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Miscellanea Zollerana

Full text: Miscellanea Zollerana

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Zu Anfang des Iahre5 1769 fiel der Markgraf in schweres
Siechtum. 3m Vorgef�hl des nahen Endes befahl er, den Ring
herbeizuschaffen. 3*1" mochte die stille Hoffnung beseelen, mit dessen
Hilfe den bevorstehenden A�5ga>ig aufhalten oder abwenden 311 k�nnen.
Oeingem�� erhielt B�se, der im November des vergangenen Jahres
dieselbe Craumerschcinung wie imJahre (756 gehabt, vom bayreuchi>
fchen Ministcriuni deu Auftrag, �da es sich um die Gesundheit des
Herrn Markgrafen handle", mmerznglich nach Himmelkron 311 reifen,
�in m�glichster Stillc" die herrschaftliche Gruft �nb den Sarg des
Markgrafen Christian Heinrich 3� �ffnen, dessen lciche den omin�sen
Ring abzunehmen und biefeu dem Ministerium 511 �berbringen.
Markgraf Christian KarlFriedrich Alexander. Dieser verzichtete im
Jahre 1791 auf beide �l?arfarafentniner Zugunsten der Krone Preu�en
und segnete ?s Jahre sp�ter auf englischem Boden bas Zeitliche. Mit
ihm ging auch die j�ngere Einte Brandenburg -Ansbach 5� Grabe.
Per Traum des Kamimrrjerrn l'on B�se' hatte sich erf�llt.
3� &em �ber die Entnahme des Ringes aufgenommenen
Protokoll wird diefcr von 33ofe des n�hern beschrieben. ?r, Base,
habe ihn, so hei�t es dort, in des Pfarrers Hanse 311 ?jtinmclfroti
�besichtigt und gefunden, da� es ein goldener Ring mit einem Amatist,
welcher mit kleinen brillanten entouriret, babey aber sehr rostig
gewesen seyo. Bcy genauer Besichtigung desselben und als er solchen
ein wenig appu^en wollen, w�re einer 0011 den kleinen Brillanten
herausgefallen, den man, alles Kuchens ohnerachtet, nicht wieder
finden k�nnen und in de5 Pfarrers Stuben verkugelt seyn m��te".
In der Fr�he de? 12, Januars erschien B�se bei dem Stifts-
pfarrer Alberti in Himmolkron �nb wies sich ihm gegen�ber durch
einen schriftlichen Befrhl oes Ministeriums aus. (Ein herbeigerufener
Schlosser �ffnete den ihm bezeichneten Sarg und wurde bann entlassen,
nachdem er dem Pfarrer an Eides Statt strengstes Stillschweigen
gelobt hatte. Nun hoben die Sur�ckgrblicbcnen beim Scheine einer
Laterne den Sargdeckel empor, B�se nahm den Ring an sich und
h�ndigte ihn wenige Stunden sp�ter den Ministern von Steinbeil
und von Rcitzensteiu aus.
Nach der Beisetzung des Markgrafen Friedrich Christian wurde
der Schicksalsring Christian Heinrichs dem �Geheimen Archiv" auf
der plaffenbnrg �berwiesen, von bort gelangte er in den zwanziger
Jahren des porigen Jahrhunderts mit den zugeh�rigeil Akten in bas
ehemalige KLibtnets-^?rd/iD und ans diesem bann in bas K�nigliche
HaiiS'Archiv. Jetzt hat die merkw�rdige Reliquie im Hohenzollern�
Mnscum eine w�rdige Aufbewahrungsst�tte gefunden.Die ersehnte Hilfe kam indes 311 sp�t. Der Ring vermochte
den (Saug des Schicksals nicht mehr 311 hemmen. Am 20. Januar (769
starb Markgraf Friedrich Christian. Mitihm erlosch der Mannesstamm
der j�ngeren Linie des Hauses Vrandenburg-Vayreitth. Pas Land
Bayreuth fiel an bas F�rstentum Ausbach. Port regierte feit (757
Iiiyffenbar iitqcn fritte ��rledtiiffc j?n� �iticrrnjtir&igrti ?aqe" ju^rmibc,
fiprcn bdirtiinm (^oUtrrtf?aUfrl. Ifolfcitii�ttcl, (885, 2, ff,) Zrde�tl. Nui handelt
eZ sich in ihr md)t mehr um d
    
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