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Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

Full text: Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

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Den 27. ging Vl�cher Poraus hierher und �bertrug mir w�hrend seiner Abwesenheit das Kommando. Es
gab aber nichts zu kommandieren. Gestern war ich, wie vorgestern, mit Fritz touis zu t�bau in demselben Hause
einquartiert und a� deshalb abermals mit allen zum Hauptquartier geh�rigen bei mir. Abends wir Prinzen nebst
Adjutanten bei ihnen.
Ich habe hier einige sehr interessante Neuigkeiten geschrieben und denke in Zukunft weniger von dem Tafeln
zu reden. Sonst m�chte ich in Reichsrats '-3til fallen.
Soeben habe ich ein Oiner bei mir geendet, wo die Herren tandes�ltesten skandr�te) und andere Honoratioren
der Stadt ihren Teil daran hatten. Ueberhauvt fast taglich hat man mit dergleichen Herren zu tun, welche die besten
Gesinnungen an den Tag legen. Alles hofft, der A�nig von Sachsen 2 werde die rechte Partei ergreifen, und ich fange
es auch an zu glauben. Man ist �u�erst entr�stet �ber das Venehmen des Feindes, welcher die Dresdner 'Br�cke
zum Teil gesprengt shat) und ganz zu vergessen scheint, da� Sachsen zu den Rheinb�ndlern geh�rt.
Vl�cher l��t sich Dir empfehlen und sagen, er w�rde nun machen, da� er bald nach Homburgs k�me.
Gneisenau ist ganz rayonnant. Scharnhorst noch nicht hier. Erinnerst Vu Vich eines Herrn v. Gppen^? Er war,
glaube ich, sonst Aapit�n. Ver gef�llt mir ganz ausnehmend. Nun ist er Major, kommt von England, war in
Spanien, steht in beider Aroncn Vienste und noch �berdem in schwedischen. Von allen diesen ?ui55an�n hat er Nrlaub
und ist preu�. Offizier, angestellt im Generalstabe. Er ist �u�erst gescheut, instruiert, unterhaltend und so einfach und
anspruchslos, da� es eine Freude ist.
Venke Vir unser Marsch f�hrte uns heute �ber das (^kamp 6? Lawille von Hochkirch welches wir in
Augenschein nahmen wie auch die Airche in dem Vorfe, worin eine Urne zum Ged�chtnis des Feldmarschalls Aeith
aufgestellt ist, der in dieser ungl�cklichen, aber f�r die preu�ischen Waffen �u�erst glorreichen Schlacht sein gehaltreiches
leben r�hmlich endete. Ver klassische Voden, auf dem wir wandern, das Ziel, nach welchem alle redlich Gesinnten
endlich gemeinschaftlich streben, und Antons Nahe setzen mich wie in eine Begeisterung, und ich glaube fast, es
wird gut gehen.
Veste Marianne, k�nnte ich Vich doch an mein schlagendes Herz dr�cken! Aber nach vollbrachter Arbeit
werde ich w�rdiger Vich umarmen. Es fa�t mich eine wahre Sehnsucht jetzt nach Vir und dem Alcinen. Gott
sch�tze, Gott erhalte Euch!
wenn Vu dieses Schreiben erbrichst, sind wir vielleicht schon inDresden. Anton freut sich ungemein darauf;
denn seine Eltern sind dort, seine Schwester und tausend seiner Bekannten aus fr�heren Zeiten. Auch ich freue mich,
sowohl die Seimgen zu sehen, als auch wieder, wenn auch nur fl�chtig, die dort aufgeh�uften Merkw�rdigkeiten zu
durchlauffen; denn auf eine andere Art werde ich sie wohl nicht sehen. Gr��e Mimi, Auguste und alles, alles.
Sage, ich n�hme Abschied von ihnen, aber Gott w�rde schon machen, da� wir uns froh und gl�cklich wiedersehen
w�rden. Vppen wu�te viel vom allgemeinen lobe zu sagen, welches in England wegen Willhelm v. Gramen
erschallt. Sage es der Mutter.
Herzlich k��t Dich in Gedanken und WA. auch Vein treuer Willhelm.
42.
ptttts Wilhelm an Prinzessin Marianne.
Hauptquartier Vautzen, den 29. M�rz
Gestern, als ich Vir schrieb, glaubte ich, es w�rde das letzte Mal sein, da� ich aus der Lausitz einen Vrief
an Dich richten w�rde. Venn ich wu�te noch nicht, da� wir heute sp�ter uns in Vewegung setzen w�rden als die
'
Der fr�here ReichKhofrat in Wien. � a R3mg Friedrich August I,, gest. 1827. � 'Heimat der Prinzessin Marianne. �
4 (gefallen \8\n als Oberstleutnant im Stabe Vl�chers.
� � Ueberfall von Hochkirch am Oktober *758.
� "Reich, Maines, preu�ischer
FeldMarschall, Freund Friedrichs des Gro�en.
        
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