mi 24. Feb 2010

VLV Technische Angestellte Mi 17.Feb.2010 15.30 Uhr Ort: ver.di-Haus Raum 1.12 VLV Angestellte Hvw

Ort: Bf. Marzahn VLV BS Lichtenberg
Mi 03. Feb 2010

14.00 Uhr Raum 315

Mi 24. Feb 2010
Ort: Trias Hvw

16:00

Ort: Bf. Lichtenberg VLV BS Köpenick
Di 16. Feb 2010

13:30 Uhr PR-Raum

VLV Arb.+ Ang. BU Verkehr 15.00 Uhr Mi 24. Feb 2010 Ort: Herrmannplatz Sozialraum VLV BU-F Klein-/Großprofil Mi 24. Feb 2010 15:00 Uhr Ort : ver.di-Haus Raum 2.12 VLV VBO NO I/L
Mi 03. Feb 2010

Bf. Köpenick Betriebsgruppe BT
Mo 01. Feb 2010

13:30 Uhr PR-Raum

Ort: ver.di-Haus

17.00 Uhr Raum 1.12

Ort: Bf. Ind.-Gandhi-Str.

14.00 Uhr Kantine

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Wir gratulieren zum Dienstjubiläum im Dezember 2009

Mührer Höfler Gaasch Liermann Filitz Henke Ganz Potkura Hartung Haenel

Rudolf Kira Bernd Horst Jean Volker Manfred Bernd Peter Andreas

VBO-I/I-F PM-Mag.net FI-IT4 VBI-BA 6 PM-Mag.net VBS-F/Li VBI-BA4 VBO-M/S-F PSuS-Si2 VBO-M/S-F VBI-EA3

Schlopsna Dieter

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Wir gratulieren im

zum Gewerkschaftsjubiläum Oktober 2009

Böttcher Froese Heiser Richter Runge

Angelika Detlef Norbert Hans Reiner-Maria

Taxi BVG BVG BVG BVG BVG

Woydelko Karin

Hein Morche Nitzgen Riewaldt Trinka Zaremba

Marion

BVG

Kurt-Walter Taxi Uwe Lothar Jürgen Manfred BVG BVG BVG BVG

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S e i t e | 13

Besondere Beratungsangebote
im ver.di-Haus des Bezirk Berlin, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin

Rechtsschutz
Arbeits-, Sozial-, Verkehrsrecht telefonische Terminvereinbarung: Tel.: 030/8866-5077 Montag – Donnerstag von 09.00 bis 16.00 Uhr Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr

Konflikt- und Mobbingberatung
Beratung und Terminvereinbarungen Axel Kronbügel – Tel.: 030/8866-4304 oder unter axel.kronbuegel@verdi.de

"vorsorgen und absichern"
jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 16.00 bis 18.00 Uhr Raum - siehe Informationstafel telefonische Terminvereinbarung Tel.: 030-45081551 (Achtung: keine Vermittlung von Versicherungsverträgen!) Sprechstunde zu folgenden Themen:  Abfindung  Bausparen  Berufsunfähigkeit  Dienstunfähigkeit  Betr. Eingliederungsmanagement nach SGB IX § 84 Abs. 2  Private Altersvorsorge  Riester-Rente  Insolvenzsicherheit  Hartz IV – Sicherheit  Kfz-Versicherung  Beihilfeversicherung  Krankenzusatzversicherung  Pflegezusatzversicherung  Zahnzusatzversicherung  Privat- und/oder Diensthaftpflicht  Hausratversicherung  Unfallversicherung  Wohngebäudeversicherung

Lohnsteuerberatung
telefonische Terminvereinbarung Tel.: 030/8866-4343 (von 08.00 – 13.00 Uhr)

VBL- und Rentenberatung
jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat telefonische Terminvereinbarung Tel.: 030/8866-5103 (von 08.00 – 13.00 Uhr)

Schwerbehindertenberatung
jeden 3. Donnerstag im Monat ( 15. Oktober, 19. November, 17. Dezember) ohne Terminvereinbarung von 15.00 – 17.00 Uhr

Erwerbslosenberatung
Mittwochs, von 16.00 -18.00 Uhr ohne Terminvereinbarung im Raum Z.10 (Zwischengeschoss)

Mieterberatung
Der Deutsche Mieterbund e.V. (DMB) bietet allen ver.di-Mitgliedern eine telefonische Mietrechtsberatung an. Montag – Dienstag von 12.00 – 14.00 Uhr Donnerstag von 18.00 – 20.00 Uhr Tel.: 030/2232373 Mitgliedsausweis bereithalten

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In eigener Sache

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Zum Bestellen bitte an: bvger-online-exclusiv-subscribe@lists.verdi.de Weiter Angaben sind nicht nötig. Ein Betreff ist nicht notwendig. Zum Abbestellen ebenfalls an: bvger-online-exclusiv-unsubscribe@lists.verdi.de

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Liebe Leserinnen und Leser, wer schon immer mal was schreiben wollte und dies allen kundtun will, kann dies an unsere Redaktion ab sofort über folgende Mail-Adresse tun: Redaktion-bvger-online@verdi.org Über Hinweise, Verbesserungen, Vorschläge, Leserbriefe (auch von außerhalb der BVG und BT) usw. würden wir uns freuen. Die Bearbeitung wird dann zeitnah erfolgen. Da wir alle ehrenamtlich arbeiten, kann es schon mal etwas länger dauern. Wir bitten um Geduld. Die Mitglieder der Redaktion des „BVGer online“
Impressum: „Der BVGer online" ist ein Informationsblatt des Landesbezirksfachbereich Verkehr Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft ver.di, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin. Verantwortlich für den Inhalt: Jens Gröger; Redaktion: Gerd Freitag, Andreas Mende, Rudolf Gensch, Henry Schulz, Norbert Beckendorf, Stefan Hensel, Michele De Filippo, Axel Schröder, Rainer Döring. Mitteilungen an: Fax: 030/8866-5940 oder Redaktion-bvger-online@verdi.org Mit Namen gekennzeichnete Artikel stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Die Redaktion behält sich vor, eingehende Artikel gegebenenfalls zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Artikel kann keine Haftung übernommen werden. Bilder: Durch das Einsenden an die Redaktion des -- BVGer online -- erklärt der Absender sämtliche Rechte an dem Bild zu besitzen. Er erteilt der Redaktion alle Rechte zu jeder Veröffentlichung. Ein Entgelt wird nicht bezahlt „Wo uns der Schuh drückt… „ Betriebsgruppe der BT in verd.di Redaktion: Lothar – Erich Kurth, Ulf Rambau und Frank Goertz eMail: wounsderschuhdrueckt@freenet.de und Mitteilungen an: Fax: 030/8866-5940 oder Redaktion-bvger-online@verdi.org

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