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Der Weltkrieg im Jahre 1916

Full text: Der Weltkrieg im Jahre 1916

XVI
worden: das cinc, unter dem Oberbefehl TNackensens, aus Vulg�ren und Deutschen zusammengesetzt, sollte in der
Dobrudscha den russisch-rum�nischen Streitkr�ften, die gegen S�den vordrangen, entgegentreten; das andere, aus deutschen
und �sterreichisch-ungarischen Streitkr�ften gemischt, unter dem Aommando des Generals von Falkcnhayn, sollte Sieben-
b�rgen von dem eingedrungenen Feinde befreien und ihn dann wom�glich �ber dag Gebirge bis ins eigene Cand
verfolgen. Beide Armeen haben ihre Aufgabe gl�nzend gel�st.
Vie Armee Mackcnsens er�ffnete den Feldzug am ?. September durch den gro�en Schlag, der den fr�her
bulgarischen Ort Tutrakan an der Donau, den befestigten Aopf einer auf Bukarest zu f�hrenden Stra�e, in ihren Besitz
brachte und zur Gefangennahme von 20000 Rum�nen f�hrte. Am selben Tage wurden weiter �stlich in der Vobrudscha
die Russen bei Dobri^ zur�ckgeschlagen. An, <). sie! auch die von den Rum�nen ger�umte Festung Silistria in die
H�nde der Bulgaren. Am September war dcr Zar Ferdinand mit dem t�rkischen Ariegsminister Enver-f)ascha
und Hindenburg im Hauptquartier Aaiser Wilhelms Zusammen. Vie Armee Mackensens r�ckte nun in breiter Front,
die ganze Breite der Dobrudscha von der Vonau bis zum 3Neer einnehmend, den nordw�rts abziehenden Rum�nen
und Russen nach; am erfocht sie eine?: entscheidenden Sieg, dcr die feindlichen Ar�fte auf die Verteidigungslinie
Rasowa-Tuzla zur�ckwarf. Hier an der alten, von der R�merzeit her bestehenden Befestigung der Trajansw�lle kam
der Aampf zun�chst f�r eine weile zum Stehen. Am 5. Oktober machten die Rum�nen den k�hnen, aber wenig
aussichtsvollen Versuch, durch Ueberschreitung der Vonau bei Ratowo, westlich von Culrakan, dem Gegner in den
R�cken zu kommen. �sterreichische Donaumamtore zerst�rten alsbald die Br�cke, die sie geschlagen halten; die �ber
die Vonau gelangten Streitkr�fte wurden abgeschnitten und aufgerieben. Seit dem 2^. Oktober ging dann
gegen die 3inie Rasowa-Tuzla in starkein Angriff vor. Nach heftigen A�mpfen, namentlich bei Topraisar und Cobadin,
wo die Vulg�ren wieder einmal eine gl�nzende f>robe ihrer Ariegst�chtigkeit ablegten, wurden die Rum�nen und
Russen geworfen und zu eiligem R�ckzuge gezwungen. Am 25. Oktober siel die wichtige Seefestung Aonstantza, der
Haupthafen, durch den Bukarest in Seeverbindung mit dcr Au�enwelt stand, in die H�nde der Angreifer, am 2H. fiel
anch die Festung Rasowa an der Vonau, am selben Tage Medzidia, der Mittelpunkt der Stra�e Constantza^ernawoda,
am 25. wurde Cernawoda selbst genommen, der wichtige Donan�bergang, der die Stra�e von Constantza nach
Bukarest beherrscht; die gro�e Eisenbahnbr�cke �ber die Donau, ein Wunderwerk deutscher Technik, wurde von den
Besiegten gesprengt, die nun in fluchtartigem R�ckzuge unter anhaltender Verfolgung nach Norden bis gegen Hirsowa
an der Vonau zur�ckwichen.
Inzwischen war die Armee in Siebenb�rgen in schweren A�mpfcn damit besch�ftigt, die eingedrungenen
Rum�nen nach den P�ssen zur�ckzudr�ngen und diese selbst in die eigene Hand zu bringen. Zuerst gelang von Hatscheg
aus der Vorsto� an den Szurdukpa� (20. September). Vann folgte die gro�e f�nft�gige Schlacht bei Hermannstadt,
wo Falkenhayn die I.rum�nische Armee vernichtend schlug. Sie war umfa�t worden; am 28. September erschienen
die Bayern in ihrem R�cken am Roten-Turm-Aa�; ein Entlast ungs sto� der II,rum�nischen Armee vom G�rgenygebirge
her kam zu sp�t und blieb erfolglos. Nun war Hermannstadt wieder frei; aber uni den Roten^Turm-f)a� gab es
noch heftige K�mpfe; er fiel erst am 2H. Oktober in die H�nde der Verb�ndeten. Am Oktober wurden die Rum�nen
bei Kronstadt geschlagen; auch diese alte Sachsenstadt wurde jetzt wieder befreit; bald entwickelten sich nun auch heftige
A�mpfe am Aredealpa� sC�mospa�), �ber den der weg nach dcr k�niglichen Sommerresidcnz Sinaia und weiter nach
Bukarest f�hrt. Am 2H. Oktober, zugleich mit dein Roten-Turm-Pa�, wurde er erst�rmt, einen Tag darauf auch der
weiter westlich gelegene vulkanpa�. Die Rum�nen leisteten z�hen Widerstand, aber er wurde �berall gebrochen. Am
i,<). November erk�mpfte sich die Falke nhaynsche Armee in dcr gro�en Durchbruchsschlacht bei Targu-Iin den Austritt
in die walachische Ebene; demIiul- sSchyl-) Flu� folgend, stie� sie nun weiter vor und nahm am 2l.November bereits
die wichtige Eisenbahnstation Craiowa, die den weg nach Bukarest von Westen her beherrscht. Am 2H. November
wurde auch der �u�erste westst�gel der Rum�nen, der sich in starker Stellung beim Eisernen Tor befand, �berw�ltigt.
Orsova und Turn Scverin wurden genommen; die dort k�mpfenden rum�nischen Truppenteile waren damit abgeschnitten
und sind in der Folge nach zwecklosen Hin- und Herm�rschen allm�hlich aufgerieben worden.
        
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