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Der Strahlower Fischzug Erste Handlung

Full text: Neue Theaterpossen nach dem Leben / Voß, Julius von

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Frieder. Tante, es mir recht lieb, da� Sie hier
sind. Ich mochte Ihnen viel sagen
�
Tante. Na h�r 'mal, was ick Dir nu sagen will.
Nu schickt ick un lie� mir 'ne Trosckke holen, stell Dir
mal vor, 'ne halbe Stunde hat mein Geftlle muffen
warten, bis 'ne Troschke gekommen is. Ick willDir
ooch sagen, worum. Et macht der Fischzug. Na um
bald Zwee kam der Geselle damit. Nu stieg ick in,
aber ick wee�t nich, die Troschken sind so eng, man
sitzt so gepre�t drin, det man sich nich r�cken oder r�h-
ren kann. Ne, wie ick nu drin sa�, sagte der Trosch�
kenfuhrmann: Wohin Madamcken? Ick sagte: Nach die
Strahloer- Br�cke. Ich willDir ooch sagen worum.
Uf'n gro� Schiff moch 'tick nich fahren, worum, det iS
gar zu ordinair, aber uf eene von die gr�nen Gondel-
kens, mit de Hunten Fahnenjunkers oben, det l��st re-
pentirlich; worum, weil sich schonst andre Leute drin
sehen, als wie ordin�re. Aber h�re Die; in de Strah-
loer Stra�e h�ltst Du 'mal sehn sollen; so wat Hab
ick in meinen Leben nich gesehn; ausgenommen, 'n zwan-
zig Jahr hinter 'nander, immer uf den Dag. Kop an
Kop in alle Fenstern, Gesicht an Gesicht noch darzu,
un obenin vuller Menschen. Als wenn die Straloer
Stra�e t Operbaus w�re, und die Fenstern die Logen.
Aber wie ick nu ant Wasser kam, w�r ick beinah mit
samt meine Trosckke �ber 'n Haufen geritten von 'n Gtu-
denten. An die Sttahloer Br�cke war'n Gedringe, de�
        
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