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Der Strahlower Fischzug Erste Handlung

Full text: Neue Theaterpossen nach dem Leben / Voß, Julius von

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Friederike (kratzt am Ohr). Das ist eben schlimm
�
Sattler. Sterb ich, kriegt sie Alles; denn mit
den Verwandten leb ich auf keinen guten Fu�, und
Freunde Hab ich nich/ weilich inkein WirthshauS gehe.
Da sagt er, Herr Iucht/ sagt er, ich w��t 'n Br�ut-
sam f�r Ihre Mamsell Dochter. Einen jungen Ge-
lehrten, der mit zu Felde gewesen is, denn Hofmeister
bei 'n jungen Grafen. Iekt Hab ich ihm eine gute
Schullehrerflelle verschafft, er bringts aber gewi� noch
weit, Herr Iucht, denn
� kurzum, er strich 'n ganz
m�rderlich 'raus, Professor, sagt er, k�nnt er bald werden,
wohl Ober-Talents-Rath, denn er hatte viel Consisto-
riale. Nu, da kriegt man doch 'n Nagel, wenn so
Eener Eenen Eenen zurekommandirt, und die Verwand-
ten m��ten sich doch halb dodt �rgern. Den andern Dag
mu�t ich wieder kommen, mu�t 'n sehn, (nimmt Toback.)
Sollt ich sagen, er h�tte mir so recht gefallen, m��t
ichS l�gen, aber
�
Friederike. Er gefiel Ihnen nicht?
Sattler. Aber wie stutzt ich! Herr Iucht, sagte
der vornehme Mann, das is mein Vetter, von den ich
Ihnen gesagt habe. Geben Sie ihm die Mamsell Toch-
ter, bitt ich mich selbst auf die Hochzeit. Ach nun mu�t
ich wohl. Da r�hrt die Verwandten gar der Schlag.
Sie ist 'ne dumme Anne, begreift das nicht ; aber ist
der Schullehrer mein Schwiegersohn, und der ist 'n
Vetter von dem Herrn Staatsrath, werd ich ja auch 'n
        
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