Path:
Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

Full text: Aus dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III.

159
In dem, was Du mit �ber Ribeaupierre schriebst, erkannte ici? wiederum recht von Neuem die eigenth�mliche
Delikatesse des uns so unendlich treuem HwKojiatt. Um mich also, wie er es verlangt, recht bestimmt auszusprechen,
kann ich nur sagen da� ich, mich g�nzlich auf die eigene Wahl des Aaisers verlassend, sehr gern Ribeauvierre als
Gesandten annehmen werde. Aus den Feldz�gen der Jahre \3 bis \5 erinnere ich mich seiner sehr wohl, und da
er sich in seiner diplomatischen Carri?re �berall ehrenvoll und ausgezeichnet hat, faim ich keinen Zweifel hegen, da�
er nicht auch hier in dem Sinne handeln sollte, wie ich es 311 w�nschen habe und wie es die innige l�ngst so gl�cklich
bestehende Verbindung beider Reiche erfordert. ... 5 10F.W.
(A. Aufenthalt in Potsdam. �Erinnerung an de� \o. M�rz. 3??a(t*r Kr�ger.
P�t5dam, den 5852,
Seit der Glitte Januars bin ich gestern zum erstenmale wieder hierher gekommen. Vas Wetter ist k�stlich,
52 bis Grad Wanne, milde kuft, Sonnenschein, kein wind und �berall gr�ne Knospen zum Aufbrechen, welche
Wonne! Ich benutze einige Augenblicke der Mu�e, um Dir, mein geliebtes Aind, endlich einmal wieder zu schreiben,
denn ich that es lange nicht. Da� aber dabei die Schuld nicht an mir, sondern in den Umst�nden zu suchen ist, das
wei�t Vu l�ngst. Seitdem hatte ich die Freude, Deinen Brief vom 8^" und Zu empfangen. Mein Vrief von
eben diesen� Datum mu� nun schon l�ngst in Deinen H�nden seyn. Deine, bei Gelegenheit der Wiederkehr dieses uns
unverge�lichen Jahrestages geschehenen Aeu�erungen sind wiederum so sch�n und edel, da� sie nur aus einem Herzen
wie das Deine ist, so entsprie�en konnten. Gott erhalte Dich bei diesen Gesinnungen! Ich war sehr bewegt, als ich
sie las, obgleich sie mir nicht neu seyn konnten, allein auf mein Gem�th wirkten sie unaussprechlich wohlthuend.
F�r Dein g�tiges, gn�diges Andenken ist hier alles h�chst dankbar. Gnkel George war bereits abgereist,
als ich Deine Auftr�ge erhielt, recht oft war zwischen uns von Dir die Rede.
Ich bin �u�erst froh, da� mein Vild Beifall findet, aber Kr�ger ist auch gewi� ein gauz ausgezeichneter,
ich m�chte sagen, einziger A�nstler Nr. Dabei ist es sein erstes Werk in so gro�em Maa�stabe. Rr�ger
w�nscht nichts sehnlicher, als einmal nach Petersburg reisen zu k�nnen; ich glaube, seiner vielen Gesch�fte wegen ist
er noch immer davon abgehalten worden. ... N?F.W.
ig. Ankunft der Prinzessin Tmse der Niederlande. Gesandter Kibcaupierrc. lEriiitienitnjcn. utiles.
Potsdam, den '^- l8I2.
Gestern Nachmittag ist der Rind mit ihrem tuischen^ unter der Sauvegarde Albrechts, gl�cklich hier
angelangt. Gro� war die Freude des Wiedersehens! Das kleine kuischen ist ein recht h�bsches, gesundes und robustes
Rind, recht munter und gar nicht bl�de, da sie aber nur Holl�ndisch parlatschirt, so ist die Unterhaltung eben nicht
sehr lebhaft. Diese neue Bekanntschaft einer meiner hat mich sehr befriedigt, ich zweifle keinen Augenblick
dasselbe sagen zu k�nnen, wenn ich die n�chstens navigirenden 5 Nichten^ auch gesehen haben werde, denn das lasse
ich mir gewi� nicht nehmen, es m��ten denn ganz un�bersteigbare Hindernisse eintreten. Schade ist es freilich, da�
Du, mein geliebtes Rind, sie nicht selbst zu geleiten im Stande bist. Gott aber wird auch diesmal alles zum Besten
leiten, dies sey unsere Zuversicht.
1 Gro�herzog Georg von INecklcnbnrg^trclitz. � 2 Die \82� geborene Tochter der priiijeff�nLuise, alfo t�itfelitt des 1(011195. �
3 Vie drei T�chter der Kaiserin.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.