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Die Beziehung des Großen Kurfürsten zu der Stadt Amsterdam

Full text: Die Beziehung des Großen Kurfürsten zu der Stadt Amsterdam

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Die Beziehungen des Gro�en Aurf�rsten zu der Stadt Amsterdam
Don
Christoph Voigt
H^l^ohl wenige Tharakterz�ge in der gewinnenden Pers�nlichkeit Friedrich^Wilhelms, bas Gro�en Aurf�rsten, d�rften
unsere Teilnahme in leerem 2Na�e beanspruchen, als diejenigen, in denen seine Beziehungen juin Hause Gramen
$uiit Ausdruck kommen. Als Verm�chtnis Friedrich-Wilhelms wurden sie von seinen Nachfolgern auf dem Throne
piet�tvoll weitergepficgt bis in unsere Tage, wo Kaifer Wilhelm IL seine Verehrung f�r das Stammhaus Gramen
durch Hochhaltung niederl�ndischer Manne�berlieferung wiederholt bekannt hat. Noch heute hallt In unserem Volke,
namentlich in den Herzen derer, die im vertieften Studium der zwischen ocn H�usern Hohenzollern und Vranien im
taufe der Jahrhunderte gepflegten Beziehungen eine Quelle patriotischer Befriedigung finden, das Gedenken an Luise-
Henriette und an andere Vertreter ihres edlen Hauses nach. ?s wird darum auch die von Friedrich -Wilhelm so ziel-
bewu�t betriebene �Nranicrpolitik, die feiner ganzen Handlungsweise den Charakter maritimer Gelttmgsbeslrebungen
aufgedr�ckt hat, f�r den Freund vaterl�ndischer Geschichte immer ein Studium von besonderein Reize bilden.
verfolgen wir diese siolitik in ihren Begleiterscheinungen auf niederl�ndischer Seite, so werden wir da mannig-
facher Hemmungen gewahr, f�r die wir eine Erkl�rung nur in dem merkw�rdigen Dualismus der staatlichen Gewalten
der Niederlande finden. Die Interessen des F�rsteuhauses gehen nicht immer mit denen der Generalstaaten Hand in
Hand, und letztere liefern wiederholt Beweise, da� die kaufm�nnisch geleitete Republik nicht gewillt ist, sich f�rstlichen
Intentionen durchweg unterzuordnen. Vornehmlich ist es die Stadt Amsterdam, die, wo es darauf ankommt, ein
erhebliches Gewicht in die Ivagschale zu werfen hat. An diese einfln�reiche Stadt sollten Friedrich-Wilhelm Bande
kn�pfen, die gerade wegen ihres politischen Hintergrundes und verm�ge der in ihnen zum Ausdruck kommenden
sympathischen Z�ge holl�ndischen IVesens unsere Teilnahme beauspruchen; denn sie waren nicht zum wenigsten f�r den
Aurf�rsten mitbestimmend, im Interesse der kulturellen Erschlie�ung seiner tande Angeh�rigen der Republik da eine
gastliche St�tte zu bereiten.
Anmerkung. Heber dem tOtel: $wei 5chaimmnzeii auf den (f�. Geburtstag &es Kurprit^cn Karl-2?emil unb bei! r>o, feines
Paters, des Gro�en Kurf�rsten, am t>. Februar U7O.
        
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