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Volume Nr. 71

Full text : Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1921 (Public Domain)

Zentralblatt  der  Bauverwaltung.

443

252.00

Abb.
Preuß.  einfache  Weichen  1

In  Gleisgruppen  aufVerschiebeb&hnhÖfen  (vgl.  Abb.  15a  der  Abhandlung ­
  von  Schwarz)  lassen  sich  mit  Weichen  1:  7  nach  den  Abmessungen
der  Abb.  2  oder  3  27  Gleise  entwickeln  (Abb.  10),  wenn  die  entfernteste
Weiche  mit  ihrem  Ende  nicht  mehr  als  250  m  vom  Stellwerk  abliegt.
Die  Neigung  1  :  (3  gibt  dagegen  nur  25  (Abb.  11)  und  preußische  Weichen
1:  D  21  Gleise  (Abb.  9).  Kleinster  Kurvenhalbmesser  ist  bei  allen  Beispielen ­
  180m.  Erwähntsei  noch,  daß  preußische  einseitige  Doppel  weichen
1  :  10  in  Verbindung  mit  einfachen  Weichen  1  :  9  22  Gleise  bringen.

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*-2S  H

Abb.  10.
Einfache  Weichen  180,  1:  7
in  Verbindung  mit  einfachen
Weichen  180,  1:9.

Die  Weiche  1:  7  erweist  sieb  hiernach  vermöge  ihrer  kurzen  Tangentenlängen ­
  vorteilhafter  als  1:6.  Ferner  gibt  1:7  bei  4,5m  Gleisabstand ­
  6,236  m  Gerade  zwischen  Gegenweichen.  Neigung  1:6  bat
dagegen  erst  bei  5,88m  Gleisabstand  Gm  Zwischengerade.
Die  Beispiele  Abb.  16  bis  22  der  Abhandlung  von  Schwarz  lassen
indessen  ohne  weiteres  erkennen,  daß  die  Neigung  1:6  deshalb
vorteilhafter  ist,  weil  sie  größere  Längen  der  letzten  Gleise  bringt.
Aber  auoh  hier  spricht  der  Umstand,  daß  bei  Gegenweichen  mit  6,236m
Zwischengerade  4,5  m  Gleisabstand  zu  halten  ist,  zugunsten  von  1  :7.
Ferner  läßt  sich  die  gekröpfte  einfache  Weiche  1^:  9/7  ohne  ein  weiteres

•'.nt?

Abb.  XL
Einfache  Weichen  180,  1:6
in  Verbindung  mit  einfachen
Weichen  180,  1:  9.

Herzstück  beratellen.  Man  legt  an  den  Stoß  vor  dem  Herzstück  einer
Weiche  180  links  das  Herzstück  einer  Weiche  180  1:7  rechts  (vergl.
Abb.  21).  Das  bietet  keine  Schwierigkeiten,  wenn  die  Stöße  in  der
Neigung  1:  18,06  liegen;  es  ist  lediglich  die  Spurerweiterung  zu  regeln.
Die  Zwischeugerade  zur  nächsten  Weiche  ist  dann  ebenfalls  6,236  m.
Es  entstehen  dabei  die  gleichen  Verhältnisse  wie  bei  der  einseitig
gekröpften  Kreuzungsweiche.  Da  die  gleiche  Anordnung  bei  1:6
5,88  m  Gleisabstand  bringen  würde,  ist  für  diese  Neigung  die
180
Weiche  1_:  3/6  3Q0  nach  Vorschlag  Schwarz  (Abb.  17  bei  Schwarz)  und
mithin  ein  neues  Herzstück  erforderlich.  Die  Neigung  1  :7  gestattet
ferner  Beibehaltung  des  Gleisabstandes  von  4,5  m  bei  Abzweigung  der

Güterbahn  (vergl.  Abb.  16  bei  Schwarz),  und  zwar  bei  Doppelkröpfung
sowohl  des  Gütergleises  (Abb.  12)  als  auch  der  Weichenstraße  (Abb.  Iß)-Die
  Neigung  1  :6  bedingt  Gleisabstande  von  4,8  m  zwischen  Gleis  5
            
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