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Der Weltkrieg im Jahre 1916

Full text: Der Weltkrieg im Jahre 1916

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allgemeine Offensive Sarrails am 30* Oktober, die auf eine Durchbrechung der bulgarischen Linien gerietet war, hatte
aber feinen Erfolg. Am J3. November war der franz�sische Aricgsministcr, General Roques, in Saloniki, uni die
Cage zu pr�fen und Ratschl�ge zu einem energischeren Vorgehen zu erteilen. In der Tat hatte cm Angriff des N)est^
fl�gels in den n�chsten {Tagen einen besseren Erfolg als porter. Vie Bulgaren r�umten Monastir ((9. November),
und die Serben ergriffen mit gro�em Ger�usch nun wieder Vesitz von einem Teil ihres ehemaligen Gebiets.
Darauf blieb aber auch der Erfolg beschr�nkt. 3n den neuen Stellungen n�rdlich von Monaftir hielten sich
die Vulg�ren mit ausdauernder Z�higkeit, und der neue gro�e Angriff vom 28, November, an dein Russen,
Italiener, Serben und Franzofen beteiligt waren, scheiterte vollst�ndig. Die Salonikiarmee blieb gebunden an ihre
bisherigen Stellungen; fie hat nicht vermocht, auf den Gang des rum�nischen Feldzuges einzuwirken; sie hat damit
ihren Hauptzweck verfehlt.
Die ganze Ostfront von ?u$f bis an die Karpaten war in den Monaten September, Oktober, November
und bis in den Dezember hinein der Schauplatz heftiger k�mpfe, in denen die Russen immer wieder von neuem den
Vurchbruch auf Aowel und kemberg oder die Neberfchreitung der Aarpathen passe versuchten und, wenn dies auch
nicht gelang, doch jedenfalls die Streitkr�fte der verb�ndeten Mittelm�chte auf dieser Front so in Eltern hielten, da�
keine allzu starken Entsendungen f�r den siebenb�rgisch-rum�nischen Kriegsschauplatz m�glich waren. In Galizien
mu�te Anfang September die Front zwischen der 0*11 kipa und dem Vinestr im Zentrum etwas zur�ckgenommen
werden, bis an die Narajowka; ebenso die Front vor Halicz. Aber ein Vurchbruch 5versuch der Russen auf Halicz zu
mi�lang am 7. und 8. September und ebenso ein solcher bei Vrzezany au der Zlola ?ipa am 9. September. Sruffi(on>
versuchte am \2. September, am unteren Stochod durchzubrechen, wurde aber unter starken Verlusten zur�ckgewiesen.
Ebenso hielt die Front bei Swiniuchi den h�ufig wiederholten Angriffen stand, die auf die Gewinnung von Wladimir.
Wolhynsk gerichtet waren; am 28. September schaffte ein erfolgreicher Gegensto� bei Xiorytnica an diesen: Teil der
Front den Verteidigern mehr ?uft. 111 Oktober folgten neue starke Angriffe in Wolhynien und Galizien, die mit
Einsetzung aller Reserven unternommen wurden. Nrussilow suchte am {7. Oktober gegen Semberg, am 20, am
Stochod gegen Aowcl durchzubrechen; beide Male vergeblich und unter furchtbaren Verlusten. Zugleich wurde ein
Angriff Schtscherbatows gegen Halicz an der Narajowka aufgehalten. Die Front des Prinzen ?eopol6 wurde von
diesen K�mpfen weniger ber�hrt; immerhin gab es auch dort, namentlich zu Ende Oktober, russische Angriffe, die
eine Vindung der n�rdlich von pinff stehenden Streitkr�fte bezweckten. Im November und Dezember flaute die
Heftigkeit der russischen Angriffe ab. ?in erfolgreicher Gegensto� bei Skrobowa ((0. November) und an der Zlota ?ipa
(2. Dezember), letzterer durch t�rkische Truppen gef�hrt, waren ein Zeichen f�r das Nachlassen des russischen Drucks
an der wolhynisch-galizischen Front. Dagegen wurde an den Rarpatheu in dieser ganzen Zeit, vom September bis
in den Dezember hinein, auf der ausgedehnten Front von, Tartarenpa� bis zur rum�nischen Grenze, unausgesetzt mit
gro�er Heftigkeit gek�mpft, oft Tag und Nacht hindurch. Vcrtliche Erfolge der Russen wechselten mit gelungenen
Gegenst��en der Verteidiger, namentlich a� der Vaba kudowa und bei Dorna Watra, zuletzt noch im �yergYogebirgc
und im Trotosultale. Ein Durchbruch der Russen nach Ungarn hinein wurde aber auch hier verh�tet. Diese K�mpfe
nahmen immer mehr den Tharakter einer {?ntlaftungsoffenftpe f�r den rum�nischen Anegsschauvlatz an, auf den seit
dein Oktober das strategische Hauptinteresse der Kriegf�hrung sich konzentrierte.
wie wenig die alliierten M�chte mit ihren ungeheuren Offensivanstrengungen auf allen Fronten im Grunde
bisher erreicht hatten, wird am klarsten dadurch, da� es ihnen nicht gelungen war, dem Gegner das Gesetz des
Handelns aufzuzwingen, ihn in der Defensive festzuhalten und an der Entfaltung starker Ar�fle gegen den neuen
rum�nischen Angriff zu verhindern. Der genialen keitung Hindenburgs gelang es vielmehr, so viel Truppen frei zu
machen und rechtzeitig zur Stelle zu bringen, da� damit eine h�chst wirksame Gegenoffensive er�ffnet werden konnte,
die einen energisch fortschreitenden Vcwegungskrieg im Stil Moltkes und Napoleons an die Stelle des mit ungeheuren
Anstrengungen und Verlusten, aber mit geringen! strategischen Erfolg an den �brigen Fronten gef�hrten Stellungs
krieges setzen konnte. Zwei Heere waren von den verb�ndeten Mittelm�chten f�r den rum�nifchcn Feldzug gebildet
        
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