Path:

Full text: Die deutschen Auswanderer auf der Mosquito-Küste / Hopf, Albert

den menschenfreundlichen Entschluß faßten, überzusiedeln, und 
den Wilden das Schnapstrinke nabzugewöhnen. Bei den
durch und durch verderbten Berlinern machen diese Herren
doch nur schwache Geschäfte; denn täglich lassen sich halb
so viel neue Mitglieder vorn einschreiben, als hinten alte
abfallen. — Doch wir verweilen immer noch in Berlin,
und auf dem Schiffe „Hoffnung" werden bereits die Anker
gelichtet. Hoffnung ade! u. s. w. Lassen wir unsre Gedanken
schnell nachspringen. Von Berlin nach Hamburg,
von da nach London, nach Madeira, nach Barbadoes, nach
St. Domingo, noch ein Sprung, und wir sind in Kingston
auf Jamaika. — Das ging noch schneller wie auf der
Eisenbahn, die Passagiere sind keinen Stürmen ausgesetzt,
und was das Beste ist, die Gedankenspringer dürfen sich
alles ansehen und hören, und wenn sie es nicht so finden,
wie man es ihnen hier vorgemalt hat, so können sie eben
so schnell wieder zurück, was den armen Auswanderern per
Schiff nicht so gut geboten wird. —
Der Kapitain des Schiffes steht auf dem Verdeck und
flucht fürchterlich; denn der Rum, den man ihm auf der
Insel gereicht hat, war eben so verfälscht, wie der bei
Kröcher und Eulner. Ein Matrose erscheint, und berichtet:
„Herr Kapitain, so eben ist wieder einer von den Auswanderern
am Schaukeln des Schiffes gestorben, und ein anderer
hat ihm zur Gesellschaft den Geist aufgegeben." —
„Bindet sie beide auf ein Brett, und werft sie in's Meer!"
befiehlt der Kapitain. „Für Leichen habe ich keinen Raum
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.