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Full text: Körnerpost (Rights reserved) Ausgabe 55.2011 (Rights reserved)

körner 55. ausgabe oktober 2011 post quartierszeitung für den körnerpark Foto: C. Mattern In diesem Heft: Vorbilder aus dem eigenen Kreis. Porträt des neuen JoJu 23-Teams Gülizar Czarnecki und André Ruschkowski +++ Projektideen für den Körnerkiez gesucht! Schicken Sie uns Ihre Vorschläge bis zum 7. November +++ Art Grain 2011. Zweiter Kunstgang durch den Körnerkiez am 21. Oktober +++ „Stark durch Kultur“. Ein Projekt im Haus der deutsch-arabischen Jugend e.V. +++ Zeitzeugenabend zur Geschichte der FritzKarsen-Schule. Am 28. Oktober im Neuköllner Leuchtturm +++ „Es bewegt sich was“. Interview mit Simone Schützmann, Leiterin der Konrad-Agahd-Grundschule +++ Kinderhörspiel SpuK in der WerkStadt. Körnerkiezgeschichte von Sina Ness +++ Eine Turnhalle für fünf Schulen !!! Leserbrief von Heidi Göbel +++ Ursula Trüper ist die Nachbarin des Monats körner post Editorial oktober 2011 2 Porträt Foto: JoJu 23 Liebe Leserinnen und Leser der Körnerpost! Kunst, Kultur, Sport - im Körnerkiez laden wieder viele Veranstaltungen draußen und drinnen zu Spaziergängen ein: beispielsweise der FlutlichtCup auf dem Bolzplatz Schierker Straße am 6. Oktober, die Kunstaktion „Fuggedaboutit“ von Sally Musleh Jaber am 15. Oktober, der kuratierte Kunstrundgang „Art Grain“ am 21. Oktober und die dritte Diskussionsrunde aus der Reihe „Parkgespräche - Talk im Körnerpark“ zum Thema Literatur in Neukölln am 28. Oktober. Am 5. November geht es gleich weiter mit Nacht & Nebel, merken Sie sich den Termin schon mal vor. Kurzfristig wurde außerdem der Sprach- und Bewegungs-Workshop „Sprechende Körper, Bewegliche Sprache“ für Jugendliche und Erwachsene mit Mitteln aus dem Quartiersfonds 1 bewilligt. Stattfinden wird er am Sonntag, den 16. Oktober von 10 bis 17 Uhr im Fincan, Altenbraker Straße 26, am 23. Oktober, 18 Uhr gibt es eine Abschlussveranstaltung. Werfen Sie einen Blick auf unser Quartiersportal www.qm-koernerpark. de, dort finden Sie noch mehr Ideen und Informationen für die nächsten Wochen. Schöne Oktobertage wünscht Ihnen Ihr Quartiersmanagement Körnerpark André Ruschkowski (M.) mit den Mädchen und Jungs vom JoJu 23 in der Jonasstraße Vorbilder aus dem eigenen Kreis Das neue JoJu 23-Team P Quartiersbüro Körnerpark, Emser Straße 15, Tel. 62 98 87 90, team@qm-koernerpark.de Sprechzeiten: Mittwoch 16 - 18 Uhr, Donnerstag 10 - 13 Uhr Mitarbeiter: Ulli Lautenschläger, Serpil Küçük, Reimar Seid, Dr. Astrid Tag Titelfoto: Strahlendes Spätsommerwetter lockte am 3. September viele auf den Emser Platz zum 3. Zuckerfest des Hauses der deutscharabischen Jugend e.V. Das Fest wurde mit finanziellen Mitteln aus dem Quartiersfonds 1 unterstützt. ubertierende haben es nicht leicht. Ihre Eltern sind zunehmend überfordert, sie kennen oft auch die Orte nicht, an denen sich ihre Kinder nach der Schule aufhalten. Damit die Jugend im Körnerkiez endlich einen Ort für sich hat, hatte das Quartiersmanagement Körnerpark den Jugendtreff JoJu 23 initiiert. Das ist knapp vier Jahre her, seit Beginn des Jahres hat das Bezirksamt die vollständige Finanzierung übernommen. Einer der Ersten, den man in den JoJuRäumen antrifft, ist ein junger Freiwilliger, der früher selbst nachmittags hergekommen ist: Caner Altın hilft seit gut einem halben Jahr mit und studiert inzwischen Sozialpädagogik, die Mitarbeit im JoJu ist dafür eine gute Grundlage. „Ohne unsere Jugendlichen wäre das JoJu nicht das, was es heute ist“ sagt André Ruschkowski, der seit letztem Jahr zum JoJu-Team gehört und den Körnerkiez sehr gut kennt. „Wir übergeben die Verantwortung schrittweise an sie. Caner, Tolga, Nassim, sie alle tun sich hier hervor.“ André Ruschkowski arbeitete sechs Jahre beim Nachbarschaftsheim und leitet mittlerweile bei Evin e.V., dem Träger des JoJu 23, u.a. das Fußballprojekt Oléy!!!. Die Zweite im Team ist seit August die Erziehungswissenschaftlerin und Psychologin Gülizar Czarnecki. Fünfzehn bis zwanzig Kinder und Jugendliche schauen täglich vorbei. Vor den Sommerferien haben sie begonnen, den Eingangsbereich einladender zu gestalten. Neben Fußball, Malen, Kino und dem Koch-Duell gibt es ab November HipHop. Regelmäßig findet auch ein Gewaltpräventionsprojekt von Bernhard Stelzl statt. Das Besondere am Umgang mit den Jugendlichen im JoJu besteht darin, dass die Älteren in bestimmten Bereichen angeleitet werden, selbst Angebote anzubieten und Verantwortung zu übernehmen. Pädagogisch gesprochen geht es darum, ihre individuellen Ressourcen und Kompetenzen wahrzunehmen, zu entwickeln und zu fördern. Beim Oléy!!!-Projekt helfen die beiden Peer Helpers Jafar Matar und Khaled El-Kilani mit. Gerade bereitet Caner Altın zusammen mit Nassim, Tolga, Melissa, Marlena und Rabia den FlutlichtCup am 6. Oktober auf dem Bolzplatz Schierker Straße vor. Beim Kino-Projekt geht es nicht nur um den reinen Filmkonsum, anschließend wird auch darüber diskutiert. Das pädagogische Konzept des Kino-Projekts und des Koch-Duells hat Caner Altın in Absprache mit Gülizar Czarnecki ausgearbeitet. Letztlich geht es darum, dass die Jugendlichen Eigeninitiative ergreifen und die Projekte eigenständig leiten - auf Augenhöhe mit den beiden JoJu-Leitern. Jugendliche müssen schon von klein auf bessere Chancen haben, darüber ist man sich einig. André Ruschkowski hat vor allem ein konkretes Ziel: „Die Jugendlichen brauchen Vorbilder aus ihrem eigenen Kreis.“ Die beiden möchten in der Zukunft enger mit den Grundschulen im Kiez zusammenarbeiten und dabei auch mit den Eltern Kontakt aufnehmen. Wenn die Jugendlichen im JoJu z.B. ihre Geburtstagspartys feiern, können die Eltern gerne zum Kaffee trinken vorbeikommen und beim Aufbau mithelfen. Von wegen Vorbilder: Wenn die eigenen Eltern dazugehören, ist das ja umso besser. C. Mattern JoJu 23, Jonasstr. 23, Mo-Fr 15.30-20 Uhr, www.facebook.com/joju23 3 oktober 2011 körner post Aktuelles „Art Grain“ Ein Kunstgang durch den Körnerkiez Foto: GODsDOGs GODsDOGs: Traces of witchcraft, prophecy & leftovers N ach dem riesigen Erfolg 2010 veranstaltet die Kunstfiliale Körnerkiez dieses Jahr wieder den kuratierten Kunstrundgang „Art Grain“ durch ihren Neuköllner Kiez. Dabei werden sich am Freitag, den 21. Oktober von 18 Uhr bis 22 Uhr acht Galerien und Ateliers präsentieren. Zeigen, was die nationale und internationale Kunstwelt in Neukölln produziert, das ist das Credo der Veranstalter. Damit laden sie Kuratoren, Sammler, das Kunstpublikum sowie auch die Kieznachbarn in ihre Produktionsstätten und Galerien. Im kleinen Körnerkiez gibt es seit einigen Jahren mehr und mehr Ateliers und Ausstellungsräume. Hier arbeiten Künstler aus allen Ecken der Welt, die die Ruhe im Kiez schätzen, aber trotzdem mitten in der Kunstmetropole sein wollen. Einige haben bereits auf internationalen Kunstmessen ausgestellt oder ihre Werke an namhafte Sammlungen und Museen verkauft. Andere sind Newcomer und wollen hoch hinaus. Um 18 Uhr, 19 Uhr und 20 Uhr finden geführte Rundgänge statt. Um 18.30 Uhr gibt es zudem einen Rundgang für das englischsprachige Publikum: Treffpunkt jeweils an der WerkStadt, Emser Straße 124 (Ecke Ilsestraße). Darüber hinaus kann man natürlich nach Lust und Laune durch den Kiez flanieren und sich künstlerisch überraschen lassen. Ab 22 Uhr geht es dann zur After Walk Party in den Kunstraum B-Zwinger in der Jonasstraße 29. Der „Art Grain“ wird mit finanziellen Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt unterstützt. Kunstfiliale Körnerkiez Kontakt: Nadine Lorenz, Kunstfiliale Körnerkiez, Emser Str. 124, Tel. 5163 4856, kunstfiliale@werkstadt-berlin.com Projektideen für den Körnerkiez Für neue Projekte sind Vorschläge und Ideen gefragt W ie in den vergangenen Jahren sind auch für das kommende Jahr 2012 wieder Ihre Ideen für neue Projekte, gefördert aus dem Quartiersfonds 2, gefragt. Im Quartiersfonds 2 werden Projekte von mindestens 1.000 € bis maximal 10.000 € gefördert. Wir möchten wieder allen die Gelegenheit geben, ihre Projektideen für das Förderjahr 2012 einzureichen. Damit der Kiez sich weiter entwickelt, lebendig und vielfältig bleibt, sind Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen, Initiativen, Vereine und Unternehmen aus dem Kiez aufgerufen, ihre Ideen und Vorschläge bis Montag, den 7. November 2011, beim Quartiersmanagement Körnerpark für den Quar- tiersfonds 2 einzureichen. Ihre Idee kann formlos, muss aber schriftlich eingereicht werden und sollte eine Beschreibung der Idee und wenn möglich eine Kalkulation der notwendigen Kosten enthalten. Wir haben einen Projektsteckbrief als Formular entwickelt, den Sie gerne als Arbeitserleichterung verwenden können. Das Formular erhalten Sie im Quartiersbüro oder als Download auf unserer Webseite (www.qm-koernerpark.de). Senden Sie Ihre Idee per Email oder per Post an: Quartiersmanagement Körnerpark, Emser Straße 15, 12051 Berlin, Tel. 629 8879 0, Fax: 030 629 8879 10, team@qm-koernerpark.de Alle Projektideen werden im Quartiersbüro gesammelt. Über alle eingegangenen Ideen und Vorschläge wird in der Steuerungsrunde des Quartiersmanagements und im Quartiersrat beraten. Empfohlene Projektideen werden in der Regel öffentlich ausgeschrieben, um geeignete Träger für die Ideenumsetzung zu finden. Sind dann aus den besten Ideen tragfähige Projektkonzepte entstanden und Partner für die Umsetzung gefunden, schließt das Quartiersmanagement mit dem Antragsteller eine entsprechende Vereinbarung zur Weitergabe der Zuwendungen aus dem Quartiersfonds 2. Quartiersmanagement Körnerpark körner post Termine oktober 2011 4 OKTOBER Weitere Termine finden Sie unter www.qm-koernerpark.de, Veranstaltungen • Treffen der Kiezredaktion. Mo, 10.10., 17 h Quartiersbüro, Emser Str. 15 • Art Grain. Kunstgang durch den Körnerkiez Fr, 21.10., Führungen 18 h, 19 h, 20 h, engl. 18.30 h, Treffpunkt WerkStadt, Emser Str. 124, ab 22 h After Walk Party im B-Zwinger, Jonasstr. 29 Kontakt: Tel. 5163 4856, kunstfiliale@werkstadtberlin.com • Sprach- und Bewegungs-Workshop „Sprechende Körper, Bewegliche Sprache“ für Jugendliche und Erwachsene. So, 16.10., 10-17 h Abschlussveranstaltung, So, 23.10., 18 h Fincan, Altenbraker Straße 26 • SpuK. Präsentation des Kinderhörspiels von Kindern der Konrad-Agahd-Schule, Sina Ness und Matthias Karow Di, 18.10., 16 h. Nachbarschaftsheim Neukölln, Schierker Str. 53 • Infoveranstaltung zur Berufsorientierung (STÄRKEN vor ORT). Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten Pädagogik. Mi, 26.10., 16.15-18 h. Sprach- u. Integrationsschule SIS e.V., Emser Str. 29. Infos unter www.sis-ev.com/leistungen/projekte. Anmeldung: Tel. 290 45 800/801, info@sis-ev.com • Sitzung des Quartiersrats. Do, 27.10., 18 h Café Balsamico im Albrecht-Dürer-Gymnasium, Emser Str. 137 • Parkgespräche - Talk im Körnerpark Thema: Literatur in Neukölln. Infos und Tickets unter www.parkgespraeche.de. Fr, 28.10., 20 h • Sitzung der Aktionsfondsjury. Mi, 2.11., 18 h Quartiersbüro, Emser Str. 15 • Schmuck Schmieden in Silber Di, 17-19.30 h, Mi, 12-14.30 h, Sa, 15-17.30 h; 2,5 Std. / 20 € zzgl. Material Atelier Kirkara, Jonasstr. 33, www.kirkara.de, Tel. 0176-2487 4348 ...................................................................................... 129gallery www.129gallery.de, Emser Str. 129, Di-So 14-18 Uhr • Ausstellung Sichtbarkeit (bis 28.10.) Malerei, Video, Installation, KonzeptKunst von Jeewi Lee, Franziskus Nakajima, Polly Benford, Clement Loisel, Mit Borras ...................................................................................... BOOM! raum für theater - musik - performance Thomasstr. 27, Gartenhaus, Tel. 3810 4507 • Boom! In Concert mit Hans Sølo feat. Streichmetall, danach Open Stage. Sa, 28.10., 21 h ...................................................................................... B-Zwinger - Kunstraum, Werkstatt, Atelier Jonasstr. 29, www.godsdogs.de , Termine nach Vereinbarung: helbig@godsdogs.de, Tel. 0157-79209810 • „Erloschen zur Decke empor“ Installationen, Malerei, Photographie von GODsDOGs. Im Rahmen des Art Grain. Fr, 21.10., ab 18 h, After Walk Party ab 22 h. ................................................................................ LAIKA * Kultur * Kiez * Kneipe Emser Str. 131, Di - Sa ab 19 Uhr, So ab 15 Uhr • „TATORT“ oder „Polizeiruf 110“, jed. So 20.15 h • dichtungsring (Lyrik-Slam). Di, 11.10., 19 h • KörnerKiezKino (Überraschungsfilm) Mi, 12.10., 20.30 h • Improtheater. Do, 13.10., 20 h • ErneuerBAR* (Veranstaltung der BUND-Jugend Berlin). Di, 18.10., 19 h • ad hoc (Folk). Do, 20.10., 20.30 h • Great!Magic!Songwriting!Circus! (Konzert) Fr, 28.10., 20 h ...................................................................................... Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm Emser Str. 117, Tel. 39505376 Mi - Fr 14 bis 19 Uhr, jeden 1. Sa 14 bis 17 Uhr • Kāzım Erdoğan und sein Dorf Gökceharman. Fotoausstellung (bis 28.10.) Vernissage am Fr, 7.10., 19 h • Zeitzeugengespräch mit Manfred Schmidt und Reinhard Stock: Die Fritz-Karsen-Schule 1950-1980. Fr, 28.10., 19 h • Der philosophische Zirkel Sa, 1./15.10., jeweils 15-17.30 h • Der literarische Zirkel I Für alle, die selber schreiben, Sa, 8.10., 15-17.30 h • Der literarische Zirkel II Tim O`Brien (*1946) Sa, 22.10., 18-20.30 h ...................................................................................... Familienbildungszentrum (FABIZ) Altenbraker Str. 12a|Anmeldung Tel. 687 50 96 • „Griffbereit“. Zweisprachige Spielgruppe für 1- bis 3-Jährige, arabisch-deutsch Mo 10-12 h, Tel. 0152-04791195 • „Griffbereit“. Zweisprachige Spielgruppe für 1- bis 3-Jährige, türkisch-deutsch Di 10-12 h, Tel. 0177-9126686 • Rückbildungsgymnastik für Frauen nach der Geburt. Di 12.15-13.45 h, Beginn: 18.10. • Offene Krabbelgruppe (8-18 Mon.) Mi 11.15 - 12.45 h; 2 € / Termin • Musik-Bewegung-Spiel für 1-2 Jährige Mi, 9.30-11.00 h; 2 € / Termin • PEKiP. Spiel und Bewegung im ersten Lebensjahr Beginn: 13.10., Do 11.15-12.45 h; 10 Termine 60 € / 25 € ........................................................................................ Nachbarschaftsheim Neukölln, Schierker Str. 53, Tel. 687 5096 bzw. 8486 6586 • Kreatives Schreiben - autobiograph. Schreiben Di 14-16 h, keine Vorkenntnisse erforderlich, bitte anmelden unter Tel. 0157-88479200 • Offener Nachmittag für Roma Eltern mit Kleinkindern (rumän. Übersetzung) Di 15.30-17 h, Kita • Bewegung am Vormittag. Mi 10-11 h, bitte anmelden unter Tel. 0157- 88479200 • Familiengarten Saison-Abschluss mit Lagerfeuer. Mi, 19.10., 15-18 h Herbstferienprogramm der Coolen Kids (4.10.-14.10) • 4.10.: Kinotag Streetdance 2, Break- und Streetdance mit Lena • 5.10.: Fahrradausflug Tempelhofer Feld • 6.10.: Schwimmen im Stadtbad Neukölln • 7.10.: Supertalent Show • 10.10., ab 12 h: türk. Kochprojekt, Uçurtma – türk. Drachen basteln, Ausflug Tempelhofer Feld zum Drachenfliegen • 11.10., ab 10 h: Türk. Frauendisco, türk. Kochprojekt mit Eltern, Besuch der Şehitlik-Moschee • 12.10., ab 12 h: türk. Kochprojekt, Kiezcafé auf Türkisch, Märchen & Gedichte, Tavla-Turnier • 13.10., ab 12 h: türk. Kochprojekt, Kiezrallye mit türk. Anlaufpunkten, Theater Sultaninen • 14.10., ab 9 h: Reichstagsbesuch mit türk. Übersetzung, ab 14 J., Anmeldung, türk. Kochprojekt, Abschlussfest ...................................................................................... OWEN e.V ., Nogatstr. 21, Tel. 2808541, info@owen-berlin.de • Nachbarinnentheater. Mo 17-19 h • „Jugend in der Russischen Föderation“ Diskussionsveranst. Di, 11.10., 19.30-21 h ...................................................................................... WerkStadt e.V ., Emser Str. 124, Do ab 18 Uhr (ab 20 Uhr Jazz), Fr + Sa ab 19 Uhr • Ausstellung Erik Wenzel (USA): „if travel is searching & home what‘s been found“ (bis 31.10.) • Kunstaktion Sally Musleh Jaber „Fuggedaboutit“ Eine partizipative Installation, die schlechte Erinnerungen zerplatzen lässt. Sa, 15.10., 19 h • Jazz-Session. Improvisationen von Fox und Konsorten. Do, 27.10., 20-22 h ........................................................................................ Fincan Altenbraker Str. 26 / Ecke Nogatstr., www.fincan.eu, Theaterkarten: info@fincan.eu bzw. 62730874 (AB) • Entdecke Hatha Yoga Di 20.15-22 h / Do 18.30-20 h: Offene Stunde; 4-8 €, Mi 9-10 h: Sanftes Yoga; 3-8 € Anfängerkurs: Di 18.30-20 h, 1.11.-20.12.2011, Anmeldung: yoga@posteo.de • Tango Argentino. Mi 19 h: Niveau I & II, Mi 20.30 h: Niveau III. Milonga jeden letzten Mittwoch 22.30 h. tangotanzen@tangoneuewelt.de • Peter Geltat Trio (Modern Jazz) Fr, 7.10., 20 h • Lucid (Modern Vocal Jazz). Sa, 8.10., 20 h • Tuomi & Sjögren (Akustisch / Indie / Pop / Jazz) So, 9.10., 19 h • Laura Furci (Vocal Jazz). Fr, 14.10., 20 h • What A Waste Of Beauty (Modern Jazz) Sa, 15.10., 20 h • Mira Falk Quartett (Modern Vocal Jazz / Folk / Chanson). Sa, 22.10., 20 h • Frederick der Träumer. Schattentheater für Kinder ab 2 Jahre. www.juliadeboor.de, 2-5 € / 3-8 € info@fincan.eu bzw. 62730874 (AB). So, 23.10., 16 h • Oxana Chi & Ensemble Xinren (Tanz-Konzert) So, 23.10., 19 h • Elbasan (Jazz / World Music). Fr, 28.10., 20 h • eRRe2 (Modern Jazz & electronics). Sa, 29.10., 20 h • 12º (Free Improvisation meets World Music) in der Reihe IMPROWELTEN. Mo, 31.10., 19 h ----------------------------------------------------------------Integrale Medizin e.V. Jonasstr. 25, www.IntegraleMedizin-eV.de, Tel. 2509 1792 • Shiatsu-Dehnungsübungen Mo 18.30–19 h; 2 € / Termin, 12x • Shiatsu-Kurs II. Mit Vorkenntnissen. Mo 19–20.30 h, 5 € / Termin, 12 x • Homöopathische Beratung. Mi 16-19 h, Spende • Integrale Runde. Der Außergewöhnliche Gesprächskreis. Do, 20.10., 17-19 h • Literarischer Salon. Schreib-Spiel-Abend für Frauen; 5 € / Termin. Di, 25.10., 19–21 h ....................................................................................... kunstraum t27 Thomasstr. 27, www.kunstraumt27.de Mi–So, 15 bis 19 Uhr • Ausstellung „Koordinaten des Körpers“ Monika Gabriela Dorniak, Ieva Jansone, Marc Klee, Christian Mayrock, Wakilur Rahman • Projektionen. Do, 6.10., 19.30 h • Finissage mit Künstlergespräch So, 23.10., 19.30 h 5 oktober 2011 körner post Projekte „Stark durch Kultur“ Ein Projekt im Haus der deutsch-arabischen Jugend e.V. Foto: Haus der deutsch-arabischen Jugend Wollen mehr über die eigene Kultur herausfinden: die Mädchen und Jungs vom Haus der deutsch-arabischen Jugend mit ihren Projektleiterinnen Seham Iraki (vorne, 3.v.l.) und Iklas Iraqi (r.) Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt unterstützt und läuft bis Ende des Jahres. Für das nächste Jahr wollen die beiden Projektleiterinnen eine Verlängerung beantragen, sie möchten sich dann der deutschen Kultur widmen. Im Dezember wird im Haus der deutscharabischen Jugend ein Tag der Offenen Tür stattfinden, an dem der Verein die Ergebnisse des Projekts präsentiert. Auch zum Projekt sind interessierte Kinder und Eltern herzlich eingeladen! C. Mattern Z ur Kultur gehört im weitestesten Sinne alles, was der Mensch gestaltet und hervorbringt. Die kulturelle Identität wiederum beschreibt das Zugehörigkeitsgefühl zu einer bestimmten kulturellen Gruppe oder zu einem kulturellen Volk. Um diesen identitätsstiftenden Aspekt geht es in dem Projekt „Stark durch Kultur“ im Haus der deutscharabischen Jugend e.V. „Wir haben bei unseren Kindern festgestellt, dass sie nicht viel über unsere Kultur wissen“ erklärt Seham Iraki, die sich seit Jahren ehrenamtlich im Verein engagiert. Zusammen mit Iklas Iraqi und drei weiteren Frauen leitet sie die Jungen- und Mädchengruppe am Dienstag und die Mädchengruppe am Donnerstag. Die Angebote des Vereins richten sich jedoch nicht nur an arabische Kinder, Jugendliche und Familien, sondern auch an Menschen aller Nationalitäten. Da derzeit dennoch vor allem arabische Kinder und Jugendliche kommen, behandelt das Projekt zunächst die eigene Kultur. Die Mädchen und Jungen unternehmen Ausflüge, z.B. zum Pergamon-Museum, zu den Gärten der Welt nach Marzahn, ins Ägyptische und Islamische Museum, ins Theater und in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Nach jedem Ausflug schreiben zwei Kinder einen kleinen Bericht. Außerdem kochen und backen sie, auch ein Kochbuch mit allen Rezepten ist geplant. In der arabischen Küche wird beispielsweise ausgiebig Öl und Fett verwendet, deshalb wollen Iklas Iraqi und Seham Iraki den 8- bis 17-Jährigen zeigen, dass man beim Kochen und Backen auch mit weniger Fett und Zucker auskommen kann. Demnächst kommt eine Ernährungsberaterin, die weitere Tipps zur gesunden Ernährung zur Hand hat. „Stark durch Kultur“ wird mit finanziellen „Stark durch Kultur“ jeden Do ab 16 Uhr, in den Ferien auch Di ab 16 Uhr im Haus der deutsch-arabischen Jugend, Kirchhofstr. 19, Tel. 0176-61172811, haus-deutsch-arabisch@hotmail.de Zeitzeugenabend zur Fritz-Karsen-Schule Am Freitag, den 28. Oktober 2011 um 19 Uhr findet im Neuköllner Leuchtturm ein Zeitzeugengespräch mit Manfred Schmidt und Reinhard Stock statt. Sie werden von ihren Erinnerungen an die Fritz-Karsen-Schule berichten. Diese nach dem bedeutenden Neuköllner Schulreformer benannte Schule steht als älteste staatliche Gesamtschule Deutschlands – 1951 als „Schule besonderer pädagogischer Prägung“ anerkannt – bis heute für eine fortschrittliche Pädagogik. Der pensionierte Lehrer Manfred Schmidt hatte die Schule bereits ab Mitte der 1950er Jahre als Schüler kennengelernt, bevor er dort 1968 selbst Lehrer wurde. Reinhard Stock gehört zu den Lehrern, die 1972 mit neuen Ideen und Ansätzen aus der Studentenbewegung an diese Schule kamen. Der Eintritt zu der von Ursula Bach moderierten Veranstaltung im Creativ-Centrum Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße 117 ist frei. Weitere Informationen unter Tel. 3950 5376. U. Bach Neuköllner Leuchtturm Zeitzeugenabend zur Geschichte der Fritz-Karsen-Schule am Fr, 28. Oktober, 19 Uhr im Neuköllner Leuchtturm, Emser Str. 117 körner post Interview oktober 2011 6 „Es bewegt sich was“ Vor einem Jahr hat Simone Schützmann die Leitung der Konrad-Agahd-Grundschule übernommen. Viele Projekte wurden seitdem von ihr angeschoben. Mittlerweile ist auch die Frage mit den Schulstandorten geklärt: beide Schulen, sowohl die KonradAgahd- als auch die Peter-Petersen-Schule, werden im Körnerkiez bleiben. finanziell vom QM unterstützt, diese Förderung läuft jetzt aus. Ich bin aber der Meinung, dass es bei den Eltern noch Bedarf an Unterstützung, Anleitung, Coaching gibt. Sie sind noch nicht in der Lage, alles selbstständig zu organisieren, aufzubauen und untereinander zu regeln. Es wäre sehr schade, wenn das jetzt wegbrechen würde, Frau Abbas von Frau Schützmann, bei unserem letzten Evin e.V. spielt als Bezugsperson eine sehr Gespräch lag Ihnen vor allem die Elternwichtige Rolle. Deshalb wird Evin e.V. einen arbeit sehr am Herzen. Was hat sich seitQF2-Antrag stellen, damit noch mal eine dem getan? Mini-Finanzierung für ein Halbjahr stehen Ich bin regelmäßig freitags als kann. Ansprechpartnerin im Elterncafé, In Neukölln werden mittlerdas nehmen die Eltern sehr gerne weile Lehrerinnen und Lehrer an und fühlen sich wahrgenomfür zugezogene Schulkinder aus men. Es zeigt sich zunehmend, Südosteuropa an Grund- und dass sie sich aktiver einbringen, Sekundarschulen eingesetzt. z.B. beim Gestalten der Schulfeste Auch an der Konrad-Agahdoder beim Tag der Offenen Tür. Schule sind einige Roma-Kinder. Das gefällt mir, es ist eine gute Wer kümmert sich denn um sie? Brücke, um die Elternarbeit weiter Als im Oktober/November plötzvoranzubringen. Auch die Gremilich 30 Kinder vor der Tür standen, enarbeit ist mir sehr wichtig. Unter die keinerlei Deutsch-Kenntnisse den Elternvertretern sind Eltern, hatten und teilweise gar nicht oder die noch aktiver werden wollen, nur sporadisch zur Schule gingen, Fotos: C. Mattern weil sie merken, es bewegt sich waren wir komplett überfordert. was. Aber die Scheu vieler Eltern, Hat viele Projekte in der Konrad-Agahd-Schule angeschoben: Ich habe an den Senat und an den in die Schule zu kommen und Pro- Simone Schützmann Bezirksbürgermeister geschrieben bleme anzusprechen, ist nach wie und gefordert, dass die kleinen vor groß. Es gibt in vielen Köpfen immer Sport“ an die Schule geholt und können jetzt Sprachförderklassen in einer Neuköllner noch die Trennung zwischen dem Zuhause vier neue AG‘s anbieten. Außerdem können Grundschule erhalten bleiben. Frau Dr. und der Schule. Der Gedanke der Zusam- die Kinder ab 7.20 Uhr jetzt hier frühstü- Giffey reagierte sehr zügig, die Kinder durfmenarbeit muss sich mehr und mehr etablie- cken. Das Projekt nennt sich „brotZeit“, ten nach und nach die Sprachförderklasren. Die Eltern müssen uns über Probleme zwei ehrenamtliche Senioren bereiten jeden sen besuchen. Nach spätestens 32 Wochen und Sorgen informieren, damit wir reagieren Morgen ein Büffet vor. Wir hatten festge- kommen sie wieder zurück an unsere Schule. können. Sie dürfen nicht nur uns gegenü- stellt, dass viele Kinder ohne Frühstück zur Das funktioniert sehr gut. Nach einem ber eine Erwartungshaltung haben, sondern Schule kommen und kein Pausenbrot dabei Bericht in der Zeitung meldete sich eine müssen selbst Eigeninitiative ergreifen. haben. ehemalige Gymnasiallehrerin rumänischer Gibt es denn Pläne für das Elterncafé? Das Quartiersmanagement hat einige Herkunft bei mir und bat mir ihre Hilfe an. Die Eltern wünschen sich ja schon lange Projekte an der Konrad-Agahd-Schule Sie brachte auch eine befreundete Lehrerin einen eigenen Raum. gefördert. Können Sie ein paar Beispiele mit. Seit einem Jahr kommen sie zweimal die Seit Januar steht unsere Hausmeisterwohnung nennen? Woche für jeweils zwei Stunden, um mit den leer, das sind 100 qm. Die Bezirksstadträtin Diese Projekte sind absolut wertvoll, sie Kindern zu lernen. Die Lehrerin unterstützt Frau Dr. Giffey hat sich sehr dafür einge- sind eine sinnvolle Ergänzung zu unserem uns außerdem bei Verständigungsproblemen setzt, so dass jetzt beschlossen wurde, die Schulangebot. Dieses Jahr hat zum zweiten und Behördengängen mit den Familien. Es Wohnung aus Bezirksmitteln bzw. aus Spon- Mal ein Hörspielprojekt stattgefunden. Nach ist wunderbar, wenn es solche engagierten sorengeldern zu renovieren. Das Elterncafé den Herbstferien wird es einen Philosophen- Leute gibt. soll endlich ein Zuhause bekommen, damit kurs für Kinder der Klasse 3/4 geben. Auch Das Gespräch führte Claudia Mattern die Eltern sich wohl fühlen und Angebote „Der kleine Stern“, ein Sprachförderangebot Das vollständige Interview finden Sie unter www. für Kinder machen können, z.B. AGs und für die 1. Klassen, ist für dieses Jahr wieder qm-koernerpark.de unter dem Menüpunkt KörnerHausaufgabenhilfe. Auch eine Schülerbibli- geplant. Es gab ein Projekt zur Gewalt- post/Interviews. othek soll untergebracht werden. prävention, zu Natur- und Heilkräutern in Konrad-Agahd-Grundschule Was hat sich für die Schülerinnen und Klasse 6. Beim Projekt „Jungs in Bewegung“ Thomasstr. 39, Tel. 6809 2323, Schüler im letzten Jahr verändert? ging es um Sozialkompetenzen. Seit fünf www.agahd.de Regelmäßig finden jetzt Schülerparlamentsit- Jahren wird das Elterncafé von Evin e.V. zungen mit Kindern aus Klasse 3 bis 6 statt, Schülervertreter der Klassen 5/6 nehmen an der Schulkonferenz teil. In monatlichen Schülerversammlungen mit der gesamten Schülerschaft sprechen wir wichtige Themen des Schullebens an. Ich habe die Kinder aufgefordert, mitzuwirken und mir ihre Ideen und Kritikpunkte mitzuteilen. Beispielsweise fanden ein Extra-Fußballwettbewerb und ein Schulfest nach den Vorstellungen der Kinder statt. Als sie sich mehr Sportangebote wünschten, haben wir das Projekt „Klasse in 7 oktober 2011 körner post Körnerparkgeschichten Kinderhörspiel SpuK in der WerkStadt von Sina Ness Polizei, der pudelnasse Dackel Waldi, der oben auf der Fontäne festsitzt und eine Schule, die eines Morgens mitten auf dem Ozean treibt - nichts ist unmöglich in der Welt des Hörspiels! Im diesjährigen Hörspielteam der Konrad-Agahd-Grundschule sind sieben Kinder: Charlotte, Lars, Line, Max, Mergime, Minh-Kai und Nour. Ihnen mangelt es weder an Fantasie noch an schauspielerischem Talent. Mit Mikrofonen haben die Kinder ihren Kiez auf seine Klänge und Geräusche abgehört. Sie haben sie Geräusche und Klänge aufnehmen auf dem Spielplatz aufgenommen und sich davon zu spanin der Selkestraße nenden und frechen Geschichten inspiin Gummibaum, der die Hausaufgaben rieren lassen. der Kinder erledigt, ein Fahrrad, das Unter der Anleitung von Sina Ness, Matthias sprechen kann und auf der Flucht ist vor der Karow und der Lehrerin Grit Schiller von Fotos: S. Ness der Konrad-Agahd-Grundschule haben die Kinder im Hörspielprojekt SpuK – Sprache und Klang – über die letzten Wochen und Monate hinweg Kurzhörspiele entwickelt. Sie haben in den Räumen der WerkStadt den flüsternden, krächzenden, brummenden und lachenden Wesen ihre Stimmen geliehen, die Texte schauspielerisch umgesetzt und ihnen mit Geräuschen Leben eingehaucht. Lassen Sie sich entführen in die Welt dieser kleinen, fantastischen Hörstücke! Am 18. Oktober 2011 um 16 Uhr im Nachbarschaftsheim in der Schierker Straße. Alle sind herzlich eingeladen! Das Projekt wurde vom Quartiersmanagement gefördert durch den Quartiersfonds 2 des Programms Soziale Stadt. E Leserbrief Eine Turnhalle für fünf Schulen !!! Leserbrief von Heidi Göbel Was haben die Konrad-Aghad-Schule, die Peter-Petersen-Schule, das Albrecht-DürerGymnasium, die Silberstein-Schule und die Heinrich-Sander-Schule gemeinsam? Sie haben seit etwa 30 !!! Jahren zu wenig Sportmöglichkeiten, sprich: Turnhallen-Mangel. Das Problem soll nun, geht es nach dem Bezirk Neukölln, gelöst werden. Als Anwohner wünscht man sich ja, das sich Politiker und Politikerinnen die bestmögliche Lösung für die Kinder, Lehrerschaft und Anwohner überlegen und umsetzen. Was hier allerdings geschehen soll, und das steht noch auf sehr wackeligen Beinen, ist die reinste Katastrophe. Ein Investor möchte auf dem ehemaligen Bahngelände der Deutschen Bahn an der Karl-Marx-Straße (gegenüber dem Neuköllner Tor) ein Hotel errichten und verhandelt mit dem Bezirk noch über „weitere Nutzungsmöglichkeiten“. Wer der Investor ist und welche weiteren Nutzungsmöglichkeiten das sein sollen, konnte Frau Bezirksstadträtin Dr. Giffey, bei einem Besuch des Quartiersrates Körnerkiez am 25. August 2011, nicht beantworten. Der Investor möchte dann im Gegenzug (sollten die Verhandlungen in seinem Sinne verlaufen) dem Bezirk ein Grundstück der Deutschen Bahn zwischen Hertha-Brücke und Hermann-Quartier vermachen, damit der Bezirk dort eine Turnhalle für die fünf Schulen bauen kann. Wenn der Investor nicht zustimmt, bekommen die fünf Schulen keine Turnhalle. Warum sich der Bezirk von einem Investor abhängig macht, wäre noch zu beantworten. Wenn das Problem schon so lange bekannt ist, bleibt auch die Frage offen, warum sich der Bezirk nicht um Gelder aus dem Konjunkturpaket II bemüht hat, dann wären Gelder aus Bundesmitteln geflossen, um die Infrastruktur zu verbessern. Dieses Programm ist nun ausgelaufen. Chance vertan. Eine Turnhalle zu bauen, die von zwei Grundschulen ca. 600 m entfernt liegen, bietet keine Verbesserung des Schulstandortes im Norden Neuköllns. Eine Turnhalle direkt an die S-Bahn zu „klatschen“ hört sich nicht nach Bewegungsförderung in einem dafür notwendigen Umfeld an. Generationen von Lehrern und Schülern werden in Stress versetzt, denn: Neben dem S-BahnLärm und den vorbeifahrenden Güterzügen kommt auf der anderen Seite der Kohlenmonoxyd-Ausstoß der Silbersteinstraße hinzu. Diese Straße hatte (oder hat noch) die größte Luftverschmutzung von ganz Berlin. Es gibt andere Standorte in der Umgebung, die besser geeignet sind. Diese Standorte kommen für den Bezirk aus Kostengründen nicht in Frage. Die Lebensqualität soll in Zukunft an anderer Stelle verbessert werden. Zum einen soll die Peter-Petersen-Schule in ferner Zukunft ein Gebäude auf dem Tempelhofer Feld erhalten. Dort sollen ja etwa 1.000 Eigentumswohnungen entstehen und für die künftigen Bewohner ist eine Reform-Schule, wie es die Peter-Petersen-Schule heute ist, wünschenswert. Dass die ehemalige Schulleiterin, Ruth Weber, 30 Jahre lang mit dem Bezirk gestritten hat, um diese Schule so vorzeigbar zu machen, wie sie heute ist, soll den Bewohnern vor Ort wieder genommen werden (durch diese geplante Abwanderung). Zum anderen soll die Konrad-Aghad-Schule das freiwerdende Gebäude der Peter-Petersen-Schule erhalten und die Klassenzahl erhöht werden, ohne Verbesserung der Bedingungen insgesamt. Wir lesen seit über 10 Jahren in jeder PISAoder anderen Schülerstudie, dass nirgendwo der schulische und berufliche Erfolg so sehr von der Herkunft abhängig ist wie bei uns. Ein Bildungssystem so durchlässig zu gestalten, um allen Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die entwickelt und auch umgesetzt werden sollte. Vielleicht fängt diese Entwicklung ja mit einer Turnhalle an, die den Schulen auch wirklich gerecht wird. Heidi Göbel ist Bewohnerin des Körnerkiezes und Mitglied des Quartiersrats. körner post oktober 2011 8 Nachbarn im Kiez Ursula Trüper Ansprechpartnerin für alltagsintegrierte Sprachförderung, angefangen bei den ganz Kleinen: Ursula Trüper Frühkindliche Sprachförderung ist der Schlüssel zu allem, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Das hat auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erkannt und das Programm „Frühe Chancen“ ins Leben gerufen. Im Mai hat das Nachbarschaftsheim dafür eigens eine Sprachförderfachkraft angestellt, die die Kita des Nachbarschaftsheims, den Altenbraker Kinderladen und die Kita Helin betreut. Ursula Trüper ist gelernte Erzieherin, sie hat Geschichte, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und eine Weile parallel als Journalistin gearbeitet. Projekte zur Sprachförderung gibt es im Körnerkiez aber schon lange. Beispielsweise läuft seit 2008 in verschiedenen Kitas und in den beiden Grundschulen das Sprach-Lern-Programm „Der Kleine Stern“ für Kinder ab vier Jahren. Was also ist neu am Bundesprogramm „Frühe Chancen“? „Die Sprachförderung bei uns findet schon bei den ganz Kleinen alltagsintegriert statt, z.B. beim Essen oder beim Spazierengehen“, sagt die gebürtige Karlsruherin. „Kleine Kinder können noch keine Vokabeln lernen. Sie wollen mit einer vertrauten Person über das reden, was sie gerade beschäftigt. Wenn dem Kind ein Wort nicht einfällt, sage ich ihm dieses Wort, ich unterstütze das Kind, wo es mich braucht. Das ist das Geheimnis: ihm zuzuhören und darin zu unterstützen, weiterzureden. Wo es mich nicht braucht, da halte ich mich zurück.“ Die heutige Hirnforschung unterstützt diese Herangehensweise: Kindliches Lernen und kindlicher Spracherwerb funktionieren so, dass sich Kinder mit einer Sache beschäftigen, die sie interessiert und die sie ausprobieren wollen. Einer Studie zufolge sind Sprachförderprogramme nicht erfolgreich, wenn sie kleinen Kindern Sprache genauso beibringen wollen wie älteren Schulkindern. Im Kita-Alltag braucht es großes Organisationsgeschick und eine Menge Hintergrundwissen, damit die Erzieherinnen jedes einzelne Kind intensiv fördern können, das weiß Ursula Trüper aus eigener Erfahrung. Daher absolviert sie derzeit mindestens eine Fortbildung pro Monat, um als Multiplikatorin ihr Wissen an die Kolleginnen weiterzugeben. „Frühe Chancen“ läuft über einen Zeitraum von drei Jahren, dann sollen die Erzieherinnen die Sprachförderung selbst fortsetzen. Eine Sache möchte Ursula Trüper den Eltern mitgeben: „Redet viel mit eurem Kind, in eurer Muttersprache oder in der Sprache, in der es euch am leichtesten fällt. Redet beim Wickeln, beim Kochen, beim Essen, beim Einkaufen, beim U-Bahn fahren mit ihm. Und hört zu, was es euch erzählt! Das sind alles Chancen, Sprachförderung zu betreiben.“ Eltern, die Fragen haben, können sich gerne bei ihr melden. C. Mattern Foto: Nachbarschaftsheim Kontakt: u.trueper@nbh-neukoelln.de Informationen zum Programm: www.fruehe-chancen.de Kurz gemeldet Schule vorbei… und keinen Plan wie es weitergeht? Am Mittwoch, 26. Oktober, 16.15-18 Uhr geht es in der Sprach- und Integrationsschule SIS e.V., Emser Straße 29 im Rahmen eines Stärken vor Ort-Projekts um Ausbildungs- und Studiumsmöglichkeiten im Bereich Pädagogik (Ausbildung Erzieher/in, Lehramtsstudium). Um Anmeldung wird gebeten: info@sis-ev.com, Tel. 290 45 800/801, www.sis-ev.com/leistungen/projekte „kunst als brücke zwischen den kulturen“. Für einen Kunstabend der anderen Art am 19. November sucht die Kunstfiliale Körnerkiez Künstler/innen, die ihre Kunst an einem ungewöhnlichen Ort präsentieren wollen. Das könnte z.B. ein Konzert in einem türkischen Männercafé sein, eine Performance in einem türkischen Obstgeschäft oder eine Kunstinstallation in der arabischen Bäckerei. Künstlerische Ideen können bis 12. Oktober formlos eingereicht werden. WerkStadt Kulturverein, Emser Straße 124, 12051 Berlin, kunstfiliale@werkstadt-berlin.com, www.werkstadt-berlin.com IMPRESSUM Herausgeber: Quartiersmanagement Körnerpark Emser Straße 15, 12051 Berlin Tel. 62 98 87 90, Fax 62 98 87 910 www.qm-koernerpark.de team@qm-koernerpark.de V.i.S.d.P.: Ulli Lautenschläger Redaktion: Claudia Mattern Autoren dieser Ausgabe: Heidi Göbel, Nadine Lorenz, Sina Ness Layout: Mathias Hühn Druck: Ronald Fritzsch, Auflage: 2.500 Die Körnerpost erscheint zehnmal jährlich. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang November. Redaktionsschluss: 15. Oktober Eingesandte Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für deren Richtigkeit. Die Körnerpost wird gefördert von:
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