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Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

Full text: Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

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(Eben fommen wir von Hundsfeld zur�ck, bis wo wir Alexandern begleiteten. Nachher nahm ich hier
Abschied von Brandenburg, der Dir einen l�ngeren Brief als diesen mitbringt, d^n ich in der gr��ten Geschwindigkeit
in seiner Gegenwart schlo� und zusiegelte. Ingenheim war auch da. Veide bat ich, mich F�nf Du zu nennen.
Morgen fr�h ? Uhr gehe tch nach kiegnitz, wo Bl�chers Hauptquartier ist. Von Gldwig konnte ich nicht
sagen; denn er begleitet den Aaiser bis zur Grenze. Das ewige Abschiednehmen ist auch nichts n�tze.
Gott allein wird das Ganze leiten. Ich kann mir unm�glich denken, da� es schlecht gehen sollte, ka� uns
auf ihn pertrauen. Im Felde bete ich f�r Dich, Vu f�r mich in Berlin, wir beide f�r willm Adalbert. ?s wird
alles gut gehen, wir werden uns gl�cklich wiedersehen. Gott segne Dich!
Dein treuer IVillhelm.
36.
Prinzessin Marianne an strinz Wilhelm.
Verlin, den M�rz
.... WA.ist recht lustig und scheint viel besser; ich hoffe, es wird gut vor�ber gehen. Vielleicht sind es schon
die Augenz�hne, und da k�nnen wir von Gl�ck sagen, wenn er sie so leicht bekommt. Gr hat eine sch�ne Entdeckung
gemacht. Vein Friedrich II. in der Ktube hat doch einen Aommandostab. Auf einmal f�llt ihm der in die Augen,
und er h�lt ihn f�r einen so da� er best�ndig trommelt, wenn er ihn nur ansieht. AAr bleibt er nun.
Gottlob, ganz gelreu, und er ist ein herz und eine Tecle mit mir. Er ist ganz ungl�cklich, wenn er von nur soll.
Es ist herrliches Fr�hlingswctter. Nun hei�t es ja wieder, der Ronig ginge nach Ralisch'. Da wundert
es mich, warum er nicht zuerst hingegangen w�re. I�rgas^ i�t heut bei mir. Aiesewetter l��t sich Dir zu Gnaden
empfehlen und viel Gl�ck und heil w�nschen.
Groben ist wieder da mit Venkendorf. Sie waren beide eine halbe Gleite vor Dresden. Der Modus ihren
August habe ich bei Reich untergebracht nun. Die Aavallerie war ihm am Ende zu teuer, und nun mu� er doch
ein Aferd haben, h�re ich.
Gb Vu wohl nach Rudolstadt^ gelangen wirst? Man denkt allgemein, in der alten Gegend k�nnte es wieder
zu einer Schlacht kommen mit Vavousi^, der in Dresden ist. Die Schwestern w�rden sich unendlich freuen, Dich zu
sehen. Adio, meiu lieber, teurer willhelm. Gedenke der treuen kiebe Deiner
Mariane.
I?.
Prinzessin Marianne an Prinz Wilhelm.
Berlin, den 20. M�rz 5853.
.... Gestern kam Gen. Venkendorf wieder. Er war schon ganz nah bei Dresden; er geht jetzt mit D�rnb�rg
vor. Hatte ich doch den Leopold bei letzterem! Mehr noch w�rde Gustav zu ihm passen, beim er sieht v�llig aus
wie einer aus der Ritterzeit, und der Ropf ist ihm ganz voll solcher Dinge. Dazu die schwarze Uniform. Es ist
alles, wie f�r Gustav gemacht, und der Totenkopf auf der M�tze usw. ....
Du bist ja Generalleutnant geworden. Ich gratuliere abermals f�r den Citel vor der Zeit, wie gew�hnlich.
Das wird auch vermutlich Dein erster Gedanke gewesen sein. Doch darauf kommt es nicht an in solcher Zeit, da ist
es einerlei. Hier ist die Ehre des Streits so gro�, da� es keines Tohns bedarf. Das Bewu�tsein, dabei gewesen zu
sein, wird Freude genug gew�hren durchs Menschenleben hindurch. Gottlob, da� den Menschen einmal wieder
Gelegenheit gegeben worden ist zu einer heiligen Begeisterung!
'
Zur Zusammenkunft mit Kaifet Alexander von Ru�land. Sie fand dort am 2. April statt. � 2 Wahlen md Chef der Reseroe-Kaoauenc des l. Armeekorps, gcst. |ft33 a?s Generalleutnant. �
* 3� Audolstadt
hausten zwei Schwestern Mariannes: Raroline, Witwe des F�rsten tudwig Friedrich von Schwarzburg-Rudolstadt (gest. iso?), gest. 5S54;Ulrike, Gemahlin des F�rsten Karl G�nter (gest. 1825), gest. 4354.
� * Daooust, Haroiit, louis Nicola^ Herzog von Auerstedt, F�rst von
(Edmu?jl, franz�sischer Marschall.
        
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