Path:
Reisebriefe des Prinzen Wilhelm (Kaiser Wilhelms des Großen) an seine Schwester Prinzessin Charlotte Kurfürstin Alexandra Feodorowna

Full text: Reisebriefe des Prinzen Wilhelm (Kaiser Wilhelms des Großen) an seine Schwester Prinzessin Charlotte Kurfürstin Alexandra Feodorowna

135
man sich feinen Begriff von diesen, weg! selbst papa ist entz�ckt l'on demselben. In Domo bossela betraten
wir Italic�, und sogleich wechselt die Seen�; weinranken auf den Feldern, die flachen D�cher u. f. m., alles ist mild
und contrastirt unglaublich mit der Wildnis; die man oben verlie�. � Den \� m< an des teuren Butts (Beb. Cag
besahen wir die Voromeischen Inseln im sch�nen ?ago ZT?aggiorc. Unter Lorbeer Rainen spatzieren zu gehen, �
welch eine Ueberraschnng! Aus Zeichnungen kennst Du wohl hinreichend diese eigenen Inseln. Nun 911195 nach
Mayland am selbigen Tage! An, \o u
" blieben wir daselbst. Hein welck ein Dom! Ton diesem Wald von wei�en
Th�rmchen und Zicrrathen macht
man sich Feinen Begriff, wir waren
alle im h�chsten Erstaunen und
bewundern. Das ungeheuer gro�e
Cheater la Scala ist superbe; die
Oper uud Ballets recht gut. � Den
J7 tc" kamen wir hier an.
Per weg ist nicht intci* =
effattt, mir bei Pefen^ino hat man
eine sch�ne 2lu5sicht auf den Cago
di garda. - Gestern fr�l? sah ich
6cn lieben, Heben Kaiser^ ?oUbev,
Me herzlich, unendlich g�tig
war er! ich war so ger�hrt und
bewegt bei der ersten Umarmung!
Nur im Allgemeinen sprach er ron
feiner Tlheilnahme an allem wag
mir begegnet fei! � Gestern machten
wir allen hiesigen Herrschaften unsere
Aufwartung, und wurden �berall
mit G�te und Gnade empfangen;
Kaifer Franz war wie immer recht
herzlich; die Kaiserin ist h�chst liebcns
w�rdig. Verona ist nicht sch�n und
schmutzig wie ganz Italien-, die
3Nenschen vor Allem. H�chst inter
essant sind hier die S�mer IPerPe;
ein ganz erhaltenes Amphitheater,
prinj irillielni von pirufjcu [Moifcc IPiIK-Im T.). jjSetdjTtmtg non JlflTt] Krfiget lin QobenjoKern=�?Iu(eiini
einige Chore u. f. in, � Pen 22'"1 gehen wir nach Venedig und kommen den 27 oder 28 zur�ck. Ach! Der 28**-L>!
P0. Louise hat Dir gewi� von dem Ungl�ck was �ber ihrc und die wilhelmsche Familie hatte einbrechen f�nneu in
F�rsleustein geschrieben durch die herabfallenden Steine. Und denke Dir, da� ich an demselben Tage, in der-
selben stunde, gleichfalls, in gro�er Lebensgefahr war, indem ich im UMuster l^hal, zwischen �3afel und Viel, um
ein i)aar in einen Abgrund mit dem Wagen geworfen worden w�re; Hammer 8 und ich sa�en auf dem 23ocf und
sprangen mit einem rasenden Sah herunter, indem 2 Hdber schon von Pr�cipice borunter waren und die 2 andern
in der ?uft; warum der Wagen nicht umschlug, wei� sich keiner zu erkl�ren. So leicht bin ich nicht furchtsam, aber
diesmal glaubte ich einem gro�en Ungl�ck nahe - meine Gedanken waren dort Oben und ?. fdni'ebte mir als ein
1 Kaifer ?Ileran!icl' von Huglanb, der ;inn Kongre� nach Verona gefommen mat.
� * Der 28. (Dfiober war der (Scfcurtstag
der prinjcffin Elise Habjii�ill. � :' (Seneral �l&tpig von tta^mee, Eier Bcg?ciicr !>>.'? prinjen, rgl. �Unter ?>cn l^olien^llern", I, togf.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.