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Full text: Spickaal auf der Berliner Kunst-Ausstellung im Jahre 1846 / Hopf, Albert

Ausdruckhaben. Das ist aber durchausnicht der Fall
Jedenfallshat sich der Maler hier eineAufgabegestellt,
derenL�sungeinesandernPinselsbedurfth�tte. Wo zeigt
sich in diesemGesichtauch nur der fl�chtigsteAnhaucheines
k�mpfendenSeelenzustandes?Und die Ungewi�heit,das
H�ngende,Schwankendezwischender Religionund der
Weltlustbedingtdoch immereineninnerenKampf,und das
Gesichtist der Spiegelder Seele. Nein,der Maler hat
sich dasbequemergemacht.Er maltunsdieReligionund
die Weltlustgleichals ein Paar l�schpapierfarbeneGestalten,und
stalten,undmachtso denKampfzu einem�u�erlichen.
Spickaal.Der Mann da vornedenkt:La� se sich
man pr�gelnum mir; ick seh gar nich hin, un wer die
Oberhandgewinnt,mitden gehick. Uebrigenssiehter aber
aus, wie meinSchwagerder T�pper, wenn des Vierteljahr
jahrumis, und er wee�nich, wo er die Miethehernehmen
mensoll.Ick wer mir'n Looskoofenvorn Dhaler,vielleicht
leichtgewinn'ick detBild. Desw�remir sehr lieb, denn
ick habekeeneVogelscheuchein'nGarten,und dieSperlinge
fressenmir allenWein ab; wennick aber desBild ufstelle,
denn f�rchtense sich schonvor den Doodenkapp,der da
uffenDischsteht.
Herz. Gehenwir weiter!
Schleichbein. (zu Duckdichund Wetterhahn.)Ja
dasReligi�sesagt ihnennichtzu. Mir ist dasschlechteste
Heiligenbildlieber,als die sch�nsteVe � Venus,wodurch
t>ie Sinneaufgeregtwerden,und dieSittlichkeitmit F��en
getretenwird.
        
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