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Centralblatt der Bauverwaltung.
Jalirgang II
Erscheint jeden Sonnabend.
Pracnnm,-Preis pro Quartal 3 Jt
ausschl. Porto oder Botenlohn.
Herausgegeben
Im Ministerium der öffentlichen Arbeiten,
Berlin, 15. April 1882.
1882. No. 15.
Redaction:
W. Wilhelm - Straße 80.
Expedition:
W Wilhelm -Stnfse 90.
INHALT: Amtliche«; Personal-Nachrichten. — Nichtamtliche«: Das römische Castell in Deutz. (Schlufs.) — Kegnnerativ-Ventilation. — Der Baubetrieb des Gotthardtunnels.
(Schlafs.) — Die italienischen Straßenbahnen mit Dampfbetrieb. — Vermischtes: Ernennungen bei den technischen Beamten der Staatseisenbahn-Verwaltung.
— Uebernahme von Reicbseisenbabn-Beamten in den preußischen Staatseisenbahndienst. — S. Leonhardsltirche in Frankfurt a.M. — Das neue Gymnasium in
Elbing. — Concurrenz für Entwürfe zu einer «ühnkirche in St. Petersburg. — Schleuse des Marne-Sa&ne-CanaVs. — Elektrische Eisenbahn bei Mödling in Oesterreich.
— Photographie mit Trockenplatten und Lichtpausverfahren. — Bücherschau.
Amtliche Mittheilungen.
Personal-Nachrichten.
Deutsches Reich.
Bei der Verwaltung der Reichseisenbahnen in Elsafs - Lothringen
sind ernannt: der Abtheilungs-Baumeister Leo Franken in Saargemünd
zum Eiseobahn-Bauinspector, die Eisenbahn-Maschinenmeister
Grasshoff, Hüster, Klaehr, Reh, Schnitzlein, Möllmann nnd
Wolff zu Eisenbahn-Maschinen-Inspectoren.
Prenfsen.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Regierungs-
und Bauratli Heinrich von Dehn-Rotfelser zum Geheimen
Regierungs- und Vortragenden Rath im Ministerium der geistlichen,
Unterrichts- und Mcdicinal-Angelegenheiten, sowie zum Conservator
der Kunstdenkmäler zu ernennen.
Zu Eisenbahn-Bau- und Betriebs-Inspectoren sind ernannt: die
Eisenbahn-Baumeister Fischbach in Elberfeld und Dr. phil. Mecklenburg
in Frankfurt a. M., sowie die Regierungsbaumeister Bode
in Suhl, Buchholz in Schneidemühl, Buddenberg in Posen, Caesar
in Halberstadt, Ehrenberg in Arnsberg, Fritze in Berlin, Kluge
in Frankfurt a./M., Boeder in Magdeburg, Müller in Neisse,
Schröder in Berlin, Vogel in M.-Gladbach und Wessel in Halle.
Zu Eiseiibahn-Maschinen-Inspectoren sind ernannt: die Eisenbahn-Maschinenmeister
Becker in Berlin, Bellach in Königsberg,
Bellingrodt in Frankfurt a./M., Böcker in Überhausen, Braun in
Köln, Brosius in Hannover, ßrünjes in Stendal, Callam iu Danzig,
Caspar in Langenberg, Claaaen in Betzdorf, Courtois in
Berlin, Diedrich in Witten, Dickhaut in Kassel, Diefenbach
in Harburg, Eberle in Kattowitz, Eibach in Stralsund, Eiehacker
in Carthaus, Erdmann in Haiberstadt, Farwick in Essen, Fischer
in Frankfurt a.;M., Förster in Kassel, Franck in Bromberg,
Führ in Hannover, Garbe in Berlin, Heimann in Coblenz, Hesse
in Bremen, Hesse in Breslau, Hirsch in Saarbrücken, Hirsekorn
in Breslau, Holzheuer in Bromberg, Hummel in
Deutz, Hummell in Dortmund, Jälins in Köln, Jung in Limburg,
Kielborn in Posen, Kleemann in Nordhausei), Klövekorn
in Bromberg, Köhler in Elberfeld, Köster in Lingen, Köhler in
Osnabrück, Kohn in Köln, Kunz in Crefeld, Lami'ried in Berlin,
Landgrebe in Breslau, Lange in Buckau, Liedei in Breslau,
Losehand in St. Wendel, Lutterbeck in Berlin, May in Königsberg,
Mertz in Bromberg, Meyer in Berlin, Meyer in Magdeburg,
Mohn in Breslau, Monje in Köln, Müller in Arnsberg, Müller in
Berlin, Müller in Dortmund unter Versetzung nach Paderborn,
Nepilly in Saarbrücken, Neuschäfer in Halle, Oelert in Nippes,
Oestreich in Fulda, Attern gen.: Othegraven in Düsseldorf,
Olfenius in Castei, Palmie in Stargard i. Pom., Passauer in
Kassel, Reck in Ratibor, Reichmann in Speldorf, Rokde in Crefeld,
Rustemeyer in Berlin, Schäfer in Trier, Scheibke in Dirschau,
Scheringer in Thorn, Schlesinger in Nippes, Schmidt
in Witten, Schmitz in Düsseldorf, Schneemann in Hannover,
Schünhoff in Stettin, Schumacher in Berlin, Seelig in Frankfurt
a./M., Siegert in Berlin, Sillies in Berlin, Stempel in Stolp,
Stiebler in Stolp, Suck in Görlitz, Thiele in Hannover, Thomas
in Magdeburg, Tilly in Paderborn, Trapp in Göttingen, Turner
in Potsdam, Urban in Frankfurt a./O., Vockrodt in GöttLngen,
Wedcmeyer in Minden, Weifs in Berlin, Wittmann in Elberfeld,
Wolf in Siegen, Woytt in Stettin und der Eisenbahn-Werkstätten-Vorsteher
Vossköhler in Schneidemühl.
Zu Regierungs-Baumeistern sind ernannt: die Bauführer Theodor
Plaschetka, Ulrich Wendt, Ferd. Thiele und Gustav Wegner.
Die Feldmesserpriifong haben bestanden
in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März d. J. bei der Regierung in
Aachen: Ernst Ziegler, Eugen Klauser und Jacob Schmitz;
Arnsberg: Paul Jasper;
Breslau: Eugen Ilerberger;
Cöslin: Karl Ponath und Friedr. Gaedke;
Danzig: Alfred Zschock;
Düsseldorf: Oskar Poblig, Albr. Menzel und Job. Fieperbeck;
Frankfurt a./O.: Jul. Encke;
Hannover; Fritz Bank, Friedr. Hesselbarth und Paul Weiter;
Kassel: Otto Wessel (Forsteand.), Gustav Beck, Otto Frankenberg,
Eduard Lessig und Alex. Mueller;
Münster: Karl Francke;
Königsberg: Gust. Lube, Matthäus Lipke und Rieh. Hausendorf;
Potsdam: Wilh. Palm, Joli. Krause (Forsteand.), Joh. Hermes
(ForstcaDd.), Paul Krüger (Forsteand.) und Georg Riechert;
Wiesbaden: Adolf Seel und Wilh. Schüler.
Nichtamtlicher Theil.
Redacteure: Otto Sarrazin und Hermann Eggert.
Das römische Castell in Deutz.
(Schlufs.,
Um eine Vorstellung von der muthmafslichen inneren Anordnung
des Deutzer Castrums zu gewinnen, hat man literarische
Quellen über Lagerordnung und andere römische Lagerreste vergleichsweise
in Betracht zu ziehen. Wie aus den hierauf bezüglichen
Schriften der drei verschiedenzeitigen Militairschriftsteller Polybius,
Hyginus und Vegetius erhellt, geht der Grundzug der älteren leicht
gebauten Feldlager auch auf die festen Standlager über. Erstere
wurden von voraufeilenden Centurionen unter Leitung eines Tribunen
nach strengster Ordnung entsprechend der Heeresordnung mittels
Piketfähnchen so abgesteckt, dafe jeder Zweig von Behörden und
Truppentheilen sofort seinen Platz erkennen nnd gemäfe der Marschordnung
bequem einnehmen konnte. Diese Ordnung der beweglichen
Lager hat sich jedoch entsprechend den Veränderungen der Heeresordnung
beständig fortgebildet und verändert, und ebenso treten
jedenfalls auch bei stark befestigten, gegen Ueberrumpelung gesicherten
Lagerburgen mehr oder weniger zufällige örtliche Abweichungen
von schablonenhaftem Schema unbeschadet der militärischen
Ordnung und der plamnäfeigen Vertheidigung ein.
Die bei beweglichen Zeltlagern nothwendigen breiten Lagerstraisen
werden hier zu Gunsten der Raumausnutzung möglichst
schmal angelegt. Im allgemeinen lag das Prätorium, Hauptquartier
des commandir enden Feldherm, möglichst hoch, unweit des Angriff«-