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Volume Nr. 15

Full text: Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Issue 1891 (Public Domain)

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Centralblatt der Bauverwaltung. 
11. April 1891. 
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Abb, 1. Taub enstrafsen-Fronten. 
scbeinung bat in der 
Kegel das Innere, 
insbesondere der 
Hof, eine stattli 
chere Ausbildung 
erfahren. Da sind 
es zumeist die Gale- 
rieen,welche in reich 
verzierter Holzar 
chitektur verschie 
dene Seiten des Ho 
fes umgeben. Gehört 
das Gebäude zu 
den hervorragende 
ren Patricierhäu- 
sern, so sind diese 
Galerieenwohl auch 
in Stein ausgetührt, 
und das Gebäude 
erhält dadurch an 
sehnlicheres, monu 
mentaleres Geprä 
ge. “ Aber nicht 
blofs der Hof hat 
in jener Zeit eine 
liebevolle Durchbil 
dung erfahren, je 
tiefer man in das 
Innere des Hauses 
eindringt, über den 
Flur die Treppe 
hinauf in die Vor 
plätze und von da 
in die Wohnge- 
mächer, desto mehr 
wird man das aus 
gebildete und feine 
künstlerische Ge 
fühl bewundern, mit dem die Alten es 
während zunehmende Steigerung der 
Haupttreppe des 
Eckhauses. 
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Abb. 2. Grundrifs vom Erdgeschofs. 
Holzstich v. O, Ebel, Berlin. 
Flur, in der Regel 
gewölbt, bietet hüb 
sche Durchblicke 
nach dem Hofe und 
in das Treppenhaus. 
Er ist noch ziemlich 
schlicht in der 
Durchbildung, aber 
meist von schöner 
Raumwirkung; die 
Umfassungen aller 
auf ihn mündenden 
Fenster und Thüren 
sind von Stein, die 
der Thüren zuwei 
len von reicher Aus 
gestaltung. Die 
Treppe, meist Wen 
deltreppe, ist eben 
falls gewöhnlich 
steinern, von ur 
wüchsiger Erfin 
dung und geschick 
ter decorativer Aus 
bildung der bald 
vollen, bald hohlen 
Spindel; die Unter 
ansichten der Stufen 
bedeckt hier und da 
schöner und mannig 
faltiger Schmuck. 
Die V orplätze haben 
häufig schon die 
Bestimmung von 
Wohnräumen und 
sind demgemäfs be 
handelt: die Decken 
entweder als ein 
verstanden haben, eine fort- 
Wirkung zu erzielen. Der 
fache Balkendecken, oder auch schon schlicht in Felder getheilt; da 
zu hübsche, in verschiedenen Hölzern ausgeführte Thürumrahmungen,
	        
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