Publication:
1899
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-14102379
Path:

Nr. 93,
Centralblatt der Han Verwaltung.
563
Abb. 1. Blick auf den Hochaltar.
Die Matthiasbirche in Breslau.
lieh, die vorhandenen Böschungen von 45 Grad Neigung durch Futtcr-
mauern zu ersetzen. Nur an einigen Stellen, besonders in der Nähe
der Stationen Courcelles-Eevallois und Ncuilly-Porte-Maillot, müssen
die Seitenstraisen über die Futtermauern vorgekragt oder die seit
lichen Gleise ganz überbaut werden (Abb. 2 u. 5). Weiterhin,
zwischen der Großen Armee-Allee und der Allee des Boulogner Ge
hölzes, ist der vorhandene Einschnitt indessen bereits mit Futter-
mauern eingefaßt. Hier wird mau sich dadurch helfen, dal's die er
forderliche Breite von den neben der Gürtelbahn gelegenen Festungs
werken abgetrennt wird, die ohnehin in nächster Zeit beseitigt,
werden sollen, und dal's man die Längsstrafse entsprechend verlegt.
Das dann noch übrige Stück zwischen der Allee des Boulogner Ge
hölzes und der Abzweigung an der Trocadero - Station kann wieder
unter Ersetzung der Böschungen durch Futtermauern genügend er
weitert werden.
Besondere Schwierigkeiten ergeben sich jedesmal, wenn mau mit
den Erweiterungsarbeiten an eine der zwischenliegendeu Stationen
Oourcelles-Lcvallois, Neuilly-Porte-Maillot und Avenue du Bois de
Boulogne oder an eine der zahlreichen Straßenüberführungen kommt,
die auf der Strecke Courcelles (Ceinture) bis Trocadero liegen. Die
Bauart der Stationen ist jetzt eine solche, dal's die beiden vor-
I handelten Gleise zwischen zwei Seitenhaimstelgeu liegen und, der
französischen Fahrordming entsprechend, links ausgestiegen wird.
Da der Betrieb auf der viergleisigon Strecke so gedacht ist, dafs die
beiden linken Gleise für die Richtung Courcelles—Trocadero, die
beiden rechtem für die umgekehrte Richtung dienen werden, so sind
die Soitenbalmsteige in 7.wiscllenbaImsteige umzuwandeln, an denen
rechts und links ausgestiegen wird. Aus den Ahle 2 u. geht die
Anordnung hervor, auch ist dort zu erkennen, wie die Bahnsteige
theils durch einsäulige Bahnsteighallen, theils durch die Flächen der
Seitenstraisen überdacht sind.
Die Straßen Überführungen werden in der Weise erweitert, daß
man bei gemauerten Constructionen für die beiden neu hinzu-
koimnenden Gleise hinter den Widerlagern der bestellenden Bau
werke je eine neue Üett’mmg anlegt (Abb. 4) oder bei reinen Eiscn-
bauten die alten Brücken vollständig beseitigt und durch neue für
vier Gleise ersetzt. Alle diese Arbeiten müssen natürlich ausgeführt
werden während sich auf den bestehenden Gleisen und den darüber
führenden Straßen ein äußerst reger Verkehr abspielt, was sie noch
besonders schwierig und umständlich macht. Nicht weniger als
400 Züge durchfuhren die Strecke in beiden Richtungen innerhalb
24 Stunden. (Fortsetzung folgt.)
Die Mattliiaskirclie in Breslau
Die am 80. Juli vorigen Jahres stattgehabte zweibundertjährige
Jubelfeier der Namen Jesu-Kirche in Breslau, jetzigen sogenannten
Matthiaskirche, hat die allgemeine Aufmerksamkeit auf dieses be
deutende Bauwerk hingelenkt, dessen enge äußere Verbindung mit
der Heimstätte der schlesischen Hochschule seine innere Zusammen
gehörigkeit mit dieser nachweist.
Der Bauplatz, auf dem sich die Matthiaskirche erhebt, gehört zu den
merkwürdigsten und wichtigsten Theilen der Stadt Breslau. Stand
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