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Nante Strumpfs Künstlerleben

Full text: Nante Strumpfs Künstlerleben / Edmüller, Johann

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meine Tabagie � die Idee dazu is mir uff
meiner letzten Reise ingefallen. Es is eigentlich
en Chausseegedanke � ich werde es schon sch�ne
inrichten, das is mir Fett! Ick habe ja Mo-
fum et plos�lilniy! Na
� ick sage weiter nischt,
als den Berlinern soll 'ne ungeheure Stern-
schnuppe uffgehn!
K ie b.
Ja, 'ne Iesellschaft werd' ick engaschiren,
Von sch�nen Leuten, die recht t�chtig ziehn,
Mein Theater soll gewi� dann paradircn
Vor allen andern hier in janz Berlin.
Die Liebhabern, 'ne Stimme weech wie Butter,
Mu� mit 'ner Talje wie 'ne Semmel sein,
Un wie 'ne Feuertiene dick die Mutter,
So sind't se sich in'n Austand gleich hinein!
Der Liebhaber mu� immer propper scheinen.
Mu� schlankelhaft und niedlich sein rund rum;
Der Vater, da� man'n leichter bringt zum Weinen,
Tragt in der Tasche stets 'ne Zwiebel rum.
Und br�llt der Held, und macht er recht Grimassen,
Dann ruft man ihn nach jedem Act heraus
�
Ooch derf er sich en Schnurrbart wachsen lassen,
So nimmt sich des Organ viel sch�ner aus!
Der Intrijant mu� nischt als Wuth empfinden,
Un stirbt er dann zuletzt, un sind't sein Ziel,
Mu� er sich wie en Regenwurm noch winden.
So was, des sieht sch�n aus un kost't nich viel.
        
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