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Periodical volume

Full text: Körnerpost Issue 96.2015

Nr. 96 | Dezember 2015

Körnerpost
Quartierszeitung für den Körnerkiez

|

Novine za kvart Körnerkiez
(Kroatisch)

02
	

	 Kurz gemeldet

Handarbeits-Café
	Ariadne
	

Stricken, sticken, nähen

03
	

	

	
	

Porträt

	

Immer noch Heimat
Bezirksstadtrat
Jan-Christopher Rämer

Interview
06
	Adieu

	Körnerpost!
	

	

Ein Rückblick auf
96 Ausgaben

Zeichnung: Parvati

Letzte
Ausgabe

–

Adieu
Körnerpost!

Editorial

Inhalt

Liebe Leser*innen
der Körnerpost !

Quartiersbüro
Quartiersbüro
Körnerpark
Körnerpark
Emser
Straße 15
Emser
15
Tel. 62Straße
98 87 90
Tel. 62 98team@
87 90
team@
qm-koernerpark.de
qm-koernerpark.de
Sprechzeiten:
Sprechzeiten:
Mittwoch
15–18 Uhr
Mittwoch 10–13
15–18 Uhr
Donnerstag
Donnerstag 10–13 Uhr
Mitarbeiter*innen:
Mitarbeiter*innen:
Ulli Lautenschläger
Ulli Lautenschläger
Öznur Büker
Öznur
Büker
Tom Meier
Meier
Dr.Tom
Astrid
Tag
Dr. Astrid Tag

Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben: Dies ist die
letzte Ausgabe der Körnerpost! Ohne Ihre Unterstüt­
zung als Autor*innen, Fotograf*innen, Zeichner*innen
und Leser*innen wären unsere 96 Körnerpost Ausgaben
weniger abwechslungsreich und lebendig ausgefallen.
Vielen herzlichen Dank!
Allerdings hält die Senatsverwaltung für Stadtentwick­
lung und Umwelt derzeit den Erhalt von Kiezzeitungen in
dieser Form nicht mehr für möglich. Das ist sehr schade,
weil im Körnerkiez die Körnerpost sehr geschätzt wird.
Sie informiert über viele Projekte, Einrichtungen und Ini­
tiativen im Kiez und ermöglicht dadurch eine bessere Zu­
sammenarbeit. Aus diesem Grund befürwortet auch der
Quartiersrat, dass die Körnerpost als Soziale Stadt-Pro­
jekt erhalten bleibt.
Einen Rückblick auf neuneinhalb Jahre Körnerpost gibt es
im Interview auf S. 6/7.
Schöne Weihnachten und auf bald im Kiez!

Projekte

„Marions Kochtheater“
Wenn aus einem Schimpfwort
eine gute Sache wird

Drei Fragen an …

08

Neukölln hilft
Unterstützung für Geflüchtete

Projekte

die Redaktion

04

08

Illuminationen 2015/2016
Der Körnerpark
leuchtet wieder

„Café Ariadne“

Titel:
„Was macht dich
glücklich?“ lautete das
Thema des diesjährigen
Malwettbewerbs. Für
Parvati (11) ist die Sache
klar: wenn sie reiten
kann.
Rechts: Stricken für
Bäume – Urban Knitting
in Fürstenwalde

Stricken, sticken, nähen, filzen – das und vieles mehr
können Sie nach Herzenslust in unserem Handarbeits­
café „Café Ariadne“ in gemütlicher Runde bei Kaffee und
Tee.
Fehlt Ihnen zu Hause ab und zu die "Inspiration", die
"zündende Idee" oder einfach nur Gesellschaft?
Wir sind eine offene Gruppe von Menschen, die gerne
zusammen kreativ ist. Hier können Sie Ihre „Projekte“
bearbeiten, in lockerer Atmosphäre Ideen sammeln, sich
treffen und unterhalten.
Freitags 10 bis 13 Uhr
im Nachbarschaftsheim Neukölln, Schierker Str. 53
Kosten: Getränke: 0,50 €
Leitung: Elke Hennig & Ilona Wölk
Info: Elif Yeşilgöz, Tel. 8485 5687 bzw. 2847 8493,
erwachsene@nbh-neukoelln.de
NBH Neukölln

2

12/2015

Körnerpost # 96

Foto: Jeanette Bauer

Kurz gemeldet

Porträt

Immer noch Heimat

Das ungekürzte Porträt
finden Sie unter
www.qm-koernerpark.de/
koernerpost/portraets

Infos zur
100-Jahre-KörnerparkFeier unter
www.100jahrekoernerpark.
wordpress.com

Foto: Claudia Mattern

Es war ein sehr bewegender Moment für ihn, als er im
April 2015 den Amtseid als neuer Bezirksstadtrat für Bil­
dung, Schule, Kultur und Sport ablegte. „Wenn man im
Bezirk aufgewachsen ist und die unterschiedlichen Ecken
kennt“, sagt Jan-Christopher Rämer (SPD) und atmet tief
durch, „dann ist das schon eine ganz besondere Ehre,
dass ich jetzt hauptberuflich in meinem Bezirk politisch
arbeiten und ihn mitgestalten darf. Das ist wie Nachhau­
sekommen.“ Überall treffe er auf Menschen, die er aus
seiner Zeit als Neuköllner Juso-Vorsitzender, als Sprecher
des Quartiersrates Körnerpark, Vorstand des Nachbar­
schaftsheims und aus anderen ehrenamtlichen Tätig­
keiten kennt. Oder vom Eishockeyspielen, neulich hatte
er sein 25jähriges Jubiläum. Und er spielt immer noch,
wenn auch nur alle zwei Wochen.
Nach Jahren politischen Ehrenamts in Neukölln war er
zuletzt als persönlicher Referent eines Staatssekretärs in
der Bundespolitik tätig. Aufgeben wollte er die Bezirks­
politik aber nicht, – und als Dr. Franziska Giffey das Amt
der Bezirksbürgermeisterin übernahm und der Posten
des Bezirksstadtrats vakant war, wusste er: Das traue ich
mir zu. Mit 34 Jahren ist er jetzt berlinweit der jüngste
männliche Bezirksstadtrat.
Natürlich sei die aktuelle Aufgabe, für die zunehmende
Zahl von geflüchteten Menschen im Bezirk Unterbrin­
gungen zu suchen, eine besonders große Herausforde­
rung. „Am Ende des Tages den Kolleg*innen im Bezirks­
­amt die Sporthalle vorzuschlagen, die als nächstes an der
Reihe ist – dazu gehört eine sehr klare Haltung“ erklärt
er. Es gehe darum, jetzt im Winter Obdachlosigkeit zu
verhindern. „Dach und Wärme, das ist alles.“
Denn natürlich erhitzen sich an den Diskussionen um die
Sporthallen die Gemüter, weil das Dach für die Geflüch­
teten dazu führt, dass Training und Sportunterricht aus­
fallen muss. Gibt es tatsächlich ad hoc keine alternativen
Unterbringungsmöglichkeiten? Bezirksstadtrat Rämer
schüttelt den Kopf. „Aber wir geben im Bezirk unser
Bestes, um Alternativen zu schaffen! Die Hausaufgaben
des LAGeSo erledigen wir jetzt einfach selber.“ Weil Neu­
kölln weder große Liegenschaften, leerstehende Hallen
noch ehemalige Kasernen besitzt, kommen laut offizi­
eller Unterbringungsstatistik relativ wenig Geflüchtete
in Neukölln unter. Gleichzeitig ist die so genannte infor­
melle Zuwanderung aber stark angestiegen. Laut aktu­
eller Rechtslage müssen öffentliche Einrichtungen vor
privaten Gebäuden in Anspruch genommen werden.
Beim leerstehenden C&A-Gebäude in der Karl-Marx-

Straße, dessen Nutzung derzeit vorbereitet wird, hatte
der Eigentümer der Unterbringung von Geflüchteten zu­
gestimmt, doch das ist eher selten.
Rämers Zuständigkeit umfasst 60 Schulen, zahlreiche
Kultureinrichtungen und Sportflächen. Jetzt als Bezirks­
stadtrat für „sein“ Eisstadion Neukölln zuständig zu sein,
in dem er als 9-Jähriger mit dem Eishockey angefangen
hat, macht ihn besonders stolz.
Jan-Christopher Rämers Neukölln-Biografie ist ungebro­
chen: zehn Jahre Britz, zehn Jahre Buckow, zehn Jahre
Körnerkiez. Eine Verbundenheit zum Körnerkiez hat er
sich bis heute bewahrt. „Der Körnerkiez ist immer noch
Heimat und für mich ein besonderer Ort.“ Die mit So­
ziale Stadt-Geldern finanzierten Bauprojekte, wie bei­
spielsweise die Neugestaltung des sogenannten Emser
Platzes, die Caféteria, der Vorplatz des Albrecht-­DürerGymnasiums, die Umgestaltung des Bolzplatzes seien
Dinge, an denen er die Spuren des eigenen Engagements
aus dem Quartiersrat wiederfindet. Überhaupt ist der
Bolzplatz bis heute in seinen Augen eines der schönsten
Beispiele, wenn er über Zeitabläufe bei Beteiligung und
Wort halten bei der Umsetzung spricht. „Wenn man
Kinder und Jugendliche an Planungen beteiligt, ist es
ganz wichtig, dass die Umsetzung schnell gehen muss.“
Als Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung der
Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat
er auch innerhalb seiner Fraktion intensiv für den Erlass
einer Sozialen Erhaltungsverordnung (Milieuschutzver­
ordnung) in den Nord-Neuköllner Kiezen gekämpft. Zwar
sei Milieuschutz nicht der Allheilsbringer, aber er biete
die Chance, extreme Auswüchse wie Zusammenlegung
und Umwandlung in Eigentumswohnungen zu verhin­
dern und einen gewissen Bestand an preisgünstigeren
Wohnungen zu erhalten, erklärt er. Die Mehrheit der BVV
hat beschlossen, dass es auch im Körnerkiez eine Vorun­
tersuchung geben wird.
Er freut sich schon auf die große 100-Jahre-Körner­
park-Feier im nächsten Jahr, wo an 100 Tagen von Juni bis
September täglich etwas stattfinden wird. „Wir wollen
diese Parkperle, die wir hier in Neukölln haben, gebüh­
rend feiern.“ Der vom Fachbereich Kultur und dem Werk­
Stadt Kulturverein organisierte Stammtisch 100 Jahre
Körnerpark hat in den letzten anderthalb Jahren viele
spannende Ideen dazu entwickelt. Mit Sozialstadtrat
Bernd Sczepanski hat er gerade alle Neuköllner*innen
angeschrieben, die im nächsten Jahr 100 Jahre alt
werden, um sie in einer Ausstellung zu zeigen. Passend
dazu werden im Körnerpark extragroße Sonnenblumen
blühen.
Claudia Mattern


Alle zwei Wochen geht
er selbst aufs Eis:
Bezirksstadtrat
Jan-Christopher Rämer

Körnerpost # 96

12/2015

3

Termine
Galerie:

Verschiedene
Orte

Weitere Termine unter
www.qm-koernerpark.de

>> Emserianer-Stammtisch
	 Mi, 16.12.2015 & 6.1.2016,
	 jew. 20 h, „Steckenpferd“,
	 Emser Str. 8, Hinterraum
	emserianer@posteo.de,
	 www.mietenbuendnis.de/
	 emserkiez, www.facebook.com/
	emserianer
>> Erzählcafé im Körnerkiez
	 Do, 17.12., 16–18 h
	 mit Christel Lucht,
	Infos:erzaehlcafeimkoernerkiez.
	blogspot.de, Neuköllner
	 Leuchtturm, Emser Str. 117
>> Informationsveran	staltung für Schüler der
	 kommenden 7. Klasse
	 7.1.2016, 20 h, Albrecht	Dürer-Gymnasium,
	 Emser Str. 133/137
>> Sitzung des Quartiersrats
	 Do, 28.1.2016, 18 h,
	 Ort wird noch bekannt gegeben.
>> Termine des QMs finden Sie
	unter www.qm-koernerpark.de

Galerie im
Körnerpark
Café eßkultur, Galerie &
Kreativraum im Körnerpark
Schierker Str. 8, Tel. 5682 3939,
Di–So ab 11
Cafe eßkultur – Salonmusik:
>> Cassandra Hoffmann,
	 Ada Phoenix & Julian Gretschel –
	Weihnachtslieder
	 So, 20.12., 18 h
>> Ananda Dhara – Indische
	Musik So, 10.1.2016, 18 h
>> Hang Caravan – Meditative
	Weltmusik So, 17.1.2016, 18 h
>> Clemens Christian Poetzsch –
	 Soloklavier So, 24.1.2016, 18 h
>> Die Ohrpiraten – Weltmusik
	 So, 31.1.2016, 18 h
>> TablaScoop – Jazz & Rock/
	Worldmusic So, 7.2.2016, 18 h
>> The Berlin Jazz Company – Jazz
	 & Gospel So, 14.2.2016, 18 h
>> Trio Morgenland – Orientali	 sche Musik So, 21.2.2016, 18 h
>> Patricia Holtzmann &
	 Vincent Piot – Arien voller
	Leidenschaft
	 So, 28.2.2016, 18 h
>> Tobias Relenberg & Tino Derado
	 Duo – Modern Jazz
	 So, 6.3.2016, 18 h
>> Nestan Bagration-Davitashvili –
	 Klassik, Neue Musik
	 So, 13.3.2016, 18 h
>> Haymo Doerk & Christian Sabot –
	 Akustisches Gitarrenduo
	 So, 20.3.2016, 18 h

4

12/2015

Körnerpost # 96

>> Die Berlinerin – Das
	 Porträt einer Stadt
	 Ashkan Sahihi (bis 9.1.2016)
>> Art & Anthropology. Auf	
	 der Suche nach dem Anderen
	 Ethnographische Bezüge in
	 der zeitgenössischen Kunst
	 (bis 3.4.2016) Antje Engelmann,
	 Olaf Holzapfel, Riikka Kuoppala,
	 Cyrill Lachauer, Nadia Lichtig,
	 Maix Mayer, Gabriel Rossell
	 Santillán, Mathilde ter Heijne
	 u.a. Vernissage Fr, 22.1.2016, 18 h

Fincan
Altenbraker Str. 26/Ecke Nogatstr.,
www.fincan.eu
>> Konzerte Fr/Sa ab 20 h; 3–8 €
	 alle Infos unter: www.fincan.eu
>> Class of movement &
	dance Mo 16.30–18 h
	 Infos: petraxstef@gmail.com
>> Yoga: offene Stunde
	 Mo 18.30–20 h: Einsteigerkurs/	
	 Mittelstufe. Mo 20.15–21.45 h:
	Mittelstufe/Fortgeschrittene
	 Infos: www.sandro-schott.de
>> Improtheater: offenes Spiel
	 jeden 2. Di 20.30–22 h
>> Tango
	 Mi 18.30–19.30 h: Anfängerkurs
	 Mi 19.45–20.45 h: Mittelstufe I
	 Mi 21–22.15 h: Mittelstufe II
	 So 18.30–19.30 h: Tango
	Infos: www.tangoneuewelt.de
>> Pilates Do 17.30–18.30 h
>> Sinnesreisen
	 jeden 2. Do 20–22 h
>> Tanz-Improvisation
	 Fr 17.30–18.45 h

Galerie im
Saalbau
Karl-Marx-Str. 141, Tel. 90239 3772,
Di–So 10–20 h
>"Redrawing
>
Stories from
	 the Past (bis 10.1.2016)
	 Graphic Novel-Zeichner*innen
	 bringen vergessene Geschichten
	 von Opfern des Nationalsozia
	 lismus ans Licht. Max Baitinger
	 (Deutschland), Paula Bulling
	 (Deutschland), Zosia
	 Dzierzawska (Polen), Vuk Palibrk
	 (Serbien), Martin Zutis
	 (Lettland) und den Experten für
	 Geschichte und Comics Ole
	 Frahm und Sascha Hommer

KussKuss
Küche & Gemeinderaum,
Nogatstr. 30,
www.kusskussberlin.de,
Tel. 0176-4209 0498 h
>> The Musical Zoo. Für Kinder
	 von 1–6 J. mit Klavier, Gitarre,
	 Trommeln, Tanz. Sa, jew. 9.30 h
	 (bis 2 J.) und 10.30 h (ab 3 J.)
	 Die Plätze sind begrenzt, bitte
	reservieren! themusicalzoo.com

Nachbarschaftsheim
Neukölln
Schierker Str. 53, Tel. 8486 6586
>> Kostenlose Sozial- und
	Rechtsberatung auf Deutsch,
	 Englisch, Französisch & Türkisch:
	 Offene Sprechstunde (Deutsch &
	 Englisch) Mi 14–15.30 h
	Beratungsschwerpunkt:
	Sozialrecht
	 Sozial- und Rechts	 beratung mit Termin
	 (Deutsch) Jeden 1. und 3. Do
	 im Monat,16–18 h,
	 Beratungsschwerpunkte:
	 Arbeitsrecht, Versicher­ungsrecht,
	Forderungsabwehr,Schuldenbe	 ratung: Tel. 0176-62171266
	 Beratungsschwerpunkte:
	 Arbeitsrecht, Sozialrecht,
	Forderungsabwehr:
	 Tel. 240848010
	 Offene Sprechstunde
	 (Deutsch, Französisch &
	 Türkisch) Fr 15–16 h
	Beratungsschwerpunkte:
	 Sozialrecht, Asyl- und Aufent	 haltsrecht, Strafrecht, Verkehrs	 recht, Familienrecht“

FABIZ*
*Familienbildungszentrum /

Nachbarschaftsheim Neukölln
Altenbraker Str. 12a
Anmeldung Tel. 4003 7884
bzw. 0152-5266 5188,
j.reissner@nbh-neukoelln.de

>> PEKiP Mo 10–11.30/12–13.30 h
>"Griffbereit“
>
Zweisprachige
	 Spielgruppe für 1–3-Jährige
	 (türkisch-deutsch)
	 Di 10–12 h, Tel. 0177-912 6686
>> Babymassage Di 12.30–14 h
>> Inklusiver Sing-Treff für
	 Erwachsene und Kita-Kinder mit
	 und ohne Behinderung
	 Di 16.30–17.30 h;
	tina.kittel@googlemail.com
>> Rückbildungsgymnastik
	 für Frauen nach der Geburt
	 Mi 10.30–11.45 h,
	 Fr 12.30–13.45 h
>> Schreibabyambulanz
	 Do 9–19 h, Tel. 0177-4830533

>> Rumänisch-deutsche
	Mutter-Kind-Gruppe
	 Mi 13.45–15.45 h
>> Griffbereit“ Zweisprachige
	 Spielgruppe für 1–3-Jährige
	 (arabisch-deutsch)
	 Do 10–12 h, Tel. 0179-574 0753
>> Krabbelgruppe
	 "Musik-Bewegung-Spiel im
	 ersten Lebensjahr" (6–12 Mon.)
	 Do 12–13.30 h
>> Off. Tragetreff Fr 10–12 h
>„Musik
>
– Bewegung –
	Spiel“ für 1–2-Jährige m. Eltern
	 Fr 14.45–16.15 h
>> Musikgarten für Kita-Kinder
	 und Eltern. Fr 16.15–17.45 h
>> Erste Hilfe für Kinder
	 Sa, 10–13 h; nächsten Termin
	 bitte erfragen
>> Lokale Alleinerziehen	den-Gruppe So, 3.1.2016,
	 14–18 h, Tel. 0176-63718738
Fitness & Entspannung
in der Jonasstr. 43:
>> Präventive Rückenschule
	 (für Mütter) Mo 11–12.30 h
>> Offene Yogastunden
	 (Sivananda) Mi 19–20.30 h
	 Tel. 0157-7044 6139,
	info@klang-hafen.de
>> Vinyasa Flow Yoga
	 Offene Klasse Do 19.30–21 h
	 0179-960 4543,
	yogamitrike@gmx.de
>> 6-wöchiger Schnupperkurs
	 für (Wieder-) Einsteiger*innen
	 Do 18–19.15 h,
	 Beginn: 11.2.2016
	 Tel. 0179-960 4543,
	info@einfach-yoga.de

Neuköllner
Leuchtturm
Emser Str. 117, Di–Fr 14–18 h
Tel. 6272 8727 (Büro) oder
6273 0337 (Leuchtturm),
>> Neue Bilder in Schwarz	Weiß (bis 30.01.2016)
	 Fotograf*innen der analogen
	 Fotoklasse Winfried Mateyka
	 des Projekts-Freie-Fotografie an
	 der VHS-Neukölln zeigen
	 ausgewählte fotografische
	 Arbeiten. Öffnungszeiten:
	 jeweils Sa, 23.1. / 30.1.2015

WerkStadt
Kulturverein Berlin e.V.,
Emser Str. 124,
www.werkstadt-berlin.com
>> Kunstauktion mit Werks	 theater & Weihnachsfeier
	 Fr, 18.12.2015, 20 h
>> Q.U.I.Z – Jubiläum
	 2 Jahre WerkStadt-Quiz
	 Di, 22.12., 20 h

Projekte

Wenn aus einem
Schimpfwort eine
gute Sache wird
Manchmal reifen aus Schimpfwörtern Ideen. „Ich habe
so oft unter den Kindern das Schimpfwort ‚behindert’ ge­
hört, dass ich dachte, es ist an der Zeit, etwas dagegen zu
unternehmen“ erklärt Marion Seifert, Projektleiterin des
„Kochtheaters“. Das „Kochtheater“ ist praxisbezogenes
Kochenlernen mit Kindern aus dem Körnerkiez und zählt
zu den langjährigen QM-Projekten.
Der erste Kochnachmittag von Kindern des „Kochthea­
ters“ und Klient*innen des betreuten Wohnens der Le­
benshilfe Nogatstraße fand im September 2012 statt.
Seitdem wird jährlich ein- bis zweimal zusammen ge­
kocht. Ziel ist es, durch die direkte Begegnung Vorur­
teilen entgegen zu wirken.
"Natürlich waren wir alle anfangs nervös, ob unser Vor­
haben klappt", sagt die Sozialpädagogin Heidi Sohne­
mann. Es gebe durchaus auch Klient*innen, die das Ko­
chen mit den Kindern als zu anstrengend empfänden.
„Kinder sind ja sehr direkt und stellen Fragen wie ‚Wo bist
du denn behindert?’. Manche unserer Klienten fanden
das nicht so gut.“
Für das Kochen am 6. November 2015 hatten sich sieben
Erwachsene der Lebenshilfe angemeldet. „Auch die
Kinder kommen immer wieder“, so Heidi Sohnemann.
„Das zeigt ja, dass es beiden Seiten Spaß macht, sich
nicht ausschließlich unter ihresgleichen zu tummeln.
Wir möchten Kommunikation, Begegnung und Annähe­
rung stattfinden lassen, die über das übliche Maß hinaus
geht.“

Diesmal stehen Hähnchenschnitzel, Gurkensalat und
Obstsalat mit Vanille-Eis auf der Speisekarte. Die Gurken
und das Obst sind schon geschnippelt. Marion Seifert
stellt die Pfanne für die Schnitzel auf den Herd. „Melissa,
mach bitte mal 5 Esslöffel Essig in eine Schüssel“ sagt sie
und wendet sich an die beiden männlichen Teilnehmer
Desmond (12) und Malang (9). „Und ihr zwei könnt jetzt
das Fleisch panieren.“ Insgesamt machen derzeit zehn
Kinder zwischen 7 und 12 Jahren beim Kochtheater
mit. Zur ehrenamtlichen Unterstützung kommt hin und
wieder der 17-jährige Mahmoud dazu.
Das Einhalten von Regeln ist Marion Seifert sehr wichtig.
Dazu gehören u.a. das gemeinsame Aufräumen, Pünkt­
lichkeit, Teamarbeit und Bescheidsagen, wenn man krank
ist. „Beim Kochtheater lernen wir auch Selbstständigkeit
und Aufmerksamkeit“ erzählt Anfal (11), die seit zwei
Jahren dabei ist. „Den Tisch schön zu dekorieren, ist uns
auch sehr wichtig. Außerdem schreiben wir unser eigenes
Kochbuch.“ Weil Zuspätkommer*innen nach wie vor 50
Cent in die Gemeinschaftskasse zahlen müssen, kommt
sie immer eine halbe Stunde früher. Seit Jahren stehen
auch eine 3tägige Bauernhof-Fahrt und gemeinsame
Ausflüge, z.B. zum Gleisdreieck-Park, auf dem Plan. Neu­
lich besuchten die Kinder des „Kochtheaters“ mit ihrer
Projektleiterin die Feuerwache in der Emser Straße und
brachten selbst gemachte Pralinen als Gast­geschenk mit.
Auch Heidi Sohnemann ist begeistert von der Konse­
quenz, mit der Marion Seifert das Einhalten der Regeln
einfordert. „Die Kinder sind ein gutes Beispiel dafür, wie
Regeln von Anfang bis Ende durchgehalten werden, Ma­
rion zieht das durch.“ Zudem seien die Kinder auch Vor­
bilder für die Klient*innen der Lebenshilfe und forderten
deren Ehrgeiz heraus.
Gemeinsam etwas zusammen zu unternehmen ist immer
besser als aus der Ferne über den Anderen zu reden.
Claudia Mattern

„Marions Kochtheater –
Kochen mit Kindern
im Körnerkiez“ findet
jeden Freitag und
Samstag ab 15 Uhr im
Familienbildungszentrum,
Altenbraker Str. 12a
statt.
Kontakt:
0152-1125 7999,
info@marionskochtheater.de

„Marions Kochtheater
– Kochen mit Kindern
im Körnerkiez“ wird
mit Fördermitteln aus
dem Programm Soziale
Stadt finanziert.

Foto: Claudia Mattern

Die Bauernhof-Fahrt
wird seit zwei Jahren
von der Konrad-AgahdSchule finanziert.

Gemeinsames Kochen
des „Kochtheaters“
mit Klient*innen der
Lebenshilfe

Körnerpost # 96

12/2015

5

Interview

Adieu Körnerpost!
Die „Körnerpost. Quartierszeitung für den Körnerkiez“ wird
nach neuneinhalb Jahren zum Jahresende eingestellt. Die
Journalistin Claudia Mattern betreut die Quartierszeitung,
von einer kurzen Elternzeit-Unterbrechung abgesehen, seit
der ersten Ausgabe. Mathias Hühn hat sie fünf Monate vertreten und darüber hinaus bis zur 64. Ausgabe das Layout
der Körnerpost verantwortet. Nach 96 Ausgaben ist mal Zeit
für einen Rückblick.
Claudia, Quartiersmanagement war 2006, als die
erste Körnerpost-Ausgabe erschienen ist, hier ja
Neuland. Was, glaubst du, hat die Körnerpost für den
Kiez gebracht?

Die Körnerpost wird
mit Mitteln aus dem
Programm Soziale
Stadt finanziert.

Sie hat die Menschen, die im Kiez leben oder gerne
hierher kommen, nicht nur über Projekte und Aktionen
des QMs informiert, sondern auch über Initiativen und
Vereine, die aus der Bewohnerschaft ganz ohne QM-Un­
terstützung entstanden sind. Vor allem hat die Körner­
post die Identifikation mit dem Kiez verstärkt. Die Be­
zeichnung „Körnerkiez“ ist ja erst im Laufe der QM-Zeit
entstanden, als das Gebiet zwischen Thomas- und Sieg­
friedstraße, Hermann- und Karl-Marx-Straße als QM-Ge­
biet definiert wurde. Vorher war es nur eine Ecke vor der
S-Bahn mit einem Gymnasium, zwei Grundschulen und
einem hübschen kleinen Park. Außerdem war die Körner­
post eine Art Chronik in Sachen Kiezentwicklung. Im Mai
2006, als die erste Ausgabe erschienen ist, gab es hier
nur den kunstraum t27, zwei, drei Bäckereien und na­
türlich die alteingesessenen Kneipen wie z.B. die Nogat
Klause, Steckenpferd, Ilse-Eck, die Rixdorfer Molle.
Um Bewohner*innen miteinzubeziehen, haben regelmäßig Redaktionssitzungen und Stammtische stattgefunden. Hat das denn funktioniert mit der Beteiligung?
In der Anfangszeit war die Bereitschaft mitzumachen,
deutlich größer. Die Kiezredaktion war immer klein, aber
einige Bewohner*innen und Schüler*innen sind regel­
mäßig gekommen und haben Texte, Fotos und Themen­
vorschläge geliefert. Auch über Ideen und Anregungen
habe ich mich immer sehr gefreut. Jeder Leserbrief zeigt
ja, dass die Körnerpost gelesen wird.
Was denkst du, sind die Gründe dafür, dass sich keine
feste Kiezredaktion gebildet hat, die dauerhaft bei
der Kiezzeitung mitgearbeitet hat?
Das liegt daran, dass beispielsweise Schüler*innen aus
weiterführenden Schulen schulisch meist sehr einge­
spannt sind und neben Freunden und Hobbys kaum noch
Zeit haben, nebenbei noch Artikel zu schreiben. Bei Er­
wachsenen ist das ähnlich. Ob man sich ehrenamtlich en­
gagiert, hängt ja immer von der jeweiligen Lebensphase
ab. Jüngere fangen irgendwann an zu studieren oder
verändern sich beruflich und ziehen häufig weg. Bei den
Leuten, die in den ersten Jahren ehrenamtlich das Kör­
nerschnitzel organisiert haben, war es ähnlich. Am An­
fang gab es sehr viele Aktive, aber das Engagement hat
irgendwann nachgelassen. Langfristiges ehrenamtliches
Engagement gibt es nach meiner Erfahrung nur ganz
selten.

6

12/2015

Körnerpost # 96

Was ist mit Grundschulkindern? Die haben doch noch
am ehesten Zeit …
Klar, aber nur die älteren Kinder schreiben normaler­
weise eigene Texte. Das hätte dann im Rahmen des
Unterrichts stattfinden müssen. Ich habe, um nicht nur
die Texte von Projektträgern und meine eigenen zu ver­
öffentlichen, regelmäßig bei den Schulen, Vereinen und
Initiativen nachgefragt, ob es etwas Interessantes für die
Körnerpost gibt. Einzelne Lehrerinnen haben selbst die
Initiative ergriffen und immer wieder Beträge geschickt.
Die ehrenamtliche Kiezredaktion sollte bei jeder
Quartierszeitung ein Projektbestandteil sein. Meinst
du, dass das im Körnerkiez überhaupt sinnvoll war,
auf die Bildung der Kiezredaktion viel Energie zu verwenden?
Wenn es Leute gibt, die mitmachen wollen, ist es natür­
lich sinnvoll. Aber diese Menschen sind schwer zu finden
und schwer zu mobilisieren. Letzlich macht eine mit Gel­
dern des Senats finanzierte Quartierszeitung Öffentlich­
keitsarbeit für das QM – und genau das ist das Problem.
Eine absolute Unabhängigkeit der Redaktion gibt es bei
einer solchen Konstruktion nicht. Und wenn Kritik nur
bedingt erlaubt ist, werden sich kritische Menschen an­
dere Medien suchen, wenn sie eigene Texte veröffentli­
chen wollen. In Neukölln und Kreuzberg gibt es als unab­
hängige Zeitung ja „Kiez und Kneipe“.
Ich glaube, die ehrenamtliche Kiezredaktion bei den
Quartierszeitungen zur Bedingung zu machen, weil bei
Soziale Stadt-Projekten Partizipation ein wichtiger Be­
standteil ist, ist ein Widerspruch in sich. Ich habe viel
Energie darauf verwendet, Menschen unterschiedli­
cher Herkunft und unterschiedlichen Alters als Redak­
teur*innen miteinzubeziehen. Letztlich bleibt aber der
Aufbau einer ehrenamtlichen Kiezredaktion, die kontinu­
ierlich redaktionell mitarbeitet, eine Illusion.
Ein Argument der Senatsverwaltung, weshalb die
Kiezzeitungen nicht verlängert werden, ist, dass
die Projekte selbst Öffentlichkeitsarbeit machen
müssen.
Genau. Dann bleiben nur Plakate, Flyer, Postkarten, Falt­
blätter und natürlich die Webseite. Aber über Menschen
in der direkten Nachbarschaft, die aktiv sind, über Ver­
eine, die in "Hinterhäusern" wichtige Arbeit machen,
aber kein Geld haben, Öffentlichkeitsarbeit zu machen,
erfahren die Bewohner*innen deutlich weniger. Eben
das wurde mir immer wieder berichtet, dass man durch
die Körnerpost den Kiez erst richtig kennengelernt hat.
Auch der Blick von außen, den es bei den Körnerpost-In­
terviews und bei den Porträts gegeben hat, fällt dann
weg.
Was an der Arbeit für die Körnerpost hat dir denn am
besten gefallen?
Ich bin auf sehr ungewöhnliche und spannende Men­
schen gestoßen, das fand ich sehr bereichernd. Wenn ich
beispielsweise nur Menschen aus dem Projekte-Umfeld
vorgestellt hätte, hätte die Körnerpost längst nicht so ein
breites Spektrum an Perspektiven darstellen können.
Neulich beispielsweise gab es ein Porträt mit Katrin
Eibenstein, Lehrerin der Willkommensklasse am Alb­
recht-Dürer-Gymnasium, und eine Ausgabe später ein
Interview mit Patrik Boerner, der eine Einrichtung für

minderjährige unbegleitete Geflüchtete leitet. Beide
haben so viel Positives über die Jugendlichen und die Un­
terstützung aus der Schule und Nachbarschaft erzählt,
das fand ich großartig. Ich hoffe, es hat die Leser*innen
auch neugierig gemacht. Am meisten habe ich mich ge­
freut über Leute, die hier und da auch mal kritisch waren
und das hinterher beim Gegenlesen nicht wieder gestri­
chen haben!
Weißt du, ob die Körnerpost auch in Migrantenhaushalten gelesen wird?
Darüber weiß ich leider nichts. Keziban Aydin, die Koor­
dinatorin der Stadtteilmütter, hat mir erzählt, dass die
Stadtteilmütter sie auch lesen. Das funktioniert ihrer
Meinung nach deshalb so gut, weil die Sprache verständ­
lich ist. Darauf habe ich auch bewusst geachtet.
Welche Beiträge in der Körnerpost hatten denn die
meiste Resonanz?
Da fällt mir spontan das Interview mit Willi Laumann
vom Mietenbündnis Neukölln ein. Im Körnerkiez wird
es jetzt eine Voruntersuchung in Sachen Milieuschutz
geben, darüber hat die BVV schon abgestimmt. Das freut
mich natürlich sehr, dass die Neuköllner SPD endlich
davon überzeugt werden konnte. Viel Resonanz hatte
außerdem der diesjährige Malwettbewerb. Wir haben
unzählige Einsendungen erhalten, nicht nur aus Berlin,
das hat mich sehr gefreut.
Mit der Körnerpost hast du auch die Entwicklung des Kulturlebens begleitet, als
die ersten Pioniere in den Kiez kamen
und ihre Galerien und Läden aufgemacht haben. Was hast du zu der Zeit
gedacht: dass jetzt alles kippt und zum
Prenzlauer Berg wird?

lich als Milieuschutzgebiet eingestuft wird, damit sich die
Mieten einigermaßen im Rahmen halten.
Das hier ist die letzte Ausgabe. Hast du noch eine
letzte Botschaft an die Leser*innen?
Danke an alle, die mich mit Texten, Fotos, Ideen, Anre­
gungen unterstützt haben. Danke an die Schulen, Ein­
richtungen, Vereine, Projekte, Initiativen und natürlich
auch an das QM, an Sonja Seulberger, die Layouterin,
die Verteiler*innen; an die Druckerei Fritzsch und an die
Einrichtungen und Läden, die die Körnerpost ausgelegt
haben!
Mal unabhängig vom persönlichen Gewinn, hältst du
es denn für wichtig, dass die Körnerpost weiterläuft?
Natürlich wäre es wichtig, weil ich nicht glaube, dass über
die Webseite, Aushänge und Plakate ausreichend über
Projekte und Veranstaltungen informiert werden kann.
Aber man muss jetzt vielleicht umdenken. Mit den Ge­
flüchteten kommt ja noch eine ganz andere Aufgabe auf
Neukölln zu.
Denkbar wäre, dass es bald ein Printprodukt für Men­
schen gibt, die noch keine umfassenden Deutschkennt­
nisse haben. Das wäre sehr wichtig, weil die Texte in
Übungsbüchern doch meist keinerlei Realitätsbezug
haben.
Die Fragen stellte Mathias Hühn

körner

post

1. ausgabe mai 2006
quartierszeitung für den körnerpark

Zu dem Zeitpunkt haben alle gesagt, eine
Entwicklung wie im Prenzlauer Berg, das
kann überhaupt nicht sein. Zumal 2006
hier kulturell hier so was von tote Hose
war, die Bürgersteige waren abends quasi
hochgeklappt. Als dann das Laika und das
Fincan kamen, haben alle gejubelt. Man
hat sich über jeden jungen Bewohner,
der hergezogen ist, und über jedes Café
gefreut. Kritisch gesehen wurde das gar
nicht. Ich erinnere mich auch an viele Ge­
spräche, in denen die Leute sagten, dass
sie sich mehr Gastronomie wünschen,
damit sie nicht mehr so weit fahren
müssen, um etwas anderes als Döner zu
bekommen.
Natürlich hat in der ersten Zeit auch die
Zwischennutzungsagentur einiges be­
wirkt. Ein paar Läden sind aber leider auf
der Strecke geblieben, der Second­Hand­
Laden Stars & Starlets beispielsweise.
In Interviews fragst du oft nach den
Wünschen und Visionen für den Körnerkiez. Welche Wünsche für den Kiez
hast denn du?
Vor allem natürlich bezahlbare Mieten!
Ich hoffe, dass der Kiez so bald wie mög­

Foto: A. Tag

In diesem Heft:
Kurt Krömer eröffnet den neuen
Saal des Nachbarschaftsheim
s +++ Der Quartiersbeirat Körner
Projekte zur Förderung empfohlen
park hat drei
+++ “Gesundes Essen macht Spaß“
Mittagstisch für Grundschulkinder
Nachbarschaftsheim +++ An der
im
Konrad-Agahd-Grundschule gibt
es eine “Schule der Eltern“ +++
als nur Tore schießen. Interview
Mehr
mit Said Tisini, Psychologe und
Fußballtrainer der Neuköllner Adler
Spielplatzbetreuer Mohamed
+++
Jdidi ist der Kiezheld des Monat
s +++ Wer macht mit bei der Kiezred
aktion?

Körnerpost # 96

12/2015

Als die Körnerpost noch
schwarz-weiß und ein
bisschen rot war: Erste
Ausgabe, Mai 2006

7

DREI FRAGEN an …

… Neukölln hilft
Neukölln hilft ist eine Webseite des Nachbarschaftsheims
Neukölln e.V., die aktuelle Informationen und Möglichkeiten
des Engagements für Geflüchtete in Neukölln zusammenfasst. Für die Koordination ist Mailin Lumme verantwortlich.
Foto: Foto: Mareice Kaiser

www.neukoellnhilft.de,
jahnsporthalle@
neukoellnhilft.de

gagieren möchte, findet dort alle Informationen, die ak­
tuelle Bedarfsliste und Kontaktadressen für die Notun­
terkunft in der Jahnsporthalle am Columbiadamm 192.
Dort sind derzeit ca. 150 Geflüchtete untergebracht. Die
ehrenamtlichen Unterstützungsangebote für die Jahn­
sporthalle organisieren das Nachbarschaftsheim Neu­
kölln e.V., die AG Flucht & Asyl des Bündnis Neukölln und
das Quartiersmanagement Schillerkiez.

02
	

	 Was kann der/die Einzelne tun, welche

Möglichkeiten gibt es, sich zu engagieren?

Es gibt bereits sehr viele Engagierte, allerdings sind fast
alle Bereiche noch dankbar für zuverlässige und vor
allem langfristigere Unterstützung, z.B. in den Deutsch­
kursen und der Kleiderkammer.

Kreuzberg hilft / 
Helfende Hände

01
	

	

03

Mailin, was ist die Idee hinter
Neukölln hilft?

	

Mit der Webseite Neukölln hilft möchten wir eine Platt­
form für alle Einrichtungen und Menschen schaffen, sich
für Geflüchtete in Neukölln zu engagieren. Wer sich en­

	

Wie viele Aktive machen mit?

Das ist schwer zu sagen. Allein an der Jahnsporthalle sind
es mehrere hundert Menschen, die sich regelmäßig oder
sporadisch einbringen.
Die Fragen stellte Claudia Mattern

Illumination im Körnerpark

Foto rechts:
Der Körnerpark
leuchtet wieder.

Foto: Claudia Mattern

Die Illumination wird mit
finanziellen Mitteln aus
dem Programm Soziale
Stadt unterstützt.

Schon lange war der Körnerpark nicht mehr so voll wie
am 12. November 2015. Die Eröffnung der diesjährigen
Illumination der Künstlerin Karin Albers hatte zahlreiche
Menschen aus dem Körnerkiez und anderen Bezirken
in den Körnerpark gelockt. Auch kleinere Kinder waren
mit eigenen Lichtquellen, Kerzen und Laternen in Beglei­
tung von Eltern, Lehrer*innen und Erzieher*innen ge­
kommen.
In der Pressemitteilung war von „sanft rieselnden Gold­
regen“ und „blauen Wundern“ die Rede gewesen, doch
danach suchten viele Besucher*innen vergebens.
Auch für den Winter 2016/2017 ist wieder eine Illumina­
tion geplant, die gemeinsam mit den Bewohner*innen
ausgewählt wird.
Claudia Mattern

Impressum
Herausgeber: Quartiersmanagement Körnerpark
Emser Straße 15, 12051 Berlin
Tel. 6298 8790 | Fax 6298 87910
www.qm-koernerpark.de | team@qm-koernerpark.de

Die Körnerpost
wird gefördert von:

8

12/2015

Körnerpost # 96

V.i.S.d.P.: Claudia Mattern
Redaktion: Claudia Mattern, cmattern@gmx.de
Druck: Ronald Fritzsch | Auflage: 2.500
Die Körnerpost erschien 2015 zehnmal.
        
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