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Full text: Spickaal auf der Berliner Kunst-Ausstellung im Jahre 1846 / Hopf, Albert

nesgleichenim Volke hat, auch nicht so leicht gelingen
werden.
Schleichbein.Mein lieber guter Herr Freimuth,
Sie gerathenja ordentlichin Hitze. Ich kann mich mit
Ihnennur halb einverstandenerkl�ren. ManliebtdasVolk
wohl,abernur im Prinzip; in der Praxisist es roh und'
gemein.
Spickaal,(zu Herz.)Ich gloobe,die redenam Ende
vonmir.
Herz. Desist wohlm�glich. Siek�nnenjedochversichert
sichertsein,da� es nichtsB�sesist; dennHerr Freimuth
�
Spickaal.Idaismir auch nich bange. Aber die
andernbeiden?� Na ich sageIhnen,ich bin Spickaal,
un in gewissenPunktenverstehich keinenSpa� nich, vorz�glich
z�glichvonsoneWztrittigen.
Freimuth.Wendenwir uns wiederzu denBildern.
Unter der Unzahlvon Portraitshabe ich bis jetzt noch
keinsgefunden,wasdenLorbeer>nbedingtverdiente. Mittelm��igkeiten
telm��igkeitendieH�lle und F�lle, abernichtsVorz�gliches.
Wie ganzanderswirdunser Interessein Anspruchgenommen,
men,wennwir auf dem Museumdie wahrhaftgenialen
Sch�pfungender altenitalienischenund holl�ndischenMeister
Schleichbein(s��lich.)AufweltlicheSch�nheitkommt
es gar nichtan,sondernnur auf den inwendigenMenschen.
Die wahreSch�nheitzeigtsich nur dem'geistigenAuge,
welchesdurchdie h��lichscheinendeH�lle hindurchdringt-
Duckdich. Gott sieht aufsHerz. Nur die S�nde
kleidetsich in blendendeSch�nheit.
        
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