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Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

Full text: Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

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und bleiben m�ge. Ich kann mir recht lebhaft und deutlich vorstellen, wie froh und gl�cklich und zufrieden Du diesen
Tag unter so frohen Umst�nden zubringen wirst, wir haben den Nlittag und einen gro�en Theil des Tages auf
der Ruine bei Graupen Zugebracht l, von wo man eine der sch�nsten und umfassensten Aussichten der hiesigen Umgegend
erblickt, und haben boxt recht aus Grund des Herzens auf Dein best�ndiges Wohl in Champagner und Airschwein getrunken.
3Nit meiner Aur bin ich noch nicht besonders zufrieden. Das
Bad greifst mich diesmal mehr an als sonst, und der Husten will mich
auch noch nicht verlassen und hindert mich oft im Schlafe. Vie gro�e
Hitze mag wohl zum Cheil schuld daran haben. Sie steigt t�glich bis
auf einige 2N Grad. Aus dem eben gesagten wirst Du wohl ersehen,
da� ich abbrechen mu�, nachdem ich noch nieinen Dank f�r Deinen Vrief
vom v. M. ausgesprochen und Erlauchts herzliche w�nsche zum
heuligen Cage ausgerichtet.
Lebewohl, geliebtes Aind! Gott segne Dich und die Demigen.
.5 w.
30. perf�nlidjes, ,frenbc �ber den bevorstehende� besuch dor Maifcrin.
Charlottenburg, den '^"^
Das Angreifende der Teplitzer Vadekur, die anhaltend gro�e
Hitze, ein hinzugekommenes �ebcrma� von Gesch�ften aller Art, und
noch manche andere Abhaltungen sind Ursach, da� ich lange nicht schreiben
kannte. Als Folge von dem Allen bin ich jetzt von einer solchen Anzahl
von Familienbriefen umgeben, da� mich eine wahre Angst �berf�llt,
wenn ich an das Antworten denke. Heute fanden sich endlich einige
Augenblicke der die ich benutze, um endlich die Hand an's
Werk zu legen.
Vor allen Dingen geb�hrt Dir mein Dank, �nein geliebtes Aind,
f�r die empfangenen Vriefe vom uud 50'!?' v. NI. Der vom
59""" ist f�r mich ein neuer beweis, wie sehr Du das Andenken der
verkl�rten Nlutter zu verehren fortf�hrst. Daf�r aber auch segnet Dich
Gott und erhebt Dich selbst zur gl�cklichsten Mutter.
Eine frohere Nachricht h�ttest Du mir wohl schwerlich miltheilen
k�nnen, als die, so in dem letzten obigen Schreiben enthalten war.
welch freudige Aussicht Dich, mit Gottes H�lfe, diesen Herbst erwarten
zu d�rfen", insofern Dein Gesundheitszustand es zul��t. V das wird
Friedrich
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er, das wird er gewi�, nur w�nsche ich. da� es noch in der guten Jahreszeit seyn m�ge, um noch einige Partien
machen zu k�nnen, Zchone Dich nur recht, liebes Aind, damit Deine Gesundheit kein Hindernis abgeben m�ge. Ich
habe sogleich kuise die frohe Auude mitgetheilt, die sicher au�er sich f�r Freude seyn und also auch alles auwenoen
wird, um den erforderlichen Urlaub hierher zu erhalten.
3cit ich von Ceplitz zur�ck bin. fahre ich fort, wie ich es dort schon angefangen, t�glich einige Gl�ser
mit etwas 2NiIch vermischt, zu mir zu nehmen, uni den noch immer nicht gehobenen Husten zu
1 Serg�abt Graupen. i'/4 stunde nord�stlich pou ilepltt� am Fu�e des Erzgebirges, mit bei irilbcluisb�bc und der Huinc
Rosenbura. - ' 19- Juli, lobestag der Kdnigiii Luise.
�
a lieber die Seife der Kaiserin nach Berlin f, f.Sdjiemann 3, 252 ff.
        
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