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Kammerherr Friedrich Hartmann von Witzleben als Porträtzeichner am Hofe des Prinzen und der Prinzessin von Preußen

Full text: Kammerherr Friedrich Hartmann von Witzleben als Porträtzeichner am Hofe des Prinzen und der Prinzessin von Preußen

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Figur des Prinzen Wilhelm mit dem �bergeh�ngten paletot wirkt gleichfalls so �berzeugend, da� uns Me ganze
intime Darstellung ein so lebhaftes Vild des stillen, zur�ckgezogenen Gebens am Babelsberger gew�hrt, wie sie
die beredteste Schilderung nicht zu geben verm�chte. Eine Erg�nzung hierzu bietet die Darstellung auf Tafel III,die
uns den Prinzen und die Prinzessin und ihre mit Landarbeiten besch�ftigten Damen bei der ?amr>e Schein in Unter-
Haltung an stillen Abenden zeigt, Von liebevoller Vertiefung In die Einzelheiten der Damenloilelte spricht die Darstellung
der l^aarfrifurett der Prinzessin auf Tafel IIIHr. 5 und im Texte Seite JO3. Von gro�em, geradezu dokumentarischen�
Werte sind uns die Darstellungen K�nig Friedrich -Wilhelms III. aus feinem letzten kebcnsjahrzehnt, die namentlich
in der Darstellung, die ihn im Frackanzug \835 in Teplitz, anscheinend bei einem Konzerte oder einer Auff�hrung
aufmerksam zuh�rend, sowie in seinem Todesjahr im Februar J8^O in pava6c Generalsunit'orm zeigen.
?Nit dem Kronprinzen und sp�teren K�nig Friedrich Wilhelm IV. scheint von witzleben weniger in Vcr�hrung
gekommen zu sein, soweit man das aus seinen Zeichnungen schlie�en kann. Es ist hier auf Tafel IIINr. ein
j?rofilbildnis wiedergegeben, das imstande ist, uns von diesem Herrscher ein charakteristisches Vild zu geben. Doch
fehlt hier die Vielseitigkeit verschiedener Auffassungen, die die Erscheinungen K�nig Friedrich III.und des
sp�teren Kaisers Wilhelm so lebensvoll gestalten. Auf die Darstellungen der anderen Vr�dcr Aaiser Wilhelms, der
Prinzen Aarl mit Gemahlin und Albrecht, sowie des Prinzen August von Preu�en (Tafel VI) sei wenigstens hingewiesen.
Kronprinz Friedrich-Wilhelm ist dagegen wieder in verschiedenen Lebensaltern dargestellt. Das fr�hcste Vild
zeigt den zw�lfj�hrigen Prinzen (Tafel V Nr. H) in Arofilansicht, ebenso eine Zeichnung vom 25. August den
siebzehnj�hrigen. Humoristisch wirkt eine Darstellung aus dem Jahre die den Prinzen im Zwinger von Vabelsberg
sitzend darstellt, ungest�rt von seiner Umgebung ganz in die Lekt�re eines Vuches vertieft. Die beiden Brustbilder des
Prinzen und der Prinzessin Viktoria m�ssen bald nach ihrer Verm�hlung entstanden sein.
von sonstigen markanten Erscheinungen des Verliner l)ofes joner Zeit ist bei der Ueberf�lle des Ulaterials
nur ein Bildnis des Feldmarschalls �wrangel wiedergegeben (Tafel VI) sowie eine Darstellung, die den Kammerherrn
von witzleben mit dem Grafen Golz und der Gr�sin Griola von hinten gesehen auf einem Spaziergange zeigt (Seite
ein Vild, das man auch wohl alg Vorstudie f�r die farbige Darstellung der Tafel IIIansehen kann. Ein zweites
Selbstbildnis des K�nstlers in Seitenansicht ist Tafel VI abgebildet.
Den Beschlu� macht ein Vilduis des Kammerdieners der Prinzessin von Preu�en, Devost, wie er in Vabelsberg
am Oktober mit un�bertrefflicher Grandezza den Tee anbietet.
pppofl, Mni�inirrSipTirtbet prinjrff�rii-Oiiprru^fn.
Zeichnung von F. v. Mitz!et>cn, !�>. Cllobei l�4^
        
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