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Zur literarischen Tätigkeit Friedrichs des Großen

Full text: Zur literarischen Tätigkeit Friedrichs des Großen

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\\. ergeht die Weisung an bin Nnnister Graf Jiucfenftein : ,,Vous devez avoir soin de me faire un extrait fid?le et
exact de toutes les n�gociations qui ont exist�, et de tous les trait�s qui se sont faits depuis la derni?re paix
de I-Tubertusburg entre moi et la Russie et les autres puissances de l'Europe 1." Gleichwie f�r Me fr�heren
historischen Werke wurde nun im Aabinettsministerium ein �f�rmlicher memoirenartiger Bericht, in Gestalt bereits
verarbeiteter Aktenau^z�ge" hergestellt^ uud der so entstandene Vericht, der �Extrait des n�gociations depuis la paix
de Hubertusburg jusqu'au mois de septembre de Tann�e 1772" deni K�nig �bcrsandt.
Ver Karnepal, der j�hrlich um die Mitte des Dezembers mit Friedrichs Uebersiedlung nach Berlin begann
und mit seiner R�ckkehr nach Potsdam gegen Ende Januar schlo�, war vor�ber. Hatte er in fr�heren Jahren seinen
Geburtstag noch in Verlin gefeiert, so war er dieses 21Tal (J773) schon am Tage vorher � und fortan blieb es bei
dieser Sitte -��� nach Potsdam zur�ckgekehrt, um dein Festestrubel zu entgehend Hier, in Potsdam, wo er als �alter
Ansiedler den Winter am Kamin zubringt" oder, nach seinem drastischen Ausdruck, �wie eine Ratte im Kellerloch
lebt" 5, machte er sich alsbald an oie Niederschrift der Darfteilung der Teilung.
Das unumst��liche Zeugnis daf�r bilden die Anfragen, die er im Saufe des Februar �ber eine Reihe von
Einzelheiten an Finckcnstein richtet. Ver eigenh�ndig aufgesetzte Fragebogen, den er am 9. Februar an den Minister
sandte, lautet; ,,Questions dont je vous prie de m'envoyer les dates: quelle annec et quand le premier mariage
du Prince de Prusse? quand celui de la princesse d'Orange? quand la s�paration? quand le second mariage?
quand le bout de n�gociation avec Choiseul? et l'arriv�e de M. de Guines? quand son d�part? quand l'Empereur
vint-il en Saxe? quand ? Neisse? quand fus-je en Moravie? Voil? beaucoup de quands dont ilme faut les dates
pour un ouvrage dont je m'occupe pr�sentement." Und als Nachschrift noch hinzugef�gt: �Ilfaudra encore ajouter
la date du d�placement de Choiseul et de l'affaire de l'Espagne avec l'Angleterre pour cette �le de l'Am�rique,
s'il vous pla�t." Am \\. dankt der K�nig deni Minister f�r die ZnittciUmg der gew�nschten Daten" und setzt dann
rund zehn IZaQe sp�ter die 6iste fort: �Je voudrais volontiers avoir le nom de l'envoy� turc ? Fokschani, comment
le premier congr?s s'est rompu, les dates de la r�volution en Su?de, de la m�sintelligence avec le Danemark,
de l'emprisonnement et du renvoi de la reine Mathilde, du supplice du m�decin, du second congr?s de Bucharest,
des causes de sa rupture, de l'envoi de Durand ? P�tersbourg, le r�sum� des intrigues pr�sentes des Anglais
en Russie pour nous, brouiller avec les Russes au sujet de Danzig. C'est pour pousser les m�moires que j'�cris,
jusques au temps pr�sent. Vous me ferez plaisir de rassembler tous ces faits et ces dates et de me les envoyer
? votre commodit�." Zu beachten bleibt, da� die letzten fragen bereits Vorg�nge betreffen, die sp�ter liegen als die
im September (772 eingeforderte Uebersicht. Am 32. Februar sendet Finckenstein Me Ausk�nfte, f�r die ihm Friedrich
tags darauf seinen Dank sagt'.
Ist nun auch diese erste Fassung der Darstellung der Teilung Polens, die der A�mg, wie wir sehen, im
Februar niederschrieb, nicht mehr erhalten, so bieten doch die Redaktionen von und 5??9 uns gen�gend
Anhaltspunkte, um ein Sild non der Urfassung zll gewinnen.
Zun�chst lehrt der vergleich mit der Darstellung von da� wie diese, so auch ihre Vorg�ngerin von
kein besonderes Vorwort bekommen hat. Erst die letzte Redaktion wurde mit einem solchen eingeleitet.
�Oc la politic^ie 6epuii5 176z 1774" � so lautet die �berschrift der zweiten und der dritten Fassung,
entsprechend daher wohl auch die der ersten. Und so ist denn offenbar auch hier Friedrich, wie bei der zweiten Fassung,
' Vgl. �politische i?ovicf|)ou&cii3 Friedrichs des (Siofjcit"(zitiert: p. ?.), Ad.32, 5. 4<6- � a vgl. Hoheiizolleril 'Jahrbuch
5, 15. � 3 Der �Extrait11 sow'l,' die im folgere� gcnonnteti weiteren Vorarbeiten f�r die DiirfirUimg d?� K�nigs befinden sich auf &cm
K�nig!. Geheimen Stttatsard^in 311 Berlin. � 4 Graf SEctfiiborff y der Kammetben: der K�utaiti, permerft dar�ber in feinem bekannten
Tagebuch! �Der A�mg kehlt am 23. nach Potsdam zur�ck. Prinz t?emrich, der de� GebnrtZwg Seiner Majest�t hatte feiern wollen, hat
eine Absage bekommen, allerdings in verbindlichster Art. Am 2$. feiert ihn die K�nigin mit einem Festmahl, an dem alle Minister und
Generale teilnehmen, sowie einem Sonpev, bei dem alle? i� Gala erscheint" (�Drei�ig 3�ttvc am Hofe Friedrichs des Gro�en", Nachtrage,
Vd. 2, 5. 273; herausgegeben pou K.E. Schmidt, �Bot^i l9!I). � 5 Vgl. P. ?., Vd. 33, 5. 2?? nnd 2fi7.
� 6 val. P. ?., �?b. 33,
S. 263 nebst Anm. H. � 7 Vgl. p. ?� 53b, 33, 5. 204 und 21.5.
        
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