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Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

Full text: Aus dem Briefwechsel des Prinzen Wilhelm des Älteren von Preußen und seiner Gemahlin, der Prinzessin Marianne

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3 Tagen nicht wohl bin, etwas fiebere und nun einen solchen dicken Backen habe, wie noch nie; ich finde, �a� ich
Philipp gleiche.
Der gestrige Aufrufs in den Zeitungen hat ganz Berlin van jungen keuten entbl��t. Alles str�mte fort und
findet sich so gl�cklich, einmal mit sanction tun zu d�rfen, was sie langst gern aus Neigung getan h�tten ....
Mitunter finden sich aber auch solche, welche es nat�rlicher f�nden, da� der K�nig ihnen vor allen Dingen deutliche
Erkl�rungen g�be. 3a' die Menschen sind recht unvern�nftig.
Heut kam Recowsky^, weil er morgen auch abzieht. So sind wir denn nun den Invaliden und den alten
leuten in Verlin anvertraut. Angenehm ist der Gedanke gerade nicht, vorz�glich, da man sich einbildet, es k�nnte
zwischen Russen und Franzosen zu einer Schlacht zwischen Posen und Frankfurt kommen, wenigstens sollen dort herum
an 50 000 Franzosen stehen. Hier sind jetzt sehr wenige und viel Polizei-Achtsamkeit bei Tag und Nacht.
Gestern gabs einen b�sen Aufstand ums Schlo� herum, weil sie einen franz�sischen Offizier wieder aus der
Wache haben wollten, ihn zu t�ten, der nach einem Pr. Soldaten gestochen hatte, so da� das Schlo� mit Polizei zu
Pferde hat umstellt werden m�ssen .... ,
Hch schreibe Dir alles durcheinander; aber Du wei�t, wenn ich Dir schreibe, tue ich es immer gern so, um
mir wei� zu machen, ich spr�che Dir nur das Alles so zu von Mund 511 2Nund am sch�nen Cisch, der schon einige
Abschrumpsel gehabt hat ....
Mit WA. bleibt es so, wie ich Dir schrieb. Den ganzen Nachmittag habe ich ihn bis um halb 8 Uhr vom
Essen an. Vie Geschichte von der Gblate erz�hlte ich Dir doch, deucht mir. Er geht immer noch eben so gern in
Dein Zimmer ....
Das ID�rt �Reise" im Vrief frappiert mich immer. 3 denke wohl, es hei�t �Krieg".... tuischen ist
doch ein dummes Kino. Die armen Br��er tun mir so leid. Also Anton geht mit Dir. Das ist sch�n.
U?A. will dem Mond immer Brot geben und wirft ihm Au�h�ndchen. Ich erz�hle ihm bann, F.C. 3 sei das.
tebe wohl, mein guter, lieber Willhelm! Ich mu� nun zu Bette. Schalte Deine Mariane vor Augen und imHerzen.
Ich hoffe, da� bald die Fr.d'or und dann bald C�bbet^e ankommen wird 
    
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