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Die Beziehung des Großen Kurfürsten zu der Stadt Amsterdam

Full text: Die Beziehung des Großen Kurfürsten zu der Stadt Amsterdam

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Dem Verfasser war es begreiflicherweise daran gelegen festzustellen, ob und wie Diele von den patenfanonen
zurzeit noch vorhanden sind. Die angestellten Nachforschungen ergaben, da� es heute nur noch eine einzige von ihnen
gibt. Es ist dies ein kunstvoll gegossenes Vronzerohr, ein Secfyspf�nber aus dem Jahre das sich int K�niglichen
Zeughaus zu Berlin befindet.
Es tr�gt auf dem �langen Feld" neben der Gewichtsangabe in erhabener Darstellung das Aurzepter und
die Inschrift:
Carolus Aemylius Marchio Brandenburg.
Princeps Electoralis
Anno aetatis suae V.
das Ivappen von Amsterdam).
1660.
Coss. Amstelodamensib.
Joanni Huydecoper. (Cornelia de Vlooswyck.
Comelio de Vlamingh. Andrea de Graef.
Unten ringsumlaufend die Bezeichnung des Gie�ers: Gerard Koster 2 me fecit Amstelredami Anno 1660.
Inseiner Ausschm�ckung mit Reliefdarstellungen und Gravierungen macht das Rohr einen k�nstlerischen Eindruck.
Keine Abmessungen sind nach den Angaben des A�niglichen Zeughauses:
Ganze L�nge mit Traube 2,855 m, 28 Aaliber lang,
Seelenl�nge 2,5% m,
Kaliber . ? ? 9,7 cm,
Gewicht der eisernen Vollkugel ...... 2,798 kg.
Gben zwei Henkel in Delphinform. Die Oberfl�che des Rohres ist mit zierlichen Nlattornamenten in Relief
ausgestattet. Die zugeh�rige tafette ist nicht mehr vorhanden.
Nach dem Inventarienbuch des A�niglichen Zeughauses stammt das Rohr aus den: Artilleriedepot Verlin
und befand sich schon im Jahre 5756 an seinem gegenw�rtigen Standort 2.
wir sehen aus allem, wie die reiche Stadtgemeinde ihrer selbst�bernommenen Verpachtung hinsichtlich der
Gesch�tzanfertigung getreulich nachgekommen ist. Ein Aktenvermerk (Geheimes Staatsarchiv, k.IH, besagt �ber
den Abschlu� der Angelegenheit: �Komplement an die Stadt Amsterdam!? vom 7. Ianuary wegen des f>aten-
geschenkes f�r des verstorbenen HHur-pnntzen Herrn c^nrc>Ii Durch!, al� j�hrlichen Ein St�ck Gesch�tze
welches eben nunmehr erloschen und wird die verschreibung nun mehr durch den Freyherrn von Spaen wieder
zur�ckgegeben, vid R. 3 Rrft. ;8."
Damit verschwinden unsere Gesch�tze aus den Akten der A�niglich Preu�ischen Archive.
In jener Zeit dachten unsere gef�lligen B�rgermeister noch an eine andere Aufmerksamkeit, mit der sic den
Aurf�rsten auf seiner Reise durch die clevischen Lande �berraschen wollten. Sie hatten 165H den Stadtbildhauer
Artus Ouellinus mit der Anfertigung eines !Narmorbildnisses der Dallas, auf einer Vase ruhend und umgeben von
vier Delphinen, beauftragt, mit dem sie Graf Moritz hatten ehren wollen und das zur Ausschm�ckung des von ihm
errichteten Springbrunnens im Tiergarten seiner Residenz Cleve dienen sollte. Das Bildnis, auf das vondel bereits
1Der �at|Ienoermerf �W 53 C s^" bedeutet das Gewicht des RshreZ
--
*8 Zentner 65 Pfund. � 'Gerard Roster (gest. 1679)
war Stadtgesch�tzgie�er von Amsterdam, ebenso wie sein Vater und Gro�vater, von letztere,,, im Jahre gegossene Gesch�tze waren
an der Seeschlacht am Aetna (1676) beteiligt, in der bekanntlich Adlniral de Hiiyter fiel. Mehrere dieser Kanonen wurden im Jahre 5903
aufgefischt (abgebildet in der holl�ndischen �wereldkroniek" von (903, 3. 50). f�r diese Angaben sowie f�rdie Photogramme der Venkmiinze
S. 592 bin ich Herrn 3. F> ?. de Valbian Verfter in Amsterdam als hervorragendem Renner AlthollandZ zu Dank verpflichtet.
� "
N�here
Angaben �ber diese Gesch�tze enth�lt mein Aussatz: �LinVronzegesch�tz des Gr.Kurf�rsten" in der Antiquit�ten-Leitung 5955, Hr.6 und N-
ijoljfnjolitm'3a^rfaurfj19(6, 2^
        
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