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Periodical volume

Full text: Der BVGer online in der Ver.di Issue 1.2009, Ausg. 6

BVGer online

1. Jahrgang

3. Ausgabe

Juli 2009

BVGer

Der

in der

die Internetzeitung für die Mitarbeiter im Nahverkehr in Berlin und Brandenburg

1. Jahrgang - 6. Ausgabe - August 2009

Der „BVGer online“ ist ein Informationsblatt des Fachbereich Verkehr Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft ver.di Herausgeber: Landesbezirksfachbereich Verkehr, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin, http://verkehr.bb.verdi.de/der_bvger

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EDITORIAL
Liebe Leserinnen und Leser, Nach nur 14 Tagen liegt euch nun die Augustausgabe des BVGer online vor. Wie schon in der Juliausgabe angekündigt, räumen wir diesmal den aktuellen weltpolitischen Themen etwas mehr Platz ein. Es freut uns immer wieder, dass unser Blick über den Nahverkehrstellerrand von euch so positiv aufgenommen wird. Zeigt es doch, dass sich viele Menschen sehr wohl mit Dingen beschäftigen, die außerhalb ihres direkten Umfeldes liegen. Was ja auch naheliegend ist, denn unsere Tätigkeit - sei es nun eine verwaltungstechnische, oder das Führen von Fahrzeugen - findet ja nicht im luftleeren Raum statt, sondern ist ein wichtiger, weil unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dessen sind wir uns durchaus bewusst! Genauso bewusst sind wir uns der Rahmenbedingungen, die eine solche Daseinsvorsorge braucht. Die unablässige Diskussion über mehr Wettbewerb in den öffentlichen Dienstleistungen, der ja alles viel billiger mache und für den Kunden viel vorteilhafter sei, ist sicher schon längst als neoliberale Hetze entlarvt worden. Der schon oft strapazierte, aber deshalb leider nicht weniger stimmende Verweis auf die "Londoner Verhältnisse" im ÖPNV sei hier nur am Rande erwähnt, denn wir haben es in Berlin ja mit dem Zusammenbruch des S-BahnVerkehrs geschafft da noch eins drauf zu setzen. Wie schon gesagt: Nicht die Mitarbeiter, sondern das von Gewinnerwartungen getriebene Management hat dies zu verantworten! Aber die Mitarbeiter und nicht das Management haben in der Vergangenheit und werden in der Zukunft die Folgen zu tragen haben. Von den Kunden ganz zu schweigen, die keine Beförderungsleistung erhalten, deren Steuergelder aber als "Gewinnabführung" von der S-Bahn-Berlin GmbH an die DB überwiesen werden. Wenn das mit "der Wettbewerb macht alles besser" gemeint ist, so stimmt natürlich die Wahrnehmung der Neoliberalen. So verwundert höchstens, dass von den Sozialdemokraten der Vorschlag kommt, doch auch in Berlin ein skandinavisches Nahverkehssystem einzurichten. Dabei wäre der Fahrzeugpark und die Infrastruktur im Staatsbesitz und die Betreiberrechte werden durch Ausschreibung vergeben. Kann man das ernsthaft wollen? Diese und weitere Modelle werden uns wohl in Zukunft noch viel beschäftigen. Neben diesem brisanten Thema findet ihr viele weitere Artikel und Angebote. Unter anderem zur Mindestlohndiskussion und zu Veränderungen bei den Ausbildungsberufen der BVG. Aber diesmal sind auch wieder unsere festen Rubriken und Veranstaltungshinweise, Beratungs- und Seminarangebote in dieser aktuellen Ausgabe des „BVGer online“ zu finden. Also wieder eine interessante Mischung. Bleibt uns nur noch, euch viel Spaß beim Lesen zu wünschen. Gerd Freitag „BVGer online“ Redaktion

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TARIFINFO 2009 - 02
Berlin, Augst 2009

TV-N Berlin (BVG und BT)

Vorbereitung der Tarifrunde 2009 / 2010 Sommerpause?
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, es ist „Ferienzeit“ und viele Kolleginnen und Kollegen befinden sich in ihrem wohlverdienten Sommerurlaub. Da denkt Ihr natürlich nicht an Eure Arbeit. Doch die Tarifrunde 2010 wirft schon ihre Schatten voraus. Im August dieses Jahres wird erst einmal die beschlossene Tariferhöhung der Tarifrunde 2008 stattfinden. Zur Vorbereitung der nächsten Tarifrunde trifft sich im September die ver.di-Tarifkommission TV-N Berlin, um sich besonders mit zwei Eckpunkten auseinander zu setzen: 1. Soll der Entgelttarifvertrag zum TV-N Berlin zum 31.12.2009 gekündigt werden? 2. Wie muss dann die Tarifforderung 2010 zum TV-N Berlin nach der laufenden Mitgliederdiskussion aussehen? Die aus den Vorbereitungstreffen und den Mitgliederversammlungen hervorgehenden Empfehlungen werden unser tarifpolitisches Handeln für den Herbst und Winter 2009/2010 bestimmen. Aus den Erfahrungen der letzten Tarifrunde, als auch im Bewusstsein der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage, müssen wir uns wieder auf eine sehr schwierige Tarifauseinandersetzung einstellen und uns auf alle gebotenen gewerkschaftlichen Handlungsmöglichkeiten vorbereiten. Euer ver.di-Kommunikationsteam BVG/BT
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Wo bleibt euer Aufschrei? In der globalen Wirtschaft herrscht die pure Anarchie.
Die Gier zerfrisst den Herrschern ihre Gehirne. „Das Kapital hat die Bevölkerung agglomeriert (zusammengeballt), die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die Arbeiter, die sich stückweise verkaufen müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichmäßig allen Wechselfällen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.“ (Karl Marx/Friedrich Engels, 1848 Manifest der Kommunistischen Partei) 159 Jahre später warten in Deutschland - als ob es nie eine Zivilisierung des Klassenkampfes gegeben hätte Zehntausende von Arbeitern auf den nächsten Schlag aus den Konzernetagen von General Motors, Aventis, Volkswagen und Continental, der sie in die Arbeitslosigkeit und anschließend mit Hilfe der Politik auf die unterste Stufe der sozialen Stufenleiter befördert. Nicht das Gespenst des Kommunismus, vielmehr die Angst geht um in Europa - gepaart mit Wut, Abscheu und tiefem Misstrauen gegenüber den politischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Eliten, die ähnlich den Verantwortlichen in der Zeit des Übergangs vom Feudalismus in die Industriegesellschaft offensichtlich unfähig sind, die unausweichliche Globalisierung der Ökonomie human zu gestalten. Unter Berufung auf angebliche Gesetze des Marktes reden sie vielmehr einer anarchischen Wirtschaftsordnung, die über Leichen geht, das Wort. 100 Millionen von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen in Europa und den USA und 3 Milliarden Arme, die zusammen ein geringeres Einkommen haben als die 400 reichsten Familien der Erde, klagen an: die Adepten (Anhänger) einer Shareholder-Value-Ökonomie (Anteilseigner-Profit-Wirtschaft), die keine Werte kennt jenseits von Angebot und Nachfrage, Spekulanten begünstigt und langfristige Investoren behindert. Sie klagen an: die Staatsmänner der westlichen Welt, die sich von den multinationalen Konzernen erpressen und gegeneinander ausspielen lassen. Sie klagen an: ein Meinungskartell von Ökonomieprofessoren und Publizisten, die meinen, die menschliche Gesellschaft müsse funktionieren wie Daimler Chrysler, und die sich beharrlich weigern, anzuerkennen, dass der Markt geordnet werden muss, auch global Regeln einzuhalten sind und Lohndumping die Qualität der Arbeit und der Produkte zerstört. Die Arbeiter in den Industriestaaten und ihre Gewerkschaften, die angesichts Massenarbeitslosigkeit und Lohndumpings mit dem Rücken an der Wand stehen, fühlen sich anonymen Mächten ausgeliefert, die von Menschen beherrscht werden, deren Gier nach Geld ihre Hirne zerfrisst. Die Menschen leben und arbeiten in einer globalisierten Ökonomie, die eine Welt der Anarchie ist – ohne Regeln, ohne Gesetze, ohne soziale Übereinkünfte eine Welt, in der Unternehmen, Großbanken und der ganze „private Sektor“ unreguliert agieren können. Die globalisierte Ökonomie ist auch eine Welt, in der Kriminelle und Drogendealer frei und ungebunden arbeiten und Terroristen Teilhaber an einer gigantischen Finanzindustrie sind und

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so ihre mörderischen Anschläge finanzieren. Wo bleibt der Aufschrei der SPD, der CDU, der Kirchen gegen ein Wirtschaftssystem, in dem große Konzerne gesunde kleinere Firmen wie Kadus im Südschwarzwald mit Inventar und Menschen aufkaufen, als wären es Sklavenschiffe aus dem 18. Jahrhundert, sie dann zum Zwecke der „Marktbereinigung“, oder zur Steigerung der Kapitalrendite und des Börsenwertes dichtmachen und damit die wirtschaftliche Existenz von Tausenden mitsamt ihren Familien vernichten? Den Menschen zeigt sich die hässliche Fratze eines unsittlichen und auch ökonomisch falschen Kapitalismus, wenn der Börsenwert und die Managergehälter – an den Aktienkurs gekoppelt – umso höher steigen, je mehr Menschen wegrationalisiert werden. Der gerechte, aber hilflose Zorn der Lohnempfänger richtet sich gegen die schamlose Bereicherung von Managern, deren „Verdienst“, wie sogar die FAZ schreibt, darin besteht, dass sie durch schwere Fehler Milliarden von Anlagevermögen vernichten und Arbeitsplätze zerstören. Das Triumphgeheul des Bundesverbandes der Deutschen Industrie über die Billiglohnkonkurrenz aus dem Osten noch in den Ohren, müssen marginalisierte und von der Marginalisierung (an den gesellschaftlichen Rand gedrückte) bedrohte Menschen sich vom politischen und ökonomischen Establishment (herrschende Schicht) als Neonazis und Kommunisten beschimpfen lassen, wenn sie radikale Parteien wählen, weil es keine Opposition mehr gibt und sie sich mit einer Großen Koaltion konfrontiert sehen, die offensichtlich die Republik mit einem Metzgerladen verwechselt, in dem so tief ins soziale Fleisch geschnitten wird, dass das Blut nur so spritzt, anstatt durch Bürgerversicherung und Steuerfinanzierung die Löhne endlich von den

Lohnnebenkosten zu befreien. Nur Dummköpfe und Besserwisser können den Menschen weismachen wollen, man könne auf Dauer Solidarität und Partnerschaft in einer Gesellschaft aufs Spiel setzen, ohne dafür irgendwann einen politischen Preis bezahlen zu müssen. Warum tabuisiert und totgeschwiegen, dass es eine Alternative gibt zum jetzigen Wirtschaftssystem: eine internationale sozial-ökologische Marktwirtschaft mit geordnetem Wettbewerb? Ideen verändern die Welt. Auch in einer globalen Wirtschaft sind Produktion und Service ohne Menschen nicht möglich. Neue Produktionsfaktoren wie Kreativität und Wissen sind hinzugekommen. Aber das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Kapital ist geblieben. Die Kommunisten wollten den Konflikt lösen, indem sie das Kapital eliminierten und die Kapitaleigner liquidierten. Bekanntlich sind sie daran gescheitert. Heute eliminiert das Kapital die Arbeit. Der Kapitalismus liegt derzeit genauso falsch wie einst der Kommunismus. Der Tanz um das goldene Kalb ist schon einmal schief gegangen. Was für ein Aufschrei! Ein paar (er)klärende Worte zu diesem Artikel Ja, was für ein Aufschrei. So ist es. Genau so, wie der Autor es beschreibt. Eigentlich ist es noch viel schlimmer! Denn und das ist das Überraschende dabei, dieser Artikel stammt aus der „Zeit“, erschien schon im Jahre 2004, hat seitdem absolut nichts an Aktualität verloren und stammt aus der Feder von Heiner Geißler!
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Richtig, genau jenem CDU Geißler, dem Vordenker dieser Partei, der dann für den Kanzler aus Oggersheim zu unbequem und von der aktuellen Nachfolgerin im Kanzleramt weggebissen wurde, wie auch schon jener Friederich Merz, der seine Ideen zu einer Steuerreform auf einem Bierdeckel skizzierte. Diese Partei braucht keine Vordenker und schon gar keine kritischen, die solche Artikel schreiben. Nun soll Heiner Geißler hier sicher nicht heilig gesprochen werden, aber anerkennenswert ist es allemal, vermeintlich unbequeme Positionen zu beziehen und eben abseits vom allgemeinen gesellschaftlichen Mainstream (Hauptstrom) zu denken. Warum sind solche Artikel wichtig? Sie sind wichtig, weil sie zeigen, dass die vielen kritischen Geister nicht alleine auf dieser Welt sind.

Sie sind wichtig, weil sie zeigen, dass sich eben nicht alle Menschen von der Politik und den Medien für dumm verkaufen lassen. Sie sind wichtig, weil es eben wichtig ist, den Mund aufzumachen. Sie sind wichtig, weil sie Mut machen, sich gesellschaftlich zu engagieren; seine demokratischen Möglichkeiten zu nutzen. Und genau darum geht es. Sich engagieren und solidarisieren; damit unser „Aufschrei“ nicht ungehört verhallt. Dazu ist es ja bekanntlich nie zu spät. (Auch Heiner Geisler trat im Jahre 2007 der globalisierungskritischen Organisation Attac bei). Nur den ersten Schritt muss jeder selbst machen.
Gerd Freitag für die „BVGer online“ Redaktion

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Studie belegt: Mindestlohn bringt Nachfrage und Arbeitsplätze
Ein von ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass ein Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro pro Stunde, der schnell auf 9,00 Euro steigt, die Einkommenslage von bis zu vier Millionen Vollzeitbeschäftigten und rund fünf Millionen geringfügig und Teilzeitbeschäftigten – zum Teil erheblich – verbessern würde. „Hierdurch würde ein Konsumschub ausgelöst, den wir gerade jetzt dringend benötigen“, so Frank Bsirske. Nach Berechnungen des Gutachtens würden kurzfristig über 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, längerfristig sogar bis zu 600.000. Diese aktualisierte Simulationsstudie vom Juli 2009 wurde vom Institut KB Econometrics durchgeführt und befasste sich mit den gesamtwirtschaftlichen Effekten bei der Einführung eines allgemeinverbindlichen gesetzlichen Mindestlohnes und kommt zu folgendem Resümee: „Als Ergebnis einer aktualisierten Simulationsstudie auf der Basis eines Mindestlohnszenarios, welches die Konzeption der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abbildet, lässt sich festhalten, dass die Einführung eines allgemeinverbindlichen gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland kurz- bis mittelfristig die Binnennachfrage infolge der überdurchschnittlich hohen Konsumquote bei zugleich unterdurchschnittlicher Steuer- und Abgabenbelastung der Niedriglohnempfänger spürbar anregen dürfte. Dieser Nachfrageschub bewirkt, ebenfalls auf kurze bis mittlere Sicht, nennenswerte Beschäftigungseffekte von deutlich über 200.000 Beschäftigten. Langfristig bilden sich die anfänglichen Wachstums- und Beschäftigungswirkungen aufgrund zeitverzögert wirksamer Preis- und Rationalisierungseffekte partiell wieder zurück. Bei einer schrittweisen Anhebung des Mindestlohnes auf 9,00 Euro bis Mitte 2011 und anschließender Indexierung mit der „Meinhold-Formel“ bauen sich jedoch insbesondere aufgrund der Implikationen der gleichmäßigeren personalen Einkommensverteilung infolge des Mindestlohnes nachhaltige Beschäftigungsgewinne in Höhe von nahezu 600.000 Personen auf. Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich nach der Prognose des Modells durch die Einführung eines Mindestlohnes die materiellen Lebensgrundlagen einiger Millionen zur Zeit prekär niedrig entlohnter Beschäftigter verbessern lassen, ohne dass, wie von den zahlreichen Vertretern des einfachen neoklassischen Arbeitsmarktmodells in Deutschland behauptet, Beschäftigungsverluste zu erwarten wären – im Gegenteil. Dieses Ergebnis ist durchaus kompatibel mit jenen etlicher internationaler empirischer Studien zum Zusammenhang von Mindestlöhnen und Beschäftigung.“ Das Ergebnis verwundert in der Summe nicht. Auch in anderen europäischen Ländern mit zum Teil deutlich höheren Mindestlöhnen als die 7,50 Euro, die der DGB fordert, sind diese positiven Effekte festgestellt worden. Nur unsere Regierung wehrt sich mit fadenscheinigen Begründungen gegen die Einführung. Zitat Merkel: „Mit mir ist die Einführung eines Mindestlohnes nicht zu machen.“ Gut, dann muss eben jemand anderes neuer Kanzler werden!
Zusammengestellt von Gerd Freitag für die „BVGer online“ Redaktion.

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Der Betriebsgruppenvorstand informiert 2009-7
Berlin, 31.07.2009

„Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb zum 01.03.2010“
„Zusätzlich zu dem bereits bekannten Einstellungsdatum 1. September werden jetzt auch erstmals 18 Auszubildende für diesen Beruf zum 1. März eingestellt.“ Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Zitate waren mit Datum vom 23. Juli 2009 im Infonet der BVG AöR zu lesen. Vom Grundsatz ist die zusätzliche Ausbildung von 18 weiteren Fachkräften im Fahrbetrieb (FiF) ein positives Signal seitens des Vorstandes der BVG AöR. Zusätzlichen jungen Menschen eine fundierte Berufsausbildung bieten zu können, gerade in der heutigen Zeit, ist vorbildlich zu betrachten. Zumal davon die Rede ist, dass nahezu alle FiF’s, nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung, unbefristet in die Fahrdienstbereiche übernommen werden sollen. Leider veröffentlicht der Vorstand in seinem Medium Infonet nicht die ganze Wahrheit. Die zusätzlichen 18 Ausbildungsplätze sind in Wahrheit nur 4 zusätzliche Ausbildungsplätze. Der Vorstand bedient sich mal wieder an der technisch gewerblichen Berufsausbildung. Hier sollen 14 technisch gewerbliche Ausbildungsplätze gestrichen werden. Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, warum die technisch gewerbliche Berufsausbildung innerhalb weniger Jahre zum zweiten Mal stark beschnitten werden soll. Gerade die technischen Berufe wurden in den vergangenen Jahren in großen Zahlen unbefristet im Unternehmen übernommen. Auch auf dem freien Arbeitsmarkt hatten unsere ehemaligen technischen Auszubildenden immer gute Chancen auf einen Job. Wieder spielt Unwahrheiten. der Vorstand mit unfairen Mitteln und verkauft

Wir fordern die Beibehaltung der momentanen Einstellungszahlen der Ausbildung in Gänze und die 18 FiF’s wirklich zusätzlich auszubilden!

Eure Vertrauensleute des Betriebsgruppenvorstandes

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Seminar: 55 plus Aktiv im „Ruhestand“
vom 21.10. – 23.10.2009 in Berlin-Wannsee (mit Übernachtung)

Zielgruppe: Interessierte Mitglieder die in der nächsten Zeit das aktive Arbeitsleben beenden oder sich in der letzten Zeit schon im sogenannten Ruhestand befinden. Viele Argumente sprechen für eine immer längere Lebenserwartung. Das heißt, die Gesellschaftssysteme müssen ältere Menschen stärker berücksichtigen. Dann stellt sich jedoch die Frage: Wer vertritt ältere Menschen bei sozialen und ökonomischen Veränderungen?

o o o

Wofür wollen wir uns einsetzen? Wir bleiben aktiv - - welche Möglichkeiten sind vorhanden? Teilhabe der älteren Generation an Politik, Gewerkschaft, Bildung, Sport und Kultur

Bist du dabei? Du hast Interesse mitzumachen, Ideen zu entwickeln, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, - dann bist du unsere Frau, unser Mann für dieses Seminar.

Die Anmeldung erfolgt über: ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg Abt. Bildung Birgit Schönwitz Tel.: 030/8866-4150 Köpenicker Str. 30 10179 Berlin Fax: 030/8866-4950 Wir wollen gemeinsam im Seminar folgende Schwerpunkte erarbeiten: o o Vorstellungen und Erwartungen an die „Dritte Lebensphase“ Welche Veränderungen in Familie, Freundeskreis und Freizeitverhalten sind zu erwarten? Die Perspektive der Lebenssituation älterer Menschen Anmeldeschluss: 10.September 2009 Bildungsstätte für dieses Seminar: ver.di Bildungs- und Begegnungszentrum „Clara Sahlberg“ in Berlin-Wannsee Koblanckstr. 10, 14109 Berlin

o

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Sitzungstermine der Vertrauensleuteversammlungen
VLV BS Weißensee Di 11. August .2009 Ort: Bf Weißensee 13.30 Uhr Dienststelle VLV BS Marzahn Mi 26. August 2009 Ort: Bf Marzahn VLV 4 (BS-Technik) Do 27. August 2009 Ort: Bf Lichtenberg VLV BO Müllerstraße Mi 26. August 2009 Ort: Bf Müllerstraße VLV BO Spandau Do 27. August 2009 Ort: Bf. Spandau VLV BO Britz Do 27. August 2009 Ort: Bf. Britz VLV BO Cicerostraße Di 25. August 2009 Ort: Bf. Cicerostraße VLV BS Lichtenberg Mi 5. August 2009 Ort: Bf Lichtenberg 14.00 Uhr Raum 315

VLV PSuS Angestellte/Arbeiter Mi 19. August 2009 15.30 Uhr Ort: ver.di-Haus Raum 3.12 VLV Techn. Angestellte Mi 19. August 2009 15.30 Uhr Ort: ver.di-Haus Raum 1.12 VLV 2 (BU-Anlagen) Di 25. August 2009 Ort: ver.di-Haus VLV BU-F Kleinprofil Mi 26. August 2009 Ort: Hw Grunewald VLV BU-F Großprofil Mi 26. August 2009 Ort: Hw Seestraße VLV Angestellte Hvw Mi 26. August 2009 Ort: Hvw Turm C

14.30 Uhr Raum 2106

14.00 Uhr MZ-Raum

14.00 Uhr Raum Z.12

14.00 Uhr Sozialraum

14.00 Uhr Kantine

15.00 Uhr Sozialraum

14. 30 Uhr Kantine

15.00 Uhr RG-Raum

15.30 Uhr Raum C0710

14.00 Uhr Dienststelle

VLV Angestellte BS-Tech./Verkehr Mi 26. August 2009 15.00 Uhr Ort: Bf Lichtenberg Raum C2003 VLV Angestellte BU-Verkehr Mi 26. August 2009 15.00 Uhr Ort: Hermannstr. 4 Sozialraum VLV 3 (Arbeiter Hvw/BI) M 26. August 2009 15.30 Uhr Ort: Hvw Turm C Raum C0710 Irrtum und Änderungen vorbehalten

VLV BO NO lndira-Gandhi Mi 19. August.2009 14.00 Uhr Ort: Bf Indira-Gandhi-Str. Kantine VLV BO NO Lichtenberg Mi 12. August 2009 10.00 Uhr Ort: Bf Lichtenberg Aufenthaltsraum Betriebsgruppe BT Mo 3. August 2009 Ort: ver.di-Haus

17.00Uhr Raum 1.12

Die Vertrauensleute-Versammlungen sind öffentlich. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind ebenfalls herzlich willkommen.
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Das berühren mit den Pfoten ist verboten?! – eine Glosse
„Pandemische Grüße“ oder „Schwein gehabt“ haben vielfach den freundlichen Händedruck verbunden mit einem freundlichen „guten Morgen“ ersetzt. Da frag ich mich doch ernsthaft, wie leben diese Menschen in Zeiten der Pandemie? Wenn das Gebot der Stunde tatsächlich heißt „Finger weg von allem und jedermann“ dann sieht das Leben in der Pandemie doch recht trostlos aus. Denn dann dürfte ja nicht nur mit niemandem mehr Körperkontakt gepflegt werden, sondern auch nichts mehr berührt werden, was andere ggf. auch berühren könnten. Ich habe mir mal einen solchen Alltag vorgestellt. Morgens um 5 klingelt der Wecker und meine bessere Hälfte robbt (in wohl selbstmörderischer Absicht) zu mir rüber um noch zehn Minuten (wie wir es sonst auch tun) zu kuscheln. Ich kann mich aber noch gerade mit einer geschickten Rolle seitwärts aus dem Bett retten. Während ich mir schnell die Kleidung für den Tag aus dem Schrank hole, frag ich meine bessere Hälfte, ob sie gut geschlafen hat und ob sie sich wirklich wohl fühlt; denn sie hatte in der Nacht zwei mal kurz gehustet. Etwas beunruhigt gehe ich ins Badezimmer, um zu duschen. Freilich nicht, ohne es vorher gewissenhaft zu desinfizieren; denn unser Haushalt besteht aus fünf Personen und das kann einem schließlich zum Verhängnis werden. Drei Kinder leben in unserem Haushalt, von denen zwei arbeiten gehen. Meine bessere Hälfte übrigens auch. Der jüngste in unserem Haushalt hat zwar Ferien, ist aber nicht bereit, sich in seinem Zimmer vorbeugend in Quarantäne stellen zu lassen (was hab ich nur in der Erziehung falsch gemacht). Nachdem ich geduscht und mir die Zähne geputzt habe, verschließe ich meine Hygieneartikel wieder sorgfältig in Schutzhüllen und gehe dann in die Küche. Wir sitzen jetzt beim Frühstück nebeneinander. So konnten wir die Gefahr der Kontaminierung noch einmal reduzieren, ohne unsere Schutzmasken benutzen zu müssen. Meine bessere Hälfte fragt mich, ob sie mir eine Stulle mit schmieren soll. „Willst Du mich umbringen, mein Schatz? Nein danke, ich mach das schon selbst“. Etwas angesäuert frühstücken wir dann und erfahren aus dem Radio, dass die S-Bahn Probleme mit ihren Zügen hat und ein Herr Schreiber wieder rechtzeitig vor der Wahl alles Schlechte über die CDU enthüllen will. Ich denke noch so „Passiert denn nichts neues mehr auf der Welt und ist die WHO schon von der Pandemie ausgelöscht worden?“, da sagt mir meine bessere Hälfte auch schon, dass wir los müssen. Nachdem wir uns nun darauf geeinigt haben, ausschließlich mit geöffneten Fenstern zu fahren, fahren wir auch wieder gemeinsam morgens bis zum Bahnhof Tiergarten. Dort steig ich dann aus und wünsch ihr noch einen virenfreien Tag. Irgendwie vermisse ich die Berührung mit ihr, aber was soll’s. In Zeiten wie diesen darf man eben kein Risiko eingehen. In der S-Bahn suche ich mir eine freie Viererbank, was auch morgens noch kein Problem darstellt. Am Bahnhof Friedrichstrasse setzt sich eine ältere Dame freundlich lächelnd mir gegenüber. Ich springe entsetzt auf und stelle mich an die Tür, wo noch kein

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anderer steht. Gerade noch mal gut gegangen. Vor dem Trias warte ich immer nur kurz, bis eine Kollegin oder ein Kollege den Türöffner betätigt und sich dabei vielleicht kontaminiert. Auch am Fahrstuhl warte ich selten lange, bis jemand kommt, der auch mitwill und die Taste drückt. Ich hab auch schon ganz gut raus, wann meine Kolleginnen und Kollegen aus meiner Etage morgens so kommen. Dann brauch ich auch nicht mehr selber im Fahrstuhl auf die Taste drücken. Die Türen öffne ich ausschließlich mit dem Ellenbogen.

Nein, da mach ich nicht mit. Ich biete weiterhin jedem die Hand zum Gruß und ich werde auch nicht auf Zärtlichkeiten meiner besseren Hälfte verzichten, bis ein Impfstoff gefunden wurde. Es gibt größere Gefahren sich anzustecken als ausgerechnet beim Hände drücken unter Kolleginnen und Kollegen. Es ist mir völlig schleierhaft, warum einige zwar noch von anderen Gegenständen (wie z.B. Dokumente) entgegen nehmen, aber nicht die Hand geben wollen. Andreas Mende

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Wir gratulieren zum Dienstjubiläum

Nieboj Brüß Strey Schönefelder

Michael Michael Jürgen Dietmar

VBO-M VBO-M VBO-M VBS-M

Wir gratulieren zum Gewerkschaftsjubiläum

Bienko Bischoff Bußewitz Cavael Dumke Eibrecht Kersten Klünder Mix Philipp Rönne Rossa Sandmann Schulz Strouhal

Roger Hans-Jürgen Gabriele Pierre Brigitte Willfried Robert Jörn Sylvia Thomas Harald Ronald Thomas Christian Klaus

BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG BVG

Bauer Herbert Kruschwitz Manfred Paszylk Evelyn

BVG BEX BVG

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+ Die ver.di-Betriebsgruppenvorstände der BVG und der BT informieren +
- Fragen unserer Mitglieder Besondere Beratungsangebote des Bezirk Berlin
www.berlin.verdi.de/service_und_beratungen

Lohnsteuerberatung telefonische Terminvereinbarung Tel.: 030/8866-4343 (von 08.00 – 13.00 Uhr) VBL- und Rentenberatung jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat telefonische Terminvereinbarung Tel.: 030/8866-5103 (von 08.00 – 13.00 Uhr) Schwerbehindertenberatung jeden 3. Donnerstag im Monat ohne Terminvereinbarung von 15.00 – 17.00 Uhr Erwerbslosenberatung mittwochs, von 16.00 -18.00 Uhr ohne Terminvereinbarung im Raum Z.10 (Zwischengeschoss) Mieterberatung Der Deutsche Mieterbund e.V. (DMB) bietet allen ver.di-Mitgliedern eine telefonische Mietrechtsberatung an. Montag – Dienstag von 12.00 – 14.00 Uhr Donnerstag von 18.00 – 20.00 Uhr Tel.: 030/2232373 Mitgliedsausweis bereithalten

men, um Rechtsschutz zu beantragen. Bei allen anderen Fragen und Problemen, die mit dem Arbeitsplatz bzw. -verhältnis zu tun haben, erst mit dem Personalrat, Vertrauensmann/-frau und dann mit dem Fachbereich Verkehr Rücksprache halten. Freizeitunfallversicherung Die Leistung der Freizeitunfallversicherung ist im Monatsbeitrag enthalten. Voraussetzung für die Leistungen einer Freizeitunfallversicherung ist, dass der Unfall in der Freizeit passierte und Du mindestens 3 Tage aufgrund des Unfalls im Krankenhaus warst. Den Vordruck zur Beantragung bekommst du von deinem Fachbereich. Ein Freizeitunfall mit Invalidität oder Todesfolge wird ebenfalls durch die Freizeitunfallversicherung abgedeckt. *********** Nichts passiert automatisch! Einiges müssen wir gemeinsam klären, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen. Wie weiß ich, ob ich satzungsgemäß Beitrag bezahle? Für unsere Mitglieder bei der BVG/BT gibt es mehrere Varianten der Beitragszahlung: Das Lohnabzugsverfahren (LAZ) / nur BVG - Hier wird der satzungsgemäße Beitrag vom Lohn bzw. Gehalt durch die Bezügeabrechnung der BVG einbehalten und überwiesen. Die Mitglieder wissen hier, dass der Beitrag satzungsgemäß ist. Durch Bankeinzugsverfahren - Das Mitglied muss hier selbst darauf achten, dass es satzungsgemäß Beitrag zahlt und dies durch Vorlage der letzten Verdienstabrechnung belegen. Hinweis: Leistungen von ver.di werden nur bei satzungsgemäßer Beitragszahlung gewährt. Durch Selbstüberweisung - Hier gilt das Gleiche wie beim Bankeinzugsverfahren. Der satzungsgemäße Beitrag beträgt ein Prozent vom regelmäßigen Bruttoeinkommen.

Welche Leistungen erhalte ich als BVGer/ BTer von ver.di? Verkehrsrecht während des Dienstes Der Polizeipräsident hat geschrieben - Was tun? Nach Zustellung des Anschreibens vom Polizeipräsidenten sich mit dem Fachbereich Verkehr in Verbindung setzen, das/den Protokoll/Meldebogen der Dienststelle in Kopie mitbringen und alles dem Verkehrsanwalt übergeben, der von ver.di benannt wird. Kündigung vom Betrieb erhalten Ab Zustellung der Kündigung hat man nur 21 Tage Zeit, um Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einzureichen und dem zu widersprechen. Was muss ich tun? Sofort nach Erhalt der Kündigung beim Fachbereich Verkehr anrufen oder vorbeikom-

Der „BVGer online“ ist ein Informationsblatt des Fachbereich Verkehr Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft ver.di Herausgeber: Landesbezirksfachbereich Verkehr, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin, http://verkehr.bb.verdi.de/der_bvger

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Wann kann der Beitrag gesenkt werden? 1. Bei Krankengeldbezug beträgt die Höhe des monatlichen Beitrages 0,5 Prozent des Bruttokrankengeldes. Hierfür ist von der Krankenkasse der Nachweis über das kalendertägliche Bruttokrankengeld anzufordern und einzureichen. 2. Während der Elternzeit beträgt der monatliche Beitrag 2,50 Euro. Der Nachweis des Betriebes über die beantragte und genehmigte Dauer ist einzureichen. 3. Während des Wehr- bzw. Zivildienst beträgt der Beitrag 2,50 Euro. Der Nachweis ist für den Zeitraum einzureichen. Achtung! Beim Lohnabzugsverfahren wird durch die Bezügeabrechnung der BVG in der Regel der Beitragsabzug gestoppt. Ist dies nicht der Fall, setze dich unbedingt mit dem Fachbereich Verkehr in Verbindung. (Tel.: 030/8866-5515/-5519 oder per FAX 030/8866-5940). Sind die Voraussetzungen nicht mehr vorhanden und wird die Tätigkeit bei der BVG/BT wieder aufgenommen, reicht eine telefonische Benachrichtigung.

4. Beim Vorruhestand (58er Regelung) beträgt der Beitrag 0,5 Prozent unter Vorlage des Bescheides der BVG über die Höhe der monatlichen Übergangszahlungen bis zur Zahlung der Rente. 5. Bei Bezug von Rente (Erwerbsminderungs-, oder Altersrente) beträgt der Beitrag 0,5 Prozent vom Gesamteinkommen. Vom Renten-/VBL-Bescheid ist die erste Seite zur Neuberechnung einzureichen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, müssen Mitglieder, die nicht am Lohnabzug teilgenommen haben, die letzte Verdienstabrechnung vorlegen, um zu prüfen, ob satzungsgemäßer Beitrag vor Rentenbeginn gezahlt wurde und Leistungen gewährt werden können.

Treuegeldzahlung ? - gilt nur für ehemalige ötv-Mitglieder Voraussetzung: bis 30.06.2001 mindestens 15 Jahre Gewerkschaftszugehörigkeit. Nach § 80 der ver.di-Satzung (Übergangsweise Erbringung von Leistungen) erhalten Mitglieder in ver.di, die unmittelbar vor der Verschmelzung (30.06.01) der ötv angehört haben und die bis zum Wirksamwerden der Verschmelzung zu ver.di durch Mitgliedsdauer (mindestens 15 Jahre) und die Entrichtung von satzungsgemäßen Beiträgen die Voraussetzungen für das Treuegeld erfüllt haben, das Treuegeld nach Maßgabe der zuletzt in der ötv geltenden Grundsätze durch ver.di. Mit der Erreichung der gesetzlichen Lebensaltersrente (frühestens ab 60./62. Lebensjahr) kann ein Treuegeld beantragt werden. Das Treuegeld ist spätestens 12 Monate nach Vorliegen der Voraussetzungen beim Fachbereich Verkehr zu beantragen. Treuegeld für Hinterbliebene wird nur gewährt, wenn das Mitglied das Treuegeld zu Lebzeiten nicht erhalten hatte. Bei Rückfragen – einfach den Fachbereich Verkehr (Tel.: 030/8866-5515/-5519) anrufen.

Was passiert beim Ausscheiden aus dem Betrieb? 1. Mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses endet nicht automatisch die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft ver.di. 2. Beim Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber, der nicht zum Betreuungsbereich von ver.di gehört, besteht die Möglichkeit eines Übertritts in eine andere DGBGewerkschaft. Die Mitgliedszeiten aus ver.di werden anerkannt. 3. Bei Arbeitslosigkeit wird unter Vorlage des Bewilligungsbescheides vom Arbeitsamt sowie des Auflösungsvertrages der BVG (wegen Sperrfrist) der monatliche Beitrag auf mindestens 2,50 Euro gesenkt.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Verteilung des „BVGer online“ per Mail durch den Fachbereich Verkehr wird in absehbarer Zeit eingestellt. Die vorhandenen Mailadressen sind aus rechtlichen Gründen nicht übertragbar. Wir bitten unsere interessierten Leserinnen und Leser sich als Newsletter einzutragen. Zum Bestellen bitte an: bvger-online-exclusiv-subscribe@lists.verdi.de Weiter Angaben sind nicht nötig. Ein Betreff ist nicht notwendig. Zum Abbestellen ebenfalls an: bvger-online-exclusiv-unsubscribe@lists.verdi.de

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