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Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

Full text: Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

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INaina', Auguste und Cco 2 teilen unser� Schmers 3; sie la�en Dir viel sagen, von ?co fand ich 6as
Zcltelchen f�r Dich^.
Ich schieibe alles durcheinander, mein lieber Wilhelm, aber ich willmir wei� machen, wir sprechen miteinander,
weil mir das lieber w�re wie das fatale schreiben.
Noch tausend Gr��e an Vr.kouis von mir.
Gestern Hab ich Ribbeck " und Hanstein hier gehabt, die sich angelegentlichst Dir empfehlen la�en.
Da wacht IVA. auf und kommt herein; er sollte Dir ein Ru�h�ndchen werfen, konnte aber vor einem
Viskuit nicht dazu kommen.
keb wohl, mein Gclicbtestcr! Gott beh�te Dich! Denke liebend Deiner Dich so hei�innig liebenden
Maiicme.
2.
Prinz Wilhelm an Prinzessin Marianne.
Breslau, Sonnabend, den 50. Januar
Da erh�ltst Du, teure Marianne, nach mehreren Jahren den ersten Vrief aus der Ferne. Mit rechter
Wehmut nahm ich Abschied von Dir, Du, Veste, trennte ich mich von dem^, der uns beiden noch allein �brig
geblieben ist aus den St�rmen des Schicksals, wer wei�, wann und wo ich Euch wiedersehe. Ihr Geliebten?
Unergr�ndlich ist das Morgen, wir haben es zu hart erfahren, als da� ich voll teichtsinn oder allein vollHoffnung
mich von Dir h�tte trennen sollen. Der letzte Schlag, Fried Tassilos Tod, hat mein Inneres gewaltig ersch�ttert,
gewaltiger, als es Dir scheinen mochte. .... Der Cod des liebevollen Aindes soll uns fester als je mit einander
verkn�pfen, wie sch�n ist, was Du in mein Vuch �ber diesen Gegenstand geschrieben hastl Mit Tr�nen im Auge
habe ich die Zeilen gelesen. Dein heiliger Sinn l��t Dich das irdische Ungl�ck leichter tragen als meine tr�be Seele
mich. Fest auf Glauben und Hoffnung gest�tzt, bietest Du Dich den Schl�gen des Schicksals dar, indes ich unstet
schwanke und Grund suche, wo kein Grund ist. Wenn man das Haupt zur Erde neigen will aus Schmerz, mu�
man es mit Araft aufw�rts zum Himmel wenden. Dort allein ist Trost, von dort aus erstehe ich mir t�glich Araft,
Mut und Willen zum Guten, erstehe ich f�r Dich und f�r den Aleinen einen, Erdenwandel, der Euch teilhaftig mache
dereinst der allerh�chsten Gl�ckseligkeit im Himmel.
von ganzer Seele fa�s ich den Entschlu�, Deiner wert zu werden. Sollte ich mit Anton" vielleicht die
gefahrrolle Bahn vereint wandeln, dann wird er mit seiner frommen, reinen, religi�sen Seele viel dazu beitragen,
gewi�, was er nur tun kann, Deinen Mann zu erheben und zu st�rken. Gestern Abend sprachen wir viel in dem
Sinne. So gern spreche ich mit ihm �ber diesen Gegenstand; denn er ist recht lebhaft davon durchdrungen.
.... WAdalbcrt dr�cke an Dein Herz, la� dieses lebendige Band uns heilig halten, uns immer werter
und teurer werden. K�sse ihn in des Daters Namen. Gott segne Euch! In Gedanken dr�cke ich Dich an mich.
Gott segne Dich!
Dein Willhelm.
1landgr�fin Raroline pou Hessen-Homburg, geb. 2.M�rz !?Hb, gest. IB. September 582^.
� 8 Prinz teopold von Hessen-Homburg,
Vrudcr Mariannes, geb. ;?8?, gest. als preu�. Major bei Gro߫G�rschen am 2. Mai ;s^3.
�
a Ueber den Verlust des Prinzen Cassilo. �* Es lautet: �Das war schrecklich mit dem lieben kleinen Fried Tassilo! So ist auch dieses Gl�ck euch wieder zur H�lfte Zerst�rt, lieber
lvilhelm! Du wirst an meiner Teilnahme nicht zweifeln, aber sagen mu� ich Dir, da� mein Herz zerrissen ist. Gott erhalte Dir und
der Schwester das wilm Adalbertchen und lasse es heranwachsen 311 (Eurer Freud und Wonne! ?eopol&." � 6 Prinz kudwig von Hessen-
Homburg, �lterer Vruder Mariannes, geb. n?o, gest. ;82y. � * (�berfonflftorialrat und Propst in Berlin.
�
T Desgl. � 8 Prinz
Adalbert. � " Anton Graf 311 Stolberg �wernigerode, geb. 5785, gest. *aa$ als Generalleutnant, 
    
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