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Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

Full text: Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

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die Nacht �ber von einem ziemlich heftigen Fieber befallen, nicht im Stande seyn w�rde zu erscheinen, wie sehr
mich dies beunruhigen mu�te, kannst Vu wohl denken, zumal es gerade j�hrlich war, als er in AoppenhaZen erkrankte.
Zum Gl�ck kam das Fieber, welches wohl von einem Di�tfehler entstanden seyn mochte, nicht wieder und nach einigen
Cagen der Schonung und Ruhe ist er Gottlob nun so weit, da� er heute Nachmitttag nach dem vcheuner in Glinicke
die Reise nach Stettin wird antreten k�nnen, un� sich Morgen dort einzuschiffen. Dieses Unwohlfeyn hat mich um so
mehr geschmerzt, da wir, obgleich ich ihn t�glich gesehen, so wenig nur von ihm haben profitiren k�nnen. Da� die
Prinzessin sich glaube sie hei�t Marie) von Darmstadt, einigen Eindruck auf sein Herz gemacht habe ich wohl zu
bemerken Gelegenheit gehabt. Man sagt viel zu ihrem kobe, da sie eben so gebildet als anmuthig se-yn soll. Das
�brige wird sich sp�ter entscheiden, wenn die lieben Eltern alles geh�rig erwogen haben werden, nicht wahr?
Meine Absicht ging fr�her dahin, Wilhelm und Albrecht zu Euch zu senden in diesem Sommer, da aber
Wilhelm noch sehr gro�er Schonung bed�rfen wird nach seiner schweren Krankheit, so wird Albrecht nur allein
erscheinen k�nnen. Der gr��ere Theil der Familie ist entweder krank oder abwesend, so da� in diesem Augenblick
nur Aarl und Albrecht auf den Vemen sind. ...
-f.U).
45. Aufenthalt im Viefengebirge.
Grdmannsdorf, den 7./5Y. Aug. I.83Z.
Herzlichen Dank, mein geliebtes Aind, f�r alle guten W�nsche zu meinem Geburtstage.
Seit ungef�hr Tagen bin ich hier in Erdmannsdorf und erfreue mich der herrlichen Gebirgsgegend.
kuise als nunmehrige Vesitzerin von Schildau hielt am Tage nach unserer Ankunft ihren Einzug daselbst,
der mit allen �blichen Feierlichkeiten statt fand. Es macht mich �ber alle Maa�en froh, sie selbst so froh und gl�cklich
zu sehen �ber den Besitz dieses Gutes, das ihr schon l�ngst so gefiel.
Der geliebten Aoppe sendete ich auf der Stelle einen Vlick in Deinem Namen, wie Du mich beauftragt,
welches mir um so leichter wurde, da ich gerade an meinem Schreibtische sa�, zun�chst am Fenster und mithin nur
den Ropf nach besagter Aoppe zu wenden brauchte. Unter solchen Umst�nden eine gute Aufnahme von ihr hoffend,
bestiegen wir sie gleich am zweiten Cage darauf, wir hatten es nicht zu bereuen, da unsere Expedition, (ganz in der
Art wie vor 9 Jahren, aber bei weitem g�nstigerem Wetter,) von dem besten Erfolg begleitet war. Es ist nun das
drittemal gewesen, da� ich sie besucht. Das letztemal geschah es Dir, diesmal Luisen zu Ehren. ... W.
46. Weihnachtsfeier. Prinz Albrecht. Neujahrswiinsche.
Potsdam, den Dez.
Der Heilige Christ-Abend wurde nach hergebrachter weise und mit fr�hlichem Sinn gefeiert. Die Vescheerung
fand bei Fritz statt und zwar im gro�en Saale, der zu einem pr�chtigen Vasar umgewandelt war, in welchem viel
mannigfaltiges, herrliches und sch�nes, unter einer Unzahl gro�er und kleiner Aerzen und den dazu geh�renden gr�nen
Pyramiden hervor blickte. Auf dem f�r mich bestimmten Tisch und als einer der Glanzpunkte desselben erschien das
f�r mich von Dir bestimmte Schreibzeug in Elcphanten- Gestalt masquirt. Es ist allerliebst, machte mir eine gro�e
Freude und wurde seiner geschmackvollen Arbeit wegen allgemein bewundert, tausend Dank daf�r; m�chte nur das
meinige, so ich f�r Dich nach Petersburg expedirt habe, auch Deinen Veifall haben.
Als ich Deinen letzten Vnef vom Mcke) empfing, der so viele unverdiente kobspr�che enth�lt meine Korrespondenz
betreffend, die ich fast f�r Scherz ansehen sollte, war es meine feste Absicht, ihn sogleich zu beantworten, um derselben
'5ie wurde die Gemahlin des Gro�f�rsten.
        
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