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Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

Full text: Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

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im Stande gewesen bin, wobei ich viel auszustehen gehabt un& nun Gott 511 danken habe, da� das Hebel nicht
dadurch noch heftiger geworden ist. ?s geht jetzt viel besser, allein eine gewisse Augenschw�che, die mich beim
Ccfeti und Schreiben, ganz besonders bei Acht, sehr inkommodirl, will sich noch immer nicht verlieren. 2��oin
heutiges Schreiben wird daher sehr in die K�rze zu fassen seyn, &a es mein erster Versuch ist.
Da� es sich mit dem Befinden unseres
theuern IIiiko.iItl's t�glich bessert macht
mich herzlich froh. Ivcnn er sich nur mehr
noch schonen und weniger l'ours cle force
unternehmen m�chte! Ich bitte ihm dies in
meinem Namen sagen und mich dabei seinein
Andenken ergebcnst empfehlen zu wollen. . ..
F,w,
39. Cod der F�rstin luise Radziwill^.
Potsdam, den 8., 20. DeZ.
Ich bin schon im voraus �berzeugt und
kann mir lebhaft denken, wie sehr Du, mein
geliebtes Aind, von der eben so unerwarteten
als schmerzlichen Nachricht, den Tod der lieben,
guten TIante Radziwil betreffend, �berrascht
und ergriffen seyn wirst. A)ie verehrungs-
und sch�tzenswerth war sie nicht! Sie, die
so viele ausgezeichnete Gaben, sowol des
Geistes als des Herzens in sich vereinigte und
dabei einen so acht Christlich religi�sen Sinn
besa�, Ich bin �ber diesen Coo tief betr�bt;
ist es doch wieder einer von den Todesf�llen,
die man nie auf das innigste zu bedauern
aufh�ren wird. F�r die zur�ckbleibende
Familie bleibt er vollends unersetzlich, denn
sie war ja als der Schlu�stein derselben zu
betrachten. Ich sehe noch Zar nicht ein, wie
sich das alles noch gestalten wird und was
Friedlich- Wilhelm in, (gifppgu^ �sich dem Modell ucri Ri�. mufrmii f�c Bergfunbc
aus den 3 bis jetzt vereinigt gewesenen Haushaltungen werden soll, von denen sie zeither stets umgeben gewesen.
Am vorigen Mittwoch Abends ist ihre teiche nach Ruhberg abgef�hrt worden, nachdem nach zuvor eine religi�se
Feier statt gehabt hatte. In oder bei Ruhbcrg wird sie solange beigesetzt bleiben, bis die noch nicht vollendete
Familiengruft bereit seyn wird.
Ich glaube nicht n�thig zu haben, unserm theuern I-Inicn^t� die Familie bei dieser so traurigen Veranlassung
auf das dringendste zu empfehlen, ihre vcrm�gensverh�ltnisse mit dein Ru�ifchcn Gouvernement betreffend. .. .
F. w,
1 Der Kaiser hatte sich auf edier Reise das Schl�sselbein gebrochen. S^iemann 3, 3,?. � � Vie F�rstin swrb am
1. Dezember 5856.
� 3 vgl. oben Hr. 2*.
        
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