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Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

Full text: Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

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den (Befallenen lieb wie bisher. An Deiner Ciebe werde ick) inich doch am ersten aufrichten, Sie wird alles wieder
neu beleben. Kufe bas liebe I�ngelchen. Vielleicht komme ich nun bald, (Es wird sonderbar sein, so wieder zu
kommen ; aber ich kann wenigstens nichts daf�r. Sage nur den andern [�>eru>an6ten] auch, sie sollten mich nicht aus*
lachen .... b�gest Du nun wenigstens bald in 3[erlin] Ruhe haben! Gott segne Dich!
Dein Willhelm.
22,
Prinzessin Marianne au Prinz Wilhelm,
Berlin, den q. M�rz
.... Die Huffeit sind da, die Franzosen fort. Vas war, das ist ein Jubel in dieser Stadt! ?s ist ergreifend! ....
Tausend Dank f�r Deine Briefe. Heut morgen erhielt ich, durch dir Russen unerbrochen, aber aufgehalten,
Dein Ur. 8 1.
Was Du gibst, ist sehr viel, aber es ist recht. Hoffentlich wird der K�nig einst es so ersetzen, wie es ihm
zukommt, damit lVA.doch noch bekommt, was Vu immer w�nschtest daf�r anzuschaffen. Du h�ttest sollen die zwei
Schwadronen zu Deinem Regiment 2 tun lassen zum ewigen Andenken ....
Auf dem Valkon in Deiner Mutter 3 Zimmer sah ich mit Auguste den (Einzug.
Grade an dem 20., dem ber�hmten, war Dein Vrief geschrieben, wo Du meintest, Berlin sei ger�umt.
WA. ist ganz au�er sich �bers Hurra, da� er mir immer vor dachen und Freude das Gesicht verkratzt.
Setjon seit 7 Uhr sieht ers mit an, wo ich geweckt wurde. Der erste von den Kosaken, der jetzt im Schlo�hof mit ihnen
h�lt, war Major Vock. Der tarn gleich herauf. Der Mensch war ganz au�er sich vor Gl�ck und Sieg .... Viele
Gefangene bringen sie ein .... WA. will die Suppe, aber ich mu� doch erst enden. U)egen Anton teile ich Deine
Freude, ihn um Dich zu haben; gr��e ihn sehr von nur.
2 Uhr.
Eben kam die Infantrie. kann ganncht zu nnr konnnen. Veine Schwestern gr��en Dich sehr. Aleinen
�chlo�bewacher, der eben ein wenig schl�ft bei Groben, habe ich zum �Lssen invitiert ....
Das ist recht abgeschmackt, da� man unsere, nun Gottlob �berstandene Gefahr so klein geschildert hat bei Euch.
Gew�hne Dich ja recht an alle ?uft. Die unsers S�dens, imfers Rheins wirdDir wieder recht wohl bekommen ....
Da war der Chernitscheff da; der hat nur so die H�nde gek��t und solch Zeug geschwatzt.
Ja, das wollte ich sagen: wenn Du so als Siecor, wie die heut hier, durch Homburg oder Frankfurt kamst,
wie w�rden die Meinen sich freuen!
Jetzt Adio! Adiol Ich kann nicht mehr.
25.
Prinzessin Marianne an Prinz Wilhelm,
sVerlin,) den H. M�rz Nachmittag.
.... Major Vock erz�hlte mir nach Tisch, als er sich sehr freute �ber die Portr�ts als er einger�ckt sei
heut Morgen, w�re feine erste Frage gewesen, wer hier sei von der K�niglichen Familie, und man habe ihm geant-
wortet: Prinz Heinrich, Prinz Willhelm, der ist unser liebling, aber er ist in Vreslau; aber seine Gemahlin ist da.
Und man habe Dir auch ein Hurra gebracht, als ich auf dem Valkon gestanden h�tte. Das habe ich aber nicht geh�rt.
Ich erwarte noch Tettenborn^, der verwundet ist.
1Dom 20. Februar. � !Brandenburg. DragoneoRegiment Nr. 2.
�
�
"K�nigin Friederike. H. Gemahlin Friedrich Wilhelms II.
gest. ,805.
� * 3" den Zimmern de5 Prinzen Wilhelm. � 5 Tettenborn, Friedrich Karl Frhr. v., Oberst in russischen Diensten, gest. ,855
als badifcher Generalleutnant und Gesandter in Wien.
        
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