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Der Weltkrieg im Jahre 1916

Full text: Der Weltkrieg im Jahre 1916

XVIII
Streitmacht geendet zu haben, jedenfalls galt seitdem die Gefahr eines t�rkischen Angriffs f�r beseitigt. 3m Herbst
sind die K�mpfe auch hier Zum Stillstand gekommen.
Da� unsere noch �briggebliebenen afrikanischen Kolonien weiterhin Schritt f�r schritt in die H�nde der Engl�nder
uno ihrer Bundesgenossen fall�� w�rden, war ja vorauszusehen; der Widerstand hat aber l�nger gedauert un� dem Gegner
mehr Schwierigkeiten bereitet, als er angenommen hatte. 311 Kamerun war Iaunde, das Zentrum der Verteidigung,
schon am \. Januar gefallen. Vie Verteidiger zogen sich k�mpfend zur�ck. Am 7, Februar sah sich Oberstleutnant
Zimmermann gezwungen, mit 900 Deutschen und HOOO Eingeborenen nach dem benachbarten spanischen Guinea
�berzutreten, wo die Truppe interniert wurde. Am Februar fiel auch der letzte deutsche Kosten in Kamerun,
2Hora; die Besatzung mu�te sich ergeben.
Deutsch-Gsiafrika wurde von Belgiern, S�dafrikanern und Portugiesen, im ganzen etwa 70�80000 Mann
stark, von tebetten Seiten her angegriffen. Es verteidigte sich gl�nzend unter der F�hrung des Obersten von kettow-
Vorbeck. Bis zum \7. September wurde T'adora behauptet; dann fiel mit diesem St�tzpunkt die Zentralbahn in die
Hand der Feinde. 311 einem Teil des Landes hielten sich die Verteidiger noch monatelang, allm�hlich enger und enger
eingekreist und ohne Aussicht auf Unterst�tzung. Immerhin haben fie noch vermocht, im Dezember den Portugiesen
eine empfindliche Niederlage 311 bereiten.
Da� wirden Braven in unfern Kolonien nicht zu helfen verm�gen, ist eine unvermeidliche Folge der britischen
Seeherrschaft, die es mit sich bringt, da� voit vom Vzean abgeschnitten sind, w�hrend der Schiffahrt unserer Gegner
der IDeg zu allen K�ften offen steht. Diese Tatsache, die dem Weltkrieg einen eigenartigen Charakter gibt, ist auch
in diesem 3 re durch die Ereignisse des Seekrieges nicht aufgehoben worden, obwohl sich darunter die gr��te Seeschlacht
befindet, die die Weltgeschichte kennt, und obwohl diese Seeschlacht 311 unfern f�nften ausgefallen ist. Das ist zwar
von den Gegnern nachtr�glich bestritten worden, ist aber durch klare Tatsachen au�er Zweifel gestellt. Die Schlacht
am Skagcrrak, wo die deutsche Hochseeflotte mit den: gr��ten Teilder britischen Kampfflotte zusammengesto�en ist (?>{, ?Hai),
die deutsche unter dein Vizeadmiral Schcer als Flottenchef und Hipper als F�hrer der Aufkl�rungsstreitkr�fte, die
englische unter den Admiralen Iellicoe und Veattie, ist offenbar ein strategisches Meisterst�ck der deutschen F�hrung
und ein Beweis daf�i, da� die Gefechtsleistungen unserer Schiffe denen der englischen nicht nur ebenb�rtig, sondern
�berlegen sind. 3 den: Kampfe, der am Nachmittag des 3^. ZHai entbrannte und noch einen gro�en Teil der Nacht
w�tete, verloren die Engl�nder drei Gro�kampfschiffe (Queen Mary, Marlborough, Warspite), drei gro�e Schlachtkreuzer
Marrior, Indcfatigable, Invincible), sechs kleinere Areuzer und zw�lf Zerst�rer und Torpedoboote, w�hrend wir einb��ten:
ein Linienschiff (pommern), einen gro�en Schlachtkreuzer sk�tzow), der aber erst auf der heimreise sank, vier kleine
Kreu5er, f�nf Torpedoboote. Die Verluste der Engl�nder betrugen Schiffsraum von U7 000 Tonnen Wasserverdr�ngung,
die unseren von 60000 Tonnen. Ver Menschen Verlust entsprach diesem Verlust an Schiffsmaterwl; bei den Engl�ndern
waren 572 Offiziere tot, 42 verwundet, 2^^ Mannschaften tot, 
    
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