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Der Strahlower Fischzug Erste Handlung

Full text: Neue Theaterpossen nach dem Leben / Voß, Julius von

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Sattl. Ha ha ha l Sehn Sie wohl, da kitzeln sie
sich miteinander im Grase.
Wirrm. Das Vo'k qeht nicht rorwatts zur Freiheit.
Sattl. O allerhand Freiheiten nimmt sichs hier
wohl.
Wirrm. Das Volk ist zu weift/ hat zu viel Tugend.
Sattl. Hm, das w�r ja recht gut.
Wirrm. Aber gewissermaa�en, nach Schillers Car-
los. ES schminkt mit feiger Weisheit seine Ketten aus,
und Tugend nennt es/ sie mit Anstand tragen.
Sattl. Ich sehe eben keine Ketten, und mit dem
Anstand gehts auch noch hin.
Wirrm. Das Volk sollte m�ndig ftyn, und ist es
Nicht. Der Zeitgeist meint es gut zum Volk/ und eS
verstopft ihm noch f�r und t�r die langen Ohren.
Sattl. Pfui, Herr Wirrmann, Sie sollten auf
Ihre Landsleute doch nicht schimpfen.
Wirrm. Ich nehme nur ihrer mich v�terlich att/
sie sollen mir Sinn empfangen, klar seyn �ber das
Verh�ltnis Aber das lies't keine Bremer Zeitung, kein
Oppositionsblatt.
Sattl. Ach warum nicht gar. W�r uns ja wohl
eine Schande, wenn uns ein Paar fremde Zeitung-
schreiber regierten. Haben wir denn nicht selbst ge-
scheute Manner im Lande?
Wirrm. Leider nein! Die Mark gebiert eitel Fin-
sterlinge. Und hatten sie mindestens noch einiges von
        
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