104
Krüger, Willy, Rechtsanwalt und Justitiar der Hundert Jahre Berliner Zumor.
ZU TUHHOTUHONG MONTRE HNRNSER Da der „Verein für die Geschichte Berlins" seiner-
Berlin O 17, wurde zum Hauptmann d. L. befördert. zeit =- durch seine liebenswürdige Aufforderung zu
einem Vortrag unter obigem Titel -- der geistige
Verzeichnis der Söhne Urheber zu einer angenehmen Streife durch die heitere
unserer Mitglieder, welche das Eiserne Kreuz erhalten haben, Berlinische Literatur gewesen ist, sei auch an dieser
soweit deren Namen nicht schon früher mitgeteilt sind. Stelle mitgeteilt, daß der Unterzeichnete nunmehr ein
Bötzow, Frit, Lt. d. Res., 3. ZS. Armeeflugpark 83 gleichnamiges Buch zusammengestellt hat, das so-
3. Sohn des Herrn Rentners Fritz Bößow, ik 2 Kl, eben im Verlag der „Lustigen Blätter" (Dr. Eysler
Dosquet, Hans, FSliegerleutnant, Sohn des Sanitäts- & Co.), Berlin SW., erscheint. reis 3 X.)
q '
rates Dr. Dosquet, BE 1 Kl. Dies Sammelwerk möchte gern ein heiteres Stück
Berliner Kulturgeschichte von den Freiheitskriegen bis
Kleine Miftfeilungen. zum. Weltkrieg darstellen. Es schöpft seinen Stoff aus
. alten und neuen Lebenserinnerungen, Briefen, Ge-
Das Scharnhorst-Grabmal auf dem Berliner dichten usw., sucht die Wirkung des Wortes durch
ZInvaliden-Kirchhof. zeitlich entsprechende Bilder zu ergänzen und deutet
. . ; . in drei Abschnitten („Vormärz und Biedermeier":
Die Leser des Aufsatzes „Schinkels Kriegsdenkmäler in " .s I
aus Neven ei (in Nr. 12 der „Mit- „Vom tollen Jahr zum neuen Reich“, „Berlin
teilungen“ 1916 5. 86 ff.) dürfte es interessieren zu wird Weltstadt“) die allmähliche Umwandlung des
erfahren, daß die Angabe auf dem Grabmal Scharn- eistigen Bodens an, auf dem der Berliner Humor
horsts auf dem Berliner Jnvaliden-Kirchhof: „Geboren erwachsen ist. Natürlich ist überall, wo Berliner Luft
den 12. November 1756 zu Haemelsee in Hannover" weht, neben dem freundlichen Gesellen Humor auch
unrichtig ist. = der vorlaute Bursche Witz bei der Hand; er wurde
Gerhard Johann David Scharnhorst ist nämlich Seduldet, sofern er sich nicht allzu „mausig“ machte.
ausweislich des Bordenauer Kirchenbuches am 12. No- Persönlich ist das Buch der Dank eines Nichtberliners,
vember 1755 (nicht: 1756) im Pfarrdorfe Bordenau der unbefangen genug geblieben ist, um auch über der
bei. Meustadt..am.Rübenberge in Hannover (nicht: Hae- etwas rauhen Schale den guten Kern des Berlinertums
melsee] Aevoren: nicht zu- übersehen Dr. Gustav-MWanz:
Nach Haemelsee -- einem zum RBittergute der
hoyaischen Familie von dem Busche-Münchhausen ge-
RIriS FREER ist SPE DESG u je Frageka. 7"
amilie erst im Anfange des ober 1759 g 1. : |
. . 1. Wo findet man etwas über Niter und Bestand der
Auf Haemelsee, das Scharnhorsts Vater als Pächter be- Berliner Kirchenbücher (der evangelischen, katholischen,
wirtschaftete, hat dann der spätere General Gerhard von jüdischen, französischen) > =- Das Werk von Dr. G. Yorberg,
Scharnhorst den größten Teil seiner Knabenzeit verlebt. Die Kirchenbücher im Bezirke der Gen. Superintendentur
Die Inschrift auf dem Grabdenkmal enthält also Berlin sowie der Neumark (Cp3g. 1905) ist bekannt. -- Über
. ichtige Angaben einzelne Kirchen gibt die „Vereinigung Berliner Küster"
We Imme Sngaven. GE IR (Berlin C 2) Auskunft.
Die falschen Daten findet man übrigens, wie ich a+ 2. Welches sind die ältesten Kasernen in Berlin und seit
festgestellt habe, auch in einer Reihe historischer Ab- wann gibt es aberhang Refe Eies der ältesten Sols
handlungen über Scharnhorsts Leben. (Vgl. 3. B. J. atenquartiere ist das des Kadettenkorps, das bis 1873 in der
MN EPETE ; . . Neuen Friedrichstraße (früher Hetzgarten) untergebracht war.
C. 'Rreßschmer: Sried rich Wilhelm I1,, sein Leben, sein R: Ri Ee 5) raß Kunstdenkmälern der Stadt Berlin führt
Wirken und seine Zeit. Danzig 1841. Seite 516, wo Bor- auf; 1 Die „reitende Urtilleriekaserne“, 2. die Husarenkaserne
denau noch dazu in „Borbenau" verwandelt worden ist.) M dier Merndrinonsst: 1245: 3. dio eranderkaseike: Meraner:
n einigen Geschichtswerken ist als Scharnhorsts traße 56, 4--5. die 2 Kasernen des 2. Garde Regts. in der
Sebi ien 19: „10. IEEE EEE Klippel (Das Friedrichstraße 107 und in der Karlstr. 34/35.
Ceben des Generals von Scharnhorst, Leipzig, 5. A. hmmm
Brockhaus, 1869, Seite 16, Anmerkung) hatnachgewiesen, - :
daß diese 'fälsche Ungabe auf eine Verwechselung mit Inhailtsverzeimnis : :
dem Geburtstage von Scharnhorsts Bruder Ernst Tagesordnung der nächsten Sizung. 5. 99. -- Die Re-
Wilhelm (geb. 10. November 1760 zu Haemelsee) zurück- formation der Mark Brandenburg. S5. 99. =- Major Friccius.
zuführen ist. (Vgl. Biographie von Max Lehmann.) 5. 101. = Urbeitssitzung vom 25. November 1916. S. 103. =
% it Willv Kri Veränderungen im Mitgliederbestande. S. 103. =- Verzeichnis
echtsanwa IVIREN DEE: der Kriegsteilnehmer. S. 103. =- Kleine Mitteilungen. S. 104.
-=- Fragekasten. S. 104.
Nachdruck aus den „Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins" ist nur mit genauer Quellenangabe gestattet.
Unter Mitwirkung von Dr. pP. Cläuswi verantwortlich redigiert von Dr. H. Brendi>e, Berlin W 30, Gleditschstraße 41.
Derlag des SE für D BE R It -- Gedruckt und in Vertrieb bei E. 5. Mittler & Sohn in Berlin,