Path:
Schloß Charlottenhof

Full text: Schloß Charlottenhof

8Persius ins Schinkelmuseum gelangt) benlalt; durch blaue Greifen sind sie in Felder eingeteilt, die wei� gef�rbt in der
Mitte antike G�ttergestalten auf blauen: Grunde in Rreismedaillons enthalten; ein Fries mit Genien und Girlanden
bildet den oberen Abschlu�. Farbige Aufnahmen der Loggien des Raffael, die neben den pompejamfchen Wandmalereien
die Vorbilder f�r die Dekorationen Schinkels waren, H�ngen �ber der Hauptt�r. Eine B�ste des gro�en Baumeisters
lie� der dankbare Aronprinz in der rechten Ecke des Vestib�ls aufstellen. Die Mittelt�r f�hrt in den Speisesaal, dessen
drei Glast�ren unter den, Portikus auf die Terrasse gehen. Er ist h�her als die �brigen Zimmer sq'^ m), langrechteckig,
und hat zwei abgeschr�gte Ecken (Taf. H). Die w�nde sind wei�, mit d�nnen palmcttenverzierten Goldleisten, die drei T�ren
sind mit leuchtend rotem Stoff und gl�nzenden Messingn�geln beschlagen; mit demselben Stoff sind die beiden Nischen
in den abgeschr�gten Ecken drapiert; ihre oberen gew�lbten Fl�chen sind blau get�ncht und mit goldenen Sternen verziert;
in den Nischen stehen die Marmorstatuen des David von Imhof und des Ganymed von Wredow. In der Mitte
des Saales erhebt sich ein langer Tisch mit platte aus Rosso Corallino auf vergoldeten t�wenhermen mit Akanlhus-
f�llung^ zu dem die Zeichnung von tohde ver�ffentlicht worden ist in �Schinkcls M�bel'Entw�rfe, welche bei Einrichtung
prinzlichcr Wohnungen in den letzten zehn Jahren ausgef�hrt wurden" (Berlin
An diesen Saal reihen sich links und rechts die Zimmer des kronprinzlichcn Paares, s�mtlich von kleinen
Dimensionen und nur 5 m hoch, ihre T�ren eine durchgehende Flucht bildend. Nach der Bestimmung des Arouprinzeu
sind es folgende: Links Wohnzimmer der Aronprinzessin; die W�nde lichtblau gestrichen (auf Papiertapete, wie in den
meisten Zimmern); die M�bel ebenfalls lichtblau bezogen, mit reicher Vergoldung, besonders sch�n der Spiegclkonsoltisch
zwischen den Fenstern, mit vergoldeten Monatlichen. Die seine Petit pointsticketei des Sofas und des blumengestickten
Fu�teppichs ist hervorzuheben; die Aronprinzessin war ja in dieser damals zeitgem��en Technik selbst Meisterin
(werden ihr diese Stickereien n�t gr��erem Recht als so viele andere in Privatbesitz befindliche zugeschrieben?) Unter
den geinalten r�mischen und italienischen Ansichten an den wanden ist bemerkenswert die Darstellung der Mittagstafel
des Kronprinzen auf dem Vesuv am Geburtstage der Aronprinzessin Schreibkabinett der Aronprinzessin, wunder-
voll in der Farbenbehandlung; die W�nde rosafarben get�nt, mit silbernen Holzleisten gefa�t (Taf. 5^). Die T�rrahmen
gr�n gestrichen; die M�bel, unter denen der Divan und das Ecksofa hervorragen, mit gr�nem Atlas bezogen und reich
versilbert. Der mit durchbrochener Akanthusornamentik verzierte Schreibtisch der Aronprinzessin bewahrt die Schreib Utensilien
und zahlreichen Bijouterien an ihrem alten Platz; davor steht ein altrussischer, aus Stahl und Silber geschnitteuer
Schreibstuhl (angeblich Peters des Gro�en). Selbst die Ampel aus rosafarbenem Glase mit seidenen Quasten und
Schn�ren ist auf dm Ton des Zimmers gestimmt. Das gemeinsame Schlafzimmer des Hohen Paares, das mit dem
halbrunden, durch eine pilasterstcllung eingefa�ten Ausball erweitert ist, aus dessen drei Fenstern man den Blick auf
eine riesige Platane und die Auppel des Neuen Palais �ber den Waldmassen des Hintergrundes zur Anken genie�t.
Die W�nde, hier hellgr�n gef�rbt, mit goldener keiftenfassung, stimmen mit dein gr�nen Damastvorhang �berein, der,
an zwei vergoldeten, adlergckr�nten Holzpfostcn aufgeh�ngt, das schlichte kindenholzbett alkovenarlig abschlie�t; hinter
diesem h�ngt eine gro�e Aopie des himmelfahrenden Christus und der beiden Apostelf�rsten aus Raffaels Verkl�rung
auf Tabor. Hier ist nicht nur die gr�ne, mit Schliff verzierte Ampel, selbst das Waschgeschirr aus gr�n gef�rbtem
Glase ist dein Farbenton der w�nde analog gew�hlt. Garderobezimmer (sp�ter zum Schreibkabinett eingerichtet),
ebenfalls gr�n gestrichen; ausgezeichnet sind die Virnholzt�ren mit Grotcskcnf�llungcn in Untcrglasmalerci. Schlie�lich
das Ankleidezinmier des A�nigs, mit bla�gelb gehaltenen W�nden mit roten Borten, in der Ecke ein SteinZutkamin
mit Relief; merkw�rdig sind die Glasgem�lde nn Stil rotfiguriger pompejanischer Vasen, Geschenke des Aaisers van
Ru�land. Die w�nde schm�cken Rheinlandschaftcn von R�fel. Rechts vom gro�en Salon liegen folgende Zimmer:
Wohnzimmer des A�nigZ, graugr�n get�nt, mit Stichen nach Raffacl und Michelangelo dekoriert. Das rote Aabinett,
auf die Pergola f�hrend; das Mahagonifofa mit f�llhornartigen tehnen, der oblonge Alapptisch davor, selbst die
gestickte Decke mit der russischen blauen Porzellanvase und der Fu�teppich sind unvcrr�ckl an der alten Stelle, wie sie
das Aquarell der Hausbibliolhck wiedergibt (Taf. 5b). Das Zeltzinnner; die w�nde sind mit blauwei�em Aaltun aus^
geschlagen, ebenfalls die eingespannte baldachinartige Decke; die beiden Betten, deren Hinnnel an kanzenspitzen befestigt
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.