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Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

Full text: Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

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Segen verleihen. ZT?it solchen und �hnlichen Gedanken besch�ftigte fier/ meine Seele am Tage unserer unausl�schlichen
Trauer. Da� diese Gedanken und W�nsche Euch gesamte Geschwister angehen, versteht sich von selbst. Da� Dein
gar lieber Brief vom 59"" sie von Heuern bei mir auf das lebhafteste erregen mu�te, kannst Vu Dir leicht denken.
Deine Verachtungen �ber diesen so schmerzlichen Erinnerungstag sind vortrefflich, doch fast zu schwerm�lhig.
Ich brachte den Nachmittag und Abend des \9''n auf der Rosenburg in �raupen zu, wo wir im vorigen
Herbst zusammen waren'. Das Gcdenkbuch wurde herbei geholt, in welchem Ihr 3 Schwestern Euch eingeschrieben.
Wie viel mu�te ich dabei an Euch Lieben gedenken!
Das Wetter ist hier fast immer rauh und windig, so da� wir nur wenig Partien zu machen imStande waren.
... An Menschen fehlt es hier nicht, allein Badeg�ste von Distinktion gibt es hier nur sehr wenig. H�chstens
erscheinen sie als Zugv�gel. Auch sind dis R�unions im Ganzen wenig besucht, und wenig animirt. Die B�der und
das Aissingerwasser bekommen mir im Ganzen gut, greiffen mich aber ziemlich an.
Uebcrmorgen gehe ich von hier nach Schandau, um nieinen Geburtstag in der S�chsischen Schweiz, in aller
Stille zuzubringen. Am k. 2N. gedenke ich Tevlitz wieder zu verlassen. Lebewohl, mein geliebtes Aindl Ich
erflehe Gottes Segen �ber Dich und die Deinigcn. ZV.
37. Dank f�r (Sebiirtstagsbricf. Entbindung der Prinzessin luise, pers�nliches. Tod Hufelands.
Paretz, den 5H./26. Aug.
Ich sage Dir den herzinnigsten Dank, mein geliebtes Aind, s�r Deine Briefe vom I''." und 5?^,", ganz
insbesondere aber f�r alles Liebe und Gute, was Du mir in Beziehung auf meinen Geburtstag ge�u�ert. Wohl
wei� ich es ja l�ngst, da�, wie es Gott gefallen sollte, die w�nsche meiner herzlieben Ainder zu erh�ren, nichts als
immerw�hrendes wohlseyn mich begl�cken w�rde. Ist die� nun auch nicht gerade immer der Fall, und wie k�nnte
das seyn, so kann ich dennoch Gott nie genug daf�r danken, da� er mich bis jetzt so gn�diglich und unverdient hat
besch�tzen und bewahren wollen. . ..
. .. Gestern erhielt ich durch den A�lner Telegraphen die frohe und freudige Botschaft von kuisens an�
22'" Abends statt gefundenen Niederkunft mit einem Sohnes wie froh wird sie dar�ber seyn! Es macht mich selbst
unendlich gl�cklich, was kann auch nat�rlicher seyn? ist dach das Gl�ck meiner kieben so genau mit meinem verbunden. . ..
. .. Meine Reise nach den westlichen Provinzen habe ich mich, nach reiflicher Ueberlegung, so schmerzlich
es mir auch geworden, gen�thigt gesehen aufzugeben, da meine Physischen Ar�ste sich mit einer so h�chst angreiffenden
Reise nicht gut mehr vereinbaren lassen. Ich suche mich dagegen durch die Reminiszenzen des verwichenen Jahres
zu entsch�digen, die so viel gro�artiges und angenehmes zur�ckrufen. ... F.W.
Der Tod unscrs alten, so h�chst ehrw�rdigen Hufelands wird auch Dir gewi� recht nahe gegangen seyn.
Sein Verlust ist in der That unersetzlich.
38. Vefinden �les K�nigs und des Kaifers.
Potsdam, den
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Du Haft gewi� schon auf andere weise erfahren, mein geliebtes Rind, da� ich am Tage vor der Hochzeit
von einer heftigen Augenentz�ndunZ befallen wurde, so da� ich den Hochzeitsfeierlichkeiten nur theilweise beizuwohnen
1 Vgl. oben Nr. 29. Hebet die auf die Kalischer Man�ver folgende Zusammenkunft in Ceplitz � 83 vgl. Schiemann 5, 270.
�
a 22. August (836, Geburt des Prinzen Wilhelm. � 8 Hufeland, der ber�hmte Arzt, starb 25. August \836.
� * 22, Vktober ;S2e, ver-
m�litung der Prinzessin Elisabeth, Tochler des Prinzen Wilhelm des kelteren, mit dem Prinzen Karl von Hessen-Vannstadt.
Q�E}tnj4Unn^aEfttiiid) l?^�. 22
        
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